Nächster Umbruch beim 1. FC Köln: Stehen gleich mehrere Profis auf der Kippe?

Denis Huseinbasic, Linton Maina und Luca Waldschmidt beim Spiel im DFB-Pokal
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Nächster Umbruch beim 1. FC Köln: Stehen gleich mehrere Profis auf der Kippe?

Im Sommer bahnt sich der nächste große Umbruch bei den Kölnern an. Viel hängt von möglichen Transfers um Said El Mala und Jakub Kaminski ab. Doch es gibt noch weitere Wackelkandidaten bei den Geißböcken. Der 1. FC Köln steht vor einem Umbruch: Weitere Profis stehen auf der Kippe.

Sechs Abgänge stehen bereits fest, weitere werden folgen. Darunter vielleicht auch Spieler, die in der Vergangenheit durchaus als Leistungsträger galten.

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Am Montag absolvierte die DFB-Auswahl einen zweiten Test gegen Finnland, am Dienstag folgt die Abreise zur WM in die USA. Spieler vom 1. FC Köln sind bekanntlich nicht mit dabei. Überhaupt werden die aktuellen FC-Profis das Endturnier wohl nur am Fernseher verfolgen – maximal als Zuschauer live vor Ort bei einer Reise in die USA, nach Mexiko oder Kanada. Erst gegen Ende der WM werden dann auch die Kölner Akteure wieder aktiv ins Trainingsgeschehen einsteigen. Der Saisonauftakt dürfte Mitte Juli stattfinden. Doch der Kader wird sich bis dahin verändert haben. Sechs Spieler sind bereits verabschiedet, um Said El Mala und Jakub Kaminski häufen sich die Abgangs-Meldungen und einige weitere Spieler befinden sich aktuell wohl auf dem Prüfstand. Bei jenen stellt sich durchaus die Frage: Gibt es noch die Chance, in der Vorbereitung Pluspunkte zu sammeln oder ist ein Abgang die wahrscheinlichere Alternative.

Denis Huseinbasic vor dem Absprung?

Konkret wollen sich die FC-Verantwortlichen zu solchen Personal-Entscheidungen verständlicherweise nicht äußern. Klar ist aber, dass die sportliche Leitung durchaus Gespräche mit Spielern, deren Perspektive nicht unbedingt auf Stammplatz schielt, gesucht haben wird. Und spätestens seitdem sich der Club für René Wagner als Trainer entschieden hat, dürfte Denis Huseinbasic eben einer jener Kandidaten sein. Der Mittelfeldspieler war einst von Kickers Offenbach zum FC gestoßen – für 50.000 Euro. Nun könnten die Geißböcke den Akteur für ein Vielfaches abgeben. Vor drei Jahren soll der VfB Stuttgart bereit gewesen sein, fünf Millionen Euro für den 24-Jährigen auf den Tisch zu legen. Das wird nun nicht mehr passieren. Das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Marktwert „nur“ noch auf zwei Millionen Euro ein. Dass der Nationalspieler Bosniens unter Wagner noch große Chancen bekommen wird, dürfte angesichts der Einsatzzeit zum Ende dieser Saison unwahrscheinlich erscheinen.

Suchen die Kölner auf den Außenbahnen Ersatz?

Wie berichtet konnte das kolportierte Interesse an Außenbahn-Spielern wie David Martinez und Amario Cozier-Duberry darauf hindeuten, dass Jan Thielmann und Linton Maina ebenfalls zu den Wackelkandidaten gehören. Beide konnten in dieser Spielzeit nur selten die Erwartungen erfüllen. Zwar betonte unter anderem Ex-Trainer Lukas Kwasniok immer wieder, dass Maina mit seinem Tempo eine Waffe sei, nur blieb diese in dieser Spielzeit oft stumpf. Auch der Offensiv-Impact von Jan Thielmann war überschaubar – zumindest die reine Torgefahr. Drei Tore und eine Vorlage stehen auf dem Konto des Eigengewächses, ein xGoals-Wert von 2,4, ein xGoals-Assist-Wert von 1,4. Bei Maina sind es zwei Tore und ein Assist – die X-Werte liegen bei 1,3 und zwei. Die ganz große Gefahr strahlten die beiden eigentlichen Offensivkräfte also nicht aus. Die Zukunft am Geißbockheim erscheint damit mindestens fraglich.

Nicht unumstritten ist auch die Position von Luca Waldschmidt. Dem 30-Jährigen fehlt weiterhin die Konstanz, die man sich bei der Verpflichtung des ehemaligen Nationalspielers durchaus erhofft hatte. Auch in dieser Saison waren die Leistungen wechselhaft. Mit fünf Toren und vier Assists kam Waldschmidt allerdings auf neun Scorerpunkte – so viele waren es in der Bundesliga seit der Saison 2019/20 für den SC Freiburg nicht mehr. Und doch ist es gut möglich, dass man sich auch bei dem 30-Jährigen gesprächsbereit zeigt, wenn das passende Angebot auf den Tisch kommt oder der gebürtige Siegener den Verein verlassen will. Der Vertrag läuft noch bis Sommer 2027. Zwar soll laut „Express“ auch Marvin Schwäbe anderen Clubs angeboten worden sein, doch aktuell gibt es für die Kölner Nummer eins recht wenig Grund für einen Wechsel.


Weiteres FC-Talent weg: Jason Ponente-Ramirez wechselt ablösefrei zum Karlsruher SC

Jason Ponente-Ramirez nach dem Gewinn der Meisterschaft
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Weiteres FC-Talent weg: Jason Ponente-Ramirez wechselt ablösefrei zum Karlsruher SC

Noch am Sonntag hoffte er auf die Titelverteidigung mit den Geißböcken, kommende Saison wird er aber nicht mehr das Trikot des 1. FC Köln tragen: Jason Ponente-Ramirez wechselt ablösefrei zum KSC.

Im vergangenen Jahr feierte er die Deutsche Meisterschaft mit dem FC, am Sonntag die Vizemeisterschaft, künftig wird er für den Karlsruher SC auflaufen. Jason Ponente-Ramirez wird wie vor Wochen von come-on-fc.com berichtet, den Verein verlassen. Der Offensivspieler wechselt zum Zweitligisten.

