Mit diesen großen Kader-Baustellen startet der 1. FC Köln in die Vorbereitung

Thomas Kessler soll Sportdirektor beim 1. FC Köln bleiben
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Mit diesen großen Kader-Baustellen startet der 1. FC Köln in die Vorbereitung

Mit Jakub Kaminski und Tom Krauß hat der 1. FC Köln die Neuzugänge drei und vier perfekt gemacht. Trotzdem wartet noch Arbeit auf Sportdirektor Thomas Kessler. Denn es gibt noch einige Fragezeichen beim 1. FC Köln: Das sind die größten Kader-Baustellen.

Vor wenigen Tagen ploppte die Meldung auf, dass der neue Kölner Trainer Lukas Kwasniok bereits ziemlich zufrieden mit den ihm zur Verfügung stehenden Spielern ist. Auch wenn das der Fall sein mag, ist trotzdem davon auszugehen, dass der FC noch ein paar Mal auf dem Transfermarkt zuschlagen wird. Denn es gibt noch einige Fragezeichen beim 1. FC Köln: Das sind die größten Kader-Baustellen.

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Seit vergangenem Dienstag hat das Transferfenster offiziell geöffnet. Bis zum 1. September haben die Bundesliga-Vereine nun Zeit, Spieler für die kommende Saison zu verpflichten. Und das hat der 1. FC Köln in vier Fällen getan. Ragnar Ache, Isak Johannesson, Jakub Kaminski und Tom Krauß sind neu im Verein. Gleichzeitig haben aber auch schon mehrere Akteure den FC verlassen, zuletzt Eigengewächs Max Finkgräfe zu RB Leipzig. Nicht nur deswegen gibt es im Kölner Kader noch einige Baustellen. Und die fangen im Tor an. Denn hinter Stammkeeper Marvin Schwäbe haben die Geißböcke aktuell nur Matthias Köbbing, der aber nicht als Nummer zwei eingeplant ist. Daher muss der Verein auf dieser Position definitiv noch nachbessern.

Mehr Qualität für die Innenverteidigung

Auch eine Position weiter vorne hat der 1. FC Köln Bedarf. Denn in der Innenverteidigung ist der Verein auf den ersten Blick rein zahlenmäßig zwar gut aufgestellt. Trotzdem braucht es hier noch einen Spieler mit Bundesligaformat. Aktuell scheint es unklar, wer die Stelle neben Timo Hubers adäquat ausfüllen kann. Dominique Heintz hat das in der vergangenen Saison meistens gemacht. Der Routinier hat jedoch deutliche Tempodefizite, die in der Bundesliga noch mehr zur Geltung kommen werden. Winterneuzugang Joël Schmied hat bisher auch nicht nachhaltig überzeugen können und noch kein Bundesliga-Niveau nachgewiesen. Luca Kilian wiederum kehrt nach seinem zweiten Kreuzbandriss zwar relativ bald wieder zurück, hat aber seit weit über einem Jahr quasi kein Fußball gespielt. Auf ihn kann der FC also nicht setzen.

Mit Neo Telle und Julian Pauli haben die Kölner dann noch zwei Talente, die vielleicht den Durchbruch schaffen könnten. Gerade Letzterer hat zu Beginn der abgelaufenen Zweitligasaison gute Leistungen gezeigt. Darauf zu setzen, dass einer von beiden den nächsten Schritt macht, wäre aber ein großes Risiko. Und bei Telle ist auch eher eine Leihe angedacht, sollte er seinen nur noch ein Jahr laufenden Vertrag verlängern. Thomas Kessler muss sich daher auf dem Markt nach noch einem starken Innenverteidiger umsehen. Eventuell muss er sogar noch Zweien schauen, falls der bei den Fans auch nicht unumstrittene Hübers seinen 2026 auslaufenden Vertrag nicht verlängert und möglicherweise verkauft wird.

Dünne Besetzung bei den Außenverteidigern

Nachholbedarf gibt es außerdem auf beiden Seiten bei den Außenverteidigern. Auf rechts hat der FC nur Jusuf Gazibegovic. Rasmus Carstensen kommt nach seiner erfolgreichen Leihe zu Lech Posen zwar wieder zurück, soll aber wohl abgegeben werden. Es wird über eine Rückkehr in seine dänische Heimat spekuliert. Der Wechsel nach Aarhus steht wohl bevor. Da Jan Thielmann bewiesen hat, dass er eher in die Offensive gehört, ist ein weiterer Rechtsverteidiger dringend nötig.

Zumindest etwas weniger dringend ist der Bedarf links hinten. Denn hier haben die Kölner mit Neuzugang Jakub Kaminski eine weitere Option nach dem Abgang von Max Finkgräfe. Der Pole hat schon häufiger als Linksverteidiger gespielt, auch wenn er ähnlich wie Thielmann eher in der Offensive seine Qualitäten hat. Auch wäre der 23-Jährige wohl noch offensiver als Leart Paqarada. Daher wäre es wichtig, sich auch auf dieser Position umzuschauen. Gerade ein Spieler, der noch etwas mehr defensive Stabilität mitbringt, könnte eine gute Ergänzung sein.

Zentrale Probleme?

