Die Kölner scheinen einen weiteren Mittelfeldspieler abzugeben. Und das ist nicht die ganz große Überraschung beim 1. FC Köln: Denis Huseinbasic steht vor einem Wechsel nach Braga – der 1. FC Köln spart Millionen. Der Mittelfeldspieler spielte zuletzt keine Rolle mehr bei den Geißböcken.
Tatsächlich könnte es jetzt wohl schnell gehen. Glaubt man zumindest einem Bericht von Sky. Demnach steht Denis Huseinbasic unmittelbar vor einem Wechsel nach Portugal. Der Mittelfeldspieler könnte beim SC Braga unter kommen.
Es war bereits im vergangenen Sommer ein Thema und scheint nun wieder eins zu werden. Denis Huseinbasic und der SC Braga könnten in dieser Transferperiode zusammenfinden. Der Mittelfeldspieler steht laut „Sky“ vor einem Wechsel nach Portugal. Dass die Zeichen bei den Geißböcken auf Abschied standen ist alles andere als eine Überraschung. Der 24-Jährige kam zuletzt beim FC gar nicht mehr zum Einsatz, spielte unter René Wagner keine Rolle. Zwar durfte der Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina noch im ersten Duell unter Wagner gegen Eintracht Frankfurt ran, doch dort konnte sich der ehemalige U21-Nationalspieler offenbar nicht beweisen. Seitdem kam der Akteur gar nicht mehr zum Einsatz, wurde sogar gleich drei Mal nicht mehr für den Kader berücksichtigt. Mit dem Verbleib von Wagner als Trainer war wohl klar, dass Huseinbasic sich eine neue Herausforderung suchen könne.
Braga bezahlt für Huseinbasic sechsstellig
Der 24-Jährige war 2022 für gerade einmal 50.000 Euro an den Rhein gewechselt, kam damals von Kickers Offenbach. Huseinbasic entpuppte sich als einer der wenigen Transfergewinner von Christian Keller. Denn der Mittelfeldspieler war schnell ein Vielfaches vom Einkaufspreis wert. So soll unter anderem der VfB Stuttgart dem Vernehmen nach bereit gewesen sein, rund fünf Millionen für den Spieler zu bezahlen. Dazu kam es bekanntlich nicht. Zuletzt lief es aber für den Spieler nicht mehr so gut. Huseinbasic kam immer seltener zum Einsatz, spielte auch in der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina keine Rolle. Der Marktwert wird mittlerweile auf zwei Millionen Euro geschätzt. Dennoch soll Braga wohl nur eine mittlere sechsstellige Summe an den FC überweisen. Laut „Sky“ seien sich die Vereine so gut wie einig. Die Kölner sparen allerdings ein doch interessant hohes Gehalt. Der TV-Sender spricht von einer Millionen Euro.
Zudem soll eine Weiterverkaufsgebühr vereinbart worden sein. Der SC Braga beendete die Saison auf Rang vier und wird demnach die europäische Qualifikation spielen.
Es sah bereits wie eine sichere Entscheidung aus, doch dann folgte die Überraschung am Geißbockheim. Said El Mala sagt Brentford ab: Das sind die Folgen für den 1. FC Köln und die weiteren Transferplanungen.
So ein wenig deutete sich ein schneller Vollzug an, doch nun muss der FC weiter warten. Weil eine Schlüsselpersonalie weiterhin nicht geklärt ist.
Die Bilder, die Said El Mala aktuell von der griechischen Insel Zakynthos via Social Media um die Welt schickt, ließen in den vergangenen Tagen nicht vermuten, welchen Zündstoff der Youngster am Donnerstag bereit hielt. Denn eigentlich deutete bereits viel auf eine schnelle Einigung und damit vor allem auf den schnellen Abgang aus Köln hin. Brentford hatte ein Gesamtpaket in Höhe von 50 Millionen Euro für den Offensivspieler bei den Kölnern platziert. Thomas Kessler hatte wiederum dann doch Gefallen an der Offerte gefunden und sich offenbar schon auf die große Diskussionsrunde mit dem Gemeinsamen Ausschuss vorbereitet. Zwar hätte es dem Vernehmen nach auch dort kein klares Veto gegen einen El-Mala-Transfer gegeben, diskutiert wäre die Personalie aber angesichts des strategischen Werts und zukünftiger Möglichkeiten dann aber doch. Nur wenige Stunden später platzte die Bombe: Said El Mala hat Brentford abgesagt.
Der FC ist aktuell entspannt
Am Ende des Tages wird es Mutter Sabrina gewesen sein, die dem Club aus dem Westen Londons die schlechte Nachricht überbracht hat, mindestens überbringen ließ. Auch der FC dürfte in diesem Moment ziemlich überrascht gewesen sein. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Kessler bereits die Pläne für den ein oder anderen Transfer aus der Schublade geholt hat, der dann doch in einem höheren Regalfach angesiedelt war. Der 40-Jährige kann die Scout-Berichte wohl vorerst wieder verschwinden lassen. Denn die 50 Millionen Transfer-Einnahmen, die ein Wechsel des 19-Jährigen gebracht hätten, werden erst einmal auf sich warten lassen. Beim FC wirkt man ob der Nachricht einigermaßen entspannt. Und das gleich aus mehreren Gründen. Der Vertrag des Angreifers läuft bekanntlich bis 2030, ohne Ausstiegsklausel. Intern gab es durchaus die ein oder andere Stimme, die sich ohnehin für einen Verbleib stark gemacht hat.
