Blick nach unten oder einstelliger Tabellenplatz? Der 1. FC Köln vor dem letzten Spiel des Jahres

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln beim Sieg gegen Freiburg
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Blick nach unten oder einstelliger Tabellenplatz? Der 1. FC Köln vor dem letzten Spiel des Jahres

Für den FC beginnt ab Dienstag die Vorbereitung auf das letzte Spiel des Jahres. Am Samstag geht es gegen Union Berlin mit Ex-Trainer Steffen Baumgart. Zum Jahresabschluss sollen noch einmal drei Punkte her. Für den 1. FC Köln steht eine richtungweisende Partie an.

Natürlich würden sich die Kölner gerne mit einem Sieg und einem guten Gefühl in die kurze Winterpause verabschieden. Mit einer Niederlage könnte das Polster auf die Abstiegsränge noch einmal empfindlich schrumpfen. Für den 1. FC Köln steht also am Samstag noch einmal eine richtungweisende Partie an.

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Die Rechnung von Lukas Kwasniok ist leicht nachzuvollziehen. In der Regel würden „etwa zehn Siege“ in der Saison zum Klassenerhalt reichen, hatte der Trainer am vergangenen Wochenende erklärt. Während zu Saisonbeginn sicher einige Fans von einem einstelligen Platz oder sogar noch mehr geträumt haben, ist das realistische Saisonziel wieder deutlich in den Fokus gerückt: eben der Klassenerhalt. Und mit zehn Saisonsiegen, sowie vermutlich dem ein oder anderen Extrapunkt durch das ein oder andere Remis dürfte das Thema Klassenerhalt in trockenen Tüchern sein. Nur kommunizierte der Kölner Coach den Haken gleich mit. Der FC hat nämlich erst vier Siege auf dem Konto. Darunter Erfolge gegen Teams wie Freiburg, Mainz oder Hoffenheim, gegen die die Kölner Verantwortlichen vor der Saison vielleicht nicht mit neun Punkten gerechnet haben.

Zu wenig Punkte gegen Teams auf Augenhöhe?

Am Ende des Tages werden sich die Kölner aber mit den Mannschaften auf sportlicher Augenhöhe messen müssen. Die Namen sind dann wiederum andere, nur leider die Punkteausbeute auch. Abgesehen von dem verdienten – wenn auch durch zwei Platzverweise begünstigten – Erfolg über den Hamburger SV sowie dem glücklichen Sieg in Mainz fällt die Bilanz gegen vermeintliche Mit-Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt eher mau aus. Die Niederlage gegen Gladbach, die Remis gegen Augsburg, St. Pauli und Bremen – unterm Strich wohl zu wenig Punkte. Dank des Polsters fehlt dem FC rein statistisch nur noch ein Sieg in den kommenden drei Begegnungen, um Kwasnioks Bilanz mit dem Abschluss der Hinrunde zur Hälfte zu erfüllen.

Extra-Motivation gegen Baumgart?

Und mit den Partien gegen Union Berlin am Samstag sowie im neuen Jahr gegen den 1. FC Heidenheim und schließlich gegen die Bayern scheint ein Erfolg in der Hinrunde eigentlich auch möglich. Und das am liebsten auch schon am Samstag. Denn für den FC geht es kurz vor Weihnachten eben nicht nur um das Erfüllen der Statistik, es wird auch ein wenig um die Stimmung, vor allem aber den Blick für den Start in das kommende Jahr gehen. Der FC belegte in dieser Spielzeit nie einen schlechteren Platz als den zehnten, das könnte sich mit einer Niederlage gegen die Eisernen ändern. Je nach Ergebnissen der Konkurrenz drohen die Geißböcke mit einer Pleite auf den 14. Platz abzurutschen. Und da St. Pauli in Mainz spielt, ist klar, dass sich der Abstand auf einen der beiden Keller-Kontrahenten im Falle einer Pleite in jedem Fall verringern würde.

Das sechste sieglose Spiel in Serie würde die Kölner wohl auch nicht mit der besten Gemütslage in den Winter verabschieden. Aktuell weist nur Mainz eine längere Negativ-Serie auf. Mit einem Sieg wäre der FC nicht nur in Kwasnioks Zehn-Sieges-Plan voll im Soll, die Kölner würden ziemlich sicher auf einem einstelligen Tabellenplatz überwintern und sich mit einem Erfolg über den Ex-Trainer Steffen Baumgart noch einmal eine Extra-Motivation abholen. Bis zum Samstag stehen noch vier Trainingseinheiten auf dem Programm. Nach dem Spiel geht es in den kurzen Weihnachtsurlaub, bevor dann ab den 2. Januar das Trainingslager in Spanien auf dem Plan steht. Dann beginnt auch schon die Vorbereitung auf die Partie gegen den 1. FC Heidenheim und aus Kölner Sicht hoffentlich die Chance auf den sechsten Saisonsieg.


