Tom Krauß, Denis Huseinbasic oder doch Felipe Chávez? Wer ersetzt den gesperrten Isak Johannesson beim 1. FC Köln?

Isak Johannesson wird gegen Union Berlin fehlen
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Tom Krauß, Denis Huseinbasic oder doch Felipe Chávez? Wer ersetzt den gesperrten Isak Johannesson beim 1. FC Köln?

Die Formkurve zeigte zuletzt nach oben, doch gegen Union Berlin wird Isak Johannesson nicht spielen. Der Isländer holte sich am Samstag die fünfe Gelbe Karte ab und fällt damit bei den Eisernen aus. Und so wird es dann eine Veränderung geben beim 1. FC Köln: Wer ersetzt Isak Johannesson?

Vor dem Duell gegen Union Berlin muss sich FC-Trainer René Wagner erneut eine Alternative überlegen. Denn nach der fünften Gelben Karte, die sich Isak Johannesson in der Begegnung mit Bayer Leverkusen abholte, ist der Isländer für die Partie in der Hauptstadt gesperrt. Optionen hat Wagner gleich mehrere.

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Der Frust entlud sich zunächst durch wilde Gesten gegenüber eines Mitspielers, dann gegenüber dem Schiedsrichter und schließlich mit einem harten Einsteigen an Grimaldo. Isak Johannesson war sichtbar genervt von dem Spielverlauf. Schon als Said El Mala lieber den Pfosten traf, als den Mittelfeldspieler frei zu spielen, reagierte Johannesson erstaunlich deutlich. Die ein oder andere Entscheidung des Unparteiischen schien also das Fass zum Überlaufen zu bringen und so sah der Isländer schließlich für ein ziemlich plumpes Foul die Gelbe Karte. Johannesson lief zwar nicht Gefahr, sich auch noch die Gelb-Rote Karte abzuholen, doch die Verwarnung hat ebenfalls Auswirkungen auf das Duell gegen Union Berlin am kommenden Samstag (15:30 Uhr Sky, im Liveticker bei come-on-fc.com). Denn der Mittelfeldspieler zog die fünfte Verwarnung in dieser Spielzeit und wird nun gegen die Eisernen fehlen.

Wer ersetzt Isak Johannesson?

Und das wird René Wagner demnach zum Handeln zwingen. Denn Johannesson hatte sich unter dem neuen Coach wieder festgespielt, profitierte nach eigener Aussage von dem Vertrauen, das dem Spieler entgegen gebracht wurde. Nun aber fehlt der Mittelfeldspieler und öffnet somit einem anderen Akteur die Tür. Sollte Wagner bei seiner bisherigen taktischen Ausrichtung bleiben, stellt sich durchaus die Frage, wer den 23-Jährigen ersetzen könnte. Naheliegend wäre Tom Krauß. Der gebürtige Leipziger hatte sich zu Beginn des Jahres bei den Geißböcken festgespielt, war einer der absoluten Gewinner der Rückrunde. Doch unter Wagner sammelte der Mittelfeldspieler erst eine Begegnung von Beginn an, vermutlich aufgrund des Ausfalls von Eric Martel (gesperrt), anschließend nur noch vier Minuten in den folgenden drei Spielen. Krauß ist seit dem Derby angeschlagen, eine Knieverletzung soll dem Vernehmen nach ein Grund sein.

Doch da der Mittelfeldspieler dennoch immer im Kader stand, könnte er eine Option für Union sein. Nur legt Krauß die Rolle im Mittelfeld ein wenig defensiver aus als Johannesson. Wagner setzt seine Mittelfeldspieler eher als Achter ein. Dass Denis Huseinbasic dann wieder ins Spiel kommt, scheint aber angesichts der vergangenen Wochen auch nicht so wirklich wahrscheinlich. Der 24-Jährige wurde in den vergangenen beiden Spieler noch nicht einmal in den Kader berufen, eine Woche zuvor saß der bosnische Nationalspieler 90 Minuten auf der Bank. Und dann kommt Felipe Chávez ins Spiel. Der 19-Jährige kam beim FC bislang noch nicht über die Rolle des Jokers hinaus. So auch gegen Leverkusen. In den 18 Minuten bemühte sich der Youngster, das Spiel anzukurbeln – und das gar nicht schlecht. Chávez ist eine deutlich offensivere Variante als Krauß, würde vielleicht vom Profil besser in das System von Wagner passen.

Allerdings hatte Wagner in der vergangenen Woche erklärt, warum Chávez bislang noch keine große Rolle gespielt hat. „Felipe ist ein Spieler, der in jedem Training Gas gibt. Er hat eine unfassbare Qualität mit dem Ball“, sagte der Trainer. Aber: „Er ist aber noch sehr jung und hat wenig Bundesliga-Erfahrung. Da kann er nichts für, aber für mich als Trainer, der dafür sorgen muss, dass wir in der Klasse bleiben, greift man unter Stress auf den Spieler zurück, der die Situation schon kennt. In zehn Jahren ist er selbst der erfahrene Spieler. Dann muss der Trainer entscheiden, ob er den jungen oder den erfahrenen bringt.“ Bislang fiel die Entscheidung zu Gunsten der Routiniers. Möglicherweise wird sich das aber am Samstag dann ändern.


Im Falle des Klassenerhalts des 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit René Wagner?

Thomas Kessler und René Wagner
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Im Falle des Klassenerhalts des 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit René Wagner?

Bislang ist man beim FC zufrieden mit der Arbeit des neuen Cheftrainers. Selbst beim Klassenerhalt steht aber nicht fest, ob er beim 1. FC Köln bleibt: Wie geht es weiter mit René Wagner?

Die Spielklasse der kommenden Saison steht noch nicht fest, da wird schon fleißig über den künftigen Trainer diskutiert. Dabei ist die Entscheidung noch nicht gefallen.

