FC-Trainer Gerhard Struber will seiner zweiten Reihe offenbar ein wenig Spielzeit ermöglichen. Der FC testet am Dienstag gegen Alemannia Aachen. Am Samstag steht die Begegnung gegen Hannover 96 auf dem Spielplan.
Die zweite Garde der Geißböcke wird noch einmal die Chance bekommen, sich zu beweisen. Der FC testet am Dienstag gegen Alemannia Aachen. Die Begegnung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Elias Bakatukanda im Testspiel gegen Groningen
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Der Kader der Kölner füllt sich, das Lazarett lichtet sich. Das führt zu einer für Gerhard Struber ungewohnten Luxussituation. Der Trainer musste an mehreren Stellen harte Entscheidungen treffen. Leidtragende waren gleich mehrere Spieler, die am Freitag gar nicht erst in den Kader für die Begegnung gegen Preußen Münster berufen worden sind. Andere Spieler saßen gegen den Traditionsclub 90 Minuten lang auf der Bank. Gerade diese Spieler werden am wohl am Dienstag Einsatzzeit bekommen. Der FC bestreitet ein Testspiel gegen Alemannia Aachen. Die Begegnung findet im Franz-Kremer-Stadion um 14 Uhr statt, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Unter anderem dürften Spieler wie Mark Uth und Luca Kilian nach ihren Verletzungen zum Einsatz kommen.
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Chance für mögliche Streichkandidaten?
Vor allem aber werden sich noch einige Spieler zeigen wollen, die auf einen Verbleib beim FC hoffen. Die Kölner Verantwortlichen hatten schon angekündigt, dass sie einige harte Entscheidungen treffen werden – gerade was Abgänge angeht. Mit Steffen Tigges, Sargis Adamyan und Florian Dietz schafften es drei Kandidaten nicht in den Kader, die möglicherweise zu den Streichkandidaten gehören könnten. Auch Rasmus Carstensen stand einmal mehr nicht im Kader. Der Däne ist der einzige nominelle Rechtsverteidiger der Mannschaft. Elias Bakatukanda und Marvin Obuz standen zwar im Kader, kamen aber ebenfalls nicht zum Einsatz. Genauso wie Max Finkgräfe, der sicherlich ebenfalls die Chance bekommt, sich in dem neuen System zu zeigen.
Mit Aachen kommt der Tabellenzwölfte der 3. Liga nach Köln. Die Alemannia ist im vergangenen Sommer wieder aufgestiegen und hält sich bislang gut in der dritten Klasse. Mit Kevin Goden und Lukas Scepanik stehen zwei ehemalige FC-Talente im Kader der Aachener.
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Schon früh musste der FC im Duell gegen Preußen Münster wechseln. Der Abwehrchef musste runter. Gerhard Struber bestätigte nach dem Spiel die Diagnose des Innenverteidigers beim 1. FC Köln: Timo Hübers erleidet eine Gehirnerschütterung.
Für Timo Hübers war der Arbeitstag beim 1. FC Köln früh beendet. Der Abwehrspieler der Geißböcke musste im Duell gegen Preußen Münster bereits nach 25 Minuten vom Platz. Nach dem Spiel gab es die Bestätigung über die befürchtete Verletzung beim 1. FC Köln: Timo Hübers erleidet eine Gehirnerschütterung.
Timo Hübers sitzt ageschlagen auf dem Platz im Preußenstadion (Foto: Lars Baron/GettyImages)
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Es waren gut 20 Minuten gespielt, da ging Timo Hübers zum zweiten Mal in der Begegnung des 1. FC Köln gegen Preußer Münster zu Boden. Bereits nach vier Minuten hatte der Kölner Innenverteidiger ein Körperteil von Joshua Mees nach einer Ecke ins Gesicht bekommen. Der zweite Zusammenprall war heftiger, zumal wieder Mees dieses Mal im Fallen auf den Kopf des Abwehrspielers gefallen war. Hübers setzte anschließend noch einmal zum Sprint an, um dann erneut zu Boden zu gehen. Nach kurzer Behandlung war klar, dass es für den Abwehrchef nicht mehr weitergehen würde. Timo Hübers wurde nach 25 Minuten ausgewechselt. Für den Innenverteidiger kam etwas überraschend Mathias Olesen, der allerdings auf der Sechs spielte, Eric Martel übernahm die Rolle in der Innenverteidigung.
Martel übernimmt in der Innenverteidigung und die Binde
Hübers wurde vom Platz geführt und verschwand in den Katakomben des Preußenstadions. Und das sichtbar angeschlagen. Nach dem Spiel bestätigte der Trainer auf der Pressekonferenz den Verdacht. „Wir haben dann ein bisschen Pech gehabt mit der Verletzung von Hübi mit einer Gehirnerschütterung“, sagte Struber und erklärte, dass er deshalb auch etwas habe verändern müssen. Hübers wirkte nach dem Spiel wieder fit, allerdings werden wohl die kommenden Tage erst zeigen, wie es mit dem Kapitän der Kölner weitergehen wird. Martel übernahm indes nicht nur die Position des Abwehrchefs, der nominelle Sechser trug fortan auch die Kapitänsbinde.
Beides ist für den 22-Jährigen nichts ungewohntes. Martel hatte schon im Nachwuchsbereich oft in der Innenverteidigung gespielt und musste auch schon gegen Hertha BSC in die letzte Kette, als Dominique Heintz vom Platz musste. In der U21-Nationalmannschaft ist Martel ebenfalls seit langer Zeit Kapitän. Dass der Mittelfeldspieler nun auch beim FC die Binde übernahm, kommt nicht von ungefähr. Schon in den vergangenen Wochen hat sich Martel immer mehr zu einem Leader der Mannschaft entwickelt, gibt Anweisungen, delegiert, leitet. Auch nach der Begegnung im Preußenstadion klatschte der Interims-Kapitän alle Spieler ab, peitschte sie emotional an. Zudem gehört der 22-Jährige dem Mannschaftsrat bei den Kölnern an.
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Mit dem 1:0-Erfolg über Preußen Münster springen die Kölner zumindest für eine Nacht auf den Relegationsplatz. Es war kein schöner, aber ein verdienter Sieg. Und der führte zur Erkenntnis beim 1. FC Köln: Der FC findet den Schlüssel zum Erfolg
Noch vor wenigen Wochen war Gerhard Struber angezählt, nun führt der Coach die Geißböcke zum vierten Sieg in Serie. Der Fußball ist nicht schön, aber erfolgreich für den 1. FC Köln: Der FC findet den Schlüssel zum Erfolg.
