Ragnar Ache hat sein Glück beim 1. FC Köln noch nicht gefunden

Lukas Kwasniok und Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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Ragnar Ache hat sein Glück beim 1. FC Köln noch nicht gefunden

Der Wechsel des Stürmers wird mit der Erwartung einhergegangen sein, sich in der Bundesliga zu beweisen. So richtig geht der Plan aber noch nicht auf beim 1. FC Köln: Ragnar Ache hat momentan einen schweren Stand.

Gegen Union Berlin nutzte der Kölner Angreifer seine Kopfballstärke vornehmlich zur Abwehr in der Verteidigung. Dabei stände dem FC die Torgefahr des Stürmers sicherlich gut zu Gesicht. Doch der letzte Treffer liegt bereits zwei Monate zurück beim 1. FC Köln: Ragnar Ache hat momentan einen schweren Stand.

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Ragnar Ache war sichtbar berührt. Der Stürmer saß nach seiner Auswechslung auf der Bank, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Es bedurfte ganz offensichtlich der besonderen Worte von Jan Thielmann, der versuchte, den Angreifer wieder aufzubauen. „Ich glaube nicht, dass er persönlich wegen der Auswechslung enttäuscht war, sondern weil wir das Spiel verloren haben“, sagte FC-Trainer Lukas Kwasniok später auf der Pressekonferenz. Tatsächlich war Ache beim Stand von 0:0 vom Platz gegangen, die Begegnung eigentlich noch offen. Auch, wenn die Geißböcke zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr oft ins Schlussdrittel der Berliner kamen – zumindest nicht sonderlich gefährlich. In der Theorie war also noch alles möglich. Die genauen Gründe für den Frust wird wohl nur Ragnar Ache selbst kennen.

Hohe Erwartungen zu selten erfüllt?

Es ist aber schon sehr wahrscheinlich, dass Ache sich seine Zeit beim FC dann doch anders vorgestellt hat. Der Stürmer kam mit großen Erwartungen, wollte in Köln beweisen, dass er das Zeug hat, Bundesliga zu spielen. Der erste Versuch bei Eintracht Frankfurt wollte bekanntlich nicht so recht funktionieren, über eine starke Zeit bei Kaiserslautern empfahl sich der Angreifer für mehr. Die Bilanz ist insgesamt keine schlechte. Wettbewerbsübergreifend kommt Ache auf zwei Tore und sechs Vorlagen, also acht Scorerpunkte. Doch liegt der letzte Scorer nun schon einen Monat, der letzte Treffer fast zwei Monate zurück. Auch gegen Union konnte der Stürmer seine Scorerbilanz nicht aufpolieren. Ein Schussversuch wurde im letzten Moment geblockt, bei einer Top-Ablage von Sebastian Sebulonsen kam der 27-Jährige einen Schritt zu spät.

Auf der anderen Seite zeigte Ache aber auch mit seinen Ablagen, wie wichtig er sein kann. Der gebürtige Frankfurter macht den Ball im Zentrum fest, dienst als Wandspieler und über sein Kopfballspiel schwärmte Lukas Kwasniok ebenfalls des Öfteren. Gerade in der Defensive zeigte Ache diese Qualität am Samstag, als der Stürmer gleich mehrere Standards der Eisernen sicher wegklärte. Und doch ist Angreifer in der Zentrale eben nicht – oder nur selten – erste Wahl. In den 17 Pflichtspielen kam Ache bis auf die Begegnung gegen Bremen aufgrund einer Gehirnerschütterung immer zum Einsatz. In der Startelf stand der 27-Jährige aber nur fünf Mal. Einen bleibenden Eindruck hinterließ er in den Begegnungen gegen die Bayern und den Hamburger SV.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Angreifer zu wenig gefüttert wird. Zwar schlugen Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Co. am Samstag einige Flanken, diese erreichten Ache aber viel zu selten. Auch bei den Standards wird der bullige Stürmer zu selten in die richtige Position gebracht, zu selten gefunden.


Kaderplanung: Der 1. FC Köln wird mit diesen Leistungen an Transfers nicht vorbeikommen

Lukas Kwasniok wirkt ratlos
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Kaderplanung: Der 1. FC Köln wird mit diesen Leistungen an Transfers nicht vorbeikommen

Bei der 0:1-Niederlage gegen Union Berlin wurde einmal mehr deutlich, wie sehr Abwehrchef Timo Hübers den Geißböcken fehlt. Es ist nicht die einzige Position auf der es Bedarf gibt beim 1. FC Köln: Auf diesen Positionen muss der FC nachlegen.

Zugegebenermaßen ist der FC in dieser Saison vom Verletzungspech verfolgt. Doch nicht nur die Ausfälle machen Veränderungen im Kader nötig beim 1. FC Köln: Auf diesen Positionen muss der FC nachlegen.

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Gewohnt sachlich und ruhig, aber durchaus bedient trat Thomas Kessler am Samstagnachmittag nach dem verlorenen Heimspiel der Geißböcke gegen Union Berlin in der Mixed Zone vor die Mikrofone. Der Sportdirektor der Geißböcke berichtete über seine Enttäuschung nach dem 0:1, erklärte seine Sicht der Dinge zu der Roten Karte gegen Rav van den Berg und kündigte auch eine Aufarbeitung an. „Wir können jetzt in Ruhe eine Analyse für das Jahr machen. Die Hinserie ist ja noch nicht vorbei, sondern wir haben noch zwei Spiele in der Hinrunde. Wir können jetzt mal so ein Strich drunter machen und schauen, was ist uns gut gelungen, was ist uns nicht gut gelungen“, sagte der Sportdirektor. „Wir werden ganz nüchtern und rational bewerten, was wir gut gemacht haben und was wir nicht so gut gemacht haben. Und dann werden wir an den Themen arbeiten, um dann im Januar in Heidenheim wieder um die drei Punkte kämpfen zu können.“

