Talente kehren zurück in den Nachwuchs des 1. FC Köln – die Tür ist aber weiterhin offen

Maik Afri Akumu im Duell gegen Fortuna Köln
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Talente kehren zurück in den Nachwuchs des 1. FC Köln – die Tür ist aber weiterhin offen

Vier Talente durften sich in der vergangenen Woche bei den Profis zeigen. Nun kehren die Youngster wieder in ihre Nachwuchsmannschaften zurück beim 1. FC Köln: FC-Talente erhalten aber auch weiterhin ihre Chancen.

Gleich vier Kölner Nachwuchshoffnungen waren vergangene Woche Teil der Profis, spielten unter anderem beim Cologne Cup vor. Nun geht es zurück in die Nachwuchsmannschaften des 1. FC Köln: Doch die FC-Talente erhalten auch weiterhin ihre Chancen.

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Für Maik Afri Akumu steht im November eine besondere Reise an. Der Kölner Youngster wurde neben Benjamin Ley und Leonard Reiners für die U17 der deutschen Nationalmannschaft für die WM in Katar nominiert. Der Angreifer, der im Sommer aus Berlin an den Rhein gewechselt ist, ist nominiert worden. In der vergangenen Woche durfte der 17-Jährige auch schon bei den Profis vorspielen. Akumu war einer der vier Youngster, die in der Länderspielpause bei den Profis mittrainieren und eben beim Cologne Cup zum Einsatz kamen. „Es ist einfach wichtig, sie auch mal länger bei sich zu haben“, erklärte Lukas Kwasniok am Donnerstag. „Dadurch, dass der Kader eben nicht ganz so groß ist und ein paar Jungs auf Länderspielreise gewesen sind, ist es glaube ich das normalste der Welt, dass sie sich dann auch bei uns zeigen dürfen.“

„Ein, zwei Jungs öfter bei uns“

So richtig in den Vordergrund hat sich keiner der Nachwuchsspieler gespielt und auch im Training nicht so für Furore gesorgt, dass der Kölner Coach einen vermeintlich künftigen Shootingstar sofort nach oben holen will. Kwasniok ist ohnehin darauf bedacht, junge Talente nicht zu verheizen. So äußerte sich der Trainer sehr verantwortungsbewusst in Bezug auf einen weiteren Startelf-Einsatz von Said El Mala. „Der Junge ist 19 Jahre alt, der hat halt jetzt drei Spiele in einer Woche absolviert. Sein Körper ist das noch nicht ganz so gewohnt wie ein Körper eines Kaminski, eines Johannesson“, sagte Kwasniok. „Ich möchte nicht eines Tages hier sitzen und dann die Frage beantworten müssen, warum habt ihr auf den Jungen nicht Acht gegeben?“

Auch bei den aktuellen Nachwuchsspielern tritt Kwasniok auf die Bremse. „Sie werden jetzt aber wieder bei ihren Mannschaften sein, bei der U19 und der U21“, sagte der Coach und öffnete die Tür dann aber wieder einen Spalt. „Ich kann mir schon vorstellen, dass ein, zwei Jungs öfter bei uns bleiben, um sie einfach ans nächste höhere Trainingsniveau zu gewöhnen. Aber es wird jetzt keine Ad hoc Geschichte sein, dass sie nur noch bei uns sind und dann in der U21 spielen. Das werden wir situativ dann immer wieder händeln.“ Namen nannte der Trainer nicht. Nach dem Cologne Cup hatte der Coach vor allem Abwehrspieler Yannick Mausehund gelobt. Auch Luc Dabrowski und Etienne Borie erhielten ihre Chance. Akumu hat nun ohnehin ein ganz anderes Highlight vor der Brust. Und die U17-WM hat sich vor zwei Jahren für Fayssal Harchaoui und Justin von der Hitz bereits gelohnt.

Tore garantiert? Die Offensive des 1. FC Köln weiß, wo Augsburgs Tor steht

Linton Maina jubelt nach seinem Tor gegen Augsburg
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Tore garantiert? Die Offensive des 1. FC Köln weiß, wo Augsburgs Tor steht

Im bisherigen Saisonverlauf hat sich die Hintermannschaft des FC Augsburg alles andere als sattelfest gezeigt. Ein Vorteil für die Geißböcke? Die Offensive des 1. FC Köln weiß, wo Augsburgs Tor steht.

