Marius Bülter: Nach Zwangs- und Babypause in die nächste Phase des 1. FC Köln?
Simon Bartsch
Nach seinem beeindruckenden Schnellstart zu Saisonbeginn mit vier Torbeteiligungen in zwei Spielen waren die vergangenen Begegnungen nicht so glücklich. Erst mit schwerem Stand, dann verletzt. Nach der Geburt seines ersten Kindes könnte es weiter gehen beim 1. FC Köln: Startet Marius Bülter erneut durch?
Bis zu seiner Verletzungs- und dann der Babypause war er einer der absoluten Gewinner beim 1. FC Köln: Startet Marius Bülter erneut durch? Am Dienstag könnte der Stürmer wieder in das Training zurückkehren.
Marius Bülter nach seinem Treffer gegen Mainz (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
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Die Vorbereitung war kurz und sie war nicht so richtig erfolgreich. Marius Bülter kam Ende Juli zum FC, spielte gegen Vitesse Arnheim und durfte den FC sogar als Kapitän gegen Atalanta Bergamo aufs Feld führen. Und obwohl die Kölner in den beiden Begegnungen gleich elf Mal erfolgreich waren, trug sich Bülter in die Torjägerliste eben nicht ein. Der Transfer war bei einigen Fans der Kölner ohnehin von Skepsis begleitet. Doch das hat sich bereits nach wenigen Wochen bekanntlich zerschlagen. Aktuell ist der Angreifer eher so etwas wie der Hoffnungsträger in der Domstadt. Das hat sich der 32-Jährige, der von der TSG Hoffenheim ans Geißbockheim gewechselt ist, mit einer beeindruckenden Effizienz erarbeitet. Gegen Mainz erzielte der Angreifer den entscheidenden Treffer, gegen Freiburg war Bülter an drei Toren unmittelbar beteiligt, ist aktuell der Kölner Topscorer.
Der Mythos des „psychologisch wichtigen Zeitpunkts“
Kein Wunder, dass Bülter von den FC-Fans umgehend zum Spieler des Monats gewählt wurde. „Es freut mich und zeigt auch, dass ich mich hier wohlfühle, gut aufgenommen wurde und wir eine coole Mannschaft haben. Dann kann man auch seine Leistung bringen“, sagte der Angreifer erst jüngst im Interview mit fc.de. Die Stärke des 32-Jährigen kommt wohl auch durch die Flexibilität, die Lukas Kwasniok von seinen Spielern fordert, die der Spieler aber auch mitbringt.
„So flexibel habe ich noch nicht häufig gespielt und das macht es auch besonders. Wir finden uns immer wieder auf anderen Positionen wieder, das braucht auch seine Zeit, um es noch besser zu machen. Aber wir sind da auf einem guten Weg“, sagte der Stürmer. So hätte es auch aus Kölner Fan-Sicht natürlich gerne weitergehen können und sollen, tat es aber nicht. Gegen Wolfsburg tat sich der Offensivspieler schwer, gegen Leipzig verletzte sich Bülter, musste schon zur Halbzeit runter.
Rückkehr schon am Dienstag?
Gegen den VfB Stuttgart fehlte der Stürmer und ausgerechnet auch gegen seinen Ex-Club aus Hoffenheim. Bülter zeigte sich über diesen Umstand enttäuscht. Dabei war der Grund ein durchaus glücklicher. Denn der Stürmer fiel zuletzt aufgrund einer Babypause aus. Seit vergangenem Wochenende ist der 32-Jährige das erste Mal Vater. Und so dürfte der Stürmer durchaus beflügelt wieder in den Kader zurückkommen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass das schon am Dienstag passieren könnte. „Bei Bülti hoffen wir, dass er Anfang der kommenden Woche einsteigen kann, damit er eine volle Trainingswoche hat“, hatte Kwasniok am vergangenen Mittwoch gesagt.
Dann hätte der Angreifer sicherlich auch wieder die Chance, von Beginn an gegen Augsburg aufzulaufen. Allerdings setzte zuletzt Ragnar Ache ein Ausrufezeichen war gegen Fortuna und Viktoria Köln erfolgreich. Grundsätzlich scheinen die Fuggerstädter dem Stürmer auch zu liegen. Für Union Berlin und den FC Schalke 04 traf Bülter gegen den FCA, für die TSG legte der Angreifer einen Treffer auf. Am Donnerstag blieb beim Cologne Cup erst einmal wie angekündigt die Rolle des Zuschauers. Doch Marius Bülter hat ja schon zu Beginn der Saison bewiesen, dass er von Null auf 100 in Windeseile durchstarten kann.
So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln
Simon Bartsch
Ein Dutzend Spieler sind im Sommer nach Köln zum FC gewechselt und haben den Domstädtern damit ein neues Gesicht verliehen. Und Thomas Kessler scheint in seiner ersten Transferphase als Sportdirektor einen guten Job gemacht zu haben. So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln.
Zwar haben sich im Sommer auch einige Transferziele zerschlagen, dennoch wurde Thomas Kessler für seine Transfers von den Fans gefeiert. Und das offenbar nicht ohne Grund. So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln.
