Island ist mit einem Kantersieg in die WM-Qualifikation gestartet und das auch Dank eines Profis des 1. FC Köln: Isak Johannesson trifft für Island doppelt. Das Team setzte sich 5:0 gegen Aserbaidschan durch. Achtungserfolge gab es auch für andere Akteure.
Sollte es für die fünf Nationalspieler des FC bei ihren Länderspielreisen auch darum gehen, Selbstvertrauen zu tanken, mindestens ein Akteur wird mit einer ganz breiten Brust zurückkehren zum 1. FC Köln: Isak Johannesson trifft für Island in der WM-Quali doppelt. Für den Mittelfeldspieler war es der erste Doppelpack für die Nationalmannschaft.
Isak Johannesson trumpft nicht nur beim 1. FC Köln auf. (Archivfoto: Steve Welsh/Getty Images)
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Beim 5:0-Erfolg über Aserbaidschan in Reykjavík erzielte der Mittelfeldspieler die Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 und 3:0. Victor Palsson hat Island mit dem Halbzeitpfiff in Führung gebrach. Nach dem Doppelpack innerhalb von neun Minuten erhöhten Albert Gudmundsson sowie Kristian Hlynsson auf den 5:0-Endstand. Nach dem Kantersieg führt Island die WM-Qualigruppe D zunächst an. Im Parallelspiel setzte sich Frankreich in Breslau gegen die Ukraine durch. Bayerns Michael Olise sowie Superstar Kylian Mbappé trafen für die Equipe tricolore. Der jeweilige Gruppensieger qualifiziert sich direkt für die WM, der Zweite muss in die Playoffs. Island hat mit dem Auftakterfolg schon mal einen wichtigen Grundstein gelegt. Für Johannesson war es der erste Doppelpack in der Nationalelf. In 36 Spielen kommt der Mittelfeldspieler nun auf sechs Tore. Den letzten Treffer erzielte Johannesson im November 2024 gegen Montenegro.
Kaminski feiert Achtungserfolg
Bereits am frühen Abend hatte Said El Mala sein Debüt für die U21 des DFB gefeiert. Der Außenbahnspieler zeigte einige vielversprechende Dribblings, hatte aber ansonsten wenig Impact auf das Spiel. Bereits am Donnerstag hatte Jakub Kaminski mit Polen einen Achtungserfolg gegen die Niederlande gefeiert. Die Mannschaft um Robert Lewandowski spielte 1:1. Kaminski stand 90 Minuten auf dem Platz. Für Jusuf Gazibegovic geht es mit Bosnien-Herzegowina am Samstag gegen San Marino und am Dienstag gegen Österreich. Rav van den Berg trifft ebenfalls am Dienstag mit der U21 der Niederlande auf den Nachwuchs aus Israel. In der kommenden Woche starten die Kölner dann mit der Vorbereitung auf das Spiel gegen den VfL Wolfsburg.
Seit gut vier Monaten ist Thomas Kessler nun beim FC verantwortlich für die sportlichen Entscheidungen. Das Zwischenfazit fällt bislang doch sehr positiv aus. Gemessen wird der Sportchef am Ende aber am Erfolg der Mannschaft. Nun äußerte sich der 39-Jährige im WDR-Podcast zur Anfangsphase: So beurteilt Thomas Kessler den Umbruch beim 1. FC Köln.
Aufstieg, Trainerwechsel, Kaderumstellung – Die ersten Monate im Amt des Kölner Sportchefs waren alles andere als ruhig. Die Bilanz fällt insgesamt allerdings durchaus positiv aus: So beurteilt Thomas Kessler den Umbruch beim 1. FC Köln.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Gut vier Monate ist Thomas Kessler beim 1. FC Köln nun hauptverantwortlich für die sportlichen Entscheidungen im Amt und man kann wahrlich nicht behaupten, dass diese Zeit ruhig verlaufen ist. Der Sportchef der Geißböcke musste das Ziel Aufstieg über die Linie bringen, gleich zwei neue Trainer verpflichten und dann auch noch eine schlagfertige Truppe für die Bundesliga zusammenstellen. Zumindest in den ersten Wochen musste der ehemalige Kölner Keeper zudem auch noch zweigleisig fahren. Elf Neuverpflichtungen und anderthalb Dutzend Abgänge später scheint der Umbruch geglückt zu sein. Und unter vielen Fans ist längst der Eindruck entstanden, dass Kessler aus dem Schatten von Christian Keller getreten ist, viel richtig gemacht, aus Fansicht vielleicht auch gerade gebogen hat.
„Ich versuche jetzt meine eigenen Ideen“
Das sieht der 39-Jährige allerdings anders. „Eine Korrektur ist für mich immer extrem negativ konnotiert. Ich habe die Chance, in einer Situation, den Club übernehmen zu dürfen, in der wir ja trotzdem in die erste Liga aufgestiegen sind. Wir hatten Probleme am Ende der Saison und der Club hat sich entschieden, eine Kurskorrektur vorzunehmen und ich habe die Verantwortung bekommen“, erklärt Kessler im WDR-Podcast „Einfach Fußball„. „Jetzt hast du aufgrund von guten wirtschaftlichen Entscheidungen in der Vergangenheit Spielraum und mit der Strahlkraft dieses Clubs, meine eigenen Ideen umzusetzen. Und es liegt völlig in der Natur der Sache, dass der ein oder andere auch mal eine andere Idee hat. Das war auch Teil meiner Aufgabe der letzten Jahre.“ Kessler habe „loyal“ der Geschäftsführung zugearbeitet, aber es sei völlig normal, dass man auch mal sagt, man würde es anders machen, sagt der Sportchef.