Grundsätzlich hätte man auch beim FC natürlich nichts dagegen, wenn der Krefelder noch eine weitere Saison auf Torejagd für die Geißböcke gehen und seinen Marktwert in die Höhe treiben würde. Dass das passieren wird, ist trotzdem nach wie vor die etwas unwahrscheinlichere Variante. Denn natürlich gibt es auch weiterhin einen Markt für den Spieler. El Mala hat seinen Wunsch, in der Premier League zu spielen, bei den FC-Bossen hinterlegt. Sollte das passende Angebot im Sommer noch kommen, wäre der Spieler weg und der FC um 50 Millionen reichen. Denn für weniger wird der Akteur den Verein nach Informationen von come-on-fc.com auf keinen Fall verlassen. Dem Vernehmen nach wartet El Mala nun auf ein besseres Angebot. Dabei ist „besser“ wohl ein rein sportlicher Begriff.
El Mala wartet auf das bessere Angebot
Denn die kolportierten vier bis fünf Millionen Gehalt pro Jahr sind nun nicht wirklich schlecht. Sky-Reporter Florian Plettenberg hatte am Donnerstagabend davon gesprochen, dass ein Paket von mindestens 20 Millionen Euro auf El Mala in Brentford gewartet hätte. Und wenn El Mala auf ein „besseres“ Angebot wartet, warum die Kölner nicht auch. Denn in der Regel nimmt der Transfermarkt in England erst Ende Juli, Anfang August so richtig an Fahrt auf. Wenn ein großer anspringt, könnte es in der Theorie angesichts der Möglichkeiten mehr Geld geben. Auf der anderen Seite ist es zumindest fraglich, ob die „Großen“ für den Kölner wirklich eine so hohe Summe auf den Tisch legen oder für das gleiche Geld nicht eher an anderer Stelle vorstellig werden würden. Doch Kessler hat eine Marke gesetzt, sie erreicht werden kann und erreicht werden muss.
So entspannt man sich in Köln dann gibt, die Folge der Absage ist auch weiterhin eine Unsicherheit, die die Kölner zum jetzigen Zeitpunkt mal so gar nicht gebrauchen können. Denn der FC muss mit eigenen Transfers langsam in die Spur kommen. Sieben Abgänge stehen zwei gezogenen Kaufoptionen gegenüber. Heißt übersetzt, die einzigen Investitionen dieses Sommers sind streng genommen Rechnungen aus der Vorsaison. Dabei müssen die Geißböcke nachlegen. Bis zu acht neue Spieler sollen es sein. Die Möglichkeiten wären natürlich andere mit mehr Geld in der Tasche. Und sollte einmal eine günstige Option gezogen worden sein, ist eine teure vom Tisch – selbst, wenn El Mala dann gehen würde. Der Youngster wird die kommenden Tage wohl noch weiter unter der Sonne Griechenlands entspannen, während am Geißbockheim fleißig gearbeitet wird.
Der Transfer schien schon fast perfekt, nur noch eine Frage der Zeit. Dann erteilte die Familie dem FC Brentford die Absage. Die Gründe sind unklar. Klar ist aber, dass es keine gemeinsame Zeit in der Premier League gibt für die Spieler des 1. FC Köln: Said und Malek El Mala kein gemeinsamer Wechsel.
Die Absage kam überraschend, die Gründe sind nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass die beiden El Malas wohl aktuell nicht gemeinsam in England spielen können.
Die Absage kam am Donnerstagabend überraschend. Erst wenige Stunden zuvor war durchgesickert, dass Thomas Kessler bereit gewesen wäre, das Angebot des FC Brentford anzunehmen. Wie berichtet, hätte der Gemeinsame Ausschuss den Wunsch des Geschäftsführers auch durchgewunken. Nur wollte der Spieler offenbar nicht. Said El Mala hat dem Club aus dem Westen Londons abgesagt – oder absagen lassen. Der 19-Jährige wird nicht zu den Bees wechseln. Vermutlich, weil er auf ein besseres Angebot aus England wartet. So ist es zumindest zu hören. Doch es könnte noch ein ganz anderer Grund eine wichtige Rolle spielen. Denn bekanntlich beraten die Eltern den Shootingstar mittlerweile und die hätten nichts dagegen, wenn die El-Mala-Brüder auch weiterhin für den gleichen Verein auflaufen. Das war schon der Grund für die Absage bei Borussia Dortmund, bevor die El Malas beim FC unterschrieben.
Gibt es die El Mala-Brüder nur im Doppelpack?
Der BVB führte 2024 Gespräche mit dem heutigen FC-Profi, wollte den Spieler unbedingt unter Vertrag nehmen. Doch Bruder Malek sollte nicht mit verpflichtet werden. „Damit war das für mich vom Tisch“, sagte Said El Mala im Interview den „11Freunden“. Der Topscorer der Geißböcke wechselte an den Rhein, weil der FC Malek eben auch ein Arbeitspapier anbot. Es ist rein spekulativ, ob es die El Malas in England ebenfalls nur im Doppelpack geben soll. Fakt ist, dass es sie unter normalen Umständen aber nicht im Doppelpack geben wird. Grund dafür ist, dass der ältere der beiden Brüder in England gar keine Arbeitserlaubnis erhalten würde – zumindest mit sehr sehr großer Sicherheit. Um auf der Insel Fußball zu spielen, brauchen Nicht-UK-Profis das sogenannte „International Sportsperson Visa“. Und das gibt es nicht einfach für jeden Spieler, der bei einem Profi-Verein unter Vertrag steht.