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Die ersten vier Pflichtspiele unter Interimstrainer René Wagner sind von den Geißböcken gespielt, weitere drei stehen an und die werden darüber entscheiden, in welche Richtung es beim FC geht und das in vielerlei Hinsicht. Vor allem die Frage nach der Klassenzugehörigkeit wird in den kommenden Spielen beantwortet. Köln hat trotz der Pleite im Nachbarschafts-Duell ganz gute Karten. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegations-, sechs auf den direkten Abstiegsplatz. Dazu noch ein starkes Torverhältnis. Pauli und Wolfsburg müssten schon aus den verbleibenden drei Spielen sechs beziehungsweise sieben Punkte holen, um den FC noch abzufangen und die Geißböcke dürften in dem Fall nicht mehr punkten. Die Chancen auf den Klassenerhalt stehen also eigentlich gut und die Planungen für die kommende Spielzeit werden wohl schon bald forciert werden.

Kommunikation als Schlüssel

Die zentrale Frage ist dann die nach der Trainerposition. „Es steht erstmal über allem, dass wir die nötige Punktzahl holen, um nächstes Jahr Bundesliga zu spielen. Natürlich ist die Trainer-Personalie extrem wichtig für uns. Da werden wir versuchen, möglichst zeitnah dazu zu sprechen“, hatte Thomas Kessler vor dem Spiel gegen Leverkusen am Samstag gesagt. Nach dem Duell gegen St. Pauli hatte der Geschäftsführer ein klares Bekenntnis zu René Wagner ausgelassen. Tatsächlich gilt Kessler als Befürworter des 37-Jährigen. Kein Wunder, der Ex-Keeper hat Wagner im vergangenen Sommer zurück ans Geißbockheim gelotst, offenbar mit dem Plan, den Coach irgendwann Richtung Cheftrainer aufzubauen. Dazu kam es nach der Entlassung von Lukas Kwasniok bekanntlich früher als erhofft. Wagner wurde also ins einigermaßen kalte Wasser geworfen und das in einer hitzigen Situation.

Das spricht für das Vertrauen, das man beim FC in den gebürtigen Dresdener setzt. Wagner fiel in den vergangenen Wochen vor allem durch eine andere Tonlage am Geißbockheim auf. Gerade in Sachen Kommunikation hat sich der Wind in Köln gedreht. Der Interimstrainer sucht das Gespräch mit den Spielern, überbringt dabei auch frühzeitig schlechte Nachrichten. Und das offenbar authentisch. Das schätzen die Kölner Verantwortlichen. Und so überraschte die Meldung von Sky-Reporter Marlon Irlbacher am Montagabend nicht, dass man sich in Köln im Falle des Klassenerhalts eine Weiterbeschäftigung des Interimstrainers, dann als Cheftrainer, durchaus vorstellen könne. „Die Planungen dazu sollen vorangetrieben werden, wenn punktetechnisch alles unter Dach und Fach ist“, schreibt Irlbacher bei „X“. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass sich Kessler nicht auch weiterhin mit anderen Trainern beschäftigt.

Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen

In den vergangenen Wochen wurden einige Namen gehandelt. Von Christian Eichner bis Dino Toppmöller – konkret ist von den Kandidaten noch keiner, sie können es aber werden. Und das wiederum unabhängig davon, ob die Klasse gehalten wird. Kessler hatte vor gut zehn Tagen noch erklärt, dass es normal sei, sich in der Situation auch mit anderen Trainern zu beschäftigen. Und daran dürfte sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht viel geändert haben. Denn beständig waren die Auftritte der Geißböcke nicht. Gegen Bremen profitierte der FC von der Überzahl, gegen St. Pauli spielten die Kölner wie ein Absteiger, gegen Leverkusen gefiel der Auftritt. Der alleine wird die FC-Bosse aber sicherlich noch nicht von der Arbeit von Wagner restlos überzeugt haben. Zumal es dem Vernehmen nach nicht nur Befürworter in den Reihen der Kölner gibt. Eine Entscheidung über die Zukunft von Wagner ist jedenfalls noch nicht gefallen – auch noch nicht, wenn der Klassenerhalt fix sein sollte.


Frauen des 1. FC Köln verlieren nach Cerci-Gala in Hoffenheim deutlich

Laura Vogt vom 1. FC Köln
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Frauen des 1. FC Köln verlieren nach Cerci-Gala in Hoffenheim deutlich

Das hatten sich die Fußballerinnen des 1. FC Köln anders vorgestellt: Fünf Tage vor der Fußball-Party in Müngersdorf gegen Werder Bremen gab es kein frisches Selbstvertrauen. Die Ex-Kölnerin Selina Cerci wirbelte den FC durcheinander, war an allen fünf Toren der TSG Hoffenheim beteiligt, traf dabei dreimal selbst. Die Frauen des 1. FC Köln verlieren gegen Werder Bremen.

Die Leistungssteigerung der Kölnerinnen nach der Pause kam zu spät, am Ende stand eine 2:5-(1:4)-Niederlage.

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Kölns Trainerin Britta Carlson tauschte im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt rund einen Monat zuvor die halbe Startelf aus. Lisa Schmitz, Adriana Achcinska, Zoe Hasenauer, Lydia Andrade und Martyna Wiankowska ersetzten die angeschlagene Irina Fuchs sowie Sara Agrez, Anna-Lena Stolze, Laura Donhauser und die erkrankte Laura Feiersinger. Das bedeutete gleich zwei Comebacks nach vielen Monaten in der Anfangsformation. Lisa Schmitz stand erstmals seit dem vierten Spieltag in Essen Ende September wieder auf dem Platz. Die 33-Jährige hatte während ihrer Verletzungspause den Stammplatz an Irina Fuchs verloren. Lydia Andrade stand sogar erstmals seit dem ersten Spieltag in Leipzig wieder in der ersten Elf.

Vier Tore in 20 Minuten

Der Anstoß im Kraichgau war kaum verhallt, da klingelte es bereits im Kölner Tor. Marie Steiner leitete den Angriff selbst ein, legte ab zu Selina Cerci, die dabei möglicherweise im Abseits gestanden haben könnte. Die Ex-Kölnerin legte direkt quer in den Sechzehner zurück zu Steiner, die mühelos zum 1:0 für die TSG nach 90 Sekunden einschob (2.). Die FC-Defensive ließ sich hier viel zu leicht düpieren. Und es kam noch schlimmer: Pauline Bremer spielte vor dem eigenen Sechzehner einen Fehlpass in die Füße von Hoffenheims Nikee van Dijk, die in den Lauf von Cerci spielte. Cerci vollendete freistehend ins lange Eck zum 2:0 für die Gastgeberinnen, stand beim Zuspiel diesmal aber eindeutig im Abseits, sodass der Treffer nicht hätte zählen dürfen (7.).

