Die ersten Transferbewegungen deuten sich beim 1. FC Köln langsam an

Thomas Kessler hat mit seinen Transfers bereits Euphorie ausgelöst
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Die ersten Transferbewegungen deuten sich beim 1. FC Köln langsam an

Seit wenigen Wochen hat das Transferfenster wieder geschlossen und der FC scheint im Sommer viel richtig gemacht zu haben. Und dennoch tauchen nun die ersten Spekulationen auf rund um den 1. FC Köln: Diese Transferbewegungen deuten sich schon an.

Etliche Neuzugänge hat es beim FC in diesem Sommer gegeben, weitere sind im Winter wohl noch möglich. Und auch auf der Abgangsseite stehen noch einige Fragezeichen beim 1. FC Köln: Diese Transferbewegungen deuten sich schon an.

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Vor knapp fünf Wochen schloss das Transferfenster in Deutschland und der Blick auf die getätigten Bewegungen ist beim FC durchaus ein positiver. Zwölf Spieler hat Thomas Kessler in seiner neuen Funktion als Sportdirektor unter Vertrag genommen und das Gros von ihnen ist bei den Kölnern absolut eingeschlagen. Mindestens sieben Akteure gehören zum Kreis der Stammspieler. Bis auf Sargis Adamyan sowie die beiden potenziellen Leihspieler Emin Kujovic und Neo Telle haben die FC-Bosse auch die Spieler abgegeben, die als Wackel- oder Leihkandidaten gegolten haben. Der sportliche Erfolg gibt den Maßnahmen absolut recht. Der FC steht nach dem sechsten Spieltag auf dem sechsten Tabellenplatz und hat bereits gegen Teams gewonnen, bei denen man nicht unbedingt mit drei Zählern hätte rechnen müssen.

Wie geht es weiter mit Eric Martel?

Und obwohl die Saison noch sehr jung ist und der Transfersommer ein guter war, dürfte es hinter den Kulissen bereits die ersten Gedanken über mögliche Bewegungen, vielleicht sogar die ersten Gespräche geben. Zwar ploppte am Montagabend das Gerücht auf, der FC Bayern München sowie Borussia Dortmund hätten ihr Interesse an Said El Mala bekundet, ein Transfer in diesem Winter ist aber nach Informationen von come-on-fc.com aktuell kein Thema. Der erste Fokus der Kölner dürfte wohl auf einer Vertragsverlängerung von Eric Martel stehen. Der Kontrakt läuft im kommenden Sommer aus. Dementsprechend gab es in der vergangenen Transferphase auch Interesse anderer Clubs sowie einige Gerüchte. Martel entschied sich für einen Verbleib, allerdings ohne Vertragsverlängerung.

Aktuell gibt es noch keine Bewegung. „Wie gesagt, ich will die Hinrunde abwarten, um zu sehen, wie sich das Ganze entwickelt. Der Start in die Saison war natürlich ein guter, erster Schritt. Aber wie gesagt: Das ist erst der Anfang. Die Hinrunde ist noch lang. Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt. Es ist aber ein positiver Trend zu erkennen“, hatte Martel Mitte September im Interview mit come-on-fc.com gesagt. Daran hat sich bislang auch noch nichts geändert. Der Verein will natürlich dennoch lieber heute als morgen mit dem Kölner Leistungsträger verlängern. Die Zeichen stehen nach dem guten Saisonstart sicherlich gut, eine Entscheidung steht aber noch aus, und ist wohl komplett offen. Fakt ist, dass mit jedem Erfolg die Chance auf einen Verbleib des 24-Jährigen steigt.

Welche Spieler könnten den Verein verlassen?

Dass es aber schon in diesem Winter Abgänge geben wird, scheint ein durchaus realistisches Szenario. Immerhin steht Jusuf Gazibegovic aktuell unter Lukas Kwasniok gefühlt auf dem Abstellgleis, konnte sich bislang nicht wirklich beweisen. Kölns Trainer hat schon mehrfach betont und das dann auch durch Wechsel-Aktionen wie zuletzt bei Dominique Heintz untermalt, dass jeder Spieler generell die Chance bei ihm hat. Ob das aber auch für Gazibegovic zutrifft, ist aktuell fraglich. Der Nationalspieler Bosniens, im vergangenen Winter als erster Spieler nach dem Registrierungsverbot verpflichtet, dürfte es angesichts der aktuellen Konkurrenz mit Sebastian Sebulonsen sowie Alessio Castro-Montes schwer haben. Wie „Sky“ am Montagabend berichtete, soll es bereits interessierte Clubs geben.

Der FC würde in diesem Winter wohl auch gerne Adamyan, Kujovic und Telle abgeben oder verleihen. Adamyan geht aktuell für die Kölner Reserve auf Torejagd und war erst am vergangenen Spieltag erfolgreich. Ein Winter-Transfer wäre für die Kölner die letzte Chance, noch einmal Geld für den Armenier zu kassieren. Selbst wenn es nun noch zu einem Transfer kommen sollte, ist aber nicht gesagt, dass wirklich eine Ablöse fließt. Bei Telle müsste dagegen erst einmal der Vertrag verlängert werden. Dass genau das noch nicht passiert ist, spricht nicht unbedingt für einen Verbleib. Ob es unzufriedene Spieler beim FC gibt, die sich den Saisonverlauf anders vorgestellt haben, ist nicht gesagt, aber dennoch denkbar. Linton Maina, Florian Kainz oder Denis Huseinbasic dürften Profis sein, die vor dem Saisonstart vielleicht eine andere Erwartung gehabt haben. Das muss aber wiederum nicht bedeuten, dass die FC-Bosse weitere Abgänge einplanen.

Gibt es weitere Neuzugänge?

Und dann ist da noch die andere Seite des Transfermarkts. FC-Geschäftsführer Philipp Türoff hat erst auf der Mitgliederversammlung durchblicken lassen, dass Geld für weitere neue Spieler da sei. Aktuell ist der Kader intakt, der FC punktet – vielleicht sogar mehr als vor der Saison angenommen. Dennoch könnte es noch weitere Verstärkungen geben – aber vielleicht eher für die Breite. Die Verletzung von Marius Bülter hat zumindest gezeigt, dass es Alternativen gibt, diese aber nicht unbedingt die perfekte Lösung sein müssen. Dem Vernehmen nach soll Thomas Kessler durchaus bereit sein, noch einmal Geld in die Hand zu nehmen, wenn das Unterfangen Klassenerhalt in Gefahr gerät.

