Emotionaler Abschied: „Es war mir eine Ehre“

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Emotionaler Abschied: „Es war mir eine Ehre“

Gut zwei Wochen nach dem Aus beim 1. FC Kรถln hat sich Steffen Baumgart via Instagram von den Kรถlner Fans verabschiedet. Und das mit emotionalen Worten.

Wรคhrend sich der 1. FC Kรถln auf den ersten Hรคrtetest mit dem neuen Trainer Timo Schultz vorbereitet, hat sich der ehemalige Cheftrainer noch einmal via Instagram zu Wort gemeldet. Steffen Baumgart verabschiedet sich von den Kรถlner Fans.

Foto: Leon Kuegeler/Getty Images)

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Bereits am vergangenen Mittwoch verabschiedete sich Steffen Baumgart nach zweieinhalb Jahren 1. FC Kรถln von der Mannschaft und seinen ehemaligen Trainerkollegen. Nun, am Tag nach seinem 52. Geburtstag, folgten nun auch einige emotionale Worte an die Fans. โ€žIch finde auch im neuen Jahr nicht die richtigen Worte fรผr diesen Abschiedโ€œ, schreibt der gebรผrtige Rostocker auf seinem Social-Media-Kanal. Baumgart scheint an der Trennung noch immer ein wenig zu knabbern. Auch, wenn der 52-Jรคhrige bereits in einem Interview betonte, schon bald wieder an der Seitenlinie stehen zu wollen. „Bilder sagen wohl mehr als tausend Worte“, schreibt Baumgart weiter. Dazu verรถffentlichte der Trainer zehn Bilder aus den vergangen zweieinhalb Jahren beim und mit dem FC.

Baumgart: „Es war mir eine Ehre“

Die Bilder zeigen den ehemaligen Kรถlner Trainer unter anderem gemeinsam mit einigen Spielern oder dem Trainerteam, vor allem aber die Emotionen, fรผr die Baumgart in Kรถln so beliebt war und nach den Reaktionen im Netz auch weiterhin ist. โ€žDie letzten zweieinhalb Jahre sind viel zu schnell vergangen und es war mir eine Ehre, ein Teil von euch Kรถlnern und vom FC gewesen sein zu dรผrfenโ€œ, schreibt der 52-Jรคhrige weiter. โ€žIch danke euch vom Herzen fรผr die Unterstรผtzung in den letzten Jahren. Mein ganz persรถnlicher Dank geht ans Callcenter, die Jungs und alle rund ums GeiรŸbockheim.โ€œ Dem Verein wรผnscht der Trainer „viel Erfolg und Kraft“. Die werden die GeiรŸbรถcke wohl angesichts der sportlichen Lage sowie der Transfersperre auch benรถtigen. Nach der 0:2-Niederlage bei Union Berlin endete die ร„ra Baumgart in Kรถln. Der Trainer hatte dem FC bekanntlich nach dem Fast-Abstieg 2021 neues Leben eingehaucht.

Die Netzreaktionen lieรŸen nicht lange auf sich warten. Neben zahlreichen Fans รคuรŸerten sich auch ehemalige Wegbegleiter. Auch der FC schreib noch einmal „Danke fรผr alles“. Derweil steht fรผr den neuen Coach am Samstag die Generalprobe fรผr das erste Pflichtspiel am kommenden Wochenende auf dem Programm. Der FC testet am Nachmittag gegen den Tabellenvierten der 3. Liga Rot-Weiss Essen. Das Spiel wird auf Magenta รผbertragen.


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Timo Schultz und das Missverstรคndnis Basel

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Timo Schultz und das Missverstรคndnis Basel

Die Amtszeit von Timo Schultz beim FC Basel war alles andere als rosig. Die Bilanz spricht nicht gerade fรผr den neuen Trainer des 1. FC Kรถln. Dabei ist das nur die halbe Wahrheit am Basel-Aus.

Die Verpflichtung von Timo Schultz beim 1. FC Kรถln wurde von einigen Fans mit viel Skepsis aufgenommen. Auch, weil die Bilanz seiner letzten Trainerstation in Basel keine besonders gute war. Doch ist der Trainer sicherlich nicht der allein Schuldige. Timo Schultz und der FC Basel – ein groรŸes Missverstรคndnis.

Foto: Oliver Hardt/Getty Images

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Ein Sieg aus sieben Liga-Spielen, insgesamt sieben Punkte – die Bilanz war zwar nicht so schwach wie die des FC nach sieben Spieltagen in dieser Saison (ein Punkt), fรผr den Schweizer Topklub aber definitiv zu schlecht. Nach gerade einmal drei Monaten endete die Zusammenarbeit zwischen dem FC Basel und Timo Schultz. Wenige Stunden nach dem 1:1 gegen Luzern war Schluss. Und die Kritik an „Schulle“ war von Seiten des Vereins verheerend. โ€žDer FCB befindet sich in einer sportlichen Krise, in der es dem Trainer nicht gelang, den absoluten Siegeswillen auf die Mannschaft zu รผbertragenโ€œ, hieรŸ es im Herbst. โ€žEs sind sich Klub-intern alle einig, dass trotz der Kadersituation mit den bekannten Mutationen sowohl ein internationales Weiterkommen als auch ein viel besserer Saisonstart nicht nur mรถglich, sondern zwingend gewesen wรคre.โ€œ

24 neue Spieler fรผr den FC Basel

Kein Wunder, dass die Verpflichtung von Schultz beim FC bei einigen Fans von einer gehรถrigen Portion Skepsis begleitet ist. Allerdings ist die Kritik von Seiten des FCB sehr einseitig dargestellt. Denn Schultz wirkte ein wenig wie das Bauernopfer des in Schieflage geratenen Serienmeisters von 2010 bis 2017. Denn der sportliche Misserfolg war sicherlich nicht nur auf die Leistungen des Trainers zurรผckzufรผhren. Nahezu der komplette Kader wurde ausgetauscht, nahezu zwei Dutzend Spieler verlieรŸen den Verein, darunter naturgemรครŸ auch zahlreiche Leistungstrรคger. Die insgesamt 24 Neuverpflichtungen kamen zunรคchst gar nicht, dann nach und nach – zum Teil sehr spรคt. „Nichtsdestotrotz muss man im Nachhinein sagen: Der Trainer hat nicht wirklich eine Chance gehabt, mit dieser Mannschaft etwas aufzubauen“, erklรคrte Klub-Legende und der ehemalige Spieler des VfB Stuttgart Adrian Knup in einer FuรŸball-Sendung bei „telebasel“. „Er hat viele von den Spielern erst Ende August, Anfang September bekommen.“