Joel Schmied, Kristoffer Lund und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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Ron-Robert Zieler: Der Weltmeister von 2014 kam als neue Nummer zwei und fügt sich in diese Rolle perfekt ein. Zieler wäre da, wenn Marvin Schwäbe ausfallen würde. Als Ersatzkapitän hat er eine wichtige Stimme in der Kabine. Zudem ist der Routinier – immerhin mehr als 400 Bundesliga und 2. Bundesliga-Spiele – der Pokal-Keeper der Kölner. Seine erste Aufgabe gegen Jahn Regensburg meisterte Zieler souverän, nun steht bald das Duell gegen den FC Bayern München auf dem Programm. Sicherlich ein weiteres Highlight seiner Karriere.
Starker Eindruck in der Defensive
Sebastian Sebulonsen: Einer der ganz großen Gewinner der noch jungen Saison. Der rechte Schienenspieler kam aus Bröndby zum FC und ehrlich gesagt hatten den Norweger wohl nur die wenigsten Experten so richtig auf dem Zettel. Die Arbeit beim FC und mit Lukas Kwasniok dürfte das Prädikat „perfektes Match“ tragen. Zumindest bislang. Sebulonsen ist neben Timo Hübers, Eric Martel und Jakub Kaminski einer von vier Spielern, die immer in der Startelf gestanden haben. Von den Spielern, die regelmäßig zum Einsatz kommen, erzielt der 25-Jährige die besten Zweikampfwerte, gewinnt im Schnitt zwei von drei Duellen. Trotz seiner Vorstöße in die Offensive und den meisten Flanken beim FC, wartet Sebulonsen noch auf seine erste Torbeteiligung.
Kristoffer Lund: Das Pendant zu Sebulonsen auf der linken Seite. Doch der gebürtige Däne mit amerikanischen Pass hat sich angesichts der großen Konkurrenz auf der linken Seite noch nicht komplett festspielen können. Dennoch: In vier der sieben bisherigen Pflichtspielen stand Lund in der Anfangsformation. Der 23-Jährige wirkt in den Zweikämpfen bislang aber nicht immer ganz sicher. Mit 35,11 km/h hat der Schienenspieler bislang die höchste Temperatur bei den Geißböcken auf dem Tacho.
Pech und schwerer Stand
Rav van den Berg: Pech für den teuersten Neuzugang des Sommers. Der Innenverteidiger zog sich bereits in seinem zweiten Pflichtspiel für die Geißböcke eine ärgerliche Schulterverletzung zu, musste operiert werden und fehlt seitdem. Dabei deutete Lukas Kwasniok vor wenigen Wochen an, welche Rolle der Niederländer beim FC spielen sollte. „Wir haben uns schon, ein wenig darauf fokussiert, mit Rav die richtige Konstellation auf den Platz zu bekommen“, sagte der Coach zuletzt. „Er hat sich dann in seinem 2. Spiel verletzt und dann ist die Gedankenwelt schon ein wenig zusammengebrochen.“ Kein Wunder, dass die Kölner für den Abwehrspieler tief in die Tasche gegriffen haben. Die Qualität blitzte in den ersten Spielen durchaus auf. An van den Berg wird der FC sicherlich noch seine Freude haben.
Cenk Özkacar: Etwas überraschend stand der Türke kurz nach seiner Verpflichtung im DFB-Pokal direkt in der Startelf. Die Leistung war durchaus in Ordnung. Doch sie reichte offenbar nicht, um sich für weitere Einsätze in der Anfangsformation zu beweisen. Seitdem ist der Innenverteidiger hinten dran, kam nur noch zu zwei Kurzeinsätzen gegen Mainz und Hoffenheim. „Für ihn gilt es jetzt Gas zu geben. Wenn die Zeit reif ist, werde ich ihn reinwerfen“, sagte Kwasniok zuletzt. Aktuell haben andere Spieler die Nase vorne und Özkacar einen schweren Stand.
18 Spieler bereits in der Startelf
Tom Krauß: Der 24-Jährige ist aktuell sicherlich einer der Spieler, die Lukas Kwasniok zu dem Pool an Akteuren zählen würde, die für ihn immer mal wieder in die Anfangsformation rotieren können. In den bisherigen sieben spielen war schon alles dabei: Drei Mal stand der etatmäßige Mittelfeldspieler in der Startelf, zwei Mal wurde er eingewechselt, zwei Mal saß er komplett auf der Bank. Zudem spielte der gebürtige Leipziger bereits in den Innenverteidigung, als Linksverteidiger und als Sechser. Nicht umsonst bezeichnete Kwasniok den Spieler unlängst als seinen „Defensiv-Allrounder“.
Isak Johannesson: Auch der Isländer gehört eigentlich zum Stammpersonal der Geißböcke. Einzig im Duell gegen Wolfsburg kam Johannesson erst zur zweiten Halbzeit. Allerdings wohl auch, weil sich der Mittelfeldspieler im Länderspiel gegen Frankreich einen Pferdekuss abgeholt hatte. Der 22-Jährige ist längst beim FC angekommen, konnte sich bereits mit zwei Treffern in die Torjägerliste eintragen. Er ist Taktgeber, Dauerläufer und Motor bei den Geißböcken – vor allem seine Spieleröffnungen sind für die Mannschaft enorm wichtig. „Er kann viel und auch intensiv laufen, hat eine gute Dynamik, einen guten ersten Step und kann an den Gegenspielern vorbei gehen“, erklärte auch Trainer Kwasniok.
