โ€žIm Training knallt er den in die Maschenโ€œ

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โ€žIm Training knallt er den in die Maschenโ€œ

Im Auswรคrtsspiel gegen den VfB Stuttgart holte der FC ein Unentschieden. Zum erkรคmpften Punkt รคuรŸerte sich unter anderem Torschรผtze Eric Martel. Die Stimmen zum Stuttgart-Spiel.

Am 23. Spieltag verdiente sich der 1. FC Kรถln mit dem 1:1 gegen den VfB einen Punkt und steht weiterhin auf dem Relegationsplatz. Eric Martel belohnte sich fรผr eine konstant starke Spielzeit. Faride Alidou vergibt eine solche Chance eigentlich nicht. Das findet auch Jan Thielmann. Die Stimmen zum Stuttgart-Spiel.

Ich glaube, gerade in unserer Situation ist es nicht einfach, von Spiel zu Spiel zu denken. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, einen Punkt verdient gehabt, hinten raus vielleicht sogar drei. Heute war in der Abwehr das Glรผck auf unserer Seite. Wir hatten einige Konter am Ende, die wir hรคtten besser ausspielen kรถnnen, ich glaube, Farides gehรถrt dazu. Im Training knallt er den in die Maschen.

Jan Thielmann

Foto: Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

ย Wenn man sich das ganze Spiel ansieht, muss man schon sagen, dass wir ein bisschen Glรผck gehabt haben, so viele Chancen wie Stuttgart hatte, aber wir nehmen den Punkt gerne mit. Ich habe gesehen, am zweiten Pfosten stand keiner, und dann habe ich gehofft, dass der Ball da hin kommt. Kam er auch und dann musste ich ihn eigentlich nur noch reinmachen. Man sieht, was Stuttgart fรผr eine Saison spielt. Von groรŸen Druck kann man nicht sprechen. Wir hauen uns rein, geben alles, jeder versucht einfach nur, Gas zu geben und ich denke, das sieht man auch auf dem Feld. Man sieht an ein paar Aktionen, dass wir noch zu unruhig sind und uns ein Stรผck weit die Erfahrung fehlt. Timo versucht im Spiel mit dem Ball, dass wir mutiger sind, das besser rausspielen, das haben wir heute leider nicht geschafft. Das ist auch dem Gegner geschuldet, weil sie es sehr gut machen mit dem Ball, aber wenn man die letzten Spiele anschaut, dann haben wir auch gute Spiel mit Ball gemacht. In Leverkusen ist bestimmt auch was mรถglich und Gladbach ist Derby, da brennt es immer.

Eric Martel

Das war ein hartes Stรผck Arbeit heute, wir wussten, was auf uns zukommt. Wenn uns vor dem Spiel jemand sagt, dass wir einen Punkt mitnehmen, unterschreibe ich das auf jeden Fall. Jeder Punkt ist viel wert und wir gucken einfach nรคchste Woche, dass wir dort auch etwas rausholen. Guirassy ist der, der am meisten auf mich trifft, weil er ganz vorne spielt. Es macht auf jeden Fall sehr viel SpaรŸ. Es war kรถrperbetont und die ganze Liga weiรŸ, was er drauf hat. Heute ist es mir aber gut gelungen, dass er nicht getroffen hat.

Jeff Chabot

Spielbericht

Einzelkritik

Justin Diehl feiert sein Startelf-Debรผt

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Justin Diehl feiert sein Startelf-Debรผt


GroรŸe Verรคnderungen hatte Timo Schultz eigentlich nicht angekรผndigt. Doch Justin Diehl wird gegen den VfB sein Startelf-Debรผt geben.

Timo Schultz hatte es bereits einige Male angekรผndigt – gegen Stuttgart wird es nun ernst: Justin Diehl feiert sein Startelf-Debรผt.

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Eigentlich hatte Timo Schultz keine groรŸen Verรคnderungen im Vergleich zur Vorwoche gegen den VfB Stuttgart angekรผndigt. Kleinere ร„nderungen wรผrde er aber notgedrungen vornehmen. Der Trainer machte jedenfalls keinen Hehl daraus, dass Jeff Chabot wieder zurรผck in die Startelf rรผcken wรผrde. Der Abwehrspieler sei fรผr die Mannschaft auf und neben dem Platz von enormer Bedeutung. Der „heimliche Chef“ ist also zurรผck. Doch durch den Ausfall von Timo Hรผbers spielt Chabot nun neben Luca Kilian. Auch Max Finkgrรคfe steht erwartungsgemรครŸ einmal mehr in der Anfangsformation. Fรผr Benno Schmitz lรคuft dagegen erneut Rasmus Carstensen auf. Der 23-Jรคhrige war zuletzt nur noch wenige Minuten zum Einsatz gekommen, hatte seinen Stammplatz an den Routinier verloren.

Diehl in der Startelf

Eine groรŸe Verรคnderung gibt es zudem in der Offensive. Erstmals steht Justin Diehl in der Anfangsformation. Ob der 19-Jรคhrige in der Spitze fรผr Jan Thielmann oder รผber die AuรŸen kommen und Thielmann wieder in der Sturmspitze spielen wird, wird sich mit dem Anpfiff wohl zeigen. Diehl hatte nach seiner Einwechslung in der vergangenen Woche fรผr mehr Tempo รผber die Seiten gesorgt. Genauso wie Thielmann, der in den letzten Minuten ebenfalls wieder auf die AuรŸen gewechselt war. Linton Maina nimmt damit zunรคchst auf der Bank Platz. Schon mehrfach hatte Schultz angedeutet, dass Diehl sehr nah dran an der Startelf gewesen sei. Ein Infekt hatte das Debรผt in der Anfangsformation zunรคchst verhindert. Das wird nun ausgerechnet gegen Stuttgart nachgeholt, jenen Klub, der besonders um die Dienste von Diehl buhlt.