Das nächste Casting für die Reservisten des 1. FC Köln steht an

Im vergangenen Jahr spielte Jusuf Gazibegovic im Testspiel gegen die Viktoria noch gegen Said El Mala.
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Das nächste Casting für die Reservisten des 1. FC Köln steht an

Am Donnerstagabend steht der Cologne Cup auf dem Programm der Geißböcke. Bei dem Benefiz-Turnier steht der soziale Aspekt im Vordergrund. Allerdings will auch Lukas Kwasniok seine Lehren ziehen für den 1. FC Köln: Eine Chance für die Reservisten.

Am Donnerstagabend steht der Cologne Cup an für den 1. FC Köln: Und damit eine Chance für die Reservisten, die zuletzt eher Seiten zum Einsatz kamen.

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Zur Hochzeit waren es in der vergangenen Spielzeit gleich neun Spieler. Neun Profis, die mit ihrer jeweiligen Nationalmannschaft in den Länderspielpausen unterwegs waren. Der damalige Kölner Coach war dementsprechend auch nicht immer gut auf die Unterbrechung zu sprechen. Zumal die Nationalspieler zum Teil erst am Donnerstag wieder am Geißbockheim ankamen und am Freitag das nächste Ligaspiel auf dem Plan stand. Lukas Kwasniok hat grundsätzlich nichts gegen die Pausen, im Gegenteil: der Kölner Coach ist sogar ein Freund davon. Aber: „Am schönsten wäre es, wenn in dieser Zeit auch die Nationalspieler da wären“, sagte der Trainer mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Dabei fehlen Kwasniok „nur“ drei Profis. Isak Johannesson, Jakub Kaminski und Said El Mala sind mit den National-Teams unterwegs.

Einsatzzeit für einige Spieler

Kwasniok ist auch ein Freund der Länderspielpause, weil es einerseits nötige Pausen zwischendurch gibt, um dann auch mal den „Kopf frei zu kriegen“. Auf der anderen Seite sind gerade die intensiven Einheiten für den Coach wichtig. Zum Beispiel wie bei dem anstehenden Benefiz-Cup am Donnerstag. Zwar stehe der soziale Aspekt im Vordergrund, der sportliche „ist für die Jungs wichtig, die in den vergangenen Wochen nicht ganz so viel zum Zug gekommen sind“, sagt Kwasniok. Spieler wie Jusuf Gazibegovic, der zuletzt gar nicht mehr berücksichtigt wurde. Auch Denis Huseinbasic und Florian Kainz werden wieder ihre Minuten sammeln. Ob über die volle Distanz ist offen, wenn auch unwahrscheinlich. Denn der Kölner Coach will kein Risiko eingehen, eher eine „gewisse Vernunft an den Tag legen“.


Dass Kwasniok durchaus bereit ist, auf gute Leistungen zu reagieren, hat der Trainer gleich mehrfach in dieser Saison bewiesen. Erst am vergangenen Freitag stand Dominique Heintz in der Anfangsformation im Duell gegen die TSG Hoffenheim. Der Trainer hatte den Innenverteidiger mit der Nominierung überrascht. Auch Linton Maina, Luca Waldschmidt oder Denis Huseinbasic erhielten ihre Pausen, bekamen dann ihre Chancen. Kwasniok ist also alles andere als festgefahren, belohnt gute Leistungen, Fleiß, Leidenschaft. Von daher ist der Cologne Cup für einige Spieler vielleicht auch so etwas wie ein Casting. „Das Spiel in Essen hat ja gezeigt, dass man mit einer gewissen Performance auf sich aufmerksam machen kann“, so Kwasniok. Damals gewann der FC 9:1 gegen Schwarz-Weiß und Luca Waldschmidt empfahl sich mit einem Fünferpack.

Nachwuchs bekommt die Chance

Der Lohn: Die Startelf gegen den VfL Wolfsburg. Die Chance erhalten aber eben nicht nur die Kölner Reservisten. Auch für den Nachwuchs besteht durchaus die Chance, sich ins Rampenlicht zu spielen. Mit Etienne Borie, Luc Dabrowski, Maik Afri Akumu, Yannick Mausehund und Mikolaj Marutzki wird wohl eine Handvoll Spieler eine Chance erhalten. „Auch deswegen wollte ich einen nicht zu großen Kader, damit wir immer wieder Jungs aus der U21 und U19 dazu packen können“, sagte der Kölner Coach. “ Die Jungs machen einen richtig guten Eindruck.“ Keine Spielzeit wird es für die angeschlagenen Jan Thielmann und Marvin Schwäbe sowie den frisch gebackenen Vater Marius Bülter geben. Doch die stehen aktuell ohnehin nicht hinten an.

Rückschlag für FC-Nachwuchstalent: Youssoupha Niang erneut verletzt

Youssoupha Niang im Kölner Trainingslager
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Rückschlag für FC-Nachwuchstalent: Youssoupha Niang erneut verletzt

Auf Krücken betrat am Mittwoch der Nachwuchs-Stürmer das Gelände des 1. FC Köln: Youssoupha Niang ist erneut verletzt. Somit muss der Verein wohl noch länger auf den 19-Jährigen verzichten.

Keine guten Nachrichten gab es am Mittwochmittag am Geißbockheim, der Geschäftsstelle des 1. FC Köln: Youssoupha Niang ist erneut verletzt.

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Erst vor wenigen Monaten stand das Nachwuchstalent in Bad Waltersdorf noch mit auf dem Trainingsplatz und versenkte die Bälle im Kasten der mitgereisten Torhüter, zeigte, welches Talent in ihm schlummert. Doch Youssoupha Niang konnte die Einheiten in der Steiermark nicht beenden. Der 19-Jährige musste verfrüht nach Köln zurück reisen. Beim Beachvolleyball hatte sich Niang damals an der Schulter verletzt, musste operiert werden und fiel für Wochen aus. Nun befand sich der Youngster eigentlich auf dem Weg der Besserung, trainierte sogar wieder. Doch am Mittwoch lief Niang nur wenige Minuten später auf Krücken über den Parkplatz der Geschäftsstelle.

