Daten-Analyse: Julian Pauli kehrt im Sommer zurück – warum die Geißböcke dennoch Verstärkung suchen

Julian Pauli könnte im Sommer zurückkehren
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Daten-Analyse: Julian Pauli kehrt im Sommer zurück – warum die Geißböcke dennoch Verstärkung suchen

Er kommt von Dynamo Dresden zurück, bekommt in der Vorbereitung seine Chance – und trotzdem schaut der FC nach weiteren Innenverteidigern. Warum? Julian Pauli beim 1. FC Köln: Was die Daten sagen und was eben nicht.

Es war ein kleiner Schockmoment, als Julian Pauli vor ziemlich genau einem Jahr in Bad Waltersdorf auf dem Boden liegenblieb und behandelt werden musste. Möglicherweise hatte die Verletzung Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Saison, denn der Innenverteidiger, der in der Vorsaison sein Debüt bei den FC-Profis gefeiert hatte, ging eine Leihe bei Dynamo Dresden ein. Diesen Sommer wird er dem Vernehmen nach eine weitere Chance beim FC bekommen. Sollte es am Ende aber eine weitere Leihe geben, wäre das sicherlich kein Rückschlag.

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Die Diskussionen um einen weiteren Innenverteidiger reißen rund um den 1. FC Köln nicht ab. Der FC befindet sich dem Vernehmen nach weiterhin auf der Suche, haben den ein oder anderen Spieler im Blick. Zuletzt wurde über José Marsà spekuliert. Bei den Anhängern wird dagegen diskutiert, ob es denn überhaupt nötig ist, nach der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey einen weiteren zentralen Abwehrspieler unter Vertrag zu nehmen. Tatsächlich ist der Bestand überschaubar. Neben JSP befinden sich mit Rav van den Berg und Joel Schmied aktuell nur zwei weitere Innenverteidiger im Kader. Timo Hübers wird erst zur Rückrunde zurückerwartet. Mit Julian Pauli und Elias Bakatukanda kehren aber zwei Spieler von ihren Leihen zurück. Vor allem ersteren wird eine große Chance eingeräumt, sich in der Vorbereitung anzubieten. Thomas Kessler gilt als großer Befürworter, sieht den 20-Jährigen mittelfristig beim FC. Immerhin hat der in London geborene Abwehrspieler in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga ordentlich Spielpraxis sammeln können.

Noch einige Entwicklungsfelder

Mit 21 Einsätzen und knapp 1800 Spielminuten hat Pauli eine solide Saison auf den Platz gelegt. Zumindest hat der Abwehrspieler die Einsatzzeit bekommen, die sich die Kölner von der Leihe erhofft haben. Und der 20-Jährige hat sich in vielen Statistiken recht achtbar geschlagen. Bei den Defensivaktionen pro Spiel gehörte Pauli mit 9,25 pro 90 Minuten zu den besten der Liga. Auch seine Passquote von fast 90 Prozent und der Anzahl von progressiven Pässen waren für den 20-Jährigen beeindruckend. Kein Wunder also, dass sich der Abwehrspieler in den kommenden Wochen mit den weiteren Verteidigern messen soll. Dass er das Zeug hat, beim FC zu bestehen hat das Eigengewächs bekanntlich schon bewiesen. Und auch bei Dynamo war man mit den Leistungen des Youngsters durchaus zufrieden. Allerdings hat Pauli im Ligavergleich in der vergangenen Saison auch mit einigen Schwächen zu kämpfen gehabt. Denn die progressiven Bälle kamen nur knapp über 60 Prozent an, auch bei den langen Bällen ins letzte Drittel hat der Innenverteidiger noch Verbesserungsbedarf.

Gerade im vertikalen Spielaufbau, der im modernen Bundesliga-Fußball von einem Innenverteidiger mit Ball am Fuß erwartet wird, ist das Kölner Eigengewächs fehleranfällig. Bei den Luft-Duellen setzte sich der Abwehrspieler auch nur in weniger als 50 Prozent durch. Für eine Körpergröße von 1,90 Metern ein eher schwacher Wert. Pauli ist gerade einmal 20 Jahre alt, der Abwehrspieler kann kein fertiger Innenverteidiger sein, die Entwicklungsfelder sind da, aber kein Alarmsignal. Doch mit seinen Werten der Vorsaison würde es wohl nicht zum Bundesliga-Stammspieler reichen. Das muss es auch noch nicht. Pauli befindet sich am Anfang seiner Entwicklung, hat noch Zeit. Die Daten spiegeln das vergangene Jahr unter anderen Voraussetzungen wider. Nur sind die Daten vielleicht ein Fingerzeig, warum die Kölner dann doch nach einem weiteren Innenverteidiger schauen.


Manchester statt Mainz? Der FC verschiebt offenbar seinen Scoutradar und blickt nach England

Jahmai Simpson-Pusey und Chido Obi
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Manchester statt Mainz? Der FC verschiebt offenbar seinen Scoutradar und blickt nach England

Jahmai Simpson-Pusey war im Winter sicher eine überraschende Neuverpflichtung, entwickelte sich aber zu einem Überraschungstransfer. Nun blickt der FC erneut nach England und das nächste Talent steht im Fokus des 1. FC Köln: Warum England plötzlich so interessant ist.

Jahmai Simpson-Pusey und Chido Obi sind in England alles andere als unbekannte Spieler. „JSP“ hat bereits im Nachwuchsbereich Ehrungen gesammelt, war bei ManCity eine Säule der Juniorenmannschaften. Chido Obi wiederum wurde bereits als „Wunderkind“ vor seiner Zeit bei ManUnited tituliert, erzielte in der U16, in der U18 Tore am Fließband – alleine zehn in einem Duell gegen Liverpool, mal sieben gegen Norwich. Beide Spieler stehen auf einigen Scoutblöcken der Premier League. Beide kommen aus den Nachwuchsabteilungen englischer Schwergewichte – eigentlich sogar der Junioren-Schwergewichte Englands. Nun aber hat der FC den Innenverteidiger von City unter Vertrag genommen und führt über den Stürmer offenbar Gespräche mit dem Rivalen, den Red Devils. Zufall? Möglich. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich dahinter dann doch mehr verbirgt.

