Wird Raphael Obermair noch einmal zum Thema beim 1. FC Köln?

Raphael Obermair vom SC Paderborn
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Wird Raphael Obermair noch einmal zum Thema beim 1. FC Köln?

Im Sommer galt Raphael Obermair als Wunschkandidat von Lukas Kwasniok. Der Deal platzte bekanntlich. Doch nach wie vor hat der FC dort seine Baustelle. Wird Raphael Obermair beim 1. FC Köln wieder zum Thema?

Der Transfer schien schon auf der Zielgeraden. Er platzte kurz vor Toresschluss. Zwar besserten die Geißböcke nach, doch so richtig glücklich ist man beim FC wohl noch nicht. Wird Raphael Obermair beim 1. FC Köln wieder zum Thema?

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Nach dem fulminanten Saisonauftakt der Geißböcke wurde Thomas Kessler von den Fans, aber auch von Experten über den grünen Klee gelobt. Kein Wunder, der Sportdirektor ist hauptverantwortlich für den großen Umbruch bei den Geißböcken. Und der zeigt sich beeindruckend in der Tabelle. Doch nicht alle Transfers sind im Sommer gelungen. So haben die Kölner offenbar ein Wunschziel von Lukas Kwasniok nicht umsetzen können. Der Trainer hätte zu gerne seinen verlängerten Arm aus Paderborner Zeiten mit nach Köln gebracht. Doch Raphael Obermair wurde die Freigabe nicht erteilt. Der SCP wollte den verdienten Spieler weiter behalten. Nun tauchen neue Spekulationen über ein mögliches Aufleben des Transferplans auf. Die „Bild“ bringt den Namen wieder ins Spiel.

„Vielleicht bin ich in gewisser Weise sauer“

Im Sommer hatten sowohl Lukas Kwasniok als auch der Spieler ihr Unverständnis oder ihren Frust geäußert. Der Kölner Coach betonte, dass man Obermair die Chance auf die Bundesliga nicht verwehren sollte. „Die Enttäuschung ist ganz klar da. Vielleicht bin ich auch in gewisser Weise sauer. Aber es hilft nichts“, sagte der Akteur selbst im Spätsommer der „Neuen Westfälischen“. „Ich mache weiter, um vielleicht noch einmal die Chance zu bekommen.“ Köln wollte Obermair, der Mittelfeldspieler wollte Bundesliga. Und aktuell hat sich an der Situation vor einer gewünschten Verpflichtung des 29-Jährigen nicht viel verändert. Der FC wollte sich damals auf der rechten Seite verstärken, vielleicht auch, weil bei Kwasniok möglicherweise die ersten Zweifel an Jusuf Gazibegovic in seinem System reiften.

Der Bosnier kommt unter dem Trainer bekanntlich nicht zum Zug, spielt keine Rolle, hat erst einmal und dann für 22 Minuten gespielt. Dem Vernehmen nach sucht Gazibegovics Seite bereits einen Abnehmer, eine neue fußballerische Heimat. Zumal der Außenverteidiger doch noch irgendwie auf den WM-Zug aufspringen will. Die verpflichtete Alternative zu Obermair ist aber ebenfalls noch nicht eingeschlagen. Alessio Castro-Montes, den Kwasniok im Training als Mischung aus Neymar und Lionel Messi gesehen hat, kommt gerade einmal auf zwei Einsätze. Die große Verstärkung ist der Belgier noch nicht. Und so ist der Name Raphael Obermair wohl alles andere als abwegig.

Lässt der SC Paderborn den Spieler überhaupt ziehen?

Allerdings betonte Kwasniok auch mehrfach, dass es die beiden weiteren verpflichteten Schienenspieler Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund gut machen würden. Zuletzt saß der Norweger zwar zu Spielbeginn auf der Bank und Jakub Kaminski spielte positionsfremd auf der defensiven Schiene. Allerdings eher, weil der Kölner Trainer auf seinen „besten Spieler“ nicht verzichten will und mit Spielern Said El Mala oder Linton Maina gleich mehrere Alternativen zu Kaminski in der Offensive hat. So oder so haben Sebulonsen und Lund die Nase vorne, Castro-Montes dürfte aber auch seine Einsatzzeit bekommen. Für einen schnellen Abschied des Belgiers gibt es aktuell keine konkreten Anzeichen. Dennoch würde eventuell ein Kaderplatz beim FC durch den möglichen Abgang von Gazibegovic frei werden.

Dann spielt aber auch der SC Paderborn weiterhin eine Rolle. Obermair ist bei den Ostwestfalen absolut gesetzt, Stammspieler und Leistungsträger. Er gilt nicht umsonst als einer der besten Mittelfeldspieler der Liga. Der SCP arbeitet weiterhin am Unternehmen Aufstieg. Dieses Jahr soll der Sprung ins Oberhaus unbedingt gelingen. Dass Paderborn einen Leistungsträger ziehen lässt, ist eher unwahrscheinlich. „Raphael ist auf seiner Position der beste Spieler der Liga und hat noch fünf, sechs Jahre vor sich. Ich wünsche ihm natürlich, dass er noch in die Bundesliga kommt, aber wir mussten das Klubinteresse in den Vordergrund stellen“, sagte SCP-Sportchef Sebastian Lange der „NW“ im September. „Für ihn persönlich tut es mir leid. Ich habe in diesen vier, fünf Wochen – so lange lief das Ganze – viele Gespräche mit ihm und seinem Berater geführt. Ich schätze Raphael Obermair sehr, er ist ein feiner Mensch. Aber als Verantwortlicher muss ich den Klub an erste Stelle setzen.“ 

Und das dürfte auch aktuell noch das Credo sein. Sollten die Ostwestfalen allerdings einen adäquaten Ersatz finden, könnte das Thema doch noch einmal heiß werden. Denn dem Vernehmen nach soll ein Grund für den geplatzten Deal im Sommer auch die unterschiedlichen Vorstellungen einer Ablöse gewesen sein. Da Obermair nur noch Vertrag bis zum kommenden Sommer hat, dürfte die sich ein wenig verändert haben.


Transfers im Winter? Muss der 1. FC Köln an Stellschrauben drehen?

Thomas Kessler treibt die Kaderplanung voran
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Transfers im Winter? Muss der 1. FC Köln an Stellschrauben drehen?

Zwölf Spieler hat Thomas Kessler im Sommer beim FC für die Profis verpflichtet. Und lag bei dem Großteil auch offenbar goldrichtig. Dennoch gibt es durchaus Möglichkeiten, noch einmal nachzubessern. Doch: Muss der 1. FC Köln im Winter nochmal nachlegen?

