Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Es war ein perfektes Match“ – Teil 1

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Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Es war ein perfektes Match“ – Teil 1

Der Engländer wechselte im Winter leihweise an den Rhein. Mit come-on-fc.com spricht der 20-Jährige über die Ankunft in Köln, seine Rolle und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview – Teil 1.

Nach seiner Ankunft bei den Geißböcken wurde der Engländer vom damaligen Coach Lukas Kwasniok sofort in kalte Wasser geworfen. Der 20-Jährige machte seine Sache ordentlich und überzeugte in der Kölner Innenverteidigung durch Ruhe und Übersicht. Im ersten vereinsexternen Exklusiv-Interview sprach der 20-Jährige mit come-on-fc.com über den Trainerwechsel beim 1. FC Köln und das anstehende Spiel gegen Eintracht Frankfurt.

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Das Gespräch führte come-on-fc.com
Herr Simpson-Pusey, seit drei Monaten sind Sie jetzt in Köln. Wie ist Ihr Eindruck von der Stadt und vom Verein?

Jahmai Simpson Pusey: Mein erster Eindruck von den Menschen und der Stadt ist durchweg positiv. Ich bin herzlich empfangen worden – auch von den Mitspielern. Sie waren unglaublich freundlich. Ich bin dankbar und glücklich, jetzt in diesem Umfeld sein zu dürfen.   

Es waren turbulente erste Wochen. Sie haben in diesen drei Monaten am Geißbockheim schon viel miterlebt. Man sagt, die Menschen in Köln schwanken in ihrer Stimmung schnell zwischen „Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt“. Würden Sie das so unterschreiben? 

Jahmai Simpson-Pusey: In gewisser Weise schon. Die Fans freuen sich für uns und leiden auf der anderen Seite mit uns mit. Es hängt natürlich viel von den Ergebnissen ab. Die waren zuletzt nicht so gut. Wir wissen, dass wir besser werden müssen.

Sind die Emotionen der Fans anders als die in England?

Jahmai Simpson-Pusey: Es ist ein ganz anderes Niveau. Es ist hier lauter, viel lauter und verrückter. Die Fans singen 90 Minuten am Stück. Das spürt man im Spiel. Egal, ob man gewinnt, verliert oder unentschieden spielt, man wird immer unterstützt. Die Fans in Köln sind großartig.

Bei Ihrer Ankunft im Trainingslager in La Nucia, in Spanien warteten nachts eine Handvoll Journalisten auf Sie, haben Fotos und Videos gemacht. Was haben Sie in dem Moment gedacht?

Jahmai Simpson-Pusey: Das war für mich schon neu. Ich kam aus Schottland, war dort praktisch ein Niemand. Ich habe eine halbe Saison nicht gespielt, saß auf der Bank, stand nicht im Kader, war aber trotzdem topfit. Dann bin ich an einen Ort gekommen, an dem ich mich vom ersten Tag an willkommen gefühlt habe – von meiner Landung in Köln am Flughafen bis hin zur Ankunft im spanischen Trainingslager. Es war ein großer Unterschied, aber es war eine sehr sehr gute Erfahrung für mich.

Wer hat Ihnen beim FC von Ihren Mannschaftskollegen besonders bei der Eingewöhnung geholfen und wer sind die Spieler, mit denen Sie den engsten Kontakt haben?

Jahmai Simpson-Pusey: Die Mannschaft hat mich komplett gut aufgenommen. Aber es gibt schon ein paar Spieler wie Ragnar Ache, Denis Huseinbasic, Rav van den Berg oder Kristoffer Lund, mit denen ich mehr zu tun habe.

Ihr Wechsel im Winter hat den ein oder anderen FC-Fan überrascht. Wie liefen die Gespräche ab? Was hat den Ausschlag für den FC gegeben?

Jahmai Simpson-Pusey: Das Transferfenster rückte immer näher und ich hatte keinerlei Spielpraxis gesammelt. Ich wollte spielen, mich beweisen und Einsatzzeit sammeln. Dann bekam ich im Dezember eine Nachricht von meinem Berater: „Du bekommst heute Abend oder morgen einen Anruf“, hieß es. Meine Agentur hat mir viel über Club und Stadt erzählt – und das hat sich gut angehört. Seit meiner Kindheit wollte ich immer im Ausland spielen. Es war ein perfektes Match. Es gab viele Gespräche mit meinem Berater und dann war klar: Das passt. So ein Angebot kann man eigentlich nicht ablehnen, vor allem nicht nach einer langen Spielpause. Man wechselt von der schottischen Liga in die Bundesliga – ein riesiger Sprung. Eigentlich eine klare Sache.

„Er hat von der ersten Minute an mich geglaubt“

Wie haben Sie Lukas Kwasniok als Trainer wahrgenommen? Immerhin hat er Ihnen direkt den Kaltstart zugetraut, nachdem Sie bei Celtic nicht gespielt haben?

Jahmai Simpson-Pusey: Für mich ist er ein Top-Trainer. Ich bin ihm sehr dankbar für die Chance, die er mir gegeben hat. So konnte ich mich direkt beweisen. Er hat von der ersten Minute an mich geglaubt. Wahrscheinlich hat er mich vorher nicht oft spielen gesehen.

Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln
Drei Monate später hat sich die FC-Welt weitergedreht. Wie haben Sie persönlich den Trainerwechsel wahrgenommen?

Jahmai Simpson-Pusey: Als ich in Schottland war, hatte ich bereits drei Trainer in einer Halbserie. Ein Trainerwechsel ist für mich also nichts Neues – solche Dinge gehören im Fußball dazu.

