Gibt es Rotationen? So könnte der FC bei St. Pauli spielen

René Wagner will vor allem den richtigen Ton treffen
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Gibt es Rotationen? So könnte der FC bei St. Pauli spielen

Mit dem 3:1-Sieg gegen Werder Bremen hat der 1. FC Köln seine Sieglosserie von acht Spielen beendet und drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Mit dem Spiel beim FC St. Pauli steht für das Team von Trainer René Wagner gleich das nächste Duell gegen einen Tabellennachbarn an. So könnte der 1. FC Köln gegen St. Pauli spielen.

FC-Trainer René Wagner kann gegen St. Pauli fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich die beiden Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers stehen dem 37-Jährigen weiterhin nicht zur Verfügung. Daher hat Wagner für das Spiel am Millerntor die Qual der Wahl und muss wieder harte Kaderentscheidungen treffen.

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Durch den Sieg gegen Bremen und die durchweg ordentlichen Leistungen besteht für den FC-Coach eigentlich kein Grund, groß zu rotieren. Allerdings gibt es ein paar wenige Positionen, wo sich doch etwas ändern könnte. Zwischen den Pfosten wird erneut Marvin Schwäbe starten. Vor dem Schlussmann haben sich Sebastian Sebulonsen rechts sowie Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar in der Innenverteidigung festgespielt. Auf der Linksverteidigerposition durfte gegen Bremen erneut Kristoffer Lund ran. Der US-Amerikaner machte seine Sache ordentlich und ließ auch kaum etwas zu. Allerdings zeigte Alessio Castro-Montes, genau wie nach seiner Einwechslung in Frankfurt, auch einen guten Auftritt und könnte dadurch die Chance in der ersten Elf erhalten. Im zentralen Mittelfeld werden erneut Isak Johannesson als kreativer Part und Eric Martel als defensiverer Sechser starten.

Fragezeichen in der Offensive?

In der Offensive sind drei der vier freien Positionen klar. So wird Jakub Kaminski auf der linken Außenbahn beginnen. In der Spitze haben Said El Mala und Ragnar Ache die Nase deutlich vorn und untermauerten diesen Status gegen Bremen mit jeweils einem Tor sowie einer sehr auffälligen Partie. Auf der rechten Außenbahn hat Wagner zwei Optionen. So könnte wie gegen Bremen Jan Thielmann starten oder aber Linton Maina in die Startformation rutschen. Für Maina würde die noch höhere Geschwindigkeit sprechen, während Thielmann insbesondere durch seine Intensität und Arbeitsbereitschaft punktet. Zwischen den beiden scheint es ein Duell auf Augenhöhe zu sein, bei dem Wagner entscheiden muss, welches Profil er lieber auf dem Feld haben möchte.

So könnte der FC gegen St. Pauli beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln

Alessio Castro-Montes

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln

Jahmai Simpson-Pusey

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Eric Martel vom 1. FC Köln

Eric Martel

Isak Johannesson kommt beim 1. FC Köln nicht in Form?

Isak Johannesson

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Jakub Kaminski

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Linton Maina traf gegen die Bayern

Linton Maina

Ragnar Ache vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin

Ragnar Ache



Form, Restprogramm und Prognose der Abstiegskandidaten: Viel spricht für den FC, zittern muss noch ein ganz anderer

Die Kölner Spieler jubeln nach einem Tor gegen Bremen
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Form, Restprogramm und Prognose der Abstiegskandidaten: Viel spricht für den FC, zittern muss noch ein ganz anderer

Nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen hat sich die Ausgangssituation für den FC komplett verändert. Und die Geißböcke können am Freitag den nächsten Schritt gehen. Das Restprogramm des 1. FC Köln ist zudem eins der leichteren.

Fünf Punkte und ein starkes Torverhältnis trennen den FC vom Relegationsrang. Das Polster ist gewachsen, die Ausgangslage hat sich deutlich verbessert. Und die restlichen fünf Spieltage sprechen auch für die Domstädter.

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11. 1. FC Union Berlin 32 Punkte

Form: Eigentlich wähnten sich die Eisernen schon auf der sicheren Seite. Doch nach nur zwei Siegen aus den vergangenen 14 Spielen geistert das Abstiegsgespenst durch Köpenick. Die Verantwortlichen zogen die Reißleine und entließen Steffen Baumgart. Nun soll Marie-Louise Eta das Ruder rumreißen. Das Polster zum Relegationsplatz ist mit acht Zählern bei fünf Spielen eigentlich ein großes.

Restprogramm: Zumal in den kommenden Gegnern noch Punkte stecken. Union bekommt es von den Top-Teams nur noch mit RB Leipzig zu tun. Neben dem Spiel gegen den FC warten noch die Begegnungen gegen Mainz, Augsburg und am Samstag Wolfsburg. Sollten die Eisernen gegen den Tabellenvorletzten gewinnen, sollte der Klassenerhalt so gut wie sicher sein.

Chancen: Angesichts des noch großen Polsters kam das Aus von Steffen Baumgart trotz der Negativbilanz recht überraschend. Bei fünf ausstehenden Spielen sollten maximal vier Punkte zum sichern Klassenerhalt reichen – vermutlich sogar weniger.

12. Hamburger SV 31 Punkte

Form: Nach einem kurzen Zwischensprint lief es zuletzt nicht mehr ganz so rund für die Rothosen. In den vergangenen acht Spielen holte das Team von Merlin Polzin nur noch einen Sieg – den im direkten Duell gegen Wolfsburg. Mit 31 Zählern ist das Polster zur gefährlichen Zone aber groß.

Restprogramm: Obwohl die Ausgangslage eine gute ist, ist der HSV alles andere als durch. Denn von den restlichen fünf Gegnern spielen mit Hoffenheim, Freiburg, Frankfurt und Leverkusen vier um den internationalen Wettbewerb, zum Teil sogar um die Königsklasse. Das fünfte Duell ist dann ausgerechnet das Derby gegen Bremen.

Chancen: Zwar hat es auch der HSV in den eigenen Händen und ein großes Polster, allerdings könnte tatsächlich das Saisonfinale mit den Spielen gegen die Top-sechs-Teams noch zum Faktor werden. Der HSV rutscht noch einmal rein, die Klasse wird der Aufsteiger dennoch halten.