“Jetzt muss er wieder ab in den Käfig“

Sich näher dazu äußern und erklären, um welche Verletzung es sich handele, wollte man sich am Geißbockheim nicht. Bei Niangs Verletzung soll es sich dem Vernehmen nach um eine strukturelle handeln. „Jetzt muss er wieder ab in den Käfig. In den Kraftraum“, so Kwasniok. Eine Maßnahme, die wohl auf einen längeren Ausfall des Sturm-Talents schließen lässt. Und das, obwohl Niang im Sommer so gut ins Training gestartet war. Sein Ausfall sei „sehr sehr bitter, weil er zum heutigen Tage sehr gut unterwegs war und zumindest mal eine erste Duftmarke im Profikader setzen konnte“, sagte FC-Sportdirektor im Sommer nach Niangs Schulterverletzung.

Erst im Januar hatte der Verein den Vertrag mit dem Youngster verlängert und eins seiner größten Sturm-Talente langfristig an den FC gebunden. Damals sagte der Stürmer zu seinen Ambitionen, er werde „weiter sehr hart“ an sich arbeiten, um sich seinen Traum, „im RheinEnergieSTADION aufzulaufen, zu erfüllen.“ Die Erfüllung des Traums wird nun wohl noch ein wenig auf sich warten lassen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Besser sieht es derweil bei Rav van den Berg aus. Der Innenverteidiger befindet sich auf dem Weg der Besserung, kann wieder leicht trainieren. Möglicherweise erfolgt noch im Oktober das Comeback.


1. FC Köln vor Benefiz-Turnier: Das plant Lukas Kwasniok für den Cologne Cup

Lukas Kwasniok beim Training am Freitagvormittag.
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1. FC Köln vor Benefiz-Turnier: Das plant Lukas Kwasniok für den Cologne Cup

Nach sechs Duellen steht der FC mit zehn Zählern auf dem Konto da und belegt den sechsten Tabellenplatz. Der Saisonstart ist gelungen, nun steht erst einmal wieder eine Länderspielpause an beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok zur Pause und dem anstehenden Cologne Cup.

Das Match zwischen dem FC und dem neuen Trainer scheint zu passen. Zumindest sprechen zehn Punkte sowie das Erreichen der zweiten Runde des DFB-Pokals eine deutliche Sprache beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok zur Pause und dem anstehenden Cologne Cup.

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Mit einem breiten Grinsen klatschte FC-Trainer Lukas Kwasniok am vergangenen Freitag mit seinen Spielern ab, freute sich sichtlich über den 1:0-Sieg in Sinsheim. Und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Denn der neue Coach konnte in dieser Saison bereits dreimal in der Bundesliga und einmal im DFB-Pokal einen Sieg mit seiner Mannschaft verbuchen. Hinzu kommt das Unentschieden gegen Wolfsburg, bei dem die Geißböcke ebenfalls einen Zähler mitnehmen konnten. Der Start in die aktuelle Spielzeit ist durchaus geglückt. Nun steht die nächste Länderspielpause an.

„Es ist wichtig, den Kopf frei zu bekommen“

Und der Kölner Trainer ist eigentlich ein Fan. Eigentlich. „Aber nur, wenn alle Nationalspieler auch bei uns wären“, sagt der Coach. In dieser Pause fehlen mit Jakub Kaminski, Isak Johannesson und Said El Mala drei Akteure. Kwasniok sieht den Vorteil in intensiven Einheiten, dann aber auch ein paar Tagen, an denen die Spieler zu Hause individuell trainieren können. „Das ist schon ganz wichtig, um mal den Kopf frei zu bekommen und dann wieder anzugreifen“, sagt Kwasniok. Während der zweiten Länderspielpause steht für den FC am Donnerstag der Cologne Cup im Kölner Südstadion an.

Dann spielen die Geißböcke jeweils 45 Minuten gegen Viktoria Köln und Fortuna Köln. Das Benefiz-Turnier nutz Kwasniok, um seine Mannschaft noch einmal zu testen. Dementsprechend sollen gerade die Spieler zum Einsatz kommen, die zuletzt etwas hinten dran waren. „Die die weniger gespielt haben, werden jetzt mehr spielen. Es gilt trotzdem eine gewisse Vernunft“, sagt der Kölner Coach. Verheizen will der Trainer keine Spieler. So werden wohl auch einige Nachwuchskräfte zum Einsatz kommen, die unter der Woche schon mit trainiert haben. „Die Jungs machen einen richtig guten Eindruck.“

Das Turnier im Südstadion steht auch im Zeichen des Nachwuchsfußballs. Der soll mit der Veranstaltung unterstütz werden. „Kinder- und Amateurfußball ist die Basis. Deswegen gibt es für uns da auch kein Wenn und Aber. Der soziale Aspekt ist groß, der sportliche ist für die Jungs wichtig, die in den vergangenen Wochen nicht ganz so viel zum Zug gekommen sind“, sagt Kwasniok. Neben den Nationalspielern werden auch weiterhin Marvin Schwäbe, Jan Thielmann und Marius Bülter nicht dabei sein. Bei Bülter und Schwäbe geht der Coach davon aus, dass die beiden Spieler in der kommenden Woche wieder einsteigen. Bei Thielmann schaue man von Tag zu Tag. „Der Fuß ist aber nicht kaputt, aber narbenreich“, sagt der Coach.


Nach dem Transfersommer geht es weiter: Thomas Kessler hat beim 1. FC Köln die nächsten Aufgaben vor der Brust

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Nach dem Transfersommer geht es weiter: Thomas Kessler hat beim 1. FC Köln die nächsten Aufgaben vor der Brust

Die Zeit der Erholung ist für FC-Sportdirektor Thomas Kessler wahrlich nicht lang. Nach den intensiven Wochen, in denen der 39-Jährige den Kölner Kader im Sommer neu zusammengestellt hat, stehen nun bereits die nächsten Aufgaben auf dem Plan beim 1. FC Köln: Thomas Kessler hat viel Arbeit vor sich.