Mit René Wagner kommt der Nachfolger aus den eigenen Reihen. Was ist er für ein Trainer-Typ? Was macht er anders?

Jahmai Simpson-Pusey: Er hat sehr gute Ansätze. Er ist ebenfalls ein toller Typ, der mir sehr geholfen hat. Er spricht sehr gut Englisch, versteht, dass ich kein Deutsch spreche und es mir daher schwerfällt, manchmal die anderen Trainer zu verstehen. Er ist sehr hilfsbereit und ab und zu auch ein bisschen nachsichtiger mit mir (lacht). René weiß einfach, wie es ist, in ein anderes Land zu kommen. In den Trainingseinheiten haben wir einen ersten Eindruck gewonnen, aber wir haben noch kein Spiel unter ihm bestritten. Am Sonntag werdet Ihr sehen, was er vorhat.

Sie mussten zuletzt zwei Spiele zuschauen. Rav van den Berg und Cenk Özkacar haben ihre Sache aber gut gemacht, Joel Schmied ist wieder fit. Jetzt der Trainerwechsel. Machen Sie sich Gedanken darum, dass sie unter dem neuen Trainer eine andere Rolle einnehmen können?

Jahmai Simpson-Pusey: Egal, wie die Entscheidung ausfällt, werde ich sie respektieren. Wenn ich nicht berücksichtigt werde, werde ich mich nicht hinsetzen und aufgeben. Dann werde ich noch  härter an mir arbeiten, um Teil des Teams zu sein.  

Am kommenden Sonntag steht das Spiel gegen Frankfurt auf dem Plan. Was rechnet sich das Team aus? Worauf wird es ankommen?

Jahmai Simpson-Pusey: Wir müssen zusammenhalten. In fast allen Spielen seitdem ich hier bin, haben wir eine gute Leistung gezeigt. Uns fehlen manchmal einfach die Tore. Und damit meine ich nicht, dass es etwas mit den Angreifern zu tun hat, sondern ich sehe das eher strukturell. Am Sonntag werden wir wieder unser Bestes geben.

In Teil 2 des Interviews spricht Jahmai Simpson-Pusey über seine Karriereziele und die Zukunft beim 1. FC Köln. Das Interview erscheint am Dienstag.


Kommentar: René Wagner und warum weniger jetzt mehr ist

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Kommentar: René Wagner und warum weniger jetzt mehr ist

René Wagner verzichtet auf große Worte und setzt auf Klarheit und Ruhe. Nach turbulenten Wochen wirkt sein Auftritt wie ein bewusster Gegenentwurf zur Ära Kwasniok. Diese neue Sachlichkeit zum entscheidenden Faktor werden für den 1. FC Köln: Klarheit, die guttut. Ein Kommentar zum neuen Trainer des 1. FC Köln.

Am Freitagnachmittag trat Interimscoach René Wagner vor die Medienvertreter, um Fragen für seine Chefcoach-Premiere am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt zu beantworten.

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Die Pressekonferenz von Interimscoach René Wagner vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt wurde mit Spannung erwartet. Am Sonntag steht der 37-Jährige erstmals als Cheftrainer in der Bundesliga an der Seitenlinie. Für den gebürtigen Dresdner ist das ein Meilenstein. Für den 1. FC Köln ist es vor allem eine Chance auf einen dringend benötigten Neuanfang. Und nach den 20 Minuten mit Wagner wird klar, worauf es ihm ankommt. Keine Selbstinszenierung, keine großen Versprechen, kein Blick auf die eigene Karriere. Wagner spricht über den Verein, über die Mannschaft, über das nächste Spiel. Das klingt banal, ist in Köln derzeit aber bemerkenswert. Es ist eine Haltung, die dem Club vielleicht zuletzt gefehlt hat. Mit Wagner ist Ruhe zurückgekehrt. Und diese Ruhe wirkt wie ein Gegenentwurf zu dem, was zuvor zu sehen war.

Neue Sachlichkeit am Geißbockheim

Denn mit Wagner ist eine angenehme Sachlichkeit ins Geißbockheim eingekehrt, die in den letzten Wochen unter Lukas Kwasniok verloren gegangen war. Der junge Trainer verzichtet auf endlose Monologe und eine übertrieben superlativische Sprache, wie sie sein Vorgänger auf den Pressekonferenzen zuweilen schon mal pflegte. Die PK-Auftritte unter Kwasniok waren zuweilen oft mehr Bühne für den 44-Jährigen selbst. Monologe, überladene Sprache, immer wieder der Versuch, Bedeutung zu erzeugen, wo Klarheit gefragt gewesen wäre. Es ging häufig um Wirkung, nicht immer um Inhalt.

Anstelle komplizierter Tennis-Metaphern oder ellenlanger Schachtelsätze präsentiert sich Wagner als Freund direkter und unmissverständliche Botschaften. Keine gedanklichen Umwege, keine rhetorischen Spielereien. Mit dem Ende der Ära Kwasniok hat sich der Ton in der Domstadt grundlegend verändert. Er ist leiser geworden, kontrollierter und damit vielleicht professioneller. Das mag weniger Schlagzeilen produzieren. Es ist aber möglicherweise genau das, was dieser Verein nach den vergangenen Wochen braucht. Wagner bietet bislang keinen Glanz durch langjährige Cheftrainer Erfahrung, aber er bietet etwas wertvolleres. Klarheit, Disziplin und die Konzentration auf das Wesentliche. Für den 1. FC Köln könnte genau das Zünglein an der Waage sein.