13. 1. FC Köln 30 Punkte

Form: Dem FC ist gegen Bremen der Befreiungsschlag gelungen. Nach acht sieglosen Spielen in Folge gab es wieder drei Zähler und damit hat sich die Serie ein wenig gewandelt – nun sind es vier Spiele ohne Niederlage. Und die Leistung gegen Bremen lässt auf mehr hoffen.

Restprogramm: Schon am Freitag können die Kölner einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten vom Millerntor stünden die Geißböcke mit mindestens einem Bein auch in der kommenden Saison im Oberhaus. Mit Heidenheim trifft der FC noch auf das Tabellenschlusslicht. Allerdings geht es auch noch gegen den Tabellenführer sowie gegen Bayer Leverkusen und Union Berlin.

Chancen: Durch den Erfolg über Werder hat sich die Situation für den FC deutlich verbessert. Fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sowie ein starkes Torverhältnis sind vielversprechend. Selbst wenn die Kölner am Freitag nicht gewinnen sollten, sollte die Qualität des Kaders für den Klassenerhalt ausreichen.

14. Borussia Mönchengladbach 30 Punkte

Form: Zwar haben die Fohlen von den jüngsten fünf Spielen nur eins verloren, aber eben auch nur eins gewonnen. Nach dem 0:1 gegen Leipzig befindet sich die Borussia wieder in der Abstiegs-Verlosung. Immerhin hat Mönchengladbach gegen die direkten Konkurrenz stets gepunktet.

Restprogramm: Mit den Begegnungen gegen Dortmund und Hoffenheim warten noch zwei schwere Heimspiele. Zunächst empfängt die Borussia aber noch Mainz. Die beiden Auswärtspartien sind auf dem Papier lösbar. Es geht noch nach Wolfsburg und Augsburg.

Chancen: Ähnlich wie beim Rivalen ist das Polster mit fünf Zählern groß und in den ausstehenden Spielen weitere Zähler möglich. Ähnlich wie beim Rivalen stehen die Chancen auf den Liga-Erhalt demnach auch gut.

15. SV Werder Bremen 28 Punkte

Form: Auf den wichtigen Sieg gegen Wolfsburg folgten zwei Niederlagen. Das zwischenzeitliche Formhoch scheint wieder abgefallen zu sein. Zumal Werder in Köln wahrlich nicht überzeugte und das unabhängig der Unterzahl. Tatsächlich wird Bremen noch reichlich zittern.

Restprogramm: Denn von allen Kellerkindern steht der Mannschaft von Daniel Thioune das schwierigste Restprogramm bevor. Bremen trifft mit Stuttgart, Dortmund und Hoffenheim auf drei Teams aus der Top-sechs. An den letzten beiden Spieltagen stehen die Partie gegen die TSG und die Borussia an. Dazu gibt es am kommenden Spieltag noch das Derby gegen den HSV sowie das Heimspiel gegen Augsburg.

Chancen: Ausgerechnet das Nordderby könnte am Wochenende zum Fingerzeig werden. Sollte Bremen die Partie verlieren, steigt der Druck noch einmal erheblich. Denn das dritte Nordlicht sitzt Werder im Nacken. Durch die drei Top-Teams im Restprogramm könnte es dann für Bremen noch einmal richtig eng werden.

16. St. Pauli 26 Punkte

Form: Seit mittlerweile fünf Spielen wartet St. Pauli auf einen Erfolg. Das 0:5 gegen die Bayern am vergangenen Wochenende war besonders schmerzhaft. In der Formtabelle belegen die Kiezkicker den vorletzten Platz. Gerade in der Offensive hapert es. Nur zwei Tore erzielten die Nordlichter in den vergangenen fünf Spielen – kein Team weniger.

Restprogramm: Mit der Begegnung gegen den Rekordmeister ist die schwerste Aufgabe abgehakt. Von den vermeintlichen Top-Teams steht nun „nur“ noch Leipzig auf der Liste. Dagegen warten mit den Begegnungen gegen Köln, Heidenheim und Wolfsburg aber noch drei direkte Duelle auf St. Pauli. Zudem steht das Heimspiel gegen Mainz an.

Chancen: Über eine lange Phase zeigte sich St. Pauli sehr stabil und auf einem guten Weg, die Abstiegsplätze zu verlassen. Zuletzt stimmten die Ergebnisse nicht mehr. Dennoch spricht das Restprogramm dafür, dass Pauli mindestens den Relegationsplatz halten kann. Am letzten Spieltag könnte es zum Endspiel mit Wolfsburg kommen.

17. VfL Wolfsburg 21 Punkte

Form: Dass ein Trainerwechsel nicht immer die erhoffte Wirkung hat, zeigt der VfL Wolfsburg. Mit Paul Simonis und Daniel Bauer wurden bereits zwei Coachs bei den Niedersachsen entlassen. Der Erfolg ist bislang überschaubar. In der Formtabelle belegen die Wölfe mit nur einem Pünktchen den letzten Platz, in der gesamten Rückrunde gab es noch keinen Sieg, erst drei Unentschieden. Den letzten Sieg feierte der VfL am 17. Spieltag gegen St. Pauli.

Restprogramm: In den verbleibenden fünf Spielen stehen noch zwei gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte an – gegen Bayern und Freiburg. Die direkten Duelle gegen St. Pauli, Union Berlin und Gladbach werden bei vier Zählern Rückstand zum Relegationsplatz eigentlich zu Pflichtaufgaben.

Chancen: Wolfsburg steuert dem ersten Abstieg der Vereins-Geschichte entgegen. Mittlerweile ist auch der Effekt des Trainerwechsels zu Dieter Hecking wirkungslos verpufft. Für die Wölfe wird es in dieser Spielzeit wohl sehr sehr eng. Die Entscheidung dürfte am letzten Spieltag fallen.

18. 1. FC Heidenheim 19 Punkte

Form: Eigentlich sah die Mannschaft von der Ostalb bereits wie der sichere Absteiger aus. Seit Anfang Dezember hatte das Team von Frank Schmitt keinen Dreier mehr eingefahren. Bis zum vergangenen Spieltag. Da gab es ein 3:1 gegen Union Berlin und damit ein kleiner Befreiungsschlag. Fünf Punkte holte Heidenheim aus den jüngsten drei Spielen und zumindest der Relegationsplatz scheint wieder möglich.