Die Anfälligkeit der Augsburger Hintermannschaft ist keine Toregarantie für den FC. Florian Kainz, Jan Thielmann, Marius Bülter und Co. – die Offensive des 1. FC Köln weiß aber sehr wohl, wo Augsburgs Tor steht.

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Es gibt wohl nur wenig Zweifel daran, dass die Statistik immer nur einen Teil der Wahrheit ablichtet. Obwohl im Schnitt beispielsweise vier Tore in den bisherigen Liga-Duellen der Augsburger gefallen sind und dabei auch jeweils beide Mannschaften immer trafen, ist nicht sicher gesagt, dass die Begegnung des FC am Samstag eine torreiche wird. Wahrscheinlich ist das aber schon: Immerhin trifft eine besonders kaltschnäuzige Mannschaft auf eine in der Defensive doch anfällige. Der FCA hat den höchsten gegnerischen xGoals-Wert der Liga – und das mit großem Abstand. Doch ein Garant ist es eben nicht. Um die Hoffnung auf Kölner Treffer aber ein wenig zu erhöhen, sei erwähnt, dass gleich mehrere FC-Spieler ganz genau wissen, wo das Tor der Augsburger steht, beziehungsweise, wie man es dann auch noch trifft.

Viele Treffer gegen Augsburg

Eric Martel erzielte sein erstes Tor für die Geißböcke in einer Begegnung gegen die Fuggerstädter. Im April 23 gewannen die Kölner 3:1 in Augsburg, der Sechser traf zum zwischenzeitlichen 2:0. Luca Waldschmidt war bereits zwei Mal erfolgreich, bereitete zwei Treffer vor. Doch der ehemalige Nationalspieler hat noch ein ganz anderes Erlebnis mit dem FCA. Im Juniorenbereich waren die Fuggerstädter wohl so etwas wie der Lieblingsgegner des gebürtigen Siegeners. Gleich sechs Tore knipste der Angreifer damals im Dienste der Frankfurter U17 gegen Augsburg – gegen keinen Gegner mehr. Im Februar 2013 erzielte Waldschmidt sogar einen Hattrick. Auch Marius Bülter traf bereits gegen den FCA. Auf der Scorerliste stehen zwei Treffer, ein Assist.

Und um die Kölner Gefährlichkeit gegen Augsburg komplett zu machen, kommen auch Linton Maina, Jan Thielmann und Florian Kainz auf insgesamt vier Tore und vier Assists. Die weiteren Kölner Offensivkräfte waren bislang weniger erfolgreich. Vor allem, weil es bisher für sie kaum bis gar keine Duelle gegen Augsburg gegeben hat. Nur Jakub Kaminski fällt in der Statistik mit keinem Tor in vier Begegnungen ab. In seiner aktuellen Form wäre der Samstag doch ein guter Zeitpunkt, das zu ändern.

Neue Marktwerte: Starker Gradmesser für Thomas Kesslers Erfolg beim 1. FC Köln

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Neue Marktwerte: Starker Gradmesser für Thomas Kesslers Erfolg beim 1. FC Köln

Dass die Kaderwerte beim FC in der Summe nach dem erfolgreichen Start höher eingeschätzt werden, kommt nicht überraschend. Allerdings ist die Steigerung extrem beeindruckend beim 1. FC Köln: Aktuelle Marktwerte als Gradmesser für Thomas Kesslers Kader Erfolg.

Nicht nur die herausragende Quote der funktionierenden Neuzugänge geht neben der Arbeit von Trainer Lukas Kwasniok größtenteils auf das Konto des neuen Sportchefs. Auch wirtschaftlich ist Stand jetzt ein mehr als guter Weg eingeschlagen worden beim 1. FC Köln: Aktuelle Marktwerte als Gradmesser für Thomas Kesslers Kader Erfolg.

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Das Lob von Michael Reschke fiel im FC-Podcast „Dreierkette“ schon auffallend groß aus. Als „außergewöhnlich“, als „kleines Fußballwunder“ beschrieb der Berater von Eric Martel die Entwicklung des 1. FC Köln und nannte gleich mehrere Namen, denen besondere Lobeshymnen gesungen werden dürfen. Vor allem aber lobte der Frechener immer wieder Thomas Kessler und eben die, die die Entscheidung getroffen haben, „Kess“ in den neuen Job zu heben. Nun ist Reschke bekanntlich ein Sympathisant der Geißböcke und vielleicht als Spieler-Berater daran interessiert, sich mit dem Sportchef gutzustellen. Doch mit dem 68-Jährigen spricht ein Experte auf dem Gebiet. Reschke war in Kaderplanungen unter anderem bei den Bayern, beim VfB Stuttgart und beim FC Schalke 04 involviert.