Die Wagner-Premiere steht kurz bevor

Das Auftreten Wagners lässt sich bereits als eine der Stellschrauben deuten, an denen in der Domstadt nachjustiert wird. Denn wie er selbst immer wieder betont, sind seinem Vorgänger sportlich kaum Vorwürfe zu machen, erst recht nicht in puncto Motivation oder Emotionalität. Umso spannender wird sein, wie die Mannschaft den neuen Ansatz gegen Frankfurt tatsächlich auf den Platz bringt.


Der richtige Ton als die erhoffte Stellschraube: René Wagner sucht den Schlüssel zur Wende

René Wagner will vor allem den richtigen Ton treffen
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Der richtige Ton als die erhoffte Stellschraube: René Wagner sucht den Schlüssel zur Wende

Am Sonntag leitet René Wagner erstmals bei einem Pflichtspiel die Geschicke der Geißböcke. Über den viel zitierten Impuls hat der Trainer noch nicht gesprochen, aber es gibt Lösungsansätze beim 1. FC Köln: René Wagner will mit der richtigen Ansprache zum Erfolg.

Die Leistungen der Geißböcke waren in den vergangenen Spielen sicherlich nicht schlecht, das letzte Quäntchen zum Punktgewinn fehlte jedoch häufig. Interimstrainer René Wagner will kleine Dinge anpassen, damit sich der Erflog einstellt im Kampf um den Klassenerhalt und sieht dabei eine Möglichkeit in der Kommunikation.

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Auch zwei Tage vor dem so wichtigen Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt stehen noch Fragezeichen hinter der jüngsten personellen Veränderung bei den Geißböcken. Zumindest wollte sich René Wagner am Freitag nicht aus der Reserve locken lassen, an welchen Stellschrauben denn so ganz konkret gedreht wurde. Zumindest zur taktischen Ausrichtung und dem Personal wurde der 37-Jährige nur selten deutlich. Klar ist eigentlich nur, dass Said El Mala wie berichtet mit sehr großer Wahrscheinlichkeit beginnen wird, dagegen Joel Schmied keinen Kaderplatz für das Duell bei den Hessen erhalten wird. Am ganz großen Rad wird also nicht gedreht. „Wir kennen alle die Spieltagsleistungen der Jungs und die waren in der Regel gut. Bei den Sachen, die wir sehr gut gemacht haben, werden wir auch bleiben und stattdessen an den zwei, drei Dingen arbeiten, bei denen wir glauben, dass wir da noch ein paar Prozentpunkte mehr herausholen können“, so Wagner.

„Das ist meine Stärke“

Der Kölner Trainer wiederholte damit den Tenor der vergangenen Wochen. Da die Leistungen durchaus in Ordnung waren, seien ganz großer Veränderungen also nicht zu erwarten. Und so dürften die großen Skeptiker, die sich nach der Entlassung von Lukas Kwasniok große Veränderungen versprochen hatten, vergeblich auf das Umkrempeln warten. Denn der Schlüssel zur ergebnistechnischen Grenze liege, so der Subtext, eben nicht an der sportlichen Leistung, vielmehr auf einer anderen Ebene. „Ich versuche immer sachlich und analytisch zu bleiben, das ist meine Stärke. In Richtung Frankfurt müssen wir jetzt den Fokus und die Spannung erhöhen. Damit haben wir heute im Training begonnen und dann werde ich am Sonntag ein paar Worte wählen, die ich bislang als Co-Trainer noch nicht finden durfte“, so Wagner.


Motivation, Einstellung, Willen könnten also ein Teil der Lösung sein. „Emotionen kann man in die Mannschaft über die Ansprache hineintragen. Man kann aber auch versuchen, in der täglichen Arbeit eine Bindung zu den Spielern herzustellen. Das ist mein Ansatz. Ich will, dass wir alle als Gruppe funktionieren. Ich werde mir die Jungs im ein oder anderen Moment vor dem Spiel packen. Das ist einfach mein Weg und den werde ich jetzt die nächsten Spiele verfolgen“, so der neue Coach. Der Interimstrainer hatte schon unter der Woche versucht, möglichst viele Gespräche zu führen – möglichst jeden seiner Spieler zu erreichen.

„Solche Sachen sind mir wichtig“

Denn auch wenn Wagner angibt, dass sich durch seine Rolle auch das Verhältnis zur Mannschaft verändert habe, der persönliche Draht ist ihn nach wie vor wichtig. „Ich habe unter der Woche mit Matthias Köbbing gesprochen, weil ich auch von den Spielern gerne Sachen mitnehme. Vor vier Jahren hat er mir mal gesagt, dass Steffen Baumgart bisher der einzige Cheftrainer war, der von vier Torhütern gesprochen hat. Vom ersten, vom zweiten, vom dritten und vom vierten. Und das hat ihm einfach ein gutes Gefühl gegeben als vierter Trainingstorhüter auch Part der Mannschaft zu sein. Solche Sachen sind mir wichtig und wenn ich sowas höre, dann nehme ich das auf, nehme das für mich mit“, erklärte Wagner.

Am Ende des Tages wird es nicht nur über Motivation und die richtige Tonalität gehen. Das weiß natürlich auch Wagner, der auch spielerische und taktische Stellschrauben finden wird. Ob diese wiederum von Erfolg gekrönt sind, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.