Sieben Trainer in drei Jahren

Vier Wochen um eine komplett neue Mannschaft zu formen, waren alles andere als leicht. Vermutlich erklรคrte Schultz am Donnerstag auch deswegen, dass die Transfersperre nichts sei im Vergleich zu den Dingen, die er im vergangenen Sommer erlebt hรคtte. Die Entlassung kam auch bei den Fans des FCB alles andere als gut an. Bei einer Umfrage der Schweizer Zeitung „Blick“ gaben 75 Prozent der 21.000 Befragten an, sie hรคtten Schultz mehr Zeit gewรผnscht. Doch mit der Geduld mit Trainern ist es bei dem Schweizer Topklub so eine Sache. Seit dem Basel-Aus des Ex-FC-Trainers Marcel Koller im August 2020 trainierten mit Ciriaco Sforza, Patrick Rahmen, Guillermo Abascal, Alexander Frei, Heiko Vogel (zwei Mal), Timo Schultz und dem aktuellen Coach Fabio Celestini sieben Trainer den FCB – wohlgemerkt in etwas mehr als drei Jahren.

Mรถglicherweise war es von Schultz ein wenig naiv, beim Schleudersitz-Klub aus der Schweiz zu unterschreiben. Schultz wird wohl gewusst haben, dass die Umstrukturierung des Klubs keine leichte Aufgabe werden wรผrde. „Es war eine unglaublich schwierige Aufgabe, die er da gehabt hat. Er wรคre jetzt eigentlich erst richtig am Anfang gewesen. Bevor er loslegen konnte, musste er schon wieder gehen“, erklรคrt Knup. Beim FC รผbernimmt Schultz nun ebenfalls eine herausfordernde Aufgabe. Immerhin kennt er den Kader genau, kann sich darauf einstellen, dass zumindest auf der Zugangs-Seite nicht sonderlich viel passieren wird. Die Aufgabe am GeiรŸbockheim wird dadurch aber sicher nicht einfacher.


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Deswegen erinnert sich Timo Schultz immer an sein einziges Spiel beim FC

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Deswegen erinnert sich Timo Schultz immer an sein einziges Spiel beim FC

Ein einziges Spiel bestritt der Spieler Timo Schultz beim 1. FC Kรถln. Es endete mit einem unspektakulรคren 1:1-Unentschieden. Dennoch wird dem 46-Jรคhrigen das Spiel immer in Erinnerung bleiben.

Timo Schultz erklรคrte am Donnerstagnachmittag, dass er nicht lange รผberlegen musste, den Job in Kรถln anzunehmen. Das vor allem aufgrund der Strahlkraft des Vereins. Dabei verbindet den Trainer noch eine kuriose private Geschichte mit den GeiรŸbรถcken. Diese Anekdote verbindet Timo Schultz mit dem 1. FC Kรถln.

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

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Lange sah der FC St. Pauli an jenem Freitagabend im Februar 2008, am Abend nach Weiberfastnacht, wie der sichere Sieger aus. Und das beim Aufstiegskandidaten aus Kรถln. Thomas Meggle hatte die Gรคste unmittelbar vor dem Seitenwechsel in Fรผhrung gebracht. Erst in der Schlussphase glich Adil Chihi fรผr den FC aus. Nach einem strammen Schuss von Milivoje Novakovic nutzte der Kรถlner Offensivspieler den Abpraller zum insgesamt wohl verdienten Ausgleich. „Das war ganz klar abseits“, erinnert sich Timo Schultz 15 Jahre spรคter. Der neue Trainer des 1. FC Kรถln spielte damals im linken Mittelfeld der Hanseaten. Der Punkt wird sich nach dem Spielverlauf wie eine Niederlage angefรผhlt haben, denn gerade im ersten Abschnitt hรคtten die Kiezkicker auch mehr Tore erzielen kรถnnen.

Sohn Paul wurde am Tag nach dem 1:1 geboren

Fรผr die Hanseaten ging es aber nicht direkt nach Hause. Das Team รผbernachtete im Dorint Hotel. „Wir hatten als Mannschaft eine Anschlussรผbernachtung gebucht“, sagte Schultz am Donnerstag. Auch der damalige Stammspieler war im Hotel am Heumarkt untergebracht. Alles andere als eine Selbstverstรคndlichkeit. „Meine Frau war allerdings hochschwanger und deswegen hatte ich zu Hause angerufen und habe gefragt, ob ich die Nacht in Kรถln bleiben kรถnne“, sagt Schultz. Tatsรคchlich stimmte die Ehefrau damals zu. „Wir sind dann auch ein wenig durch die Stadt gezogen“, erzรคhlt der Trainer weiter. Kein Wunder, schlieรŸlich herrschten in Kรถln gerade die jecken Tage. „Wie es dann immer so ist, kam um 4.30 Uhr in der Nacht der Anruf, dass ich mich dann doch ein wenig beeilen solle, es gehe jetzt los.“

Ob der neue Trainer des 1. FC Kรถln zu diesem Zeitpunkt noch an einem Tresen in der Altstadt gestanden hat, wollte der 46-Jรคhrige nicht beantworten. Er war auf jeden Fall rechtzeitig zurรผck, als am folgenden Tag der Sohn geboren wurde. Mittlerweile spielt Paul Schultz ebenfalls wie sein Vater einst beim FC St. Pauli, ist Kapitรคn der U16 und befindet sich im Dunstkreis der DFB-Juniorenauswahl. Fรผr seinen Vater wird das Spiel gegen den FC daher immer in Erinnerung bleiben. Es war das einzige Duell beim FC, das der Ostfriese auf dem Platz bestritt. „Das war sicherlich die prรคgendste Erfahrung, die ich mit dem 1. FC Kรถln hatte“, sagte Schultz. „Unabhรคngig von dem blรถden Abseitstor.“


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Abstieg verhindern: So will Timo Schultz die Wende schaffen

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Abstieg verhindern: So will Timo Schultz die Wende schaffen

Am Donnerstagvormittag prรคsentierte der 1. FC Kรถln seinen neuen Trainer Timo Schultz. Auf der Pressekonferenz am Nachmittag erklรคrte der neue Coach, wie er den FC vor dem Abstieg bewahren will.

