Wenig Torgefahr, anfällig in der Defensive – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Heidenheim

Frank Schmidt ist seit vielen Jahren Trainer des FCH
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Wenig Torgefahr, anfällig in der Defensive – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Heidenheim

Für den FC steht nach der kurzen Winterpause direkt eine richtungsweisende Begegnung auf dem Plan. Am Samstag gastiert das Team von Trainer Lukas Kwasniok an der Ostalb. Das erwartet den 1. FC Köln in Heidenheim.

Drei Wochen nach dem letzten Ligaspiel im Jahr 2025 und der Niederlage gegen Union Berlin steht für den FC das nächste Ligaspiel auf dem Programm. Zum Start ins neue Jahr müssen die Kölner zum Tabellenvorletzten. Das erwartet den 1. FC Köln in Heidenheim.

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Form: Der 1. FC Heidenheim blickt auf eine bislang enttäuschende Saison zurück. In den ersten elf Ligaspielen holte das Team von Trainer Frank Schmidt lediglich einen Sieg, spielte zweimal Remis und musste das Feld achtmal als Verlierer verlassen. Nach der 0:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach fuhren die Heidenheimer bei Union Berlin und gegen den SC Freiburg zwei Siege in Folge und meldeten sich damit im Kampf um den Klassenerhalt zurück, bevor es mit der 1:2-Niederlage beim FC St. Pauli einen kleinen Dämpfer gab. Im letzten Spiel vor der kurzen Winterpause verloren die Jungs von der Brenz mit 0:4 gegen den FC Bayern München. Aktuell steht Heidenheim mit elf Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz – allerdings einen Punkt besser als zur gleichen Zeit im Vorjahr.

Offensive, Defensive

Wenig Torgefahr: Mit lediglich 13 Treffern stellt Heidenheim gemeinsam mit Mainz und St. Pauli, die schlechteste Offensive der Liga. Überdies gaben die Jungs von Trainer Schmidt in dieser Saison bislang nur 163 Torschüsse ab. Damit steht der FCH in dieser Statistik gemeinsam mit Gladbach und St. Pauli auf dem vorletzten Platz. Nur Mainz gab mit 157 Versuchen noch weniger Torschüsse ab. Der xGoals-Wert liegt bei 17,5 – nur Hamburg (16,5) und St. Pauli (14,5) sind schlechter.

Schwache Defensive: Heidenheim stellt in dieser Saison die schlechteste Defensive der Liga. In den ersten 15 Spielen kassierte der FCH bereits 34 Gegentore. Im Durchschnitt fangen sich die Rot-Blauen 2,2 Tore pro Partie. Besonders kurios: Der FCH kassierte sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit jeweils 17 Gegentore. Das Team von der Ostalb hat auch den höchsten xGoals-Wert der Gegner.

Ballbesitz: In der laufenden Spielzeit hat der FCH in den meisten Spielen weniger Ballbesitz als der Gegner. Mit durchschnittlich 43 Prozent in den bisherigen 15 Spielen haben die Heidenheimer hinter Union Berlin den zweitwenigsten Ballbesitz der Liga.

Im Fokus: Hennes Behrens

Im Fokus: Mit Hennes Behrens hat sich der 1. FC Heidenheim auf der linken Schienenposition per Leihe von der TSG 1899 Hoffenheim verstärkt. Der 20-Jährige soll beim FCH Spielpraxis auf höherem Niveau sammeln und Konkurrenz für Jonas Föhrenbach darstellen, der nach dem Kreuzbandriss von Leart Pacarada ohne Alternative auf seiner Position ist. Behrens bringt viel Erfahrung aus verschiedenen Nachwuchs-Wettbewerben mit. Nach 26 Spielen für Hoffenheims Zweitvertretung in der vergangenen Regionalligasaison, in denen der Abwehrmann vier Tore und vier Vorlagen sammelte, feierten die Kraichgauer am Ende den Aufstieg in Liga drei. Dort kam Behrens in dieser Saison auf lediglich vier Spiele, ehe ihn ein Muskelfaserriss zu einer längeren Pause zwang. Überdies sammelte der gebürtige Frankfurter in der vergangenen Spielzeit internationale Erfahrung in der UEFA Youth League.

3-4-3-Formation oder Rotation?

Formation: Frank Schmidt ließ seine Mannschaft in den vergangenen drei Partien in einem 3-4-3-System auflaufen. Dabei ist Diant Ramaj zwischen den Pfosten gesetzt. Vor dem Schlussmann läuft Kapitän Patrick Mainka auf. Neben dem Abwehrchef machen Tim Siersleben, Benedikt Gimber und Marnon Busch die zwei offenen Plätze unter sich aus. Auf der linken Schiene ist Jonas Föhrenbach unangefochtener Stammspieler. Rechts liefern sich Omar Traore und Marnon Busch ein Duell auf Augenhöhe. Im zentralen Mittelfeld haben aktuell Niklas Dorsch und Julian Niehues die Nase vorn. Allerdings hat Schmidt hier mit Jan Schöppner und Luca Kerber zwei weitere Optionen. In der Offensive sind eigentlich Arijon Ibrahimović, Marvin Pieringer und Matthias Honsak die erste Wahl. Aufgrund von Verletzungen musste Heidenheim jedoch immer wieder rotieren.

Das sagen die Trainer

Lukas Kwasniok: „Sie haben hinten raus besser gepunktet, deshalb ist die Wahrnehmung positiver. In Summe haben sie weniger Punkte als wir, gefühlt stehen sie aber schon vor uns. Wir werden alles daran setzen, uns vor ihnen zu halten. Das ist ein entscheidender Gegner im Klassenerhaltskampf. Deshalb ist das Spiel mit einer gewissen Brisanz hinterlegt. Es wird auf viele Duelle ankommen und wird kein Zuckerschlecken. Da musst du deinen Mann stehen. Ich glaube, dass wir Jungs haben, die sich auch darauf freuen. Fußball ist auch Herz, Mentalität und Zweikampf.“