Alessio Castro-Montes: Der letzte Transfer der Geißböcke des vergangenen Sommers ist noch nicht so richtig angekommen. Und das, obwohl es zunächst einen Blitzstart gegen Wolfsburg gegeben hat. Genau das ist laut Lukas Kwasniok aber auch kontraproduktiv gewesen. „Er war gerade angekommen, hat die Namen zum Teil noch nicht gekannt“, sagt der Coach. „Er war noch gar nicht angekommen. Ich habe von ihm etwas gefordert, das er nicht hätte bringen können.“ Möglicherweise dient die aktuelle Länderspielpause, um den Belgier näher an die Mannschaft zu bringen. Dabei können sich die Geißböcke wohl auf einen feinen Fuß freuen. Zumindest nach der Einordnung des Coachs. „Als wir ihn im Training gesehen haben, haben wir gedacht, wir haben eine Mischung aus Neymar und Messi verpflichtet“, sagte Kwasniok. Das klingt mindestens verheißungsvoll.
Die Kölner Hoffnungsträger
Jakub Kaminski: Verheißungsvoll war auch der Start des Polen beim FC. Der 23-Jährige ist unter Lukas Kwasniok absolut gesetzt, stand bislang immer in der Startelf und kommt von allen Kölner Profis auf die höchste Einsatzzeit. Kaminski ist auch der Hauptgrund, warum es einer der Leistungsträger des Vorjahren, Linton Maina, aktuell so schwer hat. Mit drei Toren ist der Offensivspieler der Top-Torjäger beim FC. Zudem erarbeitet Kaminski viele Torchancen, legt auch immer wieder für Torabschlüsse auf. Stand jetzt werden sich die Kölner mit großer Sicherheit im kommenden Sommer um eine feste Verpflichtung kümmern.
Said El Mala: Der 19-Jährige hat nicht erst mit seinem entscheidenden Treffer gegen Hoffenheim für Furore gesorgt. El Mala ist der Shootingstar bei den Geißböcken und die aktuelle Entwicklung macht ihn sportlich aber auch wirtschaftlich zum Kölner Hoffnungsträger. Der FC ist sehr darauf bedacht, den Youngster am Boden zu halten. Wenn der Offensivspieler seine Karriere aber weiter mit solchem Tempo vorantreibt, wird El Mala auch medial nicht klein zu halten sein.
Ragnar Ache: Laut der Einschätzung von transfermarkt.de ist der Stürmer neben Isak Johannesson der wertvollste Spieler der Geißböcke. Diese Qualität hat Ache bislang aber noch nicht komplett auf die Bahn gebracht. Der Stürmer wird von Lukas Kwasniok hauptsächlich als Joker gebracht. Erst einmal stand Ache von Beginn an auf dem Platz. Das aber, weil Marius Bülter verletzt ausfiel. Aber: Ache gefällt in der Rolle des Jokers. Der Stürmer bringt so eine andere Dynamik und eine andere Qualität ins Spiel. Nicht umsonst sammelte der Angreifer schon vier Vorlagen in sieben Pflichtspielen.
Marius Bülter: Der Stürmer war zum Saisonauftakt wohl die größte Überraschung unter den Neuverpflichtungen. Vor allem gegen Mainz und Freiburg spielte der Angreifer mit zwei Toren und zwei Vorlagen groß auf. Gegen Leipzig folgte dann die frühe Auswechslung aufgrund eines Pferdekusses, gefolgt von einer Achillessehnenreizung. Seitdem ist Bülter erst einmal außen vor. Doch aktuell deutet viel darauf hin, dass die Kölner an dem 32-Jährigen noch durchaus ihre Freude haben werden.
Marius Bülter zwischen Enttäuschung und Vorfreude: „Es ist bitter, dass es nicht klappt“
Simon Bartsch
FC-Neuzugang Marius Bülter ist seit diesem Sommer Stürmer der Geißböcke und hat in vier Spielen bereits vier Scorerpunkte gesammelt. Im Interview mit dem FC äußert sich der Ex-Hoffenheimer zu seinem Ankommen und dem Duell gegen die TSG: Marius Bülter über seine Rolle beim 1. FC Köln.
Der 32-Jährige Ibbenbürener scheint bereits nach kurzer Zeit beim FC angekommen zu sein. Zwei Tore, zwei Assists, Teil des Mannschaftsrats – und der Familienzuwachs steht auch kurz bevor: Marius Bülter über seine Rolle beim 1. FC Köln.
Marius Bülter lief in der Vorbereitung als Kapitän des 1. FC Köln auf
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Vier Bundesligaspiele – vier Scorerpunkte: Marius Bülter ist einer von zwölf Neuzugängen beim 1. FC Köln und hat sich direkt zu Saisonbeginn in den Vordergrund gespielt. Mit einem solch fulminanten Start hätte der Kölner Angreifer selbst nicht gerechnet, verrät Bülter im vereinseigenen Interview des FC. „Aber es freut mich und zeigt auch, dass ich mich hier wohlfühle, gut aufgenommen wurde und wir eine coole Mannschaft haben. Dann kann man auch seine Leistung bringen“, so Bülter. Der Wohlfühlfaktor sei bei dem 32-Jährigen schon extrem wichtig: „Wenn man sich nicht wohlfühlt und nicht gerne zum Training fährt, ist es schwierig, seine Leistung zu bringen.“
„Ich hätte das Spiel gerne gespielt“
Beim FC scheint es für Bülter jedenfalls nicht schwierig zu sein. Der Stürmer liefert, ist direkt zum Hoffnungsträger avanciert. „Die Menschen, die hier arbeiten, und auch die Leute in der Stadt sind extrem freundlich. Wenn man in der Stadt auf FC-Fans trifft, sind alle sehr herzlich. Das macht es besonders, weil man merkt, wie die Stadt mit dem Verein verbunden ist. Das ist etwas, was ich so noch nicht erlebt habe.“ Auch innerhalb der Mannschaft ist der Kölner Neuzugang gut aufgenommen worden. So wurde Bülter in den Mannschaftsrat gewählt, die Teamkollegen schätzen den gebürtigen Ibbenbürener, der versucht, seine Erfahrung weiterzugeben: „Ich bin nicht der Lautsprecher in der Kabine, der ständig etwas sagt. Ich versuche mit meiner Art und Weise, wie ich zum Sport stehe, sowie mit Leistung voranzugehen“, sagt Bülter.