Zweitteuerste Transfersommer

Das Lob kommt also von einem absoluten Experten. Dabei ist die positive Entwicklung der Geißböcke natürlich auch den Laien längst aufgefallen. Von den zwölf Neuverpflichtungen gehören zwei Drittel mindestens zum erweiterten Kreis der Stammspieler. Rav van den Berg ist verletzt, Ron-Robert Zieler als Nummer zwei verpflichtet. Wenn überhaupt bleiben mit Cenk Özkacar und Alessio Castro-Montes höchstens zwei neue Spieler ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Bislang, gerade bei Castro-Montes sind die Erwartungen nach wie vor große. Gleich mehrere der neuen Akteure würden es sicherlich auch in anderen etablierten Teams der Liga in die erste Elf schaffen. Mannschaften, die an die Tür Richtung Europa anklopfen wollen.

Um einen ähnlich erfolgreichen Transfersommer in der Historie der Kölner zu finden, muss man wohl schon sehr weit zurückschauen. Wobei der Vergleich mit allen besonderen Gegebenheiten natürlich auch ein wenig hinkt. Kessler hat in diesem Sommer aber den „zweitteuersten“ Transfersommer der Kölner Geschichte verursacht, sich durch clevere Abgänge nicht verausgabt. Rund 25 Millionen Euro hat der FC für neue Spieler ausgegeben. In der Spielzeit 17/18 waren es 40 Millionen, alleine für Jhon Cordoba 17. Damals wurden aber auch Spieler verpflichtet, die eben nicht wie erhofft einschlugen. Spieler wie Vincent Koziello. Der ehemalige französische Nachwuchsnationalspieler ist zurzeit noch ohne Verein. Dass der FC mal bis zu acht Treffer in dieser Form auf dem Markt gelandet hat, ist wenn überhaupt sehr lange her.

Beeindruckende wirtschaftliche Entwicklung

Das liegt auch an der Quantität an Neuverpflichtungen, für die Profi-Abteilung wurde schlicht selten in einem ähnlichen Ausmaß zugeschlagen. Vor allem aber scheint die Scouting-Abteilung einen richtig guten Job gemacht zu haben. Und das könnte sich nicht nur sportlich für die Kölner irgendwann auszahlen. Auch wirtschaftlich scheint dieser Transfersommer ein guter zu sein. Die Zahlen von transfermarkt.de entsprechen bekanntlich nicht gänzlich der Realität, sind aber durchaus als Tendenz, vielleicht als eine Art Richtwert zu sehen. Und diese liefern beeindruckende Zahlen. Rav van den Berg soll den FC rund acht Millionen Euro gekostet haben, die ist der Spieler seit dem neuesten Update auch wert. Sebastian Sebulonsen wurde für 2,5 Millionen Euro verpflichtet, ist laut Online-Portal nun vier Millionen wert.

Besonders positiv ist die Entwicklung bei Isak Johannesson. Der Isländer wurde für 5,5 Millionen verpflichtet, der Marktwert wird nun auf zehn Millionen eingeschätzt. Und Said El Mala sprengt die Rechnung ohnehin. Der Youngster wurde für rund 300.000 Euro von der Viktoria verpflichtet. Mit 18 Millionen ist er mittlerweile der viert wertvollste FC-Profi der Vereinsgeschichte – hinter Namen wie Anthony Modeste, Lukas Podolski und Jonas Hector. Alleine das Plus der festverpflichteten Spieler beläuft sich aktuell auf knapp 30 Millionen. Ein Wert, der natürlich mit Vorsicht zu genießen ist. Denn neben den Tendenzen von transfermarkt.de sind die jeweiligen Ablösen kolportiert und die angegebenen Marktwerte stark an Leistungen, Verletzungen und Erfolgen auch vom Team gekoppelt. Die Werte können also schon beim nächsten Update wieder ganz anders aussehen.

