Zurück in die Startelf des 1. FC Köln? Marius Bülter schnürte gegen Bremen schon zwei Mal einen Doppelpack
Simon Bartsch
Durch die Verletzung von Ragnar Ache muss Lukas Kwasniok seine Mannschaft wieder ein wenig umbauen. Eine Option ist Angreifer, der weiß, wo im Weserstadion das Tor steht und das braucht der 1. FC Köln: Marius Bülter trifft auf seinen Lieblingsgegner.
Der FC muss gegen Werder Bremen erneut mit einer anderen Startelf als zuletzt auflaufen. Ragnar Ache ist verletzt. Doch es gibt eine gute Alternative für den 1. FC Köln: Marius Bülter trifft auf seinen Lieblingsgegner.
Marius Bülter jubelt mit Jakub Kaminski nach einem Tor
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Am Freitagmorgen bestätigte Lukas Kwasniok vor dem Abschlusstraining der Geißböcke noch einmal, was sich bereits angebahnt hatte. Ragnar Ache gehe es zwar gut, der Stürmer werde aber für die Begegnung gegen Werder Bremen aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung nicht zur Verfügung stehen. Gerade bei Kopfverletzungen sind nicht nur die Clubs sondern auch die DFL und der DFB auf Vorsicht aus. Der 27-Jährige hatte gegen Frankfurt noch in der Anfangsformation gestanden und mit einer starken Aktion Jakub Kaminski die Führung aufgelegt. Überhaupt ist der Angreifer immer besser in Form gekommen, hat in der Saison wettbewerbsübergreifend zwei Tore erzielt und sechs vorbereitet. Nun steht Lukas Kwasniok vor der „Qual der Wahl“, wie er die Offensivplanung für Samstag nannte.
Bülter schon fünf Mal erfolgreich
Kaminski ist unter Kwasniok im Grunde dauergesetzt, das aber hart erarbeitet wie er im Interview mit come-on-fc.com verriet. Die Chancen stehen auch nicht schlecht, dass Said El Mala von Beginn auflaufen wird. Möglicherweise als Duo auf der linken Schiene. Rechts dürfte weiterhin wenig an Jan Thielmann vorbeiführen. Für die Zentrale boten sich gegen Frankfurt gleich zwei Angreifer an. Luca Waldschmidt und Marius Bülter. Beide erzielten nach ihrer Einwechslung die nächsten Treffer. Vor allem Bülter dürfte sich aber Hoffnungen für einen Startplatz von Beginn an machen. Der Angreifer war zu Saisonbeginn gesetzt und stark in die Spielzeit gestartet. Kwasniok deutete am Freitag zudem an, dass er sich mehr Torgefahr über die Außen erhoffe.
Das würde wohl für einen Zielstürmer mit einer gewissen Physis sprechen. Zudem weiß Bülter sehr genau, wo in Bremen das Tor steht. Bereits fünf Treffer erzielte der Angreifer gegen Bremen, damit mehr als jeder andere Profi der Geißböcke. Gegen keinen anderen Bundesligisten war Bülter so erfolgreich. Gleich zwei Mal schnürte der Stürmer sogar einen Doppelpack gegen Werder. In der Saison 19/20 erzielte Bülter beim 2:0-Erfolg der Eisernen in Bremen beide Treffer. In der Spielzeit 23/24 entschied der Angreifer die Begegnung bei Werder in der Nachspielzeit. Als Stürmer der TSG Hoffenheim erzielte er den 3:2-Endstand. In der vergangenen Saison war der nun 27-Jährige ebenfalls mit zwei Toren erfolgreich. Bülter erzielte in den ersten acht Minuten seinen Doppelpack, es reichte im Heimspiel aber nur zu einer 3:4-Pleite für die Sinsheimer.
Eine ordentliche Bilanz, die der Stürmer am Samstag gegen Bremen gerne ausbauen würde.
Der nächste Treffer, der nächste Scorer – Wo nützt Marius Bülter dem 1. FC Köln am meisten?
Tim Vrastil
Der FC hat sich mit Marius Bülter vor Saisonbeginn durchaus namhaft verstärkt und mit dem Ex-Schalker und Hoffenheimer einen bundesligaerfahrenen Mann für die eigenen Reihen gewonnen. Eine echte Verstärkung beim 1. FC Köln: Auf welcher Position spielt Marius Bülter die größte Rolle?
Einer der Lichtblicke bei der 3:4-Pleite gegen Frankfurt am Samstagabend war Marius Bülter. Der 32-Jährige ist in der Offensive variabel einsetzbar und konnte das Vertrauen und die Erwartungen mit drei Toren und drei Vorlagen bereits zurückzahlen. Dennoch darf man sich mit Blick auf seine Vielseitigkeit durchaus die Frage stellen, auf welcher Position er denn sportlich am wertvollsten ist für den 1. FC Köln: Auf welcher Position spielt Marius Bülter die größte Rolle?
Einer der Lichtblicke gegen Frankfurt: Marius Bülter
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Seine Qualitäten zeigte er am Samstagabend einmal mehr mit einem Jokertor. Mit der Verpflichtung von Marius Bülter ist dem 1. FC Köln offenbar ein starker Transfer geglückt. Durch den Neuzugang aus Hoffenheim hat Köln nicht nur einen bundesligaerfahrenen, sondern noch dazu einen vielseitig einsetzbaren Offensivmann für die eigenen Reihen gewonnen. Mit seiner Routine soll der 32-Jährige nun mithelfen, mindestens das oberste Ziel Klassenerhalt möglichst frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Nach elf Spieltagen der laufenden Bundesligasaison lässt sich bereits sagen: Mit drei Toren und drei Vorlagen hat der Neuzugang kaum Anlaufschwierigkeiten gehabt, traf sogar jeweils ein Mal in den ersten beiden Partien. Mit seinen insgesamt bislang sechs Scorerpunkten ist er damit zweibester Scorer im Team von Trainer Lukas Kwasniok, einzig Senkrechtstarter und Offensiv-Juwel Said El Mala hat mit vier Toren und drei Vorlagen noch einen Scorer mehr zu bieten.
Bülter ist die Allzweckwaffe in der Offensive
Blickt man auf die bisher gespielten Partien, so kam Bülter bislang meist in vorderster Front als Sturmspitze zum Einsatz. Unter anderem bei der späten und höchst bitteren 0:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund agierte er neben El Mala als hängende Spitze im Schatten von Jakub Kaminski. Dabei ist die Position alles andere als festgeschrieben. Vom Fußballportal transfermarkt.de wird Bülter mit der Position des Linksaußen beschrieben, dabei hat er diese Rolle in der laufenden Saison de facto noch nie zu Spielbeginn bekleidet. Schaut man sich aber die gesamte Profilaufbahn des Deutschen an, bestätigen zahlreiche Einsätze auf dieser Position diese Angabe.