Warum die Eckball-Schwäche des 1. FC Köln ein großes Problem ist

Keine Chance: Marvin Schwäbe ist beim Gegentor machtlos
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Warum die Eckball-Schwäche des 1. FC Köln ein großes Problem ist

Das Tor von Robert Andrich brachte im Nachbarschaftsduell die Entscheidung. Tatsächlich hatte man aber auch zuvor nicht wirklich den Eindruck, die Kölner würden Leverkusen noch einmal gefährlich werden. Nur zeigte die verwertete Ecke einmal mehr ein massives Problem beim 1. FC Köln: Die Bilanz bei Eckbällen ist verheerend.

Es hat schon viel von dem Filmklassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“, in dem Bill Murray in einer Zeitschleife gefangen ist und den gleichen Tag immer und immer wieder erlebt. Der FC befindet sich beim Thema Probleme bei Standards ebenfalls in einer Dauerschleife. Am Samstag kassierten die Kölner den nächsten Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Eine bittere Statistik für den 1. FC Köln: Die Bilanz bei Eckbällen ist verheerend.

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Die Anfälligkeit der Geißböcke bei Standardsituationen ist seit Wochen ein beherrschendes Thema rund um das Geißbockheim. Kein Wunder, mehr als die Hälfte der Kölner Gegentore fiel nach einem ruhenden Ball. Drei Elfmeter, drei Gegentreffer nach Freistößen, sechs nach Eckbällen – lautet die Bilanz. Eine abenteuerliche Bilanz. Vor allem bei den gegnerischen Ecken. Vor einigen Wochen ließ Lukas Kwasniok noch durchklingen, dass die Bilanz schon ganz anders aussähe, wenn man die Elfmeter und direkten Freistöße abziehen würde. Von der absoluten Zahl hat der Kölner Coach natürlich recht, relativ ist der Gegentorwert nach Eckbällen bedenklich. Sechs von 30 Eckballtoren in der gesamten Liga kassierte der FC, also 20 Prozent. Sechs Gegentore während sechs Mannschaften noch eine weiße Weste haben, drei weitere nur einmal nach einem Eckball überwunden wurden und fünf weitere zwei Mal.

20 Prozent aller Eckentore fallen gegen den FC

Der FC hat bereits öfter den Ball nach einer Ecke aus dem eigenen Netz holen müssen, als zwölf Mannschaften (!) jeweils Gegentore nach allen Standardsituationen hingenommen haben. Statistisch ist jedes siebte Standardtor eins im Kölner Kasten. Erst in der vergangenen Woche betonte Jan Thielmann, dass man die vergangenen Gegentore nicht zu hoch bewerten wolle, sich lieber auf die Zukunft konzentriere. Offenbar ahnte das Kölner Eigengewächs nicht, dass die Zukunft dann den nächsten Gegentreffer nach einer Ecke bereithielt. Dieses Mal von Robert Andrich, der im Nachbarschaftsduell gleich zwei Mal erstaunlich frei nach Ecken zum Kopfball gekommen war, aus Kölner Sicht glücklich aber nur ein Mal traf.

„Das ärgert natürlich enorm. Wenn ich mir die Szene anschaue: Wir haben ein klares Blockverhalten, was zugeordnet ist. Und wenn zwei Leute einen Mann blocken und dann einer frei durchlaufen kann und das ist dann auch noch der vermeintlich kopfballstärkste Spieler, dann haben wir wohl etwas falsch gemacht“, sagte FC-Sportdirektor Thomas Kessler am Sonntag im „Sport1-Doppelpass“. „Das sind Themen, da müssen wir dringend dran arbeiten und die müssen wir abstellen.“ Die Dringlichkeit ist enorm. Denn jede siebte gegnerische Ecke landet aktuell im Kölner Kasten. Und die Zahl ist alleine deswegen schon relevant, weil der FC zudem auch noch die zweitmeisten Ecken verursacht.

Die Kölner kommen bereits auf 90 gegnerische Ecken, die Statistik wird von Wolfsburg mit 112 angeführt, auf Rang drei folgt Werder Bremen mit 80. Nur kassierten die Wölfe noch keinen Gegentreffer nach einem Eckball, die Hanseaten gerade einmal einen. Der VfL scheint demnach die richtigen Maßnahmen getroffen zu haben. Denn in der Vorsaison kassierte Wolfsburg elf Tore nach Eckbällen, der Topwert der Liga. Es folgten Frankfurt und Mainz mit jeweils sieben Gegentreffern – den Wert hat der FC nach 14 Spieltagen fast schon erreicht.


Warum der Fan-Boykott tatsächlich Auswirkungen auf das Spiel des 1. FC Köln gehabt haben könnte

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Warum der Fan-Boykott tatsächlich Auswirkungen auf das Spiel des 1. FC Köln gehabt haben könnte

Ein leerer Gästeblock als Stimmungskiller: Während die FC-Ultras in Leverkusen aus Protest das Stadion verlassen, bestätigt eine neue Studie, wie sehr Auswärtsfans tatsächlich über Sieg, Remis oder Niederlage mitentscheiden beim 1. FC Köln: So stark beeinflussen Fans sportlichen Erfolg.

