FC-Startelf gegen Leipzig: Wie schlieรŸt Timo Schultz die offenen Baustellen?

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FC-Startelf gegen Leipzig: Wie schlieรŸt Timo Schultz die offenen Baustellen?

Nach dem 3:3-Unentschieden gegen Borussia Mรถnchengladbach wird Timo Schultz seine Startelf gleich auf mehreren Positionen umbauen mรผssen. Ein weiterer Stammspieler fehlt gesperrt, zwei erkrankt. Eine Einsatzgarantie gab es dieses Mal nicht.

Nach der fรผnften Gelben Karte gegen Timo Hรผbers und der Erkrankung von Linton Maina wird Timo Schultz seine Startelf umbauen. Vor allem in der Offensive bleiben noch Fragezeichen. So kรถnnte der FC gegen Leipzig spielen.

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Noch in der vergangenen Woche sprach Timo Schultz auf der Pressekonferenz vor dem Rheinderby seinem Kapitรคn Florian Kainz eine Einsatzgarantie aus, am Mittwoch lieรŸ sich der Kรถlner Trainer wenig entlocken. Dabei dรผrften einige Positionen bereits fix sein. Neben Stammkeeper Marvin Schwรคbe gibt es aktuell kein Vorbeikommen an Abwehrchef Jeff Chabot. Das gilt eigentlich auch fรผr Timo Hรผbers, doch der Innenverteidiger holte sich im Rheinderby gegen Borussia Mรถnchengladbach die fรผnfte Gelbe Karte und fehlt. Somit wird wohl Luca Kilian wieder in die Anfangsformation rรผcken. Der 24-Jรคhrige ersetzte Teile des Stammduos in den vergangenen Wochen bereits drei Mal und machte seine Sache gut. Max Finkgrรคfe ist auf der linken ebenfalls fest eingeplant. Auf der rechten Abwehrseite sollte Rasmus Carstensen im Duell gegen Benno Schmitz die Nase knapp vorne haben.

Kainz zurรผck in der Startelf?

In der vergangenen Woche musste Dejan Ljubicic seine Sperre absitzen. Der Mittelfeldspieler hatte zuvor gegen Leverkusen auf der Doppelsechs neben Eric Martel gespielt. Ljubicic wurde von Denis Huseinbasic gut vertreten. Da der ร–sterreicher krank ausfรคllt, steigen die Chancen von Huseinbasic auf einen weiteren Einsatz von Beginn an. Eine Alternative, wenn auch keine wahrscheinliche, wรคre noch Jacob Christensen. Schultz sprach schon mehrfach davon, wie nahe Christensen an der Startelf sei.

GroรŸe Fragezeichen gibt es allerdings in der Offensive. Florian Kainz รผberzeugte auch gegen Gladbach nicht, obwohl er sich mal wieder in die Scorerliste eintrug, und das doppelt. Gegen Leverkusen hatte der Kรถlner Kapitรคn noch auf der Bank gesessen, aus taktischen Grรผnden, wie Timo Schultz erklรคrte. Das kรถnnte dafรผr sprechen, dass Kainz eine weitere Pause erhรคlt, schlieรŸlich ist die Spielanlage von Leipzig eine รคhnliche. Allerdings kรถnnte Kainz auf der linken Seite ein Option werden, denn auch Linton Maina fehlt krankheitsbedingt. Wie die „Bild“ berichtet, wurde die Geburt von Kainz‘ zweitem Kind auf den Freitag ausgerechnet.

Wer spielt im Sturm? Adamyan oder Selke?

Sollte Kainz ebenfalls ausfallen, kรถnnte Max Finkgrรคfe auch auf die linke Seite ausweichen und Leart Pacarada eine Rolle spielen. Faride Alidou sollte nach seinem Doppelpack gegen Gladbach auf der rechten AuรŸenbahn gesetzt sein. In der Sturmspitze stellt sich die Frage nach Davie Selke. „Davie ist definitiv voll in den Trainingsbetrieb integriert. Er macht alles ohne Probleme mit. Ihm fehlen aber noch sechs Wochen Training“, sagte Schultz. Ob Selke spielt, wollte der Trainer dem Angreifer im direkten Gesprรคch mitteilen. Der Einsatz ist also offen. Dafรผr wird Sargis Adamyan voraussichtlich wieder auflaufen.

So spielt der FC gegen Leipzig

Luca Kilian

Jeff Chabot

Rasmus Carstensen

Florian Kainz

Faride Alidou

Davie Selke

Sargis Adamyan

Kommentar: Kein Sieg im Derby, aber einer fรผr die Moral

 1. FC Kรถln: Kommentar zum Unentschieden gegen Gladbach
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Kommentar: Kein Sieg im Derby, aber einer fรผr die Moral

Beim Unentschieden im Rheinderby lief die Offensive des FC endlich wieder an, bei der Defensive aber nicht alles rund. Auch deswegen gaben die Kรถlner wieder einmal einen mรถglichen Dreier aus der Hand. Und dennoch war das 3:3 auch ein Sieg der Moral. Ein Kommentar.

Zwar gaben die Kรถlner im Rheinderby gegen Borussia Mรถnchengladbach am Samstagnachmittag die zweimalige Fรผhrung noch aus der Hand, doch die GeiรŸbรถcke kamen auch nach dem Doppeltreffer von Hack zurรผck und glichen zum Unentschieden aus. Trotzdem steht auf der Haben-Seite nur ein Punkt fรผr den 1. FC Kรถln: Kommentar zum Unentschieden gegen Gladbach.