Timo Schultz schickt mit Eric Martel und Denis Huseinbasic auf der Doppelsechs, Finkgrรคfe, Carstensen, Thielmann und Diehl gleich sechs Spieler im Alter von 23 Jahren oder jรผnger in die Begegnung. Routine im Abstiegskampf sieht eigentlich anders aus. Allerdings haben Akteure wie Martel, Carstensen und Thielmann bereits mehr als 100 Profi-Pflichtspiel-Einsรคtze abgerissen.

So spielt der FC gegen Stuttgart

Luca Kilian

Jeff Chabot

Rasmus Carstensen

Dejan Ljubicic

Dejan Ljubicic

Justin Diehl

Jan Thielmann beim 1. FC Kรถln wieder eine feste GrรถรŸe

Jan Thielmann

Was dem FC gegen Stuttgart Hoffnung machen darf

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Was dem FC gegen Stuttgart Hoffnung machen darf


Fรผr den 1. FC Kรถln steht am Samstag die schwere Aufgabe beim VfB Stuttgart auf dem Plan. Aussichtslos ist die Begegnung fรผr die GeiรŸbรถcke aber nicht.

Respekt hatte Timo Schultz vor dem Duell gegen Stuttgart, als er am Donnerstag von der schwere Aufgabe bei den Schwaben sprach. Dennoch verbreitete der Trainer Optimismus. Die Chancen fรผr den FC, Punkte aus der Begegnung mitzunehmen, sind auch nicht aussichtslos. Das kann dem FC gegen Stuttgart Hoffnung machen.

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Timo Schultz brachte es am Donnerstag treffend auf den Punkt: „Die Tabellenplatzierung sagt schon einiges aus“, sagte der Kรถlner Trainer eigentlich in Bezug auf die Qualitรคt des kommenden Gegners, doch seine Worte passten auch auf die Ausgangslage vor der Begegnung der GeiรŸbรถcke beim VfB Stuttgart. Auf der einen Seite der รœberraschungsdritte, der mittlerweile sechs Punkte Vorsprung auf die Europa-League-Plรคtze hat, auf der anderen Seite der 16. der Tabelle, der sechs Punkte Rรผckstand zum rettenden Ufer hat. Nach 22 Spieltagen hat der VfB 30 Punkte mehr gesammelt und 36 Tore mehr als der FC geschossen.

Gern gesehener Gegner

Mit groรŸen Hoffnungen tritt der FC die Reise nach Stuttgart demnach wohl nicht an. Vielleicht nicht mit groรŸen Hoffnungen, aber mit groรŸen Ambitionen. „Wenn wir am Limit sind, und das waren wir in den vergangenen beiden Spielen nicht, kรถnnen wir jeden Gegner schlagen. Dann kรถnnen wir extrem unangenehm sein fรผr jeden Gegner, auch fรผr den VfB Stuttgart“, erklรคrte der Kรถlner Coach. „Was uns Hoffnung machen darf, ist dass wir in jedem Spiel, seitdem ich hier bin, mit dem Gegner auf Augenhรถhe waren“, sagt der 46-Jรคhrige. Den Eindruck hat man seit Januar tatsรคchlich gewonnen. Allerdings spielte der FC auch nicht nur gegen Gegner vom Stuttgarter Kaliber.

Dabei sind die GeiรŸbรถcke am Samstag sicherlich alles andere als chancenlos. Darmstadt 98 spielte etwa in der vergangenen Woche lange mit den Schwaben mit, ging aber dennoch als Verlierer vom Platz – und das auch noch in รœberzahl. Doch gerade gegen vermeintliche schwรคchere Gegner tat sich der VfB in dieser Saison schon einige Male schwer. Unter anderem verlor die Mannschaft von Stefan HoeneรŸ gegen Heidenheim (0:2), Gladbach (1:3) und Bochum (0:1) – allesamt Mannschaften, mit denen sich die Kรถlner auf Augenhรถhe wรคhnen. Allerdings auch Mannschaften, die nicht ansatzweise unter einer รคhnlichen Sturmflaute leiden.

Dabei ist Stuttgart fรผr den FC ein gern gesehener Gegner. Gegen keinen anderen Bundesligisten gewannen die Kรถlner รถfter (36), gegen kein anderes Team siegte der FC auswรคrts hรคufiger und holte mehr Punkte. Die Siegquote ist nur gegen Darmstadt und Bochum hรถher. Zudem haben die Kรถlner von den vergangenen 20 Auswรคrtsspielen in Stuttgart 14 nicht verloren. Und doch ist der FC am Samstag ganz klarer AuรŸenseiter.

FC-Startelf gegen Stuttgart: Justin Diehl in der Anfangsformation

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FC-Startelf gegen Stuttgart: Justin Diehl in der Anfangsformation


GroรŸe Verรคnderungen will Timo Schultz im Duell gegen den VfB Stuttgart nicht vornehmen. Dass es welche gibt, steht aber bereits fest. Gibt Justin Diehl sein Startelf-Debรผt?

>>>Update: die Aufstellung ist da<<<
รœberrascht Timo Schultz nochmal mit seiner Startelf des 1. FC Kรถln gegen Stuttgart oder greift der Trainer wieder auf weite Teile seiner vermeintlichen Stammaufstellung zurรผck? So kรถnnte der FC gegen Stuttgart spielen.

