Hamburger Flaute vs. Kölner Spektakel: Nutzt der 1. FC Köln St. Paulis Offensivkrise?

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Hamburger Flaute vs. Kölner Spektakel: Nutzt der 1. FC Köln St. Paulis Offensivkrise?

Showdown im Tabellenkeller: Der 1. FC Köln reist mit breiter Brust ans Millerntor und kann den Klassenerhalt vorzeitig sichern. Denn während die Geißböcke offensiv aufdrehen, gehört St. Pauli zu den harmlosesten Angriffsreihen der Liga. 1. FC Köln: Ungleiche Verhältnisse gegen den FC St. Pauli.

Während die Geißböcke offensiv aufdrehen, gehört St. Pauli zu den harmlosesten Angriffsreihen der Liga: Die wenigsten Torschüsse, der schwächste xGoals-Wert und nur 25 Treffer sprechen eine deutliche Sprache. Doch trotz dieser eklatanten Offensivprobleme bleibt das Hinspiel als Warnung präsent: Nutzt Köln die Gunst der Stunde oder schlägt der Kiezklub erneut überraschend zu?

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In der Theorie kann der 1. FC Köln im Kellerduell gegen den FC St Pauli den Klassenerhalt festzurren und (noch) Interimscoach René Wagner hätte die Geißböcke zum Erreichen des ausgerufenen Saisonziels getragen. Für diesen feierlichen Anlass erweckt die Reise ans Millerntor zu den “Boys in Brown” in erster Linie aus einem Grund Zuversicht, das Projekt Klassenerhalt bereits drei Spieltage vor Ende der regulären Saison abzuschließen.

Denn Die Kiezkicker sind das Team mit den wenigsten Torschüssen (299), dem geringsten xGoals-Wert (28,3), den wenigsten Joker- (3) und Kontertoren (2). Nur 25 Treffer bejubelten die Hamburger in dieser Saison. Köln hingegen kommt in der gleichen Zeit auf 43 Treffer. Unter Wagner wiesen sie unlängst den höchsten xGoals-Wert aller Teams auf (3,0 in Frankfurt und sogar 4,4 gegen Bremen). Das ist nach dem Heimspiel gegen den HSV (4,6 am 9. Spieltag, 4:1) der zweit- und drittbeste Wert der Domstädter in dieser Saison.

Bitteres Unentschieden- Schmerzhafte Erinnerungen an das Hinspiel

Die Kräfteverhältnisse scheinen vorab also klar. Dennoch warnte Wagner im Pressegespräch davor, die Offensiv-Qualitäten der Kiezkicker zu unterschätzen: „Das ist eine Mannschaft, die es schafft, aus einem kompakten Block heraus gefährlich umzuschalten. Sie haben aber auch mit Ball ganz viele Lösungen. In diese dürfen wir nicht reinlaufen. Sie haben zudem Geschwindigkeit auf der letzten Linie, da kommt es auf die Restverteidigung an. Da waren wir gegen Bremen überragend“.

Das im Fußball trotz derlei eindeutiger Vorzeichen auf dem Platz doch alles passieren kann, zeigte das schmerzhafte Unentschieden im Hinspiel. Denn da reichte ein einziger Abschluss der Blessin-Elf, um den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Nach einer Hereingabe aus dem linken Halbfeld schraubte sich Paulis Ricky Jade Jones am höchsten in den Nachthimmel über Müngersdorf und erwischte die butterweiche Flanke mit seinem Hinterkopf. Marvin Schwäbe rutschte obendrein während der Parade unglücklich weg, der Ball landete im rechten unteren Eck zum 1:1-Endstand.

Kann Wagner den Klassenerhalt klar machen?

Von Jade Jones wird beim Rückspiel keine Gefahr ausgehen. Der Engländer, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat, fehlt St. Pauli mit einem Riss des Syndesmosebandes. Die ohnehin niedrigen Erwartungen an ein Offensiv-Feuerwerk der Gastgeber werden durch die Gelbsperre ihres besten Vorbereiters, Joel Chima Fujita, zusätzlich gedämpft. Immerhin können sie auf ihren besten Scorer Daniel Sinani zurückgreifen. Neben drei Vorlagen hat der 71-fache luxemburgische Nationalspieler auch fünf Tore auf dem Konto. Drei dieser Treffer gelangen ihm im Jahr 2026.

Trotz Sinani, trotz des unglücklichen Hinspiels und dank der herausragenden Fähigkeiten der Geißbock-Offensive werden die Domstädter mit Selbstvertrauen im Millerntorstadion auf den Rasen treten. Sollte Wagners Matchplan gegen die tief stehenden Gastgeber aufgehen, können die Kölner ein weiteres Jahr in der Beletage planen. Es bleibt abzuwarten, welche Ideen der Kölner Trainer seiner Mannschaft für die wohl wichtigste Aufgabe der Saison mit auf den Weg gibt.


Gibt es Rotationen? So könnte der FC bei St. Pauli spielen

René Wagner will vor allem den richtigen Ton treffen
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Gibt es Rotationen? So könnte der FC bei St. Pauli spielen

Mit dem 3:1-Sieg gegen Werder Bremen hat der 1. FC Köln seine Sieglosserie von acht Spielen beendet und drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Mit dem Spiel beim FC St. Pauli steht für das Team von Trainer René Wagner gleich das nächste Duell gegen einen Tabellennachbarn an. So könnte der 1. FC Köln gegen St. Pauli spielen.

FC-Trainer René Wagner kann gegen St. Pauli fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich die beiden Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers stehen dem 37-Jährigen weiterhin nicht zur Verfügung. Daher hat Wagner für das Spiel am Millerntor die Qual der Wahl und muss wieder harte Kaderentscheidungen treffen.