Auf der Sechs ist der FC erstmal gut aufgestellt, gerade durch den Transfer von Tom Krauß. Aber auch hier könnte sich noch etwas tun. Denn Eric Martel hat nur noch ein Jahr Vertrag. Die Kölner wollen gerne mit ihm verlängern. Wenn es aber nicht dazu kommt, ist ein Verkauf eine Option. Dann bräuchten die Geißböcke einen Ersatz, da Martel nicht alleine durch Krauß ersetzt werden könnte. Der FC bräuchte einen neuen Anker im Mittelfeld. Ebenfalls etwas tun könnte sich noch auf der Zehner-Position. Denn gerade in der Reihe hinter dem Sturm fehlten in der vergangenen Spielzeit schon mal die passenden Ideen. Diese Planstelle dürfte aber nicht die größte Priorität sein.

Die liegt eher im Sturm. Da Damion Downs vor einem Wechsel zum FC Southampton steht und das Trio Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Florian Dietz ebenfalls abgegeben werden soll, hätte man hier nur zwei Spieler als klassische Mittelstürmer zur Auswahl: Neuzugang Ragnar Ache und Imad Rondic. Auf Ache ruhen dabei viele Hoffnungen. Trotzdem sind die Geißböcke hier zu dünn besetzt. Ein weiterer Stürmer ist eine Pflichtaufgabe für Sportdirektor Thomas Kessler. Eventuell braucht es sogar zwei, da Rondic bis jetzt enttäuschende Leistungen im FC-Trikot gezeigt hat. Bis zum Ende des Transferfensters steht also noch einiges an Arbeit für Kessler an.


Auch für Damion Downs platzt der Titeltraum – nächster Halt: FC Southampton

Damion Downs wird künftig das Köln-Trikot nicht mehr tragen
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Auch für Damion Downs platzt der Titeltraum – nächster Halt: FC Southampton

Auch für Damion Downs ist der Traum des Kontinentaltitels geplatzt. Die USA unterlagen Mexiko im Endspiel des Gold Cups 1:2. Nun geht es aber wohl nicht zurück zum 1. FC Köln: Damion Downs zieht es zum FC Southampton.

Nach dem EM-Halbfinal-Aus von Said El Mala mit der deutschen U19 sowie der Final-Pleite von Eric Martel und Jan Thielmann bei der U21-Europameisterschaft hat nun auch Damion Downs ein Endspiel um einen Kontinentaltitel verloren. Beim Gold Cup unterlag der Angreifer mit den USA dem Konkurrenten Mexiko 1:2. Als nächstes folgt wohl der Abschied vom 1. FC Köln: Damion Downs zieht es zum FC Southampton.

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Mit einer Enttäuschung endet die Spielzeit für Damion Downs. Der Angreifer unterlag in der Nacht zu Montag mit den USA im Endspiel um den Gold Cup dem Erzrivalen Mexiko 1:2. Downs wurde im Finale nach 70 Minuten eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1. Die frühe Führung durch Chris Richards glich Raul Jimenez nach einer halben Stunde aus. Wenige Minuten nach der Einwechslung des Noch-Kölners erzielte aber Edson Alvarez das entscheidende 2:1. Mexiko feierte damit den zehnten Sieg beim Gold Cup, die USA hat erst sieben Mal gewonnen. Downs hatte am 11. Juni sein Debüt für die US-Nationalmannschaft gefeiert und an seinem ersten großen Turnier teilgenommen. Bei den Junioren war der Angreifer auch für den DFB im Einsatz.

Knapp zehn Millionen Euro

Zum FC wird der Stürmer vorerst aber nicht mehr als Spieler zurückkehren. Denn schon für den Dienstag ist der Medizincheck beim FC Southampton anberaumt, spätestens Mittwoch soll der Deal dann auch publik gemacht werden. Der Stürmer wechselt in die zweite britische Liga, die Championship. Dem Vernehmen nach kassieren die Kölner rund acht Millionen Euro fix, plus Boni in Höhe von noch einmal etwa zwei Millionen Euro. Downs wird damit zu einem der Rekord-Abgänge der Geißböcke. Mit Lukas Podolski und Yannick Gerhardt wechselten nur zwei Eigengewächse für eine höhere Ablöse. Downs war im Sommer 2020 vom FC Ingolstadt zum FC gewechselt. Im September 2023 feierte der Stürmer sein Bundesliga-Debüt gegen Werder Bremen. Die Geißböcke befinden sich zurzeit auf der Suche nach einem neuen Stürmer.

Die vier Neuverpflichtungen des 1. FC Köln starten am Geißbockheim

Tom Krauß, Isak Johannesson, Ragnar Ache starten beim 1. FC Köln
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Die vier Neuverpflichtungen des 1. FC Köln starten am Geißbockheim

Einen Tag vor dem Trainingsauftakt sind nun auch die Neuverpflichtungen in die Leistungsdiagnostik gestartet. Tom Krauß, Ragnar Ache, Isak Johannesson und Jakub Kaminski starten offiziell. Die vier Transfers nehmen Arbeit beim 1. FC Köln auf.

Am Samstag wurde Tom Krauß offiziell beim FC vorgestellt, am Sonntag steht die Leistungsdiagnostik auf dem Plan. Doch nicht nur für den vierten Neuzugang. Die Transfers nehmen am Sonntag die Arbeit beim 1. FC Köln auf.

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Mittlerweile sind vier Neuverpflichtungen beim FC vorgestellt. Thomas Kessler hat schon kräftig auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Es werden noch weitere Spieler folgen. Am Sonntagvormittag trafen Ragnar Ache, Isak Johannesson, Tom Krauß und Jakub Kaminski nach und nach am Geißbockheim zu ihrem ersten offiziellen Arbeitstag ein. In den vergangenen Tagen waren bereits die ersten Spieler dabei, nun folgen die nächsten. Die obligatorischen Tests werden bekanntlich vor dem Trainingsauftakt abgehalten.