Nach dem Umbruch im Sommer stehen für den Winter ebenfalls einige Entscheidungen an. Und dabei geht es gar nicht so sehr um weitere Neuzugänge, sondern viel eher darum, sich um die Zukunft zu kümmern. Denn es bahnt sich weitere Bewegung an beim 1. FC Köln: Thomas Kessler hat viel Arbeit vor sich.

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Nur wenige Tage nach dem Deadline Day am 1. September ging es für Thomas Kessler erst einmal in den Urlaub. „Die Transferphase ist grundsätzlich eine sehr intensive Zeit, in der man als Sportdirektor ständig erreichbar sein muss. Nach der Transfersperre und dem Aufstieg war in diesem Sommer ein größerer Umbruch notwendig“, erklärte der ehemalige Kölner Torhüter erst in der vergangenen Woche im Interview bei fc.de. „Wir haben auf den letzten Metern noch einiges umgesetzt. Danach hat es aber gutgetan, im Urlaub ein paar Tage die Akkus wieder aufzuladen.“ Neue Kraft zu sammeln scheint dieser Tage auch nicht ganz unbedeutend, denn auf den Kölner Sportdirektor wartet wohl noch in diesem Kalenderjahr ein ganzes Stück Arbeit.

Der Fokus liegt bei möglichen Abgängen

Der Fokus liegt aktuell wohl eher nicht auf weiteren Neuverpflichtungen. Die sind im kommenden Winter zwar alles andere als ausgeschlossen, auch finanziell möglich, doch ist die Frage nach der Notwendigkeit angesichts des starken Saisonauftakts durchaus berechtigt. Vielmehr wird es um mögliche Abgänge und ganz sicher auch um die Planung für die kommende Spielzeit gehen. Denn stand jetzt laufen die Verträge von sieben Spielern aus. Darunter die der beiden 32-Jährigen Florian Kainz und Dominique Heintz. Ob die Kontrakte der Routiniers verlängert werden sollen, hängt wohl auch mit den Leistungen zusammen, die wiederum an Einsatzzeit geknüpft sein werden. Kainz kommt bislang nicht über die Jokerrolle hinaus, Heintz spielte gegen die TSG am vergangenen Wochenende das erste Mal. Offen ist auch, wie es mit Luca Kilian nach dessen dritten Kreuzbandriss weitergeht.

Bei Timo Hübers und Eric Martel ist der Verein sehr an einer Vertragsverlängerung interessiert. Doch beide Akteure lassen sich noch Zeit mit ihrem Kontrakt. Hübers wurde schon im vergangenen Sommer nach Äußerungen in einem Podcast mit einem möglichen Wechsel ins Ausland in Verbindung gebracht worden. Tatsächlich gab es immer mal wieder Interesse aus England und Italien. Martel erbat sich dagegen ein wenig Bedenkzeit. Der Sechser hatte erst vor einigen Wochen im Interview mit come-on-fc.com betont, dass er auch weiterhin erst einmal abwarten wolle, wie sich die Hinrunde so entwickelt. Zweifelsfrei sind die Geißböcke auf einem guten Weg. Eine Entscheidung steht aber nicht unmittelbar bevor. Ebenfalls gerne verlängern würden die Kölner mit Neo Telle. Bislang steht keine Vertragsverlängerung an und das verhindert dann auch die eigentlich angestrebte Leihe des Youngsters. Dass sich Telle bislang so viel Zeit lässt, spricht nicht gerade für den FC.

Feste Verpflichtung beim FC?

Zudem sind aktuell vier Spieler ausgeliehen. So früh in der Saison wird sicherlich noch keine Entscheidung darüber fallen, ob der FC sich eine feste Verpflichtung vorstellen kann. Bei Jakub Kaminski dürfte es nach aktuellem Stand keine zwei Meinungen geben. Doch die Saison ist noch lang. Für Kaminski, Cenk Özkacar und Kristoffer Lund konnten die FC-Bosse eine Kaufoption im Vertrag verankern. Kopfzerbrechen wird Kessler die aktuelle Situation also nicht bereiten. Bei Tom Krauß erst recht nicht. Denn bei dem gebürtigen Leipziger gibt es keine Kaufoption, sondern eine Kaufpflicht und die ist dem Vernehmen nach an die Klassenzugehörigkeit geknüpft. Sollte der FC erstklassig bleiben, wird auch Krauß weiterhin das Trikot der Kölner in der Bundesliga tragen.

Vermutlich noch nicht sofort, aber schon sehr bald, wird sich der Kölner Sportdirektor auch mit anderen Verträgen auseinandersetzen müssen. Denn bis 2027 haben Spieler wie Marius Bülter, Marvin Schwäbe und Luca Waldschmidt Vertrag. Die Weichen der Zukunft sollen dort sicher auch gestellt werden.

Der 1. FC Köln stellt mit seinen Auswärtsfahrern Saisonrekord auf

Said El Mala vom 1. FC Köln gegen Hoffenheim vor der Fankurve
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Der 1. FC Köln stellt mit seinen Auswärtsfahrern Saisonrekord auf

Die Fans der Geißböcke hatten das Stadion in Hoffenheim am Freitagabend fest in ihrer Hand – und das unabhängig des Ergebnisses des 1. FC Köln: Rund 15.000 Kölner Fans verwandeln das Auswärtsspiel in Sinsheim in ein Heimspiel und stellen damit den Saisonrekord auf.

Der Auswärtserfolg ist schon jetzt eins der Highlights des 1. FC Köln in dieser Saison: 15.000 Fans verwandeln das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim in ein besonderes Heimspiel.

