Verträge laufen aus: Dem 1. FC Köln droht Verlust von Torwart-Talent und Weltmeister

Justin von der Hitz beim Einsatz für die U19
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Verträge laufen aus: Dem 1. FC Köln droht Verlust von Torwart-Talent und Weltmeister

Dem FC droht der Verlust zweier vielversprechender Talente aus dem eigenen Nachwuchs: Die Verträge von Alessandro Blazic und Justin von der Hitz laufen im Sommer aus. Beide können den Verein daher ablösefrei verlassen. Kann der 1. FC Köln die beiden Eigengewächse halten?

Am Sonntag stand für Justin von der Hitz mit der U19 das Spiel gegen den Nachwuchs von Bayern München auf dem Programm. Nach guter erster Halbzeit gab es am Ende ein 1:4. Der Mittelfeldspieler gilt als großes Talent. Wie lange der U17-Weltmeister in Köln bleibt, ist unklar. Genauso wie bei Keeper Alessandro Blazic. Kann der 1. FC Köln die beiden Eigengewächse halten?

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Alessandro Blazic ist einer der Senkrechtstarter dieser Saison in der U21. Aus der U19 aufgerückt hätte er eigentlich der Ersatzkeeper hinter Jonas Nickisch sein sollen. Doch Nickisch verletzte sich kurz vor dem Saisonstart, sodass Blazic zum Einsatz kam – und seine Chance nutzte. Der 19-Jährige stieg mit starken Leistungen zur neuen Nummer eins auf. Dabei überzeugt der Deutsch-Slowene auch mit seinem Auftreten, wirkt sehr ruhig, abgeklärt und selbstbewusst. Bemerkenswert jedoch: Der Vertrag von Blazic endet nach dieser Saison. Bisher wurde das Arbeitspapier des talentierten Torwarts, dem auch Interesse aus der zweiten Bundesliga nachgesagt wird, noch nicht verlängert. Seit Januar darf der Torwart in den letzten sechs Monaten vor Vertragsende auch offiziell mit anderen Vereinen verhandeln. Ein Verbleib Blazics ist daher keinesfalls gesichert.

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“Ich würde natürlich sehr gerne hier den Sprung in den Profi-Bereich schaffen“

Der Torwart selbst äußerte im Herbst auf seine Vertragssituation angesprochen: „Ich würde natürlich sehr gerne hier den Sprung in den Profi-Bereich schaffen. Vor allem, weil ich jetzt seit acht Jahren hier spiele, da gäbe es kaum etwas Besseres, als hier den Durchbruch zu schaffen. Aber was die Zukunft bringt, wird sich zeigen.“ Blazic wurde kürzlich auch gehandelt als zumindest mittelfristiger Nachfolger von Jonas Urbig als Torhüter für den Profi-Bereich. Dafür wäre jedoch vermutlich vorerst eine Vertragsverlängerung beim FC mit anschließender Leihe zu einem höherklassigen Verein für dauerhafte Spielpraxis erforderlich – wie es auch bei Urbig der Fall war. Für die Gegenwart hat der FC in der vergangenen Woche bekanntlich Anthony Racioppi verpflichtet – der von derselben Agentur wie Blazic beraten wird.

Bei Justin von der Hitz ist die Situation ähnlich wie bei Blazic. Auch der Vertrag des U17-Weltmeisters von 2023 läuft im Sommer aus. Doch während Blazic immerhin im Dunstkreis des Zweitliga-Kaders auftaucht, im Januar etwa mit den Profis ins Trainingslager reiste, war von der Hitz bislang nicht einmal beim Training des Lizenz-Kaders dabei. Offen ist daher, welche Rolle der 18-Jährige in den Planungen des FC spielt. Den Rasen des RheinEnergie-Stadions betrat von der Hitz bislang nur einmal kurz nach der U17-WM, als er vor den 50.000 Zuschauern in ziviler Kleidung für seinen Erfolg geehrt wurde – gemeinsam übrigens mit Fayssal Harchaoui. Der erhielt zwischenzeitlich zwar einen Profi-Vertrag bis 2028 – spielt aber bisher weder bei den Profis noch bei der U21 eine besondere Rolle.

Immerhin hier hat von der Hitz seinem Weltmeister-Kollegen etwas voraus: Von der Hitz machte unlängst erst als Joker in der U21 auf sich aufmerksam, schoss beide Tore beim 2:2 der U21 in Paderborn. Damit machte sich der Flügelspieler aber auch für andere Vereine noch interessanter. Es wird spannend, ob es dem FC gelingen wird, beide Talente über den Sommer hinaus an sich zu binden.


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Positive Transferbilanz beim 1. FC Köln

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Nur dreimal im DFB-Pokal – die Derby-Historie des FC gegen Bayer 04 Leverkusen

Jubel der FC-Spieler nach dem Erfolg in Leverkusen
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Nur dreimal im DFB-Pokal – die Derby-Historie des FC gegen Bayer 04 Leverkusen

Der 1. FC Köln spielt im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Bayer 04 Leverkusen. Die Rollen sind klar verteilt, die Kölner gehen als klarer Außenseiter in das Spiel. Allerdings konnte der FC in der jüngeren Vergangenheit immer wieder für eine positive Überraschung in den Derbys sorgen.

Am Mittwoch gastiert der FC in der Bayarena. Von der Ligazugehörigkeit und der aktuellen Form des Gegners wird der FC die Rolle des Außenseiters einnehmen. Unter normalen Umständen sollte sich die Werkself als Favorit, selbst im DFB-Pokal mit seinen eigenen Gesetzen, durchsetzen müssen. Allerdings konnte der FC in der jüngeren Vergangenheit immer wieder für eine positive Überraschung in den Derbys sorgen. Der 1. FC Köln spielt im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Bayer 04 Leverkusen.

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Kein anderes Viertelfinale im DFB-Pokal wird elektrisierender als das rheinische Derby gegen Bayer 04 Leverkusen sein. Im ausverkauftem Stadion werden vermutlich mehr als „nur“ 3.000 FC-Fans live vor Ort sein und die Mannschaft lautstark unterstützen. Dabei ist es im DFB-Pokal erst die vierte Begegnung der beiden Teams. Der FC hat nur eins von drei Spielen gegen die Werkself gewonnen. Dies gelang 1982 in der zweiten Runde zu Hause mit einem 3:1, das letzte DFB-Pokalspiel gegen Leverkusen verlor Köln im Halbfinale 2002 mit 3:1 nach Verlängerung. Die Historie im Pokal ist somit nicht allzu gut und das letzte Aufeinandertreffen im Cup schon über 20 Jahre her. Dennoch ging der FC in den Duellen mit Bayer 04 Leverkusen hin und wieder als Sieger vom Platz. Dazu wurden auch neue Derbyhelden geboren und sorgen noch heute für Erinnerungen.

Novakovic, Podolski, Maroh, Selke: Derbyhelden mit Doppelpack  

In Erinnerung ist Millivoje Novakovic am 32. Spieltag der Saison 2010/2011 geblieben: Der Slowene erzielte beide Tore für den FC in der zweiten Halbzeit gegen die Werkself und sicherte nicht nur den Klassenerhalt für den FC in der Bundesliga. Im Titelrennen um die Meisterschaft wurde Borussia Dortmund vor Leverkusen Deutscher Meister. Auch deswegen wird auch heute noch ab und an von einer Fanfreundschaft mit der Borussia gesprochen. Oder zum Beispiel der Auswärtssieg am 6. Spieltag der Folgesaison: Der FC gewann in der Bayarena mit 4:1 und bescherte der Werkself die bis dato letzte hohe Niederlage in der Bundesliga. Lukas Podolski war der Mann des Spiels mit einem Doppelpack sowie einer weiteren Torvorlage. 2015 war es diesmal eine Innenverteidiger, der die Kölner auf die Siegerstraße brachte.