Angrillen mit dem Team

Ebenfalls schon obligatorisch ist das Angrillen mit der gesamten Mannschaft am Tag vor dem Trainingsauftakt. Das findet am Nachmittag statt. Am Montag um 14.30 Uhr steht dann der Trainingsauftakt an. Damit beginnt die Vorbereitung der Geißböcke auf die kommende Spielzeit. Schon am kommenden Samstag wird der neue Coach Lukas Kwasniok dann auch das erste Mal seine Mannschaft im Spielbetrieb testen können. Es steht die Begegnung gegen Bergisch Gladbach auf dem Plan. Dann werden auch die Neuverpflichtungen zum Einsatz kommen. Mit Ache, Johannesson, Krauß und Kaminski sind bislang vier Spieler verpflichtet. Der FC will noch mit weiteren Akteuren nachjustieren.

Bekanntlich wollen die Kölner noch einen Innenverteidiger, auf den Außenpositionen und ganz sicher auch auf der Torhüterposition nachbessern. Dem Vernehmen nach soll es in der kommenden Woche noch einen weiteren Transfer geben.

Nächster Geldsegen für den 1. FC Köln durch Weiterverkauf?

Sebastiaan Bornauw spielt künftig für Leeds
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Nächster Geldsegen für den 1. FC Köln durch Weiterverkauf?

Mit den möglichen Verkäufen von Spielern wie Max Finkgräfe oder Damion Downs hätte der FC wieder mehr Handlungsspielraum auf dem Transfermarkt. Und jetzt bahnt sich noch ein kleines Zubrot an. Der 1. FC Köln profitiert von weiteren Verkäufen.

Mehr als 13 Millionen Euro haben die Geißböcke vor vier Jahren für den Verkauf von Sebastiaan Bornauw kassiert. Der wechselt nun zu Leeds United und müsste den Geißböcken eigentlich nun noch einmal ein wenig Geld in die Kassen spülen. Der 1. FC Köln profitiert von weiteren Verkäufen.

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Das Tor gegen den FC Schalke 04 wird wohl unvergesslich bleiben. Der FC musste gegen Königsblau gewinnen, um die Relegation zu erreichen, lief immer wieder an, um dann doch zu scheitern. Ein Treffer von Sebastian Andersson wurde aberkannt, es deutete auf eine Nullnummer. Eben bis der Belgier per Kopfball einnickte. Relegation, Klasse gehalten. Drei Monate später trug der Abwehrspieler dann aber das Trikot des VfL Wolfsburg, wechselte für mehr als 13 Millionen Euro unmittelbar vor der Abreise ins Trainingslager nach Donaueschingen und schaffte es damit in die Top-5 der Rekordabgänge der Kölner Vereinsgeschichte. Mit Boni dürfte er sich vielleicht sogar auf Rang zwei hinter Anthony Modeste einreihen.

Marktwert massiv eingebrochen

Und die Kölner werden wohl nun noch einmal ein wenig an Bornauw verdienen. Wenn auch weniger als bei Vertragsabschluss wohl gehofft. Denn dem Vernehmen nach hat sich der FC eine Wiederverkaufsgebühr bei Bornauw zusichern lassen und die soll bei zehn Prozent liegen. Da der Innenverteidiger nun die Wölfe Richtung England zu Leeds United verlässt, würde diese Klausel also greifen müssen und der FC zehn Prozent der Ablöse einstreichen. Das einzige Problem, Bornauw hat seit seinem Weggang vom FC massiv an Marktwert verloren. Der wurde im Oktober 2021 noch auf 14 Millionen Euro geschätzt, liegt nun laut transfermarkt.de bei sechs Millionen und genau diesen Betrag will der englische Club auch zahlen.

Für den FC wären das immerhin 600.000 Euro, die in die Vereinskassen fließen würden. Weitere 800.000 kassieren die Kölner aus dem festen Kauf von Galatasaray für Ismail Jakobs sowie noch einmal rund 400.000 Euro aus dem Verkauf von Jens Castrop nach Mönchengladbach. Alles in allem also an die zwei Millionen Euro. Zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber als Zubrot zu den Wirtz-Millionen (Stand jetzt etwa 2,5 Millionen Euro) und den angestrebten Erlösen aus potenziellen Abgängen wie beispielsweise Max Finkgräfe (4,5 Millionen) oder Damion Downs (bis zu zehn Millionen) ein nettes Extra.

Noch ein Jahr Vertrag: Florian Kainz steht vor einer herausfordernden Saison

Wie geht es weiter mit Florian Kainz beim 1. FC Köln
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Noch ein Jahr Vertrag: Florian Kainz steht vor einer herausfordernden Saison

Florian Kainz startet am Montag in seine siebte komplette Saison beim 1. FC Köln. Der Österreicher war im Januar 2019 zu den Geißböcken gewechselt. Die Situation könnte dennoch jetzt eine neue sein beim 1. FC Köln: Florian Kainz muss sich harter Konkurrenz stellen.

Er ist der Routinier unter den Geißböcken, hat von den aktiven Spielern die meisten Begegnungen runter gerissen. Nach zuletzt eher schweren Spielzeiten, will der Österreicher nun wieder durchstarten. Doch die Aufgabe wird nicht leicht beim 1. FC Köln: Florian Kainz muss sich harter Konkurrenz stellen.