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Der Freitagabend in Sinsheim hatte schon eine gewisse Kuriosität parat. Zumindest auf den ersten Blick. Denn unmittelbar nachdem sich Said El Mala ein Herz genommen, gleich drei Gegner stehen gelassen und die Gästeführung erzielt hatte, da explodierte das Stadion förmlich. „Unsere Fans sind Wahnsinn. Wenn wir zum Warmmachen rauskommen in die Kulisse, da hast du wirklich gedacht, du hast ein Heimspiel. Das tut uns einfach gut als Mannschaft. Das hat man heute auch gesehen, dass wir sie gebraucht haben“, sagte Dominique Heintz nach dem Auswärtsspiel in Hoffenheim, das viel war, aber eben kein Duell vor fremder Kulisse. „Ich bin froh, dass wir allen, die mitgekommen sind, praktisch einen Heimsieg schenken konnten und mit drei Punkten nach Hause fahren.“

FC führt Statistik an

Das Geschenk ging dementsprechend in viele Hände. Vor dem Duell war man davon ausgegangen, dass etwa 8.000 Kölner Fans die Reise nach Sinsheim antraten. Doch noch Stunden vor der Begegnung waren Tickets käuflich zu erwerben. Und die Kölner Anhängerschaft hatte mal so richtig zugeschlagen. Am Ende des Abends werden es wohl rund 15.000 FC-Fans gewesen sein, die in Hoffenheim feierten. Wohlgemerkt in ein Stadion, dass rund 30.000 Plätze hat. Mindestens die Hälfte der Fans trugen an diesem Abend Rot-Weiß. „Ich habe nur die Kölner Fans gehört. Das war unglaublich. Ich glaube, deshalb kann man auch noch mal extra mehr machen, extra pushen, noch mal die Grätsche rauspacken und ja, ich glaube der Sieg geht auch definitiv an die Fans“, sagte Joel Schmied.

Und auch der Kölner Kapitän freute sich über die Unterstützung in Sinsheim: „Der Fan-Support war unfassbar. Das ist nicht alltäglich und nicht normal, dass sie den weiten Weg hierher finden. Unfassbar geil, wenn es ein gefühltes Heimspiel ist“, sagte Marvin Schwäbe. Zuletzt waren rund 15.000 Fans in der 2. Bundesliga mit dem FC nach Hannover gereist. Nach Berlin sollen im vergangenen Jahr sogar noch einmal deutlich mehr FC-Fans mitgefahren sein. Aktuell erreichen die Geißböcke damit den Höchstwert der Liga. Und auch in Summe haben die Kölner die meisten Fans bislang begleitet. Das ist aber nur eine Momentaufnahme. Denn zum einen haben die Kölner einfach schon vier Auswärtsspiele bestritten und damit eins mehr als nahezu die gesamte Konkurrenz, zum anderen ist in der Regel die Begegnung Hoffenheim gegen Stuttgart die mit den meisten Auswärtsfans in der Liga.

So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln

Joel Schmied, Kristoffer Lund und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln

Ein Dutzend Spieler sind im Sommer nach Köln zum FC gewechselt und haben den Domstädtern damit ein neues Gesicht verliehen. Und Thomas Kessler scheint in seiner ersten Transferphase als Sportdirektor einen guten Job gemacht zu haben. So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln.

Zwar haben sich im Sommer auch einige Transferziele zerschlagen, dennoch wurde Thomas Kessler für seine Transfers von den Fans gefeiert. Und das offenbar nicht ohne Grund. So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln.

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Ron-Robert Zieler: Der Weltmeister von 2014 kam als neue Nummer zwei und fügt sich in diese Rolle perfekt ein. Zieler wäre da, wenn Marvin Schwäbe ausfallen würde. Als Ersatzkapitän hat er eine wichtige Stimme in der Kabine. Zudem ist der Routinier – immerhin mehr als 400 Bundesliga und 2. Bundesliga-Spiele – der Pokal-Keeper der Kölner. Seine erste Aufgabe gegen Jahn Regensburg meisterte Zieler souverän, nun steht bald das Duell gegen den FC Bayern München auf dem Programm. Sicherlich ein weiteres Highlight seiner Karriere.

Starker Eindruck in der Defensive

Sebastian Sebulonsen: Einer der ganz großen Gewinner der noch jungen Saison. Der rechte Schienenspieler kam aus Bröndby zum FC und ehrlich gesagt hatten den Norweger wohl nur die wenigsten Experten so richtig auf dem Zettel. Die Arbeit beim FC und mit Lukas Kwasniok dürfte das Prädikat „perfektes Match“ tragen. Zumindest bislang. Sebulonsen ist neben Timo Hübers, Eric Martel und Jakub Kaminski einer von vier Spielern, die immer in der Startelf gestanden haben. Von den Spielern, die regelmäßig zum Einsatz kommen, erzielt der 25-Jährige die besten Zweikampfwerte, gewinnt im Schnitt zwei von drei Duellen. Trotz seiner Vorstöße in die Offensive und den meisten Flanken beim FC, wartet Sebulonsen noch auf seine erste Torbeteiligung.

Kristoffer Lund: Das Pendant zu Sebulonsen auf der linken Seite. Doch der gebürtige Däne mit amerikanischen Pass hat sich angesichts der großen Konkurrenz auf der linken Seite noch nicht komplett festspielen können. Dennoch: In vier der sieben bisherigen Pflichtspielen stand Lund in der Anfangsformation. Der 23-Jährige wirkt in den Zweikämpfen bislang aber nicht immer ganz sicher. Mit 35,11 km/h hat der Schienenspieler bislang die höchste Temperatur bei den Geißböcken auf dem Tacho.

Pech und schwerer Stand

Rav van den Berg: Pech für den teuersten Neuzugang des Sommers. Der Innenverteidiger zog sich bereits in seinem zweiten Pflichtspiel für die Geißböcke eine ärgerliche Schulterverletzung zu, musste operiert werden und fehlt seitdem. Dabei deutete Lukas Kwasniok vor wenigen Wochen an, welche Rolle der Niederländer beim FC spielen sollte. „Wir haben uns schon, ein wenig darauf fokussiert, mit Rav die richtige Konstellation auf den Platz zu bekommen“, sagte der Coach zuletzt. „Er hat sich dann in seinem 2. Spiel verletzt und dann ist die Gedankenwelt schon ein wenig zusammengebrochen.“ Kein Wunder, dass die Kölner für den Abwehrspieler tief in die Tasche gegriffen haben. Die Qualität blitzte in den ersten Spielen durchaus auf. An van den Berg wird der FC sicherlich noch seine Freude haben.

