Wintertrainingslager: 1. FC Köln bereitet sich an der Costa Blanca vor

Mit viel Spaß bei der Arbeit - die Spieler des 1. FC Köln
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Wintertrainingslager: 1. FC Köln bereitet sich an der Costa Blanca vor

Der FC wird sich auf die Rückrunde in einem Wintertrainingslager in Spanien vorbereiten: Der 1. FC Köln bezieht Anfang Januar ein Trainingslager an der Costa Blanca. Das gab der Verein am Mittag bekannt.

Wie schon im Vorjahr wird es auch in diesem Winter wieder eine Vorbereitung in der spanischen Sonne für die Geißböcke geben. Der 1. FC Köln bezieht allerdings dieses Mal das Trainingslager an der Costa Blanca. Vom 2. bis 9. Januar reist die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok in die Nähe von Benidorm.

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Der FC bezieht im kommenden Januar wieder ein Wintertrainingslager in Spanien. Allerdings nicht an der Costa del Sol wie noch im vergangenen Jahr. Dieses Mal geht es Richtung Alicante an die Costa Blanca. Am 2. Januar bricht die Mannschaft auf nach La Nucia und kehrt am 9. Januar wieder zurück. Bereits am 10. Januar steht dann das Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim auf dem Programm. Dahin reist die Mannschaft dann direkt aus Spanien. Ob es in dieser Zeit Trainingsspieler gibt, ist noch nicht bekannt. Allerdings sehr wahrscheinlich. Da die Gegend von mehreren Clubs als potenzielles Wintertrainingslager-Ziel ausgemacht wurde.

Für Trainer Lukas Kwasniok keine Unbekannte

Während der FC im vergangenen Jahr also an der Costa del Sol weilte, ist die Reise an die Costa Blanca für Lukas Kwasniok keine unbekannte. In den vergangenen beiden Jahren weilte der Coach mit dem SC Paderborn in Benidorm. Im Januar 24 auch in La Nucia. Bis zum Start hat der FC aber noch in diesem Jahr einige Hausaufgaben zu bewältigen. Bis zu der Winterpause sind noch die Spiele gegen Werder Bremen, St. Pauli, Bayer Leverkusen und Union Berlin zu absolvieren, Die Kölner belegen aktuell den zehnten Tabellenplatz mit 14 Zählern.

Hier ist der 1. FC Köln weiterhin Spitze: Kwasnioks Plan sticht erneut, nur leider nicht ganz

Marius Bülter und Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln
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Hier ist der 1. FC Köln weiterhin Spitze: Kwasnioks Plan sticht erneut, nur leider nicht ganz

Am Samstag erwischte der FC sicherlich nicht den besten Abend. Zu viele Fehler kosteten die Mannschaft von Lukas Kwasniok Punkte gegen die Eintracht. Doch einen Lichtblick gab es dennoch: Die Joker des 1. FC Köln sind erfolgreich gegen Frankfurt.

Bereits vor dem Duell hatte Lukas Kwasniok auf die besondere Bedeutung der Kölner Bank hingewiesen: Die Joker des 1. FC Köln sind erfolgreich gegen Frankfurt.

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„Abarbeiten“ sei erstmal die Hauptaufgabe seiner Startelf gegen Frankfurt, hatte FC-Trainer Lukas Kwasniok am Samstagabend noch vor dem Duell gegen die Hessen im Interview bei „Sky“ erklärt. Er habe dann Joker auf der Bank, die das Spiel mit Qualität und Kreativität hinten raus noch einmal verändern könnten. Der Spielplan schien durchaus durchdacht, die Vorgehensweise sinnvoll. Immerhin hat der FC in dieser Spielzeit so schon den ein oder anderen Zähler eingefahren. Im Nachhinein erscheint Kwasnioks Aussage wie eine weise Vorahnung. Denn von den im Vorfeld benannten Jokern Florian Kainz, Marius Bülter, Luca Waldschmidt und Said El Mala gelang es gleich Dreien, Scorerpunkte zu sammeln.

„Die zwei stehen schon draußen ready…“

Das Einzige, das den Matchplan des Kölner Coaches durchkreuzte, waren dann wohl die zu schnell gefallenen Gegentore. Denn bereits nach der 63. Minute hatten die Hessen das anfängliche 1:0 in ein 1:4 umgewandelt. Gerade der Doppelpack von Jonathan Burkardt versetzte den Kölnern einen Schlag, denn der Frankfurter schraubte das Ergebnis innerhalb von drei Minuten um zwei Tore noch oben. Und das zu einem Zeitpunkt, als sich Kainz und El Mala schon für die Einwechslung bereit hielten. „Die zwei schnellen Gegentore in der zweiten Hälfte waren ausschlaggebend. Das zweite kriegen wir zu schnell, sind dann ein Stück weit nicht clever genug. Die zwei stehen schon draußen ready, wir müssen nur den Ball ins Aus schlagen“, sagte Torhüter Marvin Schwäbe.

