1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

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1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

Luca Waldschmidt brilliert in der Jokerrolle. Auch gegen den FC St. Pauli wusste der 29-Jährige zu überzeugen und setzte die positive Entwicklung fort beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

Im Kellerduell gegen den FC St. Pauli gab es nur wenige Lichtblicke für den 1. FC Köln. Für Luca Waldschmidt allerdings lief das Aufeinandertreffen mit den Kiezkickern wie gemalt.

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Die mitgereisten FC-Fans hatten für die Auswärtspartie gegen den FC St. Pauli eine eindringliche Botschaft im Gepäck, die sie kurz vor Anpfiff in einem Tifo entrollten: Zu sehen war ein finster dreinblickender Geißbock im Muscle-Shirt mit dem Schriftzug „Niemals aufgeben – niemals zurückziehen”. Umwabert vom Rauch der zündelnden FC-Fans nichts geringer als eine außergewöhnliche Darbietung für den Showdown am Millerntor-Stadion. Und diese Worte treffen auf einen Akteur im FC-Dress nur zu genau zu. Denn dieser Appell ist auch Ausdruck der schwierigen Spielzeit von Luca Waldschmidt, der seit der Amtsübernahme durch René Wagner ein neues Gesicht auf dem Feld zeigt und sich pudelwohl zu fühlen scheint.

Bereits am vergangenen Mittwoch teilte Wagner im Pressegespräch mit, dass ihm die derzeitige Entwicklung des gebürtigen Siegeners mehr als zusagt: „Es ist einfach eine Phase, in der ich finde, dass man mit vielen Spielern sprechen muss, weil die Situation natürlich nicht einfach ist. Wir haben gewisse Rollen, die verteilt wurden und eingehalten werden müssen. Da muss jeder seinen Beitrag leisten. Ein großes Beispiel ist für mich Luca Waldschmidt. Er reißt sich in jedem Training den Allerwertesten auf, wird gefährlich, wenn er reinkommt, und hat im Training immer positive Energie. Das erwarte ich von den Jungs. Ohne jetzt Luca als einzigen herauszunehmen, machen das alle Spieler, die aktuell nicht von Anfang an spielen.”

Waldschmidt: „Ich spüre einfach Vertrauen“

Wagners Plan mit Waldschmidt scheint aufzugehen: Auch auf St. Pauli gelang es ihm, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken – mit etwas Mithilfe von außen. In der 79. Minute kam er für Isak Johannesson ins Spiel und übernahm die kreative Rolle in der FC-Offensive. Nachdem Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck mit Unterstützung des Videoassistenten ein Foul an Jakub Kaminski als elfmeterwürdig bewertet hatte, schnappte sich der 29-Jährige den Ball. Mit Blick auf die Auswärtskurve und gegen den Elfmeterkiller Nikola Vasilj im Tor der „Boys in Brown“ behielt Waldschmidt die Nerven und glich die Führung der Hamburger aus. Im Nachklapp des glücklichen Unentschiedens gegen die Kiezkicker erwiderte Waldschmidt das vorangegangene Lob seines Trainers: “ich glaube, ich bin mit René im guten und offenen Austausch. Ich spüre einfach auch Vertrauen. Auch wenn man vielleicht nicht von Beginn an auf dem Platz steht, glaube ich, kann man trotzdem ein gewisses Vertrauen dem Spieler entgegenbringen”.

Der Torschütze bestätigte noch einmal, dass er mit dem Wechsel auf der Trainerposition auch bei ihm Umdenken über seine Rolle innerhalb der Mannschaft stattgefunden habe: “Gerade in dieser Phase ist es wichtig, dass jeder seine Stärken ins Spiel bringt. Wenn die aktuell hinten raus sind, dann ist das eben so. Dass ich gerne lange auf dem Platz stehe, ist, glaube ich, kein Geheimnis. […] Wenn man sich das Spiel anschaut, dann sieht man, dass es an sich kein besonderes, schönes Fußballspiel war. Es ist selten schön, muss man sagen, sondern es ist viel Abarbeiten, viel Kampf. Vielleicht wird es hinten raus einfach ein bisschen mehr Fußball. Es geht dann einfach mehr darum, hinten raus nochmal Akzente zu setzen“.

Raus aus der Jokerrolle, rein in die Startelf

Mit Blick auf den Großteil der Partie abseits der Schlussphase inklusive des erlösenden Elfmeters muss allerdings klar werden: Auch ein herausragender Joker wird die größten Probleme des 1. FC Köln nicht lösen können, die im Duell mit Alexander Blessins St. Paulianern teils erschreckend deutlich wurden. So waren die Geißböcke gegen den Hamburger Defensivverbund lange Zeit ideenlos, es hakte im Umschaltspiel und bei den vielversprechenden Torchancen. So kam St. Pauli, das mit großem Abstand die harmloseste Offensive der Liga stellt, auf 2,26 xGoals, die Geißböcke nur auf 1,51, wobei der Elfmeter seinen Teil zur Bemessungsgrundlage für den Kölner Wert beiträgt. Zudem droht Ragnar Ache für die verbleibenden Saisonspiele auszufallen, was angesichts seiner zentralen Rolle im Offensivspiel des FC schwierig zu kompensieren sein wird. Vielleicht darf Waldschmidt am kommenden Spieltag gegen Bayer Leverkusen dann doch wieder von Beginn an ran.


Kommentar zum 1. FC Köln: Den Vorsprung gehalten, aber mit besorgniserregender Leistung

René Wagner vom 1. FC Köln
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Kommentar zum 1. FC Köln: Den Vorsprung gehalten, aber mit besorgniserregender Leistung

In drei Spielen unter René Wagner haben die Kölner nun gepunktet und mit dem Remis am Freitagabend den Abstand auf den Relegationsplatz gehalten. Eigentlich eine gute Nachricht mit Blick auf den Klassenerhalt, doch die Geißböcke spielten eher wie ein Absteiger: Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln bei St. Pauli.