Auf der Mitgliederversammlung im September deuteten die Kölner Verantwortlichen an, dass es wirtschaftlich durchaus die Option gäbe, im Winter nachzubessern. Nötig würde das aber wohl nur, wenn es die sportliche Situation erzwingen würde. Das ist zwar nicht unbedingt der Fall, aber dennoch möglich. Muss der 1. FC Köln im Winter nochmal nachlegen?

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Knapp elf Wochen ist das Sommer-Transferfenster in Deutschland nun geschlossen, da kündigt sich das nächste bereits an. Die ersten Gerüchte machen schon die Runde. Auch bei den Geißböcken. Dabei ist noch gar nicht so richtig klar, auf welchen Positionen die Kölner eigentlich nachbessern wollen. Es deutet sich durchaus an, dass die ein oder andere Stellschraube nachjustiert werden soll. Vor allem in der Innenverteidigung tut sich eine doch größere Lücke im Personal auf. Nach der schweren Verletzung von Timo Hübers wurde der etatmäßige Sechser Eric Martel in die letzte Reihe zurückbeordert. Auch die eigentlich positionsfremden Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen halfen schon in der Dreierkette aus, Tom Krauß wurde zu Saisonbeginn als Innenverteidiger ausprobiert.

Wie reagiert der FC auf Hübers-Verletzung?

Mit der baldigen Rückkehr von Rav van den Berg entspannt sich die Situation zwar, sie ist aber weiterhin anfällig, gerade bei weiteren Verletzungen. Dabei stellt sich durchaus die Frage, wie der FC auf die Verletzung von Hübers im Winter reagieren will. Sollten die Kölner mit dem Abwehrspieler den Vertrag verlängern und zudem Elias Bakatukanda und Julian Pauli zurückholen, hätte der FC möglicherweise ein Überangebot. Allerdings ist ebenfalls noch nicht geklärt, wie es mit Dominique Heintz (Vertrag bis 2026) und Cenk Özkacar (Leihe mit Kaufoption) weitergeht. Denkbar wäre also auch eine kurzfristige Leihe, vielleicht tatsächlich nur für die Rückrunde. Der FC soll sich jedenfalls nach einem neuen Abwehrspieler umschauen.

Dann wäre der Bedarf im zentralen Mittelfeld ein eher überschaubarer. Nach wie vor halten sich die Gerüchte um Salih Özcan. Dass der Dortmunder aber im Winter zu einer Kölner Option wird, gilt als eher unwahrscheinlich. Denn eigentlich ist der FC auf der Sechs mit Spielern wie Martel, Denis Huseinbasic und Tom Krauß gut besetzt. Eigentlich, weil Martel eben in der hintersten Kette agiert und die Zukunft des ehemaligen Kapitäns der deutschen U21-Nationalmannschaft noch nicht geklärt ist. Der Vertrag des 23-Jährigen läuft bekanntlich im Sommer aus. Dem Vernehmen nach ist nach wie vor keine Entscheidung gefallen. Ein Wechsel im Winter würde dem FC zumindest ein wenig Geld in die Kassen spülen, wenn sich Martel gegen Köln entscheidet. Denkbar ist auch ein Verbleib bis zum Sommer und dann der ablösefreie Abschied, genauso aber auch nach wie vor eine Vertragsverlängerung.

Weitere Verstärkungen?

In den Sozialen Medien wird von den Fans zunehmend auch ein Stoßstürmer gefordert. Das scheint aktuell aber eher unwahrscheinlich. Mit Ragnar Ache und Marius Bülter hat der FC zwei physisch starke Stürmer, die in vorderster Front spielen. Allerdings war das Spiel der Geißböcke bislang eher selten auf klassische Mittelstürmer zugeschnitten. Ob der FC auf mögliche Abgänge reagiert, wird sich ebenfalls zeigen. Es scheint wohl ziemlich sicher, dass Jusuf Gazibegovic den Verein verlassen will. Der Rechtsverteidiger wird auch einen Markt haben. Dadurch würde ein Kaderplatz frei. Doch den werden die Kölner nicht zwingend für einen rechten Abwehrspieler benötigen. Denn eigentlich hatte Lukas Kwasniok erklärt, dass „Gazi“ im Moment hinten dran sei, weil es mit Alessio Castro-Montes einen potenziellen Ersatz gäbe. Allerdings ist auch nicht geklärt, wie es mit dem Belgier weitergeht.

Diese (mindestens) fünf Profis des 1. FC Köln dürfen sich Hoffnungen auf die WM machen

FC-Spieler jubeln nach einem Tor
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Diese (mindestens) fünf Profis des 1. FC Köln dürfen sich Hoffnungen auf die WM machen

Mit dem Achtungserfolg gegen die Niederlandehat Jakub Kaminski mit Polen einen großen Schritt Richtung WM-Playoffs gemacht. Auch Isak Johannesson will dieses Ziel mit Island erreichen. Und dann gibt es da noch weitere Hoffnungen. Diese Profis des 1. FC Köln hoffen noch auf die WM

Für Jakub Kaminski und Isak Johannesson sieht es aktuell nach Playoff-Turnier um das WM-Ticket aus. Said El Mala hofft erst einmal auf sein Debüt. Aber es gibt noch weitere Spieler, die das Ticket lösen wollen. Diese Profis des 1. FC Köln hoffen noch auf die WM.

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Jakub Kaminski: Mit seinem Treffer gegen die Niederlande flammte sogar die Hoffnung auf das direkte WM-Ticket für den FC-Profi auf. Mit einem Erfolg über die Elftal wäre Polen punktgleich gewesen, allerdings mit einem deutlich besseren Torverhältnis. Selbst bei einem Sieg wäre die Mannschaft um Superstar Robert Lewandowski also auf Schützenhilfe aus Litauen angewiesen und hätte selbst gegen Malta gewinnen müssen. So läuft aktuell so ziemlich alles auf die Playoffs hinaus. Dort hat Polen sicherlich nicht die schlechtesten Chancen. Allerdings könnte es dort auch sehr unangenehme Gegner geben. Italien wird beispielsweise ebenfalls Playoffs spielen – und die DFB-Auswahl ist bekanntlich ebenfalls noch nicht durch. Kaminski wäre bei einer Quali als Stammspieler sicher gesetzt.

Kommt es zum FC-Finale um die WM?

