Die Reserve der Geißböcke kommt in dieser Saison nicht in Tritt: Das 2:4 (0:1) gegen die Sportfreunde Siegen war bereits die dritte Niederlage im vierten Spiel. Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen Siegen.
Besorgniserregend: Die Kölner brachen gegen den Aufsteiger schon zum dritten Mal in der zweiten Hälfte ein. Die Folge: Die FC-Reserve ist mit zwölf Gegentoren die Schießbude der Regionalliga West. Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen Siegen.
Evangelos Sbonias, Lukas Berg und Marco Höger
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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zur 0:5-Klatsche in Paderborn neun Tage zuvor auf vier Positionen: San-Luca Spitali ersetzte Max Lippert als Linksverteidiger. Luc Dabrowski, Luiz Labenz und Safyan Toure saßen zudem diesmal zunächst auf der Bank. Dafür starteten Neo Telle, Arda Süne und Malek El Mala. Florian Dietz, der kürzlich vom FC zur U21 degradiert wurde, verfolgte die Partie in zivil von der Haupttribüne aus. Während die zahlreichen mitgereisten Siegener Fans die Partie stimmungsvoll in ein Heimspiel verwandelten, hatten die Gastgeber die erste gute Chance des Nachmittags: Patrik Kristal eroberte den Ball im Mittelfeld und die U21 schaltete schnell um. Nilas Yacobi scheiterte jedoch freistehend an Siegens Schlussmann Justin Ospelt (5.).
Führungstreffer aus dem Nichts
Die U21 kontrollierte danach das Spielgeschehen, von den Sportfreunden war im Offensivspiel kaum etwas zu sehen. Der Kölner Kapitän Luca Dürholtz leitete die nächste gute Chance ein mit seinem Pass links raus in den Sechzehner zu Yacobi. Dessen flache Hereingabe landete bei Arda Süne, der mit seinem Schuss aus der Drehung jedoch ebenfalls an Ospelt scheiterte (18.). Siegen gelang jedoch der Führungstreffer aus dem Nichts. Einer Spielverlagerung aus dem Mittelkreis auf die rechte Kölner Abwehrseite folgte eine Flanke ins Zentrum, die Dustin Willms am Fünfmeterraum unbedrängt zum 0:1 einköpfen konnte (20.). Der Stürmer war zwischen Spitali und Mikail Özkan entwischt.
Die Kölner hatten jedoch den schnellen Ausgleich auf dem Fuß, doch abermals behielt Siegens Torwart Justin Ospelt die Oberhand und wehrte den Schuss des im Sechzehner freistehenden El Mala ab (24.). Das Abschluss-Pech der U21 setzte sich fort: Arda Süne traf mit seinem Distanzschuss nach Zuspiel von Emin Kujovic nur den linken Pfosten (34.). Zur Pause stand trotz der klaren Überlegenheit der FC-Talente ein 0:1-Rückstand auf der Anzeigetafel des Franz-Kremer-Stadions. An den Verhältnissen änderte sich auch nach der Pause zunächst nichts. Die Kölner bestimmten das Spielgeschehen, ein Schuss von Dürholtz von der Strafraum-Grenze zischte nur knapp über die Querlatte (55.). Und wieder waren es die Gäste, die aus dem Nichts zu einem weiteren Treffer kamen: Yacobi verlor den Ball an der Seitenlinie.
U21 kommt nochmal zurück ins Spiel
Siegen verlagerte das Spiel auf die rechte Kölner Abwehrseite. Derrick Kyere kam gegen Marvin Ajani zum Flanken und Cagatay Kader nickte die Kugel am zweiten Pfosten ein zum 0:2 (56.). Ein Blackout der Siegener Hintermannschaft holte die U21 jedoch zurück ins Spiel. Florian Mayer spielte einen zu kurzen Rückpass Richtung Torwart. Malek El Mala sprintete zum Ball, umkurvte den Keeper und schob zum 1:2 ein (63.). Siegens Kyere verpasste bei einem Konter aus guter Schuss-Position den dritten Treffer für die Sportfreunde und damit die mögliche Vorentscheidung zunächst, der Ball flog über das Tor (70.).
Nach einem weiteren Konter fiel der dritte Konter allerdings doch: Die Kölner Hintermannschaft hatte den Ball eigentlich schon unter Kontrolle, doch ausgerechnet der Routinier Marvin Ajani vertändelte mit einer zu leichtfertigen Verteidigung. Dennis Brock jagte den Ball direkt aus 16 Metern in den Winkel zum 1:3 (74.). Der eingewechselte Shaibou Oubeyapwa erhöhte sogar auf 1:4. Nach einem Zuspiel in den Sechzehner ließ er die halbe Kölner Abwehr stehen und vollstreckte flach ins lange Eck (79.). Ajanis Freistoßkracher in den Winkel von der Strafraum-Kante zum 2:4 war nur noch Ergebnis-Kosmetik (90.).
Der U21 gelang es an diesem Nachmittag nicht, die eigene Überlegenheit und Chancen in Tore umzumünzen. Die Sportfreunde verdienten sich damit die drei Punkte in der Schlussphase. Für die U21 geht es am kommenden Sonntag (14 Uhr) – parallel zum Bundesliga-Auftakt des FC in Mainz – mit dem Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Lotte weiter.
1. FC Köln U21: Hauer – Ajani, Telle, Özkan, Spitali – Kujovic, Dürholtz – Süne (67. Borie), Kristal, Yacobi (58. Labenz) – M. El Mala (85. Toure). Tore: 0:1 Willms (20.), 0:2 Kader (56.), 1:2 M. El Mala (63.), 1:3 Brock (74.), 1:4 Oubeyapwa (79.), 2:4 Ajani (90.). Zuschauer: 1100.
Am Sonntagnachmittag war es soweit. Nach Wochen der Vorbereitung startete der FC ins erste Pflichtspiel. In einer zum Schluss nervenaufreibenden Partie gewinnt der FC 2:1 gegen den Jahn. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum DFB-Pokal zwischen dem 1. FC Köln und Regensburg.
Nach den Testspielen der vergangenen Wochen startete der FC nun mit Trainer Lukas Kwasniok in den DFB-Pokal und feiert den ersten Sieg der Saison – wenn auch knapp. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum DFB-Pokal zwischen dem 1. FC Köln und Regensburg.
Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und Jahn Regensburg. Im Jahnstadion traf der FC am Sonntag um 15:30 Uhr in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den Drittligisten. FC-Trainer Lukas Kwasniok sah im Gegner – nicht nur aufgrund der Historie – zwar eine harte Nuss, wollte aber dennoch mit den Geißböcken beweisen, dass man nicht umsonst ein Bundesliga-Aufsteiger sei. Das gelang lange nicht. Bis die Geißböcke in der Nachspielzeit das Spiel auf links drehten. Zum Schluss wurde es der versprochene Pokalfight.
Für Trainer Lukas Kwasniok und die Geißböcke steht am Sonntag das erste Pflichtspiel auf dem Plan. Um 15:30 Uhr erfolgt der Anstoß beim Jahn. Wer überträgt das DFB-Pokal-Spiel des 1. FC Köln gegen Regensburg?
Mit Rav van den Berg hat der FC bereits den zehnten Neuzugang vorgestellt. Daneben gibt es aber auch viele Spieler, die länger dabei sind und sich nun offenbar strecken müssen beim 1. FC Köln: Spornt der Konkurrenzkampf etablierte Spieler an? Denn von einer mangelnden Breite kann keine Rede mehr sein.
Die Aufstiegshelden des vergangenen Jahres müssen um ihre Positionen bei den Geißböcken kämpfen. Denn Sportdirektor Thomas Kessler hat den Kader ziemlich aufgerüstet beim 1. FC Köln: Spornt der Konkurrenzkampf etablierte Spieler an?
Luca Waldschmidt traf gegen Atalanta Bergamo per Strafstoß
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Es ist ein krasser Kontrast beim 1. FC Köln: In der vergangenen Jahren unter Christian Keller war der Verein – auch aufgrund der Transfersperre – eher zurückhaltend auf dem Transfermarkt unterwegs. In diesem Sommer dagegen hat der neue Sportdirektor Thomas Kessler bereits zehn Spieler verpflichtet. Der Verein rüstet beeindruckend auf für die erste Liga und kann sich über die Breite des Kaders nicht mehr beschweren. Aber nicht nur die Neuzugänge könnten eine Verstärkung für den FC sein. Durch die größere Konkurrenzsituation ist es möglich, dass auch Spieler, die sich in den vergangenen Spielzeiten bei den Kölnern etabliert haben, bessere Leistungen abliefern. Der Kampf um die Plätze in der Startelf spornt sie möglicherweise an.
Kampf um Platz im Kader
In den zurückliegenden Spielzeiten hatte man nämlich manchmal den Eindruck gewinnen können, dass sich einige Profis ihrem Platz in der Mannschaft zu sicher waren. Denn durch die wenigen Verstärkungen von außerhalb bekamen die etablierten Spieler weniger Druck. So mussten sie nicht so hart um ihre Position kämpfen. In der vergangen Spielzeit etwa gelang zwar der Aufstieg, dieser war aber nicht so souverän, wie er hätte sein können. Ein Grund dafür war möglicherweise, dass viele Spieler nicht an ihr Leistungslimit gekommen sind – vielleicht eben auch wegen der vermeintlich geringen Konkurrenz. Immer wieder wurde die fehlende Breite im Kader bemängelt, das nicht genug Qualität von der Bank käme.
In der kommenden Spielzeit können die Akteure sich das nicht mehr erlauben. Denn Stand jetzt ist der Kader Lukas Kwasniok mit Blick auf die Feldspieler sogar eher noch zu groß. „Wir werden heute mit 25 Spielern trainieren, weil auch Luca Kilian jetzt wieder zurückkehrt. Wir sind sicherlich auch dabei, jetzt den Kader an der ein oder anderen Stelle ein wenig einzuengen“, so der Coach auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokal Spiel gegen Regensburg. Um also kein Opfer dieser Verkleinerung des Kaders zu werden, müssen sich die Profis voll reinhängen und Leistungen zeigen. Und auch die, die nicht direkt davon bedroht sind, aus dem Aufgebot rauszufallen, brauchen einen guten Eindruck im Training und in den Spielen, um auf Einsatzzeit zu kommen.
Positive Beispiele
Dass der Konkurrenzkampf die Profis anspornt, zeigt sich in der Vorbereitung schon an ein paar Beispielen. So machte Luca Waldschmidt bisher einen sehr guten Eindruck. Meistens setzte ihn Kwasniok als Stürmer ein, der sich dann auch mal fallen ließ. In der Rolle überzeugte der 29-Jährige mit seiner Kreativität und strahlte mit seiner guten Technik auch Torgefahr aus. Im Vergleich zur abgelaufenen Spielzeit präsentiert sich der Linksfuß bislang deutlich verbessert – was eben auch an der Konkurrenz auf seinen Positionen liegen wird. Ähnlich ist es bei Joel Schmied. Der Winterneuzugang fand in der Rückrunde 2024/25 nicht wirklich rein beim FC. Nun war er in der Vorbereitung der vielleicht beste Innenverteidiger. So kann der Schweizer sich trotz der Zugänge um Rav van den Berg und Cenk Özkacar berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen.
Und auch andere Spieler müssen um ihren Platz kämpfen. Etwa Florian Kainz, der in den vergangenen Jahren nicht mehr an seine starken Leistungen in der ersten Phase unter Steffen Baumgart herankommt. Oder der gerade erst abgesetzte frühere Kapitän Timo Hübers. Zwar äußerte sich Kwasniok sehr positiv über ihn, meinte, seine Vorbereitung sei „1A mit Sternchen“ und dass der Innenverteidiger „absolut gesetzt“ ist. Aber durch die Neuzugänge in der Defensive kann sich auch der 29-Jährige seinem Platz über die Saison hinweg nicht zu sicher sein. Er muss sich im Vergleich zur manchmal durchwachsenen vorherigen Spielzeit steigern. Bisher hat Hübers das für seinen neuen Trainer wohl gut geschafft, muss das aber auch weiter bestätigen. Ebenso wie viele weitere Spieler wie Dominique Heintz, Leart Pacarada oder Denis Huseinbasic, die für die Begegnung gegen Regensburg nicht nominiert wurden.