„Ich versuche jetzt meine eigenen Ideen und Sicht auf die Dinge, umzusetzen“, so Kessler weiter. Das ist dem 39-Jährigen offenbar gelungen. Zumindest wurden zahlreiche Spieler neu verpflichtet, der Kader hat ein neues Gesicht bekommen. „Dass das für Außenstehende nach einer Korrektur aussieht, das mag sein. Ich empfinde es so, dass ich das Vertrauen bekommen habe, meine Ideen umzusetzen und das gepaart mit der wirtschaftlichen Möglichkeit, diesen Kader zu verbessern“, sagt Kessler und weist auf die schwierige Zeit mit und nach der Transfersperre hin. „Die Situation, die ich vorgefunden habe, um meine Ideen umzusetzen, die hat eine andere Grundlage gehabt.“ Auch eine ungewisse, schließlich war die Ligazugehörigkeit nicht geklärt. „Dann musst du alle einnorden und sagen: ,Das ist der Plan für einen Zweitliga-Verbleib und da müssen wir sofort ran, sollten wir aufsteigen‘.“
„Lukas hat ohne Frage in Paderborn einen sehr guten Job gemacht“
Dazu gehörte die Verpflichtung von Spielern mit einer Ausstiegsklausel wie Isak Johannesson, aber auch die Auswahl eines neuen Trainers, eben Lukas Kwasniok. Kessler hatte sich mit dem Coach zunächst zu einem Gespräch in einem Frankfurter Hotel getroffen. Schnell habe man gemerkt, dass die Wellenlänge eine ähnliche war. „Für mich war es wichtig, dass ich von den fußballerischen Inhalten überzeugt bin, die der Trainer versucht, umzusetzen. Lukas hat ohne Frage in Paderborn einen sehr guten Job gemacht und gezeigt, dass er dieses Spiel versteht“, so Kessler, der besonders hervorhebt, dass der Trainer gleich mehrfach im Spiel gegen Mainz auf Situationen reagiert hat. „Es hat mich einfach bestätigt und das haben die Gespräche mit ihm auch von Beginn an gezeigt, dass er das Spiel versteht und auch für sich selbst sehr uneitel ist, Dinge zu korrigieren, die er für einen kurzen Zeitraum anders gesehen hat.“
„Einer der Garanten, warum wir jetzt wieder Bundesliga spielen dürfen“
Aber auch Kessler hat eine erste Meinung schnell korrigiert. Als der Trainer dem Sportchef die Idee der beiden Keeper als Kapitän unterbreitete, habe Kessler erst einmal gelacht, um dann schnell zu merken, dass Kwasniok seine Wahl ernst meinte. „Marvin hat sich gerade in der vergangenen Saison noch einmal extrem zu einem Führungsspieler entwickelt, weil er sich natürlich auch mit der Situation der Nummer zwei schwer getan hat, dann hat er sich reingekämpft, gute Leistungen gezeigt und war einer der Garanten, warum wir jetzt wieder Bundesliga spielen dürfen. Über die Verpflichtung von Ron habe ich mich extrem gefreut, weil er einfach eine Persönlichkeit und ein Charakter ist“, so Kessler. „Er hat viel erlebt und hat ab dem ersten Tag den Eindruck hinterlassen, dass es ihn total reizen würde, seine Karriere hier in Köln zu beenden.“ Zieler könne eine Rolle einnehmen, „die weit über das hinausgeht, was er auf dem Platz macht.“
Genau das hätten Trainer und Jungs in der Kabine sehr schnell gespürt, sagt Kessler. Der Keeper kennt die Situation. Denn auch Kessler war als zweiter Keeper ein Spieler, der in der Kabine viel zu sagen hatte. Nun hat Kessler viel über die sportlichen Geschicke beim FC zu sagen. Dabei sei es für den 39-Jährigen irrelevant, ob er Geschäftsführer oder Sportdirektor sei. Am Ende des Tages wird Kessler ohnehin an seinem Erfolg gemessen und den ersten Schritt ist er dazu gegangen.
Am vergangenen Sonntag das erste Tor in der Bundesliga, nun das erste Spiel für den direkten Nachwuchs des DFB: Said El Mala feiert sein U21-Länderspieldebüt. Der Offensivspieler stand gegen Albanien sogar in der Startelf. Aufs Scoreboard schaffte es der 19-Jährige beim 2:0-Erfolg nicht.
Was für eine Woche für den Kölner Hoffnungsträger. Am vergangenen Sonntag erzielte der 19-Jährige seinen ersten Treffer in der Bundesliga, nun folgte der nächste Karriereschritt: Said El Mala feiert sein U21-Länderspieldebüt beim 2:0-Erfolg gegen die Auswahl von Albanien.
Said El Mala macht schon ordentlich Dampf (Archivbild)
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Und Bundestrainer Antonio di Salvo beorderte den Kölner Youngster sogar in die Anfangsformation. Nach dem verpassten EM-Titel im Sommer hat der deutsche Nachwuchs ein neues Gesicht, viele neue Spieler bekommen. Dafür sind Akteure wie Jan Thielmann und Eric Martel aus der Mannschaft herausgewachsen. Im Freundschaftsspiel gegen Albanien standen gleich vier Debütanten in der Startelf. Darunter eben auch El Mala. Doch die deutsche Mannschaft tat sich gegen den vermeintlichen Underdog von Beginn an schwer, so richtig fand die DFB-Elf in der Offensive zunächst nicht statt. Eine erste Hereingabe des Kölner Akteurs verunglückte nach gut zehn Minuten allerdings so richtig. Auf der anderen Seite musste Dennis Seimen gleich zwei Mal eingreifen.
El Mala nach 45 Minuten ausgewechselt
Erst Mitte der Halbzeit steigerte sich das Team. Auch El Mala traute sich mehr, suchte ab und an das Eins-gegen-eins, blieb aber meist hängen. Die besten Chancen vergab Nelson Weiper nach einer gefühlvollen Flanke von Brajan Gruda sowie einem starken Spielzug, den El Mala einleitete. Der Kölner Offensivspieler wurde kurz vor dem Seitenwechsel von Nicolo Tresoldi freigespielt, vertändelte die Kugel aber. Auf der anderen Seite entschärfte Seimen einen Freistoß. Kurz darauf fand der 19-jährige Kölner die Lücke im Dribbling in der Box, jagte den Ball aber über das Tor. Zur Pause wechselte di Salvo nahezu die gesamte Mannschaft. Auch für El Mala war das Spiel beendet. Die DFB-Auswahl drehte im zweiten Abschnitt aber auf. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff erzielte Illyas Ansah die Führung, Dzenan Pejcinovic erhöhte kurz darauf auf 2:0. Das Spiel verlor wieder deutlich an Fahrt. Die DFB-Auswahl tat nicht mehr als nötig, Albanien fiel kaum etwas ein.
