„Ich habe mich extrem wohl gefühlt“ – Findet Tim Lemperle ausgerechnet gegen Fürth zu alter Form zurück?

Am Freitagabend steht für den 1. FC Köln das nächste richtungsweisende Spiel an. Die Mannschaft von Trainer Gerhard Struber trifft auf die SpVgg Greuther Fürth. Gegen das Kleeblatt wollen die Kölner die 0:1-Heimniederlage gegen Hertha BSC vergessen machen. Große Hoffnungen ruhen dabei auf einem Angreifer. Findet Lemperle gegen Ex-Club Greuther Fürth wieder zu alter Form zurück?

Nach Scout-Knall: Bankdrücker, ausgemustert, Torjäger – so schlagen sich die Wunschstürmer des 1. FC Köln

Auch, wenn die ganz großen Chancen am Samstagabend ausblieben, ließ der FC wieder einige Möglichkeiten liegen. Vor allem Winter-Neuzugang Imad Rondic hat nach wie vor Ladehemmungen. Wirklich viel besser läuft es bei den Wunschstürmern aber auch nicht als beim 1. FC Köln: So schlagen sich die umworbenen Stürmer.

Wankelmut statt Zuverlässigkeit: Dem 1. FC Köln fehlt die Konstanz

Enttäuschung pur: Die Spieler des 1. FC Köln nach der 2:3-Niederlage
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Wankelmut statt Zuverlässigkeit: Dem 1. FC Köln fehlt die Konstanz

Beim FC herrscht in dieser Saison statt Konstanz eher Wankelmut. Kaum ein Akteur konnte durch gleichbleibende Leistungen überzeugen. Das findet sich auch im Spielerischen und Taktischen wieder. Dem 1. FC Köln fehlt die nötige Konstanz.

Mal mit mehr Ballbesitz und Dominanz gegen ein Top-Team, dann wiederum ohne kreative Ideen und mit passiver Spielweise. Dem 1. FC Köln fehlt die nötige Konstanz.

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Luca Waldschmidt gehörte am Samstagabend einer der positiven Momente beim FC. Der ehemalige Nationalspieler nahm einen Ball direkt und prüfte damit Hertha-Keeper Tjark Ernst aus rund zehn Metern. Ernst entschied das Duell für sich. Anschließend tauchte der Offensivspieler wieder ab. Zuvor war ein Schuss Richtung Oberrang der wohl größte erinnerungswürdige Arbeitsnachweis. Hätte Waldschmidt getroffen, wäre es die vierte entscheidende Torbeteiligung in Folge gewesen – wenn in diesem Fall auch erst einmal „nur“ der Ausgleich. Möglicherweise wäre dann ein wenig untergegangen, dass der 28-Jährige am Samstagabend nicht gerade seinen besten Tag erwischte. Zumindest strahlte der gebürtige Siegener nicht mehr die Präsenz der vergangenen Wochen aus. Waldschmidt kam gerade einmal auf 30 Ballkontakte und damit sechs mehr als Florian Kainz, der in der Schlussphase eingewechselt wurde.

Die Spieler des 1. FC Köln gehen durch Hochs und Tiefs

Beide Akteure stehen auch ein wenig symptomatisch für ein Kernproblem der Geißböcke. Es fehlt nicht nur in den Ergebnissen (der Rückrunde) die nötige Konstanz, um etwas geräuschloser durch die 2. Bundesliga zu driften oder den Aufstieg frühzeitig in trockene Tücher zu bringen. Zahlreiche Leistungsträger bewegen sich in dieser Spielzeit nicht auf einem gleich bleibend hohen Niveau. Waldschmidt hatte zu Saisonbeginn einige Male seine Probleme, überhaupt zum Einsatz zu kommen, saß im Februar zwei Mal 90 Minuten komplett auf der Bank und war in den vergangenen Spielen zumindest nach den Torbeteiligungen aber ein Unterschiedsspieler, nun blieb der Offensivspieler gegen Hertha wieder erstaunlich blass. Kainz war zu Saisonbeginn verletzt, kam erst zum Rückrundenstart besser in Fahrt, der Ex-Kapitän ist aktuell aber eben auch kein wirklicher Faktor bei den Geißböcken.

Nachdem die Geißböcke in der vergangenen Spielzeit eher selten Ausreißer nach oben hatten, waren es in der Premierensaison unter Steffen Baumgart eben nur ganz selten Ausreißer in die andere Richtung. Nun aber scheint der Wankelmut in die Leistungen der Spieler gekommen zu sein und das nahezu durch die Bank weg. Auch die Kölner Topscorer Linton Maina, Tim Lemperle und Damion Downs gingen in dieser Spielzeit durch Hochs und Tiefs. Mal mit Ladehemmungen, mal mit den entscheidenden Treffern. Die Kette dahinter entwickelte mal die entscheidenden Momente, um dann überhaupt keine Spielidee auf den Platz zu bringen. Die Außenverteidiger sammelten Torbeteiligungen, schlugen dann aber auch zahlreiche Flanken zum Gegner. Kaum ein Mannschaftsteil blieb von den Schwankungen verschont.