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Die Bedeutung von Jeff Chabot sei fรผr die Mannschaft mehr als nur eine sportliche, betonte Timo Schultz am Donnerstag und adelte den Abwehrspieler als den „heimlichen Chef“ des Teams. Der Kรถlner Coach machte auf der Pressekonferenz auch keinen Hehl daraus, dass der 26-Jรคhrige am Samstag gegen den VfB Stuttgart wieder zurรผck in die Startelf rotiert. „Er tut der Mannschaft sehr sehr gut“, betonte Schultz und hob vor allem die Zweikampfstรคrke des Innenverteidigers hervor. Chabot wird bei den Schwaben aber nicht neben Timo Hรผbers spielen. Das Innenverteidiger-Duo ist erneut durch die Erkrankung von Hรผbers wie in den beiden Vorwochen wegen Krankheit und durch die Gelbsperre von Chabot gesprengt worden. Luca Kilian wird damit wohl wieder eine Chance bekommen.

Thiemann oder Diehl als Sturmspitze?

Wรคhrend Max Finkgrรคfe auf der linken Abwehrseite auch weiterhin gesetzt ist, muss sich Schultz auf der rechten Seite zwischen Benno Schmitz und Rasmus Carstensen entscheiden. Der Routinier hatte zuletzt die Nase vorne. Wรคhrend Schmitz die Defensive tatsรคchlich stabilisierte, war der Weg in die Offensive auf der Position ein seltener. Auf der Doppelsechs haben sich Eric Martel und Denis Huseinbasic festgespielt. Auch Florian Kainz wird trotz Formkrise wohl erneut beginnen. Faride Alidou wird mit groรŸer Wahrscheinlichkeit keine Rolle spielen. Der AuรŸenbahnspieler fehlte unter der Woche krankheitsbedingt.

Dennoch ist die Offensive nicht komplett gesetzt. Jan Thielmann wird ein Teil sein. Doch ob der 21-Jรคhrige wieder als Spitze spielt, ist offen. Thielmann zeigte in den Schlussminuten gegen Bremen seine Stรคrken auf der rechten AuรŸenbahn. Sollte sich Schultz fรผr einen Startelf-Einsatz von Justin Diehl entscheiden, wรคre der 19-Jรคhrige ebenfalls eine Kandidat fรผr die Spitze. Dass Diehl von Beginn an spielt, ist auch gar nicht so unwahrscheinlich. SchlieรŸlich hatte Schultz schon vor Wochen erklรคrt, wie nah der Youngster an der Startelf sei. Dann mรผsste sich der Coach wohl zwischen Linton Maina und Dejan Ljubicic fรผr den verbliebenen freien Platz entscheiden.

So kรถnnte der FC gegen Stuttgart spielen

Luca Kilian

Jeff Chabot

Benno Schmitz

Dejan Ljubicic

Dejan Ljubicic

Justin Diehl

Jan Thielmann beim 1. FC Kรถln wieder eine feste GrรถรŸe

Jan Thielmann

Zurรผck in der Krise

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Zurรผck in der Krise

Florian Kainz sah bereits wie einer der groรŸen Gewinner des Trainerwechsels aus. Doch mittlerweile befindet sich der Kรถlner Kapitรคn wieder mitten in der Krise.

Am vergangenen Freitag wurde der Kรถlner Kapitรคn gegen Werder Bremen wieder vorzeitig vom Platz geholt. Das Arbeitszeugnis war รผberschaubar. Florian Kainz befindet sich weiterhin in der Krise.

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Auch wenn das 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim zu Beginn des Jahres tabellarisch zu keinen groรŸen Sprรผngen verhalf, so hatte der erste Auftritt der Kรถlner Mannschaft unter neuem Trainer doch etwas hoffnungsvolles. Der FC war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, gab den Ton an und erspielte sich eigene Torchancen. Immerhin 45 Minuten lang zeigte der FC die bis dahin wohl beste Saisonleistung. Auch, weil Florian Kainz ein ganz anderer war. Der Kรถlner Kapitรคn gab nicht nur den Takt vor und lenkte die Begegnung, Kainz suchte das Eins-gegen-eins, die Pรคsse des Spielfรผhrers kamen an und der Mittelfeldspieler kreierte Chancen. Auch Kainz bot seine beste Leistung der gesamten Spielzeit, ehe er angeschlagen nach einer knappen Stunde das Feld verlassen musste. Mit seiner Auswechslung kippte die Begegnung.

Kainz erspielt kaum Torchancen

So hatte das Spiel viel von dem FC der vergangenen Spielzeit und der Kapitรคn viel vom Kainz der Vorsaison. Schultz hatte fรผr den Mittelfelfspieler eine Position des „Freigeistes“ geschaffen. Der 31-Jรคhrige blรผhte regelrecht auf, legte Selke die Kรถlner Fรผhrung auf und verbuchte damit den ersten Assist der laufenden Spielzeit. Die ordentlichen Leistungen des FC nach der 0:4-Pleite gegen Dortmund lieรŸen auch den Kapitรคn gut aussehen, doch mehr als der FreistoรŸ gegen Wolfsburg, den Faride Alidou zur Kรถlner Fรผhrung verwandelte sprang nicht heraus. Im Gegenteil, trotz viel Einsatz ist der Ertrag des 31-Jรคhrigen in der Saison mehr als รผberschaubar. Drei Tore, eine Vorarbeit spiegeln den Verlauf der Kรถlner Saison wider. In der vergangenen Saison stand Kainz zum gleichen Zeitpunkt der Saison bei fรผnf Toren und sechs Vorlagen.