Eigentlich wollte der FC am 30. Spieltag den Erhalt der Klasse schon nahezu besiegeln und sich einen soliden Acht-Punkte-Vorsprung erarbeiten. Aber weit gefehlt. Am Ende der Partie gegen St. Pauli dürfen die Kölner sich sogar über einen eingefahrenen Punkt noch freuen.

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„Europa wir kommen“, heißt die aktuelle Folge des Podcasts von Jonas Hector und Fabian Köster, in der sich die beiden FC-Verbundenen zu Beginn der vergangenen Woche über eine Rechnung amüsiert haben, nach der die Kölner nur drei Punkte vom internationalen Geschäft entfernt seien. Tatsächlich eine skurrile Vorstellung, nachdem sich der Club vor lauter Abstiegsangst vor gerade einmal vier Wochen vom Trainer trennte. Sollte es wirklich Optimisten geben, die diese Rechnung ernsthaft aufmachen wollten, so dürften diese spätestens am Freitagabend ihre Europa-Rechenschieber wieder in der Schublade verstaut haben. Und das nicht etwa, weil Mainz in der Conference League doch scheiterte und damit ein wichtiger Faktor dieser Rechnung wegfällt. Vielmehr, weil der FC im Duell beim FC St. Pauli eindrucksvoll bewiesen hat, dass er vielleicht doch noch nicht so weit ist, wie es die Euphorie rund ums Geißbockheim zuvor vermuten ließ.

Schwacher Auftritt

Die Bilanz des neuen Trainers ist zweifellos eine ordentliche. Immerhin haben die Kölner seit dem Ende von Lukas Kwasniok in Köln kein Spiel verloren. Doch auch die Stellschrauben von René Wagner haben ganz offensichtlich Grenzen. Wie schon unter Kwasniok des Öfteren tat sich Köln am Freitagabend gegen einen direkten Konkurrenten ungewohnt schwer. Einen Konkurrenten, der bislang nicht durch die ganz große Torgefahr aufgefallen ist und auch gegen Köln über weite Strecken harmlos war. Nur waren die Kölner am Ende noch harmloser und hätten sich über eine Niederlage nicht beschweren dürfen. Nicht umsonst sprach Kapitän Marvin Schwäbe von einer der schlechteren Spiele, die er beim FC erlebt habe. In den meisten relevanten Statistiken waren die Kiezkicker sogar besser. Nur hat Wagner offenbar das unter Kwasniok abhanden gekommene Spielglück wieder für die Kölner entdeckt. Eine einzige Aktion in den Schlussminuten veränderte das Spiel, vor allem das Ergebnis, so dass der Vorsprung vor den Relegationsplätzen einigermaßen komfortabel erscheint.

Einigermaßen, denn mit Leverkusen kommt am 31. Spieltag eine Mannschaft nach Köln, gegen die der FC seit 2019 vor eigenem Publikum nicht mehr gewonnen hat und die nach dem schwachen Auftritt gegen Augsburg um den sicher geglaubten Champions-League-Platz bangen muss und dementsprechend kämpfen dürfte. Sollte der FC verlieren und Pauli gegen das Tabellenschlusslicht aus Heidenheim gleichzeitig gewinnen, dann betrüge der Vorsprung der Kölner eben nur noch zwei Punkte. Auch das ist natürlich spekulativ. Nur ist ein Eintreten dieses Szenarios doch deutlich realistischer und die Folge kann am Ende dramatischer sein. Der Druck dürfte dann zumindest noch einmal steigen. Und die Leistung von Freitag dürfte die ein oder andere Alarmglocke schrillen lassen. Im Gegensatz zu „hat Europa verpasst“ ist „hat den Klassenerhalt verpasst“ jedenfalls das weitaus schlimmere Übel.

Fakt ist: Rein nach dem Papier haben Wolfsburg und St. Pauli am Ende des Tages das leichtere Restprogramm. Das Gute: Die Kölner haben mit einem guten Polster alles weiter in der eigenen Hand. Doch René Wagner tut gut daran, möglichst schnell die richtigen Stellschrauben für das Saisonfinale zu finden. Es wäre ziemlich katastrophal, wenn schon bald eine Podcast-Folge „2. Liga, wir kommen“ heißen würde.


Zurück zur alten Baustelle des 1. FC Köln? Erneut Schwierigkeiten bei ruhenden Bällen

Mets erzielt die Führung für den FC St. Pauli
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Zurück zur alten Baustelle des 1. FC Köln? Erneut Schwierigkeiten bei ruhenden Bällen

Haben die Geißböcke ihre alte Schwäche bei Standards überwunden, oder droht ihnen im Saisonfinale ein Déjà-vu? Das Spiel gegen St. Pauli hat gezeigt, wie anfällig die Defensive des 1. FC Köln bei ruhenden Bällen noch immer sein kann: Ist die Standard-Schwäche zurückgekehrt?

Der 1. FC Köln hat den Abstand in der Tabelle gewahrt, doch die Analyse des Spiels beim FC St. Pauli fällt nüchtern aus. Vor allem bei Standards offenbarten die Geißböcke erneut Probleme, die eigentlich schon überwunden schienen. Droht im Saisonendspurt die Rückkehr alter Schwächen, oder war der Auftritt gegen die Hamburger ein Sonderfall? Im Spiel selbst deutete sich die Gefahr bei ruhenden Bällen von Beginn an an.

