1. FC Köln: Warum Marius Bülter nicht der Ersatz für Ache und Dallinga sein kann

Marius Bülter nach einer vergebenen Chance
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1. FC Köln: Warum Marius Bülter nicht der Ersatz für Ache und Dallinga sein kann

Marius Bülter war gegen Eintracht Frankfurt der gefährlichste Offensivspieler des 1. FC Köln. Doch auch der 33-Jährige konnte seine Chancen nicht nutzen und wartet weiter auf seinen ersten Scorerpunkt. Viel schwerer wiegt allerdings ein anderes Problem: Bülter bringt nicht die Eigenschaften mit, die René Wagner von einem klassischen Zielstürmer benötigt.

Zwei gute Möglichkeiten, kein Treffer: Marius Bülter hätte den 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt früh in Führung bringen können. Der Angreifer war dennoch der gefährlichste Kölner Offensivspieler. Doch ausgerechnet seine Leistung verdeutlichte ein grundsätzliches Problem: Bülter kann Chancen kreieren, den fehlenden klassischen Zielstürmer aber nicht ersetzen.

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Es hätte nicht viel gefehlt und der FC hätte gegen Eintracht Frankfurt einen Auftakt nach Maß gefeiert. Bereits in der ersten Minute lief Marius Bülter alleine auf Noah Atubolu zu, bekam die Kugel aber nicht am Keeper vorbeigelegt. Und der Offensivspieler hatte etwas später nach Borna Sosas Freistoß sogar noch eine bessere Chance, die Führung der Geißböcke zu erzielen. Doch wieder scheiterte der Routinier am Frankfurter Schlussmann. Unter dem Strich war der Angreifer im Duell gegen die Hessen der gefährlichste Kölner Offensivspieler. Der 33-Jährige erhielt wieder den Vorzug vor Spielern wie Jan Thielmann oder Luca Waldschmidt und dieses Mal sogar vor Englands Supertalent Mikey Moore. Bülter ist also rein quantitativ aktuell die Antwort auf die Frage nach dem Ersatz für Thijs Dallinga, der sich im Testspiel gegen Viktoria Köln einen Kreuzbandriss zugezogen hat, oder Ragnar Ache, der mit einer muskulären Verletzung ausfällt.

Marius Bülter wartet beim 1. FC Köln weiter auf seinen ersten Scorerpunkt

Bei der Frage, wie er die beiden qualitativ ersetzt, ergibt sich jedoch ein gemischtes Bild. Dass sich Bülter in die gefährlichen Räume bewegt, ist gut. Dass er sie bislang nicht nutzen kann, weniger. Denn der Offensivspieler kommt bisher auf keinen Scorer. Gegen Stuttgart war der Angreifer nah dran, doch sein vermeintlicher Treffer wurde zu recht als Eigentor von Ramon Hendriks gewertet. Der Stürmer kam daher bislang noch nicht auf dem Scorerboard vor. Und das, obwohl Bülter in der Vorbereitung einer der Kölner Topscorer war. Das letzte Pflichtspieltor dagegen erzielte der Stürmer im vergangenen Mai gegen Heidenheim. Die Durststrecke will Bülter am kommenden Samstag im Spiel gegen seinen Ex-Verein beenden. Von 2021 bis 2023 lief der Stürmer 69 Mal für Schalke auf, war in der Zeit mit 23 Toren und 14 Vorlagen im Schnitt in jedem zweiten Spiel an einem Tor unmittelbar beteiligt. Doch an die Quote kam er anschließend weder bei Hoffenheim noch in Köln ran.

Warum Bülter den fehlenden Zielstürmer nicht ersetzen kann

Nun soll er die Antwort auf eine Frage sein, die er eigentlich nicht erfüllen kann. Denn wie berichtet ist Bülter nicht der klassische Zielstürmer, den die Geißböcke für ihr Spiel eigentlich vorgesehen haben. Ein groß gewachsener Stürmer in der Spitze, der Bälle festmacht oder ablegt, der den schnellen Flügelspielern Zeit zum Nachrücken und Räume auf den Außen schafft. Natürlich gibt es auch Wege, ohne Zielstürmer erfolgreich und gefährlich zu agieren. Nur hat der FC diese gegen Frankfurt kaum gefunden. Bülter zeigte gegen die Hessen eine ordentliche Leistung, bewies aber auch, dass er eben die Rolle des Zielstürmers nicht erfüllt. Gerade wenn die Kölner unter Druck gerieten, fehlte ihnen ein zentraler Anspielpunkt, der lange Bälle sichern und seinen Mitspielern Zeit zum Nachrücken verschaffen konnte. Nach dem Wechsel fand die FC-Offensive so gut wie nicht mehr statt.

Bülter ist damit nicht das Problem der Kölner Offensive. Im Gegenteil: Gegen Frankfurt zeigte er, dass er sich in gefährliche Abschlusspositionen bringen kann. Doch der FC benötigt offenbar mehr als einen Angreifer, der selbst zum Abschluss kommt. Ohne Dallinga und Ache fehlt Wagner ein Spieler, der auch seine Mitspieler besser in Szene setzen kann. Solange die Kölner keinen anderen Weg finden, diese Lücke zu schließen, dürfte die Offensive weiter vor Schwierigkeiten stehen. Bülter kann dabei ein Teil der Lösung sein. Der klassische Zielstürmer, den der FC ursprünglich eingeplant hatte, ist er aber nicht.

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Viele Abschlüsse, kaum Torgefahr: Kölns Offensivproblem hat auch in Frankfurt Bestand

Said El Mala überzeugte nicht gänzlich im Spiel gegen Würzburg
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Viele Abschlüsse, kaum Torgefahr: Kölns Offensivproblem hat auch in Frankfurt Bestand

Der 1. FC Köln gehört bei den Torabschlüssen zu den auffälligeren Mannschaften der Bundesliga. Doch die nackte Anzahl der Schüsse täuscht über ein Problem hinweg: Wirklich gefährliche Möglichkeiten erspielen sich die Geißböcke vergleichsweise selten. Das zeigte auch die Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Warum der FC trotz vieler Abschlüsse offensiv zu wenig Durchschlagskraft entwickelt.

Gegen Eintracht Frankfurt blieb Said El Mala ohne Treffer, auch Marius Bülter konnte seine Möglichkeiten nicht nutzen. Doch die ausbleibenden Tore sind nicht nur eine Frage der Chancenverwertung. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Kölner vor allem ein anderes Problem haben.