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Der FC verliert wieder einmal ein großes Talent und wieder einmal ablösefrei. Der U19-Offensivspieler Jason Ponente-Ramirez wird in der kommenden Spielzeit nicht mehr das Trikot der Kölner tragen. Der FC hätte den Vertrag mit dem Youngster gerne verlängert, doch dazu kam es nicht. „Die Verantwortlichen haben mir in den Gesprächen ein sehr gutes Gefühl gegeben und mir einen klaren Weg aufgezeigt. Dieses Gesamtpaket reizt mich enorm und ich freue mich sehr darauf, ab der neuen Saison für den KSC aufzulaufen“, sagte der 19-Jährige. „Ich bin ein Spieler, der immer alles für die Mannschaft gibt und sich jeden Tag weiterentwickeln möchte. Gemeinsam mit dem Verein und den Fans will ich erfolgreich sein.“ Diese Marschroute stellte der Außenbahnspieler bei den Geißböcken unter Beweis. Alleine in der Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft lief der 19-Jährige vier Mal auf, erzielte zwei Tore, bereitete zwei weitere vor. Das Finale am Sonntag gehörte nicht zu seinen besten Spielen.

„Wir verfolgen Jason schon länger“

Beim FC war das Thema Talenteflucht in der Vergangenheit ein größeres. Vor allem gab es immer wieder gute Spieler, die den Verein ablösefrei verlassen haben. Das lag oft daran, dass Spieler und Club eine unterschiedliche Auffassung von den kurzfristigen Entwicklungsschritten hatten. Beim FC hätte der Offensivspieler wohl den Weg über die U21 der Geißböcke nehmen müssen. Möglicherweise ist der Plan beim Zweitligisten nun ein anderer. „Wir verfolgen Jason schon seit längerer Zeit und hatten seine Entwicklung genau im Blick. Er überzeugt mit Spielfreude, Antrittsstärke und bringt seine Qualitäten vor allem im offensiven Eins-gegen-eins zum Vorschein“, so KSC-Direktor Profifußball Timon Pauls. „Er hat die Fähigkeiten ein stehendes Spiel immer wieder aufzubrechen und kann unserem Spiel das gewisse Etwas verleihen. Wir sind davon überzeugt, dass er sich bei uns ideal weiterentwickeln kann und sich Schritt für Schritt an den Herrenbereich gewöhnt.“

Wie schnell das gehen wird, liegt natürlich am Spieler selbst. Meiko Wäschenbach war den Weg etwa im Januar 2025 nach Karlsruhe gegangen, spielte zunächst aber nur in der zweiten Mannschaft in der Oberliga eine Rolle. Um die Jahreswende sammelte der Mittelfeldspieler dann seine Zweitliga-Erfahrung. Ponente-Ramirez war vor vier Jahren von Viktoria Köln zum FC gewechselt. Insgesamt lief er 76 Mal für die Nachwuchsmannschaften der Kölner auf, erzielte 20 Tore und bereitete zehn weitere vor.


Déjà-vu im Buhlen um Salih Özcan: Der 1. FC Köln ist nicht Favorit und ein Detail lässt Aufhorchen

Salih Özcan weckt mal wieder Interesse
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Déjà-vu im Buhlen um Salih Özcan: Der 1. FC Köln ist nicht Favorit und ein Detail lässt Aufhorchen

Im vergangenen Sommer war er ein Thema, im Winter auch und nun anscheinend schon wieder. Doch der gebürtige Kölner soll auch im Fokus anderer Clubs neben dem FC stehen. Salih Özcan ist offenbar sehr umworben: Der 1. FC Köln bekommt Konkurrenz von Besiktas Istanbul.

Natürlich wird sich Salih Özcan dieser Tage seine Gedanken um die Zukunft machen. Immerhin ist der Spieler ab dem 30. Juni offiziell vertrags- und vereinslos. Doch der Blick ist aktuell eher auf die WM gerichtet. Zum ersten Mal nimmt der mittlerweile 28-Jährige in diesem Sommer an einer Weltmeisterschaft teil. Vor zwei Jahren gab es den Vorgeschmack bei der EM, U21-Europameister ist Özcan mit Deutschland auch geworden.

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Doch im Hinterkopf schwebt bestimmt auch die Frage, wo er nach dem Endturnier seine Zelte aufschlagen wird. Erst vor wenigen Wochen hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ von Gesprächen zwischen dem 1. FC Köln und der Spielerseite berichtet. Der „Express“ legte nun nach. Grundsätzlich könnten sich wohl beide Seite eine weitere Zusammenarbeit vorstellen. Özcan hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass seine gefühlte Heimat die Domstadt ist. Der FC sucht wiederum einen Martel-Ersatz, einen Sechser, der sofort das Zeug hat, den Kölnern weiterzuhelfen. Doch es gibt Hürden, die zu überwinden sind. Zumal nicht wirklich hinterlegt ist, wie groß das Interesse der FC-Verantwortlichen denn wirklich ist. Immerhin hielt sich die Spielzeit in den vergangenen Jahren dann doch in Grenzen. Ganze 75 Minuten lief der Mittelfeldspieler in der vergangenen Saison in der Liga für den BVB auf. In der Spielzeit zuvor waren es für Dortmund und Wolfsburg rund 700. Zum Vergleich: Ein Stammspieler kommt auf rund 3000 Minuten.

Besiktas wieder im Rennen?

Und doch gibt es natürlich einen Markt für den Sechser. Niko Kovac hatte keine Verwendung für den 28-Jährigen. Dennoch ist der Sechser ein grundsolider Bundesliga-Spieler. Vor allem in der Türkei wird der fleißige Arbeiter geschätzt. Auch in der Nationalmannschaft ist Özcan kein Stammspieler, kommt aber auf seine Einsatzzeit. Und seit mehr als einem Jahr ranken sich die Transfergerüchte sämtlicher Istanbuler Mannschaft. So auch in diesem Sommer. Zu den Interessenten sollen aktuell Trabzonspor und Besiktas Istanbul zählen. Gerade die Schwarzweißen sollen laut türkischen Medien aktuell ein Angebot vorbereiten, das sie der Spielerseite vorlegen wollen. Bereits im Winter soll es Gespräche gegeben haben. Damals kam es nicht zu einem Deal. Medienberichten, Özcan habe zu viel Gehalt verlangt, wies der Spieler, der daraufhin einige Hass-Nachrichten erhielt, via Instagram vehement zurück.