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Sportdirektor Thomas Kessler zeigte sich nach dem Auftritt seiner Mannschaft gegen St. Pauli ehrlich: „Wir haben den Abstand gehalten. Das war für uns sehr wichtig. Der Spielverlauf hätte auch ehrlich gesagt nicht mehr hergegeben“. Auch Kessler ist nicht entgangen, dass die Domstädter vor allem nach ruhenden Bällen eklatante Probleme bekamen. Nach dem Gastspiel am Millerntor stellt sich die Frage, ob die Geißböcke unter der Regie von René Wagner im Saisonfinale wieder in alte Fehlermuster zurückfallen. Oder noch drastischer: Kehrt die Standardgegentor-Seuche beim 1. FC Köln zurück?

Gegentreffer mit Ankündigung

Die Hausherren strahlten während des gesamten Spiels insbesondere dann Gefahr vor dem Tor von Marvin Schwäbe aus, wenn es ihnen gelang, eine ihrer insgesamt acht Ecken zu erzwingen. Bereits nach 12 Minuten hätte es 1:0 stehen können, als Pauli-Stürmer Andreas Hountondji im Fünfmeterraum nach einer verlängerten Ecke völlig frei vor Schwäbe an den Ball kam. Houtondji bekam allerdings keinen Druck hinter die Kugel, seine Gelegenheit verpuffte. Der Franzose hatte im Vorfeld keine Probleme, sich von den Gegenspielern Jan Thielmann und Ragnar Ache, die durch die Verlängerung der Ecke über Pauli-Spieler Tomoya Ando aus dem Spiel genommen wurden, freizuspielen.

Bis zur 69. Minute dauerte es, bis die Kiezkicker die Zuordnungsfehler der Kölner Defensive bei Standards schließlich ausnutzten. Topscorer Daniel Sinanis Hereingabe erreichte Zielspieler Hauke Wahl am zweiten Pfosten. Eric Martels Ziehen und Zerren hinderte ihn nicht an der perfekten Vorlage für Karol Mets, der mit einem wuchtigen Kopfball aus fünf Metern keine Blöße gab. Zuvor gelang es gleich drei St. Paulianern, sich in der Gefahrenzone direkt vor Schwäbes Tor zu lösen: Houtondji, Arkadiusz Pyrka und eben Mets erhielten lediglich Begleitschutz von Isak Johannesson, Jahmai Simpson-Pusey sowie Felipe Chavez, die allesamt durch den Kniff der verlängerten Ecke erneut die Bindung zum Gegner verloren.

Standard-Schwäche gegen St. Pauli? Nicht nur ein FC-Problem

Ist der Auftritt in Hamburg nun Grund zur Sorge hinsichtlich der eigentlich begrabenen Standardschwäche Kölns? Diese Frage lässt sich nur vor dem Hintergrund sinnvoll beantworten, dass die Geißböcke gegen die „Boys in Brown“ mit den Standard-Königen der Liga zu tun bekamen. Der FC St. Pauli erzielte zwölf von 26 Saisontoren nach ruhenden Bällen, mit einem Anteil von 46 Prozent die meisten in der Liga. Der FC war hingegen bislang erst siebenmal durch Standards erfolgreich; nur zwei Teams in der Liga trafen dadurch seltener.

Und so deutlich das Spiel von St. Pauli mögliche defensive Schwachpunkte aufgezeigt hat, so ungefährlich spielten sich die Versuche in der Offensive ab. Wagners Plan bestand augenscheinlich darin, Said El Mala auf dem zweiten Pfosten einzusetzen, der die Kugel wiederum ins Zentrum befördern sollte (so gesehen bei Mets Führungstreffer). Das aufgeräumte Defensivverhalten der Gastgeber machte es dem Teenager jedoch sehr schwer, diese Variante vom Taktikbrett auf den Rasen zu bringen.

Wie schwer fallen Ecken ins Gewicht?

Angesichts der Punkteteilung gegen die Standardspezialisten aus der Hansestadt wäre es vermessen zu urteilen, die Geißböcke seien beim Thema Standards wieder auf dem Stand von Januar. Zumal Ecken in der laufenden Bundesligasaison statistisch geringer ins Gewicht fallen, als man vielleicht annehmen würde. Im Schnitt landet nur jeder 33. Eckball im Tor. Und dennoch wird Wagner vor dem kommenden Duell gegen Bayer Leverkusen mit seinem Team sicherlich einen besonderen Fokus auf die Verteidigung von Eckbällen legen. Denn die Leverkusener haben sich in der bisherigen Saison bereits 164 Chancen durch Ecken erspielt. Nur Hoffenheim und die Bayern können mehr vorweisen. Es bleibt abzuwarten, ob Köln aus dem Aufeinandertreffen mit St. Pauli die richtigen Schlüsse gezogen hat oder ob im Nachbarschaftsduell erneut Panik nach ruhenden Bällen ausbricht.


Glücklicher Punkt für den 1. FC Köln: Keine Lösungen im letzten Drittel, Probleme mit dem Matchplan

Jubel des 1. FC Köln nach dem Duell gegen St. Pauli
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Glücklicher Punkt für den 1. FC Köln: Keine Lösungen im letzten Drittel, Probleme mit dem Matchplan

Beim 1:1-Unentschieden gegen den FC St. Pauli bot der FC eine durchwachsene Leistung an. Am Ende stand ein glücklicher Punkt und die Gewissheit, dass sich die Situation sogar minimal verbessert hat. Der 1. FC Köln tut sich gegen St. Pauli auch unter René Wagner schwer.

Nach dem 1:1 gegen St. Pauli hat sich die tabellarische Situation für die Geißböcke eher positiv verändert. Die Leistung war dagegen bedenklich.