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Wenige Tage, nachdem sich Said El Mala mit seinem Treffer zum 2:1 zum Derbyhelden geschossen hatte, lief es bei dem 20-Jährigen nicht mehr so gut. Zwar hatte der Offensivspieler auch gegen Eintracht Frankfurt seine Möglichkeiten, die ganz große Torgefahr strahlte El Mala dabei aber nicht aus. Denn Torschuss ist nicht gleich Torschuss und Chance eben nicht gleich Chance. Anders ausgedrückt: Die Anzahl an Abschlüssen sagt relativ wenig über die Anzahl von guten Torchancen aus und diese wiederum nicht so wirklich viel über deren Qualität. El Mala kreierte jedenfalls nicht die ganz große Torgefahr. Dass aber ein möglicher Zusammenhang nur an der Leistung des Youngsters hänge, wollten weder der deutsche Nationalspieler noch Geschäftsführer Thomas Kessler so sehen.

Nicht nur El Mala: Auch Bülter lässt Chancen liegen

El Mala sagte am Sky-Mikrofon, dass diese These Quatsch sei. Kessler verwies wiederum darauf, dass eben auch andere Offensivspieler ihre Möglichkeiten hatten. Am auffälligsten war in der Tat Marius Bülter. Der Stürmer kam schon in eine gute Abschlussposition, da hatten die letzten Fans ihren Sitzplatz noch nicht eingenommen. Später war Eintracht-Keeper Noah Atubolu aus kurzer Distanz für den Stürmer nicht zu überwinden. „Ich muss vielleicht genauer zielen. Den ersten will ich ihm über den Kopf hauen, da reißt er die Arme hoch, den zweiten hält er ganz gut. Da fehlt vielleicht das Glück“, so Bülter. Zwar gehört es zu den Kernkompetenzen eines Angreifers, die Chancen dann auch zu nutzen, doch Marius Bülter war sicherlich der Kölner Stürmer, der sich für die Geißböcke in die gefährlichsten Situationen brachte.

91 Torschüsse – doch die x-Werte zeigen das FC-Problem

Bülter stand vor allem aber symptomatisch für ein Kernproblem der Kölner. Der FC kommt zwar zu Abschlüssen, in aller Regel auch deutlich mehr als das Ligamittel, Großchancen kreieren die Kölner dabei eher selten und auch die Torgefahr strahlen die Geißböcke eher wenig aus. Um es zu veranschaulichen: Mit 91 Torabschlüssen liegt Köln in dieser Statistik im oberen Tabellendrittel. Mit dem xGoals-Wert von 9 dagegen im unteren. So hatte Marius Bülter gegen die Eintracht wohl die besten beiden Möglichkeiten. Der FC ging aber mit einem xGoals-Wert von 0,4 in die Kabine. Bedeutet: Die Qualität der Möglichkeiten ließ gerade einmal 0,4 Tore erwarten. Im zweiten Durchgang kamen noch einmal 0,1 dazu.

Dass die Torwahrscheinlichkeit von 0,1 wiederum zu einem Treffer reicht, zeigte Frankfurts Nationalspieler Younes Ebnoutalib. Denn beim entscheidenden 1:0 erreichte der junge Angreifer genau diesen Wert. Und das war insofern erstaunlich, da Frankfurt insgesamt einen xGoals-Wert von 1,8 erreichte, abgesehen vom Treffer hätten nach dieser Statistik also durchaus noch weitere Tore fallen können. Der Eindruck, die Kölner hätten also einen Punkt verdient gehabt, deckt sich nicht mit der ausgestrahlten Torgefahr. Und tatsächlich begegneten sich die Mannschaften in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe. Frankfurt hatte mehr Spielanteile, der FC mehr Abschlüsse. Nach dem Wechsel verdiente sich die Eintracht den Sieg aber zunehmend. Umso erstaunlicher, dass FC-Coach René Wagner bei seiner durchaus verständlichen Herangehensweise, für die Stabilität der Defensive einen Offensivspieler zu opfern, auf Mikey Moore verzichtete, der mindestens in der Wahrnehmung der Kölner Fans für mehr kreative Momente in der Offensive verpflichtet wurde.

Derbysieg zeigt: Auch unwahrscheinliche Treffer sind möglich

Dass man jedoch Spiele auch ohne die ganz große Torgefahr gewinnen kann, zeigte der Derbysieg. Dort kamen die Torschützen Said El Mala und Isak Johannesson mit ihren Treffern gemeinsam auf einen xGoals-Wert von sage und schreibe 0,07. Die beiden erzielten damit die unwahrscheinlichsten Treffer des gesamten Spieltags.

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Said El Mala und Mikey Moore gesetzt: Anderen FC-Profis droht eine schwierige Saison

Said El Mala und Mikey Moore
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Said El Mala und Mikey Moore gesetzt: Anderen FC-Profis droht eine schwierige Saison

Gegen den Hamburger SV standen Said El Mala und Mikey Moore das erste Mal gemeinsam auf dem Platz. Auch wenn das Zusammenspiel noch nicht perfekt harmonierte, dürften die beiden Hochbegabten in den kommenden Wochen gesetzt sein. Damit bleiben nicht mehr viele Positionen hinter der Spitze frei beim 1. FC Köln: Mehreren Offensivspielern droht eine schwere Saison.

Mit Said El Mala und Mikey Moore hat der FC zwei Youngster in seinen Reihen, die aufgrund ihrer Qualität gesetzt sind. Hinter den beiden entfacht sich dadurch ein großer Konkurrenzkampf. Denn bis zu fünf Spieler kämpfen um die verbliebenen Plätze neben den beiden Kölner Hoffnungsträgern.

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Es war nicht die Premiere, die sich alle beim 1. FC Köln erhofft haben: In Hamburg liefen Said El Mala und Mikey Moore das erste Mal zusammen für die Geißböcke auf. Das Potenzial ihres Zusammenspiels blitze allerdings nur in ein paar Momenten auf. So war nach der Partie klar: Das Duo braucht noch Zeit, um sich einzuspielen. Und die wird ihnen Trainer René Wagner mit Sicherheit geben. Denn auch wenn sie die Niederlage beim HSV nicht abwenden konnten, dürften die beiden Hochbegabten in der Kölner Offensive gesetzt sein. Zu groß ist ihre Qualität, als dass der FC auf einen von beiden freiwillig verzichten könnte. Lange sah es so aus, dass neben dem Duell zwischen Thijs Dallinga und Ragnar Ache im Sturm, nur eine Position offen ist. Beide fallen nun aus. Dennoch machen sich gleich fünf Profis Hoffnungen auf weitere Einsatzzeit. Für einige von ihnen dürfte es eine schwierige Saison werden.