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Durch den Sieg gegen Bremen und die durchweg ordentlichen Leistungen besteht für den FC-Coach eigentlich kein Grund, groß zu rotieren. Allerdings gibt es ein paar wenige Positionen, wo sich doch etwas ändern könnte. Zwischen den Pfosten wird erneut Marvin Schwäbe starten. Vor dem Schlussmann haben sich Sebastian Sebulonsen rechts sowie Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar in der Innenverteidigung festgespielt. Auf der Linksverteidigerposition durfte gegen Bremen erneut Kristoffer Lund ran. Der US-Amerikaner machte seine Sache ordentlich und ließ auch kaum etwas zu. Allerdings zeigte Alessio Castro-Montes, genau wie nach seiner Einwechslung in Frankfurt, auch einen guten Auftritt und könnte dadurch die Chance in der ersten Elf erhalten. Im zentralen Mittelfeld werden erneut Isak Johannesson als kreativer Part und Eric Martel als defensiverer Sechser starten.

Fragezeichen in der Offensive?

In der Offensive sind drei der vier freien Positionen klar. So wird Jakub Kaminski auf der linken Außenbahn beginnen. In der Spitze haben Said El Mala und Ragnar Ache die Nase deutlich vorn und untermauerten diesen Status gegen Bremen mit jeweils einem Tor sowie einer sehr auffälligen Partie. Auf der rechten Außenbahn hat Wagner zwei Optionen. So könnte wie gegen Bremen Jan Thielmann starten oder aber Linton Maina in die Startformation rutschen. Für Maina würde die noch höhere Geschwindigkeit sprechen, während Thielmann insbesondere durch seine Intensität und Arbeitsbereitschaft punktet. Zwischen den beiden scheint es ein Duell auf Augenhöhe zu sein, bei dem Wagner entscheiden muss, welches Profil er lieber auf dem Feld haben möchte.

So könnte der FC gegen St. Pauli beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln

Alessio Castro-Montes

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln

Jahmai Simpson-Pusey

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Eric Martel vom 1. FC Köln

Eric Martel

Isak Johannesson kommt beim 1. FC Köln nicht in Form?

Isak Johannesson

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Jakub Kaminski

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Linton Maina traf gegen die Bayern

Linton Maina

Ragnar Ache vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin

Ragnar Ache



Von der Startelf zur Ausbootung – Ein Fingerzeig über die Zukunft?

Denis Huseinbasic hat es aktuell schwer
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Von der Startelf zur Ausbootung – Ein Fingerzeig über die Zukunft?

Am Donnerstagnachmittag ist der FC zum Auswärtsspiel nach Hamburg aufgebrochen. Nicht dabei: Denis Huseinbasic. Der Mittelfeldspieler wurde zum zweiten Mal in dieser Spielzeit nicht berücksichtigt für den 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Denis Huseinbasic?

Bereits zwei Abgänge sind für den Sommer fix. Es wird noch weitere geben. Möglicherweise ist Denis Huseinbasic einer davon. Der Mittelfeldspieler wurde für die Begegnung gegen St. Pauli nicht nominiert. Ein Fingerzeig?

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Als sich die Mannschaft am Donnerstagnachmittag auf den Weg nach Hamburg machte, da weilte Denis Huseinbasic schon nicht mehr am Geißbockheim. Der Mittelfeldspieler wurde nicht für den Kader für das Freitagabendspiel gegen den FC St. Pauli nominiert, das Team reiste ohne den 24-Jährigen ab. Für den neuen Coach der Geißböcke tut sich gerade ein kleines Dilemma auf, das unter Lukas Kwasniok noch zur Rarität geworden war. Denn der Kader ist so gut gefüllt wie seit dem elften Spieltag nicht mehr. Bis auf die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian ist der Kader vollzählig. Für die Begegnung gegen die Kiezkicker ist auch kein weiterer Akteur gesperrt. Und so musste Wagner wie bereits in der Vorwoche Entscheidungen treffen, die „weh tun“.

Noch Vertrag bis 2027

Das war auch schon vor Bremen der Fall. „Ich muss ein paar Entscheidungen treffen, die vielleicht nicht für jeden cool sind“, sagte der Coach. Das täte ihm unfassbar leid, gerade bei den erfahrenen Akteuren. Tatsächlich traf es neben Joel Schmied die beiden Routiniers Florian Kainz und Dominique Heintz. Schmied erholte sich noch von einer Verletzung. Der dritte Streichkandidat fiel dem 37-Jährigen damit wohl leichter. Doch Schmied ist jetzt wieder fit und steht damit im Kader für die Begegnung gegen St. Pauli. Im Gegensatz zu Huseinbasic. Eine überraschende Entscheidung. Zumindest hatte der 24-Jährige gegen Frankfurt noch in der Anfangsformation gestanden. Vielleicht auch, weil Eric Martel gegen die Hessen gesperrt fehlte. Nur überzeugte der Mittelfeldspieler gegen die Eintracht wahrlich nicht.

Und die Spekulationen über die Zukunft des siebenmaligen bosnischen Nationalspielers haben erneut begonnen. Fakt ist, dass der Mittelfeldspieler in dieser Saison auf doch eher wenig Einsatzzeit kommt. 16 Mal stand Huseinbasic in dieser Saison auf dem Feld, neun Mal in der Startelf, acht Mal saß er 90 Minuten auf der Bank. 2026 kommt er nur auf drei Einsätze – auch aufgrund von Verletzungen. Doch da stehen eben auch sechs Nicht-Berücksichtigungen in diesem Jahr und nun schon die zweite Kader-Ausbootung in dieser Spielzeit. Huseinbasic hat noch Vertrag bis 2027. Es ist alles andere als gesagt, dass der FC den Vertrag mit dem Mittelfeldspieler verlängern wird. Gut möglich, dass er dem Umbruch zum Opfer fallen wird, die FC-Verantwortlichen im Sommer ein Transfererlös erzielen wollen.

Schon im vergangenen Sommer hatte der 24-Jährige das Interesse von Braga geweckt, bestätigte später in einem Interview dem „Kicker“, dass ihn das Thema beschäftigt habe. Vielleicht fand Huseinbasic auch deswegen schwer in die Saison. Der Mittelfeldspieler war 2022 für 50.000 Euro von den Kickers Offenbach nach Köln gewechselt, der Marktwert wird auf drei Millionen Euro geschätzt.


