Warten auf Transfers beim 1. FC Köln – So agiert die Konkurrenz auf dem Transfermarkt

Thomas Kessler vom 1. FC Köln.
,

Warten auf Transfers beim 1. FC Köln – So agiert die Konkurrenz auf dem Transfermarkt

Der 1. FC Köln blickt auf ein bislang ruhiges Transferfenster. Acht Abgänge und mit Jakub Kaminski, Tom Krauß und Jahmai Simpson-Pusey drei festverpflichtete Leihspieler stehen bislang bei den bisherigen Bewegungen. Bei den anderen Bundesligisten ist im Vergleich schon mehr Betrieb auf dem Markt. So agiert die Konkurrenz des 1. FC Köln auf dem Transfermarkt.

Weitere Zugänge hängen beim FC bekanntlich besonders von potenziellen Verkäufen ab. Denn die Millionen von einem Deal um Jakub Kaminski und Said El Mala eröffnen den Geißböcken ganz andere Möglichkeiten. Die Konkurrenz ist da schon weiter.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

1. FSV Mainz 05

Nach der festen Verpflichtung von Sheraldo Becker legten die Mainzer mit den beiden ablösefreien Zugängen Eric Martel und Ransford Königsdörffer sowie Fabio Gruber aus Nürnberg nach. Auf der Abgangsseite gingen Tom Krauß fest nach Köln, Nicolas Veratschnig zu Salzburg, Daniel Batz nach Gladbach und Stefan Posch sowie Armindo Sieb nach ihren Leihen zurück zu ihren Stammvereinen. Zudem wurden die Verträge von Maxim Leitsch und Niklas Tauer nicht verlängert. Der Abgang von Posch ist für Mainz ein herber Verlust. Der Österreicher gehörte in der Rückrunde zum Stammpersonal in der Innenverteidigung und hatte einen großen Anteil am Klassenerhalt der Mainzer. Der FSV will versuchen, Posch fest zu verpflichten und somit die Kaderplanung vorerst abzuschließen.

Ausgaben: 5 Millionen – Einnahmen: 7 Millionen

1. FC Union Berlin

Bei Union Berlin gab es in den ersten Wochen des Transferfensters hauptsächlich Bewegung im Defensivbereich. Mit den beiden ablösefreien Spielern Diogo Leite und Danilo Doekhi sowie Stanley Nsoki, der nach seiner Leihe nach Hoffenheim zurückkehrt, verließen gleich drei Innenverteidiger die Hauptstädter. Zudem wurde auch der Vertrag mit Alex Kral nicht verlängert. Um die freien Plätze in der Abwehr zu besetzen, blickte Union auf den Markt der ablösefreien Spieler und verpflichtete mit Marvin Friedrich von Borussia Mönchengladbach und Zeno van den Bosch zwei Akteure zum Nulltarif. Trotzdem ist die Arbeit in der letzten Reihe noch nicht abgeschlossen. So möchte Union noch einen weiteren Defensivspieler unter Vertrag nehmen und sich dadurch auch in der Breite verstärken.

Ausgaben: – Einnahmen: –

Borussia Mönchengladbach

Die Fohlen haben schon richtig zugeschlagen. Mit Isac Lidberg, David Herold, Zento Uno, Yukhym Konoplya, Enzo Leopold und Daniel Batz sowie dem festen Wechsel von Leihspieler Hugo Bolin nahm Gladbachs Head of Sports bislang gleich sieben Spieler fest unter Vertrag. Allerdings war dies auch notwendig. Neben Rocco Reitz, Marvin Friedrich, Winsley Botelli, Shio Fukuda und Jonas Omlin verließen auch die ausgeliehenen Haris Tabakovic, Yannik Engelhardt, Alejo Sarco und Kota Takai den Verein. Doch die Arbeit am Borussia-Park ist noch nicht vorbei. Sollten Joe Scally, Franck Honorat und Nico Elvedi den Verein noch verlassen, dürfte sowohl in der Abwehr als auch auf der rechten Offensivseite noch einmal nachgelegt werden.

Ausgaben: 9 Millionen – Einnahmen: 21 Millionen

Hamburger SV

Der Hamburger SV musste in diesem Sommer schon einige namhafte Abgänge hinnehmen. Mit Damion Downs, Luka Vuskovic, Fabio Vieira und Giorgi Gocholeishvilli verließen gleich vier Profis den Verein aufgrund auslaufender Leihgeschäfte. Zudem verloren die Rothosen neben Lukasz Poreba, der nach seiner Leihe fest nach Elversberg wechselte, auch Ransford Königsdörffer. Der Angreifer ging nach Jahren in Hamburg ablösefrei nach Mainz. Auf der Zugangsseite war der HSV bislang zurückhaltend. Mit Kofi Amoako wechselt ein spannender Mittelfeldspieler in den Norden. Zudem wurde Albert Gronbaek nach seiner Leihe fest unter Vertrag genommen. Der HSV ist noch gefühlt auf jeder Position auf der Suche nach Verstärkungen und benötigt diese aufgrund der schmerzhaften Abgänge.

Ausgaben: 6 Millionen – Einnahmen: 1,5 Millionen

Werder Bremen

Genau wie der Rivale Hamburg, musste auch Werder Bremen mit Yuki Sugawara, Cameron Puertas, Victor Boniface, Maximilian Wöber, Jovan Milosevic und Isaac Schmidt einige Leihspieler verabschieden. Zudem wurde der Vertrag mit Leonardo Bittencourt nicht verlängert, der ablösefrei zu Energie Cottbus wechselte. Der bitterste Abgang fand jedoch im Tor statt. Stammkeeper Mio Backhaus schloss sich dem SC Freiburg an, brachte den Bremern mit zwölf Millionen Euro eine Stange Geld. Die freie Position im Kasten schlossen die Werderaner mit der Festverpflichtung von Karl Hein. Zudem kamen mit Cedric Itten, Chuki und Kenny Quetant drei Offensivkräfte ablösefrei zum SVW. Mit Lasse Günther von Elversberg soll in den kommenden Wochen ein weiterer Linksverteidiger unter Vertrag genommen werden. Die größte Frage bei Bremen ist aktuell die Personalie Jens Stage. Der Mittelfeldspieler würde gern zur TSG 1899 Hoffenheim wechseln. Bremen hat bislang jedoch jedes Angebot der Hoffenheimer abgelehnt. Sollte der Transfer doch noch über die Bühne gehen, müsste Werder die Ablöse in einen adäquaten Ersatz investieren.