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Nein, unmittelbar nach dem Schlusspfiff des Rheinderbys wusste wohl keiner so recht, wie er das 3:3-Unentschieden einordnen sollte. Weder die Spieler auf dem Feld noch die Zuschauer. Der FC fรผhrt nach einer knappen Stunde, hat das Spielglรผck auf seiner Seite, steuert dem Sieg entgegen. Robin Hack dreht innerhalb von 150 Sekunden die Partie, das Momentum liegt auf Seiten der Fohlen, Gladbach steht unmittelbar vor der Wiedergutmachung nach der Pleite aus dem Hinspiel. Dann schlรคgt Youngster Damion Downs zu und gleicht die Begegnung wieder aus. Unterm Strich bleibt eine Punkteteilung in einem packenden, in einem wilden und wie Florian Kainz zu recht sagte, in einem chaotischen Spiel. Das Derby hatte so ziemlich alles im Gepรคck – der Zuschauer war letztendlich der Sieger.

FC muss Lehren aus dem 3:3 ziehen

Trotz des Remis kann und muss der FC positive, aber auch negative Lehren aus der Begegnung ziehen. So haben unerklรคrliche individuelle Fehler die Kรถlner vielleicht mehr gekostet. Der FC war erstaunlich anfรคllig in der Defensive, also dem Teil der Mannschaft, den Timo Schultz in den vergangenen Wochen stabilisiert hatte. Den Teil, der dem FC und seinen Fans zuletzt Mut gemacht hat. Zu viele Fehler, zu leichte Fehlpรคsse, zu wenig Spielfluss – ein wirklich gutes Spiel haben die Kรถlner nicht gemacht. Zudem haben die GeiรŸbรถcke schon wieder Fรผhrungen aus der Hand gegeben – am Sonntag gleich zwei.

Am Ende bleibt also wieder nur ein Punkt. Ein Zรคhler, der trotz den Patzern und Niederlagen der Konkurrenz nur wenig Einfluss auf das Tableau nimmt. Sollte der FC am Freitagabend nicht gegen die wiedererstarkten Leipziger gewinnen, droht Mainz vorbeizuziehen (Heimspiel gegen Bochum) und Wolfsburg und Union Berlin auf zehn Zรคhler zu entfliehen (Heimspiele gegen Bremen und Augsburg). Timo Schultz wird nicht mรผde zu betonen, dass seine Mannschaft mit der Konkurrenz auf Augenhรถhe spielt. Das stimmt oft, aber natรผrlich nicht immer – vor allem aber reicht das nicht. Das zรคhe Punktesammeln kann den Kรถlnern am Ende der Saison noch um die Ohren fliegen. Spieler und Trainer betonen, dass Siege her mรผssen. Doch die lassen weiterhin auf sich warten. Nur drei Spiele hat der FC weiterhin in dieser Saison gewonnen – schlechter war der FC noch nie.

Momentum bei Gladbach, FC beweist Moral

Acht Punkte holte Kรถln in neun Spielen unter Timo Schultz. Es fehlen sieben Zรคhler zum direkten Klassenerhalt. Zwar fanden die Kรถlner am Samstag auch endlich wieder in der Offensive statt, den GeiรŸbรถcken fehlte aber die Balance zwischen wichtiger Stabilitรคt und mutigem AngriffsfuรŸball. Das Rheinderby hatte viel vom Baumgartschen Offensive-auf-Kosten-der-Defensive-Problem. Dabei war das 3:3 wahrlich nicht nur etwas fรผr Kรถlner Schwarzmaler. Im Gegenteil: Das Remis war ein Mutmacher – und das in vielerlei Hinsicht. Der FC hat einen Angriff, der Tore schieรŸt. Faride Alidou verdoppelte seine bisherige Torausbeute auf vier Treffer, Damion Downs war erstmals in der Liga erfolgreich. Zwei Spieler, die unter Steffen Baumgart keine Rolle gespielt haben, nun Hoffnungstrรคger des Clubs sind.

Der FC hat zudem zum zweiten Mal in dieser Saison drei Tore geschossen und dieses Mal auch zwei aus dem Spiel heraus. Selbst wenn die Defensive anfรคllig war, spielte die Offensive bundesligatauglich. Neben den Toren gab es schlieรŸlich noch weitere Chancen. Das macht Hoffnung auf mehr. Am wichtigsten war aber, dass die Kรถlner nach dem Doppelschlag innerhalb von 150 Sekunden zurรผckgekommen sind. Obwohl der Moment Gladbach gehรถrte, die Fohlen die Kรถlner Fรผhrung gedreht haben, waren die GeiรŸbรถcke da, gaben sich nicht auf und holten noch einen verloren geglaubten Punkt. Der FC hat das Derby zwar nicht gewonnen, ein Sieg fรผr die Moral war das 3:3 aber allemal.


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Stimmen zum Spiel

Adamyan und Kainz in der Startelf

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Adamyan und Kainz in der Startelf

Mit Florian Kainz und Sargis Adamyan startet der 1. FC Kรถln in das Derby gegen Borussia Mรถnchengladbach. Davie Selke wird wie erwartet zunรคchst auf der Bank Platz nehmen.

Ohne groรŸe รœberraschungen startet der 1. FC Kรถln in das rheinische Derby gegen Borussia Mรถnchengladbach. Florian Kainz kehrt wie angekรผndigt in die Startelf zurรผck. Auch Sargis Adamyan ist nach seinem starken Spiel gegen Leverkusen wieder dabei. So spielt der FC gegen Gladbach.