René Wagner zum Startelf-Einsatz von Said El Mala: „Ich glaube, dass wir uns keinen Gefallen tun, wenn…“

Said El Mala vom 1. FC Köln
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René Wagner zum Startelf-Einsatz von Said El Mala: „Ich glaube, dass wir uns keinen Gefallen tun, wenn…“

Unter der Woche war spekuliert worden, ob Said El Mala nach dem Trauerfall in der Familie am Sonntag spielen werde. Das steht offenbar nicht zur Diskussion beim 1. FC Köln, im Gegenteil: René Wagner gibt Said El Mala eine Startelf-Garantie.

Viel wollte René Wagner auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt noch nicht über seine Pläne verraten. Zwischen den Zeilen gab der Coach dann aber doch eine Startelf-Garantie.

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Nach dem freien Tag am Donnerstag trainierten dann am Freitag auch wieder die Nationalspieler beim FC mit. Kölns neuer Coach René Wagner erklärte am Freitag auf der Pressekonferenz, er habe die Intensität für die beiden letzten Einheiten vor dem Duell gegen Eintracht Frankfurt ein weinig erhöht. Mit dabei war auch wieder Said El Mala, der mit der U21 der deutschen Nationalmannschaft unterwegs war und nach zwei Siegen, der Tabellenführung und einem nicht unwichtigen Treffer mit ordentlich Selbstvertrauen zurückgekehrt sein dürfte. Allerdings kehrte El Mala auch mit einem tragischen Erlebnis zurück: Die Großmutter des 19-Jährigen war vergangene Woche verstorben (come-on-fc berichtete).

Support von den Mannschaftkollegen

Wagner suchte per Telefon das Gespräch zu seinem Offensivspieler. Daran, dass der Linksaußen nun aber aussetzt, gab es wohl keine Gedanken. „Die U21 hat ihn top aufgefangen. Er hat mir erzählt, dass er da von den Jungs viel Support bekommen hat. Die Mannschaft hier hat sich um ihn gekümmert. Das ist ein Trauerfall und logischerweise war er traurig. Aber ich glaube, er wünscht sich einfach am Sonntag ein gutes Spiel zu machen und eine top Leistung zu bringen“, so Wagner. Wie wichtig der Stürmer für den FC ist, zeigt alleine die Statistik. El Mala kommt mittlerweile auf zehn Tore. Wie berichtet fehlt dem Youngster nur noch ein Treffer, um Lukas Podolski zu überholen, der in seiner Premierensaison für die Geißböcke ebenfalls zehn Mal traf.

El Mala ist der absolute Torjäger der Geißböcke und alleine aufgrund der Punkteausbeute auch ein wenig die Überlebensgarantie. Und doch hatte es der 19-Jährige unter Lukas Kwasniok nicht geschafft, dauerhaft in der Startelf zu stehen. Auch deswegen ist die Teilnahme an der WM mindestens fraglich. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Offensivspieler nicht konstant immer gute Leistungen abrief. Und so wird auch bei den Kölner Fans weiterhin diskutiert, welche Rolle der Shootingstar in Köln spiele, ob er besser als Startelf-Spieler oder Joker geeignet sei. Wagner fand indes noch eine ganz andere Kategorie: „Er ist für mich ein Unterschiedsspieler. Und das kann er von der Bank tun, das kann er vom Start weg tun. Aber ich glaube, dass wir und keinen Gefallen tun, ihn aktuell nicht in der Startelf zu haben“, so der Kölner Coach.

Klingt fast so, als hätte zumindest ein Spieler seinen Startelf-Platz für das Duell gegen Frankfurt sicher.


Breiter Kader für René Wagner und den 1. FC Köln: „Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind“

René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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Breiter Kader für René Wagner und den 1. FC Köln: „Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind“

Zwei Tage vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt hat sich die Personalsituation beim FC erstaunlich entspannt. Und das führt zu einer spannenden Situation beim 1. FC Köln: René Wagner vor harter Kader-Entscheidung.

Mehrere Spieler kehrten aus ihren Verletzungen zurück, Sperren sind abgelaufen und die Nationalspieler unversehrt zurück. Das stellt René Wagner erstmals vor eine schwere Aufgabe.

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Gerade einmal vier Profis des 1. FC Köln waren in den vergangenen Tagen mit ihren Nationalmannschaften auf Länderspielreise. Einzig der 1. FC Heidenheim stellte aus der Bundesliga weniger ab. Zwar sprechen Nationalspieler bekanntlich auch immer für die Qualität einer Mannschaft, doch der neue FC-Trainer dürfte über die wenigen Nominierten angesichts seines neuen Jobs und der Eingewöhnung alles andere als unzufrieden mit der Personallage gewesen sein. Zumal sich diese in der vergangenen Woche nach und nach immer weiter entspannt haben. Ausgerechnet mit dem Hinspiel gegen Eintracht Frankfurt fing beim FC die Verletzungsmisere an. Joel Schmied fiel nach der Begegnung aus und leitete damit einen gefühlten Dauer-Krankenstand ein. Tatsächlich fehlten dem FC seitdem immer mindestens vier Spieler durchgehend. Und vor dem Duell gegen die Hessen ist nicht nur Joel Schmied wieder fit, de facto fallen verletzt „nur“ die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian aus. Eric Martel sitzt seine Sperre ab.

Auf welche Spieler setzt René Wagner?

