„Absolut kein Interesse“: Borussia Mönchengladbach soll die El-Mala-Brüder gleich zweimal abgelehnt haben

Said El Mala jubelt nach seinem Treffer beim 1. FC Köln
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„Absolut kein Interesse“: Borussia Mönchengladbach soll die El-Mala-Brüder gleich zweimal abgelehnt haben

Erst vor einer Woche erzielte Said El Mala sein erstes Bundesliga-Tor. Auch sein Bruder Malek war schon mehrmals für die U21 erfolgreich. Dabei sorgte eine große Fehleinschätzung des Rivalen dafür, dass sie überhaupt gelandet sind beim 1. FC Köln: Gladbach lehnte die El-Mala-Brüder zweimal ab.

Es ist eine Entscheidung des Rivalen gewesen, über die man sich im Nachhinein bestimmt sehr freut beim 1. FC Köln: Gladbach lehnte die El-Mala-Brüder zweimal ab. Nicht nur in der Jugend, sondern auch zwei Jahre später wollte die Borussia die beiden Talente nicht.

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Nicht erst seit seinem erstem Tor in der Bundesliga vor einer Woche ist Said El Mala wohl der FC-Spieler mit dem größten Hype. Denn in seinen ersten Monaten bei den Geißböcken hat der Linksaußen direkt Eindruck hinterlassen und sein enormes Potential bereits mehr als angedeutet. So kam der 19-Jährige auch Ende der vergangenen Woche zu seinem Debüt in der deutschen U21 – als jüngster Spieler im neu formierten Kader. Der FC lehnte im Sommer dem Vernehmen nach sogar ein zweistelliges Millionenangebot von Brighton & Hove Albion ab. Gemeinsam mit seinem Bruder Malek war das Talent vor einem Jahr von Viktoria Köln verpflichtet und noch für eine Saison an diese ausgeliehen worden. Jetzt überzeugen beide beim FC. Denn auch Malek hat in der U21 schon dreimal in sechs Partien getroffen. Das große Potential der beiden, besonders bei Said, ist nicht zu übersehen. Borussia Mönchengladbach ging das aber bereits zweimal anders.

„Absolut kein Interesse“

Schon bekannt war, dass der Rivale die Brüder in der Jugend aussortiert hatte. Jetzt berichtet GladbachLIVE unter Berufung auf Quellen aus dem direkten Spielerumfeld, dass die Fohlen beide zwei Jahre später hätten zurückholen können. Denn unmittelbar vor dem ersten Probetraining bei Viktoria Köln seien Said und Malek auch nochmal am Niederrhein angeboten worden. Gladbach hätte also die Chance auf eine Rückkehr gehabt und den – wie sich heute zeigt – Fehler von damals ausbügeln können. Doch die Reaktion der Verantwortlichen fiel eindeutig aus.

So soll Sport-Geschäftsführers Roland Virkus (58), der beide zuvor schon als Jugendleiter betreut hatte, gesagt haben, dass sie sie nicht ohne Grund aussortiert hätten. Es hätte „absolut kein Interesse“ bestanden. Eine Aussage, die heute wohl niemand mehr bei den Brüdern treffen würde. Die beiden Youngster wechselten daher zur Viktoria, ein Jahr später schlugen dann die Geißböcke zu. Während der FC also nun besonders mit Said El Mala ein Talent in den eigenen Reihen hat, dass schon jetzt mit seinen Dribblings in der Bundesliga für Furore sorgt, könnte Gladbach heute einen Spieler wie ihn dringend gebrauchen. Wie falsch die Borussia mit ihrer Einschätzung lag, können sie dann am zehnten Spieltag (8. November) aus nächster Nähe sehen, wenn es zum Derby und für El Mala zur Rückkehr an die alte Wirkungsstätte kommt.


Die Kaderbreite des 1. FC Köln ist Teil des jungen Erfolgs, es bleibt ein gewisses Risiko

Die Kölner Spieler feiern den Sieg gegen Freiburg mit den Fans
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Die Kaderbreite des 1. FC Köln ist Teil des jungen Erfolgs, es bleibt ein gewisses Risiko

Zum Saisonauftakt hat der FC sehr von seinem qualitativ breitem Kader profitiert. Während der viele Vorteile bringt, birgt er auch ein gewisses Risiko für den 1. FC Köln: Die Kaderbreite ist stark, so lange keine Unzufriedenheit droht

Bereits zweimal sorgten Joker in den ersten drei Pflichtspielen für die Entscheidung zugunsten des FC. Trotzdem können die Spieler mit weniger Einsatzzeiten zum Problem werden beim 1. FC Köln: Die Kaderbreite ist stark, so lange keine Unzufriedenheit droht.

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Zuerst war es im Pokal gegen Jahn Regensburg Ragnar Ache, der als Joker zwei Tore vorbereitete. Am ersten Spieltag gegen Mainz sorgte dann Luca Waldschmidt nach seiner Einwechslung mit der Flanke auf Marius Bülter für den Siegtreffer. Beim ersten Heimspiel gegen den SC Freiburg kam wiederum Said El Mala von der Bank und erzielte den vierten Kölner Treffer der Partie. Und nicht nur die Drei hatten nach ihren Einwechslungen einen Einfluss auf die Begegnungen. In allen Pflichtspielen sorgten die Joker für neue Impulse.