Linton Maina beim 1. FC Köln in der Pole Position

Zumindest in den nächsten Wochen dürfte sich Linton Maina in der Hinsicht keine Sorgen machen. Der Rechtsaußen stand seit dem zweiten Spieltag immer in der Startelf und konnte die guten Eindrücke aus der Vorbereitung bestätigen. Mit seiner Dynamik und seinem Tiefgang belebte der Angreifer immer wieder das Kölner Offensivspiel. In seinen insgesamt fünf Einsätzen im Pokal und in der Liga kommt der 27-Jährige dabei bereits auf ein Tor und zwei Vorlagen. Durch seine zuletzt guten Leistungen wird der Flügelspieler wohl auch in den kommenden Wochen in der Pole Position um den Platz neben El Mala und Moore sein. Allerdings muss Maina seinen starken Start weiter bestätigen, um nicht verdrängt zu werden.

Dass der Angreifer zuletzt so gut aufspielte, verkompliziert die Situation natürlich nochmal zusätzlich für seine Konkurrenten. Besonders Jan Thielmann bekam das in den vergangenen Wochen zu spüren. Denn während das Kölner Eigengewächs im Pokal gegen Würzburg und in den ersten beiden Ligaspielen noch von Anfang an spielen durfte, blieb er gegen Werder Bremen und den HSV ohne eine Minute. Eine logische Entwicklung angesichts seiner Leistungen. Der 24-Jährige konnte in seinen Einsätzen kaum für Impulse sorgen. Gerade spielerisch muss der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler mehr zeigen, um wieder ein Kandidat für die Startelf zu sein – oder um zumindest Chancen als Joker zu bekommen.

Marius Bülter und Luca Waldschmidt kämpfen um Einsatzzeit

Solche Chancen wiederum bekam Marius Bülter bisher immer wieder. Gegen Würzburg und Werder war der Routinier in der Startelf, ansonsten kam er immerhin zu Joker-Einsätzen. Dabei zeigte der Angreifer hin und wieder Ansätze, dass er für die Mannschaft wertvoll sein kann. Zum Beispiel indem der 33-Jährige im Pokal die Hereingabe gab, die zum zwischenzeitlichen Ausgleich führte, oder durch das Erzwingen des Eigentors von Ramon Hendriks gegen den VfB Stuttgart. Bülter könnte nun von den Ausfällen der Stürmer profitieren. Der Routinier kann in der Spitze spielen, könnte aber auch über den Flügel kommen, falls sich Wagner für eine Spitze mit Moore oder El Mala entscheidet.

Luca Waldschmidt kam bislang nicht über wenige Minuten hinaus. Das lag allerdings auch an einer Verletzung. So fiel der siebenmalige deutsche Nationalspieler zum Saisonstart mit muskulären Problemen aus. Wegen seines Trainingsrückstands nominierte ihn sein Coach darauf nicht für den Spieltagskader gegen Bremen. Eine Situation, die den 30-Jährigen frustrierte, wie er kurz darauf im Podcast des 1. FC Köln offen zugab: „Das fühlt sich für mich scheiße an.“ So ist Waldschmidt überzeugt davon, dass er seinen „Impact immer reinbringen kann.“ Wenigstens für knapp zehn Minuten durfte der Angreifer das gegen den HSV unter Beweis stellen. Trotzdem mit Sicherheit zu wenig für die Ansprüche des erfahrenen Profis. Sollte sich an dieser Ausgangslage auch in den kommenden Wochen nichts ändern, dürfte sich bei ihm noch mehr Frust anstauen.

Auch Reigan Heskey kämpft um Einsatzzeit beim 1. FC Köln

Mehr erhofft hatte sich bestimmt auch Reigan Heskey nach seinem Wechsel in die Domstadt im Sommer. Der Engländer wurde bisher nur einmal eingewechselt und stand in den vergangenen beiden Spielen nicht im Spieltagskader. Stattdessen lief das Talent einmal für die U21 der Geißböcke auf. Sicherlich hatte sich der 18-Jährige gewünscht, bereits schneller in der Bundesliga Fuß zu fassen und mehr Einsatzzeit zu bekommen. Die Erwartungen bremste sein Trainer jedoch zuletzt: „Fußballerisch haben wir keine Bedenken, dass er sofort Einfluss nehmen kann, aber er muss die Bundesliga auch athletisch bewältigen.“ Somit wartet wohl noch einiges an Arbeit auf den Linksaußen, bis er regelmäßig in der ersten Mannschaft spielen darf. Das ist bei einem so jungen Spieler wie ihm auch angesichts der zuvor beschriebenen Konkurrenzsituation allerdings auch nichts Ungewöhnliches.

Dabei könnte sich die Situation im Winter noch verschärfen. Denn am Donnerstagmorgen kam durch die „Bild“ das Gerücht auf, dass der FC über eine schnelle Rückkehr von Jakub Kaminski nachdenke. Der Pole ist seit seinem Sommerwechsel zu Benfica noch nicht richtig in Portugal angekommen und musste häufig auf der Bank Platz nehmen. Sollten die Geißböcke den Offensivspieler im Winter zurückholen, gäbe es noch einen Kandidaten mehr um einen freien Platz. Und der 24-Jährige dürfte wie in der vergangen Saison klare Ansprüche auf einen Stammplatz haben. Aber auch ohne Kaminski ist die Konkurrenzsituation bereits so groß, dass Wagner gefordert sein wird, alle Spieler bei Laune zu halten, selbst wenn diese auf wenig Einsatzzeit kommen. Zudem wird bereits über einen weiteren Mittelstürmer nachgedacht. Wie gut der Coach diese Herausforderung meistern kann, wird sich zeigen.

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Ache und Dallinga im Fokus – doch ein anderer FC-Stürmer trifft gegen Bremen besonders gern

Marius Bülter nach seinem Treffer gegen Mainz
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Ache und Dallinga im Fokus – doch ein anderer FC-Stürmer trifft gegen Bremen besonders gern

Im Angriff stehen dem 1. FC Köln vor dem Duell mit Werder Bremen zwei spannende Optionen zur Verfügung. Ragnar Ache konnte bereits in der vergangenen Saison mit guten Leistungen überzeugen. Thijs Dallinga geht nach seinem Doppelpack gegen die TSG Hoffenheim mit ordentlich Rückenwind in die Partie. Beide haben damit Argumente auf ihrer Seite, wenn es um die Besetzung im Kölner Sturm geht. Doch auch ein weiterer Stürmer traf bereits häufig gegen Werder: Marius Bülter hat gegen Bremen eine bemerkenswerte Bilanz.

Nach seinem Debüttreffer für die Geißböcke am ersten und seinem Ausfall am zweiten Spieltag, steht Thijs Dallinga dem 1. FC Köln neben unter anderem Ragnar Ache als Stürmer wieder zur Verfügung. Entsprechend richtet sich der Blick vor dem Duell mit dem SVW vor allem auf die Frage, wer von beiden in der Startelf stehen wird. Dabei gerät ein anderer FC-Stürmer schnell aus dem Blickfeld – obwohl gerade er gegen Werder eine bemerkenswerte Bilanz vorzuweisen hat.

