„Mit einem Grinsen spazieren gegangen“: Das sind die Stimmen nach dem Fußballfest der FC-Frauen gegen Bremen

Frauen des 1. FC Köln jubeln beim Sieg gegen Werder Bremen
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„Mit einem Grinsen spazieren gegangen“: Das sind die Stimmen nach dem Fußballfest der FC-Frauen gegen Bremen

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich und die 30.000 Zuschauer mit einem fulminanten Nachmittag belohnt. Das 3:0 gegen Werder Bremen war ein rauschendes Fußballfest, von dem die Spielerinnen noch lange zehren dürften. Die Stimmen zum Spiel der Frauen des 1. FC Köln gegen Werder Bremen.

Zudem sprang der FC im Zuschauer-Ranking deutlich nach vorne. Wir haben die Stimmen nach dem Spiel zusammengetragen.

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Das Gewitter am Ende des Spiels über Müngersdorf spiegelte die Gefühlslage beim 1. FC Köln nicht wieder. Die Kölnerinnen strahlten stattdessen – und das nicht nur aufgrund des deutlichen 3:0-Erfolgs. Der stimmungsvolle Mittag im Rhein-Energie-Stadion sorgte einmal mehr für unvergessliche Momente bei den Spielerinnen. Ein ganz besonders großes Grinsen hatte Lydia Andrade im Gesicht. Der Sommer-Neuzugang des Vorjahrs nimmt zum Saison-Ende Fahrt auf, stach im Offensiv-Spiel nicht nur aufgrund ihres Führungstreffers hervor. „Heute hat alles gepasst, ich bin stolz auf die Mannschaft“, sagte die Schweizerin nach dem Abpfiff, „ich konnte es nicht so glauben, ich bin echt froh und dankbar, dass ich meiner Mannschaft helfen konnte.“

“Es ist einfach schön, wenn die Spielerin sich dann auch belohnt“

Trainerin Britta Carlson fand ebenfalls lobende Worte für ihre Spielerin: „Lydia hatte keine einfache Zeit bei uns. Es hat ein bisschen gedauert, bis sie adaptiert hat, wie unsere Intensität ist, wie unser Spiel ist. Wir haben jetzt auch erst die hundertprozentige Position für sie gefunden, eher in der Spitze zu spielen. Vorher war sie eine Spielerin, die eher auf dem Flügel agiert hat. Mich freut es ungemein, weil sie nie aufgegeben hat. Sie hat im Training weiterhin Gas gegeben, hat versucht, an sich zu arbeiten, fordert gefühlt von jedem Training eine Analyse ein, ist da also auch hungrig. Es ist einfach schön, wenn die Spielerin sich dann auch belohnt.“

Doch über allem standen am Samstagmittag die Kulisse und die Atmosphäre. „Man spürt, was für eine große Familie das ist, wir haben die Unterstützung von allen gespürt und alles gegeben“, äußerte Sandra Jessen, die erstmals im FC-Trikot in Müngersdorf auf dem Rasen stand, „ich bin mir ganz sicher, dass es von der ersten Minute ganz klar war, welche Mannschaft die drei Punkte mitnimmt.“ Ein besonderer Moment war es auch für die Kapitänin Marina Hegering. Für die Wahl-Kölnerin war es nach der Fahrt auf dem Rosenmontagszug der nächste große emotionale Höhepunkt in diesen Wochen.

“Das macht das ganze Spiel einfach super emotional“

„Ich habe mich total gefreut. Ich hatte ja einen Countdown-Timer für dieses Spiel eingerichtet auf meinem Handy. Ich glaube, ich habe bei 70 Tagen angefangen und habe die Tage runtergezählt. Ich kann von Zuhause auf das Stadion sehen. Die Vorfreude heute Morgen beim Spaziergang war sehr groß. Ich bin mit einem Grinsen in der Sonne spazieren gegangen und habe mich einfach nur gefreut. Dann durfte ich auch noch meinen Neffen und meine Nichte mit zum Einlaufen nehmen, das war natürlich das Sahnehäubchen auf der Torte. Das macht das ganze Spiel einfach super emotional.“ Der Tag ging auch der 36-Jährigen nahe, die schon so viel in ihrer Karriere erlebt hat: „Wenn man das auf dem Platz hört, wenn man eine Aktion nach vorne startet, wie laut das Stadion dann wird, macht es schon einfach Bock, das kribbelt dann schon und es beflügelt auch.“

Etwas norddeutsch zurückhaltender äußerte sich Britta Carlson, die in Kiel geborene Trainerin des FC: „Ich möchte keine einzelne Spielerin bei uns hervorheben, weil ich finde, dass das gesamte Team sehr gut performt hat nach den letzten Leistungen und ich glaube, diese Belohnung für das Team vor so einer Kulisse war extrem wichtig, wieder mal zu null zu spielen. Es hat mich extrem gefreut, dass wir nicht nur vorne alles reingeworfen haben, sondern auch wenig zugelassen haben, weil jede Spielerin mit allem, was sie hat, verteidigt hat. Das ist auch das, was uns die ganze Saison ausgezeichnet hatte.“

Comeback nach fast einem Jahr

Und dann wurde Carlson doch auch ein wenig euphorisch: „Es pusht ungemein, wenn knapp 30.000 uns anfeuern. Das ist eine Sache, die wir so nicht kennen. Gerade unser Stadion hier beim FC ist auch noch mal besonders. Ich glaube, das hat man heute gesehen, was die Fans leisten von der ersten Sekunde an. Wenn du von der Sekunde die Intensität hochhältst und auch da schon deine Möglichkeiten hast, dann wird es auch ein bisschen leichter mit der Kulisse positiv umzugehen.“

Zudem konnte Taylor Ziemer nach fast einem Jahr Verletzungspause ihr Comeback als Jokerin feiern. Der FC wiederum sprang durch das Heimspiel in der Zuschauertabelle der laufenden Saison vom achten auf den fünften Platz mit einem Schnitt von nunmehr 4.377 Zuschauern pro Partie. Einzig Bremen, Hamburg, Bayern und Union Berlin konnten bisher noch mehr Zuschauer begrüßen. Bemerkenswert: Mit Hamburg (6.042/Spiel) und dem Primus aus Köpenick (7.728) sind gleich zwei Aufsteiger in den Top 3. Apropos Hamburg: Gegen diesen Gegner geht es am Samstag mit dem nächsten Heimspiel weiter. Dann wieder im Franz-Kremer-Stadion vor deutlich kleinerer Kulisse.