Kaderwert massiv gesteigert

Für den Moment haben die Kölner Verantwortlichen aber den Kaderwert auf mehr als 100 Millionen Euro in die Höhe geschraubt, ihn um deutlich mehr als 30 Prozent gesteigert. Er ist so hoch wie seit vier Jahren nicht mehr und damals erreichten die Kölner am Ende der Spielzeit bekanntlich die Conference League. Allerdings sind die Werte der Spieler in den vergangenen Jahren insgesamt auch deutlich angestiegen, ein Vergleich ist schwer. Der FC liegt im ligainternen Vergleich mit den 106 Millionen dennoch auf Platz 15. Und dann ist da noch ein weiterer Teil der Wahrheit. Denn unter anderem den Deal mit Said El Mala hat das Team um Christian Keller auf die Spur gebracht. Möglicherweise konnte der neue Sportdirektor zudem auch nur aufgrund des Sparkurses seines Vorgängers so viel investieren.

Dennoch: Bislang ist die Arbeit von Thomas Kessler nicht hoch genug einzuordnen. Der Sportdirektor hat den FC durchaus sportlich und wirtschaftlich in die richtige Richtung gelenkt. Mindestens für den Moment.

Großes Lob von Martel-Berater an Macher des 1. FC Köln: „Das ist ein kleines Fußballwunder“

Thomas Kessler soll Sportdirektor beim 1. FC Köln bleiben
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Großes Lob von Martel-Berater an Macher des 1. FC Köln: „Das ist ein kleines Fußballwunder“

Seine zwölf Neuverpflichtungen haben im Sommer für Euphorie beim FC und den Fans gesorgt. Kein Wunder, ein Großteil der Spieler ist bereits eingeschlagen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler erhält großes Lob vom Martel-Berater.

Er gilt schon jetzt als der Architekt des starken Saisonauftakts beim 1. FC Köln: Und das fällt nicht nur den FC Fans auf – Thomas Kessler erhält ein großes Lob vom Eric Martel-Berater Michael Reschke.

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Er war einst unter anderem Sportvorstand beim VfB Stuttgart und sportlicher Direktor bei Bayern München und dem FC Schalke 04, mittlerweile ist er Berater von Eric Martel. Und offenbar ist Michael Reschke ein Fan von der Arbeit beim 1. FC Köln. Und das trotz Leverkusener Vergangenheit. Im FC-Podcast „Dreierkette“ äußerte sich der 68-Jährige nun zu der geleisteten Arbeit der sportlichen Führung bei den Geißböcken – vor allem nach dem 32. Spieltag der vergangenen Saison. „Was sich seitdem beim FC entwickelt hat, das ist für mich unfassbar. Das ist ein kleines Fußballwunder“, sagt Reschke, der neben Lionel Souque auch Ex-Präsident Werner Wolf und Philipp Türoff namentlich erwähnte, die eine „sehr gute Entscheidung“ getroffen hätten, „Thomas Kessler in Verantwortung zu nehmen“.

„Das ist außergewöhnlich“

Nach dem Regensburg-Spiel im vergangenen Mai war der ehemalige Keeper vorerst zum Interims-Sportchef als Nachfolger von Christian Keller ernannt worden, mittlerweile ist Kess in dieser Funktion fest unter Vertrag und darf sich durchaus berechtigte Hoffnungen auf den Posten des Geschäftsführers Sport machen. Kessler hatte im Sommer zum großen Rundumschlag in Sachen Kaderplanung ausgeholt. Insgesamt zwölf Spieler verpflichtet, noch mehr Abgänge eingeleitet. „Was Thomas an Entscheidungen seitdem geliefert hat, das ist schon außergewöhnlich“, so Reschke weiter. „Angefangen mit Friedhelm Funkel, der den Aufstieg ins Ziel gebracht hat. Dann die Trainer-Entscheidung mit Lukas Kwasniok, die ich sensationell finde. Die ganze Transferarie: So eine Quote kann man eigentlich gar nicht ziehen.“

Laut Reschke habe man diese Entwicklung im Sommer nicht erwarten können. „Man muss eins realistisch sehen: So eine Quote, wie Thomas sie mit seinem Team erzielt hat, die kannst du nicht erzielen“, so der Experte weiter. „Van den Berg, Johannesson, Ache, Sebulonsen, Bülter, Kaminski, Lund und El Mala – das sind absolute Top-Transfers und das sind von zwölf gleich acht. Das ist eine Wahnsinns-Quote“. Bei den weiteren Spielern sei ebenfalls eine gute Entwicklung zu sehen. Einzig bei Castro-Montes könne er diese noch nicht einschätzen. Reschke deutete auch an, dass Thomas Kessler durchaus vor hatte aus dem starren Gebilde auszubrechen. „Das ist ja jetzt ein ganz anderer Fußball“, sagt Reschke. „Ich gehe ins Stadion und sehe die gerne spielen. Der 1. FC Köln ist in einem Tempo, das nicht möglich ist, ein gestandener Bundesligist geworden.“

