Ärger über den Rasen beim 1. FC Köln: René Wagner kontert Hjulmand-Kritik: „Das ist einfach nicht wahr“

Kasper Hjulmand und René Wagner
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Ärger über den Rasen beim 1. FC Köln: René Wagner kontert Hjulmand-Kritik: „Das ist einfach nicht wahr“

Kasper Hjulmand war nicht nur aufgrund der Leistung seiner Mannschaft unzufrieden. Der Leverkusener Trainer bemängelte den Zustand des Platzes beim 1. FC Köln: René Wagner kontert aber die Rasen-Kritik.

Zufrieden war Kasper Hjulmand wahrlich nicht mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Als Grund nannte der Leverkusener Trainer auch den Zustand des Rasens und erntete dafür einen Konter von René Wagner.

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René Wagner wirkte nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen verständlicherweise alles andere als glücklich. Kein Wunder nach dem Spielverlauf und der Entscheidung des Schiedsrichters, das vermeintliche Handspiel von Eric Martel als Strafwürdiges zu werten. Tatsächlich blieb auch der Eingriff des VARs in der Situation aus. „Für mich war es kein Elfmeter“, sagte Wagner. „Am Ende gibt es ein paar Leute, die ihm in der Situation helfen können. Das ist nicht passiert. Und deswegen sind wir natürlich enttäuscht.“ Zumal sich Robert Hartmann dann später auch eingestand, sich nach Ansicht der Bilder mit einer anderen Entscheidung hätte besser fühlen können. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel aber schon lange verloren, die vermeintliche Fehlentscheidung schon nicht mehr korrigierbar. Das wussten natürlich auch die Kölner Protagonisten, die sich verständlicher Weise ärgerten.

„Das finde ich nicht fair“

Fast schon gereizt reagierte der Trainer dann aber auf eine Äußerung von Kasper Hjulmand auf der anschließenden Pressekonferenz, auf der er ganz ungewöhnlich dem gegnerischen Coach vehement widersprach. Der hatte bemängelt, dass der Rasen bei den Kölnern zu trocken gewesen sei. Der Däne zählte mehrere Gründe für die eher schwache Leistung seiner Mannschaft auf. „Es war ein Platz ohne Wasser und das hat dann auch etwas damit zu tun“, sagte der Leverkusener Coach und erklärte weiter. Doch mit den Worten des Dänen war Wagner dann mal so gar nicht einverstanden und polterte auf Englisch los. „Darf ich mich dazu schnell äußern?“, wollte Wagner wissen und wurde dann deutlich. „Ich hatte nicht vor etwas über Benehmen zu sagen, aber wenn du meinst, der Boden sei nicht nass gewesen, dann ist das einfach nicht wahr.“ Tatsächlich liefen die Rasensprenger eine Viertelstunde vor Spielbeginn.

„Wir haben das nicht absichtlich gemacht. Wenn es der Fall wäre, würden wir uns entschuldigen. Aber es war nicht der Fall und das wollte ich klarstellen“, so Wagner weiter. „Wir haben das nicht getan und ich finde es auch nicht fair, so etwas zu sagen.“ Hjulmand wirkte zunächst überrascht, fand dann aber selbst auch Worte. „Ich kann ja nur das wiedergeben, was mir gesagt wurde. Vielleicht war es nass und es ist getrocknet.“ Und kurz darauf: „Egal, warum es war, es war trocken. Es war dann aber nicht, weil ihr nicht gewässert hättet.“ So oder so stand am Ende der 2:1-Erfolg auf dem Leverkusener Konto – unabhängig der Nässe des Rasens.


„Ein bisschen verrückt“: Die bittere Leverkusen-Lektion des 1. FC Köln

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„Ein bisschen verrückt“: Die bittere Leverkusen-Lektion des 1. FC Köln

Der 1. FC Köln hat das Duell gegen Bayer 04 Leverkusen trotz einer Vielzahl an Chancen verloren. Dennoch erzeugt die bittere Niederlage auch Zuversicht für das Restprogramm des 1. FC Köln: (K)ein Auftritt zum Vergessen.

24 Schüsse, davon neun aufs Tor, ein xG-Wert von 2,61 – und trotzdem kein Punkt gegen Leverkusen. Warum war die effizientere Mannschaft im Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen nicht die bessere und wie will der FC die Lehren daraus noch in dieser Saison in Punkte ummünzen?

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Leverkusens Kapitän Robert Andrich konnte sein Glück kaum fassen. In überschwänglicher Freude packte er seinen Teamkollegen Edmond Tapsoba und klopfte ihm anerkennend auf die Brust. Innenverteidiger Tapsoba hatte soeben den Sieg seiner Mannschaft über die Zeit gerettet. In der letzten Minute der Nachspielzeit versuchten es die Geißböcke mit einer kurzen Eckenvariante. Flankenspezialist Alessio Castro-Montes schlenzte den Ball servierfertig auf Jakub Kaminski, dem es gelang, den Ball auf das Tor zu lenken. Keeper Janis Blaswich war schon geschlagen – und doch sollte dies nicht der Ausgleich sein. Denn besagter Tapsoba bewahrte die Gäste mit einem Reflex auf der Linie vor dem späten Gegentreffer und bescherte ihnen damit den Sieg im Nachbarschaftsduell: „Natürlich kann ich als Mannschaft noch besser spielen. Aber heute ist mir das scheißegal, ich freue mich über den Derbysieg“, fasste Bayer-Kapitän Andrich nach Abpfiff ausdrucksstark zusammen.

Köln macht das Spiel, Leverkusen die Tore

Anhand zweier Statistiken lässt sich der Spielverlauf analysieren. Der FC wies einen xG-Wert von 2,61 auf, Bayer kam dagegen auf 2,02, wobei für die Gäste zu berücksichtigen ist, dass der Elfmeter diesen Wert wesentlich in die Höhe getrieben hat. Insgesamt produzierten die Geißböcke 24 Schüsse, davon gingen neun auf das Tor der Gäste. Das gelang der Elf von Trainer Kasper Hjulmand indessen nur drei Mal. Im Anschluss an das Spiel kam der Däne darüber ins Schmunzeln: „Fußball ist ein bisschen verrückt manchmal. Letzte Woche hatten wir 36 Torschüsse, ein gutes Spiel gemacht (bei Leverkusens Niederlage gegen Augsburg, Anm. d. Red.) und am Ende verloren. Heute haben wir ein wenig Glück gehabt und einen guten Torwart“.