In der Türkei heißt es, die Vereine konnten sich damals nicht einigen. Nun aber ist Özcan ablösefrei und der Club soll eben angeblich ein neues Angebot vorbereiten. Doch das Gehalt spielt durchaus eine Rolle, unabhängig angeblicher Forderungen. Denn der Mittelfeldspieler hat beim BVB dem Vernehmen nach rund vier Millionen Euro verdient. Ein Club wie Trabzonspor dürfte damit aus dem Rennen sein. Doch nicht nur der türkische Verein. Sollten Özcan zwischen drei und vier Millionen Euro pro Jahr vorschweben, wäre auch der FC mit großer Wahrscheinlichkeit kein Abnehmer mehr. Möglicherweise springen aber noch ganz andere Clubs auf – vor allem, wenn der 28-Jährige eine gute WM spielen sollte.


Sieben bis zehn Neue? Der 1. FC Köln plant den nächsten Umbruch und ist auf Abgänge angewiesen

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Sieben bis zehn Neue? Der 1. FC Köln plant den nächsten Umbruch und ist auf Abgänge angewiesen

Auch in diesem Sommer wird Thomas Kessler wieder Geld in die Hand nehmen, um den Kader zu verbessern. Der nächste Umbruch steht beim FC an. Sieben bis zehn Spieler werden wohl gebraucht. Und das macht die Verkäufe der beiden Topspieler wahrscheinlicher beim 1. FC Köln: Warum der nächste Umbruch von Abgängen abhängt.

Im vergangenen Sommer verpflichtete Thomas Kessler ganze zwölf neue Spieler. Auch in dieser Transferphase wird es wohl wieder einen Umbruch geben. Und Said El Mala und Jakub Kaminski werden darauf wohl Einfluss nehmen.

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Zwei Wochen nach dem Ende der Saison ist bei den Geißböcken der ganz große Transfercoup noch nicht in Sicht. Sechs Abgänge hat der FC bislang zu verzeichnen. Florian Kainz, Luca Kilian und Dominique Heintz wurden bereits beim letzten Heimspiel verabschiedet, Eric Martel einen Tag nach dem letzten Saisonspiel und zuletzt Cenk Özkacar sowie Kristoffer Lund. Es werden wohl noch der ein oder andere Spieler folgen – Wackelkandidaten gibt es einige. Dementsprechend lang ist auch die Einkaufsliste, die bei Thomas Kessler auf dem Schreibtisch liegen dürfte. Nach den Wechseln von Heintz und Özkacar steht mindestens ein weiterer Innenverteidiger ganz weit oben auf dem Zettel, möglicherweise sogar noch ein zweiter. Auch das Aus von Kristoffer Lund hat Auswirkungen auf die Kaderpolitik. Denn einen nominellen Linksverteidiger gibt es zurzeit nicht. Ein Backup könnte es zudem geben. Dringender erscheinen ein Sechser, ein weiterer Zielstürmer, ein kreativer Akteur.

„Kleiner Sachen kann man jetzt schon machen“

Und dann sind da eben noch die Personalien Said El Mala und Jakub Kaminski, von denen so oder so viel bei den Kölner abhängt. In beiden Fällen scheinen Abgänge zunehmend wahrscheinlicher. Dann würden horrende Transfererlöse in das Budget mit einfließen. Konkrete Summen werfen die FC-Bosse bekanntlich nicht in den Raum – doch Tendenzen sind schon herauszuhören. „Kleinere Sachen kann man jetzt schon machen, für den Rest müssen wir schauen, wie sich das entwickelt“, sagte Vizepräsident Ulf Sobek am Donnerstag. Was unter kleinere Sachen fällt, ist zwar nicht klar. Nur werden die Geißböcke nicht die ganz großen Sprünge machen können. Denn für Tom Krauß haben die Kölner 3,5 Millionen Euro bezahlt, die Kaufoption bei Jakub Kaminski liegt bei 5,5 Millionen Euro und die angestrebte Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey würde auch noch einmal mindestens acht Millionen Euro kosten.

Einige Millionen schon verplant

In dem Fall wären also bereits 17 Millionen Euro verplant. Im vergangenen Sommer investierte der FC bekanntlich 20 bis 25 Millionen Euro für ein Dutzend neuer Spieler. Bei einer ähnlichen Investitionslage in diesem Transferfenster ist das Budget also schon arg eingeschränkt. Zumal der FC mindestens drei Akteure im Sommer verpflichten will, die den Kölnern auf zentralen Positionen sofort weiterhelfen sollen. Der Marktwert eines Eric Martels liegt aktuell bei acht Millionen Euro, genauso wie der des gehandelten Innenverteidigers Sebastiaan Bornauw. Einen gänzlich unerfahrenen Linksverteidiger wollen die Kölner sicherlich auch nicht verpflichten. Es kommen also einige Kosten auf den FC zu. Zumal es im Sommer nach Informationen von come-on-fc.com nicht nur Leihkonstrukte geben soll. Und somit wird eigentlich jetzt schon deutlich, dass der FC eigentlich auf hohe Ablösen angewiesen ist, die dann wieder in den Kader investiert werden.

Bis zu 70 Millionen Euro stehen für Kaminski und El Mala im Raum. Eine hübsche Summe, die das Transferfenster grundsätzlich verändern, allerdings auch nicht gänzlich in frische Transfers fließen würde. Und dann würden die Geißböcke auch mindestens einen, vermutlich aber auch zwei Offensivkräfte unter Vertrag nehmen wollen. Auf Kesslers Wunschzettel stehen vermutlich sieben bis zehn Positionen, die ausgebessert werden sollen. Wie viel Geld für die einzelnen Wunschkandidaten anberaumt sind, ist unklar. Fakt ist, dass der FC den Umbruch weiter vorantreiben wird und bei Abgängen von Kaminski und El Mala die nächste Rekordsumme in Transfers investiert werden.


Und plötzlich bringt der 1. FC Köln wieder Millionen-Marktwerte auf den Platz

Said El Mala und Jakub Kaminski sind zwei Gewinner des ersten Saisondrittels
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Und plötzlich bringt der 1. FC Köln wieder Millionen-Marktwerte auf den Platz

Mit Said El Mala und Jakub Kaminski werden aktuell zwei Spieler gehandelt, die dem FC zweistellige Millionen-Einnahmen bringen können. Das war bislang die Ausnahme beim 1. FC Köln: Said El Mala und Jakub Kaminski heben den Marktwert massiv an auf ein Rekordniveau.