Ärger über Dreifachwechsel beim 1. FC Köln: René Wagners Entscheidung führt zum Bruch im Spiel

René Wagner beim Spiel gegen Union Berlin
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Ärger über Dreifachwechsel beim 1. FC Köln: René Wagners Entscheidung führt zum Bruch im Spiel

Trotz 2:0-Führung kamen die Geißböcke nicht über ein Remis gegen Union Berlin hinaus. Bei vielen Fans ist der Trainer mit verantwortlich für die verlorenen Punkte des 1. FC Köln: Hat sich René Wagner vercoacht?

Bislang waren die späten Wechsel bei den Kölnern ein echter Trumpf, dieses Mal führte die Veränderung zu einem klaren Bruch im Spiel und möglicherweise zum Punktverlust. Und René Wagner gerät in die Kritik der Fans.

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Hendrik Broschart berichtet aus Berlin

In der Regel kann sich Union Berlin auf die bedingungslose Unterstützung seiner Fans verlassen. Gleichzeitig machen die Berliner ihrer Mannschaft aber auch deutlich, wenn ihnen etwas nicht gefällt. „Aufwachen! Aufwachen!”, schallte es am Samstagnachmittag mehrfach von den Rängen im Stadion An der Alten Försterei. Und es dauerte nicht lange, da wurden ihre Rufe erhört. Die Eisernen egalisierten einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand und kamen in einer Partie, in der es kurz so aussah, als habe der 1. FC Union Berlin drei Punkte sicher, nochmal zurück. Allein mit dem Unmut der Fans lässt sich das allerdings nicht erklären. Ein wesentlicher Grund für das Union-Comeback lag darin, dass der 1. FC Köln den Berlinern durch eine womöglich verhängnisvolle Entscheidung von René Wagner und seinem Coaching-Team die Tür geöffnet hat.

Drei Wechsel auf einen Schlag- Hat Wagner die Partie vercoacht?

Denn Wagner und Co. hielten es für eine gute Entscheidung, in der 71. Minute ihre gesamte Offensive auszutauschen. „Wir fanden, dass wir in dieser Phase den Druck am und gegen den Ball ein bisschen verloren haben“, begründete der Coach auf der Pressekonferenz nach dem Unentschieden. In erster Linie habe man dem Team für die Schlussphase einen Push verleihen wollen: „Wir wollten mit den drei neuen Spielern Energie bringen. Das war auch die Begründung, um der Mannschaft das Zeichen zu geben: ‚Ey, wir bleiben hier weiter dran, wir wollen weiter vorwärts Spielen.“

Dass Wagner die Wechsel vornahm, kam nicht von ungefähr. Denn die Partie hatte bis dahin ihren Tribut gefordert. Union Berlin hat sich in der Bundesliga einen Namen damit gemacht, Gegner in genau solche Abnutzungsgefechte zu ziehen. Das harte, körperbetonte Spiel der „Eisernen” ist in dieser Spielzeit besonders ausgeprägt: Mit 386 Fouls gegen ihre Gegenspieler liegen die Unioner ligaweit auf dem zweiten Platz hinter der TSG 1899 Hoffenheim mit 411 Fouls. Erschwerend hinzu kamen die äußeren Bedingungen: In Köpenick herrschten sommerliche Temperaturen und die pralle Berliner Sonne heizte den Rasen zusätzlich auf.

Leistungseinbruch nach Mehrfachwechsel

Nur: Bis auf wenige Ausnahmen gelang es den eingewechselten Spielern Linton Maina, Youssoupha Niang und Jan Thielmann nicht, den von Trainer Wagner erhofften Effekt herbeizuführen. Im Gegenteil: Der FC verlor in der Phase komplett den Faden, war eigentlich gerade am Drücker, hätte den Sack zu machen können. In der Schlussphase verlagerte sich Köln aufs Kontern und hatte alle Hände voll zu tun, die Berliner Angriffe abzuwehren. Und ausgerechnet den eingewechselten Akteuren unterliefen die entscheidenden Fehler. Niang hatte beim anschließenden Eckball Torschütze Tom Rothe komplett aus den Augen verloren, der nickte unbedrängt ein.

Der ebenfalls eingewechselte Thielmann ließ später Livan Burcu frei aufs Tor schießen: 2:2. Zuvor hatte Linton Maina nach einer Vorlage von Niang die einzige gute Gelegenheit, das Spiel in der Schlussphase zu entscheiden. Der Frust ließ in den Sozialen Medien nicht lange auf sich warten. „Ich glaube nicht, dass nach unserem Dreierwechsel mehr Druck auf uns war“, nahm Marius Bülter die Entscheidung in Schutz. „Union ist mehr ins Risiko gegangen.“ Zudem wies der Stürmer auf das anstrengende Spiel hin.

Ein Punktgewinn in Berlin ist keine Enttäuschung

Kurios: Union Berlin hatte nach einer knappen Stunde ebenfalls dreifach gewechselt und sich umgehen den zweiten Kölner Gegentreffer eingefangen. Durch das Unentschieden kann Köln an diesem Spieltag zwar noch nicht den Klassenerhalt zu 100 Prozent perfekt machen. Dennoch verschafft der Punkt, den die Wagner-Elf aus dem Osten Berlins entführen konnte, eine komfortable Ausgangslage: Gegen Heidenheim soll der nun perfekt gemacht werden. Spätestens dann wird auch niemand mehr über mögliche Wechselfehler reden.