Nach dem Doppelwechsel und der Einwechslung von Bülter und Waldschmidt nur zehn Minuten später drehte sich das Kölner Spiel tatsächlich. Die Joker erfüllten die ihnen von Beginn an zugedachte Rolle und sorgten in der Schlussphase der Partie noch einmal für mächtig Wirbel – und Tore. Denn sowohl Bülter als auch Waldschmidt trafen für den FC und brachten die Geißböcke noch einmal an den Rand der Sensation. Auch El Mala trug sich mit seinem Assist auf Waldschmidt in die Scorerliste ein, hatte zuvor nur mit viel Pech den Pfosten nach einem schicken Schlenzer getroffen. „Am Ende muss man sagen, wir sind dann gut zurückgekommen und hätten vielleicht am Ende noch das 4:4 machen können“, so Thomas Kessler. „In Gänze haben wir heute auf Bundesliga-Niveau Lehrgeld bezahlt.“

“Eine tolle Bank“

Mit zwei Toren und einem Assist lieferten die Kölner Joker das positive Element der Begegnung gegen Frankfurt und untermauern den bisherigen Kölner Rekord. Denn mit sieben Toren und 14 Torbeteiligungen stehen die Einwechselspieler des FC ligaweit auf Platz eins. „Dadurch, dass wir extrem gute Joker haben, ist der Glaube immer da. Alle die reinkommen reißen sich den Arsch auf. Sie wissen, dass sie ihre Qualität und Kreativität auf den Platz bringen können, dass sie uns damit helfen. Da ist sich keiner zu schade für“, so Schwäbe. Doch zaubern kann die Kölner Bank dann eben auch nicht. „Wenn wir mit einem 3:1 am Ende dastehen, dann wissen wir, da können wir noch rankommen. Bei drei Toren Unterschied in der letzten Viertelstunde ist es einfach schwer“, erklärte Schwäbe weiter.

Und so gelang es dem FC eben nur bis auf ein Tor an die Hessen heranzukommen – das allerdings knapp. Dass Kwasniok bei den Einwechslungen ein glückliches Händchen beweist, zeigt der Ligavergleich. Dass der Kölner Coach auf der anderen Seite für seine wechselnden Aufstellungen kritisiert wird, sollte man aber nicht einfach abtun. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft für ihren Coach und die Fans bereit ist, das letzte Hemd zu geben. „Als wir nichts mehr zu verlieren hatten, hatten wir heute eine tolle Bank, die unabhängig vom Spielstand den Menschen zeigen will, dass es sich lohnt, ins Stadion zu kommen“, so Kwasniok. Ein Gut, das der FC in der Vergangenheit nicht immer sein Eigen nennen konnte.


Der richtige Matchplan, falsche Entscheidungen – kein Grund zur Sorge: Kommentar zum 1. FC Köln

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt
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Der richtige Matchplan, falsche Entscheidungen – kein Grund zur Sorge: Kommentar zum 1. FC Köln

Mit der 3:4-Niederlage am Samstagabend kassierten die Kölner bereits die fünfte Liga-Niederlage und finden sich nun erstmals in der unteren Tabellenhälfte wieder. Das ist ärgerlich, aber kein Grund zur Sorge. Denn beim FC läuft nach wie vor viel richtig. Ein Kommentar zur 3:4-Niederlage des 1. FC Köln.

Vor der Saison wäre eine Niederlage gegen den Champions-League-Teilnehmer Frankfurt alles andere als eine Überraschung gewesen. Am Samstagabend hatte der FC dennoch die Chance, die Hessen zu schlagen. Individuelle Fehler machten den offenbar guten Matchplan zunichte. Besorgniserregend ist die aktuelle Entwicklung aber noch nicht. Ein Kommentar zur 3:4-Niederlage des 1. FC Köln.

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Nach dem elften Spieltag ist es nun soweit: Zum ersten Mal in dieser Saison stehen die Kölner in der unteren Tabellenhälfte. Das ist ärgerlich für den Aufsteiger, aber nicht besonders besorgniserregend. Denn das zu Beginn der Spielzeit gesammelte Polster der Kölner ist mit sieben Punkten Vorsprung auf Rang 16 groß. Wohlgemerkt ein Saisonbeginn, der noch im Sommer als besonders schwer erklärt wurde. Dementsprechend groß war auch die Euphorie. Die jüngste Tendenz hat den Verein und seine Fans nun aber doch auf den Boden der Tatsachen geholt. Vier der vergangenen fünf Pflichtspiele gingen verloren, davon aber immerhin auch drei gegen Champions-League-Teilnehmer, die nun wahrlich nicht der Kragenweite der Kölner entsprechen. Nach dem 3:4 gegen Frankfurt ist die Bilanz erstmals negativ in dieser Spielzeit.

Der richtige Matchplan

Den sieben Punkten aus den ersten drei Saisonspielen folgten in den nächsten acht Partien ebenfalls sieben Zähler, der Schnitt pro Spiel ist in jenen acht Duellen auf 0,875 geschrumpft und das wiederum hoch gerechnet auf 34 Spieltage wären 29 Punkte. Die Situation sähe ohne das anfängliche Polster weitaus bedrohlicher aus. Man könnte also meinen, dass die Alarmglocken schon einmal vorsichtshalber aus der Kiste gekramt werden sollten. Doch dazu besteht aktuell noch kein Anlass. Lukas Kwasniok hatte auch gegen die Eintracht wieder einen passenden Matchplan ausgearbeitet. Bis zum Kopfball von Jonathan Burkardt nach einer halben Stunde hatte man eigentlich den Eindruck, der FC würde nach der frühen Führung mit einem weiteren Konter die Weichen eher auf Erfolgskurs setzen, als den Ausgleich kassieren zu können.