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Überschwänglich fiel der Jubel nach dem 1:1 gegen den FC St. Pauli bei den Spielern nicht aus, als sie sich nach der Begegnung vor den mitgereisten Kölner Fans aufbauten. Zumindest war nicht allen Gesichtern eine Erleichterung nach dem Punktgewinn anzusehen. Dabei hatte der FC durchaus Schlimmeres verhindert. Bis in die Schlussminuten führten die Kiezkicker das Kellerduell 1:0 an. Und tatsächlich erweckte nicht viel den Eindruck, als würde sich an dem Spielstand noch etwas ändern können. „Uns ist heute nicht alles gut gelungen, gerade mit Ball haben wir nicht immer gute Entscheidungen getroffen“, sagte Thomas Kessler. Und das konnte man getrost so unterschreiben. Viel zu oft versuchten es die Kölner mit langen Bällen auf Ragnar Ache oder Said El Mala, doch die Versuche fanden nur selten einen Abnehmer. In den ersten Minuten kam der FC noch zu einigen Abschlüssen, im Laufe des Spiels wurden die Kölner harmloser und harmloser.

„Dann sah es nicht mehr so gut aus“

Und das offenbar entgegen der Marschroute. „Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, mit Ball gefährlich zu werden. Wir haben zu viel die langen Bälle gespielt, das war eigentlich nicht der Plan“, sagte Kölns Coach René Wagner. Tatsächlich gewann der Gastgeber nach dem Wechsel zunehmend die Überhand, drückte den FC phasenweise tief in die eigene Hälfte. „In der zweiten Halbzeit haben wir es dann nicht geschafft, hinten rauszukommen. Dann wurde es schwer. Es kommen immer mehr Ecken rein und wir bekommen nach einem Standard das Gegentor“, so der Coach weiter. Allerdings war der Eckball von Jahmai Simpson-Pusey und Eric Martel sehr schlecht verteidigt, der Treffer von Karol Mets eine folgerichtige Entwicklung. Und in diesem Moment schwand die Euphorie einer möglichen Vorentscheidung der vergangenen Tage. Im Gegenteil, der angestrebte Acht-Punkte-Vorsprung schrumpfte auf zwei Zähler zusammen. „Wenn man kurzfristig auf die Tabelle geschaut hat, sah es dann nicht mehr so gut aus“, stellte Kapitän Marvin Schwäbe fest, der gerade im ersten Abschnitt Schlimmeres gegen Andréas Hountondji verhindert hatte.

„Das war für uns sehr wichtig“

Auch nach der Führung blieb Pauli Spiel bestimmen, wenn auch nur selten richtig gefährlich. Den Kölnern fiel offensiv herzlich wenig ein. „Ich kann es mir zum Teil selbst nicht erklären. Wir haben im letzten Drittel nicht die Lösungen gefunden“, sagte Schwäbe. Doch, wenn die Kölner zwei Dinge können, dann Comeback und späte (Joker)-Tore. Wagner wechselte unter anderem Luca Waldschmidt ein. Nach einem Foul von Mets an Jakub Kaminski entschied Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck nach Ansicht der Bilder auf Elfmeter und eröffnete dem FC die Chance auf einen Punkt. Der Joker trat an und verwandelte sicher. „Ich habe gedacht, das ist meine Ecke, die nehme ich mir. Ich wollte keine großen Experimente bei der Wichtigkeit des Tores machen“, so Waldschmidt. So rettete der ehemalige Nationalspieler dem FC noch den Zähler. „Das war für uns sehr wichtig. Der Spielverlauf hätte auch ehrlich gesagt nicht mehr hergegeben“, sagte Thomas Kessler.

Tatsächlich erinnerte der Auftritt an einige trostlose Begegnungen der vergangenen Wochen. Wenn man so will hat sich trotz der schwachen Leistung die Situation sogar noch ein wenig verbessert. Der Abstand von fünf Zählern zum Relegationsplatz ist der gleiche geblieben, die Anzahl der Spiele hat abgenommen. Ein Hauch Zufriedenheit dürfte sich also zumindest aufgrund des Ergebnisses einstellen.


Ein Spiegel zum Hinspiel – Im Ergebnis gleich und doch das Gegenteil

Karol Mets trifft für St. Pauli gegen den 1. FC Köln
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Ein Spiegel zum Hinspiel – Im Ergebnis gleich und doch das Gegenteil

Am Freitagabend spielte der FC in Hamburg 1:1-unentschieden und sicherte sich einen Punkt. Auch das Hinspiel endete Remis zwischen den Hanseaten und dem 1. FC Köln: Deutliche Unterschiede trotz selbem Ergebnis gegen St. Pauli.

Das Rückspiel gegen die Hanseaten glich einem Spiegelbild des Duells aus der Hinrunde. Die Vorzeichen drehten sich komplett.

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Das Duell am Freitagabend gegen den FC St. Pauli kann man wohl getrost als einen Spiegel des Hinspiels ansehen. Beide Partien endeten 1:1, aber im Gegensatz zur Begegnung am Nikolaustag vergangenen Jahres gibt es dann doch einige verdrehte Parallelen. Im Dezember war es FC-Toptalent Said El Mala, der die Geißböcke nach einer torlosen ersten Halbzeit in der 51. Minute in Führung brachte. Lange hielt die Mannschaft vom damaligen Trainer Lukas Kwasniok die Null und steuerte bereits auf drei gewonnene Punkte gegen die Hanseaten zu. Doch kurz vor dem Abpfiff, machte Ricky-Jade Jones den Kölnern einen Strich durch die Rechnung. Der Engländer traf in der vierten Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich und stahl den Domstädtern zwei Zähler.

Veränderte Vorzeichen

Besonders unglücklich war dabei FC-Keeper Marvin Schwäbe. Der Torhüter rutschte beim Versuch, den Schuss von Jones zu parieren weg und erreichte so die Kugel nicht mehr. „Ich habe eigentlich die längsten Stollen auf dem Schuh, die es nur gibt. Am Ende rutsche ich genau in dem Scheißmoment weg. Das tut extrem weh, ist extrem bitter. Es tut mir leid für die Mannschaft, am Ende kann ich leider Gottes nicht großartig was ändern“, so Schwäbe damals. Der 30-Jährige fügte noch hinzu, dass die Geißböcke die bessere Mannschaft gewesen seien, die besseren Chancen auf ihren Seiten hatten. Das 1:1-Unentschieden brachte dem FC einen Zähler ein, fühlte sich allerdings wie eine Niederlage an.

