Statistik offenbart erstaunliches Gefälle zwischen Europa-Offensive und Keller-Defensive beim 1. FC Köln

Jubel des 1. FC Köln nach dem Duell gegen St. Pauli
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Statistik offenbart erstaunliches Gefälle zwischen Europa-Offensive und Keller-Defensive beim 1. FC Köln

Zwei Spieltage vor Saisonende hatten die Geißböcke den Klassenerhalt in der Tasche. Doch wirklich überzeugend spielten die Kölner nur selten. Dabei sehen einige Bilanzen gar nicht so verkehrt aus, andere enttäuschen beim 1. FC Köln: Gefälle zwischen Offensive und Defensive.

Bekanntlich sind Statistiken immer nur so gut, wie man sie lesen oder deuten will. Am Ende des Tages zählen in der Bundesliga die Tabelle, Punkte, Tore. Doch ein Blick in die Statistik offenbart gerne auch schon mal Tendenzen. So ist beim FC ein erstaunliches Gefälle zwischen Offensive und Defensive zu sehen.

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Die Äußerungen von Thomas Kessler waren wohl der Erleichterung über den Klassenerhalt geschuldet, sie hatten aber ein wenig den Unterton von Stolz. Es wäre für einen Verein wie den 1. FC Köln ja nicht selbstverständlich, dass man die Klasse schon am 32. Spieltag in trockene Tücher gebracht habe, so der Geschäftsführer nach der 1:5-Pleite gegen München. Dass am Ende nur 29 Zähler zum Klassenerhalt gereicht hätten, spricht nicht so richtig für die Qualität der Abstiegskandidaten. Und gerade die letzten Saisonleistungen ließen doch einige Fragezeichen zurück. Doch es gibt durchaus Punkte, in denen der FC deutlich besser performt hat, als es die Tabelle am Ende widergibt, genauso gibt es Werte, die eher für den Abstieg gesprochen haben und in der kommenden Spielzeit dringend verbessert werden müssen.

Rein nach den Torchancen wäre mehr drin gewesen

Tatsächlich ist ein deutliches Gefälle zwischen Offensive und Defensive zu erkennen. So gehörten die Geißböcke bei den erzielten Toren in dieser Saison zu der oberen Tabellenhälfte (Platz neun). Rein nach den xGoals würden die Kölner sogar europäisch spielen. Mit einem Wert von 54 belegt der FC in dieser Wertung den siebten Rang, hinter den sechs Top-Teams der Liga. Dass es „nur“ zu 49 Treffern reichte, lag wohl an einer fehlenden Kaltschnäuzigkeit. So erreichten die Geißböcke eine xGoals-Effizienz von -4,9, Platz 14 der Liga. Nur Gladbach, Wolfsburg, St. Pauli uns Mainz machten demnach weniger aus ihren Möglichkeiten. Auch bei den erspielten Großchancen liegen die Kölner mit 49 auf Rang sieben, vor Hoffenheim. Allerdings nutzte der FC nur 22 von jenen (prozentual dennoch ein ordentlicher Wert). In den meisten Offensiv-Statistiken (erfolgreiche Flanken, Dribblings etc.) liegen die Geißböcke im Liga-Mittelfeld.

Besonders gut war der FC bei den Kontern. Nur Werder Bremen schloss öfter nach Umschaltmomenten ab, nur der HSV und die Bayern erzielten mehr Treffer nach Kontern. Das große Manko der Kölner Offensive waren aber wie mehrfach berichtet die Standardsituationen. Nur Werder Bremen erzielte mit sechs Toren weniger als der FC. Die Geißböcke kamen auf acht. Bei den Toren nach Ecken verbesserte sich Köln in den vergangenen Wochen noch ins Liga-Mittelfeld. Interessant: Statistisch ist der FC in den Spielen unter René Wagner in der Offensive im Schnitt deutlich gefährlicher gewesen, als unter Lukas Kwasniok (xGoals Kwasniok 1,4; Wagner 2,2). Genauso sagt die Statistik aber auch, dass das zu Lasten der Kaltschnäuzigkeit ging (xGoals-Effizienz Kwasniok -0,3; Wagner -4,6).

Abstiegskandidat bei den Defensivwerten

In der Defensive zeichnet sich allerdings ein ganz anderes Bild. Die Kölner fingen sich 63 Gegentore, nur die Keeper von Frankfurt, Wolfsburg und Heidenheim mussten noch öfter hinter sich greifen. Nach den xGoals lag die Qualität der gegnerischen Torchancen bei 56 Gegentoren, damit wären die Geißböcke immerhin auf Rang 13 gelandet. In zahlreichen Defensiv-Statistiken gehören die Kölner zu den eigentlichen Abstiegskandidaten (Geführte Zweikämpfe, gewonnene Bodenzweikämpfe, Gegentore nach Flanken, zugelassene Flanken). Schlusslicht ist der FC sogar in der Foulstatistik und in der „Gegentreffer nach Standards“-Statistik. 20 Mal musste Marvin Schwäbe die Kugel nach einem ruhenden Ball aus dem Netz holen. St. Pauli und Wolfsburg folgen mit je 17 Gegentreffern. Ein signifikanter Unterschied ist in den Werten zwischen der Amtszeit von Kwasniok und Wagner nicht auszumachen.

In Sachen Intensivität ist die Laufstatistik diffus. Zwar gehörten die Kölner bei den abgespulten Kilometern zu den Top-Teams der Liga, nur Hoffenheim, Bayern, Freiburg und Heidenheim waren mehr unterwegs. Bei den Sprints findet sich der FC aber im Liga-Mittelfeld wieder, bei den intensiven Läufen im Schlussdrittel.


Hamburger Flaute vs. Kölner Spektakel: Nutzt der 1. FC Köln St. Paulis Offensivkrise?

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Hamburger Flaute vs. Kölner Spektakel: Nutzt der 1. FC Köln St. Paulis Offensivkrise?

Showdown im Tabellenkeller: Der 1. FC Köln reist mit breiter Brust ans Millerntor und kann den Klassenerhalt vorzeitig sichern. Denn während die Geißböcke offensiv aufdrehen, gehört St. Pauli zu den harmlosesten Angriffsreihen der Liga. 1. FC Köln: Ungleiche Verhältnisse gegen den FC St. Pauli.

Während die Geißböcke offensiv aufdrehen, gehört St. Pauli zu den harmlosesten Angriffsreihen der Liga: Die wenigsten Torschüsse, der schwächste xGoals-Wert und nur 25 Treffer sprechen eine deutliche Sprache. Doch trotz dieser eklatanten Offensivprobleme bleibt das Hinspiel als Warnung präsent: Nutzt Köln die Gunst der Stunde oder schlägt der Kiezklub erneut überraschend zu?