Frank Schmidt: „Wir haben die Woche genutzt, um Intensität und Zweikampfverhalten zu trainieren mit dem Wissen, dass in der Englischen Woche wichtige Spiele auf uns zukommen. Das ist Chance und Risiko zugleich. Wir haben uns nach 15 Spieltagen alles nochmal genau angeschaut, denn wir können nicht davon sprechen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir brauchen mehr Siege, mehr Torgefahr, weniger Gegentore. Nun dürfen wir keine Zeit verbrauchen, sondern müssen sofort da sein. Da geht es um Haltung, wir haben das Thema Mentalität ganz klar in den Vordergrund gestellt. Das Spiel bietet uns die Chance, an Köln auf zwei Punkte ranzukommen. Das ist das Ziel. Wir brauchen eine entschlossene, ehrliche, gute Einstellung und eine direkte Art und Weise, einen einfachen Fußball, der am Samstag gefragt ist, um erfolgreich zu sein.“

Mögliche Aufstellung Heidenheim: Ramaj – Busch, Mainka, Siersleben, Föhrenbach – Schöppner, Dorsch -Ibrahimovic, Honsak – Schimmer, Pieringer


Isak Johannesson mit entscheidender Rolle beim 1. FC Köln: „Das ist die perfekt Position für mich“

Isak Johannesson fühlt sich wohl beim 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)
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Isak Johannesson mit entscheidender Rolle beim 1. FC Köln: „Das ist die perfekt Position für mich“

Der isländische Nationalspieler hat sich nach seinem Wechsel von Fortuna Düsseldorf zum 1. FC Köln ziemlich schnell an den neuen Verein gewöhnt und stand bei den Geißböcken zu Saisonbeginn gleich regelmäßig in der Startelf. Diese Rolle spielt Isak Johannesson beim 1. FC Köln.

Auch der Isländer konnte den in den letzten Spielen anhaltenden Negativtrend jedoch nicht verhindern. Trotz der sportlich schwierigen Phase ist der Mittelfeldspieler aber schon jetzt als Schlüsselspieler mehr als angekommen in Köln und sieht sich selbst – anders als noch in Düsseldorf – als wichtigen Verbindungsspieler im zentralen defensiven Mittelfeld. Diese Rolle spielt Isak Johannesson beim 1. FC Köln.

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Für viele war Isak Bergmann Johannesson ein absoluter Schlüsseltransfer für den FC vor Beginn der neuen Bundesligasaison. Der Isländer gehörte bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf zu den absoluten Leistungsträgern und ging somit mit durchaus hohen Erwartungen in seine neue Aufgabe beim 1. FC Köln. Während in Düsseldorf noch in einer offensiveren Rolle unterwegs, so war Johannesson unter FC-Coach Lukas Kwasniok meist etwas tiefer gefragt, agierte oft mit einem Nebenmann im zentralen defensiven Mittelfeld. Hier übernahm der 22-Jährige in den ersten Spielen der laufenden Saison oft die Aufgabe des Ballschleppers und Verbindungsspielers zwischen Abwehr und Angriff. Mit seiner Spielintelligenz, Laufstärke und Passqualität vereint der Neuzugang wichtige Eigenschaften, die gerade für einen Aufsteiger wie die Kölner unabkömmlich sind für das eigene Spiel und das gemeinsame Ziel Klassenerhalt.

Johannesson zufrieden mit sich und Start in Köln

Der Spieler selbst blickt zufrieden auf seine Einsatzzeiten und seine zum Vergleich zu seinem Ex-Club veränderte Rolle im Team: „Ich stand in 15 Spielen auf dem Platz, deswegen bin ich sehr glücklich. Ich übernehme auf der Doppelsechs eine wichtige Aufgabe, kann mich in das Spiel nach vorne einschalten. Das ist schon die perfekte Position für mich.“ Geht man ein wenig ins Detail, so ist gerade auf der Doppelsechs eine gute Spielauffassung entscheidend.

Johannesson agiert sehr positionsdiszipliniert, schiebt immer wieder klug in die Halbräume und sorgt mit klaren ersten Pässen für Struktur im Kölner Aufbauspiel. In Ballbesitz lässt er sich häufig fallen, um Anspielstationen für die Innenverteidiger zu schaffen, während er gegen den Ball mit gutem Timing ins Pressing geht. Mit ihm auf dem Platz hat das FC-Spiel deutlich mehr Balance als ohne ihn.

Schnell angekommen in Köln

Dass sich sein Aufgabenbereich und seine Rolle auf dem Spielfeld im Vergleich zu Ex-Club Düsseldorf verändert haben, hat man Johannesson nur bedingt angemerkt. Direkt zu Saisonbeginn konnte er sich unter Coach Kwasniok als Stammspieler etablieren. Während er in Düsseldorf noch häufiger selbst zum Abschluss kam, liegt sein Fokus beim FC nun stärker auf der Organisation und Vorbereitung der eigenen Offensivaktionen. „Auf der Sechs fühle ich mich extrem wohl. Aber es stimmt schon, ich habe in Düsseldorf mehr Tore geschossen. Jetzt habe ich eine etwas andere Aufgabe. Ich bin eher für den Spielaufbau mitverantwortlich, spiele die Pässe zu den Jungs, die die Tore erzielen sollen,“ so der Nationalspieler. Auch seine bis hierhin fehlende Torgefahr fällt in der defensiveren Position nicht so stark ins Gewicht, er kann sich so auf andere Aufgaben konzentrieren und die torgefährlicheren Mitspieler in Szene setzen.

Unauffällig aber wichtig

Im FC-System ohne echten Spielmacher ist grade der Spielertyp Johannesson mit seinen Qualitäten enorm wichtig, um die eigenen Angriffe klug einzuleiten. Auch wenn er zuletzt mitunter das Opfer kleinerer System- und Positionsanpassungen beim FC wurde, so ist er in Topform doch ein essenzieller Schlüsselspieler im Mittelfeld der Kölner. Mit Blick auf das neue Jahr muss es beim 1. FC Köln darum gehen, seine Fähigkeiten, Räume zu lesen und das Tempo zu kontrollieren und in den richtigen Momenten durch kluge Schnittstellenpässe zu verschärfen, gewinnbringend zu integrieren. In dieser Rolle mag er beim 1. FC Köln zwar  vielleicht nicht immer der auffälligste Akteur sein – als (vor)letzter Passgeber oft in manchen Momenten aber ein sehr entscheidender.

