„Licht und Schatten“: Das sagen Thomas Kessler und Gerhard Struber zu den Transfers

Joel Schmied und Jusuf Gazibegovic beim Aufwärmen vor dem Spiel des 1. FC Köln
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„Licht und Schatten“: Das sagen Thomas Kessler und Gerhard Struber zu den Transfers

Vier neue Spieler hat der FC im Winter unter Vertrag genommen. In die Stammelf hat es bislang nur Joel Schmied geschafft. Dennoch sind Gerhard Struber und Co. optimistisch, dass die Transfers schon bald einschlagen werden beim 1. FC Köln: Das sagen die FC-Verantwortlichen zu den Transfers.

Jusuf Gazibegovic, Joel Schmied, Anthony Racioppi und Imad Rondic – vier Spieler haben die Geißböcke verpflichtet, um den Kader für die Rückrunde zu verstärken. So richtig eingeschlagen hat noch keiner der neuen Akteure beim 1. FC Köln: Das sagen die FC-Verantwortlichen zu den Transfers.

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Seit gut einem Monat befindet sich die 2. Bundesliga in der Rückrunde und der FC hat noch einmal nachgerüstet, um die Chancen auf den Wiederaufstieg deutlich zu erhöhen. Doch der große Transfer-Effekt ist bislang ausgeblieben. „Wir haben viel Licht, aber auch in der ein oder anderen Situation Schatten gesehen. Ich glaube, das ist aber auch normal“, sagte Thomas Kessler am Freitag auf der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf. „Man muss den Jungs natürlich auch ein Stück weit Adaptionszeit geben. Weil sie die Liga auch nicht kannten.“ So wie Joel Schmied. Der Schweizer ist zwar unmstrittener Stammspieler, aber auch, weil die Personaldecke in der Innenverteidigung eine erstaunlich dünne ist. Durch die Ausfälle von Julian Pauli und Luca Kilian ist Youngster Neo Telle der einzige nominelle Backup der Dreierkette. Dennoch brachte der Schweizer bislang ordentliche Leistungen.

Jusuf Gazibegovic will noch nicht so recht durchstarten

Schmied war im Winter vom FC Sion ans Geißbockheim gewechselt. Der 26-Jährige war Stammspieler, Leistungsträger und in einem Großteil der Begegnungen auch der Kapitän des Schweizer Erstligisten. Beim FC übernimmt der Abwehrspieler meist die Position im Zentrum. „Wir hatten ja auch schon oft darüber gesprochen, dass es gerade für Neuzugänge in der Winterpause nicht immer ganz so einfach ist“, sagte Kessler. Gerade, weil die Spieler in eine Mannschaft dazustießen, in der sie wenig Vorbereitungszeit mit dem Team hätten. „Wir sind da insgesamt auf einem guten Weg und davon überzeugt, dass die Jungs, die wir dazugeholt haben, uns helfen werden, unsere Ziele zu erreichen.“ Dabei wird Anthony Racioppi vorerst wohl weniger helfen. Der Keeper wurde schließlich als Nummer zwei geholt. Ein Wechsel steht nicht im Raum.

Eher ernüchternd fällt bislang der Auftakt von Jusuf Gazibegovic aus. Der bosnische Nationalspieler ist zumindest noch nicht die ganz große erhoffte Verstärkung. Der Marktwert des Abwehrspielers wird von dem Online-Portal transfermarkt.de auf fünf Millionen Euro geschätzt, der FC verpflichtete Gazibegovic für weniger als die Hälfte. Eigentlich sollte der Abwehrspieler die Baustelle auf der rechten Abwehrseite schließen. Zuletzt spielte aber wieder Jan Thielmann auf der Position, die nicht so wirklich auf den U21-Nationalspieler passt. „Es ist schon ein riesen Unterschied, ob du in Österreich in der Liga spielst oder hier. Es ist schon robuster, es ist sehr physisch“, sagte Gerhard Struber. „Es ist auch eine Position, in die er sich reinarbeiten muss, weil es schon eine andere ist, als wenn er in einer Viererkette außen spielt.“ Tatsächlich hatte Gazibegovic in Graz meist den rechten Part der Viererkette eingenommen.