Vorangehen kann der Stürmer aktuell nicht. Der Angreifer leidet aktuell an einer gereizten Achillessehne, fiel bereits gegen den VfB Stuttgart aus und verpasst auch das Duell gegen seinen Ex-Club. “Ich hatte dort zwei schöne Jahre, habe viele Leute kennengelernt und mich super wohlgefühlt. Ich hätte das Spiel gerne gespielt und die Leute wiedergesehen. Es ist bitter, dass es nicht klappt“, gibt Bülter zu. „Das tut schon weh, aber es lässt sich nicht ändern.“ Dabei wäre der Spieler möglicherweise auch fit nicht zum Einsatz gekommen. Bülters Frau erwartet ein Kind. „Es kann eigentlich jeden Moment so weit sein. Ich habe meine Uhr um, bin auf Abruf und warte, dass es losgeht“, sagt der 32-Jährige, der daher auch nicht sicher sagen kann, dass er das Spiel in den eigenen vier Wänden schaut, vielleicht eher „im Krankenhaus“.
Beim FC erlebt Bülter aktuell jedenfalls seinen zweiten Frühling.
Der FC wird am kommenden Sonntag wohl auf seinen Top-Stürmer zurückgreifen können. Der Angreifer hatte sich am Samstag in Leipzig leicht verletzt. Nun aber Aufatmen beim 1. FC Köln: Marius Bülter gibt selbst Entwarnung.
Am Samstag war bereits zur Halbzeit Schluss, am Sonntag wird er wohl wieder spielen für den 1. FC Köln: Marius Bülter gibt selbst Entwarnung und dürfte damit eine Option für die Startelf gegen Stuttgart sein.
Marius Bülter lief in der Vorbereitung als Kapitän des 1. FC Köln auf
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Fünf Tage bleiben Marius Bülter noch um seine Verletzung auszuheilen. Der Stürmer des 1. FC Köln hatte sich im Spiel gegen RB Leipzig verletzt, einen Pferdekuss abbekommen, wie nach dem Spiel Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz erklärte. Für den Angreifer war die Begegnung somit nach 45 Minuten bereits beendet. Eigentlich keine große Sache. Erst eine Woche zuvor hatte Isak Johannesson unter einer ähnlichen Verletzung gelitten, war dann aber im Spiel gegen Wolfsburg eingewechselt worden. Am Dienstag fehlte der Stürmer allerdings bei der morgendlichen Einheit. Wie berichtet trainierte Bülter individuell. Für Sonntag dürfte es aber auf jeden Fall reichen für den Angreifer. „Es geht gut, ich habe am Dienstag noch etwas ruhiger gemacht, denke aber, dass ich die Tage wieder ganz normal einsteigen kann“, sagte der 32-Jährige dem „Express„.
Bülter zu Gast bei besonderem Projekt
Bülter probierte sich am Nachmittag genauso wie Dominique Heintz im Blindenfußball an einer Grundschule in Köln. Die FC-Stiftung hatte den speziellen Workshop organisiert. Im Februar 2025 hatte die FC-Stiftung das Blindenfußball-Angebot des Polizei-Sportvereins Köln übernommen und im August ein Turnier ausgerichtet. Das Team sucht aktuell Verstärkung. Die von Bülter und Heintz war natürlich nur einmalig. Für die beiden FC-Profis steht schon am Mittwoch die nächste Einheit dann wieder bei den Profis auf dem Programm. Um 10.30 Uhr geht es wieder auf den Platz. Ob Bülter dann schon wieder dabei ist, ist offen. Für Sonntag wird es aber klappen, sagte der Spieler dem „Express“. Das wäre für den FC natürlich extrem wichtig. Bülter ist bislang der absolute Topscorer der Geißböcke.
Bülter beweist in der bisherigen Saison eine beeindruckende Effizienz vor dem gegnerischen Kasten. Vor dem Duell gegen Wolfsburg, bei dem Schiedsrichter Bastian Dankert das Tor des 1,88 Meter großen Angreifers wegen eines zuvor verübten Fouls von Joel Schmied nicht gelten ließ, war jeder Torschuss ein Treffer. Nun ruhen die Hoffnungen natürlich auch in der Begegnung gegen den VfB Stuttgart auf dem Stürmer.
Marius Bülter wird Spieler des Monats August beim 1. FC Köln
Redaktion
Im August startete der FC in die neue Spielzeit. Mit der neuen Saison startet auch eine besondere Abstimmung wieder beim 1. FC Köln: Marius Bülter wird Spieler des Monats August.
Ein Neuzugang hat sich im August ganz besonders in den Vordergrund gespielt beim 1. FC Köln: Marius Bülter wird Spieler des Monats August.