Cenk Özkacar: Etwas überraschend stand der Türke kurz nach seiner Verpflichtung im DFB-Pokal direkt in der Startelf. Die Leistung war durchaus in Ordnung. Doch sie reichte offenbar nicht, um sich für weitere Einsätze in der Anfangsformation zu beweisen. Seitdem ist der Innenverteidiger hinten dran, kam nur noch zu zwei Kurzeinsätzen gegen Mainz und Hoffenheim. „Für ihn gilt es jetzt Gas zu geben. Wenn die Zeit reif ist, werde ich ihn reinwerfen“, sagte Kwasniok zuletzt. Aktuell haben andere Spieler die Nase vorne und Özkacar einen schweren Stand.

18 Spieler bereits in der Startelf

Tom Krauß: Der 24-Jährige ist aktuell sicherlich einer der Spieler, die Lukas Kwasniok zu dem Pool an Akteuren zählen würde, die für ihn immer mal wieder in die Anfangsformation rotieren können. In den bisherigen sieben spielen war schon alles dabei: Drei Mal stand der etatmäßige Mittelfeldspieler in der Startelf, zwei Mal wurde er eingewechselt, zwei Mal saß er komplett auf der Bank. Zudem spielte der gebürtige Leipziger bereits in den Innenverteidigung, als Linksverteidiger und als Sechser. Nicht umsonst bezeichnete Kwasniok den Spieler unlängst als seinen „Defensiv-Allrounder“.

Isak Johannesson: Auch der Isländer gehört eigentlich zum Stammpersonal der Geißböcke. Einzig im Duell gegen Wolfsburg kam Johannesson erst zur zweiten Halbzeit. Allerdings wohl auch, weil sich der Mittelfeldspieler im Länderspiel gegen Frankreich einen Pferdekuss abgeholt hatte. Der 22-Jährige ist längst beim FC angekommen, konnte sich bereits mit zwei Treffern in die Torjägerliste eintragen. Er ist Taktgeber, Dauerläufer und Motor bei den Geißböcken – vor allem seine Spieleröffnungen sind für die Mannschaft enorm wichtig. „Er kann viel und auch intensiv laufen, hat eine gute Dynamik, einen guten ersten Step und kann an den Gegenspielern vorbei gehen“, erklärte auch Trainer Kwasniok. 

Alessio Castro-Montes: Der letzte Transfer der Geißböcke des vergangenen Sommers ist noch nicht so richtig angekommen. Und das, obwohl es zunächst einen Blitzstart gegen Wolfsburg gegeben hat. Genau das ist laut Lukas Kwasniok aber auch kontraproduktiv gewesen. „Er war gerade angekommen, hat die Namen zum Teil noch nicht gekannt“, sagt der Coach. „Er war noch gar nicht angekommen. Ich habe von ihm etwas gefordert, das er nicht hätte bringen können.“ Möglicherweise dient die aktuelle Länderspielpause, um den Belgier näher an die Mannschaft zu bringen. Dabei können sich die Geißböcke wohl auf einen feinen Fuß freuen. Zumindest nach der Einordnung des Coachs. „Als wir ihn im Training gesehen haben, haben wir gedacht, wir haben eine Mischung aus Neymar und Messi verpflichtet“, sagte Kwasniok. Das klingt mindestens verheißungsvoll.

Die Kölner Hoffnungsträger

Jakub Kaminski: Verheißungsvoll war auch der Start des Polen beim FC. Der 23-Jährige ist unter Lukas Kwasniok absolut gesetzt, stand bislang immer in der Startelf und kommt von allen Kölner Profis auf die höchste Einsatzzeit. Kaminski ist auch der Hauptgrund, warum es einer der Leistungsträger des Vorjahren, Linton Maina, aktuell so schwer hat. Mit drei Toren ist der Offensivspieler der Top-Torjäger beim FC. Zudem erarbeitet Kaminski viele Torchancen, legt auch immer wieder für Torabschlüsse auf. Stand jetzt werden sich die Kölner mit großer Sicherheit im kommenden Sommer um eine feste Verpflichtung kümmern.

Said El Mala: Der 19-Jährige hat nicht erst mit seinem entscheidenden Treffer gegen Hoffenheim für Furore gesorgt. El Mala ist der Shootingstar bei den Geißböcken und die aktuelle Entwicklung macht ihn sportlich aber auch wirtschaftlich zum Kölner Hoffnungsträger. Der FC ist sehr darauf bedacht, den Youngster am Boden zu halten. Wenn der Offensivspieler seine Karriere aber weiter mit solchem Tempo vorantreibt, wird El Mala auch medial nicht klein zu halten sein.

Ragnar Ache: Laut der Einschätzung von transfermarkt.de ist der Stürmer neben Isak Johannesson der wertvollste Spieler der Geißböcke. Diese Qualität hat Ache bislang aber noch nicht komplett auf die Bahn gebracht. Der Stürmer wird von Lukas Kwasniok hauptsächlich als Joker gebracht. Erst einmal stand Ache von Beginn an auf dem Platz. Das aber, weil Marius Bülter verletzt ausfiel. Aber: Ache gefällt in der Rolle des Jokers. Der Stürmer bringt so eine andere Dynamik und eine andere Qualität ins Spiel. Nicht umsonst sammelte der Angreifer schon vier Vorlagen in sieben Pflichtspielen.

Marius Bülter: Der Stürmer war zum Saisonauftakt wohl die größte Überraschung unter den Neuverpflichtungen. Vor allem gegen Mainz und Freiburg spielte der Angreifer mit zwei Toren und zwei Vorlagen groß auf. Gegen Leipzig folgte dann die frühe Auswechslung aufgrund eines Pferdekusses, gefolgt von einer Achillessehnenreizung. Seitdem ist Bülter erst einmal außen vor. Doch aktuell deutet viel darauf hin, dass die Kölner an dem 32-Jährigen noch durchaus ihre Freude haben werden.

Der 1. FC Köln hat im Sommer auch an seinem Tempodefizit geschraubt

Said El Mala gehört zu den schnellsten Kölner Spielern
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Der 1. FC Köln hat im Sommer auch an seinem Tempodefizit geschraubt

Vor ziemlich genau einem Jahr wurde beim FC über ein vermeintlich mangelndes Tempo in der Mannschaft diskutiert. Ob das Thema gerechtfertigt war, lässt sich im Nachhinein schwer sagen. Sicher ist aber: Der 1. FC Köln hat im Sommer am Tempo gearbeitet. Und das möglicherweise auf mehreren Ebenen.