Als Mittelstürmer hingegen hat er laut transfermarkt.de vergleichsweise „erst“ 79 Spiele vorzuweisen, als hängende Spitze gar nur 47. Doch was macht Bülter und sein Spiel eigentlich aus und warum ist er überhaupt so flexibel einsetzbar? Beginnend mit seiner aktuellen Rolle beim 1. FC Köln als Mittelstürmer fällt eins sofort auf: Mit seinen knapp 1,90 Meter ist er ein physisch starker Stürmer, der sowohl im Kopfballspiel als auch mit dem Rücken zum Tor über Stärken verfügt. Trotz seiner Größe ist er zudem nicht langsam und kann durchaus auch mal mit einem Pass in die Tiefe hinter die gegnerische Abwehrkette geschickt werden. Als Anspielstation im Angriffsdrittel kann man ihn auch unter Bedrängnis anspielen, um sich im Anschluss selbst wieder anzubieten. Bülter kann den Ball halten, Räume für seine Mitspieler schaffen und ihn dann im richtigen Moment weiterspielen.
Schienenspieler in beide Richtungen
Auch wenn er in der Formation nominell der vorderste Angreifer ist, ist er nicht gleich zwingend der letzte Zielspieler auf dem Weg zum Torabschluss. Mit dem aus Kaiserlautern verpflichteten Ragnar Ache haben die Kölner zwar auch einen echten Mittelstürmer im Kader. Der gebürtige Frankfurter hatte (anders als Bülter) zu Saisonbeginn allerdings sowohl mit kleineren Blessuren als auch mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen und besritt daher erst zwei Bundesligaspiele von Beginn an, was sich im weiteren Saisonverlauf aber sicher ändern dürfte.
Neben der Rolle als Neuner im Sturmzentrum kann Bülter wie gegen den BVB gesehen in zweiter Reihe als hängende Spitze auflaufen. Auch hier kommt ihm seine Physis zugute und kann in wichtigen Zweikämpfen gegen den Ball und in der Luft für einen Vorteil sorgen. Wie drei Vorlagen belegen, hat der Offensivmann auch ein Auge für den Mitspieler und kann den letzten, den tödlichen Pass spielen. Durch den größeren Abstand zum gegnerischen Tor kann er zudem aus dem offensiven Mittelfeld heraus Läufe starten. So will er gegnerische Abwehrreihen aufreißen und überraschen – vor allem dann, wenn er sich von seinen/m Gegenspieler(n) im gegnerischen defensiven Mittelfeld löst und die Innenverteidiger attackiert.
Variabler Stürmer für alle Fälle
Aus seiner Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim und beim FC Schalke 04 ist der 32-Jährige aber auch noch als Schienenspieler aufgefallen. Dort agierte er in der Vergangenheit vor allem auf der linken Seite, wo er entweder in einem 3-5-2- oder einem 3-4-3-System den Flügel bearbeitete und den Gegner mit durchaus guten Flanken in Richtung Strafraum vor Probleme stellte. In dieser Position ist seine Physis jedoch nicht nur offensiv gefragt, sondern kann auch defensiv eine wichtige Rolle gegen die meist kleineren gegnerischen Flügelspieler einnehmen. Durch seine Erfahrung von mehr als 150 Bundesligaspielen verfügt er über ein taktisches Verständnis vor allem im Defensivverhalten. Insgesamt ist er allerdings weder ein klassischer Flügelflitzer noch ein klassischer Außenverteidiger, was vor allem gegen bewegliche und flinke schnelle Gegenspieler auf der Außenbahn für Defizite sorgen könnte.
Marius Bülter ist als Neuzugang beim 1. FC Köln ohne große Startschwierigkeiten eingeschlagen. Auch wenn er kein ausgeprägter Vollblutstürmer mit hoher Torquote ist (und wahrscheinlich auch nicht mehr werden wird), erfüllt er die in ihn gesetzten Erwartungen absolut und ist ein echter Gewinn für die Kölner. Mit seiner Flexibilität kann Trainer Kwasniok ihn je nach Gegner auf mehreren Positionen aufstellen, ohne dabei große Qualitätsverluste hinnehmen zu müssen. Mit Blick auf seine Stärken und Schwächen erscheint die Rolle als hängende Spitze vielleicht am sinnvollsten. Hier kommen sowohl seine Physis als auch seine Torgefahr am besten zur Geltung. Mit Überraschungsläufen ins letzte Drittel kann Bülter immer wieder aus der zweiten Reihe nach vorne stoßen, um so womöglich einen in Zukunft hundertprozentig fitten Ragnar Ache mit Toren und Vorlagen auf dem Weg zum obersten Ziel – dem Klassenerhalt – zu unterstützen.
Vier Scorerpunkte gegen Dortmund: Marius Bülter will nun auch für den 1. FC Köln beim BVB treffen
Simon Bartsch
Die Aufgabe könnte für die Geißböcke nicht viel schwerer sein. Der FC trifft auf Borussia Dortmund und damit auf eine der besten Defensiven der Liga. Wo das Tor des BVBs steht weiß vor allem ein Spieler des 1. FC Köln: Marius Bülter will gegen den BVB weiter Scorerpunkte sammeln.
Am Samstag steht für die Geißböcke das Duell im Signal Iduna Park an. Die Begegnung wird keine leichte werden, dennoch ist man selbstbewusst beim 1. FC Köln: Marius Bülter will gegen den BVB weiter Scorerpunkte sammeln.
Marius Bülter jubelt für den 1. FC Köln
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Bülter
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Elf Punkte aus sieben Spielen sind für den FC ein beeindruckender Start. Zumal es gegen einige Teams aus der Spitze der Bundesliga ging. Doch die kommenden beiden Aufgaben scheinen zumindest auf dem Papier eine doch große Nummer. „Wir können schon dahin fahren und ohne Druck mit viel Selbstvertrauen sagen, dass wir etwas holen wollen“, sagte Marius Bülter am Mittwoch nach dem Training. „Allgemein ist es immer schön, da zu spielen. Deswegen ist die Vorfreude groß. Es werden am Samstag alle Augen im Topspiel auf das Duell gerichtet sein.“ Somit auch auf die Kölner Spieler. Einer, der es schon zu Saisonbeginn in den Fokus geschafft hat, ist eben Bülter – gerade die Begegnung gegen den SC Freiburg dürfte für den Offensivspieler mit einem Tor und zwei Vorlagen besonders gewesen sein.
FC trifft auf starke Defensive
Zumal Bülter damit seine Scorerpunkte gegen den SCF auf sechs hochschraubte. Zuvor war Werder Bremen in Sachen Tore der Bülter-Lieblingsgegner (5 Tore) und dann auch schon Borussia Dortmund. Zwar betonte Bülter am Mittwoch, dass er keine besonders guten Erinnerungen an den BVB habe. Aber: Drei von neun Spielen gewann der Stürmer bereits gegen die Borussia, erzielte eben drei Tore und bereitete einen Treffer vor. In Dortmund feierte Bülter auch schon einen Erfolg, gewann mit der TSG Hoffenheim 3:2 im Signal Iduna Park. Auch Luca Waldschmidt und Florian Kainz spielten jeweils neun Mal gegen Dortmund, kassierten dabei sieben Niederlagen und erzielten jeweils einen Treffer und einen Assist. Jakub Kaminski und Linton Maina sammelten bislang gegen den BVB jeweils einen Assist – die Bilanz ist insgesamt aber auch negativ.