Marius Bülter jubelt nach seinem Treffer gegen Mainz (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
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Den Saisonstart hätten sich die Geißböcke vielleicht weniger nervenaufreibend vorstellen können, aber wohl kaum viel erfolgreicher. Denn mit sieben Punkten aus drei Ligaspielen und dem – wenn auch knappen – Erreichen der zweiten Runde des DFB-Pokals, hat Trainer Lukas Kwasniok mit seiner Mannschaft das doch schwere Auftaktprogramm gut begonnen. Zusammen mit elf Neuverpflichtungen und Leih-Rückkehrer Said El Mala gab es auch bereits einige Lichtblicke auf dem Platz. So überzeugte Youngster El Mala bisher zwar nur als Joker, dafür heizte der 19-Jährige der Mannschaft aber jeweils ordentliche ein und brachte nochmal neuen Schwung in die Schlussphasen der Partien.
60 Prozent der Stimmen gehen an den Gewinner
Doch nicht nur El Mala ist ein neues Gesicht beim 1. FC Köln, das für Schlagzeilen sorgt. Auch Neuzugang Jakub Kaminski gehörte die Aufmerksamkeit der Fans, der Medien und das Lob des Trainers. Denn der gebürtige Pole lieferte bisher gleich zweimal in der Bundesliga ab und traf den gegnerischen Kasten. Im Duell gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Wochenende sicherte er den Kölnern mit seinem Treffer in der 14. Minute der Nachspielzeit einen Punkt und stellte den zuvor von Marius Bülter gehaltenen Rekord des spätesten Liga-Tors ein. Dieser hatte im Mai 2023 beim Auswärtsspiel des FC Schalke 04 in der 12. Minute der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer erzielt.
Und so ist es nicht verwunderlich, dass Kaminski (22 Prozent) und El Mala (13 Prozent) bei der Wahl des Spielers für den Monat August des 1. FC Köln die Plätze zwei und drei belegen. Platz eins geht an den ehemaligen Rekordhalter Bülter. Dieser traf bereits zwei Mal für den FC, sammelte zusätzlich jedoch noch zwei Scorerpunkte durch seine Vorlagen im Duell gegen den SC Freiburg. Die Treffer erzielte der 32-Jährige in den Begegnungen gegen Mainz und Freiburg. Gegen die Mainzer traf Bülter auch das erste Mal in der Bundesliga. Mit einem großen Vorsprung und 60 Prozent der Stimmen geht der Titel des FC-Spielers des Monats August an den Stürmer.
Und das zu recht. Denn Bülter beweist bisher eine hohe Effizienz. Vor dem Duell gegen Wolfsburg am vergangenen Wochenende, bei dem Schiedsrichter Bastian Dankert das Tor des 1,88 Meter großen Angreifers wegen eines zuvor verübten Fouls von Joel Schmied nicht gelten ließ, war jeder Torschuss ein Treffer. Grund genug, den Preis der FC-Fans verliehen zu bekommen.
Warum Amouras Treffer zählte, warum Bülters Treffer nicht zählte
Simon Bartsch
Überraschend lange dauerte die Auflösung des nicht gegebenen Tors von Marius Bülter gegen den VfL Wolfsburg. Die Entscheidung, den Treffer nicht zu geben, war richtig, sorgte aber aufgrund einer anderen Situation für Unverständnis bei den Fans des 1. FC Köln: Warum Marius Bülters Tor nicht zählte, das von Mohamed Amoura aber schon.
Eigentlich soll der Videobeweis im Fußball für Klarheit sorgen, doch stehen am Ende dann doch oft mehr Fragen im Raum als möglicherweise ohne den VAR. Er sorgt zumindest für hitzige Diskussionen. So auch am Samstag beim Duell der Geißböcke bei den Wölfen, denn auch hier gab es unterschiedliche Einschätzungen und das zu Ungunsten des 1. FC Köln: Warum Marius Bülters Tor nicht zählte.
Marius Bülter lief in der Vorbereitung als Kapitän des 1. FC Köln auf
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Viel hat nicht gefehlt und Marius Bülter hätte sein Torkonto noch ein wenig nach oben schrauben können. Doch der Treffer des Stürmers zu einem möglichen 2:1 wurde bekanntlich zurückgepfiffen. Die Situation war schon ein wenig undurchsichtig – zumindest auf den Bildern im TV war es nicht ganz einfach, den Wolfsburger Spieler auszumachen, der das Abseits aufgehoben habe. Ein Abseits, das das Schiedsrichtergespann zunächst angezeigt und aufgrund dessen es den Treffer auch aberkannt hatte. Doch die Szene wurde standesgemäß überprüft – allerdings minutenlang. Schließlich schaute sich Bastian Dankert die Bilder selbst noch einmal an. Da ging es dann aber anscheinend schon nicht mehr nur um eine vermeintliche Abseitsposition.
Maßgeblichen Einfluss auf Situation
Tatsächlich hob Patrick Wimmer das Abseits auf. Allerdings nur, weil Joel Schmied den Spieler regelwidrig umschubste. Ohne das Foul hätte Dankert wohl auf Abseits entscheiden müssen. Der Schubser des Schweizers hatte somit maßgeblichen Einfluss auf eine spielentscheidende Szene. Das gestand auch Lukas Kwasniok schließlich ein, bestätigte später, er habe die Szene durchaus als regelwidrig gesehen. „Für mich war es ein Foul“, sagte der Coach, betonte aber auch, vor dem 1:1 ebenfalls ein Foul gesehen zu haben. Dem stimmte auch Wolfsburgs Trainer Paul Simonis zu. Tatsächlich gab es auch auf der anderen Seite einen Schubser. Moritz Jenz drückte eindeutig Timo Hübers um, wenn auch nicht mit der gleichen Dynamik wie Schmied bei Wimmer.
