Spieler werden aussortiert: Lukas Kwasniok kündigt für Freitag Personal-Entscheidung an

Lukas Kwasniok beim Training des 1. FC Köln
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Spieler werden aussortiert: Lukas Kwasniok kündigt für Freitag Personal-Entscheidung an

Schon in der vergangenen Woche hatte FC-Coach Lukas Kwasniok angekündigt, den Kader reduzieren zu wollen. Dazu wird es wohl am Freitag kommen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sortiert Profis aus.

Unmittelbar vor dem Start in die Bundesliga gibt es knallharte Entscheidungen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sortiert offenbar gleich mehrere Profis aus. Das gab der Trainer auf dem FC-Talk des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und des „Express“ bekannt.

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Wenige Tage vor dem Start in die Bundesliga kommt noch einmal ordentlich Bewegung in den Kader der Geißböcke. Der FC wird wohl am Freitag einige Spieler aussortieren. Das kündigte der Kölner Coach auf einem Talk von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Express“ an. „Meine Aufgabe ist es, leider nicht, mit jedem eine Freundschaft einzugehen. Mit einem zu großen Kader mit 24 Spielern plus vier Torhütern geht fokussierte Arbeit nicht“, zitiert der Express den Trainer. „Vier haben dann keine Aufgabe, wenn wir zehn gegen zehn spielen. Da gilt es harte Entscheidungen zu treffen, das ist schwierig. Am Freitag werden drei Jungs nicht mehr dabei sein.“ Namen nannte der Trainer natürlich nicht, doch mindestens die Wackelkandidaten liegen auf der Hand.

Wer wird den FC verlassen?

So standen Imad Rondic und Jacob Christensen bekanntlich gegen Atalanta Bergamo und Jahn Regensburg nicht mehr im Kader. Rondic war schon damals ans Herz gelegt worden, sich einen neuen Verein zu suchen. Der Stürmer soll laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ ein Angebot des Karlsruher SC ausgeschlagen haben. Eine Zukunft hat der Angreifer wohl nicht mehr. Christensen laborierte lange an den Folgen seiner Verletzung herum, wird aber auch in Zukunft ziemlich sicher keine Chance mehr beim FC haben. Wer der dritte Spieler ist, erscheint aktuell offen. Zwar standen auch Dominique Heintz und Julian Pauli am vergangenen Sonntag nicht im Kader. Die beiden Innenverteidiger sind aber ganz sicher nicht gemeint. Die FC-Bosse halten von beiden Spielern viel. Pauli könnte noch verliehen werden, Heintz wird als Backup sicher im Kader stehen.



Mögliche Abschiedskandidaten wären dann noch Leart Pacarada und Denis Huseinbasic. Beide gehörten in der vergangenen Spielzeit noch zum Stamm der Aufstiegsmannschaft, wurden gegen Regensburg nicht berücksichtigt. Die FC-Bosse suchen bekanntlich nach einer Alternative auf der linken Abwehrseite. Möglich also, dass es sich um Pacarada handelt. Auf der anderen Seite ist die Konkurrenz aber auch im Zentrum sehr groß. Huseinbasic hat aktuell wohl eher wenige Chancen auf Einsatzzeit. Doch wie geht es dann weiter für die entsprechenden Profis? „Der ein oder andere wird dann auf Thomas Kessler zugehen und dann wird es Lösungen geben. Wir klären, wie wir das am besten lösen. Es gibt eben Spieler, mit denen wir nicht für die Saison planen. Das muss man dann auch offen ins Gesicht sagen“, sagte Kwasniok.


Saisonprognosen für den 1. FC Köln: Auf diesen Plätzen sehen ein Supercomputer, ChatGPT und Lothar Matthäus den FC

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Saisonprognosen für den 1. FC Köln: Auf diesen Plätzen sehen ein Supercomputer, ChatGPT und Lothar Matthäus den FC

Am kommenden Sonntag startet der FC in die neue Bundesliga-Saison. Vor dem Start ist wie immer die Zeit der großen Prognosen. Auch beim 1. FC Köln: So tippen Supercomputer, ChatGPT und ein Experte.

Mit dem Spiel gegen den FSV Mainz 05 geht für die Kölner am kommenden Sonntag die Bundesliga los. Das wichtigste Ziel ist dabei erstmal der Klassenerhalt. Es gibt aber unterschiedlich Prognosen, ob der gelingt beim 1. FC Köln: So tippen Supercomputer, ChatGPT und ein Experte.

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Wenn man ihnen jetzt gerade vor dem Saisonstart den Klassenerhalt anbieten würde, würden die meisten FC-Fans wahrscheinlich sofort unterschreiben. Auch wenn es bestimmt welche gibt, die sich für die kommende Spielzeit sogar noch mehr erhoffen. Dass aber schon der Verbleib in der ersten Liga ein Erfolg wäre, zeigt sich nun an einer Vorhersage. Denn der „Opta-Supercomputer“ hat eine Prognose für die Tabelle der Bundesliga nach dem 34. Spieltag aufgestellt, die nicht gut aussieht für den 1. FC Köln. Die Vorhersage basiert auf Wettquoten und den Opta Power Rankings, die historische und aktuelle Leistungen berücksichtigen. Der Supercomputer simuliert mit den Daten die Spielzeit tausende Male durch und gibt dann die Wahrscheinlichkeiten an, mit denen ein Team auf einem bestimmten Tabellenplatz landet.