Unglücksrabe Eric Martel, der aufgrund einer Fehleinschätzung von Schiedsrichter Robert Hartmann für einen regelkonform abgefälschten Ball mit einem Handelfmeter bestraft wurde, kritisierte derweil den Chancenwucher seiner Mannschaft: „Wenn wir uns den gesamten Spielverlauf anschauen, glaube ich, dass wir heute etwas liegen gelassen haben. Wir hatten so viele Chancen. Das können wir uns echt vorwerfen”. Der Mittelfeldspieler konnte der schmerzhaften Niederlage dennoch etwas abgewinnen: “Nichtsdestotrotz glaube ich, dass es eine Qualität ist, die uns auszeichnet, dass wir immer weitergemacht haben. Vor dem 2:0 hatten wir auch eine dicke Chance zum 1:1, kassierten dann den Konter, haben aber trotzdem weitergemacht. Es gibt manchmal solche Tage, da will der Ball einfach nicht so oft rein.“

Martel: „Haben es selbst in der Hand“

Sicher ist, dass die Geißböcke im Duell gegen Leverkusen nicht an ihrer Leistung gescheitert sind. Im Vergleich zum Auftritt in Hamburg am vergangenen Wochenende gab es weder Probleme beim Umschaltspiel, noch bei ruhenden Bällen in der Verteidigung. Dafür erwischte Said El Mala einen Tag, den er schnellstmöglich vergessen möchte. Doch schon am nächsten Samstag in der Auswärtspartie gegen Union Berlin kann der Teenager alle Enttäuschungen des gestrigen Spieltags vergessen machen. Darüber ist sich auch Eric Martel sicher: „Wenn du dann null Punkte hast, dann fühlt sich das immer doof an. Nichtsdestotrotz können wir viel aus dem Spiel mitnehmen. Ich glaube, es geht auch immer ein bisschen um die Art und Weise, wie wir das Spiel gestalten, und die fand ich echt gut. Wir haben es jetzt selber in der Hand mit Union und Heidenheim, das sind unsere nächsten beiden Gegner, und ja, da schauen wir, dass wir die Punkte holen“.


Die Antwort auf den Ragnar-Ache-Ersatz ist Said El Mala: Der krönt seine starke Leistung nicht

Said El Mala war nach der Begegnung extrem enttäuscht
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Die Antwort auf den Ragnar-Ache-Ersatz ist Said El Mala: Der krönt seine starke Leistung nicht

Er war sicherlich einer der auffälligsten Akteure des 1. FC Köln: Said El Mala belohnt sich nicht für gutes Spiel. Sein Pfostenschuss aufs leere Tor wird es in den FC-Jahresrückblick schaffen.

Neun Torschüsse, viele Zweikämpfe, viele Kilometer, die Top-Geschwindigkeit und ein hoher xGoals-Wert, man kann Said El Mala nicht vorwerfen, ein unauffälliges Spiel gemacht zu haben. Am Ende stand trotzdem kein Treffer für den Angreifer und das dürfte ihn selbst besonders genervt haben.

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Nahezu eine ganze Woche beherrschte eine Frage die Medienwelt rund um das Geißbockheim: Wer würde Ragnar Ache als Wandspieler ersetzen können? Die Alternativen hatten Vor- und Nachteile. Luca Waldschmidt wurde nach seiner ansteigenden Form genannt, nur fühlt sich dieser eher eine Kette hinter der Spitze wohler. Marius Bülter brächte die Robustheit mit, nur fehlte dem wiederum zuletzt die Torgefahr. Und die Youngster? Die könnten vielleicht noch ein wenig jung für Abstiegskampf sein. Die Antwort von René Wagner war am Ende aber eine ganz andere.

Der Coach rotierte personell zwar Marius Bülter in die Anfangsformation, nur spielte dieser eher eine Außenposition. In vorderster Front agierte Said El Mala. Und der Plan schien recht früh schon aufzugehen. Nach zwei Minuten eroberte der Angreifer das erste Mal den Ball, ging auf die Reise. Einen ersten Kontakt von Edmond Tapsoba schüttelte der 19-Jährige routiniert ab, beim Abschluss wurde er aber entscheidend von dem Abwehrspieler gestört.

„Dazu muss man viel investieren“

Nur wenige Minuten später schickte Jahmai Simpson-Pusey den Angreifer mit einem langen Ball auf die Reise und deutete an, dass die langen Bälle dann doch auch Ragnar Ache zielführend sein könnten. Dieses Mal rettete Jannis Blaswich mit einer starken Parade und kurz darauf erneut mit seiner ganzen Routine nach einem Pass von Linton Maina auf den Kölner Shootingstar. Und dann hätten sich die Kölner und allen voran El Mala für die Mühen belohnen müssen. Der Leverkusener Keeper verschätzte sich, der Angreifer lief aus spitzem Winkel aufs Tor zu und setzte den Ball nicht ins leere Tor, aber an den Pfosten. Isak Johannesson und Eric Martel waren mitgelaufen und ebenfalls in guter Position.

Dass der 19-Jährige es selbst versuchte, war vollkommen okay, nur hätte er eben treffen müssen. So blieb es zu diesem Zeitpunkt noch beim 0:0, wenige Minuten später erzielte Patrik Schick per Elfmeter die Gäste-Führung. „Mit Said braucht man da nicht zu sprechen, er weiß das ja selbst. Am Ende macht der Junge das ja nicht mit Absicht“, erklärte René Wagner später auf der Pressekonferenz. „Um in die Situation zu kommen, muss man viel investieren. Das hat er auch getan. Es war auch nicht die einzige Chance.“ Schon nach einer guten halben Stunde standen vier Abschlüsse des 19-Jährigen auf dem Kölner Konto, der xGaols-Wert lag zu dieser Zeit alleine bei El Mala bei 0,8.

Auch nach dem Wechsel kam der Angreifer immer wieder in gefährliche Räume, schaffte sie sich oft selbst. Doch auch hier fehlte ab und an der Überblick oder der Drang des Abspiels. So nach einer guten Stunde, als er den Ball eigentlich schon mit einem schwachen Abschluss verloren hatte, zurückeroberte und übers Tor jagte. Kaminski stand wenige Meter vor dem Tor komplett blank. „Da muss er weiter dran arbeiten. Das tut aber Said im Training auch immer“, sagte der Coach.

xGoals-Wert von 1,2

Wagner erklärte, dass es in Zukunft sicherlich zahlreiche Situationen geben werde, in denen er die Bälle dann „reinknallen“ werde. Doch einen Scorer sammelte der Stürmer dann doch noch, als er Robert Andrich so unter Druck setzte, dass sie gemeinsam Luca Waldschmidt das 1:2 auflegte. „Er hat ein gutes Spiel gemacht und sich sehr aufgeopfert“, sagte Waldschmidt. „Said hat geackert und das ist die Basis. Mal gegen den Pfosten zu schießen oder Chancen vergeben, das passiert jedem.“

Tatsächlich bestritt der 19-Jährige die meisten Zweikämpfe (gemeinsam mit Cenk Özkacar 18), wurde mit der Top-Geschwindigkeit geblitzt (35,2 k/mh) und gab die meisten Torabschlüsse ab. Neun Mal versuchte es der Offensivspieler. In dieser Saison waren nur Harry Kane und Deniz Undav besser (je 10 Mal). Am Ende des Spiels kam El Mala auf einen xGoals-Wert von 1,2, der FC auf 2,7. Doch da stand dann eben die bittere 1:2-Niederlage. Wie bitter das Spiel für den Offensivspieler war, zeigte sich nach der Begegnung als der Shootingstar auf dem Rücken lag, das Trikot übers Gesicht gezogen. Der auffälligste Spieler der 90 Minuten – neben Doppel-Torschütze Patrik Schick – wollte in diesem Moment am liebsten nicht gesehen werden.