Restprogramm: Dennoch spricht nicht viel für den Klassenerhalt der Heidenheimer. Ein kleiner Vorteil liegt im Saisonfinale. Das Tabellenschlusslicht spielt nur noch gegen eine Mannschaft aus der Top-Sechs (Bayern), hat dafür aber noch zwei Partien gegen direkte Konkurrenten vor der Brust.

Chancen: Und dennoch sind die Hoffnungen auf den Klassenerhalt wohl nur noch sehr geringe. Heidenheim liegt sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz. Für eine Mannschaft, die einen Sieg aus den vergangenen 16 Partien holte, fehlt die Fantasie, wie der Rückstand aufgeholt werden kann. Seit dem 2. Spieltag belegt das Team von der Ostalb durchgehend einen der letzten drei Tabellenplätze.


Von der Startelf zur Ausbootung – Ein Fingerzeig über die Zukunft?

Denis Huseinbasic hat es aktuell schwer
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Von der Startelf zur Ausbootung – Ein Fingerzeig über die Zukunft?

Am Donnerstagnachmittag ist der FC zum Auswärtsspiel nach Hamburg aufgebrochen. Nicht dabei: Denis Huseinbasic. Der Mittelfeldspieler wurde zum zweiten Mal in dieser Spielzeit nicht berücksichtigt für den 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Denis Huseinbasic?

Bereits zwei Abgänge sind für den Sommer fix. Es wird noch weitere geben. Möglicherweise ist Denis Huseinbasic einer davon. Der Mittelfeldspieler wurde für die Begegnung gegen St. Pauli nicht nominiert. Ein Fingerzeig?

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Als sich die Mannschaft am Donnerstagnachmittag auf den Weg nach Hamburg machte, da weilte Denis Huseinbasic schon nicht mehr am Geißbockheim. Der Mittelfeldspieler wurde nicht für den Kader für das Freitagabendspiel gegen den FC St. Pauli nominiert, das Team reiste ohne den 24-Jährigen ab. Für den neuen Coach der Geißböcke tut sich gerade ein kleines Dilemma auf, das unter Lukas Kwasniok noch zur Rarität geworden war. Denn der Kader ist so gut gefüllt wie seit dem elften Spieltag nicht mehr. Bis auf die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian ist der Kader vollzählig. Für die Begegnung gegen die Kiezkicker ist auch kein weiterer Akteur gesperrt. Und so musste Wagner wie bereits in der Vorwoche Entscheidungen treffen, die „weh tun“.

Noch Vertrag bis 2027

Das war auch schon vor Bremen der Fall. „Ich muss ein paar Entscheidungen treffen, die vielleicht nicht für jeden cool sind“, sagte der Coach. Das täte ihm unfassbar leid, gerade bei den erfahrenen Akteuren. Tatsächlich traf es neben Joel Schmied die beiden Routiniers Florian Kainz und Dominique Heintz. Schmied erholte sich noch von einer Verletzung. Der dritte Streichkandidat fiel dem 37-Jährigen damit wohl leichter. Doch Schmied ist jetzt wieder fit und steht damit im Kader für die Begegnung gegen St. Pauli. Im Gegensatz zu Huseinbasic. Eine überraschende Entscheidung. Zumindest hatte der 24-Jährige gegen Frankfurt noch in der Anfangsformation gestanden. Vielleicht auch, weil Eric Martel gegen die Hessen gesperrt fehlte. Nur überzeugte der Mittelfeldspieler gegen die Eintracht wahrlich nicht.

Und die Spekulationen über die Zukunft des siebenmaligen bosnischen Nationalspielers haben erneut begonnen. Fakt ist, dass der Mittelfeldspieler in dieser Saison auf doch eher wenig Einsatzzeit kommt. 16 Mal stand Huseinbasic in dieser Saison auf dem Feld, neun Mal in der Startelf, acht Mal saß er 90 Minuten auf der Bank. 2026 kommt er nur auf drei Einsätze – auch aufgrund von Verletzungen. Doch da stehen eben auch sechs Nicht-Berücksichtigungen in diesem Jahr und nun schon die zweite Kader-Ausbootung in dieser Spielzeit. Huseinbasic hat noch Vertrag bis 2027. Es ist alles andere als gesagt, dass der FC den Vertrag mit dem Mittelfeldspieler verlängern wird. Gut möglich, dass er dem Umbruch zum Opfer fallen wird, die FC-Verantwortlichen im Sommer ein Transfererlös erzielen wollen.

Schon im vergangenen Sommer hatte der 24-Jährige das Interesse von Braga geweckt, bestätigte später in einem Interview dem „Kicker“, dass ihn das Thema beschäftigt habe. Vielleicht fand Huseinbasic auch deswegen schwer in die Saison. Der Mittelfeldspieler war 2022 für 50.000 Euro von den Kickers Offenbach nach Köln gewechselt, der Marktwert wird auf drei Millionen Euro geschätzt.


Stadtduell ohne akustischen Derby-Charakter: U21 des 1. FC Köln empfängt Fortuna Köln unter Flutlicht

Fans des 1. FC Köln im Spiel gegen Stuttgart
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Stadtduell ohne akustischen Derby-Charakter: U21 des 1. FC Köln empfängt Fortuna Köln unter Flutlicht

Es wird ein Highlight unter Flutlicht im Franz-Kremer-Stadion, dem der Westdeutsche Fußball-Verband und insbesondere die Polizei jedoch den passenden Rahmen genommen haben: Die U21 des 1. FC Köln empfängt am Freitagabend (19:30 Uhr) den Stadtrivalen SC Fortuna.

Aufgrund des parallelen Bundesliga-Spiels des FC wird es beim Duell der U21 der Geißböcke gegen Fortuna Köln kein akustisches Duell auf den Rängen geben.

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Es hätte ein perfekter Fußball-Abend für Fußball-Romantiker werden können. Neben dem Stadtderby auf dem Rasen hätten sich auf den Rängen des altehrwürdigen Franz-Kremer-Stadions zwei Fanlager akustisch duellieren können und so einen passenden Rahmen schaffen können. Diese Ideal-Vorstellung machte jedoch der Westdeutsche Fußball-Verband (WDFV) mit seiner Ansetzung der Partie parallel zum Bundesliga-Spiel des FC am Millerntor beim FC St. Pauli zunichte. Für die stimmungsvolle Kulisse werden nur die Fortuna-Fans im Gästeblock sorgen und der U21 somit ein akustisches Auswärtsspiel bescheren.