Falsche Entscheidungen

Dass individuelle Fehler die Kölner Marschroute konterkariert haben, ist ärgerlich, diese gehören aber zum Profifußball nun einmal dazu. Am Samstagabend wurden dann jedoch an zu vielen Stellen zu viele schlechte Entscheidungen getroffen – das aber vornehmlich auf dem Platz. Sei es der geblockte Torschuss, der besser ein finaler Pass im Sechzehner geworden wäre oder das Abspiel im Zentrum zum Nebenmann, das sich als langer Ball auf den davoneilenden Jakub Kaminski besser geeignet hätte. Ob Kwasniok mit der Aufstellung und seinen Wechseln alles richtig oder eben alles falsch gemacht hat, ist rein spekulativ. Fest steht, selten zuvor hatte der FC einen Trainer, der so präzise die Antworten auf die Stärken und Schwächen seiner Gegner und dem eigenen Team gefunden hat.

Natürlich liegt auch der 44-Jährige mal falsch, doch meist folgt dann schnell auch die Korrektur. Die fast erfolgreiche Aufholjagd hat jedenfalls gezeigt, dass der FC über eine intakte Mannschaft verfügt, dass jederzeit mit dieser Mannschaft zu rechnen ist. Und das eben nicht nur in den 90 Minuten auf dem Feld, sondern auch in den 34 Begegnungen einer Saison. Am Samstagnachmittag steht das Auswärtsspiel gegen Bremen auf dem Spielplan. Mit einem Sieg wäre nicht nur die Bilanz wieder ausgeglichen, der FC würde sich wieder in der oberen Tabellenhälfte wiederfinden. Und das wäre etwas, was man vor der Saison für einen Tabellenplatz nach zwei Drittel der Hinrunde sofort unterschrieben hätte.

Immer wieder die gleiche Baustelle beim 1. FC Köln: Elf Spieltage, elf Gegentore nach Standards

Vier Mal musste Marvin Schwäbe hinter sich greifen
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Immer wieder die gleiche Baustelle beim 1. FC Köln: Elf Spieltage, elf Gegentore nach Standards

Das zwischenzeitliche 1:1 durch Arthur Theate leitete nicht nur die Wende am Samstagabend im Duell gegen Frankfurt ein, dem FC wurde einmal mehr eine seiner größten Baustellen vor Augen geführt. Die Standards bleiben das Problem des 1. FC Köln.

Die 3:4-Niederlage war für den FC ärgerlich, weil sie in der Form unnötig war. Die Wende leitete Arthur Theate ein. Nach individuellen Fehlern der Geißböcke, aber eben auch wieder nach der größten Baustelle der aktuellen Spielzeit. Die Standards bleiben das Problem des 1. FC Köln.

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Lukas Kwasniok wirkte schon auf dem Platz alles andere als glücklich. Gleich mehrfach gestikulierte der Trainer wild an der Seitenlinie, verschaffte seinem Unmut Luft. Kein Wunder, in beiden Halbzeiten kassierten die Kölner innerhalb weniger Minuten einen Doppelschlag und das nach individuellen Fehlern. Und einmal mehr eben auch nach einem Standard. Zum elften Mal haben die Geißböcke wieder nach einem ruhenden Ball einen Gegentreffer kassiert. „Elf Gegentore klingt natürlich viel und es ist auch viel“, sagte FC-Trainer Lukas Kwasniok. Immerhin deutlich mehr als die Konkurrenz. Hoffenheim etwa kommt als zweitanfälligste Mannschaft erst auf acht. „Wir waren an der ein oder anderen Stelle ein wenig stümperhaft“, gab der Kölner Trainer weiter zu.

„Wir werden uns da verbessern“

Doch Kwasniok will die Statistik nicht überbewerten. „Wir haben vier Elfmeter kassiert und zwei direkte Freistöße“, so der Coach. „Wenn man da also sechs abzieht, dann sind es nur noch fünf. Das ist natürlich in elf Spielen noch eine Menge. Das ist nicht Yabba-Dabba-Doo, das ist aber bei vier Eckball-Gegentoren auch nicht so, dass wir sagen, wir sind da völlig bodenlos“, so der Trainer weiter. Allerdings gehört zu der Wahrheit eben auch, dass vier gegnerische Strafstöße ebenfalls Ligabestwert und deutlich zu viele sind. Und elf Gegentore nach Standardsituationen bedeutet dann auch, dass bei insgesamt 19 Treffern im eigenen Netz deutlich mehr als die Hälfte nach einem ruhenden Ball gefallen sind. Man kann also getrost von einer Schwachstelle der Kölner sprechen.

„Wir werden uns da verbessern“, prophezeite der Trainer. Das ist auch bitter nötig. Doch so ganz wollte der Coach die Kritik dann auch nicht sitzen lassen. „Ich habe auch, die Frage gehört, ob wir das trainieren. Das ist ja schon fast eine Respektlosigkeit. Wir trainieren, machen, tun“, erklärte Kwasniok. „Es ist ja nicht so, dass der Gegner keine Idee hat. Da muss man auch mal sagen: ,Shit, die haben das gut gemacht‘. Ärgerlich, in Summe zu viel.“ Kwasniok betonte aber, dass seine Mannschaft da nicht nachlässig sei. „Wir bewegen uns zumindest in diesem Teilbereich mit den Bayern auf Augenhöhe.“ Die allerbeste Figur machte Ragnar Ache allerdings in der Situation auch nicht.