„Das ist alles voller Substanz“

Auch Lukas Kwasniok erfuhr großes Lob. „Der hat vielleicht eine hemdsärmelige Art, wie er zunächst rüberkommt. Aber das ist voller Substanz. Da ist taktische Raffinesse dabei“, sagt Reschke und betont, dass dem Coach ein großer Anteil des Erfolgs beizumessen sei. Natürlich äußerte sich der Berater auch zu seinem Schützling Eric Martel. Der Vertrag des Sechsers läuft im kommenden Sommer aus. Schon im vergangenen Sommer gab es Spekulationen über einen möglichen Wechsel, „Für uns drei war klar, dass wir in diesem Kalenderjahr keine Entscheidung treffen. Die Zukunftsplanung werden wir im neuen Jahr angehen“, so Reschke. Der Spieler hatte im September im Interview mit come-on-fc.com ebenfalls betont, noch keine Entscheidung getroffen zu haben. „Dieses Jahr war ihm wichtig, er wollte helfen, den Club wieder zu stabilisieren.“

Wie es weitergeht, ist also nicht entschieden. Martel wollte sich ohnehin beim FC die Entwicklung anschauen. Und die ist wie Reschke bestätigte durchaus positiv – wenn nicht sogar außergewöhnlich.

Jakub Kaminski vom 1. FC Köln darf von WM-Teilnahme träumen

Jakub Kaminski spielte stark für Polen
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Jakub Kaminski vom 1. FC Köln darf von WM-Teilnahme träumen

Für den Kölner Linksaußen läuft es aktuell nicht nur bei den Geißböcken gut. Auch mit der Nationalmannschaft Polens konnte der 23-Jährige am Sonntagabend einen Erfolg feiern, bevor er zurückkehrt zum 1. FC Köln: Jakub Kaminski darf von der WM-Teilnahme träumen.

90 Minuten stand der Offensivspieler in Litauen auf dem Platz. Und es lief gut für den Nationalspieler aus den Reihen des 1. FC Köln: Jakub Kaminski darf von der WM-Teilnahme träumen.

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In der aktuellen Saison läuft es für den gebürtigen Polen wahrlich nicht schlecht. Beim 1. FC Köln ist der 23-Jährige angekommen, stand in allen Bundesliga-Duellen 90 Minuten auf dem Platz und erzielte für den FC bereits drei Tore. Aktuell befindet sich Jakub Kaminski auf Länderspielreise mit der polnischen Nationalmannschaft. Und auch auf dem internationalen Parkett scheint es für den Kölner Neuzugang rund zu laufen. Wurde Kaminski im Duell gegen Neuseeland noch geschont und kam nicht zum Einsatz, so stand der Offensivspieler am Sonntagabend gegen Litauen 90 Minuten auf dem Platz, wurde erst kurz vor Ende der Begegnung vom Feld genommen.

Kaminski mit gutem Spiel gegen Litauen

Beim 2:0-Sieg der polnischen Nationalelf machte Kaminski ein gutes Spiel, konnte allerdings keine Scorerpunkte sammeln. Das übernahmen unter anderem mit ihren Treffern die beiden Torschützen Sebastian Szymanski von Fenerbahce Istanbul und Robert Lewandowski, der per Kopf einschob. Polen behält dank der eingefahrenen Punkte den zweiten Rang der Gruppentabelle vor und liegt mit 13 Zählern nur drei hinter den Niederlanden als Tabellenführer. Auf dem dritten Platz reiht sich aktuell mit zehn Punkten Finnland ein. Der Mannschaft mit FC-Spieler Kaminski kann den Platz in den Playoffs nur noch ein unmöglich erscheinender Kantersieg der Finnen streitig machen.

Mit einem Sieg gegen die Niederlande in der dritten Länderspielphase könnte die Mannschaft von Nationaltrainer Jan Urban sogar mit dem Spitzenreiter punktemäßig gleichziehen. Allerdings hat die Elftal ein wesentlich besseres Torverhältnis. Das Duell findet am 14. November statt. In der zweiten Begegnung wartet dann am 17. November das Auswärtsspiel auf Malta auf Kaminski, Lewandowski und Co. Für Isak Johannesson geht es schon am Montagabend gegen Frankreich weiter. Nach der Niederlage gegen die Ukraine steht Island bereits mächtig unter Druck. Am Dienstag könnte Sebastian Sebulonsen sein Länderspieldebüt feiern und auch Said El Mala spielt mit der deutschen U21.