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Eine Startplatz-Garantie sprach Timo Schultz am vergangenen Donnerstag aus und machte sein Versprechen war. Florian Kainz kehrt nach den 90 Minuten Bank gegen Leverkusen zurรผck in die Anfangsformation der GeiรŸbรถcke. Aber auch die weiteren Startelf-Plรคtze kommen nicht wirklich รผberraschend. So spielt die gleiche Viererkette wie schon im Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen. Neben den gebรผrtigen Gladbacher Max Finkrรคfe beginnen Timo Hรผbers und Jeff Chabot in der Innenverteidigung. Auf der rechten Seite erhรคlt einmal mehr Rasmus Carstensen den Vorzug vor Benno Schmitz.

Adamyan in der Startelf

In der Offensive erhรคlt erneut Sargis Adamyan das Vertrauen des Trainers. Der Angreifer zeigte sich am vergangenen Wochenende in guter Form gegen Leverkusen, traf unter anderem den Pfosten. Schon unter der Woche hatte Timo Schultz bestรคtigt, dass die Form weiterhin gut sei. Fรผr Davie Selke kommt ein Einsatz dagegen zu frรผh. Der Stรผrmer steht aber im Kader, genauso wie Damion Downs, der erstmals seit Oktober wieder bei den Profis dabei ist. Fรผr den gesperrten Dejan Ljubicic kommt Denis Huseinbasic zurรผck in die Startelf auf die Doppelsechs neben Eric Martel. Zudem beginnt auf der rechten Seite Faride Alidou.

So spielt der FC gegen Gladbach

Timo Hรผbers

Jeff Chabot

Rasmus Carstensen

Denis Huseinbasic

Linton Maina

Faride Alidou

Sargis Adamyan

Florian Kainz

FC-Startelf gegen Mรถnchengladbach: Einige Fragezeichen gibt es noch

So kรถnnte der FC gegen Mรถnchengladbach spielen.
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FC-Startelf gegen Mรถnchengladbach: Einige Fragezeichen gibt es noch

Nach der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen wird Timo Schultz seine Startelf umbauen mรผssen. Zwei seiner Stammspieler fehlen gesperrt. Aber der Trainer sprach auch eine Einsatzgarantie aus.

UPDATE: Dee Aufstellung ist da
Nach der Roten Karte gegen Jan Thielmann sowie der fรผnften Gelben Karte gegen Dejan Ljubicic wird Timo Schultz seine Startelf umbauen. Florian Kainz wird auf jeden Fall auflaufen, doch es gibt noch Fragezeichen. So kรถnnte der FC gegen Gladbach spielen.

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Wirklich gerne lรคsst sich Timo Schultz nicht in die Karten schauen. Zumindest offenbart der Trainer des 1. FC Kรถln eher selten Namen zu seiner Aufstellung oder Startelf. Am Donnerstag machte der 46-Jรคhrige eine Ausnahme. „Florian Kainz wird starten“, sagte Schultz und wies noch einmal auf die Bedeutung seines „verlรคngerten Arms“ hin. „Wir brauchen ihn. Wir brauchen ihn in einer guten Form. Und wir brauchen ihn im letzten Drittel, um da torgefรคhrlicher zu werden.“ Im Hinspiel hatte der Kรถlner Kapitรคn immerhin zwei Tore erzielt, war einer der รผberragenden Akteure, in einem Spiel, in dem die GeiรŸbรถcke ohnehin die wohl beste Saisonleistung abriefen. Auch im Rรผckspiel erhofft sich der Trainer eine „prรคgende Rolle“ von seinem Kapitรคn.

Wer spielt im Sturm? Adamyan oder Selke?

Eine weitere Stammplatzgarantie sprach der Trainer zwar nicht aus, doch sind einige weitere Positionen wohl auch alles andere als ein Geheimnis. Neben Marvin Schwรคbe ist in der Innenverteidigung Jeff Chabot gesetzt. Wohl genauso wie Timo Hรผbers. Zwar betonte der Kรถlner Cheftrainer ein weiteres Mal, dass Luca Kilian die beiden Stamm-Innenverteidiger bei seinen Begegnungen gut vertreten habe, Hรผbers sei aber die Konstante in der Abwehr. Ein Spieler, der auf konstant gutem Niveau in dieser Saison agiere. Dass Max Finkgrรคfe gegen seinen Ex-Verein auflaufen wird, dรผrfte ebenso feststehen. Auf der rechten Seite wird sich Schultz einmal mehr zwischen Rasmus Carstensen und Benno Schmitz entscheiden mรผssen. Zwar war Carstensen gegen Leverkusen gerade beim 0:2 in der Defensive alles andere als sattelfest, der Dรคne brachte aber endlich mal die geforderten Flanken genau zum Mitspieler. Der 22-Jรคhrige kรถnnte also knapp die Nase vorne haben.

Auch Eric Martel ist auf der Sechs weiterhin eine feste GrรถรŸe. Doch schon bei seinem Nebenmann fรคngt die Rochade des Trainers an. In der vergangenen Woche spielte Dejan Ljubicic neben dem Kapitรคn der deutschen U21. Der Mittelfeldspieler fehlt gesperrt. Fรผr Schultz stellt sich die Frage, ob er wieder wie vor dem Leverkusen-Duell auf Denis Huseinbasic zurรผckgreift. „Denis ist eine naheliegende Alternative genauso wie Jacob Christensen, der sich im Training sehr gut prรคsentiert. Wir haben einige Mรถglichkeiten“, sagte Schultz. Nach dem Ausfรคllen von Justin Diehl und Jan Thielmann wird Linton Maina voraussichtlich auf der linken Seite agieren, genauso wie Florian Kainz im Angriff. Auf der rechten Seite kรถnnte Faride Alidou eine weitere Chance erhalten. Bliebe noch die zweite Position in der Spitze. Zwischen den Zeilen klang viel danach, dass Davie Selke erst von der Bank kommt. Damit dรผrfte Sargis Adamyan die Nase vorne haben.  