Anthony Modeste, Lukas Podolski oder Jhon Cordoba – es gab in der Vergangenheit Spieler, für die der FC mächtig Geld bekommen hat. Nun aber heben Said El Mala und Jakub Kaminski mögliche Transfereinnahmen noch einmal an.

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Am Sonntagnachmittag gönnten sich die Geschäftsführer der Geißböcke eine Dienstfahrt Richtung Hoffenheim. Das Endspiel um die Deutsche U19-Meisterschaft wollten sich Thomas Kessler, Philipp Liesenfeld und Philipp Türoff nicht entgehen lassen. Auch, wenn die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck eine bittere, aber verdiente 0:2-Niederlage hinnehmen musste, werden die Kölner Verantwortlichen dennoch zufrieden mit dem eigenen Nachwuchs sein. Denn der ein oder andere der Youngster könnte vielleicht früher oder später sein Debüt bei den Profis feiern, die Entwicklung von jungen Spielern wird beim FC ein wichtiger Baustein sein. Und das auf einem Weg, bei dem die Geißböcke hohe Transfererlöse erzielen können. „Wir haben in der Vergangenheit verhältnismäßig wenig Transfererlöse erzielt. In diesem Jahr bin ich erst einmal happy, dass es Spieler in unserem Kader gibt, für die es einen Markt gibt“, sagte Türoff bei der Abschlussfeier der Kölner vor zwei Wochen.

Einen Markt für die aktuellen Spieler

Und es gibt nicht nur einen Markt. Es gibt einen Markt, auf dem die Kölner zweistellige Millionenbeträge erzielen können. Das war lange die Ausnahme. Anthony Modeste brachte den Geißböcken einst knapp 30 Millionen Euro. Lukas Podolski und Jhon Cordoba brachten jeweils 15 Millionen, dann nur drei weitere Akteure, die die zehn knackten. Das Bild ist nun ein anderes. Für El Mala wünschen sich die Kölner rund 50 Millionen Euro, Kaminski hat eine Ablöse von 20 Millionen in seinem Vertrag beim FC verankert und auch dort soll es einen Interessenten geben. Sollten die Kölner diese Summen erzielen, wären es der Rekordtransfer sowie die dritthöchste Einnahme durch einen Verkauf in der Vereinsgeschichte. Beide Erlöse kämen in etwa an die vom Online-Portal transfermarkt.de errechneten Marktwerte ran.

Der von El Mala soll nun bei 45 Millionen Euro der von Kaminski bei 17 Millionen Euro liegen. Beide Akteure steigerten sich um rund fünf Millionen. Damit haben die beiden Offensivspieler großen Anteil daran, dass der FC aktuell den wertvollsten Kader der Vereinshistorie aufweisen kann. Und das mit Abstand. Der bisherige Bestwert lag in der Saison 20/21 bei knapp 120 Millionen, nun bei mehr als 150 Millionen. Davon macht El Mala fast ein Drittel aus, ist der wertvollste Spieler der Kölner Vereinshistorie, brach seinen eigenen Rekord vom vergangenen Herbst, als er auf 40 Millionen Euro eingeschätzt wurde. Auf Platz zwei folgen gemeinsam Lukas Podolski, Jonas Hector und Anthony Modeste, der wiederum dem FC die bisherige Rekord-Transfereinahme bescherte. Und dann folgt eben schon Jakub Kaminski.

Zwar wäre der Verkauf der Top-Spieler ein sportlicher Verlust, nur könnten die Kölner dann wieder in den Kader investieren. „Wir haben den FC in vieler Hinsicht stabilisiert, dass wir, wenn so etwas wie Transfererlöse passieren, dieses Geld mit absoluter Priorität in den Sport wieder investieren können“, sagte Türoff. Klar dürfte allerdings sein, dass die Kölner die potenziellen Abgänge nicht eins-zu-eins ersetzen kann. Doch die Entwicklung könnte ein gutes Beispiel für die Zukunft sein. Spieler entwickeln, Marktwerte steigern und Erlöse in den Kader stecken. Aktuell bringen die Geißböcke also Spieler auf den Platz, die sportlich eigentlich unverzichtbar sind, den Kader aber weiter entwickeln können.


Bitteres Finale: Die U19 des 1. FC Köln verpasst gegen Hoffenheim die Titelverteidigung

Jonathan Friemel im Spiel der Geißböcke gegen Hoffenheim
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Bitteres Finale: Die U19 des 1. FC Köln verpasst gegen Hoffenheim die Titelverteidigung

Der Traum von der Titelverteidigung ist geplatzt. Die U19 des 1. FC Köln unterliegt Hoffenheim 0:2 im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Der Mannschaft von Stefan Ruthenbeck fiel gerade in der Offensive zu wenig ein.

Die Geißböcke müssen sich nach einer insgesamt starken Saison mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben. Bei der TSG Hoffenheim kassierten die Kölner eine verdiente 0:2-Pleite. Hoffenheim war über die 90 Minuten die bessere Mannschaft.

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Der Gastgeber übernahm von Beginn an die Initiative, versuchte über Ballbesitz die Kontrolle zu gewinnen. Doch die erste Möglichkeit gehörte dem FC. Einen Freistoß aus 20 Metern knallte Arian Römers zunächst in die Mauer. Der Ball kam über Umwege zurück, doch dieses Mal war Hoffenheims Keeper Nico Biedermann zur Stelle. Ein Freistoß brachte dann den Gastgeber in Front. Maxim Naumann versuchte es aus 17 mit einem Ball ins lange Eck. FC-Torwart Timo Schmitz sah die Kugel wohl zu spät und konnte sie anschließend nur noch aus dem Netz holen (18.). Und Hoffenheim war nun deutlich griffiger. Krystof Cicek tankte sich durch die Box, war im Abschluss aber zu harmlos. Sherlock machte es schließlich besser. Eine Flanke von der linken Seite verlängerte Schmitz im Kölner Kast vor die Füße von Sherlock, der nur noch einschieben musste (38.). Erst zu Ende der ersten Halbzeit wurden die Kölner aktiver, ein Treffer fiel bis zur Pause aber nicht mehr.