Damit das Visum überhaupt ausgestellt werden kann, muss die FA grünes Licht erteilen und das tut der Verband nur, wenn der jeweilige Spieler eine bestimmte Anzahl an Punkten im sogenannten Governing Body Endorsement erreichen. Relativ schnell geht es mit dem Visum, wenn der Akteur als Nationalspieler schon viel Einsatzzeit gesammelt hat. Das ist bei beiden El-Mala-Brüdern nicht der Fall. Punkte gibt es aber auch für Spiele in der Liga, im Pokal oder Europapokal. Nur wird die Regionalliga West nicht mit aufgeführt. Die Spiele in der vierthöchsten deutschen Spielklasse zahlen nicht ein. Die nötige Punktzahl beträgt 15, Malek El Mala erreicht 0. Und damit auch zu wenig, über eine Ausnahmeregelung aufgenommen zu werden, die bei 8 bis 14 Punkten möglich wäre. Es gibt aber eine Hintertür: Über das Elite Significant Contribution können große Talente, die die Punktzahl komplett verfehlen, doch noch unter Vertrag genommen werden.
Platzt der Traum von England?
Von den ESC-Plätzen erhalten die Clubs zwei bis vier. Allerdings müssen die Teams nachweisen, dass es sich bei dem Spieler wirklich um ein absolutes Ausnahmetalent handelt. Das blieb Malek El Mala in den bisherigen Auftritten in der Regionalliga West schuldig. Zudem sind die Plätze rar und bei den meisten Clubs für die ganz großen Talente vorgesehen, die direkt einschlagen und dem jeweiligen Verein sofort weiterhelfen. Tatsächlich gilt die Regel für jeden Club der Premier League. Für Brenton genauso wie für Newcastle, Chelsea oder Manchester City. Gemeinsam werden die beiden Brüder also wohl nicht nach England wechseln. Für den FC würde damit wohl der Traum vom ganz großen Geld platzen. Den wird es in Deutschland so wahrscheinlich nicht geben.
Es ist natürlich noch lange nicht gesagt, dass das der Grund für die Absage ist. Es werden sicherlich auch andere Faktoren mitspielen. Dass die beiden Brüder ein spezielles Verhältnis haben, ist jedenfalls nicht von der Hand zu weisen. Das würde sicherlich auch die Distanz zwischen London und Köln überstehen.
Die Ereignisse in der Causa Said El Mala überschlagen sich. Noch am Nachmittag deutete viel auf einen Abschied vom 1. FC Köln: Said El Mala wechselt nicht nach Brentford. Der Spieler hat dem Premier-League-Club abgesagt.
Wahnsinn beim 1. FC Köln: Said El Mala bleibt vorerst doch bei den Geißböcken. Der Spieler hat nach Informationen von come-on-fc.com dem Premier-League-Club abgesagt. Brentford ist offenbar nicht das Karriereziel des 19-Jährigen.
Die Geißböcke dürfen sich vielleicht doch noch Hoffnungen auf einen Verbleib des Shootingstars machen, wenn auch geringe. Immerhin steht nun fest, dass der 19-Jährige nicht nach Brentford wechselt. Said El Mala hat dem Club im Westen Londons abgesagt. Der FC war durchaus gesprächsbereit, befand sich nach Informationen von come-on-fc.com in weiten Verhandlungen mit dem englischen Club. Doch das Thema Brentford ist endgültig vom Tisch. Der Deal kommt ganz sicher nicht zu Stande. Noch am Nachmittag wurde am Geißbockheim heftig diskutiert. Zwar gab es durchaus strategische Bedenken am Deal, doch nach Informationen dieser Redaktion wäre ein Abschied Richtung Brentford am Ende wohl durchaus zu Stande gekommen. Immerhin stand der höchste Transfer der Vereinsgeschichte auf dem Plan. Nun aber hat sich der Spieler gegen einen Wechsel entschieden.
Absage von Said El Mala
Über die genauen Gründe gibt es bislang noch keine verifizierten Aussagen. Allerdings könnte es durchaus sein, dass der Spieler auf ein anderes Angebot aus der Premier League wartet. Denn dass es El Mala auf die Insel zieht, steht außer Frage. Das hat der Kölner Shootingstar so auch nach Informationen von come-on-fc.com beim Verein hinterlegt. De facto hat Brentford dem FC 45 Millionen plus fünf Millionen Euro Boni für den Spieler angeboten. Kessler hatte sich daraufhin „gesprächsbereit“ gezeigt, wie er in einer Medienrunde verriet. Am Nachmittag vermeldete die „Bild“, dass sich der Geschäftsführer grundsätzlich mit Brentford einig gewesen sei. Das Vorhaben „nur“ noch im Gremium abgenickt werden müsse. Meldungen, dass sich Jörn Stobbe persönlich gegen einen Wechsel gewehrt habe, kann come-on-fc.com nicht bestätigen. Vielmehr wurde das Thema intern heftig diskutiert.
Und das, weil es sich durchaus um eine strategische Entscheidung handelt. Denn es gibt wohl auch die Überlegung, dass El Mala noch eine Saison bleiben könne, um dann vielleicht sogar noch mehr Geld in die Kassen zu spülen. Auch diese Idee wurde wohl kontrovers besprochen. Beim FC zeigt man sich aktuell sehr gelassen. Denn die Kölner sehen zum einen keinen zwingenden Grund, ihren Topspieler um jeden Preis zu verkaufen. Zum anderen ist die Transferphase noch lang und in England kommt diese in der Regel erst recht spät in Gang. Allerdings würde sich durch einen transfer natürlich die aktuelle Transferperiode grundsätzlich ändern. Insofern wird sich Kessler auch weiterhin durchaus gesprächsbereit zeigen. Allerdings nach Informationen von come-on-fc.com ausschließlich, wenn wieder an den 50 Millionen Euro gekratzt wird.