René Wagner will mit Kommunikation und einem Matchplan „die Riesenchance“ nutzen

Tom Krauß im Hinspiel gegen St. Pauli
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René Wagner will mit Kommunikation und einem Matchplan „die Riesenchance“ nutzen

Nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen kann der FC am Freitagabend einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Die Aufgabe wird am Millerntor kein Selbstläufer. Doch René Wagner hat sich einen Matchplan zurechtgelegt. So will der 1. FC Köln bei St. Pauli punkten.

Acht Spiele haben die Kölner auf den ersehnten Sieg gewartet, nun soll es zwei in Serie geben. Denn mit einem Erfolg bei St. Pauli ist der Klassenerhalt fast sicher. Doch leicht wird die Aufgabe nicht.

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Jonas Hector hatte die Champions-League-Hymne mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen, die nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen im Kölner Stadion erklang. Wie der ehemalige FC-Kapitän in seinem Podcast erklärte, „beschreibe das Köln ganz gut“. Natürlich sind die Träume vom internationalen Wettbewerb wieder einmal viel zu hochgegriffen und mit einer gehörigen Portion Humor behaftet, doch der erste Erfolg seit Ende Januar hat die Gemütslage in Köln tatsächlich deutlich verändert. Der drohende Abstieg ist gefühlt ein Stückchen in die Ferne gerückt. Und mit einem Erfolg über den FC St. Pauli, den direkten Konkurrenten, am Freitagabend, ist der Klassenerhalt ebenfalls gefühlt so gut wie sicher. Tatsächlich hätte der FC acht Punkte Vorsprung bei noch zwölf zu vergebenden Zählern. Bei dem aktuellen Torverhältnis müsste Pauli aus den dann verbleibenden vier Spielen neun Zähler holen und der FC alles verlieren.

„Wir haben ein schweres Auswärtsspiel“

Der Erfolg über Bremen hat also eine Tür geöffnet, die noch vor einigen Wochen fest verschlossen schien. „Erstmal haben wir jetzt drei Punkte mehr, das hat natürlich der Mannschaft auch ein Stück weit Selbstvertrauen gegeben“, sagte René Wagner am Mittwoch. Der Fokus sei dadurch aber nicht verloren gegangen. „Die Jungs wirken noch ein Zacken fokussierter, weil sie einfach wissen, dass wir jetzt in St. Pauli eine riesen Chance haben und die wollen wir gemeinsam nutzen“, so Wagner weiter. Aber: „Wir schauen nur auf das Spiel am Freitag und machen uns jetzt keine Gedanken, was danach sein könnte. Mit St. Pauli haben wir einen schweren Gegner, wir haben ein schweres Auswärtsspiel.“ Wie schwer die Spiele am Millerntor sein können, erfuhren in dieser Spielzeit schon andere Mannschaften wie Stuttgart (2:1), Leipzig (1:1) oder Hoffenheim (8:7 i.E. im Pokal). Zuletzt schwächelten die Kiezkicker aber wieder – auch im eigenen Stadion.

Einen Selbstläufer erwartet der Kölner Coach aber dennoch nicht. „St. Pauli ist erstmal eine Mannschaft, die es immer wieder schafft aus einem kompakten Block gefährlich umzuschalten. Sie haben aber auch mit dem Ball ganz viele Lösungen und da müssen wir aufpassen, dass wir nicht zu oft in deren Lösungen reinrennen“, sagte der Kölner Coach. „Da wird die Mannschaft natürlich auch einen Plan mit an der Hand haben, wie wir das verhindern wollen. Die Hamburger haben aber auch Geschwindigkeit auf der letzten Linie und dann kommt es wieder auf die Restverteidigung an.“ Diese sei gegen Bremen besonders gut gewesen, erklärte der 37-Jährige weiter. Die ganz große Torgefahr strahlten die Kiezkicker in dieser Saison bislang aber ohnehin nicht aus. Erst 28 Tore erzielte St. Pauli, gab die wenigsten Torschüsse ab.

Youngster bei der U21

Ein weiterer Schlüssel ist unter Wagner die offene Kommunikation, wie der Coach nicht müde wird zu betonen. „Ich glaube, es ist wichtig, dass die Jungs wissen, woran sie sind“, sagt der Trainer. „Ich versuche, mit den Jungs alle zwei, drei Wochen zu sprechen, dann bekommen sie ein klares Feedback, ob sie die Rolle angenommen haben.“ Und diese Kommunikation kommt an. Gleich mehrere Spieler loben das entgegen gebrachte Vertrauen, deuten immer wieder die Gespräche mit dem Coach an. Und der jüngste Erfolg gibt der Maßnahme recht.

Personell kann Wagner nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einzig Luca Kilian und Timo Hübers werden weiterhin fehlen, die drei Youngster Youssoupha Niang, Fynn Schenten und Cenny Neumann sind für die U21 im Einsatz. Es wird also wieder harte Entscheidungen geben. Der Coach muss einige Spieler aus der Formation streichen. Das könnten die gleichen Spieler wie zuletzt sein. Wagner hatte bereits angekündigt, dass es Florian Kainz und Dominique Heintz schwer haben würden, sich in den Kader zu spielen. Eine Einsatzgarantie sprach der Trainer zwar nicht aus, Tendenzen aber schon. So dürften Jahmai Simpson-Pusey, Cenk Özkacar und Said El Mala erneut auflaufen. Eine mögliche Veränderung zur Vorwoche wird wohl Alessio Castro-Montes sein, der für Kristoffer Lund in die Startelf rücken dürfte.



Ordentliche Leistung gegen St. Pauli: Tom Krauß bietet sich als Alternative an

Tom Krauß im Spiel gegen den FC St. Pauli
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Ordentliche Leistung gegen St. Pauli: Tom Krauß bietet sich als Alternative an

Das erste Mal seit über einem Monat stand Tom Krauß mal wieder in der Startelf des FC. Dabei zeigte der Mittelfeldspieler eine sehr ordentliche Leistung und empfahl sich für mehr beim 1. FC Köln: Tom Krauß bietet sich als Alternative an.