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Hände geschüttelt wurden viele. Hier eine Umarmung, hier ein Klaps. Das Standing in der Mannschaft ist ganz offensichtlich weiterhin unumstritten. Florian Kainz ist immer noch einer der Leader des Teams. Kein Wunder, kein anderer aktiver Spieler stand so oft für den FC auf dem Platz wie der Österreicher. 189 Mal lief der Mittelfeldspieler für die Geißböcke auf, in dieser Spielzeit steht also mit hoher Wahrscheinlichkeit das 200. Profi-Spiel auf dem Plan. Wie viele es dann am Ende aber werden, scheint dieser Tage offen. Denn Kainz wird sich zur Vorbereitung einer fast schon ungewohnten Konkurrenz stellen müssen. Im vergangenen Jahr freute sich der Österreicher auf das Trainingslager in Bad Waltersdorf, in der Nähe seiner Heimat und verletzte sich. Dieses Mal soll es gelingen und der Grundstein für möglichst viel Spielzeit gelegt werden.

Viel Betrieb auf der linken Seite

Dafür muss sich der Österreicher aber dann wohl auch strecken. Denn gerade auf seiner favorisierten linken Position wird es ordentlich Betrieb geben. Linton Maina wäre genauso ein Kandidat wie Said El Mala, der sich bei der U19-EM in den Vordergrund gespielt hat oder eben der neu verpflichtete Jakub Kaminski. Alle drei könnten auch auf der rechten Seite spielen, allerdings stellt sich auch dann die Frage, wo Platz für Florian Kainz wäre. Zumal es mit Jan Thielmann bekanntlich einen weiteren Offensivspieler für die Außen gibt. El Mala wird mit seinen 18 Jahren wohl erstmal die Rolle des Jokers einnehmen. Maina wird seinen Vertrag beim FC aber nicht verlängert haben, um auf der Bank zu sitzen, genauso wenig, wie Kaminski ihn deswegen in Köln erst unterschrieben hat.

Wie viel Spielzeit der 32-Jährige am Ende des Tages bekommen wird, hängt natürlich von zahlreichen Komponenten ab. Unter anderem von der Spielweise des neuen Trainers. Und da wiederum, ob Kwasniok mit eher defensiveren oder offensiveren Schienenspielern agieren wird. Das wird in der Regel vom Gegner abhängen. In der defensiven Variante werden Leart Pacarada und Jusuf Gazibegovic wohl eher ihre Chance erhalten. Sicher ist, dass der neue Coach nicht nur auf Umschaltmomente und hohes Pressing setzen wird. Gerade beim Spiel mit dem Ball hat Kainz dann wiederum seine Stärken. Und mit einem Zielstürmer wie Ragnar Ache könnten die Flanken des Ex-Kapitäns zu einer Waffe werden.

Die Konkurrenz ist nicht ohne

Zwar wurde Kainz in den vergangenen Spielzeiten bekanntlich auf verschiedenen Positionen im Mittelfeld eingesetzt und wäre insofern auch ein Kandidat für die Position hinter den Spitzen, seine besten Spiele machte der Österreicher aber zweifelsohne auf der linken Seite. Stand jetzt geht Kainz in seine letzte Saison beim FC, der Vertrag läuft im Sommer 2026 aus. Über eine Vertragsverlängerung wurde zuletzt nicht spekuliert. Es ist weder bekannt, ob Kainz noch ob der Verein verlängern wollen. So oder so wird sich der Mittelfeldspieler nochmal beweisen wollen. Der Grundstein soll in der Heimat gelegt werden – die Konkurrenz, zu der sicherlich dann auch Jan Thielmann gehören wird, ist aber nicht ohne.

Trainingsauftakt mit ungewissem Kader beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok und Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Trainingsauftakt mit ungewissem Kader beim 1. FC Köln

Am Montag versammelt der neue Kölner Trainer seine Mannschaft das erste Mal auf dem Platz. Mit wem er aber in der Saison wirklich rechnen kann, steht noch nicht fest. Dabei wäre Klarheit sehr wichtig für den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok startet mit ungewissem Kader.

Am Wochenende stand und steht die Leistungsdiagnostik an, am Montag geht es dann auch auf dem Platz los. Das Gesicht der Mannschaft könnte sich aber im Laufe der nächsten Wochen noch stark verändern. Sehr wahrscheinlich wird es noch zahlreiche Zu- und Abgänge geben. Dabei wäre Klarheit über die Zusammenstellung der Mannschaft sehr wichtig für den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok startet mit ungewissem Kader.

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In den vergangenen Monaten hat sich einiges beim 1. FC Köln verändert. Mit Thomas Kessler gibt es einen neuen Sportdirektor, mit Lukas Kwasniok einen neuen Trainer. Einige Spieler wie Max Finkgräfe, Tim Lemperle oder Dejan Ljubicic haben den Verein verlassen. Aber es gibt auch mit Ragnar Ache, Isak Johannesson und Jakub Kaminski drei Neuzugänge und es bahnt sich mit Tom Krauß ein weiterer Transfer an. Aber bei diesen Neuverpflichtungen soll es sicher nicht bleiben. Es sind noch weitere Zugänge geplant und auch auf der Abgangsseite wird sich noch einiges tun. Ein halbes Dutzend Spieler könnte noch verpflichtet werden, ähnlich viele Akteure den Verein verlassen. Das erschwert allerdings die Saisonvorbereitung für Kwasniok. Denn der Trainer braucht den Kader eigentlich so früh wie möglich beisammen. Und der Kader von Montag wird ganz sicher nicht der gleiche sein, wie der, der in die Pflichtspiele startet.