Angebote aus Newcastle und Leeds liegen dem FC aktuell ganz sicher nicht vor! Aber an diesem Donnerstag kann sich offenbar alles minütlich ändern.
Geht er, bleibt er oder wird weiter gepokert? Es gibt eine Tendenz, eine finale Entscheidung ist in der Causa um den Shootingstar wohl noch nicht gefallen beim 1. FC Köln: So ist der aktuelle Stand bei Said El Mala und dem FC Brentford.
Die Entscheidung über die Zukunft von Said El Mala könnte bald fallen. Allerdings gibt es intern kontroverse Gespräche über die Zukunft des Spielers.
Said El Mala vom 1. FC Köln (Foto: Lars Baron/Getty Image)
Als Thomas Kessler vor wenigen Wochen vor die Presse trat, scherzte er noch, dass er im Gegensatz zu seinen Spielern wohl eher nicht wo wirklich viel Urlaub haben und man ihn meistens in seinem Büro antreffen werde. Für Fronleichnam dürfte das mit Sicherheit gelten. Zumindest werden die Drähte gerade heiß laufen. Es bahnt sich der größte Transfer der Vereinsgeschichte an. Said El Mala steht wohl tatsächlich vor einem Wechsel in die Premier League. come-on-fc.com kann bestätigen, dass die Verhandlungen zwischen den Geißböcken und dem FC Brentford laufen und in der Sache weit fortgeschritten sind. Am Nachmittag hatte die „Bild“ berichtet, dass Thomas Kessler grundsätzlich das Angebot des englischen Clubs annehmen wolle. Es handelt sich dem Vernehmen nach um ein Gesamtpaket von rund 50 Millionen Euro – 45 Millionen fest und etwa fünf als Boni. Der FC würde also in etwa das gewünschte Geld erhalten. Die erhoffte Marke lag eben bei 50 Millionen.
Kontroverse Diskussionen um Said El Mala
Dass es noch keinen Vollzug zu vermelden gibt, hat mehrere Gründe. Allerdings ist es nach Informationen von come-on-fc.com nicht so, dass ein Mitglied des Gemeinsam Ausschusses etwas einzeln blockiert. Vielmehr wird die Angelegenheit insgesamt kontrovers diskutiert. Und das nicht ohne Grund. Schließlich ist der Transfer von El Mala eine strategische Entscheidung. Wollen die Kölner den Spieler jetzt verkaufen oder wartet der FC auf ein höheres Angebot. Das könnte im späteren Verlauf des Sommers durchaus kommen, wenn vielleicht noch größere Clubs aufspringen. Aber eben nur „könnte“. Tatsächlich gibt es auch die Überlegung, El Mala zu halten, um auf eine weitere Erhöhung des Marktwerts in der kommenden Saison zu hoffen. Ein riskanter Gedanke, denn der Spieler kann sich genauso gut verletzen oder eine Formschwäche erfahren. Fakt ist, dass die Kölner so lange kein Transfer abgeschlossen ist, auch nicht in das höchste Transfer-Regalfach greifen können.
Es ist aber ganz sicher davon auszugehen, dass es durchaus einen Plan gibt, der beim Abgang von El Mala greifen würde. Kessler hatte bereits mehrfach frühzeitig angekündigt, dass er zweigleisig plane. Dass El Mala wohl eher weggehen als bleiben würde, war wohl aufgrund der kolportierten Ablösesumme und des Marktwerts immer ziemlich sicher. Es wäre absurd, wenn der FC also sich nicht mit Alternativen beschäftigt hätte. Einen Eins-zu-Eins-Ersatz zu finden, ist indes natürlich nicht einfach. Der Shootingstar bringt natürlich ein komplexes Paket mit, inklusive Geschwindigkeit, Torgefahr und einem unfassbaren Tempo mit und ohne Ball. Dennoch läuft das Scouting natürlich weiter. Stand jetzt wird aber auch die beratende Familie des Spielers eine entscheidende Rolle bei dem Deal spielen. Dort liegt nach Informationen von come-on-fc.com aktuell der weitaus größere Haken.
Die Tendenz geht aber wohl Richtung Abschied und das eher schnell als mittelfristig.
Ein weiterer Spieler wird künftig nicht mehr für den FC auflaufen. Felipe Chávez verlässt den 1. FC Köln wieder und kehrt zum FC Bayern München zurück. Das bestätigte der Verein am Donnerstagnachmittag.
Die Geißböcke werden auch in der Offensive nachrüsten müssen. Der FC zeiht die Kaufoption nicht. Auch die Optionen von Cenk Özkacar und Kristoffer Lund wurden nicht in Anspruch genommen.
Felipe Chávez wird den 1. FC Köln wieder verlassen
Nach den beiden Abgängen von Cenk Özkacar und Kristoffer Lund verlässt nun ein dritter Spieler, bei dem die Geißböcke eine Kaufoption vereinbart hatten, den Verein. Denn auch bei Felipe Chávez zieht der FC diese nicht. Der 19-Jährige war vor einem halben Jahr vom FC Bayern München an die Kölner ausgeliehen worden und kam in der Winterpause auf Leihbasis an den Rhein. Bei den Bayern spielte der Deutsch-Peruaner im Nachwuchs und sollte in Köln Spielpraxis sammeln. Doch ganz so, wie erhofft, dürfte die Leihe für den Spieler nicht verlaufen sein. Chávez kommt beim FC auf sieben Einsätze in der Bundesliga.