Drei Zweien, aber auch viel Durchschnitt – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Tom Krauß im Zweikampf
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Drei Zweien, aber auch viel Durchschnitt – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Viel hat nicht gefehlt und der FC hätte einen sehr großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Am Ende gab es ein 2:2. Doch die Ausgangslage ist nach wie vor keine schlechte. Überzeugen konnten nicht alle Spieler. Die Einzelkritik des 1. FC Köln bei Union Berlin.

Auch, wenn der FC zwei Punkte liegengelassen hat, die Situation ist nach wie vor eine gute. Je nach Ausgang der Spiele der Konkurrenz kann der Rest der Saison entspannter angegangen werden. Dennoch sorgte das Remis für eine enttäuschte Stimmung.

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Einzelkritik Marvin Schwäbe, Note 3

Marvin Schwäbe

Zunächst ohne Arbeit, brachte dann mit einem haarsträubenden Fehler Burke und der Kemlein ins Spiel. Die Unaufmerksamkeit blieb mit Glück ohne Folgen. War bei den Gegentoren machtlos.


Einzelkritik Kristoffer Lund 3

Kristoffer Lund

Hatte einen schweren Stand auf der linken Abwehrseite, vor allem gegen den agilen Schäfer. Einmal mehr nicht immer sicher am Ball.


Cenk Özkacar Einzellkritik 3+

Cenk Özkacar

Wieder ein sehr routinierter Auftritt des Türken, der sich mit Nachdruck festspielt. Gewann starke 75 Prozent seiner Zweikämpfe und überzeugte auch im Spielaufbau.


Jahmai Simpson-Pusey Einzelkritik, Note 2

Jahmai Simpson-Pusey

Bekam früh gleich zwei Mal die Körperhärte von Ansah brutal zu spüren. Holte sich das Selbstvertrauen aber schnell zurück. Kam alleine in den ersten zehn Minuten auf 20 Pässe, die alle ankamen. Am Ende wurden es gute 50. Im Spielaufbau beeindruckend souverän und auch in den Luftzweikämpfen gut.


Einzelkritik Sebulonsen 3

Sebastian Sebulonsen

Erst unauffällig, stand dann gleich mehrfach gegen Rothe bei Flanken unglücklich. Fing noch vor dem Seitenwechsel einen Konter in höchster Not ab. Einmal mehr eine insgesamt solide Leistung – nicht mehr und nicht weniger.



Nicht alle überzeugen

Eric Martel

Stopfte viele Lücken und gewann im Schnitt drei von vier Zweikämpfen. Holte sich mit einem Stempel die zehnte Gelbe Karte ab und fehlt beim letzten Heimspiel der Geißböcke, vielleicht dem letzten Auftritt in Köln.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Einzelkritik Tom Krauss 3+

Tom Krauß

Spielte für den gesperrten Johannesson. Führte die meisten Kölner Zweikämpfe, von denen er die meisten auch gewann. War gewohnt leidenschaftlich und willensstark, ohne das Spiel zu leiten.


Einzelkritik Jakub Kaminski, Note 3

Jakub Kaminski

War über den Pass von Waldschmidt in der Anfangsphase noch überrascht. Dann richtig auf Zack, als er El Mala vor der Führung wegschickte und diese selbst einleitete. Hätte vor der Halbzeit erhöhen können, doch Klaus rettete stark, hätte nach der Halbzeit erhöhen können, kam einen Schritt zu spät. Erstaunlich früh vom Platz.


Einzelkritik Luca Waldschmidt, Note 2-

Luca Waldschmidt

Begann zum ersten Mal seit mehr als zwei Monaten in der Startelf. Seine erste Aktion – ein langer Ball auf Kaminski – ging in Richtung Traumpass. Dann mit einem cleveren Assist vor der Kölner Führung. Auch sein zweiter Traumball auf Kaminski fand kein glückliches Ende. Extrem laufstark, viele Ballkontakte. Gutes Spiel.


Marius Bülter Einzelkritik 3

Marius Bülter

Fand lange gar nicht statt. Sein elfter Ballkontakt war dann schon ein besonders schöner zur Kölner Führung, der zehnte hatte den Treffer mit einem tollen langen Ball auf (eigentlich den im Abseits stehenden El Mala) Kaminski eingeleitet. Arbeitete stark in der Defensive, setzte aber auch weiterhin wenig im Angriff um.


Einzelkritik Said El Mala 2

Said El Mala

Ließ seine Qualität das erste Mal nach 20 Minuten aufblitzen, als er von der linken Seite in die Box zog, den Ball aber über das Tor jagte. Legte Kaminski gleich zwei große Chancen auf, die dieser vergab. Spielte Lunds Vorarbeit trocken ins lange Ecke. Ging nach 70 Minuten vom Platz.


Einzelkritik Felipe Chavez, Note 3+

Felipe Chávez

Kam nach einer guten Stunde. Technisch wirklich eine Augenweide, stark am Ball.

Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben


Später Ajani-Doppelpack nach Pausen-Rückstand: U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen Rödinghausen

Mikolaj Marutzki vom 1. FC Köln
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Später Ajani-Doppelpack nach Pausen-Rückstand: U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen Rödinghausen

Die U21 hat ihre schwarze Serie gegen die Mannschaften aus dem Tabellen-Keller beendet. Am Samstag spielten die Talente zu Hause. Die U21 des 1. FC Köln hat gegen den SV Rödinghausen mit 2:1 (0:1) gewonnen.

Zum Matchwinner wurde Marvin Ajani, der die Partie mit seinem Doppelpack in der Schlussphase drehte zu einem letztlich verdienten Kölner Sieg.