Mut zur Lücke beim 1. FC Köln oder doch eher Kaderlücken?

Lukas Kwasniok coacht beim Testspiel gegen Fortuna Köln
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Mut zur Lücke beim 1. FC Köln oder doch eher Kaderlücken?

Fünf Testspiele, fünf unterschiedliche Herangehensweisen – FC-Trainer Lukas Kwasniok sorgt bei seinen Aufstellungen für die ein oder andere Überraschung. Bei Spielern wie Tom Krauß scheint das zu funktionieren, aber: Nicht alle Experimente gehen beim 1. FC Köln auf.

Linton Maina als Schienenspieler, Tom Krauß als Innenverteidiger und auch weitere Spieler auf ungewohnten Positionen. Lukas Kwasniok beweist Mut zur Lücke, aber: Nicht alle Experimente gehen beim 1. FC Köln auf.

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In zwei Wochen startet der 1. FC Köln mit dem Pokalspiel beim Drittligisten SSV Jahn Regensburg in die neue Spielzeit. Zuvor steht für die Kölner mit dem Spiel gegen Atalanta Bergamo noch ein weiterer wichtiger Test auf dem Programm. FC-Coach Lukas Kwasniok ist aktuell bei der Suche nach der Startelf noch in der Findungsphase. Denn bei genau dieser gibt es noch einige Fragezeichen. Aktuell fällt auf, dass der Coach Spieler nicht nur auf ihren etatmäßigen Positionen, sondern auch in ungewohnten Rollen einsetzt.

Kwasniok wagt Experimente

Manche gespielte Formation dürfte den ein oder anderen FC-Fan in der jüngeren Vergangenheit überrascht haben. So agierten unter anderem die beiden Offensivspieler Steffen Tigges und Linton Maina schon als linke Schienenspieler in einer Dreier- bzw. Fünferkette. Insbesondere Maina machte seine Sache recht ordentlich, brachte auch mit seinem Tempo gemeinsam mit Jakub Kaminski viel Power auf die linke Seite, offenbarte aber auch einige Schwächen in der Rückwärtsbewegung. Doch auch in der Zentrale wagte sich Kwasniok zu einem Experiment. Sowohl gegen Leicester als auch gegen Siegburg und Arnheim spielte Sommerneuzugang Tom Krauß, der normalerweise im zentralen Mittelfeld zu Hause ist, auf der Position des zentralen Innenverteidigers der Dreierkette. Trotz der Tatsache, dass der 24-Jährige in seiner bisherigen Karriere noch nie in dieser Rolle zum Einsatz gekommen war und vom Profil her auch eher ein Achter als ein Sechser ist, machte er seine Sache sehr abgeklärt.

Eric Martel spielte in diesem Konstrukt eine überraschend offensive Rolle. Unter Gerhard Struber war es noch der ehemalige U21-Nationalspieler, der in der Dreierkette die zentrale Rolle einnahm – und das durchaus überzeugend. Ob die Arbeitsverteilung zwischen Krauß und Martel auch beim Saisonstart so aussehen wird, werden die kommenden Testspiele zeigen. Allerdings bringen die beiden Akteure dem FC auch eine gewisse taktische Variabilität mit. So kann Kwasniok innerhalb des Spiels ohne Probleme zwischen einer Dreier- und einer Viererkette wechseln. Während bei der Option mit einer Dreierkette einer der ehemaligen Leipziger in der Mitte der Dreierkette aufläuft, würden die beiden in einer Viererkette aller Voraussicht nach nebeneinander auf einer Doppel-Sechs agieren, bei der nach jetzigem Stand Krauß den Defensiv- und Martel den Offensiv-Part übernehmen würde.

Nicht alle Versuche glücken

Zudem können die Mittelfeldspieler ihre Aufgaben auch schnell innerhalb des Spiels wechseln und den Gegner so vor Probleme stellen. Egal, wie sich Kwasniok am Ende entscheidet, hat der FC mit Krauß und Martel zwei Spieler, die ihre Stärken im Laufen, Kampf und Zweikampf besitzen, aber auch gut mit dem Ball umgehen und sich somit auch ins Offensiv- und Kombinationsspiel einbinden können.

