Eine Fünf, zwei Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen St. Pauli

Marius Bülter im Duell gegen St. Pauli
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Eine Fünf, zwei Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen St. Pauli

Vor dem Duell am Millerntor hofften die Fans auf einen Acht-Punkte-Vorsprung – die Vorentscheidung. Am Ende waren die Kölner froh über einen Punkt. Wirklich überzeugen konnten nicht alle Spieler: Die Einzelkritik des 1. FC Köln beim FC St. Pauli.

Wenn man so will sind die Kölner mit einem blauen Auge davon gekommen. Der FC spielte 1:1 am Millerntor und rettete sich durch einen Elfmeter kurz vor Spielende.

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Schwäbe wieder bester Kölner

Marvin Schwäbe, Einzelkritik 2

Marvin Schwäbe

Stand früh richtig gegen Hountondji bei einem Kopfball, rettete dann weltklasse gegen den 23-Jährigen im Eins-gegen-eins. War anschließend auch gegen Ritzka zur Stelle und nach dem Wechsel bei einem viel zu harten Rückpass von Simpson-Pusey. Als er nach einer knappen Stunde geschlagen war, war Bülter für ihn auf der Linie zur Stelle. Bei Mets Gegentor machtlos.


Alessio Castro-Montes Einzelkritik 4

Alessio Castro-Montes

Rückte für Kristoffer Lund in die Anfangsformation. Wirkte nicht immer sattelfest. Etwas als Pyrka ihn nach einer halben Stunde viel zu leicht stehen ließ. Rettete dafür aber bei einer scharfen Flanke von Sinani nur wenige Minuten später. Seine Flanken verpufften meist wirkungslos.


Cenk Özkacar Einzelkritik

Cenk Özkacar

Sah gegen Hountondji nicht immer gut aus. Hatte bei einer Drehung Glück, dass Schwäbe weltklasse parierte. War aber im Zweikampfverhalten ansonsten routiniert, gewann starke 70 Prozent der Duelle.


Jahmai Simpson-Pusey Einzelkritik 4+

Jahmai Simpson-Pusey

War in der Anfangsphase einmal mehr die Ruhe selbst. Seine langen Bälle waren oft zu ungenau, fanden weder Ache noch El Mala. War auch defensiv nicht immer auf der Höhe. Stellte seinen Keeper mit einem erstaunlich harten Rückpass auf die Probe und verlor Mets beim 0:1 aus den Augen. Hatte auf der anderen Seite die meisten Ballkontakte und spielte mit Abstand die meisten Pässe (80).


Sebastian Sebulonsen, Einzelkritik 3-

Sebastian Sebulonsen

Fiel nicht sonderlich auf, was für einen Defensivspieler gerade in der Rückwärtsbewegung meist ein gutes Zeichen ist. Hatte aber auch recht wenig mit dem Spielaufbau zu tun.


Keine gute Leistung

Einzelkritik Eric Martel, Note 4

Eric Martel

Spulte die meisten Kilometer von allen Spielern ab und führte die meisten Zweikämpfe. War aber dennoch weit von seiner Topform entfernt. Setzte in der Vorwärtsbewegung gar keine Ausrufzeichen. Klammerte Wahl bei dessen Vorlage zum 1:0. Vielleicht wäre „mit zum Kopfball hochsteigen“ die bessere Wahl gewesen.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Einzelkritik Isak Johannesson, Note 4-

Isak Johannesson

Hatte in der Offensive kaum Impact, stopfte dafür in der Rückwärtsbewegung zunächst einige Löcher. Sammelte alleine in den Anfangsminuten vier Zweikämpfe, die er alle gewann. Seine Leistung flachte mit der Länge des Spielverlaufs zunehmend ab.


Einzelkritik Jakub Kaminski, Note 2

Jakub Kaminski

Setzte den ersten Abschluss, wurde aber geblockt. Wieder ein absoluter Aktivposten. Spulte seine Kilometer ab, kam auf drei Torschussbeteiligungen und holte den Elfmeter zum Ausgleich heraus.


Einzelkritik Jan Thielmann, Note 5

Jan Thielmann

Spielte wieder eher den rechten Part einer Fünferkette. Stand dort in der Defensive zunächst gut. Bis Ritzka ihn viel zu leicht stehen ließ, bevor er den Ball stark auf Hountondji brachte, der aber vergab. Nach vorne passierte über seine Seite so gut wie gar nichts. Auch deswegen war für das Eigengewächs zur Halbzeit Schluss.


Einzelkritik Ragnar Ache, Note 4

Ragnar Ache

Wurde immer wieder mit langen Bällen gesucht, aber viel zu selten gefunden. War somit kein Faktor im Spiel. Kam auf zehn Ballkontakte, ein Torschuss war nicht dabei. Nach 50 Minuten musste der Angreifer verletzt raus.


Einzelkritik Said El Mala, Note 4+

Said El Mala

Setzte sich früh gegen zwei Gegenspieler durch, brauchte beim Abschluss dann aber mehr als nur Feinjustierung. War viel unterwegs, aber eher selten mit Ball und noch seltener gefährlich. Steigerte sich nach dem Wechsel, setzte die Kugel an die Latte.


Einzelkritik Linton Maina, Note 4

Linton Maina

Kam zur Halbzeit für Thielmann und sorgte für deutlich mehr Tempo. War aber in seinen Situationen auch nicht glücklich.


Marius Bülter, Einzelkritik 3-

Marius Bülter

Kam für den verletzten Ache und setzte sich sofort in Szene. Allerdings mit einer Rettungsaktion auf der eigenen Linie.

Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben


Sorge um verletzten Ragnar Ache – Droht jetzt das Saison-Aus?

