Vom Aufstiegshelden aufs Abstellgleis? Etablierte Spieler wie Pacarada, Heintz und Co müssen sich dem Konkurrenzkampf stellen

Leart Pacarada und Dominique Heintz im Kölner Trainingslager
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Vom Aufstiegshelden aufs Abstellgleis? Etablierte Spieler wie Pacarada, Heintz und Co müssen sich dem Konkurrenzkampf stellen

Mit Rav van den Berg hat der FC bereits zehn Neuverpflichtungen getätigt. Das könnte auch Konsequenzen für einige langjährige Spieler haben beim 1. FC Köln: Einigen Aufstiegshelden droht das Abstellgleis.

In der abgelaufenen Saison wurden sie noch gefeiert, jetzt müssen sie um ihren Platz kämpfen beim 1. FC Köln: Einigen Aufstiegshelden droht das Abstellgleis. Denn der FC rüstet in allen Mannschaftsteilen gehörig für die Bundesliga auf.

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Er war in der abgelaufenen Saison einer der Dauerbrenner beim 1. FC Köln: Mit acht Vorlagen in 31 Einsätzen hatte Leart Pacarada einen gehörigen Anteil am Kölner Aufstieg. Ein Jahr zuvor in der Abstiegssaison hatte der Linksverteidiger seinen Stammplatz an Max Finkgräfe verloren. Doch in der zweiten Liga blühte der 30-Jährige auf und verdrängte mit guten Leistungen auch seinen jungen Konkurrenten wieder auf die Bank. Nun möchte der kosovarische Nationalspieler in der kommenden Spielzeit zeigen, dass er auch in der Bundesliga überzeugen kann. Doch das Blatt könnte sich erneut gegen Pacarada wenden. Denn mit Kristoffer Lund hat der FC bereits einen Linksverteidiger mit Ambitionen auf die Startelf verpflichtet und auch das Interesse an Derrick Köhn ist noch nicht gänzlich vom Tisch. Ersterer könnte Pacarada seinen Stammplatz jetzt schon streitig machen. Pacarada wurde für die Begegnung gegen Regensburg nicht nominiert.

Große Konkurrenz in der Defensive

Es könnte darum eng werden für Pacarada. Erst Recht, wenn wie geplant noch ein weiterer Linksverteidiger kommen sollte. Aber auch so ist nicht klar, auf wie viel Einsatzzeit der 30-Jährige kommen wird. Lund spielte gegen die Lombarden gut, zeigte sich vor allem offensiv gefährlich. Und auch in der Innenverteidigung, wo der kosovarische Nationalspieler in der Vorbereitung wie beim Spiel gegen Atalanta öfter ran musste, hat der FC mit Cenk Özkacar einen Linksfuß geholt. Der saß zwar im letzten Testspiel des Sommers noch auf der Tribüne, dürfte aber jetzt den Konkurrenzkampf anheizen. Und gegen Bergamo spielte auch Tom Krauß eine gute Rolle als linker Innenverteidiger. Darüber hinaus kommt auch noch Rav van den Berg dazu, der bei einer Ablösesumme von bis zu zehn Millionen Euro zumindest mittelfristig für die Startelf im Abwehrzentrum eingeplant sein dürfte. Wenn Pacarada also nicht noch wechseln sollte, könnte er in der Bundesliga trotz seiner guten Aufstiegssaison aufs Abstellgleis geraten.

Ähnlich geht es Dominique Heintz und Julian Pauli. Nachdem Letzterer vor allem vor seiner längeren Verletzung in der Hinrunde 2024/25 überzeugte, trug der Routinier vor allem nach dem ersten Drittel der Saison als Stammspieler zum Aufstieg bei. Durch die Verstärkungen in der Innenverteidigung könnte es wie bei Pacarada nun aber für beide eng werden. Bei Heintz steht sowieso die Frage im Raum, ob er noch die Qualität für die höchste deutsche Spielklasse hat. Besonders das Tempo des 32-Jährigen könnte zum Problem werden. Es könnte daher gut sein, dass der Linksfuß gegenüber Neuzugängen wie Özkacar und van den Berg das Nachsehen hat. Pauli dagegen hat bis jetzt noch nie in der Bundesliga gespielt. Es ist also nicht klar, ob das Talent schon die Reife für die erste Liga hat. Außerdem verpasste der 20-Jährige mit einem im Trainingslager erlittenen Bänderriss weite Teile der Vorbereitung und bekam so nicht die Chance, sich zu empfehlen. So droht auch dem Youngster ein Platz auf der Bank. Auch wenn die Kölner ihn deshalb vielleicht noch für Spielpraxis verleihen könnten.

Keine sicheren Plätze im zentralen und offensiven Mittelfeld

Das dürfte bei Denis Huseinbasic keine Option sein. Der 24-Jährige war in der abgelaufenen Spielzeit im zentralen Kölner Mittelfeld gesetzt und steuerte drei Tore und eine Vorlage bei. Nun ist die Konkurrenz jedoch deutlich größer und namhafter. Mit Tom Krauß kam ein potenzieller Stammspieler mit Bundesliga-Erfahrung dazu. Und Isak Johannesson war 2024/25 einer der besten Spieler der zweiten Liga, der gerade mit seiner Kreativität eine wichtige Facette ins Kölner Spiel bringen könnte. Außerdem gibt es ja sowieso noch den unumstrittenen Eric Martel. Huseinbasic hat natürlich schon eine Chance, auf Einsatzzeiten zu kommen. Dafür müsste er sich aber im Vergleich zur vergangenen Saison steigern, um nicht am Ende hinter den anderen nur Reservist zu sein. Gegen Regensburg reichte es nicht für den Kader.