Kwasniok muss die Defensive erneut umbauen – so könnte der 1. FC Köln gegen Heidenheim starten

Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln
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Kwasniok muss die Defensive erneut umbauen – so könnte der 1. FC Köln gegen Heidenheim starten

Drei Wochen nach dem bitteren Last-Minute-Gegentor und der damit verbundenen 0:1-Niederlage gegen Union Berlin steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok am 16. Spieltag der Bundesliga das Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim an. Wer an der Brenz von Beginn an auf dem Platz stehen wird, ist allerdings noch offen. So könnte der 1. FC Köln bei Heidenheim beginnen.

Für den FC steht das erste Pflichtspiel in diesem Kalenderjahr an. Im Vergleich zur 0:1-Pleite gegen Union Berlin muss Lukas Kwasniok dabei weitere Ausfälle verkraften. Gleichzeitig könnte jedoch ein Neuzugang sein Debüt im Trikot des FC feiern. Ob es tatsächlich zu dieser Premiere kommt oder der FC ohne Neuzugang startet, wird sich am Samstag zeigen. So könnte der 1. FC Köln bei Heidenheim beginnen.

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FC-Trainer Lukas Kwasniok muss in Heidenheim neben den Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers und Joel Schmied auch auf Rav van den Berg und Dominique Heintz verzichten. Der Niederländer sah gegen Union Berlin nach einem Handspiel die Rote Karte und wurde vom DFB-Sportgericht für zwei Spiele gesperrt. Heintz fehlt aufgrund von muskulären Problemen. Damit ist eine Umstellung in der Defensive unumgänglich, weitere Wechsel in der Startelf sind jedoch ebenfalls möglich.

Der nächste Engpass in der Defensive

Im Tor ist die Situation indes klar: Marvin Schwäbe wird zwischen den Pfosten stehen. Davor gestaltet sich die Personalsituation aufgrund der Ausfälle deutlich schwieriger. Eric Martel dürfte erneut den zentralen Part in der Abwehr übernehmen. Durch die Verletzung von Heintz ist die Besetzung der weiteren Position in der letzten Reihe offen. Sebastian Sebulonsen ist wieder eine Option. Der Norweger half in dieser Saison bereits mehrfach in der Abwehr aus und erledigte seine Aufgaben ordentlich. Alternativ könnte es auch zum Debüt von Jahmai Simpson-Pusey kommen, der zu Wochenbeginn per Leihe von Manchester City zum FC wechselte.

Da der junge Engländer jedoch zuletzt bei Celtic Glasgow kaum Spielpraxis sammelte und bislang nur wenige Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolvierte, erscheint ein Startelfeinsatz eher unwahrscheinlich. Eine weitere Möglichkeit stellt Cenk Özkacar dar, der bereits angedeutet hat, welches Potenzial in ihm steckt, zuletzt jedoch hinter Heintz zurückfiel. Durch die weiteren Ausfälle könnte auch eine Viererkette spielen.

Kehrt El Mala in die Startelf zurück?

Im zentralen Mittelfeld dürften Isak Johannesson und Denis Huseinbasic beginnen. Das Duo stand gegen Lugano von Beginn an auf dem Platz und überzeugte mit einer ordentlichen Leistung. Zuletzt hatte Kwasniok angedeutet, dass eine ähnliche Elf auflaufen würde, wie im Test gegen Lugano. Damit könnte Alessio Castro-Montes beginnen. Rückt Sebulonsen in die Abwehr, dürfte Jan Thielmann den rechten Schienenspieler geben. In der Offensive dürften Jakub Kaminski und Marius Bülter gesetzt sein. Gegen Lugano startete Fynn Schenten. Ob der Youngster aber von Beginn an auf dem Platz steht, ist eher unwahrscheinlich. Vielmehr könnte Said El Mala beginnen.

So könnte der FC gegen Heidenheim starten

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln

Alessio Castro-Montes

Denis Huseinbasic rotierte gegen Freiburg in die Startelf

Denis Huseinbasic

Isak Johannesson wird am Samstag wohl erstmal auf der Bank sitzen

Isak Johannesson

Jan Thielmann ist erfolgreich in die Saison gestartet. (Foto: Herbert Bucco)

Jan Thielmann

Said El Mala beim Spiel des 1. FC Köln
Said El Mala
Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV

Jakub Kaminski

Marius Bülter wirkt ratlos bei einem Spiel des 1. FC Köln

Marius Bülter



Joel Schmied im Interview: „Wenn du dann da bist, siehst du erst, was Wucht wirklich bedeutet“

Joel Schmied im Trainingslager in La Nucia
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Joel Schmied im Interview: „Wenn du dann da bist, siehst du erst, was Wucht wirklich bedeutet“

Der Schweizer wechselte vor knapp einem Jahr an den Rhein. Mit come-on-fc.com spricht der 27-Jährige über den Wechsel, sein Vorbild und seine Rolle beim 1. FC Köln: Joel Schmied im Interview.

Nach einem guten Start bei den Geißböcken hat der Schweizer auch harte Kritik einstecken müssen. Nach seiner Verletzung fuhr der 27-Jährige mit ins Trainingslager nach La Nucia und sprach mit come-on-fc.com über seine Rückkehr und die Wucht des 1. FC Köln: Joel Schmied im Interview.

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Das Gespräch führte come-on-fc.com
Herr Schmied, als erstes natürlich die Frage: Wie geht es Ihnen?

Joel Schmied: Vielen Dank der Nachfrage. Es wird von Tag zu Tag besser. Ich habe in der kommenden Woche noch ein MRT und wenn da alles gut aussieht, kann ich mit unserem Athletiktrainer Leif Frach wieder trainieren.

Wann dürfen die Fans Sie denn wieder bei einem Spiel erwarten?

Joel Schmied: Vielleicht ist es im Februar schon wieder so weit. Prognosen sind im Fußball jedoch immer so eine Sache, aber der Februar ist durchaus realistisch.

Am Samstag saßen Sie während des Trainings am Rand und haben beseelt, glücklich das Training beobachtet. Waren Sie froh, dass es nun generell wieder losgeht oder happy, dass Sie noch nicht die Intensität des Trainers spüren müssen?