Dass diese Bilanz bei der Kölner Offensive aber am Samstagabend aufpoliert wird, dürfte zumindest eine große Herausforderung werden. Denn die Borussia verfügt aktuell über eine der besten Defensiven der Liga. Einzig Bayern München hat in der Liga bislang weniger Tore kassiert. BVB-Keeper Gregor Kobel musste bislang erst sechs Mal hinter sich greifen. Der BVB hat bisher auch die zweitwenigsten Schüsse aufs eigene Tor bekommen und den zweitbesten gegnerischen xGoals-Wert. Lukas Kwasniok wird sich also einiges einfallen lassen müssen. Der Kölner Coach erwartet ein Lowscore-Game – ein Treffer könne die Begegnung unter Umständen entscheiden. Kwasniok würde es egal sein, wer den erzielt. Solange der Torschütze ein FC-Trikot trägt.
Facelifting beim 1. FC Köln: Das neue, erfolgreiche Gesicht der Offensive
Simon Bartsch
Während die Kölner Defensive gerade in der Innenverteidigung aktuell vom Stamm der Vorsaison gebildet wird, läuft eine komplett neue Offensive beim FC auf – und das aktuell durchaus erfolgreich: Der 1. FC Köln hat offensiv ein neues Gesicht.
Gleich acht Kaderplätze werden beim FC aktuell in der Bewegung nach vorne von Neuzugängen bekleidet. Der Offensive der Vorsaison bleibt bisher nur eine eher untergeordnete Rolle. Der 1. FC Köln hat offensiv ein neues Gesicht.
Sebastian Sebulonsen, Marius Bülter und Jakub Kaminski haben den FC im Sommer in der Offensive verstärkt
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Dass Lukas Kwasniok seine Ankündigungen in aller Regel auch umsetzt, dürfte sich mittlerweile auch in Köln herumgesprochen hat. Der Trainer nutzt beispielsweise die Breite des Kaders, setzt nicht auf die eine Startformation, wie er es bereits vor dem ersten Ligaspiel kommuniziert hat. Auch am vergangenen Donnerstag ließ der Coach seinen Worten vom vorherigen Mittwoch Taten folgen. Beim Cologne Cup sollten die Spieler auf Einsatzzeit kommen, die zuletzt ein wenig hinten dran waren, hatte Kwasniok erklärt. Und so kam unter anderem Florian Kainz in die – in dieser Saison – ungewohnte Rolle einer Startelf. Auch Linton Maina und Luca Waldschmidt erhielten die Chance von Beginn an. Kainz und Maina hatte im Trainingslager im Interview mit come-on-fc.com erklärt, dass sie sich doch auf den Konkurrenzkampf freuen, ihn annehmen würden. Aktuell sind sie ein wenig die Leidtragenden des Umbruchs.
Facelifting in der Offensive
Denn beide gehören in dieser Spielzeit eher selten zu ersten Wahl. Auch in der vergangenen Spielzeit war die Offensive schon umkämpft und so hatte gerade der Österreicher hart zu fighten, begann dann aber doch mehr als die Hälfte der Spiele, in denen er im Kader stand. Gerade in der heißen Phase des Aufstiegskampfs war der ehemalige FC-Kapitän wieder unumstrittener Stammspieler. Maina kam bei 31 Kader-Nominierungen sogar auf 26 Startelf-Einsätze – ohne seine Verletzung wäre die Quote noch höher ausgefallen. Doch während Lukas Kwasniok in der Defensive auch aufgrund der Verletzung von Rav van den Berg aktuell auf die Stammbesetzung des Vorjahres – mit Timo Hübers, Joel Schmied und zuletzt auch Dominique Heintz – setzt, hat die Offensive der Geißböcke ein komplettes Facelifting erhalten. Und das eben nicht nur wegen der Weggänge von Damion Downs und Tim Lemperle.
Von den zwölf Neuverpflichtung werden inklusive den beiden Schienenspielern Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen sowie der Art Achter Isak Johannesson acht in Positionen mit Vorwärtsgang eingesetzt. Und die meisten von ihnen regelmäßig. Marius Bülter kommt in der Liga auf vier Einsätze von Beginn an, wurde nur durch seine Verletzung ausgebremst. Jakub Kaminski und Sebastian Sebulonsen sind unangefochtene Stammkräfte und auch Kristoffer Lund lief in vier von sechs Ligaspielen von Beginn an auf. Die Offensive der Vorsaison spielt da eine eher untergeordnete Rolle. Maina stand bislang ein Mal in der Anfangsformation, wurde zwei Mal eingewechselt. Bei Kainz stehen „nur“ drei Joker-Einsätze auf dem Papier.
Der Erfolg gibt Kwasniok und Kessler recht
Luca Waldschmidt stand zwei Mal zu Beginn auf dem Spielfeld, wurde auch zwei Mal eingewechselt. Die einzige Konstante der letztjährigen Offensive ist Jan Thielmann. Das Kölner Eigengewächs ist Stammspieler, lief bislang in der Liga jedes Mal zum Anpfiff auf. Allerdings wurde Thielmann in der Vorsaison meist auch als Rechtsverteidiger eingesetzt. Auch von der Bank kommen mit Ragnar Ache und Said El Mala (jeweils fünf Einwechslungen) die neuen Spieler zum Einsatz. Und der Erfolg gibt der Maßnahme des Trainers recht. Neun der 13 Tore gehen auf die Konten der Neuzugänge – genauso wie sieben der elf Assists. Heißt: Drei von vier Scorerpunkten gehen im Schnitt auf die Transfers des Sommers.
Lukas Kwasniok gibt Update zu Marius Bülter und Said El Mala: „Da haben wir schon eine Verantwortung“
Simon Bartsch
Mit der Begegnung gegen den FC Augsburg steht für den FC am Samstag die nächste Aufgabe auf dem Programm. FC-Coach Lukas Kwasniok kann nahezu aus dem Vollen schöpfen. Und das wirft personelle Fragen auf beim 1. FC Köln: Wie steht es um Marius Bülter und Said El Mala?
Nach und nach sind die Spieler wieder in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt. Die personelle Situation hat sich entspannt beim 1. FC Köln: Doch wie steht es nun im Angriff um Marius Bülter und Said El Mala?
Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz des 1. FC Köln
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Ohne größere Verletzungen sind nun auch die Nationalspieler beim FC wieder zusammen und ins komplette Mannschaftstraining eingestiegen. Vor dem Duell gegen den FC Augsburg kann FC-Trainer Lukas Kwasniok also wieder aus dem Vollen schöpfen – abgesehen von den Langzeitverletzten um Rav van den Berg, Luca Kilian und Youssoupha Niang. Somit dürfte der Kölner Coach wieder die Qual der Wahl bei der Aufstellung haben. Auch die Nationalspieler sind da natürlich gegen den FCA wohl wieder ein Faktor. „Der Isak (Johannesson, Anm. d. Red.) sah gestern schon ganz schön verbogen aus. Jetzt hat er aber wieder ausreichend geschlafen und heute trainiert“, sagte Kwasniok am Donnerstag. „Said hat leichte muskuläre Spannungen gehabt. Aber er war auch schon wieder auf dem Feld.“
„Es geht darum, den Flow zu nutzen“
Beide Spieler hatten noch am Dienstag ein Länderspiel absolviert und daraufhin am Mittwoch individuell trainiert. Während Johannesson wohl sicher wieder in die Startelf rotiert, steht hinter El Mala für eine weitere Anfangsnominierung aber ein Fragenzeichen. Und das trotz seines starken Auftritts gegen Hoffenheim, als der Stürmer den einzigen Treffer erzielte. „Nur, weil jemand ein Tor erzielt, heißt es nicht automatisch, dass er sofort wieder beginnt. Bei Said geht es darum, den Flow zu nutzen“, sagte Kwasniok, erklärte dann aber auch, dass man trotzdem nichts überstürzen dürfe. „Der Junge ist 19 Jahre alt. Er hat drei Spiele in einer Woche absolviert. Und sein Körper ist das noch nicht gewohnt. Ich möchte nicht eines Tages hier sitzen und die Frage beantworten, warum wir auf den Jungen keine Acht gegeben haben. Wir müssen sorgfältig die Entscheidung treffen, hilft er uns von Beginn an oder hilft er uns von der Bank aus.“
Eine Einsatzgarantie klingt jedenfalls anders. Auf der anderen Seite ist aber auch der Einsatz von Rückkehrer Marius Bülter nicht sicher. Die komplette Spielzeit wird der Stürmer wohl nicht auf dem Platz stehen. „90 Minuten Bundesliga-Fußball nach dreiwöchiger Verletzungspause wäre unseriös. Da haben wir schon eine Verantwortung dem Spieler gegenüber, er sich selbst und der Mannschaft gegenüber“, sagte der Kölner Coach. „Es wäre völlig unseriös. Aber aus dem Vollen schöpfen, heißt, ihn im Kader haben. Ob er beginnt und früher runter muss oder später reinkommt, werden wir sorgfältig entscheiden.“
Marius Bülter wieder fit, Said El Mala und Ragnar Ache in Form: Wer stürmt beim 1. FC Köln?
Simon Bartsch
Nach Verletzungs- und Babypause trainierte Marius Bülter am Mittwoch wieder voll mit. Der Stürmer wird also wieder eine Option. Doch es gibt noch Alternativen beim 1. FC Köln: Wer stürmt gegen Augsburg?
Am Dienstag war er noch teilintegriert, am Mittwoch mischte Marius Bülter wieder voll mit und wird damit für die kommende Begegnung wieder eine Startelf-Option. Doch es gibt noch andere Angreifer, die sich Chancen ausrechnen beim 1. FC Köln: Wer stürmt gegen Augsburg?
Marius Bülter trainierte am Mittwoch wieder voll mit
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Die Meldung am Dienstagnachmittag klang noch nicht so richtig gut. Marius Bülter würde zunächst einmal teilintegriert trainieren, hieß es von Seiten des Vereins. Tatsächlich wurde der Stürmer in der Nachmittagseinheit noch ein wenig geschont. Aufgrund einer hartnäckigen Achillessehnen-Entzündung, dann aber auch der wiederum erfreulichen Babypause hatte der Stürmer die Spiele gegen den VfB Stuttgart sowie gegen die TSG Hoffenheim verpasst und auch an dem Benefiz-Turnier, dem Cologne Cup, nicht teilgenommen. Eben jener Stürmer, der mit zwei Toren und zwei Vorlagen die interne Scorerliste anführt. Nach seinem fulminanten Auftakt gegen Mainz und Freiburg ruhen die Kölner Hoffnungen auf dem Stürmer. Bülter ist beim FC schneller angekommen, als es ihm im Sommer einige Experten vorausgesagt hätten.
Kehrt Bülter zurück in die Startelf?
Kein Wunder also, dass die Kölner Fans einer Rückkehr des Stürmers entgegenfiebern. Seit Mittwoch stehen die Chancen auf einen Einsatz gegen den FC Augsburg deutlich besser. Bülter war wieder voll im Training dabei, ging in die volle Belastung und zog die Einheit durch. Der Stürmer scheint dem Kölner Trainer also wieder zur Verfügung zu stehen. Zwar gehörte Bülter der Auftakt in diese Spielzeit. Ob Lukas Kwasniok den Angreifer aber in die Startelf packt, scheint aktuell offen. Zum einen, weil Kwasniok immer wieder betont hat, keine Stammelf zu haben. Der Kölner Coach probiert Dinge aus, sucht die richtigen Schlüssel für den jeweils richtigen Gegner. Ob Bülter aus seiner Sicht zum FC Augsburg passt, könnte auf der Pressekonferenz am Donnerstag beantwortet werden.
Könnte, denn Kwasniok lässt sich eher nicht in die Karten schauen. Und der Kölner Coach hat noch Alternativen im Ärmel. Wenn ein Spieler den Cologne Cup nutzte, um auf sich aufmerksam zu machen, dann war es wohl Ragnar Ache mit einigen Chancen, vor allem aber den beiden Kölner Toren. In der letzten Länderspielpause hatte Luca Waldschmidt den Test gegen Schwarz-Weiß Essen für eine Duftmarke und damit die Rückkehr in die Anfangsformation genutzt. Nun könnte sich der Angreifer empfohlen haben. Ache kommt zudem in dieser Spielzeit, inklusive Pokalspiel auf vier Assists. Und dann ist da natürlich auch Said El Mala. Der Kölner Youngster hatte gegen die TSG Hoffenheim erstmals in dieser Saison von Beginn an gespielt und mit dem entscheidenden Treffer direkt abgeliefert.
In Sinsheim hatte Jakub Kaminski in der Spitze gespielt. Er wäre mitunter aber auch erneut eine Variante auf der Außenbahn. Möglicherweise findet Trainer Kwasniok aber auch einen ganz anderen Schlüssel. Überraschen würde das nicht mehr.
Neue Marktwerte: Starker Gradmesser für Thomas Kesslers Erfolg beim 1. FC Köln
Simon Bartsch
Dass die Kaderwerte beim FC in der Summe nach dem erfolgreichen Start höher eingeschätzt werden, kommt nicht überraschend. Allerdings ist die Steigerung extrem beeindruckend beim 1. FC Köln: Aktuelle Marktwerte als Gradmesser für Thomas Kesslers Kader Erfolg.