Für ein ebenfalls überraschendes Experiment sorgte Kwasniok am Sonntag beim Vorbereitungsspiel gegen Arnheim, als der Trainer nur einen etatmäßigen Innenverteidiger im ersten Abschnitt aufstellte. Der Plan, den Gegner im Schlussdrittel nach Belieben zu bespielen, ging nach hinten los. Und die Kölner Hintermannschaft war eindeutig überfordert. Sicherlich aufgrund individueller Fehler, aber auch, weil einige Spieler mit ihren Positionen ganz offensichtlich fremdelten. So hatten sowohl Sebastian Sebulonsen als auch Leart Pacarada ihre Probleme in der Innenverteidigung genauso wie Jan Thielmann als verkappter Rechtsverteidiger. So scheinen einige Versuche durchaus aufzugehen, an anderen Stellen waren die Experimente alles andere als glücklich.

Konkurrenzkampf hinter der Spitze beim 1. FC Köln: Mehrere Kandidaten kämpfen um wenige Plätze

Luca Waldschmidt im Testspiel gegen Fortuna Köln
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Konkurrenzkampf hinter der Spitze beim 1. FC Köln: Mehrere Kandidaten kämpfen um wenige Plätze

Nach dem Trainingslager und den vier Testspielen gibt es schon einige Spieler bei den Kölnern, die sich für mehr empfohlen haben. Und das könnte ein kleines Problem werden. Denn gerade in der Offensive ist der Konkurrenzkampf groß beim 1. FC Köln: Die Positionen hinter der Spitze sind umkämpft.

In den bisherigen Testspielen hat Trainer Lukas Kwasniok immer stark rotiert, sodass jeder Spieler die Chance hatte, sich zu zeigen. Je weiter die Vorbereitung voranschreitet, desto härter wird aber der Kampf um die Plätze in der Startelf in den Pflichtspielen. Speziell in der Offensive auf den Außen und im offensiven Mittelfeld ist der Kader breit aufgestellt beim 1. FC Köln: Die Positionen hinter der Spitzen sind umkämpft.

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In drei von vier Testspielen hat Luca Waldschmidt bereits getroffen. Gegen Bergisch Gladbach vollendete der Angreifer mit seinem Abschluss eine schöne Kombination der Kölner. Vergangenen Freitag gegen Leicester City schlenzte er dann den Ball mit Gefühl vom Strafraumrand in die lange Ecke. Und gegen den Siegburger SV erzielte er gleich einen Doppelpack. Aber auch ab von seinen Toren machte der 29-Jährige einen guten und engagierten Eindruck und empfiehlt sich für mehr. Das muss der ehemalige deutsche Nationalspieler jedoch auch tun, um eine Chance auf einen Stammplatz zu haben. Von Lukas Kwasniok wurde der Linksfuß zwar jetzt ein paar Mal im Sturmzentrum aufgestellt, aber er kann auch eine Position weiter hinten spielen. Und dort ist der 1. FC Köln breit aufgestellt. Neben Waldschmidt melden mehrere weitere Akteure Ansprüche an. Und je nach System des neuen Trainers sind nur zwei bis drei Plätze zu vergeben.

Einige etablierte Spieler im Konkurrenzkampf

Ähnlich wie Waldschmidt hat auch Florian Kainz sich bereits treffsicher gezeigt und in der Hälfte der bisherigen Spiele ein Tor erzielt, wenn auch im Test gegen Leicester nur im Nachschuss nach seinem Elfmeter. Gerade im ersten Spiel gegen Bergisch Gladbach zeigte er sich sehr frisch und legte auch zwei Tore auf. Zusätzlich kann der 32-Jährige mit seiner Erfahrung punkten. So ist der Linksaußen mit 185 Bundesligaspielen einer der Spieler im Kader mit den meisten Partien in der höchsten deutschen Spielklasse. Aber Bundesliga-Erfahrung kann auch Linton Maina vorweisen. In der abgelaufenen Saison war der Flügelspieler einer der Schlüsselspieler beim FC, lieferte ganze elf Assists. Nach seiner Vertragsverlängerung am Ende der vergangenen Spielzeit wird er seinen Status natürlich nicht verlieren wollen. Für ihn könnte es jedoch auch eine Alternative geben. So setzte Lukas Kwasniok seinen Offensivspieler gegen Leicester in einer Fünferkette auf der linken Schiene ein, wo er eine gute Leistung absolvierte und viele Impulse nach vorne gab. Es könnte daher vielleicht ein Modell für die Zukunft sein.