Eine Zwei, eine Fünf – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen

Zweikampf in Duell des 1. FC Köln gegen Leverkusen
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Eine Zwei, eine Fünf – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen

Mit einem so guten Auftritt gegen die Werkself hatte im Vorfeld wohl kaum einer gerechnet. Denn der FC hielt mit der Mannschaft von Kaspar Hjulmand mit, war zeitweise sogar die stärkere Mannschaft. Eingebracht hat es den Geißböcken allerdings nichts: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen.

Das Team von Coach René Wagner startete stark ins Duell mit dem Nachbarn aus Leverkusen und kam im Spielverlauf zu etlichen Torchancen. Verwandeln konnten die Kölner allerdings nur einen Treffer. So gab es am Ende eine bittere 1:2-Niederlage für die Geißböcke.

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Durchwachsene Leistungen der Defensive

Einzelkritik Marvin Schwäbe, Note 3

Marvin Schwäbe

Das Geburtstagskind zeigte gegen Leverkusen seine ganze Routine. War beim Elfmeter zwar in der richtigen Ecke und noch dran, konnte den Ball aber nicht entscheidend abwehren. Beim 0:2 dann chancenlos.


Kristoffer Lund Einzelkritik Note 4

Kristoffer Lund

Wurde gegen Leverkusens Ibrahim Maza permanent defensiv gefordert, gerade im direkten Laufduell – spulte folgerichtig mit 23 Sprints die meisten der Kölner ab. Klärte mehrfach auch mit wichtigen Grätschen an der Linie. Seine Zweikampfquote mit 46 Prozent ließ jedoch noch Luft nach oben. Blieb offensiv erneut zu unauffällig und setzte kaum Akzente. Wurde in der 72. Minute ausgewechselt.


Einzelkritik Cenk Özkacar, Note 3-

Cenk Özkacar

Hielt mit der Viererkette lange stark gegen die Leverkusener stand und überzeugte einmal mehr mit guter Präsenz in der Luft. In Kombination mit Simpson-Pusey wirkte der Innenverteidiger über weite Strecken stabil und gut abgestimmt. Beim 0:2 fehlte dann allerdings die Zweikampfhärte zu Torschütze Patrik Schick, der dadurch nahezu ungehindert einschieben konnte.


Jahmai Simpson-Pusey Einzelkritik, Note 2

Jahmai Simpson-Pusey

Brachte wie gewohnt Stabilität in die Kölner Hintermannschaft und agierte in brenzlichen Situationen abgeklärt-  mit vielen richtigen Entscheidungen und starkem Timing. Spielte einen herausragenden langen Pass auf El Mala. An beiden Gegentoren ohne entscheidende Mitschuld. Fiel als Innenverteidiger wieder einmal eher nicht auf – in erster Linie ein beruhigendes Zeichen.


Sebastian Sebulonsen, Einzelkritik 3-

Sebastian Sebulonsen

Zeigte einen aktiven Auftritt über die rechte Seite und schaltete sich im Zusammenspiel mit Maina immer wieder offensiv mit gefährlichen Hereingaben in den Strafraum mit ein. Bewies in den Zweikämpfen ein gutes Timing beim Grätschen. Bitter: Beim 0:2 schaltete er beim Konter zu spät um und verlor das entscheidende Laufduell. Rückte nach der Pause im Wechselspiel mit Thielmann zeitweise sogar auf die rechte Schiene vor und kam in sogar selbst zu einem Abschluss (76.). Versuchte sich im ersten Abschnitt auch mit einem Freistoß.



Zahlreiche Chancen, wenig Tore

Eric Martel Einzelkritik, Note 4-

Eric Martel

Übernahm zunächst den defensiveren Part auf der sechser Position, musste viele Laufduelle auf letzter Linie führen und rettete in höchster Not (38.). Wirkte im Aufbauspiel dagegen teils gedanklich zu langsam und traf Entscheidungen im letzten Drittel oft einen Tick zu spät. So hätte Schick nach einem katastrophalen Fehlpass treffen müssen. Hatte den Führungstreffer aus guter Reichweite auf dem Fuß (29.). Kassierte einen fragwürdigen Elfmeter wegen eines vermeintlichen Handspiels, der den Gästen das erste Tor einbrachte. War auch in der Verteidigung vor dem 0:2 zu passiv.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Einzelkritik Isak Johannesson, Note 4

Isak Johannesson

Fügte sich zunächst mit einem schicken steilen Pass und einer Flanke ein, tauchte offensiv zunehmend ab. Ärgerte sich, dass El Mala ihn bei seinem Pfostenschuss einfach nicht im Rückraum sehen wollte. Spulte bis zu seiner Auswechslung die meisten Kilometer ab. Den großen Effekt hatte er auf das Kölner Spiel wieder einmal nicht. Das gilt auch für nächste Woche. Denn Johannesson sah seinen fünften Karton.


Jakub Kaminski Einzelkritik 3-

Jakub Kaminski

Wieder extrem emsig. Eroberte in den Anfangsminuten stark den Ball, zog zu hastig ab. War wieder unfassbar viel mit Tempo unterwegs. Hatte den Ausgleich auf dem Fuß, schloss aber zu zentral ab. Besonders bitter: Im direkten Gegenzug fiel das 0:2.


Einzelkritik Linton Maina, Note 4-

Linton Maina

Kam für Thielmann in die Startelf, um für Tempo zu sorgen. Setzte sich das erste Mal mit einem starken Steilpass auf El Mala in Szene, der im entscheidenden Moment bedrängt wurde. Leitete eine ähnliche Chance für Kaminski ein. Hatte sonst wenig Zugriff. Nach einer Stunde war Schluss.


Marius Bülter Einzelkritik 5

Marius Bülter

Stand das erste Mal seit Februar wieder in der Anfangsformation. Allerdings auf einer Außenposition. Arbeitete viel mit zurück, machte seine Meter, blieb aber in der Offensive ohne entscheidende Situationen. Verließ nach einer Stunde den Platz.


Said El Mala Einzelkritik, Note 3-

Said El Mala

War früh das erste Mal durch, vergab dann aber bedrängt deutlich. Den zweiten Versuch musste Blaswich dann schon mit einer starken Parade entschärfen. Der Keeper verhinderte auch beim dritten Versuch den Rückstand, beim vierten war es der Pfosten. Da aber wäre ein Pass auf Johannesson die bessere Variante gewesen. Hatte dann aber maßgeblich an der Vorarbeit zu Waldschmidts Anschlusstreffer Anteil.