Zudem kreiert der Kรถlner Kapitรคn so gut wie keine Mรถglichkeiten. In der gesamten Saison sind es bislang zwei GroรŸchancen. Am Ende der vergangenen Saison waren es nahezu 20, Kainz war damit einer der stรคrksten Mittelfeldspieler der Liga. Davon ist der 31-Jรคhrige, aber auch der FC bislang weit entfernt. Die Kรถlner erzeugen so gut wie gar keine Gefahr. Am vergangenen Freitag kam der FC auf einen xGoals-Wert von 0,55, gegen Hoffenheim waren es sogar nur 0,17. Dabei ist Kainz durchaus engagiert, sucht die Zweikรคmpfe, sucht die Lรผcken fรผr รถffnende Pรคsse – gelingen will dem Mittelfeldspieler weiterhin wenig. So entlรคdt sich auch ab und an der Frust, wie gegen Landsmann Romano Schmid am Freitag, als der Kapitรคn unnรถtig die Gelbe Karte sah oder im Pokal gegen Lautern, als Kainz sich glatt Rot abholte.

Schultz hรคlt an seinem Kapitรคn fest

Frustriert รคuรŸerte sich Kainz auch am vergangenen Freitag nach der Begegnung. โ€žSehr bitter, sehr enttรคuschend, das ist ein Rรผckschlag. Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt. Wir haben viele Themen, die wir besprechen werden. Im Spiel mit dem Ball war es gerade in der ersten Halbzeit nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles investiert und sind leider nicht belohnt worden“, sagte der Kapitรคn. Timo Schultz hรคlt auch weiterhin an dem 31-Jรคhrigen fest, nimmt seinen Spielfรผhrer in Schutz. „Er lebt auch ein bisschen davon, dass wir es als Mannschaft schaffen, organisierter ins letzte Drittel zu kommen und ihn in Szene zu setzen, ihn immer wieder zwischen den Linien anzuspielen“, sagte der Trainer. Die nรคchste Chance dazu gibt es am Samstag.

Stuttgart vs. Kรถln: Die Rollen sind klar verteilt – eigentlich

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Stuttgart vs. Kรถln: Die Rollen sind klar verteilt – eigentlich

Mit dem Duell gegen den VfB Stuttgart startet der FC am Samstag in die Hammer-Phase vor der Lรคnderspielpause. Auf dem Papier sind die Vorzeichen klar vergeben. Doch der FC glaubt an seine Chance.

Eigentlich sind die Rollen vor der Begegnung klar verteilt, oder? Auf der Pressekonferenz zeigte sich Trainer Timo Schultz optimistisch in Bezug auf einen mรถglichen Erfolg bei den Schwaben. 1. FC Kรถln gegen den VfL Stuttgart – Diese Chancen hat der FC.

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Es lief bereits die Nachspielzeit als Wataru Endล Kรถlns finalen Traum von der Europa League beendete. Es war ohnehin nur noch ein theoretischer, schlieรŸlich spielte die Konkurrenz auch nicht so, wie man es sich FC-Fan erhofft hatte. Doch Endล nickte fรผr den VfB zum 2:1-Erfolg ein, der FC war geschlagen, es blieb aber die sรผรŸe Gewissheit vom internationalen Geschรคft – immerhin der Conference League. Wรคhrend der FC mit dem Gefรผhl-Mix nicht sonderlich viel anzufangen wusste, glich die Arena in Stuttgart einem Tollhaus. Der VfB hatte auf den letzten Zentimetern, eben in der Nachspielzeit, den direkten Klassenerhalt festgezurrt.

Stuttgart in der Favoritenrolle

Beim FC waren beim genauen Hinsehen in der Folgesaison bereits erste Risse in der heilen Baumgart-Welt zu erkennen. Unter anderem, weil die Kรถlner Lebensversicherung Anthony Modeste nicht nachbesetzt wurde, die Kรถlner Offensive beachtlich lahmte. Immerhin fingen andere Spieler die fehlende Torgefahr auf. Der VfB rรผstete dagegen auf, verpflichtete nahezu ein Dutzend neuer Spieler, tat sich aber erneut schwer und musste in die schlieรŸlich doch erfolgreiche Relegation. Neun Monate spรคter haben sich die Vorzeichen nicht nur verรคndert, sie haben sich komplett verkehrt und sogar noch mehr als das. Die GeiรŸbรถcke befinden sich in einer der grรถรŸten Krisen der Vereinsgeschichte, wรคhrend der VfB Stuttgart von der Kรถnigsklasse trรคumt. Mit dem Einstieg von Porsche schwimmt der Club auch mittelfristig in ruhigen Fahrgewรคssern.

So sind auch die Rollen fรผr die Begegnung am Samstag klar verteilt. Hier der VfB Stuttgart, der von den jรผngsten fรผnf Begegnungen vier gewann und nur Spitzenreiter Bayer Leverkusen im DFB-Pokal insgesamt unglรผcklich unterlag und in diesem Zeitraum 15 Tore, also im Schnitt drei pro Spiel erzielte. Dort der 1. FC Kรถln, der in der gesamten Spielzeit erst drei Spiele gewinnen konnte und dabei ebenfalls 15 Tore erzielte.

Gerade die jรผngsten beiden Begegnungen gegen Hoffenheim und Werder Bremen haben auch nicht den Eindruck vermittelt, als wรผrde sich an dieser Bilanz schnell viel รคndern. „Gerade unsere Bemรผhungen in der Offensive waren einfach nicht ausreichend, um uns Chancen zu erspielen“, sagte Timo Schultz. „Das war in den ersten drei, vier Spielen nach der Winterpause sehr gut.“ Auch, wenn die Kรถlner einen Hauch mehr Chancen besaรŸen, eine Potpourri der kreierten Chancen boten die Kรถlner nicht an. Erst recht nicht in den vergangenen beiden Spielen. „Das war einfach nicht ausreichend“, erkannte Schultz.