Die Kölnerinnen ließen die Köpfe jedoch nicht hängen. Bei einem Rückpass auf Laura Dick setzte Lydia Andrade nach – und wurde belohnt. Hoffenheims Torfrau schoss Andrade beim Versuch des Befreiungsschlags an und von der Kölnerin trudelte der Ball zum 2:1 ins Tor (10.). Doch die FC-Frauen brachten sich abermals selbst in Bedrängnis: Adriana Achcinska spielte einen langen Pass von der Mittellinie zurück vor den eigenen Sechzehner, der aber im Zentrum bei Cerci landete. Die agile Stürmerin legte nach rechts raus zu van Dijk, die durch die Beine von Schmitz hindurch zum 3:1 für die TSG traf (19.).

Umstellung auf Dreierkette zahlt sich aus

Nach der aufregenden Startphase verflachte das Spiel, doch kurz vor der Pause wurde die Kölner Abwehr ein weiteres Mal bei einem schnellen Angriff überrumpelt. Martyna Wiankowska kam auf der linken Abwehrseite bei Jill Janssens nicht hinterher, deren Querpass die mitgelaufene Cerci in der Mitte freistehend zum 4:1 (41.) nur noch über die Linie drücken musste. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste, die zwei personelle Änderungen vornahmen, den besseren Start. Laura Vogt flankte den Ball ins Zentrum. Hoffenheims Torfrau wehrte zur Seite genau zu Jessen ab, die mit Wucht zum 4:2 traf (50.).

Carlson hatte zur zweiten Hälfte auf eine Dreierkette in der Abwehr mit Agrez, Hegering und Bohnen umgestellt – und das zahlte sich aus. Die Rheinländerinnen waren nun die agilere Mannschaft und schnupperten am Anschlusstreffer. Hoffenheims Torhüterin rettete jedoch mit einem starken Reflex gegen den Abschluss der freistehenden Pauline Bremer (64.). Auf der Gegenseite hätte Cerci nach einer Einzelleistung beinahe für die Entscheidung gesorgt, traf mit ihrem Schuss aus spitzem Winkel aber nur die Latte (68.).

Unterm Strich kam die deutliche Leistungssteigerung nach der Pause jedoch zu spät, die Hypothek der ersten Hälfte war zu groß. Cerci sorgte nach ihrem Sololauf ohne ernsthafte Gegenwehr der Kölner Abwehr mit ihrem dritten Treffer für das 5:2 (90.). Den Schlusspunkt setzte Janna Grimm nach einem Ballverlust von Vogt vor dem Strafraum mit dem 6:2 (90.+4). Damit fiel der verdiente Hoffenheimer Sieg am Ende jedoch zu hoch aus.

1. FC Köln: Schmitz – Imping, Bohnen, Hegering (86. Degen), Wiankowska (46. Agrez) – Achcinska (46. Stolze), Vogt, Hasenauer (75. Wiankowska) – Bremer, Andrade (60. Zeller), Jessen. Tore: 1:0 Steiner (2.), 2:0 Cerci (7.), 2:1 Andrade (10.), 3:1 van Dijk (19.), 4:1 Cerci (41.), 4:2 Jessen (50.), 5:2 Cerci (90.), 6:2 Grimm (90.+4).

Baustelle Mittelsturm: Dem 1. FC Köln fehlt 2026 die Kaltschnäuzigkeit, um den Ache-Ausfall zu kompensieren

Spieler des 1. FC Köln nach einem Treffer
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Baustelle Mittelsturm: Dem 1. FC Köln fehlt 2026 die Kaltschnäuzigkeit, um den Ache-Ausfall zu kompensieren

Gleich mehrere gute Möglichkeiten ließ die Kölner Offensive am Wochenende ungenutzt. Unabhängig vom umstrittenen Elfmeter wäre so mehr möglich gewesen. Denn 2026 fällt eine große Baustelle besonders ins Gewicht beim 1. FC Köln: Dem FC fehlt die Kaltschnäuzigkeit.

Der Frust über die Niederlage gegen Bayer Leverkusen war groß. Vor allem eine Entscheidung des Schiedsrichters sorgte für Enttäuschung. Dabei waren die Kölner selbst nicht unschuldig an der Pleite. Viel zu viele gute Chancen ließen die FC-Profis aus. Kein neues Problem.

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Es ist noch gar nicht so lange her, da machten die ersten Optimisten eine Rechnung auf, wie Köln noch ins europäische Geschäft rutschen könnten – Ginge es alleine um die selbst erzielten Tore, der FC dürfte sich tatsächlich noch Hoffnungen auf internationale Abende machen. Die Geißböcke waren bereits 45 Mal in der Liga erfolgreich, nur sieben Teams öfter und mindestens die ersten sieben Teams der Tabelle werden in der kommenden Saison in Europa auflaufen. Nur geht es eben nicht nur um die erzielten Tore. Und ironischerweise befinden sich die Kölner noch im Abstiegskampf, weil sie eben nicht genug davon erzielten. Gegen Leverkusen kamen die Geißböcke am Samstag auf einen xGoals-Wert nahe an der 3. Heißt: Die Qualität der Kölner Chancen hätte drei Treffer erwarten lassen. Es wurde bekanntlich einer. Auch, weil ausgerechnet zwei der gefährlichsten FC-Spieler der Saison beste Möglichkeiten liegen ließen.