Nicht nur die herausragende Quote der funktionierenden Neuzugänge geht neben der Arbeit von Trainer Lukas Kwasniok größtenteils auf das Konto des neuen Sportchefs. Auch wirtschaftlich ist Stand jetzt ein mehr als guter Weg eingeschlagen worden beim 1. FC Köln: Aktuelle Marktwerte als Gradmesser für Thomas Kesslers Kader Erfolg.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm / Getty Images)
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Das Lob von Michael Reschke fiel im FC-Podcast „Dreierkette“ schon auffallend groß aus. Als „außergewöhnlich“, als „kleines Fußballwunder“ beschrieb der Berater von Eric Martel die Entwicklung des 1. FC Köln und nannte gleich mehrere Namen, denen besondere Lobeshymnen gesungen werden dürfen. Vor allem aber lobte der Frechener immer wieder Thomas Kessler und eben die, die die Entscheidung getroffen haben, „Kess“ in den neuen Job zu heben. Nun ist Reschke bekanntlich ein Sympathisant der Geißböcke und vielleicht als Spieler-Berater daran interessiert, sich mit dem Sportchef gutzustellen. Doch mit dem 68-Jährigen spricht ein Experte auf dem Gebiet. Reschke war in Kaderplanungen unter anderem bei den Bayern, beim VfB Stuttgart und beim FC Schalke 04 involviert.
Zweitteuerste Transfersommer
Das Lob kommt also von einem absoluten Experten. Dabei ist die positive Entwicklung der Geißböcke natürlich auch den Laien längst aufgefallen. Von den zwölf Neuverpflichtungen gehören zwei Drittel mindestens zum erweiterten Kreis der Stammspieler. Rav van den Berg ist verletzt, Ron-Robert Zieler als Nummer zwei verpflichtet. Wenn überhaupt bleiben mit Cenk Özkacar und Alessio Castro-Montes höchstens zwei neue Spieler ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Bislang, gerade bei Castro-Montes sind die Erwartungen nach wie vor große. Gleich mehrere der neuen Akteure würden es sicherlich auch in anderen etablierten Teams der Liga in die erste Elf schaffen. Mannschaften, die an die Tür Richtung Europa anklopfen wollen.
Um einen ähnlich erfolgreichen Transfersommer in der Historie der Kölner zu finden, muss man wohl schon sehr weit zurückschauen. Wobei der Vergleich mit allen besonderen Gegebenheiten natürlich auch ein wenig hinkt. Kessler hat in diesem Sommer aber den „zweitteuersten“ Transfersommer der Kölner Geschichte verursacht, sich durch clevere Abgänge nicht verausgabt. Rund 25 Millionen Euro hat der FC für neue Spieler ausgegeben. In der Spielzeit 17/18 waren es 40 Millionen, alleine für Jhon Cordoba 17. Damals wurden aber auch Spieler verpflichtet, die eben nicht wie erhofft einschlugen. Spieler wie Vincent Koziello. Der ehemalige französische Nachwuchsnationalspieler ist zurzeit noch ohne Verein. Dass der FC mal bis zu acht Treffer in dieser Form auf dem Markt gelandet hat, ist wenn überhaupt sehr lange her.
Beeindruckende wirtschaftliche Entwicklung
Das liegt auch an der Quantität an Neuverpflichtungen, für die Profi-Abteilung wurde schlicht selten in einem ähnlichen Ausmaß zugeschlagen. Vor allem aber scheint die Scouting-Abteilung einen richtig guten Job gemacht zu haben. Und das könnte sich nicht nur sportlich für die Kölner irgendwann auszahlen. Auch wirtschaftlich scheint dieser Transfersommer ein guter zu sein. Die Zahlen von transfermarkt.de entsprechen bekanntlich nicht gänzlich der Realität, sind aber durchaus als Tendenz, vielleicht als eine Art Richtwert zu sehen. Und diese liefern beeindruckende Zahlen. Rav van den Berg soll den FC rund acht Millionen Euro gekostet haben, die ist der Spieler seit dem neuesten Update auch wert. Sebastian Sebulonsen wurde für 2,5 Millionen Euro verpflichtet, ist laut Online-Portal nun vier Millionen wert.
Besonders positiv ist die Entwicklung bei Isak Johannesson. Der Isländer wurde für 5,5 Millionen verpflichtet, der Marktwert wird nun auf zehn Millionen eingeschätzt. Und Said El Mala sprengt die Rechnung ohnehin. Der Youngster wurde für rund 300.000 Euro von der Viktoria verpflichtet. Mit 18 Millionen ist er mittlerweile der viert wertvollste FC-Profi der Vereinsgeschichte – hinter Namen wie Anthony Modeste, Lukas Podolski und Jonas Hector. Alleine das Plus der festverpflichteten Spieler beläuft sich aktuell auf knapp 30 Millionen. Ein Wert, der natürlich mit Vorsicht zu genießen ist. Denn neben den Tendenzen von transfermarkt.de sind die jeweiligen Ablösen kolportiert und die angegebenen Marktwerte stark an Leistungen, Verletzungen und Erfolgen auch vom Team gekoppelt. Die Werte können also schon beim nächsten Update wieder ganz anders aussehen.
Kaderwert massiv gesteigert
Für den Moment haben die Kölner Verantwortlichen aber den Kaderwert auf mehr als 100 Millionen Euro in die Höhe geschraubt, ihn um deutlich mehr als 30 Prozent gesteigert. Er ist so hoch wie seit vier Jahren nicht mehr und damals erreichten die Kölner am Ende der Spielzeit bekanntlich die Conference League. Allerdings sind die Werte der Spieler in den vergangenen Jahren insgesamt auch deutlich angestiegen, ein Vergleich ist schwer. Der FC liegt im ligainternen Vergleich mit den 106 Millionen dennoch auf Platz 15. Und dann ist da noch ein weiterer Teil der Wahrheit. Denn unter anderem den Deal mit Said El Mala hat das Team um Christian Keller auf die Spur gebracht. Möglicherweise konnte der neue Sportdirektor zudem auch nur aufgrund des Sparkurses seines Vorgängers so viel investieren.
Dennoch: Bislang ist die Arbeit von Thomas Kessler nicht hoch genug einzuordnen. Der Sportdirektor hat den FC durchaus sportlich und wirtschaftlich in die richtige Richtung gelenkt. Mindestens für den Moment.
Wirklich ein Zeichen mentaler Stärke? Späte Tore sind eine neue Qualität des 1. FC Köln
Hendrik Broschart
Späte Treffer mit großer Wirkung: Der Aufsteiger hat sich mithilfe von späten Toren früh in der Bundesliga etabliert. Nach sechs Spieltagen steht Köln mit zehn Punkten auf Rang sechs und hält damit Anschluss an die Spitzengruppe der Tabelle. Was steckt hinter der Last-Minute-Qualität des 1. FC Köln?
