1. FC Köln Kaderanalyse: Mittelfeld und Angriff

Tim Lemperle und Damion Downs vom 1. FC Köln
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1. FC Köln Kaderanalyse: Mittelfeld und Angriff

Knapp elf Wochen nach dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte startet der FC am Freitag das Unterfangen „schnellstmöglicher Aufstieg“. Personell haben sich die Kölner nur über Leih-Rückkehrer und den eigenen Nachwuchs verändern können. Doch die schlagen ins Gewicht. Unsere Kaderanalyse des 1. FC Köln: Mittelfeld und Angriff.

Mitte Mai endete beim 1. FC Köln eine weitere Erstliga-Phase, die Geißböcke sind zum siebten Mal in die 2. Liga abgestiegen. Auch, weil die Offensive nicht so richtig in Fahrt kommen wollte. Normalerweise der Zeitpunkt für einen personellen Umbruch. Der war bekanntlich nicht im großen Ausmaß möglich. Dennoch gab es personelle Veränderungen. Der 1. FC Köln in unserer Kaderanalyse: Mittelfeld und Angriff.

Tim Lemperle und Damion Downs vom 1. FC Köln

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28 Tore in 34 Spielen spricht nicht gerade für eine gut funktionierende Offensive. Tatsächlich blieben Großteile von Mittelfeld und Angriff in der vergangenen Spielzeit weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Ausgerechnet in diesen beiden Mannschaftsteilen sehen sich die Kölner in dieser Spielzeit gut aufgestellt. Dabei könnte der Fakt der Transfersperre einen durchaus positiven Aspekt beinhalten. Gerade im Mittelfeld gibt es bei den Kölnern so gut wie keine Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Einzig Faride Alidou, der allerdings auch ab und an als Stürmer agierte, hat den Verein verlassen. Mit Mathias Olesen und Marvin Obuz haben die Geißböcke zwei Leih-Rückkehrer als Ergänzungsspieler zurückbekommen. Ergänzungsspieler, die aber eine wichtige Rolle übernehmen können. Gerade Obuz blickt auf eine starke Saison zurück, ist nach Verletzung wieder da.

Stark besetztes Zentrum

Der Stamm ist dagegen zusammengeblieben. „Man merkt auch, dass viele Spieler schon länger zusammenspielen und viele Automatismen greifen. Das zentrale Mittelfeld mit Eric Martel, Dejan Ljubicic und Denis Huseinbasic ist für mich das Kölner Herzstück“, sagte Ex-Trainer Steffen Baumgart unlängst dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Tatsächlich gehören die drei Akteure laut dem Online-Portal transfermarkt.de zu den wertvollsten Spielern der Liga. Einzig Hertha BSC kann rein nach dem Marktwert mit den Geißböcken mithalten. Sollten Ljubicic zurück zu alter Form finden (und beim FC bleiben) und Martel sein Potenzialen weiter entfalten, hat der FC zwei zentrale Mittelfeldspieler in den eigenen Reihen, die auch bei den meisten Bundesligisten zum absoluten Stamm gehören dürften. FC-Trainer Gerhard Struber setzt offensichtlich auf eine enge Raute, die dem Kölner Spiel in den Vorbereitungsspielen gut getan hat.

Trotz seiner erst 22 Jahren verfügt Martel zudem über eine beeindruckende Erfahrung. Der Mittelfeldspieler kommt bereits auf mehr als 120 Pflichtspiele. Auch für ein Flügelspiel haben die Kölner mit Spielern wie Linton Maina, Jan Thielmann oder eben Obuz die passenden Alternativen. Der FC ist variabel aufgestellt. Allerdings auch ein wenig ausgebremst. Thielmann wird wohl eine Rolle in der Abwehr spielen. In den Vorbereitungspartien zeichnete sich zumindest die Rolle als Rechtsverteidiger ab. Thielmann geht wohl als Stammverteidiger in die Saison. Die Verletzung von Florian Kainz wiegt ebenfalls schwer, der Kreuzbandriss von Jacob Christensen könnte zu einem Umdenken der Personalien geführt haben. Der Däne galt als möglicher Leihkandidat. Denn gerade im Zentrum sind die Kölner quantitativ besonders stark aufgestellt.

Wie wird der Abgang von Davie Selke kompensiert?

Auch im Angriff ist der FC nominell breit aufgestellt. Ohne Maxi Schmid, der vorerst bei der U21 trainiert und ein Leihkandidat ist, kommen die Geißböcke immerhin noch auf acht Angreifer. Mit Luca Waldschmidt und Mark Uth befinden sich gleich zwei erfahrene Offensivspieler in den FC-Reihen, die hinter den Spitzen den Unterschied machen können – wenn sie denn fit sind und es auch bleiben. Beide laborierten in der vergangenen Spielzeit an diversen Verletzungen, beide dürften für sich aber auch einen deutlich anderen Anspruch als zweite Liga haben. Auch Sargis Adamyan ist eher ein Stürmer, der für die kreativen Momente hinter den Zielstürmern zuständig ist. Tim Lemperle und Damion Downs überzeugten in der Vorbereitung und dürften im internen Wettkampf um die Stammplätze die Nase vorne haben.

Klassische Zielstürmer und Knipser sind die beiden Eigengewächse aber auch nicht. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass die Kölner in der vergangenen Spielzeit enorme Schwierigkeiten hatten, die Verletzung von Davie Selke zu kompensieren. Nun spielt der Mittelstürmer bekanntlich für den HSV. Ob Florian Dietz und Steffen Tigges in der kommenden Zweitliga-Saison in die Fußstapfen treten können, ist angesichts ihrer Historie eher fraglich. Spannend könnte im Laufe der Saison die Personalie Jaka Cuber Potocnik werden. Der junge Slowene gehört zwar aktuell noch zum Kader, wird aber wohl Spielpraxis bei der U21 sammeln sollen. Einsatzzeit könnte er dennoch bei den Profis bekommen. Unterm Strich ist der FC quantitativ in der Offensive sehr gut aufgestellt. Problematisch könnte die Position eines klassischen Mittelstürmers im Vergleich zur Konkurrenz werden.

1. FC Köln: Wer spielt? Wer sitzt auf der Bank?


Eric Martel

Der Sechser hat sich bewusst für den FC entschieden. Dabei werden Martel sicherlich Angebote vorgelegen haben. So geht der Bayer als einer der stärksten Mittelfeldspieler der 2. Bundesliga in die Saison. Der Mittelfeldmann gehört zur Stammachse der Kölner, wird wohl immer in der Anfangsformation stehen. Prognose: Stammplatz


Dejan Ljubicic

Hinter dem Mittelfeldspieler steht nach wie vor ein großes Fragezeichen. Ein Treuebekenntnis wollte Ljubicic jedenfalls nicht abgeben, dem Österreicher werden weiterhin Wechselgedanken nachgesagt. Sollte Ljubicic bleiben, führt wohl kein Weg an dem 26-Jährigen vorbei. In der vergangenen Spielzeit blieb Ljubicic unter Form, in der Vorbereitung war er wieder einer der besseren. Prognose: Stammplatz aber auch Wechselkandidat