Isak Johannesson: Theoretisch kann es auch zum Duell der FC-Profis kommen. Denn auch Island befindet sich auf Playoff-Kurs. Allerdings steht den Nordlichtern noch eine besonders schwere Aufgabe bevor. Am Sonntag kommt es zum Endspiel um das Playoff-Ticket in der Begegnung gegen die Ukraine. Die Partie wird in Warschau ausgetragen. Aktuell sind die Teams punktgleich. Sollte sich Island dann auch in den Playoffs durchsetzen, würde Johannesson ziemlich sicher in den Genuss seiner ersten WM kommen. Der Mittelfeldmann ist bei Island Stammspieler und Leistungsträger.

Said El Mala: Die DFB-Auswahl steht kurz vor dem direkten WM-Ticket. Dazu muss die Mannschaft von Julian Nagelsmann am Montag gegen die Slowakei mindestens Remis spielen. Ob der Offensivspieler dann aber auch persönlich das WM-Ticket löst, muss sich erst noch zeigen. Der Weg in die USA, nach Mexiko und nach Kanada ist für den 19-Jährigen zumindest noch sehr lang. Bislang wurde El Mala erst einmal für die Nationalmannschaft nominiert und das unter der Vorgabe eines Kennenlernens, eines Reinschnupperns. Eine Tendenz ist daher noch nicht abzugeben.

Rückkehr ins Nationalteam?

Kristoffer Lund: Die US-Boys sind als Gastgeber natürlich schon qualifiziert. Eine mühsame Qualifikation müssen die Vereinigten Staaten also nicht mehr spielen. Allerdings steht vor Lund dennoch eine hohe, aber nicht unüberbrückbare Hürde. Aktuell gehört der Schienenspieler nicht zum Kader von Mauricio Pochettino. Das heißt aber nicht, dass der gebürtige Däne aber keine Chance haben wird. im Gegenteil: Sollte Lund beim FC weiter solide Leistungen abrufen (abgesehen vom Pechvogel-Auftritt im Derby), ist eine Nominierung für die WM alles andere als ausgeschlossen.

Sebastian Sebulonsen: Norwegen ist etwas überraschend auf dem besten Weg, direkt die WM-Quali perfekt zu machen. Dem Team um Superstar Erling Haaland führt die Tabelle drei Punkte vor Italien vor dem letzten Spieltag an. Eigentlich wäre es eine besondere Dramatik, dass die beiden Teams direkt aufeinandertreffen. Allerdings müsste Italien die Begegnung schon mit neun Toren Unterschied gewinnen. Selbst bei einem Sieg liegt vor Sebulonsen aber ebenfalls noch ein weiter Weg. Der Schienenspieler hat erst in der vergangenen Länderspielpause sein Debüt gefeiert, als Nachrückker. Dieses Mal ist er nicht nominiert worden. Die WM ist dennoch eine Option.

Überraschungen möglich?

Schwerer Stand: Cenk Özkacar spielte ebenfalls schon für die türkische Nationalmannschaft. Aktuell gehört Özkacar nicht zum Kader und ist wohl in seiner aktuellen Leistungskurve keine Option. Der Weg zurück ins Team ist ein weiter. Auch wenn die Türkei noch alle Chancen für eine WM-Teilnahme hat. Denis Huseinbasic und Jusuf Gazibegovic sind ebenfalls aktuell kein Thema beim bosnischen Unterfangen WM-Teilnahme. Und aktuell erhalten beide auch nicht die vielen Möglichkeiten, am Nationalteam-Status etwas zu ändern.

Mögliche Überraschungen: Springt noch ein Spieler auf den WM-Zug? Florian Kainz steht aktuell auf der Nachrück-Liste von Ralf Rangnick für Österreich. Ob das aber die Chancen auf die WM erhöht, ist fraglich. Ein Kandidat wäre eventuell Rav van den Berg, wenn der Innenverteidiger nach seiner Rückkehr noch einmal so richtig aufdreht. Auch Eric Martel wäre grundsätzlich ein Kandidat, der früher oder später das Zeug zum Nationalspieler hat. Aktuell wohl eher später. Denn das Zentrum ist in der DFB-Auswahl schon stark besetzt. Ein Hot Take wäre dann vielleicht sogar Joel Schmied, der sich beim FC durchaus in eine gute Position gespielt hat.

Said El Mala auf großen Spuren: Torjäger, Debütanten und Weltmeister des 1. FC Köln

Pierre Littbarski feierte als Spieler des 1. FC Köln den WM-Titel
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Said El Mala auf großen Spuren: Torjäger, Debütanten und Weltmeister des 1. FC Köln

Mit dem Duell gegen Luxemburg könnte Said El Mala sein Debüt in der Deutschen Nationalmannschaft feiern. Es ist der erste Kölner seit sechs Jahren, der 44. insgesamt. Darunter sind zahlreiche Legenden. Das sind die deutschen Nationalspieler des 1. FC Köln.

Der Hype ist riesig, vielleicht weil die Sehnsucht groß ist. Der FC hat wieder einen Kicker im DFB-Dress. Das sind die deutschen Nationalspieler des 1. FC Köln.

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Für Said El Mala dürfte am Abend ein Traum in Erfüllung gehen, wenn der 19-Jährige denn tatsächlich erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft auflaufen sollte. Zumindest eine Art Genugtuung – vor einigen Jahren noch drauf und dran, die Profi-Fußballer-Idee zu beerdigen, nun für die DFB-Elf das WM-Ticket lösen. Und auch in Köln freut man sich natürlich über den Nationalspieler, denn seit sechs Jahren lief kein FC-Profi mehr für die DFB-Auswahl auf. Zuletzt vor ziemlich genau sechs Jahren Jonas Hector. Der Linksverteidiger spielte im November 2019 das letzte Mal für die DFB-Auswahl. Und der November war für de heute 35-Jährigen zwei Mal besonders in der Nationalmannschafts-Karriere. Im November 2015 erlebte er die Anschläge in Paris hautnah im Stade de France mit, nahezu ein Jahr zuvor gab der Ex-Kapitän sein Debüt gegen Gibraltar, damals als Innenverteidiger (4:0).