Das Nachbarschaftsduell mit Bayer 04 Leverkusen beschäftigt die Fußballfans nach wie vor. 500-600 Fans der aktiven Szene hatten das Nachbarschaftsduell schon vor dem Spiel verlassen. Im Nachhinein wurde die Stimmung von Spielern und Verantwortlichen bemängelt. Was auf den ersten Blick vielleicht wie eine Ausrede für die schwache Leistung wirken könnte, beinhaltet dann doch mehr Wahrheit als gedacht. Das bestätigt eine neue Studie und verleiht den Geschehnissen von Samstag zusätzliche Bedeutung für den 1. FC Köln: So stark beeinflussen Fans sportlichen Erfolg.

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Nach dem 14. Spieltag reißen die Diskussionen um die Proteste beim Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln nicht ab. Im Mittelpunkt steht die Entscheidung der Kölner Ultras, das Stadion noch vor Anpfiff zu verlassen. Etwa eine Stunde vor Spielbeginn hatte die Fanhilfe Köln via X mitgeteilt: „Nachdem Nacktkontrollen stattgefunden haben, hat sich die aktive Fanszene entschieden, das Stadion geschlossen zu verlassen“. Die Polizei wies die Vorwürfe der Nacktkontrollen zurück. Der 1. FC Köln erklärte, man bemühe sich in enger Abstimmung mit Bayer Leverkusen und den zuständigen Behörden um Aufklärung. In Leverkusen zeigte man sich unterdessen irritiert über das Vorgehen der Gäste. Sportgeschäftsführer Simon Rolfes erklärte bei Sky, er habe sich gewundert, dass die Kölner Fans „aufgrund von Gerüchten wieder abgereist“ seien.


Rolfes erkannte die Einschränkungen der Stimmung auf den Rängen in Folge des Protestes nur in Teilen als gegeben an: „Ja, am Anfang, aber später überhaupt nicht. Es war eine super Stimmung im Stadion dank unserer ganzen Fans. […]Ich bin überrascht, dass sie sich mit den Kölnern solidarisieren. Da hätte ich jetzt nicht mit gerechnet“. FC-Sportdirektor Thomas Kessler sah das am Sonntag im „Doppelpass“ anders. „Wenn Simon sagt, die Stimmung war okay, dann hat er das aus der Erfahrung, dass es so jede Woche ist, wenn wir nicht da sind. Anders kann ich mir das nicht erklären. Die Stimmung war alles andere als okay“, erklärte Kessler und betonte, dass das Spiel merklich unter den stillen Rängen gelitten habe. Diese Einschätzung stützen nun auch Forschungsergebnisse. Eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, wie stark die Unterstützung von Gästefans tatsächlich auf das sportliche Geschehen wirkt.

Fernbleiben der Fans hat sportlichen Preis

Anfang Dezember legten Forscher erstmals belastbare Daten vor, die einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Auswärtsunterstützung und Mannschaftsleistung belegen. Eine Analyse der drei höchsten deutschen Spielklassen über einen Zeitraum von sechs Saisons hat ergeben, dass sich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Gastmannschaft gewinnt oder zumindest ein Unentschieden erzielt, um 4,6 bis 7,5 Prozent erhöht, wenn 1.000 zusätzliche Auswärtsfans im Stadion sind. Im Durchschnitt begleiten rund 3.400 Gästefans ihr Team zu Bundesligaspielen, bei besonders reisefreudigen Klubs liegt dieser Wert jedoch deutlich höher. Der 1. FC Köln bringt im Durchschnitt etwa 6.250 Anhänger mit, nur der HSV (7.929) und die Bayern (6.533) werden auswärts von mehr Unterstützern begleitet.

Wenn die Kölner Fans aus Protest fernbleiben, verspätet anreisen, auf akustische Unterstützung oder die volle Auslastung des Blocks verzichten, entfällt nach diesen Erkenntnissen ein relevanter Wettbewerbsvorteil. Die Auswärtspräsenz von Fans trägt damit messbar zur Leistungsfähigkeit einer Mannschaft bei und geht weit über Fußball-Folklore hinaus. Maßnahmen, die die Präsenz von Gästefans erschweren, etwa durch kurzfristige Spielansetzungen, reduzierte Kontingente oder restriktive Auflagen, können sich aus Sicht der Studie doppelt negativ auswirken: Sie mindern sowohl die Ausdruckskraft der Fans im Stadion – ein absoluter Unique Selling Point der Bundesliga – als auch die statistisch belegte Leistungsstärke der Mannschaft.

Solidarität und scharfe Kritik

Leverkusens aktive Fanszene stellte sich demonstrativ an die Seite der abgereisten Kölner und nutzte die Situation, um grundsätzliche Kritik an der eigenen Klubführung zu formulieren. Während Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes bei Sky erklärte, er habe „nicht gedacht, dass sich unsere Fans mit den Kölnern solidarisieren“, zeichnete die Kurvenhilfe Leverkusen ein deutlich anderes Bild. In einem Statement hieß es, man sei „erschrocken darüber, in welche Richtung sich Bayer 04 entwickelt hat“. Die Kurvenhilfe bezeichnete es als beschämend, den eigenen Verein „an der deutschen Spitze der Fanfeindlichkeit“ zu sehen, was sich dringend und unverzüglich ändern müsse.