1:1 endete auch das Rückspiel in der Hansestadt. Doch diesmal änderten sich die Vorzeichen komplett. Das Duell war nahezu ein Abbild des Hinspiels, jedoch verloren die Kölner nicht zwei Punkte, sondern gewannen gefühlt einen. In der Partie am Freitagabend war es diesmal Schwäbe, der den Kölnern den Zähler festhielt. So parierte der Keeper der Geißböcke mehrfach die gefährlichen Torchancen der Mannschaft von Alexander Blessin. Vor allem gegen Andréas Hountondji hielt der 30-Jährige in der ersten Halbzeit überragend.

Der Punkt ist „unfassbar wichtig“

St. Pauli war die stärkere Mannschaft und kam auf einen xGoals-Wert von 2,26, der FC hingegen nur auf 1,51 erwartbare Tore. Mit sechs Schüssen auf den Kasten des FC-Torhüters kreierten die Hanseaten deutlich mehr Chancen, verwandelten jedoch – eben auch dank Schwäbe – lediglich einen Abschluss. So war es ebenfalls nach einer torlosen ersten Halbzeit diesmal Paulis Karol Mets, der in der 69. Minute auf 1:0 stellte. Im Gegensatz zum Hinspiel gelang es am 30. Spieltag jedoch den Kölnern, diesmal vier Minuten VOR Schluss (86.) durch den verwandelten Elfer von Luca , auf Remis zu stellten und den Hamburgern zwei Punkte zu stehlen.

Und im Gegensatz zum 1:1 der Hinrunde fielen dann auch die Stimmen nach dem Spiel deutlich anders aus. „Der Punkt ist sehr viel wert“, konstatierte Waldschmidt nach dem Duell. Und auch Schwäbes Bewertung fiel trotz des selben Ertrags in der Crunchtime der Saison anders aus. „Man hat gerade am Ende gemerkt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Für uns war es enorm wichtig, dass wir die Distanz gewahrt haben, dass wir uns nicht aufgegeben haben und bis zum Ende daran geglaubt und nicht aufgegeben haben“, so der Keeper. Denn mit dem erkämpften Punkt ist es den Geißböcken zwar nicht wie erhofft gelungen, den Abstand auf den Relegationsplatz zu vergrößern, er wurde aber eben auch nicht verkleinert. Und so ist der eingefahrene Zähler auch für Schwäbe nicht wie im Hinspiel mit einem bitteren Beigeschmack versehen, sondern war das Mittel „um die fünf Punkte zu halten“ und auch für Trainer Wagner „unfassbar wichtig.“


Darum übernahm Luca Waldschmidt den Elfmeter beim 1. FC Köln

Luca Waldschmidt jubelt nach dem Ausgleich
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Darum übernahm Luca Waldschmidt den Elfmeter beim 1. FC Köln

Mit seinem verwandelten Elfmeter rettete Luca Waldschmidt dem FC einen Punkt. Auch Said El Mala hätte wie gegen Bremen gerne geschossen. Doch große Diskussion gab es deswegen nicht beim 1. FC Köln: Darum übernahm Luca Waldschmidt den Elfmeter.

Mit seinem späten Treffer besorgte ausgerechnet Luca Waldschmidt per Elfmeter dem FC einen wichtigen Zähler. Ausgerechnet, weil Trainer René Wagner den Spieler unter der Woche besonders gelobt hatte. Auch Said El Mala stand für den Strafstoß bereit.

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Es wirkte ein wenig wie ein Generationswechsel. Während Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck sich das eindeutige Foulspiel von Karol Mets an Jakub Kaminski noch auf dem Bildschirm anschaute, besprachen sich Said El Mala und Luca Waldschmidt, wer der Schütze des möglichen Elfmeters sein könnte. Viel deutete zunächst auf den Youngster, der schon gegen Werder Bremen am vergangenen Wochenende Verantwortung übernommen und getroffen hatte. „Said brennt für jedes Tor, für jedes Dribbling. Natürlich will er Tore schießen“, erklärte Thomas Kessler nach der Begegnung bei Sky. El Mala hat bekanntlich in dieser Spielzeit bereits elf Treffer erzielt und damit einen mehr als Lukas Podolski in seiner Premieren-Saison. Für den Youngster geht es natürlich auch darum, weiter Eigenwerbung zu betreiben. Zum einen für mögliche Sommer-Interessenten, aber auch für die Nationalmannschaft. Der 19-Jährige will noch mit zur WM.

„Luca ist enorm sicher“

Doch kurz vor dem Elfmeter übergab der Youngster die Kugel an Waldschmidt. Und der ehemalige Nationalspieler verwandelte sicher zum so wichtigen Ausgleich. „Ich bin ganz klar ran. Da habe ich gedacht, das ist meine Ecke, die nehme ich mir“, sagte der Torschütze. „Ich wollte keine großen Experimente bei der Wichtigkeit des Tores machen.“ Die Bedeutung war tatsächlich eine hohe. Hätten die Kölner verloren, betrüge der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch zwei Zähler, das vor dem Spiel gegen Leverkusen. Die Geißböcke hätten sich wieder mitten in der Verlosung befunden. „Vielleicht kommt es dann auch auf das bisschen Erfahrung an“, erklärte Marvin Schwäbe, der aber auch verriet, dass es keine große Absprache bei den Elfmetern gäbe. „Es kommt immer darauf an, wer sich gerade gut fühlt. Luca hat es in der Vergangenheit gut gemacht. Von daher ist es absolut in Ordnung. So lange derjenige trifft, der antritt, ist es mir scheißegal. Die Jungs legen sich im Training die Bälle für die Elfmeter hin und probieren es. Luca ist enorm sicher.“