Den Kölnern fehlt aktuell die Kaltschnäuzigkeit

Said El Mala traf aus spitzem Winkel nur den Pfosten, Jakub Kaminski zielte genauer, allerdings irgendwie auch zu genau, als er Janis Blaswich im Leverkusener Gehäuse aus kurzer Distanz abschoss. Im direkten Anschluss fiel das 0:2, der FC befand sich wieder einmal unter Zugzwang. Nochmal, 45 Tore sind für einen Abstiegskandidaten viel, allerdings verrät der xGoals-Wert eben auch, dass die Kölner in dieser Saison rund fünf Tore mehr hätten erzielen können. Der liegt nämlich bei 50, die sogenannte Effizienz, also die Differenz zwischen erzielten Treffern und dem xGoals-Wert liegt beim FC also bei -5 und die Kölner in dieser Bilanz auf Rang 14. Zum Vergleich, die Bayern erzielten 28 Tore mehr als es die Statistik prognostiziert, Frankfurt immerhin 13. Und das ist tatsächlich ein Problem der Rückrunde. Die Kölner xGoals-Effizienz liegt in der zweiten Saisonhälfte bislang bei -4,2, die Kaltschnäuzigkeit ist demnach ein wenig verloren gegangen.

Erstaunlich: Ausgerechnet in diesem Jahr lief Ragnar Ache mit sechs seiner sieben Treffer zur Torjäger-Topform auf. Und spätestens da stellt sich dann doch wieder die Frage nach dem richtigen Ersatz für den Mittelstürmer. Dass ein klassischer Wandspieler als Alternative in der Mannschaft fehlt, steht wohl außer Frage. Kein anderer Akteur des Kaders könnte Ache Eins-zu-eins ersetzen. Und so könnte man durchaus kritisch anmerken, dass die Kölner im Sommer auf einen zweiten klassischen Strafraumstürmer verzichtet haben. Das scheint sich jetzt ein wenig zu rächen. Denn die Torausbeute von Ache deutet schon daraufhin, dass der FC das Spiel auf seinen Angreifer zugeschnitten hat. Und das eben nicht nur als Wandspieler, der mit langen Bällen gefüttert wird. Auf der anderen Seite zeigte sich am Wochenende im Nachbarschafts-Duell eben auch, dass der FC durchaus in der Lage ist, sich Chancen zu erspielen.

Vor allem Said El Mala trieb den xGoals-Wert in die Höhe. Nur hätte der 19-Jährige eben das Tor auch treffen müssen. So oder so werden die Kölner im kommenden Sommer sicherlich an dieser Baustelle arbeiten. Thomas Kessler und Co. sollen sich bereits nach weiteren Strafraumstürmern umsehen.


Treffer Nummer acht für einen Leihspieler des 1. FC Köln – Mansour Ouro-Tagba bestätigt sein Formhoch

Mansour Ouro-Tagba im Spiel für die U21 des 1. FC Köln
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Treffer Nummer acht für einen Leihspieler des 1. FC Köln – Mansour Ouro-Tagba bestätigt sein Formhoch

So richtig zufrieden waren die Anhänger des FC nach der bitteren Niederlage gegen Leverkusen nicht. Und auch bei den ausgeliehenen FC-Profis hat sich wohl mancher am vergangenen Spieltag geärgert. Für einen lief es allerdings gut: Der Leihspieler des 1. FC Köln Mansour Ouro-Tagba bestätigt sein Formhoch.

Nicht für alle Leihspieler des 1. FC Köln läuft es aktuell rund. Doch ein Akteur brachte am vergangenen Wochenende bei seinem Verein eine gute Leistung. Ob es für die Rückkehr zu den Geißböcken reicht, ist indes fraglich.

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Als der zuletzt wieder vermehrt als Joker fungierende Mansour Ouro-Tagba am vergangenen Wochenende in der 67. Spielminute für den VfB Stuttgart II auf den Platz lief, stand es 1:1 gegen die TSV Havelse. Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung stellte der ausgeliehene Spieler des 1. FC Köln auf 2:1 für den VfB. Dass das Spiel dennoch verloren ging und Havelse zurückkam, kurz vor Schuss sogar noch den Siegtreffer zum 3:2 einschob, war für die Stuttgarter besonders ärgerlich. Für den 21-Jährigen läuft es momentan in seiner zweite Leihe allerdings rund. Denn der gebürtige New Yorker bestätigte die vergangenen Wochen sein Formhoch, traf in der aktuellen Saison bereits acht Mal und lieferte drei Assists für die Stuttgarter. Trotz der guten Leistungen scheint eine Rückkehr zum FC eher unwahrscheinlich.

Ouro-Tagba bestätigt sein Formhoch

Insgesamt profitiert der Stürmer von der Leihe an den Drittligisten. Denn mit 1842 Minuten Einsatzzeit und 19 Startelf-Einsätzen in 35 Spielen scheint sich die Leihe für die Kölner Leihgabe zu lohnen. Nachdem Ouro-Tagba in der vergangenen Saison zunächst an Jahn Regensburg verliehen worden war, scheint der Plan von FC-Geschäftsführer Thomas Kessler im zweiten Leihjahr besser aufzugehen. Apropos Kessler: Der Nationalspieler Togos soll eine Kaufoption im Vertrag verankert haben. Ob diese allerdings gezogen wird, ist noch nicht bekannt. Vor einigen Wochen ploppte allerdings das Gerücht über die Höhe der vereinbarten Summe auf – und die überraschte dann schon ein wenig. Wie die „Bild“ damals berichtete, soll die Ablösesumme, die in der Kaufoption verankert ist, bei zwei Millionen Euro liegen. Erstaunlich hoch für einen Stürmer der 3. Liga.

Für die übrigen Leihspieler des 1. FC Köln verlief der Spieltag eher durchwachsen. Julian Pauli und Imad Rondic verloren mit ihren jeweiligen Teams die Duelle, standen aber immerhin von Beginn an auf dem Platz. Bitter: Rondic stellte mit einem späten Eigentor selbst auf 3:2 für Arminia Bielefeld und bescherte Münster eine Niederlage. Zu zumindest einigen Minuten Spielzeit kam Jusuf Gazibegovic bei Sturm Graz. Das Duell gegen Austria Wien endetet 1:1-Unentschieden, brachte einen Punkt ein, das reichte aber nicht für den Erhalt der Tabellenspitze. Die verbleibenden Leihspieler des FC Emin Kujovic, Elias Bakatukanda und Rasmus Carstensen kamen an diesem Wochenende nicht zum Einsatz.