Neue Spielphilosophie braucht Zeit

Und das ist alles andere als glücklich. Bei seinem Amtsantritt kündigte Kwasniok an, flexibel spielen zu wollen, da der 1. FC Köln als Aufsteiger nicht jeden Gegner in der Bundesliga dominieren könne. Trotzdem möchte der Trainer einen intensiven Fußball mit Mut und Einsatz sehen. Das funktioniert aber nur, wenn die Kölner die Abläufe beherrschen, damit am Ende jeder Spieler seine Aufgabe genau kennt. Dazu gehören dann auch Basics wie unter anderem die Laufwege, der richtige Zeitpunkt des Pressings oder wie die Abwehrkette verschieben soll. Damit das schon an den ersten Spieltagen gut funktioniert, braucht es eigentlich möglichst viel Vorbereitung. Zumal der Coach keinen der aktuellen Spieler bereits trainiert hat.

Je nachdem, welche Art von Fußballer ihm zur Verfügung steht, muss Kwasniok das System eventuell auch anpassen. Wenn etwa Eric Martel, der nur noch ein Jahr Vertrag hat, den Verein verlassen würde, müsste der Coach bereits umdisponieren. Einen adäquaten Ersatz im Kader zu finden, ist Stand jetzt aber alles andere als einfach, besonders da Martel einer der besten Akteure bei den Geißböcken ist. Wenn der Sechser als Anker wegfallen würde, beeinflusst das den ganzen Aufbau des Kölner Spiels.

Die Mannschaft muss zusammenfinden

Der Kader muss sich nach den Veränderungen zusammenfinden. Auf der fußballerischen, aber auch auf einer menschlichen Ebene. Es muss sich teilweise eine neue Hierarchie herausbilden und die Kölner müssen als Mannschaft zusammenwachsen. Ein schweres Unterfangen. Denn auch Kwasniok wird den finalen Kader noch nicht kennen. Beim FC laufen einige Verträge nur noch bis 2026. Bei einigen lautet die Devise daher entweder verlängern oder zwangsläufig verkaufen. Der zuvor erwähnte Martel ist so ein Fall, aber auch Kapitän Timo Hübers oder Jan Thielmann haben nur noch ein Jahr Vertrag. Für den FC wären frühe Entscheidungen wichtig.

Kessler ist gefordert

Es wartet daher noch einige Arbeit auf Sportdirektor Kessler. Er muss Kwasniok so schnell wie möglich einen bundesligatauglichen Kader bauen, wobei er aber nicht immer die Zügel in der Hand hat. Denn zusätzlich zu den bald auslaufenden Verträgen kann auch die Situation auf dem Transfermarkt kompliziert sein. Einige Zugänge können sich die Kölner erst durch Abgänge wie den von Max Finkgräfe oder den wohl bevorstehenden von Damion Downs leisten. Gleichzeitig sind die Wunschspieler nicht immer direkt verfügbar. Manchmal müssen erst andere Transfers abgeschlossen werden, bis ein Verein jemanden freigibt oder jemand wechseln möchte. Kessler hat daher einen komplizierten Job vor sich, der aber entscheidend dafür ist, wie gut Kwasniok seine Mannschaft auf die neue Saison vorbereiten kann.


FC-Youngster verlängert und soll verliehen werden

Emin Kujovic hat seinen Vertrag beim 1. FC Köln verlängert
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FC-Youngster verlängert und soll verliehen werden

Der FC arbeitet nicht nur am Kader für die kommende Saison, sondern auch an der Zukunft: Emin Kujovic verlängert beim 1. FC Köln und soll anschließend verliehen werden.

Der FC hat eine weitere Personalie unter Dach und Fach gebracht. Emin Kujovic verlängert beim 1. FC Köln und soll nun verliehen werden. Der Youngster unterschreibt einen Kontrakt bis 2028.

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Damit verwirklichen die Geißböcke den ersten Teil der geplanten Vertragsverlängerungen. Neben Kujovic soll auch der Kontrakt mit Neo Telle ausgeweitet werden. Am Montag steigt das Kölner Eigengewächs in den Trainingsauftakt beim FC ein. Geplant ist, dass der 20-Jährige dann aber bei einer Leihe regelmäßige Spielpraxis auf hohem Niveau sammelt. „Emin bringt die Voraussetzungen mit, um früher oder später im Bundesliga-Fußball anzukommen. Davon sind wir überzeugt und deshalb haben wir den Vertrag mit ihm langfristig verlängert“, sagt Lukas Berg, Technischer Direktor beim FC. „Gleichzeitig haben wir mit ihm klar besprochen, dass er dafür über regelmäßige Einsätze auf hohem Niveau den nächsten Schritt machen muss. Deshalb arbeiten wir aktuell gemeinsam mit Emin an einer Leihe in einem Umfeld, in dem er die Chance dazu haben wird.“

„Ich bin überglücklich und dankbar“

Kujovic ist gebürtiger Kölner 2020 wechselte der Mittelfeldspieler von der Fortuna zum FC. 2023 gewann er mit der U19 den DFB-Pokal. „Ich bin ein Kölner Junge und hier aufgewachsen, die Fans und die Atmosphäre im ganzen Verein sind unbeschreiblich. Deshalb bin ich überglücklich und dankbar, nun meinen ersten Profivertrag unterschrieben zu haben“, sagt Kujovic. „Ich freue mich sehr auf den weiteren Weg und will über einen Zwischenschritt mein Ziel erreichen, im RheinEnergieSTADION zu spielen.“ Wohin die Reise für Kujovic nun gehen wird, ist aktuell noch unklar. Auch, wie es mit Neo Telle weitergeht. Der Innenverteidiger hatte in der vergangenen Spielzeit sein Profidebüt beim FC gefeiert. Auch für den zweiten Youngster ist ein ähnliches Modell angedacht.