Tim Lemperle nach dem Treffen zum 1:0 (Foto: Lars Baron/GettyImages)
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Gerhard Struber strahlte einmal mehr über das ganze Gesicht. Dem Trainer des 1. FC Köln konnte an diesem Abend gefühlt gar nichts die Laune verderben. Noch nicht einmal die Kälte im altehrwürdigen Preußenstadion. Für einen Österreicher geht sich das in dieser Jahreszeit schon aus, sagte der Coach noch Minuten vor dem Spiel. Darauf müsse man sich zu der Jahreszeit nun mal einstellen. Tatsächlich tat seine Mannschaft lange relativ wenig dafür, dass dem Trainer aber warm ums Fußballherz hätte werden können. Und doch hatte der Trainer in Wollmütze und Mantel gehüllt viel Grund zur Freude. Auch im vierten Pflichtspiel in Serie fuhren die Kölner einen Sieg ein, erneut zu Null. Noch vor exakt vier Wochen lag der FC gefühlt am Boden, war dem Abstiegsplatz näher als dem Aufstiegsrang, Struber angezählt. Nun belegen die Geißböcke den Relegationsplatz und der Trainer sitzt wieder absolut fest im Sattel.
Münster im ersten Abschnitt besser
Und das, weil der Coach bereit war, sich von seiner eigentlichen Fußballidee zu verabschieden. Vier Siege in Folge, die meisten nicht wirklich schön, aber allesamt verdient. Nach dieser Serie fällt es schwer, noch ein Fragezeichen hinter die Entscheidung der Systemumstellung und deren Erfolgsaussicht zu stellen. Von Zufall kann man wohl nicht mehr sprechen. Auch, wenn der präsentierte Fußball alles andere als erstklassig war. „Wir wussten, was auf uns zukommt. Dass das hier ein ekelhaftes Spiel sein wird. Die Wetterbedingungen, die Platzverhältnisse. Wir haben den Kampf aber gut angenommen“, sagte Eric Martel. „Das Wichtigste ist, dass wir drei Punkte holen, und das haben wir gemacht.“ Martel brachte es absolut richtig auf den Punkt: Am Ende der Spielzeit zählen die Punkte in der Tabelle. Wie die dahin gekommen sind, interessiert spätestens dann niemanden mehr.
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Denn zur fußballerischen Wahrheit gehört wohl auch, dass die Kölner eine ganze Halbzeit lang nichts zuließen – und das durchaus in beide Richtungen. In der Defensive brannte nichts an, in der Offensive wurde kein Feuerwerk gezündet. Martel bezeichnete es als „ekelhaft“, man hätte die Begegnung zur Halbzeit wohl als typische Nullnummer bezeichnen müssen. Mehr als ein Distanzschuss des erneut schwach aufspielenden Luca Waldschmidt war auf Kölner Seiten nicht drin. Und es stimmten noch nicht einmal die von Struber geforderten Basics. Der FC hatte weniger Ballbesitz, war weniger gelaufen und hatte weniger Zweikämpfe gewonnen – selbst die Torschussstatistik schlug in Richtung Münster aus. Allerdings kam kein Versuch der Preußen auch aufs Tor.
Martel: „Heute werde ich mal ein bisschen öfter auf die Tabelle schauen“
„Ich finde, dass wir unser Spiel ganz stabil bestritten haben, gleichzeitig haben wir immer wieder auf unseren Moment gewartet“, sagte der Trainer. Die Mannschaft wartete offensichtlich lange auf den Moment. Und der kam dann wie aus dem Nichts. Eine fast schon perfekte Flanke des fehleranfälligen Dejan Ljubicic nickte der bis dato wiederum unauffällige Tim Lemperle zur Führung ein. „Nicht jeder Kopfball von mir ist sauber, aber den treffe ich heute sehr gut“, sagte der Torschütze. „Wir haben den Gegner dann mal richtig laufen lassen und es gut über die Zeit gespielt.“ Unmittelbar vor dem Tor hatte jedoch Münster die einzige hochkarätige Chance. Symptomatisch für den Spielverlauf durch einen beeindruckenden Distanzschuss. „Da haben wir ein Stück weit Glück gehabt“, gab der Trainer zu.
Nach dem Tor hatten die Kölner ein wenig mehr Zugriff, taten auch mehr für die Offensive. Allerdings auch, weil Münster die Räume ein wenig öffnete. Doch gefährlich wurde eigentlich nur noch einmal Münster durch einen Kopfball von Joshua Mees, der Marvin Schwäbe zur einzigen Parade des Tages zwang. „Ich freue mich für die Jungs, dass wir unsere Trainingsqualität und Haltung in die Spiele reinbringen. Wir haben am Ende wieder das „zu Null“ stehen, gleichzeitig wissen wir, dass wir dranbleiben wollen“, sagte der Trainer. Nach dem dritten Liga-Erfolg in Serie ist der FC wieder dran. Vor den Samstagsspielen lag der FC sogar wieder auf dem Relegationsplatz. „Heute werde ich mal ein bisschen öfter auf die Tabelle schauen“, sagte Martel. Denn ganz plötzlich mischen die Kölner dann doch wieder im Aufstiegskampf mit. Jener Club, bei dem vor vier Wochen über den Trainer heftig diskutiert wurde. Kein Wunder also, dass Struber rein gar nichts die Laune verderben konnte.
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Wer hätte das vor einem Monat gedacht, der FC steht zumindest für eine Nacht nach dem 13. Spieltag der 2. Bundesliga auf dem Relegationsplatz. Der 1. FC Köln gewinnt bei Preußen Münster 1:0 und klettert in der Tabelle. Tim Lemperle avanciert mit einem schönen Kopfballtor zum Matchwinner.
Die Geißböcke können also auch nach der Länderspielpause Begegnungen für sich entscheiden. Der 1. FC Köln gewinnt bei Preußen Münster 1:0 und springt in der Tabelle auf den 3. Platz. Iin einer sehr zähen Partie taten sich die Kölner extrem schwer. Tim Lemperle nutzte die erste richtige Chance im zweiten Abschnitt zum Siegtreffer.
Tim Lemperle nach dem Treffen zum 1:0 (Foto: Lars Baron/GettyImages)
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FC-Trainer Gerhard Struber hatte sich vor dem Duell nicht in die Karten schauen lassen. Nach zuletzt drei Mal der gleichen Startelf stellte der Kölner Trainer auf einer Position um. Für Jan Thielmann rotierte Luca Waldschmidt in die Anfangsformation. Dejan Ljubicic startete auf der rechten Seite. „Er kann die Position auf interessante Art und Weise interpretieren, ist mit seinem Tempo unberechenbar“, sagte der Trainer unmittelbar vor der Begegnung. Diese war mit einer Viertelstunde Verspätung angepfiffen worden. Die Kölner Fans steckten im Verkehr fest. Tatsächlich hätten die Kölner Anhänger aber relativ wenig verpasst. Gerhard Struber wusste um die Schwere der Begegnung, wirklich zufrieden konnte der Trainer mit der Leistung seiner Mannschaft aber nicht sein. Die Kölner standen zunächst überraschend tief, überließen Münster das Spielgerät.