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U21-Trainer Evangelos Sbonias nahm im Vergleich zum 3:3 in Velbert drei Änderungen an seiner Startelf vor. Jonathan Friemel und Fynn Schenten zogen am Vormittag bereits mit der U19 ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft ein. Zudem rutschte Arda Süne auf die Ersatzbank. Dafür starteten diesmal Marvin Ajani, Safyan Toure und Nilas Yacobi. Die Gäste steckten noch im Kampf um den Klassenerhalt und das merkte man der Partie direkt an: Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie, die in der Anfangsphase keine Highlights entwickelte. Aktionen in den beiden Strafräumen waren Mangelware.

Lange Zeit zu harmlos

Die Rödinghausener waren darauf bedacht, defensiv keine Angriffsfläche zu bieten und über schnelle Gegenstöße Nadelstiche zu setzen. Den FC-Talenten fehlten die Ideen, um die Gäste in Bedrängnis zu bringen. Rödinghausen wurde gegen Mitte der ersten Hälfte mutiger und näherten sich dem Kölner Tor an. Die beste Chance besaß Eduard Probst, der nach einer Flanke blank am zweiten Pfosten auftauchte, den Ball aber mit Wucht nur knapp am Tor vorbeischoss (31.). Kurz danach klingelte es aber doch im Kölner Tor: Probst traf zum 0:1 (39.).

Die beste Chance für den FC besaß der aufgerückte Linksverteidiger Marvin Ajani, dessen strammer Distanzschuss von der Strafraumgrenze aber knapp am SVR-Gehäuse vorbeiflog (43.). In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein intensives Fußballspiel mit vielen Zweikämpfen und wenig Spektakel in den gefährlichen Zonen. Den Kölnern war der Wille zwar anzumerken, aber im Offensivspiel blieb das Team lange Zeit komplett harmlos. Gefährlich wurde es erst nach einer Einzelleistung von Maik Akumu, der vom Flügel an der Sechzehner-Linie entlang ins Zentrum dribbelte und den Abschluss suchte. Doch Rödinghausens Torwart Dennis Gorka war unten und hielt den Schuss fest (71.).

Kölner starten Schlussoffensive

Es war der Startschuss für eine Kölner Schlussoffensive. Die Partie spielte sich fortan fast ausschließlich in der Gäste-Hälfte ab. Der Lohn: Safyan Toure legte den Ball auf dem linken Flügel ab zu Marvin Ajani. Der Routinier lief noch einige Schritte ins Zentrum und schlenzte den Ball aus der Distanz mit Gefühl und Wucht zugleich ins lange Eck zum inzwischen hochverdienten 1:1 (79.). Bernie Lennemann hatte kurz danach die Führung auf dem Fuß, doch der Schuss von der Strafraumgrenze zischte knapp unten am Pfosten vorbei (80.).

Kurios wurde es kurz danach: Rödinghausens Torwart Dennis Gorka rutschte bei einem Abstoß weg und berührte den Ball verbotenerweise zweimal. Der Schiedsrichter Nils Hasse entschied daher auf indirekten Freistoß für die Gastgeber. Arda Süne tippte die Kugel am Fünfer an und Ajani drosch sie mit Gewalt oben in den Winkel zum 2:1 (86.). Der Heimsieg war aufgrund der zweiten Hälfte hochverdient und beendet damit die schwarze Serie der U21 gegen die Kellerteams der Regionalliga in der Rückrunde. Für die FC-Talente geht es nächste Woche Sonntag (17 Uhr) mit dem letzten Auswärtsspiel der Saison bei der U23 von Borussia Dortmund weiter.

1. FC Köln U21: Marutzki – Neumann, Mausehund, Özkan (88. Dabrowski), Ajani – Kristal, Harchaoui (73. Elyazidi) – Toure (88. Labenz), Adamyan (73. Süne), Lennemann – Yacobi (61. Akumu). Tore: 0:1 Probst (39.), 1:1/2:1 Ajani (79./86.). Zuschauer: 180.

Mangelndes Fairplay? Beim 1. FC Köln hadert man mit einer Szene

Eric Martel im Kopfball-Duell
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Mangelndes Fairplay? Beim 1. FC Köln hadert man mit einer Szene

Nach dem 2:2-Remis der Geißböcke gegen Union Berlin war die Enttäuschung bei den Kölnern groß. Für zusätzlichen Frust sorgte eine bestimmte Szene. Der 1. FC Köln ärgert sich über mangelndes Fairplay.

Mangelndes Fairplay oder Fußball-Alltag? Der FC hätte nach einem ins Aus gespielten Ball gerne jenen wiederbekommen. Das passierte nicht, dafür fiel unmittelbar danach das 2:2.

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Marvin Schwäbe hatte Redebedarf. Der Keeper der Geißböcke stand an der Seitenlinie und sprach wahlweise mit Schiedsrichter Daniel Schlager oder Union-Kapitän Christopher Trimmel. Offenbar war der Redebedarf so deutlich, dass der Unparteiische dann zur Gelben Karte greifen musste. Dabei war der Frust des Kölner Torhüters verständlich. Eric Martel lag bereits seit einiger Zeit in Höhe der Mittellinie auf dem Boden, krümmte sich vor Schmerzen. Felipe Chávez war es schließlich, der den Ball eindeutig absichtlich ins Aus spielte. Für die Gegner war der Pass über die Seitenlinie, fernab von jeglichem Mitspieler, dann aber offensichtlich nicht so eindeutig. So nahm sich Christopher Trimmel die Kugel. Anstatt wie üblich, die Kugel wieder zum Gegner zu werfen, landete die Kugel beim Mitspieler. „Berlin hat es dann nicht eingesehen, uns den Ball dann Fairness halber wieder zurück zu spielen“, sagte Schwäbe später. „Das ist in dem Moment einfach unverständlich. Dass das dann ein Stück weit eskaliert, ist klar.“