Zahlreiche Welt- und Europameister

Hector kam somit erst wenige Monate nach dem WM-Titel in Brasilien zur Nationalmannschaft. Mit dabei waren aber andere Spieler, die dem FC doch sehr verbunden sind. Ron-Robert Zieler, die heutige Nummer zwei und ehemalige Juniorenspieler der Geißböcke, sowie Lukas Podolski, der damals aber bei Arsenal unter Vertrag stand. Podolski lief natürlich auch als FC-Spieler für Deutschland auf, feierte als solcher auch sein Debüt und ist gemeinsam mit Karl-Heinz Schnellinger der jüngste Nationalspieler Kölns. Beide Akteure waren bei ihrem Debüt 19 Jahre und zwei Tage alt. Podolski lief insgesamt 130 Mal für die DFB-Auswahl auf, erzielte dabei 49 Tore, 26 davon als FC-Profi. Er ist damit der Spieler, der als Geißbock die meisten Tore für die Nationalmannschaft erzielte. Ein gutes Omen für El Mala? Gegen Luxemburg war die Kölner Ikone 2006 doppelt erfolgreich.

Natürlich gibt es auch Spieler, die als FC-Akteure Welt- und/oder Europameister geworden sind. 1990 waren das Bodo Illgner, Pierre Littbarski, Thomas Häßler und Paul Steiner. Wobei Häßler in jenem Sommer zu Juventus Turin wechselte und Steiner bei der WM gar nicht erst zum Einsatz kam. 1974 spielten Wolfgang Overath, Heinz Flohe und Bernd Cullmann mit, 1954 waren es Hans Schäfer und Paul Mebus. Europameister wurden ebenfalls Cullmann, Harald Schumacher, Herbert Zimmermann, Bernd Schuster (alle 1980) und Hannes Löhr (1972). Die meisten Länderspiele als FC-Spieler absolvierte Overath (81). Die erste Berufung erhielt Jupp Röhrig (1950). El Mala kann am Freitagabend also den nächsten Meilenstein seiner Karriere gehen. Er wäre der 44. Nationalspieler des 1. FC Köln.

Fans des 1. FC Köln uneinig: Zu früh, oder genau richtig? Said El Mala steht vor seinem DFB-Debüt

Said El Mala im DFB-Trikot
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Fans des 1. FC Köln uneinig: Zu früh, oder genau richtig? Said El Mala steht vor seinem DFB-Debüt

Für Said El Mala steht am Abend möglicherweise die Premiere im Trikot der DFB-Elf an. Es wäre der erste FC-Nationalspieler seit Jonas Hector. Und dennoch gibt es weiterhin Diskussionen bei den Fans des 1. FC Köln: Kommt ein Einsatz von Said El Mala bei der DFB-Elf zu früh?

Mit 19-Jahren und gerade einmal zehn Bundesliga-Spielen kann sich der Youngster heute Abend vielleicht auf internationalem Parkett zeigen. Die Reaktionen auf seine Berufung durch Julian Nagelsmann sind zwiegepalten bei den Anhängern des 1. FC Köln: Kommt ein Einsatz von Said El Mala bei der DFB-Elf zu früh?

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Dass Said El Mala in einem neuen Umfeld keine große Eingewöhnungszeit braucht, hat er schon mehrfach bewiesen. Rein nach der Anzeigetafel beim 1. FC Köln zum Beispiel als er in seinem zweiten Liga-Spiel bereits sein Premieren-Tor in der höchsten deutschen Spielklasse erzielte. Bei seinem zweiten Auftritt für die deutsche U19-Nationalmannschaft war er gegen England ebenfalls zwei Mal erfolgreich und spielte nur ein knappes Jahr später ein starkes EM-Turnier, in dem er mit vier Toren und drei Vorlagen zum Topscorer wurde. Nun befindet sich der 19-Jährige seit fünf Tagen bei der deutschen A-Nationalmannschaft und die Chancen stehen nicht schlecht, dass der Kölner dort bereits am Abend sein Debüt geben wird. Und möglicherweise wäre angesichts der erfolgreichen zweiten Spiele eine weitere Begegnung am kommenden Montag für den Youngster ebenfalls nicht schlecht.

Erste Berufung mit 19 Jahren

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Erwartungen zuletzt ein wenig gebremst, erklärte, dass El Mala erst einmal mit trainieren, sich zeigen solle. Für den Offensivspieler ist die Nominierung in erster Linie schon einmal eine Ehre. „Ich bin sehr, sehr glücklich darüber, dass ich für die A-Nationalmannschaft nominiert wurde. Das ist eine tolle Belohnung für die harte Arbeit und ich bin stolz darauf, Köln im Nationaltrikot zu repräsentieren“, sagte El Mala nach der Nominierung. Von außen wird die Berufung nicht komplett gefeiert. Es gibt durchaus auch unter den FC-Fans kritische Stimmen. Ein wenig steht dort die Frage im Raum, ob die Nominierung eher Fluch oder Segen für den Youngster sei. Die Sorge, El Mala könne verheizt werden, die Berufung käme zu früh, wurde in zahlreichen Kommentaren genannt.

Rein sportlich gibt es aus Sicht des Youngsters wohl nur wenig Gründe, die gegen eine Nominierung sprechen. El Mala kann sich nach nur zehn Bundesliga-Spielen auf internationalen Parkett beweisen. Das ist früh, aber nicht außergewöhnlich früh. Jonas Hector hatte beispielsweise elf Bundesliga-Spiele auf dem Buckel, als er erstmals nominiert wurde. Allerdings hatte der Linksverteidiger damals schon ordentlich Erfahrung in Liga zwei gesammelt. Lukas Sinkiewicz hatte sogar erst sieben Bundesliga-Spiele absolviert. Auch Wolfgang Overath hatte erst fünf Bundesliga-Spiele in den Beinen, allerdings der gerade erst eingeführten Liga geschuldet. Dennoch war auch Overath 19 Jahre alt, so gerade, einen Tag nach seinem Debüt wurde das Kölner Idol 20.

Beflügelnde Wirkung?

Für Experten wie Lothar Matthäus sei eine Nominierung ohnehin nicht die Frage nach dem Alter oder den Einsätzen, vielmehr sei die Frage, ob ein Spieler gut genug sei. Und Julian Nagelsmann deutete an, dass El Mala durchaus etwas mitbringe, was die Nationalmannschaft gut gebrauchen könne. Am Donnerstagabend erklärte der Bundestrainer, dass es El Mala im Training bislang auch gut gemacht habe und dass sich der Youngster möglicherweise zeigen dürfe. Während also die Kölner Mannschaftskollegen im Kurzurlaub weilen, hat der 19-Jährige die Chance auf sein Länderspiel-Debüt in der A-Nationalmannschaft. Zwar ist die Belastung bei dem Youngster damit natürlich höher, wäre El Mala nicht von Nagelsmann nominiert worden, hätte er wohl bei bei der deutschen U21 gespielt und wohl auch mehr Einsatzzeit erhalten.