Hübers muss früh runter
Für Gefahr sorgte zunächst nur Münsters Keeper Johannes Schenk, der gleich mehrfach grundlos den Kölnern den Ball zuspielte. Doch der FC schlug kein Kapital daraus, erarbeitete sich zunächst auch keine Abschlüsse. Da Münster zwar bemüht, aber ähnlich ungefährlich war, entwickelte sich eine Begegnung ohne wirkliche Chancen. Mehr als eine missglückte Flanke von Maina sprang in der Anfangsphase nicht heraus. Für den negativen Höhepunkt der ersten 25 Minuten sorgte dann Timo Hübers unfreiwillig. Der Kölner Kapitän ging in einen Zweikampf zu Boden, wurde dann am Kopf getroffen und musste nach kurzer Behandlung vom Platz. Für den Innenverteidiger kam Sechser Mathias Olesen, Eric Martel rückte in die hinterste Kette. Am Spielverlauf änderte das aber nichts. Der FC mühte sich zwar, war aber in den von Struber erhofften „Basics“ unterlegen. Fast 60 Prozent der Zweikämpfe gingen im ersten Abschnitt an die Gastgeber. Münster hatte auch mehr Abschlüsse.
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Nach knapp 40 Minuten trat dann auch Waldschmidt erstmals in Erscheinung. Der Distanzschuss aus 25 Metern landete aber in den Armen von Keeper Schenk. Kurz vor der Pause jagte dann Linton Maina eine Kugel von der linken Seite ins Tor-Aus. Wirklich viel ging da von beiden Seiten nicht. Nach dem Wechsel setzte Münster direkt den ersten Warnschuss ab. Und was für einen. Jano ter Horst nahm sich aus 30 Metern ein Herz und schweißte die Kugel an die Latte. Der FC tat sich weiter schwer, traf aber. Waldschmidt schickte Maina, der spielte den Gegner an, bekam die Kugel aber wieder zurück. Der 25-Jährige legte zurück auf Ljubicic, der von der rechten Seite die Flanke in die Box brachte. Tim Lemperle stand im Zentrum komplett frei und nickte ein (51.). Und der FC setzte nach. Unter anderem fand eine Flanke von Ljubicic keinen Mitspieler.
Mees scheitert an Schwäbe
Auf der anderen Seite fand Joshua Mees den Abschluss, verfehlte das Tor aber doch deutlich (60.). Sein zweiter Versuch mit dem Kopf zwang Marvin Schwäbe zur ersten Parade (63.). Doch der FC war nun deutlich besser im Spiel, fand in der Offensive auf einmal statt – wenn auch weiterhin ohne die ganz großen Chancen. In der Defensive ließen die Kölner so gut wie nichts mehr zu. Es blieb beim verdienten 1:0-Erfolg, dem vierten Pflichtspielsieg in Folge, dem vierten ohne Gegentor. Die Kölner springen damit zumindest bis zum Samstag auf den Relegationsplatz. Wer hätte das gedacht, am kommenden Samstag kommt es zum Spitzenspiel der Kölner gegen Hannover 96.
Die Transferphase rückt näher und dass es Kaderänderungen geben wird, wurde bereits mehrfach vom Verein kommuniziert. Mit jedem Duell werden die Anzeichen, wen die „harten Kaderentscheidungen“ treffen könnten, deutlicher beim 1. FC Köln: Bei diesen FC-Profis stehen die Zeichen auf Abschied.
Beim Duell gegen Preußen Münster wurden einige Spieler erneut nicht für den Spieltags-Kader berücksichtigt beim 1. FC Köln: Bei diesen FC.Profi stehen die Zeichen auf Abschied.
Rasmus Carstensen, Sargis Adamyan und Steffen Tigges beim Training des 1. FC Köln
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So richtig glücklich wirkte der zeitliche Ablauf am Mittwoch wirklich nicht. Am Morgen hatte die „Sport Bild“ berichtet, dass der Vertrag von Christian Keller entgegen anders lautender Vermutungen oder Berichte dann doch schon Ende Februar auslaufen würde, am Abend folgte der Brief des Vorstands an die Mitglieder. Und darin besonders lobende Worte für Christian Keller, der doch unterm Strich – so konnte man die Worte wohl interpretieren – der richtige Mann für die Aufgabe des Sportdirektors beim 1. FC Köln sei. Es deutet viel darauf hin, dass der Vorstand den Vertrag mit dem 45-Jährigen gerne verlängern möchte – ungeachtet möglicher Fehler oder Versäumnisse und deren Konsequenzen. Immerhin bekommt Keller nun gleich mehrfach die Chance, sein Können unter Beweis zu stellen.
Keller vor einigen herausfordernden Aufgaben
Denn es stehen bekanntermaßen wichtige Personalentscheidungen rund um das Geißbockheim an. Alleine ein gutes Dutzend Verträge läuft im kommenden Sommer aus, darunter bekanntlich die einiger Leistungsträger, zahlreiche weitere 2026 und darunter wiederum einige von begehrten Talenten. Keller wird sicherlich erneut versuchen, viele Akteure zu halten. Neben den angestrebten Neuverpflichtungen haben die FC-Bosse aber auch harte Entscheidungen zum aktuellen Kader angekündigt. Der FC wird sich mit Sicherheit von einigen Spielern trennen wollen. Als ein möglicher Leihkandidat wird beispielsweise Elias Bakatukanda gehandelt. Möglich auch, dass die Kölner versuchen, mit Marvin Obuz nochmal zu verlängern – wenn auch unwahrscheinlich.
Erneut nicht für den Kader nominiert
Einen harten Cut wird es aber ebenfalls geben. Und die Kaderbenennung für die Begegnung gegen Münster wird wohl ein ernstzunehmender Fingerzeig in diese Richtung sein. Denn zum zweiten Mal in Folge steht Steffen Tigges gar nicht erst im Kader, Sargis Adamyan zum dritten Mal in Serie und Florian Dietz stand in der Liga letztmals gegen Darmstadt im Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Und die Situation wird sich wohl im Normallfall für keinen der drei Offensivspieler in den kommenden Wochen großartig ändern. Denn mit Mark Urh ist ein weiterer Angreifer wieder dabei, der nun sukzessive auf mehr Einsatzzeit vorbereitet wird. Auch Florian Kainz drängt wieder in die Startelf. Dazu sitzen aktuell Spieler wie Luca Waldschmidt und Damion Downs auf der Bank. Zudem wollen sich die Geißböcke im Sturm noch einmal verstärken. Am Donnerstag ploppte der Name Ivan Prtajin von Union Berlin auf.