„Die Situation war schon einige Male so“

Der WDFV setzt die Spiele der U21 größtenteils parallel an auf Intervention der Polizei. Dabei wird jedoch nicht ersichtlich, welches erhöhte Gefahrenpotenzial beim Duell FC gegen Fortuna droht, wenn beide Fanlager im Stadion anwesend wären. „Das ist das leidige Thema, das wir seit drei Jahren haben, vor allem auch bei Fortuna Köln“, äußerte Trainer Evangelos Sbonias darauf angesprochen gegenüber come-on-fc.com, „die letzten Jahre war es zwei, drei Mal so, glaube ich, dass wir so eine Situation hatten, wo gegen Fortuna Köln ein würdiger Rahmen hätte sein können.“ Dass es sich für seine Mannschaft daher akustisch wie ein Spiel im Südstadion anfühlen wird, schob Sbonias beiseite: „Das ist nichts, was uns irgendwie beeinflusst. Die Situation war schon einige Male so.“

Mit Blick auf das sportliche Duell sprach Sbonias entgegen seiner üblichen Gepflogenheit vor anstehenden Spielen diesmal von einer klaren Rollen-Verteilung: „Fortuna Köln spielt eine überragende Saison und ist das Maß der Dinge. Wir haben in dem Spiel wirklich nichts zu verlieren und sind der klare Außenseiter.“ Das wollte der Coach jedoch als Ansporn für seine Mannschaft verstanden wissen: „Die Jungs können und sollen befreit aufspielen, um auf der Bühne zeigen zu können, dass sie gut Fußball spielen können. Und dann werden wir sehen, was wir dafür bekommen.“

Spielpraxis für U19-Spieler

Die jüngste Serie von fünf Niederlagen in Folge gehe derweil auch nicht spurlos an seinen Schützlingen vorbei: „Es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, das beschäftigt die Jungs nicht. Es ist eine brutal junge Mannschaft, noch mal jünger als in den vergangenen beiden Jahren. Wir haben am Wochenende wieder mit fünf U19-Spielern gespielt. Natürlich macht es was mit einem, wenn du ständig Aufwand betreibst und eigentlich auch gut Fußball spielst in vielen Phasen und dann nicht dafür belohnt wirst.“ Sbonias ergänzte: „Aber das gehört zur Entwicklung dazu, diese Dinge zu akzeptieren, daran nicht zu zerbrechen, nicht zu hadern, nicht vom Weg abzukommen, um dann gestärkt rauszugehen.“ Der Trainer zeigte sich zuversichtlich: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Jungs daraus auch etwas Positives ziehen können, wenn wir weiterhin mit aller Ruhe und Akribie arbeiten.“

Im Stadtderby wird Sbonias erneut Spielern aus der U19 Spielpraxis geben. Jonathan Friemel ist dabei gesetzt. Weitere Akteure könnten noch dazukommen. Die starke Hinrunde habe diese Situation ermöglicht: „Wir haben den Luxus und das haben wir uns nicht ergaunert, sondern hart verdient. Das Punktepolster haben wir wieder früh in der Saison erreicht, um dann genau solche Entwicklungsschritte zu sehen und solche Jungs vorzubereiten für die nächste Saison und für andere Aufgaben. Eigentlich müssen wir uns glücklich schätzen, dass wir so damit umgehen können.“

Und vielleicht wachsen die Talente just im Derby als David gegen Goliath über sich hinaus und setzen ein sportliches Ausrufezeichen.

Said El Mala nominiert für das „Team of the Season“ – Abstimmung läuft noch bis Freitag

Said El Mala vom 1. FC Köln
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Said El Mala nominiert für das „Team of the Season“ – Abstimmung läuft noch bis Freitag

Noch bis zum 17. April läuft die Wahl zur Startelf der Saison der Bundesliga. Und auch ein FC-Profi hat die Chance, einen der elf Plätze zu ergattern für den 1. FC Köln: Said El Mala ist nominiert zur Wahl des „Team of the Season“.

Elf Treffer erzielte der Kölner in der aktuellen Bundesliga-Saison im Trikot der Geißböcke und gehört damit zu den Topscorern der Liga. Kein Wunder also, dass der 19-Jährige nun für die Wahl des „Team of the Season“ nominiert ist.

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Nach dem kometenhaften Aufstieg des Kölner Youngsters folgt nach gesammelten Scorerpunkten, einem erheblichen medialen Interesse sowie internationalen Transferangeboten nun eine Auszeichnung für die erbrachten Leistungen vom Kölner Shootingstar Said El Mala. Denn der 19-Jährige wird nunmehr unter anderem in einer Reihe mit Namen wie Luis Díaz und Harry Kane vom FC Bayern München, Serhou Guirassy vom BVB oder Yan Diomande von RB Leipzig genannt. Mit seinen elf Treffern gehört der gebürtige Krefelder zu den Topscorern in der Bundesliga und knackte am vergangenen Wochenende mit seinem Treffer gegen Werder Bremen den Tor-Rekord von Lukas Podolski aus dessen Premieren-Saison.

Namenhafte Konkurrenz

Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Kölner Angreifer einer von 40 nominierten Spielern der Wahl zum „Team of the Season“ ist. Elf Clubs stellen in diesem Jahr die Akteure, aus denen dann die beste Elf gewählt werden kann. Bis zum 17. April kann auf bundesliga.de für die Akteure noch abgestimmt werden. Doch die Konkurrenz ist groß und namenhaft. So stehen gemeinsam mit dem einzig nominierten Kölner Akteur für die Angreifer-Position gleich zwölf weitere Spieler zur Wahl. Dabei stellt der FC Bayern München mit Kane, Díaz und Michael Olise gleich drei Kandidaten. Jeweils zwei Spieler schicken der VfB Stuttgart mit Jamie Leweling und Deniz Undav, der BVB (Maximilian Beier, Guirassy) sowie RB Leipzig mit Diomande und Rômulo ins Rennen. Ebenfalls einen Akteur stellen neben dem 1. FC Köln die TSG Hoffenheim mit Fisnik Asllani, Eintracht Frankfurt mit Ritsu Dōan sowie Borussia Mönchengladbach mit Harris Tabaković.