Jan Thielmann Einzelkritik, Note 4

Jan Thielmann

Kam nach einer Stunde. War aber zunächst gar nicht zu sehen. Brachte eine Flanke auf Waldschmidt, der zu wenig Druck hinter den Ball bekam.


Alessio Castro-Montes Einzelkritik 4

Alessio Castro-Montes

Sollte für Maina die Außenbahn beackern. Sorgte für Druck und initiierte gleich mehrere Angriffe. Hätte dem FC gegen Ende der Spielzeit mit dem Kopf fast noch einen Punkt beschert.

Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben


Wieder Schiedsrichter-Ärger für den 1. FC Köln: Hartmann räumt andere Entscheidung ein

Thomas Kessler mit dem Schiedsrichter Robert Hartmann
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Wieder Schiedsrichter-Ärger für den 1. FC Köln: Hartmann räumt andere Entscheidung ein

Nach der bitteren Niederlage gegen Leverkusen herrschte einmal mehr Frust beim 1. FC Köln: Und zwar Ärger über das vermeintliche Martel-Handspiel. Dass die Situation nicht so eindeutig war, wie sie Robert Hartmann wahrnahm, gestand der Schiedsrichter sich auch selbst ein.

Wieder einmal sorgt eine Entscheidung des Schiedsrichters für Frust bei den Geißböcken. Robert Hartmann hatte auf Elfmeter nach einem vermeintlichen Handspiel von Eric Martel entschieden. Zumindest keine klare Entscheidung, wie er später sagte.

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Möglicherweise wäre der Ärger gar nicht so groß gewesen, wenn die Kölner eine ihrer zahlreichen Offensivaktionen zu diesem Zeitpunkt schon genutzt hätten. Erst wenige Minuten zuvor hatte Said El Mala aus (sehr) spitzem Winkel den Ball an den Pfosten und nichts ins leere Tor geschossen, hatte Isak Johannesson dabei schon beeindruckend übersehen. Nun aber war es wieder so eine 50:50-Situation – nur auf der anderen Seite. Einen hohen Ball stoppte Eric Martel im Zentrum mit angelegtem Arm, eigentlich irgendwo Richtung Schulter, allerdings ging die schon verdächtig Richtung Boden. Wo genau der Sechser den Ball getroffen hatte, war auch in den Fernsehbildern nur ganz schwer zu erkennen. Doch für Schiedsrichter Robert Hartmann reichte der Kontakt zu einem Pfiff.

„Für mich ist das kein Elfmeter“

„Für mich ist das kein Elfmeter“, sagte René Wagner. „Am Ende gibt es ein paar Leute, die ihm in der Situation helfen können. Das ist nicht passiert. Und deswegen sind wir natürlich enttäuscht.“ Die Wiederholung musste sich der Unparteiische nicht mehr anschauen und so brachte Patrik Schick Leverkusen vor dem Wechsel glücklich in Führung. Glücklich, weil der FC bis dahin Spiel bestimmend war, glücklich, weil Schwäbe noch die Hand an der Kugel hatte und glücklich, weil wohl nicht jeder Schiedsrichter auf Strafstoß entschieden hätte. Möglicherweise also wieder einmal eine 50:50-Entscheidung. Aber eine gegen Köln. Noch gegen Bremen und auch gegen St. Pauli war das unter Lukas Kwasniok verloren gegangene Spielglück wiedergefunden worden. Gerade die 50:50-Entscheidungen waren da auf Kölner Seite. Unter dem Ex-Trainer gab es zahlreiche knifflige Entscheidungen wie etwa ein Handspiel von Yan Couto im Spiel der Geißböcke gegen Borussia Dortmund, die eben nicht pro FC ausfielen. Nun das vermeintliche Handspiel.

„Keine Schwarz-Weiß-Szene“

Das es eben eher keins war, gestand sich dann auch Hartmann bei Sky ein. „Also mir ist zuerst mal wichtig zu erklären, wie es überhaupt zu der Entscheidung kam“, so der Unparteiische. „Ich stehe links von der Situation und nehme wahr, dass der Arm von Eric Martel ein Stück weit auch abgespreizt ist und er diesen Arm in die Flugbahn des Balles, der auch ein Stück weit erwartbar war, mitführt.“ Doch ganz so sicher war sich der Referee dann wohl doch nicht. „Wenn ich jetzt mit ein bisschen Abstand nach dem Spiel auf die Bilder schaue, muss ich sagen, der Arm ist schon sehr, sehr nahe am Körper. Und wenngleich das für mich immer noch keine Schwarz-Weiß-Szene ist und damit der Videoassistent auch nicht die Möglichkeit hatte, mich da irgendwo in die Review-Area zu schicken, muss ich sagen, dass ich mich jetzt nach dem Spiel besser fühlen würde, wenn ich hier auf weiterspielen entschieden hätte“, so Hartmann.

„Ich frage ihn in der Halbzeit auch, er sagt, er steht vier Meter davor“, sagte Thomas Kessler. „Ich glaube, jeder, der das Bild sieht, wird da nicht die Meinung der Schiedsrichter sein. Er stand daneben, ist dann nicht mehr in die Review-Area gegangen.“ Vor allem über das Nicht-Eingreifen des VARS ärgerte sich der Geschäftsführer. „Wir reden ja auch von Schwarz-Weiß-Situationen. Es ist schwer, da heute Grau zu finden. Ich finde es schon, dass er darauf hingewiesen werden muss, dass er offensichtlich eine falsche Wahrnehmung hatte“, sagte Kessler. „Schon alleine, wie er die Körperhaltung von Eric zeigt, mit so ein bisschen ausgespreitztem Arm. Und auch vor dem 2:0 durch Schick fühlten sich die Kölner benachteiligt. Jakub Kaminski hatte zuvor den Ausgleich auf dem Fuß, wurde unmittelbar nach dem Abschluss ziemlich hart von den Beinen geholt. Doch der VAR griff nicht ein. Am Ende verpassten die Kölner mögliche Punkte, verloren 1:2. Und es blieb einmal mehr Frust. Nicht nur aufgrund der Niederlage.


„Das hat uns jetzt zumindest mal einen Punkt gekostet“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen

Thomas Kessler lässt die Zukunft des Trainers offen
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„Das hat uns jetzt zumindest mal einen Punkt gekostet“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen

Mit der bitteren 1:2-Niederlage gegen die Werkself hat der FC am Samstagnachmittag keinen Punkt eingefahren. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen.

An der Leistung und dem Willen lag es am Samstagabend sicherlich nicht beim 1. FC Köln. Die Geißböcke erspielten sich gegen Bayer Leverkusen gute Torchancen, konnten diese allerdings nicht nutzen. Der Handelfmeter ist zudem erneut eine Schiedsrichterentscheidung, die für etliche Diskussionen sorgt.