Der 1. FC Kรถln startet mit einem neuen Trainer ins neue Jahr. Timo Schultz hat am Donnerstag das Zepter bei den GeiรŸbรถcken รผbernommen. Auf der Pressekonferenz am Nachmittag รคuรŸerte sich der neue Coach. So will Timo Schultz den FC vor dem Abstieg bewahren

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Ungewohnt ruhig ging es am Donnerstag beim Training des 1. FC Kรถln zu. Das obligatorische Pfeifen, das die Einheiten am GeiรŸbockheim in den vergangenen zweieinhalb Jahren geprรคgt hatte, fehlte als die Mannschaft um kurz vor Elf den Platz betrat. Ungewohnt ruhig, obwohl die vergangenen Stunden wohl doch turbulent zugegangen sein mรผssen. Zunรคchst hatte sich Timo Schultz als neuer Trainer dem Team vorgestellt, dann war er von Andrรฉ Pawlak herumgefรผhrt worden. Der neue Trainer leitete die erste Einheit, um dann am Nachmittag seine erste Pressekonferenz im Dienst des FC zu geben. „Wenn der FC anruft, muss man nicht lange รผberlegen. Das Gesamtpaket aus Mannschaft, aus Stadion, aus Fans โ€“ das hat schon eine Anziehungskraft fรผr einen Trainer“, erklรคrte Schulz die offenbar kurzfristige รœberlegung, ob er das schwere Unterfangen 1. FC Kรถln angehen will.

Schultz: „Ich habe die รœberzeugung, dass wir die Situation drehen kรถnnen“

Das will er. Und wie Christian Keller erklรคrte, wollten ihn auch die Kรถlner Verantwortlichen. „Zu einem guten Auswahlprozess gehรถrt nun mal, dass man ihn auch grรผndlich durchfรผhrt“, sagte der Sportdirektor. „Wir haben mit vielen sehr tollen Trainern sprechen dรผrfen. Wir freuen uns, dass der, den wir unbedingt fรผr uns gewinnen wollten, auch รผberzeugt ist, mit uns diesen Weg zu gehen.“ Dass dieser Weg kein einfacher sein wird, weiรŸ auch Schultz. Man dรผrfe nicht vergessen, dass man mit zehn Punkten aus 16 Spielen dastehe. Aber: „Ich habe in diesem Jahr auch viele gute Spiele vom FC gesehen. Man hat schon erkannt, was fรผr ein Potenzial in der Mannschaft steckt“, sagte Schultz. „Ich habe die รœberzeugung, dass wir eine gute Mannschaft  haben. Ich habe die รœberzeugung, dass wir die Situation drehen kรถnnen, so unschรถn sie gerade auch ist.“

Dazu wird der 46-Jรคhrige, der zuletzt beim FC Basel als Trainer arbeitete, aber keine groรŸen Verรคnderungen anstreben. Die Zeit bleibe angesichts des schon bevorstehenden Duells gegen den 1. FC Heidenheim (13. Januar) nun mal nicht. „Mein Fokus liegt auf der Mannschaft. Mein Augenmerk liegt darauf, die Mannschaft besser zu machen“, erklรคrte Schultz. „Das kann ich beeinflussen. Die Spieler, die da sind, sollen bestmรถglich entwickelt werden“, so der neue Trainer weiter, der andeutete eher an den kleinen Stellschrauben arbeiten zu wollen. „Es waren viele Spiele dabei, die Spitz auf Knopf waren. Es geht viel um Kleinigkeiten, um Anpassungen. In welchem Raum, auf welcher Position kann sich ein Spieler vielleicht entfalten“, sagte Schultz. „Die Spieler sollen auf den Positionen auf dem Platz stehen, auf denen sie sich am wohlsten fรผhlen.“ Genau das schien unter Steffen Baumgart zuletzt nicht immer der Fall gewesen sein. Unter anderem Florian Kainz musste auf der Acht, der Zehn, aber vor allem auch auf der Sechs ran – eine Position, die dem Kรถlner Kapitรคn ganz offensichtlich nicht lag.

Keller: „Timo konnte uns eindrรผcklich zeigen, dass er in vielen Punkten auf das Profil passt“

Ob Kleinigkeiten reichen werden, den FC vor dem Abstieg zu bewahren wird sich zeigen. Christian Keller zeigte sich davon รผberzeugt. Vor allem aber von dem neuen Trainer. „Wir haben sehr umfรคnglich miteinander gesprochen. Es gab ein sehr klares Anforderungsprofil. Timo konnte uns sehr eindrรผcklich zeigen, dass er in sehr sehr vielen Punkten auf das Profil passt“, sagte der Sportdirektor. „Er hat uns vor allem vermittelt, dass er รผberzeugt davon ist, mit dieser Mannschaft, in diesem Setting Mitte Mai den Bundesliga-Erhalt zu sichern.“ Zu einem nicht ganz unwesentlichen Teil des Anforderungsprofils zรคhlte Christian Keller vor Weihnachten die Arbeit mit den Nachwuchstalenten. „Ich spreche gar nicht von jungen und alten Spielern, lieber รผber gute und schlechte Spieler“, sagte Schultz, der viele Jahre im Nachwuchsleistungszentrum von St. Pauli beschรคftigt war. „Ich arbeite aber vor allem gerne mit Spielern, die an sich arbeiten wollen. Die Tรผr ist auf, aber durchgehen mรผssen sie alleine. Sie haben alle Chancen.“

Festhalten wird der neue Trainer vorerst an der Viererkette. So sei die Mannschaft zusammengestellt worden. „Das ist die primรคre Planung“, sagte Schultz. „Fรผr mich steht aber die Entscheidungskraft der Spieler im Vordergrund.“


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Steffen Baumgart: „Ich wรผrde verstehen, dass sie mich dann nicht so mรถgen“

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Steffen Baumgart: „Ich wรผrde verstehen, dass sie mich dann nicht so mรถgen“

Mit dem Duell gegen den SC Freiburg am Sonntagnachmittag beginnt fรผr den FC die englische Woche zum Jahresabschluss. Auf der Pressekonferenz zum Spiel รคuรŸerte sich Steffen Baumgart zum Gegner sowie zu Mark Uth und Florian Kainz.

Die Freude รผber das 0:0 im Heimspiel gegen Mainz war beim 1. FC Kรถln รผberschaubar. Wohl auch, weil die Kรถlner zum Jahresabschluss noch vor zwei schweren Auswรคrtsspielen stehen. Das sagt Steffen Baumgart auf der PK vor dem Freiburg-Spiel.

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Mit dem Auswรคrtsspiel beim SC Freiburg startet der FC am Sonntag in die finale Phase des Kalenderjahres 2023. Fรผr FC-Trainer Steffen Baumgart eine besonders schwere Aufgabe. „Das ist die Mannschaft, die am gefรคhrlichsten bei Standards ist. Und nicht, weil sie nur Tore daraus machen, sondern weil sie oft als erstes am Ball sind“, sagte der 51-Jรคhrige. „Sie haben einen klaren Plan und wissen genau, wie sie aufbauen wollen. Sie sind sehr aggressiv im Spiel nach vorne und haben viel Erfahrung. Wir wissen, was auf uns zukommt.“ Auf die Kรถlner Mannschaft kommt ein Team zu, dass sich nach anfรคnglichen Schwierigkeiten gefangen hat und sich trotz der jรผngsten Niederlage in der Europa-League gegen West Ham klar im Aufwind befindet.