Nachdem Tom Krauß in den vergangenen Wochen eher wenig gespielt hatte, bekam er gegen St. Pauli eine neue Chance, sich zu zeigen beim 1. FC Köln: Tom Krauß bietet sich als Alternative an.

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Es war ein kurzer Schockmoment zum Schluss des Spiels, aber wahrscheinlich einer ohne größere Folgen: In der 82. Minute musste Tom Krauß im Spiel gegen den FC St. Pauli angeschlagen ausgewechselt werden. Aber bereits auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gab Trainer Lukas Kwasniok eine leichte Entwarnung: „Er hat lange nicht gespielt, heute dann so eine Leistung abgespult, aber musste leider dann verletzungsbedingt runter. Jetzt nichts Wildes, aber es ging dann einfach auch nicht mehr“, so Kwasniok. Wenn sich die Einschätzung des Coaches bewahrheitet, dürften alle im Kölner Umfeld aufatmen. Denn wie Kwasniok selber auch bemerkte, hatte der 24-Jährige zuvor eine sehr ordentliche Leistung gezeigt. So empfahl sich der zentrale Mittelfeldspieler wieder für mehr Spielzeit.

Erster Startelfeinsatz seit dem Pokalspiel gegen Bayern

Denn bisher in der Saison kam der Sommerneuzugang noch nicht so zum Zug, wie er es sich vor der Spielzeit wahrscheinlich erhofft hat. Erst viermal inklusive der Partie gegen St. Pauli kam der frühere deutsche U21-Nationalspieler in der Liga von Anfang an zum Einsatz. Außerdem stand der Defensive-Allrounder noch einmal im Pokal gegen den FC Bayern München in der ersten Elf. Ganze fünfmal saß Krauß dagegen sogar komplett auf der Bank. Nun gab es aber die neue Chance in der Startelf, nachdem der 24-Jährige in der Woche zuvor gegen Werder Bremen bereits die gesamte zweite Hälfte ran durfte. Dabei überzeugte der aus Mainz geliehene Profi mit einigen Balleroberungen und einer starken Passquote. So brachte er 96 Prozent seiner Pässe an den Mann.

Hin und wieder schaltete sich der Mittelfeldspieler auch in die Offensive ein. So hatte Krauß in der 76. Minute einen Abschluss aus gut 22 Metern nach einer Ablage von Ragnar Ache. Bei diesem zu zentralen Schuss wurde aber auch deutlich, dass der offensive Einfluss weniger der Grund ist, warum ihn der 1. FC Köln im Sommer geholt hat. Dafür war der 24-Jährige aber in der Defensive sehr sicher. Dort ließ er sich immer wieder in die letzte Kette fallen. So trug der Mittelfeldspieler seinen Teil dazu bei, dass die Hamburger offensiv fast gar nicht stattfanden. Beim Ausgleich und ein paar Minuten davor bei der vielleicht besten Chance der Gäste, als Abdoulie Ceesay bei einer flachen Hereingabe der Hackentrick misslang, war Krauß bereits nicht mehr auf dem Platz.

Signal an Kwasniok

So zeigte Krauß seinem Trainer mit seiner ordentlichen Leistung, dass dieser auf ihn bauen kann, wenn er gebraucht wird. Das ist gerade bei der momentan personell angespannten Lage in der Kölner Defensive ein gutes Zeichen für Kwasniok. Denn der Coach hatte in den vergangenen Partien wegen der vielen Ausfälle immer bei der Aufstellung puzzeln müssen, um eine funktionierende Defensive aufzustellen. Da wird es ihm sehr gelegen kommen, dass er sich auf Krauß verlassen kann, auch wenn dieser in den Wochen zuvor weniger gespielt hat.

Damit gibt der 24-Jährige Kwasniok auch mehr Optionen im zentralen Mittelfeld. So kann dieser die Belastung besser steuern. Das war auch einer der Gründe, warum der Sommerneuzugang gegen St. Pauli in der Startelf gestanden hatte. Denn gerade Isak Johannesson, der sonst gesetzt war, wirkte zuletzt etwas ausgelaugt. „Man hat jetzt schon auch ein bisschen gemerkt, dass er ein Ticken überspielt ist. Du bist die ganze Zeit am Anschlag“, sagte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel über den Isländer. Also gab es für den 22-Jährigen am Samstag eine Pause. Dafür sprang Krauß in die Bresche und nutzte seine Chance. So hat Kwasniok vor dem nächsten Spiel nun die Qual der Wahl, wen er im zentralen Mittelfeld ranlässt. Und vielleicht reicht es für Krauß ja zum zweiten Startelfeinsatz in Folge.

Kann Luca Waldschmidt zur Konstante beim 1. FC Köln werden? Ein unermüdliches Startelf-Comeback

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Kann Luca Waldschmidt zur Konstante beim 1. FC Köln werden? Ein unermüdliches Startelf-Comeback

Die Kritik verstummt, die Form steigt. Gegen St. Pauli zeigte Luca Waldschmidt eine seiner stärksten Leistungen im Trikot der Geißböcke. Bei dem Stürmer deutet vieles auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend hin beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidts unermüdliches Startelf-Comeback.

Ein Startelf-Comeback, die Vorlage zum zwischenzeitlichen Führungstreffer und unbändige Aufopferungsbereitschaft. Luca Waldschmidts Auftritt gegen den FC St. Pauli war überzeugend und untermauerte seine anhaltend hohe Form der vergangenen Wochen. Auch von Beginn an lieferte er eine Leistung ab, die insbesondere seinem Trainer gefiel beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidts unermüdliches Startelf-Comeback.

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Zwei Tage nach dem schmerzhaften Punktverlust sitzt der Stachel noch immer tief. Die späte Enttäuschung der Kölner vom vergangenen Wochenende durchzieht die Gespräche rund um den Club. Doch wer den Blick ausschließlich auf das unglückliche Gegentor richtet, übersieht schnell die die guten Seiten dieses Spiels. Denn bei der Rückschau auf den Samstag führt, fernab von allen berechtigten Diskussionen um den späten Ausgleich, kein Weg an einem Namen vorbei: Luca Waldschmidt. Der zuletzt oft kritisierte Angreifer zeigte gegen St. Pauli eine Leistung, die den Gästen permanent Kopfzerbrechen bereitete und die Offensive belebte.