Ein Konkurrenzkampf droht auch Linton Maina. Auch wenn der Außenspieler in der zweiten Liga wahrscheinlich der wichtigste Feldspieler des FC war. Aber gerade in der Offensive hinter der Spitze hat Trainer Lukas Kwasniok einige Optionen. Jakub Kaminski, Marius Bülter, Jan Thielmann, Said El Mala, Florian Kainz, Luca Waldschmidt und je nach Positionierung auch Johannesson – die Liste ist lang. Da kann auch ein Profi mit zweifellos vorhanden guten Anlagen wie Maina Probleme bekommen. So musste er im Test gegen Bergamo und auch schon zuvor in der Vorbereitung auf die linke Schienenspieler-Position ausweichen. Aber auch dort gibt es jetzt mit Lund und potenziell Köhn wie bereits beschrieben mehr Auswahl für den Coach. Trotzdem ist davon auszugehen, dass der 26-Jährige seine Chancen bekommen wird. Diese muss der Linksaußen aber auch nutzen. Ansonsten droht ihm wie einigen anderen Aufstiegshelden in der kommenden Saison die Bank.

Als Kapitän ausgebootet, wirklich eine Stammplatzgarantie? – Wie geht es weiter mit Timo Hübers beim 1. FC Köln?

Wie sieht die Zukunft von Timo Hübers beim 1. FC Köln aus?
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Als Kapitän ausgebootet, wirklich eine Stammplatzgarantie? – Wie geht es weiter mit Timo Hübers beim 1. FC Köln?

Timo Hübers musste die Kapitänsbinde abgeben. Der Abwehrspieler erhielt aber die Auszeichnung „gesetzt“. Dennoch dürften die aktuellen Entwicklungen zum Denken anregen beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Timo Hübers?

Er gilt zurzeit als gesetzt, doch die Konkurrenz ist groß und er musste die Kapitänsbinde abgeben beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Timo Hübers?

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An der Personalie Timo Hübers wollte Lukas Kwasniok am Freitag gar keine Zweifel aufkommen lassen. Die Leistung des Abwehrspielers sei „1A mit Sternchen und da gibt es auch kein Wenn und Aber, er ist absolut gesetzt genauso wie Eric auch“, sagte der Coach am Freitag, nachdem er kurz zuvor auch offiziell bekannt gegeben hatte, dass Marvin Schwäbe künftig Kapitän der Geißböcke sei. Der Stellvertreter heißt Rob-Robert Zieler und die Kontaktperson für den Schiedsrichter auf dem Feld wird also Eric Martel sein. Timo Hübers ist also nach nur einer Spielzeit das Amt des Spielführers wieder los. „Das hängt einfach damit zusammen, dass Eric als Sechser näher zu allen Konstellationen und Situationen auf dem Platz hinzukommen kann als ein Hübi als Innenverteidiger“, so der Trainer weiter, sicher auch in dem Bemühen, weiteren Spekulationen den Wind aus den Segeln zunehmen.

Wie ist die Zukunftsplanung?

„Wenn Hübi oder Eric Kapitäne geblieben wären, müsste ich spätestens im Oktober oder November ganz viele Fragen beantworten. Wann verlängert der Kapitän seinen Vertrag? Kann man als Kapitän in der Rückserie mit auslaufendem Vertrag überhaupt eine gute Leistung bringen?“, so der Coach weiter. „Dann muss man ruhig und sachlich eine Entscheidungen fällen, die nicht nur kurzfristig Auswirkungen hat, sondern auch wirklich langfristig und diese Thematik haben wir damit auch umgangen.“ Restlos glücklich wird Hübers mit der Entscheidung vermutlich nicht sein. Auch, wenn zuletzt gerade die älteren Spieler genauso wie der Trainer nicht müde wurden, zu betonen, dass es keine Binde brauche, um eine Leaderrolle zu übernehmen.

Und dennoch drängt sich die Frage auf, wie Hübers seine Zukunft bei den Geißböcken sieht. Vor wenigen Wochen waren Spekulationen über einen möglichen Abschied hochgekocht. Hintergrund war ein Podcast, in dem der Abwehrspieler einfach nur betonte, sich durchaus vorstellen zu können, auch noch mal im Ausland gegen den Ball zu treten. Aufgrund seines im Sommer 2026 auslaufenden Vertrags entstand offenbar die Idee eines Wechselwunsches, den Hübers (zumindest offiziell) aber nicht hinterlegt hat. Abwegig ist ein verfrühter Abschied allerdings auch nicht. Denn der Innenverteidiger muss nicht nur die Binde abgeben, die Konkurrenz auf seiner Position ist ungleich größer als noch in der Vorsaison, in der Hübers zudem ebenfalls nicht unumstritten war.

Viel Konkurrenz in der letzten Kette

Kwasniok betonte also, dass Hübers „absolut gesetzt“ sei. Allerdings sprach der Trainer in den vergangenen Wochen auch immer wieder von Rotation und einer flexiblen Stammelf. Zählt man Tom Krauß dazu, der zwar etatmäßig Mittelfeldspieler ist, aber eine hervorragende Rolle in der Abwehrreihe spielte, kommt der FC aktuell auf neun Akteure, die in der Innenverteidigung spielen können. Mit Rav van den Berg haben die Kölner einen jungen Spieler geholt, dem ganz offensichtlich viel zugetraut wird. Immerhin haben die FC-Bosse tief in die Tasche gegriffen. Krauß und Joel Schmied spielten in der Vorbereitung stark in der Innenverteidigung, mit Cenk Özkacar gibt es einen weiteren Neuzugang. Zurzeit dürfte der Abwehrchef der vergangenen Saison seinen Stammplatz sicher haben, doch der ist alles andere als in Stein gemeißelt.