Späte Tore, große Wirkung: Der Aufsteiger punktet dank Last-Minute-Treffern und mischt nach sechs Spieltagen mit zehn Punkten oben mit. Was steckt hinter der Last-Minute-Qualität des 1. FC Köln?
Jakub Kaminski erzielte gegen den VfL Wolfsburg den bislang spätesten Bundesliga-Treffer jemals. (Foto: Bucco)
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Späte Tore haben den Kölnern in den ersten Wochen dieser Saison schon mehrfach entscheidende Punkte beschert. Beim Heimsieg gegen Mainz war es eine scharf getretene Flanke von Waldschmidt in der 90. Minute, die Marius Bülters Haarspitzen streifte und damit unhaltbar ins Mainzer Tor segelte. In Wolfsburg sorgten Kaminski und Jóhannesson in der Nachspielzeit sogar doppelt für späte Jubelmomente. Kaminski stellte mit seinem Treffer zum 3:3 sogar einen neuen Bundesliga-Rekord auf. Bislang hat niemand später getroffen als er. Gegen Stuttgart entging Köln schließlich nur knapp der möglichen Führung – der Stuttgarter Maximilian Mittelstädt klärte auf der Linie. Lukas Kwasniok ordnete nach der Heimniederlage gegen Stuttgart ein: „In der zweiten Halbzeit hatten wir mit dem Ball dann auch gute Passagen. Und genau in dem Moment, als wir das Gefühl hatten, das Stadion ist voll, das geht vielleicht in unsere Richtung, macht es Stuttgart gut. Wir standen eigentlich geordnet. Der Gegentreffer war nicht nötig.“
Der Mythos des „psychologisch wichtigen Zeitpunkts“
Im Fußball wird in diesem Zusammenhang häufig von „psychologisch wichtigen Zeitpunkten“ gesprochen, zum Beispiel, wenn ein Team kurz vor der Halbzeit oder kurz vor Spielende ein Tor erzielt. Doch was sagt die Wissenschaft dazu? Handelt es sich um einen nachweisbaren Effekt oder ist es lediglich eine Floskel, die vor allem in Pressekonferenzen und Spielanalysen verwendet wird? Der Sportpsychologische Experte Thorsten Loch hat das für come-on-fc.com eingeordnet.
Die Datenlage sei differenziert, sagt Loch: “Analysen internationaler Top-Wettbewerbe zeigen, dass ein Tor unmittelbar vor der Halbzeit nicht automatisch zu einem Vorteil führt. In einigen Studien ließ sich sogar nachweisen, dass Heimteams nach einem späten Treffer vor der Pause in der zweiten Halbzeit schlechter abschnitten, als wenn sie zu einem früheren Zeitpunkt getroffen hätten.” Andere Untersuchungen wiederum berichteten keinen systematischen Effekt: “Es gibt aber auch Befunde, die unter bestimmten Umständen einen positiven Einfluss beschreiben – beispielsweise wenn die emotionale Dynamik im Stadion und auf der Bank kurzfristig verändert wird. Insgesamt gilt: Ein klarer, universeller „psychologischer Zeitpunkt“ lässt sich empirisch nicht belegen.”
Hier spielen laut Loch mehrere Faktoren ineinander: „Zum einen nimmt gegen Spielende die körperliche Leistungsfähigkeit ab: Lauf- und Sprintleistungen sinken, die Fehleranfälligkeit steigt. Zum anderen passen Teams ihr Verhalten je nach Spielstand an. Wer zurückliegt, geht mehr Risiko ein, rückt höher auf und erzwingt Standardsituationen. Wer führt, wird häufig passiver – ein Muster, das als ‚Score-Effect‘ beschrieben wird.“ Hinzu kommt die allgemeine Dynamik des Spiels: „Statistisch gesehen häufen sich Tore gegen Ende, ganz unabhängig von psychologischen Zuschreibungen. Psychologische Faktoren, wie ein kurzfristiger Motivationsschub durch einen Ausgleichstreffer in letzter Minute, können diesen Effekt verstärken, sind aber nicht die alleinige Ursache.“
Mentale Stärke oder clever gewechselt?
Gibt es also einen „besten Zeitpunkt“ für ein Tor? Aus psychologischer Sicht nicht, ist sich Loch sicher. Entscheidend sei vielmehr, dass Phasenübergänge im Spiel – etwa direkt nach Wiederanpfiff oder nach Wechseln – anfällig für Konzentrationsfehler sind: “Wer in diesen Momenten klare Routinen und abgestimmte Abläufe parat hat, kann diese Verwundbarkeit des Gegners nutzen. Hier geht es weniger um Magie, sondern um gute Vorbereitung.”
Das kann Ausdruck von Fitness, taktischer Ausrichtung oder auch mentaler Stabilität sein, beispielsweise in Form der Fähigkeit, trotz Rückschlägen am Ball zu bleiben und konstruktiv mit Fehlern umzugehen. Gleichzeitig sollte man vorsichtig sein: „Wiederholte späte Treffer sind kein reiner Beleg für mentale Stärke, sondern meist das Resultat eines Zusammenspiels aus Kondition, Spielidee und psychologischer Widerstandsfähigkeit“, präzisiert Loch.
Ein Beispiel dafür ist die Handhabung Kwasnioks von Saïd El Mala gegen Wolfsburg. Der Offensivspieler kam erst gegen Mitte der zweiten Halbzeit in die Partie, um mit frischen Beinen eine ermüdete gegnerische Wolfsburger Abwehr zu stressen – ein Plan, der aufging. El Mala leitete mit seiner Vorarbeit zum 2:2-Ausgleich in der 91. Minute die wilde Schlussphase ein. „Said ist definitiv eine Waffe“, lobte Trainer Kwasniok anschließend. „Aber eine Waffe von Beginn an zu sein, ist nochmal etwas anderes. Er verändert ein Spiel, genau wie ein Ragnar auf seine Art und Weise und ein Kainzi auf seine Art und Weise.“
Kein Alleinstellungsmerkmal
Der „psychologisch wichtige Zeitpunkt“ ist kein Naturgesetz, sondern ein Narrativ, das nur in bestimmten Kontexten trägt: „Wer Fußball wissenschaftlich betrachtet, erkennt: Späte Tore entstehen vor allem aus taktischen und physiologischen Gründen – psychologische Effekte können sie verstärken, erklären sie aber nicht allein“, schließt Loch.
Nach dem freien Bundesliga-Wochenende können die Geißböcke dann gegen Sandro Wagners Augsburg das Narrativ weiterschreiben. Augsburg hat ihrerseits eine bemerkenswerte Bilanz vorzuweisen: Vier ihrer elf Tore fielen in der Schlussphase der ersten oder zweiten Halbzeit.
Marius Bülter: Nach Zwangs- und Babypause in die nächste Phase des 1. FC Köln?