Ausgaben: 3 Millionen – Einnahmen: 12 Millionen

Schalke 04

Die Königsblauen haben mit Satoshi Tanaka von Fortuna Düsseldorf und Junior Adamu vom SC Freiburg schon zwei spannende Spieler verpflichtet. Dazu befindet sich Schalke in intensiven Gesprächen über eine Leihe von Innenverteidiger Igor Julio von Brighton sowie einen festen Transfer von Dina Junior Ebimbe von Eintracht Frankfurt. Mit Henning Matriciani und Christopher Antwi-Adjei verließen zwei Akteure den Verein aufgrund eines auslaufenden Vertrags. Zudem kehrten Torwart Kevin Müller und Linksverteidiger Moussa Ndiaye zu ihren Stammvereinen zurück. Besonders der Abgang von Ndiyae schmerzt. Der 24-Jährige etablierte sich schnell als Leistungsträger. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Schalke Ndiaye gern behalten würde. Klappt der Transfer, hat Schalke schon einige Hausaufgaben erledigt. Sollte Edin Džeko sich dafür entscheiden, seine Karriere zu beenden, müsste Schalke im Sturm definitiv noch einmal nachlegen.

Ausgaben: 2 Millionen – Einnahmen: –

SC Paderborn 07

Mit Luka Duric, Jano ter Horst, Albert Millgramm, Timur Gayret, Tom Baack, Clemens Lippman, Nyamekye Awortwie-Grant und Martin Ens haben die Ostwestfalen schon acht Spieler unter Vertrag genommen und damit so viele wie keine andere Mannschaft. Allerdings kommen alle Neuzugänge aus unteren Ligen und haben bislang noch keine oder erst wenig Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt. Besonders schmerzhaft sind die Abgänge von Calvin Brackelmann, der ablösefrei zum FC Augsburg geht, und Dennis Seimen, der nach seiner Leihe zum VfB Stuttgart zurückkehrt.  Bei der Suche nach einem Nachfolger für Seimen zwischen den Pfosten ist der SCP wohl bei Hoffenheim fündig geworden. So soll Nahuel Noll die neue Nummer eins beim Team von Trainer Ralf Kettemann werden.

Ausgaben: 0,5 Millionen – Einnahmen: –

SV Elversberg

Die ELV hat neben der Festverpflichtung von Lukasz Poreba vom Hamburger SV zwei hochspannende Spieler zu sich gelotst. Mit Maurice Krattenmacher, der fest vom FC Bayern kommt, und Francis Onyeka, der von Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen wurde, haben die Elversberger zwei Spieler bekommen, die ihre Qualität in der zweiten Liga schon gezeigt haben und nun den nächsten Schritt machen wollen. Nun wurde auch Noah Darvich vom VfB Stuttgart geliehen. Mit Bambase Conte und Immanuel Pherai verließen zwei Leihspieler den Verein, die einen großen Anteil am Aufstieg hatten. Elversberg dürfte die Ohren auf jeder Position weiter offenhalten und schauen, ob man vielleicht den ein oder anderen Profi holen kann, der bereits Erfahrung in der Bundesliga sammeln konnte.

Ausgaben: 1,5 Millionen – Einnahmen: –


Jaka Cuber Potocnik verlängert seinen Vertrag beim 1. FC Köln – und wird wieder verliehen

Jaka Potocnik soll für RWE noch zum Faktor werden
,

Jaka Cuber Potocnik verlängert seinen Vertrag beim 1. FC Köln – und wird wieder verliehen

Der 1. FC Köln hat die Zukunft des 21-Jährigen langfristig gesichert. Jaka Cuber Potocnik verlängert beim 1. FC Köln. Der Stürmers unterschreibt einen neuen Vertrag bei den Geißböcken und kehrt gleichzeitig für eine weitere Saison zu Rot-Weiss Essen zurück, wo er bereits in der vergangenen Spielzeit auf Leihbasis aktiv war.

Die langfristige ist Zukunft gesichert, die nächste Station bekannt: Der 1. FC Köln verlängert den Vertrag mit Jaka Cuber Potocnik und leiht den Stürmer erneut an Rot-Weiss Essen aus. Für den 21-Jährigen ist es die Chance, dort anzuknüpfen, wo er aufgehört hat und als Stammspieler in einem Team mit Ambitionen zu wachsen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

In Essen war Potocnik zuletzt immer mehr zum Faktor geworden. In den entscheidenden Relegationsspielen gegen die SpVgg Greuther Fürth, stand er in der Startelf. RWE scheiterte allerdings am Aufstieg in die zweite Bundesliga. Dennoch ein Zeichen, das Technischer Direktor Lukas Berg bewusst hervorhebt: „Gerade gegen Ende der letzten Spielzeit hat Jaka dort eine stabile Entwicklung genommen und stand als Leihspieler in den entscheidenden Relegationsspielen in der Startaufstellung. Das zeigt wiederum den Stellenwert, den sich Jaka in Essen erarbeitet hat“, so Berg.

Ein langer Weg mit Hindernissen

Potocnik kam im Januar 2022 als Teenager aus Slowenien in die U19 des 1. FC Köln. Der Beginn seiner Kölner Zeit verlief alles andere als reibungslos: Eine Sperre durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS legte ihn bekanntlich für vier Monate lahm. Trotzdem arbeitete er sich durch die Nachwuchsabteilung und kommt auf 35 Einsätze für die U19 mit 23 Toren. Zudem stehen weitere 35 Pflichtspiele für die U21 mit 15 Treffern zu Buche. Im September 2024 folgte das Profidebüt im Heimspiel gegen den Karlsruher SC.