Denis Huseinbasic spielt für den 1. FC Köln


Denis Huseinbasic

Einer der großen Profiteure des Trainerwechsels. Struber spielt mit einer engen Raute. Huseinbasic drehte in der Vorbereitung auf, stopfte in der Defensive Löcher, setzte in der Offensive Akzente mit cleveren Pässen und bereitete einige Treffer vor. Prognose: Stammplatz


Florian Kainz

Der Österreicher hatte sich nach der schwachen Vorsaison viel für die kommende Spielzeit vorgenommen und spielte auch in den Planungen von Struber eine große Rolle. Die Sprunggelnksverletzung hat den Mittelfeldspieler jäh ausgebremst. Kainz wird mehrere Wochen ausfallen. Prognose: –


Marvin Obuz

Überzeugte in der vergangenen Saison in der 3. Liga und will nun endlich auch beim FC den Durchbruch schaffen. Kommt allerdings aus einer Verletzung und wird für eine wichtige Rolle im Kölner Gebilde wohl noch ein wenig Zeit brauchen. Prognose: Ersatzbank


Jacob Christensen

Hatte sich viel für die neue Saison vorgenommen, konnte das aber in der Vorbereitung nur zu selten abrufen. Zumindest in den Augen der Kölner Verantwortlichen. Ein Wechsel war wohl angedacht, vermutlich ein Leihkonstrukt. Dann kam der bittere Kreuzbandriss. Prognose: –


Jan Thielmann

War schon in der vergangenen Saison die Kölner Allzweckwaffe und könnte auch in dieser Spielzeit der Allrounder bei den Kölnern werden. Aktuell deutet viel auf die feste Position auf der rechten Abwehrseite hin. Erstaunlich für einen etatmäßigen Offensivspieler, obwohl sich ein nomineller Rechtsverteidiger im Team befindet. Dass Thielmann das kann, steht außer Frage. Könnte aber auch wieder eine feste Option in der Offensive werden. Prognose: Stammplatz


Meiko Wäschenbach

Könnte in dieser Saison endlich sein Debüt bei den Profis geben. Fiel in der Vorbereitung durch eine enorme Variabilität auf. Zeigte allerdings nicht durchweg gute Leistungen. Ist durch die Verletzung von Max Finkgräfe eine Alternative auf der linken Abwehrseite. Prognose: Ersatzbank


Linton Maina

Fiel in der Vorbereitung wie in der vergangenen Saison zwischenzeitlich aus. Damals kehrte Maina als Stammspieler zurück. Ob ihm das dieses Jahr wieder gelingt, scheint offen. Im aktuellen taktischen System spielt seine Position keine größere Rolle. Dennoch wird Maina mit seinem Tempo auch in der 2. Liga natürlich zu einer Waffe. Prognose: Ersatzbank


Mathias Olesen

Sammelte durch die Leihe in die Schweiz viel Einsatzzeit. Das wird beim FC für den Luxemburger nun wieder ungleich schwerer. Das Mittelfeld ist sehr stark besetzt. Vielleicht zu stark. Ohne die Verletzung von Christensen wäre auch Olesen möglicherweise ein Wechselkandidat gewesen. Prognose: Ersatzbank

Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln

Luca Waldschmidt

Der Verbleib des Offensivspielers hat durchaus überrascht. Der ehemalige Nationalspieler dürfte in Normalform einer der besten Spieler der 2. Bundesliga sein. Zumindest kann er bei den Geißböcken den Unterschied machen. Pünktlich zum Saisonstart ist der Offensivspieler auch wieder fit geworden. An Waldschmidt dürfte kein Weg vorbeiführen. Prognose: Stammplatz


Mark Uth

Hatte als erstes seinen Verbleib beim FC angekündigt und wurde anschließend behutsam aufgebaut. Beim FC hat man ganz offensichtlich Sorge, um weitere Verletzungen. Und das sicher auch nicht ohne Grund. Fit ist er wie Waldschmidt ein Unterschiedsspieler. Beide kann man sich gleichzeitig aber eher selten auf dem Feld vorstellen. Prognose: Ersatzbank


Tim Lemperle

Neben Julian Pauli vielleicht der größte Gewinner der Vorbereitung. Der Angreifer sammelte in der vergangenen Spielzeit viel Einsatzzeit bei Greuther Fürth. Das hat ihm sichtbar gut getan. Lemperle überzeugte wie kaum ein anderer Offensivspieler in der Vorbereitung. Damit dürfte er gegen den HSV gesetzt sein und vermutlich auch noch länger. Prognose: Stammplatz

Steffen Tigges und Sargis Adamyan vom 1. FC Köln


Steffen Tigges

Konnte in einigen Spielen in der Vorbereitung durchaus überzeugen. Allerdings fiel Tigges in anderen Partien wieder gar nicht auf. Wird es in der kommenden Saison einmal mehr schwer haben. Auch, wenn er neben Florian Dietz der einzige wirkliche Zielstürmer ist. Prognose: Ersatzbank


Sargis Adamyan

Die Vorbereitung erinnert an die der vergangenen Spielzeit. Auch damals lieferte Adamyan durchaus vielversprechende Ansätze ab. In der Saison konnte er dieses Versprechen aber nicht halten. Könnte eine Alternative werden, falls Waldschmidt und Uth ausfallen. Ansonsten wird es der Armenier auch in dieser Spielzeit wieder schwer haben. Prognose: Ersatzbank

Florian Dietz vom 1. FC Köln


Florian Dietz

Seine Vertragsverlängerung kam etwas überraschend um die Ecke. Damit ist ein Wechsel offensichtlich vorerst vom Tisch. Auch, weil es den Kölnern an Zielstürmern mangelt. Galt lange als sicherer Abschiedskandidat. Viele Pluspunkte sammelte der Angreifer aber nicht. Prognose: Ersatzbank

Damion Downs ist ein Hoffnungsträger beim 1. FC Köln


Damion Downs

Dürfte gegen den Hamburger SV in der Startelf stehen. Profitiert vom Spielsystem des neuen Trainers. Das Spiel über das Zentrum in die Tiefe liegt dem Angreifer. Seine Geschwindigkeit könnte ebenfalls zu eine Waffe werden. Muss allerdings noch mehr Torgefahr entwickeln. Prognose: Stammplatz


Jaka Cuber Potocnik

Der Slowene gilt als ein großes Talent. Als solches wird er wohl weitestgehend in der U21 eingesetzt werden. Dennoch könnte auch Potocnik in dieser Saison sein Profi-Debüt feiern. Das Potenzial dazu hat er. Prognose: Ersatzbank

Kaderanalyse Teil I

Timo Hübers für den 1. FC Köln

-FC schon Aufstiegskandidat?

1. FC Köln Kaderanalyse: Torhüter und Abwehr

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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1. FC Köln Kaderanalyse: Torhüter und Abwehr

Knapp elf Wochen nach dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte startet der FC am Freitag das Unterfangen „schnellstmöglicher Aufstieg“. Personell haben sich die Kölner nur über Leih-Rückkehrer und den eigenen Nachwuchs verändern können. Doch die schlagen ins Gewicht. Unsere Kaderanalyse des 1. FC Köln: Torhüter und Abwehr.

Mitte Mai endete beim 1. FC Köln eine weitere Erstliga-Phase, die Geißböcke sind zum siebten Mal in die 2. Liga abgestiegen. Normalerweise der Zeitpunkt für einen personellen Umbruch. Den hat es dieses Mal zwangsläufig nicht im großen Ausmaß gegeben. Dennoch gab es personelle Veränderungen. Der 1. FC Köln in unserer Kaderanalyse: Torhüter und Abwehr.