So spielt der FC gegen Gladbach

Timo Hรผbers

Jeff Chabot

Rasmus Carstensen

Linton Maina

Faride Alidou

Sargis Adamyan

Jonas Hector: „Ich kann es teilweise nicht mehr verstehen“

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Jonas Hector: „Ich kann es teilweise nicht mehr verstehen“

Gekรคmpft, aber am Ende keine Punkte. In der aktuellen Podcast-Folge von „Schlag und fertig“ รคuรŸert sich Jonas Hector zum Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen und der Roten Karte fรผr Jan Thielmann.

In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitรคn der Kรถlner รผber das vergangene FuรŸball-Wochenende. Das sagt Jonas Hector zur Niederlage gegen Leverkusen, der vergebenen Chance und der Roten Karte von Jan Thielmann.

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Zu zehn Spielern gekรคmpft und am Ende doch verloren – null Punkte geholt, aber eine ordentliche Leistung gezeigt. Die genaue Einordnung der 0:2-Niederlage gegen Leverkusen fรคllt angesichts der guten Leistung, aber auch der Dominanz des Gegners schwer. „Man hatte das Gefรผhl, Leverkusen wollte nicht und der FC konnte nicht. Gerade nach der Roten Karte hat sich Leverkusen ein bisschen darauf ausgeruht“, sagt Jonas Hector in der aktuellen Folge des Podcasts „Schlag und fertig“. „Leverkusen hatte ja auch bis zum 1:0 nicht so viele groรŸe Chancen und auch danach hat es sich in Grenzen gehalten. Ich habe schon Spiele in dieser Saison gesehen, wo sie ganz anders aufgetreten sind. Man hatte schon das Gefรผhl, dass man mit einer Aktion den Ausgleich schaffen kann und dann wรคre das Stadion noch einmal voll da gewesen.“ Erst mit dem 0:2 zog Leverkusen Kรถln den Stecker. Fรผr Jonas Hector „einfach bitter“.

Jonas Hector: „Die kann man auf jeden Fall geben“

Einen groรŸen Einfluss auf die Begegnung nahm die Rote Karte fรผr Jan Thielmann nach einer knappen Viertelstunde. Der 21-Jรคhrige trat Granit Xhaka von hinten in die Wade. „Im Spiel hat man es gar nicht wahrgenommen. Der Schiri hat es ja auch nicht wahrgenommen“, sagte Hector. „Im Fernsehen in der Zeitlupe sah es gar nicht so schlimm aus. Im Standbild steht er da voll drauf. Das Standbild an sich ist Rot. Und dann habe ich es in der Tagesschau noch mal in der Live-Geschwindigkeit gesehen und ich muss sagen, die kann man auf jeden Fall geben.“ Hector erinnerte noch einmal an eine รคhnliche Situation aus der vergangenen Spielzeit. Im ersten Saisonspiel hatte Dominick Drexler den Kรถlner Kapitรคn รคhnlich gefoult und ebenfalls die Rote Karte gesehen. „Da war auch keine Dynamik drin. Wir haben in der Schiri-Schulung gesagt bekommen, wenn da keine Dynamik in der Aktion ist, wรคre es keine Rote Karte.“

Dennoch hรคlt der ehemalige Kรถlner Kapitรคn die Karte fรผr vertretbar. Verstรคndnis zeigt Hector fรผr die fรผnfte Gelbe Karte von Dejan Ljubicic. Der Kรถlner Mittelfeldspieler hatte sich รผber ein nicht gepfiffenes Handspiel so aufgeregt, dass er sich die Verwarnung abholte. Am Samstag fehlt Ljubicic im Derby. Eine unnรถtige Aktion. „Nรผchtern betrachtet ist das vollkommen korrekt“, sagte Hector. Aber: „Im Spiel, wenn man sich bei verschiedenen kleinen Aktionen benachteiligt fรผhlt, dann kann ich das schon verstehen.“ ย 

Jonas Hector: „Man sieht ganz klar, da ist ein Kontakt“

Generell hadert der ehemalige Nationalspieler aber auch weiterhin mit der ein oder anderen Schiedsrichter-Entscheidung. „Ich kann es teilweise nicht mehr verstehen“, sagte Hector und deutete das Spiel der TSG Hoffenheim gegen Werder Bremen an. Werder-Akteur Juliรกn Malatini geriet mit Maximilian Beier im Strafraum zusammen, brachte den Stรผrmer zu Fall. „Das ist mit einer der klarsten Elfmeter, die ich gesehen habe. Der Schiedsrichter wird noch rausgeschickt. Er hat es im Spiel nicht gegeben, geht raus an den Bildschirm und man sieht ganz klar, da ist ein Kontakt und das ist ein Foul. Und der kommt vom Bildschirm und macht die Geste, dass es nichts ist.“


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Winterkritik

Kommentar: Ein Duell ohne Ertrag – aber eins, das Mut machen muss

1. FC Kรถln: Kommentar zur Niederlage gegen Leverkusen.
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Kommentar: Ein Duell ohne Ertrag – aber eins, das Mut machen muss

Zwar kassierten die Kรถlner eine erwartbare 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen. Doch die GeiรŸbรถcke schlugen sich einmal mehr achtbar. Das Duell blieb zwar ohne Punkte, es war aber ein Mutmacher fรผr den FC. Ein Kommentar.