Und vielleicht finden sie mit der neuen Konkurrenzsituation und unter dem neuen Trainer ja nochmal ein neues Leistungshoch – oder spielen nicht mehr die Rolle wie in der abgelaufenen Saison.
Bereits zwei Mal sind die Kölner in den vergangenen Jahren im DFB-Pokal auf Jahn Regensburg getroffen. Bisher gingen die Begegnungen nicht gut aus für den 1. FC Köln: Jahn Regensburg ist der Pokal-Angstgegner des FC.
Am kommenden Sonntag starten die Kölner gegen Jahn Regensburg in die Saison. Dass die Pflichtaufgabe in der ersten Pokal-Runde auch ihre Tücken hat, zeigte sich schon mehrfach beim 1. FC Köln: Jahn Regensburg ist der Pokal-Angstgegner des FC.
Florian Kainz gegen Jahn Regensburg
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Nicht schon wieder Jahn Regensburg. So oder so ähnlich dürfte die Reaktion vieler FC-Fans gewesen sein, als die erste DFB-Pokalrunde ausgelost wurde. Denn in den vergangenen fünf Jahren mussten die Geißböcke schon zweimal im Pokal gegen die Oberpfälzer ran – beide Male schieden die Kölner aus. Zuerst im Achtelfinale 2020/21. Dabei sah es damals eigentlich gut aus für den 1. FC Köln. Nach 22 Minuten führten der FC bereits mit 2:0, gab den Vorsprung aber noch vor der Pause wieder her. Zusätzlich verschoss Emmanuel Denis in der 78. Minute einen Strafstoß, sodass das Spiel erst in die Verlängerung und anschließend ins Elfmeterschießen ging. Dort versagten dann Jorge Meré und Jannes Horn die Nerven.
Erstrunden-Aus vor drei Jahren
Das zweite Aufeinandertreffen fand nur anderthalb Jahre später statt, dieses Mal – wie jetzt auch am kommenden Sonntag – in der ersten Runde. Im Vergleich zum ersten Duell war der Spielverlauf genau umgekehrt: Regensburg führte früh 2:0, der FC konnte durch Mark Uth und Dejan Ljubicic ausgleichen. Erneut kam es zum Elfmeterschießen, wo dieses Mal Jeff Chabot und Kingsley Ehizibue vergaben. Damit kann man den Drittligisten durchaus als Pokal-Angstgegner der Geißböcke bezeichnen, da sie noch nie gegen Regensburg weitergekommen sind.
Daran zeigt sich, dass die Kölner die Partie gegen die Oberpfälzer nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen. Auch wenn der Drittligisten in den ersten beiden Ligaspielen nur einen Punkt holte und zuletzt gegen den MSV Duisburg 0:4 verlor. Trotzdem zeigt die Historie, dass so ein Aufeinandertreffen im Pokal auch gefährlich sein kann. Dem ist sich auch Eric Martel bewusst. „Wir müssen die selbe Energie wie im Spiel gegen Atalanta aufs Feld bringen. Wir wissen ganz genau, dass das ein ganz anderes Spiel sein wird gegen die Regensburger. Zumal es ein Pokalspiel ist. Für die ist es auch ein richtiges Highlight-Spiel“, sagte der 23-Jährige am Donnerstag nach dem Training.
Liga-Bilanz deutlich positiver
Wenn beide Vereine in der Liga gegeneinander gespielt haben, lief es für die Geißböcke übrigens deutlich besser. In sechs Partien gab es vier Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage aus Sicht der Kölner. Aber gerade das letzte vorherige Duell dürfte noch allen im Kopf sein, die es mit dem FC halten. Am 32. Spieltag kamen die Domstädter zuhause nicht über ein mageres 1:1 gegen den späteren Absteiger hinaus. Im Anschluss mussten deswegen Trainer Gerhard Struber und Sport-Geschäftsführer Christian Keller gehen. Nun beginnt dann am Sonntag ausgerechnet wieder gegen Regensburg eine neue Ära beim 1. FC Köln: die von Trainer Lukas Kwasniok und Sportdirektor Thomas Kessler.
Sechs Wochen Vorbereitung hat der FC bereits absolviert, nun neigt sich diese mit dem ersten Pflichtspiel dem Ende entgegen. Und gegen Regensburg am Sonntag könnte die Aufstellung deutlich verändert aussehen im Vergleich zum letzten Spieltag der Vorsaison beim 1. FC Köln: Mehrere Neuzugänge drängen in die Startelf.
Mit dem Wechsel von Rav van den Berg haben die Geißböcke bisher ganze zehn neue Spieler geholt. Mit ihnen gibt es eine neue Struktur und ein neues Gesicht für den 1. FC Köln: Mehrere Neuzugänge drängen in die Startelf.
Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen mit Trainer Lukas Kwasniok
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Bei ihm geht gerade alles ganz schnell: Am Dienstag vor einer Woche machte der 1. FC Köln Kristoffer Lunds Verpflichtung offiziell. Nichtmal eine halbe Stunde später stand der Linksverteidiger dann schon auf einem Trainingsplatz am Geißbockheim und mischte voll mit. Und nur ein paar Tage später feierte der US-Nationalspieler direkt sein Debüt im Trikot der Kölner. Im Test gegen Atalanta Bergamo lief der 23-Jährige von Beginn an auf und überzeugte. Dadurch stehen seine Chancen gut, dass er etwas über eine Woche später auch sofort zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz im DFB-Pokal gegen Jahn Regensburg kommt. Dabei ist der gebürtige Däne nicht der einzige Neuzugang, der in die Kölner Startelf drängt. Gleich mehrere Neulinge in der Domstadt können sich berechtigte Hoffnungen machen, am kommenden Sonntag von Beginn an auflaufen zu dürfen. Zumindest befinden sich gleich alle zehn Neuzugänge im Kader gegen Rgensburg.