Die Nicht-Nominierung des Trios verwundert angesichts der Ausbeute des Saisonverlaufs, der mangelnden Torgefahr natürlich nicht sonderlich. Und doch haben die Kölner erstaunlich lange an Spielern festgehalten, die als Hoffnungsträger kamen, dem Ruf aber in zweieinhalb Jahren nicht ansatzweise gerecht geworden sind. Nun verdichten sich die Anzeichen auf eine Kaderveränderung. Zuletzt hatte der Kölner Sportdirektor im Interview mit dem „Geissblog“ von einer Luftveränderung für manche Akteure gesprochen. Eben von jenen, die nicht mehr an ihre Topform herankämen. Keller nannte natürlich keine Namen, doch würde es nicht wundern, wenn er die Offensivkräfte meinte. Ebenfalls nicht im Kader steht Rasmus Carstensen. Der Däne kommt gerade einmal auf drei Einsätze.
Auch diese Nicht-Nominierung kommt aus sportlicher Sicht nicht überraschend, doch Struber hatte den 24-Jährigen nach den Begegnung gegen Groningen noch besonders gelobt. „Ich bin sehr happy, wie er das heute gemacht hat. Er hat die Position sehr gut interpretiert, war nach vorne gefährlich, nach hinten verlässlich“, hatte Struber gesagt. Doch offenbar war der Däne im Test gegen Groningen nicht gut genug. Das gilt offenbar für alle vier Spieler. Viele Chancen wird das Quartett wohl nicht mehr erhalten.
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Die Bilanz der Länderspielreise war für die U21-Nationalmannschaft erfreulich. Wirklich glücklich wird Jan Thielmann aber wohl nicht sein. Der FC-Profi war bislang Stammspieler und musste nun dem starken Nnamdi Collins den Vortritt lassen. Auch beim FC wird es enger auf seiner Position: Jan Thielmann bekommt Konkurrenz bei der U21 und beim 1. FC Köln.
Die EM 23 verpasste das Kölner Eigengewächs verletzt, die kommende könnte ebenfalls nicht wie gewünscht verlaufen. Denn der 22-Jährige hat seinen Stammplatz in Antonio Di Salvos Elf momentan eingebüßt und bekam wenig Einsatzzeit bei den aktuellen Länderspielen. Ebenfalls umkämpft ist sein Platz beim FC: Jan Thielmann bekommt Konkurrenz bei der U21 und beim 1. FC Köln.
Jan Thielmann im Duell gegen Frankreich (Foto: Christof Koepsel/GettyImages)
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Mit einem souveränen Sieg über Dänemark und einem achtbaren Unentschieden gegen Topfavorit Frankreich fällt die Bilanz der deutschen U21 eigentlich doch recht ordentlich aus. Das Team von Antonio Di Salvo hat die Serie ohne Niederlage nun auf 13 Begegnungen ausgebaut. Zumindest sind die Vorzeichen nach der erfolgreichen EM-Quali, ein halbes Jahr vor der Europameisterschaft in der Slowakei, recht gut – für die deutsche Mannschaft, allerdings wohl nicht für alle Spieler. So kehrt Jan Thielmann sicher nicht mit den größten Glücksgefühlen zurück ans Geißbockheim, trotz der erfolgreichen Ausbeute seines Teams, trotz des Achtungserfolgs gegen den vermeintlichen Top-Favoriten auf den EM-Titel aus Frankreich. Denn im Gegensatz zu Jonas Urbig und Eric Martel sowie Julian Pauli, Max Finkgräfe und Damion Downs bei der U20 erhielt Thielmann nur sehr wenig Einsatzzeit.
Eine ungewohnte Rolle für Jan Thielmann
Beim 3:0-Erfolg über die Dänen spielte Thielmann immerhin noch eine gute halbe Stunde, kam für den starken Brajan Gruda und übernahm die Kapitänsbinde von seinem Kölner Mannschaftskollegen Martel. Gegen Frankreich wurde das Kölner Eigengewächs erst für die letzten fünf Minuten für Nick Woltemade eingewechselt. Eine ungewohnte Rolle. Denn Thielmann war im Jahr 2024 immer Stammspieler, stand in allen Begegnungen des Jahres in der Anfangsformation. Im November letzten Jahres war Thielmann nach langer Verletzung, die er sich bei der Vorbereitung auf der U21-EM zugezogen hatte, ebenfalls nur Ergänzungsspieler – sonst gehörte der Kölner immer zum Stammpersonal. Nun, ausgerechnet in den letzten Spielen des Jahres und der vorletzten Länderspiel-Maßnahme vor dem Endturnier in der Slowakei, muss sich der FC-Profi mit der Rolle des Einwechselspielers anfreunden.
Thielmann hat starke Konkurrenz
Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass das auch mit der Position des Rechtsverteidigers zusammenhängt. Thielmann spielte bei den aktuellen Begegnungen wieder im rechten Mittelfeld, seiner vermeintlichen Stammposition. Seit November 23 war der Rechtsfuß auch bei der U21 nur noch als Rechtsverteidiger unterwegs. Zunächst auch mit sehr stabilen und guten Leistungen. Doch gerade beim 3:3 gegen Polen, dem Gruppenfinale der U21-Quali, erwischte Thielmann einen rabenschwarzen Abend. Der Kölner war bei allen drei Gegentreffern mit in der Verlosung, rettete aber in der Schlussminute auf der Linie immerhin noch den Punkt. Dennoch war der Abend offenbar alles andere als eine Bewerbung für Thielmann. Nun erhielt der gelernte Innenverteidiger Nnamdi Collins von Eintracht Frankfurt den Vorzug. Und der 20-Jährige machte seine Sache bei den beiden ersten Einsätzen für die U21 richtig gut.
Schon bei der Eintracht hat sich der Youngster einen Stammplatz erarbeitet, glänzte auch dort in den vergangenen Spielen und macht es Thielmann auf dem Weg zur U21-EM in der Slowakei zumindest schwer. Die vergangene Europameisterschaft verpasste das Kölner Eigengewächs verletzt, nun droht der Bankplatz. Immerhin. Denn Tim Lemperle wurde bekanntlich noch nicht einmal berücksichtigt, obwohl sich der Stürmer gerade in Topform befindet. Die Konkurrenz ist auch in der Offensive groß und sie lieferte in den Begegnungen gegen Dänemark und Frankreich. Bis zum Juni ist bekanntlich noch viel Zeit. Zeit, in der sich der etatmäßige Offensivspieler beim FC für den U21-Bundestrainer anbieten kann. Dafür müssen dann allerdings auch die Leistungen bei den Geißböcken stimmen – am besten konstant.