Unter der Woche meldeten sich neben Schmied auch Alessio Castro-Montes und Tom Krauß wieder fit. Zudem haben Jahmai Simpson-Pusey und Sebastian Sebulonsen ihre jüngsten Sperren abgesessen. FC-Trainer René Wagner stehen somit 22 Feldspieler und die drei Torhüter zur Verfügung – und das ohne die Youngster Fynn Schenten und Youssoupha Niang, die wohl bei der U21 eingesetzt werden. Und somit steht für den Kölner Coach auch eine erste unangenehme Aufgabe bereits. Wagner muss bei der Nominierung des Kaders auf einige Akteure verzichten. Dem Spieltagskader gehören schließlich nur 20 Spieler, meist zwei Torhüter und 18 Feldspieler an. Heißt: Wagner muss für die Begegnung gegen Frankfurt gleich mehrere Spieler aus dem Kader streichen. Auf der Pressekonferenz an Karfreitag wollte der 37-Jährige natürlich namentlich keine Tendenz abgeben. Nur soweit, dass die Kader-Nominierung für Schmied zu früh käme.

„Es gibt eine Tendenz“

„Es gibt eine Tendenz für Sonntag für den Kader. Ich habe mit ein, zwei Spielern schon gesprochen, bei denen die Tendenz besteht“, so Wagner. „Vielleicht auch mit Jungs, die vielleicht auch enttäuscht sind, nicht mitzufahren. Aber das versuche ich, frühzeitig zu kommunizieren.“ Es scheint gut möglich, dass es den ein oder anderen Innenverteidiger trifft. Noch vor wenigen Wochen war die Zentrale der Defensive die Sollbruchstelle. Über Wochen fielen fünf der sieben Innenverteidiger aus. Das zu einer Zeit, in der Lukas Kwasniok noch auf eine Dreierkette setzte, also notgedrungen einen Akteur nicht auf seiner Primär-Position spielen ließ. Nun aber stehen Wagner mit Rav van den Berg, Cenk Özkacar, Jahmai Simpson-Pusey und Dominique Heintz gleich vier Innenverteidiger zur Verfügung. Da auch Sebulonsen und Krauß zur aller größten Not aushelfen könnten, wäre der Verzicht eines weiteren Abwehrspielers durchaus eine Option. Möglich aber auch, dass der Trainer den Rekonvaleszenten noch ein wenig Pause geben will.

„Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind. Damit muss ich leben können. Aber damit müssen auch die Jungs leben können. Es hat nichts damit zu tun, wie lange ich die Spieler kenne“, sagte Wagner. „Bei den Jungs, die ich lange kenne, wird es am meisten wehtun.“ Der neue Coach betonte aber auch, dass es ihm nicht leicht fallen würde, aber er durchaus bereit wäre, die wichtigen Entscheidungen zu treffen.


„Wut im Bauch“: U21 will nach dem Siegen-Frust den Derby-Sieg

Die U21 des 1. FC Köln startet in die neue Saison
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„Wut im Bauch“: U21 will nach dem Siegen-Frust den Derby-Sieg

Die Regionalliga West biegt allmählich auf die Zielgerade der Saison – für die Reserve der Geißböcke wird es daher Zeit, die Rückrunden-Bilanz noch aufzupolieren. Die U21 des 1. FC Köln empfängt am Samstag die U23 von Fortuna Düsseldorf.

Die nächste Gelegenheit zu punkten bietet sich am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf. An das Hinspiel hat Trainer Evangelos Sbonias noch Erinnerungen und gemischte Gefühle.

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Es war ein wilder Freitagabend am 3. Oktober des vergangenen Jahres: Die U21 sah zur Halbzeit am Flinger Broich wie der sichere Verlierer aus, lag bei der U23 Fortuna Düsseldorfs mit 0:3 zurück. Mikolaj Marutzki sah bei seiner Regionalliga-Premiere schon in der 8. Minute die rote Karte. Die FC-Talente zeigten jedoch Moral und erkämpften sich in der zweiten Hälfte in Unterzahl noch ein Unentschieden mit dem 3:3. „Es war wieder mal ein sehr wildes Spiel“, erinnerte sich Kölns Trainer Evangelos Sbonias und forderte vor dem Wiedersehen: „Wir wollen schauen, dass das in keine wilde Richtung am Samstag geht, sondern dass wir das Spiel kontrollieren und dann schon deutlich unsere Qualitäten auf den Platz bringen wollen.“

“Da werden wir dann schauen, wen wir am Wochenende dazunehmen“

Die Fortuna-Reserve hat sich als aktueller Vierzehnter der Tabelle noch nicht sämtlicher Abstiegssorgen entledigt und wird daher gerade im prestigeträchtigen Derby der Zweitvertretungen um jeden Zentimeter kämpfen: „Deshalb glaube ich schon, dass da auch wie in den letzten Spielen eine große Emotionalität drin sein wird“, erwartete Sbonias und skizzierte den Gegner: „Das ist ein Gegner, der übers Umschalten schon gute Waffen hat mit Geschwindigkeit vorne drin, auch sehr geradlinig nach vorne spielt.“ Die Personal-Situation bei der U21 entspannt sich derweil – auch dank des spielfreien Wochenendes bei der U19. Daher dürften diesmal wieder einige Spieler von den Junioren aufrücken. Jonathan Friemel, Luis Stapelmann, David Fürst, Jason Ponente-Ramirez und Kristiyan Irmiev trainierten im Wochenverlauf bereits mit der U21. „Da werden wir dann schauen, wen wir am Wochenende dazunehmen“, äußerte Sbonias.