„Kann man machen, muss man aber nicht“

Es eskalierte auch, weil die Eisernen den Angriff zum Ausgleich nutzten. Levan Burcu bekam über Umwege die Kugel, zog ab und überwand Marvin Schwäbe. „Ich denke schon, dass das ein bisschen schade ist. Es ist dann schon Fairplay, ihn zurückzuspielen. Er spielt ihn klar ins Aus“, sagte Marius Bülter, fügte aber auch an, dass es nun „ohnehin nicht mehr zu ändern“ sei. Dennoch war der Frust über die Aktion groß. Auch, weil es das 2:2 bedeutete und damit den verspielten Sieg. Auf Seiten der Eisernen war man da aber anderer Meinung. „Sie hatten vorher selber die Möglichkeit, den Ball raus zu spielen, haben dann gemerkt, dass eine Druckphase kommt und spielen ihn dann raus“, erklärte Trimmel. „Dann habe ich ganz klar definiert: Ihr habt jetzt schon sieben acht Mal auf Zeit gespielt, seid am Boden liegen geblieben. Da spielen wir natürlich das Spiel mit, weil es um Fairplay geht und nicht um einzelne Situationen.“

Trimmel sagte aber auch, dass er es in der Situation als Gegenspieler wohl ähnlich gesehen habe. René Wagner wollte sich gar nicht erst auf eine Diskussion einlassen. Die Frage, ob man den Ball nicht hätte zurückgeben müssen, sagte der Coach nur „Kann man machen, muss man aber nicht“. Marie-Louise Eta wollte sich an die Situation derweil nicht erinnern können. Am Ende des Tages können die Kölner es nun nicht mehr ändern. Zur Wahrheit gehört zudem auch, dass der FC den Sack schon früher hätte zumachen können Etwa als Linton Maina kurz vor dem Ausgleich die Chance auf die Vorentscheidung hatte.


„Wir müssen uns vorwerfen lassen…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Thomas Kessler lässt die Zukunft des Trainers offen
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„Wir müssen uns vorwerfen lassen…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Mit dem 2:2-Unentschieden gegen die Eisernen hat der FC am Samstagnachmittag einen Punkt eingefahren. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Torschütze Marius Bülter und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln bei Union Berlin.

Der 1. FC Köln hat sich die erarbeitete 2:0-Führung gegen Union Berlin noch nehmen lassen. Somit fährt der FC mit nur einem Punkt zurück nach Köln und muss im Kampf um den Klassenerhalt noch weiter zittern.


come-on-fc.com berichtet live aus dem Stadion in Berlin

„Es ist dann schon Fairplay, ihn zurückzuspielen“

Marius Bülter vom 1. FC Köln

Marius Bülter

„Man ist natürlich schon enttäuscht, weil man dem Sieg ziemlich nahe war. Die Enttäuschung müssen wir schnell verarbeiten. Am Ende war es ein Punkt, der uns weiterhilft. Jetzt gerade ärgert es mich natürlich ein bisschen.“


„Man muss schon anerkennen, dass Union da schon Qualitäten hat, dass sie viele hohe Bälle in den Sechzehner gespielt haben, die dann die Größe und die Körperlichkeit haben. Das ist dann nicht immer so leicht zu verteidigen. Wir hätten vielleicht für ein bisschen mehr Entlastung sorgen können. Aber es ist auch schwer. Das Stadion war schon da.“


„Union hat dann auch offensiver gewechselt und ist mehr ins Risiko gegangen. Ich glaube nicht, dass das am Dreier-Wechsel bei uns lag.“


Zum Weiterspielen der Unioner: „Ich denke schon, dass das ein bisschen schade ist. Es ist dann schon Fairplay, ihn zurückzuspielen. Er spielt ihn klar ins Aus. Wir können es nicht ändern.“


„Ja, scheiße“

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe

„Es ist extrem bitter. Ich glaube, wenn du hier 2:0 führst, dann ist das extrem niederschmetternd mit nur einem Punkt nach Hause zu fahren. Wir haben nicht mehr den nötigen Druck gefunden. Wir haben uns hinten reindrücken lassen. Das tut weh.“


„Natürlich haben sie dann den ein oder anderen Spieler reingebracht, die uns vor Herausforderungen gestellt haben. Wir hatten hier und da Entlastung nach vorne, aber nichts Zwingendes. Wir wissen, wie die Stimmung hier ist. Aber es war dennoch ein gutes Spiel. Wenn wir hier auswärts den Punkt mitnehmen, dann ist das trotzdem in Ordnung. Nach dem Spielverlauf ist es extrem bitter.
Wenn wir das dann zu Hause klarmachen, dann ist es genau das was wir brauchen.“


Zum zweiten Gegentor: „Ich weiß gar nicht, wer es war. Aber irgendein Unioner zieht da noch den Kopf ein. Deswegen sehe ich den Ball erst sehr spät – ja, scheiße.“


„Es ist wieder ein weiterer Schritt für die nächsten Spiele“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

“Wir haben auswärts wieder einen Punkt gesammelt. Das muss uns Mut geben, dass wir auch in Spielen gefährlich sein können. Wir haben zwei Tore gemacht. Letzte Woche haben wir darüber gesprochen, dass wir die Tore nicht machen. Jetzt waren wir 2:0 vorne. Da müssen wir es schaffen, dass uns diese Führung Sicherheit gibt, dass wir dann ein bisschen mehr Ballkontrolle bekommen und den Gegner nicht mehr ins Spiel zurück kommen lassen. Es ist wieder ein weiterer Schritt für die nächsten Spiele.“