„Seine Stärken werden helfen“

Allerdings wird Struber wohl eher nicht auf Viererkette zurückstellen. Zumindest erklärte der Coach, dass man es nich auf „Ach und Krach“ versuchen werde. „Er hat natürlich das ein oder andere zu verbessern. Aber gleichzeitig weiß ich, dass es eine Frage der Zeit ist, bis der Jusuf Gazibegovic richtig ins Performen kommt“, sagt Struber. Ins Performen sollte auch bald Imad Rondic kommen. Der Stürmer kam bislang nur zu Kurzeinsätzen, ist aber auch erst seit wenigen Wochen beim FC. Auch der Stürmer soll schnell helfen. „Am besten mit Toren“, sagt Struber mit einem Lächeln auf den Lippen. „Er ist was die Abläufe angeht, ob mit oder gegen den Ball, natürlich noch in der ersten Phase. Wir wissen aber, dass uns – gerade wenn wir in der gegnerischen Box sind – seine Stärken helfen werden. Weil er unter Druck ruhig bleibt.“

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Stärkste oder schwächste Liga?

Eric Martel: Hoffnung auf Comeback

Entwarnung beim FC: Mit Damion Downs und Leart Pacarada gegen Düsseldorf

Damion Downs vom 1. FC Köln gegen André Hoffmann
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Entwarnung beim FC: Mit Damion Downs und Leart Pacarada gegen Düsseldorf

Die Personaldecke bei den Geißböcken scheint sich ein wenig zu entspannen. Der 1. FC Köln kann gegen Düsseldorf auf Damion Downs und Leart Pacarada zurückgreifen. Auch ein Einsatz von Eric Martel scheint zumindest nicht gänzlich ausgeschlossen.

Leichtes Aufatmen beim FC: Der 1. FC Köln kann gegen Fortuna Düsseldorf offenbar wieder auf Damion Downs und Leart Pacarada zurückgreifen. Das erklärte FC-Trainer Gerhard Struber am Freitag auf der Pressekonferenz.

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Unter der Woche war die Trainingsgruppe zumindest in Bezug auf die Leistungsträger beim FC dann doch ein wenig ausgedünnt. Doch rechtzeitig zum Spiel am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf scheint sich die Situation dann doch deutlich zu entspannen. „Bis auf Tim Lemperle, Julian Pauli und die Langzeitverletzten sind glücklicherweise jetzt alle wieder am Platz gestanden und haben sich von einer sehr sehr guten und konzentrierten Seite gezeigt“, sagte der Trainer am Freitag. Soll heißen, auch Damion Downs und Leart Pacarada werden für das Derby wieder zu einer Option. Beide hatten sich gegen den 1. FC Magdeburg eine Muskelverletzung zugezogen, Pacarada war bereits nach einer halben Stunde wieder vom Platz gegangen, der Angreifer hielt länger durch.

Überrascht Struber mit Eric Martel?

Ob gerade Downs gegen Düsseldorf von Beginn an aufläuft, ist aber noch offen. „Natürlich tut es uns immer gut, wenn die Jungs einen Rhythmus haben und gut im Training sind“, sagte Struber. „Gleichzeitig hat er sehr viele Spiele jetzt im Fokus gehabt. Der Damion hat jetzt in der Woche tatsächlich wenig trainiert. Man muss einfach jetzt abwarten und schauen, ob es eine Reaktion gibt auf das heutige Training.“ Etwas überraschend hat Struber einen Einsatz von Eric Martel ebenfalls nicht gänzlich ausgeschlossen, auch, wenn dieser wohl sehr fraglich erscheint. Martel hatte sich in der Begegnung gegen den FC Schalke 04 verletzt, stand unter der Woche das erste Mal wieder im individuellen Training auf dem Platz. „Das schaut jetzt so aus, dass wir sehr froh sind über den aktuellen Zustand. Aber für Düsseldorf wird er aber mehr als wackeln“, sagte Struber