Gerüchte über einen Abschied gibt es genauso wenig wie einen konkreten Abschiedswunsch. Zufriedenheit ist in der aktuellen Konstellation aber eben auch nicht garantiert. Faktoren, die zumindest eine Rolle auf künftige Vertragsverhandlungen haben können.

„Spüre Aufbruchstimmung“: U21 will gegen Siegen zurück in die Erfolgsspur

Die U21 des 1. FC Köln beim Training
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„Spüre Aufbruchstimmung“: U21 will gegen Siegen zurück in die Erfolgsspur

Die Reserve des 1. FC Köln will neun Tage nach der 0:5-Abreibung bei der U21 des SC Paderborn ein anderes Gesicht zeigen und im zweiten Heimspiel den zweiten Sieg einfahren. Am Sonntag ist der Aufsteiger Sportfreunde Siegen zu Gast im Franz-Kremer-Stadion. Die Talente werden dabei auf stimmgewaltigen Support verzichten müssen beim 1. FC Köln: Die U21 empfängt die Sportfreunde Siegen.

Am Sonntag um 14 Uhr steht für die Reserve der Geißböcke das nächste Duell auf dem Plan. Und es herrscht Aufbruchsstimmung beim 1. FC Köln: Die U21 empfängt die Sportfreunde Siegen.

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Der bittere Abend in Paderborn hing der jungen Kölner Mannschaft auch beim Wochenstart noch in den Knochen. „Man hat schon gesehen, dass das bei dem einen oder anderen noch in den Klamotten ist“, konstatierte Trainer Evangelos Sbonias und verriet: „Es ist schon so, dass wir Anfang der Woche und direkt nach dem Spiel ein Stück weit mit der Mannschaft hart ins Gericht gegangen sind und die Dinge klar angesprochen haben. Wir haben die Dinge mit der Mannschaft aufgearbeitet.“ Bei der Frage, wie eine derart junge Mannschaft eine solche Demontage wegstecke, verwies der Coach auf das kommende Heimspiel gegen die Sportfreunde Siegen: „Das werden wir sehen, was die Jungs auf Parkett bringen werden.“

„Wichtig ist, aus solchen Fehlern zu lernen“

Sbonias und seine Schützlinge hätten den Blick nach der Aufarbeitung allerdings auch schnell wieder nach vorne gerichtet: „Ich spüre schon wieder Aufbruchstimmung für das Spiel gegen Siegen und nicht mehr die großen Nachwehen von dem Spiel gegen Paderborn.“ Einer der Pechvögel des vergangenen Freitags war Max Lippert. Der Linksverteidiger verursachte mit zwei Fehlpässen gleich zwei Gegentore, wurde nach dem 0:3 direkt ausgewechselt. „Ich habe nicht separat nochmal mit Max gesprochen“, verriet Sbonias, „es gibt auch kein Patentrezept, das man einem so jungen Spieler in die Hand gibt. Das sind Fehler, die passieren, die haben natürlich auch etwas mit dem Alter und der Unerfahrenheit zu tun“, erklärte der Trainer in Bezug auf den 19-Jährigen, „wichtig ist einfach, aus solchen Fehlern zu lernen und sie im besten Fall schnell abzuschalten.“

Grundsätzlich, betonte Sbonias, gefalle ihm das Wort Reaktion als Aufgabe für das kommende Heimspiel nicht: „Es ist ein sehr großes Wort, weil man aufgrund der Altersstruktur immer diese Schwankungen hat.“ Zugleich sagte der Trainer jedoch auch: „Es ist schon so, dass wir eine klare Erwartungshaltung haben, das Ganze alle zusammen gegen Siegen besser zu machen und unsere Inhalte konstanter auf den Platz zu bringen und die gravierenden Fehler schnellstmöglich abzuschalten, um konkurrenzfähig zu sein.“ Es gelte, „unser Spiel aufzudrücken und das am besten mit drei Punkten zu belohnen“.

Dabei mahnte der Übungsleiter jedoch auch: „Siegen ist kein klassischer Aufsteiger. Die erste Elf ist mit sehr viel Qualität gespickt, viel Erfahrung aus höheren Ligen, viele Spieler aus der Regionalliga.“ Die Sportfreunde seien „sehr erfahren, in der vordersten Reihe mit viel Speed und auch Spielwitz ausgestattet“. Entsprechend werde „unsere Bestleistung“ benötigt, „um die Punkte bei uns im Franz-Kremer-Stadion zu behalten“. Auf akustischen Support werden die Kölner dabei diesmal anders als in den Vorwochen verzichten müssen. Da die Bundesliga-Mannschaft des FC zeitgleich zum DFB-Pokal-Spiel bei Jahn Regensburg antritt, wird die aktive Fanszene der U21 diesmal höchstwahrscheinlich fernbleiben.

Dafür entspannt sich jedoch die Personalsituation beim FC: „Luca Lechner, Nick Zimmermann und Etienne Borie sind wieder im Training“, berichtete Sbonias, „da müssen wir schauen, wie weit sie schon in Frage kommen für den Kader.“ Definitiv fehlen werden weiterhin die Langzeitverletzten Youssoupha Niang, Bernie Lennemann, Artem Belousov, Cenny Neumann und Gabriel Miocevic.


Lukas Kwasniok bremst die Euphorie um Rav van den Berg

Fans beim Training des 1. FC Köln im neuen Jersey
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Lukas Kwasniok bremst die Euphorie um Rav van den Berg

Mit Rav van den Berg haben die Kölner spät in der Transferphase ihren Königstransfer gelandet. Um den Niederländer herrscht sicherlich auch aufgrund der hohen Ablöse jetzt schon mächtig Euphorie. Das geht den Verantwortlichen ein bisschen zu schnell beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bremst Euphorie um Rav van den Berg.