Am Dienstag steht das nächste Spiel für die deutsche Auswahl an. Dann hat El Mala gegen Lettland die nächste Chance, sich aufs Scoreboard zu bringen – und dann auch in einem EM-Qualifikationsspiel.
Zahlreiche Namen wurden gehandelt, viele Spieler sind nach Köln gewechselt. Doch es gab auch einige Hochkaräter, die für einen neuen Club spielen, aber nicht für den 1. FC Köln: Was ist aus den gehandelten Transfers geworden?
Elf Sommer-Neuzugänge sprechen eine beeindruckende Sprache. Doch nicht alle Transfergerüchte spielen nun für den 1. FC Köln: Was ist aus den gehandelten Transfers geworden?
Willem Geubbels noch bei St. Gallen (Foto: Carsten Harz/Getty Images)
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Willem Geubbels: In Sachen Stürmersuche dürfte der Angreifer das wohl interessanteste Gerücht des Sommers gewesen sein. Immerhin handelt es sich um eins der vermeintlich größten Talente Frankreichs. Gleich drei Bundesligisten sollen im Sommer um die Gunst des Stürmers gebuhlt haben. Neben dem FC brachte die L’Equipe damals auch den 1. FC Union Berlin sowie Borussia Mönchengladbach ins Gespräch. St. Gallen forderte allerdings zehn Millionen Euro für den Franzosen und dürfte damit auch den FC verschreckt haben. Mittlerweile ist der Franzose zurück in die Heimat gewechselt. Geubbels spielt nun für Paris FC und dort gemeinsam mit Kevin Trapp. Der Schweizer Erstligist soll tatsächlich einen zweistelligen Millionenbetrag kassiert haben.
Özcan noch vor Absprung?
Besfort Zeneli: Der Schwede wurde tatsächlich von Kölner Scouts beobachtet. Kein Wunder, auch Zeneli gilt als großes Talent. Der Mittelfeldspieler könnte zeitlich schon auf der Liste von Christian Keller gestanden haben. So oder so kam der Deal offensichtlich nicht zu Stande. Im Grunde war er bereits vom Tisch, als noch wild spekuliert wurde. Im Sommer hatte der zentrale Spieler mehrfach angedeutet, sich seine Zukunft auch weiterhin bei Elfsborg vorstellen zu können. Und scheinbar bleibt es auch dabei. Aktuell läuft der schwedische Nationalspieler weiterhin für seinen Club auf.
Salih Özcan: Mit dem Kölner Eigengewächs soll sich der FC dem Vernehmen nach auch befasst haben. Wie konkret dieses Interesse war, ist nicht bekannt. Tatsächlich stand Özcan bei Dortmund auf der Liste potenzieller Abschiedskandidaten. Und so gab es auch zahlreiche Abschiedskandidaten. Türkische Medien berichteten bereits von einem „Happy End“ und das gleich mit mehreren türkischen Vereinen. Tatsächlich könnte der Markt für Özcan noch offen sein. Aktuell spielt der Sechser weiter für den BVB, möchte sich wohl durchbeißen. Ein Wechsel zum FC wäre wohl schon alleine am Gehalt des Spielers gescheitert. In Dortmund soll Özcan rund fünf Millionen Euro verdienen.
Hohe Ablösen
Étienne Kinkoué: Das Interesse am französischen Innenverteidiger kam schon etwas überraschend. Auch, weil sich der FC schon längst mit anderen Abwehrspielern befasst hatte. Auf der anderen Seite berichtete mit Fabrizio Romano, ein renommierter Transfer-Experte, über einen potenziellen Wechsel. Ein Interesse dürfte also durchaus bestanden haben, war aber spätestens mit der Verpflichtung von Rav van den Berg wohl vom Tisch. Erstaunlich: Kinkoué spielt nach wie vor für Le Havre, ist nicht gewechselt, obwohl es auch aus England Interessenten gegeben haben soll.
Leo Scienza: Gleich zwei Mal tauchte das Gerücht um den Ex-Spieler des 1. FC Heidenheim in der Sommerpause auf. Tatsächlich hat sich der FC mit dem Mittelfeldspieler beschäftigt. Allerdings war das Thema mit der Verpflichtung von Jakub Kaminski vom Tisch. Anschließend kochte es nochmal auf, allerdings erschien die Ablösesumme von zehn Millionen Euro dann doch zu hoch. Mittlerweile spielt Scienza zusammen mit Damion Downs für den FC Southampton. Angeblich ist der Offensivspieler für neun Millionen Euro gewechselt und hat damit Downs vom Thron des teuersten Neuzugangs der Engländer gestoßen.
Kurzfristig geplatzte Deals
Oumar Diakité/Timothe Nkada: Auch mit dem Stürmer der Elfenbeinküste soll sich die halbe Bundesliga befasst haben. Der 21-Jährige gilt als klassischer Mittelstürmer. In Mainz wurde der Angreifer als Ersatz für Jonathan Burkardt gehandelt. Tatsächlich wurde der Nationalspieler am Deadline Day noch verliehen. Allerdings nach Belgien. Diakité geht aktuell für Cercle Brügge auf Torejagd. Auch Timothe Nkada wurde gehandelt. Allerdings nur kurz. Der Stürmer wechselte schließlich von Rodez zu Standard Lüttich.