Dennoch hätten sich die Wölfe wohl nicht beschweren dürfen, wenn Dankert das Tor ebenfalls zurückgenommen hätte. Genauso wurden aber ähnliche Foulspiele schon oft genug nicht gegeben. Für Dankert war es offenbar zu wenig. Und für den VAR für eine klare Fehlentscheidung genauso. Der hätte nur eingreifen dürfen, wenn es sich um genau diese gehandelt hätte. Nur wo fängt eine „klare und eindeutige Fehlentscheidung“ an? Das Foul an Hübers fiel wohl in den Ermessensspielraum des Unparteiischen. Der große Fehler unterlief ohnehin Rav van den Berg, der sich von dem 20 Zentimeter kleineren Mohamed Amoura überspringen ließ. Unterm Strich bewertete Dankert die Situationen unterschiedlich und verdeutlichte damit einmal mehr, dass der VAR nicht wirklich für viel mehr Klarheit sorgt.
Mit Köpfchen und Effizienz: Marius Bülter überzeugt beim FC mit einer neuen Stärke
Simon Hense
Trotz seiner 1,88 Meter war Marius Bülter bisher noch nicht als Kopfballungeheuer aufgefallen, erzielte seine Tore meistens anders. Jetzt hat der Stürmer in den ersten beiden Ligaspielen direkt zweimal per Kopf getroffen für den 1. FC Köln: Marius Bülter zeigt eine neue Qualität.
In den ersten beiden Ligaspielen war Marius Bülter der gefeierte Mann. So steht er nach zwei Spielen bei zwei Vorlagen und zwei Toren. Letztere erzielte der Angreifer mit dem Kopf für den 1. FC Köln: Marius Bülter zeigt eine neue Qualität.
Marius Bülter im Spiel gegen den SC Freiburg
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45 Tore hatte Marius Bülter vor Beginn seiner Zeit in der Domstadt im deutschen Profifußball geschossen. Die meisten davon erzielte der Angreifer mit den Füßen. Als großes Kopfballungeheuer war der 32-Jährige in der Zeit noch nicht aufgefallen. Und das, obwohl der ehemalige Hoffenheimer mit 1,88 Meter ganz gute physische Voraussetzungen dafür mitbringt. Aber nur vier seiner 45 Treffer machte der flexible Offensivspieler mit dem Kopf. Diese Anzahl hat er beim 1. FC Köln jetzt schon fast eingestellt. Denn an den ersten beiden Spieltagen der Bundesliga traf der Neuzugang zweimal für den FC – beide Male per Kopfball.
Profiteur vom guten Flankenspiel
Anscheinend entdeckt Bülter bei den Kölnern eine neue Qualität für sich. Ein Grund dafür könnte die Spielweise von Trainer Lukas Kwasniok sein. Der Coach ist dafür bekannt, auch auf Flanken zu setzen. Dabei werden die Bälle aber nicht einfach nur wild in den Strafraum geschlagen, sondern in der Regel gut vorbereitet. Wie etwa bei Bülters Tor gegen Freiburg: Bei der Hereingabe von Jan Thielmann zogen zwei Kölner am ersten Pfosten beziehungsweise im Zentrum die Aufmerksamkeit der Verteidigung der Breisgauer auf sich, während Bülter hinten einlief und unbedrängt zum Kopfball kam. Gegen Mainz wiederum stellte Kwasniok in der Schlussphase bewusst Luca Waldschmidt etwas zurückzogen rechts auf, damit dieser mit seinem starken linken Fuß Flanken aus dem Halbfeld mit Zug zum Tor spielen konnte, während gleichzeitig vorne mit Bülter und Ragnar Ache zwei physisch starke Profis im gegnerischen Strafraum waren. Der Plan des Trainers ging bekanntlich voll auf und Bülter nutzte bei seinem Treffer seine ganzen 1,88 Meter, um den Ball noch leicht zu treffen.
Bei den beiden Toren des 32-Jährigen fällt jedoch noch eine weitere Sache auf: Es waren in den bisherigen Ligaspielen die einzigen Torabschlüsse des Stürmers. Jeder seiner Schüsse aufs Tor war bis jetzt ein Treffer, der Angreifer zeigt sich maximal effizient. Die geringe Anzahl an Schüssen könnte daran liegen, dass Kwasniok von seiner Sturmspitze verlangt, sehr beweglich zu agieren. So weicht der Neuzugang auch öfter auf die Flügel aus. Dadurch schaffte er etwa gegen Freiburg zwei Vorlagen. Aber dass der Offensivspieler seine Quote von einem Abschluss pro Tor nicht die ganze Saison über wird halten können, ist logisch. Trotzdem wäre es für den FC sehr wichtig, wenn Bülter weiter eine gute Chancenverwertung hat. Denn zum Start in die zweite Liga vor einem Jahr war genau diese eine große Schwäche der Geißböcke. Es bleibt daher abzuwarten, wie effizient sich Bülter die Saison über zeigt – und wie viele Kopfballtore er noch nachlegen wird. Wobei die FC-Fans bestimmt nichts dagegen hätten, wenn der Angreifer stattdessen im nächsten Spiel – wie früher so häufig – auch mit dem Fuß trifft.