Ragnar Ache musste verletzt vom Platz
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Sorge um verletzten Ragnar Ache – Droht jetzt das Saison-Aus?

Der FC muss im Saisonendspurt möglicherweise auf Ragnar Ache verzichten. Der Stürmer verletzte sich im Auswärtsspiel des 1. FC Köln beim FC St. Pauli: Ragnar Ache droht das Saison-Aus. Der 27-Jährige zog sich offenbar eine muskuläre Verletzung zu.

Ausgerechnet im Saisonendspurt wird der FC wohl auf seinen Mittelstürmer Ragnar Ache verzichten müssen. Der Angreifer wurde im Duell gegen den FC St. Pauli nach einer knappen Stunde verletzt ausgewechselt.

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Der Spiel eröffnende Pass war vielversprechend. Ragnar Ache nahm Tempo auf, griff sich dann an den Oberschenkel und nahm das Tempo wieder raus. Aus dem Stand spielte der Angreifer noch einen Pass und zeigte umgehend nach der Ballabgabe an, dass das Spiel für ihn beendet sei, es eine Auswechslung geben müsse. Von den Medizinern gestützt humpelte Ache vom Platz, eine Hand immer am lädierten Oberschenkel. Und anscheinend sind die muskulären Probleme wieder zurück am Geißbockheim. Wie ein roter Faden ziehen sich die Verletzungen durch die Saison. Zeitweilig fielen drei Innenverteidiger gleichzeitig aufgrund von muskulären Problemen aus und brachten die Geißböcke in personelle Nöte. Zuletzt hatte der FC die Anfälligkeiten eigentlich im Griff. Nun folgt wohl ein weiterer bitterer Ausfall. Denn Ache machte nicht den Eindruck, als würde es sich um eine Lappalie handeln.

Sechs Tore seit Jahreswechsel

Eine genaue Diagnose steht noch aus. Ache wird wohl am Samstag ins MRT geschickt. Doch der Stürmer wird wohl vorerst ausfallen, vier Spieltage vor dem Ende der Spielzeit droht nun sogar das Saison-Aus. Und das wäre besonders bitter. Der 27-Jährige erlebte gegen die Kiezkicker sicher nicht seinen besten Tag, im Jahr 2026 ist der Angreifer aber ein absoluter Leistungsträger. Sechs Tore erzielte Ache seit dem Jahreswechsel, bereitete ein weiteres Tor vor. Der Stürmer ist neben Said El Mala und Kaminski Teil der starken Offensivreihe, die für einen Aufsteiger gute 44 Tore erzielte. „Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist“, sagte Luca Waldschmidt nach der Begegnung bei DAZN. „Wir müssen es jetzt abwarten. Es sah auf jeden Fall nicht so gut aus“, sagte Thomas Kessler. „Wir schicken ihn jetzt schnellstmöglich in die Diagnostik und dann müssen wir abwarten, was dabei rauskommt.“ Auch René Wagner konnte nichts genaues sagen: „Ich habe kurz mit ihm gesprochen. Ich glaube, da ist was, es ist aber zu früh, um zu sagen, was genau es ist. Wir müssen es morgen genauer checken.“


Lob für „smarten Move“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen St. Pauli

Luca Waldschmidt jubelt nach seinem Elfmetertor gegen St. Pauli
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Lob für „smarten Move“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen St. Pauli

Mit dem 1:1-Unentschieden über St. Pauli hat der FC am Freitagabend einen Punkt eingefahren. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Torschütze Luca Waldschmidt und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen St. Pauli.

Für René Wagner war es das dritte Duell als Chefcoach an der Seitenlinie des 1. FC Köln. Und erneut fahren die Geißböcke Punkte ein. Nach dem Ausgleich per Elfmeter durch Luca Waldschmidt zum 1:1 kehrt der FC mit einem Zähler zurück an den Rhein.


„Smarter Move“

Luca Waldschmidt jubelt nach seinem Elfmetertor gegen St. Pauli

Luca Waldschmidt

“Der Punkt ist sehr viel wert. Nach dem 0:1 hier zurückzuliegen, mit dem Stadion, das voll da war, ist es schwer, hier wieder ins Spiel zu kommen. Von daher sind wir sehr glücklich mit dem Punkt.“

Zu seinem verwandelten Elfmeter: „Ich bin ganz klar ran. Da habe ich gedacht, das ist meine Ecke, die nehme ich mir. Ich wollte keine großen Experimente bei der Wichtigkeit des Tores machen.“

“Said hatte direkt im Mittelfeld gefragt, ob ich ihn (den Elfmeter, Anm. der Red.) nehme. Ich habe ja gesagt und er hat gesagt ,Ist gut, mach ihn`. Im Sechtzehner wollte er aber glaube ich nochmal ein bisschen Verwirrung stiften, so dass der Torwart denkt, er schießt. Smarter Move. Mich hatte er schon gefragt, als der Schiri noch draußen war.“

Zum Lob von René Wagner: „René und ich sind in einem guten Austausch und gehen da offen miteinander um. Ich kenne ihn auch schon ein bisschen länger aus der Zeit mit Steffen Baumgart. Er macht es gut in der Ansprache mit der Mannschaft, kriegt uns gut gepackt, vermittelt die Inhalte gut und die kommen dann auch gut bei uns an. Es ist wichtig, wenn man das Vertrauen vom Trainer spürt, auch wenn man nicht direkt in der Startelf ist. Ich bin froh, dass das gut klappt und ich helfen kann.“

Zu Ragnar Ache und seiner Verletzung: „Ich habe leider noch nichts mitbekommen. Ich war noch nicht in der Kabine und er ist direkt rein. Ich hoffe, dass es nicht sehr schlimm ist.“