In der Offensive zu harmlos

Der FC kam mit Schwung aus der Kabine. Allerdings fehlte weiterhin der Zug zum Tor. Den hatte Jykese Fields, als er nach einer Stunde aus spitzem Winkel den Kölner Keeper prüfte (60.). Und der Offensivspieler probierte es kurz darauf erneut. Dieses Mal ließ Fields die komplette Kölner Hintermannschaft stehen, scheiterte erneut am Kölner Torhüter (65.). Stefan Ruthenbeck brachte mit Alessandro Puzzo und Maik Afri-Akumu noch einmal frische Kräfte. Afri-Akumu probierte es von der linken Seite, verzog aber deutlich, der Versuch von Puzzo aus 18 Metern wurde zur Ecke abgefälscht (82.). In der Schlussphase hatten die Kölner deutlich mehr Spielanteile, die besseren Chancen hatte aber der Gastgeber. So rettete Schmitz gleich mehrfach in höchster Not. Dennoch blicken die Geißböcke auf eine insgesamt starke Saison zurück.

1.FC Köln: Schmitz – Friemel, Kotya-Fofana, Stapelmann, Fürst – Irmiev (70. Puzzo), Römers – Schenten (70. Afri-Akumu), Völp (87. Markoski) , Ponente-Ramirez (7. Ekweribe) – Ley; Tore: 1:0 Naumann (18.), 2:0 Sherlock (38.).


Wenig Spielzeit, viel Konkurrenz und Verletzungspech – Das sind unsere Verlierer der Saison beim 1. FC Köln

Rav van den Berg vom 1. FC Köln
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Wenig Spielzeit, viel Konkurrenz und Verletzungspech – Das sind unsere Verlierer der Saison beim 1. FC Köln

Der FC blickt nach dem Klassenerhalt auf eine durchwachsene Spielzeit zurück. Nicht alle Spieler können mit ihrer Saison zufrieden sein. Dafür gibt es bei jedem jedoch unterschiedliche Gründe beim 1. FC Köln: Das sind unsere Verlierer der Saison 25/26.

In einer Spielzeit, in der es Gewinner innerhalb eines Kaders gibt, die eine gute Entwicklung genommen haben und auch einen großen Anteil am Klassenerhalt hatten, gibt es auch Profis, die trotz des Erreichens des gesteckten Ziels auf eine ernüchternde Spielzeit zurückblicken.

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Denis Huseinbasic: Gehörte der Mittelfeldspieler in der Aufstiegssaison noch zum Kreis des Stammpersonals beim FC, änderte sich dies in der vergangenen Spielzeit komplett. So sammelte der 24-Jährige in der Hinrunde noch 13 Einsätze, in der Rückrunde waren es lediglich noch zwei. Nach dem Trainerwechsel von Lukas Kwasniok zu René Wagner und der Genesung von einigen Profis, wurde die Situation von Huseinbasic noch schlechter. Zwar stand der Mittelfeldspieler bei Wagners Debüt in Frankfurt in der Startelf, konnte dabei jedoch nicht überzeugen. In den vergangenen sechs Duellen blieb der Bosnier dann sogar ohne eine einzige Minute Einsatzzeit und gehörte drei Mal nicht zum Spieltagskader. Auch durch die schwache Saison in Köln verpasste Huseinbasic auch eine WM-Nominierung für Bosnien. Im Sommer dürften sich die Wege des 24-Jährigen und der Kölner trotz eines Vertrags bis 2027 trennen.

Hinter den Möglichkeiten und wenig Einsatzzeit

Eric Martel: Der Mittelfeldspieler konnte diese Saison nicht wirklich überzeugen. Zwar gehörte Martel sowohl unter Kwasniok als auch unter Wagner zum Kreis der Stammspieler, zeigte jedoch selten seine vollen Qualitäten. Was bei Martel besonders störte, war die offene Vertragssituation. So lehnte der Sechser bereits während der Spielzeit ein Angebot der Kölner zur Verlängerung ab. Auch ein zweites, neues Arbeitspapier von Thomas Kessler konnte Martel am Ende nicht vom Verbleib überzeugen. Einen Tag nach Saisonende gab der FC dann den Abgang bekannt, bevor nur kurze Zeit später Martels Wechsel nach Mainz offiziell wurde. 

Florian Kainz: Der Österreicher hatte in der 2. Bundesliga mit fünf Treffern und zwei Vorlagen, besonders aber mit seinem Doppelpack am vorletzten Spieltag in Nürnberg, seinen Anteil an der sofortigen Rückkehr in die Bundesliga. Im deutschen Oberhaus änderte sich die Situation für Kainz jedoch drastisch. So stand der dienstälteste Kölner in nur zwei Spielen in der Startelf und kam bei 15 Einsätzen auf lediglich 269 Einsatzminuten. Besonders in der zweiten Saisonhälfte gehörte der 33-Jährige immer seltener zum Kader der Kölner und musste die Partien immer häufiger von der Tribüne aus verfolgen.

Zum Abschied bekam Kainz, der seine Karriere beendet, von Chefcoach Wagner gegen Heidenheim und Bayern noch einmal zwei Kurzeinsätze. Jedoch dürfte sich der Offensivspieler seine letzte aktive Saison anders vorgestellt haben. Das einzige Highlight in der Spielzeit war für Kainz das Heimspiel gegen den HSV. Gegen die Rothosen erzielte der Österreicher per Freistoß seinen einzigen und letzten Treffer im FC Trikot und führte das Team zu einem ganz wichtigen Dreier vor heimischem Publikum.

Ausgebremst und Chance verpasst

Rav van den Berg: Der Rekordneuzugang des Sommers blickt auf eine enttäuschende Saison zurück, die er am Ende als Innenverteidiger Nummer vier beendet. Nach einer Schulterverletzung zu Saisonbeginn erkämpfte sich der Niederländer einen Platz in der Startelf. Im letzten Spiel vor der kurzen Winterpause sah der Innenverteidiger die Rote Karte, die ihn im neuen Jahr erst einmal wieder ausbremste. Von Mitte Februar bis Anfang April etablierte sich van den Berg erneut in der ersten Elf und zeigte, was in ihm steckt. Nach einer Startelfnominierung in Wagners erstem Spiel als Cheftrainer in Frankfurt, blieb der Rechtsfuß in den letzten sechs Spielen der Saison ohne Einsatz. In der kommenden Spielzeit sollte sich die Situation von van den Berg ändern, damit der Abwehrmann nicht als Flop-Transfer bezeichnet werden kann. 