Sargis Adamyan ist derweil in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. „Da müssen wir schauen, wie es der Körper nach der Krankheit mitmacht“, zeigte sich der Trainer vorsichtig optimistisch. Arda Süne und Ilias Elyazidi haben zumindest Teile des Trainings wieder mit dem Team absolvieren können. Für das Duo dürfte das Derby am Samstag aber vermutlich noch zu früh kommen. Nilas Yacobi wird hingegen neben dem Langzeitverletzten Malek El Mala definitiv fehlen.

„Ein bisschen Wut im Bauch“

Für die U21 geht es im letzten Viertel der Saison darum, die Rückrunden-Bilanz noch weiter aufzupolieren. Die Kölner haben in der zweiten Saison-Hälfte erst elf Zähler in zehn Spielern eingesammelt – nach starken 26 in der Hinrunde. Der Trainer konstatierte nach dem Last-Minute-K.O. in Siegen, dass „die Jungs schon ein bisschen Wut im Bauch haben, weil sie wieder ein sehr gutes Spiel gemacht haben und wir ohne Punkte dastehen. So sind wir auch die Woche angegangen, mit ein bisschen Wut im Bauch.“ Von den Rängen wird zudem wieder lautstarke Unterstützung erfolgen, weil die FC-Profis erst am Oster-Sonntag in Frankfurt im Einsatz sind und die Fans daher problemlos zur U21 pilgern können – und dürften.

Zuletzt gegen Frankfurt getroffen: Platzt im Rückspiel für Marius Bülter der Knoten?

René Wagner gibt Marius Bülter Anweisungen
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Zuletzt gegen Frankfurt getroffen: Platzt im Rückspiel für Marius Bülter der Knoten?

Durch den Trainerwechsel bei den Geißböcken dürften sich einige Akteure wieder ihre Hoffnung auf mehr Spielzeit machen. Darunter vielleicht auch der Stürmer, der zwar als Joker immer auflief, zuletzt aber nicht mehr traf für den 1. FC Köln: Platzt für Marius Bülter nun der Knoten?

Der Saisonauftakt war vielversprechend, die vergangenen Wochen eher mau. Marius Bülter steht sinnbildlich für den Saisonverlauf der Geißböcke. Nun könnte gegen die Eintracht der Knoten platzen. Immerhin hat der Angreifer im Hinspiel getroffen.

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So richtig tief ins Detail wollte Jan Thielmann am Dienstag nicht gehen, als das Kölner Eigengewächs über die Impulse nach einem Trainerwechsel sprach. Negative Äußerungen über den Vorgänger von Interimscoach René Wagner gab es keine. Für den neuen Trainer hatte der 23-Jährige dagegen schon einige positive Worte übrig. Und Thielmann deutete an, dass es unter dem „neuen“ Trainer auch neue Chancen geben könne. „Durch einen Trainerwechsel erhofft man sich immer neuen, frischen Wind. Gerade die Spieler, die beim alten Trainer vielleicht ein bisschen hintendran gestanden haben, haben jetzt nochmal eine neue Chance. Deswegen ist man ein bisschen sensibler, jeder bietet sich an“, so Thielmann. „Er hat auch einen guten Draht zu den erfahrenen Spielern. Er wird eine gute Mischung finden aus Spielern, die neu dabei sind, und dem alten Stamm.“

Letzter Treffer gegen die Eintracht

Zu den erfahrenen Spielern gehört zweifelsohne Marius Bülter. Doch der Stürmer betrieb in den vergangenen Wochen eher wenig Eigenwerbung. Seit November wartet der 33-Jährige auf einen Treffer. Und das, nachdem die Saison für Bülter perfekt begonnen hatte. Der Angreifer stand sinnbildlich für den fulminanten Saisonauftakt, den der FC hingelegt hat. Alleine in den ersten beiden Begegnungen erzielte Bülter zwei Treffer, bereitete zwei weitere vor. Eine Achillessehnenreizung und ein Magen-Darm-Infekt warfen den Spieler aus der Spur. Auch die Geburt seines ersten Kindes hatte laut dem damaligen Trainer Lukas Kwasniok Einfluss auf die Leistung des Routiniers. Es folgte noch ein Assist gegen den FC Augsburg und eben im November ein weiterer Treffer. Und das ausgerechnet gegen Eintracht Frankfurt. Das 2:4 bedeutete noch einmal einen Funken Hoffnung, den Luca Waldschmidt sogar mit dem 3:4 noch weiter auflodern ließ.

Dabei ist der 33-Jährige einer der Dauerbrenner bei den Geißböcken, kommt auf 27 Einsätze, wenn auch oft von der Bank. Doch so richtig rund läuft es nicht mehr für den Offensivspieler, der noch bis zum Sommer 2027 Vertrag beim FC hat. Bislang überzeugte der Angreifer durch seine Laufbereitschaft und seinen Einsatzwillen. Doch gehört zur Kernkompetenz eines Stürmers eben noch mehr.


Frischer Wind und Länderspielpause: Kleiner Vorteil für den 1. FC Köln?

Rene Wagner beim Training mit den Spielern vom 1. FC Köln
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Frischer Wind und Länderspielpause: Kleiner Vorteil für den 1. FC Köln?

Mit vier Nationalspielern hat der FC in dieser Länderspielpause relativ wenige Profis abstellen müssen. Der neue Coach René Wagner hätte sich sicherlich das gesamte Team in seiner Anfangsphase beim 1. FC Köln gewünscht: Hat der FC einen Länderspiel-Vorteil?

