Das sagt Steffen Baumgart zu Lautern, Wechseln und einem mรถglichen Einsatz von Thielmann

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Das sagt Steffen Baumgart zu Lautern, Wechseln und einem mรถglichen Einsatz von Thielmann

Auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel gegen Lautern redete sich Steffen Baumgart einmal mehr in Rage. Das Leipzig-Spiel ist alles andere als vergessen. Dennoch richtet der Trainer den Fokus auf den Dienstagabend.

Die 0:6-Pleite gegen Leipzig ist auch am Tag vor dem Pokalspiel gegen Lautern noch immer ein Thema fรผr FC-Trainer Steffen Baumgart. Auf der Pressekonferenz fand der Trainer sehr deutliche Worte und kรผndigte Wechsel an. Das sagt Steffen Baumgart auf der PK vor dem Lautern-Spiel

Steffen Baumgart war auch am Montagmorgen der Frust von der Leipzig-Pleite noch anzusehen, aber auch anzuhรถren. Der Trainer fand bei der Rรผckbetrachtung sehr deutliche Worte. „Das lassen wir nicht einfach an uns vorbeilaufen“, sagte der Trainer, der mit seiner Mannschaft am Montagmorgen die Dinge von Samstagabend noch einmal aufarbeiten will. Zu 99 Prozent wolle er reden und erwarte, dass seine Jungs zuhรถren. „Es gibt Sachen, wenn die nicht umgesetzt werden, haben wir in der Bundesliga nichts zu suchen. Dass wir dieses Jahr ein schweres Jahr haben, habe ich nicht erst einmal betont. Wir haben bis zum letzten Spieltag Abstiegskampf und das muss jedem klar sein. Und fรผr uns ist jedes Spiel ein Endspiel. Endspiel bedeutet, dass ich nur diese einzige Chance im Spiel habe“, sagte der Trainer. „Das hat nichts damit zu tun, dass man in Leipzig verlieren kann. Es hat was damit zu tun, dass wir aus meiner Sicht ein gutes Torverhรคltnis hatten und das aus der Hand gegeben haben. Ich bin jemand der lange hinter den Jungs steht und noch immer hinter den Jungs steht. Aber irgendwann ist Feierabend. Irgendwann geht es darum, dass das was gefordert ist, auch zu machen ist. Und wenn das einige nicht umsetzen kรถnnen, muss ich halt noch deutlicher werden.“

Baumgart: „Dann bin ich irgendwann einfach angepisst“

Baumgart haderte erneut mit der fehlenden Kรถrpersprache im Duell bei RB. „Es gehรถren Niederlagen und Fehler dazu. Das kann man aufarbeiten. Was man nicht aufarbeiten kann, ist die Kรถrpersprache. In den zweieinhalb Jahren, die ich hier sein darf, habe ich noch nie so eine Kรถrpersprache erlebt“, sagte der Coach. Und sagte, dass Einstellung, Mentalitรคt und eben Kรถrpersprache in seinem Verstรคndnis von FuรŸball essentiell seien. „Ich war ein Spieler, der nur darรผber Erfolg hatte. Und ich glaube, dass ich das als Trainer verkรถrpere. Wenn ich eine Mannschaft habe, die die Kรถrpersprache nicht an den Tag legt, dann bin ich irgendwann auch einfach angepisst.“ Und genau dieser Zeitpunkt scheint jetzt gekommen zu sein.

Dabei war dieser Moment eigentlich als einer der Vorfreude gedacht. Das Pokalspiel gegen Kaiserslautern auf dem Betzenberg ist fรผr den Trainer ein absolutes Highlight. „Ich betone immer gerne, wie gerne ich so etwas erleben darf. Es gibt so besondere Momente und das kann Lautern sein. Ich durfte da spielen. Es waren immer heiรŸe Duelle“, sagte der Coach, der eine schwere Aufgabe erwartet. „In so einem Stadion, bei solchen Emotionen zu spielen, das sind Erlebnisse. Ich freue mich riesig auf das Duell.“ 

Baumgart kรผndigt Wechsel an

Baumgart kรผndigte im Grunde auch Wechsel an. „Es wird in der ein oder anderen Situation schon einen Wechsel geben kรถnnen. Wir haben einen Krankheitsfall“, sagte Baumgart. Rasmus Carstensen ist mit einer aufkommenden Erkรคltung zum Arzt gefahren. Es soll kurzfristig entschieden werden, ob er spielen kann. „Es gibt aber auch die Situation, dass ich mit einigen Leistungen nicht zufrieden bin. Wir kรถnnen davon ausgehen, dass es Wechsel geben wird. Es wird aber die stรคrkste Mannschaft auflaufen, die ich fรผr die Begegnung gegen Lautern fรผr die stรคrkste Mannschaft halte.“ Sollte der Dรคne nicht spielen kรถnnen, wird Jan Thielmann plรถtzlich doch zur Option. „Gestern war er es noch nicht. Durch die neue Situation setzen wir uns noch einmal zusammen und bewerten die Situation neu. Eigentlich wollten wir Jan noch eine Woche geben“, sagte Baumgart. Der Youngster sollte eigentlich bei der U21 spielen. „Jetzt hat sich mit Carstensen eine neue Situation ergeben. Deswegen werden wir das noch einmal in Ruhe besprechen.“


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Das sagt Steffen Baumgart รผber das Personal, Leipzig und Jan Thielmann

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Das sagt Steffen Baumgart รผber das Personal, Leipzig und Jan Thielmann

Mit dem Derby gegen Borussia Mรถnchengladbach ist dem FC ein Befreiungsschlag gelungen. Nun wollen die Kรถlner gegen Leipzig nachlegen. Auf der Pressekonferenz รคuรŸerte sich Steffen Baumgart zum Gegner und seinem Personal.