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„Deswegen kann ich das nicht nachvollziehen“

Eric Martel hadert mit einer Entscheidung

Eric Martel

Zum Elfmeter: „Das ist für mich eine natürliche Bewegung dann auch zum Ball. Aber es ist niemals gewollt, dass der Ball da irgendwie mit meinem Arm gespielt wird. Es war eher mit der Brust, glaube ich. Und ja, deswegen finde ich es ein Stück weit hart, dass es nicht mehr draußen anschaut. Ich glaube, es gab schon auch andere Situationen in der Bundesliga Saison, wo der Schiedsrichter dann auch rausgegangen ist und sich das noch mal angeschaut hat. Deswegen kann ich das nicht nachvollziehen.“

„Ich glaube, wir haben heute etwas liegen lassen, wenn wir uns den ganzen Spielverlauf anschauen und wie viele Chancen wir hatten. Ich glaube, das können wir uns echt heute vorwerfen. Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir mega viele Chancen schon auf das 1:0 gehabt und haben die nicht gemacht. Aber nichtsdestotrotz, glaube ich, es ist trotzdem eine Qualität, die uns auszeichnet, dass wir immer weiter gemacht haben. Vor dem 2:0 haben wir auch die dicke Chance auf das 1:1, kassieren dann den Konter und haben trotzdem wieder weiter gemacht. Es gibt manchmal so Tage, da da will der Ball einfach nicht so oft rein.“

„Wenn du dann null Punkte hast, dann fühlt sich das immer Scheiße an. Nichtsdestotrotz können wir trotzdem viel aus dem Spiel mitnehmen und ich glaube, es geht auch immer ein bisschen um die Art und Weise, wie wir das Spiel gestaltet haben und die fand ich echt gut.“

„Wir wollten vorne Druck drauf machen, hinten einen sauberen Ball spielen und ich glaube, das ist uns echt gut gelungen das ganze Spiel.“

„Wir haben es jetzt selber in der Hand mit Union, mit Heidenheim, das sind unsere nächsten beiden Gegner und ja, da schauen wir, dass wir da dann die Punkte holen.“


„Es ist schade und unverdient“

Luca Waldschmidt musste das Training am Mittwoch abbrechen

Luca Waldschmidt

„Es ist total schade und auch extrem unverdient, weil wir sehr sehr viele Chancen hatten. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, können in Führung gehen. Wir können nach dem 0:1 wieder zurückkommen. Wir können viele Tore machen. Wir verpassen das leider und dementsprechend ist es schon sehr bitter heute mit Null Punkten.“

„Man sieht ja, dass wenn wir mutig sind, wenn wir einfach probieren Fußball zu spielen, konsequent sind und richtige Entscheidungen treffen, dass wir dann auch gut sind und uns nicht verstecken müssen. Dann werden wir eiskalt bestraft und das ist zumindest heute auf jeden Fall der größte Unterschied gewesen.“

„Am Ende ist es eine Sache von Vertrauen. Ich habe schon häufiger gesagt, dass es Spiele gibt, die später aufgehen. Es gibt Spiele, die laufen von Anfang an, so wie heute so und ich bin einfach ein Spielertyp, der der dann halt manchmal weniger im Spiel ist und manchmal mehr. Ich muss die Geduld haben, um einfach in Aktionen zu kommen. Dieses Vertrauen habe ich ich für mich. Das habe ich auch schon schon häufiger gezeigt und ja, darum geht es am Ende. Es ist am Ende dann nicht meine Entscheidung, sondern von anderen. Ich probiere einfach, auf dem Platz das Beste zu geben und es fühlt sich für mich auch deutlich besser an vom Platz zu gehen und einfach zu wissen, okay, du hast die Leistung gebracht, du hast probiert einfach der Mannschaft zu helfen und das liegt dann in meiner Hand.“

„Ich glaube, es ist kein Elfer. Eric probiert alles um die Hand irgendwie wegzuziehen und trotzdem den Ball ja, fair und regelkonform zu blocken. Im Zweifel, glaube ich, ist schwerer ihn zurückzunehmen, als wenn er nicht pfeift, dass er dann rausgeschickt wird. Wahrscheinlich ist es dann auch mal Opfer des Systems.“


„Da hat nicht viel gefehlt“

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe

“Wir haben trotz der Niederlage sehr mutig agiert, haben sehr sehr gut verteidigt gegen eine Top-Truppe. Da hat nicht viel gefehlt. Gerade, wenn man die erste Halbzeit sieht, hatten wir geile Chancen, die wir dann hätten einfach auch nutzen können oder besser ausspielen können. Das Tor durch den Elfmeter direkt vor der Halbzeit war natürlich extrem bitter vom Timing her. Am Ende finde ich aber schon, dass wir trotzdem ein sehr sehr gutes Spiel gemacht haben.“

Zum Elfmeter: „Wir hatten das Gefühl – ich habe jetzt noch nicht das Livebild gesehen – dass er (Eric Martel, Anm. der Red.) den Arm angelegt hat und dass er mit angelegtem Arm aktiv zum Ball geht, um den Ball zu blocken. In dem Moment muss man sich das noch mal angucken. Es sieht nicht so aus, dass es ein klares Handspiel wäre, um dann einen Elfmeter zu geben.“

Zur Chancenverwertung: „Wir hatten in der ersten Halbzeit zwei, drei Chancen, die wir hätten einfach nutzen können und müssen. Dann geht das Spiel ganz anders aus, ganz klar.“


„Ich bin enttäuscht, dass wir uns nicht belohnen konnten“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

„Erst einmal bin ich unfassbar stolz auf die Mannschaft, gegen so einen Gegner so eine Leistung zu bringen. Wir haben gesagt, dass wir Leverkusen stressen wollten. Das haben wir gut gemacht. Ich bin enttäuscht, dass wir uns nicht belohnen konnten. Ich bin stolz auf die Leistung, aber enttäuscht über das Ergebnis. Aber wir können viel Mut mitnehmen für die nächsten Spiele.“


„Offensichtlich eine falsche Wahrnehmung“

Thomas Kessler vom 1. FC Köln

Thomas Kessler

„Ich frage ihn in der Halbzeit auch, er sagt, er steht vier Meter davor. Ich glaube, jeder, der das Bild sieht, wird da nicht die Meinung der Schiedsrichter sein. Er stand daneben, ist dann nicht mehr in die Review-Area gegangen.“

„Also grundsätzlich bin ich ein totaler Freund davon, dass wir die Schiedsrichter auf dem Platz auch die Entscheidungen treffen lassen. Und wenn es eine klar falsche ist, dann sollen sie darauf hingewiesen werden. Wir reden ja auch von Schwarz-Weiß-Situationen.
Also ich glaube, das ist schwer, da heute Grau zu finden. Ich finde es schon, dass er darauf hinweisen muss, dass er offensichtlich eine falsche Wahrnehmung hatte. Schon alleine, wie er die Körperhaltung von Eric zeigt, mit so ein bisschen ausgespreiztem Arm.
Natürlich zieht Eric den Arm weg. Und natürlich, wenn du den Arm wegziehst, ist das eine Körperbewegung, ein Oberkörper. Aber darauf dann auf Elfmeter zu entscheiden, ist natürlich für uns heute extrem bitter.“