Auf der anderen Seite ist die Torgefahr bei den eigenen Standardsituationen nach wie vor eine weitere Schwachstelle. Erst zwei Treffer erzielte der FC nach dem ruhenden Ball – und die nach einem Elfmeter und mit einem direkt verwandelten Freistoß. Der FC wird also nicht nur an den individuellen Fehlern weiter arbeiten müssen.

Vier Gegentore und trotzdem bester Kölner – das bittere FC-Jubiläum von Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe nach einem Gegentreffer in seinem 100. Spiel
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Vier Gegentore und trotzdem bester Kölner – das bittere FC-Jubiläum von Marvin Schwäbe

Vier Mal musste Marvin Schwäbe am Samstagabend hinter sich greifen und war dennoch einer der besten Spieler der Geißböcke. Dennoch lief das besondere Spiel nicht so wirklich glücklich für den Keeper des 1. FC Köln: Das bittere Jubiläum des Marvin Schwäbe.

Sein 100. Bundesliga-Spiel hat der FC-Kapitän am Samstagabend abgerissen und es war ein schmerzhaftes – trotz starker Leistung für den 1. FC Köln: Das bittere Jubiläum des Marvin Schwäbe.

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Die Ausgangslage war prädestiniert für eine schöne Fußballgeschichte. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Club stand für Marvin Schwäbe das 100. Bundesliga-Spiel an. Gegen den Ex-Club und wenn man so will gegen einen der Lieblingsgegner der Geißböcke. Immerhin hatte der FC seit 1994 genau einmal ein Heimspiel gegen die Eintracht verloren. Und um die Basis noch ein wenig perfekter zumachen, hatten die Kölner Anhänger den Keeper gerade erst zum Spieler des Monats Oktober gewählt. Doch am späteren Samstagabend war es mit der freudigen Stimmung zum Jubiläum vorbei. Vier Mal musste Schwäbe gegen seinen Ausbildungsverein hinter sich greifen. Besonders bitter: Schwäbe war bei den Gegentoren nicht nur chancenlos, er hatte den FC sogar vor einer höheren Niederlage bewahrt.

„Da kann man ein Stück weit stolz drauf sein“

Schon nach gut 20 Minuten hatte Ansgar Knauff einen Ball scharf vors Kölner Tor geschlagen, Schwäbe tauchte ab, hielt die Kugel vor heraneilenden Frankfurtern. Der Keeper rettete auch sehenswert gegen Jonathan Burkardt, der nach einer Ecke einen Ball mit dem Kopf Richtung Winkel schickte. Ebenso parierte Schwäbe stark vor dem 1:2, legte dabei allerdings Mo Dahoud den Ball vor die Füße, der nur noch einschieben müsste. Hätte der Keeper nicht vier Mal die Kugel aus dem Netz holen müssen, er wäre ein heißer Anwärter für den Mann des Spiels geworden. So aber kassierten die Kölner eine bittere Pleite und das ausgerechnet zum 100. Bundesliga-Spiel. „Ich glaube, dass wir grundsätzlich kein schlechtes Spiel gemacht haben und darauf müssen wir aufbauen“, sagte der Keeper.

Immerhin blieb dem Kölner Kapitän das 200. Gegentor in Pflichtspielen für die Geißböcke erspart. Da steht Schwäbe aktuell bei 199 und das bei insgesamt 140 FC-Pflichtspielen. Das 100. Bundesliga-Spiel wird wohl trotz Niederlage ein besonderes bleiben. „Da kann man ein Stück weit stolz drauf sein. Nicht jeder darf 100 Bundesligaspiele machen. Dann auch noch für den FC, das freut mich natürlich enorm“, sagte Schwäbe. Bei drei durchaus möglichen Punkten und vielleicht dem ein oder anderen Gegentor wäre die Freude sicherlich deutlich größer ausgefallen.

Einige offene Fragen bei der Startelf – So könnte der 1. FC Köln gegen die Eintracht starten

Jan Thielmann vom 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt
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Einige offene Fragen bei der Startelf – So könnte der 1. FC Köln gegen die Eintracht starten

Nach der bitteren 1:3-Niederlage im Derby bei Borussia Mönchengladbach steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt der elfte Spieltag vor der Tür. Wer am Samstagabend im heimischen Stadion von Beginn an auf dem Feld steht, ist aber noch offen. So könnte der 1. FC Köln gegen Frankfurt spielen.

Für den 1. FC Köln steht gegen Eintracht Frankfurt das nächste Heimspiel auf dem Programm. Beim Personal kann Trainer Lukas Kwasniok bis auf die Langzeitverletzten auf fast den kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich hinter zwei Personalien steht noch ein kleines Fragezeichen. Im Vergleich zur Partie in Gladbach dürfte der FC-Coach erneut ein wenig umbauen. So könnte der 1. FC Köln gegen Frankfurt spielen.

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Der 1. FC Köln blickt zurzeit auf eine doch positive Personalsituation. Abgesehen von den beiden Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers standen zuletzt alle FC-Profis auf dem Platz und sind daher eine Option für das Spiel am Abend. Hinter einer möglichen Kadernominierung von Rav van den Berg, der nach seiner im September erlittenen Schulterverletzung unter der Woche sein Comeback bei der niederländischen U21-Nationalmannschaft feierte, ließ Lukas Kwasniok aber noch ein Fragezeichen. „Wenn du länger raus gewesen bist, benötigst du schon was Rhythmus“, so der Trainer am Donnerstag. „Er ist aber sicherlich noch nicht so weit, dass er beginnen kann. Wir machen uns Gedanken, ob er eine Kaderoption wird.“ So könnten erneut Cenk Özkacar, Eric Martel und Joel Schmied vor Marvin Schwäbe in der Dreierkette beginnen.