Dass der 1. FC Köln nun langfristig verlängert, ist kein Automatismus, sondern eine klare Positionierung. Berg macht das deutlich: „Diese Verlängerung zeigt gegenseitiges Vertrauen und die Überzeugung in Jakas Fähigkeiten. Das kommende Jahr wird ein wichtiges für seinen nächsten Entwicklungsschritt.“

Essen als bewusste Wahl

Die erneute Leihe zu RWE ist dabei keine Verlegenheitslösung, sondern eine gemeinsame Entscheidung. Potocnik kennt das Umfeld, hat sich dort Respekt erarbeitet und soll bei einem ambitionierten Drittligisten weiter reifen. „Ich kenne das Umfeld in Essen schon sehr gut und bin hochmotiviert, mit dem Team die gute letzte Saison zu bestätigen“, sagt der sechsfache slowenische U21-Nationalspieler. Die Botschaft an den 1. FC Köln formuliert er dabei fast schon automatisch: „Der 1. FC Köln hat mich seit meinem Wechsel auch in schwierigen Zeiten immer maximal unterstützt. Das möchte ich zurückzahlen.“


1. FC Köln empfängt Real Sociedad San Sebastian zum Testspiel im RheinEnergie Stadion

Südkurve des 1. FC Köln mit der Wilden Horde
,

1. FC Köln empfängt Real Sociedad San Sebastian zum Testspiel im RheinEnergie Stadion

Die Pläne für die Sommervorbereitung der Geißböcke werden konkreter. Neben dem anstehenden Trainingslager in Kitzbühel Ende Juli steht für die Mannschaft von René Wagner ein Highlight-Testspiel fest. Der 1. FC Köln testet gegen Real Sociedad San Sebastian.

Die Spieler befinden sich noch in der Sommerpause, die Mannschaft für die kommende Spielzeit steht noch nicht, doch der Rahmen der Vorbereitung bekommt immer mehr Konturen. Der erste Auftritt im Müngersdorfer Stadion findet vor Beginn der Pflichtspiel-Saison statt.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Am 8. August 2026 steht um 15:30 Uhr der erste Termin im Kölner Stadion für die Geißböcke an. Dann ist mit Real Sociedad San Sebastian der viermalige Pokalsieger Spaniens zu Gast. Bevor das Team von FC-Trainer René Wagner vor Beginn der Pflichtspielsaison gegen die Spanier aufläuft, wird sich das Gesicht der Kölner wohl noch deutlich verändern. Denn bis auf die drei fest verpflichteten Leihen sowie die Abgänge, hat sich noch nicht viel getan auf der Zugangsseite der Profis. Der 1909 gegründete Club gehörte zu den Gründungsmitgliedern der spanischen Primera División und etabliert sich in den vergangenen Jahren zunehmen in der Liga. Neben Barcelona und Madrid schloss Real Sociedad die Liga zwischen 2020 und 2024 auf einem der sechs oberen Plätze ab. Somit sammelte der Verein auch Erfahrung im europäischen Wettbewerb.

In den beiden vergangenen Jahren lief es durchwachsener. San Sebastian ordnete sich im Mittelfeld der spanischen Tabelle ein, spielte aber erfolgreich im Pokal. So gewann die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo vergangenen März das Halbinale gegen Athletic Bilbao und belohnte sich im Finale gegen Atlético Madrid mit dem Pokalsieg. Nun steht der Test gegen die Geißböcke im Highlight-Testspiel der Sommervorbereitung 2026 an. Tickets sind für Mitglieder bereits ab kommenden Montag den 29.6. ab 10 Uhr im FC-Ticketshop erhältlich. Der offizielle Vorverkauf beginnt dann einen Tag später.

Terminkalender Sommer 2026

Auch im Trainingslager in Kitzbühel wird es einen Test geben. Termin und Gegner sind noch nicht veröffentlicht.

Trainingsauftakt: 13. Juli
Testspiel Bergisch Gladbach: 23. Juli
Trainingslager Kitzbühel: 24. bis 31. Juli
Saisonauftakt: 1. August
Testspiel San Sebastian: 8. August
1. Runde DFB-Pokal/Würzburger Kickers: 24. August (18 Uhr)
Bundesliga-Start: 28. bis 30. August


Bundesliga Talent Series startet — ohne den 1. FC Köln: Die Gründe sind bekannt

Patrik Kristal im Trikot des 1. FC Köln
,

Bundesliga Talent Series startet — ohne den 1. FC Köln: Die Gründe sind bekannt

Die DFL startet in ein neues Format, das jungen Spielern mehr Spielpraxis ermöglichen wird. Eigentlich eine gute Sache aus Kölner Sicht. Doch der 1. FC Köln fehlt bei der Bundesliga Talent Series – die Gründe sind bekannt und wieder einmal ärgerlich.

Mit einer neuen Liga will die DFL die Lücke zwischen Nachwuchs- und Profifußball verkleinern. Analog zu anderen Ländern wie der Premier League 2 in England sollen Nachwuchsmannschaften auf hohem Niveau spielen. Der FC nimmt nicht daran teil und das hat Gründe.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Der Zeitpunkt der Entscheidung hatte schon ein wenig überrascht. Als die Kölner U21 am Dienstag in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet ist, war eine Trainerpersonalie erst wenige Stunden in der Welt. Evangelos Sbonias wird künftig zum Trainerstab der Profis gehören, der Nachwuchs erst einmal interimsmäßig von den bisherigen Co-Trainern Marcel Ivanusa und Tim Strenger betreut. Nach einem neuen Chefcoach wird aktuell geschaut. Komplett abgeschlossen ist auch der Kaderumbruch der Kölner Reserve wohl noch nicht. Feststeht allerdings wie das Spielgeschehen der kommenden Saison aussehen soll. Die U21 wird natürlich in der Regionalliga West antreten, darüber hinaus aber nicht in der neu geschaffenen Talente-Liga der DFL. Die „Bundesliga Talent Series“ soll speziell Spielern zwischen 17 und 21 Jahren die Chance auf mehr Spielzeit ermöglichen. Daher findet die Liga auch parallel zum „normalen“ Spielbetrieb statt. Eigentlich trifft sie einen wichtigen Kölner Kern. Denn beim FC ist man bemüht, talentierten Spielern mit mehr Spielpraxis den Sprung zu den Profis zu ermöglichen.