Baumgart: „Dann bin ich nicht immer zufrieden“

Das kann man trotz der Punkte und stabileren Defensivarbeit in den vergangenen Spielen beim FC nicht behaupten. „Wir haben die letzten fรผnf Spiele nur einmal verloren โ€“ das hรถrt sich erst einmal positiv an. Wenn ich die Leistung auf dem Platz sehe, dann bin ich nicht immer zufrieden. Ich bin aber jemand, der sehr gerne zufrieden ist.“ Zufrieden wรคre der Trainer, wenn seine Mannschaft die Leistung aus dem Training auf den Platz bringen wรผrde. Baumgart sprach von zwei unterschiedlichen Gesichtern. Auch deswegen betonte der Coach, im Training erst einmal nichts verรคndert zu haben. Abgesehen von der Ansprache, die war in den jรผngsten Trainingseinheiten dann doch schon mal hin und wieder etwas rauer. Kein Wunder: „Es gibt immer einen, der die Verantwortung hat, und das bin ich“, sagte der Trainer nun.

https://www.youtube.com/watch?v=rlM4wUb2hh8

Baumgart: „Kainz ist einer unserer besten FuรŸballer“

Die Verantwortung รผbernimmt der Trainer unter anderem auch bei der Kaderzusammenstellung fรผr Sonntag. Florian Kainz trainierte unter der Woche einige Male nicht mit der Mannschaft, dennoch ist er eine Option. Sicherlich auch wieder fรผr die Startelf. „Kainz ist einer unserer besten FuรŸballer. Er kann viele Positionen spielen. Wir setzen ihn da ein, wo wir ihn brauchen“, sagte der Trainer. Mark Uth bleibt dagegen mit Sicherheit eher die Joker-Rolle. „Wenn du 14 Monate raus bist, dann ist so ein Spiel wie Lautern รผberraschend, aber das ist kรถrperlich nicht durchzuhalten. Mark arbeitet jede Woche, um konditionell besser zu werden“, sagte der Trainer. „Da geht es darum, dass er immer lรคnger und immer mehr spielen wird. Aber das sind kleine Schritte.“ Und so erklรคrte Baumgart, dass Uth in diesem Jahr ein Kandidat fรผr die spรคteren Minuten sei und erst ab Januar langsam ein Kandidat fรผr die Startelf werden kรถnne.

Keine Chance auf die Startelf haben wohl auch weiterhin Denis Huseinbasic, Mathias Olesen sowie Benno Schmitz. Die drei Akteure stehen aktuell hinten dran, bekommen wenn รผberhaupt nur wenig Einsatzzeit. „Alle drei Spieler drรคngen sich auf, aber bei einem wird es wohl wie in der Vorwoche so sein, dass er nicht im Kader steht. Und das, obwohl er sehr gut trainiert hat“, sagte Baumgart. Dabei dรผrfte es sich um Olesen handeln, der in den vergangenen drei Spielen gleich zwei Mal nicht im Kader stand. „Das hat dann aber auch mit der Positionenbesetzung zu tun. Ich sage allen Dreien, dass ich weiรŸ, dass es nicht immer gerecht ist“, so Baumgart weiter. „Dass es aber Grรผnde gibt, warum ich es so mache. Aus Spielersicht wรผrde ich verstehen, dass sie mich dann gerade nicht so mรถgen.“ Dennoch betonte der Coach, dass alle drei Spieler sich nicht nur fรผr den Kader, sondern auch fรผr eine Startelf wieder aufdrรคngen.


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Steffen Baumgart: „Ich weiรŸ, wo ich unterschrieben habe“

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Steffen Baumgart: „Ich weiรŸ, wo ich unterschrieben habe“

Mit dem Duell gegen den FSV Mainz beschlieรŸt der 1. FC Kรถln am kommenden Sonntag den 14. Bundesliga-Spieltag. Auf der Pressekonferenz zum Spiel รคuรŸerte sich der Coach auch zu seiner Kritik an der Transferpolitik.

Am vergangenen Freitag fuhren die Kรถlner wichtige Punkte im Abstiegskampf ein, nun will der 1. FC Kรถln am Sonntag gegen Mainz nachlegen. Das sagt Steffen Baumgart auf der PK vor dem Mainz-Spiel

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Drei Tage nach den kritischen Worten zur Transferpolitik des eigenen Vereins, schlug FC-Trainer Steffen Baumgart am Freitag deutlich ruhigere Tรถne an. Baumgart hatte am vergangenen Dienstag ein Umdenken gefordert. War der Meinung, dass es nicht sein kรถnne, jedes Jahr aufs neue an Substanz zu verlieren. Hintergrund waren die Abgรคnge von Spielern wie Anthony Modeste, Ellyes Skhiri und Jonas Hector, die nicht adรคquat ersetzt worden sind. Zuletzt waren Gerรผchte aufgetaucht, wonach Dejan Ljubicic den Verein verlassen kรถnne, damit Gelder fรผr Neuverpflichtungen frei werden. „Es ist ja nicht so, dass es keiner versteht, dass ich aus Trainersicht den Stammspieler nicht abgeben mรถchte. Das kann jeder nachvollziehen“, sagte der Trainer am Freitag. So sei man im Anschluss offen und klar in den Gesprรคchen zwischen ihm und den Verantwortlichen gewesen. „Ich weiรŸ, wo ich unterschrieben habe. Ich habe mich dazu geรคuรŸert, dass ich einen Stammspieler nicht gerne abgeben mรถchte. Wenn man 17 andere Bundesliga-Trainer fragt, wรผrden sie die gleiche Antwort geben.“

Baumgart: „Am Ende geht es nur um die Punkte“

Tatsรคchlich wirkte der Coach Anfang der Woche doch deutlich angefressener. Nun wollte Baumgart seine Kritik nicht mehr aufkochen lassen. Das Thema soll vor dem wichtigen Spiel gegen den FSV Mainz nicht zu hoch gehangen werden. Dafรผr ist die Begegnung zu wichtig. Der FC kann sich weitere Luft im Abstiegskeller verschaffen, der FSV Mainz will seine Situation ebenfalls verbessern. „Beide Mannschaften wollen das Spiel mit aller Macht gewinnen“, sagte der Trainer, der nicht glaubt, dass das Duell fรผr Jedermann ein „Schmankerl“ werde. „Wir befinden uns im Abstiegskampf. Da geht es nicht darum, schรถn zu spielen. Da geht es auch nicht darum, FuรŸballer weiterzuentwickeln. Am Ende geht es nur um die Punkte“, sagte Baumgart. „Wie die am Ende zu Stande kommen, ist glaube ich egal.“