Nach dem Derbysieg รผber Gladbach steht dem FC eine schwere Aufgabe bevor. Am Samstagabend steht das Spiel bei RB Leipzig auf dem Spielplan. Das sagt Steffen Baumgart auf der PK vor dem Leipzig-Spiel

Der Derbysieg gegen Gladbach hat beim FC fรผr Erleichterung gesorgt – รผber den Berg sind die Kรถlner damit aber natรผrlich nicht. „Wir haben den ersten Sieg eingefahren. Das freut uns, aber mehr ist es dann auch nicht. Wir haben trotzdem acht Spiele und vier Punkte und das ist zu wenig“, sagte Steffen Baumgart am Donnerstag auf der Pressekonferenz. „Wie mรผssen gucken, dass wir weitere Punkte sammeln. Wir versuchen, gegen Leipzig an die Leistung anzuknรผpfen, um dann gegen eine sehr sehr gute Mannschaft erfolgreich sein zu kรถnnen.“ Eine sehr gute Mannschaft, die Baumgart anders einordnet als den Derbygegner. „Man darf die Mannschaften nicht miteinander vergleichen. Wir haben mutig agiert, haben viele Rรคume gefunden, die unser Spiel gerade in der ersten Halbzeit sehr gut haben aussehen lassen. Ich glaube nicht, dass wir das gleiche Spiel gegen Leipzig haben werden“, sagte der 51-Jรคhrige. „Gegen Leipzig wird es vielleicht nicht so einfach, die ein oder andere Torchance zu bekommen. Bei dem starken Umschaltspiel von RB mรผssen wir darauf achten, dass wir klar sind.“

Baumgart erwartet ein intensives Spiel

Einen groรŸen Qualitรคtsverlust zum Vorjahr will Baumgart beim Gegner nicht ausgemacht haben – trotz der zahlreichen prominenten Abgรคnge. „Ich werde nicht alle aufzรคhlen, die dazu gekommen sind. Weil die, die dazu gekommen sind, sind jetzt auch nicht blind“, sagte Baumgart. „Sie werden trotz der Belastung, die wir ja im vergangenen Jahr selbst erfahren haben, eine sehr sehr gute Mannschaft auf dem Platz haben, eine Mannschaft mit sehr viel Geschwindigkeit.“ Das zeigte Leipzig am Mittwoch eindrucksvoll in der Champions League beim 3:1 gegen Belgrad. Dass Baumgart keinen Bus parken werde, sagte der Trainer schon am Dienstag. Dennoch: „Wir mรผssen darauf achten, dass wir nicht die ersten Torchancen schon zulassen, sonst liegst du ganz schnell hinten.“

Dem will der Trainer mit dem Baumgartschen FuรŸball entgegen treten – offensiv, attraktiv, mit hoher Intensitรคt. „Am Ende geht es darum, dass wir unseren FuรŸball spielen wollen, dass wir in unsere Ablรคufe kommen, dass wir gucken, wo wir erfolgreich sein kรถnnen“, sagte der Trainer. „Wir haben einiges aufzuholen, wir haben noch einiges zu verbessern โ€“ sprich Torchancen erarbeiten, sprich Torchancen auch nutzen.“ Denn trotz des 3:1-Erfolgs haperte es bei den Kรถlnern einmal mehr an der Chancenverwertung. So viele Chancen wird der FC gegen Leipzig voraussichtlich nicht bekommen. Erfolgreich will Baumgart dennoch sein.

Baumgart: „Das tut ihm weh. Da ist er auch sauer auf mich“

Der Kรถlner Coach kann dabei aus dem Vollen schรถpfen. Einzig Philipp Pentke und Jacob Christensen fehlen weiterhin. Aber auch Jan Thielmann wird mit groรŸer Wahrscheinlichkeit nicht zum Einsatz kommen. „Jetzt muss ich vorsichtig sein, nicht, dass er doch im Kader ist. Der einzige, bei dem ich selbst auf der Bremse stehe, ist Jan“, sagte der Trainer, der dem Youngster ein รผberragendes Training bescheinigte. „Jan immer Jemand ist, รผber den wir uns Gedanken machen. Weil Jan schon viele muskulรคre Verletzungen hatte. Da sind wir vielleicht ein bisschen vorsichtiger. Deswegen entscheide ich bei Jan ein wenig kurzfristig. Was Leistung, Einstellung und Training angeht, brauchen wir uns bei ihm gar keine Gedanken machen“, erklรคrte der Coach. Baumgart wolle lieber noch eine Woche warten. „Das tut ihm weh. Da ist er auch sauer auf mich. Aber da zรถgere ich ein wenig mehr“, so Baumgart weiter. ย ย ย ย ย 

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Hoffnungstrรคger, Rรผckkehrer und Derbyheld?

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Hoffnungstrรคger, Rรผckkehrer und Derbyheld?

Gut zwei Monate nach seinem Comeback steht Mark Uth vor der nรคchsten Rรผckkehr. Und das ausgerechnet im Derby gegen Mรถnchengladbach.

Die lange Leidenszeit scheint sich ein weiteres Mal dem Ende zuzuneigen. Mark Uth ist beim FC Hoffnungstrรคger, Rรผckkehrer und am Sonntag auch Derbyheld? Der Kรถlner Torjรคger gibt in dieser noch jungen Spielzeit bereits sein zweites Comeback – es soll die Wende einlรคuten.

Mark Uth kennt das Gefรผhl. Der Kรถlner Offensivspieler weiรŸ genau, wie sich ein Sieg im Derby anfรผhlt. Dafรผr musste sich der 32-Jรคhrige lange gedulden. Und das, obwohl Uth insgesamt zwรถlf Mal gegen die Borussia auf dem Feld stand. 2017 feierte der Angreifer seinen ersten Sieg รผber die Fohlen – allerdings im Dienste der TSG Hoffenheim. Es folgten einige bittere Niederlagen, einige Remis, bevor er dann in der Spielzeit 21/22 gleich zwei Derbysiege mit dem FC einfuhr – und das als gebรผrtiger Kรถlner. „Ich habe es von klein auf mitbekommen, schon als Kind im Stadion. Man erlebt das รผber die Jahre, dass da Druck auf dem Kessel ist. Als ich spรคter mit der FC-Jugend gegen Mรถnchengladbach gespielt habe, war das auch immer etwas Besonderes“, sagte Uth in einem Interview vom Freitag dem „Kรถlner Stadt-Anzeiger„.

Drei Scorerpunkte in zwei Derbys

Ganz besonders waren eben die beiden Derbysiege. Vor zwei Jahren wurde der Stรผrmer in der 70. Minute eingewechselt. Monatelang hatten er und seine Sturmkollegen nicht mehr getroffen. Einzig Anthony Modeste funktionierte damals im Angriff. Uth stand keine fรผnf Minuten auf dem Feld, da erzielte Jonas Hofmann den Ausgleich. 120 Sekunden spรคter schlug der Porzer zu, traf zum 2:1 und leitete damit den spรคteren 4:1-Erfolg ein. โ€žDas Tor war echt Erleichterung, weil ich in den vergangenen Wochen auch nicht getroffen habeโ€œ, erklรคrte Uth spรคter. Die Begegnung war mรถglicherweise der Startschuss fรผr die unerwartet erfolgreiche Saison. Und auch im Rรผckspiel lief es fรผr den Angreifer gut. Uth bereitete beim 3:0-Erfolg im Borussia-Park zwei Tore vor.