Lies auch: „Rote Karte gegen den 1. FC Köln: Der DFB sperrt Rav van den Berg“

Der Ausfall von Timo Hübers muss kompensiert werden

Die Analyse des Sportdirektors, der dem Vernehmen nach unmittelbar vor der Unterschrift eines neuen Arbeitspapiers stehen soll, wird wohl kaum eine Diskussion um den Trainer entfachen. Denn jene Aufarbeitung hätte es laut Kessler auch bei einem Sieg gegen die Eisernen gegeben. Um neue Positionen im Kader könnte und sollte es aber durchaus gehen. Denn nicht erst das 0:1 gegen Union Berlin hat einmal mehr offenbart, dass es größere Baustellen im Mannschaftsverbund gibt, als es die ausgiebige Sommertransferphase inklusive Traumstart in die Saison hat vermuten lassen. Damals wurden Kessler und Co. mit Komplimenten für ihre Aktivitäten überhäuft. Zu recht. Der FC investierte erstmals seit Jahren wieder mächtig in die Mannschaft, schnitt etliche alte Zöpfe ab und fuhr damit zunächst auch gut.

Wie Lukas Kwasniok zuletzt ebenfalls erklärte, hat man natürlich nicht mit einer ähnlichen Verletzungsmisere in der Defensive rechnen können. Und möglicherweise wäre die Saison bislang ohne das Pech um Rav van den Berg, Timo Hübers, Luca Kilian und zuletzt auch Joel Schmied anders verlaufen. Der Kölner Coach vertrat bislang die Meinung, dass man die Ausfälle durch ein Verschieben innerhalb der Positionsgruppen auch auffangen könne. Gleichzeitig betonte der 44-Jährig aber auch, dass die Verschiebung dann wiederum zu einer Vernachlässigung der optimalen Offensivbetreuung geführt hat. Die vergangenen Wochen haben in jedem Fall den Eindruck erweckt, dass Timo Hübers aktuell nicht adäquat zu ersetzen ist. Der Kölner Abwehrchef ist in den Zweikampfsituationen sicherlich nicht immer sattelfest, für den Spielaufbau aber umso wichtiger.

Wie geht es auf den Schienen weiter?

Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass aktuell kein nomineller Innenverteidiger die Rolle übernehmen kann. Eric Martel wird eigentlich auf der Sechs gebraucht. Daher führt – zumindest von Außen betrachtet – auch eigentlich kein Weg an einer adäquaten Nachbesetzung eines Innenverteidigers vorbei. Und eigentlich muss dieser Routine und Qualitäten im Spielaufbau mitbringen. Der FC hat nach den Erkenntnissen der vergangenen Spiele auch großen Bedarf auf der linken Schiene. Kristoffer Lund hat stark in die Saison begonnen, aber auch stark nachgelassen. Aktuell ist der US-Amerikaner der große Unsicherheitsfaktor im Kölner Defensivverbund. Lund unterliefen zuletzt so viele kapitale Fehler, dass der Begriff des Unglücksraben eigentlich schon ein wenig überstrapaziert ist. Da sich Alessio Castro-Montes bislang nicht in den Fokus spielen konnte, hat der FC großen Bedarf.

Zudem fehlt dem FC augenscheinlich ein kreativer Spieler, der das Spiel mit Ball so ankurbelt, dass der FC eine Dominanz wie gegen Berlin dann auch in Torgefahr ummünzen kann. De facto verlässt sich Köln bislang zu sehr auf die beiden Offensivkräfte Said El Mala und Jakub Kaminski, die gemeinsam nahezu die Hälfte aller Kölner Treffer erzielt haben. Die Hinweise, dass es zu Saisonbeginn mit dem Kader doch auch geklappt hat oder, dass die Breite des Kaders personelle Engpässe auffangen kann, werden am Ende nicht reichen. Es braucht externe Verstärkungen und das als Soforthilfe. Allerdings ist der Winter-Transfermarkt kein einfacher. Spieler, die in ihren Clubs Leistung bringen, werden eher selten abgegeben. Auf die Analyse folgt also ein großes Stück Arbeit.


Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

1. FC Köln gegen Leverkusen
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Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

Mit nur einem Sieg aus zehn Pflichtspielen und zwei Punkten aus den vergangenen sechs steuert der FC geradewegs auf die Abstiegsränge zu. Auch, wenn die Tabellensituation komfortabel ist, sind Sorge und Frust berechtigt. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

Nur zwei Punkte holte der FC aus den vergangenen sechs Pflichtspielen. Kein anderes Team der Liga beweist eine ähnlich schwache Form. Der FC wird in den kommenden Wochen sicherlich einige Dinge hinterfragen. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

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Unter der Woche betonte Lukas Kwasniok, kein großer Freund vergangener Statistiken zu sein. Kein Wunder, denn diese spiegeln dann auch des Öfteren eine etwas verschobene Realität wider. Die Geißböcke können sich zum Beispiel wenig dafür kaufen, dass sie gegen Union Berlin deutlich mehr Ballbesitz, mehr Torabschlüsse und sogar deutlich mehr gewonnene Zweikämpfe auf dem Konto hatten. Am Ende standen am Samstagabend Null Punkte. Die spielen in Statistiken ein, an denen der Trainer eher schlecht vorbeikommt, die die aktuelle Realität und vor allem Gefühlslage aber dann auch nicht widerspiegelt. Die Kölner belegen nach der Niederlage das erste Mal in dieser Saison einen schlechteren Platz als Rang zehn. Aber: Als Aufsteiger liest sich die Tabelle aktuell sehr beachtlich: Köln ist zum Jahreswechsel Tabellenelfter, hat noch eine Menge Gegner und vier Punkte zwischen sich und den Abstiegsrängen.