Ahmetcan Kaplan: Konkreter war die Spur zu dem türkischen Abwehrspieler. Kaplan soll sich mit dem FC einig gewesen sein. Allerdings scheiterte der Deal an der Ablösesumme. Ajax verlangte sechs Millionen, die wollte der FC nicht zahlen. Der Transfer platzte. Erstaunlich: Der 22-Jährige wurde nun innerhalb der niederländischen Liga zu Nijmegen verliehen und der FC zahlte mehr als acht Millionen Euro für Rav van den Berg.
Calvin Brackelmann/Aaron Zehnter/Raphael Obermair: Nach der Verpflichtung von Lukas Kwasniok wurde gefühlt halb Paderborn mit dem FC in Verbindung gebracht. Kwasniok stellte früh klar, dass das wohl eher nicht passieren werden. Tatsächlich war an einer Verpflichtung von Manuel Riemann beispielsweise eher wenig dran. Drei andere Kandidaten wurden da schon heißer. Aaron Zehnter wechselte schließlich nach Wolfsburg, Obermair blieb genauso bei den Ostwestfalen wie Brackelmann.
Geplatzte Deals/wilde Gerüchte: Am Tag vor dem Deadline Day erklärte Thomas Kessler, dass es viele Transfergespräche gegeben habe, es aber bei einigen Spielern nicht zur Unterschrift gekommen sei. Namen kommentierte der Sportchef nicht. Allerdings sind ganz offensichtlich einige Deals kurzfristig geplatzt. Jordan Torunarigha (Hamburger SV) oder Bernardo (TSG Hoffenheim) wurden gehandelt, spielen nun für die Konkurrenz. Dazu gab es die wildesten Gerüchte wie um Terry Yegbe (jetzt FC Metz), der wohl genauso wenig ein ernsthaftes Thema war wie Lucas Monzon (jetzt Junior FC) oder Juma Bah (OGC Nizza).
Zu den großen Überraschungen der aktuellen Spielzeit gehört sicherlich Jakub Kaminski. Der Pole wechselte vom VfL Wolfsburg zu den Geißböcken. Doch nicht nur der FC war an dem 23-Jährigen interessiert. Deswegen wechselte Jakub Kaminski zum 1. FC Köln.
Am vergangenen Wochenende erzielte er sein erstes Bundesliga-Tor für den FC, am Donnerstag war er für die Nationalmannschaft im Einsatz. Aktuell geht es steil bergauf beim polnischen Nationalspieler. Dass der 23-Jährige für die Geißböcke aufläuft, hat vor allem mit Lukas Kwasniok zu tun. Deswegen wechselte Jakub Kaminski zum 1. FC Köln.
Jakub Kaminski nach seinem Treffer gegen den SC Freiburg
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Es wirkte ein wenig so, als wusste Jakub Kaminski nicht so recht wohin mit seiner Freude. Als der Pole am Sonntagabend den Ball gegen den SC Freiburg volley in die Maschen drosch, stürmte der 23-Jährige Richtung Tribüne und schrie sein Glück heraus. Mehr als zwei Jahre hat der Schienenspieler nicht mehr in einem Pflichtspiel für seinen Club getroffen. Beim FC läuft es wieder. „Ich habe die Tage nicht gezählt, aber es war schon in meinem Hinterkopf“, sagte Kaminski nun „sport.tvp.pl„. „In Wolfsburg habe ich noch viele Torchancen vergeben, das war frustrierend. Ich hoffe, dieses Tor war nicht mein letztes in dieser Saison.“ Das hofft man beim FC auch. Doch nach einer überragenden Vorbereitung und einem starken Saisonbeginn stehen die Zeichen bei Kaminski auf Trendwende. Nach zwei Jahren geht es eindeutig wieder bergauf.
„Augsburg war auch an mir interessiert“
Aktuell deutet also viel auf eine Win-Win-Situation. Der FC hat offenbar einen Spieler verpflichtet, der die Qualität noch einmal anhebt, Kaminski kann seine Karriere wieder ankurbeln. Die war in Wolfsburg nach einer ersten guten Spielzeit ins Stocken geraten. Auch deswegen hinterlegte der Pole seinen Wechselwunsch. „Das war schon mein Wunsch“, sagte Kaminski im Interview und betonte, dass es auch in Wolfsburg einen neuen Trainer gibt und er vielleicht eine andere Chance bekommen hätte. „Aber ich habe meine Bitte deutlich gemacht. Ich habe gesagt, dass ich nach drei Jahren einen neuen Impuls brauche.“ Dabei hatte aber nicht nur der FC bei dem Außenspieler angeklopft. Zahlreiche Clubs waren dem Vernehmen nach interessiert. Auch aus der Bundesliga. „Augsburg war auch an mir interessiert, aber nach Gesprächen mit Trainer Lukas Kwasniok und Sportdirektor Thomas Kessler war ich fest entschlossen, nach Köln zu gehen. Das habe ich in den Knochen gespürt.“
Der Erfolg gibt Spieler und Verein recht. Kaminski scheint neues Selbstvertrauen gefasst zu haben. Und das auch Dank des Kölner Coachs. „Das Gespräch mit Trainer Kwasniok vor der Saison war mir sehr wichtig. Ich wollte, dass meine Rolle im Team vor der Saison mehr oder weniger feststeht, und das ist passiert“, sagt Kaminski. „Ich bin ein schneller, dynamischer Spieler, der mit und ohne Ball mit hoher Intensität arbeitet. Im Moment bekomme ich das Vertrauen vom Coach und versuche, mich zu revanchieren. Ich habe in den ersten beiden Spielen 90 Minuten gespielt, was in der Offensive nicht oft vorkommt. Ich bin froh, dass der Trainer mir vertraut, so habe ich es geschafft, vorerst etwas Stabilität zu finden.“ Eine Stabilität, die in Wolfsburg verloren gegangen war.