Neues Gesicht für den FC
Unter anderem haben sich zum Beispiel Akteure wie Sebastian Sebulonsen, Isak Johannesson, Tom Krauß oder Jakub Kaminski in der Vorbereitung (größtenteils) stark präsentiert. Und auch in der Sturmspitze ist es gut möglich, dass mit Ragnar Ache oder Marius Bülter direkt ein Neuzugang das Vertrauen von Trainer Lukas Kwasniok bekommen wird. Genauso dürfte der Neuzugang Rav van den Berg bei einer Ablösesumme von bis zu zehn Millionen Euro nicht nur gekommen sein, um mittelfristig auf der Bank zu sitzen. So dürfte sich die Startelf am kommenden Sonntag schon deutlich von der am letzten Spieltag der abgelaufenen Spielzeit gegen den 1. FC Kaiserslautern unterscheiden.
Neuer Trainer, neue Spieler, neue Startelf – der 1. FC Köln bekommt in der Bundesliga ein neues Gesicht. Und das erscheint mehr als sinnvoll für den Verein. Denn auch in der Aufstiegssaison wirkte die Mannschaft nicht immer souverän, von der Abstiegsspielzeit ein Jahr zuvor ganz zu schweigen. So gibt es nun einen frischen Start in der höchsten deutschen Spielklasse, mit dem ein Grundstein für die nächsten Jahre gelegt werden könnte. Gleichzeitig war es notwendig, den Kader für die kommende Saison mit Neuzugängen auszustatten, um die Qualität zu erhöhen. Ansonsten wäre die Mission Klassenerhalt für Kwasniok und seine Schützlinge extrem schwierig geworden.
Qualität des neuen Gesichts noch unklar
Gleichzeitig bleibt aber abzuwarten, wie viele der Neuzugänge sich am Ende wirklich als Verstärkungen herausstellen. Viele zeigen gute Ansätze, müssen das aber auch in der Bundesliga beweisen. Außerdem führen die vielen Veränderungen dazu, dass die Mannschaft und ihr Trainer sich erst noch finden müssen. Wie gut das in der Vorbereitung schon gelang, bleibt abzuwarten. Auch die in die Startelf drängenden Verpflichtungen werden eine gewisse Zeit brauchen, um sich einzugewöhnen. Dass das vielleicht relativ schnell gelingt, deutete der 4:0-Sieg gegen Atalanta Bergamo an. Dabei waren die Lombarden aber auch ein in dem Spiel schwacher Gegner. Es bleibt daher abzuwarten, wie gut das neue Gesicht des 1. FC Köln am Ende wirklich ist.
Nach einer intensiven Vorbereitung geht es für den FC nun endlich los. Am Sonntagnachmittag gastiert das Team von Trainer Lukas Kwasniok zur ersten Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten SSV Jahn Regensburg. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Regensburg.
Mit dem Duell beim SSV starten die Kölner in das Unterfangen DFB-Pokal und gleichzeitig in die Pflichtspielsaison. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Regensburg.
Luca Waldschmidt im Duell mit Christian Kühlwetter von Jahn Regensburg
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Form: Nach insgesamt sechs Testspielen, von denen der SSV drei gewann und zwei verlor, starteten die Regensburger bereits vor zwei Wochen in die Pflichtspielsaison. Zu Beginn der neuen 3. Liga gastierte das Team von Trainer Michael Wimmer beim FC Ingolstadt. Gegen die Schanzer gerieten die Rot-Weißen im Laufe der ersten Halbzeit in Rückstand und glichen erst in der Nachspielzeit aus. Eine Woche später stand dann das erste Heimspiel gegen den Aufsteiger MSV Duisburg an. Die Aufsteiger gingen früh mit 1:0 in Führung. Kurze Zeit später sah SSV-Angreifer Christian Kühlwetter aufgrund eines Fouls die Rote Karte. Somit musste der Zweitligaabsteiger rund 80 Minuten in Unterzahl absolvieren. Am Ende gab es ein 0:4. Am vergangenen Mittwoch ging es für Regensburg im Landespokal Bayern weiter. Regensburg setzte sich beim Fünftligisten TSV Kornburg knapp 2:1 durch.
Zahlreiche Neuzugänge in Regensburg
Sommertransfers: Nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga hat sich der Kader des SSV Jahn Regensburg extrem verändert. Ganze 13 Neuzugänge präsentierte Geschäftsführer Achim Beierlorzer, der vor wenigen Jahren noch Cheftrainer beim FC war. Die prominenteste Neuverpflichtung ist Mittelfeldspieler Adrian Fein, der erst im Laufe dieser Woche zum SSV wechselte und bereits in der Saison 2018/2019 für den Jahn auflief. Der 26-Jährige war in seiner Karriere bereits für den TSV 1860 München, den FC Bayern München, den Hamburger SV, die PSV Eindhoven, Greuther Fürth, Dynamo Dresden, Excelsior Rotterdam, den SC Verl und Waldhof Mannheim aktiv. Insbesondere beim HSV ließ Fein sein enormes Talent aufblitzen und gehörte zu den absoluten Leistungsträgern der Rothosen. Im Anschluss an seine Zeit in Hamburg konnte der Mittelfeldspieler jedoch nicht wieder an sein Maximum anknüpfen.
Das bremste die Karriere des Rechtsfußes aus. Nachdem der gebürtige Münchener in der vergangenen Saison für Mannheim auflief und dabei bereits in der 3. Liga zum Einsatz kam, kehrte Fein nun ablösefrei zum SSV zurück. In Regensburg soll der ehemalige Hamburger, der immerhin 52 Zweitligaspiele auf seinem Konto hat, dabei mithelfen, dass der Jahn eine sorgenfreie Saison hat und am besten um den Aufstieg mitspielt.
Trainer und Taktik
Der Trainer: Michael Wimmer ist seit dieser Spielzeit Cheftrainer des SSV Jahn Regensburg. Der gebürtige Dingolfinger spielte als Aktiver überwiegend im Amateurbereich, arbeitete während seiner Laufbahn jedoch schon als Jugendtrainer. Nach seinem Karriereende stieg Wimmer 2010 als Nachwuchstrainer beim 1. FC Nürnberg ein. Dort trainierte er verschiedene Jugendmannschaften und war auch Co-Trainer der U23 sowie Assistent bei den Profis. Nach sieben Jahren in Nürnberg zog Wimmer 2018 nach Augsburg. Beim FCA war er sowohl unter Manuel Baum als auch unter Martin Schmidt Co-Trainer bei der ersten Mannschaft. 2019 wechselte er als Assistenztrainer zum VfB Stuttgart und übernahm im Herbst 2022 interimsmäßig die Profimannschaft. Anfang 2023 wurde er Cheftrainer bei Austria Wien, führte den Club auf Platz 5 und in die Qualifikation zur UEFA Europa Conference League. Im Frühjahr 2025 betreute er kurzzeitig Motherwell FC in Schottland und sicherte den Klassenerhalt, ehe er aus familiären Gründen zurücktrat.
In seiner Spielidee setzt Wimmer auf Einsatzbereitschaft, Mut, Intensität und klare Überzeugung. Er will junge Spieler fördern sowie mutigen und zielstrebigen Fußball spielen lassen. Seine Aufgabe beim Jahn ist, nach dem Abstieg in die 3. Liga den sportlichen Umbruch mitzugestalten und die Mannschaft wieder auf Erfolgskurs zu bringen.
Florian Kainz gegen Jahn Regensburg
Formation: In den ersten beiden Ligaspielen ließ Wimmer seine Mannschaft in einem 3-4-2-1-System auflaufen. Dabei besteht die Dreierkette aus drei körperlich robusten Spielern, die sowohl in der Luft als auch am Boden ihre Stärken besitzen. Auf den beiden Schienenpositionen haben aktuell Sebastian Stolze und Nicolas Oliveira die Nase vorn. Beide sammelten schon Erfahrungen in der 2. Bundesliga und sind eher offensiv ausgerichtet. Die beiden Sechserpositionen sind von Erfahrung geprägt. So haben Andreas Geipl und Kapitän Christian Kühlwetter gemeinsam knapp 450 Profispiele auf dem Konto. Während Geipl den defensiveren Part übernimmt, agiert Kühlwetter als Spielgestalter, der das Spiel seiner Mannschaft ankurbelt. Die drei Positionen im Angriff sind sehr variabel. Hier rotieren die Spieler immer wieder und können zwischen einer Einzel- oder Doppelspitze hin- und herwechseln. Wimmer möchte, dass sein Team alles spielerisch löst. Dabei rücken die beiden Schienenspieler bei Angriffen immer mit nach vorn. Bei gegnerischen Angriffen agiert Regensburg in einer Fünferkette. Den FC erwartet eine robuste Mannschaft, die Zweikämpfen wohl nicht aus dem Weg gehen wird.
Das sagen die Trainer
Lukas Kwasniok über Regensburg: „Jede Mannschaft stellt in jeder Runde eine Gefahr dar. Die Teams haben sich die Teilnahme durch Leistungen erarbeitet. Regensburg ist unangenehm zu bespielen. Die Vorzeichen zu den vergangenen Duellen haben sich ein wenig verändert. Die Regensburger waren damals in einer etwas stabileren Phase. Sie haben jetzt auch einen gewissen Umbruch hinter sich. Wir freuen uns auf dieses Duell und wollen zeigen, was wir draufhaben.“
Michael Wimmer über den FC: „Wir haben natürlich die Underdog-Rolle. Aber es ist ein Pokalspiel und es ist wichtig, dass wir so lange wie möglich die Null halten und mit Überzeugung und Mut auftreten. Wir müssen an die Chance glauben, und wenn es eine geben sollte, müssen wir versuchen, diese dann auch zu nutzen. Es wird der Schlüssel sein. Den Rückhalt der Fans werden wir wiederhaben. Ich freue mich darauf, meinen Freund Lukas wiederzusehen. Köln hat eine neue Mannschaft, einen guten Trainer und auch noch einmal gut eingekauft. Sie haben eine Mischung aus Routine und spielerischer Qualität. Auch haben sie in ihrem Spiel viel Tiefgang und auch einige Positionswechsel. Der FC ist eine spannende Mannschaft mit einer hohen Qualität.“
Ausfälle: Michael Wimmer muss gegen den FC auf Eric Hottmann (Knieblessur), Benedikt Saller (Aufbautraining nach Schambeinentzündung) und Oscar Schönfelder (Knieblessur)
Der FC ist am Samstag zum Auswärtsspiel nach Regensburg aufgebrochen. Gegen den Jahn soll die 2. Runde des DFB-Pokals erreicht werden. Und es gibt einen Fingerzeig für das künftige Team. Mit diesem Kader reist der 1. FC Köln nach Regensburg.
Ohne einige prominente Namen macht sich der FC auf den Weg Richtung Pokalrunde eins. Mit diesem Kader reist der 1. FC Köln nach Regensburg.
Ron-Robert Zieler und Matthias Köbbing
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In einem kleinen Dilemma befand sich Lukas Kwasniok am Freitagmorgen dann doch. Zum einen erklärte der Trainer des 1. FC Köln, dass es durchaus ein Vorteil sein kann, möglichst viele Spieler zur Verfügung stehen zu haben, um auf den jeweiligen Gegner passend zu reagieren. Auf der anderen Seite bemängelte der Coach, dass der Kader aktuell ein wenig zu groß sei. Tatschlich befinden sich 25 fitte Feldspieler in der offiziellen Kaderliste der Geißböcke und darin sind noch nicht einmal die Nachwuchshoffnungen Neo Telle oder Emin Kujovic eingerechnet. Für das Pokalspiel gegen Regensburg bieten sich allerdings nur 18 Plätze für Feldspieler. Insofern kündete der Trainer auch an, dass die Kader-Berufung eventuell dann auch ein erster Fingerzeig für eine mögliche Verkleinerung des Kaders sein könnte.
Kampf um Platz im Kader
„Es wird bei dem einen oder anderen bereits Entscheidungen geben, dass er eben nicht im Kader ist, sodass Tendenzen dann schon auch erkennbar sein werden“, sagte der Trainer am Freitag. Nach der Einheit am Samstag stieg dann am Nachmittag wie angekündigt auch nur ein reduzierter Teil der Mannschaft in den Bus ein. Und somit gibt es wohl die ersten Spieler, die sich um die Zukunft durchaus Gedanken machen können. So fahren Denis Huseinbasic, Leart Pacarada und Dominique Heintz nicht mit nach Regensburg. Um Pacarada gab es zuletzt Abwanderungsgerüchte. Auch, weil der FC angeblich noch einmal auf der Position nachbessern will. Huseinbasic wurde vor einigen Wochen mit Braga in Verbindung gebracht. Auch Imad Rondic wurde wie schon für das Testspiel gegen Atalante Bergamo nicht berufen.
Doch bedeutet die Nicht-Nominierung nicht gleichzeitig ein endgültiges Kader-Aus. „Dann muss man schauen, inwieweit eine Lösung möglich ist oder ob der Spieler XY, der dann vielleicht nicht im Kader ist – sich dann einfach auch wieder reinbeißen kann. Weil das praktisch natürlich auch nur mit 18 Spielern nicht reicht, aber mit 25 ist das ein Ticken zu viel.“
Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler Abwehr: Timo Hübers, Cenk Özkacar, Joel Schmied, Rav van den Berg, Jusuf Gazibegovic, Sebastian Sebulonsen, Kristoffer Lund Mittelfeld: Isak Johannesson, Tom Krauß, Eric Martel, Florian Kainz, Jakub Kaminski, Said El Mala, Linton Maina, Jan Thielmann Sturm: Luca Waldschmidt, Ragnar Ache, Marius Bülter
Verletzt oder nicht berücksichtigt: Luca Kilian, Julian Pauli, Jacob Christensen, Dominique Heintz, Denis Huseinbasic, Emin Kujovic, Leart Pacarada, Imad Rondic, Neo Telle
Mit dem Pokalspiel gegen den SSV Jahn Regensburg startet der FC am Sonntag in die neue Saison. Die Vorzeichen scheinen gegen den Drittligisten klar, doch der Trainer warnt und mahnt. So will der 1. FC Köln gegen Regensburg gewinnen.
Hier der Bundesliga-Aufsteiger, dort der Absteiger in Liga drei – eigentlich sind die Vorzeichen klar. Doch in der Vergangenheit hatte der FC bekanntlich seine Probleme mit dem Jahn. Dennoch ist die Zielsetzung ganz klar. So will der 1. FC Köln gegen Regensburg gewinnen.
Lukas Kwasniok coacht beim Testspiel gegen Fortuna Köln
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Nach knapp sechs Wochen Vorbereitung steht am Sonntagnachmittag für den 1. FC Köln das erste Pflichtspiel der neuen Saison an. Und die Begegnung gegen den SSV Jahn Regensburg wird auch so etwas wie eine erste Standortbestimmung. Denn auch wenn FC-Coach Lukas Kwasniok nach dem verdienten 4:0-Erfolg über Atlanta Bergamo die Leistung seiner Mannschaft lobte, war wohl keins der Testspiele eine sportliche Generalprobe für die bevorstehenden Aufgaben. Bergamo schien indisponiert, Leicester trat mit einer B-Elf an und die weiteren Testspielgegner waren allesamt Kontrahenten aus unterklassigen Ligen. Zudem hat der FC ein neues Gesicht verpasst bekommen, tritt in einer einigermaßen neuen Liga an und spielt zudem einen neuen Fußball. Alles auf Anfang also, wenn man so will.
„Jede Mannschaft stellt eine Gefahr dar“
Eine genaue Zielsetzung will Kwasniok für die neue Saison ohnehin nicht ausgeben. Er sei kein besonders großer Fan davon. Vielmehr wolle er die Phasen zwischen den Länderspielen immer bewerten. Dennoch ist das Ziel für Sonntag beim Jahn ein ganz klares. „Du kannst immer ausscheiden, aber wir fahren da hin voller Überzeugung, um als Bundesligist in Regensburg unter Beweis zu stellen, dass wir zu Recht in die zweite Runde einziehen wollen“, sagt der Trainer. Dabei weiß aber auch Kwasniok um das Risiko, das der Pokal nun einmal mit sich bringt. „Jede Mannschaft in jeder Runde stellt eine Gefahr dar. Die Mannschaften haben sich das erarbeitet oder sich qualifiziert durch Leistungen in der vergangenen Saison und Regensburg ist unangenehm zu bespielen – logischerweise“, sagt der Coach. „Ich will sie aber auch nicht stärker machen, weil ich das nicht mag, künstlich zu sagen ,Oh, Regensburg ist jetzt eine ganz ganz harte Nuss‘. Es ist eine harte Nuss, aber wir fahren dahin als Bundesligist mit dieser Überzeugung in die eigene Qualität und Stärke, dass wir einfach dort auch nicht nur bestehen, sondern einfach auch gewinnen können. Wohl wissend, dass es hart werden wird.“
Dabei ist der Jahn alles andere als gut in die neue Spielzeit gestartet. Nach den ersten beiden Spieltagen belegt Regensburg mit einem Zähler den vorletzten Tabellenplatz der 3. Liga. Die Vorzeichen dürften also im Duell des Bundesliga-Aufsteigers gegen den Absteiger in Liga drei eindeutig sein. Allerdings gibt es da eben noch die dunklen Erinnerungen an Pokalspiele gegen den Jahn. 2022 scheiterten die Kölner in der 1. Runde nach Elfmeterschießen, 2021 gab es im Achtelfinale eine bittere Pleite. Diese Serie soll nun gebrochen werden. Und Kwasniok weiß wie DFB-Pokal geht. Immerhin erreichte der Coach einst mit dem 1. FC Saarbrücken sensationell das Halbfinale. Grund für die ganz großen Träume sieht der Trainer aber nicht. „Das gute an Saarbrücken war, damals haben wir nicht so viel geträumt. Wir haben geackert. Das ist auch am Sonntag angesagt: Nicht viel träumen, die erste Runde voller Hingabe angehen“, sagt Kwasniok.
Einige Spieler sind gesetzt
Welche Spieler die erste Runde angehen, ist allerdings noch nicht bekannt. Der Trainer hat genau drei Spielern eine Art Einsatzgarantie gegeben. Ron-Robert Zieler wird die Mannschaft sogar als Pokal-Torhüter und Kapitän aufs Feld führen. Auch Eric Martel und Timo Hübers seien „absolut gesetzt“, sagte der Coach, ging aber nicht näher darauf ein, was „gesetzt“ genau bedeutet. Ansonsten stehen dem Trainer nahezu 30 Spieler zur Verfügung, alleine neun Akteure, die in der Innenverteidigung eingesetzt werden können. Es wird also bereits am Samstag die ersten langen Gesichter geben. Immerhin hatte der Trainer betont, dass es für ihn keine Stammelf gebe, er viel rotieren wolle. „Ich bleibe bei meiner Aussage: Es wird immer eine Startelf geben, eine Stammelf tendenziell eher nicht. Natürlich aber schon auch ein gewisses Maß an Stammspielern. Wir werden jetzt nicht Woche für Woche acht bis zehn Feldspieler austauschen“, sagt Kwasniok.
Vorstandswahl im Blick: Beim Kandidatencheck des Fanprojekts 1991 stellten sich die Teams den Fragen der Anhänger des 1. FC Köln: Podiumsdiskussion zur Vorstandswahl.
Über 3000 Fans verfolgten die erste Wahlarena des Fanprojekts 1991, bei der drei Teams mit teils gegensätzlichen Positionen um das Vorstandsamt warben beim 1. FC Köln: Podiumsdiskussion zur Vorstandswahl.
Historisch: Erstmals in der Vereinsgeschichte treten drei Teams zur FC-Vorstandswahl an. Foto: Redaktion
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Am Freitagabend lud das Fanprojekt 1991 zum großen Kandidatencheck für die anstehende Vorstandswahl Ende September ein. Über 3000 Zuschauer verfolgten im Livestream auf YouTube die erste Ausgabe der Wahlarena zur FC-Vorstandswahl. Im Vorfeld konnten Mitglieder ihre Fragen an die Kandidaten einreichen. Diese wurden von den Organisatoren thematisch zusammengefasst und bildeten die Grundlage für den Abend. So erhielten alle Anwärter die Möglichkeit, ihre Ideen und Konzepte einem breiten Publikum zu präsentieren und für ihre Teams zu werben.
Ein Novum in der Geschichte des 1. FC Köln
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des 1. FC Köln Ende September wartet dabei eine Premiere: Erstmals in der Vereinsgeschichte treten gleich drei Teams zur Wahl des Vorstands an. Vom Mitgliederrat vorgeschlagen wurde das Trio Jörn Stobbe, Ulf Sobek und Jörg Alvermann. Zwei weitere Bewerbergruppen sicherten sich durch die notwendige Unterstützung von mindestens drei Prozent der Mitglieder ebenfalls die Teilnahme. Dazu gehört das Team um Wilke Stroman, die ehemalige FC-Spielerin Tugba Tekkal und den amtierenden Vizepräsidenten Carsten Wettich. Als drittes Trio bestätigte der Verein im Juli die Gruppe um Sven-Georg Adenauer, Thorsten Kiesewetter und Martin Hollweck. Kiesewetter allerdings musste die Podiumsdiskussion krankheitsbedingt absagen. Seinen Platz übernahm Roland Koch, langjähriger Co-Trainer von Christoph Daum und Mitglied des Teams um Sven-Georg Adenauer.
Zukunftsvisionen, Talentflucht und Wirtschaftlichkeit
Moderator Cedric Pick führte durch den Abend und hatte gleich von Beginn an alle Hände voll zu tun. Denn die Parteien bemühten sich, dem Publikum vor Ort und den Zuschauern an den Bildschirmen ihre unterschiedlichen Auffassungen zu zentralen Themen deutlich zu machen. Neben komplexeren Fragen wie einer möglichen Veränderung der Rechtsform oder der wirtschaftlichen Ausrichtung des Vereins wurde auch über die Bedeutung sportlicher Kompetenzen im Vorstand intensiv diskutiert. Team Adenauer betonte dabei, die sportliche Expertise liege nicht im Präsidium.
Vielmehr sei es dessen Aufgabe, „die richtigen Leute auf den entscheidenden Positionen zu finden“, wie es Roland Koch formulierte. Ulf Sobek widersprach und erklärte: „Sportkompetenz im Vorstand ist unabdingbar und hat bislang gefehlt.“ Tugba Tekkal schloss sich dieser Sichtweise an. Über ihr Netzwerk und ihre Erfahrung aus 95 Bundesliga-Partien wolle sie ihre Expertise einbringen. Gleichzeitig sei jedoch wichtig, „dass der Vorstand keine operativen Entscheidungen trifft und dass man dem Sportdirektor freie Hand gibt und ihm Wertschätzung entgegenbringt.“
Der ablösefreie Abgang vielversprechender Talente ist immer wieder ein Thema am Geißbockheim. Er zählt ohne Zweifel zu den Fragen, die auch die FC-Fans besonders beschäftigen. Entsprechend stand dieser Punkt bei der Podiumsdiskussion weit oben auf der Agenda, wobei sich die Kandidaten in ihren Ansätzen deutlich voneinander unterschieden. Roland Koch sagte dazu: „Ich glaube, man sollte Spielern wie Florian Wirtz ganz klar aufzeigen: Der FC hat dich ausgebildet. Und wenn du ihn verlassen willst, dann gib dem Verein etwas zurück.“ Tekkal hingegen betonte Nähe und Wertschätzung: „Nahbarkeit und Wertschätzung zeigen und Jugendspiele schauen. Wir wollen die Nummer eins im Westen sein, und dafür müssen wir etwas tun.“ Ulf Sobek wiederum plädierte für eine ganzheitliche Förderung. Entscheidender sei die persönliche Entwicklung junger Spieler. „Wie fühlt sich ein Spieler im Umfeld, im Verein?“, fragte er und verwies auf die Idee, zusätzliche Übergangs- und Entwicklungstrainer einzusetzen, die die Talente individuell begleiten und betreuen könnten.
Wo stehen die Kandidaten im Konflikt um das Geissbockheim?
Der Ratsbeschluss vom 3. Juni, der jede Möglichkeit zum Ausbau der Heimat des 1. FC Köln verhindert hätte, war erfolgreich von den Vereinsanhängern auf dem Rathausplatz in Köln unter lautem Protest blockiert worden. In dieser Frage zeigten sich die Kandidaten einig: Der Ausbau des Geißbockheims muss weiterverfolgt werden. Sven-Georg Adenauer betonte: „Mir kann keiner weismachen, dass auf der Fläche der Gleueler Wiesen keine Plätze Platz haben. Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit: Der Ausbau des Geißbockheims gehört dazu.“
Jörg Alvermann forderte: „Wir brauchen zwei Dinge: einen komplett neuen politischen Aufschlag und eine neue gerichtliche Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts. Wir haben erlebt, wie die Gleueler Wiesen zum Spielball politischer Interessen geworden sind. Viel eher brauchen wir gemeinsame Lösungen mit den anliegenden Breitensportvereinen. Solange dieser Streit anhält, müssen wir alternative Sportplätze haben, und die bekommt der FC nur zusammen mit dem Breitensport.“ Tekkal unterstrich die gesellschaftliche Dimension der Angelegenheit: „Ich glaube, Emotionalität ist wichtig. Wir müssen sagen: Es geht nur gemeinsam. Es darf nicht das Gefühl entstehen, dass es sich hier nur um ein Anliegen des FC handelt, sondern um ein Projekt, das das gesamte Stadtbild verändern kann. Wir brauchen alle an einem Tisch.“
Adenauer: “Wir bauen das erste klimaneutrale Stadion”
Auch das RheinEnergieSTADION rückte im Laufe des Abends in den Fokus. Hier sorgte das Team Adenauer mit einer Aussage für besonderes Aufsehen: „Wir wollen ein einmaliges Stadion bauen, ein grünes Stadion, das dazu beiträgt, dass CO₂-Emissionen sinken. Es soll auch ein Magnet für Touristen werden mit 80.000 Plätzen Kapazität und einem weltweiten Vorbildcharakter“. Carsten Wettich machte direkt klar, was er und seine Mitstreiter von diesem Vorschlag hielten: „Ein Neubau kommt nicht infrage, den schließen wir aus.“
Ein solcher Schritt sei im Grundsatz denkbar. Er bringe aber erhebliche Probleme mit sich, etwa für Anwohner oder bei der infrastrukturellen Erschließung. Auch die Kostenfrage spiele eine Rolle, denn ein Ausbau würde sich finanziell nicht lohnen. Stattdessen stellte er eine andere Perspektive heraus: „Man müsste es schaffen, dass das Stadion ein Anlaufpunkt wird, der 365 Tage im Jahr genutzt wird.“ Jörn Stobbe führte diesen Gedanken noch weiter aus: „Man muss größer denken und über Olympia nachdenken. Eventuelle Probleme eines Neubaus kann man angehen. Wir wollen eine Strategie entwickeln für 2048, mit der Einbindung der Mitglieder. Alle Probleme sind lösbar in Kooperation mit der Stadt.“
Der Umgang mit der aktiven Fanszene
Gegen Ende der Veranstaltung rückte schließlich auch der Umgang mit der aktiven Fanszene sowie der Einsatz von Pyrotechnik im Stadion in den Fokus. Bezug genommen wurde dabei auf die umstrittene Messer-Choreografie aus dem Rhein-Derby im Februar diesen Jahres. Diese hatte für Aufruhr und harsche Kritik gesorgt. Unter anderem von NRW-Innenminister Herbert Reul, der damals von einem „Skandal“ sprach. Adenauer schloss sich der Kritik an und betonte: „Das ist geschmacklos und hätte es mit mir nicht gegeben.“ Jörg Alvermann widersprach: „Es ist ein Irrglaube, dass wir als Verein weiterkommen, wenn wir die Geschmackspolizei spielen. Wenn wir das verbieten, werden wir mit der Südkurve nicht weit kommen.“ Auch Jörn Stobbe stellte sich hinter diese Haltung: „Choreo ist Kunst und muss provozieren.“ Wilke Stroman hingegen zeigte sich ablehnend: „Ich fand’s drüber. Man kann eine Haltung haben und sagen: Es ist unsere Verantwortung, das muss nicht sein.“
Im gleichen Zusammenhang äußerten sich die Kandidaten auch zum Einsatz von Pyrotechnik in den Stadien und zu den damit verbundenen Bedenken. Alvermann erklärte: „Pyro und Bengalos sind keine Erfindung des 1. FC Köln, sondern Teil der Fankultur. Doch wie gehen wir damit um, dass der FC dadurch solch hohe Strafen bekommt? Wenn Ängste bestehen, muss man darauf reagieren.“ FC-Vizepräsident Carsten Wettich machte hingegen deutlich: „Der Stadionbesuch beim 1. FC Köln ist sicher. Grenzüberschreitungen, die wir nicht akzeptieren, gibt es beim Thema Pyro ganz klar. Alles, was die Hand verlässt, ist ein No-Go. Das ist aber kein isoliertes Problem des FC, sondern eine Aufgabe des Verbands.“ Den bestehenden Strafenkatalog des Deutschen Fußball-Bundes bezeichnete Wettich in diesem Zusammenhang als gescheitert.
Veränderungen im Team um Jörn Stobbe
Zum Abschluss der Diskussionsrunde nutzten die Anwärter noch einmal die Gelegenheit, ein Wort an das Plenum zu richten. Tekkal begann: „Der FC steht für Werte, für die auch ich stehe. Der Fußballplatz ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Es geht darum, alle Menschen zu erreichen und zu beeinflussen. Ich bin davon überzeugt, dass wir drei die beste Antwort darauf sind, weil wir das beste Spiegelbild dieser Stadtgesellschaft repräsentieren.“ Adenauer betonte: „Ich werde Werte wie Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz in den Vordergrund stellen. Wir müssen zeigen, wie wichtig der Sport für die Gesellschaft ist. Für die Stadt Köln, aber auch für das ganze Land. Wenn der FC stark aufgestellt ist, dann tut das auch ganz Deutschland gut.“
Jörn Stobbe und Ulf Sobek schließlich nutzte die Bühne für eine besondere Ankündigung. „Wir glauben, dass wir vom Mitgliederrat ausgewählt wurden, weil wir in unserem Team Gedankenvielfalt darstellen.“ Dennoch kündigte Ulf Sobek das Trio personelle Veränderungen an: „Wir werden konkret darstellen, wie wir unser Team diverser und weiblicher aufstellen können. Wir freuen uns, dass wir eine absolut fachkompetente Frau an unserer Seite haben werden.“