Luca Waldschmidt sammelt die nächsten Pluspunkte – aber auch für mehr als die Joker-Rolle beim 1. FC Köln?

Luca Waldschmidt nach seinem Treffer zum 1:2
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Luca Waldschmidt sammelt die nächsten Pluspunkte – aber auch für mehr als die Joker-Rolle beim 1. FC Köln?

Wie schon in der Vorwoche gegen St. Pauli trifft der 29-Jährige auch gegen Leverkusen für den 1. FC Köln: Luca Waldschmidt glänzt erneut in der Joker-Rolle. Doch eine Garantie für mehr Einsatzzeit ist das nicht.

Kölns Ex-Trainer Lukas Kwasniok wurde lange nicht müde, die Nicht-Nominierung von Said El Mala mit den Joker-Qualitäten zu erklären. Gleiche Erklärung könnte aktuell auch für Luca Waldschmidt gelten. Der sammelt weiterhin seine Pluspunkte und doch könnte es bei der Joker-Rolle bleiben.

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Luca Waldschmidt konnte es nicht schnell genug gehen. Der Offensivspieler der Geißböcke rannte zum Leverkusener Tor und holte den Ball, den er erst wenige Augenblicke zuvor genau dort hereingeschossen hatte, wieder hervor. Winkend animierte er seine Mitspieler ihm zu folgen, nun ebenfalls noch einmal aufs Tempo zu drücken. Kein Wunder, das Tor von Waldschmidt war für die Kölner wieder einmal so etwas wie ein Türöffner zu einem Spiel, das bereits sicher verloren schien. Und da der FC schon mehrfach in dieser Spielzeit zurückgekommen ist, war den Antrieb des 29-Jährigen nach dem Anschlusstreffer durchaus verständlich. Gut 70 Minuten war das Tempo des gebürtigen Siegeners ein anderes. Waldschmidt saß einmal mehr auf der Bank. Noch unter der Woche hatten einige Fans auf einen Einsatz von Beginn an gehofft, auf einen Ersatz für Ragnar Ache. Schließlich wurde der Offensivspieler von René Wagner über den grünen Klee gelobt, die Form schien zu stimmen.

„Es gehört Vertrauen dazu“

Doch der Kölner Coach hatte zwischen den Zeilen schon auf der Pressekonferenz am Donnerstag durchblicken lassen, dass das Duell gegen Leverkusen kein Waldschmidt-Startelf-Spiel sein würde. Und das hat Gründe. Diese wollte Wagner am Samstag nach der 1:2-Niederlage nicht noch einmal benennen, erklärte, dass er das mit Waldschmidt selbst bespreche. Doch am Donnerstag hatte der Coach erklärt, dass „am Ende auch viel Ballbesitz von Nöten ist, um Luca immer wieder ins Spiel zu bekommen“, sagte Wagner. „Wir müssen mal gucken, ob wir gegen Leverkusen dann die Momente haben, wo wir den Ball dann so oft haben, dass Luca gefährlich werden kann.“ Möglicherweise hatte der Trainer nicht mit einer solchen Dominanz von Beginn an gerechnet. Warum auch, Köln spielte gegen einen Champions-League-Teilnehmer der aktuellen und tatsächlich auch noch -Anwärter für die kommende Saison.

Dass Waldschmidt kein Wandspieler ist, steht ohnehin außer Frage. Nun also saß der Offensivspieler 70 Minuten auf der Bank und feierte dann mit seinem Treffer einen perfekten Einstand. „Es gibt Spiele, die laufen von Anfang an, es gibt Spiele, die gehen später auf. Ich bin ein Spielertyp, der manchmal weniger im Spiel ist, manchmal mehr. Ich habe aber die Geduld, dann doch in Aktionen zu kommen“, sagte Waldschmidt. „Es geht nicht darum, mal wieder von Anfang an spielen. Es gehört Vertrauen dazu. Ich versuche auf dem Platz einfach alles zu geben und es fühlt sich einfach gut an, wenn du weißt, dass du der Mannschaft helfen konntest.“ Das konnte Waldschmidt in der jüngeren Vergangenheit mit seinen Toren zumindest zwei Mal in Folge. Zwangsläufig eine Bewerbung für mehr. „Es ist nicht meine Aufgabe, das zu entscheiden.“ Diese Entscheidung wird Wagner auch in den kommenden Spielen treffen.

Fakt ist, dass Waldschmidt derzeit wieder ein wenig aufblüht. Ausgerechnet jener Spieler, dem man noch im Winter eine gewisse Unzufriedenheit und damit verbunden einen kolportierten Wechselwunsch nachsagte. Wie zufrieden der Offensivspieler mit seinem Standing in Köln ist, ist nicht so wirklich bekannt. René Wagner betonte zuletzt, Waldschmidt habe seine Rolle gefunden und akzeptiert. Und gerade gegen die kommenden Gegner Union Berlin und Heidenheim stehen die Chancen nicht schlecht, dass der FC den Ballbesitz haben wird, um Waldschmidt in die Positionen zu bringen. Und doch ist die Frage durchaus berechtigt, ob der 29-Jährige nicht als Joker die bessere Variante ist.


Gute Leistung, keine Punkte – Wieder alles beim Alten beim 1. FC Köln?

Die Spieler des 1. FC Köln nach der Niederlagev Die Spieler des 1. FC Köln nach der Niederlage gegen Leverkusen gegen Leverkusen
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Gute Leistung, keine Punkte – Wieder alles beim Alten beim 1. FC Köln?

Im Nachbarschafts-Duell zeigte der FC gegen den Champions-League-Teilnehmer wieder einmal eine gute Leistung, Zählbares gab es für die Geißböcke allerdings nicht. Und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Deswegen ist beim 1. FC Köln nicht alles beim Alten.