Joel Schmied: (Lacht.) Ich bin grundsätzlich ein sehr positiver Mensch. Natürlich ist es schön, dass es wieder losgeht. Urlaub tut zwar jedem gut, aber der Drang, wieder aufs Feld zurückzukehren und Siege einzufahren, ist groß. Es tut einfach gut, mit den Jungs zusammen zu sein, sich auszutauschen. Als ich gefragt wurde, ob ich trotz der Verletzung mitreisen wolle, war das für mich keine Frage. Das war mir sehr wichtig.

Als Sie vor einem Jahr Ihr erstes Training absolviert haben, berichteten Sie später von Seitenstichen, dass Sie schnell an Ihre Grenzen kamen. Haben Sie sich an die Intensität der Bundesliga gewöhnt?

Joel Schmied: Die Intensität ist deutlich höher als in der Schweiz. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So hart es am Anfang ist, so schnell bis du dann auch drin. Man lernt die Übungen kennen, weiß, wie das Training aufgebaut ist und dann kann man es sich besser einteilen. Als neuer Spieler gibt man von Beginn an immer 100 Prozent Vollgas. Das sieht man jetzt auch bei den Jungs aus dem Nachwuchs. Die erzählen mir beim Essen, dass sie auch mal am Anschlag sind.

Sie sind jetzt ein Jahr beim FC, nicht mehr einer der „Neuen“. Übernehmen Sie auch – gerade gegenüber den jungen Spielern – Verantwortung? Immerhin waren Sie ja Vize- und Interimskapitän in Sion…

Joel Schmied: Ich sehe mich schon ein wenig als Bindeglied im Team. Ich bin 27 Jahre alt und habe eine gute Connection zu jung und alt. Verantwortung ist aber auch Teil meiner Persönlichkeit. Es ist einfach wichtig, einen guten Teamspirit zu haben und dann ist es egal, ob du 17 oder 37 bist – jeder hat seinen Platz.

In einer knappen Woche sind Sie nun genau ein Jahr beim FC. Wie kam es überhaupt zu dem Wechsel nach Köln? Wie war Ihr Gefühl, als ein Bundesligist angeklopft hat?

Joel Schmied: Das war ein unglaublich schönes Gefühl. Ich war schon ein wenig überrascht, als mein Berater mir vom Kölner Interesse erzählt hat. Gerade im Winter ist das Transferfenster nicht so einfach und Sion auch nicht bekannt dafür, viele Spieler in die Bundesliga oder 2. Liga zu bringen. Wir haben uns lange ausgetauscht, aber jetzt bin ich überglücklich, hier zu sein. Man merkt erst, wenn man hier ist, dass man nicht mehr zurück will. Denn alles ist viel professioneller, viel größer und cooler. Es ist ein absoluter Traum, der in Erfüllung gegangen ist. 

Joel Schmied vom 1. FC Köln
Joel Schmied vom 1. FC Köln (Foto: Lars Baron/Getty Images)
In Sion ging es über lange Zeit sehr turbulent zu. Das kann man vom FC – wenn auch anders gelagert – wohl auch behaupten. Jetzt kennen Sie Köln. Haben Sie diese Wucht der Stadt, des Vereins so erwartet?

Joel Schmied: Christian Keller und Thomas Kessler haben versucht, mich in unseren ersten Gesprächen vor einem Jahr bestmöglich auf die Wucht des Vereins vorzubereiten. Darüber zu sprechen, ist immer leicht und als Spieler denkst du erst einmal, damit kommt man locker klar. Wenn du dann aber da bist, siehst du erst, was „Wucht“ wirklich bedeutet. Das kann einen schon überrumpeln, gleichzeitig aber auch Energie bringen, weil du diesen Support einfach spürst. Obwohl wir aufgestiegen sind, hatten wir viele Aufs und Abs. Das war zum Reinkommen gar nicht schlecht, denn in einer Woche bist du der King, in der nächsten bist du vielleicht der Schlechteste. Die Fans im Stadion stehen aber immer hinter der Mannschaft, egal, wie wir spielen.

In der Rückrunde der vergangenen Saison gab es auch den ein oder anderen kritischen Kommentar – gerade nach dem verursachten Elfmeter gegen Düsseldorf. Die Welle, die einem da entgegen schwappt, dürfte auch größer sein als in Sion. Wie stecken Sie solche Nebenschauplätze weg?

Joel Schmied: Erst einmal kann ich das absolut verstehen. Wenn man den Verein liebt und ein Verteidiger so einen Blackout hat, dann ärgert das natürlich. Mich auch, ich will ja auch gewinnen – gerade in einem Derby. Das darf man nicht persönlich nehmen. Vielleicht muss man dann die Social-Media-Kanäle mal zwei, drei Wochen runterfahren. Es gibt aber auch immer Menschen, die über das Ziel hinausschießen, das gehört leider beim Fußball dazu. Ich habe vor kurzem eine Hand-Aktion von Virgil van Dijk gesehen – das war Eins-zu-Eins das gleiche. Es tut einem dann gut, wenn das auch den Besten der Welt passiert (lacht).

Seitdem ist viel passiert. Bis zu Ihrer Verletzung waren Sie unumstrittener Stammspieler. Vielleicht eine Rolle, die Ihnen Kritiker so nicht zugetraut hätten. Fühlen Sie eine Spur von Genugtuung?

Joel Schmied: Es tut immer gut, wenn man Kritikern mit Leistungen und Performance entgegentreten kann. Ich habe immer gewusst, was ich kann. Gerade gegenüber den neuen Spielern sollte man aber auch Geduld aufbringen. Es ist immer schwierig, nach drei oder vier Monaten schon zu hinterfragen, ob ein Spieler etwas kann oder eben nicht, denn man befindet sich in einem Integrationsprozess. Jetzt bin ich angekommen und man merkt auch im Team, dass das Standing steigt, wenn man gute Leistungen bringt. Ich sehe mich nicht mehr als Neuling, sondern als ein Spieler, der versucht, die Neuen zu integrieren.

Welche Rolle spielt Lukas Kwasniok in Ihrer Entwicklung?

Joel Schmied: Eine sehr große. Wenn man einen Trainer hat, der auf einen baut, dann ist alles viel einfacher. Dieses Vertrauen versuche ich aber auch zurückzuzahlen. Wir sind vom Typ her sehr ähnlich, haben einen ähnlichen Humor und können auch neben dem Platz unsere Späße machen. Es ist eine richtig gute Beziehung zwischen uns.