Baumgart: „Er macht nicht nur mir Freude“

ร„hnlich hatte sich das unter der Woche schon bei Jan Thielmann angehรถrt, dem ein „dreckiger Sieg“ ebenfalls recht sei. Genau die dazu nรถtige Leidenschaft verkรถrperte der Youngster im vergangenen Spiel gegen Darmstadt und genau das zeichnet Thielmann auch aus und macht ihn fรผr den Trainer in der aktuellen Phase so bedeutend – unabhรคngig seiner Position. „Egal wo Jan spielt, er reiรŸt genau das ab, was wir von ihm erwarten. Er lรคsst sein Herz auf dem Platz, wirft in jedes Spiel und in jedes Training alles rein“, sagte Baumgart. „Ob er rechts hinten spielt oder auf der Acht, das zeichnet ihn aus. Ich wรผrde ihn nicht im Tor einsetzen. Mit seiner Art FuรŸball zu spielen, macht er nicht nur mir Freude.“ Somit dรผrfte der 21-Jรคhrige erneut in der Startelf stehen.

Ob dort auch Davie Selke zu finden ist, ist offen. Nach zwei Tagen Unwohlsein trainierte der Stรผrmer am Freitag wieder mit der Mannschaft. „Wenn du zwei Tage nicht im Mannschaftstraining bist, dann war auf jeden Fall etwas. Da sollten wir auch noch abwarten“, sagte der Coach. „Wir gehen davon aus, dass er ganz normal im Kader stehen wird. Ob er spielt oder nicht spielt, werden wir vom Training abhรคngig machen.“ Am Samstag steht das Abschlusstraining auf dem Plan. Ansonsten kann der Trainer nahezu aus dem Vollen schรถpfen. Einzig Sargs Adamyan und Faride Alidou werden nicht zur Verfรผgung stehen. Beide konnten auch weiterhin nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, beide spielten zuletzt aber auch keine groรŸe Rolle bei der Kaderberรผcksichtigung.

Der Trainer erwartet gegen den FSV „ein Spiel auf Augenhรถhe, „dass รผber viele Emotionen, รผber viel Laufarbeit und รผber viele kleine Aktionen entschieden wird“.


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Steffen Baumgart: „Wir mรผssen uns was Neues einfallen lassen“

1. FC Kรถln: Baumgart will sich was Neues einfallen lassen
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Steffen Baumgart: „Wir mรผssen uns was Neues einfallen lassen“

Gegen den FC Bayern Mรผnchen รผberraschte FC Trainer Steffen Baumgart am vergangenen Freitag mit der Dreierkette. Der Coach lieรŸ am Mittwoch offen, ob er bei der taktischen Formation bleibt. Mรถglicherweise gibt es aber weitere Verรคnderungen.

Ausgerechnet gegen den FC Bayern รผberraschte FC-Trainer Steffen Baumgart in der vergangenen Woche mit einer offensiv ausgerichteten Dreierketten-Formation. Der Versuch ging schief. Dennoch deutete der Coach an, dass die Dreierkette eine Option bleibt beim 1. FC Kรถln: Baumgart will sich aber auch „was Neues einfallen lassen“.

1. FC Kรถln: Baumgart will sich was Neues einfallen lassen

FC-Trainer Steffen Baumgart ist nicht gerade bekannt fรผr seinen Wankelmut. Der Kรถlner Coach ist in den vergangenen beiden Spielzeiten eher durch eine gewisse Konstanz aufgefallen. Verbal, wenn er an die hohe Intensitรคt oder die Klarheit seiner Mannschaft erinnerte. Aber auch auf dem Feld, gerade in Bezug auf die Taktik, seine Formation, die Ausrichtung. Hohes Anlaufen, stehts offensiv. Es geht beim FuรŸball schlieรŸlich ums Tore schieรŸen. Da darf man sich auch mal hinten einen fangen. AuรŸerdem wird mit einer Viererkette gespielt. Punkt! Seit dem vergangenen Spieltag steht hinter der Aussage wohl eher ein Fragezeichen. Denn im Grunde aus dem Nichts zauberte der Kรถlner Trainer dann doch die Dreier- respektive Fรผnferkette aus dem Hut oder der Schlappmรผtze – getreu dem Motto Not macht erfinderisch. Ausgerechnet gegen die Bayern probierte der Kรถlner Coach etwas Neues, eine neue Variante, ein Experiment, wie es wahrgenommen wurde.

Baumgart: „Es kann durchaus sein, dass wir mit der Dreierkette weiter agieren“

Wahrgenommen, aber so war es wohl nicht gemeint. Denn Baumgart betonte am Mittwoch, dass es sich ja gar nicht um ein Experiment gehandelt habe. „Das ist auch noch nicht abgeschlossen. Das heiรŸt, es kann durchaus sein, dass wir mit der Dreierkette weiter agieren. Nur weil wir eine Phase hatten, in der etwas nicht funktioniert hat, werfen wir es nicht gleich in die Tonneโ€œ, sagte der Coach und klang dabei ein wenig trotzig, so als wolle er nun allen beweisen, dass diese Formation auch beim FC sehr wohl funktionieren kann. Gegen die Bayern misslang der Versuch. Auch wenn nur die ersten 30 Minuten nach Harakiri aussahen, wusste auch Baumgart, dass das 0:1 รผber den eigentlichen Spielverlauf hinwegtรคuschte. Erst in der Schlussphase, als die Bayern ihr Offensivpulver verschossen oder keine groรŸe Lust mehr auf OffensivfuรŸball hatten, stellte Baumgart auf seine altbewehrte Viererkette zurรผck.

Baumgart: „Man muss als Trainer neue Wege finden“

„Hinterher haben mir ganz viele Leute erklรคrt, wie die Dreierkette besser funktioniert hรคtte“, sagte der 51-Jรคhrige. „Das hรถre ich mir gerne an. Trotzdem bin ich derjenige, der entscheidet und mit diesen Entscheidungen auch leben muss.“ Leben musste der Kรถlner Trainer mit der Einsicht, dass die defensivere Variante der Fรผnferkette gegen Bayern Mรผnchen durchaus vielversprechender war. Zumindest lieรŸ der FC mit der Mauer-Taktik nicht mehr viel zu. Gegen Darmstadt dรผrfte es wieder ein offensiveres Spiel geben. Baumgart wird den Aufsteiger wieder frรผh unter Druck setzen, ihn frรผh stressen wollen. Das Personal dazu hat der Trainer bereits im Kopf. Zumindest zu „90 Prozent“, aber: „Es kann aber auch im Kader die ein oder andere Verรคnderung geben.“ Immerhin kann der Coach dazu aus dem Vollen schรถpfen. Einzig Sargis Adamyan scheint mit muskulรคren Problemen auszufallen. Der Armenier stand zuletzt aber ohnehin nicht mehr im Kader.