Der Absturz ist mehr als brutal

Zur Wahrheit gehört natürlich, dass die Geißböcke aktuell noch von dem starken Saisonauftakt zehren. Ein Polster, das man sich in Köln angefuttert hat. Kwasniok erklärte, dass der Auftakt den ein oder anderen hat träumen lassen. Ganz sicher haben die frühen Punkte aber auch über schon damalige Probleme hinweggetäuscht. Die Erfolge über Regensburg und Mainz waren mehr als glücklich und zeigten schon früh in der Saison, dass es der Aufsteiger schwer haben würde, wenn er den Ball hat, das Spiel machen muss. Möglicherweise ist das auch nicht die Kernaufgabe eines Liga-Neulings. Der Absturz von dem vermeintlich besten Transfersommer der Vereinsgeschichte bis zur Weihnachtstristesse mit gerade einmal einem einzigen Sieg aus zehn Pflichtspielen ist mehr als brutal. Die Enttäuschung, die Trainer und Team in den Sozialen Netzwerken entgegenströmt, ist also durchaus verständlich.

Nur zwei Punkte aus sechs Spielen

Der FC wollte sich eigentlich mit einem guten Gefühl in die Winterpause verabschieden, der Frust kurz vor Weihnachten ist rund ums Geißbockheim aber groß. Und berechtigt. Zwei Punkte holten die Kölner aus den Begegnungen seit dem Erfolg über den Hamburger SV. Und das, obwohl sich der FC mit den Gegnern wie Borussia Mönchengladbach, St. Pauli, Werder Bremen und auch Union Berlin auf Augenhöhe wähnte. Kwasniok würde die Begegnungen sicherlich als Highlight-Spiele bezeichnen. Nur sollten genau diese, zumindest das ein oder andere, gewonnen werden. Und sowohl Union als auch St. Pauli waren Kontrahenten, bei denen das hätte gelingen können, eigentlich müssen. Und da hilft es auch nicht, dass Kleinigkeiten sicherlich hier und da den Unterschied gemacht haben. Gelinde gesagt, ist die Entwicklung der Kölner besorgniserregend.

Thomas Kessler kündigte indes an, dass man nun in Ruhe schauen werde, welche Dinge gut gelaufen seien, welche nicht. Es wird die ein oder andere Analyse geben, zu der auch sicher seine Transfers gehören werden, von denen unterm Strich dann doch nicht alle eingeschlagen sind. Ein emotionaler Schnellschuss ist nicht zu erwarten. In keine Richtung. Dennoch: Der FC wird wohl nicht daran vorbeikommen, auf dem Transfermarkt nachzubessern. Denn schon das kommende Spiel hat einen besonderen Charakter. Sollte der FC auch gegen den 1. FC Heidenheim nicht gewinnen und dann in das Duell gegen die Bayern gehen, dann könnte der Abschluss der Hinrunde ungemütlicher werden als der Weihnachtsfrust nach Samstag.

Nach Pleite des 1. FC Köln: „Willkommen in der Bundesliga“? Willkommen im Abstiegskampf

Lukas Kwasniok im Duell gegen den FC St. Pauli
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Nach Pleite des 1. FC Köln: „Willkommen in der Bundesliga“? Willkommen im Abstiegskampf

Nach dem furiosen Saisonstart lief es zuletzt nicht mehr rund bei den Geißböcken. Das erarbeitete Punkte-Polster auf die Abstiegsränge ist aktuell auf vier Zähler geschmolzen für den 1. FC Köln: Der FC ist im Abstiegskampf angekommen.

Die beiden verbleibenden Duelle der Hinrunde gegen Heidenheim und die Bayern werden nicht einfach werden für Trainer Lukas Kwasniok und sein Team beim1. FC Köln: Der FC ist im Abstiegskampf angekommen.

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Dominique Heintz hat in seiner Karriere schon viel erlebt. Der ehemalige U21-Nationalspieler kommt auf mehr als 300 Pflichtspiele in den höchsten beiden deutschen Spielklassen, Europa League und DFB-Pokal. Der 32-Jährige weiß, wovon er spricht, wenn er denn vor den Mikrofonen spricht. „Willkommen in der Bundesliga, jeder kleine Fehler wird sofort bestraft“, sagte der Innenverteidiger beispielsweise nach dem bitteren 0:1 gegen Union Berlin. Fußball gilt tatsächlich als Fehlersport, es gibt Experten, die behaupten, jedes Spiel würde ohne individuelle Fehler torlos ausgehen. Rein statistisch unterliefen den Eisernen am Samstagnachmittag mehr Fehler als den Geißböcken, doch waren die der Kölner folgenschwerer. Der schwache Klärungsversuch vor dem 0:1, die Rote Karte von Rav van den Berg.

Das Punkte-Polster beim FC schmilzt

Der FC hat vor allem durch individuelle Fehler in den vergangenen Wochen den Faden des Saisonauftakts verloren und eben viel zu wenig Spiele gewonnen. Sei es durch die kapitale Aussetzer wie von Kristoffer Lund, die zu den Elfmetern gegen Gladbach führten oder Aktionen wie jüngst die Rote Karte von Rav van den Berg. Nur zwei von möglichen 18 Punkten gab es seit dem Erfolg über den Hamburger SV Anfang November. In den Duellen gegen vermeintliche Gegner auf Augenhöhe wie Bremen, Union, St. Pauli oder Gladbach erzielten die Geißböcke insgesamt drei Treffer. Vor allem die spielerischen Elemente fehlten, die dem FC Punkte hätten bescheren können. Auf der anderen Seite liegt das letzte Duell ohne Gegentreffer fast zwölf Wochen zurück.

„Wir müssen nüchtern und ruhig einordnen“, sagte Lukas Kwasniok. „Ein Punkt hätte uns heute sicher gutgetan, aber wir sind mittendrin in diesem Klassenerhaltskampf. Mittendrin statt nur dabei.“ Am Ende des Spieltags konnten die Kölner sogar glücklich sein, dass sich das 0:1 gegen die Truppe von Steffen Baumgart nicht noch negativer auswirkte. Die beiden Abstiegskandidaten aus Mainz und St. Pauli trennten sich torlos, der 1. FC Heidenheim kassierte eine derbe 0:4-Klatsche gegen die Bayern. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt zur Winterpause noch satte vier Zähler. Auch die Ausbeute von 16 Punkten aus den bisherigen 15 Spielen ist durchaus eine, mit der ein Aufsteiger leben kann.