Konkurrenz für Thielmann aus der Offensive?
Zuletzt zeigte die Formkurve beim FC auch wieder ein wenig nach oben. Vor allem, weil Thielmann durch die Dreierkette mehr Absicherung in der Rückwärtsbewegung erhält. Der 22-Jährige kann sich mehr auf die Offensive konzentrieren. Doch genau darin liegt für das Eigengewächs auch eine Gefahr. Denn einen offensiv ausgerichteten rechten Part können auch andere FC-Profis spielen. Gerade in der Vorwärtsbewegung herrscht beim FC aktuell ein Überangebot. Marvin Obuz hofft zum Beispiel auf seine Chance. Florian Kainz, Luca Waldschmidt, Mark Uth, Dejan Ljubicic, Tim Lemperle, Damion Downs und Linton Maina viele Namen für wenig Positionen. Sicher passen nicht alle auf die Position auf der rechten Seite bei einer Dreierkette – aber Jan Thielmann ist bekanntlich ebenfalls nicht die Optimallösung.
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Für den FC steht am Freitagabend das Flutlichtspiel im Preußenstadion an. Zum ersten Mal seit 60 Jahren treffen die Teams wieder aufeinander. Auch, wenn die Teams mit unterschiedlichen Vorzeichen in das Spiel starten, wird es für den FC keine leichte Aufgabe. So könnte der 1. FC Köln gegen Münster punkten.
Mit der Begegnung gegen Preußen Münster kehren die Kölner aus der Länderspielpause zurück. Nach zuletzt drei Pflichtspielsiegen in Folge, will der FC nachlegen. Ein Selbstläufer wird das gegen einen ambitionierten Gegner aber nicht. So könnte der 1. FC Köln gegen Münster punkten.
Leart Pacarada vom 1. FC Köln.
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Mehr als 60 Jahre sind seit dem letzten Aufeinandertreffen vergangen, wenn es am Freitagabend zum Traditionsduell zwischen dem SC Preußen Münster und dem 1. FC Köln in der 2. Bundesliga kommt. Wobei sich der Begriff der Tradition eher auf die Wertigkeit und die Historie der Vereine und nicht so richtig auf die Anzahl oder Qualität des Duells an sich bezieht. Denn die Begegnung zwischen den beiden Gründungsmitgliedern der Bundesliga hat es eben in jener genau zwei Mal gegeben – und beide dann zwangsläufig in der Premieren-Spielzeit 63/64. In Köln gewann der FC im Oktober 63 nach Toren von Christian Müller und Wolfgang Overath sowie einem Eigentor 3:0, das Rückspiel gewannen die Kölner ein halbes Jahr später durch einen Doppelpack. Karl-Heintz Thielen war beim 2:0-Erfolg gleich zwei Mal zur Stelle. Zuvor gab es in der Oberliga die Partie bereits 24 Mal.
Preußen Münster hat sich einigermaßen stabilisiert
Der Ausgang der damaligen Bundesliga-Saison ist bekannt: Der FC holte sich die Meisterschaft, Münster stieg ab und beide Teams stellten damit die Weichen für die mittelfristige Zukunft. Sechs Jahrzehnte später führen die Wege im Preußenstadion wieder zusammen. Beim FC führte dieser über so manche Titel, Europapokal-Teilnahmen, Nationalspieler, aber eben auch Abstiege ins Liga-Unterhaus so wie aktuell. Bei den Preußen war viel 2. und 3., schließlich aber auch Regionalliga, aus der dann der Durchmarsch in die 2. Bundesliga gelang, dabei. Und dort ist das Team laut FC-Trainer Gerhard Struber nun auch „angekommen“. Nach holprigem Saisonauftakt mit einem Punkt aus fünf Spielen hat sich die Mannschaft einigermaßen stabilisiert. „Preußen Münster hat in den letzten Wochen unter Beweis gestellt, dass es ein sehr kompaktes Team ist, dass sehr einfach Fußball spielt und weiß, was es kann und was es weniger gut kann“, sagte Struber am Mittwoch.
Tatsächlich belegen die Münsteraner nun den 16. Tabellenplatz mit immerhin elf Zählern. Das ist immer noch nicht viel, doch der Blick auf die Gegner zeigt, dass Preußen durchaus weiß, wie sie vermeintlichen Topfavoriten wehtun können. Münster punktete gegen Hannover, Paderborn und Karlsruhe, sackte sogar drei Zähler gegen Düsseldorf ein. Gegen Teams aus der Top-5 gab es nur eine Niederlage gegen den Hamburger SV, wenn auch eine deutliche. „Es ist eine Mannschaft, die zu Hause in dieser Atmosphäre eine besondere Power entwickelt“, sagt der Kölner Trainer. „Es braucht eine mentale Haltung, eine Aggressivität, eine Körperlichkeit, um sich da reinzuarbeiten. Und dann wollen wir über unsere Art und Weise, das Spiel in die Hand nehmen. Es wird ein Spiel, das mit Kampf verbunden ist und den müssen wir auf den Platz bringen.“
Zweikampfhärte, aber nicht unfair
Der FC erwartet also ein Kampfspiel. Das hatte auch Leart Pacarada schon unter der Woche angekündigt und die Begegnung als Charaktertest ausgemacht. Tatsächlich könnte das Duell den Kölnern sogar liegen. Zwar spielen die Preußen nach der Statistik wirklich sehr körperbetont, doch der FC ist keinen oder nur einen kleinen Deut besser. Die Teams liegen auf den Rängen vier und fünf der meistgeführten Zweikämpfe der Liga. Beide gewinnen davon etwas weniger als die Hälfte. Münster spielte bislang 150 Fouls, der FC 143. Dabei kassierten die Geißböcke 29 Gelbe Karten, die Preußen 27. Interessant ist aber, dass Münster in der Liga die meisten Gegentore durch Kopfbälle kassiert hat, die Kölner Offensive die meisten Kopfbälle aufs gegnerische Tor bringt. Dementsprechend anfällig ist Münster bei Flanken, der FC schlägt nach wie vor noch recht viele (Rang drei).