„So lange derjenige trifft, der antritt, ist es mir scheißegal“

Entscheidender Faktor? Marvin Schwäbe ist der starke Rückhalt bei den Geißböcken

Marvin Schwäbe

„Man hat gerade am Ende gemerkt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Für uns war es enorm wichtig, dass wir die Distanz gewahrt haben, dass wir uns nicht aufgegeben haben und bis zum Ende dran geglaubt und weiter nach vorne gespielt haben, um die fünf Punkte zu halten.“

Zum Elfmeterschützen: “Es kommt immer darauf an, wer sich gerade gut fühlt. Luca hat es in der Vergangenheit gut gemacht. Von daher ist es absolut in Ordnung. So lange derjenige trifft, der antritt, ist es mir scheißegal. Die Jungs legen sich im Training die Bälle für die Elfmeter hin und probieren es. Luca ist enorm sicher. Vielleicht kommt es dann auch auf das bisschen Erfahrung an.

„Wenn man kurzfristig auf die Tabelle geschaut hat, sah es dann nicht gut aus.“

Zur Leistung gerade im zweiten Durchgang: „Ich kann es mir zum Teil selbst nicht erklären. Wir haben im letzten Drittel nicht die Lösungen gefunden.“


„Großen Respekt an Said“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

„Es war ein wilder Ritt für beide Mannschaften. Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, mit Ball gefährlich zu werden. Wir haben zu viel die langen Bälle gespielt, das war eigentlich nicht der Plan. Dann haben wir es in der zweiten Halbzeit auch nicht geschafft, hinten rauszukommen. Dann wurde es schwer, dann kommen die Ecken rein und wir bekommen nach einem Standard das Gegentor. Dann zieht sich Pauli zurück, wir können mit Ball wieder Akzente setzen und kommen dann auch gefährlich in die Box rein, dann wird Kuba gefoult und bekommt den Elfmeter.“

Zum Elfmeter: „Es sah von außen recht klar aus. Die Jungs haben auch so reagiert, dass es einer war. Pauli hat dann auch nicht lamentiert. Es wirkte schon wie ein klarer Elfmeter und das Schiedsrichtergespann war sich auch recht sicher, das war eine gute Kommunikation. Ich bin froh, dass am Ende der VAR da war für uns.“

“Said hat Luca den Ball gegeben. Er wollte schießen, aber Luca war sich sicher und dann hat er den Ball abgegeben. Großen Respekt an Said, in der Situation den Ball abzugeben. Ich freue mich für Luca, dass er ihn dann auch reingehauen hat.“

“Der Punkt war unfassbar wichtig. Wenn wir das Spiel verlieren, dann sind wir zwei Punkte an St. Pauli ran, so sind wir fünf weg.“


„Wir haben den Abstand gehalten“

Thomas Kessler vom 1. FC Köln

Thomas Kessler

“Es war ein sehr wichtiger Punkt für uns. Uns ist heute nicht alles gut gelungen, gerade mit Ball haben wir nicht immer gute Entscheidungen getroffen. Aber man muss sagen, die Atmosphäre war phantastisch. St. Pauli hat uns alles abverlangt. Es war ein sehr spannendes Spiel und es ist wichtig, mit einem Punkt nach Hause zu fahren.“

„Wir haben den Abstand gehalten. Das war für uns sehr wichtig. Der Spielverlauf hätte auch ehrlich gesagt nicht mehr hergegeben.“

Zum Elfmeter von Luca Waldschmidt: „Es ist so, dass der Trainer sagt, der Junge, der sich am besten fühlt, soll sich den Ball nehmen. Das ist völlig normal. Said brennt für jedes Tor, für jedes Dribbling. Natürlich will er Tore schießen. In der Situation war es eine gute Entscheidung, Luca den Ball zu geben. Das war sehr wichtig.“

Vorentscheidung verpasst, Rückschlag verhindert: Luca Waldschmidt rettet dem 1. FC Köln per Strafstoß den Punkt

Luca Waldschmidt nach dem Ausgleich
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Vorentscheidung verpasst, Rückschlag verhindert: Luca Waldschmidt rettet dem 1. FC Köln per Strafstoß den Punkt

Der FC hat die Vorentscheidung verpasst, einen heftigen Dämpfer aber gerade noch einmal verhindert. Der 1. FC Köln spielt 1:1 beim FC St. Pauli und hält damit die fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Es hätte die Vorentscheidung fallen können, es wurde der harte Rückschlag verhindert. Der FC kam beim FC St. Pauli nicht über ein 1:1 hinaus, erzielte den Ausgleich wenige Minuten vor Spielende. Luca Waldschmidt glich die Führung der Kiezkicker per Strafstoß aus.

Hendrik Broschart berichtet aus Hamburg

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René Wagner hatte am Mittwoch bereits erklärt, dass es nach dem Bremen-Duell nicht unbedingt viele Gründe für die große Rotation geben würde. Und wie erwartet gab es tatsächlich nur eine Veränderung: Alessio Castro-Montes lief für Kristoffer Lund auf. Der FC legte relativ schnell den Vorwärtsgang ein. Zumindest kamen die Geißböcke zu den ersten Abschlüssen. Der Versuch von Jakub Kaminski wurde zur Ecke geblockt, aus der resultierte ein Schuss von Castro-Montes, der aber in Richtung Tribüne flog (5.). Keine 120 Sekunden später schickte Ragnar Ache Sturmpartner Said El Mala auf die Reise. Der Kölner Shootingstar setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch, die Kugel aber weit über das Tor. Ähnlich sah es bei Mathias Pereira Lage beim ersten Versuch der Kiezkicker aus (9.). Die beste Chance der Anfangsphase gehörte ebenfalls dem Gastgeber. Eine Ecke wurde auf Andreas Hountondji verlängert, der am langen Pfosten offenbar zu überrascht war (11.), um den Ball über die Linie zu drücken. Anschließend flachte die Partie zunehmend ab.