Als nächstes ein richtungweisendes Spiel gegen Heidenheim

Auf den ersten Blick scheint die Situation also noch recht komfortabel zu sein für den FC. Doch der Schein trügt. Denn nach der Winterpause geht es zunächst auswärts gegen Heidenheim. Sollten die Geißböcke Anfang Januar dort ebenfalls keine Punkte mitnehmen, schmilzt das Polster auf das Team von der Ostalb auf nur noch einen Zähler an. Während Heidenheim gegen den Abstiegskonkurrenten Mainz spielt, wartet auf den FC der FC Bayern München. Ein Duell, bei dem Kwasniok und Co. wohl eher keine Punkte eingeplant haben dürften. Mit zwei Niederlagen in den verbleibenden beiden Spielen würde sich der FC also ausgerechnet zum Ende der Hinrunde Richtung Abstiegsrang bewegen. Mit der Ruhe wäre es dann in Köln gänzlich vorbei.

Heintz kommt nicht nur auf mehr als 300 Pflichtspiele, der Innenverteidiger hat in seiner Karriere gleich mit mehreren Clubs gegen den Abstieg gespielt. Der Routinier weiß also nicht nur, wovon er redet, er weiß, dass die Stunde bereits jetzt geschlagen hat. Der FC ist im Abstiegskampf angekommen.


Der ewige Dominique Heintz überzeugt auch gegen Union Berlin

Dominique Heintz vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin
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Der ewige Dominique Heintz überzeugt auch gegen Union Berlin

Nach der Niederlage gegen Union Berlin ist der FC mit sechs Spielen ohne Sieg auf dem harten Boden der Bundesliga-Realität angekommen. Ein Abwehr-Routinier stand nach seiner Verletzung wieder auf dem Platz mit dem 1. FC Köln: Dominique Heintz überzeugt einmal mehr.

Nach dem Duell gegen die Hauptstädter ärgerte sich der 32-Jährige über den Punktverlust. Kein Wunder, denn der Abwehrspieler war einer der besseren Akteure beim 1. FC Köln: Dominique Heintz überzeugt einmal mehr.

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Im Nachhinein wirkten die Worte des Kölner Abwehrspielers ein wenig so, wie ein Blick in die Glaskugel. Nachdem Dominique Heintz unter der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war, sprach der 32-Jährige über die Schwäche seiner Mannschaft: “Wir tun uns ein bisschen schwer, den letzten Pass vorne an den Mann zu bringen und torgefährlich zu werden“, sagte Heintz. „Am Anfang der Saison hatten wir noch ein bisschen mehr Power vorne, wo wir den Gegner mehr überraschen konnten. Da müssen wir wieder hinkommen, dass wir uns einfache Torchancen erspielen.“ Gegen die Mannschaft von Steffen Baumgart wurde dieses Vorhaben am Samstagnachmittag nicht in die Tat umgesetzt. Es waren die gleiche Probleme, wie in den vergangenen Spielen, in denen die Geißböcke das Spiel machen mussten.

Heintz mit starken Werten

Während der FC also auch im sechsten Spiel in Folge eine Enttäuschung einstecken musste, lief die Begegnung für den Abwehrspieler persönlich wieder gut. Heintz war von Beginn an präsent, nahm Wooyeong Jeong und Christopher Trimmel jegliche Spielfreude, luchste auch Stürmer Oliver Burke den Ball ab. Insgesamt gewann Heintz 80 Prozent (!) seiner Zweikämpfe, kam auf 110 Ballkontakte (nur van den Berg hatte mit 116 mehr) und erreichte eine Passquote von 84 Prozent. Und das gegen seinen Ex-Verein, bei dem der Pfälzer nicht so wirklich zum Zug kam.

Heintz untermauert aktuell einmal mehr das Narrativ des Stehauf-Männchens. „Ich brauche keine Bestätigung von außen oder dass die Medien mich immer als den Spieler beschreiben, der nicht aufgibt. Auf der anderen Seite entsteht dieser Eindruck ja durch die harte Arbeit und schafft so ein positives Gefühl. Das kannst du aber nur schaffen, wenn du täglich in der Arbeit sauber bleibst, eine gute Haltung hast, gut zu deinen Mitstreitern bist“, sagte Heintz im Oktober im Interview mit come-on-fc.com über seine Arbeitseinstellung. Den Lohn dafür erntet der 32-Jährige durch das Vertrauen des Trainers „Egal, in welcher Phase du bist, ob Du spielst oder nicht, du musst immer dran bleiben. Du darfst einfach nichts in deiner Mentalität oder an deiner Art in der täglichen Arbeit ändern. Dann wirst du irgendwann wieder belohnt. Dazu versuche ich immer, die Mannschaft zu unterstützen“, sagte der Routinier im Oktober weiter.

Heintz profitiert natürlich auch von der extremen Verletzungsmisere in der Innenverteidigung, war auch selbst kürzlich davon betroffen. Zu Beginn der Saison wurde der Kölner Routinier von Trainer Lukas Kwasniok noch nicht berücksichtigt, war zunächst außen vor. Möglicherweise aufgrund eines Tempodefizits, das ihm nachgesagt wurde. Heintz belehrte die Kritiker allerdings eines besseren und weiß durch seine Erfahrung mögliche Schwachstellen an anderer Stelle gekonnt auszugleichen. In den vergangenen Spielen, in denen der 32-Jährig auflief, lieferte er durchweg gute Leistungen ab und arbeitete stets für die Mannschaft.