Abschied ohne Worte
Der Mittelfeldspieler stand dabei lediglich 96 Einsatzminuten auf dem Platz, spielte nur einmal mehr als 20 Minuten und wurde somit ausschließlich als Joker eingesetzt. Sieben Mal stand der 19-Jährige gar nicht erst im Kader. Im Duell gegen seinen Heimatclub, den FC Bayern München, hätte sich der Spieler noch einmal ins Schaufenster stellen können. Doch René Wagner ließ den Youngster auf der Bank. Eine Reaktion auf ein Zuspätkommen des jungen Talents zu einer Besprechung. Um ihn – wie zuvor Jahmai Simpson-Pusey – ganz aus dem Spieltagskader zu streichen, war es im letzten Spiel der vergangenen Saison bereits zu spät. Eigenwerbung hat Chávez damit aber sicherlich nicht betrieben. In den Trainingseinheiten hatte der 19-Jährige zwar durchaus starke Veranlagungen gezeigt, war wohl aber insgesamt dann doch ein gutes Stück zu weit entfernt von mehr.
Der Mittelfeldspieler kehrt nun erst einmal zurück nach München. Wie es dann für Chávez weitergeht, ist noch offen. Anders als bei den Abgängen von Özkacar und Lund äußerte sich FC-Geschäftsführer Sport Thomas Kessler diesmal nicht zum Spieler und der Entscheidung. Auch Chávez selbst gab kein Statement zu seinem Abgang ab.
Said El Mala wird den 1. FC Köln wohl Richtung Brentford verlassen. Wie die „Bild“ berichtet, soll Thomas Kessler mit dem Angebot des Premier-League-Clubs einverstanden sein. Es geht wohl nur noch ums Abnicken des Gemeinsamen Ausschusses.
Jetzt könnte alles ganz schnell gehen. Said El Mala weilt aktuell im Urlaub auf der griechischen Insel Zakynthos, in Köln wird er voraussichtlich nicht mehr heimisch werden – zumindest fußballerisch. Denn wie die „Bild“ berichtet, scheinen die Kölner das Angebot aus Brentford anzunehmen.
Said El Mala wird wohl künftig bei Brentford im Westen Londons spielen. Zumindest scheint eine grundsätzliche Einigung zwischen den Clubs vorzuliegen. Eine große Überraschung ist der Deal aber wohl nicht mehr. Der FC hatte ursprünglich 50 Millionen für den Shootingstar gefordert. Schon in den vergangenen Wochen war durchgesickert, dass den Kölnern ein Angebot von rund 40 Millionen Euro plus fünf Millionen Boni vorgelegen haben soll. Kessler sagte in einem Interview, dass er bei einem vorliegenden Angebot nun gesprächsbereit sei. Nun soll der Club nachgelegt haben, das Gesamtpaket um fünf Millionen nach oben korrigiert haben. Offenbar genug, um schwach zu werden. Sportlich wäre der Wechsel ein herber Verlust, allerdings blockierte die offene Vertragssituation weitere Transfers. Denn mit 50 Millionen Euro mehr ist das Regalfach für Neuverpflichtungen ein höheres.
Es gibt nur noch kleine Hürden
Wenn der Deal durch ist, können die Kölner anders planen. Kesslers Entscheidung muss natürlich noch den Gemeinsamen Ausschuss. Doch der wird den Deal mit großer Wahrscheinlichkeit abnicken. Wie die „Bild“ weiterberichtet, ist aber auch die finale Entscheidung bei den beratenden Eltern nicht gefallen. Mutter Sabrina wolle sich demnach bis Freitag bei den „Bees“ melden. Englische Medien hatten zuletzt berichtet, dass der Spieler zwischen vier und fünf Millionen Euro verdienten könnte. Tatsächlich könnte es nun also ganz schnell gehen,. Eine weitere wichtige Personalie ist die von Jakub Kaminski. Der Pole kann Köln für 20 Millionen Euro verlassen. Auch hier soll ein konkretes Angebot vorliegen. Allerdings nur auf Spielerseite. Sollte Kaminski zustimmen und ebenfalls nach England wechseln wollen, sind den Kölnern wohl die Hände gebunden. Die Kölner verlieren in dem Fall gleich beide Offensivkräfte. El Mala erzielte 13 Tore und bereitete fünf vor. Kaminski traf sieben Mal.
Der FC gibt ein weiteres Nachwuchstalent ab. Bernie Lennemann wechselt vom 1. FC Köln nach Rostock. Der Stürmer war im Sommer 2025 nach Köln gekommen, der Vertrag ist im Sommer ausgelaufen und wurde nicht verlängert.
Im Winter dürfte sich der Stürmer noch Hoffnungen auf den Durchbruch in der Bundesliga gemacht haben. Lennemann fuhr zumindest nach einer starken Phase in der Regionalliga mit den Profis ins Trainingslager nach La Nucia. Doch die Chance konnte der Angreifer nicht nutzen.
Bernie Lennemann und Cenny Neumann in La Nucia (Foto: come-on-fc.com)
Lennemann wurde bei den Profis nicht berücksichtigt, spielte weder unter Lukas Kwasniok noch unter René Wagner eine Rolle. In der U21 erzielte der Stürmer in der Rückrunde noch zwei weitere Treffer, bereitete drei vor und kam insgesamt in dieser Spielzeit in 22 Begegnungen auf sechs Tore und vier Vorlagen in der Regionalliga West. Eine Empfehlung für mehr war das offensichtlich nicht. Denn die Kölner verlängerten den Vertrag nicht. Lennemann wurde bei der U21 bereits offiziell im Rahmen den letzten Ligaspiels verabschiedet. Gerüchte über einen Wechsel zu Hansa Rostock waren schon länger im Umlauf. Das hat sich nun bestätigt. „Bernie ist ein Stürmertyp, der unserem Spiel zusätzliche Möglichkeiten geben wird. Er bringt viel Tempo, Dynamik und eine enorme Explosivität mit. Besonders seine Läufe in die Tiefe und hinter die gegnerische Abwehr machen ihn schwer zu verteidigen“, sagt Amir Shapourzadeh, Direktor Profifußball.