Schultz: „Wir kรถnnen fรผr jeden Gegner unangenehm sein, auch fรผr Stuttgart“

Dennoch malt der Trainer vor der Begegnung gegen die Schwaben alles andere als Schwarz. Vor allem, weil er gute Ansรคtze in den bisherigen Begegnungen gesehen hat. „Was uns Hoffnung machen darf, ist dass wir in jedem Spiel, seitdem ich hier bin, mit dem Gegner auf Augenhรถhe waren“, erklรคrte Schultz und hat damit noch nicht einmal gรคnzlich unrecht. Selbst beim 0:4 gegen Dortmund spielte der FC lange mit – genauso gegen Wolfsburg und Hoffenheim. In den Spielen gegen Frankfurt und auch teilweise gegen Heidenheim war Kรถln sogar das bessere Team. „Wenn wir am Limit sind, und das waren wir in den vergangenen beiden Spielen nicht, kรถnnen wir jeden Gegner schlagen. Dann kรถnnen wir extrem unangenehm sein fรผr jeden Gegner, auch fรผr den VfB Stuttgart.“

Schultz nimmt seine Spieler in die Pflicht

Dass der VfB verwundbar ist, haben schon andere Klubs in dieser Spielzeit bewiesen. Unter anderem feierten Bochum, Gladbach und Heidenheim, also im weiten Sinne Kรถlner Konkurrenten, Erfolge รผber den VfB. Auch Darmstadt spielte am vergangenen Wochenende lange gut gegen den VfB mit. „Am Ende hat Stuttgart aber trotz Unterzahl 2:0 gewonnen“, verdeutliche Timo Schultz, der ohnehin nur auf seine eigene Mannschaft blicken will. Dabei ist der Blick zum VfB ein durchaus interessanter. Stuttgart verfรผgt รผber das Top-Sturm-Duo der Liga. Serhou Guirassy und Deniz Undav erzielten in der Liga bereits 32 Tore und damit mehr als doppelt so viele wie die Kรถlner. Zwar fรคllt Undav gegen den FC aus, Stuttgart verfรผgt aber รผber weitere Offensivkrรคfte, die stรคndig fรผr Torgefahr sorgen – unter anderem der Ex-Kรถlner Chris Fรผhrich – sowie รผber zahlreiche Neuverpflichtungen, die sich allesamt als Volltreffer erwiesen.

Dennoch nimmt Schultz seine Spieler gegen Stuttgart in die Pflicht. „Es ist auch eine Einstellungssache, hรคufiger ins Risiko zu gehen“, sagt der Trainer. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das besser machen werden.“ 

Jonas Hector: „Man kann keinem einen Vorwurf machen“

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Jonas Hector: „Man kann keinem einen Vorwurf machen“

Jonas Hector verfolgte die 0:1-Niederlage des 1. FC Kรถln gegen Werder Bremen am Freitagabend im Stadion. In der aktuellen Podcast-Folge von „Schlag und fertig“ รคuรŸerte sich Hector zum FC, aber auch zu den Fan-Protesten und der Baller League.

In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitรคn der Kรถlner รผber das vergangene FuรŸball-Wochenende. Das sagt Jonas Hector zur 0:1-Niederlage des FC, der Baller League und den Fan-Protesten in den Stadien der Bundesliga.

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Beim 1. FC Kรถln blickt man auf ein enttรคuschendes Wochenende zurรผck. Und das nicht nur wegen der 0:1-Niederlage. „Es war insgesamt ein sehr ernรผchterndes Wochenende fรผr den FC. Es hat ja im Grunde jeder gewonnen, der nicht hรคtte gewinnen dรผrfen. Das war traurig“, sagt auch Jonas Hector in seinem Podcast „Schlag und fertig“. Tatsรคchlich hatte mit Union Berlin, Mainz und Bochum die direkte Konkurrenz gepunktet. Mit dem Comedian Fabian Kรถster, bekennender FC-Fans, sprach der ehemalige Kรถlner Kapitรคn unter anderem รผber den FC und die Begegnung von Freitagabend. „Was mich daran stรถrt, dass man gefรผhlt keinem einen Vorwurf machen kann. Die Jungs hauen alles rein. Es ist ja nicht so, dass sie abschenken oder nix machen“, sagte Hector. „Der Trainer kriegt es auch hin, dass man nach hinten auch stabil ist und wenig zulรคsst. Aber nach vorne geht eben… . Das ist das Traurige an der Sache.“

Jonas Hector: „Ich wรผrde lieber FuรŸball gucken“

Im Gegenteil dazu, spielt Bayer Leverkusen aktuell in anderen Sphรคren. Die Werkself ist mittlerweile seit 32 Pflichtspielen ungeschlagen, fรผhrt die Tabelle souverรคn an. „Wenn man so spielt, dann hat man es auch verdient. Wenn sie es denn รผber die Saison halten“, sagt Hector und mahnt gleichzeitig. „Man weiรŸ ja nie was passiert. Es ist nun mal Fakt, wie man es ja auch im letzten Jahr bei Dortmund gesehen hat: Die hatten es die letzten drei Spieltage in ihrer Hand und die Bayern haben es trotzdem gezogen. Ich trauen den Bayern auch in dieser Saison zu, dass die da nochmal rankommen.“ Die Verantwortlichen des Rekordmeisters gaben am Mittwoch bekannt, dass das Engagement von Thomas Tuchel als Trainer bei den Bayern im Sommer frรผhzeitig endet. Der Podcast wurde am Montagmorgen aufgenommen.