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In der Theorie kann der 1. FC Köln im Kellerduell gegen den FC St Pauli den Klassenerhalt festzurren und (noch) Interimscoach René Wagner hätte die Geißböcke zum Erreichen des ausgerufenen Saisonziels getragen. Für diesen feierlichen Anlass erweckt die Reise ans Millerntor zu den “Boys in Brown” in erster Linie aus einem Grund Zuversicht, das Projekt Klassenerhalt bereits drei Spieltage vor Ende der regulären Saison abzuschließen.

Denn Die Kiezkicker sind das Team mit den wenigsten Torschüssen (299), dem geringsten xGoals-Wert (28,3), den wenigsten Joker- (3) und Kontertoren (2). Nur 25 Treffer bejubelten die Hamburger in dieser Saison. Köln hingegen kommt in der gleichen Zeit auf 43 Treffer. Unter Wagner wiesen sie unlängst den höchsten xGoals-Wert aller Teams auf (3,0 in Frankfurt und sogar 4,4 gegen Bremen). Das ist nach dem Heimspiel gegen den HSV (4,6 am 9. Spieltag, 4:1) der zweit- und drittbeste Wert der Domstädter in dieser Saison.

Bitteres Unentschieden- Schmerzhafte Erinnerungen an das Hinspiel

Die Kräfteverhältnisse scheinen vorab also klar. Dennoch warnte Wagner im Pressegespräch davor, die Offensiv-Qualitäten der Kiezkicker zu unterschätzen: „Das ist eine Mannschaft, die es schafft, aus einem kompakten Block heraus gefährlich umzuschalten. Sie haben aber auch mit Ball ganz viele Lösungen. In diese dürfen wir nicht reinlaufen. Sie haben zudem Geschwindigkeit auf der letzten Linie, da kommt es auf die Restverteidigung an. Da waren wir gegen Bremen überragend“.

Das im Fußball trotz derlei eindeutiger Vorzeichen auf dem Platz doch alles passieren kann, zeigte das schmerzhafte Unentschieden im Hinspiel. Denn da reichte ein einziger Abschluss der Blessin-Elf, um den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Nach einer Hereingabe aus dem linken Halbfeld schraubte sich Paulis Ricky Jade Jones am höchsten in den Nachthimmel über Müngersdorf und erwischte die butterweiche Flanke mit seinem Hinterkopf. Marvin Schwäbe rutschte obendrein während der Parade unglücklich weg, der Ball landete im rechten unteren Eck zum 1:1-Endstand.

Kann Wagner den Klassenerhalt klar machen?

Von Jade Jones wird beim Rückspiel keine Gefahr ausgehen. Der Engländer, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat, fehlt St. Pauli mit einem Riss des Syndesmosebandes. Die ohnehin niedrigen Erwartungen an ein Offensiv-Feuerwerk der Gastgeber werden durch die Gelbsperre ihres besten Vorbereiters, Joel Chima Fujita, zusätzlich gedämpft. Immerhin können sie auf ihren besten Scorer Daniel Sinani zurückgreifen. Neben drei Vorlagen hat der 71-fache luxemburgische Nationalspieler auch fünf Tore auf dem Konto. Drei dieser Treffer gelangen ihm im Jahr 2026.

Trotz Sinani, trotz des unglücklichen Hinspiels und dank der herausragenden Fähigkeiten der Geißbock-Offensive werden die Domstädter mit Selbstvertrauen im Millerntorstadion auf den Rasen treten. Sollte Wagners Matchplan gegen die tief stehenden Gastgeber aufgehen, können die Kölner ein weiteres Jahr in der Beletage planen. Es bleibt abzuwarten, welche Ideen der Kölner Trainer seiner Mannschaft für die wohl wichtigste Aufgabe der Saison mit auf den Weg gibt.


Tore im Duell beim 1. FC Köln garantiert? Zwei besonders starke Offensivreihen treffen aufeinander

Die Offensiv-Trios des 1. FC Köln und des BVB treffen aufeinander
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Tore im Duell beim 1. FC Köln garantiert? Zwei besonders starke Offensivreihen treffen aufeinander

Nach dem 0:2 gegen Augsburg rutschen die Kölner weiter Richtung Abstiegsplätze. An der Torgefahr liegt das aber nicht. Immerhin kommen die Geißböcke auf für einen Abstiegskandidaten starke 33 Tore. Doch auch der kommende Gegner weiß bekanntlich wo das Tor steht. Beim 1. FC Köln treffen zwei starke Offensivreihen aufeinander.

Mit 33 Treffern aus 24 Spielen sind die Kölner in Sachen Torgefahr alles andere als ein Abstiegskandidat. Doch auch die Offensive des BVB muss sich bekanntlich nicht verstecken.

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Lukas Kwasniok brachte es am Donnerstag auf der Pressekonferenz auf den Punkt. Der Trainer der Geißböcke erklärte, dass gegen den FC Augsburg die komplette Überzeugung gefehlt habe. Tatsächlich war der Auftritt der Geißböcke beim FCA fast schon trostlos. Gerade in der Offensive fiel denn Geißböcken im Auswärtsspiel so gut wie gar nichts ein. Der xGoals-Wert von 0,6 sprach Bände. Viel mehr als der Lattentreffer von Eric Martel sowie der Kopfball von Cenk Özkacar passierte nicht. Fairerweise entsprach der Auftritt aber nicht den Offensiv-Leistungen der Kölner in dieser Spielzeit. Die Kölner kommen bereits auf 33 Treffer, einzig der VfL Wolfsburg hat von den Teams der unteren Tabellenhälfte genauso oft getroffen. Mit 1,4 Toren pro Spiel ist der Kölner Angriff also recht erfolgreich.

18 Tore in 24 Spielen

Großen Anteil daran hat vor allem die Dreierkette in der Offensive, die wohl auch gegen die Borussia beginnen wird. Nach der Rückkehr von Alessio Castro-Montes und der von Lukas Kwasniok ausgesprochenen Startelf-Granatie, wird Jakub Kaminski wohl wieder in die vorderste Reihe rücken. Der Pole kommt in der Liga mittlerweile auf sieben Torbeteiligungen, fünf davon sammelte Kaminski, wenn er in einer offensiven Rolle agierte. Auf der linken Seite ist Said El Mala wohl ebenfalls gesetzt. Zumindest betonte der Kölner Trainer die starke Trainingsleistung des Shootingstars und berechnete die Wahrscheinlichkeit für einen Startelf-Einsatz als sehr hoch. Der 19-Jährige ist beim FC der absolute Top-Scorer, erzielte bereits acht Treffer und bereitete vier weitere vor.