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Der FC scheint sein Scoutradar zu verschieben und England spielt ganz offensichtlich eine entscheidende Rolle. Über viele Jahre waren die Regalfächer auf dem Transfermarkt schon abgegriffen: Erfahrene Erstligisten, Leistungsträger der 2. Bundesliga, hin und wieder Talente aus unteren Klassen, vor allem aber Spieler, die erschwinglich, vielleicht sogar ablösefrei waren. Verständliche Mechanismen der Branche, gerade wenn das Budget dann überschaubar ist. Doch aktuell scheint sich das Bild ein wenig zu verschieben. Die Spieler auf dem Radar: Jung, in renommierten Nachwuchszentren ausgebildet, entwicklungsfähig und damit im Besitz eines Wiederverkaufswerts. Gerade der englische Markt scheint dort besonders interessant. Spieler, die in den Akademien von Manchester City, Manchester United, Arsenal oder Liverpool ausgebildet werden, erfahren früh ein Training unter herausragenden Bedingungen, spielen internationale Turniere, werden taktisch und technisch auf höchstem Niveau geschult. Doch gerade aufgrund des hohen Leistungstands in England bleibt der Sprung zu den Profis oft verwehrt.

Schlüssel zum lukrativen Markt

Nicht, weil sie nicht gut genug sind, vielmehr, weil sich die Premier League mittlerweile eine eigene Realität geschaffen hat. Die Kader sind überragend besetzt, auf Erfolg gedrillt. Für Youngster bleibt kaum Zeit, sich zu entwickeln, kaum Platz, Spielpraxis zu sammeln. Und darin liegt die Chance der Bundesligisten. Je nach Qualität bieten die Clubs Einsatzzeit, eben Spielpraxis. Der Verein erhält den Gegenwert: Technisch hochausgebildete Spieler, die in der Liga sofort weiterhelfen können, vor allem aber im Besitz eines Marktwertversprechens. Denn, wenn sie funktionieren, fliegen sie nicht nur in Deutschland über dem Radar. Und gerade England macht die Geschäfte dann wieder interessant. Denn jene Akteure bleiben natürlich auf dem englischen Markt, nur werden dort die deutlich besseren Preise bezahlt. Der FC findet also den Schlüssel zu einem Markt, der deutlich lukrativer ist, als der eigene. Simpson-Pusey steht symptomatisch für diesen Effekt. Der Innenverteidiger wird sicherlich irgendwann zurück auf die Insel kehren. Nur zu einem anderen Preis.

Rekrutierungsstrategie England?

Auch Chido Obi kann nun so ein Thema werden, JSP wäre kein Einzelfall mehr und eine Rekrutierungsstrategie könnte sich abzeichnen. Es könnte zumindest die These aufgestellt werden, dass der FC durchaus gezielt in England scoutet. Und das nach Spielern, die eben eine hohe Ausbildung in den Akademien genossen haben, aber keinen Weg aufgezeigt bekommen. Ein Problem, das man auch in Köln natürlich kennt – wenn auch auf anderer Ebene. Und doch bleibt natürlich auch ein Risiko. Es ist nicht gesagt, dass der Spieler sofort funktioniert. Die Kölner können sich zudem nicht nur junge Experimente leisten, müssen auch auf eine einigermaßen sichere Qualität setzen. Die Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey war nach dessen verkorkster Leihe nach Celtic alles andere als ein Selbstläufer. Neuverpflichtungen kommen, um zu helfen – möglichst sofort. Und genau darin liegt die Herausforderung für Thomas Kessler und Tim Steidten: Entwicklung darf nicht der Selbstzweck werden.

Die Richtung macht für den FC dennoch total Sinn. Wer finanziell vielleicht nicht mit vielen anderen Teams mithalten kann, muss cleverer scouten, muss Spieler finden, bevor sie zu offensichtlich werden. Es geht also vielleicht gar nicht so sehr um das Wunderkind Chido Obi, vielleicht geht es vielmehr darum, eine Brücke in den lukrativsten Markt Europas zu bauen. Der FC scoutet also nicht England, er scoutet die Premier League von morgen.


Fällt jetzt der erste Domino-Stein? Diomande vor PSG-Wechsel – Macht Liverpool nun bei Said El Mala Ernst?

Fährt Said El Mala noch zur WM?
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Fällt jetzt der erste Domino-Stein? Diomande vor PSG-Wechsel – Macht Liverpool nun bei Said El Mala Ernst?

Von wegen Liverpool, es wird wohl Paris. Yan Diomande will zu PSG wechseln und hat sich mit dem Champions-League-Sieger geeinigt. Und das wiederum könnte den ersten Domino-Stein umwerfen beim 1. FC Köln: Macht Liverpool jetzt Ernst bei Said El Mala?

Auf den ersten Blick hat der mögliche Transfer von Yan Diomande zu PSG recht wenig mit dem FC zu tun, doch beim zweiten Hinschauen könnte nun endlich der Transfer-Domino-Stein fallen. Denn die Reds hatten sich große Hoffnungen auf den Offensivspieler der Ivorer gemacht und suchen nun nach einem Plan B. Den hatte der englische Journalist Ben Jacobs vor einigen Wochen schon mit Said El Mala benannt.

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Die ersten Gerüchte scheinen beim FC nach und nach konkreter zu werden, der Transferstau ist aber noch nicht aufgehoben. Der FC hat noch immer keinen Neuzugang zu vermelden. Das liegt auch daran, dass man in Köln noch immer nicht genau weiß, mit welchem Budget man denn an den Transfermarkt geht. Sollten Said El Mala und Jakub Kaminski die Geißböcke verlassen, könnten die FC-Verantwortlichen wie berichtet beim Einkauf in ein Regalfach höher greifen. Doch da schien sich zuletzt wenig Konkretes abzuzeichnen. Das könnte sich nun ändern. Wie RMC Sport am Sonntagabend berichtet, soll sich Yan Diomande mit PSG auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt haben. Der Ivorer will unbedingt nach Paris, der Champions-League-Sieger den Spieler. Doch PSG war eben nicht alleine im Buhlen um den Offensivspieler. Die Reds hatten den Ivorer als Wunschlösung identifiziert und dem Vernehmen nach bereits eine Offerte von rund 100 Millionen Euro bei RB Leipzig eingereicht. Die Sachsen ließen das Vorhaben platzen.