Eine große Diskussion gab es zwischen den beiden Spielern ohnehin nicht. „Said hatte direkt im Mittelkreis gefragt, ob ich ihn nehmen will. Ich habe „Ja“ gesagt“, so Waldschmidt. „Er hat gesagt: ,Ist gut, mach ihn`. Im Sechzehner wollte er aber glaube ich nochmal ein bisschen Verwirrung stiften, so dass der Torwart denkt, er schießt. Smarter Move. Mich hatte er schon gefragt, als der Schiri noch draußen war.“ René Wagner bestätigte später, dass es bei den Spielern von ihm aus keine genaue Absprache gäbe, wer schießt. Die Jungs müssten sich auch danach fühlen. Dieses Mal fühlte sich Waldschmidt danach. „Großen Respekt an Said, in der Situation den Ball abzugeben. Ich freue mich für Luca, dass er ihn dann auch reingehauen hat“, sagte Wagner.


Vorentscheidung verpasst, Rückschlag verhindert: Luca Waldschmidt rettet dem 1. FC Köln per Strafstoß den Punkt

Luca Waldschmidt nach dem Ausgleich
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Vorentscheidung verpasst, Rückschlag verhindert: Luca Waldschmidt rettet dem 1. FC Köln per Strafstoß den Punkt

Der FC hat die Vorentscheidung verpasst, einen heftigen Dämpfer aber gerade noch einmal verhindert. Der 1. FC Köln spielt 1:1 beim FC St. Pauli und hält damit die fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Es hätte die Vorentscheidung fallen können, es wurde der harte Rückschlag verhindert. Der FC kam beim FC St. Pauli nicht über ein 1:1 hinaus, erzielte den Ausgleich wenige Minuten vor Spielende. Luca Waldschmidt glich die Führung der Kiezkicker per Strafstoß aus.

Hendrik Broschart berichtet aus Hamburg

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René Wagner hatte am Mittwoch bereits erklärt, dass es nach dem Bremen-Duell nicht unbedingt viele Gründe für die große Rotation geben würde. Und wie erwartet gab es tatsächlich nur eine Veränderung: Alessio Castro-Montes lief für Kristoffer Lund auf. Der FC legte relativ schnell den Vorwärtsgang ein. Zumindest kamen die Geißböcke zu den ersten Abschlüssen. Der Versuch von Jakub Kaminski wurde zur Ecke geblockt, aus der resultierte ein Schuss von Castro-Montes, der aber in Richtung Tribüne flog (5.). Keine 120 Sekunden später schickte Ragnar Ache Sturmpartner Said El Mala auf die Reise. Der Kölner Shootingstar setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch, die Kugel aber weit über das Tor. Ähnlich sah es bei Mathias Pereira Lage beim ersten Versuch der Kiezkicker aus (9.). Die beste Chance der Anfangsphase gehörte ebenfalls dem Gastgeber. Eine Ecke wurde auf Andreas Hountondji verlängert, der am langen Pfosten offenbar zu überrascht war (11.), um den Ball über die Linie zu drücken. Anschließend flachte die Partie zunehmend ab.

Ache verletzt vom Platz

Erst nach einer knappen halben Stunde probierte es Eric Martel aus der Distanz, doch die Kugel wurde wieder geblockt (28.). Auf der anderen Seite waren es aber wieder die Kiezkicker, die gefährlich wurden. Nach einer scharfen Hereingabe drehte sich Hountondji in der Box um Cenk Özkacar und zog ab, aber Marvin Schwäbe parierte weltklasse (33.). Die Phase gehörte nun den Nordlichtern, der FC hatte Schwierigkeiten, sich zu befreien. Auch Lars Ritzka schloss ab, doch wieder war der Kölner Keeper zur Stelle (35.). Erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel waren die Kölner über Jan Thielmann wieder da, doch gefährlich wurde der Angriff ebenfalls nicht (45.). Schon in der Pause nahm Wagner den ersten Wechsel vor, brachte Linton Maina für den schwachen Jan Thielmann. Für den ersten Aufreger nach dem Wechsel sorgte Jahmai Simpson-Pusey, der mit einem Rückpass Schwäbe in arge Bedrängnis brachte (48.). Nur drei Minuten später der nächste Kölner Schock: Kaminski schickte Ache auf die Reise, doch der Stürmer verletzte sich bei der Aktion und musste für Marius Bülter vom Platz.

Waldschmidt trifft vom Punkt

Der Angreifer fügte sich mit einer sensationellen Aktion ein. Allerdings im eigenen Strafraum, als er den Ball nach einem Kopfball von Tomoya Ando von der Linie kratzte. Zuvor hatte El Mala aus 18 Metern die Latte getroffen (53.). Der Gastgeber war deutlich besser im Spiel, setzte die Kölner in der eigenen Hälfte fest und belohnte sich. Nach einer Ecke legte Hauke Wahl den Ball zurück und Karol Mets nickte ungestört ein (69.). Für die Schlussphase brachte Wagner mit Luca Waldschmidt und Felipe Chávez noch zwei weitere frische Kräfte. Und das zahlte sich aus. Nach einem Foulspiel von Mets an Kaminski griff der VAR Christian Dingert ein und Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied nachträglich auf Elfmeter. Waldschmidt erhielt von El Mala den Ball und traf zum 1:1 (86.). In den Schlussminuten lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch, ein Tor fiel aber nicht mehr. Am kommenden Samstag ist Bayer Leverkusen zu Gast in Köln.