Waldschmidt sah sich in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit überzogenen Erwartungen konfrontiert. Nicht selten blieb er hinter ihnen zurück. Gegen St. Pauli präsentierte er sich jedoch wie befreit und setzte genau jene Akzente, die ihn bereits als Joker gegen Eintracht Frankfurt oder Borussia Mönchengladbach besonderen Wert verliehen. Entsprechend deutlich stellte sich Trainer Lukas Kwasniok nach der Partie vor seinen Stürmer. Auf die wiederkehrende Kritik angesprochen, sagte er: „Weder ich noch das Trainerteam oder die Mannschaft kritisieren ihn. Wir sind alle froh, dass er bei uns ist. Und ansonsten bekomme ich das relativ selten mit. Was in der Vergangenheit war, interessiert mich nicht, ich bewerte Leistungen.“

Waldschmidts Schlüsselrolle im Kwasniok-System

Diese Leistung war nicht zuletzt das Ergebnis einer anspruchsvollen Rolle, die Kwasniok ihm gegen die tiefstehenden Boys in Brown zugedacht hatte. Waldschmidt fungierte als Verbindungsspieler zwischen letzter und vorderster Kette, ein Job, der unermüdliche Laufarbeit, ständige Anspielbarkeit im überladenen Zentrum und das geduldige Suchen nach Lücken im dichten Gefüge der Hamburger Fünferkette verlangte. Immer wieder fand er kleine Räume, bot sich klug an und war gemeinsam mit Said El Mala an nahezu allen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt. Auch beim zwischenzeitlichen 1:0 hatte er seine Füße im Spiel. Nach einem misslungenen Freistoß der Gäste reagierte Waldschmidt hellwach und setzte El Mala mit einem kraftvollen Anspiel tief in die gegnerische Hälfte in Szene, woraufhin der pfeilschnelle Angreifer zu seinem sechsten Saisontor vollendete. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass der Assist auch viel von eine, Befreiungsschlag hatte.

Ein eigener Treffer blieb Waldschmidt hingegen verwehrt, auch wenn er diesem Mitte der ersten Hälfte so nah kam wie in keiner anderen Szene. Über die linke Seite leitete er zunächst einen Angriff über Marius Bülter ein, dessen Hereingabe El Mala aus kürzester Distanz eigentlich nur noch verwerten musste. Pauli-Keeper Nikola Vasilj rettete in größter Not. Im Anschluss kam Waldschmidt selbst zum Abschluss, sein Versuch wurde jedoch geblockt und sprang vom Pfosten zurück ins Feld, bevor Vasilj auch gegen Sebastian Sebulonsen zur Stelle war. Waldschmidt ordnete die Szene später selbstkritisch ein: “Ich glaube, am Ende muss ich ihn vielleicht einen Tick eher nehmen, weil der Torwart schon ein bisschen auf die lange Ecke spekuliert hat. Ist ja so der Klassiker irgendwie, entweder man schießt ihn von da oder in die kurze Ecke. Das war so mein erster Gedanke danach”.

Mehr als nur ein feiner Techniker

Insgesamt war es wohl keine hundertprozentige Chance, die Waldschmidt nachts den Schlaf rauben wird. Doch es blieb die klarste Möglichkeit, seinen Positivtrend fortzuschreiben, den er schon gegen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach angedeutet hatte. Gerade weil seine Formkurve zuletzt spürbar nach oben zeigte, wäre ein Treffer die logische Vollendung eines erneut starken Auftritts gewesen.

Geht es nach seinem Coach, lag es gegen St. Pauli jedoch weniger an Waldschmidt selbst als vielmehr an den Umständen, dass ihm der verdiente Torerfolg verwehrt blieb. „Luca hat sich das durch Trainingsarbeit und Spielleistung einfach verdient. Heute hätte er seine Leistung krönen können. Sein Problem ist eher, dass wir in den Zwischenräumen nicht ganz so sauber sind und nicht in die nächste Ebene kommen, in der seine Stärken zur Geltung kommen.“ Selbst der vergebenen Großchance zum möglichen 2:0 konnte Kwasniok noch etwas Positives abgewinnen. „Was mich freut, ist, dass er sich die Chance erarbeitet hat, ein Spiel auf den zweiten Ball zu machen. Das ist nicht seine Kernkompetenz, denn er ist ja auch ein sehr feiner Fußballer. Aber diese Bescheidenheit zu haben, den Ball zu erkennen und dann wirklich um den zweiten zu kämpfen, das steht ihm auch gut zu Gesicht.“

Kwasniok: „Hoffe, dass die Kritik verstummen wird“

Es war also ein Waldschmidt-Auftritt ganz nach dem Geschmack seines Trainers: aufopferungsvoll, präsent in den entscheidenden Räumen und mit voller Intensität in jedem Laufduell. Der gelernte Mittelstürmer gehörte gemeinsam mit Eric Martel und Sebastian Sebulonsen zu den laufstärksten Spielern im Team der Domstädter und lieferte damit eindrucksvoll den Beweis, dass er längst mehr ist als lediglich ein feiner Techniker.

Behält der Offensivakteur seine aktuelle Form bei, dürften weitere Einsätze von Beginn nicht zur Debatte stehen. Für das brisante Duell mit Bayer 04 Leverkusen deutete Kwasniok bereits am Samstag an, welche Rolle er seinem Stürmer zutraut. “Er ist jetzt ein Kandidat für die Startelf in Leverkusen und sein linker Fuß ist für uns Gold wert. Das steht außer Frage.” Und so bleibt am Ende eine Botschaft, die fast wie ein Wunsch klingt: “Ich hoffe, dass die Kritik, die es anscheinend gibt, in Zukunft verstummen wird.”