Macht Liverpool nun Ernst?

Schon in der vergangenen Woche hatte der englische Journalist Ben Jacobs erklärt, genau für den Fall schaut man sich bei den Reds schon nach einem Plan B um. Und der Experte brachte gleich drei interessante Alternativen ins Spiel. Eine heißt demnach Said El Mala, die anderen beiden Yankuba Minteh von Brighton & Hove Albion sowie Matias Fernandez-Pardo von Lille. Und das macht durchaus Sinn. El Mala passt mit seiner Physis, seinem Tempo zu den Reds und wäre aus Sicht des englischen Topclubs ein Schnäppchen. Gerade einmal 50 Millionen Euro müsste Liverpool nach Köln überweisen. Deutlich weniger als der Diomande-Deal gekostet hätte. Ein konkretes Angebot liegt dem FC für El Mala noch nicht vor. Allerdings will der 19-Jährige auf die Insel. Dem Vernehmen nach schwebt der Familie ein englischer Topclub vor. Möglicherweise wurde auch deswegen Brentford abgesagt.

Doch es gibt noch zahlreiche Fragezeichen hinter einem möglichen Transfer. Vor allem hat Leipzig die Hand auf dem Diomande-Deal. RB ließ schon den ersten Vorstoß von Liverpool abblitzen und könnte das auch bei PSG tun. Denn der Ivorer hat einen langen Vertrag ohne Ausstiegsklausel. Bei Leipzig arbeitet man im Hintergrund sogar an einer Vertragsverlängerung zu besseren Bezügen. Sollte Diomande bei Leipzig bleiben, würde Liverpool aber ebenfalls in die Röhre gucken und die Suche nach einer Alternative würde ein Thema bleiben. Beim FC hofft man durchaus, dass wieder Bewegung in die Sache El Mala kommt.


Warum beim 1. FC Köln aktuell wichtige Entscheidungen ihren Preis haben

Thomas Kessler am Telefon
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Warum beim 1. FC Köln aktuell wichtige Entscheidungen ihren Preis haben

Der Transfersommer wirkt auf der Zugangsseite bislang überraschend ruhig. Hinter den Kulissen muss Thomas Kessler aber einige Entscheidungen treffen, bei denen es nicht die eine richtige Lösung gibt. Vielmehr bringen sie an anderer Stelle mitunter Probleme mit sich beim 1. FC Köln: Warum Thomas Kesslers Transfersommer so schwierig ist.

Der Eindruck hält sich hartnäckig. Während die Konkurrenz bereits den ein oder anderen Transfer an Land gezogen hat, ist es beim FC weiterhin ruhig. In den Sozialen Medien wächst die Ungeduld, Kessler bekommt sein Fett weg. Der Eindruck täuscht und erklärt, wo die aktuellen Schwierigkeiten stecken könnten.

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Als sich die Spieler des 1. FC Köln vor einem guten Monat in den Urlaub verabschiedeten, witzelte Thomas Kessler, dass er in den kommenden Tagen und Wochen wohl hauptsächlich am Geißbockheim anzufinden sei. Tatsächlich häufen sich in den Sozialen Medien nun aber die skeptischen Posts gegen den Kölner Geschäftsführer. Einige Anhänger wähnen den ehemaligen Keeper der Geißböcke dann doch im Urlaub oder nicht anwesend – zu wenig ist – jener Meinung nach – zuletzt rund um das Geißbockheim passiert. Auch wenn der Eindruck (wie berichtet) täuscht, wirkt es so, als sei dieser Transfersommer deutlich ereignisärmer als der des Vorjahrs. Zur Wahrheit gehört, dass auch im Sommer 2025 – abgesehen von Isak Johannesson und Ragnar Ache – die Transferaktivitäten eigentlich erst im Juli begannen. Tatsächlich sind schon einige Entscheidungen getroffen worden und es ist davon auszugehen, dass am Geißbockheim am kommenden Kader gefeilt wird.

Kessler muss Stärke und Geduld beweisen

Grundsätzlich steht Kessler vor einigen Aufgaben, die sich gefühlt strukturell widersprechen. Auf der einen Seite den Kader konkurrenzfähig machen, auf der anderen Seite wirtschaftlich haushalten. Hier Talente entwickeln und ihnen eine Perspektive bieten, dort den Kader punktuell stärken, auf junge externe Spieler setzen, die mittelfristig wirtschaftliche Entwicklung bedeuten. Auf dem Transfermarkt Stärke und Geduld beim Verkauf der Schlüsselspieler beweisen, gleichzeitig in Kauf nehmen, nicht das ganz große Geld für die weitere Kaderplanung adhoc zur Verfügung zu haben. Die Haltung im Fall von Said El Mala ist beispielsweise klar, aber konsequent. Unter 50 Millionen wollen die Kölner den Spieler nicht abgeben. Das ist eine starke Position, die auf der anderen Seite aber ihren Preis hat. Solange kein Geld fließt, kann es nicht wirklich in den neuen Kader investiert werden.

Manchmal ist der Widerspruch auch nötig

Bei Jakub Kaminski ist die Situation eine andere, aber nicht unbedingt die bequemere. Zwar haben die Kölner erwartungsgemäß die Kaufoption gezogen, doch die Ausstiegsklausel ermöglicht es halt Interessenten, Kaminski ohne Rücksprache mit dem FC zu verpflichten. Die Kölner werden einen Leistungsträger verlieren, ohne etwas dagegen tun zu können. Dennoch war die Entscheidung damals die absolut richtige – und auch hier wartet ein Batzen Geld. So muss der FC Lösungen suchen, die dem aktuellen Budget entsprechen. Vielleicht ein José Marsà, den die Kölner dem Vernehmen nach für einen niedrigen Millionenbetrag unter Vertrag nehmen wollen. Und eben nicht Abubacarr Sedi Kinteh, der für mehr als sechs Millionen Euro nach Saudi Arabien wechselt. Eine Summe, die man ohne den El-Mala-Deal wahrscheinlich nicht mitgehen wollte.