Und dennoch gibt es weiterhin Diskussionen um die perfekte Rolle. Zumindest setzte FC-Trainer Kwasniok den Offensivspieler immer wieder als Joker ein, sprach davon, dass man den Gegner erst abarbeiten würde. Unter der Woche sei El Mala aber so marschiert und habe gezeigt, dass er unbedingt in die Startelf wolle. Gegen Dortmund wird das wohl der Fall sein, zumal El Mala schon im Hinspiel zeigte, dass ihm die Kölner Spielweise gegen den BVB liegt. Zwar sprach Kwasniok Ragnar Ache keine Startelf-Garantie aus, dass der Angreifer gegen den BVB beginnen wird, steht aber wohl außer Frage. Der 27-Jährige befindet sich in absoluter Top-Form, war zwar gegen Augsburg nicht erfolgreich, aber immer anspielbar, machte einige Bälle fest und arbeitete beeindruckend mit zurück. Zusammen kommt das Trio auf 28 Torbeteiligungen. Nicht nur das, die drei erzielten mit 18 Treffern deutlich mehr als die Hälfte aller FC-Tore.

Guirassy in der Top-4 der Torschützen

Prozentual ist der Kölner Sturm sogar einer der besten der Liga. Allerdings wird es auch auf die Kölner Defensive ankommen. Denn die Dortmunder Offensive ist in dieser Saison eine absolute Waffe. 51 Tore erzielte der BVB in dieser Spielzeit – nur die Bayern waren öfter erfolgreich. Und das, obwohl die Westfalen nur die siebtmeisten Torschüsse abgegeben haben. Während der FC also zehn Schüsse für ein Tor braucht, wind es bei den Schwarzgelben sechs Versuche. Ein Dortmunder Offensiv-Trio aus Serhou Guirassy, Maximilian Beier und Julian Brandt erzielte derweil 24 Treffer. Alleine der Ex-Kölner Guirassy war elf Mal erfolgreich. Einzig Harry Kane, Deniz Undav und Luis Diaz trafen in der Bundesliga in dieser Spielzeit häufiger. Vor allem aber zeigt sich der BVB extrem kaltschnäuzig. Die Dortmunder erzielten sieben Tore mehr als es der xGoals-Wert hätte erwarten lassen.

Die Fans können sich sicherlich auf einige Tore freuen. In den vergangenen zehn Partien fielen im Schnitt fast vier Tore pro Spiel.


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Wie gewonnen, so zerronnen? Das Offensiv-Trio aus El Mala, Kaminski und Ache droht wieder auseinanderzubrechen

Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Wie gewonnen, so zerronnen? Das Offensiv-Trio aus El Mala, Kaminski und Ache droht wieder auseinanderzubrechen

Am vergangenen Wochenende überzeugten Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache zusammen als Offensiv-Trio. Auf dieser Kombination würde Lukas Kwasniok bestimmt gerne aufbauen. Aber womöglich muss der Coach direkt wieder umplanen beim 1. FC Köln: Ein El-Mala-Ausfall würde das neue Offensiv-Trio sprengen.

Am Dienstag musste Said El Mala wegen einer Muskelverhärtung das Training beim 1. FC Köln abbrechen. Ein Ausfall gegen Augsburg droht. Dann müsste Lukas Kwasniok seine gegen Hoffenheim sehr erfolgreiche Offensive aus El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache erneut umbauen beim 1. FC Köln: Ein El-Mala-Ausfall würde das neue Offensiv-Trio sprengen.

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Sie sind bisher die torgefährlichsten Spieler des 1. FC Köln: Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache erzielten 18 der 33 FC-Tore. Zusammen kommen sie auf insgesamt 28 Torbeteiligungen. Am vergangenen Wochenende gegen die TSG 1899 Hoffenheim zeigten die drei dann auch, wie gut sie zusammen als Offensiv-Trio funktionieren können. Denn zuvor waren sie nur einmal – zumindest nominell – als Dreier-Angriff aufgelaufen, nämlich gegen RB Leipzig. In dem Spiel war der Erfolg aber überschaubar: Das einzige Kölner Tor erzielte Jan Thielmann nach Vorarbeit von Isak Johannesson. Gegen die TSG sah es dann aber ganz anders aus. Alle drei Angreifer konnten mindestens eine Torbeteiligung verbuchen. Ache erzielte mit einem traumhaften Fallrückzieher nach einer El-Mala-Flanke die Führung für die Geißböcke. Und El Mala schaffte nach einem schönen Pass in die Tiefe von Kaminski den Ausgleich zum 2:2-Endstand.

El Mala droht auszufallen

Es war ein Auftritt, der Lust auf mehr vom Offensiv-Trio machte. Dann auch abgesehen von den Treffern war der Kölner Angriff fast das gesamte Spiel über gefährlich. Vor allem in der ersten halben Stunde lieferte der FC seine vielleicht beste Saisonleistung ab. Dabei harmonierte die Offensive um die drei Angreifer sehr gut. Da wäre es nur logisch, die drei gefährlichsten Kölner Offensivspieler auch gegen den FC Augsburg am Freitagabend wieder zusammen auflaufen zu lassen. Ein Plan, der aber eventuell nicht in die Tat umgesetzt werden kann.

Denn mit Said El Mala droht der Topscorer des Offensiv-Trios gegen den FCA auszufallen. Der Youngster musste am Dienstag das Training vorzeitig abbrechen. „Said hat gestern und auch schon nach dem Spiel, in dem er am Anschlag war, über eine Muskelverhärtung geklagt. Deswegen hat er dann auch das Training abgebrochen. Wir haben ihn heute drin gelassen. Auch da muss sich der Körper an dauerhaften Bundesliga-Fußball über 90 Minuten Woche für Woche gewöhnen“, erklärte Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. So sei ein Einsatz des 19-Jährigen „noch fraglich“.

Kwasniok vielleicht wieder zum Umbau gezwungen

Für den FC wäre ein Ausfall des Linksaußen gleich doppelt bitter. Denn zum einen ist El Mala mit zwölf Torbeteiligungen natürlich der Topscorer des 1. FC Köln und ein absoluter Unterschiedsspieler. Gerade gegen einen sehr kompakten Gegner wie den FCA kann der 19-Jährige mit seinen unwiderstehlichen Dribblings wichtig sein, um die gegnerische Defensive zu knacken. Zum anderen kann Kwasniok so nicht auf das Zusammenspiel des Offensiv-Trios gegen die TSG aufbauen. So hat der Coach gegen Hoffenheim mit den dreien gerade erst eine Konstellation gefunden, auf die er in Zukunft aufbauen könnte. Denn je öfter El Mala, Kaminski und Ache als Dreier-Angriff auflaufen, desto besser wird wahrscheinlich ihr Verständnis untereinander und damit ihr Zusammenspiel.