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Die Rede ist von Marius Bülter. Denn der 33-Jährige hat in der Bundesliga gegen keinen anderen Gegner so häufig getroffen wie gegen Werder Bremen. Fünf Tore stehen für ihn gegen die Grün-Weißen zu Buche – mehr als gegen jeden anderen Bundesligisten. Die Treffer stammen dabei aus unterschiedlichen Phasen seiner Karriere. Sowohl bei Union Berlin, als auch im Dress der TSG Hoffenheim war Bülter gegen Werder erfolgreich. Zweimal gelang Bülter gegen die Bremer sogar ein Doppelpack. So auch bei seinem letzten Torerfolg gegen den SVW im September 2024. Gut ein Jahr zuvor schoss er nach Einwechslung das erlösende Siegtor für die Hoffenheimer. Eine Qualität die auch mit Blick auf das bevorstehende Spiel interessant ist.

Aktuell nur Joker

Denn Bülter dürfte gegen Bremen nicht zu den ersten Optionen für die Startelf gehören. Schon bei der 1:4-Niederlage in Stuttgart kam er erst nach 75 Minuten für Ache in die Partie. Der Routinier brachte den FC immerhin noch auf die Anzeigetafel, auch wenn der Treffer schließlich als Eigentor von Ramon Hendriks gewertet wurde. Trotzdem zeigte sich dabei, welche Rolle 33-Jährige beim FC derzeit einnehmen kann. Ein Joker, der von der Bank neue Impulse geben soll. Mit Dallinga ist nun zudem eine weitere Offensivoption wieder fit, wodurch Bülters Einsatzzeit keineswegs garantiert ist. Gerade deshalb könnte es am Samstag zunächst einmal darum gehen, ob der gebürtige Ibbenbürener überhaupt die Gelegenheit bekommt, seine besondere Bilanz gegen Werder weiter auszubauen.

FC-Umfrage

Wer gewinnt?

Eintracht Frankfurt vs. 1. FC Köln
Frankfurt
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Remis
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Köln
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Sollte Bülter allerdings gebraucht werden, hätte er zumindest statistisch einen Gegner vor sich, gegen den es in der Vergangenheit besonders gut lief. Fünf Bundesliga-Tore gegen Werder sind seine persönliche Bestmarke gegen einen einzelnen Gegner. Ob daraus am Samstag ein weiterer Treffer wird, ist aber insbesondere mit Blick auf die offensive Konkurrenz fraglich. Ache und Dallinga bleiben damit die naheliegenderen Namen im Kölner Sturm. Doch falls der Routiner seine Chance bekommt, bringt er gegen aus den direkten Duellen gegen Bremen eine Empfehlung mit, die kein anderer FC-Angreifer vorweisen kann.

Wer spielt gegen Bremen im Sturm

Den Kampf um den Startplatz werden Ragnar Ache und Thijs Dallinga wohl unter sich ausmachen – Dallinga hat dabei die Nase ein Stück weiter vorn. Marius Bülter darf sich wohl keine Hoffnungen auf einen Einsatz in der ersten Elf machen.

Wie oft traf Bülter gegen Werder Bremen?

Der 33-Jährige kommt insgesamt auf fünf Treffer gegen die Nordlichter – persönliche Bestmarke gegen einen einzelnen Gegner.

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Wiederkehrendes Muster: Marius Bülter überzeugt in der Vorbereitung, aber noch nicht in der Pflicht

Marius Bülter überzeugte nicht gegen Würzburg
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Wiederkehrendes Muster: Marius Bülter überzeugt in der Vorbereitung, aber noch nicht in der Pflicht

Keiner hat in der Saisonvorbereitung beim 1. FC Köln mehr Tore geschossen als Marius Bülter. Beim Pflichtspielauftakt in Würzburg stand der Stürmer über die gesamten 90 Minuten auf dem Platz, überzeugen konnte er dabei allerdings nicht. Auch in der Saisonvorbereitung im letzten Sommer war die Situation ähnlich. Bülter trifft in Testspielen regelmäßig, wenn es zählt, überzeugt er nicht immer.

Als Marius Bülter im Sommer 2025 zum 1. FC Köln gewechselt ist, hätte sein Einstand kaum besser verlaufen können. Nach einer guten Vorbereitung köpfte der Stürmer den FC in Mainz am ersten Spieltag zum Sieg und auch bei seinem Heimdebüt gegen Freiburg eine Woche später gelang ihm ein Treffer. Diese Form konnte Bülter allerdings nicht lange halten und bewegte sich während der Saison stets zwischen Startelf und Bankplatz. Ein vergleichbares Schicksal könnte dem 33-Jährigen auch in dieser Spielzeit wieder bevorstehen.

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Beim Pflichtspielauftakt in Würzburg konnten viele Kölner Spieler nicht überzeugen. Einer der unauffälligsten an diesem Tag war Marius Bülter. Nach einer starken Vorbereitung durfte er verdientermaßen von Anfang an ran, konnte das in ihn gesetzte Vertrauen aber nicht rechtfertigen. Zu keinem Zeitpunkt fand er in die Partie und seine abgefälschte Flanke vor dem Ausgleich blieb seine einzige nennenswerte Aktion an diesem Montagabend.

Welche Rolle hat Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Bülter zählt zu den erfahrensten Spielern im Kölner Kader. Mit seinen 33 Jahren hat der Offensivmann bereits einiges erlebt und für verschiedene Vereine gespielt. Er gilt als laufstark und fleißig gegen den Ball und gibt immer alles auf dem Platz. Sportlich könnte die Luft für den Routinier in diesem Jahr aber dünn werden, insbesondere wenn er seine Leistung nicht auf den Rasen bekommt. Bülter kann sowohl auf der Position des Mittelstürmers, der hängenden Spitze, als auch des Linksaußen agieren.


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Gleichzeitig ist die Konkurrenz im Kader auf all diesen Positionen groß. Im Sturmzentrum ist Ragnar Ache gesetzt. Als sein Ersatzmann wurde im Sommer Thijs Dallinga aus Bologna verpflichtet. Zudem interpretiert Bülter die Position nicht als klassischer Strafraumstürmer, sondern eher als ein mobiler Mann, der in unterschiedlichen Räumen auftaucht. Für die Position hinter der Spitze, auf der Bülter in Würzburg zum Teil agierte, steht Luca Waldschmidt als Konkurrent parat. Aktuell laboriert dieser an einer Muskelverletzung, ein längerfristiger Ausfall ist allerdings nicht zu erwarten. Außerdem soll mit Mikey Moore noch ein hochtalentierter Offensivspieler verpflichtet werden, der flexibel eingesetzt werden kann und vermutlich in der internen Rangordnung über Bülter anzusiedeln ist. Auf der Position auf dem linken Flügel führt kein Weg an der neuen Kölner Nummer zehn Said El Mala vorbei. Mit Reigan Heskey steht zudem ein spannender junger Spieler als Ersatz bereit und drängt auf Einsatzminuten.