„Und man muss auch sagen, es hat uns jetzt zumindest mal einen Punkt gekostet. Und ich würde vielleicht sogar mal einen Schritt weiter gehen. Ich glaube, so ein Spiel ändert sich einfach in der Statik. Wenn Bayer Leverkusen hier auswärts bei uns spielt, 1:0 führt, dann verändert sich natürlich auch ein bisschen die Herangehensweise. Sie standen heute extrem unter Druck, für ihre Ambitionen in Richtung Champions League dieses Spiel gewinnen zu müssen. Und ich glaube, spätestens in der zweiten Halbzeit hat man auch gesehen.“

„Wir haben da mit mal auch gute Entscheidungen getroffen, leider nur ein Tor gemacht. Das sind viele Chancen, das nehmen wir jetzt auch mit. Und daran werden wir arbeiten. Ansonsten bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft heute zufrieden.“

Bittere Pleite im Nachbarschaftsduell – 1. FC Köln spielt stark auf und verliert

1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen
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Bittere Pleite im Nachbarschaftsduell – 1. FC Köln spielt stark auf und verliert

Seit Dezember 2019 hat der FC nicht mehr im eigenen Stadion gegen Bayer Leverkusen gewonnen. Und diese Serie setzt sich trotz einer starken Leistung fort: Der 1. FC Köln spielt gegen Bayer Leverkusen 1:2. Dabei entschied vor allem die Chancenverwertung die Partie.

In der Hinrunde hatten die Domstädter bei der 2:0-Niederlage gegen die Werkself nicht viel zu melden. In der Rückrunde präsentierte sich der FC dagegen sehr stark – konnte jedoch trotzdem keine Punkte holen. Mit 1:2 unterlagen die Geißböcke Bayer am Samstagnachmittag. Damit steigt der Druck im Abstiegskampf auf die Kölner vor den wichtigen Partien gegen Union Berlin und den 1. FC Heidenheim in den kommenden Wochen.

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Vor dem Nachbarschaftsduell gab es für FC-Trainer René Wagner vor allem eine drängende Frage: Wer soll Ragnar Ache, der sich gegen St. Pauli verletzt hatte, ersetzen? Einen Eins-zu-Eins-Ersatz sah Wagner nicht in seiner Mannschaft. „Ich will niemanden zu nahe treten, aber Ragy hat einfach eine unfassbare Qualität in der Luft, das wissen wir alle. Jetzt geht es darum, die richtige Kombination an Spielern zu finden und das aufzufangen“, so der Coach vor dem Spiel. Teil der Kombination sollte Marius Bülter sein, der für den verletzten Stürmer in die Startelf rückte. Außerdem bekamen Linton Maina und Kristoffer Lund den Vorzug vor Jan Thielmann und Alessio Castro-Montes. Ansonsten vertraute Wagner der gleichen Anfangsformation wie gegen St. Pauli.

Starke Kölner Anfangsphase

Und die legte direkt mit viel Tempo los. Schon nach fünf Minuten hatte der FC zwei gute Chancen. Nach einem Fehler von Jarell Quansah beziehungsweise Aleix Garcia kamen Said El Mala und etwas später Jakub Kaminski zum Abschluss, zielten allerdings jeweils nicht genau genug. Durch einen Ballgewinn von Jahmai Simpson-Pusey bekam El Mala bei einem Konter kurz danach direkt die nächste Möglichkeit. Seinen Schlenzer mit dem schwachen linken Fuß von der Strafraumkante konnte Janis Blaswich aber gut parieren. Der Keeper war eine Zeigerumdrehung später bei einem wuchtigen Freistoß aus der Distanz von Sebastian Sebulonsen ebenfalls auf seinem Posten.

Die Werkself hatte die ersten zehn Minuten nichts zu melden – bis Eric Martel sie ins Spiel holte. Einen schwachen Querpass des Mittelfeldspielers fing Patrik Schick ab, zielte vor Schwäbe aber zu ungenau an den Pfosten. Danach wurde die Partie etwas offener. So kam Leverkusen nach etwas über einer Viertelstunde zu nächsten Möglichkeit. Quansah hielt bei einer Hereingabe von Montrell Culbreath den Fuß rein, Schwäbe war im kurzen Eck aufmerksam. Kurz darauf waren wieder die Geißböcke auf dem Weg nach vorne. Bei einem Konter schickte Linton Maina El Mala in die Tiefe. Der 19-Jährige wurde noch von Quansah gestört, sodass er aus spitzem Winkel nicht mehr perfekt zum Abschluss kam und Blaswich die Chance vereitelte.

Harte Elfmeterentscheidung führt zur Leverkusener Führung

Nach dieser Möglichkeit deutete es etwas bis zur nächsten gefährlichen Aktion – die hatte es dafür aber in sich. Eine Hereingabe von Marius Bülter klärte Edmond Tapsoba genau auf Martel. Beim Dropkick des Sechser bekam Leverkusens Keeper die Arme jedoch noch schnell genug nach oben (29.). Kurz danach wäre er dann machtlos gewesen. Bei einem katastrophalen Rückpass von Quansah spritzte El Mala dazwischen und war so am Schlussmann vorbei. Aus spitzem Winkel hätte der 19-Jährige nur noch einschieben müssen, traf allerdings den Pfosten – die Riesenchance auf die Führung.

Nur ein paar Minuten später konnte dann Martel gerade so noch per Grätsche einen Abschluss von Alejandro Grimaldo blocken. Den zweiten Versuch setzte Nathan Tella dann drüber, wurde danach von Simpson-Pusey getroffen. Es gab aber keinen Elfmeter, weil der Ball schon im Aus war. Nur ein paar Minuten später zeigte Schiedsrichter Robert Hartmann doch auf den Punkt. Martel hatte mit angelegten Arm einen Pass von Exequiel Palacios im Sechzehner geblockt. Weil der Sechser jedoch eine leichte Bewegung zum Ball machte, pfiff der Referee – eine harte Entscheidung. Den anschließenden Elfer verwandelt Schick mit etwas Glück, weil Schwäbe die Ecke hatte und fast entscheidend drangekommen wäre (43.). So mussten die Geißböcke trotz vieler Chancen und einer starken ersten Hälfte mit einem Rückstand in die Pause.