Die Fanhilfe fordert eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge rund um dem Kölner Block und wertet das Vorgehen als „Affront gegen die deutsche Fußballkultur“, der keinesfalls hingenommen werden dürfe. Zugleich richtet sich die Erklärung ausdrücklich an die Sicherheitsbeauftragten des Klubs, die aus Sicht der Fans „als Wurzel der Probleme der letzten Monate“ gelten. Deren „repressives und destruktives Vorgehen“ sei maßgeblich dafür verantwortlich, dass inzwischen bereits die vierte Fanszene innerhalb eines Jahres noch vor Anpfiff das Stadion verlassen habe.

Die Kurve ist Trumpf für den 1. FC Köln

Gegen Union Berlin können sich Lukas Kwasniok und seine Mannschaft wieder auf die volle Unterstützung von den Rängen verlassen. In der aktuellen sportlichen Krise könnte der Zeitpunkt kaum entscheidender sein. Das 0:2 in Leverkusen war bereits das fünfte sieglose Spiel in Folge. Der uneingeschränke Support der aktiven Fanszene macht somit genau dort Hoffnung, wo der Abend in Leverkusen seinen Ausgang nahm: bei der Frage, welchen Wert ein voller, geschlossener Gästeblock für einen angeschlagenen Bundesligisten hat und wie sehr es sportlich und kulturell ins Gewicht fällt, wenn er aus Protest leer bleibt.


Transfer beim 1. FC Köln? Lukas Kwasniok bestätigt Transfer-Vorhaben

Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln bei Bayer Leverkusen
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Transfer beim 1. FC Köln? Lukas Kwasniok bestätigt Transfer-Vorhaben

In gut zwei Wochen öffnet der Winter-Transfermarkt und der FC wird sich sicherlich umschauen. Vor allem in der letzten Reihe scheint es aktuell Bedarf zu geben. Das bestätigte nun auch der Trainer des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bestätigt Transfer-Wunsch.

Vor allem aufgrund der Verletzungsmisere in der Hintermannschaft besteht anscheinend Handlungsbedarf beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bestätigt nun gegenüber „Sky“ seinen Transfer-Wunsch für diesen Winter. Es wird also mit großer Wahrscheinlichkeit mindestens einen Neuzugang geben.

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Bei der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen offenbarten sich einmal mehr die aktuellen Problemzonen im Kader des 1. FC Köln. Mit Rav van den Berg lief zu Spielbeginn nur ein gelernter Innenverteidiger in der Dreierkette auf. Zwar ist Eric Martel in der letzten Reihe ebenfalls eine feste Größe, doch wird der gelernte Sechser eigentlich im Zentrum ebenfalls gebraucht. Die Ideallösung ist Martel als Abwehrchef daher nicht. Hintergrund ist vor allem die Verletzungsmisere der Kölner – und die in der Hintermannschaft. Fünf der sechs Innenverteidiger des Kaders fielen in dieser Spielzeit bereits verletzt aus. Aktuell fehlen mit Luca Kilian, Timo Hübers, Dominique Heintz und Joel Schmied vier. Cenk Özkacar macht das Sextett komplett, der Türke findet aber noch nicht zu seiner Form.

„Das ist ein offenes Geheimnis“

Kein Wunder also, dass rund um das Geißbockheim über Wintertransfers spekuliert werden. Bislang hielten sich die Kölner Verantwortlichen mit Äußerungen zu den konkreten Transferideen zurück. Nun bestätigte Lukas Kwasniok gegenüber Sky, dass es durchaus Planungen gibt. „Ich würde mir wünschen, dass wir in der Rückserie keine schweren Verletzungen davontragen. Denn das ist ja der einzige Grund, warum wir gedanklich dabei sind, vielleicht auf dieser Position des Innenverteidigers etwas zu machen. Weil wir da einfach leider ein paar schwere Verletzungen erlitten haben“, sagte Kwasniok. „Wenn da irgendwie eine Möglichkeit besteht, dann ist es ein offenes Geheimnis, dass wir uns damit beschäftigen werden.“ Wie berichtet, scheint die wohl wahrscheinlichste Variante eine Leihe. Zumal die Zukunft gleich bei mehreren Kölnern Abwehrspielern nicht geklärt ist.

So laufen die Verträge von Timo Hübers, Luca Kilian und Dominique Heintz aus. Der von Hübers soll dem Vernehmen nach verlängert werden. Aber selbst dann ist nicht klar, ob der Ex-Kapitän noch einmal an sein altes Leistungsspektrum herankommen wird. Auch die Leihe von Özkacar läuft aus, möglicherweise kehren die beiden Leihspieler Julian Pauli und Elias Bakatukanda zurück. Zudem hat der FC auch noch Bedarf auf der Position des Rechtsverteidigers. Das untermauerte Kwasniok erst am Samstag mit der Kader-Nominierung von Cenny Neumann und der Nicht-Berücksichtigung von Jusuf Gazibegovic, für den eine Lösung schon für den Winter gesucht wird.


Niederlagen, späte Einwechslung, verletzt – nur ein Erfolgserlebnis für die Leihspieler des 1. FC Köln

Rasmus Carstensen wurde beim FC nicht so richtig glücklich
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Niederlagen, späte Einwechslung, verletzt – nur ein Erfolgserlebnis für die Leihspieler des 1. FC Köln

Nicht alle Akteure schafften es auf den Platz, die meisten kassierten bittere Niederlagen. Immerhin steuert einer auf den nächsten Titel zu. Das Wochenende verlief für die Leihspieler des 1. FC Köln durchwachsen.