Bevor er überhaupt gegen einen Ball im Trikot des FC getreten hat, entwickelt sich der Niederländer schon zum Publikumsliebling beim 1. FC Köln: Doch Lukas Kwasniok bremst Euphorie um Rav van den Berg.

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Natürlich hatten das gute Wetter und die Sommerferien einiges dazu beigetragen, doch sicherlich waren am Donnerstag und Freitag auch zahlreiche Fans ans Geißbockheim gekommen, um den neuen Innenverteidiger bei den ersten Einheiten auf dem Platz zu sehen. Die Hoffnung in den 21-Jährigen Niederländer ist groß. Und das, obwohl Rav van den Berg zuletzt seine Erfahrung in der zweitklassigen Championship sammelte. Das Potenzial des Abwehrspielers muss groß sein, sonst hätte sich der FC die Dienste des Spielers nicht an die zehn Millionen Euro kosten lassen. Englische Medien berichten hartnäckig weiter von rund zwölf Millionen. Und schon die exorbitante Ablösesumme, immerhin die dritthöchste, die der FC je auf den Tisch gelegt hat, hat eine regelrechte Euphorie entfacht. So waren am Freitag zahlreiche Fans zum Geißbockheim und zum Dom, wo die obligatorische Andacht stattfand, gepilgert und hatten sich zuvor mit „van den Berg“-Domtrikots eingedeckt.

Keine „Wunder-Dinge erwarten“

Ob der Niederländer aber schon im Pokalspiel am Sonntag bei Jahn Regensburg zum Einsatz kommt, erscheint mindestens fraglich. Zumindest trat Kwasniok auf der obligatorischen Pressekonferenz mächtig auf die Euphoriebremse. „Ich möchte den Hinweis geben, dass gerade Rav van den Berg in den vergangenen drei Wochen nur individuell trainiert hat, nicht mehr am Mannschafts-Training zugelassen war. Deshalb sollten wir da eben auch keine Wunder-Dinge – weder von ihm noch von uns – erwarten, sondern da gilt es, ihn verantwortungsvoll dorthin zu bringen, wo wir ihn hinhaben wollen. Ich glaube, dass das eher in Richtung Länderspielpause sein wird, dass er bei 100 Prozent sein kann“, sagte Kwasniok. Die Begegnung gegen den Drittligisten dürfte für van den Berg somit deutlich zu früh kommen. Der Niederländer war bei Middlesbrough aus dem Trainingsbetrieb genommen worden, weil er sich um seine Zukunft kümmern sollte.

Die ist mittlerweile bekanntlich geklärt. Für fünf Jahre hat van den Berg beim FC unterschrieben. Es ist aber durchaus davon auszugehen, dass der Neuzugang auch schon vor der Länderspielpause zum Einsatz kommen wird. Einsatzzeit könnte dagegen Cenk Özkacar sammeln. Der Türke war auch spät vom FC verpflichtet worden. „Bei Cenk sieht es ein bisschen anders aus. Er hat zwar keine Spiele bestritten in den vergangenen Wochen, aber war schon Teil des Mannschafts-Trainings. Deshalb ist er da schon ein Stück weiter“, so Kwasniok. Ein Einsatz von Beginn an käme aber auch bei Özkacar überraschend.


Hype ums Ausweichtrikot des 1. FC Köln: Rekordstart und lange Wartezeiten

Das neue Ausweichtrikot des 1. FC Köln
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Hype ums Ausweichtrikot des 1. FC Köln: Rekordstart und lange Wartezeiten

Der Andrang ist riesig: Heute Morgen hat der FC das neue Ausweichtrikot vorgestellt und direkt gibt es lange Schlangen vor den Fanshops, um ein Trikot zu ergattern. Und schnell wurde klar beim 1. FC Köln: Das Ausweichtrikot bricht schon jetzt Rekorde.

Bei seiner ersten Pressekonferenz beim FC vor einem Pflichtspiel hatte Lukas Kwasniok sich ein ganz besonderes Outfit zurechtgelegt: das neue Ausweichtrikot der Kölner. Und nicht nur der Trainer scheint es zu mögen, auch die Fans sind begeistert beim 1. FC Köln: Das Ausweichtrikot bricht schon jetzt Rekorde.

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Wie der FC bekannt gab, seien nach der Veröffentlichung um 9 Uhr heute morgen bereits 7000 „Dom-Trikots“ verkauft worden. Und das innerhalb einer Stunde, noch bevor die Fanshops überhaupt aufgemacht hatten! Damit bricht das Ausweichtrikot schon jetzt alle Rekorde. Denn bisher lagen die meisten verkauften Exemplare eines neuen Jerseys bei 6000. Das war beim Jubiläumstrikot und beim Poldi-Trikot der Fall. Die 6000 Verkäufe gab es aber nach einem gesamten Tag, nicht wie die 7000 beim neuen Rekordträger innerhalb von nur einer Stunde. Der Unterschied wird also während des restlichen Freitags sehr wahrscheinlich noch weiter anwachsen.



Lange Schlangen und Wartezeiten an den Fanshops

Der Hype lässt sich auch an den Fanshops ablesen. So gibt es zum Beispiel am Geißbockheim eine lange Schlange an Fans, die vor dem Fanshop warten, um auch ein Exemplar zu bekommen. Und nicht nur dort ist der Andrang riesig. So erzählte ein Fan davon, dass es beim Fanshop in der Kölner Innenstadt eine Wartezeit von zweieinhalb Stunden gab, um das Trikot beflocken zu lassen – und das unmittelbar nach Öffnung des Fanshops. In dem Fall ärgerlich: Der Fan erhielt die Info über die Wartezeit erst nach Bezahlung des Trikots inklusive Flock.