Das spricht natürlich für die Kaderbreite, die dem FC im Saisonverlauf noch sehr helfen wird. Eine Breite, die die Kölner in diesem Ausmaß wohl gar nicht mehr kannten. Gleichzeitig birgt sie aber auch ein Risiko. Denn wenn Stammspieler der vergangenen Jahre oder Profis, die den Anspruch haben, regelmäßig eingesetzt zu werden, nur auf der Bank sitzen, kann schnell Unzufriedenheit entstehen.

Schwierige Lage bei Spielern wie Maina

Dagegen hilft natürlich Lukas Kwasnioks Ansatz, dass es keine Stammelf, sondern immer nur eine Startelf gibt. So werden wahrscheinlich je nach Gegner häufig unterschiedliche Profis zum Einsatz kommen. „Wir haben aktuell 22 Spieler, das ist eine ganz gute Zahl. Es ist ja so: Etwa 16 bis 18 Feldspieler kommen über eine Saison auf relativ viel Einsatzzeit. Wenn du die hast, gibt es einen guten Konkurrenzkampf“, sagte der Coach der „Welt am Sonntag“. „Die, die neu gekommen sind, drängen in die Mannschaft – die, die schon länger hier sind, wollen ihre Plätze behaupten. Doch weil alle eine reelle Chance haben, regelmäßig zu spielen, freuen sie sich auch miteinander über Erfolge.“

Trotzdem gibt es auch bei ihm einige Stammspieler und somit weniger Plätze in der Mannschaft. Es werden wohl ein paar Akteure eher auf der Strecke bleiben, da es einige Spieler gibt, die bestimmt mehr wollen. So ist etwa die Lage von Linton Maina momentan kompliziert. Der Leistungsträger aus der abgelaufenen Spielzeit startete gegen Regensburg als linker Schienenspieler, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Jetzt hat in der Bundesliga auf der Position Kristoffer Lund überzeugt. Und eine Position weiter vorne zeigte sich Neuzugang Jakub Kaminski in starker Form, erzielte etwa gegen die Breisgauer das 1:0. Es könnte für Maina schwer werden, auf die Einsatzzeit zu kommen, die der Linksaußen sich vorstellt.

Dabei hatte der 26-Jährige am Ende der Spielzeit 2024/25 noch seinen Vertrag verlängert, um in den nächsten Jahren möglichst Leistungsträger in der Bundesliga zu sein. Ähnlich ist die Lage bei Jusuf Gazibegovic. Vor einem Jahr spielte der Rechtsverteidiger noch mit Sturm Graz in der Champions League. In dieser Saison hat ihm aber Sebastian Sebulonsen bisher den Rang abgelaufen. Nur gegen Freiburg kam der 25-Jährige in der 68. Minute auf ein paar Minuten – aber nur als Linksverteidiger in der Fünferkette, wo er sich sichtlich nicht wohlfühlte.

Viele Optionen, wenig Plätze

Jetzt ist mit Alessio Castro-Montes auch noch ein weiterer Konkurrent da, der sowohl links als auch rechts auf der Schiene spielen kann. Damit sind die Aussichten nicht gut für den Winterneuzugang, der eigentlich neu angreifen wollte. Neben Maina und Gazibegovic gibt es noch einige weitere Profis, bei denen nach den ersten Spielen noch nicht klar ist, wie viel Einsatzzeit sie erhalten werden. Denn viele Positionen sind umkämpft.

Akteure wie Florian Kainz, Luca Waldschmidt, Denis Huseinbasic, Tom Krauß, Cenk Özkacar oder Joel Schmied müssen um ihren Platz kämpfen. Sie alle werden ihre Chancen erhalten, aber ein paar von ihnen werden eben auch nicht die gewünschte Anzahl an Minuten sehen. Zumindest, wenn ein Großteil des Kaders fit bleibt. Wie sie reagieren und wie Kwasniok mit ihnen kommuniziert, kann ein wichtiger Faktor dafür sein, wie erfolgreich der Verein am Ende ist.

Wenn sie ihre Rolle akzeptieren, ist die Kaderbreite ein noch größerer Gewinn als ohnehin schon für den FC. Wenn nicht, kann die Unzufriedenheit für Unruhe sorgen. Auch wenn also der für Kölner Verhältnisse qualitativ starke Kader gut für die Geißböcke ist und wegen möglicher Verletzungen sinnvoll, kann er gleichzeitig zu Problemen führen. Kwasnioks Aufgabe ist also auch, die Spieler bei Laune zu halten.


Jakub Kaminski bringt Polen auf WM-Kurs

Jakub Kaminski spielte stark für Polen
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Jakub Kaminski bringt Polen auf WM-Kurs

Die polnische Nationalmannschaft darf sich Hoffnungen auf die WM im kommenden Jahr machen. Polen gewann 3:1 gegen Finnland zog mit Spitzenreiter Niederlande gleich. Besonders gut für den 1. FC Köln: Jakub Kaminski überragt in der Nationalelf.

Köln erlebte am Sonntagabend sein WM-Qualifikationsspiel, ein FC-Profi wurde in einem weiteren zum Matchwinner. Viel Selbstvertrauen gab es für einen Spieler des 1. FC Köln: Jakub Kaminski überragt in der Nationalelf.