Uth weiรŸ also, wie Derbysieg geht. Aber nicht nur deswegen gilt der 32-Jรคhrige am Sonntag als Hoffnungstrรคger. Gerade die Offensive der Kรถlner lahmt, zumindest beim finalen Pass und im Torabschluss und genau dort hat der Kรถlner seine Stรคrken. Die Quote von Pรคssen, die zu einem Torschuss fรผhren ist hoch. Uth sucht darรผber hinaus immer den direkten Abschluss. Eine Eigenschaft, die ihm von Kritikern einst als eigensinnig, von Befรผrwortern als risikofreudig ausgelegt wurde. Auch bei seinen Pรคssen in die Tiefe sucht Uth den direkten, schnellen Weg. Er spielt gerne Bรคlle, die Gefahr ausstrahlen. Das aber in beide Richtungen. Denn das clevere Umschaltspiel wird bei riskanten Fehlpรคssen schnell extrem gefรคhrlich, wenn die Defensive nicht stabil steht.ย 

Uth wohl als Joker

Der Angreifer bringt also viel mit von dem, was die Kรถlner aktuell dringend benรถtigen. Und dennoch wird der Offensivspieler mit groรŸer Wahrscheinlichkeit nicht von Beginn an spielen. „Ich kรถnnte noch nicht 90 Minuten spielen, ich weiรŸ auch nicht, ob es fรผr 60 reichen wรผrde. Aber 30 Minuten sind drin“, sagte Uth dem „Kรถlner Stadt-Anzeiger“ am Freitag. Zudem ist FC-Trainer Steffen Baumgart dafรผr bekannt, seine Rekonvaleszenten mit Bedacht wieder an die intensive Spielweise heranzufรผhren. Im vergangenen Spiel gegen Leverkusen machte der Kรถlner Coach allerdings eine Ausnahme, als Eric Martel in der Startelf stand – die Not war bei insgesamt acht verletzten Spielern offenbar groรŸ. Nun kann Baumgart aber nahezu aus dem Vollen schรถpfen. Uth wird also eher die Rolle des Jokers einnehmen. So wie vor zwei Jahren, als er den FC gegen Gladbach auf Erfolgskurs brachte.

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U21: Finkgrรคfe und Diehl treffen bei 3:0-Erfolg

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U21: Finkgrรคfe und Diehl treffen bei 3:0-Erfolg

Max Finkgrรคfe hat in der U21 des 1. FC Kรถln das nรคchste Ausrufezeichen gesetzt. Der Kรถlner Youngster erzielte beim 3:0-Erfolg รผber Wiedenbrรผck die Kรถlner Fรผhrung und legte Justin Diehl den zweiten Treffer auf.

Fรผr die Profis wurde Max Finkgrรคfe an diesem Wochenende nicht nominiert, dafรผr รผberzeugte der 19-Jรคhrige am Samstag bei der U21: Finkgrรคfe und Diehl treffen bei 3:0-Erfolg. Den dritten Treffer erzielte Joao Pinto in der Schlussphase.

FC-Trainer Steffen Baumgart wollte Max Finkgrรคfe und Damion Downs an diesem Wochenende mehr Spielpraxis verschaffen und hat die beiden Youngsters nicht fรผr das Derby gegen Borussia Mรถnchengladbach nominiert. Und das hat sich zumindest fรผr die U21 ausgezahlt. Denn in der Regionalliga West avancierte gerade Finkgrรคfe zu einem der Matchwinner der Partie. Gegen den SC Wiedenbrรผck erzielte die Nachwuchshoffnung das 1:0 nach sehenswertem Seitfallzieher, im zweiten Durchgang legte Finkgrรคfe Justin Diehl das 2:0 auf. Wenige Minuten vor Spielende erhรถhte der eingewechselte Joao Pinto auf 3:0.

Per Seitfallzieher zum 1:0

Gegen Wiedenbrรผck hatten die Kรถlner keine groรŸen Schwierigkeiten, waren von Beginn an das spielbestimmende Team. So kam Finkgrรคfe, der in der Offensive agierte, bereits nach wenigen Minuten zu seiner ersten Mรถglichkeit. Der Youngster tauchte vor dem gegnerischen Torhรผter auf, scheiterte aber. รœberhaupt war der 19-Jรคhrige ein Aktivposten, schlug immer wieder Flanken, versuchte sich in den finalen Pรคssen. Auch Damion Downs kam zu einigen Abschlรผssen, hatte aber kein Glรผck. Den ersten Treffer erzielte dann nach einer guten halben Stunde Finkgrรคfe per Seitfallzieher nach Vorarbeit von Justin Diehl.

Eigentlich hรคtte der FC schon vor der Halbzeit das zweite Tor erzielen kรถnnen, wenn nicht mรผssen. Das รผbernahm dann Diehl nach Vorarbeit von Finkgrรคfe unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Das Spiel flachte nach der verdienten Fรผhrung zunehmend ab. Der FC tat nicht mehr als nรถtig, Wiedenbrรผck hatte gegen die Kรถlner รผberhaupt keine Mittel. In der Schlussphase erhรถhte der erst kurz zuvor eingewechselte Pinto mit einem schicken Schlenzer auf den 3:0-Endstand.

Durch den Erfolg klettern die Kรถlner in der Tabelle auf den vierten Platz. Max Finkgrรคfe setzte ein weiteres Ausrufezeichen. Damion Downs wurde nach einer guten Stunde heftig gefoult. Wenige Minuten spรคter wurde der Stรผrmer genauso wie Finkgrรคfe ausgewechselt. Ob eine Verletzung vorliegt, ist noch nicht bekannt.

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Und plรถtzlich wieder die Qual der Wahl

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Und plรถtzlich wieder die Qual der Wahl

Ausgerechnet vor dem Derby gegen Mรถnchengladbach haben sich gleich einige Kรถlner Spieler wieder zurรผckgemeldet. Fรผr Steffen Baumgart eine fast schon ungewohnte Situation, der FC-Coach kann nahezu aus dem Vollen schรถpfen.

Fรผr Steffen Baumgart ergab sich in dieser Woche ein fast schon ungewohntes Bild. Dem Kรถlner Trainer stand im Training nahezu der gesamte Kader zur Verfรผgung. Erstmals gibt es ein Luxusproblem beim 1. FC Kรถln: Baumgart hat die Qual der Wahl.