Qual der Wahl in der Offensive

Auf den beiden Schienenpositionen scheinen Kristoffer Lund links und Sebastian Sebulonsen die wahrscheinlichsten Kandidaten zu sein. Zumindest deutete der Trainer eine Rückkehr des Norwegers an. Im Mittelfeld ist Isak Johannesson gesetzt. Neben dem Isländer könnte wie bereits gegen Gladbach und Hamburg Denis Huseinbasic beginnen. Allerdings hat Kwasniok mit Tom Krauß auch noch einen weiteren Profi, der die Position im Zentrum bekleiden kann. Für die drei verbliebenen Positionen in der Offensive hat der Coach mit Jakub Kaminski, Linton Maina, Ragnar Ache, Luca Waldschmidt, Marius Bülter, Said El Mala, Florian Kainz und Rückkehrer Jan Thielmann gleich sieben Optionen. Allerdings ist das Rennen nicht so offen, wie es scheint. Kaminski bestritt in dieser Saison bislang jedes Spiel über die komplette Spieldauer, gehört zu den absoluten Leistungsträgern und ist laut Kwasniok unter ihm „eigentlich immer gesetzt“.

Der Coach deutete an, das Kaminski in der Offensive wohl eher wieder ein Thema werden könne. In der Spitze dürfte Ragnar Ache starten. Der ehemalige Frankfurter kam in den Wochen vor der Länderspielpause immer besser in Schwung und erzielte in den vergangenen drei Pflichtspielen zwei Treffer. Überdies dürfte Ache den Vorzug vor Bülter erhalten, da der 32-Jährige unter der Woche einige Trainingseinheiten verpasste und körperlich noch nicht bei vollen Kräften ist. „Bülti war der einzige Spieler, der in der Länderspielpause große Probleme hatte mit Magen-Darm. Als er das erste Mal am Dienstag wieder bei uns am Geißbockheim aufgetaucht ist, habe ich mich echt erschrocken.“

Die dritte verbliebene Position dürften entweder Said El Mala oder Jan Thielmann besetzen. Während El Mala in Gladbach bereits zur Pause ausgewechselt worden war und in der Länderspielpause das erste Mal mit der deutschen A-Nationalmannschaft unterwegs gewesen ist, trainierte Thielmann nach seiner Verletzung die ganze Zeit am Geißbockheim und hat gute Chancen, von Beginn an zu spielen. „Jan ist nicht ganz so lange ausgefallen. Das hilft einem, um dann schneller wieder eine Option zu sein. Er ist die ganze Zeit in einer guten körperlichen Verfassung gewesen und hat wenig verloren“, so der 44-Jährige über Thielmann.

So könnte der FC gegen Frankfurt spielen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln

Cenk Özkacar

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Isak Johannesson

Kristoffer Lund

Jakub Kaminski im Testspiel gegen Fortuna Köln

Jakub Kaminski

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Ragnar Ache könnte Marius Bülter ersetzen
Ragnar Ache



Kaderplanung: Sieben Leihspieler, doch nur wenige werden beim 1. FC Köln künftig wohl zur Option

Julian Pauli beim Training des 1. FC Köln
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Kaderplanung: Sieben Leihspieler, doch nur wenige werden beim 1. FC Köln künftig wohl zur Option

Sieben Akteure haben die Geißböcke aktuell verliehen. Doch nicht alle werden zurückkehren zum 1. FC Köln: Diese Leihspieler könnten im Sommer wieder zur Option werden.

Mit Leihspielern hat der FC in der jüngeren Vergangenheit bekanntlich gute Erfahrungen gemacht. Dementsprechend sind auch aktuell wieder einige Akteure an andere Clubs verliehen. Doch nicht alle Akteure empfehlen sich für weitere Aufgaben in Köln und es sollen sich wohl auch nicht alle für mehr empfehlen beim 1. FC Köln: Diese Leihspieler könnten im Sommer zur Option werden.

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Potenzielle Rückkehrer

Julian Pauli: Der Shootingstar der vergangenen Saison soll in der 2. Bundesliga bei Dynamo Dresden Spielpraxis sammeln, um in der kommenden Spielzeit in Köln wieder zu einer Option zu werden. Dass er das kann, hat er zumindest in der zweiten Klasse schon bewiesen. Und gerade nach den schweren Verletzungen von Timo Hübers und Luca Kilian, inklusive der Ungewissheit über deren Zukunft, könnte Pauli ein Zukunftsversprechen werden. Zumal auch die Verträge von Dominique Heintz und Cenk Özkacar auslaufen. Doch aktuell bremst das Talent noch eine Oberschenkelverletzung aus. Der Youngster arbeitet an seinem Comeback. Dann muss er schnell wieder in die Spur finden. Tendenz: Gute Chancen aufs kommende FC-Trikot