Felipe Chávez: Der junge Mittelfeldspieler wurde im Winter vom FC Bayern München als Verstärkung für das zentrale Mittelfeld verpflichtet. Allerdings war dieser Transfer aus der Retrospektive sowohl für den Akteur als auch für den FC wohl nicht zufriedenstellend. So kam der 18-Jährige in der Rückrunde auf lediglich sieben Kurzeinsätze mit nur 96 Einsatzminuten. Die Kölner haben für den Peruaner eine Kaufoption von rund 4,5 Millionen Euro vereinbart. Diese wird aber nicht gezogen.


Abgänge beim 1. FC Köln? Es winken Rekordablösen, es droht ein Offensiv-Problem

Thomas Kessler, Said El Mala und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Abgänge beim 1. FC Köln? Es winken Rekordablösen, es droht ein Offensiv-Problem

Thomas Kessler gab unlängst zu, dass ein Angebot für seinen Shootingstar vorläge, bei dem er gesprächsbereit sei. Der Abgang von Said El Mala wird damit wahrscheinlicher. Doch es droht noch ein weiterer Abschied beim 1. FC Köln: Thomas Kessler und das Dilemma mit Jakub Kaminski.

Der Abgang von Said El Mala ist wahrscheinlich, der von Jakub Kaminski wird wahrscheinlicher. Die Spekulationen über den Kölner Scorer deuten jedenfalls an, dass die Offensive zum großen Problem werden kann. In dieser Spielzeit gehörte diese zu den besseren der Liga.

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Jakub Kaminski weilt gerade bei der polnischen Nationalmannschaft und bereitet sich auf die Freundschaftsspiele gegen die Ukraine am Abend und Nigeria am kommenden Mittwoch vor. Der Wert der Begegnungen ist für die polnische Nationalmannschaft natürlich ein überschaubarer. Denn das Team um den Kölner Offensivspieler und Superstar Robert Lewandowski hat die Weltmeisterschaft bekanntlich verpasst, verlor das entscheidende Playoff-Spiel gegen Schweden. Da aber auch Nigeria und die Ukraine das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada verpassen, handelt es sich tatsächlich um reine Freundschaftsspiele.

Für Kaminski ist jedoch auch noch einmal eine Chance, sich ins Schaufenster zu stellen – wenn der 23-Jährige das überhaupt noch nötig hat. Denn der Pole hat eine überragende Saison abgerissen, war gefühlt auf jeder Position zu Hause, erzielte sieben Tore, bereitete fünf vor und hatte damit großen Anteil am Klassenerhalt der Geißböcke.

Zukunft in der Premier League?

Nicht umsonst wurde der Marktwert vom Online-Portal transfermarkt.de zuletzt auf 17 Millionen Euro geschätzt. Eine stolze Summe für einen Spieler, den die Kölner für rund fünf Millionen Euro unter Vertrag nehmen werden. Die Kaufoption wird sicher gezogen, das hat Thomas Kessler bereits mehrfach erklärt, alle Parteien sind informiert. Wenn die Unterschrift noch nicht erfolgt ist, ist sie nur Formsache. Und das ist durchaus als großer Transfercoup zu betrachten.

Allerdings einer mit einem kleinen Makel. Denn der Vertrag ist wie berichtet mit einer Ausstiegsklausel versehen. Ist ein Club bereit, die kolportierte Ablöse von 20 Millionen Euro zu bezahlen, haben die Kölner keine Handhabe – gar keine. Und so dürften die Meldungen, die am Samstag vor allem in Polen die Runde gemacht haben, vielleicht dann doch für ein wenig Nervosität bei Thomas Kessler verursacht haben. Denn wie vermeldet, berichtete Journalist Mateusz Borek von einem konkreten Angebot aus England, das Kaminski vorläge.

Nach Informationen von come-on-fc.com ist der FC über diese Offerte noch nicht unterrichtet worden, muss er aber auch nicht zwingend. Das Vorgehen ist in diesem Fall in der Regel, das zunächst Interessent und Spielerseite sprechen. Bei einer Einigung würde dann das Gespräch mit den Kölnern gesucht werden. Tatsächlich kann es nun schneller gehen, als es dem ein oder anderen FC-Fan lieb ist. Kaminski hat bereits mehrfach angedeutet, dass er seine Zukunft in der Premier League sieht. Die Clubs aus jener sind wiederum eher bereit, die Ablösesumme dann auch zu überweisen. Und tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit nach der vergangenen Spielzeit recht groß, dass genau das passieren wird. Kessler sind in dem Fall dann die Hände gebunden und die 20 Millionen Euro Ablöse aus rein sportlicher Sicht ein schwacher Trost. Denn den Geißböcken droht ein massives Offensivproblem.

Schmerzhafter Aderlass

Wenn auch ein lukratives. Neben Kaminski mit zwölf Scorerpunkten steht schließlich mit Said El Mala der Topscorer und potenzielle Kölner Rekord-Transfer ganz oben auf der Liste der möglichen Abgänge. 50 Millionen Euro will Kessler für den Shootingstar haben und wird diese wohl annähernd bekommen. Zwar hat der FC die Hand auf einem möglichen Deal, da der 19-Jährige eben keine Ausstiegsklausel im Vertrag stehen hat, doch das macht eine weitere Saison mit dem Geißbock auf der Brust nicht wahrscheinlicher. El Mala wird sich einen Wechsel nach England vorstellen können, es winken ein hohes Gehalt sowie Spielzeit in der wohl besten Liga der Welt. Und da sich die Geißböcke personell noch einmal verstärken wollen, ein Großteil des vorhandenen Budgets aber in die Optionen der Leihspieler fließen soll, wird frisches Geld benötigt.

Man „müsste die Torquote verbindlich einkaufen“

Alleine der Verkauf der beiden Akteure würde dem FC also rund 70 Millionen Euro einbringen, von denen ein Großteil wieder in die neue Mannschaft fließen würde. Dass eine finale Entscheidung noch nicht gefallen ist, erklärte Vizepräsident Ulf Sobek am Donnerstagabend und lieferte direkt eine Erklärung mit, warum auch der Verbleib des Offensivspielers eine denkbare Option sein könnte. „Wenn man einen Transfer realisiert, hätte man mehr Geld zur Verfügung, müsste aber die Torquote verbindlich einkaufen“, sagte der 54-Jährige. Und genau da liegt ein großes Problem der Kölner. Denn eine Garantie für Scorerpunkte bringt kein Transfer mit sich. Und die Vergangenheit zeigt, dass der FC gerade in der Offensive gerne mal daneben gelegen hat.