Mit einer konzentrierten Defensivleistung machten es die Kรถlner dem Spitzenreiter schwer. Trotz Niederlage ein absoluter Achtungserfolg, den die Kรถlner auch so empfinden sollten. 1. FC Kรถln: Kommentar zur Niederlage gegen Leverkusen.

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Eine gewisse Enttรคuschung lรคsst sich nach der doch verdienten 0:2-Niederlage des 1. FC Kรถln gegen den Titelkandidaten Bayer Leverkusen unter einem GroรŸteil der Kรถlner Fans nicht verbergen. Die Hoffnung, dass ausgerechnet die GeiรŸbรถcke den Nachbarn auf dem Weg zur ersten, zur lang ersehnten Deutschen Meisterschaft noch ins Straucheln bringen, Leverkusen die erste Pleite der Spielzeit einschenken wรผrden, war groรŸ, der Gedanke hatte viel von dem Begriff der FuรŸball-Romantik. Einer gewissen Euphorie konnte man sich in den Tagen vor dem Duell dementsprechend in Kรถln auch nicht so recht entziehen. Die Hoffnung wuchs mit jedem Tag, mit jeder Schlagzeile. Und das, obwohl jede Statistik, der Saisonverlauf, die bisherigen Leistungen mit aller Macht gegen einen รœberraschungserfolg der Kรถlner sprachen.

Wieder einmal bleiben das „Aber“ und das „Hรคtte“

Die Enttรคuschung ist aber auch groรŸ, weil die Kรถlner einen leidenschaftlichen Kampf an den Tag legten, Willensstรคrke bewiesen – selbst als Leverkusen den GeiรŸbรถcken mit dem 2:0 den Stecker gezogen hatte. Die Kรถlner Spieler stemmten sich gegen die vermeintliche รœbermacht, warfen so ziemlich alles in die Begegnung und offenbarten damit die Qualitรคten, die Steffen Baumgart etwa zur gleichen Zeit der Hinrunde so dringend von seinem Team eingefordert hatte. Nur um das Bild nicht zu babyblau zu malen: Leverkusen war dem FC in nahezu allen Belangen, in fast allen Statistiken รผberlegen, war das dominante, das bessere Team, hat den Sieg absolut verdient und ist dem Titel – ebenfalls verdient – einen groรŸen Schritt nรคher gekommen. Und doch bleiben nach dem 0:2 im Nachbarschafts-Duell mal wieder das „Aber“ oder das „Hรคtte“.

Hรคtte Jan Thielmann in der Anfangsphase nicht den Roten Karton gesehen, wรคre das Spiel ein anderes geworden. Hรคtte Dejan Ljubicic die Fรผhrung noch vor dem Platzverweis erzielt, wรคre es vielleicht gar nicht erst zum รผbermotivierten Einsteigen des 21-Jรคhrigen gekommen. Hรคtte Sargis Adamyan ins anstatt ans Tor getroffen, wรคre Leverkusen mรถglicherweise noch einmal nervรถs geworden. Alles Spekulation: es gibt sicherlich zahlreiche Experten, die Bescheinigen, dass das Spiel in รœberzahl nicht zwingend das einfachere ist. Unterm Strich bleibt die Niederlage, Leverkusen weiterhin ungeschlagen und der FC bei drei gewonnenen Saisonspielen. Die Ausgangslage hat sich fรผr den FC durch die erwartbare Niederlage nicht dramatisch verschlechtert. Die Rรผckstand zum rettenden Ufer betrรคgt acht Zรคhler, es gibt noch ein minimales Polster auf den direkten Abstiegsplatz. Es bleiben nur weniger Spieltage, um wichtige Punkte zu sammeln.

Kรถln bei Kontern gefรคhrlich

Viel wichtiger sind aber die positiven Aspekte, die der FC aus der Begegnung gegen den Primus der Liga ziehen sollte. Kรถln hat leidenschaftlich verteidigt und gegen die spielfreudigste Mannschaft der Liga trotz Unterzahl nur wenig zugelassen. Der xGolas-Wert von 1,6 spricht zumindest fรผr die Kรถlner Defensivarbeit. Die Taktik „Bus parken“ ist eine, die der FC offenbar kann. Zudem war Kรถln in den Umschaltmomenten unerwartet gefรคhrlich. Die Flanken – unter anderem zwei hervorragende von Rasmus Carstensen – fanden plรถtzlich Abnehmer (70 Prozent kamen an), die Pรคsse in die Tiefe ermรถglichten Kontersituationen und die Dribblings รผber das Zentrum waren meist erfolgreich. Ausgerechnet gegen die beste Defensive der Liga kam Kรถln zu mehreren guten Mรถglichkeiten. Zudem blรผht nun neben Faride Alidou mit Sargis Adamyan ein Spieler auf, den so mancher Fan im Sommer gerne verkauft gesehen hรคtte.

Am Ende steht die Niederlage, ein 0:2 und keine Punkte. Wenn sich die Enttรคuschung gelegt hat, sollte sich beim FC schnell das Gefรผhl einstellen, dass das Team gegen einen รผbermรคchtigen Gegner ein starkes Spiel gemacht hat. Eins ohne Ertrag, aber eins, das Mut machen muss.


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Adamyan in der Startelf, Kainz auf der Bank

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Adamyan in der Startelf, Kainz auf der Bank

Timo Schultz hat den Konkurrenzkampf vor dem Spiel gegen Leverkusen betont und offenbar auch genau so gesehen. Einige รœberraschungen in der Startelf.