Kommentar: Der 1. FC Köln hat eine große Chance liegen gelassen – in mehrfacher Hinsicht

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln nach dem 1:1
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Kommentar: Der 1. FC Köln hat eine große Chance liegen gelassen – in mehrfacher Hinsicht

Das 1:1 gegen St. Pauli fühlte sich für den FC und seine Fans wie eine bittere Niederlage an. Der späte Treffer fiel höchst unglücklich, aber der Sieg hätte auch früher schon entschieden sein können. Nun stehen vier sieglose Spiele in Folge in der Statistik des 1. FC Köln: Der FC hat eine Chance vertan.

Die Frustration über die verlorenen Punkte war am Samstag besonders groß. Zu recht, denn die Geißböcke hätten den Deckel früher draufmachenden können. Die Möglichkeit dazu hatte der 1. FC Köln: Der FC hat eine Chance vertan.

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Die Bilder und Worte der Kölner Protagonisten sprachen nach dem 1:1 gegen St. Pauli wohl für die Gefühlswelt der gesamten FC-Anhängerschaft. Während der Gegner sich über das Unentschieden nach neun Niederlage in Folge (in der Liga) freute, als hätten sie sogar einen Sieg errungen, saß Lukas Kwasniok mit versteinerter Miene auf der Trainerbank, seine Mannschaft ging mindestens genauso frustriert in die Katakomben. Kwasniok sagte später, es gehe ihm gar nicht gut, Marvin Schwäbe sprach von einem Scheißmoment, der den Sieg gekostet habe, Luca Waldschmidt von dem nervigsten Punkteverlust. Es war nicht nur ein nerviger Punktverlust, es war ein unnötiger und es war einer, der dem FC noch sehr wehtun kann.

St. Pauli fand in der Offensive nicht statt

Das späte 1:1 fühlte sich für die Geißböcke wie eine Niederlage an. Zu recht, denn der FC stand gegen offensiv schwache Nordlichter so sicher, dass sich die Kiezkicker bis zum Ausgleich einen xGoals-Wert von 0,1 erspielt hatten. Auf gut Deutsch: St. Pauli strahlte über 90 Minuten mal gar keine Torgefahr aus. Die größte Chance vergab Abdoulie Ceesay, weil er sich trotz einer Serie von neun Niederlagen in Folge entschloss, ein Tor des Monats mit der Hacke erzielen zu wollen – vergeblich. Die Innenseite hätte mit großer Wahrscheinlichkeit schon zwei Minuten vor dem Ausgleich das 1:1 markiert. Bis dahin war von der von Kwasniok angekündigten spielstarken Mannschaft vom Millerntor nichts zu sehen. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass sich auch die Kölner in mehreren Phasen im Kreieren von Chancen richtig schwer taten.

Und dennoch kam der FC schon in den ersten 45 Minuten zu Großchancen, die der Begegnung frühzeitig eine Kölner Wendung hätten geben können. Genauso hätten Luca Waldschmidt, Ragnar Ache und Florian Kainz das Spiel nach der Said-El-Mala-Führung entscheiden müssen. Es wäre also viel zu leicht den rutschigen Boden als Schuldigen für das bittere Unentschieden auszumachen. Wobei der Treffer wohl ohne den Fehltritt von Marvin Schwäbe niemals gefallen wäre. Immerhin bezifferte die DFL die Torwahrscheinlichkeit bei dem Abschluss auf 1,9 Prozent. So aber landete die Kugel im Netz und am Ende stand das bittere Remis, der nervigste Punktverlust. Ein unnötiger und eben einer, der hinten raus sehr schmerzhaft werden kann.

Der Blick muss nach unten gerichtet werden

Denn am Ende des Tages setzt sich ein sehr negativer Trend der Kölner fort. Der FC hat zum vierten Mal in Folge nicht gewonnen, nur einen Sieg in den vergangenen acht Spielen eingefahren und in den vergangenen zehn Spielen nur noch 0,9 Punkte pro Schnitt eingefahren. Ein Schnitt, der auf die Saison hochgerechnet nichts anderes als akute Abstiegsgefahr bedeuten würde. Aktuell profitieren die Kölner noch von dem Polster, das sich der FC in den ersten drei Saisonspielen angefuttert hat. Der FC steht nach wie vor mit 16 Punkten aus 13 Spielen und Platz neun für einen Aufsteiger sehr gut da.

Die von Kwasniok und Kessler immer wieder angesprochene Tatsache, dass man als Bundesliga-Aufsteiger als Underdog gelte und der Klassenerhalt das eigentlich ausgegebene Ziel der Saison sein sollte, darf trotz des erfolgreichen Starts in die Spielzeit nicht aus den Augen verloren werden. Und tatsächlich muss der Blick so langsam nach unten gerichtet werden. Die Kölner haben nicht nur die große Chance verpasst, den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf acht Punkte zu vergrößern, er ist durch das Remis auf fünf Zähler geschrumpft.

Am Ende zählen die Punkte

Und während der FC am kommenden Wochenende zum Nachbarn, aber eben auch zum Vizemeister reist, kommt es am Millerntor zum Keller-Duell zwischen St. Pauli und dem 1. FC Heidenheim. Bei einer Niederlage in Leverkusen ist es also alles andere als ausgeschlossen, dass der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf nur noch zwei Zähler zusammenschrumpft. Eine Serie von fünf sieglosen Spielen in Folge würde der allgemeinen Zufriedenheit zudem nicht besonders gut tun. Aber: Selbst mit einer weiteren Pleite müssen die Alarmglocken in Köln sicherlich noch nicht schrillen. Die Saison ist lang, der FC hat eigentlich zu viel Qualität, um doch noch in den Abstiegskampf zu rutschen. Eigentlich. Denn am Ende zählen die Punkte. Und davon hat der FC zuletzt zu wenig gesammelt – egal, ob mit Glück oder mit Pech.

Eine Eins und zwei Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln gegen St.Pauli
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Eine Eins und zwei Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Gegen die Kiezkicker kam der FC nicht über ein Unentschieden hinaus. Ein Unentschieden, das aber gefühlt einer Niederlage glich. Dabei war die Leistung der Kölner alles andere als schlecht. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli.