Überraschungs-Transfer bahnt sich an: Wölfe rüsten vor FC-Spiel namhaft auf
Simon Bartsch
Anscheinend gibt es prominente Verstärkung beim Gegner des 1. FC Köln: Der VfL Wolfsburg steht offenbar unmittelbar vor der Verpflichtung von Christian Eriksen. Der Däne spielte zuletzt noch für Manchester City.
Ausgerechnet vor dem Spiel gegen Köln könnte es einen prominenten Zugang in der Bundesliga geben und das beim Gegner des 1. FC Köln: Wolfsburg befindet sich offenbar unmittelbar vor der Verpflichtung von Dänemarks Kapitän Christian Eriksen. Der Mittelfeldspieler war zuletzt vereinslos.
Christian Eriksen spielt künftig wohl für den VfL Wolfsburg (Foto: Clive Mason/GettyImages)
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Die Bilder von der Europameisterschaft 2001 sind unvergessen. Christian Eriksen brach damals im Gruppenspiel gegen Finnland mit einem Herzstillstand zusammen. Dass der Däne kein Jahr später wieder für sein Heimatland in der Nationalmannschaft auflief, hatte damals überrascht. Mittlerweile ist der Mittelfeldspieler wieder bei 100 Prozent, war in den vergangenen Jahren ein Leistungsträger bei Manchester United. Und offensichtlich wird der Däne schon bald in der Bundesliga auflaufen. Möglicherweise am Samstag bereits gegen den 1. FC Köln. Denn Eriksen steht unmittelbar vor dem Wechsel in die Bundesliga – und da anscheinend zu den Wölfen. Das berichtet die dänische Zeitung „Tipsbladet“.
Viele Dänen bereits in Wolfsburg
Noch am Morgen war der Däne mit Bayer Leverkusen und dort seinem Ex-Nationaltrainer Kasper Hjulmand in Verbindung gebracht worden. Der neue Coach der Werkself wollte sich nicht äußern. Nun scheint es der Wechsel zum VfL zu werden. In Wolfsburg sind mit Jesper Lindstrøm, Andreas Skov Olsen, Jonas Wind, Joakim Maehle und Adam Daghim zahlreiche Dänen aktiv. Ob Eriksen gegen den FC zum Einsatz kommt, ist allerdings offen. Immerhin war der Mittelfeldspieler nun einige Wochen vereinslos. Nur deswegen darf der VfL auch noch einmal zuschlagen. Denn das Transferfenster hat bekanntlich schon seit einer guten Woche geschlossen. Nur vertragslose Spieler dürfen noch unter Vertrag genommen werden.
Lange war Eriksen noch Kapitän der dänischen Nationalmannschaft. Für die WM-Qualifikationsspiele gegen Schottland und Griechenland war der Mittelfeldspieler nicht nominiert worden. Wohl auch, weil er noch auf Vereinssuche war. Die WM im kommenden Jahr soll noch einmal ein Highlight werden. Ob es dazu reicht, werden die kommenden Wochen zeigen – dann wohl im Trikot der Wölfe.
Matchwinner des 1. FC Köln: Marius Bülter braucht keine Eingewöhnungszeit
Simon Hense
Zwei Vorlagen, ein Tor: Marius Bülter war gegen den SC Freiburg der überragende Mann auf dem Platz. Und schon in der Vorwoche in Mainz erzielte der Neuzugang den Siegtreffer: Marius Bülter startet stark beim 1. FC Köln.
Zwei Spiele in der Liga, zwei Tore und zwei Vorlagen: Das ist bis jetzt die überragende Liga-Bilanz von Marius Bülter. Der Stürmer fügt sich bisher exzellent ein: Marius Bülter startet stark beim 1. FC Köln.
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Zuerst war es eine maßgenaue Flanke aus größerer Distanz auf Jakub Kaminski zum 1:0. Dann lief Marius Bülter perfekt ein und vollendete die Hereingabe von Jan Thielmann zum 2:0. Und nur 10 Minuten später legte der Neuzugang dann wiederum mit einem flachen Pass von außen an den Strafraumrand dem Kölner Eigengewächs das 3:0 auf. Mit insgesamt drei Scorerpunkten war Bülter der überragende Mann auf dem Platz im Duell mit dem SC Freiburg. So verdiente der Angreifer sich die come-on-fc-Note eins. Und fast wäre sogar noch eine dritte Vorlage dazu gekommen, aber Jakub Kaminski scheiterte nach einem schönen Steckpass des ehemaligen Hoffenheimers an Noah Atubolu.
Gute Rotationen mit seinen Nebenleuten
Aber auch abgesehen von seinen Torbeteiligungen absolvierte der flexible Offensivspieler eine starke Partie. Als zentrale Sturmspitze aufgeboten ließ er sich immer wieder vor allem nach links, aber auch nach rechts fallen. Dann füllten Kaminski oder Thielmann die Spitze auf. „Wir gehen viele Wege, wir tauschen immer wieder die Positionen und im Moment komme ich in ganz gute Abschlusspositionen“, so Bülter über die Rotationen. Gerade auf der linken Seite kombinierte der Angreifer immer wieder sehr gut mit Kaminski. Der Neuzugang aus Hoffenheim spielte dabei viele Pässe in die Tiefe und war sehr beweglich. Das verlangt Lukas Kwasniok auch von seinem Stürmer.