Gleich mehrere Akteure der Geißböcke sind bekanntlich aktuell verliehen. Das Wochenende verlief für die Leihspieler des 1. FC Köln aber insgesamt wohl durchwachsen.

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Rasmus Carstensen: Grund zur Freude scheint dieser Tage bei dem Dänen vorprogrammiert zu sein. In der Meisterschaft läuft es für sein Team als Spitzenreiter hervorragend, der Rechtsverteidiger gehört zum absoluten Stammpersonal bei Aarhus. Und am Sonntag erreichte der Tabellenführer auch das Halbfinale des dänischen Pokals. Carstensen steuerte beim 3:1-Rückspiel-Erfolg über Odense auch eine Vorlage bei. Zur Pause wurde Carstensen dennoch ausgewechselt.

Ausfälle und Abstiegskampf

Kein direktes Duell: Jaka Potocnik wartet nach wie vor auf sein Comeback bei Rot-Weiss Essen. Eine muskuläre Verletzung macht einen Einsatz in der 3. Liga aktuell nicht möglich. Essen kam im Verfolger-Duell nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen den SC Verl hinaus. Der Club von der Hafenstraße ist damit Tabellensechster. Chilohem Onuoha wäre zwar fit gewesen, kam beim SC aber ebenfalls nicht zum Einsatz. Der Angreifer stand in Verl nicht im Kader, spielte zum zweiten Mal in Folge nicht.

Mansour Ouro-Tagba: Der 20-Jährige sorgte unter der Woche für Schlagzeilen, als die „Bild“ über die mögliche Ablöse der Kaufoption berichtete. Demnach liegt diese bei rund 2 Millionen Euro. Und damit erstaunlich hoch. Zuletzt blühte der Angreifer phasenweise auf, sammelte sicherlich Pluspunkte in Stuttgart, aber auch beim FC. Gegen Hansa Rostock kassierte die Zweitvertretung des VfB eine 0:1-Niederlage. Ouro-Tagba spielte 90 Minuten, hatte aber keinen großen Impact.

Julian Pauli: Für den Kölner Innenverteidiger war die Begegnung gegen Eintracht Braunschweig nach einer guten Stunde beendet. Dresden lag bereits früh 0:2 zurück, glich zwischenzeitlich aus, musste dann aber dennoch den Gegentreffer hinnehmen. Abgesehen von den Ergebnissen lief es für den Abwehrspieler zuletzt sportlich wieder rund. Nach überstandener Verletzung ist Pauli wieder absoluter Stammspieler.

Verletzt oder abgemeldet: Elias Bakatukanda hat sich eine muskuläre Verletzung zugezogen und kam dementsprechend für Blau-Weiß Linz am Wochenende nicht zum Einsatz. Auf dem Platz stand zwar Imad Rondic, allerdings wurde der Stürmer von Raków Czestochowa erst spät eingewechselt. Die 0:1-Niederlage gegen Zaglebie Lubin konnte der Bosnier so nicht mehr verhindern. Rondic sammelte die vierte Gelbe Karte, auf ein Tor wartet der Angreifer in Polen noch vergebens.


Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet zwei eindeutige Zeichen

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet zwei eindeutige Zeichen

FC-Trainer Lukas Kwasniok hatte gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende gleich zwei Überraschungen im Gepäck. Und die sprechen eine klare Sprache beim Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet klare Zeichen.

15 Mal war der FC-Trainer in Folge mit einer veränderten Startelf aufgelaufen. Im Duell gegen den Nachbarn vom Rhein änderte sich dies zum ersten Mal. Doch dies war nicht die einzige Überraschung, die Lukas Kwasniok am Samstag aufbot im Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet klare Zeichen.

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In den vergangenen Wochen war Lukas Kwasniok bekanntlich für die ein oder andere Überraschung in Sachen Aufstellung gut. 15 Pflichtspiele, 15 unterschiedliche Aufstellungen. Nicht nur, dass der Kölner Trainer in zwei Begegnungen in Folge bis dahin nicht einmal dasselbe Personal auf die Platte gezaubert hatte, insgesamt war das Personal in den 15 Begegnungen nicht einmal das gleiche – und das sogar unabhängig von Positionen. Nun aber hatte Lukas Kwasniok ausgerechnet für das Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen zwei Überraschungen im Gepäck, die so vielleicht unter der Woche nicht abzusehen gewesen sind. Zum einen brachte der Trainer dieselbe Elf wie beim 1:1 gegen den FC St. Pauli, als die Kölner den Gegner zwar lange dominiert hatten, am Ende aber nur mit einem Punkt dastanden.