Fans beim Training des 1. FC Köln im neuen Jersey
Fans beim Training des 1. FC Köln im neuen Jersey

Neben dem Andrang wird das Trikot auch in den sozialen Medien gefeiert. Damit ist das letzte offizielle Jersey, dass Ausrüster Hummel für den FC hergestellt hat, schon jetzt ein großer Erfolg. Das Design in Schwarz und Gold und die Hommage an den Kölner Dom scheint genau den Nerv der Fans zu treffen. So feiert die dänische Firma einen gelungen Abschied als FC-Ausstatter. Ab nächstem Jahr übernimmt diese Rolle dann wieder Adidas.

Ron-Robert Zieler spielt am Sonntag gegen Regensburg, wird Vize-Kapitän und Pokal-Torwart

Ron-Robert Zieler im Test gegen Fortuna Köln
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Ron-Robert Zieler spielt am Sonntag gegen Regensburg, wird Vize-Kapitän und Pokal-Torwart

Lange hatte sich Lukas Kwasniok Zeit gelassen, einen Kapitän zu ernennen. Gestern berichtete dann Sky, dass es wohl Torwart Marvin Schwäbe wird – mit Ron-Robert Zieler als Stellvertreter. Heute gab es dann die offizielle Bestätigung und mehr beim 1. FC Köln: Zieler spielt am Sonntag und wird Vize-Kapitän.

Nach langer Vorbereitung geht es am Sonntag endlich wieder los für den FC. Davor hatte Trainer Lukas Kwasniok aber noch eine Frage zu beantworten: die Kapitänsfrage. Nachdem es einen Tag vorher schon öffentlich durchgeklungen war, gab es nun die Bestätigung von Marvin Schwäbe und eine kleine Überraschung beim 1. FC Köln: Ron-Robert Zieler spielt am Sonntag und wird Vize-Kapitän.

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Eine kleine Überraschung hatte Lukas Kwasniok vor dem Spiel gegen Regensburg parat. Zum einen bestätigte der Coach die bereits zuvor öffentlich gewordene Entscheidung, dass Marvin Schwäbe Kapitän und Ron-Robert Zieler sein Stellvertreter wird. Zum anderen gab es bei Letzterem auch noch mehr zu verkünden. „Ron ist die Zwei als Torhüter und unser Pokaltorhüter und wird die Mannschaft am Sonntag aufs Feld führen. Denn er ist der zweite Kapitän“, sagte Kwasniok.

Bestes Torwart-Duo der abgelaufenen Zweitliga-Saison

Mit der Ernennung von Zieler zum Pokal-Torwart haben wohl nur wenige gerechnet. Trotzdem ergibt die Entscheidung Sinn, da der FC mit dem Ex-Hannoveraner einen zweiten Torwart im Kader hat, der eigentlich noch zu gut ist, um sich bei einem Verein nur auf die Bank zu setzen. So erhält der Routinier auch Spielzeit – mindestens schonmal eine Partie, je nachdem, wie das Spiel am Sonntag ausgeht, vielleicht noch mehr.

Auch, warum er sich für Schwäbe und Zieler und gegen den früheren Kapitän Timo Hübers entschieden hatte, erklärte Kwasniok: „Ich wollte aber zwei Dinge untermauern damit. Ich finde, wir haben das beste Torwartduo der vergangenen Zweiliga-Saison hier mit dabei. Beide Jungs stellen was dar. Das sind wahre Kanten, wahre Männer. Die Druck Stand halten können, die schon viel Lebenserfahrung haben. Und ich wollte diese Leistung auf der einen Seite belohnen, auf der anderen Seite ihr Verhalten auf und außerhalb des Trainingsplatzes in so ganz vielen kleinen Momenten der Vorbereitung. Ron und Marvin sind brutale Persönlichkeiten und helfen einfach der Mannschaft, strahlen was aus. Und das ist in keinster Form irgendwas gegen Hübi oder Eric, sondern eben für die zwei.“

Martel darf mit dem Schiedsrichter reden

Mit der Ernennung wollte Kwasniok eine bestimmte Sache, die wohl aufgetreten wäre, wenn er Hübers oder Eric Martel zum Kapitän gemacht hätte. „Spätestens im Oktober oder November müsste ich ganz viele Fragen von euch beantworten, wann verlängert der Kapitän seinen Vertrag. Kann man als Kapitän in der Rückserie überhaupt eine gute Leistung bringen? Und so weiter und so fort“, so der Coach. Durch die Entscheidung möchte Kwasniok diese Diskussionen umgehen.

Neben der Ernennung von Schwäbe und Zieler bestätigte der Trainer auch die Entscheidung für Martel als den Feldspieler, der auf dem Platz mit dem Schiedsrichter reden darf. „Das hängt einfach damit zusammen, dass Eric als Sechser näher zu allen Konstellationen und Situationen auf dem Platz hinzukommen kann als ein Hübi als Innenverteidiger. Das heißt, er hat einen deutlich längeren Weg. Ich bin sowohl mit der Leistung von Eric als auch mit der Leistung von Hübi mehr als nur einverstanden. Die beiden haben wirklich eine top Vorbereitung gespielt“, sagte der Coach. Beide seien absolut gesetzt.

So sehen die Ausweichtrikots des 1. FC Köln für die Saison 25/26 aus

Ausweichtrikot des 1. FC Köln 2025/26
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So sehen die Ausweichtrikots des 1. FC Köln für die Saison 25/26 aus

Pünktlich vor dem DFB-Pokalspiel gegen Jahn Regensburg am Sonntag gibt es das neue Jersey beim 1. FC Köln: So sehen die Ausweichtrikots der Saison 25/26 aus. Das Outfit ist bereits im Fanshop der Geißböcke zu haben.

Wenige Tage vor dem ersten Pflichtspiel der Saison stellt der FC nun auch das dritte Jersey vor. Doch nicht nur das Duell gegen Regensburg ist Grund für den Veröffentlichungstermin beim 1. FC Köln: So sehen die Ausweichtrikots der Saison 25/26 aus.