Der Kölner Coach gab zudem noch ein Update zu Tim Lemperle. „Tatsächlich ist so, dass es länger dauert, wie wir geglaubt haben“, sagte der Trainer. „Speziell wenn es um muskuläre Verletzungen geht, haben wir immer wieder gesehen, dass man nicht zu früh in ein Risiko gehen sollen. Wir wollen ja wirklich auf Nummer sicher gehen und ihn hoffentlich dann nächste Woche am Platz wiedersehen.“ Mit dem KSC-Spiel würde es wohl eng werden. Aber: „Schauen wir mal, ob das mit Ulm dann was wird. In diese Richtung soll es dann hoffentlich wieder funktionieren“, so Struber.

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Eric Martel: Hoffnung auf Comeback

Risikospiel, aber die fairsten Teams: Wie hitzig wird das Derby für den 1. FC Köln?

Timo Hübers im Hinspiel der Fortuna Düsseldorf gegen den  1. FC Köln in der Merkur Spiel-Arena
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Risikospiel, aber die fairsten Teams: Wie hitzig wird das Derby für den 1. FC Köln?

Am Sonntag empfängt der 1. FC Köln den Nachbarn Fortuna Düsseldorf im Kölner Stadion. Die Polizei rüstet sich für ein Risikospiel, doch auf dem Rasen könnte es deutlich ruhiger zugehen. Das sagen zumindest die Statistiken beider Teams. Erwartet den 1. FC Köln gegen Düsseldorf ein hitziges Derby?

Emotional wird das Duell der beiden Kontrahenten vom Rhein mit Sicherheit. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass es auf dem Rasen auch unfair zugehen muss. Denn beide Teams schneiden in der Fairness-Tabelle gut ab. Erwartet den 1. FC Köln gegen Düsseldorf ein hitziges Derby?

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Gut zwei Wochen trägt Imad Rondic nun den Geißbock auf seiner Kleidung und der Stürmer des 1. FC Köln scheint sich schon einigermaßen eingelebt zu haben. „Ich weiß um die Rivalität der beiden Städte“, sagte der Stürmer auf das rheinische Derby am Sonntag blickend (13.30 Uhr, Sky und Liveticker bei come-on-fc.com). „Das sind die Spiele, dich ich liebe.“ Vor einiger Zeit hatte Rondic in einem Interview in Polen angedeutet, dass er gerade diese hitzigen Duelle besonders möge. Zumindest tabellarisch wird es auch heiß hergehen. Der FC wird mit einem Sieg definitiv die Tabellenspitze behaupten. Bei einer Niederlage droht aber Rang sechs. In dem Fall würde auch die Fortuna an den Geißböcken vorbeiziehen. Allerdings ist für den Gast der Spitzenplatz wiederum nicht möglich, da auch der Hamburger SV und der 1. FC Kaiserslautern im direkten Duell aufeinandertreffen. Es geht also um viel.

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Der 1. FC Köln ist die fairste Mannschaft der Liga

Doch droht das Duell gegen die Fortuna auf dem Platz überhaupt besonders hitzig zu werden? Tatsächlich gehört der FC laut der Fairnesstabelle der 2. Bundesliga zu den fairsten Teams. In den bisherigen 22 Spielen sahen Kölner Spieler 53 Gelbe Karten. Eigentlich ein Rang im Mittelfeld der Fairnesstabelle. Allerdings ist der FC neben Hertha BSC, dem 1. FC Magdeburg und Preußen Münster nur eines von vier Teams, das in dieser Saison noch keine Rote Karte gesehen hat. Und damit führen die Kölner die Fairnesstabelle der Liga dann doch an. Im Schnitt bekommen die Geißböcke pro Spiel auf 2,5 Gelbe Karten. Die Fortuna sah in dieser Spielzeit genau zwei mehr, dazu aber auch eine Gelb-Rote und eine glatt Rote Karte. Alleine Andre Hoffmann sammelte bereits sieben Verwarnungen.