Hector รคuรŸerte sich auch zu den Fan-Protesten in den Stadien: „Fรผr mich ist das nicht unterhaltsam“, sagte der 33-Jรคhrige. „Die DFL versucht ein Stรผckweit wettbewerbsfรคhig zu bleiben und versucht, mehr MaรŸnahmen zu treffen um mehr Geld reinzubekommen. Um auch gegenรผber anderen Lรคndern konkurrenzfรคhiger zu sein. Die Frage ist natรผrlich, wie man an diese Gelder kommt.“ Das kรถnne Hector verstehen, betonte er. „Der Weg wie es kommuniziert wurde, ist nicht gut. Man kann sich da viel schneller und besser annรคhern. Mir macht es jetzt nicht unbedingt SpaรŸ, die Konferenz am Samstagmittag zu gucken, weil es keine Konferenz mehr ist. Ich wรผrde lieber FuรŸball gucken“, sagte Hector und wies auch auf Schwierigkeiten hin. „Ich hab mit dem ein oder anderen Kontakt gehabt, der auf dem Feld steht und der sagt, dass es wirklich schwierig ist. Gerade wenn es so lange Pausen sind. Wenn ein Spiel gerade auch fรผr dich lรคuft und die halbe Stunde Pause hast, dann verlierst du deinen Rhythmus.“

Jonas Hector: „Da sehe ich mich nicht“

Ein weiteres Thema ist die von Lukas Podolski und Mats Hummels initiierte Baller League. Wรคhrend Fabian Kรถster nichts mit dem Hallenturnier anfangen kann, gab Hector zu ab und an, Zusammenfassungen zu schauen. Hector verwies auch auf den FV Endenich. Der Bonner Mittelrheinligist stellte Anfang der Woche fรผnf Spieler frei, die auch an der Baller League teilnehmen. Unter anderem verwies der Verein auch auf eine teils intensive Spielweise. Das sieht Hector รคhnlich. Auch ein Grund, warum er selbst nicht spielen wรผrde. „Das ist mediale Aufmerksamkeit, die sie da haben. Die hast du in der Oberliga nicht. „Das ist mir zu ambitioniert. Da sehe ich mich nicht. Da gucke ich lieber die Zusammenfassungen“, sagte der ehemalige Kรถlner Kapitรคn.


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Huseinbasic soll kรผnftig fรผr Bosnien-Herzegowina spielen

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Huseinbasic soll kรผnftig fรผr Bosnien-Herzegowina spielen

Im vergangenen Sommer nahm Denis Huseinbasic noch mit der DFB-Auswahl an der U21-EM teil, kรผnftig soll er fรผr die A-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina spielen.

Hat der 1. FC Kรถln schon im Mรคrz einen weiteren A-Nationalspieler in seinen Reihen. Aktuell deutet viel darauf hin. Wie der bosnisch-herzegowinische FuรŸballverband (NFSBIH) heute mitteilt, kann Denis Huseinbasic kรผnftig fรผr Bosnien-Herzegowina spielen.

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Die Enttรคuschung war Denis Huseinbasic im Sommer ins Gesicht geschrieben, als die U21 bei der Europameisterschaft sang- und klanglos in der Gruppenphase ausschied. Viel hatte sich die Mannschaft von Antonio Di Salvo vorgenommen, am Ende stand das bittere Aus. Auch Denis Huseinbasic blieb weit hinter den eigenen Erwartungen zurรผck. Seit dem ist der Mittelfeldspieler des 1. FC Kรถln aus dem U21-Zyklus herausgewachsen. Das DFB-Trikot wird der 22-Jรคhrige wohl ohnehin nicht mehr tragen. Denn laut dem NFSBIH soll Huseinbasic kรผnftig fรผr die Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas auflaufen. „Heute erhielten wir die offizielle Bestรคtigung, dass Denis Huseinbaลกiฤ‡ fรผr die Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina spielen kann“, heiรŸt es in der Meldung des Verbandes.

Spielt Denis Huseinbasic die EM-Playoffs im Mรคrz?

Der im hessischen Erbach geborene Mittelfeldspieler feierte im November 22 sein Debรผt im National-Dress gegen Italien. Damals erzielte der Mittelfeldspieler sein erstes Tor, im zweiten Duell im Mรคrz 23 legte Huseinbasic gegen Japan nach. Ziemlich genau ein Jahr spรคter kรถnnte der 22-Jรคhrige sein Debรผt in der A-Nationalmannschaft geben. Bosnien-Herzegowina tritt dann gegen die Ukraine an. Und das in den Playoffs fรผr die EM. Fรผr Huseinbasic steht also mรถglicherweise die Europameisterschaft im eigenen Land auf dem Plan. Im vergangenen Jahr buhlte Bosnien bereits um die Gunst des Spielers. Zvjezdan Misimovic, Technischer Direktor des NFSBIH legte sich fest, Huseinbasic wรผrde zu 100 Prozent fรผr Bosnien spielen. Damals sagte der Kรถlner Youngster aber gegenรผber dem „Express“: โ€žWenn ich die EM spiele (U21, Anm.d.Red.), ist es vorbeiโ€œ, betonte der Mittelfeldspieler damals. โ€žMein Ziel ist es fรผr die A-Nationalmannschaft zu spielen, das traue ich mir in den nรคchsten Jahren zu.โ€œ