Nach und nach kehren die Nationalspieler wieder zurück ans Geißbockheim. Bis zum Duell gegen Eintracht Frankfurt bleiben René Wagner und seinem Trainerteam nun noch zwei Einheiten mit allen fitten Spielern. Doch reicht die Zeit, um die neue Spielidee zu vermitteln und die nötigen Stellschrauben zu drehen? Immerhin hat der kommende Gegner mit mehr Rückkehrern zu kämpfen als der FC.

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Etwas überraschend gab es für die Profis der Geißböcke am Donnerstag dann doch noch einen freien Tag. Eigentlich waren für die gesamte Woche Einheiten anberaumt. Nun geht es am Freitag weiter und dann nahezu mit voller Kapelle. Denn auch die Nationalspieler sind wieder nach und nach zurückgekehrt und nach dem ersten Eindruck hat sich kein Akteur auf der Länderspielreise verletzt. Said El Mala dürfte mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zurückkehren, nachdem er einen starken Treffer mit der deutschen U21 gegen den Nachwuchs von Griechenland erzielt hat. Für Jakub Kaminski gab es eine bittere Enttäuschung mit dem Aus mit Polen in der WM-Quali. Isak Johannesson und Rav van den Berg sammelten Spielpraxis.

Frankfurt mit zehn Abstellungen

Stand jetzt fehlen Interimstrainer René Wagner bei seiner Premiere als Cheftrainer also „nur“ Timo Hübers, Luca Kilian und der gesperrte Eric Martel. Ein ähnliches Personal-Angebot fehlte Lukas Kwasniok in den vergangenen Wochen bekanntlich. Und dennoch hätte der neue Coach sicherlich gerne mit der gesamten Mannschaft über die Länderspielpause trainiert. Der Zeitpunkt für einen Trainerwechsel schien mit der Unterbrechung eigentlich perfekt gewählt. Eigentlich, denn mindestens drei Startelf-Kandidaten werden die neuen Abläufe und Pläne des Coaches dann erst in den verbleibenden beiden Einheiten kennenlernen. Immerhin ist Wagner den Nationalspielern nicht gänzlich neu. Und es hätte den FC mit den Abstellungen durchaus schlimmer treffen können.

Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison waren die Kölner mit zum Teil zweistelligen Abstellungen Spitzenreiter der 2. Bundesliga. Nicht nur das, gleich zwei Mal kehrten die Nationalspieler zum Teil erst mittwochs zurück und bereits am Freitag standen die nächsten Ligaspiele auf dem Plan. Es bleib zum Teil also gerade einmal eine Einheit. Nun haben die Geißböcke noch zwei Einheiten, drei Tage. Das gilt natürlich auch für den Gegner. Nur hat Frankfurt ungleich mehr Spieler auf Länderspielreise gehabt. Zehn Akteure waren mit ihren Nationalmannschaften unterwegs und diese waren wohl auch mit einigen Strapazen verbunden. Ähnlich wie Isak Johannesson mit Island war beispielsweise Ellyes Skhiri auch in Nordamerika mit Tunesien unterwegs, traf sogar auf die gleichen Gegner. Sieben der Frankfurter Akteure gehören zum Kreis der Stammspieler.

Wie groß dieser vermeintliche Vorteil ist, wird sich dann erst am Wochenende zeigen. Fakt ist, in der turbulenten Zeit bei der Eintracht hätte man sicherlich lieber jede Minute mit der gesamten Mannschaft absolviert.


Ist Ragnar Ache der Schlüssel? Frankfurts Schwäche ist die Stärke des „Königs der Lüfte“

Ragnar Ache jubelt nach einem Treffer
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Ist Ragnar Ache der Schlüssel? Frankfurts Schwäche ist die Stärke des „Königs der Lüfte“

Für Ragnar Ache wird das Spiel am Sonntag zur besonderen Heimkehr. Wirklich glücklich wurde der Stürmer in Frankfurt nicht. Doch am Wochenende wird gerade seine Stärke gefragt sein beim 1. FC Köln: Ist Ragnar Ache der Schlüssel zum Erfolg?

Sechs Tore erzielte der Angreifer in der Liga, einen Treffer im Pokal. Ragnar Ache gehört zu den besten Stürmern der Mannschaft. Und gerade bei seinem Heimatverein könnte eine seiner Qualitäten besonders wichtig werden.

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Das Bild von Ragnar Aches Fallrückzieher ging alleine aufgrund von Social Media um die Welt. Der Treffer hat sicherlich gute Chancen bei der Tor-des-Jahres-Wahl der ARD-Sportschau. Cenk Özkacar schlug verblüfft die Hände über den Kopf, Joel Schmied ließ sich zu einem neckenden Seitenhieb hinreißen („sonst schleppt er sich nur über den Platz“) und Lukas Kwasniok bezeichnete den Torschützen als den „König der Lüfte“ und gratulierte schon mal zum Jahressieg. Tatsächlich war Kwasniok schon zu Beginn der Saison von Aches Lufthoheit fasziniert. Der Ex-Trainer erklärte, dass Ache nur sehr schwer in der Luft zu verteidigen sei, bereits zu Saisonbeginn sagte der 44-Jährige: „Das Krasse an ihm ist: Er köpft nicht blind. Er hüpft, steht, guckt sich um und kann dann ablegen. Das habe ich in der Form selten gesehen.“

Flanken als Mittel?