Bülters Aussichten für die Saison 2026/27

Marius Bülter hat eine Rolle im FC-Kader, die über das Sportliche hinausgeht. Mit seiner Mentalität und seiner Erfahrung bringt er stets neue Energie in die Offensive und kann auch mit wichtigen Treffern Verantwortung übernehmen. Je nach Spielstand und Ausgangslage kann es genau das sein, was die Mannschaft braucht. Obwohl die Startelfeinsätze von Bülter in dieser Saison überschaubar ausfallen könnten, stellt er dennoch stets eine Waffe von der Bank dar. Eine Waffe, die nicht immer gebraucht wird – über die man in Köln aber dennoch froh sein dürfte.

Wo hat Marius Bülter schon alles gespielt?

Bülter hat zunächst beim SV Rödinghausen in der Regionalliga gespielt. Von dort aus führte ihn sein Weg über Magdeburg, Union Berlin, Schalke und Hoffenheim schließlich zum 1. FC Köln.

Wann startet die Bundesligasaison?

Die Bundesligasaison 2026/27 startet am 28. August mit der Partie Bayern München gegen den VfB Stuttgart. Der FC steigt einen Tag später ein und empfängt zum Auftakt die TSG Hoffenheim in Müngersdorf.

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf der Position des Linksverteidigers noch nach einer Verstärkung. Für die Offensive wird weiterhin ein Leihe von Mikey Moore gehandelt. Weitere Zugänge sind eher unwahrscheinlich, obwohl sich auf den letzten Metern der Transferphase immer noch kurzfristig Dinge ergeben können.

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Das erste Tor seit Monaten, ein Traumtor, selbst eingeleitet – Wie geht es weiter mit Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Marius Bülter nach seinem Treffer gegen Mainz
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Das erste Tor seit Monaten, ein Traumtor, selbst eingeleitet – Wie geht es weiter mit Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Mit seinem Treffer bei Union Berlin beendete Marius Bülter seine lange Durststrecke. Den Angriff leitete der Angreifer selbst mit einem scharfen Pass in die Tiefe ein und vollendete per traumhaftem Abschluss in den Winkel. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein traf der 33-Jährige zum ersten Mal seit November 2025. Zu selten, um dauerhaft eine tragende Rolle zu spielen? Wie geht es weiter mit Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Auf die anfänglichen Scorerpunkte folgte ein Leistungsabfall des Kölner Angreifers. Daraus resultierte schon unter Ex-Coach Lukas Kwasniok oft die Rolle des Ersatzspielers. Zuletzt gab es zwei Startelf-Einsätze, vor allem, weil Ragnar Ache verletzt ist. Die Konkurrenz ist groß beim 1. FC Köln.

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Von Erik Stalleicken

Richtig jubeln wollte Bülter am vergangenen Samstag nicht. Das Tor zuvor war traumhaft, doch gegen den Ex-Verein fällt der Jubel dann doch schon mal geringer aus. Dabei war der Treffer schon wichtig. Denn Bülter hatte seit November nicht mehr getroffen. „Klar war ein Stück Erleichterung da, aber viel größer war die Erleichterung, dass es durch den Punkt nun aller Voraussicht nach für den Klassenerhalt gereicht hat“, sagt Bülter im Interview von fc.de. Eine richtig erfolgreiche Saison ist es bislang für Bülter nicht.

Rund eine Million Euro überwies der FC in der Sommertransferphase an die TSG Hoffenheim, um Bülter zu verpflichten. Mit einer Empfehlung von 146 Bundesligaspielen, in denen ihm 27 Tore und zehn Vorlagen gelangen, sollte der Routinier die Offensive sowohl durch seine Torgefahr als auch seine Erfahrung im Oberhaus ergänzen. „Marius bringt nicht nur Variabilität und Bundesligaerfahrung mit, sondern hat in den Gesprächen mit uns auch sehr deutlich gemacht, dass er für die Aufgabe beim 1. FC Köln brennt“, kommentierte Thomas Kessler den Transfer.

Da werde ich mich noch in 20 Jahren dran erinnern

Diese Motivation stellte Bülter in den ersten Partien sofort unter Beweis. Am ersten Spieltag gelang ihm in der 90. Minute das erlösende Siegtor in Mainz. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg bekam die Defensive der Breisgauer den Neuzugang nicht in den Griff. Es folgten ein weiter Treffer sowie zwei Torvorlagen. „Da werde ich mich noch in 20 Jahren dran erinnern“, schwärmte er in der Mixed Zone nach seinem ersten Heimspiel. Mit vier Scorern aus den ersten beiden Spielen brachte der Ex-Schalker die Kritiker seines Wechsels erfolgreich zum Schweigen. Zumindest vorerst.

Erst Leistungsabfall, dann neue Chance

Den Höhenflug aus den ersten beiden Spielen konnte der Angreifer nicht lange aufrecht erhalten. Abgesehen von einem Abseitstor in Wolfsburg am dritten Spieltag sowie einer Torvorlage gegen den FC Augsburg, gelang dem 33-Jährigen nicht wirklich viel in den Folgewochen. Somit rotierte immer häufiger Ragnar Ache für ihn in die Startelf. Gegen Eintracht Frankfurt erzielte Bülter nach Einwechslung seinen vorerst letzten Treffer. Ache entwickelte sich zur Wunschlösung Kwasnioks und der Ibbenbürener nahm mehr und mehr auf der Ersatzbank Platz. Bis zur Entlassung Kwasnioks gelang ihm keine einzige weitere Torbeteiligung. „Es gibt nicht den einen Grund, sondern verschiedene kleinere. Darauf möchte ich aber nicht so sehr eingehen, das klingt dann immer auch ein bisschen nach Ausreden. Ich will gar nicht so sehr zurückblicken“, sagt Bülter. „Ich weiß, dass eine Phase dabei war, die nicht gut war. Aber wie gesagt: Weiter hart arbeiten, wie ich es meine ganze Karriere gemacht habe. Dann kommt das wieder zurück.“ 