Ob sich der 19-jährige Kölner gegen die zwölf Mitbewerber durchsetzten kann, wird bereits am Freitag entschieden sein. Im Fokus von El Mala dürfte allerdings eher das anstehende Duell gegen St. Pauli stehen. Die Geißböcke reisen bereits am Donnerstag in die Hansestadt und haben im Freitagabend-Spiel die Chance, sich im Kampf um den Klassenerhalt weitere Luft zu verschaffen. Mit einem Sieg in Hamburg könnte bereits eine Vorentscheidung Richtung Klassenerhalt für das Team von Interimscoach René Wagner fallen. Die Wahl des Kölner Coaches wir dabei sicherlich wieder auf seinen Topscorer El Mala fallen.


René Wagner streicht überraschend weiteren Mittelfeldspieler – Das ist der Kader für St. Pauli

Jan Thielmann und Jahmai Simpson-Pusey brechen auf
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René Wagner streicht überraschend weiteren Mittelfeldspieler – Das ist der Kader für St. Pauli

Mit der Begegnung gegen St. Pauli können die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Es sollen die nächsten Punkte eingefahren werden. René Wagner hat die Qual der Wahl. Am Donnerstagnachmittag machte sich das Team auf den Weg zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln: Das ist der Kader für St. Pauli.

Vier Spiele ohne Niederlage stehen aktuell zu Buche und der FC kann mit einem Dreier am Freitagabend den Klassenerhalt ein Stückchen näher bringen. Am Donnerstagnachmittag ist die Mannschaft nach Hamburg aufgebrochen und es gab durchaus eine Überraschung im Kader.

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Ungewohnt früh standen die Geißböcke am Donnerstagvormittag schon auf dem Platz. Gegen 10:30 Uhr begann die letzte Einheit vor der Abfahrt Richtung Hamburg. Am Freitagabend steht das wichtige Spiel bei St. Pauli an. Am Millerntor wollen die Kölner den nächsten Sieg einfahren und damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Denn mit einem Erfolg würde der Abstand zum Relegationsplatz auf acht Zähler anwachsen und das bei nur noch vier ausstehenden Spieltagen. Pauli müsste also acht Punkte (und eine beachtliche Tordifferenz) auf Köln aufholen. René Wagner hatte am Mittwoch auf der Abschlusskonferenz bereits angekündigt, dass seine Mannschaft voll fokussiert sei. Über den Kader wollte der Coach noch nicht viel verraten.

Said El Mala reist mit nach Hamburg
Said El Mala reist mit nach Hamburg

Denis Huseinbasic nicht dabei

Doch mit der Abfahrt Richtung Hamburg war dann natürlich klar, welche Kandidaten nicht mit nach Hamburg fahren würden. Wagner kommt aktuell in die für den FC in dieser Saison ungewohnte Lage der Qual der Wahl. Denn aktuell fallen nur die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian aus. So musste Wagner wie schon in der Vorwoche erneut drei Spieler streichen. Mit Florian Kainz und Dominique Heintz hat es zwei Akteure getroffen, die schon gegen Bremen auf der Tribüne saßen und in der kommenden Spielzeit nicht mehr für den FC spielen werden. Zudem reiste Denis Huseinbasic nicht mit der Mannschaft nach Hamburg. Der Mittelfeldspieler stand gegen Frankfurt noch in der Anfangsformation, wusste aber nicht zu überzeugen. Die Nicht-Nominierung könnte ein Fingerzeig für die Zukunft des Akteurs sein.

Diese Spieler sind am Freitag in Hamburg mit von der Partie

Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler
Abwehr: Sebastian Sebulonsen, Cenk Özkacar, Rav van den Berg, Kristoffer Lund, Jahmai Simpson-Pusey, Joel Schmied
Mittelfeld: Felipe Chávez, Isak Johannesson, Tom Krauß, Said El Mala, Jakub Kaminski, Linton Maina, Jan Thielmann, Alessio Castro-Montes
Sturm: Ragnar Ache, Marius Bülter, Luca Waldschmidt

Verletzt, gesperrt oder nicht berücksichtigt: Luca Kilian, Timo Hübers, Denis Huseinbasic, Florian Kainz, Dominique Heintz, Youssoupha Niang, Fynn Schenten, Cenny Neumann,

1. FC Köln: Warme Worte für Joker Luca Waldschmidt

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1. FC Köln: Warme Worte für Joker Luca Waldschmidt

Luca Waldschmidt hat sich als Joker bei den Geißböcken wieder ins Spiel gebracht. Statt zu hadern, nutzt er jede Einwechslung, um sich als ernsthafte Option für die Startelf zu empfehlen. Das bemerkt auch Trainer René Wagner beim 1. FC Köln: Warme Worte für Joker Luca Waldschmidt.

Luca Waldschmidt hat sein Rollen-Selbstverständnis beim 1. FC Köln unter der Leitung von Neu-Coach Wagner verinnerlicht. Dieser stellte der zweiten Garde um Waldschmidt nun auch wieder mehr Spielzeit in Aussicht – allerdings nur, wenn die Leistung stimmt.

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Auch FC-Chefcoach René Wagner blieb den Fragen der Journalisten zu Said El Mala nicht erspart, die seinen Vorgänger hin und wieder zur Weißglut getrieben hatten. Als man dem 37-Jährigen am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli die obligatorische El-Mala-Frage stellte, lieferte er eine Antwort, die für Augenbrauenzucken sorgte. Denn Wagner nutzte die Gelegenheit überraschenderweise, um Stürmer Luca Waldschmidt zu loben. “Wir haben gewisse Rollen, die verteilt wurden und eingehalten werden müssen. Da müssen alle ihren Beitrag leisten. Ein großes Beispiel ist für mich Luca Waldschmidt. Er reißt sich in jedem Training den Allerwertesten auf, wird gefährlich, wenn er reinkommt, und hat im Training immer positive Energie. Das erwarte ich von den Jungs”.

Waldschmidts wunderbarer Werder-Auftritt

Es sind Worte, die doch sehr an die Rede seines Vorgängers erinnern, die dieser unmittelbar vor dem Rhein-Derby ablieferte. Damals ließ Kwasniok verlauten: „Zu Beginn der Saison musste ich auf diese Dinge hinweisen, jetzt kann ich das eher laufen lassen, weil ich sehr wohl spüre, dass Ron-Robert Zieler, Bülti, Luca, Kainzi und Heinzi wissen: Wir wollen den Verein in dieser Liga halten, auch wenn ich gerade wenig spiele. Das ist denen sehr wohl bewusst“. Nicht schwer zu erkennen – Kwasnioks Botschaft von damals hallt in den Worten Wagners zur Personalie Waldschmidt wider. Anders als bei dem Ex-Coach der Geißböcke scheint Waldschmidt seine Rolle als Ergänzungsspieler aber heute tatsächlich akzeptiert zu haben, denn zuletzt blühte er in dieser Rolle auf.

So kam der Offensivspieler in der 76. Minute des Spiels gegen Werder Bremen für den gelb-rot-gefährdeten Ragnar Ache ins Spiel und hätte sich direkt nach seiner Einwechslung am Sonntag belohnen können. Isak Johannesson nahm den Joker mit, lief von außen nach innen und nahm aus 19 Metern Maß aufs linke obere Eck. Doch in dieser Situation erwischte nur die Querlatte. Tief in der Nachspielzeit war er dann erneut beteiligt. Seine scharfe Hereingabe von rechts auf Johannesson versenkte der Isländer mit tatkräftiger Unterstützung von Werders Torhüter Mio Backhaus unter der Latte im kurzen Eck. Auftritte wie diese gegen die Weserelf führen dazu, dass sich Waldschmidt wieder für die erste Elf in Stellung bringen kann.

Waldschmidt hat seine Rolle unter Wagner verinnerlicht

Hierin besteht vielleicht der entscheidende Unterschied der Aussagen Wagners zu jener Kwasnioks. Denn dem Interimscoach ist es wichtig, seinen Schützlingen das Gefühl zu geben, etwas an ihrer misslichen Ausgangssitation verändern zu können und den Platz auf der Bank hinter sich zu lassen. „Meiner Meinung nach bedeutet Rollenverständnis nicht, dass jemand von Anfang an genau diese eine Rolle ausfüllen kann, sondern dass man an Tag X seine Rolle versteht. In dieser Rolle muss man wachsen, sich weiterentwickeln und versuchen, immer wieder seine Leistung zu bringen, um sie gegebenenfalls zu verändern“, äußerte Wagner in diesem Zusammenhang auf dem Pressegesspräch am Mittwoch.

Enorm wichtig sei laut Wagner auch eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen Spieler und Trainer, um die Rollenentwicklung immer auch mit dem Wohlbefinden des Spielers abzustimmen. „Ich habe auch heute mit Luca gesprochen. Dann bekomme ich ein klares Feedback von ihm, ob er die Rolle angenommen hat oder nicht. Bei ihm war es beispielsweise so, dass er die Rolle gut angenommen hat. Meiner Meinung nach muss jeder Spieler versuchen, in seiner Rolle aktuell sein Bestes zu geben. Diese kann sich aber immer verändern. Denn sonst hätten wir quasi immer die gleiche Kaderstruktur und jeder Spieler wäre in seiner Rolle gefangen. Und das ist ja nicht das Ziel“.

Ob Waldschmidt gegen die Kiezkicker als Joker brillieren oder vielleicht sogar von Beginn an spielen darf, wird sich erst am Freitagabend zeigen. Schon jetzt ist klar: Der Offensivmann ist für beides bereit.


Zwei Abgänge sind schon fix – doch es wird noch weitere Streichkandidaten geben beim 1. FC Köln

Thomas Kessler bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Zwei Abgänge sind schon fix – doch es wird noch weitere Streichkandidaten geben beim 1. FC Köln

Florian Kainz und Dominique Heintz stehen bereits als Abgänge für den kommenden Sommer fest. Auch der Verbleib von Luca Kilian gilt als unwahrscheinlich. Doch es wird noch weitere Veränderungen geben beim 1. FC Köln: Das sind mögliche Streichkandidaten.

Wenige Wochen vor dem Saisonende stehen die ersten Abgänge beim FC bereits fest. Es werden weitere folgen. Und das nicht nur bei den Leihspielern.

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Nach dem Aufstieg in die Bundesliga im vergangenen Sommer veränderte FC-Sportdirektor Thomas Kessler das Gesicht der Geißböcke maßgeblich. Der 40-Jährige nahm ordentlich Geld in die Hand und fügte dem damaligen Kader frisches Blut hinzu. Der 1. FC Köln sollte für die Rückkehr ins Oberhaus konkurrenzfähig gemacht werden. Neben den längerfristigen Transfers tütete Kessler auch einige Leihen – teilweise mit Kaufpflicht oder -option – ein. Fünf Spieltage vor Ende der aktuellen Saison befindet sich das Team im Abstiegskampf, verbesserte die Situation allerdings am vergangenen Spieltag maßgeblich. Der Verbleib in der Bundesliga scheint – auch dank der Kaderqualität – durchaus machbar, das ausgegebene Saisonziel erreichbar.

Drei Abgänge stehen fest

Doch auch wenn der FC in der kommenden Saison in der ersten Liga zu finden sein wird, wird die Mannschaft erneut maßgeblich verändert werden. Zwei Abgänge bei den Geißböcken sind mit den langjährigen Akteuren Florian Kainz und Dominique Heintz bereits bekannt. Der Österreicher ist aktuell in seiner siebten Saison dienstältester FC-Spieler und hatte vor einigen Wochen angekündigt, seine aktive Karriere zu beenden. Heintz hingegen wird nach insgesamt sechs Jahren bei den Geißböcken keine Vertragsverlängerung mehr bekommen und sich wohl anderweitig umschauen. Auch für den Langzeitverletzten Luca Kilian, der sich weiterhin von seinem dritten Kreuzbandriss erholt, wird es wohl keine Verlängerung mehr geben. Somit stehen drei Abgänge im Sommer, auch wenn nicht alle offiziell kommuniziert sind, fest.

Unklare Leihsituationen

Doch es wird noch weitere Veränderungen geben oder geben müssen. Fragezeichen stehen im Grunde hinter allen Leihspielern. Das aber aus unterschiedlichen Gründen. Tom Krauß wird beim Klassenerhalt sicher in Köln bleiben, dann greift die Kaufpflicht. Für die anderen Leihspieler wurde eine Kaufoption in den Vertrag geschrieben. Dass diese bei Jakub Kaminski gezogen wird, gilt als sicher. Allerdings wird es dann eine Ausstiegsklausel geben. Auch Jahmai Simpson-Pusey soll gehalten werden, allerdings ist die Ablöse recht hoch und Manchester City hat mit einer Rückkaufoption die Hand auf dem Deal. Einfacher dürfte die Situation bei Cenk Özkacar und Kristoffer Lund mit einer festen Verpflichtung sein. Beide Spieler würden wohl gerne in Köln bleiben, müssen sich aber noch ein wenig in der Leistung strecken. Grade Özkacar blühte zuletzt auf.

Felipe Chávez könnte ebenfalls fest verpflichtet werden. Die Bayern haben für die Sommer 2027 und 2028 eine Rückkaufoption für den Youngster im Vertrag verankert. Bislang spielt der Peruaner überhaupt keine Rolle. Das nötige Kleingeld für die zahlreichen potenziellen Transfers wird wohl der Verkauf von Said El Mala einbringen. Zwar gibt es noch keine Einigung mit einem anderen Club, doch die Interessenten stehen bekanntlich Schlange und der FC ist bei einem lukrativen Angebot bereit, den Spieler abzugeben. Der Abschied im Sommer gilt als sehr wahrscheinlich. Unklar ist nach wie vor die Situation bei Eric Martel. Der Mittelfeldspieler hat seinen Vertrag bekanntlich noch nicht verlängert, befindet sich aber in Gesprächen mit dem FC. Aktuell scheint alles offen. Allerdings wird der FC sich nicht ewig hinhalten lassen.

Weitere Wackelkandidaten

Weitere Wackelkandidaten dürften Spieler sein, die sich mehr von dieser Saison und von denen sich der FC wohl mehr versprochen haben. Luca Waldschmidt hatte schon im vergangenen Sommer angedeutet, dass er sich einen Verbleib in Köln vorstellen könne, wenn er die erhoffte Spielzeit bekäme. Zwar stand der 29-Jährige 20 Mal auf dem Platz, sammelte aber nur 540 Minuten, in denen er drei Tore erzielte. Der ehemalige Nationalspieler fühlt sich in Köln sehr wohl, will aber auch wieder mehr Spielzeit sammeln. Immerhin betonte René Wagner am Mittwoch, dass der Offensivspieler seine Rolle gut angenommen habe und lobte den Akteur über den grünen Klee. Auch Denis Huseinbasic dürfte sich von der Spielzeit mehr erhofft haben. Unter René Wagner erhielt der Mittelfeldspieler zuletzt wieder eine Chance von Beginn an, konnte aber nicht überzeugen. Insgesamt kommt der 24-Jährige (auch verletzungsbedingt) auf 16 Einsätze, in diesem Jahr erst auf drei.


René Wagner will mit Kommunikation und einem Matchplan „die Riesenchance“ nutzen

Tom Krauß im Hinspiel gegen St. Pauli
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René Wagner will mit Kommunikation und einem Matchplan „die Riesenchance“ nutzen

Nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen kann der FC am Freitagabend einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Die Aufgabe wird am Millerntor kein Selbstläufer. Doch René Wagner hat sich einen Matchplan zurechtgelegt. So will der 1. FC Köln bei St. Pauli punkten.

Acht Spiele haben die Kölner auf den ersehnten Sieg gewartet, nun soll es zwei in Serie geben. Denn mit einem Erfolg bei St. Pauli ist der Klassenerhalt fast sicher. Doch leicht wird die Aufgabe nicht.

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Jonas Hector hatte die Champions-League-Hymne mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen, die nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen im Kölner Stadion erklang. Wie der ehemalige FC-Kapitän in seinem Podcast erklärte, „beschreibe das Köln ganz gut“. Natürlich sind die Träume vom internationalen Wettbewerb wieder einmal viel zu hochgegriffen und mit einer gehörigen Portion Humor behaftet, doch der erste Erfolg seit Ende Januar hat die Gemütslage in Köln tatsächlich deutlich verändert. Der drohende Abstieg ist gefühlt ein Stückchen in die Ferne gerückt. Und mit einem Erfolg über den FC St. Pauli, den direkten Konkurrenten, am Freitagabend, ist der Klassenerhalt ebenfalls gefühlt so gut wie sicher. Tatsächlich hätte der FC acht Punkte Vorsprung bei noch zwölf zu vergebenden Zählern. Bei dem aktuellen Torverhältnis müsste Pauli aus den dann verbleibenden vier Spielen neun Zähler holen und der FC alles verlieren.

„Wir haben ein schweres Auswärtsspiel“

Der Erfolg über Bremen hat also eine Tür geöffnet, die noch vor einigen Wochen fest verschlossen schien. „Erstmal haben wir jetzt drei Punkte mehr, das hat natürlich der Mannschaft auch ein Stück weit Selbstvertrauen gegeben“, sagte René Wagner am Mittwoch. Der Fokus sei dadurch aber nicht verloren gegangen. „Die Jungs wirken noch ein Zacken fokussierter, weil sie einfach wissen, dass wir jetzt in St. Pauli eine riesen Chance haben und die wollen wir gemeinsam nutzen“, so Wagner weiter. Aber: „Wir schauen nur auf das Spiel am Freitag und machen uns jetzt keine Gedanken, was danach sein könnte. Mit St. Pauli haben wir einen schweren Gegner, wir haben ein schweres Auswärtsspiel.“ Wie schwer die Spiele am Millerntor sein können, erfuhren in dieser Spielzeit schon andere Mannschaften wie Stuttgart (2:1), Leipzig (1:1) oder Hoffenheim (8:7 i.E. im Pokal). Zuletzt schwächelten die Kiezkicker aber wieder – auch im eigenen Stadion.

Einen Selbstläufer erwartet der Kölner Coach aber dennoch nicht. „St. Pauli ist erstmal eine Mannschaft, die es immer wieder schafft aus einem kompakten Block gefährlich umzuschalten. Sie haben aber auch mit dem Ball ganz viele Lösungen und da müssen wir aufpassen, dass wir nicht zu oft in deren Lösungen reinrennen“, sagte der Kölner Coach. „Da wird die Mannschaft natürlich auch einen Plan mit an der Hand haben, wie wir das verhindern wollen. Die Hamburger haben aber auch Geschwindigkeit auf der letzten Linie und dann kommt es wieder auf die Restverteidigung an.“ Diese sei gegen Bremen besonders gut gewesen, erklärte der 37-Jährige weiter. Die ganz große Torgefahr strahlten die Kiezkicker in dieser Saison bislang aber ohnehin nicht aus. Erst 28 Tore erzielte St. Pauli, gab die wenigsten Torschüsse ab.

Youngster bei der U21

Ein weiterer Schlüssel ist unter Wagner die offene Kommunikation, wie der Coach nicht müde wird zu betonen. „Ich glaube, es ist wichtig, dass die Jungs wissen, woran sie sind“, sagt der Trainer. „Ich versuche, mit den Jungs alle zwei, drei Wochen zu sprechen, dann bekommen sie ein klares Feedback, ob sie die Rolle angenommen haben.“ Und diese Kommunikation kommt an. Gleich mehrere Spieler loben das entgegen gebrachte Vertrauen, deuten immer wieder die Gespräche mit dem Coach an. Und der jüngste Erfolg gibt der Maßnahme recht.

Personell kann Wagner nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einzig Luca Kilian und Timo Hübers werden weiterhin fehlen, die drei Youngster Youssoupha Niang, Fynn Schenten und Cenny Neumann sind für die U21 im Einsatz. Es wird also wieder harte Entscheidungen geben. Der Coach muss einige Spieler aus der Formation streichen. Das könnten die gleichen Spieler wie zuletzt sein. Wagner hatte bereits angekündigt, dass es Florian Kainz und Dominique Heintz schwer haben würden, sich in den Kader zu spielen. Eine Einsatzgarantie sprach der Trainer zwar nicht aus, Tendenzen aber schon. So dürften Jahmai Simpson-Pusey, Cenk Özkacar und Said El Mala erneut auflaufen. Eine mögliche Veränderung zur Vorwoche wird wohl Alessio Castro-Montes sein, der für Kristoffer Lund in die Startelf rücken dürfte.



Said El Mala: Mit neuer Position doch noch in den Dunstkreis der WM?

Said El Mala jubelt nach seinem Tor gegen Bremen
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Said El Mala: Mit neuer Position doch noch in den Dunstkreis der WM?

Nun also auch Elfmeter. Am vergangenen Spieltag erzielte der Youngster seinen elften Saisontreffer. Und das in ganz anderer Funktion für den 1. FC Köln: Said El Mala in neuer Rolle zur WM?

Beim 1. FC Köln zeichnet sich unter dem neuen Trainer René Wagner eine klare Weiterentwicklung in der Rolle von Said El Mala ab. Während der Offensivspieler unter Vorgänger Lukas Kwasniok häufig strikt auf dem linken Flügel eingesetzt wurde, soll er unter dem neuen Coach nun deutlich flexibler agieren und sich vermehrt auch in die gefährlichen Räume in zentraler Position rund um Mittelstürmer Ragnar Ache begeben. Nicht zuletzt dank des ihm ausgesprochenen Vertrauens und seiner inzwischen gefestigten Rolle in der Startelf wusste der 19-Jährige auch zuletzt gegen Werder Bremen zu überzeugen und erzielte beim 3:1-Erfolg den wichtigen Treffer per Elfmeter. Pünktlich vor der entscheidenden Saisonphase scheint El Mala damit zusätzliches Selbstvertrauen getankt zu haben und vielleicht winkt doch noch die WM.

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Wagner fordert mehr Flexibilität von El Mala

Mit nunmehr elf Saisontoren und vier Vorlagen ist Said El Mala alleiniger Topscorer beim 1. FC Köln und geht nach seinem Elfmetertor gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen (3:1) mit ordentlich Selbstvertrauen in die letzten fünf Saisonspiele in der Bundesliga. Auch wenn das Offensiv-Juwel bereits unter Lukas Kwasniok eine steile Entwicklung erlebte, scheint das in ihn gesetzte Vertrauen von Neu-Coach René Wagner ihn zum Saisonende hin noch einmal zusätzlich zu beflügeln. In der Vergangenheit noch meist als klarer linker Außenbahnspieler eingesetzt, scheint sich die Rolle des begehrten Leistungsträgers der Kölner unter dem neuen Übungsleiter noch aber noch einmal zu verändern oder weiterzuentwickeln.

„Ich möchte einfach, dass er als Spieler ein bisschen flexibler wird. Nicht nur außen steht und auf seine Situationen wartet, sondern auch mal von innen tief gehen kann oder sich seine Position außen auch immer wieder sucht“, beschrieb Wagner auf der Spieltags-Pressekonferenz am Mittwoch die (neuen) Erwartungen an den 19-Jährigen, der es bereits am vergangenen Wochenende „echt gut gemacht hat“ im „Mix zwischen Doppelspitze mit Reggie (Ragnar Ache, Anm. d. Red.) und nach außen ausweichend, um sich seine Situationen zu suchen.“ Gerade dieses Zusammenspiel mit Stürmer Ache sei wichtig für das Team, um den Gegner vor unerwartete und unangenehme Aufgaben zu stellen. „Ich mag ihn in der Öffnung bzw. im Übergang aktuell gern neben Reggie, weil wir dann immer die Chance haben, über einen langen Ball durch Reggie auch gefährlich hinter die letzte Linie zu kommen. Ich glaube, das tut ihm gut, er ist diese Saison gefühlt schon oft allein auf den Torhüter zugelaufen und die Dinger wird er irgendwann dann auch reinmachen und so noch gefährlicher werden.“

Mit neuer Rolle zu mehr Torgefahr

Dass er die neuen Impulse und Anforderungen annimmt und bereits jetzt versucht, sie umzusetzen, stimmt Coach Wagner optimistisch. „Ich spüre, dass er mir vertraut, weil er einfach seine Position im Spiel auch gut hält. Er erfüllt seine Aufgabe und versucht in jeder Phase des Spiels, die Sachen umzusetzen, die wir ihm mitgeben.“ Die neue Rolle weg vom klassischen Flügelspieler hin zu einem variableren Offensivakteur, der sowohl zentral als auch auf den Außenbahnen agiert und so immer wieder auch in die gefährlichen Abschlusssituationen vor dem gegnerischen Tor kommt, soll demnach fortan und bis zum Saisonende die Marschroute sein. „Das wird die Rolle für Said für die letzten Spiele sein, dass er da einfach unberechenbarer wird, weil er mit seiner Geschwindigkeit und seinem Dribbling unfassbar gefährlich werden kann für jeden Gegner“, so Wagner abschließend.

Am Ende des Tages geht es für El Mala auch darum, noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Zwar wollte Wagner sich nicht zu den DFB-Chancen seines Youngsters äußern, die neue Rolle, vor allem aber das Vertrauen könnten dem Youngster zumindest den Weg ebnen.