„Dann ist es am Ende ein sehr sehenswerter Treffer…“

Thomas Kessler vom 1. FC Köln

Thomas Kessler

„Wenn du hier 2:0 führst, dann willst du das Spiel natürlich gewinnen. Unter dem Strich, wenn wir rational drauf schauen, haben wir genau das gesehen, was wir vor dem Spiel erwartet haben: Viel Intensität, viele zweite Bälle, Zweikämpfe ohne Ende. Wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir es nicht geschafft haben, mit der 2:0-Führung souveräner umzugehen. Union Berlin ist bei Standards immer gefährlich. Wir haben vieles gut weg verteidigt. Einmal schaffen wir es heute nicht und dann ist es am Ende ein sehr sehenswerter Treffer, der dafür sorgt, dass wir leider nur mit einem Punkt nach Hause fahren.“

Zum Verbleib von Trainer Wagner als Trainer: „Wie wollen unsere Ziele erreichen. Danach setzen wir uns hin und dann werden wir die Saison ganz in Ruhe bewerten. Dann werden wir mit René natürlich auch über die Themen sprechen. Grundsätzlich sind wir jetzt wieder einen Schritt näher dran gekommen, unser Saisonziel zu erreichen. René hat mit Ausnahme von dem guten Spiel gegen Leverkusen, was wir leider verloren haben, immer gepunktet und das ist wohl sicherlich nicht schlecht für uns.“

Zu Said El Mala und der Planung mit ihm: „Die Diskussion wird in erster Linie in den Medien gespielt. Das ist völlig normal, wenn beim 1. FC Köln in so einer Stadt so ein talentierter Junge spielt, der heute auch wieder getroffen hat und Woche für Woche gute Leistungen für uns zeigt. Es gibt keine Zeitleiste, sondern wir beobachten das Ganze in Ruhe, sind froh, dass wir Said haben. Er arbeitet jeden Tag im Training extrem akribisch. Wir erhoffen uns noch viel von ihm. Und dann schauen wir mal, was er in den letzten beiden Spielen noch macht.“

Trotz 2:0-Führung: Der 1. FC Köln gibt die Vorentscheidung noch aus der Hand

Jakub Kaminski für den 1. FC Köln
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Trotz 2:0-Führung: Der 1. FC Köln gibt die Vorentscheidung noch aus der Hand

Der FC war der Vorentscheidung ganz nahe und muss nun doch weiter warten. Trotz 2:0-Führung reichte es für Köln nicht zum erhofften Sieg. Der 1. FC Köln spielt bei Union Berlin 2:2-Unentschieden. Der Klassenerhalt lässt damit weiter auf sich warten, ist aber nahe.

So ein wenig hatten die Kölner vermutlich schon auf die Couch geschielt, auf der sie den Kampf um den Klassenerhalt am Sonntag verfolgen würden. Doch der FC muss noch weiter zittern. Denn die Geißböcke kamen in Berlin trotz 2:0-Führung nicht über ein Remis hinaus. Sollten St. Pauli und Wolfsburg am Sonntag verlieren, wäre der FC dennoch so gut wie sicher durch. Denn dann würde im Fall der Fälle die Tordifferenz entscheiden und die spricht aktuell deutlich für Köln.

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Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Spieltag gab es für René Wagner nicht viele Gründe, um am ganz großen Personal-Rad zu drehen. Dabei musste der Kölner Coach auf die Gelbsperre von Isak Johannesson reagieren. Für den Isländer lief Tom Krauß auf. Zudem rotierte Luca Waldschmidt für Linton Maina in die Anfangsformation. Union presste die Kölner von Beginn an früh, der FC versuchte dagegen, über Ballbesitz die Kontrolle über die Begegnung zu bekommen. Doch der Gastgeber stand gut, ließ nicht viel zu. Da auch die Kölner Hintermannschaft konzentriert arbeitete, passierte in der Anfangsphase so gut wie nichts. Erst ein genialer langer Pass von Waldschmidt setzte Jakub Kaminski in Szene, doch der Pole bekam die Kugel nicht unter Kontrolle (14.). Besser machte es Said El Mala, der gleich zwei Leute auf der linken Seite stehen ließ und den Ball über das Tor jagte (20.).

Bülter trifft in den Winkel

Schließlich war es Marvin Schwäbe, der den Gegner mit einem haarsträubenden Fehler ins Spiel brachte. Ein verunglückter Pass landete bei Oliver Burke, über Umwege kam die Kugel zu Kemlein, der den Schlenzer an den Außenpfosten setzte (23.). Berlin war nun besser im Spiel. Eine Flanke von Andras Schäfer landete bei Tom Rothe, der nicht genug Druck hinter die Kugel bekam (26.). Nur drei Minuten später landete die nächste Kugel bei Rothe, doch wieder fiel kein Treffer. Das aber auf der anderen Seite. Nach einem langen Ball von Sebastian Sebulonsen war El Mala im Abseits durch, doch der Angreifer bremste ab und öffnete damit die Tür für Kaminski, der legte zurück auf Waldschmidt, der wiederum Marius Bülter fand. Der Routinier machte es ganz abgeklärt und verwandelte mit einem Traumschuss Richtung Winkel (33.). Eine glückliche Führung.

Die, die Kölner aber beinahe noch erhöht hatten. El Mala spitzelte die Kugel zu Kaminski, der sich durchtankte und dann an Carl Klaus scheiterte, den abgefälschten Ball verfehlte Waldschmidt knapp (42.). Auf der anderen Seite brachte Burke eine weitere scharfe Flanke, die Rothe per Grätsche verpasste (45.). Es blieb bei der Führung zur Pause. Die erste Aktion nach dem Wechsel gehörte auch den Kölnern. El Mala setzte sich spielend leicht gegen Stanley Knsoki durch und flankte scharf vor das Tor, doch Kaminski kam einen Schritt zu spät (50.). Die Eisernen übernahmen zunehmend die Spielkontrolle, taten nun wieder mehr. Doch der FC erzielte den Treffer. Kristoffer Lund stand auf der linken Seite plötzlich im letzten Drittel und spielte die Kugel in die Box, dort lauerte El Mala, der sein Dutzend an Bundesliga-Treffern voll machte (61.).