1. FC Köln: Schwäbe – Castro-Montes (70. Lund), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen (79. Waldschmidt) – Martel, Johannesson (79. Chávez) – Kaminski, Thielmann (46. Maina) – El Mala, Ache (51. Bülter); Tor: 1:0 Mets (69.), 1:1 Waldschmidt (86.)


    Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen St. Pauli: Punkteteilung beim 1:1

    Jubel bei den Kölner Spielern nach dem 2:1
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    Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen St. Pauli: Punkteteilung beim 1:1

    Am Freitagabend ist der FC zu Gast am Millerntor. Dann steht für die Geißböcke das 30. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli.

    Nach dem 3:1-Sieg der Geißböcke gegen Werder Bremen am vergangenen Wochenende steht das Duell gegen St. Pauli an. Mit einem weiteren Dreier könnten die Kölner einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

    Aus Hamburg berichtet Hendrik Broschart

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    Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli. Personell kann der Kölner Trainer, abgesehen von den Langzeitverletzten, erneut aus dem Vollen schöpfen. Die große Auswahl zwang René Wagner allerdings dazu, auch schwere Entscheidungen zu treffen und drei Profis in Köln zu lassen. So reisten am Donnerstag Florian Kainz, Dominique Heintz und Denis Huseinbasic nicht mit in den Norden.

    Gegen die Mannschaft aus Hamburg will FC-Trainer Wagner erneut drei Punkte einfahren und schaut positiv auf das Duell: „Der Sieg hat der Mannschaft ein Stück Selbstvertrauen gegebenen. Wir haben eine große Chance gegen St. Pauli und die wollen wir nutzen. Wir haben aber einen schweren Gegner und ein schweres Auswärtsspiel. Wenn wir dort aber drei Punkte einfahren, dann sieht die Tabelle wesentlich besser aus“. Die Stärken des FC St. Pauli erläuterte Wagner im Vorfeld. „Das ist eine Mannschaft, die es schafft, aus einem kompakten Block heraus gefährlich umzuschalten. Sie haben aber auch mit Ball ganz viele Lösungen. In diese dürfen wir nicht reinlaufen. Sie haben zudem Geschwindigkeit auf der letzten Linie, da kommt es auf die Restverteidigung an. Da waren wir gegen Bremen überragend“, so der Coach.

    Auch der gegnerische Trainer will die Chance auf einen Dreier nutzen. „Ich bin überzeugt, dass die Jungs es besser machen werden. Wir wissen um die Situation, dass wir uns an Köln heranschieben können. Bei einer Niederlage ist auch nicht alles verloren. Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen“, so Alexander Blessin vor der Begegnung mit den Geißböcken.



    Brisanz und Besonderheiten: Ein Blick auf wegweisende Duelle zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli

    Florian Kainz gegen St. Pauli
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    Brisanz und Besonderheiten: Ein Blick auf wegweisende Duelle zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli

    Kaum hat der FC das erste Kapitel der Endspiele um den Klassenerhalt erfolgreich geschrieben, wird schon das nächste aufgeschlagen. Nach dem Sieg gegen Werder treten die Geißböcke bei St. Pauli an. Und ein Blick in die Bundesliga-Geschichtsbücher zeigt: Zum Saisonende gab es schon manches Mal entscheidende Duelle zwischen den Paulianern und dem 1. FC Köln: Erneut ein richtungsweisendes Spiel gegen St. Pauli.

    Mit 21 Siegen, sieben Unentschieden und vier Niederlagen ist die Pflichtspielbilanz des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli ziemlich positiv. In den häufig umkämpften Partien stand des Öfteren Abstiegskampf auf dem Programm – allerdings nicht immer.

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    Duelle um Meisterschaft und UEFA-Cup-Teilnahme

    Vor dem 34. Spieltag der Saison 1977/78 war für den 1. FC Köln alles angerichtet: Ein Sieg auf St. Pauli sollte doch zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft locker reichen. Zwar lag Borussia Mönchengladbach punktgleich hinter dem FC auf dem zweiten Tabellenplatz, hatte aber das deutlich schlechtere Torverhältnis. Klare Verhältnisse also? Denkste! Der Titel stand für den Effzeh plötzlich auf Messers Schneide: Die Elf vom Niederrhein zerlegte Borussia Dortmund mit 12:0 und war drauf und dran, den Geißböcken das Kölsch zu versalzen. Das schmeckte Köln-Coach Hennes Weisweiler freilich so gar nicht. Und weil ein knapper FC-Sieg am Millerntor unter diesen Umständen nicht mehr gereicht hätte, machte er seinen Profis weiter Dampf. Mit Erfolg: Die Kölner Mannschaft legte nach und dank eines 5:0-Auswärtssieges war der Meister-Braten am Ende dann doch gar.

    Weniger Erfolg hatten die Rheinländer bei ihrem Trip an die Elbe am 31. Spieltag der Saison 1990/91. Der 1. FC Köln lag als Tabellenfünfter klar auf UEFA-Cup-Kurs, als er bei den akut abstiegsbedrohten Kiez-Kickern baden ging. Die gewannen nämlich nach Toren von Jan Kocian und Dirk Zander 2:0. So wurde der FC am Ende nur Siebter und verpasste die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb. Allerdings schwammen auch St. Pauli trotz der Punkte gegen die Geißböcke am Ende die Felle davon: Man scheiterte in der Relegation an den Stuttgarter Kickers und stieg in die 2. Bundesliga ab.