„Wir wollen diese Saison für eine Überraschung sorgen“
„Das waren sehr schwierige Momente für mich, aber auch Momente, in denen ich viel gelernt habe“, so Kaminski. Nun will der 23-Jährige seine Chance beim FC nutzen. Für den Außenspieler geht es auch um die Zukunft bei den Geißböcken. Kaminski ist bis zum kommenden Sommer ausgeliehen, der FC soll über eine Kaufoption verfügen. „Ich hoffe auf eine gute Saison, nach der sich der 1. FC Köln entscheidet, mich dauerhaft zu verpflichten“, sagte Kaminski und spricht offen über den kurzfristigen Plan mit dem FC. „Der 1. FC Köln ist ein sehr großer Verein mit großer Tradition und einer starken Fangemeinde. Der Druck ist definitiv anders, und alle hier hoffen, dass wir für eine Überraschung sorgen. Als Neuling ist der Klassenerhalt das Ziel, aber wir wollen diese Saison für eine Überraschung sorgen. Wir haben einen Trainer und einen Kader, der das kann. Das könnte eine sehr gute Saison für uns werden.“ Und ganz sicher auch für Jakub Kaminski.
Gegen Freiburg saß Luca Waldschmidt noch etwas überraschend 90 Minuten auf der Bank. Dass er mehr möchte, zeigte der Stürmer beim Testspiel-Sieg des 1. FC Köln: Luca Waldschmidt bietet sich mit einem Fünferpack an.
Im Test gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen war er der überragende Mann auf Seiten des 1. FC Köln: Luca Waldschmidt bietet sich mit einem Fünferpack an. Auch wenn der Gegner nur ein Fünftligist war, zeigte der Kölner die richtige Reaktion auf seinen Bankplatz gegen Freiburg.
Luca Waldschmidt beim Torschuss gegen den Siegburger SV
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Einen kleinen Schönheitsfehler hatte seine Leistung im Test gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen: In der 68. Minute trat Luca Waldschmidt zum von Jan Thielmann herausgeholten Strafstoß an, um sein zu dem Zeitpunkt viertes Tor des Abends zu erzielen. Das gelang dem Angreifer jedoch nicht, denn er schoss nicht sonderlich platziert in die linke Ecke, sodass der Essener Torwart Mohamed Abou Khamis den schwachen Elfer parieren konnte. Aber es war das einzige Manko in Waldschmidts Auftritt. Denn der 29-Jährige war ansonsten der überragende Mann auf dem Platz. So erzielte der frühere deutsche Nationalspieler am Ende fünf der neun FC-Treffer beim deutlichen Sieg.
Hunger auf Tore
Damit hat der ehemalige Freiburger eine gute Reaktion darauf gezeigt, dass er noch am vergangenen Sonntag in der Bundesliga gegen seinen Ex-Verein 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte. Durchaus überraschend, nachdem Waldschmidt am Spieltag zuvor noch als Joker mit einer tollen Flanke den Siegtreffer für Marius Bülter vorbereitet hatte. Darum musste der Offensivspieler sich im Testspiel nun zeigen – was ihm sehr gut gelang. Gegen die Essener überzeugte der Angreifer nicht nur mit seinen Toren, sondern unter anderem auch mit guten Laufwegen und legte nach einem solchen Ragnar Ache das 0:5 auf sowie später das 1:7. Außerdem ließ der 29-Jährige nicht nach, blieb bis zum Schluss hungrig auf Tore und zeigte einen guten Einsatz. Und so gefiel sein Einsatz auch Lukas Kwasniok: „Es gibt nur eine Sprache im Fußball, das ist Handlung. Er hat gehandelt“, so der Coach. „Luca hat auf sich aufmerksam gemacht, das ist sehr schön.“
Dabei muss natürlich beachtet werden, dass es sich nur um einen Gegner aus der fünften Liga handelt. Das Resultat ist also nur bedingt aussagekräftig, ein solches Ergebnis mit vielen Toren war zu erwarten. Trotzdem hat Waldschmidt das getan, was er konnte, um seinen Trainer auf sich aufmerksam zu machen. Zwar lieferte die Konkurrenz in der Offensive gegen Freiburg stark ab. Aber der Angreifer dürfte seinem Coach die Entscheidung jetzt schon etwas schwerer gemacht haben, für wen er sich gegen den VfL Wolfsburg in der Startelf entscheidet. Und für sich hat der Fünferpacker gleichzeitig nochmal etwas Selbstvertrauen getankt, welches der Stürmer vielleicht in die Liga mitnehmen kann – und wohl auch muss. Denn nach wie vor fehlt dem Offensivspieler die Konstanz.
Die Vorfreude auf Said El Mala war bei vielen Fans groß. Und bislang erfüllt der Offensivspieler die Erwartungen. Am Abend könnte das Debüt für die deutsche U21 folgen – der nächste Karriereschritt. Said El Mala ist für den 1. FC Köln mehr als ein Talent.
Schon in der vergangenen Spielzeit machte der Youngster auf sich aufmerksam. Nun hat er im zweiten Ligaspiel sein erstes Tor erzielt. Said El Mala ist für den 1. FC Köln schon jetzt mehr als ein Talent.
Said El Mala jubelt nach seinem Treffer beim 1. FC Köln (Foto: Lars Baron/GettyImages)
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Der Jubel ist schon mal der eines Großen. Nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:0 gegen den SC Freiburg setzte Said El Mala zunächst zum Knierutscher an, um sich anschließend ziemlich cool auf die Bande zu setzen. „Das mit der Bande habe ich mir schon vorher überlegt“, sagte El Mala später bei FC-TV. „Umso schöner, dass ich es nun umsetzen konnte.“ Seit vergangenem Sonntag ist El Mala nun auch Bundesliga-Torschütze. Der 19-Jährige hat mit seinem Treffer die nächste Stufe einer doch erstaunlich steilen Karriere erklommen und erinnert nicht nur bei seinem Schuss an die Unbekümmertheit eines anderen ehemaligen Kölner Youngsters: Lukas Podolski. In der vergangenen Spielzeit ließ El Mala bekanntlich bei der Viktoria aufhorchen. Der Offensivspieler wurde der jüngste Spieler, der je in der dritthöchsten deutschen Klasse zweistellig getroffen hat, vor Spielern wie Thomas Müller. Nicht umsonst wurde El Mala zum Newcomer der 3. Liga gewählt.