Logistische und strukturelle Probleme

Das Dilemma ist bekannt: Der FC will seinen Nachwuchsspielern einen guten Weg für die Zukunft aufzeigen. Nicht jeder Akteur, nicht jede Spielerseite ist damit einverstanden. Oft geht es nicht schnell genug, der Weg über angestrebte Leihen ist nicht immer der erhoffte. Der Begriff „Talenteflucht“ geistert immer mal wieder über dem Geißbockheim. Ob die neue Nachwuchsliga an der Herangehensweise oder den Ansichten etwas ändern würde, ist nicht gesagt. Und wird rein hypothetisch bleiben. Denn die Kölner werden ohnehin nicht an der neuen Liga teilnehmen. 26 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga haben sich angemeldet. Der 1. FC Köln nicht. Das hat keine sportlichen Gründe, es hat logistische und strukturelle. „Wir platzen aus allen Nähten“, hatte FC-Präsident Jörn Stobbe vor einigen Wochen in einer Medienrunde gesagt und einmal mehr auf die Notwendigkeit des Ausbaus des Trainingsgelände der Geißböcke hingewiesen. Es ist schon jetzt fast unmöglich, allen Mannschaften einen guten Trainingsablauf zu gewährleisten.

Doch durch die Regularien der DFL wird das Unterfangen unmöglich. Und das nicht nur, weil künftig dann auch Spiele unter der Woche stattfinden müssten. In der Talent Series sollen die Vereine auch gegnerischen Teams ihre Infrastruktur zur Verfügung stellen — etwa damit Frankfurt und Bremen sich in Köln treffen können, statt quer durch Deutschland zu reisen. Das ist unter den aktuellen Bedingungen am Geißbockheim nicht leistbar. Für einen Klub, dessen Nachwuchsarbeit als eine besonders gute gilt, besonders bitter, ein klarer Nachteil. Dass der FC nicht dabei ist, ist kein Versäumnis der sportlichen Leitung — es ist eine direkte Folge des seit Jahren ungelösten Raumproblems am Geißbockheim. Genau dafür braucht der FC die Satellitenflächen, über die der Stadtrat am 2. Juli abstimmen soll. Die Talent Series macht einmal mehr deutlich, was auf dem Spiel steht — nicht nur sportlich, sondern strukturell.

Teilnehmende Teams

Bundesliga: 1. FC Union Berlin, SV Werder Bremen, Borussia Dortmund, SV Elversberg, Eintracht Frankfurt, Hamburger SV, RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach, FC Bayern München, SC Paderborn 07, FC Schalke 04 

2. Bundesliga: Hertha BSC, DSC Arminia Bielefeld, VfL Bochum 1848, Eintracht Braunschweig, FC Energie Cottbus, SV Darmstadt 98, SG Dynamo Dresden, SpVgg Greuther Fürth, Hannover 96, 1. FC Heidenheim 1846, Holstein Kiel, 1. FC Magdeburg, 1. FC Nürnberg, FC St. Pauli, VfL Wolfsburg


Schnell, dribbelstark, ein wenig El-Mala-Vibes? So gut könnte Giovani Versini zum 1. FC Köln passen

Giovani Versini
,

Schnell, dribbelstark, ein wenig El-Mala-Vibes? So gut könnte Giovani Versini zum 1. FC Köln passen

Noch vor wenigen Wochen schien der FC keine Chance im Bieten um Giovani Versini zu haben. Doch das soll sich angeblich geändert haben. Laut französischen Medien gibt es durchaus gute Chancen für den FC bei Giovani Versini: Warum er zum 1. FC Köln passen würde.

Glaubt man den französischen Medien hat sich die Ausgangslage der Geißböcke innerhalb weniger Stunden deutlich verbessert. Wenn denn der FC auf der Suche nach neuen Spielern sich auch wirklich beim FC Pau nach Giovani Versini umgeschaut hat. Übereinstimmend wird berichtet, dass neben Lorient der 1. FC Köln die besten Karten im Buhlen um den Franzosen hat. Und tatsächlich weisen die Daten einen extrem spannenden Spieler auf.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Würde man die Physis mal außer Acht lassen und die Ligazugehörigkeit auch vernachlässigen, dann könnte man bei Versini durchaus von gewissen El-Mala-Vibes sprechen. Der Rechtsaußen des französischen Zweitligisten sucht in Sachen Tempo und Dribbling seinesgleichen. Mit 6,2 Dribblings in 90 Minuten gibt es in der Klasse nur einen einzigen Außenspieler, der marginal besser ist. Versini sucht das Eins-gegen-Eins immer wieder und ist im Schnitt in zwei von drei Versuchen auch erfolgreich. Über die Außen sorgt der 22-Jährige so immer wieder für mächtig Wirbel. Seine vier progressiven Läufe pro 90 Minuten sind auch Spitze der Liga. Versini zieht Verteidiger aus der Position, er eröffnet Räume, er macht das Spiel schneller. Mit seinen gefährlichen Pässen in die Box sorgt der Franzose immer wieder für Gefahr, auch für seine Mitspieler. Neun Tore und drei Vorlagen können sich durchaus sehen lassen, dabei bewies der Offensivspieler eine gewisse Kaltschnäuzigkeit, denn der xGoals-Wert lag bei 6,18.

Starke Offensivwerte

Versini ist kein Flankengeber. 26,2 Prozent genaue Hereingaben sind unterdurchschnittlich, und das ist kein Makel, sondern eine Rollenbeschreibung. Er ist ein invertierter Rechtsaußen auf Linksfuß, der reinzieht und abschließt. Klassische Hereingaben sind nicht sein Werkzeug – das sind direkte Wege in den Strafraum und das Eins-gegen-eins. Unter René Wagner war El Mala auf der linken Seite ein Außenspieler, der durch seine Dribblings Lücken gerissen und Räume geöffnet hat. Versini könnte den Part auf der rechten Seite übernehmen. Das würde wiederum den Druck auf Spieler wie Linton Maina oder Jan Thielmann erhöhen, die in der abgelaufenen Spielzeit nicht wie erhofft performten. Allerdings ist der Franzose auch polyvalent einsetzbar. Seine Schussgenauigkeit von 43 Prozent sind auch überdurchschnittlich gut. Dass der Franzose mit diesen Werten Aufmerksamkeit erzeugt hat, ist logisch. Versini ist eins der größten französischen Talente, torgefährlich, schnell, dribbelstark. Das Profil erscheint mindestens extrem spannend.