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Der Umbruch erfolgte bekanntlich schon während der vergangenen Saison, als Marvin Schwäbe ankündigte, den FC im Abstiegsfall verlassen zu wollen. Die Entscheidung pro Jonas Urbig fiel früh, für Außenstehende sehr früh. Allerdings war der Zeitpunkt nur logisch. Mit Schwäbe und Urbig stehen aktuell zwei Keeper im Kölner Kader, die die Nummer eins zu Recht für sich deklarieren. Schwäbe war einer der wenigen Leistungsträger, der in der vergangenen Spielzeit auf konstant hohem Niveau agierten. Am Kölner Keeper lag der Abstieg jedenfalls nicht. Mal abgesehen von dem Gegentor gegen Bremen unterliefen dem Torhüter auch nur wenige gravierende Fehler. Urbig hat sich dagegen im zarten Alter von 20 Jahren bereits zwei Mal im direkten Torwart-Duell bei einem Zweitligisten durchgesetzt und war in der vergangenen Spielzeit einer der besten Keeper des Unterhauses.

Wie geht es weiter mit Marvin Schwäbe?

Mit dem Wunsch, den FC also im Abstiegsfall zu verlassen, hat Schwäbe den Kölner Verantwortlichen wiederum eine schwere Entscheidung offenbar abgenommen. Urbig ist die unumstrittene Nummer eins. Da Schwäbe aber noch keinen neuen Club gefunden hat, starten die Kölner mit einem beeindruckenden Torhüter-Gespann in die Spielzeit. Laut transfermarkt.de befinden sich die beiden wertvollsten Keeper der Liga in den Kölner Reihen. Schwäbe könnte den FC aber noch verlassen, wenn ein passendes Angebot kommt. Schon im Frühjahr hat mit Philipp Pentke die mögliche Nummer zwei den Vertrag um ein Jahr verlängert und damit früh Spekulationen um die Torhüter-Position entfacht. Möglicherweise zeichnete sich damals schon eine Entwicklung in der Keeper-Frage ab.

Urbig zeichnet sich als Keeper besonders im Eins-gegen-eins, bei der Spieleröffnung und mit starken Reflexen aus. Der Euskirchener gilt als sehr guter Fußballer, der das Tor auch gerne mal für Abwehrsituationen verlässt. Bei seiner letzten Station in Fürth unterliefen dem 20-Jährigen aber auch ab und an Flüchtigkeitsfehler, die ihn selbst in Bedrängnis brachten. Auch Schwäbe ist ein mitspielender Torhüter. In der vergangenen Spielzeit vereitelte Schwäbe in der Bundesliga dagegen 25 Großchancen. So viel wie kein anderer Keeper – allerdings ließ die Kölner Hintermannschaft auch bedenklich viele Chancen zu. Dennoch: Der FC ist auf der Position des Keepers hervorragend aufgestellt.

Verletzungen verschärfen dünne Personaldecke

Zumindest quantitativ kann man davon in der Defensive wahrlich nicht sprechen. Der Abgang von Jeff Chabot schmerzt die Kölner, der Weggang von Benno Schmitz dünnt den Kader zusätzlich aus. Nominell umfasst das Team neun Abwehrspieler. Darunter allerdings mit Nikola Soldo einen Spieler, der bereits für Gespräche freigestellt wurde und mit Luca Kilian einen Langzeitverletzten. Bleiben aus dem Profikader sieben Akteure für vier Plätze. Nun fällt mit Max Finkgräfe der designierte Stamm-Linksverteidiger aus – und das für Wochen bis Monate. Mit Leart Pacarada und Rasmus Carstensen haben die Kölner aktuell zwei etatmäßige Außenverteidiger, einen für jede Seite, gleichzeitig aber zwei Spieler, die in der vergangenen Saison nicht unumstritten waren.

Kein Wunder also, dass Gerhard Struber auch mit positionsfremden Spielern die Lücken aufbessern will. Jan Thielmann wird wohl auf der rechten Seite gesetzt sein, Meiko Wäschenbach oder Dominique Heintz sind zumindest Alternativen für die linke Außenbahn. In der Innenverteidigung ist aktuell Timo Hübers im Stamm und sicher der neue Abwehrchef. Hübers ist zweifelsfrei einer der besten Innenverteidiger der Liga. Sein Abwehr-Partner dagegen (noch) nicht. Ob der Kölner Coach auf Routinier Heintz oder Youngster Julian Pauli setzt, scheint offen. In der Innenverteidigung dürften so manche Konkurrenten wie zum Beispiel Hertha BSC insgesamt besser aufgestellt sein. Dennoch: Der 19-jährige Pauli ist hochtalentiert, wird sicher in dieser Spielzeit sein Debüt feiern, genauso wie Elias Bakatukanda.

Ist der FC bei den Torhütern überdurchschnittlich gut aufgestellt, könnte die Defensive eine Problembaustelle werden – vor allem aufgrund der jüngsten Verletzungen und dünnen Personaldecke. So müssen die Kölner vorerst auf einige unerfahrene Spieler zurückgreifen. Dass Struber auf positionsfremde Spieler in der Vorbereitung gesetzt hat, spricht Bände.

1. FC Köln: Wer spielt? Wer sitzt auf der Bank?


Jonas Urbig

Der Keeper ist noch während seiner Leihe in Fürth und damit überraschend als neue Nummer eins im Kölner Kasten deklariert worden. Schon in der vergangenen Spielzeit gehörte Urbig zu den besten Torhütern der 2. Liga. Das wird der 20-Jährige auch in dieser Saison unter Beweis stellen wollen. Aktuell führt kein Weg am Keeper vorbei. Prognose: Stammplatz


Marvin Schwäbe

Die bisherige Nummer eins hat den Kölnern mit seinem Wechselwunsch eine schwere Entscheidung erleichtert. Dennoch ist der Keeper eigentlich kein Torhüter für die Bank in der 2. Bundesliga. Das weiß Schwäbe, das weiß der FC. Ein Wechsel würde den Kölnern noch eine Ablöse einbringen und Gehalt einsparen. Ein Wechsel ist insofern nicht unwahrscheinlich. Prognose: Wechselkandidat


Philipp Pentke

Schon in der vergangenen Spielzeit war Pentke die Nummer zwei, hat sich mit dieser Rolle auch problemlos arangiert. Sollte Schwäbe bleiben, wird Pentke sich mit der Nummer drei zufrieden geben müssen – sicher auch kein Problem für den Keeper. Prognose: Ersatzbank


Dominique Heintz

Der Routinier hat in der vergangenen Spielzeit seinen Vertrag bei den Geißböcken verlängert. Damals befanden sich die Kölner zwar in Abstiegsnöten, hatten aber noch Hoffnung auf den Klassenerhalt. Möglicherweise ist auch Heintz davon ausgegangen, einmal mehr als Backup zu agieren. Durch die personelle Situation könnte es auch ein wenig mehr sein. Der Routinier kann sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der linken Abwehrseite eine wichtige Rolle spielen. Gesetzt ist Heintz allerdings nicht. Prognose: Offener Kampf um Stammplatz