„Da haben wir sicherlich noch Themen“
Den Mahnern, der Sprung in die Bundesliga würde vielleicht dann doch ein zu großer sein, hat es El Mala bislang auf jeden Fall gezeigt. Der 19-Jährige ist ganz offensichtlich in der Bundesliga angekommen, steht nach zwei Spieltagen bei zwei Einsätzen und einem Treffer. Die Spielzeit ist aber noch jung. Lukas Kwasniok wird jedenfalls nicht müde, den Hype um die Kölner Nachwuchshoffnung einzufangen. Der Coach lobt seinen Schützling, nimmt ihn aber auch in die Pflicht. Und auch Thomas Kessler bremste nach der Begegnung gegen Freiburg die Euphorie um den Youngster. „Man hat in einigen Situationen gesehen, dass die Bundesliga schon etwas anderes als die 3. Liga ist“, sagte der Sportdirektor. „Said ist das eine oder andere Mal an Matthias Ginter hängengeblieben. In der Bundesliga sind die Verteidiger dann doch ein anderes Kaliber, da haben wir sicherlich noch Themen.“
Einen weiteren Sprung hat El Mala nun auch für die Nationalmannschaft gemacht. In der vergangenen Spielzeit ging der Kölner noch für die deutsche U19 auf Torejagd, spielte eine beeindruckende Europameisterschaft, wurde Topscorer. Nun geht es für den 19-Jährigen um sein Debüt bei der U21. „Ich war sehr glücklich, als der Anruf kam, und freue mich, die Chance zu bekommen“, sagt El Mala gegenüber dem DFB. „Toni (Bundestrainer Antonio Di Salvo, Anm. d. Red.) hat mir gesagt, dass ich es aufgrund meiner Leistungen verdient habe und nun auf hohem Niveau zeigen kann, was ich draufhabe. Tatsächlich habe ich mit der Nominierung etwas gerechnet, da ich als einziger meines Jahrgangs nicht für die U20 berufen wurde (lacht).“ Die U21 spielt am Abend gegen Albanien. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass der FC-Profi beim deutschen Nachwuchs auch zum Einsatz kommt.
Die Qualität bringt er mit. Sein Drang in die Eins-gegen-eins-Situationen zu gehen, ist beeindruckend. Der Mut zum direkten Duell, aber auch zum Abschluss kann Spiele entscheiden. „Das kommt vom Bolzplatz. Wenn man wie ich dort früher oft war, dann kommt man manchmal auf solche verrückten Ideen“ (lacht).“, sagt El Mala im Interview mit dem DFB. „Ich versuche, diese Unbekümmertheit auch im Profialltag zu bewahren, indem ich einfach so weitermache, wie ich angefangen habe.“ Schon jetzt deutet sich an, dass die Kölner da mehr als nur einen Rohdiamanten in den eigenen Reihen haben. Nicht umsonst kamen im Sommer aus England die ersten unmoralischen Angebote. Nicht umsonst haben die Kölner die Verträge mit den El-Mala-Brüdern langfristig verlängert. Und das ohne Ausstiegsklausel.
El Mala hat sicherlich die Voraussetzung einer der wertvollsten FC-Profis zu werden. Das deutete vor wenigen Wochen auch Christian Keller an, der den Spieler unter Vertrag genommen hat. Dem Ex-Sportchef scheint ein richtiger Glücksgriff gelungen zu sein. Am Abend hat El Mala also die Chance, den nächsten Schritt zu gehen. Sollte der ähnlich eindrucksvoll gelingen, wird die Euphorie noch schlechter zu bremsen sein. Und einen Traum verrät El Mala auch noch. Er wolle einmal „Champions League spielen“.
Der Kampf um die Spitze der Geißböcke geht in die heiße Phase und wird immer schärfer. Der Beirat des 1. FC Köln hat sich nach einem Gespräch mit den Kandidaten am Mittwoch für das „Team FC” ausgesprochen. So kurz vor der Vollversammlung erhitzt das einige Gemüter im Wahlkampf um die Spitzenpositionen beim 1. FC Köln: Wahlempfehlung des Beirats sorgt für Wirbel.
Den Vorstands-Aspiranten bleiben noch gut drei Wochen, um die Stimmen der FC-Mitglieder bei der Vollversammlung am 27. September für sich zu gewinnen. Je näher der Stichtag rückt, desto mehr scheint sich der Wahlkampf zuzuspitzen. Dazu passt auch die Empfehlung des Beirats des 1. FC Köln. Das Gremium stellt sich hinter das „Team FC“ für die Vorstandswahlen beim 1. FC Köln: Wahlempfehlung des Beirats sorgt für Wirbel.
Drei Teams treten bei der FC-Vorstandswahl gegeneinander an. (Foto: Redaktion, Kandidatencheck des Fanprojekts 1991)
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Von Hendrik Broschart und Simon Bartsch
Bei den diesjährigen Vorstandswahlen des 1. FC Köln treten zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins drei Teams gegeneinander an. Damit einher geht dann auch ein handfester Wahlkampf um die Vorstandspositionen, der nun, knapp drei Wochen vor der Wahl, erheblich an Fahrt aufzunehmen scheint. Am Mittwochnachmittag empfing der FC-Beirat die Teams um die drei Spitzenkandidaten Wilke Stroman, Sven-Georg Adenauer und Jörn Stobbe zu Gesprächen, von denen man sich auf Seiten des Beirates erhoffte, die Kandidaten und ihre Positionen zu zentralen Themen rund um den 1. FC Köln noch ein wenig genauer kennenzulernen.