Dabei könnte ein Marsà-Deal ins Kessler-Konzept passen. Kaminski, Jahmai Simpson-Pusey und in gewisser Weise auch El Mala – der Geschäftsführer hat schon einige Spieler unter Wert verpflichtet (oder langfristig gebunden), die aber besser performt haben als gedacht. Der wirtschaftliche Erfolg ist enorm. Doch das Konzept hat Grenzen, wenn der Kader ausgedünnt ist, zu viele Abgänge verzeichnet. Und besonders bitter: Ausgerechnet wichtige Spieler, die diese Handschrift tragen, drohen nun zu gehen. Auf der einen Seite also ein Beleg für die gute Kaderarbeit, auf der anderen Seite die empfindliche Kader-Schwächung. Wirtschaftliches Modell versus immer wieder sportlicher Neuanfang. Und irgendwie wird es dann sogar paradox. Je besser die Arbeit, umso größer die Gefahr, die guten Spieler wieder zu verlieren.

Das alles hört sich nach großen Herausforderungen an. Es ist die Realität. Der FC kann in jenem Wettkampf nur mithalten, wenn er gut scoutet, schnell handelt. Das ist im Widerspruch manchmal dann aber nicht möglich. Hinter den Kulissen geht es wohl längst nicht mehr nur darum, den nächsten Spieler zu verpflichten. Es geht vielleicht auch darum, jede Entscheidung gegen ihre Folgen abzuwägen.


Durchwachsene Auftritte der Ex-FC-Profis: Nicht für alle Ex-Kölner geht die WM weiter

Salih Özcan bei der WM
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Durchwachsene Auftritte der Ex-FC-Profis: Nicht für alle Ex-Kölner geht die WM weiter

Ein aktueller FC-Profi ist bei der WM bekanntlich nicht dabei. Doch auch für die Ex-Spieler der Geißböcke verläuft das Turnier nicht wie erhofft und für einige Akteure ist die WM bereits beendet. Durchwachsene Leistungen der Ex-Profis des 1. FC Köln bei der WM.

Ron-Robert Zieler ist gerade aus den USA zurück. Der Keeper der Geißböcke hat sich die WM live vor Ort angesehen. Als Nationalspieler hat es bekanntlich kein Kölner zum Turnier geschafft. Dafür sind einige Ex-FC-Profis dabei. Doch die Reise ist für den ein oder anderen auch schon wieder beendet.

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Erst einmal zurück nach Köln, soll Salih Özcan der Weg nach der WM führen. Zumindest sagte der türkische Nationalspieler im Podcast von Jonas Hector und Fabian Köster, dass er nach dem Ausscheiden der Türkei nun erst einmal nach Hause wolle. Das Turnier in den USA, in Mexiko und Kanada verlief alles andere als glücklich für den Mittelfeldspieler. Nach den beiden durchaus überraschenden Niederlagen gegen Australien und Paraguay war der Weg bereits beendet. Der 3:2-Erfolg über Gastgeber USA war wohl nur wenig Balsam auf der geschundenen WM-Seele. Allerdings wurde Özcan in der Türkei anschließend für seine Leistung im letzten Spiel gelobt. Nach wie vor wird der Spieler mit Besiktas in Verbindung gebracht, der Vertrag ist bekanntlich ausgelaufen. Ein Wechsel nach Köln ist aktuell eher unwahrscheinlich.

Durchwachsene Leistungen der Ex-Kölner

Auch Ellyes Skhiri wurde zuletzt mit dem FC in Verbindung gebracht. Allerdings gibt es dafür keine belastbare Quelle. Der Mittelfeldspieler ist wohl einer der größten Enttäuschungen der WM. Der Mittelfeldspieler erwischte gleich mehrere rabenschwarze Tage, schied mit den Nordafrikanern sang- und klanglos ohne einen einzigen Punkt aus. Tunesien kassierte 2:12-Tore. Pluspunkte konnte Skhiri wahrlich nicht sammeln. Auch für Jens Castrop ist die WM beendet. Der Mittelfeldspieler scheiterte mit Südkorea als Gruppendritter. Drei Punkte waren am Ende zu wenig. Für die weiteren Ex-FC-Profis geht die Reise bei der WM aber noch weiter. Jhon Cordoba hat mit Kolumbien sogar den Gruppensieg eingefahren. Zwar hat der Ex-Stürmer der Geißböcke noch keinen Treffer erzielt, der 33-Jährige kam aber bereits zwei Mal zum Einsatz. So auch von Beginn an gegen Portugal. Am 4. Juli hat das Team um den Ex-Kölner die Chance, mit einem Sieg über Ghana das Achtelfinale zu erreichen. Da will auch Ismail Jakobs hin. Der gebürtige Kölner trifft mit Senegal auf Belgien. Auch Jakobs kommt schon auf zwei Einsätze bei der WM.

Keine Rolle spielte dagegen Dejan Ljubicic bislang. Dem nachnominierten Mittelfeldspieler blieb nur die Rolle des Zuschauers. Möglicherweise bekommt Ljubicic die Chance gegen Spanien am 2. Juli. Florian Wirtz ist bei der DFB-Auswahl gesetzt. Doch so richtig rund will es bei dem Spieler des FC Liverpool noch nicht laufen. Am Montag steht das Spiel gegen Paraguay auf dem Plan. Kerim Alajbegovic erzielte gegen Katar ein Traumtor. Der Offensivspieler trifft nun mit Bosnien auf den Gastgeber USA.


Thomas Kessler sortiert aus – Kaum noch ein Keller-Zugang ist im Kader des 1. FC Köln

Thomas Kessler vom 1. FC Köln spricht über seine Kaderplanung
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Thomas Kessler sortiert aus – Kaum noch ein Keller-Zugang ist im Kader des 1. FC Köln

Auch in diesem Sommer verlassen offenbar einige Spieler den Verein, die Christian Keller verpflichtet hat. Tatsächlich bleiben kaum noch Akteure vergangener Tage. Und der aktuelle Geschäftsführer Sport der Geißböcke kann dem Kader seine eigenen Handschrift verleihen: Thomas Kessler geht seinen eigenen Weg beim 1. FC Köln.