Joel Schmied vom 1. FC Köln
Joel Schmied vom 1. FC Köln grüßt aus dem Kraftraum
Nach außen wirkt Lukas Kwasniok oft so, als wäre er für jeden Spaß zu haben. Auf der anderen Seite ist er ein Mensch, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Wie ist er zur Mannschaft? Vielleicht auch gerade in dieser etwas schwierigen Phase?

Joel Schmied: Man muss sich immer selbst treu bleiben. Lukas hat auch auf den Tisch gehauen, als wir die sieben Punkte aus drei Spielen eingefahren haben. Er war damals nicht mit allem zufrieden. Er hat einen sehr hohen Anspruch – vor allem an sich selbst. Wir dürfen uns Fehler erlauben, der Trainer will aber, dass wir daraus lernen und uns weiterentwickeln. Das braucht seine Zeit.

Er ist aber auch für die ein oder andere Überraschung gut. Hatten Sie schon den Moment, bei dem Sie sich bei Ihrem Nebenmann gefragt haben, was macht der denn hier hinten?

Joel Schmied: Ich habe nicht den Anspruch, die Aufstellung in Frage zu stellen (lacht). Es ist positiv, dass jeder, der im Profikader steht, weiß, dass er auch zum Einsatz kommen kann. Wenn du eine gute Trainingswoche hast und körperlich in einer guten Verfassung bist, weiß jeder, dass ab Montag der Konkurrenzkampf für Samstag anfängt. Das pusht einen. Da ist keiner, der sich ausruhen kann. So sind wir gleichzeitig auch nicht so leicht auszurechnen.

Das Variable ist das eine, unter den Fans wird aber auf der anderen Seite diskutiert, ob das nicht einer vermeintlichen Eingespieltheit schadet. Was würden Sie diesen Kritikern sagen?

Joel Schmied: Wir trainieren jeden Tag zusammen. Jeder von uns kennt seinen Mitspieler sehr gut. Wir haben ein Grundgerüst von Spielern, die immer auf dem Platz stehen, wenn sie 100 Prozent fit sind. Zusätzlich spielen die, die am besten trainiert haben. Ich sehe das sehr positiv.

Sie haben in Ihrer Karriere viel erlebt. Bei der Verletzung von Timo Hübers standen Sie auf dem Platz. Was geht einem als Spieler in so einem Moment durch den Kopf?

Joel Schmied: Das war für uns alle ein Schock. Ich stand auf dem Spielfeld. Wenn man einen 29-jährigen Mann so am Boden sieht, dem die Schmerzen im Gesicht anzusehen sind, dann weißt du sofort, dass es ganz heftig sein muss. Hübi ist zum Glück ein sehr, sehr positiver Mensch. Er kam mit Krücken in die Umkleidekabine und hatte wieder ein Lächeln im Gesicht. Jetzt kann ich mit ihm gemeinsam die Physio-Einheiten absolvieren und bin froh, nicht alleine zu sein. Teilweise war Dominique Heintz auch dabei – da hatten wir unsere Dreierkette wieder beisammen. Für unseren Reha-Trainer war das sicher nicht einfach, uns machte das schon Spaß. Ich freue mich darauf, wenn ich auch auf dem Platz wieder neben ihm stehen kann.

In einem Interview haben Sie Mal über Ihre „Big Five for Life“ gesprochen, Dinge, die auf Ihrer Fußball-Bucket-Liste stehen. Ihre Auslandsstation ist nun also schon einmal abgehakt. Doch es stand noch mehr auf der Liste. Sie wollen alle Kontinente bereisen, ein Spiel in der Nati absolvieren. In fünf Monaten spielt die Schweiz gegen Katar. Dort wäre ein Kontinent drin. Vor allem aber die WM. Ist das ein Ziel?

Joel Schmied: Für jeden Schweizer Fußballer ist es das Ziel, mal in der Nati aufzulaufen – gerade bei einer WM. Das ist das größte aller Gefühle und das Größte, das man als Fußballer erleben kann. Ich war noch nie dabei, deswegen wäre es vermessen zu sagen, ich warte auf den Anruf des Nationaltrainers. Ich werde einfach Woche für Woche performen, damit ich für den Coach ein Thema werden kann. Und wenn nicht, werde ich die Spiele im Urlaub vom Strand aus verfolgen und mitfiebern. 

Sie werden viel Spielzeit benötigen. Der FC reagiert auf die Verletzungsmisere in der Hintermannschaft mit neuen Spielern. Jahmai Simpson-Pusey ist verpflichtet worden. Neue Konkurrenz auch für Sie… Wie geht man als arrivierter Spieler damit um?

Joel Schmied: Das ist einfach „daily business“ im Fußball. Ich bin nicht mehr ganz jung und kenne solche Situationen. Es ist normal, dass neue Spieler nachrücken, gerade auch nach dem Ausfall von Hübi. Dass da etwas passiert, war klar, da Eric ja auch kein gelernter Innenverteidiger ist. Ich hätte es Thomas Kessler jedenfalls genauso empfohlen (lacht).

Es werden weitere Namen spekuliert. Beschäftigen Sie sich mit Gerüchten?

Joel Schmied: Nein, ich beschäftige mich mit Neuzugängen eigentlich erst, wenn die Spieler dann auch da sind. Dann heiße ich sie herzlich Willkommen und helfe ihnen, sich schnell zu integrieren. 


Ausfall beim 1. FC Köln: Dominique Heintz fehlt in Heidenheim – Chance für Jahmai Simpson-Pusey?

Dominique Heintz im Trainingslager in La Nucia
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Ausfall beim 1. FC Köln: Dominique Heintz fehlt in Heidenheim – Chance für Jahmai Simpson-Pusey?

Auch zum Jahresauftakt bleibt die Innenverteidiger-Misere dem FC treu. Am Samstagnachmittag fehlt ein weiterer Abwehrspieler des 1. FC Köln: Dominique Heintz fällt in Heidenheim aus.

Auch zum Jahresauftakt bleibt die letzte Abwehrreihe die Sollbruchstelle beim1. FC Köln: Dominique Heintz fällt in Heidenheim aus.