Beim FC gibt es gleich drei Spieler, die schon fünf Mal verwarnt wurden. Zuletzt Jan Thielmann, der die Begegnung gegen Düsseldorf von der Tribüne verfolgen wird. Auch Dominique Heintz und Timo Hübers verpassten gesperrt schon Begegnungen. Nun folgen vier weitere Akteure, die kurz vor der Gelbsperre stehen. Allerdings mit Eric Martel und Leart Pacarada zwei, die möglicherweise am Sonntag fehlen werden. Auch Luca Waldschmidt ist gefährdet, genauso wie Dejan Ljubicic. Zwar belegen die Geißböcke Rang eins in der Fairnesstabelle, die Kölner greifen aber sicherlich nicht immer zu fairen Mitteln. Tatsächlich hat der FC laut DFL-Statistik schon 264 Fouls am Gegner gespielt, belegt damit einen Platz im oberen Drittel der Statistik, der letzte Platz geht dagegen mit gerade einmal 215 Fouls an den kommenden Gegner.

Polizei mit mehr als tausend Beamten im Einsatz

Während der FC relativ oft das direkte Duell mit dem Gegner sucht, gehört Düsseldorf auch in dieser Kategorie zu den Mannschaften der unteren Tabellenhälfte. Aber: Die Fortuna gewann bislang mehr als 51 Prozent der Zweikämpfe, während der FC auf schwache 48 Prozent kommt. Gerade bei den Duellen am Boden belegt der Tabellenführer der 2. Bundesliga den letzten Platz. Für eine große Unfairness stehen beide Teams nicht. Auf dem Rasen wird es also sicherlich intensiv und hitzig, aber deswegen nicht gleich unfair zugehen. Im Hinspiel sahen die Geißböcke mit vier Gelben Karten aber überdurchschnittlich oft den Karton – darunter auch Trainer Gerhard Struber.

Bei den Fans erwartet die Polizei da schon mehr Temperament. Zumindest wurde die Begegnung als Risikospiel eingeordnet. „Wir haben uns auf diese Begegnung intensiv vorbereitet und werden bereits deutlich vor Anpfiff des Spiels präsent sein, damit alle friedlichen Fans ein hoffentlich spannendes und sportliches Rhein-Derby erleben können“, sagt der leitende Polizeidirektor Bastian Marter. „Denen, die solche Veranstaltungen für Ausschreitungen, körperliche Auseinandersetzungen oder Provokationen nutzen wollen, werden wir frühzeitig entgegentreten. Unabhängig von Vereinsfarben hat Gewalt im Fußball nichts verloren.“ Gegen potentielle Störer habe die Polizei „Bereichsbetretungsverbote ausgesprochen“, heißt es in der Mitteilung der Polizei Köln. Mehr als tausend Polizisten werden am Sonntag im Einsatz sein.



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Eric Martel: Hoffnung auf Comeback

Pokalfight in Leverkusen: Der 1. FC Köln ist krasser Außenseiter und sieht darin seine Chance

Timo Hübers und Florian Wirtz im Zweikampf
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Pokalfight in Leverkusen: Der 1. FC Köln ist krasser Außenseiter und sieht darin seine Chance

Die Vorzeichen vor dem Pokalfight in Leverkusen sind eindeutig: Ein Erfolg der Geißböcke wäre eine faustdicke Überraschung. Und doch sieht Gerhard Struber eine Chance auf die nächste Runde im DFB-Pokal: So will der 1. FC Köln Bayer Leverkusen überraschen.