Fehlende Effizienz bei Köln – Eiskalter Schick

In der zweiten Halbzeit setzte sich die Kölner Chancenverschwendung nahtlos fort: El Mala tauchte fast direkt nach Wiederanpfiff frei vor Blaswich im Strafraum auf. Halbrechts am Fünfmeterraum kam der Youngster nur gerade so vorm Leverkusener Schlussmann an den Ball und konnte ihn so nicht vorbeiliegen. Kurz darauf hatte Kaminski die nächste große Chance auf den Ausgleich, scheiterte aus sehr guter Position im Strafraum ebenfalls am Keeper der Werkself. Die machte es dagegen im direkten Gegenzug besser. Nur ein paar Sekunden nach der Kaminski-Großchance setzte sich Tella auf der linken Seite durch und flankte in die Mitte. Dort zeigte sich Schick eiskalt und versetzte dem FC den zweiten Nackenschlag (52.).

Die Geißböcke steckten trotzdem nicht auf. Nach einem schönen Zusammenspiel am Bayer-Strafraum versuchte es Kaminski erneut, wurde jedoch dieses Mal gerade noch geblockt. El Mala fehlte ungefähr eine Minute später, als er von links nach innen zog, die Präzision. In der 65. dribbelte der Youngster dann wieder in die Mitte. Sein erster Abschluss von der Strafraumkante wurde noch von der Bayer-Verteidigung abgewehrt, der zweite Versuch war zum wiederholten Male zu ungenau und ging drüber. Auch der Schuss nach einem weiteren Dribbling, dieses Mal jedoch aus ungefährlicherer Situation, flog übers Tor.

Waldschmidt mit nächstem Joker-Tor

Im Anschluss dauerte es ein paar Minuten bis zur nächsten Situation. Die besorgten dann zwei Joker: Jan Thielmann flankte auf Luca Waldschmidt, der Blaswich mit seinem Kopfball zur nächsten Parade zwang (75.). Zwei Minuten später machte es Waldschmidt dann besser. Leverkusen hatte das nächste El-Mala-Dribbling im Fünfmeterraum eigentlich schon entschärft, aber der FC-Joker blieb dran, kam an den Ball und schloss eiskalt aus kurzer Entfernung ab. Köln erhöhte weiter den Druck. Nach einem Zuspiel von Thielmann wurde Felipe Chavez Schuss vom Rand des Sechzehners geblockt, Waldschmidts zweiter Versuch aus der Distanz ging dann ein Stück vorbei. Erneut Chavez kam in der Nachspielzeit mit seinem Abschluss nicht an der Leverkusener Abwehr vorbei. In der letzten Minute rettete Tapsoba nach einer Ecke nochmal kurz vor der Linie für Leverkusen, ehe Blaswich auch den letzten FC-Versuch entschärfte.

Und so blieb es bei der bitteren Niederlage für die Kölner. In einer Woche müssen die Geißböcke dann nach Berlin. Am Samstagnachmittag um 15:30 (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) treten die Domstädter dort gegen Union an.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund (72. Waldschmidt), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen – Kaminski, Martel (85. Niang), Johannesson (72. Chavez), Maina (60. Castro-Montes) – El Mala, Bülter (60. Thielmann); Gelbe Karten 1. FC Köln: Johannesson (45.); Tore: 0:1, 0:2 Schick (43., Elfmeter; 52.), 1:2 Waldschmidt (77.)


Wieder Gegentor in der Nachspielzeit: U21 vergibt Sieg in Velbert in letzter Sekunde

Sargis Adamyan bei der U21 des 1. FC Köln
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Wieder Gegentor in der Nachspielzeit: U21 vergibt Sieg in Velbert in letzter Sekunde

Die U21 des 1. FC Köln hat den zweiten Sieg in Folge verpasst. Die U21 lag gegen die SSVg Velbert zweimal zurück, führte kurz vor Schluss mit 3:2, doch in der Nachspielzeit setzte es den Gegentreffer zum 3:3-Endstand per Foulelfmeter.

Es war schon das dritte Mal in der Rückrunde, dass die U21 auswärts bei einem Team aus dem Tabellenkeller einen Gegentreffer in der Nachspielzeit kassierte.

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U21-Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 3:0-Erfolg gegen den SC Fortuna Köln nur auf einer Position – und das gezwungenermaßen: Der Derbyheld Youssoupha Niang schaffte den Sprung zurück in den Bundesliga-Kader für das Duell gegen Bayer Leverkusen. Dafür rückte Bernie Lennemann zurück in die Anfangsformation. Die Gastgeber waren als Drittletzter der Tabelle mit vier Punkten Rückstand zum rettenden Ufer vor dem Anstoß unter Zugzwang – und erwischten einen Traumstart. Nach einer flachen Ecke auf den ersten Pfosten bugsierte Tristan Duschke den Ball am machtlosen Mikolaj Marutzki vorbei ins lange Eck zum 1:0 für Velbert (6.).

Herausragender Sargis Adamyan

Die Kölner wurden kurz danach aber druckvoller – angeführt vom herausragenden Sargis Adamyan. Zunächst bekam der Armenier nach einer Flanke von Cenny Neumann nicht genug Druck hinter seinen Kopfball, sodass dieser am ersten Pfosten mühelos in den Armen von Velberts Torwart Kevin Jackmuth landete (11.). Kurz danach passte Adamyan in den Lauf von Lennemann, dessen Schuss aus spitzem Winkel Jackmuth aber ans Außennetz lenken konnte (12.). Und weitere Augenblicke später legte der Armenier die Kugel mit der Hacke vor dem Sechzehner ab zu Fayssal Harchaoui. Dessen flacher Fernschuss außerhalb des Sechzehners schlug vom rechten Innenpfosten zum 1:1 im Tor ein (13.).

Und natürlich hatte Adamyan auch beim nächsten guten Abschluss seine Füße im Spiel, passte zum aufgerückten Jonathan Friemel, dessen Schuss im Sechzehner aber über das Velberter Tor flog (19.). Die Hausherren wurden hingegen nur noch durch einen Distanzschuss von Calvin Mockschan gefährlich, der aber am FC-Tor vorbeiflog (27.). Fynn Schenten wiederum scheiterte aus spitzem Winkel an Jackmuth (29.).

Den FC-Talenten war der Wille anzumerken, das Spiel zu drehen

Die erneute Führung für Velbert kam letztlich doch überraschend, entsprang allerdings einem sehenswerten Spielzug. Oguzcan Büyükarslan spielte den Ball am Sechzehner zu Mockschan, der direkt mit der Hacke zurücklegte zum zentral am Elfmeterpunkt freistehenden Büyükarslan. Dessen Schuss rutschte durch Marutzkis Beine ins Tor zum 2:1 (31.). Die FC-Abwehr ließ sich hier viel zu leicht düpieren. Und Büyükarslan hätte beinahe seinen zweiten Treffer nachgelegt, traf nach einer Flanke aus dem Mittelfeld freistehend aber nur den Pfosten (38.).

Bernie Lennemann erzielte kurz nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte den vermeintlichen Ausgleich, stand beim Zuspiel in die Spitze jedoch im Abseits, sodass der Treffer nicht zählte (48.). Den FC-Talenten war der Wille anzumerken, das Spiel zu drehen, aber lange Zeit fehlten die zündenden Ideen. Das änderte sich bei einem ruhenden Ball in der Schlussphase. Sargis Adamyan servierte eine Ecke von der linken Angriffsseite auf den ersten Pfosten, wo der Sekunden zuvor eingewechselte Marvin Ajani per Kopf ins lange Eck verlängerte zum 2:2 (72.).