Anerkennung statt Ausreden war das Motto von Steffen Baumgart nach der deutlichen 0:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen vor zwei Wochen. „Ein verdienter Sieg. Bayer war uns leider in vielen Bereichen รผberlegen, sie haben die Situationen gut ausgespielt. Das muss man klar anerkennen. Unsere Jungs haben gekรคmpft und es probiert, aber es hat definitiv heute nicht gereicht“, sagte der 51-Jรคhrige. Baumgart klagte nicht, suchte keine Ausreden. Dabei hรคtte der Trainer einen Grund gehabt. Die Verletztenmisere der Kรถlner. Mal abgesehen von dem leichten Groll, als Eric Martel im September verletzt von der Lรคnderspielreise zurรผckkehrte, sprach Baumgart bei der Erklรคrung รผber die Krise verhรคltnismรครŸig wenig รผber verletzte Spieler. Gegen Leverkusen waren es mit den Langzeitverletzten acht Spieler, die fehlten. Und hรคtte Baumgart wie eigentlich geplant auch auf Eric Martel verzichtet, dann hรคtte dem FC nahezu eine ganze Mannschaft an Feldspielern gefehlt.

Nur die Defensive ist gesetzt

Kein Wunder also, dass sich der Kรถlner Trainer zu Beginn der Woche aufgrund des „Lichtes am Ende des Tunnels“ schon deutlich entspannter zeigte. โ€žDie Liste derer, die lange weg waren, wird immer kรผrzer. Jacob Christensen und Meiko Wรคschenbach fehlen noch. Aber auch da sieht es gut aus, sodass sie bald zurรผckkehrenโ€œ, sagte der Trainer am Freitag und wurde dann doch deutlich. โ€žWir hoffen, dass wir jetzt mal eine gewisse Konstanz in den Kader bekommen. Wir haben genug ScheiรŸe an den Hacken gehabt. Das, was uns lange genug ausgezeichnet hat, war, dass wir im Kader gleichmรครŸig besetzt waren und auch noch mal in den letzten Minuten Druck auf den Gegner machen konnten.โ€œ Und genau das will der FC auch in naher Zukunft wieder machen. Durch die Rรผckkehr der verletzten und erkrankten Spieler hat der FC jedenfalls deutlich mehr Optionen. Und so lieรŸ Baumgart die Zuhรถrenden am Freitag im Dunkeln, wer denn fรผr den FC am Sonntag gegen Gladbach auflaufen wird. „Da werde ich jetzt noch nichts zu sagen. Ich habe ja schon oft erzรคhlt, wie und warum wir etwas machen. Dieses Mal werde ich es nicht erzรคhlen“, sagte Baumgart.

Vielleicht auch, weil der Trainer sich mรถglicherweise selbst noch nicht รผber die Aufstellung im Klaren war. Denn Baumgart hat plรถtzlich wieder die Qual der Wahl – gerade im Mittelfeld. Torwart Marvin Schwรคbe sowie groรŸe Teile der Viererkette sind gesetzt. So werden Jeff Chabot und Timo Hรผbers genauso wie Leart Pacarada sicherlich in der Startelf stehen. Auf der rechten Seite dรผrfte Benno Schmitz in die Startformation zurรผckkehren. Mรถglich aber, dass Baumgart dem Routinier aber auch noch eine kleine Pause gรถnnt, denn Schmitz stieg erst diese Woche wieder ins Mannschaftstraining ein. Dann wรคre wohl Rasmus Carstensen der Nachrรผcker.

Uth vor Comeback

Auch Eric Martel, Dejan Ljubicic und Davie Selke kรถnnen wohl fest mit einer Aufstellung rechnen. Und dann? Linton Maina ist wieder eine Option fรผr links, der AuรŸenbahnspieler war aber lange verletzt. Luca Waldschmidt ist ebenfalls wieder im Kader, wรคre ebenso ein Kandidat wie Florian Kainz, der sich zuletzt Selbstvertrauen bei der รถsterreichischen Nationalmannschaft geholt hat, allerdings nach seiner Form beim FC sucht. Baumgart hatte vor einigen Wochen betont, dass auch Kainz nicht immer gesetzt sei. Zuletzt stand auch Denis Huseinbasic in der Startelf, der 22-Jรคhrige konnte sich aber nicht so recht beweisen, wie auch Faride Alidou, der gegen Leverkusen einen rabenschwarzen Tag erwischte.

Und dann ist da noch der groรŸe Hoffnungstrรคger: Mark Uth. Der gebรผrtige Kรถlner wurde fast schon sehnsรผchtig zurรผckerwartet. Ein รคhnliches Blitz-Comeback wie bei Eric Martel in der vergangenen Woche ist bei Uth wohl nicht zu erwarten. Mit groรŸer Wahrscheinlichkeit wird der 32-Jรคhrige aber im Laufe des Spiels kommen. Vielleicht, um in den letzten Minuten Druck aufzubauen. Definitiv nicht dabei sind die Kรถlner Youngsters. Nachdem Max Finkgrรคfe zuletzt wieder auf Einsatzzeit bei den Profis kam, spielt er am Samstag genauso wie Damion Downs bei der U21. Es wird aber auch weitere Profis treffen.

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Steffen Baumgart: „Am Ende kann ich es ohnehin machen, wie ich es will“

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Steffen Baumgart: „Am Ende kann ich es ohnehin machen, wie ich es will“

Sieben Spiele, ein Punkt. Das Derby gegen Borussia Mรถnchengladbach soll die Wende bringen. Auf der Pressekonferenz รคuรŸerte sich Steffen Baumgart zum Gegner und seinem Personal.

Nach der Lรคnderspielpause geht es am Sonntag mit dem Heimspiel gegen die Borussia weiter. Im Derby soll den Kรถlnern nach einem Punkt aus sieben Spielen der Befreiungsschlag gelingen. Das sagt Steffen Baumgart zu Gladbach und dem Personal.