„Jetzt kann ich es kaum erwarten, loszulegen“
Nun sucht der Offensivspieler also sein Glück in der 3. Liga. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mir von Anfang an ein sehr gutes Gefühl gegeben. Hansa ist ein Verein mit einer besonderen Tradition, leidenschaftlichen Fans und einer großen Strahlkraft. Ich freue mich darauf, die Mannschaft kennenzulernen, im Ostseestadion aufzulaufen und meinen Teil dazu beizutragen, dass wir als Team erfolgreich sind. Jetzt kann ich es kaum erwarten, loszulegen“, sagt Lennemann. Der FC hat gleich ein Halbes Dutzend an U21-Spielern abgegeben. Darunter auch der vermeintliche Königstransfer Sargis Adamyan sowie Mikail Özkan und Arda Süne.
Jakub Kaminski hat gerade seinen Vertrag bei den Geißböcken unterschrieben, die Zukunft des Polen ist offen. Sollte er gehen, wäre der FC nur ein kurzes Intermezzo gewesen. Ein durchaus realistischer Weg, bei dem Spieler ihren nächsten Schritt der Karriere gehen können. Kaminski, El Mala und Co. Der 1. FC Köln als Karriere-Booster.
Jakub Kaminski, Said El Mala, Jahmai Simpson-Pusey – es gibt beim FC zahlreiche Akteure, die ihren Marktwert deutlich gesteigert und gleichzeitig die Tür zu höheren Sphären aufgestoßen haben. Möglicherweise eine neue Strategie.
Said El Mala, Jakub Kaminski und Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln
Um eine wirklich gute Nachricht zu verbreiten fehlte in der erfreulichen Meldung dann doch ein wichtiger Aspekt. „FC zieht Kaufoption für Jakub Kaminski“, hieß es Mittwochnachmittag vom Geißbockheim. Die Kölner haben nun also Nägel mit Köpfen gemacht und den Topspieler der abgelaufenen Saison fest unter Vertrag genommen. Nur ist das eben ein Teil der Wahrheit, der andere muss nicht eintreten, wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit kommen. Denn „Kuba“ verfügt über eine Ausstiegsklausel. Nach polnischen Medien ist auch ein Premier-League-Club offenbar bereit, diese zu ziehen. Dann ist das Thema Kaminski in Köln keins mehr. Sportlich wäre das ein absoluter Verlust. Denn der Pole zeigte in dieser Spielzeit eine nicht annähernd so zu erwartende Entwicklung. Sie war so wenig zu erwarten, dass man zu Beginn der Spielzeit die 20-Millionen-Euro-Ablöse wohl mit einem Schulterzucken weggewischt hätte.
Kaminski kann Köln schon sehr bald verlassen
Nun aber wird sie real und in diesem Fall kann sich Thomas Kessler freuen, dass er den vierfachen Preis der Investition des vergangenen Sommers wieder reinholt. Aus Sicht des Geschäftsführers könnte man also beim Verkauf des Akteurs von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Die Kölner holten einen Spieler, der in seinem alten Club nicht so richtig funktionieren wollte. Lukas Kwasniok päppelte seinen „besten Spieler“ auf, schenkte ihm Vertrauen, sprach das höchste Lob aus und brachte Kaminski damit wieder in die Spur. Mittlerweile wird der Marktwert auf 17 Millionen Euro eingeschätzt. Und ganz Köln würde den Polen gerne auch weiterhin in den eigenen Reihen sehen. Das wird wohl nicht das Fall sein. Denn – und da machte der 23-Jährige nie einen Hehl draus – der FC ist für Kaminski „nur“ eine Durchgangsstation. Das hört sich gemeiner an, als es ist. Doch „Kuba“ sprach immer davon, dass sein Traum der Weg in die Premier League sei.
Fakt ist, dass der FC für den Polen in dieser einen Spielzeit bereits ein unglaublicher Karriere-Booster war. Der Kölner Dauerbrenner hat sich für andere, für höhere Aufgaben empfohlen. „Seine Entwicklung und seine Leistungen sind gleichzeitig ein sehr gutes Beispiel dafür, dass der 1. FC Köln für ambitionierte Spieler eine hervorragende Adresse ist, um sich auf hohem Niveau weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt in ihrer Karriere zu gehen“, wurde Kessler am Mittwoch zitiert. Und diese Aussage ist nun mal adaptierbar. Said El Mala kam als Drittliga-Spieler, wohlgemerkt für 300.000 Euro. Der Offensivspieler wird die Kölner im Sommer möglicherweise für 50 Millionen Euro verlassen, dann in die Premier League und immerhin als Spieler im Dunstkreis der A-Nationalmannschaft. Der 19-Jährige ist mittlerweile auf internationalem Niveau bekannt, die Liste der Interessenten lang. Auch bei dem Youngster ist der Abschied nur eine Frage der Zeit.