Zwölf Neuverpflichtungen haben dem FC vor der Saison ein neues Gesicht verpasst. Das lässt sich auch Daten gut festhalten. Der 1. FC Köln hat im Sommer unter anderem am Tempo gearbeitet. Vielleicht auch ein Grund des Erfolgs.

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Als die Geißböcke vor ziemlich genau einem Jahr in der 2. Bundesliga das erste Mal ein wenig ins Schlittern gerieten und die Kluft zwischen geballter Offensive und vogelfreier Defensive das erste Mal so richtig aufploppte, wurde ein potenzielles Defizit der Kölner zum Thema: das Tempo. Vier Tore gegen den Karlsruher SC, fünf gegen Darmstadt – das oft durch Umschaltmomente, in denen die Kölner nicht so richtig hinter herkamen. Damals Mitte Oktober 2024 wurde das an einem Umstand handfest: Mit Linton Maina schaffte es nur ein FC-Profi mit seiner Maximal-Geschwindigkeit in die Top-80 der Liga. Jeder aktive oder ehemalige Fußballer weiß natürlich, dass die Höchstgeschwindigkeit nicht alles ist. Antritt, Explosivität, selbst das mentale Umschalten spielen im Fußball bekanntlich eine mindestens genauso große Rolle. Und die Höchstgeschwindigkeit ist dann vielleicht auch in einem großen Ganzen, ohne krasse Ausreißer zu betrachten.

Acht FC-Profis in der Top-100

Vieleicht waren die Werte auch aufgrund der taktischen Herangehensweise mit hohem Pressing und Ballgewinnen tief in der gegnerischen Hälfte so ausgefallen. Dennoch war nun mal nicht von der Hand zu weisen, dass der FC in dieser Zeit in der Liste der Höchstgeschwindigkeiten unterpräsentiert und parallel auf dem Platz ein gewisses Defizit in Sachen Geschwindigkeit auszumachen war. Das änderte sich auch bis zum Ende der Spielzeit mit angepasstem System nicht mehr. Linton Maina kam auf einen Bestwert von 35,87 km/h und lag damit auf Platz elf der schnellsten Spieler der 2. Bundesliga. Bis der nächste Akteur des FC in jener Bilanz auftauchte, musste man aber lange suchen. Erst auf Platz 70 befand sich Winterneuzugang Joël Schmied mit 34,29 km/h. Insgesamt schaffen es nur vier Kölner Spieler in die Top-100. Zum Vergleich: Vom Mitaufsteiger Hamburger SV waren es gleich doppelt so viele.

Doch an diesem Maximaltempo haben die Kölner im Sommer ganz offensichtlich gearbeitet. In der Top-Ten sucht man den FC aktuell noch vergebens. Doch mit den in der vergangenen Spielzeit gemessenen 35,87 km/h wäre Maina aktuell der drittschnellste Bundesliga-Profi. Das hinter Bazoumana Touré mit 35,97 und Unions Oliver Burke mit 36,01 km/h. In dieser Spielzeit ist tatsächlich bislang ein Neuzugang der schnellste Kölner Spieler. Kristoffer Lund wurde gegen Hoffenheim mit 35,11 km/h geblitzt, liegt damit in der Liga auf Rang 14. Auf Platz 35 folgt Said El Mala (34,38) und auf Platz 36 Jakub Kaminski (34,37). Mit Joel Schmid liegt ein Winterneuzugang des Vorjahres auf dem internen vierten Platz (34,34 km/h; Rang 40). Sebastian Sebulonsen schafft es auf Rang 70 (33,81) und in der Top-100 befinden sich dann auch Maina (33,55), Jan Thielmann (33,48) und Isak Johannesson (33,38).

Zwar gehören die Geißböcke somit weiterhin nicht zu den allerschnellsten Spielern der Liga, im Mittel ist die Maximalgeschwindigkeit aber schon gestiegen. Das liegt neben der Kaderzustellung sicherlich auch an der Spielweise des Kölner Trainers. Gerade in Sachen Tempo ist beim FC aktuell jedenfalls kein Defizit mehr auszumachen.

Nationalspieler, angeschlagene Profis, Thielmann-Update – der 1. FC Köln startet mit kleinem Kader

Cenk Özkacar und Kristoffer Lund beim Training des 1. FC Köln
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Nationalspieler, angeschlagene Profis, Thielmann-Update – der 1. FC Köln startet mit kleinem Kader

Am Montag ist der FC in die Trainingswoche während der Länderspielpause gestartet. Dabei muss der FC auf einige Spieler verzichten. Das Personal-Update beim 1. FC Köln: Jan Thielmann nicht schlimm verletzt.

Nach dem wichtigen 1:0-Erfolg über die TSG Hoffenheim, gab es für die FC-Profis erst einmal zwei Tage frei. Nun geht es weiter und das mit reduziertem Kader beim 1. FC Köln: Jan Thielmann nicht schlimm verletzt. Dazu werden auch einige Nationalspieler fehlen. Auch Trainer Lukas Kwasniok war am Montag nicht dabei.

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Nach 45 Minuten war für Jan Thielmann am vergangenen Freitag im Spiel gegen die TSG Hoffenheim bereits Schluss. Das nicht aufgrund seiner Leistung, vielmehr, weil der FC-Profi mal so richtig auf die Socken bekam. Unterm Strich standen da drei Gelbe Karten für den Gegner und „vier, fünf Blessueren“ beim Kölner Profi, offenbar auch einige offene, wie es Lukas Kwasniok später auf der Pressekonferenz beschrieb. Nach einer MRT-Untersuchung gibt es Entwarnung: Es liegt keine strukturelle Verletzung vor. Thielmann hatte offenbar Glück im Unglück, denn der Knöchel sei laut Kwasniok schon dick gewesen. Für die erste Trainingseinheit der Woche reichte es bei dem FC-Profi aber nicht – zumindest nicht mit der Mannschaft. Thielmann trainierte am Montag aber noch nicht.