Ache verletzt vom Platz

Erst nach einer knappen halben Stunde probierte es Eric Martel aus der Distanz, doch die Kugel wurde wieder geblockt (28.). Auf der anderen Seite waren es aber wieder die Kiezkicker, die gefährlich wurden. Nach einer scharfen Hereingabe drehte sich Hountondji in der Box um Cenk Özkacar und zog ab, aber Marvin Schwäbe parierte weltklasse (33.). Die Phase gehörte nun den Nordlichtern, der FC hatte Schwierigkeiten, sich zu befreien. Auch Lars Ritzka schloss ab, doch wieder war der Kölner Keeper zur Stelle (35.). Erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel waren die Kölner über Jan Thielmann wieder da, doch gefährlich wurde der Angriff ebenfalls nicht (45.). Schon in der Pause nahm Wagner den ersten Wechsel vor, brachte Linton Maina für den schwachen Jan Thielmann. Für den ersten Aufreger nach dem Wechsel sorgte Jahmai Simpson-Pusey, der mit einem Rückpass Schwäbe in arge Bedrängnis brachte (48.). Nur drei Minuten später der nächste Kölner Schock: Kaminski schickte Ache auf die Reise, doch der Stürmer verletzte sich bei der Aktion und musste für Marius Bülter vom Platz.

Waldschmidt trifft vom Punkt

Der Angreifer fügte sich mit einer sensationellen Aktion ein. Allerdings im eigenen Strafraum, als er den Ball nach einem Kopfball von Tomoya Ando von der Linie kratzte. Zuvor hatte El Mala aus 18 Metern die Latte getroffen (53.). Der Gastgeber war deutlich besser im Spiel, setzte die Kölner in der eigenen Hälfte fest und belohnte sich. Nach einer Ecke legte Hauke Wahl den Ball zurück und Karol Mets nickte ungestört ein (69.). Für die Schlussphase brachte Wagner mit Luca Waldschmidt und Felipe Chávez noch zwei weitere frische Kräfte. Und das zahlte sich aus. Nach einem Foulspiel von Mets an Kaminski griff der VAR Christian Dingert ein und Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied nachträglich auf Elfmeter. Waldschmidt erhielt von El Mala den Ball und traf zum 1:1 (86.). In den Schlussminuten lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch, ein Tor fiel aber nicht mehr. Am kommenden Samstag ist Bayer Leverkusen zu Gast in Köln.

1. FC Köln: Schwäbe – Castro-Montes (70. Lund), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen (79. Waldschmidt) – Martel, Johannesson (79. Chávez) – Kaminski, Thielmann (46. Maina) – El Mala, Ache (51. Bülter); Tor: 1:0 Mets (69.), 1:1 Waldschmidt (86.)


    Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen St. Pauli: Punkteteilung beim 1:1

    Jubel bei den Kölner Spielern nach dem 2:1
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    Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen St. Pauli: Punkteteilung beim 1:1

    Am Freitagabend ist der FC zu Gast am Millerntor. Dann steht für die Geißböcke das 30. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli.

    Nach dem 3:1-Sieg der Geißböcke gegen Werder Bremen am vergangenen Wochenende steht das Duell gegen St. Pauli an. Mit einem weiteren Dreier könnten die Kölner einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

    Aus Hamburg berichtet Hendrik Broschart

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    Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli. Personell kann der Kölner Trainer, abgesehen von den Langzeitverletzten, erneut aus dem Vollen schöpfen. Die große Auswahl zwang René Wagner allerdings dazu, auch schwere Entscheidungen zu treffen und drei Profis in Köln zu lassen. So reisten am Donnerstag Florian Kainz, Dominique Heintz und Denis Huseinbasic nicht mit in den Norden.

    Gegen die Mannschaft aus Hamburg will FC-Trainer Wagner erneut drei Punkte einfahren und schaut positiv auf das Duell: „Der Sieg hat der Mannschaft ein Stück Selbstvertrauen gegebenen. Wir haben eine große Chance gegen St. Pauli und die wollen wir nutzen. Wir haben aber einen schweren Gegner und ein schweres Auswärtsspiel. Wenn wir dort aber drei Punkte einfahren, dann sieht die Tabelle wesentlich besser aus“. Die Stärken des FC St. Pauli erläuterte Wagner im Vorfeld. „Das ist eine Mannschaft, die es schafft, aus einem kompakten Block heraus gefährlich umzuschalten. Sie haben aber auch mit Ball ganz viele Lösungen. In diese dürfen wir nicht reinlaufen. Sie haben zudem Geschwindigkeit auf der letzten Linie, da kommt es auf die Restverteidigung an. Da waren wir gegen Bremen überragend“, so der Coach.

    Auch der gegnerische Trainer will die Chance auf einen Dreier nutzen. „Ich bin überzeugt, dass die Jungs es besser machen werden. Wir wissen um die Situation, dass wir uns an Köln heranschieben können. Bei einer Niederlage ist auch nicht alles verloren. Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen“, so Alexander Blessin vor der Begegnung mit den Geißböcken.