Sollte der 19-Jährige tatsächlich seine Einsatzzeit erhalten, könnten die Minuten sicherlich auch eine beflügelnde Wirkung haben. Dennoch bleibt natürlich das Thema „Hype“ um El Mala. Der würde durch eine mögliche Spielzeit und dann auch noch einen guten Auftritt nicht weniger werden. Im Gegenteil. Doch der Youngster geht mit dem bisherigen Rummel nach wie vor gut um und wird von den Kölner Verantwortlichen auch nur dosiert in Medien-Termine eingesetzt. Bislang scheint der Wirbel den Spieler nicht großartig zu beeinflussen. Denn eine der größten Stärken des Youngsters ist wohl die Unbekümmertheit. Und die hat schon eine andere FC-Ikone ganz groß gemacht.

„Das sind Dinge, die ich auch wahrnehmen will“: Nagelsmann stellt Said El Mala DFB-Debüt in Aussicht

Said El Mala könnte sein Debüt feiern
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„Das sind Dinge, die ich auch wahrnehmen will“: Nagelsmann stellt Said El Mala DFB-Debüt in Aussicht

Kommt Said El Mala tatsächlich am Freitag zu seinem Länderspiel-Debüt? Das scheint durchaus möglich für den Offensivspieler des 1. FC Köln: Julian Nagelsmann stellt El Mala Debüt in Aussicht.

Sechs Jahre nach dem letzten Spiel von Jonas Hector könnte es also einen weiteren Einsatz in der A-Mannschaft geben für einen Spieler des 1. FC Köln: Julian Nagelsmann stellt El Mala Debüt in Aussicht.

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Fast auf die Woche genau könnte es sechs Jahre nach dem letzten Einsatz eines Kölners im Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft das nächste geben. Said El Mala könnte am Freitagabend sein Debüt in der DFB-Auswahl im Duell gegen Luxemburg feiern. Der Kölner Youngster hat sich genauso wie Assan Ouédraogo im Training bewiesen. „Sie sollen nicht wie die großen Zampanos daher kommen, sondern Gas geben“, sagte Julian Nagelsmann am Donnerstagabend auf der Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft. „Das machen beide und haben es auch gut gemacht. Und vielleicht kriegen sie auch beide ihre Chance. Da haben wir uns aber noch nicht entschieden, weil wir schon auch noch den Spielverlauf abwarten müssen. Aber sie machen beide einen guten Eindruck.“

„Sie machen es beide gut“

Schon zu Beginn der Woche hatte Nagelsmann die Beweggründe für die frühe Nominierung des Kölner Shootingstars erklärt. Der Bundestrainer betonte, dass es erst einmal darum ginge, dass El Mala im Training mit mache. Eine Überraschung zum Anpfiff wird es aber wohl nicht geben. „In der Startelf sehen wir keinen der beiden. Sie machen es beide gut“, so Nagelsmann. „Vom Scouting weißt du ja, welche Stärken und welche Schwächen sie noch haben. Das ist dann im Training auch meist eine Bestätigung. Dann siehst du ein paar Dinge, die dich überraschen oder nicht überraschen.“ Der 38-Jährige sagte aber auch, dass er schauen wolle, wie sich die Spieler verhalten würden. „Weil ich, wenn wir für uns ein Turnier qualifizieren, auch eine Entscheidung treffen muss, dass wir ein Gefüge haben, das gut zueinander passt.“

Und El Mala scheint einen ganz guten Eindruck hinterlassen zu haben. Zumindest plauderte der Bundestrainer aus dem Nähkästchen und erzählte, wie El Mala dem ankommenden Ouédraogo das Hotel zeigte. „Das war ganz goldig von ihm und das sind die Dinge, die ich auch wahrnehmen will“, sagte Nagelsmann. Ob es zum Debüt reicht, wird der Spielverlauf zeigen.

Abgang oder Durchbeißen: Wie geht es weiter mit Linton Maina beim 1. FC Köln?

Linton Maina dürfte mit der Rolle beim 1. FC Köln unzufrieden sein
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Abgang oder Durchbeißen: Wie geht es weiter mit Linton Maina beim 1. FC Köln?

In der vergangenen Spielzeit war er noch der absolute Topscorer und ganz Köln wünschte sich die Vertragsverlängerung. Die gab es. Aktuell ist Maina eher der Joker und damit werden Wechselgerüchte angeheizt. Bleibt Linton Maina beim 1. FC Köln?

In der vergangenen Spielzeit stand hinter dem 26-Jährigen ein ganz besonders dickes Fragezeichen. Es gab Transfergerüchte, Spekulationen über Wechsel-Gedanken. Pünktlich zum Aufstieg überraschte der Topscorer der Vorsaison mit einer längst unterschriebenen Vertragsverlängerung. Doch so richtig gut läuft es für ihn in dieser Spielzeit nicht. Bleibt Linton Maina beim 1. FC Köln?

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Wenn Lukas Kwasniok von Linton Maina spricht, dann sind es meistens sehr lobende, warme, fast schon schwärmende Worte. Der Trainer bezeichnet den Spieler als „warm“, „herzlich“ und „feinen Menschen“, nennt ihn auf dem Feld aber auch eine Waffe. Nur bleibt die Waffe stumpf, wenn sie auf der Bank sitzt. Deswegen betonte Kwasniok, dass er aus Maina „das letzte Quäntchen“ herausquetschen wolle und das wiederum auch schon mal mit der Nicht-Berücksichtigung. In der Liga stehen in dieser Saison erst zwei Startelf-Einsätze, keine 300 Spielminuten zu Buche. Wohlgemerkt von dem Spieler, der in der vergangenen Spielzeit mit elf Assists und drei Toren der Topscorer der Geißböcke war. Die aktuelle Saison dürfte sich der Flügelspieler ganz anders vorgestellt haben als er im Frühling seine Vertragsverlängerung beim FC unterschrieben hat.