Und Ajani war auch maßgeblich am dritten Kölner Treffer beteiligt: Der Routinier wurde kurz vor dem Ende im Sechzehner gelegt und holte so einen Strafstoß heraus. Adamyan schnappte sich die Kugel und verwandelte mit Glück rechts unten vom Schützen aus gesehen zum 2:3 für die U21. Jackmuth hatte die Ecke geahnt, war am Ball auch dran, konnte den Schuss aber nicht abwehren (85.). In der Nachspielzeit folgte wieder einmal ein später Nackenschlag: Harchaoui brachte beim Kampf um den Ball Büyükarslan zu Fall, es gab Elfmeter für die Gastgeber. Max Machtemes verwandelte vom Punkt sicher zum 3:3 (90.+5). Damit setzte es nach Wuppertal und Wiedenbrück auch beim dritten Kellerteam einen Gegentreffer mit Wirkung für die U21 in der Nachspielzeit.

Für die U21 geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den SV Rödinghausen weiter.

1. FC Köln U21: Marutzki – Neumann, Mausehund, Özkan, Friemel – Kristal (84. Elyazidi), Harchaoui – Süne (46. Toure), Adamyan, Schenten (71. Lippert) – Lennemann (71. Ajani). Tore: 1:0 Duschke (6.), 1:1 Harchaoui (13.), 2:1 Büyükarslan (31.), 2:2 Ajani (72.), 2:3 Adamyan (85., Foulelfmeter), 3:3 Machtemes (90.+5).

Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen: Waldschmidt verkürzt auf 1:2

Said El Mala mit dem frühen Abschluss
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen: Waldschmidt verkürzt auf 1:2

Am Samstagnachmittag empfängt der FC Bayer 04 Leverkusen. Dann steht für die Geißböcke das 31. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen.

Nach dem 1:1-Unentschieden der Geißböcke gegen St. Pauli am vergangenen Wochenende steht das Duell gegen Bayer Leverkusen an. Mit einem weiteren Dreier könnten die Kölner einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

Live aus dem Kölner Stadion berichtet come-on-fc.com

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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen. Personell kann der Kölner Trainer, abgesehen von den beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian sowie Ragnar Ache, aus dem Vollen schöpfen. Wen René Wagner diese Woche zusätzlich aus dem Kader streichen wird. Wollte der Kölner Trainer noch nicht verraten.

Gegen die Werkself will FC-Coach Wagner erneut drei Punkte einfahren und schaut positiv auf das Duell: „Die Leverkusener hatten mit der Intensität immer mal ihre Probleme. Da müssen wir mutig sein und im eigenen Stadion die richtigen Mittel wählen, um ihnen weh zu tun. Wir wollen dafür sorgen, dass wir auch den Ball behalten und die Wege weit machen. Dadurch werden sich Räume öffnen, die wir mutig bespielen wollen“, so der Plan des Kölner Trainers. „Wir hatten vor St. Pauli auch einen Plan, den wir dann leider nicht ideal umgesetzt haben. Diesmal haben wir wieder einen guten Plan und werden ihn umsetzen.“, so Wagner weiter.

Auch der gegnerische Trainer will die Chance auf einen Dreier nutzen. „Samstagnachmittag, Derby, eine große Bedeutung für beide Teams: Wir freuen uns auf dieses für alle wichtige Spiel. Köln hat seit fünf Spielen nicht verloren und ist in einer guten Verfassung. Aber wir wissen, was auf uns zukommt, und sind bereit. Die Mannschaft und alle hier wissen um die Bedeutung dieses Derbys. Wir haben jetzt noch vier Spiele und werden alles investieren, um diese zu gewinnen“, so Kaspar Hjulmand vor der Begegnung mit den Geißböcken.



Danke Penne! Philipp Pentke beendet seine Karriere

Philipp Pentke
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Danke Penne! Philipp Pentke beendet seine Karriere

Zwei Jahre war er als Ersatzkeeper bei den Geißböcken, doch der Routinier hat Spuren hinterlassen. Im vergangenen Sommer verließ er den 1. FC Köln, nun der nächste Schritt: Philipp Pentke beendet seine Karriere.

Den ganz großen sportlichen Impact hatte der Keeper bei den Kölnern nicht mehr, ein Pflichtspiel kam beim FC nicht mehr dazu. Und doch war der hinterlassener Eindruck bleibend.

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Es bestand wohl kaum ein Zweifel, dass Philipp Pentke im vergangenen Sommer noch gerne eine Spielzeit bei den Kölnern drangehangen hätte, doch es kam bekanntlich anders. Der Vertrag des nun 40-Jährigen wurde nicht mehr verlängert, Ron-Robert Zieler verpflichtet. Pentke war im Sommer 2023 ans Geißbockheim gewechselt. Der FC suchte damals einen Ersatz für Timo Horn als künftige Nummer zwei, fand diesen aber nicht. Pentke trainierte nach Aussage von Christian Keller damals in Köln, um fit zu bleiben und sich auf eine neue Herausforderung vorzubereiten – ein glücklicher Zufall. Denn der ehemalige Torhüter der TSG Hoffenheim wurde dann doch unter Vertrag genommen. Einen Horn-Ersatz fanden die Kölner auch deswegen nicht, weil die Rolle von Marvin Schwäbe als Nummer eins klar definiert war. Pentke nahm die Rolle als Nummer zwei und später als Nummer drei problemlos an und übernahm eine Führungsposition.

„Ich werde das nie vergessen“

„Kurz und knapp ,ich danke für alle Momente die ich erleben durfte in diesem unfassbaren tollen Sport. Ein großen Dank an alle Menschen die an mich geglaubt und unterstützt haben, ich werde das nie vergessen. Es ist Zeit für neue Aufgaben, auch wenn ein Abschied nicht immer planbar ist wie man es sich vorstellt. Ich hatte eine unfassbare Zeit und werde sie vermissen“, schreibt der Keeper auf Instagram und dankt allen Vereinen, für die der Keeper gespielt hat. „Ihr alle wart mein Weg. Euer Spartaner“, so „Penne“ weiter. Zahlreiche ehemalige Wegbegleiter kommentierten den Abschiedsgruß – darunter Spieler wie Oliver Baumann, Dominique Heintz und Leo Bittencourt. Über seine zukünftige Aufgaben machte Pentke keine Angaben. Der 40-Jährige hatte nach seinem Engagement vergeblich nach einem neuen Torhüter-Job gesucht, diesen aber nicht mehr gefunden. „Ich bin nach wie vor in Köln und arbeite natürlich parallel an meinem Plan B, über den ich allerdings noch nicht sprechen darf“, sagte Pentke im Winter dem „Merkur“.