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Während die Kölner Fans aktuell noch vergeblich auf einen FC-Profi in der deutschen Nationalmannschaft warten, war die DFB-Auswahl im Wohnzimmer der Geißböcke zu Gast. Zwar tat sich das Team von Julian Nagelsmann erneut schwer, immerhin fuhr Deutschland aber einen wichtigen Sieg gegen Nordirland ein. Doch nicht nur in Köln wurde gefeiert. Nach dem Achtungserfolg gegen die Niederlande, immerhin ein 1:1-Unentschieden, feierte Polen am Sonntagabend gegen Finnland einen verdienten 3:1-Erfolg und zog in der Tabelle der Gruppe G mit dem Spitzenreiter, eben der Elftal, mit zehn Punkten gleich. Auch in der Fünfergruppe geht nur der Gruppensieger direkt weiter, der Tabellenzweite muss in die Playoffs.

Kaminski weiterhin in Topform

Und besonders großen Anteil am verdienten Sieg der Polen hatte Kölns Jakub Kaminski. Der Schienenspieler eroberte stark die Kugel und bereitete in Chorzów die Führung durch Matthew Cash vor. Nach dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Robert Lewandowski erhöhte der Kölner selbst. Lewandowskis Schuss konnte der finnische Keeper zwar parieren, gegen den Nachschuss von Kaminski war er machtlos. Kaminski avancierte somit zum Spieler des Spiels. Finnland verkürzte noch einmal, doch die Polen gingen als Sieger vom Platz. Der 23-Jährige unterstrich mit der Leistung einmal mehr seiner starke Form. Wie die DFB-Auswahl hat damit auch das polnische Team seine Länderspiele absolviert. Der Kölner Profi wird wohl am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Während die Reise für die ersten Spieler also beendet ist, stehen für Rav van den Berg sowie Said El Mala mit den U21-Nationalmannschaften der Niederlande und des DFB sowie für Isak Johannesson und Jusuf Gazibegovic noch A-Länderspiele am Dienstag an.


Stabile Defensive, gefährliche Offensive: Starke erste Daten für den 1. FC Köln

Jan Thielmann jubelt nach seinem Tor
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Stabile Defensive, gefährliche Offensive: Starke erste Daten für den 1. FC Köln

Drei Pflichtspiele sind erst absolviert. Und obwohl der Start vielversprechend ist, ist es für ein sportliches Zwischenfazit viel zu früh. Und doch gibt es die ersten Daten, die einen Trend aufzeigen – einen erfreulichen. Diese Statistik spricht für den Aufschwung des 1. FC Köln.

Mit sechs Punkten aus zwei Ligaspielen und dem Auftakterfolg im Pokal ist dem FC ein Einstand nach Maß gelungen. Das hat bekanntlich noch nicht viel zu bedeuten. Aber: Diese Statistik spricht für den Aufschwung des 1. FC Köln.

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Seit seinem Amtsantritt bei den Geißböcken hat Lukas Kwasniok bereits mehrfach bewiesen, dass er ein Freund des offenen Wortes ist. Schon mehrfach hat der Coach mit öffentlichen Aussagen überrascht. Zu einem klar definierten Saisonziel wollte sich Kwasniok bislang nicht hinreißen lassen. Mit einem Lächeln erklärte der 44-Jährige, er wolle vor der Borussia aus Gladbach landen, dann mit einer gehörigen Portion Ernst, dass er von Länderspielpause zu Länderspielpause sehen wolle. Nun ist die erste Liga-Unterbrechung erreicht und das Zwischenfazit des Coachs dürfte erfreulich ausfallen – selbst, wenn die Saison doch noch sehr jung ist. Der Blick aufs Tableau ist mit sechs Punkten aus zwei Spielen sowie dem Erreichen der 2. Runde des Pokals ein für einen Aufsteiger doch beachtlicher.

Sichere Defensive

Und der Blick in die detaillierte Statistik zeigt eine erfreuliche Entwicklung – wie gesagt, zu einem sehr frühen Zeitpunkt. Die Kölner Defensive präsentiert sich aktuell ähnlich sicher wie in der Vorsaison – und das eben eine Klasse höher. So ließen die Geißböcke in den bisherigen drei Pflichtspielen insgesamt gerade einmal neun Torschüsse, die auf den Kasten kamen, zu. In der vergangenen Spielzeit waren es vier im Schnitt. Der xGoals-Wert des Gegners lag in der Vorsaison bei 42 und damit im Schnitt bei 1,2 – Tore kassierten die Kölner 38, also etwa 1,1. Aktuell liegt der xGoals-Gegner-Wert bei 2,5, im Schnitt also bei etwa 0,8 pro Spiel – und das bei zwei Gegentreffern. Zumindest in Sachen gegnerische Torgefahr zeigt sich der FC bislang ähnlich stark, obwohl zwei der drei bisherigen Gegner international spielen.

Alles andere als Sturmflaute

In der Liga gab es bislang zumindest kein Team, das weniger Schüsse aufs Tor zuließ. In der Offensive geht der Trend bislang sogar richtig steil bergauf. Von einer Sturmflaute wie in der Vorsaison kann bislang keine Rede sein. Zur Erinnerung: In der Aufstiegsspielzeit war der FC mit einem xGoals-Wert von mehr als 70 das gefährlichste Team der Liga, Tore erzielten die Kölner aber „nur“ 53. Die Geißböcke wiesen also eine xGoals-Effizient von -17 auf, die schlechteste der Liga. Aktuell sieht die Welt anders aus. In den drei Pflichtspielen wären gut vier Tore laut Wert erwartbar gewesen, der FC kommt bislang aber auf sieben Tore – also einer deutlich positiven Effizienz. Der Schnitt der abgegebenen Torschüsse hat sich nur marginal verändert. Der FC gibt im Schnitt 15 Versuche ab, in der vergangenen Spielzeit waren es 16.