Timo Hübers ist neuer Kapitän des 1. FC Köln


Timo Hübers

Der neue Kapitän ist auch gleichzeitig der neue Abwehrchef. Schon in der vergangenen Spielzeit war Hübers einer der besseren Feldspieler, zumindest einer, der lange konstant ordentlich spielte und durch die Bank weg ordentliche Daten aufweisen kann. Kein Wunder also, dass der Spielführer nach dem Weggang von Jeff Chabot unumstritten in der Innenverteidigung ist. Prognose: Stammplatz


Nikola Soldo

Der Innenverteidiger trainiert aktuell bei der U21 der Kölner. Die FC-Verantwortlichen haben dem Abwehrspieler einen Wechsel ans Herz gelegt, ihn für Gespräche freigestellt. Prognose: Wechselkandidat


Luca Kilian

Der Innenverteidiger arbeitet aktuell an seiner Rückkehr nach dem Kreuzbandriss. Vor Herbst wird Kilian nicht ins Mannschaftstraining integriert werden können. Ob der Abwehrspieler noch zu einem Einsatz in diesem Jahr kommt, ist dementsprechend unklar. Könnte aber aufgrund der Personaldecke in der zweiten Saisonhälfte wichtig werden. Prognose: –


Leart Pacarada

Nachdem der Linksverteidiger bereits die ersten Vorbereitungseinheiten verpasst hatte, schien Pacarada auch in dieser Spielzeit vor einer schweren zu stehen. Durch die Verletzung von Max Finkgräfe hat sich die Situation komplett verschoben. Pacarada ist nominell der einzige Linksverteidiger im Kader. Zwar können auch Domninique Heintz und Meiko Wäschenbach die Position spielen, wären Alternativen, dennoch sollte der Zweitliga-Routinier die Nase vorne haben. Prognose: Stammplatz


Rasmus Carstensen

Auch auf der rechten Seite sind die Kölner durch den Weggang von Benno Schmitz sehr dünn besetzt. Und dennoch ist der Däne wohl auch weiterhin eher zweite Wahl. In der Vorbereitung konnte der 23-Jährige jedenfalls keine besonders überragende Bewerbung abgeben. So wird der vermeintliche Offensivspieler Jan Thielmann wohl zunächst der Kandidat für die erste Elf sein. Prognose: Ersatzbank

Julian Pauli vom 1. FC Köln.


Julian Pauli

Die große Überraschung der Vorbereitung. Der 19-Jährige scheint das Herz des Trainers bereits erobert zu haben. Alleine in vier Vorbereitungsspielen stand der Youngster in der Startelf. Ausgerechnet bei der Generalprobe erhielt aber Dominique Heintz den Vorzug. Ein Fingerzeig? Nicht zwingend. Die Personalie scheint noch nicht in trockenen Tüchern. Prognose: Offener Kampf um Stammplatz

Max Finkgräfe vom 1. FC Köln

Max Finkgräfe

Schon in der vergangenen Vorbereitung wusste der Linksverteidiger zu überzeugen. So sehr, dass Steffen Baumgart damals erklärte, dass er Finkgräfe durchaus ein Startelf-Debüt zutraue. Das gab es noch unter dem Ex-Coach. Finkgräfe wurde bekanntlich Stammspieler und hätte die Position wohl auch in dieser Saison sicher gehabt. Hätte, weil eine Knieverletzung den Höhenflug des Abwehrspielers beendet hat. Nun heißt es erst einmal wieder gesund werden und dann in den Wettkampf mit der Konkurrenz treten. Prognose: –

Elias Bakatukanda

Der Innenverteidiger wird in dieser Saison sicherlich auch sein Debüt im Profifußball geben. Bakatukanda schien sogar lange ganz gute Karten für ein direktes Duell mit Dominique Heintz zu haben. Irgendwie hat sich aber Julian Pauli dazwischen gemogelt. Eine Momentaufnahme. Neben dem Profidebüt wird es sicherlich auch das in der Startelf geben – nur nicht zu Beginn der Saison. Prognose: Ersatzbank

Kaderanalyse Offensive

Timo Hübers für den 1. FC Köln

-FC schon Aufstiegskandidat?

1. FC Köln: Die Saison-Einzelkritik – Torwart und Abwehr

Jeff Chabot und Timo Hübers verteidigen den Ball.
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1. FC Köln: Die Saison-Einzelkritik – Torwart und Abwehr

Der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte ist besiegelt. Wirklich überzeugen konnten nur wenige Spieler. Wenn überhaupt, dann nur in der Defensive. So bewerten wir die Kölner Abwehr.

Am Ende wurde es dann doch noch spannend, obwohl der FC Chance um Chance vergab, gefühlt keins der ausgelobten Endspiele überzeugend für sich entscheiden konnte. Dementsprechend mau fallen die Noten der Spieler aus. Dabei war nicht alles schlecht beim 1. FC Köln: Die Saison-Einzelkritik der FC-Spieler – Teil I: die Abwehr.

Jeff Chabot und Timo Hübers verteidigen den Ball.

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Gerade in der Defensive gab es – wenn auch wenige – Ausrutscher nach oben. Allen voran Jeff Chabot, der den Verein nun auch verlassen wird. Auch FC-Keeper Marvin Schwäbe spielte eine konstante Saison und konnte sich neben dem aufstrebenden Hoffnungsträger Max Finkgräfe auszeichnen. Doch nicht bei allen FC-Profis lief es rund. Von Konkurrenzkämpfen über verlorene Stammplätze bis hin zu Verletzungen war alles dabei. Dementsprechend fallen die Noten der Saison-Einzelkritik auch durchwachsen aus.

So bewerten wir die FC-Spieler über die Saison

Marvin Schwäbe

Sicherlich einer der Spieler, an denen es in dieser Saison nicht gelegen hatte. Bewahrte den FC gleich mehrfach vor einem Debakel, hielt Debakel auch einigermaßen im Rahmen. Sein größter Fauxpas unterlief dem Keeper im Spiel gegen Werder Bremen. Warum er so gerne das Tempo aus dem Spiel nimmt, wird nur er wissen. Dennoch insgesamt eine ordentliche Saison.

Benno Schmitz

Sollte eigentlich einen Backup bekommen, der sich aber schnell als direkter Konkurrent entpuppte und dem „Kölschen Cafu“ gleich mehrfach den Rang ablief. Als sich Schmitz gerade wieder im Vorteil wähnte, bekam er den Offensivspieler Jan Thielmann vor die Brust gesetzt. Das spricht nicht für ein großes Vertrauen in den Routinier. Erzielte zu Beginn der Spielzeit ein Traumtor im Pokal. Danach gab es nicht mehr als einen weiteren Assist.

Dominique Heintz

Der letzte Neuzugang für mehr als ein Jahr. Spielte die Rolle des Abwehr-Backups sowohl auf der linken Seite als auch als Innenverteidiger trocken runter. Offenbart große Tempo-Schwierigkeiten, hat aber ein Auge für den Mitspieler und ein ordentliches Stellungsspiel.

Timo Hübers

Auch, wenn 60 Gegentore kein Zeugnis für eine gute Abwehrleistung sind, hat es am Kölner Innenverteidiger-Duo in dieser Saison sicherlich nicht gelegen. Mit einer Zweikampfquote von rund 60 Prozent gehört er sicherlich zu den besseren Innenverteidigern. Im Gegensatz zu Jeff Chabot schlich sich aber öfter auch mal der ein oder andere Lapsus ein.

Jeff Chabot

In der vergangenen Spielzeit avancierte er zu einer der größten Überraschungen, in dieser Spielzeit war er wohl der überragende Kölner Feldspieler. Mit mehr als 68 Prozent gewonnener Zweikämpfe sogar einer der besten Innenverteidiger der gesamten Liga. Steigerte damit noch einmal den Wert aus dem Vorjahr. Stemmte sich bis zuletzt gegen den Abstieg und damit auch gegen seinen Abschied. Vergeblich. Nach dieser Leistung darf man aber auch den Schritt Richtung Königsklasse versuchen.

Luca Kilian

Nicht die Saison des Innenverteidigers. Bekam zunächst nur selten die Chance. Wenn, nutzte er sie nicht. War laut Timo Schultz auf einmal sehr nahe an der Startelf und auch das Backup für kranke und gesperrte Kollegen. Riss sich dann aber das Kreuzband.

Leart Pacarada

War zu Beginn der Spielzeit unter Steffen Baumgart unumstritten. Das änderte sich mit dem 0:6 gegen Leipzig. Von da an hatte es der Linksverteidiger schwer, pendelte zwischen Ersatzbank und Verletzungen oder Krankheiten.

Rasmus Carstensen

Kam als Backup für Benno Schmitz. Machte seine Sache in der Vorbereitung so gut, dass er bei Steffen Baumgart einen Stein im Brett hatte und zum Stammspieler avancierte. Mit seinem Tempo und seinen Flanken kann er eine Waffe werden. Kann. Das war er viel zu selten. Offenbarte zudem einige Schwächen in der Defensivarbeit und war zuletzt außen vor.

Max Finkgräfe

Die große Überraschung beim FC. Zwar hatten die Kölner Verantwortlichen schon vor der Saison erklärt, dass in ihm großes Talent schlummere. Dass der 20-Jährige aber zum Stammspieler und in der schweren Phase auch zum Hoffnungsträger avancierte, kam dann doch überraschend. Die mutige, unbekümmerte Spielweise hat Spaß gemacht. Allerdings wollte auch dem Youngster nicht alles gelingen. Das erwartet aber auch keiner.

*Es handelt sich nicht um den kompletten Kader. Es wurden nur die Spieler berücksichtigt, die wir auch im Laufe der Saison bewertet haben

Zwei Sechsen, kein Profi besser als vier – die Einzelkritik gegen Heidenheim

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Zwei Sechsen, kein Profi besser als vier – die Einzelkritik gegen Heidenheim

Mit einer erstaunlichen Leistung ist der 1. FC Köln zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte abgestiegen. Erstaunlich, weil die Kölner lange nicht den Eindruck machten, als gäbe es noch Hoffnung. So bewerten wir die FC-Profis.

Vor dem Spiel hatte Timo Schultz noch Optimismus verbreitet, doch schon nach gut 20 Minuten war das Spiel und damit auch der siebte Abstieg der Geißböcke entschieden. Enttäuschung beim 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Heidenheim

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Die Situation vor dem Duell gegen Heidenheim war eigentlich klar, die Kölner mussten gewinnen. Auf dem Platz erweckten die Geißböcke aber den Eindruck, als würden sie ein 0:0 lieber verwalten wollen. Teils lethargisch, teils überfordert wirkten die Köln in weiten Teilen der Mannschaft. Bei den Gegentoren ließ sich die FC-Hintermannschaft ausspielen wie eine Amateurmannschaft. So fiel so gut wie kein Kölner positiv auf. Dafür gab es zahlreiche Fünfen und auch zwei Sechsen.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Heidenheim

Beim abgefälschten 1:0 durch Dinkci absolut machtlos – wohl auch bei den Gegentreffern zwei und drei. Parierte dann stark gegen Pick, stand beim vierten Gegentreffer falsch.

Stets bemüht würde wohl auf dem Zeugnis sehen. Man kann dem 21-Jährigen in Sachen Willen sicherlich keinen Vorwurf machen. In vielen anderen Dingen heute schon. War auf seiner Seite gerade gegen Beste total überfordert. Kratzte immerhin einen Ball von der Linie als Schwäbe gegen Kleindienst bereits geschlagen war. Versuchte es kurz vor der Halbzeit mal aus der Distanz.

Erwischte auch einen erstaunlich schwachen Tag. Sah Dinkci interessiert zu, wie der Heidenheimer zum 2:0 einschob.

Weiterhin einer der Kölner, die sich gegen den Abstieg und die Niederlage stemmen wollten. Wirkte aber auch teilweise überfordert. Beim 0:2 war er wie Hübers nicht mehr als eine Trainingsstange.

Der Gegenpol zu Jan Thielmann. Ebenfalls bemüht, ebenfalls sehr wenige gelungene Aktionen. War kein Faktor.

Sollte eigentlich den Takt im defensiven Mittelfeld vorgeben, war aber wie große Teile der Defensive komplett überfordert. Verlor einige wichtige Zweikämpfe. Probierte es in der ersten Halbzeit mal mit einem harmlosen Schuss von der Sechzehnerlinie.

Erstaunlicherweise einer der besten Kölner Spieler. Lief am meisten, hatte die meisten Abschlüsse und brachte zumindest teilweise ein wenig Ordnung in das Kölner System. Unterm Strich auch von ihm einmal mehr zu wenig.

Ließ zwei Mal klasse den Ball durch. Für wen, weiß er wohl nur selbst. Wollte sich Bälle mit der Hacke vorlegen, legte diese aber lieber ins Seitenaus. Weiterhin erstaunlich schwacher erster Ballkontakt. Verursachte mit einem seltsamen Zweikampf das 0:2 Konnte mit keinem seiner 14 Ballkontakte überzeugen. Selbst der Wechsel zur Halbzeit war schon zu spät.

Hatte einen Abschluss. Einen. Und der war nicht sonderlich gefährlich. Versuchte es mit einigen Dribblings. Versuchte es. Gelang ihm nicht wirklich. Insgesamt ein weiterer schwacher Auftritt.

Vor dem Spiel betonte Schultz noch, dass er von seinem Kapitän erwarte, dass dieser vorangehe. Tat Kainz einmal mehr nicht. Krönte eine erschreckend schwache Saison mit einer Nicht-Leistung. Fand in der Offensive nicht statt, leitete in der Defensive das 0:3 ein. Mehr als ein Frustfoul war an diesem Nachmittag nicht drin.

War lange überhaupt kein Faktor im Spiel. Wirkt oft im Laufduell ein wenig ungelenk. Köpfte dann aus kurzer Distanz den Ball an die Latte, der Abpraller ging von der Schulter ins Tor.

Nach seiner Einwechslung schien die Offensive ein wenig geordneter und auch griffiger. Ein wenig. Hätte das 2:3 machen müssen.

Kam nach einer knappen Stunde und war an mehr Offensivaktionen beteiligt als Vorgänger Thielmann. Schlug die Flanke vor dem 1:3 und legte sehr clever ab auf Ljubicic, der wiederum Uth beinahe das 2:3 aufgelegt hätte. Wollte und zeigte das auch.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

Eine Zwei, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Union Berlin

Die Kölner freuen sich über den Sieg.
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Eine Zwei, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Union Berlin

Der 1. FC Köln holt drei Punkte gegen Berlin. Das hält die Chance auf den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag offen. Dem FC steht am kommenden Samstag das allerletzte Endspiel bevor. So bewerten wir die FC-Profis.

Nach dem 3:2-Sieg gegen Berlin hält der 1. FC Köln nochmal alles offen. Es war zwar vieles lange nicht gut, aber eben auch nicht alles schlecht beim 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Union Berlin.

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Der FC schlittert zwar weiterhin dem Abstieg entgegen, doch die Geißböcke drehen den 0:2-Rückstand gegen Berlin, gewinnen 3:2 und dürfen weiterhin hoffen. Am 34. Spieltag könnte der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte feststehen, genauso haben die Geißböcke aber auch weiterhin die Chance auf den Klassenerhalt. Und danach sah es lange nicht aus. Denn der FC tat sich auch gegen Union Berlin lange erschreckend schwer. Das 0:2 kam zwar ebenfalls aus dem Nichts, genauso wenig deutete bei den Geißböcken aber auch daraufhin, dass es noch eine Wende geben würde. Gerade in der Offensive waren die Geißböcke ideenlos, es fehlte die Kreativität. In der Defensive stand der FC dagegen wieder lange sicher.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Berlin

War beim 0:1 noch am Ball. An einem guten Tag hält er den sicher. Beim Elfmeter chancenlos, wenn von Volland auch erschreckend schlecht geschossen. Parierte stark gegen Gosens, doch der Berliner stand ohnehin im Abseits. In der zweiten Halbzeit wieder weniger zu tun. Mehr als einen Schuss von Roussillon brauchte er nicht halten. Den hätte er aber auch einfach ins Aus durchgehen lassen können.

Hatte im ersten Abschnitt einen Abschluss, der aber einige Regalfächer zu hoch angesetzt war. Ging etwas umständlich in einen Zweikampf mit Aaronson. Den berührte er zwar nicht, sah aber dennoch Gelb und fehlt gegen Heidenheim. Blieb in der Kabine. Auch, weil der FC mit Dreierkette spielte.

Stand beim 0:1 viel zu weit von Knoche entfernt. Führte aber viele wichtige Zweikämpfe, von denen er die meisten (23/17) gewann. Holte vor der Halbzeit den Elfer gegen Khedira raus und rieb sich im zweiten Abschnitt gegen Hollerbach auf.

Wieder einmal mehr der Fels in der Kölner Abwehr-Brandung. Klarer Punktsieger gegen Aaronson. Gewann starke 90 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte knapp 90 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. War sich nicht zu schade, gleich mehrfach warme Worte seinen Gegnern mit auf den Weg zu gehen. Kaum ein Spieler lebt den Abstiegskampf so wie Chabot.

Nicht der Nachmittag des Youngsters. Hatte große Schwierigkeiten, seine Seite dicht zu halten. Nach vorne gelang ihm immerhin die butterweiche Flanke, die Alidou erschreckend schwach vergab. War sonst kein Faktor.

Starke Passquote des Sechsers. Hatte sonst aber nur wenig Zugriff auf das Spiel. Seine Schussversuche durch den Gegner durch, geben aus physikalischer Sicht zu denken. Das sollte unmöglich sein. Holte sich eine unnötige fünfte Gelbe Karte ab.

Einer der schlechteren Auftritt des Mittelfeldspielers. Leistete sich zu Beginn ein paar unerklärlich schwache Befreiungsschläge. Verlor die Hälfte seiner Zweikämpfe, darunter einige nicht ganz unwichtige. Gerade auf der Position, gerade in der Situation muss mehr kommen. Auch im Spiel mit dem Ball.

Erneut Probleme beim ersten Ballkontakt. Die Technik gibt weiterhin Rätsel auf. Brachte es fertig, den Ball aus gefühlt drei Metern gefühlt sechs Meter über das Tor zu schießen. Der Fallrückzieher am eigenen Strafraum setzte der erneut schwachen Leistung die Krone auf. Für den Elfmeter konnte er allerdings herzlich wenig.

Mehr als 70 Minuten deutete rein gar nichts darauf, dass er noch einen entscheidenden Einfluss auf das Spiel nehmen würde. Tat er in der Nachspielzeit mit der starken Flanke auf Downs, der zum 3:2 einnickte. Alleine die Flanke lässt die Note in die Höhe springen.

Bekam früh einen Tritt ab, für den es noch nicht einmal eine Karte gab. Mehr als ein Distanzschuss Richtung Tribüne war nicht drin. Wurde nach 20 Minuten ausgewechelt.

Überhaupt kein Faktor im Spiel. Konnte nach 45 Minuten erstaunliche 14 Ballkontakte aufweisen. In positiver Erinnerung ist kein einziger geblieben. Der Wechsel zur Halbzeit war logisch.

Kam nach 45 Minuten für den schwachen Adamyan. Knüpfte an die Leistung seines Vorgängers an. War ebenfalls kein Faktor. Stand dann genau richtig bei Uths Schussversuch und avancierte wie schon gegen Bochum zu einem der Matchwinner.

Fügte sich direkt mit zwei seltsamen Flanken ein. Zeigte mehrfach, dass er nicht unbedingt der geeignetste Restverteidiger ist. Im Laufduell mit den quirligen Berlinern ohne Chance. Beeindruckte dagegen mit seiner guten Passquote und einem guten Überblick.

Spielt nach wie vor keine Rolle bei den Geißböcken. Außer vom Punkt. Dort ist er weiterhin eine Bank und hielt das Spiel noch einmal offen. Dennoch muss von einem Spieler mit diesen technischen Voraussetzungen, dieser Erfahrung im Abstiegskampf mehr kommen.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Winterkritik

Eine Zwei, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Freiburg

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Eine Zwei, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Freiburg

Der 1. FC Köln holt einen weiteren Punkt gegen Freiburg. Der dürfte in der Endabrechnung aber zu wenig sein. Dem FC droht am Sonntag der Abstieg. Dabei gab es auch ordentliche Leistungen. So bewerten wir die FC-Profis.

Nach dem 0:0-Unentschieden gegen Freiburg steuert der 1. FC Köln mit Tempo auf die 2. Bundesliga zu. Es war zwar nicht alles schlecht, aber auch nicht alles gut beim 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Freiburg.

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Der FC schlittert mit Tempo dem Abstieg entgegen. Bereits am Sonntag könnte der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte feststehen. Dabei machte der FC gegen Freiburg ein ordentliches Spiel. Vor allem in der Defensive standen die Kölner gut, ließen nur sehr wenig zu. So blieb Marvin Schwäbe nahezu beschäftigungslos. Zwar tat Köln mehr für die Offensive. Es fehlte aber einmal mehr die nötige Torgefahr.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Freiburg

Hatte im Grunde einen eher ruhigen Arbeitstag. Suchte in der Schlussminute den Weg in den gegnerischen Strafraum. Blieb da aber auch ohne Beschäftigung.

Vernachlässigte zu Beginn der zweiten Halbzeit kurzfristig die Defensivarbeit. Stand aber meist recht sicher. In der Offensive fanden seine Flanken zu selten einen Abnehmer. Wurde von Huseinbasic gut in Szene gesetzt, brauchte dann aber einen Tick zu lange.

Licht und Schatten. Mal zweikampfstark und stabil, mal ein abenteuerlicher Fehlpass oder Stockfehler. Einmal rettete Huseinbasic in höchster Not. Wurde in der zweiten Halbzeit zunehmend besser. Kam auf eine gute Zweikampfquote von 65 Prozent.

Verletzte sich früh im Zweikampf gegen Doan. Fiel gleich mehrere Male durch ((überraschenderweise) ungeahndete) Ringereinlagen auf. Stand sonst gewohnt sicher und schaltete sich einmal mehr in die Offensive mit ein. Gewohnt starke Passquote, ordentliche Zweikampfquote. Ging nach einer knappen Stunde vom Platz.

Einige Fehler im Aufbauspiel. Einen gravierenden bügelte Huseinbasic aus. Nahm aber Doan weitestgehend aus dem Spiel. Versuchte sich auch in der Offensive, mit wenig Spielglück. Legte Maina den möglichen Führungstreffer auf. Der vergab aber.

Konsequent und wach in den Zweikämpfen. Bügelte zunächst einen groben Fehler von Finkgräfe und dann einen Katastrophen-Pass von Hübers aus. War Taktgeber im Mittelfeld. Spielte viele Pässe, von denen die meisten auch ankamen. Unter anderem der Traumpass auf Schmitz, der viel zu wenig aus der Aktion machte.

Stand in der Defensive sicher und gewann wichtige Zweikämpfe. Hatte zudem in der Offensive einige ordentliche Aktionen. Kam auf die höchste Laufleistung, die beste Zweikampf- und Passquote der Kölner.

Spielte wieder auf der rechten Offensivseite. War bemüht und willensstark, dabei aber ein paar Mal extrem glücklos. Seine Abschlüsse waren zu harmlos.

Einmal mehr mit technischen Schwierigkeiten. Erstaunlich, wie wenig Gefahr sein Tempo erzeugt. Beeindruckend, mit welchem Nicht-Tempo Alidou zurück arbeitet. Abenteuerlicher Abschluss im ersten Abschnitt, der in der Nähe der Eckfahne landete. Lässt dann die sichere Führung liegen.

Anderer Auftritt als noch in der vergangenen Woche. Ließ sich immer wieder tief fallen, um das Spiel anzutreiben. Blieb aber bei den meisten Aktionen einmal mehr glücklos. Zu wenig Ertrag für seine Klasse.

Hatte früh eine dicke Chance, die er liegen ließ. Ansonsten wie so oft: Strahlt trotz enormen Tempo keine Gefahr aus.

Fügte sich mit zwei erstaunlichen Fehlpässen ins Seitenaus ein. Sein Kopfball war viel zu harmlos. Legte einen Ball stark auf Alidou ab, machte zwei weitere gut fest. Ein gefährlicher Stürmer ist er nicht.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

Eine Sechs, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Mainz

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Eine Sechs, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Mainz

Der 1. FC Köln holt immerhin einen Punkt in Mainz. Das dürfte in der Endabrechnung zu wenig sein. Gerade in der zweiten Halbzeit waren die Kölner gut. Doch nicht alle Spieler konnten überzeugen. So bewerten wir die FC-Profis.

Nach dem 1:1-Unentschieden in Mainz steuert der 1. FC Köln mit Tempo auf die 2. Bundesliga zu. Es war zwar nicht alles schlecht, aber auch nicht alles gut beim 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Mainz.

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Für den 1. FC Köln wird es nun ganz schwer. Gegen Mainz kam die Mannschaft von Timo Schultz nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Bei drei verbleibenden Spielen haben die Geißböcke fünf Punkte Rückstand. Dabei spielte der FC zumindest 45 Minuten lang richtig gut gegen die Rheinhessen. Erzeugte in der Schlussphase den erhofften Druck und hätte sicher das 2:1 dann auch verdient. Die erste Halbzeit war über weite Strecken nicht so gut. Dabei überzeugten nicht alle Kölner. Im Gegenteil: Ein Offensivspieler war komplett von der Rolle. Die Defensive stand vor allem in der Innenverteidigung wieder sehr sicher.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Mainz

Hielt den FC mit einer starken Parade aus kurzer Distanz in Minute 20 im Spiel. Auch vor dem 0:1 parierte der Keeper stark, legte die Kugel aber vor die Füße von Barreiro.

Machte seine Seite eigentlich dicht. Lief neben Eric Martel am meisten von allen Kölnern. Dementsprechend schaltete sich der Rechtsverteidiger auch immer wieder in die Offensive mit ein. Und hatte die wohl größte Chance auf den Ausgleich, vergab sie.

Machte zunächst einen sehr soliden Eindruck. Ließ sich von Burkardt erschreckend einfach einschulen. Steigerte sich nach dem Wechsel.

Wieder der Inbegriff des Willens und der Leidenschaft, mit der man die Klasse halten kann. Allerdings reicht Chabot alleine nicht. Sah nach einer halben Stunde unglücklich aus, das hätte das 0:2 sein müssen. Brachte von seinen 54 Pässen 49 zum Mitspieler. War in der Schlussphase mehr im gegnerischen Sechzehner zu Hause.

Steigerte sich im Vergleich zur Vorwoche. Suchte einige Male den Weg in die Offensive, fand zu selten die richtige Maßnahme. Hatte in der Defensive seine liebe Mühe mit Gruda.

Suchte die Zweikämpfe und gewann auch einige. Versuchte das Spiel anzutreiben, suchte den Abschluss zwei Mal. Fiel mit einer schönen Einzelaktion auf. Ließ aber auch Burkardt aus den Augen, der das zweite Tor hätte machen müssen. Hatte im Laufe des Spiels immer weniger Zugriff.

Begann gerade im Zweikampfverhalten sehr stark. War in der Anfangsphase der Garant für die Harmlosigkeit der Gastgeber. Wirkte mit zunehmender Spieldauer aber zu ungestüm. In der Offensive fehlt ihm aktuell so ziemlich alles.

Spielte wieder in der Offensive. War in den ersten 45 Minuten extrem bemüht, aber komplett glücklos bei seinen Aktionen. Setzte vor dem 0:1 nicht energisch Barreiro nach. Nach einer guten Stunde war Schluss.

Seine mangelnde Technik ist erstaunlich. Nimmt unheimlich gerne das Tempo aus dem Spiel. Dabei ist genau das seine Waffe. Der herausgeholte Elfmeter war seine beste Szene – und das will was heißen.

Seltsamer Auftritt des Offensivspielers. Nahm in der Anfangsphase so gut wie gar nicht am Spiel teil. Leitete mit seinem Freistoß das 0:1 ein, das er gegen Onisiwo nicht verhindern konnte. Auch seine Ecken sorgten wenn überhaupt im eigenen Sechzehner für Gefahr. Mit dem verschossenen Elfmeter krönte Waldschmidt seinen schwachen Auftritt.

War in der Offensive kein Faktor. Ein schlechtes Zeichen für einen Stürmer. War nie Teil des Spiels, obwohl er erstmals unter Schultz in der Anfangself stand.

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Winterkritik

Sieben Fünfen – die Einzelkritik gegen den SV Darmstadt

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Sieben Fünfen – die Einzelkritik gegen den SV Darmstadt

Der 1. FC Köln kassiert gegen den SV Darmstadt 0:2 und steuert auf die 2. Bundesliga zu. Wirklich überzeugen konnte nur ein Feldspieler. So bewerten wir die Kölner Profis.

Nach einem weiteren erstaunlich schwachen Auftritt verliert der FC verdient gegen Darmstadt 0:2 und steuert auf die 2. Bundesliga zu. Ein ganz bitterer Nachmittag für den 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen den SV Darmstadt.

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Für den 1. FC Köln wird es nun ganz schwer. Gegen den SV Darmstadt kassierten die Kölner am 30. Spieltag in einer erschreckend schwachen Begegnung eine 0:2-Pleite. Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus. Dabei waren die Lilien alles andere als ein übermächtiger Gegner. Ganz im Gegenteil. Auch Darmstadt fiel nicht besonders viel ein gegen den FC. Die Geißböcke fanden in der Offensive aber so gut wie gar nicht statt – blieben für den erhofften Dreier zu schwach. Bezeichnend, dass Jeff Chabot noch zwei der wenigen Chancen hatte. Und die waren gar nicht schlecht.

So bewerten wir die FC-Profis gegen den SV Darmstadt

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Winterkritik

Die Einzelkritik gegen den FC Bayern

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Die Einzelkritik gegen den FC Bayern

Der 1. FC Köln kassiert gegen den FC Bayern München eine verdiente Niederlage, hatte gegen den nicht immer sattelfesten Rekordmeister aber durchaus die Chance auf einen Punkt. So bewerten wir die Kölner Spieler.

Ein ordentliches Spiel reicht gegen nicht sattelfeste Bayern nicht. Trotz guter Chancen erzielen die Geißböcke keine Tore. Ein bitterer Nachmittag für den 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen den FC Bayern.

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Lange spielten die Kölner gegen den FC Bayern München gut mit, lange hielt der überragende Marvin Schwäbe die Null. Am Ende kehren die Kölner mit leeren Händen aus München zurück. Auch, weil der FC in der Offensive wieder einmal zu schwach war. Sargis Adamyan und Luca Waldschmidt hatten jeweils einen Treffer auf dem Fuß (oder Kopf). Ein Treffer wollte aber nicht gelingen. In der Defensive bekamen die Geißböcke erwartungsgemäß viel zu tun, standen aber meist sicher. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass Schwäbe ein mögliches Debakel wohl verhinderte.

So bewerten wir die FC-Profis gegen den FC Bayern

Einmal mehr in überragender Form. Rettete im ersten Abschnitt schon stark gegen Tel und dann weltklasse gegen Guerreiro sowie gleich doppelt gegen Kane. Auch nach dem Wechsel direkt wieder gegen Tel stark zur Stelle. Beim Traumtor von Guerreiro genauso chancenlos wie beim 0:2 durch Müller.

Hatte mit Mathys Tel mächtig viel in der Defensive zu tun und löste die Aufgabe meist souverän. Schaltete sich vor dem Wechsel auch mit in die Offensive ein, blieb da aber blass. Nach dem Wechsel mit zwei starken Grätschen. Ordentliche Partie des etatmäßigen Offensivspielers.

Köpfte gefühlt jeden hohen Ball aus der Gefahrenzone – wenn Kane nicht in der Nähe war. Gegen den Engländer oft nur zweiter Sieger. Legte mit einer Kopfballabwehr die Kugel auf Coman, der den Pfostenschuss von Kane einleitete. Gewann im Schnitt zwei von drei Zweikämpfen, brachte erstaunlich wenige Pässe zum Mitspieler.

Hatte Kane meist im Griff, aber nicht immer. Gewann nur 50 Prozent seiner Zweikämpfe. War auch sonst nicht immer auf der Höhe des Geschehens.

Hat offensichtlich keine Angst vor großen Namen. Spielte mutig gegen Kingsley Coman und schaltete sich auch immer wieder in die Offensive mit ein. Brachte im ersten Abschnitt gleich zwei starke Flanken, von denen mindestens die auf Adamyan ein Tor hätte sein müssen. Spielte später auch gegen Müller und Musiala stark. Einmal mehr bester Kölner Feldspieler.

Holte sich früh die Gelbe Karte gegen Kane ab. Das hielt ihn aber nicht von einer ordentlichen Partie ab. Gewann einige wichtige Bälle im Mittelfeld, mehr als 60 Prozent seiner Zweikämpfe. Kommt auf eine Passquote von 96 Prozent und lief von allen Spielern am meisten. War sich vor dem 0:2 uneinig mit Waldschmidt.

Steckte einen Ball gut durch auf Alidou, der anschließend knapp verfehlte und brachte eine Flanke auf Kainz. Überzeugte läuferisch. Ansonsten fiel der Mittelfeldspieler aber meist nur durch Diskussionen auf.

Gewann nur 25 Prozent seiner Zweikämpfe – nur Faride Alidou hat eine schlechtere Quote. Spielte zudem gerade einmal 18 Pässe. Blieb erschreckend blass.

Ein weiterer rätselhafter Auftritt des Mittelfeldspielers. Verlangsamt immer wieder Situationen, bei denen er eigentlich Tempo aufnehmen könnte. Trat kaum in Erscheinung.

Hätte die Kölner Führung nach starker Flanke von Finkgräfe machen müssen (!), köpfte aber zu zentral auf Ulreich. Ackerte und arbeitete viel, blieb aber komplett blass. Fiel nur noch einmal auf, als er unerklärlich den Ball mit der Hand spielte. Kein wirklicher Ersatz für Selke.

Kam zunächst aus spitzem Winkel zum Abschluss und verfehlte knapp, hatte vor dem Wechsel die Führung auf dem Kopf, vergab auch diese Möglichkeit. Zu oft mit technischen Schwierigkeiten, zu selten nutzt er seine Tempovorteile.

Kam nach gut 50 Minuten und machte nicht den erhofften Unterschied. Zumindest nicht in der Offensive. Seine Unstimmigkeit mit Christensen verursachte das 0:2. Unmittelbar zuvor ließ der Angreifer den Ausgleich liegen, als Upamecano ihn freispielte. Da muss er mehr draus machen.

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Winterkritik

Die Einzelkritik gegen Bochum

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Die Einzelkritik gegen Bochum

Dank eines beeindruckenden Schlussspurts hat der 1. FC Köln gegen den VfL Bochum einen 2:1-Erfolg eingefahren. Ein verdienter Sieg, allerdings lief beim FC nicht alles rund. So bewerten wir die Kölner Spieler.

Der 1. FC Köln hat sich mit einem 2:1-Erfolg über den VfL Bochum die Tür zum Klassenerhalt offen gehalten. Wirklich überzeugend war der Auftritt der Geißböcke nicht immer. Dennoch war es ein mehr als wichtiger Erfolg für den 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Bochum.

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Mit einem verdienten 2:1-Erfolg über den VfL Bochum hat der 1. FC Köln die Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Zwar war der Sieg gegen den VfL verdient, die Kölner taten sich aber einmal mehr im Spielaufbau schwer. Der FC hatte im ersten Abschnitt eine starke Phase, tat sich dann aber einmal mehr im Offensivspiel sehr schwer. So waren es die Wechsel von Timo Schultz, die den Unterschied machten. Der Trainer brachte mit Luca Waldschmidt und Steffen Tigges die beiden Torschützen, die die Begegnung drehten.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Bochum

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