„Wenn man sich wohlfühlt, ist das das Wichtigste“

Tatsächlich war Maina gegen Ende der vergangenen Spielzeit heiß begehrt. Es soll Angebote aus dem In- und Ausland gegeben haben. „Es gab einige andere Angebote, darunter auch lukrativere und bessere. Es war dennoch schnell klar für mich, dass ich in Köln bleibe“, sagte Maina im Interview mit come-on-fc.com im Trainingslager in Bad Waltersdorf. Gespräche habe es schon sehr früh gegeben, so der gebürtige Berliner. „Ich war sehr froh, dass das alles so geklappt hat. Wenn man sich wohlfühlt, ist das das Wichtigste.“ Die Frage ist natürlich, wie wohl sich Maina aktuell beim FC fühlt. Im FC-Podcast von Radio Köln, erklärte der 26-Jährige, dass die Situation in Köln für ihn gerade schwer sei. Allerdings fand der Offensivspieler auch lobende Worte für den Trainer.

Fakt ist, die Konkurrenz ist in der Mannschaft größer geworden. So groß, dass beispielsweise ein Youngster wie Said El Mala wohl hauptverantwortlich dafür ist, dass der von Kwasniok auserkorene beste Spieler der Mannschaft von seiner Stammposition auf der linken Außenbahn weichen muss. So spielte Jakub Kaminski zuletzt auf der rechten Defensivseite. Auch Florian Kainz, Marius Bülter und Jan Thielmann sind Spieler, die auf den Außen schon agiert haben oder dort zu Hause sind. „Ich sehe mich am liebsten links, habe aber auch oft schon rechts oder im Zentrum gespielt. Ich mag es, vorne meine Freiheit zu haben und trotzdem die Taktik nicht zu vergessen. Am Ende muss man sehen, was das Beste für die Mannschaft ist. Der Trainer wird das regeln“, sagte Maina im Sommer.

Es soll Interessenten geben

Aktuell ist der 26-Jährige in dieser Regelung ein Ergänzungsspieler. Und diese Rolle wird Maina nicht besonders gut schmecken. Zwangsläufig stellt sich die Frage, wo sich der Spieler weiterhin sieht. Und so wird bereits über einen Abschied in Köln spekuliert. Die „Bild“ berichtet, dass es Interessenten aus der Bundesliga und 2. Liga geben könnte. Doch das bedeutet nicht, dass Maina den Verein auch wirklich im Winter schon verlassen wird. Im Sommer waren die Ziele des damaligen Topscorers noch eindeutig: „Ich fühle mich hier sehr wohl, habe jeden Tag Spaß. Ich hoffe, dass ich noch lange hier spielen kann, vor allem in der ersten Liga und wir noch viele Erfolge zusammen feiern können“, sagte Maina. Doch die Vorzeichen haben sich ein wenig verschoben. 

Gerhard Struber spricht über das Aus beim 1. FC Köln: „Es war nicht immer schön anzusehen“

Gerhard Struber ist mit Bristol erfolgreich
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Gerhard Struber spricht über das Aus beim 1. FC Köln: „Es war nicht immer schön anzusehen“

Vor einem halben Jahr hat Gerhard Struber den FC verlassen müssen. Und das, obwohl die Geißböcke auf einem Aufstiegsplatz rangierten. Nun ist der Trainer in Bristol beschäftigt und fühlt sich wohl. Das sagt Gerhard Struber zum Aus beim 1. FC Köln.

Das Ende kam plötzlich und für den Österreicher war es eine Enttäuschung. Nun geht es in England weiter und wieder ist das Ziel der Aufstieg. Das sagt Gerhard Struber zum Aus beim 1. FC Köln.

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Vor etwa einem Jahr erlebte der FC eine kleine Zäsur. Gerhard Struber kehrte nach zehn Spieltagen in der 2. Bundesliga von der Viererkette, dem vogelwilden Offensivfußball und einigen vorzeitigen Personalentscheidungen ab. Der damalige Kölner Coach ließ deutlich defensiver spielen, nicht mehr so attraktiv und mit routinierteren Spielern. Ein halbes Jahr später war Schluss für den Österreicher. Als Tabellenzweiter musste der Trainer die Geißböcke verlassen. „Das Aus in Köln war natürlich nicht leicht. Aber gleichzeitig muss man nach vorne schauen, gut reflektieren und versuchen, die Dinge hinter sich zu lassen“, sagte Struber nun im Interview mit transfermarkt.de. „Im ersten Moment ging es für mich ehrlich gesagt in die Richtung, eine Pause zu machen. Weil ich das Fußballland England sehr schätze, war für mich aber klar: Kommt ein Verein, bei dem ich mit meiner Spielidee erfolgreich sein kann, würde ich das machen.“

Voller Fokus auf neue Aufgabe

Und das macht er nun in Bristol in der britischen Championship. Der Österreicher belegt aktuell Rang acht, allerdings auf Tuchfühlung mit den Aufstiegsrängen. „Als wir mit dem Training begonnen haben, hatte ich den 1. FC Köln komplett hinter mir gelassen und vollen Fokus auf diese neue Aufgabe“, sagt Struber. Dabei war der Abschied alles andere als schön. Nach dem 1:1 gegen Regensburg am 32. Spieltag waren die Tage des Trainers gezählt. „Es gibt überhaupt keinen Ärger mehr. Das hat schon ein bisschen Zeit gebraucht. Aber ich schaue inzwischen anders darauf zurück“, sagte Struber. „Natürlich wünscht man sich, erfolgreich zu sein und dass man alles so umsetzen kann, wie man es sich vorstellt. Aber das Jahr hat mir gutgetan, um mich persönlich zu entwickeln. Es ist immer eine Frage des Stils, wie man auseinandergeht und eine solche Situation beendet.“

Wie der Stil beim FC am Ende dieser Reise gewesen ist, will Struber nicht näher erläutern. „Ich möchte nicht auf Details eingehen. Es herrschte nach dem Abstieg so viel Dramatik beim 1. FC Köln, als die Mannschaft natürlich schwer enttäuscht war, dazu kam die Transfersperre“, so der Trainer. „Es herrschte keine gute Stimmung im und rund um den Club, als ich übernommen habe. Trotzdem lagen wir bis kurz vor Schluss auf Aufstiegskurs. Auf den Rest möchte ich, wie gesagt, gar nicht mehr groß eingehen. Das ist Vergangenheit.“ Dennoch sitzt der Stachel wohl noch tief. Immerhin hatte der Coach den Aufstieg direkt vor Augen. Das Mittel war das Ziel. „Es war nicht immer schön anzusehen, was wir gespielt haben. Aber wir waren am Ende trotzdem auf einem direkten Aufstiegsplatz. Es hat sich in den letzten Jahren in der 2. Liga kein Traditionsverein leichtgetan“, sagt der Österreicher.