Die Veränderungen des Kaders der Geißböcke führt unweigerlich zu einem neuen Gesicht der Mannschaft. Die Handschrift Thomas Kesslers wird immer deutlicher. Denn für die kommende Saison hat der 40-Jährige ordentlich aussortiert. Vor allem traf es dabei Spieler, die noch von Christian Kessler zum FC geholt wurden.

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Mit der 1:5-Niederlage gegen den FC Schalke 04 II endete Ende Mai die Zeit von Sargis Adamyan beim 1. FC Köln. Wohlgemerkt in der Zweitvertretung der Geißböcke in der Regionalliga West. Adamyan war im Sommer 2022 als vermeintlicher Königstransfer aus Hoffenheim an den Rhein geholt worden. Doch die Erwartungen erfüllte der Stürmer, der bekanntlich mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet wurde, nicht. Adamyan wurde zwischenzeitlich verliehen, spielte zuletzt in der Kölner „Reserve“, weil es keinen Abnehmer gab, der den Anforderungen des Spielers, vielleicht auch des Vereins entsprach. Und vermutlich auch, weil es keinen Abnehmer gab, der bereit war, das üppige Gehalt des Stürmers zu bezahlen. Dem Vernehmen nach gehörte der Angreifer zu den Besser-Verdienern beim FC. In vier Jahren lief der Armenier 60 Mal für den FC auf, erzielte vier Tore, bereitete sieben vor. Besonders beeindruckende Auftritte sind bei den meisten Fans wohl nicht in Erinnerung geblieben.

Kessler entledigt sich der Keller-Transfers

Adamyan wird gerne als sinnbildliches Beispiel hervorgeholt, wenn es um die eher magere Transferbilanz von Christian Keller geht. Es gibt noch weitere Einkäufe, die sich im Nachhinein als wenig effektvoll erwiesen haben. Zuletzt zum Beispiel Imad Rondic, der im Winter der vergangenen Saison zum FC kam, ebenfalls mit einem satten Vertrag ausgestattet wurde, ebenfalls die Erwartungen nicht hielt – weder in Köln, noch bei seinen Leihstationen in Rakow oder Münster. Trotz der Transfersperre hat Keller in seiner Amtszeit deutlich mehr als 20 Spieler nach Köln geholt. Zu den wirtschaftlich größten Erfolgen dürften dabei Linton Maina (ablösefrei) und Denis Huseinbasic (50.000 €) zählen. Eric Martel eigentlich auch, wäre der nicht gerade erst ablösefrei zum 1. FSV Mainz 05 gewechselt. Sonst gab es eben auch viel Leerlauf. Steffen Tigges, Nikola Soldo, Jacob Christensen – einige Spieler konnten die Erwartungen der Anhänger, vermutlich auch nicht des Vereins erfüllen. Nun ist Christian Keller bekanntlich nicht mehr für den FC tätig und Nachfolger Thomas Kessler entledigt sich nach und nach der Keller-Transfers.

Zuletzt sollen Imad Rondic und Jusuf Gazibegovic mitgeteilt bekommen haben, dass man in Köln auch in der kommenden Saison nicht auf sie setzt. Rasmus Carstensen, ein Rechtsverteidiger, bei dem sich Keller nach eigener Auskunft mit seinem Bauchgefühl intern gegen Skeptiker durchgesetzt habe, wird wohl bei Aarhus unterkommen. Die Liste der Spieler, die der Ex-Geschäftsführer zum FC geholt hat, ist mittlerweile sehr kurz. Für die kommende Saison stehen Stand jetzt mit Joel Schmied, Said El Mala, Linton Maina und Luca Waldschmidt vier von Keller verpflichtete Spieler im Profi-Kader. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich an dieser Zahl aber noch etwas verändert. Immerhin wird El Mala mit der Premier League und eine Ablöse von 50 Millionen Euro in Verbindung gebracht. Waldschmidt und Maina gelten als theoretische Wackelkandidaten.

Eigene Handschrift

Dabei sind die Veränderungen mehr als eine Umstrukturierung, die Kessler anstrebt, es ist eine Art Emanzipation. Der Ex-Keeper war zunächst Kellers Mann, arbeitete in einer Struktur, die Keller aufgebaut, und übernahm einen Kader, den Keller zusammengestellt hatte. Doch je länger Kessler in der Rolle des Sportchefs arbeitet, desto klarer wird: Er denkt den FC anders. Ruhiger, geduldiger, ohne das Bedürfnis, jeden Schritt laut zu erklären. Und mit einer Bereitschaft, Fehler – auch die seines Vorgängers – einfach zu korrigieren, ohne sie groß zu thematisieren. Und das eben nicht nur im Kader, sondern auch bei den Menschen, die diesen bestimmen. Von der einst festgeschriebenen Viererkette ist mittlerweile genauso selten die Rede, wie von einem durch alle Mannschaften hinweg festvorgeschriebenen Spielsystem. Auf dem Transfermarkt scheint ein überraschend neuer Weitblick zu existieren. Neue Märkte, neue Spieler, neue Strategie. Den von Keller genannten Weg zum Entwicklungsclub scheint der Ex-Keeper auf seine Weise zu interpretieren und hat dem FC eine andere wirtschaftliche Denke ermöglicht.

Zur Wahrheit gehört auch, dass Keller den FC mit seiner Spar-Philosophie durch eine sehr schwere Zeit manövriert hat – unabhängig davon, wer daran Schuld hatte. Viele von Kesslers Schritte wären so vielleicht nicht möglich gewesen. Doch Kessler hat in den vergangenen zwei Jahren sukzessive eigene Handschrift entwickelt. El Mala ohne Ausstiegsklausel zu verlängern, war seine Entscheidung. Kwasniok zu entlassen und Wagner zu befördern, war seine Entscheidung. Mit Evangelos Sbonias erneut auf starke Leute aus den eigenen Reihen zu setzen, hat der Ex-Keeper ebenfalls ein Zeichen gesetzt. Den Kader jetzt so konsequent umzubauen, ist seine Entscheidung. Er räumt auf – und er tut es ohne Kommentar, ohne Schuldzuweisung, ohne Drama. Er baut einfach seinen FC. Ob das der richtige Weg ist, wird sich zeigen. Denn die Zeit bis zum Saisonstart rennt und die großen Entscheidungen auf der Zugangsseite stehen noch aus.