Laut transfermarkt.de liegt der Marktwert bei fünf Millionen Euro. Für einen Zweitliga-Spieler ist das sicherlich nicht ohne. Doch der Preis wird am Ende wohl auf den Tisch kommen müssen. Versini hat Vertrag bis 2028, es gibt Mitkonkurrenten. Und es gibt dann doch eben die beiden Aspekte, die man nun einfach nicht vernachlässigen kann. Versini ist mit 1,67 Metern Körpergröße physisch nicht der robusteste Spieler. Zudem hat er seine beeindruckenden Werte in der zweiten Liga Frankreichs nachgewiesen. Ob der U21-Nationalspieler das Zeug hat, auch im Oberhaus Fuß zu fassen, wird sich also erst zeigen müssen – egal, ob in Frankreich oder in Deutschland. Dennoch: Das Gesamtpaket scheint ein sehr spannendes zu sein. Das Talent ist auf jeden Fall anhand der Daten zu erkennen.


Ein anderer Blickwinkel: Die ungewöhnliche Transfergeschichte der Familie El Mala

Said El Mala wird nicht nach Brentford wechseln
,

Ein anderer Blickwinkel: Die ungewöhnliche Transfergeschichte der Familie El Mala

350.000 Euro haben den FC die Brüder Malek und Said El Mala gekostet. Mittlerweile flossen noch einmal rund zwei Millionen Euro zur Viktoria. Doch auch das ist nichts gegen die 50 Millionen, die der FC gerne hätte und die die Familie ausgeschlagen hat. Interessenten verhandeln nicht nur mit dem 1. FC Köln: Said El Mala und die Familie hinter dem Transfer.

Christian Keller hatte recht – Said El Mala wird der größte Transfer der Kölner Vereinsgeschichte. Doch wann und wohin? Das entscheidet aktuell eine Familie, die sich ganz offensichtlich weder von Ablösesummen noch von Millionengehältern beeindrucken lässt.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Christian Keller geht für die FC-Fans sicherlich nicht als der beliebteste aller FC-Verantwortlichen in die Kölner Geschichtsbücher ein. Zahlreiche seiner Transfers gingen nicht auf. Mit einem Bauchgefühl wird der ehemalige Geschäftsführer der Kölner aber recht behalten. Vor einigen Monaten erklärte Keller, Said El Mala werde der höchste Transfer der Kölner Vereinsgeschichte werden. Damit wird der promovierte Wirtschaftsexperte recht haben und die Bestätigung wird es wohl diesen Sommer noch geben. Keller selbst hat dem FC dann unterm Strich doch den Megacoup eingefädelt, wobei zu dem Masterpiece sicherlich auch die Vertragsverlängerung ohne Ausstiegsklausel von Thomas Kessler zählt. Die Zahlen erscheinen mittlerweile fast unwirklich. Rund 350.000 Euro soll der FC vor gut zwei Jahren an Viktoria Köln für die El-Mala-Brüder bezahlt haben. Für den Offensivspieler verlangen die Geißböcke nun 50 Millionen. Auf dem Transfermarkt befindet sich der 19-Jährige also gleich mehrere Regalfächer höher als noch vor zwei Jahren und ganz sicher auch als bei der Verpflichtung – in diesem Tempo – erwartet.

El Mala sagt Brentford ab

Umso erstaunlicher erscheint da, dass die Familie El Mala sich trotz des rasanten Aufstiegs, der beeindruckenden Entwicklung und den komplett anderen Finanz-Strukturen nicht mehr auf professionelle Expertise in der Beratung verlässt, sondern einen Großteil jener selbst übernimmt. Seit einigen Monaten berät Sabrina El Mala ihre Söhne Said und Malek, Vater Mohammed hat dem Vernehmen nach eine beratende Funktion. Keine Agentur, kein etabliertes Beraterbüro — eine Familie, die weitgehend selbst entscheidet. Das ist im Profifußball ungewöhnlich. Gerade Top-Talente werden über Jahre über Berater oder von ihnen aufgebaut. Wer am Ende des Tages beim Brentford-Wechsel die Absage erteilt hat, wer auf welchen Rat gehört hat, wird wohl nur die Familie selbst wissen. Fakt ist, die Spielerseite hat den Deal platzen lassen. Einen Deal, der 50 Millionen Euro umfasste, zudem ein Millionengehalt für den Spieler, Prämien für die Familie. Es gab sicherlich Grund genug, schwach zu werden – für alle Beteiligten. Doch es kam eine klare Absage. Deal geplatzt, Brentford vom Tisch. El Mala bleibt – vorerst.

Geduld statt dem schnellen großen Geld?

Schon 2024 entschieden sich die El Malas gegen einen Wechsel nach Dortmund. Zwar hatte Said damals einen Berater, doch nach eigener Aussage war für ihn das Thema vom Tisch, als klar war, dass der BVB Bruder Malek nicht unter Vertrag nehmen würde. Die Lesart scheint eindeutig: Die Familie muss von dem Weg, dem nächsten Schritt, aber ganz sicher auch von den Rahmenbedingungen überzeugt sein. Geld ist offenbar nicht der ausschlaggebende Grund. Das lässt sich als Sturheit lesen — oder eben als bemerkenswerte Konsequenz in einem Geschäft, das junge Spieler und ihre Familien oft zu schnellen Entscheidungen drängt. El Mala ist mit seinen 19 Jahren noch jung auf dem Markt, kennt das Gefühl, ausgemustert zu werden, also in diesem Geschäft Niederlagen hinnehmen zu müssen. Die Familie bewegt sich auch noch nicht lange alleine in diesem Metier. Es verdient Respekt, dass seine Familie Geduld beweist und nicht das erstmögliche Angebot annimmt – unabhängig davon, ob man die einzelnen sportlichen Entscheidungen am Ende des Tages nachvollziehen kann oder will.

Für den FC macht es die Sache etwas unplanbarer. Auch, wenn Gelassenheit nach außen transportiert wird, hängt letztlich von den Entscheidungen der El Malas dann doch viel ab. Jede künftige Offerte für Said El Mala muss nicht nur eine Ablösesumme bieten, die Kessler überzeugt — sie muss eine ganze Familie überzeugen, die sich bislang dreimal nicht von der Größe eines Angebots beeindrucken ließ. Wer um den wertvollsten Spieler des FC verhandelt, verhandelt nicht nur mit einem Sportdirektor. Er verhandelt mit einer Familie, die ihre eigenen Maßstäbe, ihre eigenen Ambitionen hat.