Bis zum 31. Spieltag war die Bilanz von Interimstrainer René Wagner eine ohne Niederlage. Mit dem 1:2 gegen Bayer Leverkusen hat nun auch der 37-Jährige trotz guter Leistungen der Mannschaft keine Punkte eingefahren. Es zeigen sich aber dennoch Unterschiede zu anderen ebenfalls knappen Partien der Saison.

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Nach dem biederen 1:1-Unentschieden gegen den FC St. Pauli am vergangenen Spieltag mehrten sich rund ums Geißbockheim in der Anhängerschaft der Geißböcke kritische Stimmen, die keinen Unterschied in der Wagner-Spielweise im Vergleich zu der Kwasniok-Spielweise sehen wollten. Ohnehin wird sich der 37-Jährige damit abfinden müssen, mindestens in dem Rest dieser Saison immer wieder den Vergleich zu seinem Vorgänger auf sich zu ziehen. Schließlich war René Wagner lange genug Co-Trainer unter Lukas Kwasniok, eine Emanzipation wird dem Inhaber der UEFA-Pro-Trainerlizenz offenbar nicht von allen Fans zugetraut. Dass der gebürtige Dresdener nicht das ganz große Rad drehen würde, ist angesichts der Kürze der Eingewöhnungszeit und angesichts des gleichen „Spieler-Materials“ vielleicht nicht die ganz große Überraschung. Unterschiede, so betont man am Geißbockheim, liegen vor allem in der Kommunikation.

Alles beim Alten?

Tatsächlich werden die Spieler nicht müde, die Gespräche zu erwähnen, das Vertrauen, das ihnen der Trainer entgegenbringt. Auch in Interviews herrscht seit einem guten Monat eine veränderte Tonlage. Und sportlich? Sportlich sind die Leistungen höchst unterschiedlich, erinnern damit durchaus auch an die Partien unter Kwasniok. Mit Ballbesitz tun sich die Kölner schwer. Gegen Top-Teams wie nun gegen Leverkusen springt am Ende trotz guter Leistung nichts Zählbares heraus. Das Fazit „Gut gespielt, aber dennoch verloren“ brachte den Kölner Ex-Trainer so manches Mal wohl an den Rand der Verzweiflung und führte bekanntermaßen ob der dann doch wichtigen und zu geringen Punkteausbeute in die Freistellung. Unter Wagner schien es rein punktetechnisch mit fünf Zählern aus den ersten drei Spielen dann besser zu laufen.

Bis zum Wochenende. Da gab es die erste Niederlage für René Wagner und das trotz gutem Auftritt. Keine Punkte, starke Leistung – hat sich also nichts verändert? So ganz stimmt das nicht. Denn die Leistung und das Auftreten gegen die Werkself glichen dann doch einer Überraschung. Gegen Teams wie die Bayern, Dortmund und Leverkusen zeigten die Kölner zwar gute Leistungen, waren nah an einem Punktgewinn, verfehlten diesen nur knapp. Allerdings waren die Kölner in eben diesen Begegnungen unterm Strich dann aber doch das schwächere Team, die Niederlagen waren bis dato nie unverdient. Die Tatsache, dass der FC dennoch nie hoch verlor, kommt der Mannschaft am Ende bei der Torbilanz zu Gute und könnte ein entscheidender Faktor werden.

Der Auftritt darf Hoffnung machen

Ganz anders stellte sich der Auftritt gegen Bayer Leverkusen dar. Die Geißböcke spielten von Beginn an mutig gegen den Champions-League-Teilnehmer auf und waren in der Partie nicht nur gefühlt das bessere Team. So kam die Mannschaft von Trainer Wagner auf deutlich mehr Abschlüsse und einen höheren xGoals-Wert als die Elf von Kaspar Hjulmand. Am 31. Spieltag hielt der FC gegen eins der Top-Teams der Liga nicht nur mit, sondern bestimmte das Spiel. Eine anzuerkennende Leistung, die durchaus Hoffnung auf mehr machen darf – und eine, die dann eben doch einen deutlichen Unterschied zu den „knappen“ Duellen unter Kwasniok darstellt.


Kommentar: Der Klassenerhalt ist nah, der 1. FC Köln muss nur noch zugreifen. Aber: „Manchmal ist der Fußball verrückt“

Die Spieler des 1. FC Köln nach dem Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen
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Kommentar: Der Klassenerhalt ist nah, der 1. FC Köln muss nur noch zugreifen. Aber: „Manchmal ist der Fußball verrückt“

Spiel verloren, Klassenerhalt in greifbarer Nähe. Der FC spult gegen Leverkusen eine der besseren Saisonleistungen ab, kassiert eine Pleite und kann dennoch mit komfortablen Vorsprung auf das Saisonfinale schauen. Ein Kommentar zur 1:2-Niederlage des 1. FC Köln.

Trotz der Niederlage im Nachbarschafts-Duell hat sich die Ausgangslage vor den finalen drei Spielen für den FC noch einmal verbessert.

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Mit einem breiten Grinsen brachte es Leverkusens Coach Kasper Hjulmand auf den Punkt: „Fußball ist manchmal ein bisschen verrückt“, erklärte der Däne. Eine treffende Beschreibung, vielleicht ist das „bisschen“ sogar ab und an ein wenig untertrieben. Erklärbar sind die beiden Gesichter, die der FC in dieser Spielzeit schon mehrfach gezeigt hat, eben nicht immer. Der überlegene, wenn auch am Ende knappe Erfolg über Bremen wäre dann noch mit der langen Überzahl zu begründen. Die schwache Leistung gegen St. Pauli hatte viel von einem Absteiger. Eine Mannschaft aber, die so gegen Leverkusen auftritt, den Vizemeister an den Rande einer Niederlage führt, zeitweise spielerisch dominiert, die darf mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben. Der FC setzte das um, was ihn am Anfang der Saison ausgezeichnet hatte: Schnelles Offensivspiel, Vertikalpässe in die Tiefe und gefährliche Torraum-Aktionen. Es fehlten die Tore.