Erstmals seit 15 Jahren steht der FC wieder im Viertelfinale, mit einem Erfolg über Leverkusen wäre es die erste Halbfinal-Teilnahme seit 23 Jahren. Gerhard Struber schwärmt vom Gegner, zollt ihm Respekt und wittert dennoch seine Chance im DFB-Pokal: So will der 1. FC Köln Bayer Leverkusen überraschen.

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Seit mehr als einem halben Jahr ist Gerhard Struber nun Trainer des 1. FC Köln. Und in all den Tagen und Wochen fiel der Österreicher nicht gerade durch Tag-Träumerei auf. Vielleicht mit einer kleinen Ausnahme. Auf einer Pressekonferenz im August des vergangenen Jahres fiel ein Satz, den sicherlich einige FC-Fans gerne, andere aber mit ein wenig Verwunderung gehört haben. Struber parlierte über den Pokal und in diesem Zusammenhang, dass der „Cup“ nunmal der schnellste Weg ins internationale Geschäft sei. Das ist de facto richtig und der neue Coach meinte sicherlich auch nicht, dass es für den FC also ein leichtes wäre, schon bald wieder durch Europa zu reisen. Doch wenige Wochen nach dem Abstieg hörten sich die Worte über den Europapokal dann doch ein wenig verdreht an.

„Das ist ein Riesengegner, der auf uns zukommt“

Ein halbes Jahr später ist der Weg auf dem Papier dann gar nicht mehr so weit. Drei lumpige Siege und der FC würde nicht nur wieder auf internationalem Parkett spielen, die Kölner würden auch den ersten DFB-Pokal-Erfolg seit 1983 einfahren. Soweit das Papier. Die Wahrheit sieht natürlich anders aus. Denn die Kölner haben wohl das schwerste Viertelfinal-Los für Mittwoch gezogen. Es geht gegen den Deutschen Meister, den DFB-Pokalsieger, den Nachbarn und jenes Team, das in der Liga genau eine Niederlage in den vergangenen 54 Ligaspielen hinnehmen musste. „Es ist schon toll, was Xabi Alonso für Lösungen für alle Situationen parat hat. Es ist egal, ob im Angriff, bei Standardsituationen, wo auch immer“, schwärmte dementsprechend auch Gerhard Struber. „Das ist ein Riesengegner, der da auf uns zukommt.“

Und nicht weniger hat sich der Coach im August gewünscht, als er davon sprach, dass der Pokal auch immer die Chance biete, auf einen Riesengegner zu treffen. „Es ist das erste Mal, dass wir in einem Spiel krasser Außenseiter sind“, sagt der Trainer und versuchte seinem Team ein wenig den Druck zu nehmen. „Wir können uns befreit reinarbeiten und wollen mutig versuchen, in allen Phasen aggressiv und unangenehm zu sein“, erklärte der FC-Coach weiter. Einen Vorgeschmack, wie die Aggressivität aussehen könnte, lieferte der FC am Samstag gegen Eintracht Braunschweig ab. Immerhin suchten die Kölner die Zweikämpfe, schmissen sich in jeden Ball, verteidigten leidenschaftlich. Tugenden, die es sicherlich auch gegen Leverkusen braucht. Allerdings birgt die ungewohnte Außenseiterrolle auch die Gefahr des Unbekannten.

„Er ist ein außergewöhnlicher Spieler“

Struber hat die Underdog-Rolle bei und mit den Kölnern noch nicht erlebt. Für den Trainer gilt es also auch, eine ganz andere Herangehensweise zu finden. Denn „befreit“ und „mutig“ aufspielen, ist gegen eine Mannschaft wie Bayer Leverkusen sicherlich so eine Sache. Doch der Kölner Coach sieht trotz aller Bewunderung auch eine Chance. „Wenn wir eine gute Balance finden zwischen aggressivem Wegverteidigen und Zutrauen im Ballbesitz, dann kann ich mir auch vorstellen, dass es die eine oder andere Aktion geben wird, die zum Ziel führt“, sagte der 48-Jährige. „Aber mit einem engen Korsett und einem guten Schulterschluss kann uns dort etwas gelingen.“ Dazu werden die Kölner vor allem Unterschiedsspieler Florian Wirtz unter Kontrolle halten müssen.