Nun ist er zurück. Unter Neu-Coach René Wagner bereitete er im ersten Spiel das Tor zum 2:2-Endstand in Frankfurt vor. Aufgrund von Aches Verletzung durfte Bülter in den letzten beiden Spielen von Beginn an ran. Gegen seinen Ex-Verein belohnte er seine engagierte Leistung mit einem traumhaften Schuss zum 1:0. Mit seinem Tor in Berlin steht der ehemalige Unioner nun bei vier Toren und vier Vorlagen aus 30 Bundesligaspielen. Eine Ausbeute, die auf dem Papier zumindest solide wirkt, vor allem im Dress eines Aufsteigers. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Hälfte dieser Torbeteiligungen aus den ersten beiden Spieltagen stammt. Somit folgten in 28 Spielen lediglich zwei Treffer und zwei Assists. „Für Außenstehende sind immer die Tore und Vorlagen wichtig, aber es gibt auch viele andere wichtige Sachen, die man in eine Mannschaft einbringen kann“, sagt Bülter. „Das weiß ich ganz gut einzuschätzen. Dennoch kann ich die Kritik auch verstehen, versuche das aber nicht an mich heranzulassen, sondern mich auf die tägliche Arbeit zu konzentrieren.“ Reicht das, um eine tragende Rolle in der kommenden Saison zu spielen?

Verbleib mit veränderter Rolle?

Diese Frage muss aufgrund der scheinbar angestrebten Umstrukturierung und Verjüngung des Kaders erlaubt sein. Zwar kann Bülter sowohl den linken Flügel als auch die Position des Mittelstürmers bekleiden, dennoch könnte der Angreifer in der nächsten Saison deutlich weniger zum Zuge kommen. Als Zielspieler in der Sturmspitze entwickelte sich Ache zu einem zentralen Element im Spielaufbau der Domstädter. Zusätzlich schaut man sich wohl nach einer weiteren Verstärkung auf dieser Position um. Auf dem linken Flügel scheint die Konkurrenz noch größer. Selbst wenn Said El Mala ohne Rückleihe verkauft wird, bleibt für diese Position noch Königstransfer Jakub Kaminski.

Sollte El Mala den Verein verlassen, dürfte man sich auch sicherlich nach einer weiteren Alternative für den Flügel umschauen. Wo bleibt also Platz für Marius Bülter? Mit seinem Alter von 33 Jahren bringt der Angreifer eine Menge Erfahrung mit, welche der Mannschaft sicherlich guttut. Trotzdem ist fraglich, ob der Sommerneuzugang damit perfekt ins gesuchte Profil passt und sich mit seiner vermutlich geringeren Einsatzzeit zufrieden geben muss. Jetzt gilt es erst einmal, weitere Pluspunkte zu sammeln.


Bülters beeindruckende Bremen-Bilanz: Schlägt der Werder-Schreck am Sonntag wieder zu?

Marius Bülter vom 1. FC Köln
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Bülters beeindruckende Bremen-Bilanz: Schlägt der Werder-Schreck am Sonntag wieder zu?

Nach einem bockstarken Saisonstart konnte Marius Bülter im weiteren Saisonverlauf nur selten überzeugen. Rechtzeitig vor der Partie gegen Werder meldete sich der 33-jährige nun mit seiner Vorarbeit zum 2:2 in Frankfurt zurück. Und eine besondere Statistik macht Hoffnung, dass der Stürmer im Abstiegskrimi eine wichtige Rolle spielen könnte beim 1. FC Köln: Marius Bülter trifft auf seinen Lieblingsgegner.

Viele seiner bisherigen Spiele gegen Werder Bremen dürfte Marius Bülter in guter Erinnerung behalten haben. Kann der FC-Stürmer im Abstiegskracher gegen die Hanseaten zum entscheidenden Trumpf für die Geißböcke werden?

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Nach zwei Spieltagen hatte es Marius Bülter erst einmal allen gezeigt, die seinen Transfer von der TSG 1899 Hoffenheim zum 1. FC Köln kritisch gesehen hatten. Im Auftaktspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 köpfte der 1,88 Meter große Offensivspieler eine Waldschmidt-Flanke mustergültig zum 1:0-Sieg in die Maschen. Eine Woche später schoss Bülter beim 4:1-Heimerfolg über den SC Freiburg nicht nur das 2:0, sondern bereitete zudem die Tore von Jakub Kaminski und Jan Thielmann vor. Und auch beim 3:3 am dritten Spieltag in Wolfsburg zeigte er eine ordentliche Leistung.

Schwierige Phase nach überragendem Start

„Bülti“ hatte also einen sehr entscheidenden Anteil daran, dass die Geißböcke ihr Punktekonto als Aufsteiger zu Saisonbeginn ordentlich füllen konnten. Nicht nur für den 1. FC Köln, sondern auch für den Neuzugang selbst ein Auftakt nach Maß. Und der ließ hoffen, dass der gebürtige Ibbenbürener dauerhaft die so dringend benötigte Verstärkung für die Kölner Offensive sein würde. Aber wie heißt es eben manchmal in Kölle: „Et bliev nix wie et wor“. 

Nach einer verletzungsbedingten Pause an den Spieltagen fünf und sechs konnte sich der flexible Offensivspieler in der Hinrunde nur noch mit einer Torvorlage (beim 1:1 gegen den FC Augsburg) und einem Treffer (beim 3:4 gegen Eintracht Frankfurt) in die Scorer-Listen eintragen. Ansonsten folgte viel Leerlauf mit durchwachsenen bis schwachen Leistungen und zum Teil wenig Einsatzzeiten. So konnte auch Bülter nicht verhindern, dass der FC von den vergangenen 19 Bundesligaspielen gerade einmal zwei gewinnen konnte und bis auf Platz 15 abrutschte.

Bülter im Abstiegskampf zurück zu alter Stärke?

Trotzdem könnte er im anstehenden Abstiegsendspiel gegen Werder Bremen einer der zentralen Akteure werden. Dafür spricht zum einen, dass der 33-Jährige am vergangenen Spieltag in Frankfurt nur eine Minute nach seiner Einwechslung das 2:2 durch Alessio Castro-Montes vorbereitete. Die Formkurve des Stürmers könnte also gerade rechtzeitig zum Saison-Endspurt wieder nach oben zeigen. Zum anderen ist das Team von der Weser so etwas wie Bülters Lieblingsgegner unter den aktuellen Bundesligisten. Bereits fünfmal traf er in bisher elf Begegnungen gegen die Hanseaten (dreimal für Hoffenheim und zweimal für Union Berlin), davon sogar zweimal per Doppelpack. Gelänge es dem Angreifer, seine beeindruckende Bremen-Bilanz am Sonntag aufzupolieren, könnte das ein entscheidender Beitrag für den so dringend benötigten FC-Sieg im Kampf um den Klassenerhalt sein. 