Definitiv nicht mehr als Verteidiger soll Jan Thielmann eingesetzt werden. Das Eigengewächs hatte in der abgelaufenen Saison öfter rechts hinten aushelfen müssen. Jetzt sieht ihn Kwasniok aber wieder eine Position weiter vorne und hat das auch schon mit dem 23-Jährigen abgesprochen, wie dieser im come-on-fc-Interview verriet: „Wir haben während der EM kurz telefoniert und Lukas hat mir ein wenig von seinen Plänen erzählt. Ich freue mich darauf, dass ich wieder offensiver spielen kann.“ Dort muss er sich nun der großen Konkurrenz stellen, was ihn aber eher motiviert: „Ich bin ein großer Fan von Konkurrenzkampf. Denn er fördert die eigene Leistung und die vom Team. Es macht Spaß, sich mit den anderen zu messen. Man will dem Trainer schon etwas zeigen“, so Thielmann. Trotzdem würde sich auch der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler bestimmt nicht mit einem Bankplatz zufrieden geben – gerade nach der Vertragsverlängerung.

Die Neuen machen Druck

Einer der Gewinner des bisherigen Vorbereitung ist Jakub Kaminski. Der Neuzugang aus Wolfsburg war bis jetzt bei seinen Einsätzen immer einer der Aktivposten. Er leitete viele gefährliche Aktionen ein, legte im Test zum Abschluss des Trainingslagers so auch die Führung auf. Neben den Spielen überzeugt der Pole genauso im Training, zieht viele Dribblings an und sucht das Eins-gegen-Eins. Damit machte der 23-Jährige direkt klar, dass er für den FC eine echte Verstärkung sein kann. Ähnliches gelang aber auch einem weiteren Neuen, nämlich Top-Talent Said El Mala. Mit seinem starken Offensivdrang und beeindruckenden Dribblings hat der Youngster gerade in den Trainingseinheiten schon einige Male sein großes Potential gezeigt. Auch wenn sich der 18-Jährige noch an das Niveau in der Bundesliga anpassen muss und daher nicht sofort Ansprüche auf einen Stammplatz haben kann, wird er trotzdem Einsatzzeit bekommen wollen. Und für die Kölner wäre das auch sinnvoll, da sie so El Malas Entwicklung fördern.

Mit Marius Bülter gibt es nun noch eine Verpflichtung für die Offensive. Der 32-Jährige kann dabei quasi jede Position im Angriff ausfüllen. Mit seiner Variabilität, seiner Erfahrung und vor allem seinem großen Einsatzwillen ist er ein Profi ganz nach Kwasnioks Geschmack. Und Bülter ist bestimmt nicht Köln gekommen, um sich auf die Bank zu setzen. Ein weiterer Neuzugang, der eventuell den anderen den Platz hinter den Spitzen streitig machen könnte, ist Isak Johannesson. Auch wenn der 22-Jährige eher im zentralen Mittelfeld zuhause ist, kann er genauso gut eine Position weiter vorne spielen. Dort könnte der Neuzugang mit seiner Kreativität die Kölner Offensive beleben. Allerdings ist es angesichts der so schon großen Konkurrenzsituation erstmal wahrscheinlicher, dass Kwasniok den Isländer eher etwas defensiver einsetzen wird. Trotzdem könnte Johannesson im Saisonverlauf eine Option im Angriff sein, wenn die zuvor genannten Spieler ihr Leistungen nicht bringen sollten.

Kwasniok muss im Konkurrenzkampf moderieren

Wenn also alle Spieler fit bleiben und ihre gute Form aus den ersten Wochen bestätigen, steht Kwasniok vor einem Luxusproblem. Der Coach hat im Idealfall eine sehr große Auswahl in der Offensive. Das ist natürlich eine Situation, die sich jeder Trainer wünscht. Trotzdem gibt es auch das Risiko, dass es bei mangelnden Einsatzzeiten zu Unzufriedenheit kommen könnte. Fast alle der Spieler hinter den Spitzen haben auch den Anspruch, regelmäßig in der Startelf zu stehen. Damit es gar nicht erst zu Unmut kommt, muss Kwasniok den Konkurrenzkampf gut moderieren. Bis es soweit ist, haben aber erstmal alle Kandidaten in den verbleibenden Wochen der Vorbereitung Zeit, Eigenwerbung zu betreiben, damit der eigene Anspruch am Ende auch der Wirklichkeit entspricht.