In Sachen Formation und Kader kann es also durchaus รœberraschungen geben. Dabei wรคre vielleicht auch eine ร„nderung im Spielsystem mal eine รœberlegung wert. SchlieรŸlich ist der FC auch in der zweiten Spielzeit nach Anthony Modeste die Flanken-Maschinerie der Liga. Unterm Strich kommt aber erschreckend wenig Zรคhlbares dabei heraus. Die Zielstรผrmer bleiben nach den Hereingaben meist wirkungslos. „Wir haben in den entscheidenden Momenten vielleicht nicht die Ruhe und die Sicherheit. Vielleicht hat der Gegner aus den vergangenen beiden Spielzeiten gelernt, wo wir die Flanken hinschlagen. Wir mรผssen uns was Neues einfallen lassen“, sagte Baumgart. „Wir kommen in den Strafraum, wir kommen in die Situationen, wir kommen in diesen Situationen aber nicht zum Abschluss. Da muss man als Trainer neue Wege finden. Das Positive ist, dass wir in die Flankensituation kommen, das Negative, dass das, was ankommt, nicht mal annรคhernd ausreichend ist.“

Dabei zรคhlen fรผr den FC am Freitagabend nur Punkte. Denn: „Wenn du keinen Dreier holst, kommst du nicht von der Stelle“, sagt Baumgart und verweist auf die groรŸe Konkurrenz: „Es ist ein Abstiegskampf zwischen sechs Mannschaften. Das sind Spiele, bei denen du nach dem Abpfiff weiรŸt, wo du stehst. Das Schneckenrennen wird bleiben.“ Fรผr den FC wรคre es wichtig, die ersten Zentimeter in dem Rennen gut zu machen.


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Das sagt Steffen Baumgart zu den Bayern, seinem Personal und Harry Kane

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Das sagt Steffen Baumgart zu den Bayern, seinem Personal und Harry Kane

Nach der Lรคnderspielpause erรถffnet der FC am Freitag im Heimspiel gegen den FC Bayern Mรผnchen den zwรถlften Spieltag. Die Vorzeichen sind eindeutig, dennoch wollen die Kรถlner auch gegen den Rekordmeister mรถglichst offensiv spielen. Steffen Baumgart รคuรŸerte sich dazu auf der Pressekonferenz.

Die vergangene Saisonphase mit den Begegnungen gegen Bochum und Augsburg wollte der FC eigentlich nutzen, um ein wenig an dem verlorenen Boden wieder gutzumachen. Am Ende des Tages sammelten die Kรถlner zwei Punkte ein. Zu wenig. Zumal nun die nรคchste schwere Aufgabe wartet. Kรถln empfรคngt am Freitagabend den Rekordmeister. Das sagt Steffen Baumgart auf der PK vor dem Bayern-Spiel.

Ausgerechnet mit dem Duell gegen den Rekordmeister startet der FC am Freitagabend in die letzte Saisonphase des Jahres. Fรผr die GeiรŸbรถcke wird es in den letzten Spielen noch einmal darum gehen, wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln und sich ein wenig Luft zu verschaffen. Gerade in der aktuellen Krise scheint der Auftakt dieser Periode allerdings eine unlรถsbare Aufgabe zu sein. Dennoch wittert auch Steffen Baumgart eine kleine Chance. „Am Ende geht es um Mentalitรคt, Einsatz und Laufbereitschaft um รผberhaupt gegen eine solche Mannschaft bestehen zu kรถnnen. Und bestehen bedeutet, dass wir etwas mitnehmen wollen“, sagt der Kรถlner Trainer. Fรผr Baumgart gehe es vor allem darum, in den wenigen Situationen, in denen die Bayern Fehler machen kรถnnen, „da zu sein“. „Am Freitag kรถnnen wir das beste Spiel unseres Lebens machen und trotzdem verlieren.“

Baumgart: „Ich erwarte, dass sie mutig ist“

Gleichzeitig gilt es aber auch, die eigenen fehlerhaften Situationen zu minimieren. Das war den Kรถlnern beispielsweise gegen Leverkusen und Leipzig nicht besonders gut gelungen. „Bei Leipzig war bis zur 40. Minute alles in Ordnung. Das wird dann bei einem Halbzeitstand von 0:4 schnell wegdiskutiert. Wir sind auf eine Mannschaft in รผberragender Form getroffen. Bis zur 40. stand es 0:1. Dann hatten wir die Chance auf das 1:1 und sind dann in fรผnf Minuten auseinandergebrochen. Wir haben den Gegner drei Mal eingeladen“, so der 51-Jรคhrige. Und genau das gilt es gegen die Bayern zu vermeiden. „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie mutig ist, dass sie klar ist und dass sie das Spiel annimmt. Also eigentlich das, was ich immer von meiner Mannschaft erwarte. Das hat nichts mit dem groรŸen Namen zu tun, der da kommt. Das hat etwas damit zu tun, wie wir FuรŸball spielen wollen, wie ich eine Mannschaft gerne auf dem Platz sehen mรถchte.“

Baumgart: „Dellen gehรถren leider auch dazu“

Dass der FC auch gegen die Bayern erfolgreich spielen kann, zeigten die Kรถlner in den vergangenen Jahren, als sie einige Male an der รœberraschung schnupperten. Doch den Bรถlick zurรผck will Baumgart nicht. „Das ist alles vorbei. Ich glaube, die Mannschaft spielt anders, wir stehen anders. Das ist jetzt eine andere Situation“, sagt der Trainer. Gerade die Tabellensituation ist eine andere. Kรถln belegt aktuell den 17. Tabellenplatz, hat erst sechs Zรคhler auf dem Konto. Zudem stimmten die Leistungen in den vergangenen Spielen nur selten. Zuletzt gab es Magerkost in Bochum. Wir haben einen Punkt geholt in Bochum. Das mag fรผr einige vielleicht zu wenig sein. Fรผr mich war das fรผr die Leistung, in dem Moment das richtige Ergebnis. Das ist etwas positives. Mit diesem Ergebnis sind wir jetzt Vorletzter. Wir sind immer noch Bescheiden dran. Aber wir sind um einen Platz in der Tabelle geklettert“, sagt der Trainer.