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Nur wenige Akteure können gänzlich überzeugen

Neben Eric Martel, Marvin Schwäbe und Dominique Heintz, der gegen Hertha BSC ebenfalls nicht seinen besten Tag erwischte, finden sich nur wenige Akteure im Kader, die in dieser Spielzeit gänzlich überzeugen konnten. Die große Kölner Konstante ist in dieser Saison viel eher die Inkonstante innerhalb der Mannschaft. Und so passt es irgendwie, dass sich das auch im taktischen, spielerischen Bereich wiederfindet. Mal haben die Kölner mehr Ballbesitz, treten gegen ein vermeintliches Topteam dominant auf, lassen sich dann aber von einem Kellerkind in die eigene Hälfte drücken und überlassen dem Gegner das Spielgerät. Für einen Aufstiegsaspiranten ist der FC in vielen Teilen einfach zu heftigen Schwankungen ausgeliefert. Doch wie der Saisonverlauf eindrucksvoll bewiesen hat, ist das kein rein kölsches Problem. Zum Glück. So hat der FC noch alle Chancen.

Diesmal nicht der Matchwinner für den 1. FC Köln – aber am Ende der Aufstiegsgarant?

Marvin Schwäbe, Torwart des 1. FC Köln
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Diesmal nicht der Matchwinner für den 1. FC Köln – aber am Ende der Aufstiegsgarant?

Auch wenn es am Ende nicht zu Punkten reichte, war Marvin Schwäbe einmal mehr der große Rückhalt der Geißböcke. Der Keeper verhinderte einmal mehr Schlimmeres für den 1. FC Köln: Wird Marvin Schwäbe der Aufstiegsgarant?

Wieder einmal war er der große Rückhalt, auch wenn es nicht zu Punkten reichte für den 1. FC Köln: Wird Marvin Schwäbe der Aufstiegsgarant?

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Die kalte Dusche kam wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff, sie kam besonders elegant. Fabian Reese wurde lang geschickt, auf seiner Seite nur halbherzig attackiert und im Grunde zum Torschuss eingeladen. Diese Einladung nahm der Berliner Topstar gerne an. Der Offensivspieler erzielte bereits sein sechstes Tor im vierten Spiel in Serie und untermauerte einmal mehr seine beeindruckende Form. Keeper Marvin Schwäbe blieb nichts, als dem Sonntagsschuss am Samstagabend nur staunend hinterherzugucken, wie er später auch erklärte. „Den trifft er überragend. Das ist kein Zufall bei ihm, das macht er schon ab und zu mal so“, sagte Christian Keller. Der Sportdirektor hatte bereits zuvor bestätigt, dass der FC ebenfalls mal ein Auge auf den gebürtigen Berliner geworfen hatte.

Reese mit Traumtor gegen den 1. FC Köln

Am Samstagabend machte der Treffer den Unterschied. Mit rund 100 km/h schlenzte Reese den Ball an den Innenpfosten. Die DFL gab die Torwahrscheinlichkeit mit drei Prozent an. Einen ähnlichen Wert dürfte auch die Wahrscheinlichkeit gehabt haben, diesen Strahl abzuwehren. Schwäbe war im Grunde chancenlos. Nachdem der Kölner Keeper in den beiden vergangenen Begegnungen mit seinen Paraden in den Schlussminuten noch zum Matchwinner avancierte, konnte der 29-Jährige am Samstag die Niederlage gegen Hertha BSC nicht verhindern. Das aber vor allem, weil die Kölner einmal mehr kaum Torgefahr entwickelten, sich im Schlussdrittel nicht wirklich in aussichtsreiche Positionen brachten und bei den wenigen Aktionen dann auch glücklos waren.

Schwäbe nutzte aber die Chance, sich gleich noch einige weitere Male auszuzeichnen. Sowohl gegen Derry Scherhant als auch gegen Marten Winkler war der Keeper mit starken Reflexen zur Stelle, verhinderte Schlimmeres und möglicherweise hätte auch Ibrahim Maza das Tor ohne Schwäbes Ballkontakt getroffen. Trotz der Niederlage war der Keeper einmal mehr der große Rückhalt der Geißböcke. Und so könnte der Hesse tatsächlich ein nicht ganz unwesentlicher Faktor im Aufstiegsrennen werden und Gerhard Struber sich einmal mehr in seiner Entscheidung für den 29-Jährigen bestätigt fühlen. Bekanntlich hatte der Trainer im Oktober die Torhüterposition umsortiert, setzte eben auf Schwäbe und nicht mehr auf den mittlerweile bei den Bayern spielenden Jonas Urbig.