Der FC entwickelt sich zum Sprungbrett für Talente
Andere Spieler wir Ragnar Ache und Sebastian Sebulonsen haben ihre Karrieren ebenfalls angekurbelt. Und das noch nicht einmal so deutlich wie Jahmai Simpson-Pusey. Der Innenverteidiger spielte bei Celtic überhaupt keine Rolle, wurde beim FC zum Stammspieler. Sollten die Kölner die kolportierten acht Millionen Euro für den Youngster bezahlen und ManCity dem Deal zustimmen, läge der geschätzte Marktwert ebenfalls eine Millionen Euro über dem Kaufpreis. Der FC ist auf der einen Seite also durchaus so etwas wie eine Durchgangsstation (auch für Rav van den Berg, der ebenfalls davon sprach, früher oder später in die Premier League wechseln zu wollen). Auf der anderen Seite senden die FC-Bosse aber ein sehr spannendes Zeichen. Der 1. FC Köln kann als eine Art Karriere-Sprungbrett oder Beschleuniger gesehen werden.
Die Kölner würden damit eine ähnliche Strategie einschlagen, wie Clubs wie Freiburg oder Mainz, die aktuell genau davon profitieren. Eine Abkehr vom Entwicklungsclub ist die aktuelle Situation aber sicher nicht. Denn es gibt zwei Wege, die Ausbildungsvereine in der Regel einschlagen. Den der eigenen Talente aus den NLZs und den über internationale Talente, die wiederum für größeres Geld verkauft werden. Gerade Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund sorgten in der Vergangenheit mit genau solchen Transfers a la Jude Bellingham, Erling Haaland oder Randal Kolo Muani für Furore und mächtig viel Umsatz. Dass der FC in Zukunft auch weiter auf seine eigenen Spieler setzen wird, steht wohl außer Frage. Außer Frage steht auch, dass die Kölner bei einem Kaminski-Abgang einen sportlichen Verlust hinnehmen müssen, der wirtschaftliche Erfolg ist für Köln wohl nachhaltiger.
„Ein modernes NLZ am Geißbockheim und die olympische Idee entspringen demselben Gedanken“ – FC-Präsident Stobbe hofft auf Schub für Geißbockheim und Stadion-Ausbau
Heute ist Stichtag für das Einreichen der Olympia-Bewerbungen und auch Köln ist mit im Rennen. FC-Präsident Jörn Stobbe sprach mit come-on-fc.com unter anderem über die Chancen einer Austragung in Köln. Was kann der FC tatsächlich beitragen, was würden die Spiele die Stadt kosten – und wem würden sie am Ende nützen? Der 1. FC Köln und Olympia: Jörn Stobbe hofft auf Fortschritte beim FC.
Vereinspräsident Jörn Stobbe spricht von einer gemeinsamen Vision für die Stadt und macht keinen Hehl daraus, dass er sich vom olympischen Schwung auch Fortschritte am Geißbockheim erhofft. Was kann der FC zur Bewerbung beisteuern, was könnten die Spiele die Stadt kosten und wie bewerten Kritiker die Pläne?
Jörn Stobbe bei der Kickoff-Veranstaltung zur Kölner Olmypia-Bewerbung
Vor einigen Wochen stimmten die Kölner Bürgerinnen und Bürger darüber ab, ob sie sich Olympische Spiele vor der eigenen Haustür vorstellen können und mit dem heutigen 4. Juni erreicht die deutsche Olympiabewerbung einen wichtigen Meilenstein. Bis zum Ablauf des Tages müssen die interessierten Regionen ihre Bewerbungsunterlagen beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einreichen. Für die Initiative KölnRheinRuhr bedeutet der Stichtag den Übergang in die nächste Phase. Das knappste Ergebnis aller 17 am Referendum beteiligten Kommunen kam aus Köln: 57 Prozent. Hätte die sogenannte „Leading City“ mit ihren vielen angedachten Disziplinen mit „Nein“ gestimmt, wäre das Konzept gescheitert. Das knappe „Ja“ der Kölnerinnen und Kölner hat auch beim 1. FC Köln für Begeisterung gesorgt. Präsident Jörn Stobbe ließ sich dazu in einem euphorischem Statement wie folgt zitieren: „Mein Vater Horst hat mir als ehemaliger Olympionike oft vom olympischen Geist erzählt – heute spüre ich einen Hauch dieses Geistes in unserer Stadt. Jetzt liegt es an uns allen, diesen Schwung zu nutzen, um Köln schneller, effizienter und mutiger zu machen. Wir als FC sind bereit, unseren Teil beizutragen“.
Doch worin könnte dieser Beitrag konkret bestehen – und welche Effekte erhofft man sich am Geißbockheim, sollten tatsächlich Spiele in Köln stattfinden?
FC-Präsident Stobbe: „Wir spüren einen klaren politischen Willen“
Den Verantwortlichen und Unterstützern des Vereins beschäftigt der Erhalt und Ausbau des Geißbockheims seit Jahren. Noch am letzten Heimspieltag gegen Heidenheim zeigte die Südkurve Banner mit bekannten Appellen an die Entscheidungsträger. Von der Olympia-Bewegung erhofft man sich in dieser Angelegenheit Fortschritte, wie Stobbe auf Anfrage von come-on-fc.com erläuterte: „Wir wollen und müssen uns bekanntermaßen am Geißbockheim weiterentwickeln, um in der Bundesliga dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Ebenso gehört dazu, dass wir seriös und intensiv alle Optionen prüfen, das RheinEnergieSTADION zu modernisieren und langfristig sogar auszubauen. Unter der Führung von Oberbürgermeister Torsten Burmester spüren wir einen klaren politischen Willen, dem Sport in Köln mehr Bedeutung beizumessen. Dieser Kurs hat durch das Votum für Olympia abermals eine Legitimation durch die Bürgerinnen und Bürger Kölns erhalten.“
In den Plänen des Organisationskomitees ist das RheinEnergieSTADION als Veranstaltungsort für Fußball und Siebener-Rugby vorgesehen, auf der angrenzenden Jahnwiese soll Bogenschießen stattfinden. Einen Ausbau des Stadions sehen die Olympia-Planungen dabei nicht vor. Dennoch, so Stobbe, wirkten Großereignisse dieser Art häufig als Beschleuniger für Prozesse, die unter normalen Umständen Jahre dauerten. Der FC-Präsident macht dazu deutlich: „Wenn Köln als ‚Leading City‘ einer so wichtigen Bewerbung auftritt, muss auch der Anspruch steigen, die Infrastruktur der Stadt in allen Bereichen zu verbessern“.