Und selbst wenn nicht: Dass Kessler und Tim Steidten in diesem Sommer noch einmal solche Glücksgriffe landen, wie mit dem formerstarkten Kaminski und dem Ausnahme-Talent El Mala, ist mindestens sehr unwahrscheinlich. Eins-zu-Eins-Ersatze wird und kann es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht geben. So bleibt unterm Strich die Erkenntnis, dass sich der FC durch den Verkauf der zwei Offensivkräfte finanziell besser aufstellt, mehr Luft bei möglichen Transfers hat, sportlich wird der Aderlass aber immens und kaum auffangbar sein.


Leistungsträger des 1. FC Köln vor Absprung? Konkretes Angebot für Jakub Kaminski aus England?

Jakub Kaminski soll ein Angebot aus England vorliegen
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Leistungsträger des 1. FC Köln vor Absprung? Konkretes Angebot für Jakub Kaminski aus England?

Dem FC droht in der Offensive ein schmerzhaftes Szenario. Said El Mala wird bereits seit Monaten mit diversen Clubs aus England in Verbindung gebracht. Ein Abgang ist wahrscheinlich. Aber dabei wird es vielleicht nicht bleiben beim 1. FC Köln: Für Jakub Kaminski soll ein konkretes Angebot vorliegen.

Geldsegen oder schmerzhafte Abgänge? Diese Frage wird für den FC zunehmend aktuell. Zum einen, weil Said El Mala möglicherweise in die Premier League wechseln wird, zum anderen soll auch für Jakub Kaminski ein Angebot von der Insel vorliegen.

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Die Verpflichtung war im vergangenen Sommer wohl eher eine der unscheinbaren, sie entpuppte sich im Endeffekt aber als absoluter Königstransfer. Jakub Kaminski wurde zum unumstrittenen Leistungsträger bei den Geißböcken, riss konstant gute Spiele ab und avancierte mit sieben Toren und fünf Vorlagen zu einem der Topscorer in den Kölner Reihen. Kaminski lieferte so gut ab, dass der polnisch Nationalspieler bei dem Online-Portal transfermarkt.de mittlerweile mit 17 Millionen Euro eingeschätzt wird. Kein Wunder also, dass die FC-Verantwortlichen die Kaufoption für Kaminski ziehen. Der Spieler war vom VfL Wolfsburg ausgeliehen. Bei den Niedersachsen lief es für den Außenbahnspieler nicht mehr rund. Und bei den Wölfen in der abgelaufenen Spielzeit bekanntlich auch nicht. Trotz des Abstiegs bleibt es bei der Vertragskonstellation und die besagt, dass der FC nun die Kaufoption in Höhe von 5,5 Millionen Euro ziehen wird.

„Das wäre schon ein Traum“

Dass Kaminski aber auch in der kommenden Spielzeit mit Geißbock auf der Brust spielen wird, ist alles andere als gesagt. Im Kontrakt des 23-Jährigen ist eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 20 Millionen Euro verankert. Und die könnten gerade englische Clubs auch ziehen. Polnische Medien sowie der Journalist Mateusz Borek berichten, dass dem Spieler ein konkretes Angebot aus der Premier League vorliege. Ein konkreter Verein wird nicht genannt. Nach Informationen von come-on-fc.com ist die Spur bislang aber nicht so heiß, wie es in den polnischen Medien geschrieben wird. Denn beim FC liegt noch nichts auf dem Tisch. Das muss aber nichts heißen, denn zunächst würde wohl ein Interessent ohnehin erst einmal mit der Spielerseite in Kontakt treten. Das kann durchaus passiert sein. Die höchste britische Spielklasse ist sehr wohl ein großes Ziel des Polen, der den FC auf diesem Weg durchaus als Zwischenstation sieht.

„Es ist nun mal die beste Liga der Welt – mit hohem Tempo und hoher Intensität. Die Fans leben Fußball in England. Das wäre schon ein Traum“, hatte Kaminski im vergangenen Jahr im Interview mit come-on-fc.com gesagt. Dieser Traum könnte für den Spieler durchaus schnell wahr werden. Anders als bei Said El Mala haben die FC-Bosse auf diesem Deal nicht die Hand. Aktiviert ein Verein die verankerte Ausstiegsklauseln, sind den Geißböcken die Hände gebunden. Bei El Mala gibt es keine Klausel, die Kölner könnten selbst entscheiden.


Nur wenige Lichtblicke, mehr Enttäuschungen – So schlugen sich die Abgänge des 1. FC Köln über die Saison

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Nur wenige Lichtblicke, mehr Enttäuschungen – So schlugen sich die Abgänge des 1. FC Köln über die Saison

Die ehemaligen Spieler des 1. FC Köln haben eine Saison hinter sich, die unterschiedlicher kaum hätte verlaufen können. Während Steffen Tigges mit dem SC Paderborn den Sprung in die Bundesliga feierte und Tim Lemperle in Hoffenheim zur Bundesliga-Entdeckung avancierte, erlebten andere ein Jahr zum Vergessen nach dem Abgang vom 1. FC Köln: Was aus den Ex-Geißböcken geworden ist.

Sie haben den 1. FC Köln im Sommer oder Winter verlassen und sind seitdem sehr unterschiedliche Wege gegangen. Für manche war die Saison 2025/26 ein Neubeginn, für andere ein harter Rückschlag. Und bei mindestens einem lief es so unglücklich, dass es kaum vorstellbar ist.

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In seiner ersten Amtszeit als Geschäftsführer Sport hatte Thomas Kessler alle Hände voll zu tun. Neben zahlreichen Neuzugängen verabschiedete der 40-Jährige in den letzten beiden Transferperioden Spieler, die am Geißbockheim keine absehbare Zukunft mehr hatten. Nach dem Ende der Spielzeit lohnt sich ein Blick auf jene Spieler, die ihr Glück fernab der Domstadt gesucht haben.