Starke Werte des Kölner Keepers

Und auch wenn das Kölner Eigengewächs mal bis auf den Patzer im Auftaktspiel gegen Hamburg ohne große Fehler blieb, zahlt sich der Wechsel absolut aus. Schwäbe kassierte in seinen 18 Liga-Begegnungen gerade einmal 13 Tore und damit deutlich weniger als die Konkurrenz. Dabei ist bei Schwäbe aktuell nur jeder 14. zugelassene Schuss ein Treffer – Bestwert der Liga. Bei der SpVgg Greuther Fürth landet im Schnitt jeder sechste Schuss im Kasten. Dabei ließen die Chancen der Gegner in den Begegnungen gegen FC mit Schwäbe knapp 21 Tore erwarten. Besser ist im gleichen Zeitraum nur der HSV. Die Gegner der Rothosen hätten 28 Tore erzielen müssen, es waren 18. Mit knapp 80 Prozent hat der Kölner Keeper prozentual auch die meisten Torschüsse abgewehrt.



Doch einige Rückkehrer – Struber wird umbauen: So könnte der FC gegen Hertha spielen

Gerhard Struber bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Doch einige Rückkehrer – Struber wird umbauen: So könnte der FC gegen Hertha spielen

Die Personalsituation hat sich pünktlich vor dem Spiel gegen die „Alte Dame“ deutlich verbessert. Trainer Gerhard Struber kann zumindest besser planen und der Coach wird seine Startelf sicherlich auch wieder ein wenig umbauen. So könnte der 1. FC Köln im Heimspiel gegen Hertha spielen.

Unter der Woche begrüßte Gerhard Struber wieder einige Rückkehrer beim Training und auch zur Abschlusseinheit am Freitag gab es wohl positive Nachrichten. Der Trainer hat nun auf einigen Position wieder die Wahl. So könnte der 1. FC Köln im Heimspiel gegen Hertha spielen.

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„Das schreit nach Einsatzzeit“, sagte Gerhard Struber am Donnerstag auf der Pressekonferenz mit einem verschmitzten Lächeln. Der Trainer der Geißböcke scheint sichtbar erleichtert, dass sich die Personalsituation bei den Geißböcken wieder ein wenig entspannt. Unter der Woche war mit Dominique Heintz ein Stammverteidiger zurückgekehrt und auch Julian Pauli ist wieder mit von der Partie und „schreit nach Einsatzzeit“. Der Youngster wird mit Sicherheit nicht beginnen, doch die Personalsituation lässt es wohl zu, dass Struber auf einige U21-Spieler verzichten kann, die in der Vorwoche noch im Kader standen. So dürfte die Dreierkette bereits feststehen. Eric Martel wird wohl wieder die zentrale Rolle übernehmen und von Joel Schmied und Heintz flankiert werden. Pauli wäre dann eine Option von der Bank.

Lemperle und Rondic wieder als Sturm-Duo?

Für Leart Pacarada würde es in diesem Fall wieder auf die Außenposition gehen. Der Linksverteidiger hatte in der Vorwoche als Innenverteidiger ausgeholfen, die Rolle auch gut gelöst. Dennoch ist eine Rückkehr auf seine Stammposition wahrscheinlich. Dann würde Max Finkgräfe wohl erst einmal wieder den Platz auf der Bank einnehmen müssen. Auf der rechten Seite ist Jan Thielmann nach einem weiteren ordentlichen Auftritt gesetzt. Auf der Doppelsechs schreit viel nach dem Siegtorschützen der Vorwoche Denis Huseinbasic. Der Mittelfeldspieler findet immer besser in Form. Gut möglich, dass Struber dem 23-Jährigen dann aber Dejan Ljubicic zur Seite stellt. Der Österreicher meldete sich am Freitag rechtzeitig im Mannschaftstraining zurück.

Auch Luca Waldschmidt wird wohl wieder auflaufen. Der Offensivspieler war zuletzt an drei Sieg-Toren direkt beteiligt. Waldschmidt dürfte dann auch wieder Tim Lemperle und Imad Rondic mit seinen Pässen und Anspielen versorgen. Das Sturm-Duo hat in der vergangenen Woche sehr gut funktioniert.

Duell gegen Hertha BSC: So könnte die Startelf des 1. FC Köln aussehen

Leart Pacarada beim Spiel des 1. FC Köln

Leart Pacarada

Dominique Heintz ist ein Leistungsträger beim 1. FC Köln

Dominique Heintz

Eric Martel und Jonas Urbig

Eric Martel

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Dejan Ljubicic vom 1. FC Köln

Dejan Ljubicic

Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln

Denis Huseinbasic

Imad Rondic überzeugte gegen Paderborn

Imad Rondic

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln

Luca Waldschmidt

Tim Lemperle beim 1. FC Köln

Tim Lemperle