Natürlich ist es nach drei Pflichtspielen viel zu früh, aus den Daten eine Entwicklung für die Saison abzuleiten. Zumal die Kölner nun mal auch gegen Teams wie die Bayern, Dortmund oder Leipzig spielen und ein Offensivspektakel da nicht zu erwarten ist. Und dennoch ist ein erster Trend nicht von der Hand zu weisen.


Deswegen glaubt Tom Krauß schon jetzt an den Klassenerhalt des 1. FC Köln

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln
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Deswegen glaubt Tom Krauß schon jetzt an den Klassenerhalt des 1. FC Köln

Tom Krauß macht als Sommer-Neuzugang bei den Geißböcken eine gute Figur. Der 24-Jährige scheint angekommen zu sein und hat eine klare Meinung zum 1. FC Köln: Tom Krauß schätzt die Chancen des Klassenerhalts ein.

Mit dem FC Schalke 04 und dem VfL Bochum ist er bereits abgestiegen, mit den Geißböcken soll das nicht passieren. Und der 24-Jährige sieht gute Gründe, warum das nicht passieren wird beim 1. FC Köln: Tom Krauß schätzt die Chancen des Klassenerhalts ein.

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Mit einem so deutlichen Sieg – wenn überhaupt mit drei Punkten – hatten im ersten Heimspiel der Saison gegen den SC Freiburg wohl die wenigsten gerechnet. Noch dazu war es bereits der zweite Dreier aus zwei Spielen. Der Bundesligaauftakt ist den Geißböcken mit Trainer Lukas Kwasniok geglückt und lässt die Hoffnungen der Kölner Fans auf den Klassenerhalt nach dem Wiederausstieg durchaus realistisch erscheinen. Nicht zuletzt werden diese Hoffnungen auch durch den Umbruch im Kader der Kölner genährt. Der FC hat bekanntlich elf Neuzugänge zu verzeichnen und dafür knapp 25 Millionen Euro investiert. Einer dieser Neuzugänge ist Tom Krauß, der sich im Rahmen des Testspiels in Essen gegenüber der WAZ zu seinem neuen Verein äußerte.

„So kannst du dann auch Siege einfahren“

Krauß, der nach seiner letzten Station in Bochum im Sommer auf Leihbasis vom FSV Mainz 05 ins Rheinland nach Köln gewechselt ist, hat sich gut eingelebt. „Ich fühle mich hier in der Region generell wohl – egal, ob im Ruhrgebiet oder in Köln. Ich habe mich dort sehr gut eingelebt“, so der 24-Jährige. Ankommen sei dem Mittelfeldspieler sehr wichtig. „Das ist mir in den ersten Wochen auch gelungen, mich in der Mannschaft, dem Verein und der Stadt wohlzufühlen. Das ist für mich schon mal sehr, sehr positiv.“ Gegen Mainz, bei denen Krauß noch bis 2027 unter Vertrag steht, gelang den Kölnern im ersten Saisonspiel ein 1:0-Erfolg. Das allerdings mit Krauß als linkem Innenverteidiger. Im Duell gegen den SCF kam er als Sechser für Denis Huseinbasic zum Einsatz – die Kölner gewannen bekanntlich 4:1.

Das sei aber auch nur der Anfang. “Jetzt ruhen wir uns vier Tage aus, nächste Woche geht es dann mit vollem Fokus in Wolfsburg weiter“, so Krauß. Die bisherigen Zähler sieht der 24-Jährige als wichtigen Anfang für den Klassenerhalt der Geißböcke. Am Ende sei es sehr wichtig, wie du am Anfang startest, meint Krauß. „Wir haben in den ersten beiden Spielen sechs Punkte geholt. Da musst du dranbleiben.“

„Jeder will spielen“

Der etatmäßige Mittelfeldspieler weiß, wovon er spricht. Mit Schalke und Bochum stieg der 24-Jährige jeweils ab. In beiden Spielzeiten verloren die Teams schon zu Saisonbeginn an Boden. Doch der perfekte Auftakt ist für den gebürtigen Leipziger nur ein Grund für den möglichen Klassenerhalt. Unter dem anderen leidet Krauß in gewisser Weise auch. Denn Thomas Kessler hat in diesem Sommer nicht nur den 24-Jährigen verpflichtet. Insgesamt holte der Sportchef elf Spieler für knapp 25 Millionen Euro. Das bedeutet Konkurrenz und stärkt den Kader. „Jeder will spielen. Ich finde, das ist sehr, sehr wichtig, dass du immer diesen Konkurrenzkampf hast und viele Leute, die darauf lauern zu spielen“, erklärt Krauß. „Das ist dann auch ein Ansporn für die Startelf, dass sie nicht nachlässt. Dann entwickelt sich jeder weiter. So kannst du dann auch Siege einfahren.“


Nach Wirbel um Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: Das sagt Rechtsexperte Professor Alexander Scheuch

Die Kandidatenteams zur FC-Wahl
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Nach Wirbel um Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: Das sagt Rechtsexperte Professor Alexander Scheuch

In drei Wochen wird beim 1. FC Köln ein neues Präsidium gewählt. Zuletzt gab es Wirbel um eine öffentliche Wahlempfehlung des Kölner Beirats, dem daraufhin fehlende Neutralität und eine Beeinflussung der Wahl vorgeworfen wurde. Viel Wirbel um die Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: So schätzt ein Jurist die Lage ein.