Münster ist aber alles andere als Toranfällig – zumindest für ein Kellerkind. Die Preußen kassierten bislang 19 Gegentreffer, damit gibt es nur drei Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte, die den Ball seltener aus dem Netz holen mussten. Auch die Geißböcke haben mehr Gegentore auf dem Konto. Die Offensive ist dagegen alles andere als beeindruckend. Erst 15 Tore hat Münster geschossen, Top-Torjäger ist Joshua Mees mit drei Toren. Struber wird gegen die Preußen erstmals so gut wie der komplette Kader zur Verfügung stehen. Bis auf Jacob Christensen ist der FC komplett. Wie der Trainer es taktisch angehen wird, ließ Struber offen. Dreier- oder Viererkette? Man werde von beidem etwas am Freitag sehen, sagte der Coach. Für die Preußen geht es indes darum, alles daran zu setzen, dass es keine weiteren sechs Jahrzehnte dauern wird, bis der FC wieder im Preußenstadion zu Gast ist.
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In gut sechs Wochen ist es geschafft und der FC darf wieder auf dem Transfermarkt aktiv werden und die verpflichteten Spieler dann auch registrieren und einsetzten. Christian Keller äußert sich nun vorsichtig zu möglichen Neuverpflichtungen. Die Situation sei keine einfache bei den Winter-Transfers beim 1. FC Köln: Christian Keller dämpft die Erwartungen und bietet selbst Anlass für Spekulationen.
Dass der FC auf der Suche nach Verstärkung für manche Positionen ist, machte Thomas Kessler bereits vor einigen Wochen klar. Ob sich die Lage nach den drei „zu-Null“-Siegen in Folge und der Umstellung des Spielsystems geändert hat, ist unwahrscheinlich. Dennoch bremste Christian Keller die Vorfreude auf den oder die Top-Transfers deutlich aus. Die Situation auf dem Transfermarkt sei nicht einfach bei den Winter-Transfers beim 1. FC Köln: Christian Keller dämpft die Erwartungen. Für ein wenig Brisanz sorgt ein Bericht der „Sport Bild“. Demnach laufe der Vertrag des Sportdirektors im Februar aus.
Christian Keller vom 1. FC Köln.
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Nun sind es nur noch genau sechs Wochen und der 1. FC Köln darf nach zwei sanktionierten Transferperioden wieder auf dem Transfermarkt zuschlagen. Die neu verpflichteten Spieler dürfen dann tatsächlich auch registriert und damit auch in Pflichtspielen eingesetzt werden. Die Vorfreude nimmt in den Sozialen Medien offensichtlich Fahrt auf, die ersten Namen werden bereits gehandelt. Und das nicht erst, seitdem Thomas Kessler vor einem guten Monat öffentlich die Position des Rechtsverteidigers und Knipsers als Vakanz ausgemacht hat. Der Leiter der Lizenzspielabteilung ließ auch durchblicken, dass es nicht unbedingt bei den beiden Positionen bleiben würde und auch Gerhard Struber erklärte erst vor wenigen Wochen in der neuen FC-Doku „Geliebter Fußball“, dass der FC durchaus „frische Gesichter“ vertragen könne. Martin Schulz war in der gleichen Folge ebenfalls zu sehen. Der Chefscout machte sich auf den Weg nach Österreich, um potenzielle Neuverpflichtungen zu beobachten.
„Es wird Kaderbewegungen geben“
Ganz offensichtlich kommt Fahrt in die Angelegenheit und das ist augenscheinlich auch nötig. Und das nicht nur, weil sich die Sehnsucht nach Neuverpflichtungen irgendwie angestaut hat. Der FC ist trotz einiger Rückkehrer nicht auf jeder Position des Kaders richtig gut aufgestellt. Auch, wenn die jüngsten Ergebnisse auf eine sportliche Wende hindeuten könnten, wirklich zufriedenstellend verläuft die Saison unterm Strich aber nicht. Baustellen gibt es weiterhin genug. „Es wird Kaderbewegungen geben. Welche und wie viele genau, ist jetzt verfrüht zu sagen“, verspricht Christian Keller im Interview mit dem „Geissblog„, bremst aber gleichzeitig die Euphorie. „Die Winter-Transferperiode ist keine einfache. Wir haben sie gewissenhaft vorbereitet, wir hatten ja auch lange genug Zeit. Trotzdem liegt es nicht allein in unserem Ermessen, was passiert. Spieler im Winter sind im Normalfall in einem Arbeitsverhältnis.“
Ob der Sportdirektor bewusst die Erwartungen klein halten will oder vorbaut, weil der ein oder andere Deal nicht wie erwartet funktioniert hat, ist natürlich nicht bekannt. Dennoch ist die Hoffnung bei den meisten Fans groß, dass die Kölner Spieler verpflichten, die dem FC auch umgehend weiterhelfen. Die Hoffnung, aber wohl auch die Erwartung. Denn Keller glänzte in der Wahrnehmung der meisten Anhänger nicht gerade mit funktionierenden Transfers. Gerade ein Knipser stünde bei den Kölnern wohl besonders hoch in der Verlosung. „Es ist schwieriger, einen ablösepflichtigen Transfer zu realisieren, wenn die Saison noch läuft. Kein Verein gibt im Winter zum Beispiel gerne seinen Top-Stürmer ab“, sagt Keller. De facto hat kein Verein einen nachvollziehbaren Grund, seinen Top-Stürmer abzugeben. Im Gegenteil, im Winter werden in der Regel die Spieler frei, die in ihrem Club wenig bis gar keine Spielzeit erhalten haben oder aus anderen Gründen unzufrieden sind. So wie Davie Selke, der 22/23 nur Edeljoker in Berlin war und ablösefrei zum FC wechselte.
Neuer Spieler muss „Qualitätsimpulse“ mitbringen
Zwar befinden sich die Geißböcke einerseits in einer durchaus besseren Verhandlungsposition als vor einem Jahr, als der FC ebenfalls nach einem Stürmer suchte, aber nicht einmal wusste, ob er diesen auch würde verpflichten dürfen. Ein Selbstläufer ist der Markt für einen Zweitligisten nach einer insgesamt doch eher durchwachsenen Hinrunde auf der anderen Seite aber ganz sicher auch nicht. Mal ganz abgesehen davon, dass auch andere Clubs auf der Suche nach dem günstigen Stürmer sind. Mit der Perspektive Bundesliga können die Kölner jedenfalls nicht dienen. Der Sportdirektor spricht im „Geissblog“ von „Qualitätsimpulsen“, die ein neuer Spieler mitbringen muss. Etwa Mentalität, Effizienz – und das unabhängig vom Alter. Von Erfahrung oder Routine spricht der Sportdirektor in diesem Zusammenhang nicht. Dabei wird diese doch gerade als einer der Gründe für den jüngsten Erfolge hervorgeholt.