Rothe sorgt für Spannung

Für die Schlussphase brachte Wagner gleich mehrere frische Kräfte. Doch prompt fiel der Anschlusstreffer. Nach einer Ecke von Christopher Trimmel stieg Rothe ungehindert am höchsten und nickte ein (73.). Der Gastgeber witterte nun wieder die Chance und der FC fand nur selten über Konter Entlastung. Die ganz große Gefahr strahlte Berlin aber auch nicht so wirklich aus. So hätte der eingewechselte Linton Maina die Vorentscheidung nach einem schönen Pass von Youssoupha Niang erzielen können, setzte aber zu hoch an (84.). Genauso wie auf der anderen Seite Burke, der Cenk Özkacar enteilt war (85.). Vier Minuten später war dann Livan Burcu zur Stelle und gleich tatsächlich für die Eisernen noch aus (89.). In einer wilden Schlussphase setzte sich kein Team mehr durch. So kann der FC den Klassenerhalt am Sonntag nicht sicher feiern. Bei Pleiten der Konkurrenz wäre der FC aber nur noch theoretisch abzufangen.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund (80. Schmied), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen – Martel, Krauß – Bülter (71. Thielmann), Kaminski (71. Maina), Waldschmidt (62. Chávez) – El Mala (71. Niang); Tore: 0:1 Bülter (33.), 0:2 El Mala (61.), 1:2 Rothe (73.), 2:2 Burcu (89.); Gelbe Karten: Martel (10.), Simpson-Pusey, Schwäbe


    Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Union Berlin: Berlin gleicht aus – 2:2

    Kölner Spieler jubeln über das 1:0
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    Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Union Berlin: Berlin gleicht aus – 2:2

    Am Samstagnachmittag ist der FC zu Gast bei den Eisernen. Dann steht für die Geißböcke das 32. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Union Berlin.

    Nach der bitteren 1:2-Niederlage der Geißböcke gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende steht das Duell gegen Union Berlin an. In der Hauptstadt wollen die Geißböcke heute drei Zähler für den Klassenerhalt sammeln.

    Live aus dem Berliner Stadion berichtet come-on-fc.com

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    Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und Union Berlin. Personell kann der Kölner Trainer René Wagner, abgesehen von den beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian sowie Ragnar Ache, nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nur Isak Johannesson fehlt zusätzlich wegen seiner Gelb-Sperre.

    Auf das Duell mit den Eisernen schaut der FC-Coach positiv: „Wir haben am Samstag drei Punkte zu holen. Wir werden alles daran setzen, die auch mit nach Köln zu nehmen. Wir haben danach aber auch noch zwei Spiele, in denen wir gut spielen und punkten wollen“, so Wagner. Gegen Union erwartet der Kölner Trainer ein anderes Spiel als gegen Leverkusen. „Die Berliner versuchen es eher mit einem direkten Spiel Richtung Tor und sie sind sehr stark auf den zweiten Bällen“, erklärte Wagner. „Bei den Leverkusenern konnten wir den ein oder anderen Ball in der in der gegnerischen Hälfte mehr gewinnen. Das wird jetzt wahrscheinlich nicht oft der Fall sein. Deswegen haben wir ein paar andere Schwerpunkte gesetzt diese Woche.“

    Auch die gegnerische Trainerin Marie-Louise Eta will die Chance auf einen Dreier nutzen. „Es ist einfach eine sehr, sehr gute Chance. Wir freuen uns darauf, das Heimspiel gegen Köln, einen direkten Konkurrenten, zu bestreiten. Das wird ein richtig gutes Duell, das wir auf jeden Fall gewinnen wollen“, so Eta vor der Begegnung mit den Geißböcken.



    Highlights zum Highlight-Spiel: Frauen des 1. FC Köln gewinnen vor beeindruckender Kulisse

    Jubel bei den Frauen des 1. FC Köln
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    Highlights zum Highlight-Spiel: Frauen des 1. FC Köln gewinnen vor beeindruckender Kulisse

    Werder Bremen entwickelt sich zum Lieblingsgegner des 1. FC Köln im Rhein-Energie-Stadion. Die Hanseatinnen waren zum zweiten Mal Gegner beim Bundesliga-Highlight-Spiel in Müngersdorf und zum zweiten Mal gewannen die FC-Damen die Partie. Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen 3:0 gegen Werder Bremen.

    Diesmal sahen 30.411 Zuschauer einen ungefährdeten Heim-Erfolg der Kölnerinnen, die mit diesem Auftritt beste Eigenwerbung betreiben konnten.

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    Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre erste Elf im Vergleich zur 2:6-Klatsche fünf Tage zuvor bei der TSG Hoffenheim auf drei Positionen: Sara Agrez, Celina Degen und Anna-Lena Stolze starteten für Martyna Wiankowska, Adriana Achcinska und Zoe Hasenauer. Carlson formierte ihre Mannschaft, wie schon in der zweiten Hälfte im Kraichgau, mit einer Dreierkette in der Abwehr. Sandra Jessen und Carlotta Imping bildeten das Flügel-Duo, das seine Position jeweils sehr offensiv interpretierte.

    Überlegner Start

    Die Kölnerinnen starteten überlegen in die Partie, näherten sich dem Bremer Tor in der Anfangsphase aber ausschließlich mit Distanzschüssen. Die Führung für die Gastgeberinnen war folgerichtig, entsprang allerdings einem Bremer Aussetzer. Larissa Mühlhaus spielte einen viel zu kurzen und unplatzierten Rückpass Richtung Torhüterin. Die bis dahin ohnehin auffällige Lydia Andrade ersprintete sich den Ball, umkurvte Mariella El Sherif und schob zum 1:0 ins leere Tor (20.). Die FC-Frauen blieben am Drücker, Bremen präsentierte sich weiterhin als dankbarer Aufbau-Gegner. Pauline Bremer besaß die beste Chance nach einem Einwurf, El Sherif war bei dem Flachschuss aus der Drehung aber aufmerksam und lenkte den Ball zur Seite ab (33.).