Gute Statistik, wenig Punkte

Die Begegnung erinnerte unweigerlich an so manche Kwasniok-Auftritte der Kölner gegen die Top-Teams, als der FC gefühlt ebenfalls gut spielte, die Überraschung auf dem Fuß hatte und dann doch unglücklich mit leeren Händen da stand. Doch die Wahrheit sieht dann doch ein wenig anders aus. Denn der FC hätte in jenen Partien überraschen können, die Niederlagen gingen rein sportlich aber meist in Ordnung. Die Pleite von Samstag schmerzt dagegen besonders, weil der FC einfach unverdient verloren hat. Köln war gegen den aktuellen Vizemeister die bessere Mannschaft, mit den besseren Chancen. Dass sich die Geißböcke am Ende davon nicht viel kaufen können, ist bitter, weil Köln mit einem Sieg nur noch in der blanken Theorie hätte absteigen können. Acht Punkte hätte St. Pauli in den verbleibenden drei Spielen auf den FC auf keinen Fall aufgeholt. Und dennoch werden die Kölner mit großer Wahrscheinlichkeit nicht absteigen.

Fünf Punkte drei Spieltage vor Schluss hört sich nicht nur komfortabel an, es ist komfortabel. Aufgrund der besseren Tordifferenz müsste St. Pauli in den verbleibenden drei Spielen sechs Punkte einsammeln, um Köln noch abzufangen, die dürften dann aber keinen Zähler einfahren. Angesichts der Formkurve der Kiezkicker ist damit wahrlich nicht zu rechnen. Der FC hingegen kann schon am Wochenende alles klar machen. Die Kölner stehen bereits mit anderthalb Beinen in der kommenden Bundesliga, nun gilt es nur noch zuzugreifen. In der aktuellen Tabellensituation deutet viel darauf hin, dass schon ein Punkt reichen könnte. Da es die Geißböcke noch mit zwei direkten Konkurrenten zu tun bekommen, scheint alles möglich und ist somit nur eine Frage der Zeit. Das Spiel gegen Leverkusen dürfte die Mannschaft für den Saisonendspurt mit reichlich Selbstvertrauen ausgestattet haben.

Möglicherweise ist die Entscheidung schon am kommenden Spieltag gefallen, gerne auch am übernächsten. Ein Finale am letzten Spieltag sollte unbedingt vermieden werden. Dann geht es gegen siegeshungrige Bayern. Ein Sieg wäre mehr als nur eine Überraschung, ist eher unwahrscheinlich. Aber, Moment. Ach ja: „Fußball ist manchmal ein bisschen verrückt!“


Medienbericht: Brighton steigt aus dem Poker um Said El Mala aus, weitere Interessenten bleiben

Said El Mala im Duell mit Robert Andrich
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Medienbericht: Brighton steigt aus dem Poker um Said El Mala aus, weitere Interessenten bleiben

Er war einer der auffälligsten, wenn auch nicht einer der glücklichsten Akteure im Nachbarschafts-Duell gegen Bayer Leverkusen. Wie viele starke Auftritte der Youngster aber noch im Dress des 1. FC Köln hat, ist unklar: Doch Brighton pokert offenbar nicht mehr um Said El Mala.

Zwar machte Said El Mala gegen Leverkusen nicht immer die erfolgreichste Figur, aber er kam immerhin in die Situationen auffällig und gefährlich zu werden. Die Zukunft des 19-Jährigen scheint nach wie vor offen zu sein.

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Auf die Enttäuschung im Stadion am Samstag, folgte am Sonntag eine Art Versprechen via Instagram. „Manchmal gibt es einfach Spiele, in denen der Ball nicht ins Tor gehen will – auch das gehört zum Sport dazu“, schrieb Said El Mala in den Sozialen Medien. „Wir geben weiterhin alles, um diesen Verein in der Liga zu halten.“ El Mala hatte im Duell gegen Leverkusen aus kurzer Distanz, aber spitzem Winkel, den Ball an den Pfosten und nicht ins leere Tor geschossen (come-on-fc.com berichtete). Zwar vergab der Youngster diese riesen Möglichkeit zur Führung, war auch in weiteren Abschlüssen nicht genau genug und verpasste ab und an das sicherlich erfolgsversprechendere Abspiel und doch war der Kölner Shootingstar der auffälligste Spieler der Geißböcke. Neun Abschlüsse, ein xGoals-Wert von 1,2, die meisten Zweikämpfe, die höchste Geschwindigkeit – hätte El Mala dann auch das Tor getroffen, wäre der 19-Jährige ein heißer Man-of-The-Match-Anwärter geworden.

Brighton & Hove Albion steigt aus

Der Youngster ließ jedenfalls keinen Zweifel daran, dass er zum einen tatsächlich „alles“ dafür tun werde, den „Verein in der Liga zu halten“ und zum anderen eine große Zukunft vor sich hat. Und die beinhaltet wohl schon bald einen Wechsel – mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Club mit internationalen Interessen, mit hoher Wahrscheinlichkeit Richtung England. Ob das schon in diesem Sommer oder erst 2027 passieren wird, scheint dieser Tage offen. Allerdings sollte ein Abgang vor der kommenden Spielzeit die FC-Fans dann nicht in einen großen Schock versetzen. Allerdings scheint der bisherige Favorit auf den El-Mala-Zuschlag nun aus dem Rennen zu sein. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Sonntag berichtet, hat sich Brighton & Hove Albion aus dem Poker um den Youngster zurückgezogen. Die Südengländer hatten sich seit vergangenem Sommer massiv um den Shootingstar gestreckt, waren aber immer wieder beim FC abgeblitzt.

Andere Clubs weiter interessiert

Die erste Offerte aus England, konterte Thomas Kessler mit der Vertragsverlängerung der El-Mala-Brüder, die im Nachhinein als wirtschaftliches Masterpiece zu bezeichnen ist. Da keine feste Ablöse oder Ausstiegsklausel im Vertrag verankert ist, hat Köln im Poker Entscheidungshoheit, kann also den Preis bestimmen. Und der scheint Brighton dann einfach zu hoch zu sein. Wie berichtet waren die Engländer bereit rund 40 Millionen Euro für den 19-Jährigen auf den Tisch zu legen. Das scheint den Geißböcken nicht zu reichen. Ein Deal kommt zwischen den Parteien aktuell also nicht zu Stande. Dabei war vor wenigen Wochen noch kolportiert worden, dass El Mala den Seagulls bereits seine mündliche Zusage gegeben habe. Dass Brighton sich nun aus dem Poker zurückzieht bedeutet weder, dass die Südengländer nicht doch noch einen weiteren Anlauf unternehmen werden noch, dass El Mala in Köln bleibt.