„Willkommen in der Bundesliga“

Gearbeitet hat Heintz auch am vergangenen Samstag. Und dennoch sind die Geißböcke nun sechs Spiele in Folge sieglos. Der Vorsprung auf Rang 16 ist geschrumpft, der FC steht aktuell auf dem elften Tabellenplatz. „Wir sind aufgestiegen, wir wissen, wo wir herkommen. Wir wissen, wie viele Punkte wir uns schon hart erarbeitet haben, was für tolle Spiele wir schon gezeigt haben“, ordnet der Abwehrspieler ein. „Aber trotzdem dürfen wir uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen das klar analysieren, die Winterpause gut nutzen, gut dran arbeiten im Trainingslager, um dann in Heidenheim bereit zu sein.“ Denn die Partie gegen den FCH wird wohl bereits zu einer Art Wegweiser für die Rückrunde werden. Deutlich wurde am Samstag einmal mehr, dass der FC im Oberhaus angekommen ist: „Das sind alles Top-Mannschaften. Jeder kleine Fehler wird bestraft“, sagte Heintz und ergänzte: „Willkommen in der Bundesliga“.


Die Rote Karte war unnötig und wird den FC in den Januar begleiten, spielentscheidend war sie nicht

Rav van den Berg sieht die Rote Karte
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Die Rote Karte war unnötig und wird den FC in den Januar begleiten, spielentscheidend war sie nicht

Mit der Roten Karte gegen Rav van den Berg veränderte sich die Dynamik des Spiels der Geißböcke gegen Union. Möglicherweise war sie spielentscheidend für den 1. FC Köln: Der Platzverweis war unnötig und verschärft die Abwehr-Misere.

Lange war es ein typisches 0:0-Spiel gegen die Köpenicker. So richtig überlegen war keine der beiden Mannschaften am Samstagnachmittag im Kölner Stadion. Nach der Roten Karte für Rav van den Berg gab es in der Nachspielzeit noch den Gegentreffer für den 1. FC Köln: Der Platzverweis war unnötig und verschärft die Abwehr-Misere.

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Eigentlich hatte Rav van den Berg einen mindestens soliden Abend abgerissen. Der Innenverteidiger der Kölner, der in den vergangenen Wochen so ein wenig als Hoffnungsträger der Kölner Abwehrmisere diente, kam auf die meisten Ballkontakte der Viererkette, baute das Spiel mit zahlreichen Pässen auf, von denen überragende 98 Prozent auch den Mitspieler fanden. Dann verpennte der Niederländer ein Abspiel von Marvin Schwäbe, bog den Fehler aber mit einer Grätsche geradeso noch aus. Anschließend folgte die folgenschwere Fehleinschätzung des Abfangens eines Diagonalpasses. Van den Berg unterband den Pass mit einem Handspiel, sah zur Überraschung der Zuschauer umgehend die Rote Karte. Nach Ansicht der Fernsehbilder eine mindestens vertretbare Entscheidung.

Lies auch: DFB spricht Strafe für Rav van den Berg aus

„Eine hundertprozentige Torchance“

Zwar wies van den Berg immer wieder daraufhin, den Ball mit der Schulter gespielt zu haben, doch die Bilder waren eindeutig. „Ich habe den Schiedsrichter nach dem Spiel kurz darauf angesprochen.
Er sagt zu mir, dass der Spieler blank alleine aufs Tor zuläuft. Ich habe ehrlicherweise nicht die gleiche Wahrnehmung gehabt“, sagte Thomas Kessler später. „Er sagt zu mir, es ist für ihn eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Arm nicht dazu nimmt. Was soll ich jetzt anders dazu sagen, außer dass ich ihm das ja glauben muss.“ Tatsächlich gab es keinen Grund, die Rote Karte zurückzunehmen. „Wenn ich es jetzt so sehe auf dem Bild, dann geht er klar zur Hand und wenn der Schiri sagt, der geht danach allein aufs Tor, dann ist es eine Rote Karte“, sagte Dominique Heintz.

In Unterzahl war es für die Geißböcke natürlich fortan schwer. Für Lukas Kwasniok war sie am Ende des Tages „spielentscheidend“. Doch zur Wahrheit gehört eben auch, dass der FC bereits nach gut 20 Minuten den Faden zunehmend verloren hatte, ihn in der zweiten Halbzeit schon gar nicht mehr fand. So hatte Leopold Querfeld die Führung schon nach einer Stunde auf dem Kopf, aber Marvin Schwäbe rettete weltklasse. Die Kölner fanden dagegen in der Offensive überhaupt kein Mittel mehr, steigerten den xGoals-Wert von 0,3 zur Pause nur noch auf 0,5, während Union im Schlussdrittel erst in der letzten halben Stunde des Spiels in Erscheinung trat. Die Rote Karte veränderte sicherlich die Dynamik des Spiels, aber ob sie Spiel entscheidend war, ist im Nachhinein nicht zu klären.

Und wieder fehlt ein Innenverteidiger

Fakt ist, Union war in dieser Phase schon am Drücker, dem FC unterliefen in der Rückwärtsbewegung zunehmend Fehler und die Offensive war harmlos. Allerdings war die Kölner Hintermannschaft bei der gegnerischen Ecke absolut unsortiert. „Du kannst natürlich auch eine Standardsituation verteidigen. Aber gerade das Tor fällt aus dem Rückraum. Da rückt dann einer ins Zentrum, weil ein Mann weniger auf dem Platz ist und der Ball fällt ihm dann genau vor die Füße“, sagte Kessler. Sicher hätte sich der FC aber auch in Unterzahl besser sortieren können. So oder so wird van den Berg den Kölnern nun erst einmal fehlen. Wie lange ist noch unklar. Eine Rote Karte zieht bekanntlich mindestens ein Spiel Sperre mit sich. Bei der Verhinderung einer klaren Torchance kann es auch mehr geben.

Ein bitterer Rückschlag. Denn der FC ist bekanntlich besonders in der Defensive gebeutelt. Gerade ist Dominique Heintz als dritter nomineller Innenverteidiger wieder in den Kader zurückgekehrt. Joel Schmied wird frühestens im Trainingslager wieder eingreifen können. Ob es für Heidenheim schon reicht, erscheint aber mehr als fraglich. Die Rote Karte war also nicht nur unnötig und für die Begegnung gegen Union besonders ungünstig, sie wird dem FC auch zum Jahresbeginn noch wehtun.