St. Etienne verabschiedet sich – Ist der 1. FC Köln plötzlich im Buhlen um französisches Talent in der Pole-Position?

Giovani Versini
,

St. Etienne verabschiedet sich – Ist der 1. FC Köln plötzlich im Buhlen um französisches Talent in der Pole-Position?

Kommt nun auch auf der Zugangsseite Bewegung in den Transfermarkt der Geißböcke? Der FC soll die Fühler nach einem französischen Talent ausgestreckt haben. Das Gerücht ist nicht neu, aber die Ausgangslage hat sich verändert. Befindet sich der 1. FC Köln bei Giovani Versini in der Pole-Position?

Wirklich heiß schienen die Gerüchte im Mai noch nicht zu sein. Gleich drei französische Talente wurden mit dem FC in Verbindung gebracht – der eine realistischer, der andere eben nicht. Nun sind sich französische Medien aber einig, dass die Geißböcke an einem Spieler dann doch sehr interessiert sind und wohl auch nicht schlechte Karten hätten.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Die Rede ist von Giovani Versini. Der 22-Jährige war in der abgelaufenen Saison einer der Lichtblicke der zweiten französischen Liga. In der Ligue 2 erzielte der Offensivspieler in 30 Partien neun Tore und bereitete vier weitere vor. Kein Wunder also, dass es bereits recht früh einige Gerüchte um den Spieler gab. Allerdings waren die Spuren aus Deutschland zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich heiß. Der FC solle – wie berichtet – ein grundsätzliches Interesse an dem Spieler des FC Pau haben, die Konkurrenz aus Frankreich schien aber deutlich größer zu sein. Vor allem St. Etienne solle die Fühler ausgestreckt haben, hieß es schon damals. Doch die Situation hat sich offenbar verändert. Gleich mehrere französische Medien melden nun aber, dass ASSE sich aus dem Transferpoker verabschiedet habe. Versini sieht sich in der kommenden Spielzeit in einer der höchsten Spielklasse. Gerne in der Ligue 1, allerdings kann sich der 22-Jährige auch einen Wechsel ins Ausland vorstellen – und genau da kämen dann die Kölner ins Spiel. Denn auch die Bundesliga soll dem Vernehmen nach sehr reizvoll für den Spieler sein.

Polyvalent einsetzbar

Nach übereinstimmenden französischen Medienberichten, soll der FC an einer Verpflichtung des Spielers interessiert sein. Und die Geißböcke scheinen auch gute Karten zu haben. Aus französischer Sicht ist Lorient noch ein heißer Anwärter. Der französische Club beendete die vergangene Spielzeit als Zehnter, will aber in der kommenden Saison mehr. St. Etienne hatte bereits im März bei Versini angeklopft, die Gespräche verliefen auch gut. Nun geht die Tendenz aber Richtung erstklassigem Fußball. Der 22-Jährige sehe sich demnach nicht länger in der zweiten Liga. Versini ist eigentlich ein klassischer rechter Außenbahnspieler, wurde in der jüngeren Vergangenheit aber auch gerne hinter den Spitzen, als Stürmer, sogar auf Linksaußen eingesetzt. Der Marktwert des Spielers wird auf rund fünf Millionen Euro geschätzt. Diese müssten die Kölner wohl auch bezahlen, denn Versini hat noch Vertrag bis 2028 und gilt eben als großes Talent.

Neben Versini war auch Martin Adeline ein möglicher Kandidat. An dem Mittelfeldspieler ist allerdings der französische Vizemeister aus Lens besonders interessiert. Der Champions-League-Teilnehmer sollte das nötige Kleingeld für die Ablöse zu haben.


Schulterschluss für Satellitenplätze im Grüngürtel – Der 1. FC Köln bekommt Unterstützung von Ballfieber Colonia

Das Geißbockheim des 1. FC Köln mit Trainingsplatz
,

Schulterschluss für Satellitenplätze im Grüngürtel – Der 1. FC Köln bekommt Unterstützung von Ballfieber Colonia

Wenige Tage vor der entscheidenden Ratssitzung am 2. Juli hat der 1. FC Köln ein politisches Signal gesetzt. FC-Präsident Jörn Stobbe unterzeichnete am 24. Juni gemeinsam mit Vera Krauß von Ballfieber Colonia e.V. und Oliver Seeck, dem Vorsitzenden des Sportausschusses der Stadt Köln, eine gemeinsame Erklärung — initiiert von Ballfieber Colonia, getragen von allen drei Seiten. 1. FC Köln und Ballfieber Colonia: Gemeinsame Erklärung für Plätze.

Im Ringen um weitere Trainingsmöglichkeiten für die Mannschaften des Vereins ist der 1. FC Köln einen kleinen Schritt nach vorne gegangen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Kampfbahn am Fort Deckstein: Seit 2021 kostenlos vom FC bereitgestellt

Ballfieber Colonia ist ein Kölner Breitensportverein, der seit Jahren Kinder und Jugendliche in Bewegung bringt. Seit 2021 stellt der 1. FC Köln dem Verein die sogenannte „Kampfbahn“ am Fort Deckstein unentgeltlich zur Verfügung — 122 Kinder finden dort eine sportliche Heimat. Die SPD-Fraktion im Stadtrat hat nun beantragt, diese Satellitenfläche zu ertüchtigen. Ballfieber Colonia begrüßt das ausdrücklich. In der gemeinsamen Erklärung heißt es, man befinde sich „in konstruktiven Gesprächen“ darüber, ob dem Verein ein Teil der Kampfbahn als Naturrasen erhalten werden könne. Geprüft werde zudem eine mögliche Beteiligung des FC an einem Funktionsgebäude. Beide Seiten betonen: „Hier wird nichts gegeneinander ausgespielt — im Gegenteil: Hier entsteht ein fast musterhafter Schulterschluss zwischen Breitensport und Profifußball.“

Für den FC geht es um weit mehr als die „Kampfbahn“

Der Kontext ist größer. Der FC benötigt im Zuge des geplanten Neubaus seines Nachwuchsleistungszentrums am Geißbockheim mindestens drei zusätzliche Satellitenplätze — weil durch den NLZ-Bau zunächst ein eigener Platz wegfällt. Die Flächen müssen nah am Geißbockheim liegen. Wenige hundert Meter Anfahrt machen bereits den entscheidenden Unterschied, wenn rund 30 Minibusse täglich Kinder aus dem gesamten Rheinland zum Training transportieren. Stobbe hatte die Dringlichkeit zuletzt klar formuliert: „Die Uhr tickt, wir platzen aus allen Nähten. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die nötigen Plätze bekommen. Der Wille, den FC zu unterstützen, ist da — und wir werden alle damit überraschen, dass wir es hinkriegen.“