Düstere Prognose vom Supercomputer

Und für den FC ist die Prognose leider schlecht. So sieht der Supercomputer die Geißböcke als den größten Abstiegskandidaten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kölner nach einer Saison schon wieder den Gang in Liga zwei antreten müssen, gibt die Vorhersage mit circa 31 Prozent an. Bei der Relegation liegt der Wert immerhin bei ungefähr 11 Prozent. So kommt der FC im Schnitt auf knapp über 34 Punkte und liegt damit hinter Heidenheim (17.), St. Pauli (16.) und dem HSV (15.). Diese Punktezahl ist dabei auffällig hoch. Schließlich sind Vereine mit 34 Punkten in den vergangenen Jahren öfter sogar gar nicht abgestiegen, geschweige denn Letzter geworden. Es scheint daher so, als ob der Supercomputer die Liga recht eng zusammen sieht.

Hoffnung machen wird diese Prognose allen FC-Fans sicher nicht. Aber gleichzeitig kann die Saison natürlich auch ganz anders ablaufen. So könnten die Kölner auch überraschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Geißböcke etwa Zweiter wird, liegt bei 0,1 Prozent. Einen Wert dafür, dass der Klub Meister wird, gibt der Computer jedoch nicht an, da er zu gering ist. Mehr Hoffnung machen aber die doch immerhin 10,1 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass der FC auf Rang 15 landet.

Vorhersage von ChatGPT und Lothar Matthäus

Ähnlich pessimistisch wie der Supercomputer sieht ChatGPT die Aussichten des 1. FC Köln. Auch die KI tippt den FC auf Platz 18. Als Begründung führt sie den Status der Kölner als Aufsteiger an. Deswegen könnte es schwierig für den Verein werden. Wenn man ChatGPT jedoch sagt, nur Quellen aus den letzten anderthalb Wochen zu benutzen und die zuvor beschriebene Prognose des Supercomputers außen vor zu lassen, stehen die Geißböcke schon besser da. Dann reicht es immerhin für Platz 15 – während Rivale Borussia Mönchengladbach vor dem VfL Wolfsburg auf Platz 17 getippt wird. Eine ziemlich wilde Vorhersage also, die laut der KI auf Wettquoten, Expertenmeinungen und Transfermeldungen basiert.

Ein Experte ist Lothar Matthäus. Für die Sport Bild hat der frühere Weltfußballer eine Prognose für die Abschlusstabelle erstellt. Und er traut dem FC den Klassenerhalt zu. Denn beim deutschen Rekordnationalspieler landet der 1. FC Köln auf dem 15. Platz vor Heidenheim (18.), Hoffenheim (17.) und dem HSV (16.). „Ich habe lange nicht mehr so viel Einstimmigkeit beim 1. FC Köln erlebt. Das ist die Grundvoraussetzung für den aktuellen Erfolg“, begründet Matthäus seine Entscheidung. Etwas, was wohl auch alle Fans des 1. FC Köln unterschreiben würden.


Neu verpflichtet, direkt in der Startelf – Cenk Özkacar: „Das kann ich kaum erwarten“

Cenk Özkacar beim Training des 1. FC Köln
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Neu verpflichtet, direkt in der Startelf – Cenk Özkacar: „Das kann ich kaum erwarten“

Etwas überraschend stand Cenk Özkacar am Sonntag im ersten Pflichtspiel der neuen Saison in der Anfangsformation. Nun will der Türke nach schwierigen Spielzeiten durchstarten: Das sagt Cenk Özkacar über den 1. FC Köln, das Stadion und die Fans.

Gerade einmal eine Woche hatte der türkische Abwehrspieler auf dem Trainingsplatz verbracht, da rotierte der Neuzugang bereits in die Anfangsformation. Das sagt Cenk Özkacar über den 1. FC Köln, das Stadion und die Fans.

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Zwar hatte FC-Trainer Lukas Kwasniok Veränderungen seiner Anfangsformation in Aussicht gestellt und auch Einsatzzeit seiner jüngsten Neuverpflichtungen nicht ausgeschlossen, so ein wenig überraschend kam die Startelf gegen Regensburg auf manchen Positionen dann doch her. Cenk Özkacar lief im Jahnstadion nicht nur erstmals für die Geißböcke auf, der Innenverteidiger hatte es auch in die Anfangsformation geschafft. „Es war schon sehr aufregend. Ich habe mich mit meinen Mitspielern sehr wohl gefühlt. Es hat alles ganz gut geklappt“, sagte Özkacar am Donnerstag nach der Trainingseinheit der Kölner. Ganz gut geklappt hatte vor allem die Schlussphase mit dem späten 2:1-Erfolg über Regensburg und damit dem Erreichen der 2. Runde. „Die Fans waren toll. Es war fast wie ein Heimspiel.“