Simon Bartsch
Nach seinem beeindruckenden Schnellstart zu Saisonbeginn mit vier Torbeteiligungen in zwei Spielen waren die vergangenen Begegnungen nicht so glücklich. Erst mit schwerem Stand, dann verletzt. Nach der Geburt seines ersten Kindes könnte es weiter gehen beim 1. FC Köln: Startet Marius Bülter erneut durch?
Bis zu seiner Verletzungs- und dann der Babypause war er einer der absoluten Gewinner beim 1. FC Köln: Startet Marius Bülter erneut durch? Am Dienstag könnte der Stürmer wieder in das Training zurückkehren.
Marius Bülter nach seinem Treffer gegen Mainz (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
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Die Vorbereitung war kurz und sie war nicht so richtig erfolgreich. Marius Bülter kam Ende Juli zum FC, spielte gegen Vitesse Arnheim und durfte den FC sogar als Kapitän gegen Atalanta Bergamo aufs Feld führen. Und obwohl die Kölner in den beiden Begegnungen gleich elf Mal erfolgreich waren, trug sich Bülter in die Torjägerliste eben nicht ein. Der Transfer war bei einigen Fans der Kölner ohnehin von Skepsis begleitet. Doch das hat sich bereits nach wenigen Wochen bekanntlich zerschlagen. Aktuell ist der Angreifer eher so etwas wie der Hoffnungsträger in der Domstadt. Das hat sich der 32-Jährige, der von der TSG Hoffenheim ans Geißbockheim gewechselt ist, mit einer beeindruckenden Effizienz erarbeitet. Gegen Mainz erzielte der Angreifer den entscheidenden Treffer, gegen Freiburg war Bülter an drei Toren unmittelbar beteiligt, ist aktuell der Kölner Topscorer.
Der Mythos des „psychologisch wichtigen Zeitpunkts“
Kein Wunder, dass Bülter von den FC-Fans umgehend zum Spieler des Monats gewählt wurde. „Es freut mich und zeigt auch, dass ich mich hier wohlfühle, gut aufgenommen wurde und wir eine coole Mannschaft haben. Dann kann man auch seine Leistung bringen“, sagte der Angreifer erst jüngst im Interview mit fc.de. Die Stärke des 32-Jährigen kommt wohl auch durch die Flexibilität, die Lukas Kwasniok von seinen Spielern fordert, die der Spieler aber auch mitbringt.
„So flexibel habe ich noch nicht häufig gespielt und das macht es auch besonders. Wir finden uns immer wieder auf anderen Positionen wieder, das braucht auch seine Zeit, um es noch besser zu machen. Aber wir sind da auf einem guten Weg“, sagte der Stürmer. So hätte es auch aus Kölner Fan-Sicht natürlich gerne weitergehen können und sollen, tat es aber nicht. Gegen Wolfsburg tat sich der Offensivspieler schwer, gegen Leipzig verletzte sich Bülter, musste schon zur Halbzeit runter.
Rückkehr schon am Dienstag?
Gegen den VfB Stuttgart fehlte der Stürmer und ausgerechnet auch gegen seinen Ex-Club aus Hoffenheim. Bülter zeigte sich über diesen Umstand enttäuscht. Dabei war der Grund ein durchaus glücklicher. Denn der Stürmer fiel zuletzt aufgrund einer Babypause aus. Seit vergangenem Wochenende ist der 32-Jährige das erste Mal Vater. Und so dürfte der Stürmer durchaus beflügelt wieder in den Kader zurückkommen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass das schon am Dienstag passieren könnte. „Bei Bülti hoffen wir, dass er Anfang der kommenden Woche einsteigen kann, damit er eine volle Trainingswoche hat“, hatte Kwasniok am vergangenen Mittwoch gesagt.
Dann hätte der Angreifer sicherlich auch wieder die Chance, von Beginn an gegen Augsburg aufzulaufen. Allerdings setzte zuletzt Ragnar Ache ein Ausrufezeichen war gegen Fortuna und Viktoria Köln erfolgreich. Grundsätzlich scheinen die Fuggerstädter dem Stürmer auch zu liegen. Für Union Berlin und den FC Schalke 04 traf Bülter gegen den FCA, für die TSG legte der Angreifer einen Treffer auf. Am Donnerstag blieb beim Cologne Cup erst einmal wie angekündigt die Rolle des Zuschauers. Doch Marius Bülter hat ja schon zu Beginn der Saison bewiesen, dass er von Null auf 100 in Windeseile durchstarten kann.
So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln
Simon Bartsch
Ein Dutzend Spieler sind im Sommer nach Köln zum FC gewechselt und haben den Domstädtern damit ein neues Gesicht verliehen. Und Thomas Kessler scheint in seiner ersten Transferphase als Sportdirektor einen guten Job gemacht zu haben. So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln.
Zwar haben sich im Sommer auch einige Transferziele zerschlagen, dennoch wurde Thomas Kessler für seine Transfers von den Fans gefeiert. Und das offenbar nicht ohne Grund. So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln.
Joel Schmied, Kristoffer Lund und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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Ron-Robert Zieler: Der Weltmeister von 2014 kam als neue Nummer zwei und fügt sich in diese Rolle perfekt ein. Zieler wäre da, wenn Marvin Schwäbe ausfallen würde. Als Ersatzkapitän hat er eine wichtige Stimme in der Kabine. Zudem ist der Routinier – immerhin mehr als 400 Bundesliga und 2. Bundesliga-Spiele – der Pokal-Keeper der Kölner. Seine erste Aufgabe gegen Jahn Regensburg meisterte Zieler souverän, nun steht bald das Duell gegen den FC Bayern München auf dem Programm. Sicherlich ein weiteres Highlight seiner Karriere.
Starker Eindruck in der Defensive
Sebastian Sebulonsen: Einer der ganz großen Gewinner der noch jungen Saison. Der rechte Schienenspieler kam aus Bröndby zum FC und ehrlich gesagt hatten den Norweger wohl nur die wenigsten Experten so richtig auf dem Zettel. Die Arbeit beim FC und mit Lukas Kwasniok dürfte das Prädikat „perfektes Match“ tragen. Zumindest bislang. Sebulonsen ist neben Timo Hübers, Eric Martel und Jakub Kaminski einer von vier Spielern, die immer in der Startelf gestanden haben. Von den Spielern, die regelmäßig zum Einsatz kommen, erzielt der 25-Jährige die besten Zweikampfwerte, gewinnt im Schnitt zwei von drei Duellen. Trotz seiner Vorstöße in die Offensive und den meisten Flanken beim FC, wartet Sebulonsen noch auf seine erste Torbeteiligung.
Kristoffer Lund: Das Pendant zu Sebulonsen auf der linken Seite. Doch der gebürtige Däne mit amerikanischen Pass hat sich angesichts der großen Konkurrenz auf der linken Seite noch nicht komplett festspielen können. Dennoch: In vier der sieben bisherigen Pflichtspielen stand Lund in der Anfangsformation. Der 23-Jährige wirkt in den Zweikämpfen bislang aber nicht immer ganz sicher. Mit 35,11 km/h hat der Schienenspieler bislang die höchste Temperatur bei den Geißböcken auf dem Tacho.