Telle war am Freitag einer der ersten Spieler, die am Geißbockheim zur Leistungsdiagnostik eintrafen. Über das gesamte Wochenende werden die Spieler untersucht. Am Montag findet dann der offizielle Trainingsauftakt statt. Dann auch mit Telle und Kujovic, die sich zunächst auch Lukas Kwasniok zeigen dürfen.

Einigung offenbar erzielt: Damion Downs wechselt nach England

Damion Downs wird den 1. FC Köln wohl verlassen
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Einigung offenbar erzielt: Damion Downs wechselt nach England

Es hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet. Nun herrscht offenbar Gewissheit beim 1. FC Köln: Damion Downs wechselt wohl nach Southampton. Eine Einigung soll erzielt worden sein.

Nach dem Abgang von Max Finkgräfe konkretisiert sich der nächste Abschied beim 1. FC Köln: Damion Downs wechselt wohl nach Southampton. Wie „Sky Sports UK“ vermeldet haben die Clubs eine Einigung erzielt.

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Eigentlich sollte der Freitag der Tag der Neuverpflichtungen beim FC werden. Zumindest sind gleich zwei Medizinchecks von Jakub Kaminski, der sich bereits in Köln befindet, und Tom Krauß anberaumt. Nun aber deutet sich der nächste Abschied konkret an. Damion Downs wird den FC wohl endgültig verlassen. Der Stürmer weilt aktuell noch mit der amerikanischen Nationalmannschaft beim Gold Cup in den USA, spielt am Wochenende das Finale gegen Mexiko. Zum FC wird der Angreifer aber wohl nicht mehr zurückkehren. Denn die Kölner Verantwortlichen und der FC Southampton sollen eine Einigung erzielt haben. Demnach wird Downs in die Championship, die britische zweite Liga, wechseln.

Knapp acht Millionen Euro

Nach übereinstimmenden englischen Medienberichten soll die Ablösesumme bei 6,8 Millionen Pfund, also annähernd acht Millionen Euro liegen. Dazu kommen noch weitere Boni sowie offenbar auch eine Weiterverkaufsgebühr. Ohne diese liegt das Gesamtpaket im knapp zweistelligen Millionenbereich. Für den FC ein starker Erlös. Denn Downs geht in das letzte Vertragsjahr, die Verhandlungsposition der Kölner war also nicht die beste. Zudem kommt der Stürmer aktuell auf einen Marktwert von sechs Millionen Euro. Wie „Sky Sports“ berichtet, sind noch letzte Vertragsdetails zu klären. Das werde nach dem Finale des Gold Cups angegangen. Schon in der kommenden Woche steht anscheinend der Medizincheck an. Für den FC ist es ein unverhoffter Geldsegen, denn eigentlich wollten die Geißböcke mit ihrem Stürmer verlängern.

Und das führt wiederum zur Kehrseite der Medaille. Denn der FC wird nun auf der Position vermutlich noch einmal doppelt nachrüsten müssen. Es sollte ohnehin ein weiterer Angreifer verpflichtet werden. Nun muss ein weiterer Angreifer her, der im Idealfall dem FC direkt weiterhelfen kann. Das Trio Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Florian Dietz soll Köln eigentlich verlassen. Als klassische Mittelstürmer hätten die Geißböcke dann nur noch Imad Rondic und Neuverpflichtung Ragnar Ache. Sollten sich die Summen bewahrheiten, hätte der FC an zwei Eigengewächsen rund 15 Millionen Euro verdient. Ein ordentlicher Betrag.

Runderneuerung beim 1. FC Köln – Wird die Kapitänsfrage erneut gestellt?

Timo Hübers vom 1. FC Köln.
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Runderneuerung beim 1. FC Köln – Wird die Kapitänsfrage erneut gestellt?

Bei den Geißböcken wird in diesem Sommer vieles auf den Kopf gestellt. Mit dem neuen Trainer Lukas Kwasniok könnte sich auch innerhalb des Mannschaftsgefüges noch einiges ändern beim 1. FC Köln: Deswegen könnte es einen neuen Kapitän geben.

Als Sprachrohr der Mannschaft kommt dem Mann mit der Binde am Arm eine besondere Bedeutung zu – und er trägt eine besondere Verantwortung. Bisher bekleidete Abwehrchef Timo Hübers das Amt beim 1. FC Köln: Deswegen könnte es einen neuen Kapitän geben.

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Der 1. FC Köln erlebt(e) in diesem Sommer einen Umbruch. Wenn am kommenden Montag bei der Saisoneröffnung der neu verpflichtete Coach Lukas Kwasniok die Geschicke bei den Geißböcken übernimmt, hat sich nicht nur auf Seiten des Trainerteams einiges geändert. Mit Thomas Kessler ist ein neuer Sportdirektor im Amt, der mit Hochdruck an der Kaderplanung arbeitet. Zwei Neuverpflichtungen sind bereits getätigt, einige Abgänge besiegelt und sogar das Restaurant am Geißbockheim erstrahlt in neuem Licht. Viel scheint runderneuert beim 1. FC Köln. Und so darf wohl auch die Frage nach einer Umstrukturierung innerhalb der Mannschaft gestellt werden. Gerade die Kapitänsfrage war vor der abgelaufenen Saison ein heiß diskutiertes Thema.