Dominic Maroh wurde spätestens an diesem Spieltag zum absoluten Fanliebling der Fans des 1. FC Köln. Der mittlerweile 37 Jahre alte Deutsch-Slowene erzielte jeweils nach einer Standardsituation, einmal nach einem Freistoß und einem Eckball, beide Tore zum Derbysieg und wurde auch hier zu Recht zum Mann des Spiels mit der Bestnote gewählt. Und vor nicht allzu langer Zeit gelang Davie Selke dasselbe Kunststück wie den FC-Spielern zuvor: Das für die Werkself vorverlegte Spiel am Freitagabend des 31. Spieltags der Bundesligasaison 2022/23 sorgte für Unverständnis sowohl bei den Verantwortlichen der Geißböcke als auch bei den Gästefans in der Bayarena, welches für noch mehr Brisanz vor dem Spiel sorgte. Letztendlich versüßte Selke den FC-Fans die Vorverlegung ebenfalls mit einem Doppelpack und bescherte den Bayer-Anhängern ein langes Gesicht.

Ein neuer Derby-Held für den FC?   


Ebenfalls in Erinnerung bleibt der 1:0-Erfolg des FC in der Bayarena aus der Corona-Saison, in welcher Kingsley Schindler am Ende die Partie für die Domstädter entschied. Obwohl es kein Doppelpack eines FC-Spielers gegeben hat, ist auch die schwere Verletzung von Florian Wirtz nicht vergessen. Die Geschichte der Rivalität der beiden Mannschaften vom Rhein wurde spätestens mit seinem Wechsel zu Leverkusen wieder hoch gepusht und könnte am Mittwoch weitergeschrieben werden, wenn Wirtz, mittlerweile Top-Spieler der Mannschaft von Xabi Alonso, wieder gegen seinen Jugendverein antreten wird.

Für Mittwochabend ist im Vorfeld wieder vieles angerichtet. Trotz der Überlegenheit von Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga und des überzeugenden Auftritts in der Champions League kann der FC seit langem wieder einmal in das Halbfinale des Pokalwettbewerbs einziehen. Die Vorfreude auf einen spannenden Pokalabend steigt und lässt die Fans des 1. FC Kölns hoffen, dass wieder ein neuer Derby-Held geboren wird und sich in den Geschichtsbüchern verewigt.


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So fällt die Transferbilanz aus

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Heißes Transferfenster: Die Konkurrenten des 1. FC Köln rüsten für Aufstiegskampf auf

Adedire Mebude und Marcel Halstenberg im Zweikampf
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Heißes Transferfenster: Die Konkurrenten des 1. FC Köln rüsten für Aufstiegskampf auf

Am Montagabend hat das deutsche Transferfenster geschlossen. Die Teams können zumindest keine Spieler mehr verpflichten. Der FC hat vier Spieler unter Vertrag genommen – war damit aber nicht alleine. Die Konkurrenz des 1. FC Köln rüstet für den Aufsteigskampf auf

Vier Spieler verpflichtet, sieben Akteure abgegeben. Beim FC gab es doch reichlich Transferbewegungen. Doch nicht nur die Geißböcke haben zugeschlagen. Die Konkurrenz des 1. FC Köln rüstet für den Aufsteigskampf ebenfalls auf.

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Seit Montagabend 20 Uhr geht auf dem Transfermarkt nicht mehr viel. Zumindest das deutsche Transferfenster hat nun geschlossen. Und beim FC hat sich viel getan. Mit Jonas Urbig (FC Bayern München), Meiko Wäschenbach (Karlsruher SC), Florian Dietz (Leihe zu SCR Altach), Elias Bakatukanda (Leihe zu Blau-Weiß Linz) Rasmus Charstensen (Leihe zu Lech Posen), Sargis Adamyan (Leihe zum SSV Jahn Regensburg) und Maximilian Schmid (Erzgebirge Aue) haben sieben Spieler den FC verlassen. Dafür hat FC-Boss Christian Keller wiederum mit Jusuf Gazibegovic, Joel Schmidt, Imad Rondic und Anthony Racioppi vier Spieler verpflichtet, die den Kader qualitativ noch einmal verbessern sollen. Neben den Kölnern waren aber auch die anderen Zweitligisten sehr aktiv auf dem Transfermarkt. 

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Viele Transfers in der Top-Ten

Während die Überraschung der Saison, die SV Elversberg mit Stürmer Younes Ebnoutalib lediglich einen Transfer tätigte, verpflichteten der 1. FC Kaiserslautern gleich fünf und der 1. FC Nürnberg vier Spieler. Die Pfälzer konnten mit Maximilian Bauer (Leihe, FC Augsburg), Grant-Leon Ranos (Leihe, Borussia Mönchengladbach), Tim Breithaupt (Leihe, FC Augsburg) und dem Ex-Kölner Faride Alidou dabei sogar drei Akteure verpflichten, die bereits Erfahrung in der Bundesliga gesammelt haben. Zudem holte der FCK mit Simon Simoni (Leihe, Eintracht Frankfurt) einen Back-up für Stammkeeper Julian Krahl. Der eigentliche Ersatz-Keeper Avd Spahic verletzte sich und wird einige Zeit ausfallen.

Bei den Nürnbergern war jedoch nicht nur auf der Zugangsseite etwas los, sondern auch auf der Abgangsseite. Mit Finn Jeltsch (Wechsel zum VfB Stuttgart) und Stefanos Tzimas (Wechsel zu Brighton) verkauften die Franken ihre zwei Shootingstars für ca. 35 Millionen Euro. Tzimas wurde von den Engländern aber direkt zurück an das Team von Miroslav Klose verliehen und soll mit seinen Toren dafür sorgen, dass der FCN noch einmal ein ernstes Wort im Aufstiegskampf mitsprechen kann. Als Ersatz für Jeltsch holten die Clubberer mit Tim Drexler (Leihe, TSG Hoffenheim) und Fabio Gruber gleich zwei Spieler, die den Abgang des Stammspielers auffangen sollen. Ebenso verstärkten sich die Nürnberger mit Eryk Grzywacz (Leihe, VFL Wolfsburg), dessen Leihe bis 2026 man als Vorgriff für den Abgang von Ex-FC-Talent Jens Castrop im Sommer zu Borussia Mönchengladbach sehen kann. Zudem wechselt auch noch Stürmer Janis Antiste zum Club (Leihe, US Sassuolo).

Der HSV schlägt kurz vor Toreschluss nochmal zu

Neben den Pfälzern und Franken wurde auch der HSV an den letzten Tagen des Wechselfensters noch aktiv. Nachdem sich Außenbahnspieler Bakary Jatta das Syndesmoseband gerissen hat und dadurch den Rest der Saison ausfallen wird, verpflichten die Hanseaten den Schotten Adedire Mebude (Leihe, KVC Westerlo) als Ersatz für den Rest der laufenden Saison. Am Deadline Day präsentierte der HSV mit Verteidiger Aboubaka Soumahoro und Flügelspieler Alexander Røssing-Lelesiit noch zwei junge Talente, die laut Sportvorstand Stefan Kuntz dennoch als Direktverstärkungen für das Team von Merlin Polzin eingeplant sind. Besonders die Verpflichtung von Soumahoro, der ein polyvalenter Abwehrspieler ist, war wichtig, da Innenverteidiger Lucas Perrin zu Cercle Brügge wechselte und Linksverteidiger und Ex-FC-Spieler Noah Katterbach aufgrund einer Verletzung noch länger ausfällt.