Said El Mala als Joker? Zurück zur alten Marschroute, aber die Probleme bleiben die gleichen beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok mit Denis Huseinbasic und Said El Mala
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Said El Mala als Joker? Zurück zur alten Marschroute, aber die Probleme bleiben die gleichen beim 1. FC Köln

Etwas überraschend war die Aufstellung der Kölner gegen Union Berlin am Samstagnachmittag schon. Lukas Kwasniok entschied sich gegen seinen Topscorer in der Startelf, wollte zunächst wie schon zu Beginn der Saison Abarbeiten. Erst schien der Plan auch aufzugehen beim 1. FC Köln: Es gibt wieder Diskussionen um die Rolle von Said El Mala.

Die 0:1-Niederlage gegen Union Berlin dämpfte die vorweihnachtliche Stimmung im Stadion schon sehr. Gegen die Mannschaft von Ex-Trainer Steffen Baumgart wollte der FC wieder punkten und sich mit einem guten Gefühl in die Winterpause verabschieden. Coach Lukas Kwasniok versuchte, wie zu Beginn der Saison durch ein Abarbeiten und frische Einwechselspieler zu bestehen mit dem 1. FC Köln: Es gibt wieder Diskussionen um die Rolle von Said El Mala.

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Eine gute Viertelstunde schien der Plan von Lukas Kwasniok aufzugehen. Gegen Union Berlin startete der FC druckvoll, körperbetont und vor allem dominant. So kamen die Geißböcke in der Anfangsphase gegen die Eisernen auf einen Ballbesitz von 80 Prozent, hatten bereits zwei Mal den freien Torabschluss gesucht und 60 Prozent der Zweikämpfe für sich entschieden. Union wirkte dagegen fahrig, hatte zu diesem Zeitpunkt im Schnitt nur etwas mehr als jeden zweiten Pass zum Mitspieler gebracht. Der Beginn war also durchaus verheißungsvoll. Und dennoch war es durchaus überraschend, dass Said El Mala den Beginn des Spiels von der Bank aus beobachten sollte. Lukas Kwasniok hatte den Shootingstar zunächst nicht aufgestellt, dafür agierte Jakub Kaminski mal wieder in vorderster Front.

Zurück zur alten Marschroute

Eine durchaus überraschende Maßnahme. Denn El Mala war in den vergangenen Wochen eine Art Lebensversicherung der Kölner. Mit sechs Toren und drei Vorlagen hatte der 19-Jährige maßgeblichen Anteil an einigen Punkten, war mitunter Spiel entscheidend. Nicht umsonst bekam er bereits hier und da den Beinamen „Kölner Lebensversicherung“ verpasst. Und dennoch war die Rück-Beorderung von Kaminski in die Offensive offenbar eine sehr gute Maßnahme. Der Pole war sofort wieder Aktivposten und erinnerte an die starken Auftritte zu Saisonbeginn, die dem 23-Jährigen immerhin ebenfalls fünf Tore und einen Assist eingebracht hatten. Kwasniok hatte bereits auf der Pressekonferenz am Donnerstag angedeutet, dass er in Sachen Aufstellung wieder ein wenig „Back to the roots“ wolle. Eben zu den Formationen, die in der Anfangsphase Punkte beschert hatten.

Und so erklärte Kwasniok auch später die Maßnahme, El Mala erst einmal auf die Bank zu setzen. „Wir haben unsere beste Phase in dieser Saison gehabt, als wir uns einfach darauf fokussiert haben gegen Mannschaften so zu spielen, dass wir abarbeiten“, erklärte der Coach. „Dass wir Spieler aufs Feld bekommen, die in der Lage sind, in allererster Linie die – auf gut Deutsch gesagt – „Drecksarbeit“ zu verrichten, um dann hinten raus eben noch ein paar Künstler mehr auf dem Feld zu haben, die dann die Spiele für uns entscheiden.“ Eine Maßnahme, die gerade zu Saisonbeginn regelmäßig aufging. Immerhin kommen die Kölner auf 15 Torbeteiligungen durch eingewechselte Spieler in dieser Saison, sieben davon erzielten die Joker selbst.

Der FC erzeugt kaum Torgefahr

Wiederum sechs Torbeteiligungen erzielte Said El Mala als Joker. Es scheiden sich aber die Geister, ob der Kölner Youngster effektiver von der Bank oder von Beginn an ist. Kaminski belebte die Kölner Offensive sichtbar, war ein Aktivposten. Allerdings auch gegen eine erschreckend schwach aufspielende Berliner Mannschaft. Und die Kölner Offensivbemühungen nahmen nach dem vielversprechenden Beginn von Minute zu Minute ab, kamen in der zweiten Halbzeit nahezu komplett zum Erliegen. Auch Kaminski baute sichtbar ab, wurde in der Schlussphase zum ersten Mal in dieser Saison ausgewechselt. Dagegen witterte das Team von Steffen Baumgart im zweiten Abschnitt seine Chance und nutzte sie nach der berechtigten aber unnötigen Roten Karte und wieder einmal nach einer Standardsituation.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Kölner trotz einem gefühlten Chancenplus in Halbzeit eins auf einen xGoals-Wert von 0,5 kamen – die Qualität der Chancen insgesamt also noch nicht einmal einen Treffer hätte annähernd erwarten lassen, ganz anders als die 1,5 der Berliner. Wie gehabt zeigte sich einmal mehr, dass die Kölner große Probleme haben, ein Spiel selbst zu gestalten, sich Möglichkeiten zu erspielen.