Eigentlich sah Köln bereits wie der sichere Sieger aus. Eigentlich, denn zum einen ließen die Geißböcke in der Schlussphase beste Chancen liegen, zum anderen gab es spät den Ausgleich. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli.

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Solide Defensive

Einzelkritik MRVIN sCHWÄBE §-

Marvin Schwäbe

Kam im ersten Abschnitt auf 33 Ballkontakte. Nicht einer davon war eine ernsthafte Abwehraktion. Musste nach dem Wechsel dann mal bei einer Ecke fausten. Ansonsten gar nicht geprüft. Bis eben zur letzten Minute. Beim Ausgleich rutschte er weg. Unglücklich, aber dennoch natürlich sein Fehler.


Rav van den Berg Einzelkritik 2

Rav van den Berg

Erwartungsgemäß und wie angekündigt stand der Niederländer in der Startelf. In beiden Hälften zu Beginn einmal unsicher gegen Kaars. Steigerte sich aber jeweils. Rettete nach einer Stunde bei einer starken Hereingabe in höchster Not. War gefühlt in jedem Kopfballduell Sieger. Hatte neben Martel die meisten Ballkontakte, brachte jeden Pass zum Mitspieler und gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe.


Eric Martel

Kehrte wieder ins Zentrum der Innenverteidigung zurück. Wichtige Grätsche bei einer Kaars-Hereingabe und genauso wichtiges gewonnenes Laufduell gegen Pereira Lage. Stabilisierte die Defensive. Spulte die meisten Kilometer ab, hatte die meisten Ballkontakte.


Sebastian Sebulonsen, Einzelkritik 3-

Sebastian Sebulonsen

In Ermangelung an Innenverteidigern wieder Teil der Dreierkette. Stand meist sicher gegen die schwache Offensive der Gäste. Machte insgesamt ein richtig gutes Spiel. Ließ dann aber Jones köpfen.


Jakub Kaminski, Einzelkritik 3-

Jakub Kaminski

Der Pole startete auf der linken Seite eine Kette defensiver als von ihm selbst gewünscht. War bei weitem nicht so effektiv wie in vorderster Front. War extrem aktiv, aber nicht in allen Aktionen glücklich.


Denis Huseinbasic

Wieder zurück in der Anfangsformation. Fügte sich mit einem tollen Pass auf El Mala ein, den dieser sich zu weit vorlegte. Suchte immer wieder den Stürmer in der Tiefe. Seine Leistungskurve nahm nach dem Wechsel deutlich ab.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Tom Krauß vom 1. FC Köln Einzelkritik Note 3

Tom Krauß

Nach langen Wochen mal wieder in der Anfangsformation. Ließ sich bei gegnerischem Ballbesitz in die letzte Kette fallen. Eroberte viele Bälle, so auch nach einer guten halben Stunde, doch Waldschmidt war für einen anschließenden Pass in die Tiefe nicht schnell genug. Schaltete sich ab und an in die Offensive mit ein. Zeigte, dass er für die Mannschaft wichtig sein kann.


Jan Thielmann, Einzelkritik 3-

Jan Thielmann

Unauffälliges Spiel des Eigengewächses, was für einen Spieler, der seine Stärken in der Offensive sieht, kein richtig gutes Zeichen ist. Extrem engagiert, hohe Intensität.


Said El Mala, Einzelkritik 1-

Said El Mala

Startete etwas überraschend im Zentrum der Offensivreihe. Hätte nach acht Minuten die Führung erzielen können, vielleicht müssen, legte sich die Kugel zu weit vor. Fand kurz darauf seinen Meister in Paulis Keeper Nikola Vasilj. Ließ sich nach dem Wechsel trotz mehrfacher Versuche von Pereira Lage nicht vom sechsten Saisontor abhalten.


Luca Waldschmidt Einzelkritik 3

Luca Waldschmidt

Kehrte etwas überraschend zurück in die Startelf. Setzte nach der El-Mala-Großchance den Ball freistehend nur an den Pfosten. Lief von Box zu Box und spulte erstaunlich viel Strecke ab. Startete nach dem Wechsel mit seiner „Vorarbeit“ zu El Malas Führungstreffer. Hatte den zweiten Treffer auf dem Fuß, vergab aber zu einfach.


Marius Bülter Einzelkritik 4

Marius Bülter

Startete auf dem linken Flügel. Seine starke Hereingabe auf El Mala hätte einen Scorerpunkt verdient. Hatte sonst seine Schwierigkeiten ins Spiel eingebunden zu werden. Arbeitete immer wieder stark mit zurück.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.


Spielerische Lösungen, Offensivschwäche – Das erwartet den FC gegen St. Pauli

Martijn Kaars ist noch nicht die erhoffte Verstärkung
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Spielerische Lösungen, Offensivschwäche – Das erwartet den FC gegen St. Pauli

Nach dem 1:1-Unentschieden beim SV Werder Bremen am vergangenen Wochenende steht für den 1. FC Köln das nächste Ligaspiel auf dem Programm. Am Samstagnachmittag empfängt das Team von Trainer Lukas Kwasniok den FC St. Pauli im heimischen Stadion. Das erwartet den 1. FC Köln gegen St. Pauli.

Neun Niederlagen in Serie hat der FC St. Pauli vorzuweisen. Nur fünf Pleiten-Serien waren in der Bundesliga-Historie länger. Doch davon darf sich der FC nicht blenden lassen. Das erwartet den 1. FC Köln gegen St. Pauli.

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Form: Der FC St. Pauli erlebt in der Liga eine echte Durststrecke. Nach einem 3:3-Unentschieden gegen Borussia Dortmund, einem 2:0-Auswärtssieg beim Hamburger SV sowie dem 2:1-Heimsieg gegen den FC Augsburg standen die Braun-Weißen nach drei Spielen mit sieben Punkten hervorragend da und wurden von vielen Experten als potenzielle Überraschung der Saison gehandelt. Allerdings kam alles ganz anders. Seit dem Sieg gegen den FCA mussten die Jungs vom Millerntor neun Niederlagen hinnehmen und rutschten in der Tabelle auf den vorletzten Platz ab. Am vergangenen Wochenende sah es lange so aus, als würde St. Pauli die Niederlagenserie ausgerechnet beim FC Bayern München beenden. Nach einer frühen Führung unterlag Pauli am Ende jedoch durch zwei Tore in der Nachspielzeit mit 1:3. Im Pokal sieht die Sache jedoch anders aus. Hier war St. Pauli unter der Woche bei Borussia Mönchengladbach gefordert und zog dabei mit einem 2:1-Erfolg über die Borussia ins Viertelfinale ein.