Viel Wirbel gab es unter der Woche über die Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: So schätzt ein Jurist die Lage ein. Wir haben mit Professor Dr. Alexander Scheuch gesprochen.

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Der Wahlkampf um das Präsidentenamt beim FC geht so langsam auf die Zielgerade und die Bandagen werden ganz offensichtlich härter. Unter der Woche sprach der Beirat des 1. FC Köln eine Wahlempfehlung aus und sorgte damit gerade bei den nicht empfohlenen Teams für Irritation – zumindest folgte die Antwort vom Team Adenauer recht schnell. „Wir sind zutiefst irritiert über das Vorgehen des Beirats, weil wir im Vorfeld des Gesprächs nicht darüber informiert wurden, dass am Ende eine öffentliche Wahl-Empfehlung durch dieses Gremium abgegeben wird“, hieß es in einem Statement und weiter: „Wir sind zudem enttäuscht darüber, dass die immer wieder kommunizierte Neutralität des Vereins durch die zugehörigen Gremien erneut verletzt wird. Sowohl Mitgliederrat als auch der Beirat haben eine Wahl-Empfehlung ausgesprochen und wollen die Wahl damit erheblich beeinflussen.“

Hätte der Beirat die Empfehlung aussprechen dürfen?

Auch Professor Dr. Alexander Scheuch war von der Empfehlung grundsätzlich überrascht. „Dass es noch eine Empfehlung des Beirats geben würde, hatte ich so konkret nicht auf dem Schirm. Welche Gremien bei der Wahl des Vorstands ein Vorschlagsrecht haben, eine Empfehlung abgeben oder sonst wie involviert sind, ist von Verein zu Verein sehr unterschiedlich“, sagt der Jurist, der einst selbst in der Rechtsabteilung der Kölner tätig war. „Der FC verfügt über relativ viele Gremien, sodass sich die Frage, wer hier wann wie aktiv werden muss oder darf eher stellt, als bei anderen Clubs.“ Und dieses Thema treibt offenbar nicht nur die Teams um. Auch in den Sozialen Medien wird über das Thema diskutiert. Vor allem eine Frage: Hätte der Beirat die Empfehlung überhaupt aussprechen dürfen?

„Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn dass ein Verein bei der Vorstandswahl in gewissem Maß auf Chancengleichheit und damit auch auf Neutralität achten muss, ist sicher so“, sagt Scheuch. So dürften beispielsweise Namen auf Stimmzetteln nicht unterschiedlich groß oder dick geschrieben sein. „Was Empfehlungen im Vorfeld zur Wahl angeht, ist das aber schwieriger zu beurteilen. Der Mitgliederrat hat ja zum Beispiel ausdrücklich die Aufgabe, ein Team vorzuschlagen. Hinter diesen Vorschlag muss er sich dann natürlich auch stellen dürfen“, so der Experte weiter. Werbung dürfe er insofern durchaus machen. „Der Beirat hat hingegen primär die Aufgabe, den Vorstand zu beraten. Dazu gehören erstmal keine Wahlempfehlungen. Aber selbstredend hat der Beirat ein Interesse, dass Personen gewählt werden, mit denen er gut zusammenarbeiten kann.“

„Das wird auch das Ziel gewesen sein“

Und Scheuch weiter: „Die Satzung sagt auch, dass der Beirat den Verein und dessen Ansehen fördern soll. Da kann man schon auf den Gedanken kommen, dass eine halbwegs zurückhaltend formulierte Empfehlung für eine solche Wahl zu seinen Aufgaben zählt.“ Und es gibt noch einen anderen Aspekt: „Beim FC kommt dazu, dass der Mitgliederrat laut Satzung vor seinem Wahlvorschlag auch den Beiratsvorsitzenden anhören muss. Insofern ist der Beirat also selbst ein Stück weit in die Auswahl involviert. Auch das ist ein Argument dafür, dass der Beirat eine Empfehlung aussprechen darf. Ich will aber nicht verhehlen, dass es bei einer so wenig konkreten Grundlage in der Satzung auch Argumente für die Gegenmeinung gibt“, sagt Scheuch.

Unterm Strich steht dennoch der vom Team Adenauer öffentlich geäußerte Vorwurf, dass der Beirat in die Wahl eingegriffen habe. Es bleibt ein Geschmack. „Eingegriffen hat er sicherlich. Das wird auch das Ziel gewesen sein“, sagt Scheuch. „Wenn der Beirat davon ausginge, seine Empfehlung sei ohnehin wirkungslos, hätte er sie nicht ausgesprochen. Die Frage ist allerdings: Durfte er eingreifen? Dafür sehe ich, wie gesagt, einige ganz ordentliche Argumente. Eindeutig ist die Lage aber nicht. Ich hoffe, dass der Beirat Für und Wider gut abgewogen hat, bevor er die Empfehlung ausgesprochen hat.“


Einsatzzeit und Kantersieg gegen den Bankfrust beim 1. FC Köln?

Jusuf Gezibegovic punktete mit der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina
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Einsatzzeit und Kantersieg gegen den Bankfrust beim 1. FC Köln?

Auch Jusuf Gazibegovic ist in die WM-Qualifikation gestartet. Es gab mit Bosnien-Herzegowina aber nicht nur einen verdienten Kantersieg für den Abwehrspieler des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic sammelt Einsatzzeit.

Mit einem 6:0-Erfolg über San Marino ist Bosnien-Herzegowina in die WM-Quali gestartet. Erfreulich verlief das Spiel für den Rechtsverteidiger des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic sammelt Einsatzzeit – und deutlich mehr als bei den Geißböcken.

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Eigentlich war die Reise nach San Marino gar nicht geplant, doch sie entpuppte sich als Glücksgriff. Jusuf Gazibegovic war zunächst nicht für den Kader der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina nominiert worden. Durch die Verletzung von Arjan Malic rutschte der Rechtsverteidiger der Geißböcke doch noch ins Team. Und im Duell im Stadio Olimpico di Serravalle kam der Abwehrspieler nicht nur zum Einsatz, der 25-Jährige stand sogar in der Anfangsformation. Und der Abend lief für das bosnische Team besonders gut. Schon nach einer knappen Viertelstunde sah Alessandro Golinucci die Rote Karte und das Team von Sergej Barbarez spielte 75 Minuten in Überzahl.

90 Minuten für die Nationalmannschaft

Und das nutzte Bosnien aus. Nachdem das Team in der ersten Halbzeit die Führung erzielte, drehte die Auswahl um Gazibegovic mal so richtig aus, fertigte den Gastgeber 6:0 ab. Zwar trug sich der FC-Profi nicht auf dem Scoreboard ein, der 25-Jährige war dennoch einer der besten Spieler bei Bosnien, spielte die 90 Minuten durch. Für Gazibegovic sicherlich so etwas wie eine Genugtuung. Denn beim FC durchlebt der Rechtsverteidiger gerade eine doch schwere Zeit. Im vergangenen Winter noch als großer Hoffnungsträger unmittelbar nach dem Registrierungsverbot unter Vertrag genommen, hat ihm aktuell Sebastian Sebulonsen den Rang abgelaufen. So richtig ist der Abwehrspieler ohnehin noch nicht in Köln angekommen.

In den bisherigen drei Pflichtspielen kam der gebürtige Salzburger beim FC gerade einmal 22 Minuten zum Einsatz. So richtig rund lief es im Duell gegen den SC Freiburg aber auch nicht. Zudem scheint die offensive Ausrichtung Sebulonsen ein wenig mehr zu liegen. Immerhin hatte Gazibegovic nun die Chance, einige Pluspunkte zu sammeln und eine Bewerbung abzugeben. Die hat der Bosnier abgegeben. Am Dienstag steht dann ein besonderes Spiel für den 25-Jährigen auf dem Plan. Gazibegovic empfängt in Zenica mit Bosnien-Herzegwoina sein Geburtsland Österreich.


„Mehr Qualität, weniger Quantität“ – ist das die Formel zum Erfolg des 1. FC Köln?

Die Spieler des 1. FC Köln beim Spiel gegen den SC Freiburg
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„Mehr Qualität, weniger Quantität“ – ist das die Formel zum Erfolg des 1. FC Köln?

Mit drei Pflichtspielsiegen in Folge sind die Kölner nahezu perfekt in die Saison gestartet. Die Geißböcke könnten eine der Überraschungsmannschaften der Saison werden. Könnten, denn sicher ist das nicht beim 1. FC Köln: Ist mehr Qualität, weniger Quantität der Schlüssel?

Sechs Punkte aus zwei Spielen, die 2. Runde im DFB-Pokal – der Saisonstart ist vielversprechend und die Euphorie groß beim 1. FC Köln: Ist mehr Qualität, weniger Quantität der Schlüssel?

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Jakub Kaminski hielt nicht so richtig hinter dem Berg. Als er in einem Interview für ein polnisches Sportportal nach den Zielen gefragt wurde, nahm der Kölner Schienenspieler Abstand von den üblichen Tiefstapeleien. „Als Neuling ist der Klassenerhalt das Ziel“, sagte Kaminski, schob dann aber hinterher: „Wir wollen diese Saison für eine Überraschung sorgen. Wir haben einen Trainer und einen Kader, der das kann. Das könnte eine sehr gute Saison für uns werden.“ Eine Meinung, mit der Kaminski alles andere als alleine ist. Ein Großteil der Fans würde die Einschätzung sicher unterschreiben und auch im vermeintlichen Expertenkreis wird über ein etwaiges Szenario gesprochen, wenn auch ob der frischen Spielzeit noch hinter vorgehaltener Hand.

„So war es möglich, Veränderungen vorzunehmen“

Der Start ist den Kölnern jedenfalls ganz sicher geglückt und damit auch ein wenig Dampf vom Kessel genommen. Denn die sechs gesammelten Punkte sind sicher mehr als zu Saisonbeginn erwartet und ein kleines Polster für die kommende Phase bis zum nächsten Länderspiel. Der FC kann diese mit dem Spiel gegen Wolfsburg jedenfalls beruhigt angehen, die in Köln oft erlebte Hektik herrscht nicht. Als Vater des frühen Erfolgs dürfen sich bislang vor allem Lukas Kwasniok und Thomas Kessler feiern lassen. Kwasniok, der allem Augenschein nach situativ auf Aktionen und Ereignisse zu reagieren kann und somit die Spiele nachhaltig beeinflusst und Kessler, der mit zahlreichen Transfer-Entscheidungen dem Kader ein komplett neues Gesicht hat.

Zur Wahrheit gehört auch, dass den FC-Bossen durchaus bewusst war, dass sie mit dem aktuellen Kader in der Liga Probleme bekommen würden. Zumal offenbar auch mit Abgängen wohl gerechnet wurde und diese dann auch für Kwasniok zum Thema wurden. „In den Verhandlungen wurde relativ schnell deutlich, dass es ein, zwei Abgänge geben wird – und dass das Geld, das so hereinkommt, in neue Spieler investiert werden soll. Das war für mich schon ein wichtiger Teilaspekt in der Entscheidungsfindung“, sagt der Coach in einem Interview der „Welt“. „Durch den Aufstieg war es dann möglich, Veränderungen vorzunehmen. Die waren auch wichtig. Unser Ansatz war es, die Quantität zu reduzieren und die Qualität zu erhöhen“, so Kwasniok weiter. 

Unzufriedenheit soll vermieden werden

Tatsächlich ist das Mannschaftsgefüge ein anderes. Der FC verfügt nur noch über 21 Feldspieler. Denn Kessler sorgte auch dafür, dass einige Spieler den Verein verlassen haben. „Es ist ja so: Etwa 16 bis 18 Feldspieler kommen über eine Saison auf relativ viel Einsatzzeit. Wenn du die hast, gibt es einen guten Konkurrenzkampf“, sagt Kwasniok. „Die, die neu gekommen sind, drängen in die Mannschaft – die, die schon länger hier sind, wollen ihre Plätze behaupten. Doch weil alle eine reelle Chance haben, regelmäßig zu spielen, freuen sie sich auch miteinander über Erfolge.“ So will der Kölner Coach Unzufriedenheit in der Mannschaft vermeiden. Der Kölner Coach betont, dass „Fußball ein Mannschaftssport ist. Und dazu gehört es eben auch, mal nicht zu spielen.“ 

Dazu war es aber auch unerlässlich die Qualität des Kaders noch einmal anzuheben. In der vergangenen Spielzeit wurde gerade die fehlende Breite im Team immer wieder deutlich. Von der Bank passierte relativ wenig, ein Großteil der ersten Elf war gesetzt. Nun scheint sich aber kein Spieler sicher sein zu dürfen und das erhöht bekanntlich den Konkurrenzkampf. Und das liegt zweifelsfrei daran, dass Kessler ganz offensichtlich Spieler verpflichtet hat, die dem FC sofort weiterhelfen können. Wie nachhaltig dieser Schlüssel zum Erfolg ist, wird wohl erst in den kommenden Monaten zu sehen sein.


Keine Leihe und auch noch keine Verlängerung: Die Lage von Neo Telle ist kompliziert

Neo Telle soll eigentlich verliehen werden
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Keine Leihe und auch noch keine Verlängerung: Die Lage von Neo Telle ist kompliziert

Eigentlich hatte der FC den Vertrag von Neo Telle verlängern wollen, um ihn dann zu verleihen. Beides ist bis zum Ablauf der Transferperiode nicht passiert. Die Lage von Neo Telle beim 1. FC Köln ist kompliziert.

Während Sportdirektor Thomas Kessler für einige Talente wie Julian Pauli Leihvereine finden konnte, gelang ihm das bei Neo Telle nicht. Auch läuft der Vertrag des 20-Jährigen in knapp einem Jahr aus. Die Lage von Neo Telle beim 1. FC Köln ist kompliziert.

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Eigentlich verfolgt der FC bei Talenten einen klaren Weg: Über Leihen sollen die Youngster Spielpraxis sammeln und sich so weiterentwickeln. Und das möglichst höher als in der Regionalliga, in der die Kölner U21 antritt. Das Modell haben die Geißböcke wie in den Jahren zuvor im Sommer erneut bei einigen Talenten angewendet. So ging etwa Julian Pauli in die zweite Liga zu Dynamo Dresden oder Jaka Potocnik in die dritte Spielklasse zu Rot-Weiss Essen. Das war auch der Plan bei der Neo Telle. Der Innenverteidiger sollte seinen in knapp einem Jahr auslaufenden Vertrag verlängern, um dann verliehen zu werden. Aber beides gelang bis zum Ende der Transferperiode nicht. Die Lage beim 20-Jährigen ist daher kompliziert.

„Das ist ein bisschen eine Achterbahn der Gefühle“

Dabei hatte Telle erst vergangene Saison gegen Schalke 04 sein Profidebüt für den FC gefeiert und schien auf einem sehr guten Weg. So kamen noch zwei Kurzeinsätze als Joker in der zweiten Liga dazu. Am Anfang der Vorbereitung durfte sich der 20-Jährige dann unter dem neuen Trainer Lukas Kwasniok bei den Profis beweisen. Dort schaffte der Innenverteidiger es aber nicht, den Coach von sich zu überzeugen und musste zurück zur U21. Dort kam das Eigengewächs immerhin in den vergangenen drei Partien zum Einsatz, wenn auch zuletzt gegen den Wuppertaler SV nur als Joker.

Denn unumstritten scheint der Youngster in der zweiten Mannschaft ebenfalls nicht. So bekamen an den ersten Spieltagen Konkurrenten wie Yannick Mausehund, Luc Dabrowski oder Mikail Özkan teilweise den Vorzug. Anstatt also bei den Profis eine Rolle zu spielen oder über eine Leihe Erfahrungen auf einem höheren Niveau als die vierte Liga zu sammeln, muss sich Telle erstmal wieder bei der U21 beweisen. Wenn das Talent sich dort nicht durchsetzt, droht der 20-Jährige in seiner Entwicklung zu stagnieren. Die komplizierte Lage ist auch seinem Trainer in der zweiten Mannschaft bewusst. „Das ist natürlich keine einfache Situation, aber er ist auch noch ein junger Mensch“, so Evangelos Sbonias. „Das ist ein bisschen eine Achterbahn der Gefühle. Ich bin mit Neo klar im Austausch, auch heute vor dem Spiel. Er geht vorbildlich damit um. Jetzt geht es einfach darum, sich im Training wieder anzubieten und dann schaut man sich an, was in 14 Tagen los ist.“

Nur noch bis Sommer 2026 Vertrag

Seine Vertragskonstellation beschäftigt den Innenverteidiger bestimmt auch. Denn sein Kontrakt läuft im Sommer 2026 aus. Für den FC eine gefährliche Situation, droht er doch das nächste Talent ablösefrei zu verlieren wie in diesem Sommer Tim Lemperle oder Justin von der Hitz. Dass eine Einigung nicht schon im jetzt gelang, ist sehr unglücklich, da erst durch eine Verlängerung eine Leihe möglich gewesen wäre. Ob beide Parteien noch zusammenfinden, bleibt abzuwarten. Dabei könnte es sein, dass beide Seiten erstmal die Entwicklung von Telle in der U21 abwarten. Das wäre aus Telles Sicht sinnvoll, um seine Perspektive beim FC besser einschätzen zu können. Und aus Vereinsperspektive ergibt es Sinn, um zu schauen, ob der Abwehrspieler den nächsten Schritt macht oder stagniert. Zumindest die Fans dürften sich aber wohl eine Verlängerung wünschen, um nicht das nächste talentierte Eigengewächs zu verlieren.


Gelb-Rot und Torwartpatzer: Bittere Auftaktniederlage für FC-Frauen

Laura Feiersinger im Zweikampf
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Gelb-Rot und Torwartpatzer: Bittere Auftaktniederlage für FC-Frauen

Die Fußballerinnen des FC sind mit einer Niederlage in die Saison gestartet. Die Frauen des 1. FC Köln unterliegen Leipzig 0:2. Zudem sah Celina Degen die Gelb-Rote Karte.

Bitterer Nachmittag für die Kölner Fußballerinnen. Die Frauen des 1. FC Köln unterliegen am Samstag RB Leipzig 0:2.

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Zum Auftakt musste Britta Carlson direkt improvisieren. Die neue Spielführerin Marina Hegerin plagten muskuläre Probleme. Die ehemalige Nationalspielerin nahm also zunächst auf der Bank Platz. Angeführt wurde die Mannschaft von Laura Feiersinger. Im Tor startete Lisa Schmitz, in der Offensive begannen unter anderem die Ex-Leipzigerin Lydia Andrade sowie Neuzugang Sandra Maria Jessen. Die Kölnerinnen taten sich von Beginn an im Spielaufbau schwer, Pässe kamen nicht an, technische Fehler. So erarbeitete sich der Gast ein leichtes Übergewicht und belohnte sich auch. Marleen Schimmer bekam im linken Halbfeld den Ball, zog ein paar Meter ins Zentrum und dann aus knapp 20 Metern ab. Lisa Schmitz machte im Tor dabei überhaupt keine gute Figur: 0:1 (14.).

Gelb-Rot für Degen

Und RB hätte nachlegen können. Lisa Baum war zunächst durch, visierte den langen Pfosten an, verfehlte aber knapp. Einen weiteren Versuch der Offensivspielerin nach Pass von Schimmer entschärfte Schmitz sicher. Leipzig dominierte die Begegnung, die ganz großen Chancen blieben aber bis zur Pause aus. Und genau dort schien Carlson die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn nach dem Wechsel bot sich zunächst einmal ein anderes Bild. Die Kölnerinnen waren dem Ausgleich nun deutlich näher. Unter anderem verfehlte Adriana Achcińska nach einem Querschläger. Jessen setzte einen Kopfball zudem knapp neben das Tor. Doch die Kölnerinnen bremsten sich selbst aus. Celina Degen hatte im ersten Abschnitt schon die Gelbe Karte gesehen, nach einem Halten im Mittelfeld gab es die Ampelkarte (57.).

Carlson reagierte und brachte Weronika Zawistowska für Andrade. Doch in Unterzahl hatte der FC nun wieder seine Probleme und kassierte den nächsten Gegentreffer. Nach einer starken Flanke von Schimmer stieg Sandra Starke hoch und nickte ein (62.). Und Marlene Müller hätte erhöhen müssen, als sie alleine aufs Tor zulief, legte den Ball aber neben das Gehäuse. Auf der anderen Seite traf die eingewechselte Sylwia Matysik nach einer Ecke den Pfosten. In der Schlussphase passierte abgesehen von einem guten Abschluss von Anna Gerhardt sowie zudem einer starken Grätsche der 27-Jährigen nicht mehr viel. Am kommenden Freitag ist der FC zu Gast in Freiburg.

1. FC Köln: Schmitz, Imping (76. Matysik), Degen, Agrez, Gerhardt, Vogt, Feiersinger, Achcinska, Andrade (59. Zawistowska), Donhauser, Jessen (76. Leimenstoll); Tore: 0:1 Schimmer (14.), 0:2 Starke (62.); Gelb-Rot: Celina Degen (57.)