Elias Bakatukanda: Der zweite verliehene Innenverteidiger befindet sich dagegen auf einem sehr guten Weg. Bakatukanda ist bei Blau-Weiß Linz nach einem Jahr eigentlich unangefochtener Stammspieler. Eigentlich, weil er am vergangenen Spieltag das erste Mal in dieser Saison nicht in der Startelf stand und auch nicht eingewechselt wurde. Der Abwehrspieler kommt in Österreich dennoch auf die erhoffte Einsatzzeit. Der 20-Jährige wird optimal auf höhere Aufgaben vorbereitet, auch, wenn es in Linz für den Club sportlich nicht rund läuft. Angesichts der Verletzungsmisere der Kölner Hintermannschaft hat auch der zweite Innenverteidiger alle Möglichkeiten. Tendenz: Gute Chancen aufs kommende FC-Trikot

Wackelkandidaten

Jaka Potocnik: Der junge Slowene fährt weiter auf der wilden Fahrt seiner Karriere. Bei Rot-Weiss Essen wurde der Stürmer von seinem Trainer jüngst über den grünen Klee gelobt. Potocnik hatte gegen Ingolstadt getroffen und einen insgesamt starken Auftritt hingelegt. Nur Stunden später wurde eine Verletzung diagnostiziert und der nächste Ausfall vermeldet. Dabei geht es für Potocnik natürlich auch um die Zukunft in Köln. Auf den großen Durchbruch wartet der 20-Jährige nach wie vor. Angesichts der aktuell starken Konkurrenz in Köln, muss der Angreifer noch mächtig zulegen. Tendenz: Wackelkandidat

Chilohem Onuoha: Der Stürmer stand am Samstag einmal mehr erwartungsgemäß in der Startelf. Denn im Gegensatz zur 3. Liga ist der Angreifer im Landespokal beim SC Verl gesetzt. Im Ligabetrieb kommt der 20-Jährige nicht über die Rolle des Jokers hinaus. Dabei blitzt das Talent des gebürtigen Berliners immer wieder auf. Und genau dieses ist beim FC auch bekannt. In dieser Spielzeit erhofften sich die FC-Verantwortlichen mehr Einsatzzeit, damit „Chilo im nächsten Jahr beim FC voll angreifen kann“. Ob er die Chancen wirklich bekommt, ist fraglich. Denn die Konkurrenz in Köln ist groß. Tendenz: Großer Wackelkandidat

Werden es schwer haben

Rasmus Carstensen: Der Rechtsverteidiger sollte lange eine Baustelle schließen, die offensichtlich zu groß für den Abwehrspieler war. Bei Lech Posen in der vergangenen Spielzeit, aber auch jetzt bei Aarhus ist der 24-Jährige dagegen Stammspieler und Leistungsträger. Tatsächlich hat Carstensen mit seinem dänischen Club erneut die Chance auf einen Titel. Die Chance auf Einsatzzeit beim FC wird es wohl auch in Zukunft nicht geben. Der Sinn der erneuten Leihe ist von außen nur schwer zu verstehen, aber als Externe auch nur schwer zu beurteilen. Immerhin soll Aarhus über eine Kaufoption verfügen und könnte die schon bald ziehen. Dann würden die Kölner wohl noch eine Ablöse kassieren. Tendenz: Ohne FC-Zukunft

Mansour Ouro-Tagba: Der 20-Jährige kommt in der Zweitvertretung des VfB Stuttgart immer besser zu recht. Noch in der vergangenen Spielzeit deutete viel darauf hin, dass er zum Sorgenkind der Leihspieler werden könnte. Der in New York geborene Stürmer kommt aktuell auf vier Tore und drei Assists. Damit sammelt Ouro-Tagbe ordentlich Pluspunkte. Nur wohl nicht mehr für den FC. Sollte die Leistungskurve weiter nach oben zeigen, wird Stuttgart wohl die Kaufoption ziehen. Tendenz: Ohne FC-Zukunft

Das Sorgenkind?

Imad Rondic: Der Bosnier entwickelt sich immer mehr zum Sorgenkind der Geißböcke. Im vergangenen Winter als Sturmhoffnung verpflichtet, konnte Rondic diese Erwartungen in der Rückrunde der Vorsaison nicht erfüllen. Ziemlich schnell hat Lukas Kwasniok, der als gegnerischer Trainer den einzigen FC-Treffer des Stürmers in der vergangenen Spielzeit bestaunen durfte, festgestellt, dass der Angreifer nicht in sein System passen würde. Die erneute Leihe nach Polen entwickelt sich nicht als Glücksgriff. Denn Rondic spielt auch in Rakow keine große Rolle. So sammelt der Angreifer keine Pluspunkte. Weder für den FC noch für andere Clubs. Dabei würde der FC Rondic gerne lieber fest abgeben. Tendenz: Ohne FC-Zukunft

Feste Verpflichtung oder Abgang im Sommer? So ist der Stand bei den Leih-Neuzugängen des 1. FC Köln

Jakub Kaminski vom 1. FC Köln beim Torjubel.
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Feste Verpflichtung oder Abgang im Sommer? So ist der Stand bei den Leih-Neuzugängen des 1. FC Köln

Gleich vier Spieler hat der FC im Sommer per Leihe verpflichtet und sich bei allen eine Kaufoption gesichert. Bisher sind die Leih-Profis jedoch unterschiedlich gut eingeschlagen beim 1. FC Köln: Empfehlen sich die Leih-Zugänge für feste Transfers?

Um den Umbruch im vergangenen Sommer finanziell zu bewältigen, verpflichtete Sportdirektor Thomas Kessler auch einige Neuzugänge per Leihe. Bei allen gibt es jedoch nach dieser Saison eine Kaufoption für den 1. FC Köln: Empfehlen sich die Leih-Zugänge für feste Transfers?