Fast hätte der Trainer ihn aber gar nicht erst aufgestellt. „Er hat fast nicht begonnen, weil er nicht gut trainiert hat. Er hat zwei schlechte Trainingstage gehabt, weil er sich noch nicht von dem Spiel erholt hatte. […] Weil er einfach keine volle Vorbereitung hatte. Die harten Läufe in den ersten zwei, drei Wochen haben ihm gefehlt. Er war zwar in Hoffenheim schon im Trainingsbetrieb, hatte aber eine kleinere Verletzung. Und diese harten Läufe haben ihm gefehlt. Er hat sich noch nicht so schnell regenerieren können. Aber aufgrund des Tores und eben auch aufgrund seiner Größe hab ich gesagt ´Komm, gib Gas, solange du kannst´“, so Kwasniok. Am Ende war es die goldrichtige Entscheidung, auf den 32-Jährigen zu setzen.
Stark auch im Anlaufen
Der hatte schon in Mainz das entscheidende Tor erzielt und angedeutet, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann. Daran knüpfte Bülter nun nahtlos an. Denn neben seiner Stärke in der Offensive überzeugte der Angreifer erneut mit seiner Arbeitsbereitschaft. Bis zu seiner Auswechslung in der 77. lief der erfahrene Profi 9,79 Kilometer und spulte so ein gutes Pensum ab. So war der 32-Jährige im Anlaufen als Sturmspitze sehr wichtig. Mit seinem Eifer passt der Offensivspieler wie die Faust aufs Auge zu Kwasniok. Und dieser weiß ihn offensichtlich richtig einzusetzen, wie an den guten ersten Leistungen zu erkennen ist. Bülter benötigt anscheinend keine Eingewöhnungszeit und liefert sofort voll ab in der Domstadt. Und wenn er die gute Frühform über die Länderspielpause konservieren kann, könnte der Neuzugang sich als echter Top-Transfer für den FC herausstellen.
Siegtorschütze gegen Mainz: Darum ist Marius Bülter für den FC so wichtig
Simon Hense
In seinem ersten Bundesligaspiel für den FC erzielte Marius Bülter direkt den Siegtreffer. Aber auch davon ab zeigte der Neuzugang eine ordentliche Leistung: Marius Bülter deutet seine Wichtigkeit für den 1. FC Köln an.
Seit ein paar Wochen ist Marius Bülter am Geißbockheim. Nun gab der Angreifer gegen Mainz 05 seinen ersten Bundesligaauftritt für den FC und erzielte direkt den Siegtreffer: Marius Bülter deutet seine Wichtigkeit für den 1. FC Köln an.
Marius Bülter köpfte den FC gegen Mainz zum Sieg (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
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Es war ein Abnutzungskampf am vergangenen Sonntag zwischen Marius Bülter und der Mainzer Defensive. Das sah man auch am Trikot des Angreifers, das nach den 90 Minuten etwas mitgenommen war. Am Ende konnte der Kölner Neuzugang das Duell aber für sich entscheiden: Indem der 32-Jährige die Flanke von Luca Waldschmidt noch leicht mit dem Kopf berührte, erzielte der ehemalige Hoffenheimer in seinem ersten Bundesligaspiel für die Geißböcke direkt den Siegtreffer. Und auch sonst war der flexibel einsetzbare Offensivspieler umtriebig, leitete zum Beispiel die erste Großchance nach der Pause ein, die Jan Thielmann jedoch vergab.
Viele taktische Optionen dank Bülter
Mit seiner Leistung deutete die Neuverpflichtung jedenfalls schonmal an, warum ihn Trainer Lukas Kwasniok unbedingt haben wollte. Speziell Bülters enormer Einsatzwille kam zum Vorschein. So legte der 32-Jährige mit 11,39 Kilometern die zweimeisten aller Kölner Spieler zurück, nur Eric Martel lief noch mehr. Dazu kam Bülter auf 45 Ballkontakte und damit ebenfalls auf die zweitmeisten der Kölner Offensivspieler. Eine Passgenauigkeit von mehr als 80 Prozent spricht ebenfalls für den Angreifer. Dazu passen Bereitschaft und Leidenschaft perfekt zu seinem neuen Coach, der immer wieder diese Grundtugenden betont. So überzeugt der Siegtorschütze nicht nur in der Offensive, sondern hilft auch in der Defensive und im Pressing.
Mit seiner Flexibilität eröffnet der Angreifer Kwasniok auch taktisch einige Möglichkeiten. So lief der Offensivspieler zu Beginn als zentraler Stürmer auf. Nach den ersten Kölner Wechseln war seine Rolle dann eine andere. „Wir haben 20 Minuten vor Schluss umgestellt. Da habe ich die rechte Schiene gespielt und gemerkt, dass wir da schon viel um den Sechszehner herum gespielt haben und nicht mehr so die Boxbesetzung hatten. Dann hat der Trainer gesagt, ich solle reingehen und dann hat es gut geklappt, weil Luca da eine gute Flanke gespielt hat“, so Bülter. Auch in Zukunft könnte der Coach darum die Vielseitigkeit des 32-Jährigen nutzen, um im Spiel umzustellen, egal ob mit oder ohne Einwechslungen. Und damit kann der Neuzugang noch sehr wichtig für den FC in der Bundesliga werden.