Van den Berg trainiert wieder in der Halle

Auch Marius Bülter war am Montag nicht dabei, allerdings aufgrund des erwarteten Nachwuchses. Im Reha-Bereich befinden sich Luca Kilian, Youssoupha Niang nach seiner Schulterverletzung vom Sommer sowie Rav van den Berg. Der teuerste Einkauf dieses Transfersommers hatte sich im Spiel gegen Wolfsburg eine Verletzung am Schultereckgelenk zugezogen und musste operiert werden. Der Niederländer wird dem FC aber auch weiterhin noch ein wenig fehlen. Keeper Marvin Schwäbe trainiert ebenfalls individuell. Zudem nicht mit dabei sind die Nationalspieler. Isak Johannesson und Jakub Kaminski sind jeweils mit den A-Nationalmannschaften von Island und Polen unterwegs. Said El Mala ist wie berichtet wieder bei der deutschen U21 im Einsatz. Für Jusuf Gazibegovic hat es dieses Mal nicht zu einer Berufung für Bosnien-Herzegowina gereicht. Auch van den Berg spielt – eben verletzungsbedingt – nicht mit der U21 der Niederlande.

Die trifft wiederum auf den Nachwuchs von Bosnien und Emin Kujovic, der erstmals nominiert wurde, allerdings schon für die U21 von Montenegro gespielt hat. Die Einheit am Montag leitete Frank Kaspari. Lukas Kwasniok weilte auf einer Trainerfortbildung. In dieser Woche stehen insgesamt drei Trainingseinheiten sowie der Cologne Cup am Donnerstagabend für die FC-Profis an. Anschließend gibt es noch ein paar Tage frei, bevor es am kommenden Montag mit der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den FC Augsburg weitergeht.


Adamyan ragt bei U21-Willensleistung raus: 3:3 nach 0:3 bei 82-minütiger Unterzahl

Sargis Adamyan und Safyan Toure von der U21 des 1. FC Köln
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Adamyan ragt bei U21-Willensleistung raus: 3:3 nach 0:3 bei 82-minütiger Unterzahl

Die U21 des 1. FC Köln hat ihre Serie in letzter Sekunde gerettet: Das 3:3 bei Fortuna Düsseldorfs U23 war das sechste Regionalliga-Spiel in Folge ohne Niederlage. Dabei holten die Kölner einen 0:3-Rückstand auf, Sargis Adamyan sicherte den Punkt in der Nachspielzeit. Die U21 des 1. FC Köln spielt Remis gegen Fortuna Düsseldorf.

Nach dem frühen Platzverweis gegen Mikolaj Marutzki spielte die Kölner Reserve 82 Minuten in Unterzahl. Die U21 des 1. FC Köln spielt Remis gegen Fortuna Düsseldorf.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 0:0 gegen Gütersloh nur auf einer Positionen: Mikolaj Marutzki ersetzte Luis Hauer zwischen den Pfosten. Das Regionalliga-Debüt des 18-jährigen Keepers misslang jedoch gründlich. Marutzki stand schnell im Fokus. Der Schlussmann nahm einen eigentlich harmlosen Rückpass von Yannick Mausehund technisch unsauber an, geriet gegen den heranstürmenden Mechak Quiala Tito in Bedrängnis und riss diesen letztlich verzweifelt von hinten um (8.).

Düsseldorf erhöht in Überzahl

Es folgten nicht nur der zwangsläufige Elfmeterpfiff, sondern auch die Rote Karte für Marutzki. Tobias Trautner kam so zu einem Kaltstart als Einwechselspieler für Etienne Borie, war gegen den platzierten Strafstoß von Deniz Bindemann zum 1:0 jedoch machtlos (10.). Und die Gastgeber erhöhten in Überzahl: Lennart Garlipp flankte den Ball ins Zentrum. Mausehund und Luc Dabrowski stiegen nicht hoch genug und Bindemann köpfte zum 2:0 für die Gastgeber ein (30.).

Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es noch bitterer: Garlipp legte eine Flanke per Kopf ab zu Mechak Quiala Tito, für den sich keiner aus der Kölner Hintermannschaft richtig verantwortlich zu fühlen schien. Der Stürmer verwandelte aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 3:0 (45.). Doch die Kölner gaben sich trotz der klaren Pausenführung und der Unterzahl keineswegs auf – im Gegenteil. Das Team verdiente sich den ersten Treffer mit einer engagierten Vorstellung nach dem Pausenpfiff.

Dramatisches Finale in der Nachspielzeit

Fayssal Harchaoui passte zu Sargis Adamyan, der aus der Drehung aufs Tor schoss. Düsseldorfs Torwart Tobias Pawelczyk wehrte den Ball zur Seite ab und Safyan Toure staubte zum 3:1 ab (61.). Adamyan stand beim Anschlusstreffer im Fokus. Er leitete den Spielzug mit seinem Pass raus auf die rechte Seite zu Marvin Ajani ein. Der aufgerückte Rechtsverteidiger flankte zurück ins Zentrum und Adamyan köpfte völlig blank stehend mühelos zum 3:2 ein (75.).

In der Nachspielzeit dann das dramatische Finale: Luiz Labenz, zuvor eingewechselt, zog das Foul an der linken Sechzehner-Grenze. Freistoß-Spezialist Adamyan ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte den ruhenden Ball zum verdienten 3:3, wobei der Schuss noch von einem Düsseldorfer abgefälscht wurde (90.+4). Die U21 absolviert in der Länderspielpause am Donnerstagabend (19:15 Uhr) ein Testspiel beim SV Bergisch Gladbach.

In der Regionalliga geht es am 18. Oktober (15:30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den Aufsteiger Bonner SC weiter.

1. FC Köln U21: Marutzki – Ajani, Dabrowski, Mausehund (46. Telle), Özkan – Kujovic, Harchaoui (78. Elyazidi) – Yacobi (63. Labenz), Borie (9. Trautner), Toure (78. Lennemann) – Adamyan. Tore: 1:0/2:0 Bindemann (10., Foulelfmeter/30.), 3:0 Quiala Tito (45.), 3:1 Toure (61.), 3:2/3:3 Adamyan (75./90.+4). Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Marutzki (FC/8.).