Nun droht das Offensiv-Trio aber direkt wieder fürs Erste auseinanderzubrechen. Wenn El Mala ausfallen sollte, muss der Coach mal wieder umstellen. Dabei hatte Kwasniok – auch mit Blick auf andere Ausfälle besonders auf der rechten Seite – noch betont, dass er eigentlich wenig wechseln möchte nach den guten Eindrücken seiner Mannschaft gegen die Kraichgauer. „Du willst eigentlich nicht so viel verändern, weil du stabil warst“, so der Trainer. Wegen der vielen weiteren Ausfälle muss der Coach sein Offensiv-Trio aber vielleicht auch trennen, wenn El Mala rechtzeitig fit wird. Denn bei den Geißböcken fehlen mit Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes fast alle Optionen für die rechte Schiene. Ein logischer Ersatz auf der Position wäre Kaminski, der die Rolle schön öfter in seiner Karriere und beim FC gespielt hat. Bei ihm hat Kwasniok die Gewissheit, dass der 23-Jährige die Position gut ausfüllen kann.

Kaminski auf den offensiven Außen stärker

Aber der Trainer weiß genauso, dass sich Kaminski auf den offensiven Außen wohler fühlt und da seine besten Leistungen für die Kölner gebracht hat. Und dort könnte der Pole, wenn El Mala einsatzbereit ist, eben mit dem Youngster und Ache das wohl beste Offensivtrio bilden, dass die Domstädter auf den Platz bringen können. Daher ist es für den Trainer eine Option, einem Talent wie Cenny Neumann oder David Fürst auf der rechten Schiene eine Chance zu geben. Dann könnte Kaminski wieder auf eine Position weiter vorne zum Einsatz kommen. Gerade gegen einen defensiv starken Gegner könnte das sehr wichtig für die Kölner sein. Denn der FCA wird es den Geißböcken gerade im Angriff nicht leicht machen. Umso wichtiger wäre es, wenn Kwasniok erneut auf sein starkes Offensiv-Trio aus dem Hoffenheim-Spiel bauen könnte. Aber damit das überhaupt möglich ist, muss es erstmal eine Entwarnung bei El Mala geben.


Die gefährlichste Offensive der unteren Tabellenhälfte könnte zum Zünglein an der Waage werden…

Ragnar Ache jubelt nach seinem Tor
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Die gefährlichste Offensive der unteren Tabellenhälfte könnte zum Zünglein an der Waage werden…

Die Tabelle schiebt sich aktuell immer weiter zusammen. Am Ende der Saison kann es im Abstiegskampf auf Kleinigkeiten ankommen. Und da gibt es in einer Bilanz einen kleinen Pluspunkt für den 1. FC Köln: Die Offensive sorgt für einen Vorteil.

Das Traumtor von Ragnar Ache, der wichtige Ausgleich von Said El Mala – auf die Kölner Offensive war am Samstag wieder Verlass. Die ist ohnehin ein Faustpfand in der Liga. Kein anderes Team der unteren Tabellenhälfte ist bislang erfolgreicher vor dem Tor als der FC. Und das könnte ein wichtiger Faktor werden.

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Mit dem 2:2-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim ist dem FC endlich der erhoffte Punkt gegen eine Mannschaft aus der Top-6 gelungen. Das war in der Hinrunde bekanntlich nur einmal der Fall und das ebenfalls gegen Hoffenheim, da wiederum aber dreifach. Dennoch war die Erleichterung nach der Begegnung am Samstag bei den Spielern, beim Trainer, aber ganz sicher auch bei den Fans spürbar. Dabei sind mit dem einen Zähler die Luftsprünge in der Tabelle bekanntlich ausgeblieben. Auf den ersten Blick hat sich gar nicht so viel verändert, auf den zweiten ist das Tableau in der unteren Tabellenhälfte dann doch noch einmal ein Stück weiter zusammengerückt. Zwischen Platz neun und Platz 16 liegen nur noch acht Punkte, der FC hat vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Beste Tordifferenz

Es deutet aktuell viel auf einen spannenden Abstiegskampf hin, der wahrscheinlich erst kurz vor Toresschluss wirklich entschieden wird. Und da könnte dem FC die erfolgreiche Offensive das Zünglein an der Waage sein. Denn die Kölner haben in den bisherigen 23 Saisonspielen bereits 33 Treffer erzielt. Keine andere Mannschaft der unteren Tabellenhälfte war öfter erfolgreich. Im Gegenteil, abgesehen von Wolfsburg (ebenfalls 33), knackte kein Kontrahent ab Rang neun bislang die 30-Tore-Marke. Vor allem das Trio Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache hat sich für die Kölner mittlerweile zum wichtigen Punktegaranten entwickelt. Nahezu 60 Prozent aller FC-Tore gehen auf die drei Offensivkräfte. Ähnlich erfolgreich ist kaum eine Offensivreihe der vermeintlichen Abstiegskandidaten.

Und da die Kölner in der Defensive im Schnitt genauso anfällig sind wie die anderen Teams, ergibt sich für Köln ein kleiner Pluspunkt. Der FC hat von den Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte das beste Torverhältnis. Und das – mit zwei Ausnahmen – mit großem Abstand. Der FC kommt auf eine Bilanz von -6. Es folgen Hamburg (-7) und Union Berlin (-8) und dann Mainz (-12). Die Kellerkinder St. Pauli (-18), Bremen (-21) und Heidenheim (-28) befinden sich in dieser Bilanz dann schon deutlich im Nachteil. Tatsächlich haben die Geißböcke in der Liga in dieser Saison noch keine Begegnung mit mehr als zwei Gegentreffern Differenz verloren. Am Ende werden die Kölner natürlich alles daran setzen, den Klassenerhalt frühzeitig in trockene Tücher zu bringen, damit die Tordifferenz nicht den Unterschied macht.


Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski: Das Offensiv-Trio des 1. FC Köln sammelt Argumente für mehr

Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski: Das Offensiv-Trio des 1. FC Köln sammelt Argumente für mehr

Mit Said El Mala, Jakub Kaminski und natürlich Ragnar Ache trugen sich am Samstag gegen die TSG Hoffenheim die bislang torgefährlichsten FC-Profis in die Scorerliste ein. Und machten damit durchaus Lust auf mehr. So gefährlich ist das Offensiv-Trio des 1. FC Köln.

Durch die Ausfälle von Jan Thielmann und Sebastian Sebulonsen wird Lukas Kwasniok am Freitagabend gegen den FC Augsburg wieder puzzeln müssen. Der Trainer neigt bekanntlich zu vielen Rotationen. In der Offensive sammelten gegen die TSG Hoffenheim drei Akteure viele Argumente für eine weitere Berufung von Beginn an.