Nun soll der Aufstieg in England gelingen. Dabei hat es wohl auch Anfragen aus Deutschland gegeben. Unter anderem von einem „Traditionsverein“. Es ist England geworden. Einfach wird das Thema Aufstieg bei der harten Konkurrenz auch nicht. Doch Struber fühlt sich wohl. Und Köln? Köln ist Vergangenheit.

Verträge, Verstärkung und Transfers: Für Thomas Kessler stehen zum Jahresende wohl einige Herausforderungen an

Thomas Kessler wirkt nachdenklich
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Verträge, Verstärkung und Transfers: Für Thomas Kessler stehen zum Jahresende wohl einige Herausforderungen an

Für seine Sommertransfers wurde er in höchsten Tönen gelobt. Kein Wunder, ein Großteil der Neuverpflichtungen schlug beeindruckend ein. Doch zum Ende des Jahres warten die nächsten Herausforderungen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler steht wohl vor einem arbeitsreichen Winter.

Zahlreiche Verträge laufen aus, Kaderentscheidungen sind zu treffen und zum Ende des Jahres ist wohl auch der ein oder andere Transfer geplant beim 1. FC Köln: Thomas Kessler steht wohl vor einem arbeitsreichen Winter.

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Möglicherweise verhinderte Karneval bei dem ein oder anderen FC-Spieler eine gesamte Woche „Kopf frei bekommen“ vor dem Endspurt Richtung Weihnachten. Dass Lukas Kwasniok seinen Spielern in der letzten Länderspielpause des Jahres noch einmal eine etwas längere Auszeit gönnt, ist nicht unbekannt. In der vergangenen Saison verabschiedete der Coach die Mannschaft des SC Paderborn für eine ganze Woche in den Kurzurlaub. Dieses Mal sind es immerhin noch fünf Tage. Und dann soll mit Vollgas der letzte Block in 2025 angegangen werden, mit dem Auftakt gegen Eintracht Frankfurt am Samstag in einer Woche. Auf dem Trainingsplatz ist es dieser Tage also ein wenig leiser. Auch für Thomas Kessler und Co. steht noch ein spannendes Jahresfinale auf dem Programm. Denn der Sportdirektor hat mit seinem Team sicherlich noch einige Punkte auf seiner To-do-Liste stehen.

Zahlreiche Verträge laufen aus

So laufen insgesamt zehn Verträge zum Ende der Saison aus. Und Kessler wird wohl nur ungerne mit Spielern mit auslaufendem Vertrag in die Rückrunde starten. Darunter befinden sich mit Tom Krauß, Cenk Özkacar, Kristoffer Lund und Jakub Kaminski vier Leihspieler. Für alle vier sollen die Kölner eine Kaufoption besitzen, beziehungsweise für Krauß eine Kaufpflicht. Die Vertragssituation um die Leihspieler ist also eine komfortable. Die FC-Verantwortlichen werden sicherlich die weitere Entwicklung der Akteure abwarten wollen. Bei Kaminski deutet allerdings schon jetzt sehr viel auf eine feste Verpflichtung hin. Die Ablöse soll dann bei rund fünf Millionen Euro liegen. Bei den weiteren Kandidaten ist die Ausgangslage wohl ein wenig komplizierter. Timo Hübers und Luca Kilian arbeiten hart an ihrem Comeback. Im vergangenen Winter verlängerte der FC den Kontrakt mit Kilian, einen Tag vor Weihnachten und kurz nach der Reruptur seines Kreuzbandes. Das ist mittlerweile bekanntlich wieder gerissen. Eine Rückkehr ist komplett offen.

Genauso, wie der FC in diesem Fall mit dem Vertrag des Abwehrspielers umgeht. Dass auch Timo Hübers eine Vertragsverlängerung angeboten bekommt, scheint wahrscheinlich. Der Innenverteidiger fällt ebenfalls lange aus. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Hübers in dieser Saison gar nicht mehr zum Einsatz kommt. Die weiteren Situationen sind ebenfalls nicht ohne. So laufen die Verträge von Florian Kainz und Dominique Heintz ebenfalls aus. Beide müssen sich mit ihrer neuen Rolle als Ergänzungsspieler zurecht finden. Dass beide auch in der Bundesliga noch mithalten können, haben sie in dieser Spielzeit bewiesen – auch von Beginn an. Dennoch ist bei beiden Akteuren nicht klar, wie es weitergeht und ob sie sich auch weiterhin beim FC sehen. Dazu sind beide Akteure sehr verdient in Köln. Kainz ist aktuell der Rekordspieler unter den aktiven, steht kurz vor seinem 200. Spiel, Heintz kommt immerhin auf 156 Einsätze für die Geißböcke.

Transfers im Winter wahrscheinlich

Verlängern würden die Kölner Verantwortlichen dagegen mit Eric Martel. Der Sechser beweist sich aktuell wieder als Innenverteidiger und ist neben Jakub Kaminski der einzige Spieler, der immer in der Startelf stand. Auch, wenn sich Martel noch nicht entschieden hat, dürfte die Verlängerung des Kontrakts ein hartes Stück Arbeit werden. Denn die Verlockung aus dem Ausland wird nicht klein sein. Auch mit Neo Telle wollten die Kölner eigentlich verlängern. Der Innenverteidiger feierte in der vergangenen Saison sein Profidebüt. Der eigentliche Plan war im Sommer, den Vertrag zu verlängern und dem Talent über eine Leihe Spielpraxis zu ermöglichen. Dazu ist es nicht gekommen. Nun spielt der Abwehrspieler in der U21, allerdings nicht als Stammspieler. Gegen Rödinghausen saß der Youngster 90 Minuten auf der Bank.

Neben möglichen Vertragsverlängerungen dürften aber auch weitere Personalentscheidungen anstehen. Unter anderem sollen die Kölner aufgrund der Verletzung von Timo Hübers auf der Suche nach einem weiteren Innenverteidiger sein. Ebenfalls kein leichtes Konstrukt. Denn sollte der Vertrag des Abwehrspielers verlängert werden, dürften die Kölner in der kommenden Spielzeit vor einem kleinen Luxusproblem stehen. Mit Julian Pauli und Elias Bakatukanda kommen eigentlich zwei Zukunftsversprechen nach ihren Leihen zurück zum Geißbockheim. Naheliegend wäre wohl eine kurzfristige Leihe in diesem Winter. Auch auf der Sechs könnte es weiteren Bedarf geben – je nachdem, wie es mit Eric Martel weitergeht. Und auch auf der anderen Seite kann es durchaus noch Veränderungen geben.