Und weil mit Saïd El Mala der Top-Torjäger des 1. FC Köln wegen einer Sprunggelenksblessur am Mittwoch und Donnerstag nicht mit der Mannschaft trainieren konnte und noch nicht feststeht, ob der Youngster rechtzeitig fit wird, dürften die Geißböcke um jede treffsichere Alternative im Angriff froh sein. Ein Bülter als Werder-Schreck, der an seine gute Form zu Saisonbeginn anknüpfen kann, wäre da Gold wert.


Zuletzt gegen Frankfurt getroffen: Platzt im Rückspiel für Marius Bülter der Knoten?

René Wagner gibt Marius Bülter Anweisungen
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Zuletzt gegen Frankfurt getroffen: Platzt im Rückspiel für Marius Bülter der Knoten?

Durch den Trainerwechsel bei den Geißböcken dürften sich einige Akteure wieder ihre Hoffnung auf mehr Spielzeit machen. Darunter vielleicht auch der Stürmer, der zwar als Joker immer auflief, zuletzt aber nicht mehr traf für den 1. FC Köln: Platzt für Marius Bülter nun der Knoten?

Der Saisonauftakt war vielversprechend, die vergangenen Wochen eher mau. Marius Bülter steht sinnbildlich für den Saisonverlauf der Geißböcke. Nun könnte gegen die Eintracht der Knoten platzen. Immerhin hat der Angreifer im Hinspiel getroffen.

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So richtig tief ins Detail wollte Jan Thielmann am Dienstag nicht gehen, als das Kölner Eigengewächs über die Impulse nach einem Trainerwechsel sprach. Negative Äußerungen über den Vorgänger von Interimscoach René Wagner gab es keine. Für den neuen Trainer hatte der 23-Jährige dagegen schon einige positive Worte übrig. Und Thielmann deutete an, dass es unter dem „neuen“ Trainer auch neue Chancen geben könne. „Durch einen Trainerwechsel erhofft man sich immer neuen, frischen Wind. Gerade die Spieler, die beim alten Trainer vielleicht ein bisschen hintendran gestanden haben, haben jetzt nochmal eine neue Chance. Deswegen ist man ein bisschen sensibler, jeder bietet sich an“, so Thielmann. „Er hat auch einen guten Draht zu den erfahrenen Spielern. Er wird eine gute Mischung finden aus Spielern, die neu dabei sind, und dem alten Stamm.“

Letzter Treffer gegen die Eintracht

Zu den erfahrenen Spielern gehört zweifelsohne Marius Bülter. Doch der Stürmer betrieb in den vergangenen Wochen eher wenig Eigenwerbung. Seit November wartet der 33-Jährige auf einen Treffer. Und das, nachdem die Saison für Bülter perfekt begonnen hatte. Der Angreifer stand sinnbildlich für den fulminanten Saisonauftakt, den der FC hingelegt hat. Alleine in den ersten beiden Begegnungen erzielte Bülter zwei Treffer, bereitete zwei weitere vor. Eine Achillessehnenreizung und ein Magen-Darm-Infekt warfen den Spieler aus der Spur. Auch die Geburt seines ersten Kindes hatte laut dem damaligen Trainer Lukas Kwasniok Einfluss auf die Leistung des Routiniers. Es folgte noch ein Assist gegen den FC Augsburg und eben im November ein weiterer Treffer. Und das ausgerechnet gegen Eintracht Frankfurt. Das 2:4 bedeutete noch einmal einen Funken Hoffnung, den Luca Waldschmidt sogar mit dem 3:4 noch weiter auflodern ließ.

Dabei ist der 33-Jährige einer der Dauerbrenner bei den Geißböcken, kommt auf 27 Einsätze, wenn auch oft von der Bank. Doch so richtig rund läuft es nicht mehr für den Offensivspieler, der noch bis zum Sommer 2027 Vertrag beim FC hat. Bislang überzeugte der Angreifer durch seine Laufbereitschaft und seinen Einsatzwillen. Doch gehört zur Kernkompetenz eines Stürmers eben noch mehr.


Marius Bülter über das Co-Trainer-Aus und seinen Ex-Club: „Am Ende stehen wir auf dem Platz“

Marius Bülter wirkt ratlos bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Marius Bülter über das Co-Trainer-Aus und seinen Ex-Club: „Am Ende stehen wir auf dem Platz“

Für Marius Bülter steht am Wochenende ein ganz besonderes Spiel auf dem Programm. Der FC trifft auf den Ex-Verein des Angreifers, die TSG Hoffenheim. Am Rande des Trainings sprach der Stürmer des 1. FC Köln: Das sagt Marius Bülter über den Ex-Club und das Trainer-Aus.

Aktuell will es bei Marius Bülter nicht so richtig rundlaufen. Zuletzt konnte sich der Stürmer nicht mehr auf die Anzeigetafel bringen. Das soll sich am Wochenende ändern und dann ausgerechnet gegen den Ex-Club.

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Das letzte große Erfolgserlebnis ist mittlerweile fast drei Monate her. Bei der 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt verkürzte der Angreifer noch einmal auf 2:4 und ließ die Hoffnung der Kölner noch einmal ansteigen, Luca Waldschmidt sorgte schließlich für den Endstand. Seitdem hat sich Marius Bülter nicht mehr aufs Scoreboard gebracht. „Klar, würde ich gerne auch wieder Tore schießen. Am Ende war ich noch nie der Spieler, der sich nur über Tore definiert“, sagte der Angreifer am Mittwoch am Rande des Trainings. Und das nach dem fulminanten Saisonstart. Bülter hatte in den ersten beiden Ligaspielen gleich zwei Mal getroffen, zwei Vorlagen gegeben. Vier Scorer in zwei Spielen – auch mit dem 32-Jährigen schien Thomas Kessler im Sommer einen Glücksgriff gelandet zu haben. Doch gerade in den vergangenen Wochen lief es bei Bülter dann nicht mehr rund.