Nun scheint die Entscheidung fรผr das Heimatland seiner Eltern gefallen zu sein. “ย Ich bin zur Hรคlfe Deutscher, zur Hรคlfe Bosnier, spreche die Sprache und bin in dieser Kultur aufgewachsen“, hatte Huseinbasic 2022 betont. Nun geht es fรผr Huseinbasivc mรถglicherweise gegen die Ukraine am 21. Mรคrz um das Endspiel fรผr das EM-Ticket. Sollte Bosnien gewinnen folgt noch das Endspiel gegen den Sieger der Partie Israel gegen Island. Fรผr den FC wรคre es aktuell einer der wenigen A-Nationalspieler. Zuletzt waren nur Florian Kainz und Mathias Olesen mit ihren Mannschaften unterwegs. Olesen ist aktuell an Yverdon Sport FC verliehen. Dejan Ljubicic liebรคugelt ebenfalls noch mit einer Rรผckkehr in den EM-Kader.


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FC-Dilemma: Der Sturm lahmt, aber was sind die Alternativen?

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FC-Dilemma: Der Sturm lahmt, aber was sind die Alternativen?

Seit dem Verletzungs-Aus von Davie Selke spielt Jan Thielmann die Sturmspitze der GeiรŸbรถcke – engagiert, aber mit รผberschaubarem Erfolg. Doch Trainer Timo Schultz fehlen die Alternativen.

Seit dem Duell gegen den BVB steht Jan Thielmann im Sturmzentrum. Der Plan scheint bislang nicht wirklich aufzugehen. Doch Timo Schultz fehlen die Alternativen im Sturm.

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Es waren nur noch wenige Minuten zu spielen, als Timo Schultz gegen Werder Bremen das System gรคnzlich umstellte. Der Trainer brachte mit Steffen Tigges und Florian Dietz fรผr die Schlussphase zwei StoรŸstรผrmer, mit der Brechstange sollte das 1:1 her. Eine MaรŸnahme, die aber auch gรคnzlich verpuffte. Zusammen kamen die beiden Akteure in den letzten Minuten auf neun Ballkontakte und einen Torabschluss, der aber nur sehr wenig von Gefahr hatte. Wรคhrend der Einsatz der Zielstรผrmer komplett wirkungslos blieb, gab es durch den Wechsel aber einen interessanten Begleiteffekt.

Thielmann auf anderer Position stรคrker?

Jan Thielmann wich auf die rechte Seite aus und sorgte in den Schlussminuten noch einmal fรผr ordentlich Tempo auf der AuรŸenbahn. Einen entscheidenden VorstoรŸ gab es von dem 21-Jรคhrigen auch nicht mehr. Dennoch hatte Thielmann in der spรคten Phase der Partie mehr Zugriff. Auch diese Personalie verdeutlicht das AusmaรŸ der Kรถlner Offensiv-Krise. Thielmann, der im Juniorenbereich รถfter in der Spitze und das auch sehr erfolgreich gespielt hat, war in den vergangenen Begegnungen so gut wie wirkungslos.

Dass der 21-Jรคhrige auf dieser Position aber funktionieren kann, hat das 2:0 gegen Frankfurt gezeigt, als der 21-Jรคhrige sein erstes Saisontor erzielte und zu weiteren Mรถglichkeiten kam. Auch gegen Wolfsburg und Dortmund hatte das Kรถlner Eigengewรคchs seine Chancen, allerdings noch nicht einmal eine Handvoll von Mรถglichkeiten. Thielmann wirkt auf der Position im Sturmzentrum verschenkt, auf der AuรŸenposition deutlich gefรคhrlicher. Gemeinsam mit Justin Diehl auf der anderen Seite wirkte das Kรถlner Spiel offensiver.

Schultz fehlen die Alternativen

Das war wiederum aber auch nicht sonderlich schwer. Die Kรถlner Offensive fand gegen Bremen einmal mehr so gut wie gar nicht statt. Wieder einmal. Mit seinen wenigen Aktionen war Thielmann in den vergangenen Wochen die grรถรŸte Kรถlner Waffe. Mit einem Treffer bei insgesamt 24 Torabschlรผssen aber eine eher stumpfe. Und das spricht nicht gerade fรผr den FC im Angriff. „Defensiv war es anstรคndig, offensiv mรผssen wir eine Schippe drauflegen. So wird es nicht reichen“, erklรคrte Timo Schultz auch deswegen. „Es fehlten รœberzeugung und Mut, um mit dem Ball mehr zu kreieren.“ Vor allem fehlt aktuell aber die Phantasie, wie die Kรถlner diese Schippe drauflegen wollen. Denn auch Florian Kainz ist in der Zentrale kein Faktor, genauso wenig wie Dejan Ljubicic oder Linton Maina, die wieder viel rackerten, aber auch keine groรŸen Mรถglichkeiten herausspielten.

Zwar brachte Justin Diehl noch einmal neuen Schwung und suchte auch das Eins-gegen-eins sowie den schnellen Abschluss, der Ausgleich lag dennoch nicht in der Luft. So muss die Frage nach dem System mit Thielmann in der Sturmspitze durchaus erlaubt sein. Stabile Defensive ja, aber kein Sturm ist in der aktuellen Phase sicher auch keine Lรถsung. Dem Trainer fehlen aber die Alternativen. Weder Tigges noch Dietz haben am Freitag Argumente gesammelt, dass Schultz nun doch bereits zu Beginn auf einen der beiden StoรŸstรผrmer setzen sollte. Auch Damion Downs ist weiterhin kein Faktor bei den Profis. Der U21-Stรผrmer zog sich zuletzt eine Gehirnerschรผtterung zu.