Mit einigen รœberraschungen startet der 1. FC Kรถln das Spiel gegen Bayer Leverkusen. Unter anderem sitzt Florian Kainz zunรคchst nur auf der Bank, Davie Selke steht nicht im Kader. So spielt der FC gegen Leverkusen.

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Bislang hat Timo Schultz in weiten Teilen der gleichen Anfangsformation vertraut, musste jรผngst in erster Linie aber seine Abwehr umbauen. Am vergangenen Freitag rief der Trainer dann den Konkurrenzkampf in seiner Mannschaft aus, den er auf gleich mehren Positionen sehe. Von einem Luxusproblem sprach er explizit in der Abwehr. Denn mit Timo Hรผbers kehrte der eigentliche Stammspieler zurรผck, Luca Kilian machte seine Aufgabe in den vergangenen Spielen aber gut. Die Entscheidung ist nun zu Gunsten von Timo Hรผbers gefallen. Zudem spielt Rasmus Carstensen erneut fรผr Benno Schmitz auf der rechten Abwehrseite.

Adamyan in der Startelf

Aber auch in der Offensive sind die Positionen mittlerweile deutlich umkรคmpfter als noch in der Hinrunde. Klar war nur, dass Davie Selke kein Kandidat fรผr die Startelf gegen Leverkusen ist. Der Stรผrmer steht am Sonntag noch nicht im Kader der GeiรŸbรถcke. Dafรผr รผberrascht Schultz aber mit einigen anderen Personalien. Florian Kainz erhรคlt eine Pause. Der Kapitรคn spielt bislang auรŸer Form. Die Mannschaft wird von Marvin Schwรคbe aufs Feld gefรผhrt.

Dafรผr rรผckt Faride Alidou in die Startelf. Im Sturm vertraut der Coach auf Sargis Adamyan. Auch diese Personalie hatte Schultz bereits unter der Woche zumindest leicht angedeutet. Adamyan drรคnge sich auf, hatte der Trainer gesagt. Ebenfalls nicht mit dabei: Denis Huseinbasic und Justin Diehl. Huseinbasic erwischte zuletzt einen eher schwachen Tag. Gut mรถglich, dass Dejan Ljubicic den Part der Doppelsechs neben Eric Martel รผbernimmt. Zudem beginnt Linton Maina auf der AuรŸenbahn. Auch dort hatte der Coach von einem engen Konkurrenzkampf gesprochen.

So spielt der FC gegen Leverkusen

Timo Hรผbers

Jeff Chabot

Rasmus Carstensen

Linton Maina

Dejan Ljubicic

Dejan Ljubicic

Faride Alidou

Sargis Adamyan

Jan Thielmann beim 1. FC Kรถln wieder eine feste GrรถรŸe

Jan Thielmann

FC-Startelf gegen Leverkusen: Diehl vs. Maina und Kilian vs Hรผbers?

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FC-Startelf gegen Leverkusen: Diehl vs. Maina und Kilian vs Hรผbers?

Fรผr groรŸe Verรคnderungen steht Timo Schultz in dieser Spielzeit eher nicht. Dennoch kรถnnte gegen Leverkusen eine verรคnderte Startelf auflaufen. Denn Schultz hat den Konkurrenzkampf ausrufen.

รœberrascht Timo Schultz nochmal mit seiner Startelf des 1. FC Kรถln gegen Leverkusen oder greift der Trainer wieder auf weite Teile seiner vermeintlichen Stammaufstellung zurรผck? So kรถnnte der FC gegen Leverkusen spielen.

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Relativ schnell hatte sich Timo Schultz nach seinem Amtsantritt im Januar fรผr eine Stammelf entschieden. Zumindest in weiten Teilen stellte der Trainer in den vergangenen Wochen die gleiche Mannschaft auf. Am Freitag klangen die Worte des Trainers jedoch ganz anders. Timo Schultz hat den Konkurrenzkampf in seiner Mannschaft ausgerufen, gab sich glรผcklich รผber das Luxusproblem, das sich ihm neuerdings bietet. Vor allem in der Defensive. So kehrt mit Timo Hรผbers zwar ein Stammverteidiger wieder in den Kader zurรผck, Luca Kilian lรถste seine Aufgabe aber in den vergangenen Wochen so gut, dass ein Einsatz von Hรผbers zwar wahrscheinlich, aber nicht sicher ist. Ganz im Gegenteil zu Jeff Chabot, der genauso wie Max Finkgrรคfe in der Hintermannschaft gesetzt ist. Auf der rechten Seite streiten sich Benno Schmitz und Rasmus Carstensen um den Platz in der Anfangsformation.

Diehl oder Maina?

Die Doppelsechs durfte auch in dieser Woche an Eric Martel und Denis Huseinbasic gehen. Der 22-Jรคhrige erwischte gegen Stuttgart nicht seinen besten Tag. So kรถnnte Dejan Ljubicic auch eine Position zurรผckgezogen werden. Denn auch auf der rechten Seite ist der Startelf-Platz nicht eindeutig vergeben. Timo Schultz empfindet Faride Alidou als belebendes Element, trotz der vergebenen Chance gegen den VfB. Auf der linken Seite treten Justin Diehl und Linton Maina in das direkte Duell. Nach seiner Vorlage zum 1:1 am vergangenen Samstag kรถnnte Maina eigentlich die Nase vorne haben. Allerdings ist Diehl ein stรคndiger Unruheherd, sucht das Eins-gegen-eins und vor allem den direkten Abschluss. Die Chancen, dass Diehl sein zweites Spiel in Serie in der Startelf bestreitet, stehen nicht schlecht.