Viel Physis, stark im Abschluss, aber auch noch Entwicklungsfelder – so spielt das „Wunderkind“ Chido Obi

Chido Obi im Spiel gegen Fulham
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Viel Physis, stark im Abschluss, aber auch noch Entwicklungsfelder – so spielt das „Wunderkind“ Chido Obi

Der FC ist auch in der vordersten Kette auf der Suche nach Verstärkung. Ein spannender Name ploppte am Samstag auf und könnte tatsächlich passen in die Planungen des 1. FC Köln: Ist Chido Obi der gesuchte Zielstürmer?

Ausgerechnet in den letzten Saisonspielen fehlte Ragnar Ache den Geißböcken. Der Stürmer offenbarte damit unfreiwillig eine Lücke, die bei der Kaderplanung gemacht wurde. Es fehlte ein Backup. Diese Lücke wollen die FC-Bosse schließen und sind tatsächlich an einer Verpflichtung von Chido Obi interessiert. Eine spannende Lösung…

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Die 1:3-Niederlage gegen Newcastle United war besonders schmerzhaft. Ein einziger Punkt hätte an jenem Nachmittag im April gereicht, um die Meisterschaft perfekt zu machen. Doch die Red Devils unterlagen den Magpies. An Chido Obi lief die Begegnung weitestgehend vorbei. Der Stürmer hatte seine Schwierigkeiten, wurde zur Pause beim Stand von 0:2 ausgewechselt. Zwar verkürzte ManU, der erhoffte Punkt blieb aber aus. Dennoch blickt Obi auf eine insgesamt starke Saison zurück. Der 18-Jährige ist in der U21 von Manchester United Stammspieler, kam in 16 von 21 Begegnungen zum Einsatz, zehn Mal von Beginn an. Beim 4:1-Erfolg über Leicester im Februar erzielte der Angreifer alle vier Treffer und ergatterte damit die Nominierung zum Spieler der Premier League 2 im Februar. Dass Obi ein herausragender Fußballer ist, ist den internationalen Scouts nicht verborgen geblieben. Der Stürmer gilt als eins der ganz großen dänischen Talente und wurde in frühen Jahren bereits als „Wunderkind“ gefeiert. Kein Wunder also, dass der FC wirklich auf den Spieler aufmerksam geworden ist. Nach Informationen von come-on-fc.com können sich die Kölner Verantwortlichen eine Verpflichtung durchaus vorstellen.

Stärken im Abschluss, Schwächen in der Luft

Die Datenlage ist auf jeden Fall vielversprechend. So liegt der Stürmer mit seinen erzielten Toren deutlich über dem xGoals-Wert. Zudem sucht Obi oft den Abschluss, trifft mit mehr als jedem dritten Versuch. Mehr als die Hälfte seiner Abschlüsse geht auch auf den Kasten. Seine Treffer haben also durchaus mehr mit Qualität als mit Abschlussglück zu tun. Eine Fähigkeit, die schon früh auffiel. Bereits in jungen Jahren beim FC Arsenal zeigte der Angreifer seine beeindruckende Abschlussstärke. In der U16 der Gunners traf der Stürmer in einem Spiel gegen Liverpool zehn Mal, Arsenal setzte sich 14:3 durch. Anschließend, in der U18, war er gegen Norwich in einer Begegnung sieben Mal, gegen West Ham fünf Mal erfolgreich. In jener Spielzeit traf er in 17 Partien 32 Mal. Ganz Europa wollte den Stürmer. Unter anderem auch die Bayern. Arsenal lockte mit einem langen, dem Vernehmen nach lukrativen Vertrag, doch Obi entschied sich für Manchester United, eine der Talentschmieden im Juniorenbereich Englands. Und auch dort sorgte der Stürmer umgehend für Furore. 17 Treffer in 16 Spielen in der Premieren-Saison bei der U18.

FC als gute Adresse

Doch was macht den Spieler so stark? Mit mehr als 3,5 Ballberührungen in der gefährlichen Zone gehörte Obi in der abgelaufenen Spielzeit zu den Angreifern der Premier League 2, die sich selbst immer wieder in gute Positionen bringen. Die vier Abschlüsse pro Spiel sind ein ähnlich beeindruckender Wert, ligaweit Spitze. Das Talent weiß, wo das Tor steht, findet die passenden Räume, um gefährliche Abschlusspositionen zu nutzen. Für einen 18-Jährigen beweist Obi einen echten Stürmerinstinkt – und der ist ganz sicher nicht angelernt. Mit seinem Tempo schafft es der Däne aber auch immer wieder, nach Vertikalpässen hinter die letzte Kette zu kommen. Dass der 18-Jährige technisch stark ausgebildet ist, ist bei den Stationen des Ausbildung kein Wunder und lässt sich vielleicht an einem überraschenden Wert ablesen. Denn nahezu jeder seiner langen Bälle kommt auch beim Mitspieler an. Eine Qualität, die ein Mittelstürmer aber nicht zwingend mitbringen muss und Angreifer in diesem Ausmaß auch so gut wie nie mitbringen.

Doch Obi offenbart auch einige Entwicklungsfelder, an denen der Angreifer noch arbeiten muss. Der Däne gewinnt beispielsweise im Schnitt nur einen von drei Luftzweikämpfen. Für einen Mittelstürmer, der über Physis kommt und mit 1,88 Metern zu den größeren Spielern der Mannschaft gehört, ein erstaunlich schwacher Wert. Obi ist zudem ein klassischer Stürmer. Mit Tempo über die Außen, ins Dribbling gehen, diese zu gewinnen, gehört jedenfalls nicht zu den Stärken des Angreifers. Genauso wenig glänzte Obi bislang als der große Vorlagengeber. Diese Schwächen sind bei einem 18-Jährigen keine Überraschung und kein Ausschlusskriterium – sie zeigen aber, dass Obi ein sehr spezifisches Profil hat: Strafraum, Abschluss, Volumen. Bei Manchester United hält man große Stücke auf den Stürmer, würde ihm aber zu gerne mehr Spielpraxis auf höherem Niveau ermöglichen. Der FC scheint aus Sicht der Red Devils eine gute Adresse, immerhin hat es bei Jahmai Simpson-Pusey auch geklappt. Allerdings wird es Obi gegen Ragnar Ache nicht leicht haben, sich durchzusetzen.