Ratssitzung am 2. Juli: Mehrheiten noch offen

Am 2. Juli soll das Thema auf die Tagesordnung der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause kommen. Die Unterstützung von Oberbürgermeister Torsten Burmester und der SPD-Fraktion gilt als gesichert — ob darüber hinaus Mehrheiten zustande kommen, ist noch offen. Die gemeinsame Erklärung vom Fort Deckstein ist in diesem Zusammenhang auch ein politisches Dokument. Sie zeigt, dass die Satellitenflächen-Frage nicht als Nullsummenspiel zwischen FC-Interessen und Breitensport verstanden werden muss. Auch DJK Südwest und der SC 06 Blau-Weiß Köln nutzen laut der Erklärung Flächen am Fort Deckstein — ausdrücklich heißt es, deren Bedürfnisse sollten „in einer Gesamtlösung mitbedacht werden“.

Der 1. FC Köln und der Vorsitzende des Sportausschusses sichern Ballfieber Colonia ihre Unterstützung zu, „eine tragfähige Lösung für den Kinder- und Jugendfußball zu finden.“ Bis zum 2. Juli bleibt nicht mehr viel Zeit.


Der FC will noch einmal nachlegen: Diese Innenverteidiger könnten für den 1. FC Köln interessant sein

Keven Schlotterbeck vom 1. FC Augsburg
,

Der FC will noch einmal nachlegen: Diese Innenverteidiger könnten für den 1. FC Köln interessant sein

Trotz der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey und der Rückkehr von Julian Pauli sowie Elias Bakatukanda wollen die Kölner auch in der letzten Kette noch einmal nachlegen. Die ersten Transfergerüchte ploppen schon auf. Doch es gibt noch andere Kandidaten. Diese Innenverteidiger könnten für den 1. FC Köln interessant sein.

Die feste Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey ist durchaus als Transfer-Erfolg der Kölner zu werten. Zumindest haben die Geißböcke einen Stammspieler der vergangenen Spielzeit fest unter Vertrag genommen, der die Qualität hat, Bundesliga zu spielen und der zudem über ein enormes Entwicklungspotenzial zu verfügen scheint. Trotz der gezogenen Kaufoption wollen die FC-Verantwortlichen in der letzten Kette noch einmal nachbessern. Und es gibt einige Kandidaten, die passen könnten. Es handelt sich hierbei nicht um konkrete Gerüchte.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Am Dienstag tauchte etwas überraschend ein Name in der Gerüchteküche auf: José Marsà von KV Mechelen soll auf der Liste der Geißböcke stehen – so vermeldet es zumindest das Online-Portal fussballtransfers.com. Der Innenverteidiger hat in der Talentschmiede von Barcelona gelernt, spielte bei den Junioren auch für Sporting Lissabon und aktuell eben in Belgien. Ob der 24-Jährige aber wirklich eine Verstärkung sein kann, ist offen. Vor allem bei der Defensivarbeit scheint Marsà noch Entwicklungsfelder zu haben, dafür offenbart der Spanier aber Stärken auf dem Weg ins letzte Drittel.

Erfahrung fr die Hintermannschaft?

Schon im vergangenen Sommer wurde über ein Interesse an Keven Schlotterbeck spekuliert. Zu einem Wechsel kam es bekanntlich nicht. Dabei bringt der 29-Jährige viel Erfahrung und Routine mit. Schlotterbeck gewinnt im Schnitt zwei von drei Zweikämpfen, fängt viele Bälle ab und auch in der Luft ist er ein starker Innenverteidiger. Der Vertrag des Linksfuß läuft noch bis zum kommenden Sommer. Will Augsburg noch Geld an dem Spieler verdienen und kann oder will den Vertrag nicht verlängern, wäre jetzt der Zeitpunkt für einen Wechsel. Der Marktwert liegt bei sechs Millionen Euro. Viel Geld für einen weiteren Innenverteidiger, nachdem die Kölner alleine für Jahmai Simpson-Pusey und Rav van den Berg schon ordentlich in die Tasche gegriffen haben.

Das gilt auch für Sebastiaan Bornauw. Der Belgier ist das ständige Transfergerücht bei den Geißböcken. Bornauw war sich im vergangenen Winter über einen Wechsel nach Köln, eben auch mit Köln einig. Die Situation hat sich aber verändert. Damals schien eine Leihe durchaus realistisch. Ob Leeds noch immer an einem Leihgeschäft interessiert ist, erscheint mindestens fraglich. Denn der englische Club will in der letzten Kette noch einmal aufrüsten. Und billig wäre ein Kauf des Belgiers ganz sicher nicht. Bornauws Marktwert liegt bei acht Millionen Euro, er hat Vertrag bis 2029. Für Leeds gibt es nur wenige Gründe, deutlich unter Marktwert zu fordern.

Routiniert geht auch Lukas Pinckert zu Werke, allerdings in einer deutlich niedrigeren Preisklasse. Der Innenverteidiger der SV Elversberg kommt auf einen Marktwert von 2,5 Millionen Euro. Allerdings verfügt der 26-Jährige dem Vernehmen nach über eine Ausstiegsklausel, die bis zum 30. Juni gezogen werden muss. Dann könnten die Kölner den Spieler sogar für nur zwei Millionen Euro verpflichten. Bei der Elv würde man den Kapitän natürlich gerne behalten.

Überraschungs-Kandidat wäre nun ablösefrei

An Moritz Jenz hat es sicherlich nicht gelegen, dass der VfL Wolfsburg nun den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten muss. Der 27-Jährige kommt ebenfalls auf eine Zweikampfquote von über 60 Prozent, ist dazu stark in der Passquote. Mit seinen Leistungen hat er sich in Italien aufs Radar gespielt. Dem Vernehmen nach sind gleich mehrere italienische Clubs an dem Abwehrspieler interessiert. Der Rechtsfuß spielte in der vergangenen Saison meist auf der linken IV-Position. Der Marktwert des Spielers wird auf fünf Millionen Euro geschätzt.