Im Sinne des Neubeginns

Denn nach dem Abstieg in die zweite Bundesliga und den zum Teil nicht nachzuvollziehenden Leistungsabfällen von Ex-Kapitän Florian Kainz in der Saison 2023/24 wurde über einen neuen Bindenträger diskutiert beim 1. FC Köln. Bekanntlich entschied sich Gerhard Struber im vergangenen Sommer dann dafür, Abwehrchef Timo Hübers sein Vertrauen zu schenken. Der Innenverteidiger sollte die Mannschaft auf das Feld führen. Und er machte seine Sache zu Beginn auch recht gut. Zumindest schien die „Bürde der Binde“ nicht allzu schwer auf dem 28-Jährigen zu lasten. Die Mannschaft vertraute ihrem Kapitän, auch, wenn die Leistungen nicht immer passten. Vor einigen Wochen kündigte Hübers allerdings in einem Interview an, dass er sich durchaus vorstellen könne, im Ausland zu spielen.

Und so darf sich der neue Trainer die Frage stellen, ob er den aktuellen Kapitän, der in Zukunft Wechselambitionen hegt und nur noch bis 2026 Vertrag hat, das Amt erneut anvertraut, oder ob er eben – ganz im Sinne des Neubeginns – auch auf dieser Position einen neuen Weg einschlägt. Während der laufenden Saison bewies nämlich ein anderer Spieler durchaus Führungsqualitäten, die Mannschaft vertraute ihm, folgte ihm, erlangte neues Selbstvertrauen und gewann wieder. Dieser Spieler war kein anderer als Marvin Schwäbe. Zunächst zur Nummer zwei der Geißböcke degradiert und hinter Jonas Urbig einsortiert, gelang dem Keeper das Comeback – und dies nachhaltig.

Kapitänsanwärter beim 1. FC Köln

Schwäbe hat sicherlich einen großen Teil zum direkten Wiederaufstieg der Geißböcke beigetragen. Und das eben nicht nur durch seine Glanzparaden, sondern auch durch seine Haltung auf dem Spielfeld. Die Überlegung, diesen Fels in der Brandung zum Kapitän der Kölner zu machen, ist insofern sicherlich nicht weit hergeholt, auch wenn der Trend des Kapitäns durchaus bei den Feldspielern liegt. Die Ruhe und Souveränität, die der Kölner Keeper auf dem Platz ausstrahlt, sind dennoch gute Argumente. Doch nicht nur Schwäbe könnte neben dem amtierenden Kapitän ein Anwärter auf die Binde sein.

Auch der ehemalige U21-Nationalspieler Eric Martel, der beim deutschem Nachwuchs bereits das Amt des Kapitän inne hatte, wäre durchaus ein Anwärter – wenn er denn dem 1. FC Köln erhalten bleibt. Und so wird sich Kwasniok ab Montag ein eigenes Bild von seiner Mannschaft machen können. Dann starten die Geißböcke in die Saisonvorbereitung. Welche Runderneuerung der Trainer im Köcher haben wird, bleibt bis zum Saisonbeginn spannend.

Abgänge der Eigengewächse: ein nötiges Übel eines Entwicklungsclubs?

Damion Downs jubelt über ein Tor für den 1. FC Köln
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Abgänge der Eigengewächse: ein nötiges Übel eines Entwicklungsclubs?

Beim einem ist es bereits offiziell, beim anderen vielleicht bald: Mit Max Finkgräfe und Damion Downs verlassen eventuell gleich zwei Eigengewächse den 1. FC Köln. Finkgräfe wechselt zu RB Leipzig, Downs soll vor einem Abgang zum FC Southampton stehen. Für die Fans frustrierend, aber wirtschaftlich wichtig für den 1. FC Köln: Diese Abgänge sind Teil des Wegs Entwicklungsclub.

Wieder verlassen mit Max Finkgräfe zu RB Leipzig und eventuell Damion Downs zum FC Southampton zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den 1. FC Köln. Für die FC-Fans ein nur allzu bekanntes Gefühl. So haben in den letzten Jahren einige aufstrebende Talente den Verein verlassen. Neben dem verständlichen Fan-Frust ist aber auch die wirtschaftliche Seite wichtig für den 1. FC Köln: Diese Abgänge sind Teil des Wegs Entwicklungsclub.

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Es ist einer der Grundpfeiler des 1. FC Köln: „Die Förderung von jungen Spielerinnen und Spielern in der FC-Akademie ist der zentrale Baustein und eines der wichtigsten strategischen Ziele des 1. FC Köln in der Zukunft.“ So steht es im Leitbild der FC-Akademie. Und weiter: „Talente aus der Region zu sichten, auszubilden und aus dem eigenen Nachwuchs in den Profifußball zu überführen hat Tradition und erfüllt uns mit Stolz.“ Stolz konnte der Verein in den letzten Jahren zurecht sein auf seine Nachwuchsarbeit. Denn die Kölner haben einige Talente hervorgebracht, die sich im Profi-Bereich durchsetzen konnten. Spieler wie Max Finkgräfe und Damion Downs. Beide schafften aus der Akademie den Durchbruch bei der ersten Mannschaft. Damit stehen sie sinnbildlich für den Erfolg des FC in der Nachwuchsausbildung.