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Als Jahmai Simpson-Pusey am Montagabend das Hotel des 1. FC Köln in La Nucia endlich betrat, werden die Kölner Verantwortlichen möglicherweise ein wenig aufgeatmet haben. Durch die Verpflichtung des 20-Jährigen war ein Licht am Ende des Innenverteidiger-Fiasko-Tunnels der Hinrunde zu sehen. Timo Hübers und Luca Kilian fallen bekanntlich langfristig aus. Joel Schmied ist aktuell ebenfalls verletzt und Dominique Heintz und Rav van den Berg fehlten ebenfalls einige Male. Einzig Cenk Özkacar blieb vom IV-Fluch der Geißböcke verschont, konnte allerdings noch nicht die Leistung abrufen, die ihn zu einer starken Alternative machen würde. Mit Simpson-Pusey haben die Kölner sicherlich noch nicht die Soforthilfe gefunden, die sie benötigen, der Engländer ist aber sicherlich eine Alternative, die dem Kader mehr Breite verleiht.

Nur zwei nominelle Innenverteidiger

Wie wichtig Verstärkungen im Defensivverbund sind, zeigt die aktuelle Situation. Denn Heintz wird den Geißböcken an der Ostalb nicht zur Verfügung stehen. Nach Informationen von come-on-fc.com plagen den Abwehrspieler muskuläre Probleme, ein Einsatz ist nicht möglich, der Routinier ist nicht mit der Mannschaft nach Memmingen gereist, sondern nach Weeze geflogen, da die Köln-Flüge alle ausgebaucht waren. Ebenfalls nicht in Heidenheim sind van den Berg und Schmied. Der Niederländer ist nach seiner Roten Karte gegen Union Berlin noch bis zur Partie gegen den 1. FSV Mainz gesperrt, Schmied wird nach Informationen von come-on-fc.com erst im Februar wieder richtig eingreifen können. Als nominelle Innenverteidiger stehen Lukas Kwasniok am Samstag also nur Cenk Özkacar und eben Simpson-Pusey zur Verfügung.

Eine Situation, die der Kölner Trainer rein quantitativ mittlerweile kennt. Kwasniok wird wieder improvisieren müssen. Eric Martel dürfte sicherlich ein Kandidat für die letzte Reihe sein, auch Sebastian Sebulonsen könnte eine mögliche Dreierkette verstärken, Tom Krauß hat die Position ebenfalls gespielt. Kommt es also direkt zum Startelf-Debüt des Neuzugangs? Ich hätte ihn schon gerne im Testspiel gesehen, da er nicht so viel Spielzeit hatte in der Hinserie. „Wir müssen ihn erst einmal ankommen lassen, er muss die Namen der Jungs lernen. Er ist mit im Kader, aber es ist unwahrscheinlich, dass er gleich beginnen wird“, sagte Kwasniok am Donnerstag. „Wenn wir in Köln sind, braucht er zwei, drei Tage, um die Stadt, den Verein kennenzulernen. Dann geht es schon weiter. Wir sollten ihm auch die Zeit geben.“

Dass der 20-Jährige nach erst drei Einheiten mit der Mannschaft tatsächlich beginnt, ist doch sehr unwahrscheinlich. Vielmehr deutet einiges auf den fünften Startelf-Einsatz von Özkacar. „Ich glaube, dass er sicherlich Spiele in dieser Saison hatte, wo er seine Qualität unter Beweis gestellt hat. Man hat auch im Trainingslager gesehen, dass er stetig arbeitet und der Mannschaft hilft“, hatte Thomas Kessler am Donnerstag gesagt.


Überraschung beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok streicht Luca Waldschmidt aus dem Kader

Luca Waldschmidt musste das Training am Mittwoch abbrechen
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Überraschung beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok streicht Luca Waldschmidt aus dem Kader

Überraschung zum Auftakt beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok streicht offenbar Luca Waldschmidt aus dem Kader für die Begegnung gegen den 1. FC Heidenheim.

Zum Auftakt in den zweiten Teil der Saison gibt es direkt mal eine überraschende Nachricht rund um den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok streicht Luca Waldschmidt aus dem Kader für die Partie am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim.

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So richtig festlegen wollte sich Lukas Kwasniok am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum Spiel gegen den 1. FC Heidenheim noch nicht. Der Trainer deutete an, dass Fynn Schenten und Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey in den Kader rücken könnten, wer dafür aber nicht mit nach Heidenheim reisen würde, schien offen. „Es werden nicht alle mitfliegen. Diejenigen, die nicht im Kader sind, werden nach Köln fliegen und dort arbeiten. Wir müssen schauen, wie die Flüge sind und wo noch Plätze sind.“ Nun aber ist eine überraschende Entscheidung gefallen. Luca Waldschmidt wurde vom Kölner Coach aus dem Kader genommen. Der Offensivspieler wird die Reise nach Köln antreten, während der Großteil des Trainingslager-Trosses mittlerweile in Memmingen gelandet ist.

Interview nicht Grund für die Ausbootung

Das berichtet Sky. Das deckt sich mit Informationen von come-on-fc.com. Der Offensivspieler wird gegen Heidenheim nicht mit von der Partie sein. Das wurde dem Spieler in einem Gespräch mit dem Sportdirektor Thomas Kessler sowie Kwasniok mitgeteilt. In einem Interview mit dem „Express“ hatte der ehemalige Nationalspieler zuletzt betont, dass manche Entscheidungen des Trainers für ihn „schwer zu begreifen“ seien. Unter anderem offenbar die aus seiner Sicht wenige Einsatzzeit. Die reine Spielzeit sei aus seiner Sicht „deutlich zu wenig. Er erklärt einem immer, wie seine Gedanken sind. Trotzdem ist das aus persönlicher Sicht natürlich nicht zufriedenstellend. Von daher ist es ganz normal, dass wir auch mal anderer Meinung sind.“

„Es war auch für mich manchmal schwer zu greifen. Vor allem in Wolfsburg hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Ich war gut im Spiel, habe ein Tor gemacht und musste dann trotzdem raus. Der Trainer wollte dort taktisch etwas verändern, das hat er mir auch so gesagt“, so Waldschmidt weiter. Nach Informationen von come-on-fc.com hat das Interview nicht zur Ausbootung geführt. Vielmehr soll es um ein Rollenverständnis zwischen den Parteien gegangen sein. Dennoch kommt die Nicht-Nominierung überraschend, immerhin hatte Kwasniok zuletzt mehrfach betont, dass es sich bei den Spielern Waldschmidt und Said El Mala um ein kongeniales Duo handle. Das ist für die Begegnung gegen Heidenheim nun gesprengt. Zudem hat Waldschmidt in dieser Spielzeit schon drei Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet. Und auch in La Nucia hatte Waldschmidt einen guten Eindruck hinterlassen.