So wird Jan Thielmann wohl auch am kommenden Samstag seine Chance in der Spitze erhalten – es sei denn, Schultz wagt das Experiment Justin Diehl als Angreifer. Der ist zwar noch einige Zentimeter kleiner als Thielmann, hat die Position aber ebenfalls schon erfolgreich gespielt – zuletzt in der Regionalliga West. Ein Startelf-Einsatz rรผckt fรผr den 19-Jรคhrigen ohnehin nรคher.

Rasmus Carstensen: Opfer des Defensiv-Systems?

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Rasmus Carstensen: Opfer des Defensiv-Systems?

Rasmus Carstensen ist eigentlich einer der wenigen Lichtblicke der Kรถlner Sommer-Transferphase. Der 23-Jรคhrige erkรคmpfte sich als vermeintlicher Backup den Startplatz. Den hat der Dรคne aktuell wieder verloren.

Die Nachspielzeit gegen Frankfurt bedeuteten die letzten Minuten, die Rasmus Carstensen fรผr den FC auf dem Feld stand. Zwar lobte Trainer Timo Schultz den Dรคnen zuletzt, doch Einsatzzeit brachte das nicht. Deswegen ist Carstensen im Moment auรŸen vor.

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Es waren gerade einmal zehn Minuten. Es waren aber zehn Minuten, die es durchaus in sich hatten. Eine GroรŸchance liegen gelassen, einen Elfmeter verursacht und einen Gegentreffer eingeleitet. Durch diese 600 Sekunden geriet der FC gegen Borussia Dortmund im Januar endgรผltig ins Hintertreffen und Rasmus Carstensen ins zweite Glied. Sicherlich war der junge Dรคne nicht alleinverantwortlich fรผr die am Ende doch deutliche Niederlage, er hatte aber durchaus groรŸen Anteil am hohen Ergebnis. Die Quittung lieรŸ nicht lange auf sich warten: der Stammplatz war weg. In den vier Spielen nach Dortmund stand Carstensen nur noch 28 Minuten auf dem Platz – zuletzt saรŸ der 23-Jรคhrige sogar zwei Mal die komplette Spielzeit auf der Bank. 

Einsatz von Schmitz verkรถrpert Schultz‘ Marschroute

Ein Novum fรผr den Rechtsverteidiger, denn eigentlich zeigte die Leistungskurve bei Carstensen seit diesem Sommer steil nach oben. Der Leihspieler hat in dieser Saison – bis eben zum BVB-Spiel – erst zwei Begegnungen verpasst, stand bis zum 17. Spieltag 14 Mal in der Startelf. Der 23-Jรคhrige war eben doch mehr als nur ein Backup. Im Hinspiel gegen Bremen fehlte der Dรคne aufgrund einer Gelb-Roten Karte, beim 1:0-Erfolg gegen Darmstadt aufgrund einer Ellenbogenverletzung. Nun also die beiden Begegnungen als Zuschauer. Und das, obwohl Trainer Timo Schultz noch in der vergangenen Woche betont hatte, dass sich die beiden Dรคnen doch auch in der Nรคhe der Startelf befinden wรผrden. Dort erhielt zuletzt wieder Benno Schmitz den Vorrang. Der Routinier verkรถrpert dabei auch ein wenig die Marschroute, die sich Timo Schultz auf die Fahne geschrieben hat: die Defensive muss stabilisiert werden.

Schmitz wirkt tatsรคchlich in der Rรผckwรคrtsbewegung sicherer, wenn auch nicht immer sattelfest, aber nicht so anfรคllig wie Carstensen, der im Sommer eigentlich als Backup fรผr den dienstรคltesten FC-Profi gekommen war. Doch der 23-Jรคhrige gefiel den Kรถlner Verantwortlichen. Christian Keller ohnehin. Der Sportdirektor hatte im vergangenen Jahr erzรคhlt, dass er sich bei der Entscheidung pro Carstensen auch gegen Widerstรคnde durchgesetzt habe.

Carstensen offensiv der Stรคrkere?

Doch auch Steffen Baumgart war zunehmend angetan, denn der Dรคne verstand sehr schnell, was Baumgart von einem Rechtsverteidiger verlangte – den unermรผdlichen Offensivdrang. Und so avancierte der 23-Jรคhrige, der bei seinem Heimatverein Genk von nicht wenigen als Fehlgriff wahrgenommen wurde, zum heimlichen Kรถnigstransfer. Die Ablรถse der Kaufoption in Hรถhe von 1,5 Millionen Euro hat Carstensen mit seinem Marktwert um ein Vielfaches รผbertroffen. Dass der FC die Option ziehen wird, wรคre wohl auch ohne Transfersperre keine Frage.

Auf der anderen Seite verkรถrpert Schmitz zurzeit auch die Kรถlner Schwachstelle. Der FC findet in der Offensive kaum statt. Das gilt auch fรผr Schmitz, der zwar immer wieder den Weg in die Offensive sucht, dort aber weiterhin auf das Flankenspiel setzt, das dem FC in dieser Spielzeit eher selten weitergeholfen hat. Am Freitagabend schlug der Rechtsverteidiger vier Flanken, von denen keine beim Mitspieler ankam. In der gesamten Saison kommt Schmitz auf 30 Flanken, vier fanden einen Mitspieler. Carstensen kommt auf 46 Hereingaben, mit einer รคhnlich schwachen Quote. Doch in nahezu jeder Offensivstatistik hat der junge Dรคne deutlich die Nase vorne. Ob das fรผr die Startelf gegen den VfB reicht?