„Ich kann es kaum erwarten, in Köln zu spielen“

Heimspiel ist für Özkacar so eine Sache. Beim FC steht für den türkischen Nationalspieler gerade die fünfte Leihe seiner Karriere an. Gerade die vergangene Spielzeit bei Valladolid lief alles andere als glücklich. Özkacar kam auf gerade einmal zwölf Einsätze. „Ich war mehrere Monate verletzt, es gab diverse Wechsel, es gab aber auch andere Gründe, über die ich nicht sprechen möchte“, sagt Özkacar. Der Abwehrspieler ist in den vergangenen Jahren viel rumgekommen, hat Stadien wie Bernabeu oder das Camp Nou gesehen, gegen Bergamo noch auf der Tribüne, heißt es in zehn Tagen dann erstmals auch RheinEnergie-Stadion. „Ja, ich habe schon in anderen Stadien gespielt. Aber das ist noch einmal etwas anderes, weil die Fans die Mannschaft immer weiter antreiben, egal wie es steht. Ich kann es kaum erwarten, in Köln zu spielen“, so Özkacar. „Ich war ja schon da, als die Mannschaft gegen Atalanta gespielt hat. Das Stadion war schon sehr beeindruckend und die Fans waren richtig toll.“



Ob der Innenverteidiger auch gegen Mainz wieder in der Startelf steht, wird sich zeigen müssen. Denn Trainer Lukas Kwasniok hatte mehrfach betont, dass er rotieren würde. Und aktuell gibt es neun Akteure, die auf der Position des Innenverteidigers spielen können. „Es ist schon große Konkurrenz im Team. Wie die anderen Spieler auch, werde ich jeden Tag hart arbeiten“, sagt die Neuverpflichtung. „Am Ende trifft dann der Trainer die Entscheidung, wer am besten für das Team ist. Wenn ich spielen soll, werde ich mein bestes geben. Sollte ich auf der Bank sitzen, werde ich die Mannschaft aber genauso unterstützen.“ Die Vorfreude ist dem Innenverteidiger durchaus anzumerken. Wenn Özkacar am Sonntag aufläuft, dann mit dem Namen „Cenk“ auf dem Trikot. „Das ist für die Mitspieler und Fans doch viel leichter auszusprechen“, sagt der Innenverteidiger mit einem breiten Lächeln.

Und ein wenig wie Heimat fühlt sich Köln für den neuen Spieler auch schon an. „Ich habe vorher gehört, wie viel Tausend Menschen mit türkischen Wurzeln in Köln leben. Es brauchte also keine zu große Anpassung, weil ich mich schon ein wenig wie zu Hause fühle“, sagt Özkacar lachend.


Droht der 1. FC Köln auf dem nächsten Stürmer sitzen zu bleiben?

Imad Rondic im Testspiel gegen Siegburg
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Droht der 1. FC Köln auf dem nächsten Stürmer sitzen zu bleiben?

Im Winter wurde der Angreifer kurz vor Toresschluss verpflichtet, nun scheinen die Kölner den Bosnier nicht loszuwerden. Es könnte die nächste Stürmer-Problematik geben beim 1. FC Köln: Imad Rondic schlägt offenbar Angebot aus.

Er kam im Winter um die Kölner Sturmflaute zu beenden, nun hofft man auf einen Abschied beim 1. FC Köln: Imad Rondic schlägt aber offenbar ein Angebot des Karlsruher SC aus. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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Ungewohnt offen sprach Lukas Kwasniok vor wenigen Wochen von der Personalie Imad Rondic. Während in der Vergangenheit Personalentscheidungen eher selten öffentlich erklärt wurden, hielt sich der Kölner Coach eben nicht zurück, erklärte, man habe dem Bosnier nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen. Thomas Kessler bestätigte später mindestens, dass man Rondic mitgeteilt habe, dass der Angreifer nur auf wenig Einsatzzeit hoffen könne. Nach einer eher mäßigen Halbsaison des Bosniers stehen die Zeichen also schon wieder auf Abschied. Eigentlich. Denn so richtig Anstalten macht Rondic nicht, den Club verlassen zu wollen. Der Angreifer war im vergangenen Winter von Widzew Lodz verpflichtet worden, sollte dem FC die erhoffte Gefahr im Sturm beschaffen. Mehr als ein Billardtor gegen Kwasnioks SC Paderborn war aber nicht drin.

Wie geht es weiter mit Imad Rondic?

Schon zu Beginn der Transferphase machten daher Spekulationen über einen schnellen Absprung wieder die Runde. Dem schob Rondics Berater aber einen Riegel vor, erklärte der Stürmer würde bleiben und es den Kritikern zeigen wollen. Das ist dem Angreifer in der Vorbereitung wahrlich nicht gelungen. Rondic war auch in den Testspielen alles andere als ein Unruheherd, auch, wenn er beim Erfolg über den Siegburger SV das Tor traf. Mit Ragnar Ache und Marius Bülter haben die Kölner weitere Offensivkräfte verpflichtet, mit Tim Lemperle und Damion Downs aber eben auch welche abgegeben. Dennoch gilt Rondic als Abschiedskandidat. Nur hat sich an der Meinung des Stürmers offenbar nichts geändert. Rondic will seinen gut dotierten Vertrag beim FC ganz offensichtlich erfüllen.

Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, habe der Angreifer daher auch ein Angebot vom Karlsruher SC ausgeschlagen. Rondic wolle sich beim FC durchsetzen und habe sich im Vertrag eine Klausel verankern lasse, die ihm die Teilnahme am Profi-Training ermöglicht. Sargis Adamyan und Florian Dietz trainieren aktuell bekanntlich in der Kölner Reserve. Für die beiden Angreifer soll ebenfalls eine Lösung gefunden werden. Doch dem Vernehmen nach ist ein Wechsel von Adamyan auch an den Forderungen einer Abfindung von Seiten des Armeniers gescheitert. Wie es mit Rondic weitergeht, ist aktuell offen. Im Winter hatte es Gerüchte über einen geplanten Streik des Angreifers in Lodz gegeben.


Bei möglichem Abgang im Mittelfeld: Verpflichtet der FC einen Nachfolger oder gibt es eine Chance für Talente?

Denis Huseinbasic im Testspiel gegen Atalanta Bergamo
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Bei möglichem Abgang im Mittelfeld: Verpflichtet der FC einen Nachfolger oder gibt es eine Chance für Talente?

Am Sonntag im Pokal stand Denis Huseinbasic nicht im Kölner Kader. Da der Mittelfeldspieler über seine Aussichten auf Einsatzzeiten nicht erfreut sein dürfte, wird über einen möglichen Abschied spekuliert. Sollte Huseinbasic wirklich gehen beim 1. FC Köln: Neue Chance für ein Talent? Oder braucht es einen weiteren Neuzugang?

Nach der Nicht-Nominierung für den Kader im Pokal scheint es, als habe Denis Huseinbasic den Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld verloren. Nun wird unter den Fans diskutiert, ob der Spieler den Verein noch verlässt. Dann würde sich eine weitere Frage stellen beim 1. FC Köln: Neue Chance für ein Talent? Oder braucht es einen weiteren Neuzugang?

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In sichtbarer Eile und nicht gerade mit Begeisterung hatte Denis Huseinbasic am Samstag das Geißbockheim verlassen. Der Spieler hatte zuvor erfahren, dass er nicht im Kader für das Pokalspiel in Regensburg steht. Eine herbe Enttäuschung für den 24-Jährigen. Schließlich war der zentrale Mittelfeldspieler in der abgelaufenen Saison noch Stammspieler bei den Kölnern, hatte mit 31 Einsätzen einen gehörigen Anteil am Aufstieg. Jetzt scheint der Bosnier erstmal nur Ergänzungsspieler zu sein. Und am Montag gab es für ihn direkt die nächste Enttäuschung: Der siebenmalige Nationalspieler steht nicht im bosnischen Aufgebot für die Länderspiele im September.

Schlechte Perspektive für Huseinbasic

Um wieder für die Nationalmannschaft berufen zu werden, muss er im Verein spielen und Leistungen zeigen. Die Chancen darauf scheinen in Köln wegen der starken Konkurrenz im defensiven Mittelfeld aber schlecht zu stehen. Eric Martel ist gesetzt und unumstritten. Und auch die beiden Neuzugänge Isak Johannesson und Tom Krauß haben sich bis jetzt stark präsentiert und stehen vor dem Bosnier. Daher könnte ein Vereinswechsel eine Option für den 24-Jährigen sein. Vor ein paar Wochen soll der SC Braga am Mittelfeldspieler interessiert gewesen sein.


Wenn Huseinbasic wechseln sollte, ist aber die Frage, wie der FC die Lücke, die der Mittelfeldspieler hinterlässt, schließen möchte. Denn bei einem Abgang hätte der Verein mit Martel, Johannesson und Krauß nur drei etatmäßige Optionen für zwei Positionen zur Verfügung. Damit wären die Geißböcke in der Zentrale zu dünn besetzt. Wenn sich einer der drei verletzen sollte oder eine Sperre einhandelt, hätten die Kölner keine direkte Alternative im Kader. Für das Problem hat der FC zwei mögliche Herangehensweisen.

Neuzugang oder Chance für ein Talent

Die erste offensichtliche Option wäre, einen Nachfolger zu verpflichten. Die Ablöse, die der Verein für den Bosnier bekommen würde, könnte direkt reinvestiert werden. So könnten die Kölner potenziell nochmal Qualität in der Kader holen und wären bei Ausfällen abgesichert. Dadurch würden sie auch die Spannung bei den Spielern hochhalten, da der Konkurrenzkampf um einen Platz in der Startelf weiter hoch wäre. Es könnte aber schwierig werden, einen passenden Kandidaten zu finden, der die nötige Qualität mitbringt und zum FC wechseln möchte. Denn wie sich bei Huseinbasic zeigt, würde der Verpflichtung ein Bankplatz drohen. Natürlich hätte der Neuzugang die Chance, sich zu beweisen und um einen Platz in der Startelf zu bewerben. Aber seine Konkurrenten dürften da schon weiter sein, weil sie sich Kwasniok schon länger zeigen konnten und sein Spielsystem mehr verinnerlicht haben.