Der Nationalspieler performt aktuell auf aller höchstem Niveau. „Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, der im deutschen Fußball der Heilsbringer sein kann“, sagte Struber. „Es gilt, ihn in Überzahl zu bändigen. Wir werden alles in die Waagschale werfen, um so einen Spieler aus der Balance zu bringen.“ Klingt logisch, scheint aber ungemein schwierig wie erst RB-Trainer Marco Rose kürzlich andeutete, als er sagte, man könne einen Spieler wie Wirtz einfach nicht verteidigen – und das noch nicht einmal mit einer Truppe wie Leipzig. Dennoch will der FC die Chance, die er eigentlich nicht hat, nutzen und zum ersten Mal seit 23 Jahren ein Halbfinale erreichen. Damals scheiterte der FC in einem packenden Duell nach der Verlängerung – in Leverkusen. Eine andere Zeit, aber eine mit ähnlich deutlichen Vorzeichen – zumindest nach dem Tableau. Leverkusen spielte um die Meisterschaft, der FC gegen den Abstieg.

Die Chance für Imad Rondic?

Personell muss Struber auf Tim Lemperle verzichten, der nicht rechtzeitig fit wird. Auch Florian Kainz ist nach seiner Gehirnerschütterung fraglich. Der Kölner Coach wird also umbauen müssen. Eine neue Offensivoption ist dagegen Imad Rondic, der seit Montag mit der Mannschaft trainiert. Für einen Einsatz in der Startelf dürfte allerdings die Zeit nicht mehr gereicht haben. Zudem wird der Kölner Coach wohl eher auf schnelle Umschaltspieler setzen. Linton Maina könnte also wieder in die Anfangsformation rotieren. Ein Erfolg über Leverkusen wäre in dem aktuellen Zustand beider Mannschaften natürlich eine faustdicke Überraschung. Dann wären es sogar nur noch zwei Schritte zu Strubers Vision.


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Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

So könnte der FC spielen

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Nur dreimal im DFB-Pokal – die Derby-Historie des FC gegen Bayer 04 Leverkusen

Jubel der FC-Spieler nach dem Erfolg in Leverkusen
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Nur dreimal im DFB-Pokal – die Derby-Historie des FC gegen Bayer 04 Leverkusen

Der 1. FC Köln spielt im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Bayer 04 Leverkusen. Die Rollen sind klar verteilt, die Kölner gehen als klarer Außenseiter in das Spiel. Allerdings konnte der FC in der jüngeren Vergangenheit immer wieder für eine positive Überraschung in den Derbys sorgen.

Am Mittwoch gastiert der FC in der Bayarena. Von der Ligazugehörigkeit und der aktuellen Form des Gegners wird der FC die Rolle des Außenseiters einnehmen. Unter normalen Umständen sollte sich die Werkself als Favorit, selbst im DFB-Pokal mit seinen eigenen Gesetzen, durchsetzen müssen. Allerdings konnte der FC in der jüngeren Vergangenheit immer wieder für eine positive Überraschung in den Derbys sorgen. Der 1. FC Köln spielt im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Bayer 04 Leverkusen.

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Kein anderes Viertelfinale im DFB-Pokal wird elektrisierender als das rheinische Derby gegen Bayer 04 Leverkusen sein. Im ausverkauftem Stadion werden vermutlich mehr als „nur“ 3.000 FC-Fans live vor Ort sein und die Mannschaft lautstark unterstützen. Dabei ist es im DFB-Pokal erst die vierte Begegnung der beiden Teams. Der FC hat nur eins von drei Spielen gegen die Werkself gewonnen. Dies gelang 1982 in der zweiten Runde zu Hause mit einem 3:1, das letzte DFB-Pokalspiel gegen Leverkusen verlor Köln im Halbfinale 2002 mit 3:1 nach Verlängerung. Die Historie im Pokal ist somit nicht allzu gut und das letzte Aufeinandertreffen im Cup schon über 20 Jahre her. Dennoch ging der FC in den Duellen mit Bayer 04 Leverkusen hin und wieder als Sieger vom Platz. Dazu wurden auch neue Derbyhelden geboren und sorgen noch heute für Erinnerungen.