Auch Dominique Heintz und Florian Kainz traten die Reise nach Memmingen nicht an und reisten zurück nach Köln.


Mit Herz und Mentalität: So will der 1. FC Köln in Heidenheim punkten

Jubel nach der Kölner Führung zum 1:0
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Mit Herz und Mentalität: So will der 1. FC Köln in Heidenheim punkten

Zum Jahresauftakt wartet direkt ein potentiell wegweisendes Spiel im Kampf um den Klassenerhalt auf die Geißböcke. Beim Vorletzten Heidenheim sollen nach sechs sieglosen Partien endlich wieder drei Punkte her: So will der 1. FC Köln in Heidenheim punkten.

Nach dem enttäuschenden Jahresabschluss 2025 braucht der FC zum Start ins neue Jahr wieder ein Erfolgserlebnis. Dafür fordert Trainer Lukas Kwasniok auch den nötigen Einsatz von seiner Mannschaft: So will der 1. FC Köln in Heidenheim punkten.

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Am Ende des Trainingslagers im spanischen La Nucia ließ sich die Sonne nach ein wenig Regen in den Tagen zuvor doch blicken: Bei angenehmen 15 Grad konnten Trainer Lukas Kwasniok und seine Mannschaft am Donnerstag die letzten Einheiten im Trainingslager absolvieren, bevor es am Freitag dann direkt nach Süddeutschland geht. Dort müssen sich die Spieler schnell auf ganz andere Begebenheiten einstellen. Denn beim Spiel am Samstag in Heidenheim werden die Temperaturen eher um den Gefrierpunkt herum sein. Kwasniok sieht in der Umstellung aber kein Problem: „Das sind alles Profisportler, die bei 15 und bei 0 Grad in der Lage sind, ihre Bestleistung abzurufen“, so der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel auf der Ostalb.

Einstellung für Kwasniok entscheidend

Damit neben den Temperaturen aber nicht bald auch die Stimmung rund ums Geißbockheim eisig wird, ist es für den FC sehr wichtig, nach sechs sieglosen Partien zum Jahresende beim FCH mal wieder drei Punkte zu holen. Dass das aber für die Geißböcke ein hartes Stück Arbeit wird, zeigt der Trend der vergangenen vier Spiele der Heidenheimer. Denn auch wenn der 17. der Tabelle seine letzten beiden Begegnungen vor der Winterpause verlor, gab es vorher zwei wichtige Siege gegen den SC Freiburg und Union Berlin. „Sie haben hinten raus besser gepunktet, aber im Summe haben sie weniger Punkte geholt als wir. Aber gefühlt stehen sie schon vor uns“, meinte darum Kwasniok.

Deshalb erwartet der Coach am Samstag ein umkämpftes Spiel – und vollen Einsatz von seinen Schützlingen: „Es wird kein Zuckerschlecken werden und dann musst du deinem Mann stehen. Aber ich glaube schon, dass wir auch Jungs haben, die sich genau auf diese Art von Spiel auch freuen. Fußball ist auch Herz, Mentalität, Zweikampf, sich mal einen Cut holen, mal eine Gelbe Karte holen.“ Mit dieser Einstellung soll dann die Trendwende gelingen. Die Mentalität hatte Kwasniok bei seiner Mannschaft jedoch noch zu Beginn des Trainingslagers kritisiert. Nach einer Ansprache habe es aber eine klare Steigerung gegeben. „Ich hatte da so ein bisschen eine andere Auffassung. Dann sagst du das denen und dann sind sie Profifußballer und liefern. Und da war schon ordentlich Schmackes dahinter. Insofern bin ich da sehr zufrieden“, erklärte er.

Gute Chancen für Castro-Montes

Dabei ist es gut möglich, dass der Trainer am Samstag auf einen Profi zurückgreift, der bisher in der Spielzeit sehr blass war. So ist Alessio Castro-Montes einer der Gewinner des Trainingslagers und drängte sich für mehr Einsatzzeit auf. „Er scheint jetzt angekommen zu sein“, sagte Kwasniok daher über den 28-Jährigen Sommerneuzugang, der seit seinem Wechsel bei 14 möglichen Einsätzen gerade mal auf insgesamt 90 Minuten Spielzeit kommt. In La Nucia überzeugte der Schienenspieler nun aber nicht nur mit dem von seinem Trainer gefordertem Einsatzwillen, sondern auch mit anderen Qualitäten. „Er hat natürlich eine gewisse Spielstärke, eine gewisse Kreativität von der Wing-Back-Position. Und deswegen haben wir ihn ja auch verpflichtet“, so sein Coach. Diese Anlagen kann Castro-Montes gegen Heidenheim dann vielleicht sogar von Beginn an zeigen.

Einen Hinweis darauf, dass eine Startelfnominierung für den 28-Jährigen durchaus wahrscheinlich ist, gab es bereits von Kwasniok. Demnach seien vor allem die Profis Kandidaten für die erste Elf, die im Testspiel gegen den FC Lugano in der ersten Halbzeit aufliefen. In dieser bekam Castro-Montes den Vorzug vor etwa Kristoffer Lund auf der linken Schiene. So ist es gut möglich, dass der Belgier seine Chance bekommt, dem bisherigen Stammspieler Lund den Platz streitig zu machen.

Kaderplatz für Talent Schenten

Ebenfalls im Testspiel in der Startelf stand mit Fynn Schenten eine Nachwuchshoffnung der Kölner. Und auch wenn es in der Bundesliga wahrscheinlich noch nicht für die Startelf reicht, sicherte ihm Kwasniok zum zweiten Mal einen Platz im Kader bei einem Pflichtspiel zu. Der Youngster ist für seinen Trainer „eine zusätzliche Option, die man reinwerfen kann und die einer Mannschaft in der Bundesliga situativ weh tun kann.“ So darf sich der Angreifer also Hoffnung auf ein baldiges Debüt machen.