Jeweils zwei Transfers tätigten Fortuna Düsseldorf, der 1. FC Magdeburg und der Karlsruher SC. Düsseldorf verstärkte sich mit Offensivakteur Moritz Broni-Kwarteng vom VfL Bochum und Defensivallrounder Moritz Heyer, der beim HSV in den vergangenen Monaten kaum noch zum Zuge kam. Der Tabellendritte Magdeburg verkündete bereits am Anfang der Transferperiode den Wechsel von Alexander Ahl Holmström, der als Backup für Toptorjäger Martijn Kaars fungieren soll. Während der gesamten Zeit war das Team von Christian Titz noch auf der Suche nach einem weiteren Innenverteidiger, nachdem sich Mitte Dezember die Leihe von Tim Drexler zerschlug und der junge Verteidiger zum 1. FC Nürnberg gewechselt war. Kurz vor Ende des Wechselfensters präsentierte der FCM am Montag die Leihe von Abwehrspieler Patric Pfeiffer vom FC Augsburg, der zuvor in die Schweiz an die Young Boys Bern verliehen war.

Top-Transfers nach Kritik

Der Karlsruher SC hat mit Meiko Wäschenbach vom 1. FC Köln und Mikkel Kaufmann (Leihe, 1. FC Heidenheim) zwei Akteure verpflichtet, die das Team von Trainer Christian Eichner in der Breite weiter verstärken sollen. Besonders die Verpflichtung von Kaufmann war für die Badener besonders wichtig, da Budu Zivzivadze, der Toptorjäger und Fanliebling des KSC den Verein in Richtung Heidenheim und Bundesliga verließ. Den Abgang des Georgiers konnte man den Blau-Weißen in den ersten Spielen der Rückrunde in der Offensive sehr stark anmerken. Auch deswegen holten die Badener lediglich einen Punkt und rutschten in der Tabelle auf Rang acht ab.

Ein besonderes Augenmerk sollten die Konkurrenten aber auf den SC Paderborn und Hannover 96 haben. Nachdem SCP-Trainer Lukas Kwasniok nach dem letzten Spiel der Hinrunde gegen den KSC scharfe Kritik an der Qualität seiner Mannschaft äußerte und damit auch den Wunsch, neue Spieler zu bekommen formulierte, reagierten die Verantwortlichen. Nachdem die Paderborner mit Casper Tehor und Marvin Mehlem bereits zwei Spieler für die Offensive unter Vertrag genommen hatten, folgte Mitte Januar noch die Verpflichtung von Torwart Manuel Riemann, der ablösefrei vom VFL Bochum zu den Ostwestfalen wechselte und in den vergangenen Saisons hervorragende Leistungen im Oberhaus zeigte. Besonders die beiden Transfers von Mehlem und Riemann zeigen die Ambitionen des Teams von Lukas Kwasniok. Allerdings holte sich Riemann am vergangenen Spieltag die Rote Karte ab.

Hannover will es wissen

Neben den Paderbornern verpflichteten auch die 96 nach dem Trainerwechsel von Stefan Leitl auf André Breitenreiter vier qualitativ hochwertige Spieler, die das Niveau innerhalb des Teams auf eine noch höhere Stufe heben. Die Niedersachsen konnten mit Innenverteidiger Kenneth Schmidt vom SC Freiburg und Flügelspieler Rabbi Matondo von den Glasgow Rangers zwei Spieler ausleihen, die bereits Bundesliga, aber auch internationale Luft geschnuppert haben. Neben den beiden wechselten auch Defensivspieler Boris Tomiak vom 1. FC Kaiserslautern, der sowohl als Innenverteidiger als auch als defensiver Mittelfeldspieler auflaufen kann, und Mittelfeldspieler Noel Aseko Nkili per Leihe vom FC Bayern München an den Maschsee. Schlagen die beiden Top-Transfers der beiden Clubs ein, dürften sowohl der SCP als auch die Hannoveraner in den nächsten Wochen noch ein ernstes Wörtchen im Aufstiegskampf mitsprechen.


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Das Geißbockheim

So tickt Imad Rondic

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Der 1. FC Köln zieht ein positives Transfer-Fazit – es bleiben aber dicke Fragezeichen

Thomas Kessler und Christian Keller planen den Kader
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Der 1. FC Köln zieht ein positives Transfer-Fazit – es bleiben aber dicke Fragezeichen

Lange haben die FC-Fans auf die Transferphase gewartet, seit Montagabend ist sie für Köln beendet. Vier Spieler haben die Geißböcke neu verpflichtet, sieben abgegeben. Köln hat am meisten investiert. Der 1. FC Köln zieht eine positive Transferbilanz, es bleiben aber Fragezeichen.

Nach dem Registrierungsverbot hat der FC nun wieder in den Kader investieren dürfen und das auch getan. Trotz kleinerer Schwierigkeiten haben die Kölner vier Spieler neuverpflichtet. Der 1. FC Köln zieht daher eine positive Transferbilanz, es bleiben aber einige Fragezeichen.

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Die Erwartungshaltung war groß, als Christian Keller vor 17 Monaten am Deadline Day vor die Presse trat. Die FC-Fans hatten noch auf einen Stürmer gehofft, auch genährt von einem wilden Gerücht, dass Ihlas Bebou in der Stadt sei. Doch Keller ließ die Transferträume platzen, bevor sie erst aufsteigen wollten. Es wird keine Neuverpflichtungen geben, kündigte der Sportdirektor an, nicht wissend, dass er auch in den kommenden beiden Transferperioden keine großen Sprünge werde machen können. Die Entäuschung war groß. Die Kritik in den Sozialen Medien zum Teil heftig. Keine anderhalb Jahre, aber ein Registrierungsverbot später gibt es in am Ende des Transferfensters keine bittere Enttäuschung, aber auch die ganz große Überraschung ist ausgeblieben. Der FC hat vier neue Spieler verpflichtet und insgesamt sieben Spieler abgegeben, von denen aber nicht mehr alle im Profikader gestanden haben.

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Der FC hat die Kaderlücken geschlossen

Da die Kölner die selbstausgemachten Kaderlücken auf der rechten Verteidigerposition mit Jusuf Gazibegovic sowie im Sturm mit Imad Pondic geschlossen haben und mit Joel Schmied in der Innenverteidigung und Anthony Racioppi auf die Verletzung von Luca Kilian sowie den Abgang von Keeper Jonas Urbig reagiert haben, fällt das Fazit der Kölner Verantwortlichen positiv aus. „Wir haben einen guten Mix gefunden, den Kader zu verändern und auf der anderen Seite auch Qualität dazuzubekommen. Unterm Strich sind wir erst einmal zufrieden“, sagte Thomas Kessler am Montagmittag. „Wir haben schon frisches Blut in die Mannschaft bekommen. Wir haben ja auch immer betont, dass wir mit der Mannschaft zufrieden waren. Wir stehen nicht ganz zu unrecht in der Liga oben.“ Zu unrecht nicht, doch zur Wahrheit gehört auch, dass der FC auch ein Stück weit von souverän entfernt ist.

Nach wie vor ist gerade die Punkteausbeute gegen die Top-Teams aus der oberen Tabellenhälfte überschaubar. Dass die Kölner würden nachlegen müssen, um das Ziel des direkten Wiederaufstiegs dann doch ein wenig wahrscheinlicher zu machen, war dementsprechend folgerichtig. Zumal der Club damit auch ein Zeichen an die Spieler sendet, die mit einem Vereinswechsel im Sommer liebäugeln, bei denen der Aufstieg ein Thema spielen könnte. Eben der Aufstieg, den die FC-Bosse nicht garantieren können – nach wie vor nicht. Gleich mehrere Verträge laufen aus, der FC droht Leistungsträger zu verlieren. Man könnte also meinen, dass die aktuellen Investitionen eventuell die Verhandlungsposition ein wenig beeinflussen.

Nicht alle Erwartungen der Fans wurden erfüllt

Nach einem Jahr Registrierungsverbot mit zwei Transferphasen, in denen der FC handlungsunfähig war, war die Erwartungshaltung bei den FC-Fans einmal mehr extrem hoch. Und nach einigen Kommentaren in den Sozialen Medien zu urteilen, scheinen die Erwartungen nicht überall erfüllt worden zu sein. Denn augenscheinlich gibt es noch weitere Stellen, an denen der FC Bedarf haben könnte. Möglicherweise auf der Position hinter den Spitzen etwa, vielleicht auch auf der Sechs. „Wir haben versucht, punktuell etwas zu verändern. Nicht mit der Brechstange, sondern mit Bedacht“, sagte Kessler. Auch, wenn der Eindruck entstehen könnte, dass die Brechstange dann doch zumindest angesetzt wurde. Denn alles lief aus Kölner Sicht in diesem Transferfenster nicht glatt.