Gegen die Bayern steht dem Trainer nahezu der komplette Kader zur Verfรผgung. Wie gehabt fallen Philipp Pentke und Jacob Christensen aus. Zudem wird Max Finkgrรคfe, der unter der Woche krank war, fehlen. Eine Option kรถnnte dann auch Dejan Ljubicic sein. Der Mittelfeldspieler verpasste aufgrund seiner Formkrise die Lรคnderspielreise, wurde nicht eingeladen. „Es ist wichtig, dass Dejan bei sich bleibt. Es gibt im Sport Phasen, die besser laufen und Phasen, die weniger gut laufen. Ljubi muss sehen, dass er klar bleibt“, sagt der Trainer. „Dellen gehรถren leider auch dazu. Ich glaube wenn Ljubi ins Rollen kommt und vom Kopf her klar wird, bleibt er ein wichtiger Spieler fรผr uns.“

Fรผr die Bayern ist vor allem Harry Kane ein wichtiger Spieler. „Er ist auรŸergewรถhnlich, strahlt eine enorme Sicherheit aus. Wenn er am Ball ist, kann es wehtun“, sagt der Trainer. „Es ist schรถn, solche Spieler in der Bundesliga zu sehen. Er macht einfach SpaรŸ, leider auf der anderen Seite.“


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Das sagt Steffen Baumgart zu Bochum, Ljubicic und seinem Personal

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Das sagt Steffen Baumgart zu Bochum, Ljubicic und seinem Personal

Eine Woche nach dem 1:1 gegen Augsburg ist der 1. FC Kรถln am Samstag zu Gast beim VfL Bochum. Ein weiteres richtungweisendes Spiel. Steffen Baumgart รคuรŸerte sich dazu auf der Pressekonferenz.

Fรผnf Punkte nach zehn Spielen lautet die traurige Bilanz des 1. FC Kรถln vor dem richtungweisenden Spiel gegen den VfL Bochum. Das sagt Steffen Baumgart auf der PK vor dem Bochum-Spiel.

Nach dem Spiel gegen den VfL Bochum startet der FC am Samstag in die nรคchste Lรคnderspielpause. Fรผr Die Kรถlner wรคre ein Sieg besonders wichtig. Denn nach dem 1:1 gegen Augsburg sind die GeiรŸbรถcke auf den letzten Platz der Tabelle abgerutscht. „Bis auf uns haben alle da unten gepunktet“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart am Donnerstag. Dementsprechend stehen die Kรถlner vor dem schweren Auswรคrtsspiel unter Druck. Und dass die Begegnung beim VfL eine groรŸe Herausforderung wird, steht fรผr den Kรถlner Trainer fest. „Ich glaube, dass die Bochumer zu den Eigenschaften und Charakterzรผgen zurรผckgekehrt sind, die sie im vergangenen Jahr ausgezeichnet haben“, sagte der 51-Jรคhrige. „Was sie aus meiner Sicht sehr sehr gut machen, ist, dass sie ein sehr aggressives Anlaufverhalten haben und dabei eine sehr hohe Intensitรคt. Wir wissen, was an Emotionen und Laufbereitschaft vom Gegner da auf uns zukommt.“

Und der will der Kรถlner Trainer einiges entgegen setzen. Ein wichtiger Aspekt ist fรผr den Trainer dabei der Zusammenhalt in Kรถln. „Es ist wichtig, dass wir unseren Weg gehen und den gehen wir als Verein. Wir haben viel Ruhe im Verein trotz der schwierigen Situation. Das ist das, was wir brauchen“, sagt Baumgart. Die gรคbe es in Bochum auch, doch auch beim VfL sei nicht alles „Friede, Freude, Eierkuchen“. „Ich sehe da aber genau wie bei uns einen groรŸen Zusammenhalt in allem.“ Den Vorteil, dass man in Bochum den Abstiegskampf aus den vergangenen Spielzeiten schon kennt, sieht Baumgart nicht. „Den kennt man in Kรถln auch“, sagt der 51-Jรคhrige. „Wir haben im letzten Jahr auch Phasen gehabt, wo alle das Gefรผhl hatten, dass wir unten reinrutschen kรถnnten. Wir sind dann nicht reingerutscht. Jetzt sind wir drin und mรผssen uns hocharbeiten.“

Ljubicic fรคllt aus

Mit welcher Startelf das gelingen soll, lieรŸ Baumgart einmal mehr offen. Definitiv nicht mit dabei ist Dejan Ljubicic, der aufgrund seiner Erkรคltung nicht rechtzeitig fit werden wird. Ansonsten sind alle Spieler dabei. Auch die Akteure, die zuletzt รผberraschend nur auf der Bank saรŸen. Der Trainer betonte, dass Spieler wie Leart Pacarada, Benno Schmitz und Davie Selke gut trainiert hรคtten. „Es kommt darauf an, dass die Jungs weiter arbeiten, um erfolgreich zu bleiben und zu werden. Und mit „bleiben“ meine ich, dass wir gegen Augsburg einen Teilerfolg erzielt haben. Jetzt versuchen wir, in Bochum einen Teilerfolg oder einen ganz groรŸen zu holen“, sagte Baumgart.

Dazu sollten die Kรถlner aber nicht so fahrlรคssig mit ihren Chancen umgehen. „Man muss schieรŸen, sonst schieรŸt man keine Tore. Und wenn du sieben Mal vorbeigeschossen hast, musst du es ein achtes Mal schieรŸen. Wir haben mit Luca, Mark, Davie und Tiggi sicherlich Jungs, die in der Lage sind, die Tore zu machen. Du musst dir in den richtigen Phasen die richtige Situation erarbeiten. Und bei der Qualitรคt der Spieler muss man dann auch mal aufs Tor schieรŸen und nicht daneben“, sagte der Trainer. „Mit haben in solchen Situationen die Einfachheit und die Klarheit geholfen.“ Zwar betonte der Kรถlner Coach, dass „am Ende die Spiele vorne entschieden werden“, die Abwehr spielt dennoch ebenfalls eine groรŸe Rolle. „Wenn man mal das Leipzig-Spiel wegnimmt, haben wir aus meiner Sicht bislang eine gute Abwehrarbeit geleistet. Wir haben bisher zwar nicht zu Null gespielt, dem Gegner aber auch nicht Massen an Torchancen zugelassen. Ich finde es gut, wie Hรผbi und Jeff das mit Marvin machen.“ ย 


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Das sagt Steffen Baumgart zu Augsburg und mรถglichen Einsรคtzen von Uth und Thielmann

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Das sagt Steffen Baumgart zu Augsburg und mรถglichen Einsรคtzen von Uth und Thielmann

Nur vier Tage nach dem bitteren Pokal-Aus steht fรผr den 1. FC Kรถln die Begegnung gegen den FC Augsburg auf dem Plan. Steffen Baumgart รคuรŸerte sich dazu auf der Pressekonferenz.