Nach dem Gespräch veröffentlichte der Beirat, dem unter anderem Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Dr. Klaus Behrenbeck, Michael Mronz, Lionel Souque und Dr. Nicole Grünewald angehören, schließlich eine Stellungnahme, in der er seine Unterstützung für das „Team FC“ aussprach. Aus Sicht des Vereinsorgans bringe das Trio “die besten Voraussetzungen [mit], um den 1. FC Köln als Vorstand in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“.
Irritation bei Team Adenauer
Ein wohl eher ungewöhnlicher Schritt, der auch nicht überall gut ankam. In einem offiziellen Statement kritisierte Sven-Georg Adenauer die Entscheidung des Beirats, öffentlich Stellung zu beziehen, nun am Donnerstag deutlich. Demnach sei diese Maßnahme den Kandidaten gegenüber nicht vorab kommuniziert worden: „Wir sind zutiefst irritiert über das Vorgehen des Beirats, weil wir im Vorfeld des Gesprächs nicht darüber informiert wurden, dass am Ende eine öffentliche Wahlempfehlung durch dieses Gremium abgegeben wird.“ Das ist nach Informationen von come-on-fc.com nicht möglich gewesen, weil sich der Beirat erst nach dem Gespräch und nachdem sich offenbar ein nahezu einheitliches Bild für ein Team abzeichnete zu diesem Schritt entschieden hat. Zudem sind wohl alle Teams über die Empfehlung informiert worden, bevor der Beirat die Empfehlung via FC öffentlich gemacht hat und die Kandidaten haben die Nachricht nach Informationen von come-on-fc.com auch sehr sachlich aufgenommen.
Einstimmig ist das Pro für das Team FC aber auch nicht verlaufen, immerhin war in der Mitteilung die Rede von einer „deutlichen Mehrheit“. In seiner Stellungnahme geht Adenauer noch weiter und bezichtigt den Beirat eines erheblichen Eingriffs in den Wahlkampf: „Wir sind zudem enttäuscht darüber, dass die immer wieder kommunizierte Neutralität des Vereins durch die zugehörigen Gremien erneut verletzt wird. Sowohl Mitgliederrat als auch der Beirat haben eine Wahlempfehlung ausgesprochen und wollen die Wahl damit erheblich beeinflussen“, heißt es in dem Statement. Tatsächlich steht in der Satzung weder etwas davon, dass der Beirat eine Empfehlung aussprechen soll oder darf noch, dass es ihm untersagt ist. Dennoch bleibt mindestens ein Geschmack.
Vorwürfe gegenüber Jörn Stobbe
Damit nicht genug: Adenauer feuerte schließlich auch gegen das vom Beirat befürwortete „Team FC“: „Wir empfehlen dem Beirat dringend über die jeweiligen 45-minütigen Gespräche hinaus die bisherigen Aktivitäten des Teams Stobbe bei anderen Vereinen zu recherchieren, um sich ein vollständigeres Bild zu verschaffen und den Vorschlag zu überdenken“, heißt es weiter. Adenauer spielte womöglich damit auf die Tätigkeit Stobbes bei den Kickers Offenbach und dem Hamburger SV als potenzieller Investor an.
Für Stobbe, Alvermann und Sobeck selbst ist die Rückendeckung des Beirats ein Grund zur Freude. Auf Anfrage von come-on-fc.com begrüßte das Team die Entscheidung des Gremiums: „Wir freuen uns, dass wir nach der Nominierung durch den Mitgliederrat nun auch den Beirat des 1. FC Köln von unseren Inhalten und Zielen überzeugen konnten“, heißt es in einem Statement. Das Team FC geht auf die Vorwürfe des Team Adenauers nicht ein und besteht auf die Urteilsfähigkeit des Beirats: „Der Beirat hat alle drei Teams eingehend geprüft und befragt und ist zu dem klaren Ergebnis gekommen, dass wir als Team FC die besten Voraussetzungen mitbringen, um den 1. FC Köln als Vorstandsteam in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“
Unbeirrt von Adenauers Breitseite will das Team FC alle Augen auf die Wahlen Ende September richten: „Wir bedanken uns für das Vertrauen und die intensiven Gespräche. Nun wollen wir bei der Mitgliederversammlung am 27. September auch die Mitglieder überzeugen.“
Das Team um Wilke Stroman wird sich nach Informationen von come-on-fc.com zu dem Kontext sicher in einem aus ihrer Sicht passenden Moment äußern.
Den Sommer über gab es bereits Wechselgerüchte, nun gibt es den nächsten Tiefschlag für Salih Özcan beim BVB: Der Ex-Spieler des 1. FC Köln ist nicht in der Champions League dabei.
Bei Borussia Dortmund ist Salih Özcan immer mehr außen vor. Das wurde bei der Kadernominierung des Vereins für die Champions League erneut deutlich: Der Ex-Spieler des 1. FC Köln ist nicht in der Champions League dabei. Kommt es dadurch noch zum Wechsel?
Salih Özcan von Borussia Dortmund (Foto: Pedro Salado/Getty Images)
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Vor drei Jahren verließ Salih Özcan nach 15 Jahren im Verein den 1. FC Köln. Das Eigengewächs wollte den nächsten Schritt machen und ging zu Borussia Dortmund. Dort erfüllte der Mittelfeldspieler sich einen Traum: Denn bereits kurz nach seinem Wechsel absolvierte der türkische Nationalspieler seine ersten Einsätze in der Champions League. So richtig durchsetzen konnte er sich beim BVB jedoch nie, blieb immer nur Ergänzungsspieler. Jetzt muss der 27-Jährige den nächsten Rückschlag hinnehmen: Die Schwarz-Gelben nominierten ihn nicht in ihren Kader für die Champions League. Das zeigt, wie gering die Chancen auf Einsatzzeiten des Ex-Kölners sind.