Cenny Neumann erstmals im Profi-Kader

Zum anderen stand Cenny Neumann erstmals im Profi-Kader der Geißböcke. Der 18-Jährige spielt in der Regel in der U21 der Geißböcke, wurde nun erstmals zu einem Spiel der Profis mitgenommen. Zum Einsatz kam der Abwehrspieler nicht, ein deutliches Zeichen sendete der Trainer mit dieser Nominierung aber schon. Und zwar in zwei Richtungen. Kwasniok hatte noch in der vergangenen Woche erklärt, dass es den Nachwuchsspielern wenig bringen würde, bei den Profis nur auf der Bank zu sitzen, während es bei in diesem Fall der U21 durchaus Spielzeit geben würde, die in der Entwicklung entscheidend sei. Genauso erklärte der Kölner Trainer aber auch, dass sich die Situation aber schon am vergangenen Spieltag auch wieder ändere, da sich die Kölner Reserve zwei Wochen früher in die Winterpause verabschiedet hat.

Insofern war die Nominierung eines Nachwuchsspielers keine Sensation. Aber eben ein Fingerzeig Richtung Kaderplanung. Denn für Jusuf Gazibegovic dürfte damit auch die letzte Messe beim FC wohl gelesen sein. Cenny Neumann beackert in der U21 die rechte Seite, ist nominell als Rechtsverteidiger geführt. Dass Kwasniok den 18-Jährigen also dem ehemaligen Champions-League-Teilnehmer Gazibegovic vorzog, war ein klares Statement. Dem Bosnier ist die Situation um seine Person natürlich nicht neu. In Köln ist man auf der Suche nach einem Abnehmer, Gazibegovic selbst sucht genauso, will über Spielzeit vielleicht doch noch einmal in den Fokus der Nationalmannschaft kommen. Und die hat noch immer die Chance, sich über die Playoffs für die WM zu qualifizieren.

Ein Zeichen an die Kaderplaner

Dass Gazibegovic unter Kwasniok bislang keine Rolle spielt, führte der Trainer in der Vergangenheit auf dessen Körperlichkeit zurück. Sollten die Angaben des Online-Portals transfermarkt.de stimmen, ist Neumann drei Zentimeter größer als „Gazi“ und in der Tat auch alles andere als ein Abwehrhüne. Die Vorzeichen stehen also ganz klar auf Trennung. Und da Kwasniok dann wiederum einen weiteren Rechtsverteidiger mitnahm und nicht die Innenverteidiger aus dem Nachwuchs, die sich in Testspielen und im Training durchaus stark präsentierten, spricht wiederum dafür, dass es also Bedarf auf der rechten Abwehrseite gibt. Wie bereits berichtet wird sich der Fokus der Kaderplaner also (auch), vielleicht vor allem auf diese Baustelle richten.

Gerade auf den Schienen fehlen die Alternativen. Zuletzt mussten erneut Jan Thielmann und Jakub Kaminski auf diesen Positionen ran. Zwar betonte Kwasniok, dass es in seinem System Positionsgruppen gäbe, die Spieler nicht auf ihre nominell exakten Rollen fixiert seien, doch darf durchaus die Frage erlaubt sein, ob die beiden Offensivkräfte nicht an anderer Stelle wirkungsvoller wären. Dass dem FC durchaus spielerische Elemente fehlen, zeigte die Begegnung am Samstag eindeutig. Zumal es durchaus überraschte, dass Kwasniok gegen Leverkusen dieselbe offensive Startelf aufbot wie noch in der Woche zuvor. Schließlich war schon zu erwarten, dass Bayer 04 auch ohne die beiden Topscorer Patrik Schick und Alejandro Grimaldo das Spiel bestimmende Team sein würde.

Nach der Begegnung gegen die Werkself ist der Eindruck jedenfalls groß, dass der FC noch sehr dringend an einigen Stellschrauben nachzuarbeiten hat.


Das sagt Thomas Kessler über die Aussichten des 1. FC Köln und über den Fan-Boykott von Leverkusen

Thomas Kessler soll Sportdirektor beim 1. FC Köln bleiben
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Das sagt Thomas Kessler über die Aussichten des 1. FC Köln und über den Fan-Boykott von Leverkusen

Am Sonntagvormittag war Thomas Kessler zu Gast im „Sport1 Doppelpass“. Der Sportdirektor der Geißböcke äußerte sich gleich zu mehreren Themen. Das sagt Thomas Kessler zur Zukunft des 1. FC Köln.

Am Tag nach der bitteren 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen war der Kölner Sportdirektor in der Talkrunde von „Sport1“ zu Gast. Das sagt Thomas Kessler zur Zukunft des 1. FC Köln, aber auch, wie es mit ihm selbst beim FC weitergeht und zu den Fan-Boykotts.

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Die Vorkommnisse rund um das Nachbarschaftsduell gegen Bayer 04 Leverkusen zeigten auch am Tag nach dem 0:2 noch ihre Nachwirkungen. Wie berichtet war die aktive Fanszene des 1. FC Köln in großen Teilen schon vor dem Spiel wieder abgereist. Der Grund sollen unverhältnismäßige Einlasskontrollen gewesen sein. Rund um das Spiel hatten Fans in den Sozialen Medien von „Nacktkontrollen“ gesprochen. Wie die Polizei der dpa mitteilte, seien die Hintergründe für den Boykott zwei polizeibekannte FC-Fans gewesen, die am Einlass durch Beamte herausgezogen und intensiv kontrolliert worden waren. Dabei soll es sich aber nicht um Nacktkontrollen gehandelt haben und laut Polizei seien „passive Waffen“ bei den Anhängern gefunden worden.

„Das ärgert natürlich enorm“

In Leverkusen zeigte man sich von den Reaktionen der Fans überrascht. Simon Rolfes erklärte, dass es ihn schon gewundert hätte, dass die Kölner Fans aufgrund von Gerüchten wieder abgereist seien. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die aktive Fanszene aufgrund eines Gerüchtes in den Bus nach Hause setzt. Ich glaube, da ist etwas vorgefallen. Wir können nicht verifiziert sagen, was da vorgefallen ist“, sagte Thomas Kessler am Sonntag im „Sport1 Doppelpass“. Der Sportdirektor betonte, dass die Stimmung im Spiel unter dem Boykott, den es auch von Teilen der Leverkusener Fanszene gegeben hatte, durchaus – im Gegensatz zur Meinung von Rolfes – gelitten habe. „Wenn Simon sagt, die Stimmung war okay, dann hat er das aus der Erfahrung, dass es so jede Woche ist, wenn wir nicht da sind. Anders kann ich mir das nicht erklären. Die Stimmung war alles andere als okay.“

In den kommenden Tagen wird das Thema weiter aufbereitet werden. Kessler sprach von Gesprächen der sportlichen Leitung. Gesprächsbedarf bietet wohl auch die Leistung der Mannschaft am Samstagabend und wohl auch der vergangenen Wochen. „Ich hatte mir auch gewünscht, dass wir gerade mit dem Ball Elemente gehabt hätten, die deutlich besser waren, weil die Räume waren da. Wir hatten ein paar Balleroberungen, die wir aber relativ schnell wieder weggegeben haben“, so Kessler. „Wenn wir bei Leverkusen gewinnen wollen, dann müssen wir einen guten Tag haben eine gute Leistung bringen und die haben wir gestern nicht an den Tag gebracht.“ Und wieder war eine Standardsituation mit Spiel entscheidend. „Das ärgert natürlich enorm“, sagte der Sportdirektor. „Wenn zwei Leute einen Mann blocken und dann einer frei durchlaufen kann und das ist dann auch noch der vermeintlich kopfballstärkste Spieler, dann haben wir wohl etwas falsch gemacht.“

„Wir müssen da einfach realistisch sein“

Daran werde zu arbeiten sein, sagte Kessler, der mit dem FC mittelfristig aber einen konkreten Plan verfolgt. „Ich habe das Privileg seit 25 Jahren Teil des 1. FC Köln zu sein. Wir haben es in den 25 Jahren drei Mal geschafft besser als Platz zehn abzuschließen“, sagte der Ex-Keeper des FC, der auch die hohe Erwartungshaltung in Köln ansprach. „Ich finde wir, sollten sehr rational und ehrlich miteinander umgehen. Wir haben nicht die Möglichkeit jedes Jahr 50, 60, 70  Millionen Euro in die Mannschaft zu investieren“, so Kessler weiter. „Das haben andere Mannschaften, die im gleichen Tabellenbereich wie wir unterwegs sind. Da müssen wir einfach realistisch sein und das beste aus unseren Möglichkeiten zu machen. Dazu gehört, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten besser sein müssen als unsere Konkurrenz.“

So richtig auf ging das die letzten Wochen aber nicht. Dennoch war der Transfer-Sommer aus Kölner Sicht ein guter. Nach möglichen Winter-Transfers wurde der Sportdirektor nicht gefragt. Dass aber Handlungsbedarf besteht, hat der Samstag wohl eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Eine weitere Personalie in Köln betrifft dann wieder Kessler selbst. Nach wie vor geht es um die Besetzung des Geschäftsführers Sport bei den Kölnern. Der neue Vorstand hatte im September angekündigt, Kessler in diese Position befördern zu wollen. Kessler erklärte nun, dass er für die Position auch zu haben sei. Der 39-Jährige sagte aber auch, dass er schon seine eigenen Ideen und Strukturen einbringen wolle. Man befinde sich aber in Gesprächen.

„Nacktkontrollen“ beim Nachbarschaftsduell? Aktive Fanszene des 1. FC Köln reist wieder ab

Fans des 1. FC Köln in Leverkusen
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„Nacktkontrollen“ beim Nachbarschaftsduell? Aktive Fanszene des 1. FC Köln reist wieder ab

Das Nachbarschaftsduell am Samstagabend findet ohne Teile der Kölner Anhängerschaft statt. Aktive Fans des 1. FC Köln reisen nach Einlasskontrollen wieder frühzeitig ab.

Aufregung in Leverkusen schon vor Anpfiff. Teile der aktiven Fanszene des 1. FC Köln reisen frühzeitig vom Nachbarschaftsduell ab. Hintergrund sind offenbar aus Sicht nach Aussagen der Fans unverhältnismäßige Einlasskontrollen.

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So bestätigte auch der FC vor dem Anpfiff, dass rund 500 bis 600 Fans der aktiven Szene wieder abgereist sind. In den Sozialen Medien ist von „Nacktkontrollen“ die Rede. Das wollte der FC bislang weder bestätigen noch dementieren. Laut Verein seien die „Kontrollen dieses Mal sehr intensiv und aus Sicht der Fans nicht angemessen“ gewesen. Allerdings befindet sich der Club im Austausch mit den Verantwortlichen von Bayer sowie den Behörden. In den Sozialen Medien mehren sich Videos der Fans, die das Stadion und das Areal der BayArena wieder verlassen. Fans berichten zudem, dass sich Innenminister Herbert Reul lange mit den Anhängern ausgetauscht habe. Angeblich soll der bekennende Leverkusen-Fan nichts von den Entwicklungen gewusst haben.

„Das ist eine polizeiliche Maßnahme“

„Ja, mich hat der Chef des Unternehmensschutzes angerufen und mir mitgeteilt, dass die Polizei bestimmte Kontrollen durchgeführt hat und die Kölner Fanszene das so nicht akzeptiert hätte und deswegen wären sie abgereist“, sagte Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro bei Sky. „Aber das ist eine polizeiliche Maßnahme. Da können wir nichts zu sagen. Ich finde, man sollte in unserem Land der Polizei schon vertrauen.“ Das Nachbarschaftsduell ist bekanntlich ein besonders emotionales, das mit vielen Störgeräuschen daher kommt. Nicht umsonst sind mehrere Hundertschaften in Leverkusen im Einsatz. Tatsächlich haben mittlerweile auch Teile der aktiven Fanszene auch Leverkusen das Stadion verlassen – offenbar aus Solidarität.

Die Polizei dementierte die Gerüchte einer Nacktkontrolle mittlerweile.

Die Offensiv-Standardschwäche des 1. FC Köln: Wenn nicht jetzt, wann dann

Ragnar Ache könnte Marius Bülter ersetzen
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Die Offensiv-Standardschwäche des 1. FC Köln: Wenn nicht jetzt, wann dann

Nach wie vor sind die Standards die wohl größte Baustelle der Kölner. In der Defensive ist der kommende Gegner beim ruhenden Ball aber auch alles andere als sattelfest. Überwindet der 1. FC Köln die Standardschwäche gegen Leverkusen?

Elf Gegentore gefangen, zwei Treffer erzielt – in beiden Standardbilanzen ist der FC das Schlusslicht der Liga. In der Defensive aber nur knapp vor Bayer Leverkusen. Somit bietet sich am Samstagabend vielleicht eine Chance: Überwindet der 1. FC Köln die Standardschwäche gegen Leverkusen?

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Nur wenige Zentimeter haben gefehlt und Nick Woltemade hätte Newcastle United frühzeitig zurück ins Spiel gegen Leverkusen gebracht. Nach einer Ecke flog der Ball quer durch die Box, die Leverkusener Hintermannschaft wirkte unsortiert und irritiert, doch Woltemade kam eben einen Schritt zu spät. Die Szene zeigte aber einmal mehr die aktuell wohl größte Schwäche der „Werkself“. Und es ist eine Schwäche, die dem FC bestens vertraut ist. Auch Leverkusen ist anfällig bei gegnerischen Standards. Acht Gegentore kassierte Bayer in der Liga nach dem ruhenden Ball. Nur der FC steht im Ligavergleich mit seinen elf Gegentreffern schlechter da. Zuletzt kassierte die Werkself in der Liga einen Gegentor nach einer Flanke aus dem Halbfeld, gegen Newcastle war es in der Champions League ein absolut unnötiger Elfmeter.

Jan Thielmann: „Wir wissen, wie schwer es ist“

Insofern könnte Leverkusen gerade recht kommen. Denn der FC hat bislang auf beiden Seiten seine Probleme mit den Standardsituationen. Köln fängt sich zu viele Gegentreffer, erzielt auf der anderen Seite zu wenig aus dem ruhenden Ball. „Wenn man zu sehr den Fokus darauflegt, dann verkopft man sich irgendwann“, sagte Jan Thielmann zuletzt. „Es wäre schön, wenn wir vorne welche machen würden. Aber wir wissen, wie schwer es ist, bei Standards Tore zu machen.“ Das lässt sich auch sehr leicht an der Statistik ablesen. Gerade einmal zwei Treffer wurden mit dem ruhenden Ball erzielt. Florian Kainz traf sehenswert per direktem Freistoß, Luca Waldschmidt verwandelte einen Elfmeter. Nach den 52 Ecken war Köln noch gar nicht erfolgreich.

Dabei ist Leverkusen bei Kopfbällen anfällig, kassierte so schon einige Tore. „Wir wollen es jetzt besser machen“, versprach Thielmann, der auch erklärte, dass man sich nicht mit den vergangenen Gegentreffern nach Standards aufhalten wolle. Dabei bleibt auch die Verteidigung bei den Situationen ein Thema in Köln und könnte am Samstag ein größeres werden. Denn das ist die Kehrseite der Leverkusener Medaille. Die Werkself hat in der Liga eben auch schon sieben Tore nach Standardsituationen erzielt. Nur Bayern München (9) und der SC Freiburg (10) sind mit dem ruhenden Ball vor dem 14. Spieltag noch erfolgreicher, während sich der FC den letzten Platz dieser Statistik mit Mannschaften wie dem 1. FC Heidenheim, Werder Bremen und dem Hamburger SV teilt. Am Samstagabend wäre sicherlich ein guter Zeitpunkt die Statistik aufzupolieren.