Davie Selke wird dagegen zu Beginn der Partie noch keine Rolle spielen. Der Doppeltorschรผtze aus dem vergangenen Jahr war lange verletzt und hat auch diese Woche keine komplette Einheit mit der Mannschaft absolviert. Als Joker kรถnnte der Angreifer dann doch zum Einsatz kommen. So wird mit groรŸer Wahrscheinlichkeit Jan Thielmann zunรคchst auflaufen.

So kรถnnte der FC gegen Leverkusen spielen

Timo Hรผbers

Jeff Chabot

Benno Schmitz

Dejan Ljubicic

Dejan Ljubicic

Justin Diehl

Jan Thielmann beim 1. FC Kรถln wieder eine feste GrรถรŸe

Jan Thielmann

Jonas Hector: „Diese Regel muss geรคndert werden“

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Jonas Hector: „Diese Regel muss geรคndert werden“

Ein Punkt gegen Stuttgart geholt, aber zwei liegen gelassen. In der aktuellen Podcast-Folge von „Schlag und fertig“ รคuรŸerte sich Hector zu der vergebenen Chance von Faride Alidou und der Situation der GeiรŸbรถcke.

In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitรคn der Kรถlner รผber das vergangene FuรŸball-Wochenende. Das sagt Jonas Hector zum 1:1 gegen Stuttgart, der vergebenen Chance und dem Handspiel von Skarke.

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Ein Punkt gewonnen oder doch zwei verloren? Der Zรคhler aus dem Auswรคrtsspiel in Stuttgart spaltet angesichts der GroรŸchance kurz vor Spielende noch immer die Gemรผter. „Das war echt bitter. Gerade nach Bremen war irgendwie alles kacke. Und dann hat man dieses Spiel, hรคlt gut dagegen und verteidigt auch echt gut und hรคlt ziemlich viel weg vom eigenen Tor“, sagt auch Jonas Hector in seinem Podcast „Schlag und fertig“, in dem er sich gemeinsam mit Comedian Fabian Kรถster auch รผber FuรŸball und den FC austauscht. „Dann hast du diese Chance und das wรคre ja wirklich sehr wichtig gewesen. Dann ist es einfach schade. Mal wieder schade.“ Hector beschreibt, wie er nach der vergebenen Chance wie „eine Flunder“ auf dem Wohnzimmerboden gelegen habe. „Bei der Chance habe ich richtig mitgelitten“, sagt der ehemalige Kรถlner Kapitรคn.

Jonas Hector: „Das ist schon ein Brett“

Der FC holte in Stuttgart zwar einen Achtungserfolg, der Zรคhler wirkt aber dennoch recht einsam, da die Konkurrenz oberhalb des Strichs dreifach gepunktet hat. „Wenn man die beiden letzten Auswรคrtsspiele zusammennimmt: Da bekommt man in Hoffenheim in der letzten Minute das 1:1, und jetzt hat man die Chance auf das 2:1. Das sind Punkte, die fehlen dann zum Platz 15“, sagt Hector. „Es sind jetzt acht Punkte. Das heiรŸt du musst drei Mal mehr gewinnen als Bochum, Union oder Gladbach. Man muss drei Mal mehr gewinnen als die. Das ist schon ein Brett.“ Und auch die Konkurrenz schlรคft nicht. „Man muss aufpassen, dass Mainz nicht von hinten kommt. Die haben es in Leverkusen auch nicht schlecht gemacht“, sagt Hector.

Immerhin kam auch das Tabellenschlusslicht Darmstadt nicht รผber ein 1:1-Unentschieden gegen Bremen hinaus. Ein hรถchst unglรผckliches Remis, denn in der siebten Minute der Nachspielzeit erzielte Tim Skarke die vermeintliche Fรผhrung der Lilien. Michael Zetterer hatte den Offensivspieler aus kurzer Distanz angeschossen. Allerdings dabei auch die Hand des Darmstรคdters erwischt. Das Tor wurde zurรผckgenommen. „Es ist absolut regelkonform. Die Regel besagt ja, wenn kurz vorm Torerfolg die Hand im Spiel war ist es ein strafbares Handspiel“, sagt Hector. „Aber wenn man so eine Aktion sieht, dann muss diese Regel geรคndert werden“, sagte Hector. „Das ist kein Handspiel. Man verschafft sich ja keinen Vorteil. Es zรคhlt nur nicht, weil die Hand dran war. Der konnte gar nichts dafรผr.“

Jonas Hector: „Manche Dinge mรผssen รผberdacht werden“

Die Situation hatte zu wilden Szenen im Stadion gefรผhrt. Allen voran Thorsten Lieberknecht schien sich nicht mehr in den Griff zu bekommen. Fรผr Hector durchaus verstรคndlich: „Jetzt versetz dich mal in die Darmstรคdter Kรถpfe: Du brauchst diesen Sieg, dir wird vorher schon regelkonform ein Tor wegen Abseits aberkannt“, sagte Hector und sprach ein Abseitstor der Darmstรคdter an. „Emotional bist du wieder komplett auf Null gestellt. Du jubelst, die ganze Bank jubelt, du weiรŸt, dass es รผberlebenswichtig ist. Und dann kommt einer und sagt: Ne, so nicht. Das ist so traurig“, so der ehemalige Kรถlner Kapitรคn weiter. „Es ist schรถn, dass der FuรŸball diese Emotionen auslรถsen kann, aber manche Dinge mรผssen รผberdacht werden.“


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Kommentar: Dem FC gelingt ein Achtungserfolg – es wird aber mehr brauchen

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Kommentar: Dem FC gelingt ein Achtungserfolg – es wird aber mehr brauchen

Mit dem 1:1 beim VfB Stuttgart musste man nicht unbedingt rechnen. Der Punktgewinn gegen den Tabellendritten ist durchaus als Achtungserfolg zu werten. Doch das wird dem FC in der Endabrechnung nicht reichen. Ein Kommentar.