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Zwei Tage vor dem Start in die Pflichtspiel-Saison mit dem DFB-Pokal-Duell gegen Jahn Regensburg am Sonntag gibt es nun auch offiziell das neue Ausweichtrikot beim 1. FC Köln. Nachdem bereits die beiden anderen Trikots geleaked wurden, ist auch das Design des dritten Jerseys nicht mehr ganz überraschend. Erneut hatte es einen Leak von „Inside Müngersdorf“ gegeben, dass das Trikot in schwarz-Gold daherkommt. Nicht bekannt geworden waren die in einem dezenten Muster zu erkennenden Säulenstrukturen, die gotischen Fenster, die Wasserspeier und der „Decke Pitter“ des Kölner Doms – die größte und bekannteste Glocke im Dom, die Petersglocke – die in den Trikotstoff eingearbeitet sind.

Historischer Trikotlaunch

Die Logos des 1. FC Köln und von Partner hummel wurden mit goldenem Garn gestickt, die Silhouette des Kölner Doms, der Schriftzug „15. August 1248 – 777 Jahre – 15. August 2025“ im Nackenband und die Logos der Partner sind ebenfalls in Gold gehalten. Die Resonanz auf das geleakte Trikot war in den Sozialen Medien sehr positiv ausgefallen. Das letzte Trikot des Ausrüsters hummel ist eine Hommage an den Kölner Dom und wurde in Kooperation mit diesem entworfen. Denn gemeinsam mit dem Kölner Wahrzeichen feiert der FC ein doppeltes Jubiläum: Das 77. Vereinsjubiläum und den 777. Jahrestag der Grundsteinlegung des Kölner Doms fallen in diesem Jahr zusammen.

„Der Dom bedeutet Verbundenheit und Tradition. Er ist das Wahrzeichen unserer Heimat. Der Dom trägt Köln weit über die Stadtgrenzen hinaus und jetzt tragen wir ihn. Wir möchten damit seine Historie und seine Symbolkraft für die Kölnerinnen und Kölner würdigen. Es ist für uns gleichermaßen eine Ehre und eine große Freude, dieses besondere Trikot in der Bundesliga zu tragen“, sagt FC-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld.

Ausweichtrikot des 1. FC Köln 2025/26 (Foto: 1. FC Köln)
Ausweichtrikot des 1. FC Köln 2025/26 (Foto: 1. FC Köln)

Verbindung zwischen Verein und Stadt

Zum letzten Mal wird der FC vorerst von der dänischen Firma hummel ausgestattet. Ab der kommenden Saison ist Adidas wieder der Ausrüster der Geißböcke. „Dieses Trikot würdigt die starke Verbindung zwischen einem Verein, einer Stadt und ihrem bekanntesten Wahrzeichen. Die Zusammenarbeit mit dem 1. FC Köln bei dieser einzigartigen Hommage an den Kölner Dom war ein absolutes Privileg. Es spiegelt die Identität, Einheit und Tradition wider, die sowohl den Verein als auch die Stadt auszeichnen“, sagte Morten Lund, Marketing Director bei hummel. „Wir hoffen, dass die Menschen in Köln dieses Trikot nicht nur mit Stolz für den Verein, sondern auch mit Liebe für ihre Stadt tragen werden.“

Und auch der Dombaumeister Peter Füssenich betont die Parallelen zwischen Dom und FC: „777 Jahre Kölner Dom und 77 Jahre 1. FC Köln – zwei Bauwerke der kölschen Seele. Beide brauchen Geduld, Ausdauer und Zusammenhalt. Als Dombaumeister weiß ich: Solche Bauwerke wachsen über Generationen. Wie der Dom, so lebt auch der FC von stetiger Hingabe. Ich freue mich, dieses Doppeljubiläum gemeinsam zu feiern – mit Respekt vor der Geschichte und dem Blick nach vorn.“

Unsere Gewinner der Vorbereitung des 1. FC Köln

Jakub Kaminski spielt für den 1. FC Köln
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Unsere Gewinner der Vorbereitung des 1. FC Köln

Mit dem Pokalspiel gegen Jahn Regensburg startet der FC am kommenden Sonntag in die Pflichtspiele. In den vergangenen Wochen gab es bei den Akteuren einige Lichtblicke für den 1. FC Köln: Das sind die Gewinner der Vorbereitung.

Fünf Siege in sechs Testspielen – rein ergebnistechnisch blickt der FC auf eine positive Vorbereitung zurück und einige Akteure nutzen die Zeit, sich in den Vordergrund zu spielen beim 1. FC Köln: Das sind die Gewinner der Vorbereitung.

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Jakub Kaminski: Der Pole wechselte im Sommer auf Leihbasis vom VfL Wolfsburg zum FC. Auch, um die Karriere noch einmal anzukurbeln. Gerade in der zweiten Halbzeit der vergangenen Saison kam der polnische Nationalspieler bei den Niedersachsen nur selten über die Rolles des Jokers hinaus. Beim FC brennt Kaminski nun ganz offensichtlich auf viel Einsatzzeit. Denn mit seinen starken Leistungen wird Trainer Lukas Kwasniok nur schwerlich an dem Schienenspieler vorbeikommen. Neben Spielfreude überzeugte der 23-Jährige mit einer beeindruckenden Torgefahr – sowohl als Schütze als auch als Vorlagengeber. Gut, dass der FC sich eine Kaufoption vertraglich gesichert hat.