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Jan Thielmann wirkte alles andere als glücklich, als das Kölner Eigengewächs nach der Begegnung gegen die TSG Hoffenheim unverrichteter Dinge durch die Katakomben des Stadions schritt. Dabei dürfte der kurzfristige Ausfall des 23-Jährigen schon einen gehörigen Einfluss auf die Partie gehabt haben. Denn eigentlich war der U21-Vize-Europameister für die rechte Außenbahn vorgesehen, Jakub Kaminski hätte wohl im Zentrum als eine Art offensiver Sechser spielen sollen. So aber rotierte Kaminski eine Reihe nach vorne und zeigte gegen die Sinsheimer, dass er in der Offensive gut aufgehoben ist. Kaminski bereitete vier Torschüsse vor, suchte einmal selbst den Abschluss, war gerade in der Vorwärtsbewegung wieder ein Aktivposten. Vor allem aber belohnte sich der Pole mit einem Assist, dem ersten Scorer seit November.

El Mala kommt bereits auf 12 Scorer

Vor ziemlich genau drei Monaten hatte der 23-Jährige gegen Frankfurt getroffen. Dabei standen am Samstag vor allem zwei andere Spieler wohl noch deutlicher im Fokus. Zum einen Ragnar Ache. Der Stürmer sorgte bereits nach einer Viertelstunde für das absolute Highlight des Spieltags, vielleicht sogar des Monats oder noch mehr. Ache erzielte per Fallrückzieher die Kölner Führung. Der Angreifer kam ebenfalls auf fünf Torschuss-Beteiligungen, schloss vier Mal selbst ab, bereitete einen weiteren Versuch vor. Mit seinem Traumtor schraubte Ache sein Scorerkonto auf neun Punkte in die Höhe und hat nun fünf Tore und vier Vorlagen in der Liga eingesammelt. Der 27-Jährige ist damit vor Kaminski (fünf Tore, zwei Vorlagen) der zweitbeste Scorer der Geißböcke. Nicht nur das: Ache hat alleine in den vergangenen sechs Spielen vier Tore erzielt. In der Hinrunde war es „nur“ einer.

Der Kölner Punktegarant ist aber weiterhin vor allem Said El Mala. Zwar dürfte der 19-Jährige den Kölner Coach mit einigen Entscheidungsfindungen oder verpassten Abspielen durchaus geärgert haben, doch El Mala bereitete die Kölner Führung mit einer nahezu perfekten Flanke vor und erzielte den Ausgleich selbst. Der Offensivspieler kommt damit bereits auf acht Treffer, vier Vorlagen. Mit zwölf Scorerpunkten liegt El Mala auf Rang elf der Topscorer der Liga. Neben Yan Diomande (14 Scorer) ist er der einzige U20-Akteur in der Top-20 und hinter Deniz Undav (16), gemeinsam mit Nadiem Amiri der zweitbeste, der für die deutsche A-Nationalmannschaft auflaufen dürfte. El Mala macht sich also wieder interessant für Julian Nagelsmann.

Gute Argumente für mehr

Insgesamt kommen die drei Offensivspieler also auf 28 Torbeteiligungen, erzielten 18 der 33 bisherigen Tore und gehören damit prozentual zu den torgefährlichsten Angriffs-Trios der Liga. So wird durchaus die Frage erlaubt sein, ob die Kölner nicht ihre gefährlichste Offensivreihe gefunden haben. Zumal die Geißböcke zumindest in der ersten halben Stunde gegen die TSG eine der besten Saisonleistungen abgerufen hatten. Tatsächlich liefen die drei erst einmal zuvor – zumindest nominell – in einer Dreier-Offensivformation in dieser Spielzeit von Beginn an auf. Und das gegen RB Leipzig. Der Ertrag war überschaubar. Das Kölner Tor erzielte beim 1:2 Jan Thielmann nach Vorarbeit von Isak Johannesson. Gegen die TSG sammelte das Trio zumindest gute Argumente für weitere Nominierungen.


Krasse Bilanz: Zum ersten Mal seit Spieltag 1 wieder Punkte ohne El-Mala-Torbeteiligung beim 1. FC Köln

Said El Mala blieb gegen den FSV Mainz 05 blass
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Krasse Bilanz: Zum ersten Mal seit Spieltag 1 wieder Punkte ohne El-Mala-Torbeteiligung beim 1. FC Köln

Schon oft hat Said El Mala dem FC diese Saison mit Toren und Vorlagen zu Punkten verholfen. Tatsächlich zeigte sich die Mannschaft meist extrem abhängig von den Leistungen des Youngsters – bis zum Spiel gegen Mainz: Der 1. FC Köln kann es doch noch ohne Punktelieferant Said El Mala.

Kein FC-Spieler hat in dieser Bundesliga-Saison mehr Torbeteiligungen als Said El Mala: Zusammengenommen zehn Tore und Vorlagen hat der Youngster bereits erzielt. Damit ist der 19-Jährige an zahlreichen Punktgewinnen beteiligt – die Offensive aber auch oft von den genialen Momenten des Shootingstars abhängig. Das war beim Rückrundenauftakt am vergangenen Wochenende anders: Der 1. FC Köln kann es doch noch ohne Youngster Said El Mala.

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Es ist wohl mit das größte Diskussionsthema rund um den 1. FC Köln in dieser Saison: Soll Said El Mala von Beginn an auflaufen oder ist sein Einfluss als Joker größer? Lukas Kwasniok war oft vom letzteren überzeugt – zum Unmut vieler FC-Fans. Dass das Thema aber überhaupt so hoch kocht, liegt natürlich an den herausragenden Leistungen des 19-Jährigen in dieser Saison. Auf sieben Tore und drei Vorlagen kommt der Shootingstar bereits. Damit hat der Youngster die meisten Torbeteiligungen aller Kölner Profis in der Liga. Und viele seiner Tore waren dabei wirklich spektakulär. Denn wenn der Linksaußen ins Dribbling geht, hält das ganze Stadion den Atem an. Es lässt sich ganz klar festhalten: El Mala ist einer der Schlüsselspieler der Geißböcke in dieser Saison. Seine überragenden Werte haben aber auch noch eine andere Seite für die Domstädter.