Die 2:3-Pleite gegen Lautern ist noch immer ein Thema fรผr FC-Trainer Steffen Baumgart. Auf der Pressekonferenz sprach der Trainer aber auch รผber den kommenden Gegner und sein Personal. Das sagt Steffen Baumgart auf der PK vor dem Augsburg-Spiel.

Nachdem Steffen Baumgart am Montag auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel heftige Worte fand, schlug der Coach am Freitag wieder einen ruhigeren Ton an. „Ich bin ja immer deutlich. Die Jungs wissen, worum es geht. Wir mรผssen einfach alle wissen, dass wir nur eine Chance haben werden, wenn wir die Situation annehmen. Dann nutzt es nichts, dass der Trainer laut wird. Der Trainer muss Lรถsungen anbieten“, sagte Baumgart. Und das bereits am Samstag. Denn die Situation wird immer brenzliger und nun kommen die Gegner auf Augenhรถhe. „Ich brauche jetzt nicht mehr รผber ein gutes oder ein schlechtes Spiel reden. Es geht einfach darum, dass wir jetzt zwei Mannschaften haben, mit denen wir um die unteren Plรคtze spielen“, sagte Baumgart. „Jetzt kommen die Mannschaften, bei denen es nicht mehr gibt ,hรคtten wir mal oder kรถnnen wir mal‘. Es geht jetzt nur noch darum, Punkte zu holen. Das erwarte ich von den Jungs. Es muss zu sehen sein, dass wir das mit aller Macht wollen.“

Baumgart: „Vor Lautern hatte ich auch das Gefรผhl, dass sie vom Kopf besser drauf waren“

Das war gegen Leipzig und Lautern jedenfalls nicht zu sehen. Es fehlte die Kรถrpersprache, die Mentalitรคt. Punkte, die der Kรถlner beim kommenden Gegner durchaus sieht. „Das ist eine Mannschaft, die einen klaren Plan hat. Sie haben eine klare Aufteilung auf dem Feld“, sagte der Coach. „Sie gehen ein hรถheres Tempo im Anlaufen als viele andere Mannschaften. Da wird sich in jeden Zweikampf geworfen, da werden tiefe Lรคufe gemacht.“ Und genau das lieรŸen die Kรถlner zuletzt vermissen, taten sich schwer, den Kampf anzunehmen. Die Diskrepanz zum Training scheint fรผr Baumgart nicht so recht nachvollziehbar. „Wenn ich das Training sehe und wenn ich sehe, wie die Jungs arbeiten, dann machen sie nicht den Eindruck, als wรผrden sie zusammenbrechen oder als wรผrden sie nicht wollen oder nicht kรถnnen. Das entscheidende im FuรŸball ist immer โ€“ und das war auch immer mein Vorteil. Denn ich war im Training vielleicht nicht der beste, habe aber im Spiel abgeliefert -, dass man das, was man im Training zeigt, auch auf den Platz kriegt โ€“ und das kontinuierlich. Vor Lautern hatte ich auch das Gefรผhl, dass sie vom Kopf besser drauf waren.“    

Uth ein Kandidat fรผr die Startelf

Dort waren vor allem Mark Uth und Jan Thielmann besonders gut drauf, brachten dem Spiel noch einmal eine Wende. Auch wenn es nicht zum erhofften Ausgleich gereicht hat, setzten die beiden Rekonvaleszenten eine Duftmarke. Das hat auch bei Baumgart Spuren hinterlassen. Fรผr die Stammformation kommt allerdings wohl nur Mark Uth in Frage. Und das, „weil er schon lรคnger im Training ist. Jan war in Lautern gar nicht geplant. Das muss man so klar sagen. Das hatte etwas mit der Krankheit von Ralle (Rasmus Carstensen, Anm. d. Red.) zu tun, dass er reingerutscht ist und er hat natรผrlich einen sehr guten Auftritt gehabt. Das bedeutet aber nicht, dass wir dann beim ihm nicht das Risiko รผber eine lรคngere Zeit sehen. Mark ist ein klarer Kandidat, Jan nicht“, sagte der Trainer.

Bei dem 32-Jรคhrigen Uth „gibt es jetzt auch keine Abwรคgung mehr. Wenn man mit Mark redet, wie er sich fรผhlt, wie er das Spiel gesehen hat, wie er sich insgesamt sieht, da sehen wir kein Risiko mehr.“ Allerdings betonte der Trainer auch, dass man sich nun nicht zu sehr auf Uth konzentrieren solle. Mark wรผrde der Mannschaft auf jeden Fall Sicherheit geben und immer fรผr ein Tor gut sein. „Er wird alles geben, es wird aber nicht alles gelingen“, sagte der Trainer.

Baumgart: „Jan ist weiter im Aufbau, er ist aber ganz klar ein Spieler der zweiten Halbzeit“

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass der Offensivspieler beginnen wird. Die genaue Aufstellung wollte der Trainer natรผrlich nicht bekannt geben. Aber: „Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den ein oder anderen Wechsel geben. Wir werden eine sehr gute Elf auf dem Platz haben“, so Baumgart. Jan Thielmann wird keine Option sein. „Dass Jan sehr wichtig ist, das haben wir gesehen. Gerade mit der Mentalitรคt, die er auf den Platz bringt und wie er agiert. Da wรผrde sich jeder freuen. Nur wenn du schon die dritte oder vierte bescheidenere Verletzung hattest so wie er und von 300 Trainingstagen nur 200 auf dem Platz bist, da sollten wir schon gucken, dass wir nicht รผperpesen. Jan ist weiter im Aufbau, er ist aber ganz klar ein Spieler der zweiten Halbzeit.“ Dagegen kรถnnte Rasmus Carstensen zurรผck in die Startelf rotieren. Den Zweikampf mit Benno Schmitz erachtet der Trainer als sehr eng. „Sie haben beide ihre Vorteile“, sagte Baumgart.

Der Trainer hat einen ganz klaren Auftrag an seine Spieler. „Ich erwarte, dass sie gewinnen“, sagte Baumgart. Aber: „Da liegt aber auch schon die Schwierigkeit – gerade wenn wir sehen, wie Augsburg in den letzten beiden Spielen aufgetreten ist, gerade nach Rรผckstรคnden immer wieder zurรผckgekommen ist.“ Das gilt es fรผr die Kรถlner nun zu adaptieren.


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