Wenig Zug zum Tor

Schwache Offensive: Gemeinsam mit dem 1.FC Heidenheim stellen die Hamburger die schlechteste Offensive der Liga. Lediglich elf Versuche der Kiezkicker fanden den Weg ins gegnerische Tor. Im Durchschnitt erzielt St. Pauli nur 0,9 Tore pro Partie und blieb bereits sechsmal ohne eigenen Treffer.

Anfällige Defensive: Mit 24 Gegentoren aus den ersten zwölf Ligaspielen und damit zwei Gegentreffern pro Spiel stellen die Braun-Weißen hinter dem FC Augsburg sowie dem FC Heidenheim (jeweils 27) die drittschlechteste Defensive der Liga. Überdies blieb St. Pauli lediglich in einem Saisonspiel ohne Gegentreffer.

Auswärtsschwäche: Von den möglichen 18 Punkten in fremden Stadien holte St. Pauli mit dem 2:0-Sieg beim Hamburger SV lediglich drei. Damit ist das Team von Trainer Alexander Blessin in der Auswärtstabelle drittletzter. Nur der FC Heidenheim mit einem schlechteren Torverhältnis und der HSV mit nur zwei Zählern sind auswärts noch schwächer als die Jungs vom Millerntor.

Spielerische Stärke: Doch nicht umsonst warnt FC-Trainer Lukas Kwasniok vor dem Gegner. Spielerisch zeigt St. Pauli durchaus positive Leistungen, schnupperte einige Male an wichtigen Punkten, die es am Ende dann doch nicht gab.

Im Fokus: Martijn Kaars

Im Fokus: Im Sommer schien es so, als hätte der FC St. Pauli mit Martijn Kaars einen richtigen Torjäger verpflichtet. Der Niederländer, der für vier Millionen Euro vom FC Magdeburg ans Millerntor wechselte, erzielte in wettbewerbsübergreifend 38 Pflichtspielen für die Blau-Weißen 23 Tore und bereitete sechs weitere vor. Beim FC St. Pauli knüpfte der 26-Jährige bislang jedoch noch nicht an seine Form beim alten Arbeitgeber an. So kam Kaars in der Liga zehnmal zum Einsatz, gehörte jedoch nur viermal zur Startelf und sammelte dabei noch keinen Scorerpunkt. Nachdem der Rechtsfuß in München 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte, gab ihm Blessin unter der Woche beim Pokal in Mönchengladbach die Chance in der Startelf. Und diese nutzte der ehemalige Magdeburger. Kurz vor der Pause erzielte Kaars nach einer Balleroberung im Mittelfeld die 1:0-Führung für seine Mannschaft, zeigte sich gut ins Kombinationsspiel integriert und feierte am Ende gemeinsam mit seinen Kollegen das Weiterkommen.

Klares System

Formation: Alexander Blessin lässt seine Mannschaft in dieser Saison entweder in einem 3-3-2-2- oder einem 3-4-1-2-System spielen. Im Tor ist Nikola Vasilj die klare Nummer eins. Davor sind Karol Metz, Eric Smith und Hauke Wahl in der Dreierkette gesetzt. Auf den beiden Schienenpositionen haben Louis Oppie und Arkardiusz Pyrka die Nase vorn. Auf der Sechs lässt Blessin überwiegend James Sand beginnen. In den vergangenen Spielen haben sich Jackson Irvine und Joel Chima Fujita auf den beiden offensiveren Mittelfeldpositionen festgespielt. Im Angriff hat aktuell Mathias Pereira Lage seinen Platz nahezu sicher. Neben dem Portugiesen hat Pauli verschiedene Möglichkeiten. Da allerdings Andreas Hountondji noch kein Anwärter auf einen Platz im Kader ist, werden Daniel Sinani und Martijn Kaars die offene Position unter sich ausmachen.

Das sagen die Trainer

Lukas Kwasniok: „Pauli ist fußballerisch Top sechs, Top acht der Bundesliga. Das ist die Wahrheit. Ich will sie nicht größer oder stärker machen, als sie sind, weil sie offensichtlich ja auch an der ein oder anderen Stelle Punkte verloren haben. Aber fußballinhaltlich, ich war jetzt auch beim Pokalspiel live vor Ort, ist es schon auch ein Genuss, ihnen zuzuschauen. Das ist echt auch bravourös, was sie da abliefern, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass sie, glaube ich, acht oder neun Spiele am Stück nicht gewonnen haben. Sie haben weiterhin mutigen Fußball gespielt, haben eine ganz klar eingespielte Achse mit dem Keeper und der Dreierkette, Irvine ist jetzt auch wieder da. Deshalb tun wir gut daran, auch in dieses Spiel wieder als Underdog zu gehen, so wie wir in die Saison als Underdog gegangen sind, und dann eben auch wieder Fußball zu spielen wie ein Underdog: Leidenschaftlichen, emotionalen und dann am Ende hoffentlich erfolgreichen Fußball..“

Alexander Blessin: „Wir treffen auf einen Gegner, der sehr gut in die Liga gestartet ist. Natürlich so ein bisschen immer mit Understatement daherkommend. Aber sie haben und das sieht man ja schon an Daten die Liga so angenommen, mit dem gesamten Team, mit der Intensität, mit dem Laufvolumen. Da kämpft einer für den anderen und bis zum Schluss wird kein Spiel verloren gegeben, egal, wie sie zurückliegen. Das ist dann schon sehr gut, und deswegen haben wir da mit unserer Energie und unserer Intensität reinzugehen.

Mögliche Aufstellung St. Pauli:

Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie – Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage