Schwache Defensive, harmlose Offensive und viele Fouls – Das erwartet den 1. FC Köln an der Alten Försterei

Rav van den Berg im Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin
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Schwache Defensive, harmlose Offensive und viele Fouls – Das erwartet den 1. FC Köln an der Alten Försterei

Eine Woche nach der knappen 1:2-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen steht für den FC das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm. Am 32. Spieltag gastiert das Team von Trainer René Wagner bei Union Berlin. Das erwartet den 1. FC Köln an der Alten Försterei.

Der 1. FC Köln will beim Spiel in der Hauptstadt an das starke Spiel gegen Leverkusen anknüpfen. Mit einem Dreier in Berlin würden die Kölner einen enormen, wenn nicht sogar den finalen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Allerdings sind auch die Gastgeber unter Zugzwang.

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Form: Union Berlin blickt auf eine bislang schwache zweite Saisonhälfte zurück. Mit lediglich neun Punkten aus 14 Spielen stehen die Eisernen in der Rückrundentabelle auf dem vorletzten Platz. In den vergangenen fünf Partien blieben die Köpenicker ohne Sieg. Nach einem 0:4 beim FC Bayern München und einem 1:1 gegen St. Pauli verlor Union mit 1:3 bei Tabellenschlusslicht Heidenheim. Im Anschluss an die Partie gegen den FCH trennten sich die Berliner von Trainer Steffen Baumgart. Für den Ex-FC-Coach übernahm Marie-Louise Eta. In ihrem Premierenspiel musste sich Eta trotz guter Leistung ihres Teams dem VfL Wolfsburg mit 1:2 geschlagen geben. Am vergangenen Spieltag war Union bei RB Leipzig zu Gast. Bei den Roten Bullen verlor Union 1:2. In der Tabelle liegen die Eisernen aktuell mit 32 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz.

Schwache Defensive, harmlose Offensive

Schwache Defensive: Union Berlin kassierte in dieser Saison bereits 55 Gegentreffer. Damit stellen die Köpenicker gemeinsam mit Augsburg und hinter Heidenheim, Wolfsburg und Frankfurt die viertschlechteste Defensive der Liga.

Harmlose Offensive: Mit lediglich 35 Toren in den bisherigen 31 Pflichtspielen bietet Union mit Heidenheim die drittschlechteste Angriffsreihe aller Bundesligisten. Nur der Hamburger SV und St. Pauli konnten noch weniger Treffer bejubeln.

Stark in der Luft: Das Team von Marie-Louise Eta zeichnet sich durch eine enorme Präsenz in der Luft aus. Mit 787 gewonnenen Luftzweikämpfen sind die Köpenicker in dieser Statistik die Nummer eins.

Viele Fouls: Die Eisernen schrecken in dieser Spielzeit auch nicht vor einem hartem Einsteigen gegen den Gegner zurück. So foulten die Unioner ihre Gegenspieler bereits 386 Mal. Nur die TSG 1899 Hoffenheim langte mit 411 Fouls häufiger hin als Berlin.

Im Fokus: Marie-Louise Eta

Im Fokus: Mit Marie-Louise Eta als neue Cheftrainerin hat Union Berlin Geschichte geschrieben. Eta ist die erste Frau, die eine Mannschaft in Deutschlands beiden höchsten Spielklassen trainiert. Die Übungsleiterin ist bei der Profimannschaft bei Union jedoch keine Unbekannte. In der Saison 2023/2024 agierte Eta sowohl unter Nenad Bjelica als auch unter Marco Grote als Co-Trainerin und feierte am Ende den Klassenerhalt mit den Eisernen. Die ersten beiden Partien als Cheftrainerin liefen mit den Niederlagen gegen Wolfsburg und Leipzig ergebnistechnisch nicht ganz so gut. Allerdings zeigte Union insbesondere gegen die Wölfe eine sehr ansprechende Leistung und scheiterte lediglich an der eigenen Chancenverwertung. In der kommenden Spielzeit soll Eta die Frauenmannschaft von Union Berlin übernehmen. Sollte sie in den verbleibenden drei Spielen jedoch positive Ergebnisse liefern, könnte die ehemalige Spielerin eventuell doch bei den Männern von Union bleiben.

3-4-3 oder 3-3-2-2-System

Formation: Eta hat Union in einem 3-4-3-System oder 3-3-2-2-System auflaufen lassen. Im Kasten ist Frederik Rönnow die klare Nummer eins. Durch den Ausfall des Dänen und des Ausfalls von Ersatzmann Matheo Raab wird gegen den FC Carl Klaus beginnen. In der Dreierkette sind Diogo Leite, Leopold Querfeld und Danilho Doekhi gesetzt. Auf den beiden Schienenpositionen begannen gegen Wolfsburg und Leipzig Christopher Trimmerl rechts und Tom Rothe links. Durch die Rückkehr von Derrick Köhn könnte Rothe jedoch auf die Bank rutschen. Im Zentrum hat Kapitän Rani Khedira seinen Platz in der ersten Elf sicher. Die verbleibende Position im Mittelfeld machen Aljoscha Kemlein, Janik Haberer und Andras Schäfer unter sich aus.

Im Fall von einem 3-3-2-2-System rutschen dabei sogar zwei oder alle drei in die Startformation. In der Offensive scheinen Andrej Ilic und Oliver Burke die Nase im Dreikampf mit Ilyas Ansah vorn zu haben. Bei einer offensiven Dreierreihe ist Ansah jedoch die erste Wahl für die dritte Position.

Mögliche Aufstellung Union: Claus – Leite, Querfeld, Doekhi – Köhn, Khedira, Kemlein, Trimmel – Haberer, Schäfer – Ilic, Burke

Ausfälle Union: Die Eisernen müssen gegen den FC auf Frederik Rönnow (Adduktorenverletzung), Matheo Raab (Handverletzung), Robert Skov (Trainingsrückstand) und Woo-yeong Jeong (Blessur) verzichten.


Eine Gelbsperre und ein logischer Startelfkandidat: So könnte der 1. FC Köln gegen Union Berlin spielen

René Wagner beim Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen
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Eine Gelbsperre und ein logischer Startelfkandidat: So könnte der 1. FC Köln gegen Union Berlin spielen

Der 1. FC Köln kann beim Auswärtsspiel bei Union Berlin den Klassenerhalt nahezu perfekt machen. Mit einem Dreier würden die Kölner den Abstand auf den Relegationsplatz auf mindestens fünf Punkte halten. Allerdings muss auch Union noch einen Erfolg einfahren, um den Verbleib in der Liga unter Dach und Fach zu bringen. Gegen die Eisernen kann René Wagner eigentlich auf den kompletten Kader zurückgreifen. So könnte der 1. FC Köln bei Union Berlin spielen.

Beim Auswärtsspiel bei Union Berlin möchte FC-Trainer René Wagner an die Leistung gegen Bayer 04 Leverkusen anknüpfen und nach dem Erfolg gegen Werder Bremen den zweiten Dreier in seiner Amtszeit einfahren. Im Vergleich zum Spiel gegen die Werkself muss der 37-Jährige seine Startelf auf mindestens einer Position verändern. Ein weiterer Profi hat sich darüber hinaus für eine Startelfnominierung empfohlen.

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FC-Coach René Wagner muss an der Alten Försterei neben den Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers sowie Ragnar Ache auch auf Isak Johannesson verzichten. Der Isländer hatte gegen Leverkusen seine fünfte Gelbe Karte gesehen und ist somit für die Partie bei Union gesperrt. Daher muss der 37-Jährige seine Mannschaft auf mindestens einer Position verändern. Zwischen den Pfosten steht wieder Marvin Schwäbe. Vor dem Kapitän werden wohl Sebastian Sebulonsen rechts und Jahmai Simpson-Pusey sowie Cenk Özkacar in der Innenverteidigung beginnen. Auf der linken Seite hat Wagner die Wahl zwischen Kristoffer Lund und Alessio Castro-Montes. Durch den ordentlichen Auftritt gegen die Werkself, könnte Lund erneut das Vertrauen erhalten. Im zentralen Mittelfeld wird Eric Martel starten. Neben dem ehemaligen Leipziger muss Wagner Isak Johannesson ersetzen.

Mit Felipe Chávez, Tom Krauß und Denis Huseinbasic haben die Kölner hier drei Optionen. Da Huseinbasic zuletzt jedoch außen vor war, wird die Entscheidung zwischen Chávez und Krauß fallen. Sollte Wagner eher auf einen spielerischen Ansatz gehen, ist der Peruaner eine ernsthafte Alternative. Will der FC-Coach jedoch mehr über den Kampf kommen und den Unionern mehr Intensität entgegensetzen, dürfte Krauß den Vorzug erhalten.

Bekommt Waldschmidt die Chance von Beginn?

Während die Startelfnominierungen von Jakub Kaminski und Said El Mala klar sind, gibt es bei den beiden verbliebenen Positionen noch Fragezeichen. Linton Maina bekam gegen Leverkusen die Chance in der ersten Elf und verdrängte Jan Thielmann auf die Bank. Aufgrund der guten Mannschaftsleistung könnte Wagner Maina erneut das Startelfmandat geben. In der Spitze könnte vielleicht Luca Waldschmidt das Vertrauen von Wagner bekommen. Der 29-Jährige zeigte sowohl gegen St. Pauli als auch gegen Bayer nach Einwechslung eine gute Leistung und erzielte in beiden Duellen jeweils einen Treffer. Überdies bringt der Offensivspieler auch eine gewisse Kreativität, Technik und Spielintelligenz mit und hat in diesen Bereichen einen klaren Vorteil gegenüber Marius Bülter. Bülter würde den Kölnern mehr Robustheit bringen, was gegen die Körperlichkeit der Berliner Defensive wichtig sein könnte, allerdings blieb der 33-Jährige gegen Bayer als Ragnar-Ache-Ersatz blass und ohne große Eigenwerbung. Daher dürfte eine Nominierung von Waldschmidt wahrscheinlicher sein.

So könnte der FC bei Union Berlin beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Joel Schmied, Kristoffer Lund und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)

Kristoffer Lund

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Jahmai Simpson-Pusey wird dem FC wieder fehlen

Jahmai Simpson-Pusey

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Wie geht es weiter mit Eric Martel?

Eric Martel

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Linton Maina traf gegen die Bayern

Linton Maina

Jakub Kaminski darf auf die WM hoffen

Jakub Kaminski

Luca Waldschmidt jubelt nach dem Ausgleich

Luca Waldschmidt



René Wagner kehrt in neuer Funktion an alte Wirkungsstätte zurück, doch das „blendet“ der Coach aus

René Wagner auf der PK vor dem Spiel gegen Union Berlin
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René Wagner kehrt in neuer Funktion an alte Wirkungsstätte zurück, doch das „blendet“ der Coach aus

Mit einem Erfolg über Union Berlin könnte der FC am Wochenende einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Doch es ist noch aus einem anderen Grund ein besonderes Spiel für den Trainer des 1. FC Köln: René Wagner kehrt zurück an alte Wirkungsstätte.

Im Mai verließ René Wagner Union Berlin, um den nächsten Karriereschritt zu gehen. Viele interpretierten den Wunsch einer Cheftrainer-Rolle in den Abgang. Ein knappes Jahr später kehrt Wagner als solcher zurück an die Alte Försterei.

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Rene Wagner hatte im vergangenen Frühling und Früh-Sommer gleich zwei überraschende Nachrichten für die Eisernen im Gepäck. Zunächst trennten sich Union Berlin und der gebürtige Dresdener. Die Trennung kam insofern überraschend, da Wagner bis dahin als treuer Zuarbeiter und Assistent von Steffen Baumgart aufgetreten war – in Paderborn, beim FC, beim HSV und dann eben auch bei den Eisernen. Die Trennung hatte damals wohl keiner im Fanlager so kommen sehen, denn Baumgart saß fest im Sattel. Erst im Januar waren die beiden nach Köpenick gekommen, sollten den Berlinern wieder zurück in die Spur verhelfen. Der Abschied von Wagner bedeutete also auch die Trennung des Trainer-Duos, das bis dato gut funktioniert hatte. „Die Entscheidung, den Verein zu verlassen, fällt mir nicht leicht, ist aber ein bewusster Schritt für meine persönliche Entwicklung“, erklärte Wagner damals und seine Aussage wurde so interpretiert, als wolle der Assistent an derer Stelle zum Chef aufsteigen.

„Ich hatte dort eine lehrreiche Zeit“

Doch nur ein Monat später ploppten zunächst die Gerüchte und dann die Meldungen über den Wechsel nach Köln auf und damit verbunden die zweite Überraschung. Denn der heute 37-Jährige rückte bekanntlich beim FC doch wieder ins zweite Glied. „Er ist ein ganz, ganz kluger Kopf. René wird seinen Weg im Fußball gehen und irgendwann mal Cheftrainer sein“, hatte Thomas Kessler damals gesagt, natürlich nicht ahnend, dass er den 37-Jährigen noch während der Saison eben zu jenem ernennen würde. „Die Stationen beim HSV und bei Union Berlin haben ihm noch mal gutgetan. Er bringt etwas in unser Trainerteam, was extrem wertvoll sein kann.“ Nun ist Wagner in jener Rolle und fühlt sich sichtbar wohl. Als Co-Trainer gegangen, kehrt er am Samstag als Cheftrainer an alte Wirkungsstätte zurück. „Ich hatte dort eine lehrreiche Zeit. Alles andere blende ich aktuell aus und wir fokussieren uns voll auf uns. Wir wollen an die Leistung gegen Leverkusen anknüpfen und in Berlin ein gutes Spiel machen“, sagt der FC-Coach.

Dennoch wird sich am Wochenende nichts geschenkt, denn auch Union Berlin befindet sich noch im Abstiegskampf, hat aber nach zuletzt drei Niederlagen in Folge immer noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der Gewinner der Begegnung ist dem Klassenerhalt sehr nah, möglicherweise am Sonntag bereits durch. Neben Wagner kehren auch Spieler zurück an die Alte Försterei. So zum Beispiel Marius Bülter. Ob der Routinier aber gegen seinen Ex-Club von Beginn an auflaufen wird, ist angesichts der Leistung gegen Leverkusen offen. Das Gleiche gilt für Dominique Heintz, der am Freitagnachmittag mit der Mannschaft nach Berlin reiste. Der Innenverteidiger war zuletzt drei Mal nicht berücksichtigt worden.


Kader-Überraschung beim 1. FC Köln und ein weiterer Ausfall – Mit dem Team fährt der FC zu Union Berlin

Eric Martel und Denis Huseinbasic auf dem Weg zum Bus
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Kader-Überraschung beim 1. FC Köln und ein weiterer Ausfall – Mit dem Team fährt der FC zu Union Berlin

Mit der Begegnung gegen Union Berlin können die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Es sollen die nächsten Punkte eingefahren werden. Und je nach der Konkurrenz könnte das Ziel am Sonntag erreicht werden. Die Personalsituation bleibt insgesamt entspannt beim 1. FC Köln: Das ist der Kader für Union Berlin.

Fünf Punkte auf den Relegationsplatz, dazu eine für einen Abstiegskandidaten starke Tordifferenz. Mit einem Sieg wären die Kölner so gut wie durch. Bei der Kader-Zusammenstellung gab es eine Überraschung.

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So wirklich wollte sich René Wagner am Donnerstag noch nicht in die Karten schauen lassen. Als er auf der Pressekonferenz nach möglichen Veränderungen im Kader gefragt wurde, erklärte der Coach, dass es zwangsläufig ja eine geben müsse. Isak Johannesson ist nach seiner Gelben Karte gegen Leverkusen mit der fünften Verwarnung gesperrt und wird somit nicht zur Verfügung stehen. Genauso wenig wie die Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian sowie weiterhin Ragnar Ache. Ob der Angreifer in dieser Spielzeit noch einmal zum Einsatz kommt, ist wohl unwahrscheinlich, aber noch nicht gänzlich ausgeschlossen. Wagner wollte es zumindest nicht ausschließen, sagte aber, dass er nicht im direkten Austausch dazu stehe.

Dominique Heintz auf dem Weg zum Bus
Dominique Heintz auf dem Weg zum Bus

Dominique Heintz wieder im Kader

Nach der Einheit am Freitagvormittag brach der Tross am Nachmittag nach Berlin auf. Vielleicht etwas überraschend ist Dominique Heintz wieder mit von der Partie. Der Innenverteidiger war wie Florian Kainz zuletzt nicht berücksichtigt worden. Nun kehrt der Routinier ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein wieder in den Kader zurück. Grund dafür dürfte der Ausfall von Rav van den Berg sein. Der Niederländer musste die Einheit am Freitag frühzeitig abbrechen. Der 21-Jährige leidet unter muskulären Problemen und verpasst damit das Spiel bei den Eisernen. Van den Berg war zuletzt außen vor. Nun scheint es Probleme mit der hinteren Oberschenkelmuskulatur zu geben. „Es ist nicht so schlimm. Ich hoffe, nächste Woche wieder im Training dabei zu sein“, sagte van den Berg gegenüber come-on-fc.com. Auch Kainz ist wieder nicht mit dabei. Der Österreicher fuhr schon vor der Mannschaft mit seinem Dienstwagen davon. Dafür wird Denis Huseinbasic mit nach Berlin fahren. Auch der siebenmalige bosnische Nationalspieler musste zuletzt passen.

Diese Spieler sind am Samstag in Berlin mit von der Partie

Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler, Matthias Köbbing
Abwehr: Sebastian Sebulonsen, Cenk Özkacar, Kristoffer Lund, Jahmai Simpson-Pusey, Joel Schmied, Dominique Heintz, Kristoffer Lund
Mittelfeld: Felipe Chávez, Tom Krauß, Said El Mala, Jakub Kaminski, Linton Maina, Jan Thielmann, Alessio Castro-Montes, Denis Huseinbasic
Sturm: Youssoupha Niang, Marius Bülter, Luca Waldschmidt

Verletzt, gesperrt oder nicht berücksichtigt: Luca Kilian, Timo Hübers, Ragnar Ache, Rav van den Berg, Florian Kainz, Isak Johannesson, Fynn Schenten, Cenny Neumann

Union Berlin ist da besonders stark, wo der 1. FC Köln besonders schwach ist

Karol Mets trifft für St. Pauli gegen den 1. FC Köln
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Union Berlin ist da besonders stark, wo der 1. FC Köln besonders schwach ist

Zwischenzeitlich sah es so aus, als haben die Kölner ihre Standardschwäche in den Griff bekommen. Doch zuletzt präsentierte sich der FC wieder anfällig. Und das könnte ein Problem werden für den 1. FC Köln: Union Berlin ist bei Standards besonders gefährlich.

Gerade bei Ecken zeigt sich der FC in dieser Saison besonders anfällig. Das hat sich auch durch den Trainerwechsel nicht geändert. Und nun wartet eine der gefährlichsten Standard-Mannschaften der Liga.

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Eigentlich schien das Problem längst wieder im Griff zu sein. Ein Problem, das die Geißböcke gerade in der Hinrunde massiv schwächte: Die Anfälligkeit bei Standardsituationen und die fehlende Torgefahr bei den eigenen Standards. 13 Tore fingen sich die Kölner in den ersten 17 Spielen nach einem ruhenden Ball. Deutlich mehr als Leverkusen (10) und Werder Bremen (8) auf den Rängen zwei und drei. Auf der anderen Seite erzielte der FC in der gesamten Hinserie dann wiederum nur zwei Treffer nach Standards und belegte damit den letzten Platz.

Wie bekannt musste darauf Hannes Dold seinen Job als Standardtrainer abgeben. Und der Erfolg gab der Maßnahme recht. In den folgenden zehn Begegnungen nahmen die Kölner nur noch einen Gegentreffer nach einem ruhenden Ball hin – die beste Bilanz der Liga in diesem Zeitraum, vorne gab es immerhin drei Treffer. Zwar auch keine gute Bilanz, aber immerhin eine Steigerung.

Eckenstärke trifft auf Eckenschwäche

Und nun unter René Wagner? Ausgerechnet jetzt scheint sich das Blatt wieder ein wenig zu wenden. Die Kölner fingen sich seit dem Trainerwechsel, wieder drei Standardtreffer. Zur Wahrheit gehört auch, dass es sich bei zweien dieser Gegentore um Elfmeter gegen Bremen und Leverkusen handelte. Doch die Torgefahr die der FC St. Pauli beim ruhenden Ball ausstrahlte war schon ein wenig besorgniserregend. Die Kölner Hintermannschaft schwamm gleich mehrfach, kassierte einen viel zu leichten Gegentreffer.

Und da wird das „ausgerechnet“ ein Thema. Denn wie St. Pauli ist auch der 1. FC Union Berlin bei Standards extrem gefährlich. 15 der 35 Tore erzielten die Eisernen nach einem ruhenden Ball. Prozentual sind nur die Kiezkicker besser. Und Union Berlin traf schon sieben Mal nach einer Ecke. Nur Dortmund (11), Freiburg (9) und die Bayern (8) sind vom Eckpunkt aus gefährlicher. Auf der anderen Seite kassierte kein Team mehr Treffer nach Ecken, wie der FC (8). Und das, obwohl die Kölner wahrlich nicht die meisten Standards verursachen. Das Problem scheinen die Geißböcke nach dem oder durch den Trainerwechsel nicht in den Griff bekommen zu haben.


Startelf beim 1. FC Köln: Was nun für Luca Waldschmidt spricht? „Ein bisschen mehr“ – Und für die Zukunft?

Luca Waldschmidt jubelt nach seinem Elfmetertor gegen St. Pauli
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Startelf beim 1. FC Köln: Was nun für Luca Waldschmidt spricht? „Ein bisschen mehr“ – Und für die Zukunft?

Luca Waldschmidt wirkt so, als sei er einer der Gewinner des Trainerwechsels. In die Startelf schaffte es der ehemalige Nationalspieler unter dem neuen Coach aber noch nicht. Möglicherweise ändert sich das nun beim 1. FC Köln: Das spricht für einen Startelf-Einsatz von Luca Waldschmidt.

Zwei Tore in zwei Spielen – Luca Waldschmidt scheint immer besser in Form zu kommen. Für einen Einsatz von Beginn an reichte es noch nicht. Das könnte sich aber gegen Union ändern. Oder?

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So richtig wusste Luca Waldschmidt auch nicht, wie er erklären sollte, dass er wieder nicht von Anfang an gespielt hatte. Der Offensivspieler suchte nach dem Duell gegen Leverkusen nach den passenden Worten: „Mir fällt es schwer, darüber zu sprechen. Ich habe schon alles irgendwann mal dazu gesagt. Für mich geht es ja nicht darum, mal wieder oder so… Am Ende ist es eine Sache von Vertrauen“, sagte der Edeljoker. Gegen Leverkusen hatte der ehemalige Nationalspieler wie schon gegen St. Pauli kurz nach seiner Einwechslung getroffen. Der 29-Jährige schraubte sein Torkonto damit auf fünf Treffer in die Höhe. Seit der Spielzeit 2019/20 hat Waldschmidt in der Bundesliga nicht öfter getroffen. Damals waren es für Freiburg sieben Tore. Und doch bleibt dem Offensivspieler meist nur die Rolle des Jokers. Gegen Leverkusen hatten viele Fans mit einem Einsatz von Beginn gerechnet, da Waldschmidt vom Trainer im Vorfeld über den grünen Klee gelobt worden war.

„Die Geduld habe ich einfach“

Doch der Coach hatte schon zwischen den Zeilen durchklingen lassen, dass der Offensivspieler vielleicht nicht der richtige Mann für die Begegnung gegen Leverkusen in der Anfangself sei. Aber, so betonte der Coach ebenfalls, habe sich Waldschmidt mit der Rolle gut arrangiert. Dabei hören sich die Worte des Spielers schon so an, als wolle er mehr. „Ich glaube, dass es Spiele gibt, die später aufgehen. Und es gibt Spiele, die laufen von Anfang an. Ich bin einfach ein Spielertyp, der manchmal weniger im Spiel ist, manchmal mehr und trotzdem aber über 90 Minuten – und die Geduld habe ich einfach – in Aktionen kommt“, sagte Waldschmidt. „Dieses Vertrauen habe ich für mich. Ich glaube, das habe ich auch schon häufiger gezeigt. Darum geht es am Ende. Mal wieder von Anfang an zu spielen ist nicht mein Ziel. Da gehört Vertrauen dazu und auch zu wissen, welche Qualität ist da und dass die auch da sein soll.“

Waldschmidt betonte allerdings auch, dass es ihm gar nicht so sehr darum gehe, von Anfang an zu spielen. Doch wird das nur ein Teil seiner Wahrheit sein. Immerhin betonte der ehrgeizige Siegener bereits im vergangenen Sommer, wie auch im Winter, dass er sich mehr Einsatzzeit erhoffe. Und die könnte es gegen Union Berlin geben. Auf die Frage, was dafür spreche, dass der 29-Jährige gegen Union beginnen würde, antwortete Wagner am Donnerstag auf der Pressekonferenz mit einem Lächeln im Gesicht: „Ein bisschen mehr als letzte Woche.“ Das ist wahrlich keine Einsatzgarantie, aber die Begegnung gegen Union könnte Waldschmidt deutlich mehr liegen als Leverkusen. Dort hatte der Trainer noch erklärt, dass man schon den Ball bräuchte um der Offensivspieler öfter in gefährliche Situationen zu bringen. Den verspricht sich Wagner im Spiel gegen Union, erklärte, dass man das Spielgerät wohl öfter als zuletzt haben werde.

Vier Tore als Joker

Das Spiel und die ansteigende Form sprechen also für einen Einsatz von Beginn an. Doch es gibt auch gute Argumente, die eben gegen die Startelf sprechen. Waldschmidt fehlt auch in dieser Saison die nötige Konstanz. Auch in den Spielen, in denen er von Beginn an ran durfte, gab es eben nicht immer den erhofften Waldschmidt-Moment, auf den er selbst wartet. Zudem ist das Kölner Spiel eigentlich nicht auf den technisch versierten Spieler hinter den Spitzen ausgelegt. Der FC erzeugt die meiste Gefahr durch die tiefen Vertikalpässe. Zudem erzielte der Offensivspieler vier seiner fünf Tore als Einwechselspieler – die Rolle des Jokers scheint Waldschmidt jedenfalls zu liegen. Ob der 29-Jährige von der Bank oder von Beginn an trifft, dürfte den Fans am Ende egal sein. Nicht egal ist Waldschmidt dagegen die Zukunft. Der Vertrag läuft noch bis 2027. Ob die Kölner an dem ehemaligen Nationalspieler festhalten, wird auch an den weiteren Leistungen hängen. Viel Zeit bleibt Waldschmidt nicht mehr.


René Wagner sieht Verbesserungsbedarf und glaubt an den Union-Plan – So will der 1. FC Köln in Berlin punkten

Eric Martel im Kopfball-Duell im Spiel gegen Union Berlin
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René Wagner sieht Verbesserungsbedarf und glaubt an den Union-Plan – So will der 1. FC Köln in Berlin punkten

Mit einem Erfolg über Union Berlin können die Geißböcke einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt gehen. Doch die Aufgabe ist eine schwere. Und dennoch glaubt René Wagner an den Erfolg seiner Mannschaft. So will der 1. FC Köln in Berlin punkten.

Im Spiel gegen Bayer Leverkusen zeigten die Kölner eine ihrer besten Saisonleistungen. Am Ende stand der FC mit leeren Händen da. Nun aber soll der nächste Schritt Richtung Klassenerhalt gegangen werden.

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Trotz der 1:2-Pleite in der Vorwoche gegen Leverkusen hat sich die Ausgangssituation für den 1. FC Köln ein wenig verbessert. Die Geißböcke können am Wochenende den Klassenerhalt frühzeitig klar machen, sind dabei aber auch auf die Ergebnisse der Konkurrenz angewiesen. Vor allem muss Köln aber die eigenen Hausaufgaben dafür lösen und das Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin gewinnen. Sollten die Geißböcke aber bei den Eisernen dreifach punkten, schielt wohl ganz Köln am Sonntag auf die Begegnungen von St. Pauli gegen Mainz und dem VfL Wolfsburg beim SC Freiburg. Auch der Trainer? „Für mich ist das ein ganz normaler Sonntag, wie auch nach jedem anderen Spiel“, sagte Wagner am Donnerstag auf der Spieltags-Pressekonferenz. „Sollten wir am Wochenende auf der Couch liegen und sollte dann die Möglichkeit (auf den sicheren Klassenerhalt; Anm. d. Red) bestehen, dann bedeutet es ja, dass wir am Wochenende gewonnen haben und dann werde ich mit Sicherheit mit einem großen Lächeln da sitzen und alles andere können wir nicht beeinflussen.“

„Daran wollen wir ansetzen“

Beeinflussen können die Kölner aber die Ausgangsposition für dieses Szenario – eben mit einem Sieg. Doch die Aufgabe wird keine leichte. Der FC tut sich bekanntlich an der Alten Försterei schwer. Seit zwölf Jahren konnten die Kölner nicht mehr bei den Eisernen gewinnen. In ihrer Bundesliga-Historie haben die Geißböcke gegen kein anderes Team eine so schlechte Bilanz aufzuweisen wie gegen Union, die wiederum gegen keine Mannschaft so eine positive Bundesliga-Bilanz wie gegen den FC aufzuweisen haben. Dennoch ist Wagner zuversichtlich. „Wir haben jetzt ein super Spiel gegen Leverkusen gemacht, wir wollen daran ansetzen, jetzt auch in Berlin wieder ein Topspiel zu machen“, sagte Wagner. „Dann haben wir eine Riesenchance auch das Spiel zu gewinnen.“ Allerdings weiß der Coach natürlich, dass es ein ganz anders Spiel bei den Eisernen werden wird.

Den Plan zu „100 Prozent umsetzen“

„Die Berliner versuchen es eher mit einem direkten Spiel Richtung Tor und sie sind sehr stark auf den zweiten Bällen“, erklärte Wagner. „Bei den Leverkusenern konnten wir den ein oder anderen Ball in der in der gegnerischen Hälfte mehr gewinnen. Das wird jetzt wahrscheinlich nicht oft der Fall sein“, so der Coach weiter. „Deswegen haben wir ein paar andere Schwerpunkte gesetzt diese Woche.“ Gerade, wenn die Kölner dominant auftreten sollten, der Gegner tief stand, gab es Probleme. „Wir haben es dann in Frankfurt und jetzt in St. Pauli zwei Mal mit dem Ball eher medium gut gemacht. Deswegen wollen wir in Berlin den Plan, den wir die Woche ausgearbeitet haben, einfach zu 100 Prozent umsetzen.“ Und Wagner will dem Team auch den Druck des möglichen verfrühten Aufstiegs nehmen. „Wenn das Spiel jetzt am Wochenende gewonnen wird, ist die Saison noch nicht vorbei. Wir haben noch zwei weitere Spiele, in denen wir erfolgreich Fußball spielen können. Wenn wir das Spiel nicht erfolgreich gestalten würden, geht die Saison auch nicht zu Ende.“

Personell sind keine großen Veränderungen zu erwarten. Isak Johannesson wird dem FC neben den Langzeitverletzten und Ragnar Ache fehlen. Der Isländer holte sich die fünfte Gelbe Karte gegen Leverkusen ab. Wer dafür in den Kader rotiert, ließ der Trainer offen. Auch über einen direkten Ersatz sprach Wagner nicht. Gut möglich, dass Tom Krauß beginnt, vielleicht aber auch Felip Chávez. Sicher ist, dass es wieder einige aussortierte Spieler geben wird. Zuletzt waren Dominique Heintz, Florian Kainz und Denis Huseinbasic außen vor. Möglich, dass Wagner wie in der Vorwoche wieder Youssoupha Niang vertraut, Fynn Schenten ist dagegen verletzt. Eine Einsatzgarantie sprach der Trainer nicht aus, doch viel Grund zum Wechseln hat der Coach nach dem starken Auftritt gegen Leverkusen nicht. Das gilt vor allem für Said El Mala. Dessen Leistung lobte der Trainer explizit, er hoffe nur, dass sich der Youngster gegen Union dann auch mal „belohnen werde“. Dann besteht die große Chance auf das breite Grinsen.


Kölns Försterei-Fluch: Warum der 1. FC Köln trotz schlechter Bilanz bei Union punkten kann

Spielt Tom Krauß wieder gegen Union Berlin
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Kölns Försterei-Fluch: Warum der 1. FC Köln trotz schlechter Bilanz bei Union punkten kann

Nein, viel zu lachen hatte der FC in der Bundesliga gegen Union Berlin bislang wahrlich nicht. In den fünf Begegnungen im Stadion An der Alten Försterei holten die Domstädter bei vier Niederlagen gerade mal ein mageres Pünktchen. Und doch gibt es Chancen für den 1. FC Köln: Das sind Mutmacher gegen Union Berlin.

Ein Sieg, zwei Unentschieden, acht Niederlagen: Die Bundesligabilanz des 1. FC Köln gegen den 1. FC Union Berlin liest sich ziemlich mau. Und trotzdem spricht einiges dafür, dass die Geißböcke bei den Eisernen zumindest nicht als Verlierer vom Platz gehen werden.

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Köln auswärts mehr als zwei Monate unbesiegt

Bekanntlich sind Statistiken immer nur so aussagekräftig wie man sie liest. So hat der FC seit elf Spielen auswärts nicht mehr gewonnen. Auf der anderen Seite ist der FC bei Auswärtsspielen wiederum aber auch schwer zu schlagen. Seit der 0:2-Niederlage Ende Februar in Augsburg haben die Geißböcke 1:1 beim Hamburger SV, 2:2 bei Eintracht Frankfurt und 1:1 beim FC St. Pauli gespielt. Und das hat gute Gründe: Dabei zeigten die Kölner Mentalitätsmonster nämlich in allen drei Spielen Comeback-Qualitäten und kämpften sich jeweils nach einem Rückstand zurück.

Klar, spielerische Offenbarungen waren diese Begegnungen größtenteils nicht. Aber die Mannschaft legte genau die Tugenden an den Tag, auf die es auswärts und im Abstiegskampf ankommt: Einsatzbereitschaft, Teamgeist, mentale Stärke und Moral. Genau diese Eigenschaften wird es auch An der Alten Försterei brauchen, um dort zu punkten. Und die letzten Resultate auf fremden Plätzen machen Hoffnung, dass dem EffZeh das auch gelingen wird.

FC-Joker um Waldschmidt als späte Trümpfe

Köln kann in dieser Saison stets nochmal nachlegen. Bisher zeichneten eingewechselte FC-Spieler schon für 13 Tore verantwortlich: Das ist Vereinsrekord. Ob Alessio Castro-Montes in Frankfurt oder Luca Waldschmidt auf St. Pauli und gegen Bayer Leverkusen: Die FC-Joker stechen regelmäßig und hatten in den letzten Wochen großen Anteil daran, dass die Geißböcke regelmäßig Punkte eingefahren haben.

Unter René Wagner hat vor allem Waldschmidt seine Rolle als späte Offensivwaffe von der Bank angenommen und spielt zurzeit stark auf. Seine spielerische Finesse und feine Schusstechnik könnten auch gegen die robusten Berliner Abwehrhünen einen Unterschied machen. Aber egal welche Reservisten der FC-Trainer im Verlauf des Spiels am Samstag noch auf den Rasen schicken wird: Union dürfte gewarnt sein.

Stabile Formkurve, spielerische Verbesserungen

Zudem präsentieren sich die Kölner Richtung Saisonende insgesamt in einer guten Verfassung. Kommunikativ scheint es zu passen zwischen Wagner und seiner Truppe. Der FC hat von den letzten sechs Spielen nur eins verloren und zeigte sich im Nachbarschaftsduell gegen Bayer trotz Niederlage auch spielerisch verbessert.

Der xGoals-Wert, also die Qualität der erspielten Torchancen, konnte sich in den vergangenen Wochen – von der schwachen Partie gegen St. Pauli mal abgesehen – ebenfalls sehen lassen: Gegen Leverkusen lagen die „Expected Goals“ von Köln bei 2,67, in Überzahl gegen Bremen bei 4,31 und in Frankfurt bei 3,01.

Mit diesen überzeugenden Werten als Mutmacher im Gepäck muss der FC nun auch gegen einen unbequemen Gegner wie Union Berlin versuchen, spielerische Lösungen zu finden und die teils hochkarätigen Torgelegenheiten etwas konsequenter zu nutzen. Gelingt das in Kombination mit der derzeitigen Auswärts-Stabilität, spricht wenig dagegen, dass der 1. FC Köln an der bislang ungeliebten Alten Försterei etwas Zählbares mitnehmen kann.

René Wagner über Said El Mala: „Ich hoffe, dass er sich dieses Mal belohnt“

Said El Mala gehört zu den besten Teenagern Europas
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René Wagner über Said El Mala: „Ich hoffe, dass er sich dieses Mal belohnt“

Said El Mala war gegen Bayer Leverkusen der absolute Aktivposten. Doch der 19-Jährige belohnte sich nicht. Im Gegenteil, der Youngster ließ wohl die größte Chance des Spiels aus für den 1. FC Köln: René Wagner stärkt Said El Mala den Rücken.

Der Pfostenschuss war später in jeder Spieltags-Zusammenfassung zu sehen, dennoch zeigte Said El Mala gegen Bayer Leverkusen eine gute Leistung. Und sein Trainer erwartet am Wochenende eine ähnliche Leistung nur, dass sich der Offensivspieler dieses Mal auch belohnt.

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Die Enttäuschung konnte Said El Mala nach dem Duell gegen Bayer Leverkusen nicht verbergen. Nach dem Abpfiff ließ sich der Angreifer auf den Rasen des Kölner Stadions fallen und versteckte sich in seinem Trikot. Kein Wunder, der Offensivspieler hätte die Begegnung gegen den ungeliebten Nachbarn auch auf die andere Seite ziehen können, wenn nicht müssen. Alleine der Pfostenschuss in Halbzeit eins wurde in jeder Spieltags-Zusammenfassung gezeigt. Allerdings kaschierte die Szene ein wenig die ansonsten gute Leistung, mal abgesehen von dem ein oder anderen Abspiel, dass sich die Fans wohl gewünscht hätten. El Mala kam auf neun Abschlüsse gegen den amtierenden Vizemeister, und damit auf mehr Abschlüsse als die gesamte gegnerische Mannschaft. Dazu führte der 19-Jährige viele Zweikämpfe, spulte für einen Offensivspieler doch auch viele Kilometer ab. Insgesamt war El Mala der auffälligste Akteur der Partie – auch wen Patrik Schick doppelt traf.

„Man muss sich keine Gedanken machen“

Thematisiert wurde allerdings der Fehlschuss. „Medial hat er jetzt seit zehn Monaten die Aufmerksamkeit. Zwischendurch hatte er eine kleine Delle. Ob die daran lag, weiß ich nicht“, sagte Wagner am Donnerstag auf der Spieltags-Pressekonferenz. „Man muss sich da keine Gedanken machen, dass wir von ihm zu viel verlangen, sondern ich glaube, er tut gerade gut dran, Antworten auf dem Platz zu liefern.“ Das habe er gegen Leverkusen doch eindrucksvoll gemacht, bescheinigte der Trainer seinem Shootingstar eine gute Leistung. El Mala habe dort seine Rolle gut angenommen und sei „unfassbar gefährlich“ gewesen. „Er muss sich belohnen mit vielleicht sogar ein, zwei Toren. Das tut er nicht, aber das wird er in Zukunft besser machen und daran arbeitet er aber jeden Tag im Training“, erklärte Wagner. „Ich habe das Gefühl, wenn es um ihn lauter wird, dass er noch ruhiger, noch klarer, noch besonnener und im Training noch akribischer wird.“

Nun soll der Stürmer das auch gegen Union Berlin wieder umsetzen. „Er hatte unter der Woche wieder eine Analyse bekommen und die hat er Eins-zu-eins umgesetzt. Er wird auch jedes Wochenende besser“, sagte Wagner. „Ich hoffe auch wieder in Berlin. Und, dass wir dann nächste Woche wieder hier sitzen und darüber sprechen können, wie gut er gespielt hat und dass er sich diesmal auch belohnt hat.“ Das käme den Kölnern beim Unterfangen eines möglichen Klassenerhalts gelegen. Denn der kann am Wochenende in trockene Tücher gebracht werden. Dazu müssen die Kölner allerdings bei den Eisernen gewinnen. El Mala soll das Dutzend Treffer für den FC voll machen.


Liga-Schlusslicht: Diese Schwäche muss der 1. FC Köln am Wochenende ablegen

Die Kölner Spieler feiern den Sieg gegen Freiburg mit den Fans
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Liga-Schlusslicht: Diese Schwäche muss der 1. FC Köln am Wochenende ablegen

Mit einem Sieg könnten die Kölner am Wochenende den Klassenerhalt in trockene Tücher bringen. Allerdings ist die Bilanz in der Ferne alles andere als gut beim 1. FC Köln: Gegen Union Berlin soll die Auswärtsschwäche abgelegt werden.

Den FC werden wieder zahlreiche Fans nach Köpenick begleiten. Zuletzt gab es in der Ferne eher wenig Grund zur Freude. Das soll sich bei den Geißböcken nun ändern. Denn es winkt der Klassenerhalt.

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Nach dem Remis beim FC St. Pauli gab es nur wenig Zweifel daran, dass der Punktgewinn am Millerntor wohl eher in die Kategorie glücklich gefallen ist. Eigentlich sahen die Kölner wie der sichere Verlierer in einer schwachen Begegnung aus, bevor Luca Waldschmidt mit einem Elfmeter dann doch noch ausglich. Für die Kölner war es nach dem 1:1 beim Hamburger SV und dem 2:2 bei Eintracht Frankfurt bereits das dritte Remis in der Fremde in Serie.

Am Samstag würden die Geißböcke gerne bei Union Berlin dreifach punkten und damit den Klassenerhalt zumindest so gut wie sichern. Sollte der FC tatsächlich gewinnen, würde der Vorsprung auf St. Pauli weiterhin mindestens bei fünf Zählern liegen, der auf Wolfsburg bei sechs. Angesichts der hervorragenden Tordifferenz (zumindest für einen Abstiegskandidaten), wären die Köln wohl bei zwei ausstehenden Spielen und sechs zu verdienenden Punkten ziemlich sicher durch.

Gegen Freiburg das letzte Mal in Führung

Allerdings gibt es in dieser Rechnung ziemlich viel Konjunktiv und ein Kölner Problem. Denn gerade in der Fremde will es mit dem Gewinnen schon lange nicht mehr laufen. Der letzte Auswärtssieg liegt mittlerweile mehr als ein halbes Jahr zurück. Damals gewannen die Kölner 1:0 bei der TSG Hoffenheim durch einen Treffer von Said El Mala. Überhaupt gab es in der Liga in dieser Spielzeit erst zwei Auswärtserfolge, die Kölner waren ebenfalls mit einem 1:0-Erfolg über Mainz in die Saison gestartet.

Seit Oktober wartet der FC also auf einen Auswärtssieg und damit so lange wie kein anderes Team der Liga. Und die schwache Bilanz fängt meist vorne im Spiel an. Heißt: Nur einmal ist der FC bei den bislang sieglosen Auswärtsspielen in Führung gegangen. Aber: Ende Januar erzielte Max Rosenfelder ein Eigentor im Duell gegen Freiburg. Keine zwei Minuten später traf Yuito Suzuki zum Ausgleich. Igor Matanovic sorgte für den 2:1-Endstand – allerdings für Freiburg. Immerhin: Union Berlin hat die vergangenen drei Partien allesamt verloren.

Insgesamt belegen die Kölner in der Auswärtstabelle den 16. Platz. Vor Hamburg, St. Pauli und dem dann folgenden Gegner, dem 1. FC Heidenheim. Und darauf würden die Geißböcke zählen, wenn es gegen Union noch nicht mit dem sicheren Klassenerhalt klappt.