Die Niederlage gegen Union ist ein Spiegelbild der vergangenen Spiele des 1. FC Köln

Linton Maina, Said El Mala und Denis Huseinbasic sind enttäuscht nach der Niederlage gegen Union
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Die Niederlage gegen Union ist ein Spiegelbild der vergangenen Spiele des 1. FC Köln

Mit der Niederlage gegen Union Berlin hat der FC das sechste Spiel in Folge nicht gewonnen. Dabei war die Partie wie ein Spiegelbild der vergangenen Wochen: Der 1. FC Köln zeigt gegen Union wieder die gleichen Schwächen.

Mit 0:1 unterlagen die Geißböcke in einer engen Begegnung Union Berlin. Damit hat der FC aus den vergangenen sechs Spielen nur magere zwei Punkte geholt. Die Gründe für die Formkrise ließen sich auch in der Partie gegen die Köpenicker gut erkennen: Der 1. FC Köln zeigt gegen Union wieder die gleichen Schwächen.

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Nach 90 engen Minuten plus Nachspielzeit war es in Köln erstmal vorbei mit einer besinnlichen Weihnachtszeit. Stattdessen sank die Stimmung nach dem 0:1 gegen Union Berlin und damit dem sechsten Ligaspiel in Folge ohne Sieg in den Keller. „Wir sind enttäuscht, das ist keine Frage. Wir wollten kurz vor Weihnachten hier noch mal drei Punkte zu Hause lassen, um dann auch Weihnachten zu genießen. Jetzt verlierst du dieses Spiel, das ist jetzt in diesem Moment natürlich bitter“, so Sportdirektor Thomas Kessler. Was viele FC-Fans daran wohl besonders bitter finden dürften, ist, dass sie sich wie bei einem Déjà-vu vorgekommen sein müssen. Denn die Punkte, die letztendlich zur Kölner Niederlage führten, waren die gleichen wie bereits des Öfteren in den vergangenen Wochen.

Wenige große Kölner Chancen

So tat sich der FC erneut schwer im eigenen Spielaufbau. Gegen die kompakt verteidigenden Berliner fanden die Geißböcke nur wenige Lücken. Dabei sah es in der ersten Halbzeit noch besser aus. So hatten die Kölner schon einige Abschlüsse und waren zumindest nicht schlecht im Spiel, auch wenn nur wenige Schüsse wirklich zwingend waren. Das sah auch Trainer Lukas Kwasniok so. „Ich finde, dass wir das in der ersten Halbzeit ganz ordentlich gemacht haben. Wir hatten die drei, vier Einschussmöglichkeiten, ohne dass da eine Hundertprozentige dabei gewesen ist und haben dann in der zweiten Halbzeit nicht mehr den Weg zum Tor gefunden“, sagte der Coach.

Denn gerade in der zweiten Hälfte hatte der FC, wie es der Trainer selber anspricht, kaum noch Möglichkeiten. In der Phase zeigte sich wieder, dass den Kölnern im Spiel nach vorne häufig die Kreativität fehlt – wie schon so oft in den vergangenen Wochen. Aber immerhin: Selber ließ der FC über weite Strecken nur wenig zu. Bis auf eine große Chance nach einer Ecke durch einen Kopfball von Leopold Querfeld, den Marvin Schwäbe stark parierte, stand die FC-Defensive in den ersten 80 Minuten sicher. „Ich glaube, es gab gefühlt kein Spiel, was so sehr nach einem 0:0 aussah. Ich glaube, dass keine Mannschaft irgendwie die Oberhand hatte, irgendwie Großchancen hatte“, meinte darum auch Schwäbe nach dem Spiel durchaus zurecht.

Individueller Fehler und Standardschwäche

Dann sorgte aber wie schon öfter in den vergangenen Partien ein individueller Fehler der Kölner für die Wende im Spiel. Rav van den Berg verschätzte sich als letzter Mann bei einem langen Ball und spielte diesen darum deutlich sichtbar mit dem Arm. Schiedsrichter Christian Dingert sah darin die Verhinderung einer klaren Torchance, da seiner Einschätzung nach sonst Livan Burcu frei durch gewesen wäre. Ein richtige Entscheidung, die aber vielleicht der ein oder andere Schiedsrichter auch anders bewertet hätte. „Ich habe ehrlicherweise nicht die gleiche Wahrnehmung gehabt“, widersprach etwa Kessler der Einschätzung des Schiedsrichters, dass Livan Burcu alleine aufs Tor zugelaufen wäre, ohne dass noch ein Kölner hätte eingreifen können. Trotzdem können sich die Kölner über die Entscheidung nicht beschweren.

Selbst in Unterzahl hätten die Geißböcke jedoch zumindest das Unentschieden halten können. Wenn nicht die nächste Schwäche erneut aufgetreten wäre, die dem FC zuletzt gekostet hat: die Probleme bei Standards. Denn erneut kassierten die Kölner ein Gegentor nach einer Ecke. So fehlte den Domstädtern die letzte Konsequenz beim Tor von Andras Schäfer. „Wir klären den Ball, aber nicht zur Seite, sondern genau in die Mitte. Er trifft ihn ja nicht mal richtig oder lässt ihn einfach ein bisschen abrutschen. Aber da stehen zwei Mann von uns, das muss nach außen geklärt werden. Am besten zum Einwurf oder auf die Tribüne und dann nehmen wir hier einen Punkt mit“, so Dominique Heintz. Ein Problem, dass die Geißböcke einfach nicht abgestellt bekommen.

Union-Niederlage als Spiegelbild

Daher war die Niederlage am Ende wie ein Spiegelbild der Probleme in der Kölner Sieglos-Serie. Der Einsatz stimmt, die Probleme bleiben aber mit den Schwierigkeiten im Spielaufbau, den individuellen Aussetzern und der Standardschwäche die selben. Dabei gibt es viele Kleinigkeiten, die im Moment gegen den FC laufen. So wäre beim guten Saisonstart eine der Chancen aus der ersten Hälfte vielleicht reingegangen oder die Rote Karte nicht gegeben worden. Im Moment laufen die Dinge aber in entscheidenden Momenten und in engen Partien wie jetzt gegen Union gegen die Geißböcke. Und die Schwächen bekommen sie gleichzeitig nicht in den Griff.