    Kurz danach durften die Kölner Fans aber erneut jubeln: Lydia Andrade bediente Bremer mit einem hohen Ball an den Sechzehner. Den strammen Schuss der Stürmerin konnte El Sherif noch abwehren, der Abpraller landete bei der heranlaufenden Anna-Lena Stolze, die mit zum 2:0 traf (36.). Weit in der Nachspielzeit gab es noch einen weiteren Aufreger: Laura Vogt schoss einen Freistoß von der Strafraumgrenze stramm aufs Tor, El Sherif wehrte mit Mühe nach vorne ab, Sandra Jessen köpfte den Abpraller über das Tor (45.+4).

    Kölner Sieg hätte noch höher ausfallen können

    An der Einseitigkeit der Partie änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Ein Eckball von Sara Agrez von der rechten Seite rutschte durch den Strafraum auf den linken Kölner Angriffsflügel. Von dort brachte Pauline Bremer die Kugel hoch zurück in den Sechzehner. Jessen köpfte am ersten Pfosten komplett freistehend ins lange Eck zum 3:0 (54.). Danach schleppte sich eine entschiedene Partie dem Schlusspfiff entgegen. Mit etwas mehr Konsequenz und Glück im Abschluss hätte der Kölner Sieg noch höher ausfallen können.

    Der klare Heimsieg war am Ende komplett verdient. Bremen, das eigentlich eine beachtliche Saison spielt, war an diesem Nachmittag überraschend harmlos und fand offensiv kaum statt. Für die FC-Frauen geht es am kommenden Samstag (12 Uhr) direkt mit dem nächsten Heimspiel weiter, dann aber wieder im Franz-Kremer-Stadion. Der Gegner kommt mit dem Hamburger SV erneut aus dem Norden.

    1. FC Köln: Schmitz – Imping (76. Leimenstoll), Degen, Hegering, Agrez, Jessen – Vogt, Bohnen (83. Achcinska) – Andrade (59. Donhauser), Stolze (59. Wiankowska), Bremer (83. Ziemer). Tore: 1:0 Andrade (20.), 2:0 Stolze (36.), 3:0 Jessen (54.). Zuschauer: 30.411.

    Schiedsrichter Daniel Schlager pfeift den FC – da war doch was

    Daniel Schlager im Spiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV
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    Schiedsrichter Daniel Schlager pfeift den FC – da war doch was

    Schiedsrichter Daniel Schlager pfeift am Samstag die Begegnung des 1. FC Köln bei Union Berlin. Die Bilanz unter dem Unparteiischen spricht für den FC. Die Erinnerungen an den 36-Jährigen sind aber nicht gerade die besten.

    Am Samstagnachmittag ist der FC zu Gast beim 1. FC Union Berlin. Mit einem Erfolg würden die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen, diesen mitunter sogar eintüten. Der Schiedsrichter ist kein Unbekannter: Daniel Schlager pfeift die Partie.

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    Der 36-Jährige ist zum neunten Mal Schiedsrichter einer Begegnung des 1. FC Köln. Und die Bilanz spricht knapp für die Kölner. Der FC gewann vier Spieler, verlor zwei und spielte demnach auch zwei Remis. Besonders auffallend: In fünf Begegnungen fielen vier oder mehr Tore. So zum Beispiel beim Auswärtsspiel im April 2019 in Duisburg. Der MSV ging damals in der 2. Bundesliga im ersten Abschnitt gleich zwei Mal in Führung. Jhon Cordoba hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Nach dem Wechsel drehten Louis Schaub, erneut Cordoba und Simon Terodde innerhalb von sechs Minuten den Spielstand und stellten die Weichen auf Erfolgskurs. Eigentlich, denn Duisburg schlug ebenfalls mit zwei Toren in zehn Minuten zurück und glich spät aus.

    Kainz trifft doppelt, nur zählt es nicht

    Besonders in Erinnerung ist aber eine bittere Entscheidung von Daniel Schlager geblieben. Eine bittere, wenn auch richtige. Vor viereinhalb Jahren pfiff der Schiedsrichter das Pokal-Achtelfinale der Kölner gegen den Hamburger SV. Nach einer Nullnummer in der regulären Spielzeit sah der HSV bereits wie der sichere Sieger aus, nachdem Robert Glatzel zu Beginn der Verlängerung getroffen hatte. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff entschied Schlager dann auf Foulelfmeter für die Kölner. Anthony Modeste blieb eiskalt. Beim anschließenden Elfmeterschießen hatten nur Salih Özcan und Sonny Kittel verschossen. Florian Kainz trat zum letzten Elfmeter an und verwandelte. Nur ließ Schlager den Treffer nicht zählen.

    Und das absolut zu recht. Kainz hatte sich den Ball beim Schuss an das Standbein geschossen, ihn demnach zwei Mal berührt. Schiedsrichter Schlager gab den Treffer dementsprechend nicht, der Traum vom Pokal-Viertelfinale war ausgeträumt. Beim Hinspiel gegen die Rothosen in dieser Saison war der 36-Jährige erneut Schiedsrichter. Dieses Mal verteilte Schlager gleich zwei Ampelkarten an den HSV und verwehrte den Nordlichtern ein Treffer. Bereits 20 Mal leitete der Schiedsrichter Partien von Union Berlin. Zuletzt im Dezember, als sich die Eisernen überraschend 3:1 gegen RB Leipzig durchsetzten.