Zwar ist die sportliche Lage weiterhin durchaus angespannt, aber immerhin scheint sich die Personalsituation beim FC zu entspannen. Schon in der vergangenen Woche hatte FC-Trainer Steffen Baumgart angedeutet, dass sich das Lazarett bei den Kรถlnern lichten wรผrde. Er sรคhe Licht am Ende des Tunnels , sagte der 51-Jรคhrige. „Benno, Linton, Florian Dietz, Mark Uth, Noah Katterbach und Jan Thielmann sind alle wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. So dass nur noch Jacob Christensen und Meiko Wรคschenbach fehlen. Es sieht aber gut aus, dass die beiden auch in der nรคchsten Zeit zum Kader wieder dazustoรŸen“, sagte Steffen Baumgart nun auf der PK am Freitag. Jan Thielmann wird aber keine Option sein. „Wie wir Jan kennen, wรผrde er am liebsten mit auflaufen, aber er hat jetzt eine andere Aufgabe vor dem Spiel, fรผr die Musik zu sorgen. Das hat mir auch gefehlt, dass da ein wenig Geschmack reinkommt“, sagte Baumgart. „Der Jan wird sich um die Musik im Stadion kรผmmern, aber um mehr nicht.“

Baumgart: „Wir haben genug ScheiรŸe an den Hacken gehabt“

Auch Noah Katterbach wird noch nicht dabei sein. Fรผr Philipp Pentke wird Matthias Kรถbbing auf der Bank Platz nehmen. Die Kรถlner Nummer zwei hatte sich am vergangenen Mittwoch am Knie verletzt. Damit wird U21-Keeper Jonas Nickisch nicht berรผcksichtig. „Ich habe mit Jonas gesprochen, weil er sicherlich auch auf die zwei rรผcken kรถnnte. Am Ende hat es auch damit etwas zu tun, dass Matthias schon lange in der Mannschaft ist, die Ablรคufe kennt und Jonas seine Spielzeit in der U21 braucht.“ Damion Downs, Florian Dietz und Max Finkgrรคfe werden fรผr die U21 spielen. „Bei Max sehen wir eine sehr gute Entwicklung. Max ist ja nicht umsonst in den vergangenen Spielen immer wieder hereingekommen“, sagte der Trainer. „Wie sehen aber auch die Wichtigkeit, dass er weiter Spielpraxis sammelt und dass er da im Rhythmus bleibt. Man sieht, dass sie immer besser in Richtung Bundesliga kommen.“

Somit kann Baumgart fรผr das wichtige Derby nahezu aus dem Vollen schรถpfen. „Wir hoffen, dass wir jetzt mal eine gewisse Konstanz in den Kader bekommen. Wir haben genug ScheiรŸe an den Hacken gehabt“, sagt der Trainer. „Dass was uns lange genug ausgezeichnet hat, war, dass wir im Kader gleichmรครŸig besetzt waren und auch noch mal in den letzten Minuten Druck auf den Gegner machen konnten.“ Das soll dem FC in den kommenden Wochen helfen. Verletzt hat sich in den vergangenen Wochen jedenfalls kein weiterer Spieler, auch kein Akteur, der mit der Nationalmannschaft unterwegs war. Einen Vorteil sieht der Trainer in der Lรคnderspielpause aber nicht. „So eine Pause mit einer Negativserie, das hatten wir vorher schon besser“, so der Trainer. „Jeder kann die Tabelle lesen, jeder lebt in Kรถln, jeder weiรŸ um die Themen. Die Kรถpfe freikriegen, im Sinne von „von bestimmten Themen trennen kรถnnen“, das kann von uns keiner. Die Jungs arbeiten und konzentrieren sich auf das Wesentliche: Und das ist FuรŸballspielen.“

Baumgart: „Am Ende kann ich es ohnehin machen, wie ich es will“

Mit welchem Personal Baumgart diesen FuรŸball spielen lassen will, lieรŸ der Trainer aber offen. „Da werde ich jetzt noch nichts zu sagen. Ich habe ja schon oft erzรคhlt, wie und warum wir etwas machen. Dieses Mal werde ich es nicht erzรคhlen“, sagte Baumgart. „Ich freue mich, wie รผberrascht man dann sein wird. Am Ende kann ich es ohnehin so machen, wie ich es will. Gibt genug Menschen, die mir erklรคren, wie was wo am besten ist.“

Natรผrlich weiรŸ der Trainer um die Schwere der Aufgabe. „Wir treffen auf eine Mannschaft, die eine hรถhere Intensitรคt als noch im vergangenen Jahr hat. Eine Mannschaft, die mit ihrer Dreierkette einen klaren Plan hat, die ein sehr sehr gutes Umschaltspiel hat“, sagt Baumgart. „Sie haben sechs Punkte und sind Zwรถlfter. Es gibt schlechtere Varianten. Wenn man so einen Umbruch macht, dann ist das fรผr mich eine normale Sache. Ich sehe eine sehr gute Entwicklung.“ Der Trainer erwartet ein Spiel auf Augenhรถhe. „Es ist das Spiel hier in der Region, das die meisten greift. Und das hat noch nicht einmal etwas mit der Tabellensituation zu tun. Diese Spiele haben ihre eigenen Gesetze. Am Ende geht es darum, wir brauchen Punkte. Und da kann es auch egal sein, gegen wen und wann.“

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Pressekonferenz beim FC: Das sagt Baumgart zu Leverkusen und seinem Personal

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Pressekonferenz beim FC: Das sagt Baumgart zu Leverkusen und seinem Personal

Sechs Spiele, ein Punkt. Ausgerechnet jetzt geht es zum Auswรคrtsspiel bei Tabellenfรผhrer Leverkusen. Auf der Pressekonferenz รคuรŸerte sich Steffen Baumgart zum Gegner und seinem Personal.

Nach der Niederlage gegen den VfB Stuttgart steht am kommenden Sonntag das Auswรคrtsspiel in Leverkusen auf dem Spielplan. Der FC ist zu Gast bei Bayer. Das sagt Steffen Baumgart zu Leverkusen und dem Personal.