Leidenschaft, Einsatz und Arbeitswille

Joel Schmied: Der Schweizer wurde im Winter als Verstärkung für die Innenverteidigung nachverpflichtet. Doch so richtig rund wollte es für Schmied in der Rückrunde nicht laufen. Der Abwehrspieler fiel immer wieder durch Unkonzentriertheiten auf, verursachte unter anderem Elfmeter, war nicht unschuldig an dem ein oder anderen Gegentor. Dementsprechend gab es durchaus Zweifel, ob Schmied ein Faktor in der Bundesliga sein werde. In der Vorbereitung zeigt der Schweizer allerdings ein ganz anders Gesicht. Von den Innenverteidigern ist Schmied nicht nur der souveränste, der 26-Jährige präsentierte sich stark in den Zweikämpfen und war wichtig im Aufbauspiel. Schmied könnte sich so einen Startelf-Platz für Regensburg verdient haben.

Jan Thielmann: Der mittlerweile Ex-U21-Nationalspieler startete aufgrund der Europameisterschaft erst verspätet in die Vorbereitung. Dennoch schaffte es Thielmann, Trainer Kwasniok von seine Qualitäten insbesondere in Sachen Leidenschaft, Einsatz und Arbeitswille zu überzeugen. Der Kölner Coach wird zumindest nicht müde, die Qualitäten des Kölner Eigengewächses hervorzuheben. Auch wenn bei Thielmann nicht alles rund laufen will, hat er mit Kwasniok einen starken Befürworter und rechtfertigte gegen Bergamo seine Startelf-Aufstellung.

Mehr als nur ein Backup

Tom Krauß: Der Mittelfeldspieler wurde wie unter anderem Kaminski ausgeliehen, allerdings gibt es im Gegensatz zum Polen bei Krauß eine Kaufpflicht. Bislang kam der gebürtige Leipziger allerdings nicht wie erwartet zum Einsatz, Krauß spielt in den Planungen von Trainer Kwasniok offenbar in der Innenverteidigung eine zentrale Rolle. Der 24-Jährige gestaltet fast schon Libero-like das Spiel. Eine Rolle, die in der vergangenen Saison unter Gerhard Struber gerne von Eric Martel übernommen wurde. Durch die Verpflichtung von Tom Krauß kann Martel nun auch offensivere Aufgaben übernehmen. Ob der etatmäßige Mittelfeldspieler in der Saison dann auf viel Einsatzzeit kommt, hängt sicherlich auch von weiteren möglichen Neuverpflichtungen ab, denn bekanntlich hat der FC mit Rav van den Berg noch einmal nachgelegt.

Sebastian Sebulonsen: Der Norweger ist erst seit wenigen Wochen bei den Geißböcken, hat sich aber zumindest sportlich bestens eingefügt. Der 25-Jährige ist ganz sicher mehr als der gesuchte Backup für Jusuf Gazibegovic. Vielmehr hat Sebulonsen das direkte Duell mit dem Bosnier bereits angenommen und könnte nach seinen bisherigen Auftritten durchaus die Nase vorne haben. Gerade in der Vorwärtsbewegung sorgte der Norweger für deutlich mehr Gefahr als Gazibegovic.


Justin Diehl nur ein Beispiel: Große Erwartungen nach Abgang vom 1. FC Köln bleiben unerfüllt

OF Justin Diehl jubelt für den VfB Stuttgart gegen den VfL Bochum (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
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Justin Diehl nur ein Beispiel: Große Erwartungen nach Abgang vom 1. FC Köln bleiben unerfüllt

Vor einem Jahr war er das nächste große Talent, das den FC verlassen hatte: Justin Diehl ging damals zum VfB Stuttgart. Dort lief es für ihn aber nicht rund, der Youngster soll vor einer Leihe stehen. An ihm zeigt sich bei der Talenteflucht beim 1. FC Köln: Ein Wechsel lohnt sich nicht immer.

Es ist ein sehr empfindliches Thema für die FC-Fans. Immer wieder sind Talente in den vergangenen Jahren von den Kölnern weggegangen, um woanders ihr Glück zu probieren. Aber es zeigt sich bei der Talenteflucht beim 1. FC Köln: Ein Wechsel lohnt sich nicht immer.

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Es war ein Wechsel mit einigen Nebengeräuschen: Justin Diehl wurde für längere Zeit beim FC in die zweite Mannschaft verbannt, weil das Talent seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte. Im Winter wurde der Youngster dann unter dem neuen Trainer Timo Schultz wieder zu den Profis geholt, aber kurz vor seinem Wechsel nach Stuttgart am Ende der Spielzeit 2023/24 aus disziplinarischen Gründen suspendiert. Beim VfB sollte dann möglichst alles besser laufen für den Flügelspieler. Aber auch wegen Verletzungen kam er kaum auf Einsatzzeiten. Neun Spiele in allen Wettbewerben, gerade mal 156 Minuten mit einem Tor und einer Vorlage. Bei der zweiten Mannschaft der Schwaben lief es für Diehl auch nicht besser. Darum soll der 20-Jährige nach einer Saison zum Vergessen wohl zum VfL Bochum verliehen werden.

Perspektive bei anderen Vereinen nicht immer besser

Diehl hatte den FC damals auch wegen einer aus seiner Sicht fehlenden Perspektive verlassen. Jetzt zeigt sich jedoch, dass diese für ihn in Stuttgart nicht sonderlich anders ist, als sie wahrscheinlich in Köln gewesen wäre. Damit ist der Flügelspieler ein gutes Beispiel dafür, dass ein Weggang aus der Domstadt nicht automatisch eine besseren Perspektive bedeutet. Natürlich ist der Durchbruch in der ersten Mannschaft beim 1. FC Köln nicht einfach, gerade jetzt nach den vielen Neuverpflichtungen des Sommers. Aber vor der gleichen Herausforderung stehen die Talente auch bei anderen Mannschaften.