Die zweite, alternative Option ist mit mehr Risiko behaftet. Die Geißböcke könnten den dann frei gewordenen Kaderplatz nicht mit einem externen Zugang neu besetzen, sondern mit einem Akteur aus der eigenen Jugend. Mit Fayssal Harchaoui hat man zum Beispiel ein großes Talent in den eigenen Reihen, das eine Chance bekommen könnte. Dabei gäbe natürlich das Risiko, dass der Spieler noch nicht für die Bundesliga bereit ist. Dadurch könnte bei Ausfällen der Qualitätsverlust zu groß sein. So war etwa der 19-Jährige am Anfang der Vorbereitung noch bei den Profis und durfte sich auch gegen Bergisch Gladbach und Fortuna Köln beweisen. Mit ins Trainingslager kam er nach seinen Leistungen jedoch nicht, dafür war Kwasniok wohl nicht überzeugt genug. Jedoch kann sich der Mut, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, auch lohnen. Denn nur mit Spielzeit entwickeln sich Youngster wie Harchaoui weiter.

Mut zur Lücke als Entwicklungsclub?

Gleichzeitig würde man an die eigenen Jugend das Signal senden, dass man auf sie setzt und ihnen etwas zutraut. Das motiviert und überzeugt die Talente bei Vertragsverhandlungen, eher beim Verein zu bleiben oder zum FC zu wechseln. Die Verantwortlichen könnten ihnen an dem Beispiel des zentralen Mittelfelds eine glaubwürdige Perspektive aufzeigen. Außerdem passt die Option zum eigenen Ziel, ein Entwicklungsclub zu sein. Trotzdem ist es natürlich gut möglich, dass den Verantwortlichen gerade in der ersten Spielzeit nach dem Aufstieg das Risiko zu groß ist. Und es steht auch noch gar nicht fest, ob Huseinbasic wirklich gehen wird. Falls er das aber macht, muss der Verein eine Entscheidung treffen: Geht er auf Nummer sicher mit einem Neuzugang oder gibt er Talenten wie Harchaoui eine Chance?


Talente beim 1. FC Köln – Thomas Kessler: „Da bin ich nicht bereit, mitzugehen“

Thomas Kessler sucht nach einem neuen Trainer für den 1. FC Köln
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Talente beim 1. FC Köln – Thomas Kessler: „Da bin ich nicht bereit, mitzugehen“

Am Mittwochabend war der Sportdirektor der Geißböcke zu Gast beim „Rheinischen Fußballgipfel“ der RP und äußerte sich zur aktuellen Kaderplanung des 1. FC Köln: Thomas Kessler spricht über den Umgang mit Talenten und das Saisonziel.

In den vergangenen Wochen gab es einen Umbruch rund um das Geißbockheim. Nicht nur der Kader hat sich dabei verändert beim 1. FC Köln: Thomas Kessler spricht über den Umgang mit Talenten und das Saisonziel.

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Vor einer Woche zauberte Thomas Kessler gleich zwei Neuzugänge aus dem Hut, in den vergangenen Tagen ist es ein wenig ruhiger geworden um die Arbeit auf dem Transfermarkt. Dabei kann sich die bisherige Ausbeute durchaus sehen lassen. Zehn Neuverpflichtungen, nur wenige Bundesligisten haben in einem ähnlichen Ausmaß bislang zugeschlagen. „Wir hatten die Transfersperre, wir konnten vorher nicht viel machen. Die Wahrheit ist auch, dass wir einfach Spieler verloren haben“, sagte der Kölner Sportdirektor auf dem „Rheinischen Fußballgipfel“ der RP. „Wir mussten nach dem Aufstieg der Mannschaft wieder frisches Blut zuführen – und wir sind zufrieden damit, wie uns das gelungen ist.” Vor allem auch, weil wichtige Spieler verkauft wurden, die „wir auch gerne behalten hätten“. Nun hat der Ex-Keeper der Geißböcke ordentlich Geld in die Hand genommen. „In erster Linie mussten wir die Qualität der Mannschaft erhöhen“, so Kessler weiter.

„Er hat aber noch einige Schritte zu gehen“

Mehr als 20 Millionen Euro hat der FC investiert, um eine realistische Chance in der Liga zu haben. Natürlich sei der Klassenerhalt das Ziel und Kessler ist auch überzeugt, dieses zu erreichen. „Wir haben die Qualität in der Mannschaft und im Trainerteam“, sagte Kessler, der aber auch die Kölner Erwartungshaltung ansprach. „Wenn wir zwei Spiele verlieren, sind wir eh schon abgestiegen, gewinnen wir aber zwei Spiele, dann ist alles andere als Europapokal eine Frechheit.“ Und genau diese Erwartungshaltung ist auch bei einem der größten Talente der Geißböcke dieser Tage ein Thema: Bei Said El Mala, den der FC im vergangenen Jahr verpflichtet und für den Kessler ein hohes Angebot aus der Premier League ausgeschlagen hat. „Wir wollen ihn entwickeln und ihn hier in der Bundesliga haben“, sagte Kessler. „Er hat aber auch noch einige Schritte zu gehen.“  


Es könnten noch Transfers folgen

Der Kölner Sportdirektor betonte auch, dass El Mala wohl auch das ein oder andere Mal in der Bundesliga in seinen Dribblings „hängen bleibt“. Doch beim FC sei man dennoch froh, „dass er fünf Jahre unterschrieben“ habe und das ohne Ausstiegsklausel. Der FC hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, will Talente langfristig an sich binden. Denn gerade die Nachwuchsarbeit ist ein Faustpfand der Kölner, in dieser Form ein Alleinstellungsmerkmal, wie Kessler sagt. Gerade mit der Nachwuchsarbeit im familiären Umfeld. Dennoch will der Sportdirektor nicht von seinen Prinzipien abweichen. „Ich bin nicht bereit, mitzugehen, wenn 14-Jährige am Tisch sitzen und mit den Eltern und dem Verein um Millionen verhandeln“, sagte Kessler. In den kommenden Tagen wird der Ex-Keeper dann wohl eher mit Profis verhandeln. Denn es soll doch noch Veränderungen im Kader der Geißböcke geben.