Am Sonntag ist der 1. FC Kรถln zu Gast bei Bayer Leverkusen. Eine denkbar schwere Aufgabe. SchlieรŸlich geht es gegen den souverรคnen Tabellenfรผhrer, der in der Saison noch ungeschlagen ist, obwohl Leverkusen schon gegen Bayern und Leipzig gespielt hat. Insgesamt gewann die Werkself acht der neun bisherigen Pflichtspiele. „So ein Derby hat seine eigenen Gesetze. Dennoch wissen wir, was auf uns zukommt. Das wird ein schรถnes und intensives Spiel, auf das sich beide Mannschaften freuen sollen“, sagte Baumgart. „Wir treffen auf einen richtig guten Gegner, der einen guten FuรŸball spielt. Das wird eine Herausforderung fรผr uns, die wir aber auch in den vergangenen beiden Jahren wohl sehr gut angenommen haben.“

Baumgart: „Luca Waldschmidt ist raus fรผr Sonntag“

Dabei machten die vergangenen Leistungen der Kรถlner wenig Hoffnung auf ein erfolgreiches Nachbarschaftsduell. „Die Jungs haben viel gut gemacht, aber auch nicht gut genug. Wir mรผssen an den Dingen arbeiten, die nicht so gut laufen“, sagte der Trainer. „Das sind die Entscheidungsfindung im letzten Drittel, die Entscheidungsfindung beim Torschuss und die Entscheidungsfindung, was Mut angeht. Wir werden aber unser Ding weiterhin durchziehen. Ich glaube, dass wir mehr Dinge bekommen, wenn wir uns hinten reinstellen. Deswegen werden wir weiterhin frรผh attackieren.“ Attackieren werden auch die Leverkusener, vor allem รผber Victor Boniface. „Alle elf Spieler, die ich erwarte haben ihre Qualitรคt. Victor Boniface ist es ja nicht alleine. Die Qualitรคt hat er ja schon letztes Jahr in Belgien gezeigt. Aber auch wenn wir Florian Wirtz sehen, da kannst du dich als Stรผrmer freuen. Boniface ist es nicht alleine, mir gefรคllt generell der FuรŸball. Sie haben drei, vier in der Box, die Tore machen kรถnnen und deswegen bin ich gespannt, welche Antwort wir darauf finden“, sagte Baumgart.

Die personelle Situation ist dagegen weiterhin angespannt. Linton Maina ist nach wie vor fraglich, ausfallen wird definitiv eine andere Offensivkraft: „Luca Waldschmidt ist krank und dementsprechend raus fรผr Sonntag“, sagte Baumgart, der sich noch nicht sicher ist, ob der genesene Mathias Olesen so wie Mark Uth und Florian Dietz zunรคchst in der U21 spielen wird. „Was die Aufstellung angeht, wissen wir aber nicht zu 100 Prozent, wie wir es machen.“ Sicher wird wohl der Einsatz von Florian Kainz sein, รผber dessen Position zuletzt viel diskutiert wurde. „Die zentrale Position habe ich ihm gegeben. Wenn ich ihn auf die Sechs oder Acht stelle, dann habe ich mir da sehr viele Gedanken drum gemacht“, sagte Baumgart. „Auf der Position, auf der er in den letzten zehn Spielen der Rรผckrunde gespielt hat, von denen wir acht Spiele erfolgreich bestritten haben, hat er die meisten Tore vorbereitet und nicht รผber die linke Seite. Fรผr mich ist wichtig, dass er da ist.“

Baumgart: „Wir werden nicht absteigen“

Besonders motivieren braucht der Trainer sein Team fรผr das Nachbarschaftsduell wohl nicht. „Motivation ist das Spiel. Aber das ist es bei jedem Bundesliga-Spiel“, sagt der Trainer, der auch keinen Vorteil in der Doppelbelastung der Leverkusener sieht. Immerhin hat Bayer gegen Molde auf gleich sieben Positionen durchrotiert. „Auch ohne das Spiel in Molde, wรคre Leverkusen am Wochenende fit gewesen. Die Rotation halte ich fรผr normal und das wird auf das Spiel keinen Einfluss haben“, sagt Baumgart. „Leverkusen weiรŸ genau, wie die Ablรคufe sind und man sieht die Handschrift des Trainers.“ Der Kรถlner Coach freut sich auf das Duell, das rund 7500 FC-Fans begleiten werden. Und betont noch einmal: „Wir werden nicht absteigen. Wir werden lange darum kรคmpfen, unten rauszukommen.“

 

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Pressekonferenz beim FC: Das sagt Baumgart zu Stuttgart und seinem Personal

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Pressekonferenz beim FC: Das sagt Baumgart zu Stuttgart und seinem Personal

Fรผnf Spiele, ein Punkt. Das soll sich am Samstag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart รคndern. Auf der Pressekonferenz รคuรŸerte sich Steffen Baumgart zum Gegner und seinem Personal.

Nach der Niederlage gegen Bremen steht am kommenden Samstag das Heimspiel gegen Stuttgart auf dem Spielplan. Das sagt Steffen Baumgart zu Stuttgart und dem Personal.

Ungewohnt nachdenklich, vielleicht sogar ratlos wirkte FC-Trainer Steffen Baumgart am vergangenen Samstag nach der Pleite gegen Werder Bremen. Der Trainer hatte ganz offensichtlich noch Probleme, vor allem die zweite Halbzeit, vielmehr den Leistungsabfall seiner Profis in eben jener, einzusortieren. Das Spiel hatte Spuren und Fragen hinterlassen. „Die Fragen und Antworten waren uns schnell klar. Sie waren uns aber auch schon auf dem Platz zum Teil klar. Es ist immer die Frage, wie du die Antworten dann auf dem Platz umgesetzt bekommst, wenn es mal nicht so lรคuft“, sagte der Trainer am Donnerstag, nachdem er am Mittwoch eine lange Video-Analyse fรผr sein Team anberaumt hatte.

Der Trainer will sich aber nicht lรคnger mit den schlechten Dingen aufhalten, er will wieder die positiven Aktionen auf dem Platz sehen und in den Vordergrund rรผcken. „Ich habe die Jungs gebeten, dass wir jetzt auch Schluss mit den Auswertungen machen. Wir haben noch einmal die Sachen angesprochen, die fรผr unser Spiel wichtig sind. Entscheidend ist die Umsetzung auf dem Platz. Wir wissen schon was wir machen. Es ist uns bislang aber in 90 Minuten nicht gelungen.“

Baumgart: „Sie haben ja nicht nur einen Torschรผtzen“

Das soll nun aber gegen den VfB Stuttgart gelingen. Keine leichte Aufgabe, denn der VfB hat einen Lauf. „Die Stuttgarter spielen einen sehr guten FuรŸball. Die gewinnen ja nicht nur deutlich, sondern sind dem Gegner in Phasen auch รผberlegen“, sagte der Trainer. Vor allem in der Offensive scheinen sie aktuell den meisten Bundesligisten รผberlegen zu sein. Serhou Guirassy erzielte bereits zehn Treffer in fรผnf Spielen, wird mittlerweile von halb Europa gejagt. „Sie haben ja nicht nur einen Torschรผtzen. Der ist zwar sehr auffรคllig durch die geschossenen Tore, aber sie haben vier Offensivkrรคfte da vorne. Es ist schon interessant zu sehen, wie sie gemeinsam agieren. Da sieht man klare Ablรคufe. Sie machen es einfach sehr sehr gut. Sie erarbeiten sich viele Torchancen“, sagt Baumgart. „Am Ende sind wir aber in der Bundesliga und da kann jeder jeden schlagen.“ Man wolle nun wieder erfolgreicher FuรŸball spielen: „Und das bedeutet fรผr uns, drei Punkte gegen Stuttgart holen.“