Justin von der Hitz etwa kam nach seinem ablösefreien Wechsel zum 1. FC Nürnberg in diesem Sommer an den ersten beiden Spieltagen noch nicht zum Einsatz, auch wenn der Youngster immerhin im Kader stand. Nur bei der zweiten Mannschaft durfte er am dritten Spieltag der Regionalliga Bayern einmal über 90 Minuten ran. Ein weiteres Beispiel ist Matti Wagner, der 2024 zur SpVgg Greuther Fürth ging. Dort konnte der Linksverteidiger sich aber nicht durchsetzen, spielte nur 14 Minuten in der Hinrunde. Im Winter wurde der Defensivspieler dann in die dritte Liga zu Rot-Weiß Essen verliehen, jetzt im Sommer dann zu Alemannia Aachen. Ein Weg, den Wagner wahrscheinlich ähnlich auch bei den Geißböcken hätte gehen können.

Argumente in Verhandlungen für die Geißböcke

Natürlich gibt es aber auch Fälle, bei denen ein Transfer sinnvoll war. Wie zum Beispiel bei Jens Castrop Abgang 2023 nach Nürnberg, nachdem der Mittelfeldspieler schon anderthalb Jahre lang dorthin verliehen war. Beim FCN war der 22-Jährige Stammspieler, ehe er jetzt im Sommer den nächsten Schritt wagte und zu Borussia Mönchengladbach ging. Trotzdem zeigt sich an den vorherigen Beispielen, dass die Perspektive der jungen Spieler nicht automatisch besser ist, wenn sie sich für einen neuen Verein und dessen Entwicklungsplan entscheiden. Das kann für den FC durchaus ein Argument in den Verhandlungen mit Talenten sein und zeigen, wie realistisch die aufgezeigten Pläne der Kölner und anderer Vereine sind.

Gleichzeitig haben auch einige Eigengewächse bei den Geißböcken in den vergangenen Jahren debütiert und beziehungsweise oder ihren Durchbruch gefeiert. Sei es ein Damion Downs, Max Finkgräfe oder Julian Pauli. Ihre Wege zeigen, dass die Entwicklung in Köln gelingen kann. Und vielleicht schaffen die Kölner Verantwortlichen es in Zukunft besser, diese Argumente den Talenten nahezubringen. Ein Indiz dafür könnte die Verpflichtung Maik Afri Akumu von Hertha BSC Berlin sein. Mit dem 17-Jährigen haben die Kölner ein großes Talent seines Jahrgangs vom Weg beim FC überzeugen können. Nun wird es in den nächsten Jahren spannend zu sehen sein, ob der Offensivspieler eher den umgekehrten Weg von Diehl, Wagner und Co. oder von Castrop gehen wird.

Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän beim 1. FC Köln

Marvin Schwäbe im Testspiel gegen Bergisch Gladbach
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Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän beim 1. FC Köln

Sehr oft wurde Lukas Kwasniok in seiner Zeit beim FC schon gefragt, wer denn der neue Kapitän werde. Mit einer Antwort hat sich der Trainer Zeit gelassen. Nun soll laut Sky eine Entscheidung feststehen: Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän des 1. FC Köln.

In der abgelaufenen Saison führte noch Timo Hübers die Kölner als Spielführer aufs Feld. Nun scheint es auf dieser Position einen Wechsel zu geben: Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän des 1. FC Köln. Das berichtet Sky-Reporter Marlon Irlbacher.

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Seit einigen Wochen schon trainiert Lukas Kwasniok seine Mannschaft beim 1. FC Köln. Eine Entscheidung hat der Trainer aber bis zum Pflichtspielstart immer weiter aufgeschoben: die Kapitänsfrage. „Es ist ein Zeichen nach Außen für die Menschen. Aber nach Innen brauchst du die Binde nicht, um ein Führungsspieler zu sein. Es ist halt Show nach Außen, wer die Münzwahl gewinnt“, sagte der Coach zum Beispiel vor dem letzten Testspiel des Sommers gegen Atalanta Bergamo. Nun scheint ein Profi aber die „Münzwahl“ des Trainers gewonnen zu haben: Laut Sky-Reporter Marlon Irlbacher wird Marvin Schwäbe der neue Spielführer beim 1. FC Köln. Dabei wird sein Ersatz im Tor, Ron-Robert Zieler, auch sein Stellvertreter beim Kapitänsamt. Das vermeldete Irlbacher auf „X“.

Nachfolger von Timo Hübers

Schwäbe übernimmt damit die Binde von Timo Hübers, der die Mannschaft in der abgelaufenen Saison angeführt hatte. Der Innenverteidiger hatte in der vergangenen Spielzeit sportlich aber nicht vollends überzeugt. Das dürfte auch ein Aspekt bei Kwasnioks Entscheidung gewesen sein. Da mit Schwäbe und Zieler aber nun zwei Torhüter die etatmäßigen Spielführer sein sollen, braucht es noch einen Feldspieler, der mit dem Schiedsrichter reden darf. Grund dafür ist die vor einem Jahr eingeführte Kapitänsregel. Laut Irlbacher soll diese Rolle aber auch nicht Hübers übernehmen, sondern Mittelfeldspieler Eric Martel. Der 23-Jährige war auch als einer der Kandidaten für die Binde gehandelt worden und scheint demnach zumindest der Feldspieler zu sein, den der Coach am ehesten für die Rolle geeignet sieht.

Nach zwei Jahren, in denen die Fans nicht zu hundert Prozent mit dem jeweiligen Kapitän, Florian Kainz beziehungsweise Hübers, zufrieden waren, soll nun wohl also Schwäbe die Mannschaft anführen. Der Keeper war in der abgelaufenen Spielzeit einer der Leistungsträger und gehörte auch so bereits zu den Führungsspielern. Jetzt wird er in seinem neuen Amt wohl auch nach außen noch mehr als solcher in Erscheinung treten.