Der FC war sich bekanntlich bereits mit Ivan Prtajin einig. Der Stürmer sollte und wollte zum FC kommen, die Vakanz des Knipsers füllen. Steffen Baumgart legte bei Union Berlin sein Veto ein, der Deal platzte. Genauso kam der Transfer von Gregory Wüthrich nicht zustande. Bei dem Innenverteidiger gab es offenbar medizinische Bedenken. Doch tatsächlich scheinen die FC-Kaderplaner auf die Absagen mit Bedacht reagiert und nicht aus der Hüfte geschossen gehandelt zu haben. Die Verpflichtungen sind ganz sicher keine Notlösungen. Bei Schmied und Racioppi gaben die Kölner Verantwortlichen beispielsweise an, die Spieler schon länger auf der Liste zu haben. Aus polnischen Medien ist zu erfahren, dass sich der FC schon seit „mehreren Wochen“ mit Rondic in Gesprächen befunden habe.

Investition kein Garant für Erfolg

Dass die Kölner diesen Deal mit dem bosnischen Stürmer dann aber doch unbedingt eintüten wollten, könnte man ebenfalls in polnischen Medien zwischen den Zeilen ablesen. Zumindest werden dort die kolportierten 1,5 Millionen Euro, die Lodz mit Prämien offenbar eingenommen hat, als Verhandlungserfolg der Führungsetage des polnischen Erstligisten wahrgenommen. Laut meczyki.pl soll auch ein Testspiel bei Widzew Teil der Vereinbarung sein. Insgesamt investierten die FC-Bosse also zwischen fünf und sieben Millionen Euro für vier Spieler. Und damit sehr viel mehr als die Konkurrenz. Zwar bezahlte der 1. FC Nürnberg 18 Millionen Euro für Stürmerstar Stefanos Tzimas, allerdings nur, um ihn dann für 25 Millionen wieder zuverkaufen. Ansonsten kommt wohl kein Club annähernd in die Höhe der Investitionen der Geißböcke.

Doch das investierte Geld ist bekannltich kein Garant für Leistung oder Erfolg. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Sprung aus der polnischen Ekstraklasa oder der Schweizer Super League in die 2. Bundesliga ein großer ist. Die ersten Auftritte von Gazibegovic und Schmied haben gezeigt, dass es offensichtlich noch einer gewissen Eingewöhnungszeit bedarf. Zwar sind die Investitionen kein Garant für den Erfolg, sie heben die Erwartungen und den Erfolgsdruck beim FC aber durchaus an. Sollte der FC am Ende des Tages wieder aufsteigen, scheinen die Kölner zumindest auf den ersten Blick viel richtig gemacht zu haben.

Der FC hat sieben Abgänger zu verzeichnen

Den vier Neuzugängen stehen dann aber auch sieben Abgänge gegenüber – aufgrund der Urbig-Einnahmen inklusive einer wirtschaftlich positiven Bilanz. Die von Meiko Wäschenbach zum Karlsruher SC und Maxi Schmid zu Erzgebirge Aue überraschen dabei nicht wirklich. Der von Jonas Urbig zum FC Bayern hinterlässt zumindest ein paar Fragezeichen. Nicht beim FC. Die Kölner haben das Maximum aus der aktuellen Situation herausgeholt. Der Abschied war folgerichtig. Dass Elias Bakatukanda und Rasmus Carstensen Spielpraxis sammeln sollen und können, ist ebenfalls verständlich. Bei Florian Dietz und Sargis Adamyan haben die Leihen dann doch ein wenig überrascht. „Wir haben es dem ein oder anderen Spieler ermöglichen können, ausgeliehen zu werden und Spielpraxis zu sammeln. Ich finde, da haben wir in den letzten Wochen die Entscheidungen getroffen, die notwendig waren“, sagte Gerhard Struber.

Und dann wären da noch die potenziellen Leihkandidaten, für die der FC keine Lösung gefunden hat. Kessler nannte explizit Nikola Soldo, für den es offenbar Interessenten gegeben hat, der sich aber wiederum mit den Optionen nicht anfreunden konnte. Auch Jaka Potocnik war Teil der Leih-Verlosung, bleibt aber – zumindest Stand jetzt – beim FC. Dem Vernehmen nach, weil die Spieler-Seite einem Leihgeschäft nicht zustimmen wollten. So oder so: Das Transfer-Fazit der Kölner Verantwortlichen fällt unterm Strich positiv aus. Ob die Wechsel am Ende des Tages die richtigen waren, wird sich ohnehin erst in ein paar Wochen oder Monaten zeigen.


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Das Geißbockheim

So tickt Imad Rondic

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Zwischen Edin Dzeko, Mission Impossible und purer Disziplin: So tickt Imad Rondic vom 1. FC Köln

Imad Rondic vom 1. FC Köln
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Zwischen Edin Dzeko, Mission Impossible und purer Disziplin: So tickt Imad Rondic vom 1. FC Köln

Mit Imad Rondic haben die Kölner doch noch einen Stürmer verpflichtet. Einen, der den Kölnern vielleicht schon am Mittwoch im Pokal-Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen helfen soll. Die richtige Einstellung hat der Angreifer wohl. So tickt Imad Rondic vom 1. FC Köln.

Die Ziele, die sich der Kölner Neuzugang gesteckt hat, sind zumindest hohe. Die Einstellung, diese zu erreichen, scheint der Angreifer ebenfalls zu haben. Wie schnell sich der 25-Jährige beim FC einfügen wird und ob er den Geißböcken schon gegen Leverkusen am Mittwoch eine Hilfe ist, wird sich zeigen. So tickt Imad Rondic vom 1. FC Köln.

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Der Vollzug war noch keine zwei Stunden vermeldet, da stand Imad Rondic schon mit der Mannschaft auf dem Platz. Während sich der Poker um den neuen Spieler wie eine nicht enden wollende Seifenoper von einer Fortsetzung in die nächste bewegte und auch die Meldung des Transfers am Montag auf sich warten ließ, soll die Eingewöhnung des Stürmers verständlicherweise möglichst schnell erfolgen. „Wir sind alle froh, dass uns dieser Transfer jetzt gelungen ist. Gleichzeitig war Imad die letzten Tage angeschlagen und krank. Wir müssen schauen, wie er sich in den nächsten Tagen zeigt“, sagte Gerhard Struber am Montagnachmittag. Tatsächlich hatte sich der Angreifer am Freitagabend zum Ligaspiel von Lodz gegen Spitzenreiter Posen krankgemeldet. Ein Zusammenhang mit einem kolportierten Ultimatum, das Rondic seinem jetzt Ex-Club gestellt haben soll, ist zumindest nicht ausgeschlossen.

„Wenn du dein Maximum gibst, kommt alles von alleine“

Am Montagnachmittag stand der Stürmer erstmals mit der Mannschaft auf dem Platz. Kein Wunder: Rondic ist ehrgeizig, hat große Ziele. „Wenn du dein Maximum gibst, kommt alles von alleine“, sagte der Stürmer in einem Interview wezlo.com. Und für diese Ziele arbeitet der 25-Jährige hart. Rondic behauptet von sich, immer alles für seine Mannschaft zu tun, sich aufzuopfern, zu kämpfen, mit Willen und Leidenschaft. „Ich bin wirklich hungrig nach Erfolg, möchte Spiele und Titel gewinnen. Ich möchte irgendwann in der Champions League spielen“, sagt der Angreifer. „Für mich ist der Schlüssel zum Erfolg nicht Motivation, sondern Disziplin. Manchmal gibt es Tage, an denen man wirklich motiviert ist, aber am nächsten Morgen aufwacht und plötzlich nicht mehr die gleiche Motivation hat. Disziplin bedeutet, auch wenn man keine Motivation hat, zu wissen, dass man Aufgaben erledigen muss.“

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Christian Keller hat mit dem ehemaligen bosnischen Junioren-Nationalspieler doch noch das letzte Mosaiksteinchen seines ersten Transferfensters nach dem Registrierungsverbot gefunden. Ein Steinchen, das er lange suchen musste, nachdem ihm mindestens ein anderes Teil abhanden gekommen war. Denn die Suche nach dem Wunschstürmer hatte zunächst Ivan Prtajin zu Tage gebracht. Der Kroate, vom Spielertyp durchaus mit Rondic vergleichbar, wird bei Union Berlin bleiben – obwohl die Eisernen händeringend nach weiteren Offensivkräften suchten. Auch weitere Namen wurden gehandelt. Interessante Namen wie Fisnik Asllani oder Luca Kjerrumgaard. Fündig wurden die FC-Verantwortlichen aber in Polen bei Widzew Lodz und einem für den deutschen Fußball wohl unbeschriebenen Blatt.  

„Ich bewundere ihn, aber ich werde immer Imad Rondic sein“

Dementsprechend ist die Skepsis mancher Fans durchaus verständlich. Denn der Blick auf die Statistik ist ordentlich, aber aus Leverkusener Sicht sicher nicht besorgniserregend. Der 25-Jährige lief alleine für Lodz und den slowakischen Club Slovan Liberec 170 Mal auf, erzielte für die beiden Teams zusammen 34 Tore, bereitete 15 weitere vor. Die Frage, ob der Angreifer sich damit für eine Aufgabe im deutschen Fußball qualifiziert, ist natürlich rein spekulativ. Schließlich sind die Ligen nicht vergleichbar. Die Frage, ob der Angreifer aber die passende Antwort auf die nun doch schon lange andauernde Stürmersuche ist, darf dennoch gestellt werden. Denn der FC sucht bekanntlich nicht erst seit dieser Saison einen Knipser. Der Weggang von Anthony Modeste wurde nie wirklich kompensiert. Auch, wenn der Franzose in seiner letzten Zeit in Köln wohl überperformte.



Die Fußstapfen sind nach wie vor große. Immerhin trägt Rondic künftig nun die Nummer 27. Vermutlich nicht, weil Modeste für den Stürmer ein großes Vorbild ist. Das sind andere. Natürlich Edin Dzeko, einer der erfolgreichsten Spieler des Landes. „Wir haben viel gemeinsam. Wir sind auf die gleiche Schule gegangen, wir kommen beide aus Sarajevo. Er spielte in Zeljeznicar, ich spielte in Zeljeznicar. Und man könnte sogar sagen, dass wir im selben Viertel aufgewachsen sind“, sagte Rondic dem Sportportal wezlo.com. „Ich möchte eine Karriere wie Dzeko machen, aber ich möchte auch ich selbst sein. Ich bewundere ihn, aber ich werde immer Imad Rondic sein.“ Wie Dzeko wechselte der Stürmer auch von Bosnien zunächst nach Tschechien, doch während es den Topstürmer dann in die Bundesliga verschlug, ging es für Rondic zunächst in die Slowakei und zuletzt eben nach Lodz.

„Ich mag den Druck und diese großen Ziele“ – So tickt Imad Rondic vom 1. FC Köln

Große Vorbilder hat der Angreifer heute nicht mehr. „Ich versuche, von jedem Stürmer, den ich beobachte, etwas mitzunehmen. Haaland ist eine Tormaschine und jeder Offensivspieler wäre gerne so. Natürlich ist auch Lewandowski großartig. Ich mag auch Olivier Giroud, ich denke, unser Spielstil ist ein bisschen ähnlich“, sagte Rondic im Oktober im vereinseigenen Interview. „Wir sind beide Linksfüßer und groß gewachsen, scheuen keinen Körpereinsatz und spielen viel mit dem Kopf.“ Tatsächlich erfüllt der Angreifer ein Anforderungsprofil, das den Kölnern in der Offensive helfen könnte. Rondic ist stark in den Luftzweikämpfen, der 1,90 Meter große Angreifer ist kopfballstark, robust und wuchtig im Zentrum. Rondic ist ein Zielstürmer, der als Wandspieler fungieren kann.

Vor allem machte sich der Bosnier als „Pressing- und Laufmonster“ einen Namen. „Ich glaube, ich habe eine Gabe von Gott, die es mir ermöglicht, für immer zu laufen oder die Übungen immer wieder zu wiederholen“, sagt der Stürmer. „Ich spiele gerne Fußball, aber ich bin auch eine Kämpfer und ich mag den Druck und diese großen Ziele. Wenn der Weg schwierig ist, schmeckt der Sieg besser.“ Worte, die man in Köln sicher gerne hört. „Jetzt gilt es die Neuen zu integrieren. Speziell auch den Imad abzuholen, in unsere Idee. Das wird einige Zeit brauchen“, sagte Gerhard Struber. Doch so wirklich viel Zeit zur Integration gibt es nicht. Denn schon am Mittwoch steht das nächste Duell für den FC an und das gegen den Nachbarn, im Pokal-Viertelfinale gegen Leverkusen. Struber erwarte von Rondic nicht weniger als eine neue Facette im Kölner Spiel, sagte der Trainer.

„Mit Imad Rondic gewinnen wir eine wertvolle Option für unsere Offensive hinzu“, schätzt Christian Keller die Verstärkung ein. Der Sportdirektor betonte, dass der neue Mann sehr gut ins Anforderungsprofil passe. Doch schon die erste Aufgabe könnte für den Neuzugang kaum schwerer sein. Es geht gegen den Deutschen Meister, gegen den Double-Sieger. Leverkusen schoss sich am Sonntagabend in Unterzahl gegen die TSG Hoffenheim in Erfolgslaune. Neben dem Fußball ist Rondic ein großer Filmfan. Sein Lieblingsfilm: Mission Impossible. Passt irgendwie zu der Aufgabe am Mittwoch.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Licht und Schatten der FC-Leihspieler – Gelb-Rot nach sechs Minuten, der nächste Treffer

Said El Mala trifft erneut für die Viktoria
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Licht und Schatten der FC-Leihspieler – Gelb-Rot nach sechs Minuten, der nächste Treffer

Alle Leihspieler des FC im Einsatz: Während einige Leihspieler ihr ersten persönlichen Erfolge bei ihren Clubs feiern konnten, erlebten andere eine bittere Erfahrung. So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln am Wochenende.

Die Leihspieler des FC waren durchaus erfolgreich an diesem Wochenende. Manche konnten ihren ersten Sieg bei ihrem neuen Club einfahren, andere konnten Selbstvertrauen mit direkten Torerfolgen tanken. Doch nicht alle hatten ein Erfolgserlebnis. Immerhin waren alle Leihspieler im Einsatz. So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln am Wochenende.

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Es lief die 29. Spielminute: Said El Mala schnappt sich den Ball auf der linken Außenbahn tief in der eigenen Hälfe. Nach einem Doppelpass mit Donny Bogićević lief El Mala mit dem Ball solo über das halbe Feld, zog in die Mitte und schloss zentral aus 16 Metern ab. Der Ball des 18-Jährigen schlug nach dieser Energieleistung unten rechts im Tor ein und brachte Viktoria Köln gegen 1860 München die 1:0-Führung. Said El Mala erzielte sein siebtes Saisontor und war mit seinen Tempoläufen ein ständiger Unruheherd gegen die Münchener. Der Youngster war der beste Feldspieler der Viktoria und hatte sogar noch mehr Gelegenheiten, sein Tor-Konto hochzuschrauben. Für ihn kam in der 81. Spielminute sein Bruder Malek, der allerdings einen kurzen Arbeitstag hatte. Nach nur sechs Minuten durfte Malek El Mala mit Gelb-Rot wieder runter.

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Adamyan und Carstensen mit Erfolgen

Der 19-Jährige tut sich insgesamt in dieser Saison schwer, hat kaum Spielpraxis. Derzeit wird über ein Ende seiner Leihe bei der Viktoria spekuliert. Dann könnte der ältere der beiden Brüder bei der U-21 des FC eingesetzt werden. Sargis Adamyan hat mit Jahn Regensburg immerhin einen überraschenden 2:0-Heimerfolg in der zweiten Bundesliga eingefahren. Zwar gelang dem 31-Jährige kein eigenes Tor oder eine Torvorlage, doch der Armenier stand von Beginn an gegen Hertha BSC auf dem Platz und wurde nach 68 Minuten ausgewechselt. Somit feierte Adamyan seinen ersten Saisonsieg mit dem Jahn. Auch Rasmus Carstensen feierte mit Lech Posen seinen ersten Pflichtspielsieg.

Gegen Widzew Lodz, Ex-Verein des gerade erste verpflichteten Imad Rondic, setzte sich Carstensen und Lech Posen, dem Tabellenführer der polnischen Liga, mit 4:1 durch. Dabei durfte Carstensen von Beginn an ran. Ein kleiner Wehrmutstropfen war allerdings, dass der Däne seinen Gegenspieler vor dem 3:1 aus den Augen verloren hatte und ihm vor seinen Abschluss im Strafraum nicht mehr energisch daran hindern konnte. Dennoch war es erfreulich, dass der 24-Jährige über die volle Spielzeit die rechte Verteidigerposition besetzen durfte.

Onuoha setzt kaum Akzente, Dietz trifft und siegt

In der dritten Liga kam Chilohem Onuoha in der 72. Minute für den SC Verl ins Spiel. Beim 2:2 des Tabellenneunten gegen den SV Waldhof Mannheim konnte Onuoha allerdings kaum Akzente für Verl setzen. Am Ende reichte es für 20 Minuten, allerdings erhofft sich der 19-Jährige wieder mehr Spielzeit, wo er in 16 Spielen auf immerhin drei Tore und vier Vorlagen kommt. Florian Dietz konnte ebenfalls als Sieger vom Platz gehen. Mit dem SCR Altach bestritt der 24-Jährige ein XXL-Testspiel über 120 Minuten gegen die Stuttgarter Kickers. Dabei konnte Dietz nach einem Eckball in der 75 Minute zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung per Kopfball am kurzen Pfosten vollenden. Auch Florian Dietz durfte 90 Minuten im Test sein Können zeigen.

Ein weiterer Leihspieler des FC ging an diesem Wochenende im Testspiel als Verlierer vom Feld. Elias Bakatukanda verlor mit dem SCR Altach mit 0:1 gegen Rapid Wien. An Bakatukanda lag es allerdings nicht, denn der 20-jährige Innenverteidiger kam in der 75. Minute zum Einsatz und ließ in der Schlussphase nichts mehr zu.


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Thomas Kessler vom 1. FC Köln

Offenbar keine weiteren Transfers geplant

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

1. FC Köln: Offenbar keine weiteren Transfers mehr geplant

Thomas Kessler bei der PK des 1. FC Köln
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1. FC Köln: Offenbar keine weiteren Transfers mehr geplant

Nur noch wenige Stunden kann der FC auf dem Transfermarkt noch einmal nachlegen. In der Theorie. Doch es gibt wohl nicht mehr viel Bewegung am Deadline Day: Es sind keine weiteren Transfers mehr beim 1. FC Köln geplant.

Das erste Transferfenster seit dem Registrierungsverbot geht für die Geißböcke am Monag wieder zu Ende. Mit Imad Rondic gab es noch den erhofften Stürmer, mehr Transfers gibt es aber wohl nicht am Deadline Day: Keine weiteren Transfers mehr beim 1. FC Köln geplant.

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Die offizielle Bestätigung ließ dann doch noch ein wenig auf sich warten. Am Montagmittag meldete der FC dann Vollzug: Imad Rondic heißt der neue Stürmer des 1. FC Köln. Der Angreifer hat einen Vertrag bis 2029 bei den Geißböcken unterschrieben und ist damit nach den Verpflichtungen von Jusuf Gazibegovic, Joel Schmied und Anthony Racioppi der vierte Neuzugang der Kölner seit dem Registrierungsverbot. Der FC hat gleichzeitig auch die beiden großen Baustellen des Kaders geschlossen. Zumindest hatte Thomas Kessler im Oktober Vakanzen auf der Position des Rechtsverteidigers sowie in der Spitze ausgemacht. Zwar haben die Geißböcke noch bis 20 Uhr am Deadline Day Zeit, noch einmal nachzulegen, doch wird der FC davon aller Voraussicht nach kein Gebrauch machen.

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„Stand jetzt würde ich davon ausgehen, dass es das an Transferaktivitäten für uns war“

„Stand jetzt würde ich davon ausgehen, dass es das jetzt an Transferaktivitäten für uns war. Aber im Fußball weiß man nie. Wir haben noch ein paar Stunden“, sagte Thomas Kessler am Montagmittag und gab gleichzeitig ein kleines Fazit ab. „Es ist nicht ganz so einfach, im Winter die Qualität zu bekommen, die man sich erhofft. Gerade im Winter ist es nicht ganz so leicht, die Spieler loszueisen“, sagte der Leiter der Lizenzspielabteilung. „Wir haben einen guten Mix gefunden, den Kader zu verändern und auf der anderen Seite auch Qualität dazuzubekommen. Unterm Strich sind wir erst einmal zufrieden.“ Vier Spieler haben die Geißböcke verpflichtet, dafür zwischen fünf und sieben Millionen Euro investiert. Gerade auf den Positionen des Sechsers oder des Zehners hatten sich einige Fans weitere Veränderungen gewünscht. „Wir müssen am Ende da eher eine Balance finden. Es geht ja darum, im Ballbesitz bessere Entscheidungen zutreffen“, sagte Kessler.

„Nicht mit der Brechstange, sondern mit Bedacht“

Nach einer Veränderung sieht das nicht mehr aus. Auch auf den Abgangsseite wird wohl nicht mehr viel passieren. „Da ist schon der ein oder andere Spieler, für den es – gerade wenn ich an Nikola Soldo denke, der gar nicht mehr in unserem Setting dabei ist, aber natürlich mit seinem Profivertrag dazugehört – sicherlich die ein oder andere Lösung gegeben hätte. Aber es gibt ja auch noch ein paar Märkte, die offen sind“, sagte Kessler. „Ansonsten hatten wir schon ordentlich Bewegung. Wir haben schon frisches Blut in die Mannschaft bekommen. Wir haben ja auch immer betont, dass wir mit der Mannschaft zufrieden waren. Wir stehen nicht ganz zu unrecht in der Liga oben. Wir haben versucht, punktuell etwas zu verändern – nicht mit der Brechstange, sondern mit Bedacht.“ Zuletzt wurde noch über eine Leihe von Jaka Potocnik spekuliert. Kessler betonte, dass er nicht davon ausgehe, dass noch „etwas passieren wird“.

Zufrieden zeigte sich auch Gerhard Struber mit dem ersten Transferfenster beim FC. „Wir sind froh, dass wir Frischblut hinzufügen können. Das war einfach notwendig, um die Mannschaft in eine gewisse Richtung zu lenken und um Facetten zu erweitern. Es gibt jetzt einfach die ein oder andere Option mehr“, sagte der Trainer. „Wir haben es dem ein oder anderen Spieler ermöglichen können, ausgeliehen zu werden und Spielpraxis zu sammeln. Ich finde, da haben wir in den letzten Wochen die Entscheidungen getroffen, die notwendig waren. Jetzt gilt es die Neuen zu integrieren. Speziell auch den Imad abzuholen, in unsere Idee. Das wird einige Zeit brauchen.“


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Offiziell: Imad Rondic wechselt zum 1. FC Köln – Das sagen Keller und Rondic

Imad Rondic wechselt zum 1. FC Köln
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Offiziell: Imad Rondic wechselt zum 1. FC Köln – Das sagen Keller und Rondic

Der Transferpoker hat sich gezogen und nahm seltsame Züge an, nun ist er aber offiziell: Imad Rondic wechselt zum 1. FC Köln und könnte schon am Mittwoch im Pokal gegen Bayer Leverkusen eine Option werden. Ob Rondic eine Antwort auf die Stürmerfrage ist, wird sich zeigen müssen.

Schon am Sonntag waren die finalen Gespräche geführt und der Medizincheck absolviert worden, nun machen es die Geißböcke offiziell: Imad Rondic wechselt zum 1. FC Köln. Das gab der Club am Montag bekannt. Der Stürmer unterschreibt einen Vertrag bis 2029. Nun stellt sich die Frage, ob und wie schnell der Stürmer den Geißböcken helfen kann.

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Spätestens nachdem am Sonntag die ersten Fotos des neuen Stürmers vor der MediaPark-Klinik in Köln beim „Express“ und dem „Geissblog“ auftauchten, waren auch die letzten Zweifel ausgeräumt. Der FC ist auf der Suche nach einem Angreifer nicht nur fündig geworden, die Geißböcke haben auch den zähen Poker um Imad Rondic beendet und den Spieler unter Vertrag genommen. Wie Sky berichtet sollen die Kölner 1,3 Millionen Euro bezahlt haben, polnsiche Medien sprechen von 1,5 Millionen. Der FC schließt nach der Verpflichtung des Rechtsverteidigers Jusuf Gazibegovic auch die zweite Lücke, die bereits vor Monaten ausgemacht worden ist. Rondic steht dem FC ab sofort zur Verfügung, nimmt ab Montag am Training teil und könnte bereits am Mittwoch im Pokal gegen Leverkusen auflaufen.

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„Wir haben ein starkes Commitment zum 1. FC Köln gespürt“

„Mit Imad Rondic gewinnen wir eine wertvolle Option für unsere Offensive hinzu. Als klassischer Boxstürmer, der zudem sehr lauf- und zweikampfintensiv gegen den Ball arbeitet, passt er sehr gut in unser Anforderungsprofil. Gleichermaßen haben wir vom ersten Kennenlernen an ein starkes Commitment zum 1. FC Köln gespürt. Wir freuen uns deshalb sehr, dass Imad von heute an den Geißbock auf der Trikotbrust trägt“, sagt FC-Geschäftsführer Christian Keller.  Dem Wechsel war allerdings ein langer Vertragspoker vorausgegangen, der zwischenzeitlich schon seltsame Züge angenommen hatte. Öffentlich erhielt der FC eine Absage aus Lodz, der Spieler soll seinen nun Ex-Verein vor ein Ultimatum gestellt haben, hatte sich zudem für das Spiel gegen Posen überraschend krankgemeldet. Nun haben die Clubs Einigung erzielt. Rondic geht nun für den FC auf Torejagd.

„Ich bin glücklich, jetzt beim FC zu sein. Als ich von dem Interesse gehört habe, gab es für mich keine Zweifel – für mich war sofort klar, dass ich das machen will. Ich kann es kaum erwarten, mit meinen neuen Teamkollegen auf dem Platz zu stehen. Ich will immer gewinnen und ich werde alles dafür tun, dass wir gemeinsam mit den großartigen Fans des FC am Ende der Saison in die Bundesliga zurückkehren“, sagt Imad Rondic. Ob der Stürmer bereits am Mittwoch im Kader steht, ist indes unklar. „Wir sind alle froh, dass uns dieser Transfer jetzt gelungen ist. Gleichzeitig war Imad die letzten Tage angeschlagen und krank. Wir müssen schauen, wie er sich in den nächsten Tagen zeigt. Grundsätzlich würde er für Mittwoch zur Verfügung stehen“, sagte Gerhrd Struber am Montag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. „Wir müssen schauen, ob er schon spielt.“


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Noch bis zum Abend: Passiert beim 1. FC Köln noch etwas am Deadline Day?

Christian Keller vom 1. FC Köln
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Noch bis zum Abend: Passiert beim 1. FC Köln noch etwas am Deadline Day?

Bis zum Abend haben die Clubs am letzten Tag des Winter-Transferfensters Zeit, auf dem Transfermarkt nochmal tätig zu werden. Ob sie es tun, ist eine andere Frage. Die Kölner haben vier Spieler verplichtet und die beiden großen Baustellen geschlossen. Aber bleibt es dabei? Passiert beim 1. FC Köln noch etwas am Deadline Day?

Noch bis 20 Uhr ist der Winter-Transfermarkt in Deutschland geöffnet. Für den FC auch weiterhin die Chance, den Kader nachzujustieren. Ob die Kölner das aber überhaupt wollen, ist offen. Passiert beim 1. FC Köln noch etwas am Deadline Day?

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Die Hoffnungen bei den Fans waren groß, doch sie platzten früh. Der Deadline Day hatte im September 2023 noch gar nicht so recht begonnen, da hatte Christian Keller ihn für den FC schon für beendet erklärt. Auf der obligatorischen Spieltags-Konferenz nahm Keller neben Steffen Baumgart Platz, verkündete den Abschied des dänischen Abwehrspielers Kristian Pedersen und: „Ansonsten wird nichts mehr passieren. Es wird keinen weiteren Transfer geben“, so Keller. Viele Fans hatten noch auf die Verpflichtung eines weiteren Stürmers gehofft, zumal am Morgen das Gerücht die Runde machte, Ihlas Bebou würde sich dem FC anschließen. Doch weit gefehlt, eine Verstärkung gab es nicht mehr. Anderthalb Jahre und ein Registrierungsverbot später, wirde sich der nächste Deadline Day ähnlich gestalten.

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Vier Spieler hat der FC verpflichtet

Abgesehen natürlich von der Personalie Imad Rondic. Der Stürmer wurde am Mittag beim FC offizell vorgestellt. Und somit haben die Geißböcke alle Baustellen geschlossen, die sie selbst im Oktober aufgemacht haben. Damals sprach Thomas Kessler auf einer Talkrunde davon, dass man vor allem nach einem Knipser und einem Rechtsverteidiger fahnde. Zweiterer war schnell gefunden und auch schnell verpflichtet, beim Stürmer taten sich die Kölner bekanntlich schwerer. Eigentlich sollte es Ivan Prtajin werden, der am Samstag erstmals in der Startelf bei Union Berlin stand, aber keinen großen Einfluss im Spiel gegen RB Leipzig hatte. Doch Ex-FC-Coach Steffen Baumgart verhinderte den sicher erscheinenden Transfer.

Anschließend wurden einige Namen gehandelt und es folgte ein fast schon amüsant wirkender Transferpoker um Imad Rondic. Ob der bosnische Angreifer dem FC helfen kann, muss sich noch zeigen. Zudem haben die FC-Verantwortlichen auf den Kader-Engpass in der Innenverteidigung reagiert. Spätestens nach der Verletzung von Luca Kilian war klar, dass es einen weiteren Innenverteidiger benötigen würde. Joel Schmied wurde verpflichtet, schließt diese Lücke. Genauso wie Anthony Racioppi als Nummer zwei nach dem Abgang von Jonas Urbig an den Rhein geholt wurde. Vier Spieler haben die Geißböcke verpflichtet und dafür zwischen fünf und sieben Millionen Euro bezahlt. Noch bis 20 Uhr hat der FC Zeit, weitere Zugänge folgen zu lassen. Doch sind die überhaupt geplant?

Passiert noch was am Deadline Day?

Anscheinend nicht. „Stand jetzt würde ich davon ausgehen, dass es das jetzt an Transferaktivitäten für uns war. Aber im Fußball weiß man nie. Wir haben noch ein paar Stunden“, sagte Thomas Kessler am Montag auf der Pressekonferenz. „Wir haben einen guten Mix gefunden, den Kader zu verändern und auf der anderen Seite auch Qualität dazuzubekommen. Unterm Strich sind wir erst einmal zufrieden.“ Zweifelsohne könnte der FC nach Meinug vieler Fans noch weitere Akteure brauchen. Die Offensive lahmt beim FC sicherlich nicht nur aufgrund der Stürmersituation, es fehlen die Ideen, der entscheidende Pass ins Schlussdrittel, vielleicht ein wenig Kreativität. Gerade auf der Zehn schwächelt der FC. Mark Uth ist verletzt, Luca Waldschmidt nicht konstant genug und Florian Kainz hinter seiner Topform zurück.

Zudem ist nicht klar, wie ein Stürmer der Ekstraklasa in der 2. Bundesliga einschlägt. „Wir sind alle froh, dass uns dieser Transfer jetzt gelungen ist. Gleichzeitig war Imad die letzten Tage angeschlagen und krank. Wir müssen schauen, wie er sich in den nächsten Tagen zeigt“, sagte Trainer Gehrard Struber. „Grundsätzlich würde er aber für Mittwoch zur Verfügung stehen.“ Auch auf der Sechs hatten sich viele Fans eine weitere Absicherung gewünscht. Auch, wenn Eric Martel am Samstag wieder ein ganz starkes Spiel machte. Wirklich viel deutete zuletzt ohnehin nicht mehr auf weitere Transfers, die Gerüchteküche blieb im Gegensatz zur Stürmer- und Innenverteidigersuche kalt. Noch in der FC-Doku „Geliebter Fußballclub“ deutete Chefscout Martin Schulz im vergangenen Jahr noch mögliche weitere Verpflichtungen an. „Für uns ist es wichtig, dass du eine gute Achse hast. Heißt: Innenverteidiger, Sechser und dann vielleicht vorne auf der Neun ein bisschen mehr Erfahrung hast“, sagte Schulz.

Weitere Abgänge werden die Kölner wohl auch nicht mehr verzeichen. Auch im Fall von Jaka Potocnik habe man „offene Gespräche geführt“, diese mündeten aber nicht in einer Leihe, wie der Leiter der Lizenszpielabtelung erklärte. Immerhin hielt Thomas Kessler noch ein Hintertürchen mit den „paar Stunden“ offen, doch es ist sehr sehr unwahrscheinlich, dass dort noch ein Spieler durchschlüpft.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Oliver Schmitt mit Zweitliga-Debüt beim 1. FC Köln: Was bedeutet das für ihn und Jaka Potocnik?

Oliver Schmitt im Training des 1. FC Köln
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Oliver Schmitt mit Zweitliga-Debüt beim 1. FC Köln: Was bedeutet das für ihn und Jaka Potocnik?

Am Samstagmittag war es soweit für den 24-Jährigen U21-Spieler des FC. Wegen einer dünnen Personaldecke nahm FC-Trainer Gerhard Struber den gebürtigen Kölner mit nach Braunschweig und verhilft ihm dann zu einer Premiere: Oliver Schmitt gibt sein Zweitliga-Debüt beim 1. FC Köln. Doch wie nachhaltig das ist, muss sich wohl noch zeigen.

Es hatte sich bereits unter der Woche angekündigt, als Gerhard Struber auf der Pressekonferenz vor Braunschweig die Möglichkeit einer Kadernominierung des U21-Spielers in Betracht zog. Zu diesem Zeitpunkt ließ der Coach die Frage noch offen, musste aus Personalgründen dann aber doch auf den Spieler der Reserve zurückgreifen: Oliver Schmitt gibt sein Zweitliga-Debüt beim 1. FC Köln.

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Es lief die 89. Spielminute im Eintracht-Stadion in Braunschweig. Damion Downs verließ als Matchwinner mit einem Assist und einem Tor auf dem Konto den Platz und klatschte mit dem Einwechselspieler ab. Das erste Mal. Denn für den 20-Jährigen brachte FC-Trainer Gerhard Struber Oliver Schmitt, der somit sein Zweitliga-Debüt bei den Geißböcken gab. Vor der Saison war damit so nicht zu rechnen, aber die Personaldecke des 1. FC Köln in der Offensive ist momentan nicht gerade breit. Tim Lemperle stand dem Kölner Coach in Braunschweig nicht zur Verfügung, Linton Maina drohte auszufallen. Die Abgänge von Sargis Adamyan und Florian Dietz schmälern den Kader auf dieser Position ebenfalls. Und so stand Schmitt gegen die Eintracht das erste Mal im Kader der Profis und bekam von Struber gleich Spielzeit. Wenn auch nicht viel. Einen wirklichen Einfluss auf die Begegnung nahm der 24-Jährige nicht mehr.

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Grundqualität und Grundschnelligkeit

Bereits unter der Woche rückte Schmitt im Training in den Profi-Kader und füllte diesen auf, um den krankheitsbedingten Ausfall von Maina auszugleichen. Und so stand tatsächlich das unerwartete Debüt an. Schon im Vorfeld nannte Struber den gebürtigen Kölner einen „interessanten Stürmer“, der „immer wieder einen guten Eindruck hinterlässt“. Der 24-Jährige spielt aktuell für die U21 des FC. Aber: Ende der Saison läuft der Vertrag mit Schmitt jedoch aus. Die FC-Verantwortlichen stehen nun vor der komplizierten Entscheidung, ob sie mit dem Kölner verlängern wollen. Dann würde es wie berichtet wohl ein Vertrag bei den Profis geben müssen, da der Spieler mit seinen 24 Jahren zu alt für die U21 wäre. Eine wirkliche Perspektive besaß Schmitt unter Struber bisher allerdings nicht.

Und durch die Verpflichtung von Imad Rondic, die am Montag verkündet werden soll, werden die Chancen für den Angreifer nicht größer. Eine Leihe für Schmitt steht angesichts des aktuellen Vertrags nicht im Raum. „Ich gehe jetzt davon aus, dass er am 4. Februar immer noch hier ist“, sagte Thomas Kessler am Samstag. „Olli bringt schon eine gewisse Grundqualität und auch Grundschnelligkeit mit. Er war natürlich in der letzten Zeit nicht mehr so präsent bei uns im Lizenzfußball, aber hat im Trainingslager mitmachen dürfe und hat die letzten Trainingseinheiten offensichtlich gut gestaltet“, so Kesser. Somit scheint die Überlegung, auch weiter mit Schmitt zu planen, nicht gänzlich weit hergeholt. Man ließe ihn „noch mal ein halbes Jahr Fußball spielen und dann schauen wir mal weiter.“ Abwarten, scheint also die Devise zu lauten – wenn denn auch der Spieler abwarten will.

Schmitt bekommt den Vorzug

Zu weiteren Abgängen wollte sich Kessler am Samstag nicht äußern. Fakt ist aber, dass Schmitt nun erst einmal den Vorzug vor Jaka Potocnik erhielt und sich daher die Frage nach dessen kurzfristiger Zukunft stellt. Der junge Slowene wurde bekanntlich als Nachwuchshoffnung im Sturm nach Köln geholt, schaffte es in dieser Saison aber nicht, sich bei den Profis zu etablieren. Lediglich gegen den Karlsruher SC bekam der 19-Jährige 15 Minuten Einsatzzeit. In der Regionalliga West stand Potocnik für die Kölner U21 elf Mal in der Startelf, konnte jedoch bisher auch nicht so richtig überzeugen. Auch für Potocnik gibt es durch Rondic wieder einen Konkurrenten mehr im Kader, nachdem sich die Situation durch die Abgänge von Sargis Adamyan und Florian Dietz eigentlich verbessert hatte. Eine weitere Leihe scheint zumindest nicht ausgeschlossen.


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Unterschrift steht wohl bevor

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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