Novakovic, Podolski, Maroh, Selke: Derbyhelden mit Doppelpack  

In Erinnerung ist Millivoje Novakovic am 32. Spieltag der Saison 2010/2011 geblieben: Der Slowene erzielte beide Tore für den FC in der zweiten Halbzeit gegen die Werkself und sicherte nicht nur den Klassenerhalt für den FC in der Bundesliga. Im Titelrennen um die Meisterschaft wurde Borussia Dortmund vor Leverkusen Deutscher Meister. Auch deswegen wird auch heute noch ab und an von einer Fanfreundschaft mit der Borussia gesprochen. Oder zum Beispiel der Auswärtssieg am 6. Spieltag der Folgesaison: Der FC gewann in der Bayarena mit 4:1 und bescherte der Werkself die bis dato letzte hohe Niederlage in der Bundesliga. Lukas Podolski war der Mann des Spiels mit einem Doppelpack sowie einer weiteren Torvorlage. 2015 war es diesmal eine Innenverteidiger, der die Kölner auf die Siegerstraße brachte.

Dominic Maroh wurde spätestens an diesem Spieltag zum absoluten Fanliebling der Fans des 1. FC Köln. Der mittlerweile 37 Jahre alte Deutsch-Slowene erzielte jeweils nach einer Standardsituation, einmal nach einem Freistoß und einem Eckball, beide Tore zum Derbysieg und wurde auch hier zu Recht zum Mann des Spiels mit der Bestnote gewählt. Und vor nicht allzu langer Zeit gelang Davie Selke dasselbe Kunststück wie den FC-Spielern zuvor: Das für die Werkself vorverlegte Spiel am Freitagabend des 31. Spieltags der Bundesligasaison 2022/23 sorgte für Unverständnis sowohl bei den Verantwortlichen der Geißböcke als auch bei den Gästefans in der Bayarena, welches für noch mehr Brisanz vor dem Spiel sorgte. Letztendlich versüßte Selke den FC-Fans die Vorverlegung ebenfalls mit einem Doppelpack und bescherte den Bayer-Anhängern ein langes Gesicht.

Ein neuer Derby-Held für den FC?   


Ebenfalls in Erinnerung bleibt der 1:0-Erfolg des FC in der Bayarena aus der Corona-Saison, in welcher Kingsley Schindler am Ende die Partie für die Domstädter entschied. Obwohl es kein Doppelpack eines FC-Spielers gegeben hat, ist auch die schwere Verletzung von Florian Wirtz nicht vergessen. Die Geschichte der Rivalität der beiden Mannschaften vom Rhein wurde spätestens mit seinem Wechsel zu Leverkusen wieder hoch gepusht und könnte am Mittwoch weitergeschrieben werden, wenn Wirtz, mittlerweile Top-Spieler der Mannschaft von Xabi Alonso, wieder gegen seinen Jugendverein antreten wird.

Für Mittwochabend ist im Vorfeld wieder vieles angerichtet. Trotz der Überlegenheit von Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga und des überzeugenden Auftritts in der Champions League kann der FC seit langem wieder einmal in das Halbfinale des Pokalwettbewerbs einziehen. Die Vorfreude auf einen spannenden Pokalabend steigt und lässt die Fans des 1. FC Kölns hoffen, dass wieder ein neuer Derby-Held geboren wird und sich in den Geschichtsbüchern verewigt.


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So fällt die Transferbilanz aus

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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