„Qual der Wahl“ zeigt das Dilemma – Tom Krauß trotz starker Vorbereitung nur Zuschauer

Tom Krauß vom 1. FC Köln
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„Qual der Wahl“ zeigt das Dilemma – Tom Krauß trotz starker Vorbereitung nur Zuschauer

Nach guten Leistungen in der Vorbereitung überraschte gegen Regensburg schon, dass der 24-Jährige so gar keine Minute Einsatzzeit von Trainer Lukas Kwasniok bekam. Aber: Tom Krauß wird seine Chance sicher noch bekommen beim 1. FC Köln.

Die Leistungen waren durchaus gut, die Konkurrenz ist allerdings groß für den Neuzugang der Kölner. Tom Krauß wird seine Chance sicher noch bekommen beim 1. FC Köln.

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Auch wenn Lukas Kwasniok vor dem Pokalfight gegen Regensburg nicht müde wurde zu betonen, dass er keine Stammelf habe, sondern innerhalb der Mannschaft rotieren wolle, überraschte die Startaufstellung an der ein oder anderen Stelle. So saß beispielsweise Tom Krauß die gesamte Spieldauer nur auf der Bank. Und das, obwohl der Neuzugang in der Vorbereitung durchaus überzeugt hatte, sogar eigentlich zu den Gewinnern der ersten Wochen unter Kwasniok gehörte. Gegen den Jahn reichte es dann nicht für ein paar Einsatzminuten. Zumindest im Pokal schien der Mittelfeldspieler der neu gewonnenen Breite im Kader zum Opfer zu fallen. In der Vorbereitung spielte Krauß im Dreierverbund der Innenverteidigung, überzeugte dort vor allem durch seinen Spielaufbau aus zentraler Position.

Starke Konkurrenz

Gegen Regensburg rotierte nun aber Neuzugang Cenk Özkacar in die Anfangsformation und machte seine Sache insgesamt recht ordentlich. Mit Rav van den Berg saß ein weiterer Innenverteidiger auf der Bank. Und zudem einer, dem wohl die Zukunft beim FC gehören dürfte. Nicht umsonst haben die Kölner Verantwortlichen für den Niederländer besonders tief in die Tasche gegriffen. Da auch Timo Hübers und Joel Schmied mit Sicherheit zum erweiterten Kreis der Stammspieler gehören und gleich mehrere weitere gelernte Innenverteidiger auf Einsatzzeit hoffen, dürfte die Position des Innenverteidigers für Krauß – zumindest in der ersten Elf – schwer zu erreichen sein. Auch, weil der gebürtige Leipziger bekanntlich eher im Mittelfeld zu Hause ist.


Fürs Zentrum vorgesehen

Und eigentlich auch für eine Position im Zentrum vorgesehen war. „Wir freuen uns, dass wir Tom für den FC gewinnen konnten. Mit ihm bekommen wir eine weitere wichtige Option für unser zentrales Mittelfeld, die unserem Spiel neue Impulse geben wird“, hatte FC-Sportdirektor Thomas Kessler unmittelbar nach der Verpflichtung gesagt. „Er bringt genau die Qualitäten mit, die wir für diese Position im Zentrum gesucht haben: eine ausgeprägte Mentalität, hohe Zweikampfstärke und Dynamik. Trotz seines jungen Alters verfügt Tom bereits über wertvolle Erfahrung auf hohem Niveau und wird sich mit seiner Art sehr schnell in unsere Mannschaft einfügen können.“ Nur kam der Neuzugang auch in der Vorbereitung – abgesehen von den Begegnungen gegen Bergisch Gladbach und Fortuna Köln – eben als Innenverteidiger zum Einsatz. 

Im Zentrum dürften sich zudem Eric Martel und Isak Johannesson aktuell festgespielt haben. Der ehemalige U21-Nationalspieler wurde vom DFB nach dem 2:1-Erfolg über Regensburg zum Man of the Match gekürt, der Isländer hätte die Auszeichnung mindestens genauso verdient. Die beiden Akteure gehören sicher zu den besseren Zentren der Bundesliga. Immerhin hat Kwasniok Rotation angekündigt – Krauß wird seine Chance sicher bekommen. Und wenn es nach dem 24-Jährigen geht wohl gerne schon am Sonntag. Denn dann geht es gegen den eigentlichen Heimatverein, den 1. FSV Mainz 05.


Volle Kapelle zum Trainingsauftakt – Kwasniok wird weiterhin die Qual der Wahl haben

Lukas Kwasniok beim Training der Geißböcke
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Volle Kapelle zum Trainingsauftakt – Kwasniok wird weiterhin die Qual der Wahl haben

Der FC ist am Mittwoch in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen den 1. FSV Mainz gestartet. Und zum Trainingsauftakt gibt es ein erfreuliches Personal-Update beim 1. FC Köln: Nahezu alle Spieler für Mainz fit.

Mit einer Einheit am Nachmittag hat am Mittwoch die Vorbereitung auf das erste Bundesliga-Spiel dieser Saison begonnen. Und es gibt ein besonders positives Personal-Update beim 1. FC Köln: Nahezu alle Spieler für Mainz fit.

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So begrüßte Lukas Kwasniok nahezu seinen gesamten Kader bei doch noch sommerlichen Temperaturen. Der Kölner Trainer hatte sich in der vergangenen Woche über die Qual der Wahl bei der Kader-Zusammenstellung gefreut, gleichzeitig aber auch betont, dass es einige Entscheidungen geben wird, die sicherlich nicht allen Spielern schmecken würden. Die Situation hat sich für die Partie gegen den 1. FSV Mainz am Sonntagnachmittag (unter anderem im Liveticker bei come-on-fc.com) nicht wirklich verändert. Auch am Mittwoch hatte der Coach die volle Kapelle um sich versammelt. Einzig Youssoupha Niang und Luca Kilian trainierten nicht mit der Mannschaft, sondern absolvierten eine individuelle Einheit. Die beiden Akteure arbeiten weiterhin an ihrem Comeback. Kilian hatte sich im Winter eine Reruptur im Kreuzband zugezogen, Niang hatte sich im Trainingslager an der Schulter verletzt.

Wie geht es weiter mit Rondic, Pacarada und Co?

Ansonsten kann der Coach wieder aus dem Vollen schöpfen. Das führt wiederum dazu, dass Kwasniok auch für die Begegnung gegen Mainz wieder harte Personal-Entscheidungen treffen muss. Gegen Regensburg standen unter anderem Leart Pacarada, Denis Huseinbasic, Imad Rondic und Dominique Heintz nicht im Kader – allesamt Spieler, die in der vergangenen Spielzeit – in der Regel – immer nominiert worden waren. Nun wird bei dem ein oder anderen über einen möglichen späten Abgang spekuliert. Gerade Rondic steht wohl auf dem Sprung. Einen Interessenten gibt es dem Vernehmen nach aber nicht. Allerdings hatte Kwasniok auch betont, dass seine Spieler durchaus die Chance hätten, sich „reinzubeißen“. Heißt wohl, dass noch nicht in jedem Fall eine Kader-Entscheidung gefallen ist. Der FC startet also am Sonntag in Mainz in die neue Spielzeit und geht das Unterfangen Klassenerhalt an.


Fünferpack und Niederlagenserie: So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln

Elias Bakatukanda und Rasmus Carstensen vom 1. FC Köln.
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Fünferpack und Niederlagenserie: So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln

Nicht nur die Kölner haben am Wochenende gespielt, auch für einige verliehene FC-Profis standen Pflichtspiele an. So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln.

Gleich mehrere Profis haben die Kölner momentan an andere Vereine verliehen. Einige von ihnen mussten in den vergangenen Tagen in Pflichtspielen ran: So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln.

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Elias Bakatukanda: Der Innenverteidiger soll bei Blau-Weiß Linz in der ersten Liga Österreichs Spielpraxis sammeln. Und der Plan geht bis jetzt voll auf: In allen drei Saisonspielen stand der 21-Jährige über die volle Distanz auf dem Platz. Das einzige Manko dabei ist, dass die Partien bis jetzt alle verloren gingen. So unterlag man am Sonntag dem Wolfsberger AC sogar mit 0:3 und ist damit als einziger Verein noch punktlos.

Stürmer mit Fünferpack

Chilohem Onuoha: In der dritten Liga kam Onuoha an der ersten beiden Spieltagen beim SC Verl nur als Joker zum Einsatz, sammelte rund 50 Minuten Spielzeit. Jetzt bekam der Angreifer im Westfalenpokal gegen den Bezirksligisten TuS Lipperreihe eine Chance, um sich von Beginn an zu präsentieren. Und die nutzte der Stürmer, erzielte beim deutlichen 12:0-Sieg einen Fünferpack für die Ostwestfalen.

Rasmus Carstensen: Nach seiner erfolgreichen Zeit in Polen, will der Däne nun auch in seiner Heimat Fuß fassen. Das gelingt ihm bis jetzt jedoch nicht wirklich. So kam der Rechtsverteidiger bisher in alle Partien seines Vereins Aarhus GF nur als Einwechselspieler zum Einsatz. Auch am vergangene Montag beim 1:5-Erfolg gegen Odense BK durfte Carstensen nur 18 Minuten ran. Bei seinem Verein läuft es dafür gut: Nach fünf Spieltagen liegt Aarhus auf Rang vier.

Verletzter Ausfall und spielfrei

Jaka Potocnik: Bereits die ersten beiden Spieltage von Rot-Weiss Essen hat der junge Slowene verletzungsbedingt verpasst. Und auch im Pokal gegen Borussia Dortmund konnte der Stürmer noch nicht mitwirken. Der 20-Jährige hat nach seinem Muskelfaserriss noch Trainingsrückstand. Aber bald sollte Potocnik wieder eingreifen können und dann aus FC-Sicht hoffentlich auf Spielpraxis kommen.

Mansour Ouro-Tagba: Vor anderthalb Wochen gaben die Kölner bekannt, dass Ouro-Tagba für die Spielzeit 2025/26 auf Leihbasis zum VfB Stuttgart II in die dritte Liga geht. Beim ersten Pflichtspiel einen Tag nach seinem Wechsel gegen den FC Ingolstadt saß der Stürmer aber das gesamte Spiel auf der Bank, am Wochenende hatte die Zweitvertretung dann spielfrei wegen des Pokals. Jetzt wird der Angreifer am kommenden Samstag darauf brennen, endlich sein Debüt zu feiern – gegen den SC Verl mit Chilohem Onuoha.


Eine zuletzt vermisste Qualität: Der FC profitiert plötzlich von der Breite des Kaders

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Eine zuletzt vermisste Qualität: Der FC profitiert plötzlich von der Breite des Kaders

In der vergangenen Saison wurde Gerhard Struber für seine Wechselstrategie bemängelt. Die lag mitunter aber auch an der Zusammensetzung des Kaders. Nun weht unter Lukas Kwasniok ein neuer Wind beim 1. FC Köln: Plötzlich gibt es eine Breite des Kaders.

In der Vorsaison noch eine große Schwäche, nun vielleicht eine Qualität beim 1. FC Köln: Plötzlich gibt es eine Breite des Kaders.

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Der Zeitpunkt der taktischen Umstellung war dem drohenden Unheil geboten und nicht so sehr dem Gegentreffer. Als der FC im Jahnstadion durch einen schicken Treffer von Benedikt Bauer in Rückstand geriet, reagierte Lukas Kwasniok umgehend. Allerdings eben nicht aus einem Reflex heraus. „Die Wechsel waren zur Trinkpause schon vorbereitet. Wir hatten schon in der Halbzeitpause überlegt, etwas machen zu wollen“, sagte der Coach nach dem Spiel. „Es war schon klar, dass wir auf Viererkette würden umstellen müssen. Auch im Falle des 0:0. Die Jungs waren eigentlich schon drei, vier Minuten so weit.“ Doch genau in dieser Wechselvorbereitung fiel die Führung der Gastgeber. Kwasniok blieb bei seinem Plan, brachte mit Jan Thielmann und Kristoffer Lund zwei Spieler und stellte seine taktische Formation um.

Kwasniok wechselt den Sieg ein

Und das durchaus mit Erfolg. Der FC wurde zwingender und als schließlich auch Said El Mala, Florian Kainz und Ragnar Ache kamen, nahm das Spiel bekanntlich eine andere Wendung. Gerade der Kölner Youngster El Mala sorgte mit einigen Eins-gegen-Eins-Situationen für ordentlich Tempo auf den Außen, vergaß aber ab und an, den finalen Pass zu spielen, probierte es selbst mit noch wenig Erfolg. Kainz kurbelte das Spiel mit schicken Steckpässen und einigen Flanken an und Ache wurde mit seinen beiden Vorlagen in der Nachspielzeit zum Matchwinner. „Wir haben heute gewonnen, weil die Kaderbreite entscheidend war. Wir konnten in der Offensive nachlegen und unterschiedliche Spielertypen bringen“, sagte Kwasniok. „Das war Sinn und Zweck bei der Kaderzusammenstellung, dass wir auf etwaige Situationen reagieren können.“

So blieben auch Spieler wie Tom Krauß, Jusuf Gazibegovic oder Rav van den Berg 90 Minuten auf der Bank, damit ebenfalls Akteure, die man durchaus auch in der Startelf erwarten kann. Stammspieler der vergangenen Saison wurden noch nicht einmal in den Kader berufen. Der FC scheint in der Breite nun tatsächlich stärker aufgestellt zu sein. Eins der ganz großen Mankos der Vorsaison. Dort wurde immer wieder bemängelt, dass Gerhard Struber zu spät oder zu wenig wechselte, vor allem aber von der Bank kaum noch Gefahr kam. Am Sonntagnachmittag sah das Bild anders aus. Kwasniok wechselte wenn man so will den Sieg ein, auch, wenn beide Torschützen schon zu Beginn auf dem Feld gestanden hatten. „Wir haben mit Said einen Dribbler gebracht, mit Kainzi einen Kreativen, mit Jan Emotionalität und Tiefgang und mit Ragnar einen klassischen Zielspieler“, sagte der Coach. „Deswegen ist es doch schön Trainer des 1. FC Köln zu sein. Weil du die Qual der Wahl hast“.

Dabei ist das Goldene Händchen ganz sicher nicht mit dem FC verbunden. So waren in der Vorsaison Einwechselspieler von Gerhard Struber an fünf Toren beteiligt. Kwasniok zeigte beim SC Paderborn da schon andere Fähigkeiten. Seine Einwechselspieler kamen auf 24 Torbeteiligungen. Sicher eine Sache des Kaders, vielleicht aber auch des Vereins.