Wirklich viel lässt sich Christian Keller dieser Tage zu möglichen Neuverpflichtungen nicht entlocken. Das lässt wieder Raum für Spekulationen. So wie schon in vergangenen Transferphasen und die Entwicklung war zumindest in denen unmittelbar vor der Transfersperre für viele Fans nicht wirklich zufriedenstellend. Das ganz große Rad will der Sportdirektor ohnehin nicht drehen, es geht vielmehr um punktuelle Verstärkungen. „Wir sind in weiten Teilen mit der Leistung der Mannschaft einverstanden. Ich sehe keinen Grund, im Winter den halben Kader auszuwechseln“, sagt Keller. Wieviel „Wollen“ und wie wenig „Können“ oder „Passen“ dann am Ende zusammenkommen, werden alle wohl erst am Ende der Transferperiode einordnen können. An dem daraus resultierenden Erfolg oder eben Misserfolg wird sich Keller messen lassen müssen.
Wie geht es weiter mit Christian Keller?
Ob es den Sportdirektor am Ende der Saison noch interessieren muss, ist allerdings offen. Denn wie die „Sport Bild“ berichtet, hat Keller nur noch Vertrag bis zum Februar 2025. Und so richtig viele Argumente für eine Verlängerung des Arbeitspapiers hat der 45-Jährige in den vergangenen Monaten nicht gesammelt. Auch, wenn der Kölner Vorstand doch sehr lobende Worte für den Sportdirektor in einem am Abend verschickten Newsletter fand. „Die Schlüsse, die alle sportlich Verantwortlichen gemeinsam gezogen haben, waren für uns abermals eine Bestärkung in unserer Überzeugung, die richtigen Personen an den richtigen Positionen zu haben“, heißt es dort. Finanziell wurde der Verein saniert und auch wichtige Dinge in der Infrastruktur des Clubs angestoßen, doch der sportliche Abstieg von einem Europapokal-Teilnehmer zum mittelmäßigen Zweitligisten innerhalb von gut zwei Jahren ist eben auch nicht von der Hand zu weisen.
Umso wichtiger erscheinen für den Außenstehenden die anstehenden Transfers sowie mögliche Vertragsgespräche. Für den Club, aber auch für den Sportdirektor, sollte der Vertrag tatsächlich noch nicht hinter den Kulissen verlängert worden sein. Zumindest würden funktionierende Neuverpflichtungen oder große Namen die Basis für Gespräche, aber auch das Vertrauen der Fans deutlich verbessern. Das gleiche gilt für Gespräche über Vertragsverlängerungen. Nur ließ Keller durchblicken, dass man gerade bei den Leistungsträgern Dejan Ljubicic, Tim Lemperle und Linton Maina das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt suche. „Die Vereinbarung ist, dass wir wieder sprechen, wenn besser absehbar ist, in welche Richtung es für uns gehen wird“, sagte Keller dem „Geissblog“, vermutlich in der stillen Hoffnung, dass sich die sportliche Entwicklung dann doch durch eine Serie schnell weiter verbessert.
Bei den jüngsten Worten im Newsletter scheint es jedenfalls wahrscheinlich, dass der Vorstand eine Vertragsverlängerung anstreben wird. Warum das bislang nicht geschehen ist, wirft allerdings Fragen auf.
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Mit seinen beiden Treffern gegen die U20 der Türkei hat Damion Downs einmal mehr seine starke Form unter Beweis gestellt. Und dennoch ist das kein Garant für mehr Einsatzzeit beim 1. FC Köln: Damion Downs droht erneut die Bank.
Mit seinen beiden Toren avancierte der Angreifer der Geißböcke bei der U20 gegen die Türkei zum Matchwinner. Anders ist die Situation beim 1. FC Köln: Damion Downs droht im Duell gegen Preußen Münster zunächst erneut die Bank.
Damion Downs jubelt über eins seiner Tore
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Die beiden Treffer waren keine technischen Kunststücke, keine strammen Distanzschüsse der Marke Traumtor, für einen Profi sicher nicht sonderlich anspruchsvoll – und doch untermauerte Damion Downs am Dienstagabend einmal mehr seine aktuelle Form. Der Angreifer des 1. FC Köln performte auch im Trikot der deutschen U20, erzielte beim hochverdienten 2:0-Erfolg der DFB-Auswahl über die Türkei beide Tore. Das erste sogar nach Vorarbeit von Julian Pauli, Max Finkgräfe hatte den Treffer mit einer Ecke eingeleitet. Der Angreifer des 1. FC Köln gab bei der Mannschaft von Bundestrainer Hannes Wolf in jedem Fall eine starke Bewerbung ab. Einmal für die weiteren Einsätze im DFB-Dress im März, natürlich auch für mehr Einsatzzeit beim FC. Denn da sammelte der 20-Jährige vorrangig Minuten auf der Bank. Gegen Hertha waren es noch 22, gegen Greuther Fürth offiziell sechs, allerdings keine ganz unbedeutenden.
Struber: „Wir wissen aber, was wir an ihm haben“
Immerhin erzielte der Stürmer eben in bester Stürmermanier den späten Treffer zum 1:0-Erfolg über die Mittelfranken. Welchen Wert der Stürmer hat, zeigt alleine die Statistik von fünf Treffern und einer Vorlage und Downs ist neben Tim Lemperle und Linton Maina ein weiterer Topscorer der Kölner. Mit seinen zwei Toren gegen die Türkei untermauerte der Angreifer seine Form und seine Ansprüche. „Der Damion ist natürlich auch ein Kandidat für die Startelf. Das hat er oft genug bewiesen“, sagte Struber am Mittwoch. Nur, dass Downs aktuell „nur“ noch Joker und wohl das größte Opfer der Systemumstellung bei den Geißböcken ist. Der Angreifer fehlte krank, als Struber die Mannschaft umbaute. Nun gibt es einen Offensivplatz weniger: Und da hat es eben Downs getroffen.