Die wohl schönste Geschichte schrieb Steffen Tigges. Im Sommer hatte er den 1. FC Köln verlassen und war zum SC Paderborn in die 2. Bundesliga gewechselt. Was folgte, war ein Aufstiegsmärchen. Der SC Paderborn setzte sich in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg durch und spielt damit in der kommenden Saison in der Bundesliga. Tigges war dabei, wenn auch mit einer bemerkenswerten Eigenart: Immer wenn er für die Paderborner traf, dann im Doppelpack. Kurios, aber effektiv. Im Saisonverlauf zog Coach Ralf Kettemann den 22-jährigen Stefano Marino Tigges in der Startelf vor und verdrängte den erfahrenen Angreifer damit zeitweise auf die Reservebank. Dennoch muss sein Saisonfazit positiv ausfallen, denn Tigges kehrt nach nur einer Saison im Unterhaus zurück auf die Beletage. Und damit wird der FC noch eine sechsstellige Prämie einfahren. Ebenfalls nach oben ging es für Neo Telle, wenn auch auf einem anderen Niveau. Der Innenverteidiger gehörte in der Kölner Südstadt zu jener Elf, die den Sprung von der Regionalliga in die 3. Liga schaffte. Einen Wermutstropfen gab es allerdings: Im Finale des Mittelrheinpokals unterlag man dem Stadtrivalen Viktoria Köln im Elfmeterschießen und verpasste damit den Einzug in den DFB-Pokal.

Lemperle explodiert, Ljubicic zurück in der Spur

Kaum ein Spieler hat diese Saison so eindrucksvoll genutzt wie Tim Lemperle. Unter Trainer Christian Ilzer erlebte der in Frankfurt geborene Spieler in Sinsheim eine sensationelle Spielzeit – am Ende fehlte nur ein Wimpernschlag zur Champions League. Sein Marktwert hat sich laut dem Portal Transfermarkt.de nahezu verdreifacht. Zwischenzeitlich brachten Gerüchte ihn mit einem Wechsel zu Atlético Madrid in Verbindung, doch daraus wurde nichts. Stattdessen verlängerte Lemperle seinen Vertrag bei der TSG Hoffenheim bis 2031. Einen holprigeren Weg zurück in die Spur nahm Dejan Ljubicic. Das kurze Intermezzo bei Dynamo Zagreb verlief enttäuschend. Nach einem überzeugenden Start in der kroatischen Hauptstadt verlor der 28-Jährige die Gunst von Trainer Mario Kovacevic und tat sich insgesamt schwer, Fuß zu fassen. Im Winter folgte dann die vorzeitige Trennung und der Neustart beim Zweitligameister FC Schalke 04, wobei es dem Vernehmen nach Trainer Miron Muslic persönlich war, der Ljubicic von einem Engagement in Gelsenkirchen überzeugte.

Downs und Pacarada: Eine Saison zum vergessen

Nicht alle ehemaligen Kölner konnten auf eine erfolgreiche Spielzeit zurückblicken. Damion Downs erlebte beispielsweise ein Jahr zum Vergessen. Southampton, sein erster Anlaufpunkt nach Köln, war kein Erfolg. Auch beim HSV lief es nicht besser. Downs blieb in zwölf Einsätzen ohne Torbeteiligung und fand sich in den letzten beiden Partien nicht einmal mehr im Spieltagskader wieder. Nun wartet die Rückkehr auf die Insel zu einem Arbeitgeber, bei dem es aufgrund eines Spionageskandals rund um Trainer Tonda Eckert gewaltig rumort. Aus dem Regen in die Traufe.

Auch der Start von Max Finkgräfe verlief ähnlich holprig. Verletzungen warfen ihn in seiner Anfangszeit zurück, ehe Coach Ole Werner sukzessive auf den Linksverteidiger setzte und ihm zumindest in der Rückrunde mehr Vertrauen schenkte. Das schwärzeste Los aber zog Leart Pacarada. Fünf Minuten dauerte sein Debüt für Heidenheim gegen Borussia Dortmund, dann war die Saison schon vorbei: Kreuzbandriss. Ein tragischerer Einstand ist kaum vorstellbar. Pacarada kehrt erst zur neuen Saison wieder zurück auf das Grün und wird, wenn er an der Brenz bleibt, in der nächsten Saison Zweitligafußball spielen.

Olesen mit Happy End

Mehr Spielzeit – das war Mathias Olesens Plan beim Wechsel zu Greuther Fürth. Doch der Plan ging nicht auf. Bei den Mittelfranken fand der Luxemburger nicht in die Spur und war gegen Ende der Hinrunde zum notorischen Bankdrücker geworden. Im Winter räumte er seinen Spind und heuerte beim Grazer AK an. Dort lief es von Beginn an besser: Olesen war von Anfang an in der Startformation gesetzt und half den abstiegsbedrohten Österreichern, den Klassenerhalt zu sichern.

Für Fürth selbst hingegen war es eine Katastrophensaison, die erst in der Relegation ihr Ende fand. Und ausgerechnet dort trafen die Mittelfranken auf Rot-Weiss Essen, bei dem mit Jaka Potocnik und Marvin Obuz zwei weitere ehemalige Kölner unter Vertrag standen. Obuz, der nach einer Leihe zunächst ans Geißbockheim zurückgekehrt war, hatte sich danach für einen festen Wechsel an die Hafenstraße entschieden. In seiner zweiten Spielzeit in Essen blieb er aber deutlich hinter den Erwartungen zurück: Statt der 21 Scorerpunkte aus der Saison 2023/24 sprangen diesmal nur sieben heraus. Justin von der Hitz verließ den FC, um im Profifußball Fuß zu fassen. Der aufgezeigte Weg in Köln reichte nicht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erhielt der Rechtsverteidiger zuletzt immer mehr Spielzeit.

Christensen: Mitten im norwegischen Ligabetrieb

Das Leben von Jacob Christensen wird von einem ganz anderen Rhythmus bestimmt. Mit Molde FK kämpft er in der norwegischen Eliteserien um die Teilnahme am europäischen Geschäft. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse im Norden startete die Spielzeit erst im März und läuft noch bis November. Für Christensen scheint der Wechsel an die Westküste Norwegens aufgegangen zu sein. Trainer Sindre Tjelmeland setzt regelmäßig auf den Dänen. Mit Christensen im Defensiven Mittelfeld ist der norwegische Traditionsklub derzeit auf Kurs Europa.

Auch in diesem Sommer werden einige Akteure die Domstadt verlassen. Geschäftsführer Thomas Kessler arbeitet mit Hochdruck an der Kaderzusammenstellung für die neue Saison. Insbesondere über die Zukunft von Said El Mala ist anhand des kolportierten Angebots aus Brentford herrscht reges Interesse.