Wechsel in die Türkei noch möglich
Bereits im Sommer hatte es wegen seiner schlechten Aussicht auf Spielzeit Gerüchte um einen Transfer gegeben, auch zum 1. FC Köln. Die Gespräche über eine Rückkehr ans Geißbockheim wurden aber nie so richtig heiß. Stattdessen könnten nun andere Vereine, die an ihm dran gewesen sein sollen, wieder interessant werden. So sollen Galatasaray und Besiktas Istanbul sich mit dem Abräumer beschäftigt haben. Generell wäre für Özcan ein Wechsel in die Türkei noch möglich. Das Transferfenster der Süper Lig hat nämlich noch bis zum 12. September geöffnet. Für Borussia Dortmund wäre es gleichzeitig die letzte Chance, nochmal wirklich Geld mit dem Spieler zu machen, da sein Vertrag nur noch bis 2026 läuft. Aber der BVB ist im Mittelfeldzentrum nicht unfassbar breit besetzt. Der Klub muss also abwägen, ob er mit einem schmaleren Kader in die Spielzeit geht und für den Mittelfeldspieler noch etwas Ablöse einnimmt oder ihn lieber als Back-up bei eventuellen Verletzungen anderer Profis in der Hinterhand behalten möchte.
Türkische Vereine würden bei einer Verpflichtung des Kölner Eigengewächses wiederum davon profitieren, dass der Sechser ihnen als türkischer Nationalspieler bei der Kaderregistrierung hilft. Für den 27-Jährigen wäre es wiederum die Chance auf mehr Einsatzzeit und eine wichtigere Rolle. Das wäre wichtig, damit sich Özcan für die Nationalmannschaft empfehlen kann. Denn im kommenden Sommer steht die WM an. Für die Quali-Spiele in dieser Länderspielpause wurde der Ex-Kölner noch nominiert. Ob das so bleibt, wenn der Mittelfeldspieler weiter in so wenigen Partien im Verein aufläuft wie bisher, dürfte fraglich sein. Ein Abgang könnte sich daher für Özcan lohnen und ist wohl im Bereich des Möglichen.
Vorhang auf für eine neue Saison der Frauen-Bundesliga: Der 1. FC Köln startet am Samstag mit einem Heimspiel im Franz-Kremer-Stadion gegen RB Leipzig in die neue Spielzeit. Das neuformierte Team strebt direkt zum Auftakt einen Dreier als Statement für eine sorgenfreie Saison an.
Es geht nun auch wieder los in der Frauen-Bundesliga: Der 1. FC Köln startet im eigenen Stadion gegen RB Leipzig in die neue Spielzeit.
Laura Vogt im Einsatz für den 1. FC Köln (Foto: Frederic Scheidemann/GettyImages)
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Mit Schwung in eine Saison ohne Sorgen – so lautet der Auftrag für die FC-Frauen vor dem Heimspiel am Samstag gegen Leipzig. Ein Heimsieg gegen Leipzig zum Saisonstart wäre Wind unter die Flügel der Kölnerinnen, um so endlich sorgenfrei durch eine Bundesliga-Spielzeit zu schweben. Im Idealfall entwickeln sich die FC-Frauen sogar zu den Überfliegerinnen der Liga – zumindest schielen die Verantwortlichen insgeheim sicher auf ganz andere Tabellen-Regionen als jene rund um die rote Zone am Ende. Trainerin Britta Carlson, die im Januar kam und nun das Team nach ihren Vorstellungen umbauen konnte, gab sich vor dem Auftakt kämpferisch: „Sicherlich ist Leipzig Favorit, aber wir müssen uns nicht verstecken. Wir haben ein Heimspiel, insofern wollen wir auch dominant auftreten.“
Einmal mehr das Auftaktduell
Kurios: Das Duell Köln gegen Leipzig am ersten Spieltag gibt es bereits das dritte Jahr in Folge. Bisher ist die Bilanz ausgeglichen, beide Teams gewannen jeweils ein Duell mit 2:1. Am Samstag soll das Pendel zugunsten der Kölnerinnen ausschlagen. Dafür ist es jedoch notwendig, dass die FC-Frauen ihre Chancen besser nutzen als noch in der vergangenen Saison. Und auch besser als noch vor einer Woche bei der Generalprobe gegen Utrecht (1:0), als gleich reihenweise gute Chancen ungenutzt blieben.
„Wir wollen einen attraktiven, erfolgreichen Fußball spielen, der nicht nur defensiv ist, sondern auch eigene Offensivaktionen hat, natürlich am besten mit positiven Torabschlüssen“, sagte die Bereichsleiterin Nicole Bender-Rummler im Sommer-Interview. „Der Ball muss im Netz zappeln, denn nur so holen wir Punkte und gewinnen die Spiele – und das begeistert dann auch unsere Fans.“
Marina Hegering führt das Team an
Insbesondere die Neuzugänge Pauline Bremer, Sandra Maria Jessen, die Rückkehrerin Weronika Zawistowska und die Rekonvaleszentin Anna-Lena Stolze stehen hierbei im Fokus. Jessen stieß erst am vergangenen Wochenende neu zur Mannschaft und dürfte sicher noch etwas Eingewöhnungszeit brauchen. Dennoch freute sich auch Carlson über die Verpflichtung der Isländerin: „Das ist eine erfahrene Spielerin, die viel Energie bringt.“ Auch Lydia Andrade, die just vom ersten Gegner Leipzig ans Geißbockheim wechselte, kann hierbei helfen. Die 26-Jährige erzielte zuletzt den späten, aber verdienten 1:0-Siegtreffer gegen Utrecht.
In der Defensive werden die Augen auf Marina Hegering gerichtet sein, den neuen Star im Kölner Dress. Die ehemalige Nationalspielerin wird den FC als neue Kapitänin aufs Feld führen – und soll der Defensive noch mehr Stabilität verleihen. Spannend wird, wer den Kampf um die neue Nummer eins zwischen den Pfosten für sich entscheiden wird: Aurora Mikalsen kam erst im Winter und war bisher Stamm-Torhüterin. Mit Lisa Schmitz verpflichtete der FC im Sommer jedoch eine weitere erfahrene Schlussfrau, die ebenfalls Ambitionen auf einen Stammplatz anmelden dürfte.