Pech und schwerer Stand
Rav van den Berg: Pech für den teuersten Neuzugang des Sommers. Der Innenverteidiger zog sich bereits in seinem zweiten Pflichtspiel für die Geißböcke eine ärgerliche Schulterverletzung zu, musste operiert werden und fehlt seitdem. Dabei deutete Lukas Kwasniok vor wenigen Wochen an, welche Rolle der Niederländer beim FC spielen sollte. „Wir haben uns schon, ein wenig darauf fokussiert, mit Rav die richtige Konstellation auf den Platz zu bekommen“, sagte der Coach zuletzt. „Er hat sich dann in seinem 2. Spiel verletzt und dann ist die Gedankenwelt schon ein wenig zusammengebrochen.“ Kein Wunder, dass die Kölner für den Abwehrspieler tief in die Tasche gegriffen haben. Die Qualität blitzte in den ersten Spielen durchaus auf. An van den Berg wird der FC sicherlich noch seine Freude haben.
Cenk Özkacar: Etwas überraschend stand der Türke kurz nach seiner Verpflichtung im DFB-Pokal direkt in der Startelf. Die Leistung war durchaus in Ordnung. Doch sie reichte offenbar nicht, um sich für weitere Einsätze in der Anfangsformation zu beweisen. Seitdem ist der Innenverteidiger hinten dran, kam nur noch zu zwei Kurzeinsätzen gegen Mainz und Hoffenheim. „Für ihn gilt es jetzt Gas zu geben. Wenn die Zeit reif ist, werde ich ihn reinwerfen“, sagte Kwasniok zuletzt. Aktuell haben andere Spieler die Nase vorne und Özkacar einen schweren Stand.
18 Spieler bereits in der Startelf
Tom Krauß: Der 24-Jährige ist aktuell sicherlich einer der Spieler, die Lukas Kwasniok zu dem Pool an Akteuren zählen würde, die für ihn immer mal wieder in die Anfangsformation rotieren können. In den bisherigen sieben spielen war schon alles dabei: Drei Mal stand der etatmäßige Mittelfeldspieler in der Startelf, zwei Mal wurde er eingewechselt, zwei Mal saß er komplett auf der Bank. Zudem spielte der gebürtige Leipziger bereits in den Innenverteidigung, als Linksverteidiger und als Sechser. Nicht umsonst bezeichnete Kwasniok den Spieler unlängst als seinen „Defensiv-Allrounder“.
Isak Johannesson: Auch der Isländer gehört eigentlich zum Stammpersonal der Geißböcke. Einzig im Duell gegen Wolfsburg kam Johannesson erst zur zweiten Halbzeit. Allerdings wohl auch, weil sich der Mittelfeldspieler im Länderspiel gegen Frankreich einen Pferdekuss abgeholt hatte. Der 22-Jährige ist längst beim FC angekommen, konnte sich bereits mit zwei Treffern in die Torjägerliste eintragen. Er ist Taktgeber, Dauerläufer und Motor bei den Geißböcken – vor allem seine Spieleröffnungen sind für die Mannschaft enorm wichtig. „Er kann viel und auch intensiv laufen, hat eine gute Dynamik, einen guten ersten Step und kann an den Gegenspielern vorbei gehen“, erklärte auch Trainer Kwasniok.
Alessio Castro-Montes: Der letzte Transfer der Geißböcke des vergangenen Sommers ist noch nicht so richtig angekommen. Und das, obwohl es zunächst einen Blitzstart gegen Wolfsburg gegeben hat. Genau das ist laut Lukas Kwasniok aber auch kontraproduktiv gewesen. „Er war gerade angekommen, hat die Namen zum Teil noch nicht gekannt“, sagt der Coach. „Er war noch gar nicht angekommen. Ich habe von ihm etwas gefordert, das er nicht hätte bringen können.“ Möglicherweise dient die aktuelle Länderspielpause, um den Belgier näher an die Mannschaft zu bringen. Dabei können sich die Geißböcke wohl auf einen feinen Fuß freuen. Zumindest nach der Einordnung des Coachs. „Als wir ihn im Training gesehen haben, haben wir gedacht, wir haben eine Mischung aus Neymar und Messi verpflichtet“, sagte Kwasniok. Das klingt mindestens verheißungsvoll.
Die Kölner Hoffnungsträger
Jakub Kaminski: Verheißungsvoll war auch der Start des Polen beim FC. Der 23-Jährige ist unter Lukas Kwasniok absolut gesetzt, stand bislang immer in der Startelf und kommt von allen Kölner Profis auf die höchste Einsatzzeit. Kaminski ist auch der Hauptgrund, warum es einer der Leistungsträger des Vorjahren, Linton Maina, aktuell so schwer hat. Mit drei Toren ist der Offensivspieler der Top-Torjäger beim FC. Zudem erarbeitet Kaminski viele Torchancen, legt auch immer wieder für Torabschlüsse auf. Stand jetzt werden sich die Kölner mit großer Sicherheit im kommenden Sommer um eine feste Verpflichtung kümmern.
Said El Mala: Der 19-Jährige hat nicht erst mit seinem entscheidenden Treffer gegen Hoffenheim für Furore gesorgt. El Mala ist der Shootingstar bei den Geißböcken und die aktuelle Entwicklung macht ihn sportlich aber auch wirtschaftlich zum Kölner Hoffnungsträger. Der FC ist sehr darauf bedacht, den Youngster am Boden zu halten. Wenn der Offensivspieler seine Karriere aber weiter mit solchem Tempo vorantreibt, wird El Mala auch medial nicht klein zu halten sein.
Ragnar Ache: Laut der Einschätzung von transfermarkt.de ist der Stürmer neben Isak Johannesson der wertvollste Spieler der Geißböcke. Diese Qualität hat Ache bislang aber noch nicht komplett auf die Bahn gebracht. Der Stürmer wird von Lukas Kwasniok hauptsächlich als Joker gebracht. Erst einmal stand Ache von Beginn an auf dem Platz. Das aber, weil Marius Bülter verletzt ausfiel. Aber: Ache gefällt in der Rolle des Jokers. Der Stürmer bringt so eine andere Dynamik und eine andere Qualität ins Spiel. Nicht umsonst sammelte der Angreifer schon vier Vorlagen in sieben Pflichtspielen.
Marius Bülter: Der Stürmer war zum Saisonauftakt wohl die größte Überraschung unter den Neuverpflichtungen. Vor allem gegen Mainz und Freiburg spielte der Angreifer mit zwei Toren und zwei Vorlagen groß auf. Gegen Leipzig folgte dann die frühe Auswechslung aufgrund eines Pferdekusses, gefolgt von einer Achillessehnenreizung. Seitdem ist Bülter erst einmal außen vor. Doch aktuell deutet viel darauf hin, dass die Kölner an dem 32-Jährigen noch durchaus ihre Freude haben werden.