Zu dieser Zeit war Ache meist noch Ergänzungsspieler kam über die Rolle des Jokers lange nicht so richtig hinaus. Zuletzt drehte der Mittelstürmer auf. Immerhin hat Ache fünf seiner sechs Saisontore im Jahr 2026 erzielt. Und gerade seine Lufthoheit könnte dem FC ausgerechnet gegen Frankfurt in die Karten spielen. Ausgerechnet, weil Ache bei seinem Heimatclub nicht seine beste Zeit erlebte. Der gebürtige Frankfurter kam über den Umweg Rotterdam 2020 zur Eintracht, feierte dort auch sein Bundesliga-Debüt. Doch so richtig rund lief es bei den Hessen nicht. In zwei Jahren spielte der Stürmer auch aufgrund von Verletzungen 23 Mal für die SGE, erzielte ein Tor und einen Assist. Schon vor dem Hinspiel fragte Ache mit breitem Grinsen: „Was habe ich zwei Jahre da gemacht? Nicht wirklich gespielt.“

Am Sonntag wird Ache in seinem alten Stadion aufspielen und dem Angreifer könnte eben eine tragende Rolle zukommen. Denn genau die Stärke des Mittelstürmers ist aktuell eine Schwäche der Hessen. Die Eintracht kassierte bereits 13 Gegentreffer nach Flanken – ist in dieser Kategorie das Liga-Schlusslicht. Auch in der Kategorie Gegentore nach Kopfbällen gehört Frankfurt mit acht zu den schlechteren der Liga (allerdings vor Köln mit neun). Zudem gewannen die Hessen gerade einmal 45 Prozent ihrer Luftzweikämpfe – auch das ist der schlechteste Wert der Liga. Dagegen stehen die 55 Prozent gewonnener Luftzweikämpfe von Ache. Ein folgerichtiges Mittel könnten also Flanken auf den Kölner Angreifer sein.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Ache in dieser Saison noch nicht so richtig als Kopfball-Goalgetter in Erscheinung getreten ist. Von seinen wettbewerbsübergreifenden sieben Treffern nickte der Stürmer für ihn ungewöhnlich nur zwei ein. Gegen Frankfurt wäre doch genau der richtige Zeitpunkt, die Bilanz aufzubessern.

Medienbericht: Bahnt sich nun der schnelle Abschied von Said El Mala an?

Wie geht es weiter mit Said El Mala?
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Medienbericht: Bahnt sich nun der schnelle Abschied von Said El Mala an?

Zehn Tore hat der Offensivspieler in dieser Saison in der Liga erzielt und damit natürlich Begehrlichkeiten geweckt. Und so könnte es bald den Abschied geben. Und das laut „Sky“ im Sinne des 1. FC Köln: Said El Mala soll offenbar im Sommer verkauft werden.

Nach kurzer Durststrecke läuft es bei Said El Mala sportlich wieder rund. Drei Tore hat der 19-Jährige in den vergangenen vier Spielen erzielt. Doch offenbar wird der Offensivspieler nicht mehr lang beim FC spielen.

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Nach dem eher durchwachsenen Auftritt gegen Nordirland in der U21 drehte Said El Mala gegen Griechenland nochmal richtig auf. Der Kölner Shootingstar erzielte die Führung, hatte gerade im zweiten Abschnitt noch weitere Möglichkeiten – und das unter den erschwerten emotionalen Gründen. Wie berichtet, ist El Malas Großmutter kürzlich verstorben. Der Offensivspieler hatte am Samstag davon erfahren, sich aber entschieden, beim Team des deutschen Nachwuchses zu bleiben. Und El Mala betrieb wieder Mal Eigenwerbung. Das bleibt dementsprechend auch nicht unbeachtet. Nach wie vor ist das Talent heiß begehrt. Und die Kölner sind offenbar durchaus bereit, den Spieler im Sommer ziehen zu lassen. Das berichtet der TV-Sender „Sky“ in seiner „Transfer-Update“-Sendung am Donnerstagabend.

Wie hoch ist die Schmerzgrenze?

Laut Sky-Experte Florian Plettenberg sei der Verkauf sogar „zu einhundert Prozent geplant“. Plettenberg berichtet weiter, der FC wollte den Spieler gerne auf Jahre halten, die Kölner seien aber „auf die Erlöse angewiesen. Deswegen wird der Markt sondiert – vor allem mit Vereinen aus der Premier League.“ Die Bild hatte in der vergangenen Woche von einer Schmerzgrenze von 50 Millionen Euro berichtet. Der FC kommentiert diese Zahlen wie üblich nicht. Aber auch Plettenberg gab nun an, dass 40 Millionen Euro für das Talent nicht ausreichen würden. Und damit wären wohl Clubs wie Brighton, aber auch die Bayern aus dem Rennen. Der Rekordmeister sei laut des Sky-Reporters aufgrund des Kölner Wunschpreises nicht mehr an dem Spieler interessiert.

Dennoch laufen die Gespräche mit anderen Clubs. „Der 1. FC Köln hat vor, ihn nach England zu verkaufen“, so Plettenberg weiter. „Es soll sehr sehr schnell gehen.“ Wohl auch, weil El Mala sich einen Wechsel nach England gut vorstellen kann. Tatsächlich würde ein Verkauf des Spielers Geld in die Kassen spülen, die der FC nach der Spielzeit gut gebrauchen kann. Thomas Kessler hat im vergangenen Sommer gleich mehrere Leihdeals eingetütet. Spieler wie Tom Krauß, Jakub Kaminski oder Jahmai Simpson-Pusey, die mit einer Kölner Kaufoption oder Kaufpflicht versehen wurden. Gerade beim Klassenerhalt will Köln den Großteil der Optionen wohl auch ziehen und muss dafür einige Scheine auf den Tisch legen. Für alle Leihspieler würden die Kölner mehr als 20 Millionen Euro zahlen müssen.