    Eigentlich keine schlechte Erinnerung an Matthias Jöllenbeck – aber da war doch was…

    Matthias Jöllenbeck im Spiel des 1. FC Köln gegen Darmstadt
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    Eigentlich keine schlechte Erinnerung an Matthias Jöllenbeck – aber da war doch was…

    Am Freitagabend ist Köln zu Gast beim FC St. Pauli. Der Schiedsrichter ist für den FC kein Unbekannter. In schlechter Erinnerung ist er aber auch aufgrund eines Spiels ohne FC-Beteiligung. Matthias Jöllenbeck pfeift den 1. FC Köln beim FC St. Pauli.

    FC-Trainer René Wagner würde am Freitag gegen den FC St. Pauli nur zu gerne den zweiten Sieg in Serie holen. Dann würden die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Der Schiedsrichter der Begegnung ist für den FC kein Unbekannter.


    Einen Grund für eine Beschwerde hatten die Kölner nun wirklich nicht. Eher das Gegenteil. Matthias Jöllenbeck pfiff den FC im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig. Die Kölner setzten sich gegen desolate Niedersachsen auch in der Höhe verdient mit 5:0 durch. Dabei hätte der Führungstreffer möglicherweise gar nicht zählen dürfen. Leart Pacarada und Linton Maina standen damals beim Eckstoß. Der Kosovare tippte die Kugel an, führte den Eckball also eigentlich schon aus. Maina nahm das Spielgerät erneut in die Hand, legte es sich noch einmal zurecht und brachte die Hereingabe. In der Box verwertete schließlich Timo Hübers. Eigentlich ein klares Handspiel. „Es sieht schon so aus, als ob ich es bewusst mache. Ich kann sagen: Das war nicht so. Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat“, sagte Pacarada später.

    Leicht positive Bilanz

    Kein Wunder, dass die Braunschweiger Spieler ein Handspiel monierten. Schiedsrichter Jöllenbeck erklärte später, er habe die Begegnung zuvor nicht angepfiffen. Glück für Köln. Der FC hatte – wenn man so will – bei einer anderen Entscheidungen das Nachsehen. In einem Spiel, in dem die Kölner noch nicht einmal dabei waren. Aber eben Jöllenbeck. In der Abstiegssaison 23/24 pfiff der Unparteiische die Begegnung des FSV Mainz gegen den VfL Bochum. Damals ging Jae-Sung Lee nach einem Zweikampf mit Bernardo zu Boden. Der Innenverteidiger, der auch schon auf der Liste der FC-Bosse gestanden haben soll, traf zwar Lee, spielte aber zuvor den Ball. Jöllenbeck blieb bei seiner Meinung, schaute sich das vermeintliche Foulspiel aber auch nicht noch einmal an. Bochum verlor und schickte den FC auf Rang 17.

    Auch beim letzten Einsatz des Schiedsrichters bei einer Begegnung mit Köln gab es erhitzte Gemüter. Im Hinspiel gegen den VfB Stuttgart entschied Jöllenbeck nach Eingriff des VARs auf einen Strafstoß, nachdem Marvin Schwäbe VfB-Stürmer Ermedin Demirovic getroffen hatte. Das Spiel lief zunächst weiter. Schwäbe gab zu, dass man den Elfmeter geben könne. Allerdings herrschte Unstimmigkeit, ob der VAR überhaupt hätte eingreifen dürfen. Generell ist die Bilanz der Kölner unter Jöllenbeck komplett ausgeglichen. Zwölf Mal leitete der 38-Jährige Begegnungen des FC. Vier gewannen die Kölner, vier endeten remis, vier gingen demnach verloren. In bitterer Erinnerung ist ein anderes 0:5. Der Mediziner pfiff die derbe Klatsche der Geißböcke gegen Mainz als Luca Kilian mit der Ampelkarte vom Platz musste.


    Brisanz und Besonderheiten: Ein Blick auf wegweisende Duelle zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli

    Florian Kainz gegen St. Pauli
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    Brisanz und Besonderheiten: Ein Blick auf wegweisende Duelle zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli

    Kaum hat der FC das erste Kapitel der Endspiele um den Klassenerhalt erfolgreich geschrieben, wird schon das nächste aufgeschlagen. Nach dem Sieg gegen Werder treten die Geißböcke bei St. Pauli an. Und ein Blick in die Bundesliga-Geschichtsbücher zeigt: Zum Saisonende gab es schon manches Mal entscheidende Duelle zwischen den Paulianern und dem 1. FC Köln: Erneut ein richtungsweisendes Spiel gegen St. Pauli.

    Mit 21 Siegen, sieben Unentschieden und vier Niederlagen ist die Pflichtspielbilanz des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli ziemlich positiv. In den häufig umkämpften Partien stand des Öfteren Abstiegskampf auf dem Programm – allerdings nicht immer.

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    Duelle um Meisterschaft und UEFA-Cup-Teilnahme

    Vor dem 34. Spieltag der Saison 1977/78 war für den 1. FC Köln alles angerichtet: Ein Sieg auf St. Pauli sollte doch zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft locker reichen. Zwar lag Borussia Mönchengladbach punktgleich hinter dem FC auf dem zweiten Tabellenplatz, hatte aber das deutlich schlechtere Torverhältnis. Klare Verhältnisse also? Denkste! Der Titel stand für den Effzeh plötzlich auf Messers Schneide: Die Elf vom Niederrhein zerlegte Borussia Dortmund mit 12:0 und war drauf und dran, den Geißböcken das Kölsch zu versalzen. Das schmeckte Köln-Coach Hennes Weisweiler freilich so gar nicht. Und weil ein knapper FC-Sieg am Millerntor unter diesen Umständen nicht mehr gereicht hätte, machte er seinen Profis weiter Dampf. Mit Erfolg: Die Kölner Mannschaft legte nach und dank eines 5:0-Auswärtssieges war der Meister-Braten am Ende dann doch gar.