Und da der FC zuletzt drei Mal in Serie mit dem neuen System punktete, gibt es zumindest von den Ergebnissen her keinen Grund, das Team großartig umzubauen – auch, wenn Downs am dritten Erfolg eben maßgeblichen Anteil hatte. „Es ist gefühlt sein erstes richtiges Profijahr, in dem er in die Rolle des Stammspielers eintaucht“, sagte Struber. Zwar gab Downs bereits im Vorjahr sein Debüt, durchsetzen konnte er sich nicht. „Jetzt kommt er vielleicht ein Stück weit mehr von der Bank. Wir wissen aber, was wir an ihm haben“, sagt Struber. Und dennoch stehen die Chancen eher gering, dass der Angreifer wieder zurück in die Anfangsformation kehrt – unabhängig der Treffer gegen die Türkei. „Dass er in der U-Nationalmannschaft Tore schießt, überrascht uns gar nicht“, sagt Struber. „Wir wissen, was wir an ihm haben.“
Struber: „Wir wollen ihn weiterentwickeln“
Das steht wohl außer Frage. Der Kölner Trainer muss wichtige Kader-Entscheidungen treffen und gerade in der Offensive hat Köln aktuell ein gewisses Übergewicht. Spieler wie Luca Waldschmidt, Florian Kainz oder Mark Uth werden wohl ebenfalls zunächst auf der Bank sitzen. Downs soll die Zukunft gehören. „Wir wissen, dass er ein Paket mitbringt, dass für den FC in Zukunft noch richtig spannend werden kann. Werden kann und nicht muss. Denn auch Downs ist einer der zahlreichen Kölner Spieler, die als großes Talent gelten, deren Arbeitspapiere aber entweder im kommenden oder wie im Falle des Angreifers im Sommer 26 auslaufen. Ein weiterer Fall, der zeigt, in welchem Vertrags-Dilemma sich die Kölner als Ausbildungsclub bei einigen Talenten befinden. „Wir wollen ihn weiterentwickeln“, sagt Struber. Und das sicher auch mittelfristig.
Eine Vertragsverlängerung ist daher natürlich im Sinne des Vereins. Denn sollte sich der Stürmer gegen den Verbleib beim FC entschließen, wird er nur noch im kommenden Sommer eine Ablöse einbringen. Und ähnlich wie bei anderen Talenten ist Einsatzzeit sicherlich eine gute Basis für Vertragsgespräche. Eine gewisse Perspektive Richtung Bundesliga eine weitere. Dazu wollen die Kölner einen Stürmer im Winter verpflichten. Im Idealfall einen, der den Geißböcken natürlich auch direkt weiterhelfen kann. Das würde dann aber ebenfalls die Position von Damion Downs betreffen – und nicht unbedingt stärken.
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Die FC-Profis kehren mit durchwachsenen Erlebnissen von der Länderspielreise zurück ans Geißbockheim. Vom Doppeltorschützen über den Bankdrücker bis hin zum Absteiger ist alles dabei. So schlugen sich die Nationalspieler des 1. FC Köln.
Immerhin unverletzt kehren die Kölner Profis zurück ans Geißbockheim. Einige Akteure holten sich vor dem wichtigen Duell gegen Münster noch einmal Selbstvertrauen, doch es lief wahrlich nicht alles rund bei den FC-Profis. So schlugen sich die Nationalspieler des 1. FC Köln.
Jonas Urbig im Duell gegen Frankreich (Foto: Christof Koepsel/GettyImages)
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Die Begegnung war noch keine drei Minuten alt, da sank Eric Martel erneut zu Boden. Der Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft war mit Mathys Tel von Bayern München zusammengekracht. Doch der 22-Jährige schüttelte sich, stand schon sehr bald wieder und konnte weiterspielen. Dennoch: der Kölner Sechser musste in den beiden Länderspielen für die U21 ganz schön einstecken. Schon am vergangenen Freitag hatte Martel das Spielfeld frühzeitig angeschlagen verlassen müssen. Nun also der nächste schmerzhafte Kontakt, ein Einsatz gegen Preußen Münster am Freitag ist aber nicht fraglich. Und den wird der Mittelfeldspieler mit ordentlich Selbstvertrauen angehen können. Denn Martel war in beiden Begegnungen einer der Leistungsträger, machte jeweils eine sehr ordentliche Partie und kehrt nach dem 3:0-Sieg über Dänemark sowie dem achtbaren 2:2 gegen Frankreich mit Erfolgserlebnissen ans Geißbockheim zurück.
Wenig Einsatzzeit für Thielmann
Auch für Jonas Urbig war der Länderspiel-Trip unterm Strich wohl ein erfolgreicher. In beiden Begegnungen kam der Keeper von Beginn an zum Einsatz. Gegen Dänemark behielt Urbig auch die weiße Weste. Gegen Frankreich bekam das Kölner Eigengewächs lange so gut wie gar nichts zu tun. Die 2:0-Führung der deutschen war insgesamt nicht unverdient. Bei beiden Gegentreffern war der 20-Jährige dann ohne Chance. Tel verwandelte nach einem Foulspiel sicher vom Punkt, in der Nachspielzeit traf Loum Tchaouna zum Ausgleich. Urbig profitierte bei seinen beiden Startelf-Einsätzen allerdings von den Rückenbeschwerden von Noah Atubolu. Der Keeper hatte frühzeitig die Heimreise angetreten. Für Jan Thielmann verlief die Reise vermutlich nicht so wie erhofft. Bei beiden Einsätzen kam das Kölner Eigengewächs spät, gegen Frankreich nur für die letzten fünf Minuten.
Olesen muss noch zittern
Licht und Schatten gab es auch für die U20-Naitonalmannschaft. Nach der bitteren 0:4-Klatsche gegen England am vergangenen Freitag zeigte die Mannschaft von Hannes Wolf in der Nähe von Istanbul gegen die Türkei die richtige Reaktion. Allen voran die drei Kölner, die allesamt in der Anfangsformation standen. Mit einer Ecke leitete Max Finkgräfe die Führung ein. Julian Pauli brachte den langen Ball schließlich zu Damion Downs, der einschob. Der Kölner Stürmer legte nach dem Wechsel noch einen drauf. Somit kehren die U20-FC-Profis mit einer satten Niederlage, aber auch mit einem Doppelpack, einer Torvorlage, dem Nationalmannschafts-Debüt sowie viel Einsatzzeit nach Köln zurück. Die gab es wiederum nicht für Denis Huseinbasic. Dafür aber eine herbe Enttäuschung. Die Mannschaft von Sergej Barbarez kassierte beim 0:7 gegen Deutschland die höchste Niederlage der Verbandsgeschichte.
Im zweiten Duell gab es für Bosnien-Herzegowina immerhin einen Achtungserfolg. Das Team um Huseinbasic spielte gegen die Niederlande 1:1. Anders als gegen Deutschland wurde der Kölner Mittelfeldspieler aber nicht mehr eingewechselt. Als Tabellenletzter steigt das Team nun ab. Zwar erreichte Mathias Olesen mit Luxemburg gegen Nordirland ein 2:2-Unentschieden und damit immerhin den dritten Punkt, am Ende reichte es dennoch nur für den letzten Platz in der Gruppe 3, der C-Liga. Abgestiegen ist Luxemburg entgegen anders lautender Berichte damit aber noch nicht. Es steigen nur die schlechtesten beiden Tabellenletzten der C-Liga ab. Das sind Aserbaidschan und Litauen. Für die zwei besseren Gruppenletzten gibt es eine Relegation gegen die Gruppenzweiten der D-Liga.
Diese FC-Spieler sind mit den Nationalmannschaften im Einsatz
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