Über ordentlich Erfahrung verfügt Patrick Mainka. Der 31-Jährige war in der abgelaufenen Saison unumstrittener Stammspieler beim 1. FC Heidenheim. Der Innenverteidiger überzeugte bei dem Team von der Ostalb, ist aber Rechtsfuß und spielte auch eher auf der rechten IV-Position. Trotz der 31 Jahre hat der Spieler noch Vertrag bis 2029. Der FC würde Mainka wohl auch eine Zukunftsvision bieten müssen. Somit wäre auch eine Leihe in der Theorie möglich, wenn auch unwahrscheinlich. Der Marktwert des Spielers liegt laut transfermarkt.de bei 2,5 Millionen Euro.

Die Meldung überraschte im vergangenen Jahr dann doch. Der FC soll an Étienne Youté Kinkoué ließ Transferexperte Fabrizio Romano verlauten. Tatsächlich sollen die Kölner für den Spieler auch ein Angebot abgegeben haben. Das gefiel Le Havre offenbar nicht. Der heute 24-Jährige blickt auf eine komplizierte Saison zurück, kam nur zu neun Einsätzen. Aber: Kinkoué wäre im Sommer ablösefrei zu haben.



Es ist „anders, als wenn man von sich aus geht“: Dominique Heintz über seinen Abschied und den Neustart in Düsseldorf

Dominique Heintz vom 1. FC Köln
,

Es ist „anders, als wenn man von sich aus geht“: Dominique Heintz über seinen Abschied und den Neustart in Düsseldorf

Es sie die beste Entscheidung gewesen, 2023 noch einmal nach Köln zurück zu kommen. Der ehemalige Kölner Abwehrspieler blickt ohne Groll zurück auf seine Zeit beim FC und will bei Fortuna Düsseldorf noch mal angreifen: Das sagt Dominique Heintz zum Abschied vom 1. FC Köln und dem Neustart bei Fortuna.

Trotz des versöhnlichen Abschieds von den Geißböcken verrät der 32-Jährige auch, wie schwierig die Saison unter Ex-Coach Lukas Kwasniok für ihn gewesen ist.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Während hinter vielen Teilen der kommenden Mannschaft noch Fragezeichen stecken, gibt es bei einem Ex-Spieler der Geißböcke mittlerweile Klarheit. Dominique Heintz wird künftig für Fortuna Düsseldorf die Schuhe schnüren. Der Innenverteidiger hat bei dem Rhein-Rivalen einen Zweijahresvertrag unterschrieben und auch ein wenig Kritik in den Sozialen Medien aufgrund seines Wechsels erfahren. „Der FC wollte nicht mit mir verlängern. Wenn man nicht mehr gewollt wird, ist das anders, als wenn man von sich aus geht“, sagte Heintz nun in einem Interview dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Tatsächlich hatte sich der FC gegen eine Vertragsverlängerung entschieden. Heintz hatte bereits vor einigen Jahren von 2015 bis 2018 in Köln gespielt, war dann 2023 wieder ans Geißbockheim zurückgekehrt. Nach drei Jahren trennen sich nun die Wege. Mitte April habe ihm Thomas Kessler die Entscheidung mitgeteilt. Eine öffentliche Diskussion will der Pfälzer nicht lostreten. „Am Ende muss man akzeptieren, dass der Verein solche Entscheidungen trifft. So ist das Geschäft“, sagt Heintz.

„Das Vertrauen des Vereins war nicht weg“

Dennoch lief das vergangene Jahr auch für den Innenverteidiger beim FC nicht so wirklich glücklich. Heintz kam in der vergangenen Saison auf neun Einsätze. „Lukas Kwasniok war am Anfang nicht überzeugt von mir. Ich konnte mir nichts vorwerfen – ich habe alles gegeben“, sagt der Abwehrspieler. „Ich kämpfte mich hoch, spielte gut. Dann verletzte ich mich und war schnell wieder raus. Es wäre leichter gewesen mit einem Trainer, der mehr auf mich setzt.“ Erstaunlich, in den Begegnungen, in denen Heintz auflief, überzeugte der Routinier restlos. Der 32-Jährige hatte immer betont, da sein zu wollen, wenn er gebraucht werde. Genau das setzte Heintz auch um. Und dennoch scheint in den Worten auch ein wenig Wehmut mitzuschwingen. Es fehlte wohl an Vertrauen, oder? „Das hatte eher mit dem Trainerwechsel im vergangenen Sommer zu tun. In der 2. Bundesliga spielte ich fast alles und trug großen Anteil am Wiederaufstieg. Mit einem neuen Trainer, der andere Qualitäten eines Innenverteidigers setzt, wird es schwierig“, so Heintz. „Das Vertrauen des Vereins war nicht weg. Aber trotzdem ging es halt nicht weiter.“

Immerhin bleibt Heintz nun in Köln wohnen. Seine Familie fühlt sich wohl, Heintz fühlt sich wohl. Und ein gutes Gefühl hatte der Innenverteidiger bei seinem Wechsel nach Düsseldorf wohl auch. „Sportvorstand Sami Arabi und Trainer Alexander Ende haben mich vom ersten Tag an überzeugt. Sie sind extra aus Düsseldorf zu mir gefahren, wir haben fast vier Stunden zusammengesessen. Das zeigt eine ungemeine Wertschätzung“, sagt der Routinier. Und offenbar dann auch wieder Vertrauen. „Vor allem will ich wieder Gas geben – ich bin noch topfit, will und kann spielen und Verantwortung übernehmen. Ich weiß, dass ich bei Fortuna zu 100 Prozent gebraucht werde“, sagt Heintz. Dass er dafür nun zwei Ligen tiefer ran muss, ist kein Problem. Und Heintz geht nicht mit schlechten Gefühlen. „Die letzten zwei, drei Monate habe ich trotzdem genossen, obwohl ich wusste: Das Kapitel Köln hat ein Ende. Die Verabschiedung – das war unfassbar emotional. Das kriegt nicht jeder“, sagt Heintz. „Dafür bin ich dem FC sehr dankbar. Es war überhaupt die beste Entscheidung, dass ich 2023 noch einmal nach Köln zurückgekehrt bin.“