Denn Interessenten gibt es nach wie vor einige. Nach Informationen von come-on-fc.com sollen Chelsea und Manchester United den Spieler weiterhin im Fokus haben. Auch Manchester United beobachtet El Mala. Wie konkret das Interesse ist, ist indes unklar. „Stand jetzt liegt uns kein Angebot eines anderen Clubs vor, mit dem wir uns ernsthaft beschäftigen müssten“, hatte Thomas Kessler vor wenigen Wochen ebenfalls dem Stadt-Anzeiger gesagt. Bei DAZN sprach der Geschäftsführer am Rande des Spiels gegen St. Pauli davon, dass er nicht über ein Preisschild sprechen werde. Dass es das aber gibt, steht wohl außer Frage. Und El Mala müht sich zweifelsohne darum, dieses noch ein wenig in die Höhe zu treiben.


Verloren und doch einen Schritt weiter? Für den 1. FC Köln ist der Klassenerhalt in absoluter Reichweite

Said El Mala scheitert einmal mehr an Jannis Blaswich
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Verloren und doch einen Schritt weiter? Für den 1. FC Köln ist der Klassenerhalt in absoluter Reichweite

Die Niederlage gegen Leverkusen war aus gleich mehreren Gründen besonders bitter für die Geißböcke. Allerdings nicht in Sachen Tabellenkonstellation für den 1. FC Köln: Der Klassenerhalt ist in greifbarer Nähe.

Mit einem Erfolg über den ungeliebten Nachbarn, wäre der Klassenerhalt so gut wie in trockenen Tüchern gewesen. Doch auch mit der Niederlage stehen die Chancen auf den Klassenerhalt gut.

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Said El Mala prägte das Spiel der Geißböcke gegen Leverkusen mit alleine neun Abschlüssen und der Shootingstar stand nach dem Spiel sinnbildlich für die Gefühlslage bei den Kölnern. Oder besser er lag. Denn der 19-Jährige hatte sich nach dem Abpfiff wie ein Häufchen Elend einfach fallen lassen, versteckte sein Gesicht im Trikot, haderte mit seinen vergebenen Chancen, vermutlich aber auch mit den liegen gelassenen Punkten. Denn dass der FC Zähler verdient hätte, daran bestand nach der Begegnung überhaupt kein Zweifel. „Wenn wir uns den ganzen Spielverlauf anschauen, hatten wir schon viele Chancen. Ich glaube, das können wir uns echt heute vorwerfen lassen. Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir mega viele Chancen auf das 1:0 gehabt“, sagte Eric Martel. „Es ist brutal schade und extrem unverdient, weil wir sehr viele Chancen hatten, eigentlich hätten in Führung gehen müssen, auch nach dem 0:1 hätten zurückkommen können“, ergänzte Luca Waldschmidt.  

St. Pauli wartet seit Februar auf einen Sieg

Der wiederum verkürzte noch einmal nach seiner Einwechslung und natürlich in der Schlussphase. Der Ausgleich fiel aber nicht mehr. „Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Gegen einen Gegner wie Bayer Leverkusen eine solche Leistung zu bringen, ist nicht einfach“, sagte Wagner und wurde dann ein wenig genauer über seine Gefühlswelt. „Ich bin froh über die Leistung, enttäuscht über das Ergebnis.“ Die Niederlage war durchaus enttäuschend, sie war frustrierend, aber sie ist alles andere als dramatisch. Denn sie hat in der Tabelle keine große Veränderung herbeigeführt. Wenn man so will sind die Kölner dem Saisonziel Klassenerhalt trotz Pleite sogar ein Stück näher gekommen. Vor dem Duell gegen die Werkself betrug der Vorsprung auf den Relegationsplatz für die Geißböcke fünf Zähler, bei vier ausstehenden Spielen, also zwölf zu vergebenen Punkten.

Nach dem Spiel beträgt der Vorsprung weiterhin fünf Punkte, denn St. Pauli verlor das Keller-Duell gegen den 1. FC Heidenheim. Das aber bei nur noch drei ausstehenden Spielen, also neun Punkten, die zu holen sind. Und da die Geißböcke eine ziemlich gute Tordifferenz aufweisen, müssten die Kiezkicker schon eine fulminante Aufholjagd hinlegen. Tatsächlich müssten die Nordlichter in den drei Spielen zwei Siege mehr holen als Köln. Heißt: Gewinnt St. Pauli von den ausstehenden drei Spielen zwei, dürfte der FC aus Sicht der Hamburger keinen Punkt mehr holen, um den FC noch abzufangen. Nach der 0:2-Niederlage gegen den FCH erscheint das aber ziemlich unwahrscheinlich. Für die Mannschaft von Alexander Blessin geht es wohl eher darum, den Relegationsplatz abzusichern. Der Vorsprung auf Wolfsburg beträgt auch nur noch ein Punkt. Und die Nordlichter haben seit Februar nicht mehr gewonnen.

Mit dem VfL liefert sich St. Pauli am letzten Spieltag noch ein direktes Finale. Zudem stehen die Spiele gegen Mainz und Leipzig an. Wolfsburg hat es mit den Begegnungen gegen Freiburg und den FC Bayern München sicher auch nicht einfacher. „Wir haben jetzt noch mal drei Spiele wieder und haben darüber gesprochen, dass, wenn wir es heute nicht gewinnen sollten, es für uns weitergeht. Aber die Leistung der Jungs macht mir heute viel, viel Mut für die nächsten Spiele“, sagte Trainer René Wagner. „Wir haben jetzt ein Spiel weniger und der Abstand ist gleichgeblieben, von daher hilft uns das natürlich weiter.” Zwar ist der sichere Klassenerhalt für den FC noch weit weg, aber schon ein weiterer Punkt könnte am Ende reichen.