Das macht den FC unersetzlich für Kölns Olympia-Pläne
Dabei betont er ausdrücklich, dass der Verein seine Strahlkraft nicht als Verhandlungsmasse verstehe: „Es geht hier nicht um ‚Deals‘ oder taktische Gegengeschäfte. Es geht um eine gemeinsame Vision für Köln. Wenn die Stadt den Anspruch hat, Gastgeberin für die Welt zu sein, muss sie auch die Rahmenbedingungen für ihre lokalen Leuchttürme schaffen. Ein modernes NLZ am Geißbockheim und die olympische Idee entspringen demselben Gedanken: Wir wollen den Sport in Köln stärken und zukunftsfähig machen. In diesem Geiste führen wir die Gespräche mit der Politik über mögliche Synergien“, teilte der Präsdent come-on-fc.com mit.
Den größten Beitrag des Vereins sieht Stobbe in der kulturellen Verankerung des FC mit der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern: „Wir sehen uns als konstruktiver Partner der Stadt Köln. Wir signalisieren den Verbänden: Der 1. FC Köln steht hinter dieser Vision. Mit unserer Infrastruktur, unserer Erfahrung und unserer riesigen Fan-Basis sind wir ein Aktivposten, der eine Bewerbung glaubwürdig und lebendig macht.“
Eine Frage der Glaubwürdigkeit
Das Land NRW und die Stadt Köln können den 1. FC Köln als Glaubwürdigkeits-Booster im Bewerbungsprozess für die Spiele gut gebrauchen. Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass Olympische Spiele nicht selten zur Belastungsprobe für das Vertrauen zwischen Verein, Stadtpolitik und Bevölkerung werden. „In der Vergangenheit hat es immer wieder Fälle gegeben, in denen Städte im Zusammenhang mit Großveranstaltungen ihre Glaubwürdigkeit verspielt haben. Deshalb ist es entscheidend, dass die Stadt den gesamten Prozess von Anfang an transparent gestaltet und aktiv Vertrauen aufbaut“, sagt Dr. Kirstin Hallmann vom Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der Deutschen Sporthochschule Köln, die unter anderem zu Mega-Events und ihren wirtschaftlichen Auswirkungen forscht.
Die Sportökonomin mahnt, mögliche Herausforderungen nicht zu unterschätzen: „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass die Öffentlichkeit zunächst mit allzu optimistischen Versprechen besänftigt wird, nur damit am Ende eine massive Kostenexplosion ans Licht kommt. Denn genau das ist die Befürchtung vieler Bürgerinnen und Bürger. Natürlich lässt sich nicht jede Kostensteigerung im Voraus kalkulieren. Doch die Erfahrungen aus vergangenen Spielen sprechen eine deutliche Sprache: Die tatsächlichen Kosten lagen mitunter um 150 bis 170 Prozent über den ursprünglichen Schätzungen“. Das jüngste Beispiel sind die Spiele von Paris 2024, wo die Kosten von geplanten 2,4 auf 6,6 Milliarden Euro stiegen.
Das sagen Olympia-Kritiker
Auch Kritiker der Kölner Bewerbung verweisen auf diese Erfahrungen. So weist etwa die Initiative „NOlympia Köln” darauf hin, dass die Stadt bereits heute mit knappen Mitteln haushalten muss. Es fehle an Geld für sanierte Schulen, ausreichend Kita-Personal, eine leistungsfähige KVB, Radwege sowie intakte Schwimmbäder, Turnhallen und Sportplätze. Zusätzliche Olympia-Kosten könnten das bestehende Haushaltsdefizit weiter vergrößern. Auch am versprochenen wirtschaftlichen Nutzen bestehen Zweifel. „Die Argumentation, Olympia bringe Investitionen, ist schlichtweg falsch. Es rechnet sich nicht, am Ende zahlt man drauf“, sagt Jörg Detjen von NOlympia Colonia gegenüber dem ZDF. Als mögliche Nebenwirkungen nennen Ökonomen zudem steigende Preise und Mieten sowie Wohnraumverknappung, indessen Wohnraum bereits heute dringend gebraucht wird.
Nächste Schritte erst im September
Der innerdeutsche Wettbewerb geht unterdessen weiter. Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), mit welcher Bewerbung sich Deutschland um die Ausrichtung der Spiele 2036, 2040 oder 2044 beim Internationalen Olympischen Komitee bewirbt. Neben KölnRheinRuhr sind auch München und Berlin im Rennen, in Hamburg fiel das Votum gegen eine Olympiabewerbung aus. Stobbe ist überzeugt, dass der 1. FC Köln bei der DSOB-Entscheidung eine Rolle spielen wird: „Der FC ist ein emotionaler Motor dieser Stadt. Unser Beitrag liegt in der Mobilisierung der Menschen und der Vermittlung der olympischen und paralympischen Werte – Leistung, Fairplay und Zusammenhalt. Wir stellen unser Know-how in der Organisation von Großevents zur Verfügung und sind bereit, den Standort Müngersdorf als lebendigen Bestandteil der Spiele mitzugestalten“. Nach dem Ende der Bewerbungsfrist heißt es nun vorerst aber erst einmal Abwarten.