Dafür ist es vielleicht ganz gut, dass jetzt erstmal Winterpause ist. „Ich glaube eine Pause ist immer so, dass man sagt, man kann sich noch mal resetten, man kann noch mal auf gewisse Dinge eingehen. Natürlich tut uns so ein Trainingslager dann in der Phase vielleicht auch gut“, meinte Schwäbe. Und im Trainingslager kann Kwasniok mit seiner Mannschaft nochmal gezielter an den Problemen arbeiten – damit die FC-Fans im wichtigen, ersten Spiel im neuen Jahr gegen den 1. FC Heidenheim nicht erneut ein Déjà-vu erleben.


Eine Fünf, aber auch Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Eric Martel im Duell gegen Union Berlin
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Eine Fünf, aber auch Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Lange strahlten die Kölner gegen die Eisernen eine beeindruckende Dominanz aus, wirklich gefährlich wurde der FC aber im Heimspiel nur selten. In der Schlussphase geriet Köln zunehmend in Gefahr. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin.

Lange deutete es auf eine torlose Begegnung der Geißböcke gegen Steffen Baumgarts Köpenicker hin. Doch der FC schwächte sich selbst und fand in der Offensive zu wenig statt. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin.

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Schwäbe überzeugt, die Defensive nicht immer

Marvin Schwäbe, Einzelkritik 2

Marvin Schwäbe

Sammelte im ersten Abschnitt Ballkontakte eigentlich nur im Spielaufbau. War nach einer guten Stunde beim Kopfball von Querfeld hellwach, um dann gegen den Versuch von Schäfer chancenlos zu sein.


Dominique Heintz, Einzelkritik 2-

Dominique Heintz

Stand wieder in der Anfangsformation. Gewohnt routiniert, stark gegen Jeong im Tackling und sogar eine Eins-gegen-eins-Situation in der eigenen Hälfte. Schlug zu Beginn des zweiten Abschnitts auch eine Flanke, die aber keinen Abnehmer fand. Hatte insgesamt wenig in der Defensive zu tun. Gewann starke 80 Prozent seiner Zweikämpfe.


Eric Martel

Spielte wieder auf der Sechs und das auch sehr solide. Gewann immerhin 72 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 90 Prozent der Pässe zum Mitspieler. Wirkte aber gerade bei seinen Klärversuchen nicht immer sicher. Hatte in der Schlussphase Glück, dass eine Abwehraktion nicht zu großen Handspieldiskussionen führte.


Rav van den Berg Einzelkritik 4-

Rav van den Berg

Solide im Zweikampf und Stellungsspiel. Kam auf die meisten Ballkontakte und spielte dafür eine starke Passquote von 98 Prozent. Abenteuerlich als er ein Zuspiel von Schwäbe verträumte, dann aber selbst ausbadete. Um nur wenige Minuten später die Rote Karte zu sehen.


Kristoffer Lund, Einzelkritik 5

Kristoffer Lund

Wirkte in der Anfangsphase nach wie vor nicht immer sattelfest. Hier ein Abspiel-, da ein Stockfehler. Fing sich zwischenzeitlich, gerade im Defensivverhalten. War dennoch ein Unsicherheitsfaktor und beim Gegentor heftig mit in der Verlosung.


Isak Johannesson, Einzelkritik 4+

Isak Johannesson

War gerade zu Beginn immer mal wieder in Offensivaktionen eingebunden. Wohl auch, weil er auf einer Art Zehn agierte. Sein Steckpass auf Kaminski hätte ein Tor verdient gehabt. Seine Leistung nahm im Laufe des Spiels merklich ab.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Zu wenig Gefahr in der Offensive

Tom Krauß vom 1. FC Köln Einzelkritik Note 3

Tom Krauß

Fügte sich im Zentrum direkt einmal mit einem starken und wichtigen Tackling gegen Burke ein. Das gab offenbar Selbstvertrauen. Krauß war der Motor im Zentrum, forderte die Bälle und trieb sie ins letzte Drittel. War aber nicht in allen Situationen glücklich. Machte nach 70 Minuten Platz für Denis Huseinbasic.


Sebastian Sebulonsen

Hatte es auf der rechten Seite mit dem schnellen Ansah und dem trickreichen Köhn zu tun, holte sich recht früh den gelben Karton ab. War dennoch in den Zweikämpfen kompakt. Brachte sich in die Offensive mit ein, unter anderem mit einer starken Flanke, die Kaminski nicht verwerten konnte. Auch seine Ablage auf Ache nach einer guten halben Stunde war gut.


Jakub Kaminski Einzelkritik 2

Jakub Kaminski

Fühlt sich in der offensiveren Rolle sichtbar wohler. Hatte schon in den ersten Minuten die ersten Abschlüsse. Probierte es aus 16 Metern, nach Ablage von Ache und nach Steckpass von Johannesson. War auch zu Beginn des zweiten Abschnitts Aktivposten. Baute aber merklich ab und ging in der Schlussphase vom Platz.


Jan Thielmann, Einzelkritik 3-

Jan Thielmann

Holte sich früh mit guten Aktionen Selbstvertrauen. Zeigte einmal mehr, dass er in der Offensive einfach besser aufgehoben ist. Ackerte, und mühte sich. Allerdings mit insgesamt doch zu wenig Ertrag.


Ragnar Ache

Kehrte für Marius Bülter in die Anfangsformation zurück. Ackerte gewohnt, zeigte die geforderte „Körperlichkeit“. War aber nicht immer vom Glück verfolgt, wie bei der Ablage von Sebulonsen, als er einen Schritt zu spät kam. Wurde nach einer knappen Stunde mit nur 16 Balkontakten ausgewechselt.


Marius Bülter Einzelkritik 4

Marius Bülter

Kam nach einer knappen Stunde für Ache. Sammelte in der guten halben Stunde ganze sieben Ballkontakte und diese hatten wenig bis gar keinen Einfluss auf die Begegnung.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.