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Der Umbruch im Sommer war gewaltig beim 1. FC Köln: Neben zahlreichen Abgängen holte der FC ganze elf Neuzugänge ans Geißbockheim. Um diese Menge an Transfers finanzieren zu können, griff Sportdirektor Thomas Kessler auch auf Leihgeschäfte. So kamen mit Cenk Özkacar, Kristoffer Lund, Tom Krauß und Jakub Kaminski gleich vier Spieler vorerst nur für die aktuelle Saison zu den Geißböcken. Dabei sicherte sich der Verein jedoch bei allen Profis eine Kaufoption (im Fall von Krauß eine Kaufpflicht), mit der sie diese im kommenden Sommer fest verpflichten können. Ob die Verantwortlichen diese jedoch bei allen ziehen wollen, hängt natürlich von den Leistungen ab, die sie diese Spielzeit im Kölner Trikot zeigen. Und die unterscheiden sich schon relativ deutlich.

Volltreffer Jakub Kaminski

Voll eingeschlagen ist Jakub Kaminski. Die Entwicklung des Polen in der Domstadt ist überragend. Trainer Lukas Kwasniok adelte ihn zuletzt als seinen „besten Spieler“. So ist es auch nicht überraschend, dass der Offensivspieler einer der Dauerbrenner ist und alle zehn Liga-Partien durchgespielt hat, nur im Pokal in beiden Runden in der Schlussviertelstunde ausgewechselt wurde. Der 23-Jährige gab mit 25 Schüssen die viertmeisten der Liga ab und erzielte dabei schon vier Treffer. Auch eine Vorlage lieferte der Neuzugang. Es hätten allerdings schon mehr sein können, denn mit 1,63 Torschussvorlagen und 0,45 kreierten Großchancen pro 90 Minuten hat der Angreifer starke Offensiv-Werte.

Neben seinem offensivem Qualitäten passt Kaminski zusätzlich mit seinem Einsatzwillen perfekt zu Kwasniok. Der Linksaußen legte mit 117,8 Kilometern die zweitmeisten der Bundesliga zurück. Mit 211 Sprints und 763 intensiven Läufen befindet sich der polnische Nationalspieler in diesen Kategorien ebenfalls in den Top Zehn beziehungsweise Top Fünf. Außerdem überzeugte der 23-Jährige mit seiner Variabilität. Denn neben seiner Lieblingsposition Linksaußen kann der Angreifer nahezu auf allen Positionen in der Offensive auflaufen sowie als Schienenspieler. Diese Rolle füllte er auch in den vergangenen beiden Partien gegen den HSV und Borussia Mönchengladbach auf der rechten Seite mehr als zufriedenstellend aus. Daher dürfte eine feste Verpflichtung nur Formsache sein, wenn seine Entwicklung weiter geht wie bisher. Die Kaufoption von kolportierten fünf Millionen Euro wäre für den FC dann sogar ein Schnäppchen.

Gute Aussichten bei Kristoffer Lund

Ebenfalls gute Aussichten auf eine feste Verpflichtung hat Lund. Der Linksverteidiger ist auf der linken Schiene gesetzt und kam bis auf gegen Leipzig in allen Pflichtspielen zum Einsatz, meistens von Beginn an. Dabei zeigte der gebürtige Däne keine großen Anpassungsschwierigkeiten nach seinem Wechsel vom Palermo FC aus der zweiten italienischen Liga in die höchste deutsche Spielklasse. Zuletzt im Derby agierte der 23-Jährige zwar unglücklich und verursachte zwei Elfmeter. Ansonsten überzeugte der Leihspieler aber mit ordentlichen Leistungen und hat wahrscheinlich noch Potenzial für mehr. So sollte Lund seinen Einfluss in der Offensive verbessern, denn bisher kommt er noch auf keine Torbeteiligung und gab im Vergleich zu anderen Spielern auf seiner Position mit 0,54 pro 90 Minuten nur relativ wenig Torschussvorlagen. Ansonsten ist der Schienenspieler aber eine Konstante im Kölner Spiel und verleiht diesem mit einer Höchstgeschwindigkeit von 35,11 km/h einiges an Tempo.

Schlechter als bei Lund sieht es bei Özkacar aus. Die Leihe in die Domstadt läuft für den Innenverteidiger durchwachsen. War er zu Beginn der Saison noch häufig außen vor, bekam der frühere türkische Nationalspieler zuletzt durch die Verletzungen von Timo Hübers und Rav van den Berg mehr Einsatzzeit. Wenn Letzterer bald sein Comeback gibt, dürften diese aber wieder abnehmen. Denn der 25-Jährige konnte seine Chancen nicht wirklich nutzen, zeigte höchstens durchschnittliche Leistungen und verursachte mit einem großen Fehler im Derby das zwischenzeitliche Gladbacher 3:0. Damit der FC die Kaufoption zieht, muss sich der Abwehrspieler noch steigern und im Konkurrenzkampf beweisen.