    Weniger Erfolg hatten die Rheinländer bei ihrem Trip an die Elbe am 31. Spieltag der Saison 1990/91. Der 1. FC Köln lag als Tabellenfünfter klar auf UEFA-Cup-Kurs, als er bei den akut abstiegsbedrohten Kiez-Kickern baden ging. Die gewannen nämlich nach Toren von Jan Kocian und Dirk Zander 2:0. So wurde der FC am Ende nur Siebter und verpasste die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb. Allerdings schwammen auch St. Pauli trotz der Punkte gegen die Geißböcke am Ende die Felle davon: Man scheiterte in der Relegation an den Stuttgarter Kickers und stieg in die 2. Bundesliga ab.

    Von Abstiegsk(r)ampf und Aufstiegsfeiern

    Das Abstiegsgespenst geisterte in der Spielzeit 1995/96 auch durch die Domstadt, als im Müngersdorfer Stadion am 29. Spieltag der FC St. Pauli gastierte. Die Millerntor-Truppe hatte zu diesem Zeitpunkt fünf Punkte mehr auf dem Konto als der 1. FC Köln, bei dem mit Bodo Illgner, Olaf Janßen und Toni Polster der Kult-Faktor auf dem Platz hoch war. In einer allerdings eher krampfigen statt kultigen Partie erlöste kurz vor Spielelende Holger Gaißmayer die Geißböcke mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg. Der Torschütze wurde ein paar Wochen später endgültig zum FC-Retter, weil sein Tor in Rostock den Klassenerhalt bedeutete. Der FC St. Pauli sicherte sich mit Platz 15 ebenfalls den Ligaverbleib.

    Für die Rettung reichte es bei beiden Vereinen in der Saison 2001/02 unterdessen nicht mehr. Am 31. Spieltag trafen sich die beiden Krisenclubs zum Kellerduell in Köln. Zwar schoss Ex-Pauli-Stürmer Mathias Scherz die Geißböcke in der Nachspielzeit zu einem 2:1-Erfolg, wodurch die Domstädter ihre Minimal-Chance auf den Klassenerhalt wahrten. Am Ende ging es für den FC aber zusammen mit den Paulianern runter in Liga Zwei.

    Und dort setzten die Teams nur ein Jahr später ihre brisanten Begegnungen kurz vor Saisonende einfach fort. Dabei behielt der EffZeh nach Toren von Carsten Cullmann und Francis Kioyo sowie einem Gegentreffer von Fabian Gerber zuhause erneut knapp die Oberhand. Der 2:1-Sieg führte am 30. Spieltag zur vorzeitigen Kölner Rückkehr ins Fußball-Oberhaus, während St. Pauli den bitteren Gang in die Regionalliga antreten musste.

    Die nun anstehende Partie zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Köln steht einmal mehr im Zeichen des Abstiegskampfes. Ein wegweisendes Spiel allemal. Ob es auch wieder Stoff für die Fußball-Geschichtsbücher bietet, wird sich am Freitag zeigen.


    Zurück in die Anfangsformation? Alessio Castro-Montes drängt sich für St. Pauli auf

    Setzt zum Jubelsprung an: Alessio Castro-Montes
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    Zurück in die Anfangsformation? Alessio Castro-Montes drängt sich für St. Pauli auf

    Im vergangenen Sommer sahen ihn einige Skeptiker als Notfallplan an, im Winter gehörte er zu den besten FC-Profis, bevor ihn eine Verletzung ausbremste. Nun könnte es das Startelf-Comeback geben beim 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes drängt sich auf.

    Das Tor zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht, doch die Leistungen des Belgiers sind vielversprechend. Dabei deutete zu Saisonbeginn nicht viel darauf hin.

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    Im vergangenen Sommer war er einer der absoluten Wunschspieler. Lukas Kwasniok wollte seinen Wegbegleiter an den Rhein holen, der Spieler wollte zum FC wechseln, doch der SC Paderborn hatte andere Vorstellungen. Raphael Obermair galt als der Topkandidat für einen Lastminute-Wechsel am Deadline Day. Der Deal platzte, der Schienenspieler blieb bei den Ostwestfalen und Thomas Kessler zauberte Alessio Castro-Montes aus dem Hut, stattete den 28-Jährigen mit einem Dreijahres-Vertrag aus. Den belgischen Schienenspieler hatte zuvor niemand so recht auf dem Zettel. Rund zwei Millionen Euro sollen die Kölner für „Monti“ bezahlt haben. Doch so richtig wollte die Rechnung lange nicht aufgehen. Die Hinrunde war durchwachsen, Cstro-Montes spielte keine große Rolle.

    „Deswegen war ich nicht so enttäuscht“

    Erst im neuen Jahr steigerte sich der Schienenspieler, wurde mit drei Assists plötzlich zur festen Größe, bevor ihn eine Verletzung stoppte. Seit zwei Wochen ist der Belgier nun wieder fit. Gegen Bremen hätte der 28-Jährige beinahe seinen zweiten Treffer in Serie erzielt und zum zweiten Mal in Folge wenige Sekunden nach seiner Einwechselung. Nach einem starken Pass von Ragnar Ache war der Schienenspieler durch und schloss eiskalt gegen Mio Backhaus ab. Ein Tor, das den Kölnern ein wenig mehr Ruhe verschafft hätte. Ein Tor, das aufgrund einer Millimeter-Abseitsentscheidung nicht zählte. „Ich dachte von Anfang an, dass es Abseits war“, sagte Castro-Montes, der seine heraneilenden Mitspieler schon am ganz großen Jubel hinderte. „Deswegen war ich nicht so enttäuscht, dass das Tor nicht zählt.“