Mit einer konzentrierten Defensivleistung entfรผhrten die Kรถlner einen Punkt aus Stuttgart. Ein absoluter Achtungserfolg, ein verdienter dazu. Doch auch die Konkurrenz schlรคft nicht. Es wird mehr als Achtungserfolge brauchen. 1. FC Kรถln: Kommentar zum Punktgewinn in Stuttgart.

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Nein, mit einem Punkt gegen den VfB Stuttgart konnte man vor dem 23. Spieltag beim 1. FC Kรถln nicht unbedingt rechnen. Der FC traf schlieรŸlich als 16. mit 16 Punkten auf den Tabellendritten, der sich punktetechnisch auf Tuchfรผhlung mit dem Rekordmeister befindet und dessen bester Stรผrmer mehr Tore erzielt hat als der gesamte FC zusammen – wohlgemerkt nach zwei Dritteln der Saison. Allerdings haben die Kรถlner allen Statistiken getrotzt, sich gegen viele Erwartungen einen Punkt beim Champions-League-Anwรคrter eingeheimst und in den letzten Minuten sogar an der Sensation geschnuppert. Ein Achtungserfolg.

Mehr Stabilitรคt fรผr die Kรถlner

Bevor nun irgendwer auf die Idee kommt, man habe sich auch im siebten Spiel unter Timo Schultz mit dem Gegner auf Augenhรถhe befunden: Das hat man nicht. Der VfB war in nahezu sรคmtlichen Statistiken deutlich (!) besser. Und es wird sicherlich einige Beobachter gegeben haben, die sich nach den Anfangsminuten fรผr eine Phase von gut zehn Minuten an Spiele von vor der Winterpause erinnert gefรผhlt haben, als der FC innerhalb von einer Aktion das Selbstvertrauen fรผr das gesamte Spiel verlor und auseinanderbrach. Das ist gegen Stuttgart nicht passiert, obwohl die Schwaben die Kรถlner minutenlang in der eigenen Hรคlfte einschnรผrten.

Der FC hat die Phase รผberstanden und stand angefรผhrt von Jeff Chabot in der Defensive fortan stabil, lieรŸ nach dem Wechsel trotz der hohen individuellen Qualitรคt der Stuttgarter nur noch wenig zu. Timo Schultz hat der Mannschaft eine andere Struktur verliehen. Eine Struktur, die den GeiรŸbรถcken keine Angst vor Gegnern aus dem oberen Tabellendrittel machen muss. Ein 0:6 gegen Leipzig wie in der Hinrunde ist in dieser Konsequenz, mit diesem konzentrierten Spiel, mit deutlich mehr Selbstvertrauen sehr unwahrscheinlich. Selbst gegen Mannschaften wie Leverkusen ist ein Zรคhler in dieser Verfassung sicher nicht ausgeschlossen.

Die Konkurrenz kann den Gegnern ebenfalls wehtun

Schultz hat recht, dass seine Mannschaft jedem Gegner wehtun kann, wenn sie denn ihre Topleistung abruft. Die GeiรŸbรถcke haben sich tatsรคchlich in den meisten Spielen unter dem neuen Trainer zumindest phasenweise auf Augenhรถhe mit dem Gegner befunden und auch regelmรครŸig gepunktet. Allerdings meist nur einfach. Und da liegt das Problem fรผr den FC: Die Strategie „Mรผhsam ernรคhrt sich das Eichhรถrnchen“ wird den GeiรŸbรถcken im Abstiegskampf nicht reichen – selbst wenn der Punkt gegen Stuttgart durchaus ein Erfolg ist. Denn die direkte Konkurrenz hat angefangen, zu punkten. Am Wochenende gewannen mit Augsburg und Mรถnchengladbach die beiden Mannschaften im direkten Kรถlner Umfeld, der Abstand zum sicheren Klassenerhalt betrรคgt mittlerweile acht Punkte.

Die GeiรŸbรถcke mรผssten also drei Siege mehr holen als die Konkurrenz. Fรผr eine Mannschaft, die in dieser Spielzeit erst drei Siege insgesamt geholt hat, ein kaum erreichbares Ziel. Das heiรŸt: aktuell geht es um nicht mehr als „nur“ Rang 16, die Relegation. Und selbst diese Aufgabe wird eine groรŸe Herausforderung: Das Programm bis zur Lรคnderspielpause hat es mit den Begegnungen gegen Leverkusen, Gladbach und Leipzig in sich. Zum Kรถlner รœbel scheint sich der FSV Mainz unter Bo Henriksen stabilisiert zu haben, schrammte am Wochenende ebenfalls nur knapp an einer รœberraschung gegen Leverkusen vorbei, kann offenbar auch jedem Gegner mit einer konzentrierten Leistung wehtun. Darmstadt verpasste hรถchst unglรผcklich einen Sieg gegen Bremen. Die Konkurrenz schlรคft nicht. Auch wenn das Programm schwer ist, die Kรถlner werden wohl mehr brauchen als Achtungserfolge.


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