    Von Abstiegsk(r)ampf und Aufstiegsfeiern

    Das Abstiegsgespenst geisterte in der Spielzeit 1995/96 auch durch die Domstadt, als im Müngersdorfer Stadion am 29. Spieltag der FC St. Pauli gastierte. Die Millerntor-Truppe hatte zu diesem Zeitpunkt fünf Punkte mehr auf dem Konto als der 1. FC Köln, bei dem mit Bodo Illgner, Olaf Janßen und Toni Polster der Kult-Faktor auf dem Platz hoch war. In einer allerdings eher krampfigen statt kultigen Partie erlöste kurz vor Spielelende Holger Gaißmayer die Geißböcke mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg. Der Torschütze wurde ein paar Wochen später endgültig zum FC-Retter, weil sein Tor in Rostock den Klassenerhalt bedeutete. Der FC St. Pauli sicherte sich mit Platz 15 ebenfalls den Ligaverbleib.

    Für die Rettung reichte es bei beiden Vereinen in der Saison 2001/02 unterdessen nicht mehr. Am 31. Spieltag trafen sich die beiden Krisenclubs zum Kellerduell in Köln. Zwar schoss Ex-Pauli-Stürmer Mathias Scherz die Geißböcke in der Nachspielzeit zu einem 2:1-Erfolg, wodurch die Domstädter ihre Minimal-Chance auf den Klassenerhalt wahrten. Am Ende ging es für den FC aber zusammen mit den Paulianern runter in Liga Zwei.

    Und dort setzten die Teams nur ein Jahr später ihre brisanten Begegnungen kurz vor Saisonende einfach fort. Dabei behielt der EffZeh nach Toren von Carsten Cullmann und Francis Kioyo sowie einem Gegentreffer von Fabian Gerber zuhause erneut knapp die Oberhand. Der 2:1-Sieg führte am 30. Spieltag zur vorzeitigen Kölner Rückkehr ins Fußball-Oberhaus, während St. Pauli den bitteren Gang in die Regionalliga antreten musste.

    Die nun anstehende Partie zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Köln steht einmal mehr im Zeichen des Abstiegskampfes. Ein wegweisendes Spiel allemal. Ob es auch wieder Stoff für die Fußball-Geschichtsbücher bietet, wird sich am Freitag zeigen.


    Zurück in die Anfangsformation? Alessio Castro-Montes drängt sich für St. Pauli auf

    Setzt zum Jubelsprung an: Alessio Castro-Montes
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    Zurück in die Anfangsformation? Alessio Castro-Montes drängt sich für St. Pauli auf

    Im vergangenen Sommer sahen ihn einige Skeptiker als Notfallplan an, im Winter gehörte er zu den besten FC-Profis, bevor ihn eine Verletzung ausbremste. Nun könnte es das Startelf-Comeback geben beim 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes drängt sich auf.

    Das Tor zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht, doch die Leistungen des Belgiers sind vielversprechend. Dabei deutete zu Saisonbeginn nicht viel darauf hin.

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    Im vergangenen Sommer war er einer der absoluten Wunschspieler. Lukas Kwasniok wollte seinen Wegbegleiter an den Rhein holen, der Spieler wollte zum FC wechseln, doch der SC Paderborn hatte andere Vorstellungen. Raphael Obermair galt als der Topkandidat für einen Lastminute-Wechsel am Deadline Day. Der Deal platzte, der Schienenspieler blieb bei den Ostwestfalen und Thomas Kessler zauberte Alessio Castro-Montes aus dem Hut, stattete den 28-Jährigen mit einem Dreijahres-Vertrag aus. Den belgischen Schienenspieler hatte zuvor niemand so recht auf dem Zettel. Rund zwei Millionen Euro sollen die Kölner für „Monti“ bezahlt haben. Doch so richtig wollte die Rechnung lange nicht aufgehen. Die Hinrunde war durchwachsen, Cstro-Montes spielte keine große Rolle.

    „Deswegen war ich nicht so enttäuscht“

    Erst im neuen Jahr steigerte sich der Schienenspieler, wurde mit drei Assists plötzlich zur festen Größe, bevor ihn eine Verletzung stoppte. Seit zwei Wochen ist der Belgier nun wieder fit. Gegen Bremen hätte der 28-Jährige beinahe seinen zweiten Treffer in Serie erzielt und zum zweiten Mal in Folge wenige Sekunden nach seiner Einwechselung. Nach einem starken Pass von Ragnar Ache war der Schienenspieler durch und schloss eiskalt gegen Mio Backhaus ab. Ein Tor, das den Kölnern ein wenig mehr Ruhe verschafft hätte. Ein Tor, das aufgrund einer Millimeter-Abseitsentscheidung nicht zählte. „Ich dachte von Anfang an, dass es Abseits war“, sagte Castro-Montes, der seine heraneilenden Mitspieler schon am ganz großen Jubel hinderte. „Deswegen war ich nicht so enttäuscht, dass das Tor nicht zählt.“

    Am Freitagabend könnte der Belgier eine der wenigen Veränderungen in der Anfangsformation sein. Castro-Montes wirkt deutlich stabiler als Kristoffer Lund, der zuletzt immer wieder in seinen Leistungen ein wenig wackelte – auch gerne in der Rückwärtsbewegung. Und so stellte Wagner dem 28-Jährigen einen Einsatz von Beginn an zumindest in Aussicht. „Er ist auf jeden Fall ein Stadtkandidat auch wenn wir über seine Fitness sprechen“, erklärte der Coach. Kein Wunder, technisch gehört Castro-Montes sicherlich zu den besseren Fußballern des Teams, ist meist präzise mit seinen Flanken – zumindest in diesem Jahr. Wagner erklärte, dass Lund ein junger Spieler sei, der immer weiter an sich arbeite, um in gewissen Situationen auch andere Lösungen zu finden. Dennoch dürfte Castro-Montes nach seinen guten Auftritten wieder zur Startelf gehören.

    Raphael Obermair darf sich indes weiter Hoffnungen auf die Bundesliga machen. Der 30-Jährige steht mit den Ostwestfalen aktuell auf Platz zwei der 2. Bundesliga,