Punktgewinne fast nur mit Beteiligung des Shootingstars

Denn der Linksaußen ist zwar ein absoluter Gewinn für die Mannschaft, gleichzeitig ist der FC jedoch sehr abhängig vom 19-Jährigen. Der Erfolg der Kölner hängt maßgeblich davon ab, ob der „Highlight-Spieler“ mal wieder mindestens einen seiner genialen Momente hat. Wenn El Mala trifft oder eine Vorlage gibt, gibt es die Punkte für die Geißböcke. Wenn nicht, sieht es meistens schlecht aus. Denn gerade gegen tief stehende Gegner taten sich die Domstädter oft schwer, sich Chancen herauszuspielen. In einigen Begegnungen war der Youngster dann der einzige, der mit seinen Dribblings mal ein Mittel gegen gut gestaffelte Defensiven gefunden hat.

Wie groß diese Abhängigkeit ist, zeigt sich an einem Fakt: Seit dem Sieg am ersten Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 gab es bis zum vergangenen Wochenende keinen Punktgewinn für die Kölner in der Liga ohne eine Torbeteiligung von Said El Mala. Und während der 19-Jährige am zweiten Spieltag gegen Freiburg noch „nur“ das zwischenzeitliche 4:0 erzielte, sich ohne sein Tor also wohl nicht mehr viel am FC-Sieg geändert hätte, sah es danach in fast allen Spielen anders aus. Denn bereits am dritten Spieltag gegen Wolfsburg bereitete er mit einem überragenden Solo das zwischenzeitliche 2:2 von Isak Johannesson vor. Gegen Hoffenheim, Augsburg, Bremen und St. Pauli erzielte El Mala jeweils das einzige Tor der Geißböcke. Alleine in den Partien sicherte der Linksaußen den Domstädtern so gesehen sechs Punkte. Zuletzt traf der deutsche U21-Nationalspieler gegen Heidenheim zum wichtigen 2:2-Endstand.

Gute zweite Hälfte gegen Mainz trotz schwachem El Mala

Für die Kölner hieß es also extrem häufig in dieser Saison: Ohne El Mala keine Punkte. Zumindest bis zum vergangenen Wochenende. Denn da gab es dann das erste Liga-Spiel seit dem ersten Spieltag, an dem der FC ohne Torbeteiligung von El Mala punktete – wie zu Saisonbeginn erneut gegen Mainz. Der Linksaußen stand zwar über die komplette Partie auf dem Platz, blieb jedoch blass und trat kaum mal gefährlich in Erscheinung. Trotzdem kamen die Kölner in der zweiten Hälfte gegen die tief stehenden 05er zu einigen guten Chancen. Gerade über Flanken strahlten die Geißböcke Gefahr aus, konnten sich aber auch einige Male gut durch die Mainzer Reihen kombinieren.

Statt El Mala machten einige andere Spieler auf sich aufmerksam. Zum Beispiel Doppeltorschütze Ragnar Ache, der nach seiner Einwechslung in der Pause der überragende Mann auf dem Platz war. Mit seiner Physis und Lufthoheit machte der Angreifer viele Bälle fest und veränderte die Statik des Kölner Spiels. Mit ihm war außerdem ein Abnehmer für Flanken im Spiel. Beim Ausgleich kam diese von Alessio Castro-Montes. Der Belgier machte auch abgesehen von seiner Vorlage eine gute Partie und überzeugte mit seiner Kreativität. Damit setzte der Schienenspieler seinen Aufwärtstrend aus dem Winter-Trainingslager, in dem er einer der Gewinner war, weiter fort. Und auch Tom Krauß und Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey konnten – wie schon in ihren vorherigen Einsätzen in diesem Jahr – überzeugen.

Köln braucht auch andere Ideen in der Offensive

Mit dem Erfolg gegen Mainz hat der FC gezeigt, dass er auch ohne El Mala gut spielen und vor allem punkten kann. Allerdings muss die Mannschaft das nun regelmäßig zeigen. Denn El Mala kann und wird zwar ein wichtiger Faktor bleiben, jedoch wird der 19-Jährige hin und wieder Spiele wie gegen die 05er oder zuvor gegen die Bayern haben, in denen er seine Stärken nicht so ausspielen kann. Das ist gerade für sein noch sehr junges Alter normal. Dann brauchen die Geißböcke andere Ideen für ihr Offensivspiel – wie am vergangenen Wochenende. Außerdem werden die Kölner sonst schnell leicht auszurechnen, wenn sie für Punktgewinne so abhängig vom Youngster sind wie in der Hinrunde. Der 2:1-Sieg gegen Mainz könnte daher ein wichtiger Schritt gewesen sein, auf dem Kwasniok mit seiner Mannschaft aufbauen kann. Auch wenn wohl niemand im FC-Umfeld etwas dagegen hat, wenn El Mala auch in Zukunft Spiele für die Kölner entscheidet.


Routiniers in der Krise, Youngster ausrechenbar: Fehlt dem 1. FC Köln aktuell die Erfahrung in der Offensive?

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Routiniers in der Krise, Youngster ausrechenbar: Fehlt dem 1. FC Köln aktuell die Erfahrung in der Offensive?

Sechs Spiele in Folge ohne Sieg, nur eins der vergangenen zehn Pflichtspiele gewonnen. Die jüngste Bilanz der Geißböcke ist nicht sonderlich erfreulich. Dabei verlässt sich der FC in der vordersten Reihe gerade auf jüngere Spieler des Kaders. Fehlt dem 1. FC Köln in der Offensive die Erfahrung?

Zuletzt haperte es ein wenig in der Vorwärtsbewegung der Geißböcke. Vielleicht auch, weil der Weg zu oft über Said El Mala oder Jakub Kaminski geht und damit ein wenig ausrechenbar erscheint. Bei den Routiniers läuft es dagegen nicht rund. Fehlt dem 1. FC Köln in der Offensive die Erfahrung?

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Ganz routiniert und abgeklärt setzte Dominique Heintz im Duell gegen den 1. FC Union Berlin tief in der eigenen Hälfte zum Dribbling an. Bei dem ein oder anderen Akteur hätte die Situation vielleicht für Schnappatmung bei den Fans gesorgt. Bei „Heintzi“ werden wohl nur wenige Anhänger Schweißperlen auf der Stirn gehabt haben. Der 32-Jährige ist lange genug im Geschäft, um in aller Regel einschätzen zu können, welchen Weg oder welches Risiko der Innenverteidiger noch geht und die insgesamt doch soliden bis guten Leistungen geben dem Pfälzer recht. Dass der Abwehrspieler aber zum alten Eisen beim FC gehört, steht auch außer Frage. Denn das Durchschnittsalter der Startelf liegt bei den Geißböcken in der Regel deutlich niedriger.

Junge Lebensversicherung

Der Schnitt beträgt 25,3 Jahre. Der FC liegt damit im vorderen Drittel. Weit weg von beispielsweise Eintracht Frankfurt. Dino Toppmöller ließ in dieser Saison schon eine Mannschaft auflaufen, die auf 23,2 Jahre kam. Dennoch ist Köln weit weg von Mannschaften wie Mainz oder den Bayern, die regelmäßig an der 30-Jahre-Grenze schnuppern. Ein junges Durchschnittsalter wird meist mit einem positiven Aspekt assoziiert, dennoch wird die Frage erlaubt sein, ob den Geißböcken nicht gerade in der Offensive dann auch eine gewisse Erfahrung oder Routine fehlt. Marius Bülter ist weit entfernt von seiner Frühform, fand zuletzt so gut wie gar nicht statt, Ragnar Ache wurde viel zu selten gefunden, vielleicht auch zu selten gesucht. Linton Maina und Florian Kainz sind zurzeit nur zweite Wahl, kamen wenn als Joker und brachten sich dann aber auch nicht mehr wirklich ein.

Die Verantwortung ruht gefühlt auf anderen Schultern. So betonte Lukas Kwasniok vor wenigen Wochen, dass seine Spieler den Ball zu Said El Mala spielen und dann die „Daumen drücken“ würden. Der Shootingstar ist Hoffnungsträger und Lebensversicherung der Geißböcke. Und das eben mit 19 Jahren. Sicherlich nicht das beste Zeugnis für die restliche Offensive. Der zweite X-Faktor der Kölner Angriffsreihe ist 23 Jahre als, heißt Jakub Kaminski und war vor El Mala der Topscorer der Geißböcke. Auf der anderen Seite spielt Jan Thielmann mit ebenfalls 23 Jahren, allerdings mit der Erfahrung von mehr als 170 Pflichtspielen im Profibereich. Den Altersschnitt reißen die Einsätze aber auch nicht nach oben.

Überhaupt ist die vermeintliche Stammachse mit Rav van den Berg (21), Eric Martel (23) und Isak Johannesson (22) sowie der angesprochenen Offensivformation eine erstaunlich junge. Gerade in der Krise viel Last auf doch jungen Schultern. Dass erfahrenere Mannschaften nicht zwangsläufig erfolgreicher spielen, zeigt aber aktuell das Beispiel Mainz. Das zweiterfahrenste Team überwintert als Tabellenletzter mit sechs Zählern Rückstand zum sicheren Ufer.



So bewerten wir die Offensive des 1. FC Köln zum Jahresende 2025

Jakub Kaminski und Said El Mala jubeln zusammen im Spiel gegen den HSV
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So bewerten wir die Offensive des 1. FC Köln zum Jahresende 2025

Nach starkem Auftakt lief es beim FC zuletzt alles andere als rund. Auf die gesamte bisherige Hinrunde betrachtet, überzeugten aber auch einige Akteure des 1. FC Köln: So bewerten wir die Offensive zum Jahresende.

Gerade in den vergangenen Wochen kam bei den Kölnern einiges zusammen. Der FC rutscht immer mehr Richtung Tabellenkeller. Doch der Auftakt in die neue Spielzeit war stark beim 1. FC Köln: So bewerten wir die Offensive zum Jahresende.

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Zwei Überflieger, viel Durchschnitt

Denis Huseinbasic

Alleine von den Einsätzen eine Achterbahn der Gefühle. Vier Mal Zuschauer, sieben Mal Startelf, sechs Mal Einwechslung. Einen bleibenden Eindruck hat sein Spiel nur selten hinterlassen. Gerade auf dem Weg nach vorne tritt der feine Techniker zu selten in Erscheinung. Die WM-Teilnahme mit Bosnien-Herzegowina scheint in sehr weiter Ferne.


Florian Kainz Einzelkritik Note 3-

Florian Kainz

Der dienstälteste aktive Geißbock muss sich mit der Rolle als Joker noch anfreunden. Zeigte aber in einigen Spielen, dass er die Offensive durchaus noch einmal beleben kann. Allerdings streut auch Kainz immer mal wieder Schatten ein. Das Traumtor gegen den HSV, der erste direkt verwandelte Freistoß seiner Karriere, gehört auf jeden Fall in den Kölner Jahresrückblick.


Said El Mala, Einzelkritik 1-

Said El Mala

Der Shootingstar beim 1. FC Köln und neben Lennart Karl der der Bundesliga. Natürlich läuft noch nicht jedes Spiel rund, natürlich gewinnt der 19-Jährige noch nicht jedes Duell – doch die Aussichten sind rosig. Said El Mala wird dem FC sportlich, vor allem aber wirtschaftlich viel bringen. Sehr viel! Sechs Tore und drei Vorlagen sprechen eine beeindruckende Sprache, mit der so jetzt noch nicht zu rechnen gewesen ist. Nicht umsonst wird er als die Kölner Lebensversicherung geführt.


Jakub Kaminski Einzelkritik 1-

Jakub Kaminski

Der Pole kam als enttäuschter Schienenspieler aus Wolfsburg. Lukas Kwasniok hat den 23-Jährigen mit so viel Selbstvertrauen ausgestattet, dass Kaminski der absolute Lichtblick in den Kölner Reihen ist. Zu Beginn der Spielzeit war der Pole deutlich gefährlicher. Allerdings auch, weil er offensiver eingesetzt wurde. Dem Kölner Coach steht die schwere Aufgabe bevor, El Mala und Kaminski beide in der Offensive stark in Szene zu setzen.


Einzelkritik Alessio Castro-Montes 5

Alessio Castro-Montes

Das Gegenteil erscheint dieser Tage der letzte Neuzugang des Sommers zu sein. Der Belgier ist noch gar nicht in Köln angekommen. Erst vier Einsätze stehen auf dem Konto – allesamt verliefen nicht wie erhofft oder erwartet. Die von Kwasniok beschriebene Mischung aus Messi und Neymar ist jedenfalls nicht erkennbar.


Isak Johannesson Einzelkritik 3-

Isak Johannesson

Symptomatisch für den Hinrunden-Verlauf zeigt auch die Formkurve des Isländers eindeutig nach unten. Nach dem verheißungsvollen Beginn wollte es für Johannesson zuletzt gar nicht mehr laufen. Dabei bringt der junge Skandinavier sehr viel mit und deutet an, warum er schon vor der Verpflichtung zu Kwasnioks Lieblingsspielern gehört hat. Aufgrund des guten Auftakts noch immer im soliden Bereich.



Starker Auftakt, stark nachgelassen

Jan Thielmann, Einzelkritik 3-

Jan Thielmann

Das Kölner Eigengewächs profitiert vor allem von der Idee, die Lukas Kwasniok als Grundtugend des Fußballs voraussetzt: die Intensität. Kaum ein FC-Profi strahlt so viel Leidenschaft, Willen und eben Intensität aus. Allerdings lässt Thielmann noch viel zu oft Torgefahr vermissen. Sowohl als Schütze als auch als Vorlagengeber.