    Am Freitagabend könnte der Belgier eine der wenigen Veränderungen in der Anfangsformation sein. Castro-Montes wirkt deutlich stabiler als Kristoffer Lund, der zuletzt immer wieder in seinen Leistungen ein wenig wackelte – auch gerne in der Rückwärtsbewegung. Und so stellte Wagner dem 28-Jährigen einen Einsatz von Beginn an zumindest in Aussicht. „Er ist auf jeden Fall ein Stadtkandidat auch wenn wir über seine Fitness sprechen“, erklärte der Coach. Kein Wunder, technisch gehört Castro-Montes sicherlich zu den besseren Fußballern des Teams, ist meist präzise mit seinen Flanken – zumindest in diesem Jahr. Wagner erklärte, dass Lund ein junger Spieler sei, der immer weiter an sich arbeite, um in gewissen Situationen auch andere Lösungen zu finden. Dennoch dürfte Castro-Montes nach seinen guten Auftritten wieder zur Startelf gehören.

    Raphael Obermair darf sich indes weiter Hoffnungen auf die Bundesliga machen. Der 30-Jährige steht mit den Ostwestfalen aktuell auf Platz zwei der 2. Bundesliga,


    Harmlos in der Offensive und den Zweikämpfen – das erwartet den 1. FC Köln beim FC St. Pauli

    Said El Mala im Duell gegen St. Pauli
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    Harmlos in der Offensive und den Zweikämpfen – das erwartet den 1. FC Köln beim FC St. Pauli

    Nach dem wichtigen 3:1-Erfolg über Bremen am vergangenen Sonntag steht für den 1. FC Köln nun das Duell am Millerntor auf dem Programm. Am Freitagabend ist das Team von Trainer René Wagner zu Gast am Millerntor. Das erwartet den 1. FC Köln beim FC St. Pauli.

    Am Freitagabend geht es für den 1. FC Köln zum FC St. Pauli. Beim Tabellennachbarn möchten die Kölner an die Leitung gegen Bremen anknüpfen und den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf acht Punkte ausbauen. Allerdings sind die Gastgeber nicht zu unterschätzen.

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    Form: Mit einem Zwischenhoch im Februar und den Siegen gegen Stuttgart, Bremen und Hoffenheim meldeten sich die Kiezkicker im Abstiegskampf zurück. Seitdem wartet St. Pauli jedoch auf einen weiteren Dreier. Im Anschluss an ein Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt musste sich das Team von Trainer Alexander Blessin gegen Gladbach und Freiburg geschlagen geben, bevor es bei Union Berlin einen Punktgewinn gab. Am vergangenen Wochenende waren die Hamburger dann gegen den FC Bayern München gefordert. Gegen den deutschen Rekordmeister unterlagen die Braun-Weißen mit 0:5. Aktuell steht St. Pauli mit 25 Punkten auf dem Relegationsplatz.

    Viele Abschlüsse, viele Flanken

    Harmlose Offensive: Die Kiezkicker stellen in dieser Saison die schlechteste Offensive aller Bundesligisten. So erzielte St. Pauli in den bisherigen 29 Ligaspielen lediglich 25 Treffer und damit weniger als einen pro Partie. St. Pauli kommt auch auf die wenigsten Abschlüsse. Sollte sich das nicht grundlegend ändern, wären die Nordlichter in der zweiten Saison in Folge das harmloseste Team der Liga.

    Schwierigkeiten in den Duellen: Das Team von Alexander Blessin ist in dieser Spielzeit die zweikampfschwächste Mannschaft. Nur 2540 direkte Duelle mit dem Gegenspieler entschieden die Jungs vom Millerntor für sich.

    Faire Mannschaft: St. Pauli bekam gemeinsam mit Heidenheim und Leipzig mit lediglich 44 Karten die wenigsten in der Liga. Bei den Gelben Karten sind die Kiezkicker das fairste Team.

    Im Fokus:

    Im Fokus: Jackson Irvine ist als Kapitän der Anführer der Kiezkicker. Der Australier kam im Sommer 2021 ablösefrei zu den Braun-Weißen und entwickelte sich sofort zum Leistungsträger. Nach drei Jahren in der zweiten Liga gelang Irvine gemeinsam mit St. Pauli 2024 der Aufstieg in die Bundesliga. In seiner ersten Saison im Oberhaus behielt er seinen Status und half in 29 Ligaspielen mit, dass die Hamburger am Ende die Klasse hielten. Diese Saison verpasste der Australier die ersten Wochen der Saison verletzt, arbeitete sich jedoch zurück und ist nun wieder ein wichtiger Bestandteil im Team von Trainer Alexander Blessin. Irvine zeichnet sich durch seine Laufbereitschaft, seine Führungsstärke sowie sein gutes Lesen von Räumen aus. Im Sommer geht es für den Mittelfeldspieler mit Australien zur WM. Vorher möchte der 33-Jährige jedoch den Klassenerhalt mit St. Pauli feiern.

    3-4-3-System

    Formation: Trainer Alexander Blessin lässt seine Mannschaft in einem 3-4-3-System auflaufen. Dabei ist Nikola Vasilj zwischen den Pfosten gesetzt. Vor dem Schlussmann haben sich Hauke Wahl, Eric Smith  und Tomoya Ando festgespielt. Während Arkadiusz Pyrka seinen Platz auf der rechten Schiene sicher hat, liefern sich links Lars Ritzka und Louis Oppie ein Duell auf Augenhöhe. Im zentralen Mittelfeld haben sich Mathias Rasmussen und Joel Fujita einen Vorsprung erspielt, allerdings ist der Japaner gesperrt. Hinter der Spitze sind Daniel Sinani und Mathias Pereira Lage gesetzt. In der Spitze dürfte Andreas Hountondji nach seinem Comeback die klare Nummer eins sein.