Starke Werte, aber nicht fehlerfrei: Marvin Schwäbe hat beim 1. FC Köln keine Konkurrenz – und das wird wohl auch so bleiben

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe
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Starke Werte, aber nicht fehlerfrei: Marvin Schwäbe hat beim 1. FC Köln keine Konkurrenz – und das wird wohl auch so bleiben

Beim FC gilt der Torhüter als unumstritten – und das wird er wohl auch bleiben. Denn die aktuelle Kadersituation offenbart zwar so manche Baustelle, im Tor wird Thomas Kessler aber wohl keine Vakanz ausmachen. Ein Blick auf die Zahlen, seine Bedeutung für die Mannschaft und die Überlegung, ob ein echter Herausforderer guttäte beim 1. FC Köln: Marvin Schwäbe ist unumstritten, aber nicht fehlerfrei.

Zweifelsfrei war Marvin Schwäbe der große Rückhalt zwischen den Pfosten in der abgelaufenen Saison. Der Keeper ist unumstritten, allerdings nicht fehlerfrei. Ein Grund, sich auf dem Transfermarkt nach einem Herausforderer umzugucken, ist dies aber bei weitem nicht. Und so bleibt die Position des Keepers eine, um die sich Thomas Kessler dieser Tage wohl keine Sorgen machen dürfte.

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Selbst im Urlaub denkt Marvin Schwäbe offenbar an den 1. FC Köln. Zumindest ließ es sich der Keeper der Geißböcke nicht nehmen, vor einigen Tagen eine kleine Grußbotschaft Richtung Heimat zu schicken. So forderte der Keeper über den Social-Media-Account der Geißböcke die User zum Tippspiel beim FC auf. In zwei Wochen wird dann der komplette Fokus wohl wieder auf Köln liegen. Am 13. Juli startet die Mannschaft von René Wagner in die Vorbereitung auf die neue Saison, am Wochenende zuvor steht schon die Leistungsdiagnostik an. Dass Schwäbe daran teilnehmen wird, scheint eigentlich klar. Eigentlich, weil es zuletzt immer wieder mal Gerüchte über einen möglichen Abschied des Torhüters gab. Hintergrund: Der Keeper war offenbar aktiv anderen Vereinen angeboten worden. Möglicherweise, weil eine Vertragsverlängerung noch aussteht. Wie die Bild zuletzt berichtete, würde das aufgrund einer Klausel aber mit dem Erreichen von etwa 20 Ligaspielen automatisch passieren.

Beachtliche Werte und Verbesserungspotenzial

Die FC-Bosse verspüren also keinen Druck, möglichst schnell zu verlängern, sehen aber auch keine Notwendigkeit, sich anderweitig umzuschauen. Andere Vakanzen haben da Vorrang und man ist zufrieden mit den Leistungen des Torhüters. Das hat gute Gründe. Im Spielaufbau gehört der 31-Jährige zum Beispiel zur absoluten Bundesliga-Spitze. Mit einer Quote von 82,32 Prozent angekommener progressiver Pässe lag er ligaweit in der abgelaufenen Saison nur knapp hinter Spitzenreitern wie Ex-FC-Keeper Jonas Urbig und Wolfsburgs Kamil Grabara — deutlich vor etablierten Größen wie Nationalkeeper Oliver Baumann oder dem langjährigen Freiburg-Schlussmann Noah Atubolu. Für einen modernen Torhüter, der zunehmend als erster Spieleröffner verstanden wird, ist das ein beachtlicher Wert. Zudem gehört Schwäbe auf der Linie zu den stärksten Torhütern der Liga. Gerade im Eins-gegen-Eins gibt es nur wenige Torhüter, die mit dem 31-Jährigen mithalten können. Schwäbe bleibt lange stehen, macht sich groß und verhinderte in der Saison so einige Gegentore. Auch die Reflexe sind stark.

Was sich zudem statistisch nicht einfangen lässt, ist der Wert in der Mannschaftshierarchie. Schwäbe ist Kapitän. Eine Rolle, die über reine Zahlen hinausgeht — als Führungsspieler in der Kabine, als Stimme nach außen, als jemand, der eine junge Mannschaft durch eine Saison trägt. Auf der anderen Seite ist der Keeper aber nicht komplett. Rein statistisch gibt es durchaus Defizite. Und das bei den klassischeren Torhüter-Werten. Die Fangquote liegt bei 60,38 Prozent — der zweitschlechteste Wert aller in der aktuellen Erhebung erfassten Bundesliga-Torhüter, nur knapp vor Kauã Santos von Eintracht Frankfurt. Auch die Gegentor-Bilanz ist alles andere als hervorragend: 63 Gegentore bei einem erwarteten Wert von rund 55 — ein Unterschied, der schon ins Gewicht fällt, aber eben auch nicht nur an Schwäbe hängt. Der Keeper ist zurecht unumstritten, doch offenbaren die Daten, das es durchaus Verbesserungspotenzial gibt.

Und so stellt sich durchaus die Frage, ob dem Keeper ein Herausforderer gut tun würde. Zweifelsfrei ist Ron-Robert Zieler einer der besten zweiten Torhüter der Liga. Er ist aber eben auch als Nummer zwei klar deklariert. Abgesehen von der Episode mit Jonas Urbig hatte Schwäbe beim FC eigentlich nie einen direkten Konkurrenten. Auch, wenn es mit Timo Horn zeitweilig anders kommuniziert wurde. In zwei Wochen startet die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Schwäbe wird zwischen den Pfosten stehen. Daran besteht nur wenig Zweifel.