Personell sieht sich der Kรถlner Trainer fรผr diese Aufgabe den Umstรคnden entsprechend gerรผstet. „Es sieht eigentlich sehr gut aus. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle mit dabei“, sagt der Trainer. „Rasmus Carstensen wird wieder dabei sein. Es sind alle bereit.“ Eric Martel fรคllt dagegen weiterhin aus. Der Sechser war zu Reha-Einheiten in Augsburg, wird aber in der kommenden Woche wieder am GeiรŸbockheim verweilen. „Dann werden wir mit ihm ins Training gehen und dann werden wir erste Prognosen abgeben kรถnnen“, sagt Baumgart. Aber: „Wir gehen davon aus, dass er in der Lรคnderspielpause zurรผckkehrt.“ Ob der Kรถlner Trainer die Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche umstellt, lieรŸ er bewusst offen. „Ob es groรŸe Wechsel gibt, will ich noch nicht sagen. Da lassen wir uns รผberraschen“, sagt Baumgart. „Es wird aber auf jeden Fall entscheidend sein, รผber einen langen Zeitraum Intensitรคt auf den Platz zu bringen.“

Aufgrund mangelnder Leistung wird der Trainer jedenfalls keine Wechsel vornehmen. „Ich habe bisher keinem etwas vorzuwerfen“, sagt Baumgart. „Es gibt also keine Gedankengรคnge, wer das vielleicht besser macht. Es gibt Gedanken, wer passt besser auf das Spiel.“

 

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Downs-Debรผt: So wahrscheinlich ist es beim 1. FC Kรถln

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Downs-Debรผt: So wahrscheinlich ist es beim 1. FC Kรถln

Schon in der vergangenen Spielzeit berief Steffen Baumgart den Youngster Damion Downs in den Kader der Profis. Auch am Samstag steht der 19-Jรคhrige im Kรถlner Kader. Dieses Mal kรถnnte Downs sein Profi-Debรผt feiern.

Erstmals in dieser Saison steht Damion Downs im Kader der Profis. Ob der Youngster zum Einsatz kommt, ist offen. So wahrscheinlich ist das Debรผt von Downs

Als die Mannschaft des 1. FC Kรถln am Freitagnachmittag zum Auswรคrtsspiel nach Bremen aufbrach, hatte der Kรถlner Tross eine kleine รœberraschung im Gepรคck. Damian Downs steht fรผr die Begegnung bei Werder (18.30 Uhr, Sky) etwas รผberraschend im Profi-Kader der GeiรŸbรถcke. Dass die FC-Verantwortlichen den Angreifer auf dem Schirm haben, ist kein Geheimnis. Im Mai erhielt der 19-Jรคhrige seinen Profivertrag, nahm an weiten Teilen der Vorbereitung teil und wurde von Trainer Steffen Baumgart nicht erst einmal gelobt. Auch in der vergangenen Spielzeit stand Downs bereits zwei Mal im Kรถlner Kader. Auf Einsatzzeit kam er noch nicht.

Erhรคlt Downs seine Chance?

Das kรถnnte sich am Samstagabend รคndern, die Chancen stehen zumindest nicht schlecht, dass das Kรถlner Talent am Samstagabend sein Bundesliga-Debรผt feiert, wenn auch nur fรผr ein paar Minuten. Dass der Kรถlner Coach kein Problem damit hat, junge Spieler ins kalte Wasser zu werfen, bewies der Trainer zuletzt bei Max Finkgrรคfe, der sein Debรผt ausgerechnet gegen Vizemeister Borussia Dortmund gegeben hatte. Finkgrรคfe รผberzeugte, hรคtte beinahe sogar in der Schlussminute getroffen und kam folgerichtig gegen Wolfsburg erneut zum Einsatz. Zuletzt sollte er wieder vermehrt in der U21 der GeiรŸbรถcke eingesetzt werden, um mehr als nur ein paar Minuten Spielzeit zu erhalten. Baumgart hatte schon mehrfach betont, dass fรผr die Kรถlner Youngsters die U21 nach wie vor der Hauptspielplatz bleiben wird.

Dort spielte Downs wiederum seit Beginn der Saison und das erfolgreich. In der Regionalliga war der 19-Jรคhrige schon drei Mal erfolgreich, zuletzt erzielte er den Siegtreffer gegen die U21 von Schalke 04. Und auch im Testspiel der Profis gegen Bergisch Gladbach war der 1,92 Meter Hรผne doppelt erfolgreich. Das imponierte. Auch einigen Fans, die in der Folge Downs als Ersatz fรผr den angeschlagenen Davie Selke sahen und in den Sozialen Medien auch forderten. Der Sprung von der Regionalliga in die Bundesliga ist allerdings ein groรŸer. Und auch das Testspiel gegen Bergisch Gladbach ist natรผrlich alles andere als ein MaรŸstab. Dennoch war die Leistung รผberzeugend, Downs erzeugte zumindest deutlich mehr Gefahr als seine direkte Konkurrenz.

Spielt der FC mit Doppelspitze?

Dass Downs nun im Kader steht, kรถnnte ein Zeichen fรผr die mรถgliche Doppelspitze im Spiel gegen Bremen sein. Baumgart hatte unter der Woche gesagt, dass er entweder mit der Doppelsechs und einer Spitze oder mit einer Sechs, dafรผr aber mit Doppelspitze spielen wolle. Downs stรถรŸt fรผr den gesperrten Rasmus Carstensen in das Aufgebot. Auf dieser Position wรคren Max Finkgrรคfe oder Meiko Wรคschenbach wohl die besseren Alternativen. Downs wird also eine Option werden, wenn die Doppelspitze Davie Selke und Steffen Tigges keine Durchschlagskraft entwickeln sollte. Die bisherigen Versuche in der vergangenen Spielzeit blieben meist blass. Und gerade Tigges hatte bei seinen bisherigen Einsรคtzen in dieser Saison wenig Zugriff auf das Spiel, erarbeitete sich so gut wie keine Chancen, obwohl der lรคuferische Einsatz groรŸ war.