Fans enttäuscht über Abgänge

Für viele Kölner Fans stehen sie aber auch sinnbildlich für etwas anderes: dass der FC seine Eigengewächse zu früh verliere. Finkgräfe wechselt für ungefähr vier Millionen Euro plus Boni zu RB Leipzig und lehnte eine Vertragsverlängerung der Kölner ab. Ähnlich könnte es bei Downs aussehen: Auch ihm liegt ein neuer Vertrag vor, die Tendenz geht aber eher zu einem Abgang zum FC Southampton für acht bis zehn Millionen Euro. Für zahlreiche FC-Fans eine enttäuschende Situation. Wie schon so oft in den letzten Jahren verlassen beide Talente (im Fall von Downs vermutlich) den Verein relativ früh und sehen ihre Zukunft woanders. Gerade einmal 40 beziehungsweise 42 Spiele haben die beiden Youngster für die Profis der Kölner absolviert. Damit geht dem Verein Qualität, aber vor allem auch viel Potenzial verloren, denn beide hätten sich mit mehr Spielen beim Verein noch deutlich verbessern, den Marktwert erhöhen können.



Was aber ebenfalls schwer wiegt: Mit beiden würden potenzielle Identifikationsfiguren den Verein verlassen. Als Spieler aus dem eigenen Nachwuchs hätten sie bei einer Verlängerung direkt ein viel besseres Standing gehabt. Die Eigengewächse wissen, auf was es in dem Verein ankommt, wie die Fans ticken und es würde eine ganz andere Verbundenheit bestehen – sowohl mit dem Club, als auch mit den Anhängern.

Trotzdem auf dem richtigen Weg?

Es gibt aber auch noch einen anderen Teil der Wahrheit, den man bei den Transfers beachten sollte. Der 1. FC Köln hatte in den vergangenen Jahren immer wieder das Ziel betont, den Schritt Richtung Entwicklungsclub machen zu wollen. Die Idee ist simpel und ein wenig aus der Not geboren. So betonte Thomas Kessler vor wenigen Wochen noch, dass der FC eben nicht im ganz großen Teich mitschwimmen könne. Heißt: Im Vergleich zu den Topclubs der Liga muss der FC kleine Brötchen backen, zum Teil sehr kleine. Der Fokus liegt nun mal auf dem eigenen Nachwuchs. Auch, um sportliches oder wirtschaftliches Kapital zu schlagen. Die Idee: möglichst günstig junge Spieler langfristig binden, sie entwickeln, um entweder selbst sportlichen Erfolg mit ihnen zu feiern oder sie für eine ordentliche Summe abgeben.

Ein Prozedere, das andere Clubs bereits auf gesunde Beine gestellt hat. Kriterien für einen erfolgreichen Entwicklungsclub sind unter anderem die Anzahl der ausgebildeten Talente und eben die Durchlässigkeit dieser – also wie viele von ihnen bei den Profis ankommen. Der SC Freiburg gilt als Vorreiter, aber auch Borussia Dortmund. Allerdings ist der BVB eher mit jungen Talenten erfolgreich, die als Jungprofi zur Borussia stoßen und für sehr viel Geld den Verein wieder verlassen. Mit insgesamt sieben Profi-Debüts in der vergangenen Spielzeit scheint der FC die beiden genannten Kriterien jedenfalls zu erfüllen. Wenn auch durch die Transfersperre begünstigt. Dennoch sind Spieler wie Julian Pauli bei den Profis angekommen, um zu bleiben. Die Ausbildung an sich scheint zu funktionieren.

Eine Entwicklung ist zu erkennen

Doch für einen erfolgreichen Entwicklungsclub gibt es eben noch das dritte Kriterium: Die wirtschaftliche Entwicklung. Erzielt ein Club mit den Nachwuchsspielern Erlöse? Und da bröckelte das positive Bild in der jüngeren Vergangenheit. Der FC hat in den Vergangenheit viele junge Talente auf den Weg ins Profi-Dasein gebracht. Nur für wessen wirtschaftlichen Erfolg. Tim Lemperle, Justin Diehl, Justin von der Hitz – zahlreiche junge Spieler sind sogar in der jüngsten Vergangenheit ablösefrei gegangen. Das soll in Zukunft unbedingt vermieden werden. Und so gesehen, ist eine gewisse Entwicklung zu erkennen. Jonas Urbig hat dem FC im Winter acht Millionen fest, mit Boni rund zehn Millionen Euro eingebracht. Von einer ähnlichen Summe wird auch bei Damion Downs gesprochen – beide Eigengewächse würden es damit in die Top-5 der Rekord-Eigengewächs-Abgänge schaffen, in eine illustre Runde mit Lukas Podolski und Yannick Gerhardt.

Für Max Finkgräfe sind noch einmal vier Millionen möglich. Macht 20 bis 24 Millionen Euro für drei Eigengewächse (wenn Downs den Verein verlässt), die einst zum Nulltarif nach Köln gekommen sind. Gut möglich, dass die Spieler in wenigen Jahren ein Vielfaches wert sind. Gut möglich, dass es aber nicht alle drei nachhaltig schaffen. Und die Vertragskonstellation, ein Überbleibsel vergangener Fehler, lässt nun mal keinen anderen Spielraum zu. Wenn man so will hat der FC das beste aus einer unglücklichen Lage gemacht. Eine unglückliche Lage, die dafür nun aber mehr ermöglicht. Der FC erntet vielleicht nicht die dicksten Früchte, er erntet aber Früchte. Und das war in der Vergangenheit eher selten der Fall.