Spezialfall Tom Krauß

Etwas anders als bei Kaminski, Lund und Özkacar ist die Situation bei Krauß. Bei ihm wird aus der Kaufoption im Falle des Klassenerhalts eine Kaufpflicht. Bisher glänzte der eigentliche Sechser als „Defensiv-Allrounder“, wie ihn Kwasniok bezeichnete. So kam der 24-Jährige bereits im zentralen Mittelfeld, als Innenverteidiger und als Linksverteidiger zum Einsatz. Mit im Schnitt 1,58 pro Spiel gelangen ihm in diesen Einsätzen viele Balleroberungen. Auch blockte der Neuzugang viele Bälle und weißt mit 89,4 Prozent eine gute Passquote auf.

Vollends den Trainer überzeugen konnte Krauß jedoch offenbar noch nicht und saß daher schon mehrfach 90 Minuten auf der Bank oder wurde nur eingewechselt. Trotzdem gibt Krauß mit seinen Qualitäten dem FC-Kader bisher mehr Breite und spielt solide, wenn er gebraucht wird. Somit dürften die Kölner Verantwortlichen nicht unglücklich darüber sein, wenn am Ende der Saison die Kaufpflicht greifen sollte und der frühere deutsche U21-Nationalspieler fest in die Domstadt wechselt. Ob sie aber im Falle eines Abstiegs bei den bisherigen Einsatzzeiten die dann Kaufoption ziehen würden, ist zumindest fraglich.

Highlight- und Kracher-Spiele: Der 1. FC Köln steht vor richtungweisenden Wochen

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Highlight- und Kracher-Spiele: Der 1. FC Köln steht vor richtungweisenden Wochen

Im kommenden Block bis zur Winterpause stehen für die Geißböcke fünf Duelle auf dem Plan. Dabei trifft der FC auf einige Topteams, aber auch auf Gegner auf Augenhöhe. Es gilt nun noch einmal Punkte zu sammeln. Der 1. FC Köln steht vor richtungweisenden Wochen.

Frankfurt und Leverkusen, aber eben auch Union Berlin, St. Pauli und Werder Bremen. Die anstehenden Partien – vor allem gegen die Gegner auf Augenhöhe – will der FC nutzen, um weiter Punkte vor der Winterpause zu sammeln. Der 1. FC Köln steht vor richtungweisenden Wochen.

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Blickt Lukas Kwasniok dieser Tage auf die bereits absolvierten Duelle seiner Mannschaft der aktuellen Saison zurück, so wird das Fazit des Kölner Coaches insgesamt wohl positiv ausfallen. Platz neun der Tabelle, 14 Punkte aus zehn Spielen, der beste Saisonstart nach einem Aufstieg, den der FC jemals hingelegt hat. Die Abschnitte zwischen den Länderspielpausen wolle er bewerten, sagte der 44-Jährige, als er zu Beginn seiner Amtszeit zu seinem Saisonziel befragt wurde. Die Bewertung der ersten Phase dürfte wohl positiver ausfallen als die der zweiten, dennoch kann Kwasniok zufrieden sein. Am kommenden Wochenende startet der FC dann in den nächsten Abschnitt. Und dieser wird dann wohl ein ganz besonderer.

Beruhigt in die Winterpause?

Denn bis zur Winterpause steht der Coach mit seinem Team vor richtungweisenden Wochen. Der FC ist durch den guten Saisonstart kein Gegner mehr, der unterschätzt wird. Nach der durchaus sehr soliden – wenn auch verlorenen gegangenen – Partie im DFB-Pokal gegen die Bayern, dürfte wohl auch der letzte Kontrahent die Geißböcke auf dem Schirm haben. Unterschätzen werden die kommenden Gegner die Kölner jedenfalls nicht mehr. Das hat sich der FC erarbeitet, verliert dadurch aber sicherlich auch ein wenig das Pfund des Überraschungsmoments. Dass die Jungs von Kwasniok ihr letztes Hemd für Mannschaft und Trainer auf dem Platz lassen und bis zur letzten Minute kämpfen, haben die Spieler des 1. FC Köln bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sowohl gegen Gegner auf Augenhöhe als auch in Partien, in denen Köln eindeutig als Underdog galt.

Nun stehen im kommenden Block vor der Winterpause noch fünf Partien für Kwasniok und sein Team an. Dabei hat der FC mit Frankfurt und Leverkusen zwei weitere „Kracher-Spiele“ auf dem Plan, gegen Teams, die die Königsklasse anstreben und darin aktuell auch vertreten sind. Es erwarten die Kölner aber mit Union Berlin, dem FC St. Pauli und Werder Bremen auch durchaus „Highlight-Spiele“ gegen Vereine auf Augenhöhe – drei Punkte sind gegen diese Gegner sicher eingeplant. Eine leichte Aufgabe wird es gegen die Clubs allerdings nicht. Das Derby gegen Borussia Mönchengladbach hat eindrucksvoll gezeigt, wie schwer sich der FC tut, wenn ihm der Ball überlassen wird. Auch gegen Augsburg und Regensburg hatte Köln mehr Ballbesitz und kaum Chancen.

Der FC ist aktuell auf der Suche nach dem Schlüssel im Spiel mit dem Ball. Gelingt es dem Kölner Coach und den Geißböcken, diese Spiele zu gewinnen und neun weitere Zählern auf dem Konto zu sammeln, dann stünde der FC mit soliden 23 Punkten aus 15 Duellen mit einem guten Polster da und könnte sich beruhigt und mit gutem Gefühl in die Winterpause verabschieden. Geben die Geißböcke diese Duelle gegen Gegner auf Augenhöhe aus der Hand, erhöht sich der Druck auf das Team von Kwasniok im neuen Jahr zwangsläufig.