Transfergerücht: 1. FC Köln führt wohl Gespräche mit Manchester United über Chido Obi

Chido Obi von Manchester United
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Transfergerücht: 1. FC Köln führt wohl Gespräche mit Manchester United über Chido Obi

Kommt der Transfermarkt beim FC nun auch auf der Zugangsseite in Gang? Der 1. FC Köln soll an Chido Obi interessiert sein. Der Stürmer steht aktuell bei Manchester United unter Vertrag. Dem Vernehmen nach wurden Gespräche bereits aufgenommen.

In gut zwei Wochen fängt für den FC die Vorbereitung auf die neue Saison an. Dabei ist nicht klar, mit welcher Mannschaft die Kölner auflaufen werden. Es fehlen Zugänge. Nun könnte ein wenig Schwung in die Angelegenheit kommen. Denn der FC wird in Verbindung mit einem Stürmer von Manchester United gebracht. Angeblich befinden sich die Clubs über Chido Obi im Austausch.

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Er ist 18 Jahre alt, dänischer Junioren-Nationalspieler, kommt auf einen Marktwert von fünf Millionen Euro und steht offenbar auf der Liste des 1. FC Köln. Das berichtet der britische Transferexperte Pete O’Rourke. Demnach befinden sich der FC und Manchester United bereits in Gesprächen über eine Leihe des Angreifers. Bei den Red Devils erhofft man sich mehr Spielpraxis für den Stürmer. Der 18-Jährige stand bei ManU zwar bereits im Kader der Profis, doch zum Einsatz kam der Angreifer nicht. Sein Profi-Debüt feierte der Spieler im Februar 2025 gegen Tottenham Hotspur. Vor allem aber kam Obi in diversen Nachwuchsmannschaften zum Einsatz. So für die U21 in der Premier League 2. Dort erzielte der Däne in 24 Spielen elf Tore. Im Sommer 2022 wechselte der Spieler von Kopenhagen in die Nachwuchsabteilung des FC Arsenal. Von dort ging es nach kurzer Unterbrechung zu den Red Devils. Dort gilt der Angreifer als eins der größten Offensivtalente. Mit seinen 18 Jahren ist er bereits jetzt U21-Nationalspieler Dänemarks.

Leihgeschäft mit Obi?

Pete O’Rourke gilt als renommierter Transferjournalist, der unter anderem für footballinsider schreibt. Wie der Experte weiter berichtet genieße der Spieler bei ManU hohes Ansehen. Obi würde in das Bild passen, das sich beim FC in den vergangenen Wochen abzeichnet. Die Kölner scheinen bewusst auf den englischen Markt zu schielen. Mit Jahmai Simpson-Pusey von Manchester City haben die Kölner zuletzt absolut richtig gelegen. Bei Obi könnten sich die FC-Bosse eine ähnliche Entwicklung erhoffen. Bei den vergangenen Leihkonstrukten hatte Thomas Kessler immer wieder Kaufoptionen vereinbaren können. Diese zog der FC bekanntlich bei Jahmai Simpson-Pusey. Dadurch haben die Kölner schon jetzt einen wirtschaftlichen Erfolg erzielt. Auch bei Obi wäre eine Leihe wohl die einzige Möglichkeit, den Angreifer unter Vertrag zu nehmen. Der Marktwert liegt bei fünf Millionen Euro. Über die Länge des Vertrags gibt es keine Angaben.

Lest hier: Alle Transfergerüchte im Überblick und mit Einordnung


Luis Stapelmann vom 1. FC Köln wird für die U19-EM nachnominiert

Luis Stapelmann von der U19 des 1. FC Köln
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Luis Stapelmann vom 1. FC Köln wird für die U19-EM nachnominiert

Mit der Nachnominierung des Kölner Talents ist und auch der FC bei der U19-EM vertreten. Luis Stapelmann reist zur U19-Europameisterschaft nach. Bereits am Sonntag startet die Gruppenphase des Turniers.

Nachdem bei den Profis eine Nominierung für die deutsche DFB-Elf zwar heiß diskutiert wurde, blieb eine Berufung bekanntlich am Ende doch aus. Doch der 1. FC Köln bekommt im Sommer 2026 doch noch seinen deutschen Nationalspieler. Mit Luis Stapelmann reist ein FC-Talent zur U19-EM nach Wales.

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Was bei den Profis in diesem Jahr so gar nicht klappen wollte, schafft nun ein U19-Spieler des 1. FC Köln. Luis Stapelmann wird in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Der Abwehrspieler aus dem Kölner Nachwuchs wurde am Freitag für die U19-Europameisterschaft nachnominiert und wird heute zum Team reisen. Das Talent ist beim FC Stammspieler, stand in den Duellen zur deutschen A-Junioren Meisterschaft immer über die volle Spielzeit auf dem Platz. Auch in der Liga war Stapelmann der Rückhalt der Kölner Verteidigung. Nun startet für den 19-Jährigen bereits am Sonntag die U19-Europameisterschaft in Wales. Mit dem Team von Trainer Christian Wörns trifft die DFB-Auswahl zunächst in der Gruppenphase auf Dänemark. Das Duell wird um 21 Uhr angepfiffen. Drei Tage später, am 1. Juli (21 Uhr) muss sich die Mannschaft dann gegen Gastgeber Wales beweisen, bevor am Samstag, den 4. Juli um 15 Uhr die Partie gegen Spanien auf dem Plan steht.

„Wir gehen Schritt für Schritt vor“

Das Turnier ist gleich in mehrfacher Hinsicht spannend. Denn neben dem zu gewinnenden EM-Titel steht auch die Qualifikation für die U20-WM 2027 in Aserbaidschan und Usbekistan auf dem Spiel. Die besten vier Mannschaften qualifizieren sich dafür. „Unser Ziel ist es, mindestens das Halbfinale zu erreichen. Ab dem Halbfinale ist grundsätzlich alles möglich“, blickt U19-Trainer Wörns auf das Turnier voraus. „Dann braucht man auch ein wenig Spielglück. Mit dem Halbfinaleinzug wäre gleichzeitig die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr ein großer Erfolg. Wir gehen Schritt für Schritt vor.“ Mit Stapelmann ist nun auch der FC personell mit von der Partie. Die Spiele der deutschen Elf werden live bei DFB-TV übertragen.