Vor allem hinter Jusuf Gazibegovic steht derzeit ein großes Fragezeichen. Der Rechtsverteidiger spielt unter Lukas Kwasniok überhaupt keine Rolle. Seit dem 2. Spieltag stand Gazibegovic nicht mehr auf dem Platz. Für den Abwehrspieler geht es aber auch darum, den Traum von der WM am Leben zu lassen. Bosnien hat noch alle Chancen auf die direkte WM-Quali, mindestens aber auf die Playoffs. Nur hat Gazibegovic seinen Stammplatz in der Nationalmannschaft verloren. Pluspunkte wird er auf der Kölner Bank nicht sammeln. Möglicherweise wird es auch weitere Veränderungen geben – wenn auch nicht zwingend wahrscheinlich. Denn sicherlich wird der ein oder andere Leistungsträger der Vorsaison mit seiner aktuellen Rolle hadern. Spannend ist auch die Frage, wie es mit Sargis Adamyan weitergeht. Der Stürmer spielt aktuell in der Regionalliga, dürfte da aber der Best-Verdiener sein. So oder so: Auf Thomas Kessler und Co. wartet viel Arbeit.

Beim 1. FC Köln schleicht sich ein alt bekanntes Problem wieder ein

Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach
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Beim 1. FC Köln schleicht sich ein alt bekanntes Problem wieder ein

Die 1:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach war für den FC besonders bitter, weil sie angesichts der Statistiken unnötig erscheint. Denn die Geißböcke strahlten schon eine gewisse Dominanz aus. Und doch gab es am Ende keine Punkte. Der 1. FC Köln offenbart mit Ball ein altes Problem.

Nach den blanken Zahlen waren die Kölner am Samstag gegen Gladbach doch die bessere Mannschaft. Unterm Strich stand aber eine nicht gänzlich unverdiente Niederlage und das trotz deutlich mehr Ballbesitz. Der 1. FC Köln offenbart mit Ball ein altes Problem.

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Der Saisonauftakt der Geißböcke war mehr als verheißend. Mit sieben Zählern aus drei Spielen hätte der Beginn kaum besser laufen können. Anschließend ist der Kölner Motor allerdings ein wenig ins Stocken geraten. Es folgten aus sieben Begegnungen ebenfalls nur sieben Zähler, dazu das Pokal-Aus gegen die Bayern. Lukas Kwasniok hatte vor der Spielzeit angedeutet, dass er kein konkretes Saisonziel ausgeben wolle. Er wolle lieber die einzelnen Blöcke zwischen den Länderspielpausen bewerten. Dementsprechend fällt die letzte Bilanz zumindest tabellarisch nicht allzu gut aus. Fünf Spiele, davon drei verloren, ein 1:1 gegen Augsburg, aber auch der verdiente 4:1-Erfolg über den Hamburger SV. Vier Punkte, das Pokal-Aus, zehn Gegentore gefangen. Gerade die Derby-Pleite am vergangenen Wochenende dürfte besonders am Kölner Coach genagt haben.

Keine Lösungen im letzten Drittel

Denn nach den Statistiken hätte der FC die Begegnung eigentlich gewinnen müssen. Das Datenblatt schlug deutlich Richtung FC aus, das Ergebnis bekanntlich nicht. Das hatte natürlich viele Gründe. Vor allem taten sich die Geißböcke im Schlussdrittel schwer, Chancen zu kreieren. Ein aus der vergangenen Saison doch sehr bekanntes Problem. „Es ist schon sehr lange her, dass der 1. FC Köln zu Borussia Mönchengladbach gefahren ist, die uns dann den Ball gegeben haben und eigentlich gar nichts wollten“, sagte Thomas Kessler nach dem Spiel. Tatsächlich kamen die Kölner auf beeindruckende 61 Prozent Ballbesitz. Für die Geißböcke ein in dieser Saison ungewohntes Szenario. Bis zum neunten Spieltag hatte der FC im Schnitt rund 45 Prozent Ballbesitz, nun über 60. Und mit diesem Übergewicht wusste der FC gerade im ersten Abschnitt so gut wie gar nichts anzufangen.

So lag der xGoals-Wert nach 45 Minuten unter 0,3. „Wir wussten, dass die Borussia aufgrund der Gesamtsituation darauf bedacht ist, eine Kompaktheit an den Tag zu legen. Und doch waren wir ein wenig überrascht, dass wir so viel Kontrolle hatten“, sagte auch Lukas Kwasniok und FC-Keeper Marvin Schwäbe erklärte: „Ich glaube, dass wir im letzten Drittel keine Lösung gefunden haben. Wir hatten enorm viel Ballbesitz. Wir lassen uns dann einfach auskontern.“ Tatsächlich hatte der FC in dieser Spielzeit in drei Liga-Begegnungen mehr Ballbesitz als der Gegner. Das gegen den FC Augsburg und gegen Mainz – also beides Spiele, in denen der FC vor dem gegnerischen Tor nicht die ganz große Gefahr ausstrahlte, einmal einen xGoals-Wert von 1,4 und einmal von 0,5 erreichte, in beiden Begegnungen aber auch jeweils einen Treffer erzielte.

„Da gilt es, in der Zukunft wieder eine gute Mischung zu finden“

Ähnlich war es auch im ersten Pokalspiel gegen Regensburg, als Köln erst in der Nachspielzeit die Begegnung in die eigene Richtung bog, spät zwei Treffer erzielte und den xGoals-Wert immerhin noch auf 0,9 hochdrückte. „Es ist nicht normal, dass du dir als Aufsteiger den Gegner auswärts zurechtlegen musst“, sagte Kwasniok, betonte aber auch, dass sich „die Jungs das erarbeitet“ hätten. Und doch erinnerte das Spiel an gleich mehrere aus der vergangenen Saison, als Köln ebenfalls keine Mittel gegen tiefstehende Gegner fand. Dabei deutete der FC eine mögliche Lösung in der zweiten Halbzeit gegen Gladbach an. Zumindest strahlten die beiden Zielstürmer Ragnar Ache und Marius Bülter Gefahr aus, hoben den xGoals-Wert noch einmal auf mehr als zwei an. „Wir haben unterschiedliche Spielertypen, die zu unterschiedlichen Spielen passen“, sagte also auch Kwasniok. „Da gilt es, in der Zukunft wieder eine gute Mischung zu finden.“