Linton Maina Einzelkritik 4

Linton Maina

Gehört wohl ebenfalls eher zu den Verlierern unter dem neuen Trainer. Der schwärmt zwar in höchsten Tönen von seinem Offensivspieler, für viel Spielzeit reicht es dann aber doch nicht. Maina leidet vor allem unter der stark besetzten linken Seite mit El Mala und Kaminski. Kann in der Offensive mit seinem Tempo zur Waffe werden, ist bislang aber eher eine stumpfe Waffe.


Luca Waldschmidt Einzelkritik Note 3-

Luca Waldschmidt

Auch in dieser Saison wünscht man sich diese speziellen Momente des ehemaligen Nationalspielers. Dass Waldschmidt über einen begnadeten Fuß verfügt, steht außer Frage. Dass er ihn öfter für die entscheidenden Momente nutzen muss aber mindestens genauso. Könnte 2026 von dem Zusammenspiel mit Said El Mala profitieren. Sammelte in der Liga immerhin schon fünf Scorerpunkte.


Ragnar Ache, Einzelkritik 3-

Ragnar Ache

Den Tränen mindestens nahe verabschiedete sich Ragnar Ache am Samstag in die Winterpause. Seine Rückkehr in die Bundesliga hat sich der Stürmer wohl anders vorgestellt. Dabei war der Auftakt im Pokal mit zwei wichtigen Assists vielversprechend. Insgesamt stehen nun zwei Tore und sechs Vorlagen auf dem Konto. Da geht noch mehr. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Ache sehr oft in der Luft hängt.


Marius Bülter Einzelkritik 3

Marius Bülter

Der Auftakt war mehr als beeindruckend, die jüngsten Spiele dagegen sehr enttäuschend. Der Stürmer kam zuletzt gar nicht mehr zurecht, wirkte auf dem Feld nicht immer integriert. Aufgrund des starken Auftakts aber immer noch eine ordentliche Hinrunde.




Facelifting beim 1. FC Köln: Das neue, erfolgreiche Gesicht der Offensive

Sebastian Sebulonsen, Marius Bülter und Jakub Kaminski haben den FC im Sommer verstärkt
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Facelifting beim 1. FC Köln: Das neue, erfolgreiche Gesicht der Offensive

Während die Kölner Defensive gerade in der Innenverteidigung aktuell vom Stamm der Vorsaison gebildet wird, läuft eine komplett neue Offensive beim FC auf – und das aktuell durchaus erfolgreich: Der 1. FC Köln hat offensiv ein neues Gesicht.

Gleich acht Kaderplätze werden beim FC aktuell in der Bewegung nach vorne von Neuzugängen bekleidet. Der Offensive der Vorsaison bleibt bisher nur eine eher untergeordnete Rolle. Der 1. FC Köln hat offensiv ein neues Gesicht.

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Dass Lukas Kwasniok seine Ankündigungen in aller Regel auch umsetzt, dürfte sich mittlerweile auch in Köln herumgesprochen hat. Der Trainer nutzt beispielsweise die Breite des Kaders, setzt nicht auf die eine Startformation, wie er es bereits vor dem ersten Ligaspiel kommuniziert hat. Auch am vergangenen Donnerstag ließ der Coach seinen Worten vom vorherigen Mittwoch Taten folgen. Beim Cologne Cup sollten die Spieler auf Einsatzzeit kommen, die zuletzt ein wenig hinten dran waren, hatte Kwasniok erklärt. Und so kam unter anderem Florian Kainz in die – in dieser Saison – ungewohnte Rolle einer Startelf. Auch Linton Maina und Luca Waldschmidt erhielten die Chance von Beginn an. Kainz und Maina hatte im Trainingslager im Interview mit come-on-fc.com erklärt, dass sie sich doch auf den Konkurrenzkampf freuen, ihn annehmen würden. Aktuell sind sie ein wenig die Leidtragenden des Umbruchs.

Facelifting in der Offensive

Denn beide gehören in dieser Spielzeit eher selten zu ersten Wahl. Auch in der vergangenen Spielzeit war die Offensive schon umkämpft und so hatte gerade der Österreicher hart zu fighten, begann dann aber doch mehr als die Hälfte der Spiele, in denen er im Kader stand. Gerade in der heißen Phase des Aufstiegskampfs war der ehemalige FC-Kapitän wieder unumstrittener Stammspieler. Maina kam bei 31 Kader-Nominierungen sogar auf 26 Startelf-Einsätze – ohne seine Verletzung wäre die Quote noch höher ausgefallen. Doch während Lukas Kwasniok in der Defensive auch aufgrund der Verletzung von Rav van den Berg aktuell auf die Stammbesetzung des Vorjahres – mit Timo Hübers, Joel Schmied und zuletzt auch Dominique Heintz – setzt, hat die Offensive der Geißböcke ein komplettes Facelifting erhalten. Und das eben nicht nur wegen der Weggänge von Damion Downs und Tim Lemperle.

Von den zwölf Neuverpflichtung werden inklusive den beiden Schienenspielern Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen sowie der Art Achter Isak Johannesson acht in Positionen mit Vorwärtsgang eingesetzt. Und die meisten von ihnen regelmäßig. Marius Bülter kommt in der Liga auf vier Einsätze von Beginn an, wurde nur durch seine Verletzung ausgebremst. Jakub Kaminski und Sebastian Sebulonsen sind unangefochtene Stammkräfte und auch Kristoffer Lund lief in vier von sechs Ligaspielen von Beginn an auf. Die Offensive der Vorsaison spielt da eine eher untergeordnete Rolle. Maina stand bislang ein Mal in der Anfangsformation, wurde zwei Mal eingewechselt. Bei Kainz stehen „nur“ drei Joker-Einsätze auf dem Papier.

Der Erfolg gibt Kwasniok und Kessler recht

Luca Waldschmidt stand zwei Mal zu Beginn auf dem Spielfeld, wurde auch zwei Mal eingewechselt. Die einzige Konstante der letztjährigen Offensive ist Jan Thielmann. Das Kölner Eigengewächs ist Stammspieler, lief bislang in der Liga jedes Mal zum Anpfiff auf. Allerdings wurde Thielmann in der Vorsaison meist auch als Rechtsverteidiger eingesetzt. Auch von der Bank kommen mit Ragnar Ache und Said El Mala (jeweils fünf Einwechslungen) die neuen Spieler zum Einsatz. Und der Erfolg gibt der Maßnahme des Trainers recht. Neun der 13 Tore gehen auf die Konten der Neuzugänge – genauso wie sieben der elf Assists. Heißt: Drei von vier Scorerpunkten gehen im Schnitt auf die Transfers des Sommers.