„Das muss uns auch Mut geben“

Gerade in den vergangenen Spielen hatte Bülter so gut wie gar keinen Impact mehr. Und das ausgerechnet vor der Begegnung gegen den Ex-Club. Im Sommer war der Angreifer von der TSG Hoffenheim nach Köln gewechselt. „Es ist eine Mannschaft, die sehr gut in Form ist, die sehr intensiv spielt. Sie haben klare Abläufe, pressen hoch und erarbeiten sich so gefährliche Situationen“, warnt Bülter. Und die Sinsheimer sind damit sehr erfolgreich. Aktuell liegt die TSG auf Rang drei und damit auf Champions-League-Kurs. Und gerade gegen die Top-Teams war die Ausbeute der Kölner bekanntlich überschaubar, trotz ordentlicher Leistung – wie zuletzt gegen den VfB. „Es ist bitter. Das ist das fünfte, sechste Mal in dieser Saison. Da fragt man sich, warum man nichts mitgenommen hat“, sagte Bülter. „Das muss uns aber auch Mut geben, weiter so zu arbeiten, um dann noch mal ein Stück mehr zu machen.“


Dennoch ist der Angreifer mit der aktuellen Ausbeute seiner Mannschaft zufrieden. „Man muss schon noch immer schauen, wo wir herkommen und was das Ziel vor der Saison war. Das war der Klassenerhalt. Wenn man zwölf Spieltage vor Schluss vier Punkte Vorsprung hat, steht man gut da“, sagt Bülter, mahnt aber gleichzeitig. „Aber klar, es sind nur vier Punkte. Es ist alles sehr eng beieinander. Jeder Spieltag kann es schnell verschieben.“ Ein Erfolg am Samstag ist sicherlich nicht ausgeschlossen. Denn ausgerechnet gegen Hoffenheim feierte der FC den einzigen Erfolg gegen ein Team aus der Top-Sechs. Und gerade der zweite Abschnitt gegen den VfB soll Mut machen. „Da haben wir es schon gut gemacht“, sagt Bülter und spricht den schnellen Nackenschlag nach dem Ausgleich an. „Da müssen wir uns cleverer anstellen. Das war nicht das erste Mal – gerade gegen die Top-Mannschaften.“

„Am Ende stehen wir auf dem Platz“

Eine andere Schwäche sind beim FC bekanntlich die Standards. Da hatten die Kölner Verantwortlichen reagiert und den bisherigen Standard-Coach Hannes Dold von den Aufgaben entbunden. „Es ist immer Schade, wenn einer gehen muss. Standards waren nun mal ein großes Problem bei uns“, sagte Bülter, der aber Dold keine Schuld geben wollte. „Am Ende stehen wir auf dem Platz und haben die Verantwortung. Das ist aber auch ein klares Zeichen, dass wir daran arbeiten müssen“, sagt Bülter. Für den FC könnte es am Samstag ein Wiedersehen mit Tim Lemperle geben. Der Stürmer ist zurzeit angeschlagen, bei der TSG hofft man auf eine schnelle Genesung. „Ich weiß nicht, ob er fit ist. Hoffentlich nicht“, sagt Bülter.


Angriff beim 1. FC Köln: Lieblingsgegner oder Formstärke? Marius Bülter oder Ragnar Ache? Warum nicht einfach beide?

Ragnar Ache und Marius Bülter vom 1. FC Köln
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Angriff beim 1. FC Köln: Lieblingsgegner oder Formstärke? Marius Bülter oder Ragnar Ache? Warum nicht einfach beide?

Ragnar Ache erzielte im Duell gegen Mainz nicht nur beide Treffer, nach seiner Einwechslung kam auch Marius Bülter deutlich besser zurecht. Und so stellt sich durchaus eine Frage beim 1. FC Köln: Mit welchem Angreifer stürmt der FC gegen Freiburg?

Ragnar Ache weist eine starke Form auf, Marius Bülter scored regelmäßig gegen den Sportclub: Formstärke vs. Lieblingsgegner heißt es also beim 1. FC Köln: Mit welchem Angreifer stürmt der FC gegen Freiburg? Oder starten sogar beide Angreifer?

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Die ganz große Torgefahr strahlte Marius Bülter in den ersten 45 Minuten gegen den 1. FSV Mainz wahrlich nicht aus. Und als sich Ragnar Ache in der Halbzeit bereits warmlief und sein Aufwärm-Shirt gegen das Trikot getauscht hatte, da rechneten wohl die meisten Fans mit einer Eins-zu-Eins-Auswechslung. Doch Lukas Kwasniok hatte einen anderen Plan. Der Coach brachte mit Ragnar Ache einfach einen zweiten Stürmer, die Kölner agierten fortan mit einer Art Doppelspitze. Und das auch mit Erfolg. Ache erzielte bekanntlich seinen Doppelpack, brachte Köln damit auf Erfolgskurs. Aber auch Bülter bekam plötzlich ebenfalls seine guten Möglichkeiten.

Keine Startelf-Garantie

Und so stellt sich durchaus die Frage, ob die Variante mit zwei Stürmern vielleicht eine besonders erfolgversprechende ist. „Es ist eine Option“, sagte der Coach. „Aber man muss eins bedenken: Wenn die beiden Jungs nach 70 oder 80 Minuten nicht mehr im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, dann hast du andere Spielertypen auf dem Feld und uns fliegen die Bälle in den Strafraum oder du brauchst noch mal einen Kopfball.“ So sei es gar nicht immer nur wichtig, auf die Startelf zu schauen. „Für einen Trainer geht es ja immer darum, wie kann ich über 90, 95, 100 Minuten ein Spiel gewinnen“, so Kwasniok weiter. Eine Startelf-Garantie sprach der Trainer nicht aus, genauso wenig verriet er die kommende Formation.

So kann es durchaus sein, dass der 44-Jährige erst einmal auf einen Stürmer setzen wird. Und dann stellt sich durchaus die Frage, auf welchen. Denn beide haben ihre Qualitäten und beiden ihre Vorgeschichten. Ragnar Ache befindet sich aktuell ganz offensichtlich in Topform – und das nicht nur, was das Toreschießen angeht. „Ich habe immer gesagt, er arbeitet hart und lasst den Jungen doch einfach mal machen“, sagte der Kölner Trainer. „Wer hätte gedacht, dass er zwei Spiele mit dieser Intensität gehen kann und dann gegen Mainz 45 Minuten das Spiel verändert hat?“ Und das, weil mit Alessio Castro-Montes offenbar ein perfekter Flankengeber zu alter Stärke findet.

Bülter bereits mit sieben Scorern

Auf der anderen Seite gibt es da mit Marius Bülter den Offensivspieler, der gegen Freiburg wohl auf seinen Lieblingsgegner treffen könnte. Der Angreifer erzielte im Hinspiel ein Tor, legte zwei weitere auf und schraubte damit sein Scorer-Konto in die Höhe. Sieben Punkte hat er bereits auf seiner persönlichen Freiburg-Liste. Auch für Hoffenheim und Union Berlin traf der Stürmer gegen das Team aus dem Breisgau, bereitete insgesamt vier Tore vor. Gegen keine andere Mannschaft erzielte der Stürmer so viele Scorer. Einen Fingerzeig gab Kwansiok dann vielleicht doch – zumindest in eine Richtung. Der Trainer sprach davon, dass er den „Teufel tun werde“ Ragnar Ache nur „temporär“ zu bringen, wenn er sein Können mit Leistung untermauere.

Die Frage, ob beide Angreifer beginnen werden, ist damit aber noch lange nicht beantwortet.