    Mögliche Aufstellung: Vasilj – Ando, Wahl, Mets – Pyrka, Rasmussen, Irvine, Ritzka – Sinani, Pereira Lage – Hountondji

    Ausfälle: Alexander Blessin muss gegen den FC auf Joel Fujita (Gelbsperre), James Sands (Sprunggelenksverletzung), Eric Smith (Aufbautraining) und Ricky-Jade Jones (Syndesmoseriss) verzichten.


    Hamburger Flaute vs. Kölner Spektakel: Nutzt der 1. FC Köln St. Paulis Offensivkrise?

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    Hamburger Flaute vs. Kölner Spektakel: Nutzt der 1. FC Köln St. Paulis Offensivkrise?

    Showdown im Tabellenkeller: Der 1. FC Köln reist mit breiter Brust ans Millerntor und kann den Klassenerhalt vorzeitig sichern. Denn während die Geißböcke offensiv aufdrehen, gehört St. Pauli zu den harmlosesten Angriffsreihen der Liga. 1. FC Köln: Ungleiche Verhältnisse gegen den FC St. Pauli.

    Während die Geißböcke offensiv aufdrehen, gehört St. Pauli zu den harmlosesten Angriffsreihen der Liga: Die wenigsten Torschüsse, der schwächste xGoals-Wert und nur 25 Treffer sprechen eine deutliche Sprache. Doch trotz dieser eklatanten Offensivprobleme bleibt das Hinspiel als Warnung präsent: Nutzt Köln die Gunst der Stunde oder schlägt der Kiezklub erneut überraschend zu?

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    In der Theorie kann der 1. FC Köln im Kellerduell gegen den FC St Pauli den Klassenerhalt festzurren und (noch) Interimscoach René Wagner hätte die Geißböcke zum Erreichen des ausgerufenen Saisonziels getragen. Für diesen feierlichen Anlass erweckt die Reise ans Millerntor zu den “Boys in Brown” in erster Linie aus einem Grund Zuversicht, das Projekt Klassenerhalt bereits drei Spieltage vor Ende der regulären Saison abzuschließen.

    Denn Die Kiezkicker sind das Team mit den wenigsten Torschüssen (299), dem geringsten xGoals-Wert (28,3), den wenigsten Joker- (3) und Kontertoren (2). Nur 25 Treffer bejubelten die Hamburger in dieser Saison. Köln hingegen kommt in der gleichen Zeit auf 43 Treffer. Unter Wagner wiesen sie unlängst den höchsten xGoals-Wert aller Teams auf (3,0 in Frankfurt und sogar 4,4 gegen Bremen). Das ist nach dem Heimspiel gegen den HSV (4,6 am 9. Spieltag, 4:1) der zweit- und drittbeste Wert der Domstädter in dieser Saison.

    Bitteres Unentschieden- Schmerzhafte Erinnerungen an das Hinspiel

    Die Kräfteverhältnisse scheinen vorab also klar. Dennoch warnte Wagner im Pressegespräch davor, die Offensiv-Qualitäten der Kiezkicker zu unterschätzen: „Das ist eine Mannschaft, die es schafft, aus einem kompakten Block heraus gefährlich umzuschalten. Sie haben aber auch mit Ball ganz viele Lösungen. In diese dürfen wir nicht reinlaufen. Sie haben zudem Geschwindigkeit auf der letzten Linie, da kommt es auf die Restverteidigung an. Da waren wir gegen Bremen überragend“.

    Das im Fußball trotz derlei eindeutiger Vorzeichen auf dem Platz doch alles passieren kann, zeigte das schmerzhafte Unentschieden im Hinspiel. Denn da reichte ein einziger Abschluss der Blessin-Elf, um den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Nach einer Hereingabe aus dem linken Halbfeld schraubte sich Paulis Ricky Jade Jones am höchsten in den Nachthimmel über Müngersdorf und erwischte die butterweiche Flanke mit seinem Hinterkopf. Marvin Schwäbe rutschte obendrein während der Parade unglücklich weg, der Ball landete im rechten unteren Eck zum 1:1-Endstand.

    Kann Wagner den Klassenerhalt klar machen?

    Von Jade Jones wird beim Rückspiel keine Gefahr ausgehen. Der Engländer, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat, fehlt St. Pauli mit einem Riss des Syndesmosebandes. Die ohnehin niedrigen Erwartungen an ein Offensiv-Feuerwerk der Gastgeber werden durch die Gelbsperre ihres besten Vorbereiters, Joel Chima Fujita, zusätzlich gedämpft. Immerhin können sie auf ihren besten Scorer Daniel Sinani zurückgreifen. Neben drei Vorlagen hat der 71-fache luxemburgische Nationalspieler auch fünf Tore auf dem Konto. Drei dieser Treffer gelangen ihm im Jahr 2026.

    Trotz Sinani, trotz des unglücklichen Hinspiels und dank der herausragenden Fähigkeiten der Geißbock-Offensive werden die Domstädter mit Selbstvertrauen im Millerntorstadion auf den Rasen treten. Sollte Wagners Matchplan gegen die tief stehenden Gastgeber aufgehen, können die Kölner ein weiteres Jahr in der Beletage planen. Es bleibt abzuwarten, welche Ideen der Kölner Trainer seiner Mannschaft für die wohl wichtigste Aufgabe der Saison mit auf den Weg gibt.