Als vierten Stรผrmer hat der Kรถlner Trainer Sargis Adamyan in den Kader berufen, der allerdings kein klassischer Mittelstรผrmer ist. Baumgart wird nicht mรผde zu betonen, dass der FC einige potenzielle Talente in seinen Reihen habe, diese ihm sehr viel SpaรŸ machen. Neben Wรคschenbach und Finkgrรคfe konnte in der Vorbereitung vor allem Downs รผberzeugen, schien sich in die Nรคhe des Kaders gebracht zu haben. Erst in der vergangenen Woche sagte der Coach, dass er im Falle einer Transfersperre erst recht auf die jungen Spieler setzen wรผrde. Ein Einsatz von Beginn ist fรผr Downs indes eher unwahrscheinlich. Dass FC-Trainer Steffen Baumgart aber gut fรผr รœberraschungen ist, hat er schon oft bewiesen. Zuletzt eben am Freitagnachmittag.

 

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Wie wahrscheinlich sind Wintertransfers?

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Wie wahrscheinlich sind Wintertransfers?

FC-Trainer Steffen Baumgart sprach auf der Pressekonferenz am Donnerstag ungewohnt offen รผber mรถgliche Nachbesserungen am Kader. Dazu mรผssen aber einige aktuelle Ungereimtheiten geklรคrt sein.

Bessert der 1. FC Kรถln wirklich noch einmal in Sachen Kader nach? In diese Richtung ging jedenfalls ein Kommentar von Steffen Baumgart am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Wie wahrscheinlich sind Wintertransfers beim FC?

Im vergangenen Winter bewiesen die Kรถlner Verantwortlichen ein glรผckliches Hรคndchen, als sie auf ihre Sturmflaute mit der Verpflichtung von Davie Selke reagierten. Nach anfรคnglichen Schwierigkeiten schlug der Stรผrmer ein, erzielte fรผnf Tore und gehรถrt auch in dieser Saison zu den groรŸen Hoffnungstrรคgern beim FC. Allerdings scheinen sich bei den GeiรŸbรถcken auch in dieser Spielzeit Lรผcken aufzutun, auf die der FC womรถglich reagieren will. Nach vier Spieltagen kommen die Kรถlner auf einen Punkt, befinden sich laut FC-Trainer Steffen Baumgart im Abstiegskampf. Vielleicht รคuรŸerte sich der Kรถlner Trainer auch deswegen ungewohnt offen zu mรถglichen Neuverpflichtungen. „Ich weiรŸ, wo wir jetzt schon gucken, wo wir uns verbessern mรผssen. Wir sind jetzt schon am arbeiten“, sagte der 51-Jรคhrige am Donnerstag. „Ich weiรŸ, was wir im Winter vorhaben.“ Noch vor wenigen Wochen hatten die Kรถlner Verantwortlichen Neuverpflichtungen fรผr den Sommer ausgeschlossen. Nun scheint sich die Meinung doch geรคndert zu haben.

Reagiert der FC auf die Verletzungen?

Vor allem durch die Verletzungen von Eric Martel und Mathias Olesen tut sich aktuell eine Lรผcke auf der Doppelsechs auf. Dejan Ljubicic ist gesetzt, dahinter hat Jacob Christensen noch nicht die Form auf einen Stammplatz und auch hinter Denis Huseinbasic steht ein Fragezeichen, zumindest betonte Baumgart, dass man mit dem Youngster auch noch arbeiten mรผsse. Dejan Ljubicic darf sich zurzeit jedenfalls nicht auch noch verletzen, dann hat der FC eine Lรผcke, die er nicht stopfen kann. Durch die anfรคngliche Verletzungsanfรคlligkeit von Davie Selke wurde auch fleiรŸig รผber einen Angreifer diskutiert. Das allerdings schon vor dem Deadline Day. Sportdirektor Christian Keller hatte damals betont, man vertraue trotz der Verletzung von Selke dem Kader. Eine weitere Verpflichtung, die dem FC hรคtte weiterhelfen kรถnnen, habe es nicht gegeben. Zumindest nicht fรผr den Preis und nicht mit Interesse. Anfragen soll es dem Vernehmen von Kรถlner Seite schon gegeben haben.

Nun also die Kehrtwende? Fakt ist: die Situation hat sich aus Kรถlner Sicht in Hinblick auf den Winter auf dem Transfermarkt im Vergleich zum Sommer nicht wirklich verbessert. Nach wie vor hรคngt das Damoklesschwert Transfersperre รผber dem FC. Nach wie vor ist also unklar, ob die Kรถlner im Winter Spieler verpflichten kรถnnen. Das macht frรผhzeitige Gesprรคche mit potenziellen Neuzugรคngen รคhnlich wie im Frรผhling nicht gerade leicht. Eine feste Zusage kรถnnen die FC-Verantwortlichen mรถglichen Neuzugรคngen jedenfalls nicht geben. Nun ist der Markt sicherlich nicht so umkรคmpft wie im Sommer, dennoch werden sich auch andere Vereine nach weiteren Verstรคrkungen umschauen.

Wann fรคllt das Urteil?

Das Urteil des internationalen Gerichtshof (CAS) wird erst in den kommenden Monaten, Experten rechnen mit zwei bis vier, fallen. Sportrechtler wie Dr. Georg Reiter rechnen mit einer Reduktion der Sperre. Diese wรผrde nach dem Urteil greifen. Dass der FC รผberhaupt einen Spieler wird verpflichten kรถnnen, ist mindestens offen, vielleicht sogar unwahrscheinlich. โ€žIch kann das Urteil nicht beeinflussenโ€œ, sagte Baumgart. โ€žSollten wir die Mรถglichkeit haben, etwas zu machen, dann machen wir etwas.โ€œ Sollte das Urteil erst im Januar fallen, wรผrde der FC in der Wintertransferperiode wohl neue Spieler verpflichten dรผrfen. Je nach Urteil auch mรผssen, denn im Sommer wรคren Neuverpflichtungen dann eventuell nicht mehr mรถglich.

Allerdings hat sich die Grundvoraussetzung bei den Kรถlnern nicht verรคndert. Die finanzielle Situation der GeiรŸbรถcke ist bekannt. Diese macht die Suche nach neuen Spielern auch nicht leichter. Zudem muss sich der passende, gรผnstige Spieler einen Wechsel zu den bislang punktarmen Kรถlnern auch vorstellen kรถnnen. Und so wรคre die Suche nach vertragslosen Spielern eine mรถgliche Lรถsung. Der Markt ist aber รผberschaubar, eine Notkauf eine Option, wenn auch eine unwahrscheinliche.

 

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