Für den 18-Jährigen könnten Said El Mala oder Ragnar Ache beginnen. Noch keine Option für einen Einsatz von Anfang an wird dagegen Winterneuzugang Jahmai Simpson-Pusey sein. „Ich glaube daran, ihn ankommen zu lassen, die Namen der Jungs zu lernen. Es ist ja nicht nur, dass du den Verein wechselst, sondern auch die Sprache lernen musst. Deswegen ist er auf jeden Fall mit im Kader, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass er beginnen wird“, so Kwasniok. So müssen die Kölner erstmal ohne ihren bisher einzigen Zugang in dieser Transferperiode in eine vielleicht richtungsweisendes Begegnung gehen. Denn sollte den Kölnern auch gegen den 17. die Trendwende nicht gelingen, dürfte es rund um das Geißbockheim bald wirklich eisig werden.


Gute Bedingungen, durchwachsene Stimmung, viele Spielformen – Lukas Kwasniok zieht ein positives Fazit

Alessio Castro-Montes im Spiel des 1. FC Köln
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Gute Bedingungen, durchwachsene Stimmung, viele Spielformen – Lukas Kwasniok zieht ein positives Fazit

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come-on-fc.com berichtet vom Trainingslager in Spanien

Dass nur sechs von 18 Mannschaften der Bundesliga die Reise in ein Wintertrainingslager im Süden angetreten haben, dürfte in erster Linie an der Kürze der Winterpause gelegen haben. Zwischen dem Neujahrstag und dem ersten Pflichtspiel des Jahres liegt eben nur eine gute Woche und die wird in der Regel als „normale“ Vorbereitungswoche genutzt. Diese dann mit Reisestrapazen zu verbinden, darf also durchaus hinterfragt werden. Aber auch ohne die kurze Vorbereitungszeit sind nicht alle Trainer große Freunde des Winterausflugs. Doch der FC hat damit – vielleicht ahnend, unterm Strich aber nicht gänzlich wissend – alles richtig gemacht. Die Trainingsbedingungen wären in Köln in den vergangenen Tagen mindestens schwierig gewesen.

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Ganz anders die Bedingungen in Spanien.

Stark im Trainingslager: Wird Alessio Castro-Montes ein gefühlter Neuzugang des 1. FC Köln?

Alessio Castro-Montes im Spiel des 1. FC Köln
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Stark im Trainingslager: Wird Alessio Castro-Montes ein gefühlter Neuzugang des 1. FC Köln?

Bislang kam er überhaupt nicht zu recht, doch nun lieferte er eine starke Vorbereitung beim 1. FC Köln: Wird Alessio Castro-Montes ein gefühlter Neuzugang? Der Belgier ist einer der Gewinner von La Nucia.

Von vielen Anhängern wurde er bereits als Transferflop angesehen, nun absolvierte der Belgier eine starke Winter-Vorbereitung im Trainingslager des 1. FC Köln: Wird Alessio Castro-Montes ein gefühlter Neuzugang?

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Lukas Kwasniok ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das betrifft auch seine eigene Mannschaft. Nach dem Testspiel gegen den FC Lugano verriet der 44-Jährige beispielsweise, dass er mit seiner Mannschaft in den ersten Tagen in La Nucia nicht so richtig zufrieden war. Eine gewisse Diskrepanz zwischen gesprochenem Wort und Leistung auf dem Platz war im Herbst zu vernehmen. Damals erzählte der Coach davon, dass er bei der ersten Trainingseinheit mit Alessio Castro-Montes eine Mischung aus Messi und Neymar in dem Belgier gesehen haben wolle. Das wird sicherlich für die erste Einheit auch stimmen, bei den bisherigen Auftritten für den FC war von den angesprochenen Fähigkeiten allerdings recht wenig zu sehen.

Starker Auftritt im Trainingslager

Castro-Montes blieb bislang hinter den Erwartungen in den Schienenspieler weit zurück. Von den Neuverpflichtungen konnte der 28-Jährige wohl bislang am wenigsten überzeugen, stand vier Mal für den FC auf dem Platz und dann mit eher durchwachsenen Leistungen. Kein Wunder, dass nicht wenige Anhänger den Belgier in den Sozialen Netzwerken als Transferflop bezeichnen. Doch ausgerechnet Castro-Montes ist so etwas wie der große Gewinner des Trainingslagers in La Nucia.

Der Schienenspieler absolvierte eine richtig gute Woche, machte einen guten Eindruck im Testspiel gegen Lugano und hat ganz nebenbei auch die sportliche Führung überzeugt. Thomas Kessler sprach etwa von einem „deutlichen Schritt“ nach vorne. „Er hat die die Woche für sich genutzt, um einfach positiv aufzufallen. Das hat mir persönlich gut gefallen und ich würde mir wünschen, dass er ja, diese positive Formkurve beibehalten kann.“

„Irgendwas im Silvestergala-Menü“

Auch Lukas Kwasniok teilte die Einschätzung des Sportdirektors: „Als er im Sommer ankam, war die Vorbereitung rum, bei uns lief es gut und er hatte erste Einsätze, die nicht so gut waren. Aber er hatte sich vorgenommen, diese eine Woche voll zu nutzen und auf sich aufmerksam zu machen“, sagte der Trainer. „Das hat er getan und er bringt ein anderes Attribut mit, Spielstärke und Kreativität. Deshalb haben wir ihn verpflichtet. Er scheint jetzt gut angekommen zu sein.“

Gerade zur rechten Zeit? Denn der FC sucht eigentlich nach weiteren Schienenspielern. Gerade, weil Castro-Montes bislang eben nicht die erhoffte Verstärkung ist. Der Rechtsfuß kann bekanntlich auf beiden Schienen spielen, wäre also ein guter Backup für Sebastian Sebulonsen oder Kristoffer Lund, nur fehlten bislang die Leistungen. Und das führte dazu, dass zum einen über mögliche weitere Verstärkungen sowie einen potenziellen Abgang des 28-Jährigen spekuliert wurde.

Schon am Montagnachmittag hatte Kwasniok angedeutet, dass die Startelf von dem Testspiel gegen Lugano tendenziell gute Chancen auf einen Einsatz gegen Heidenheim habe. Das gilt ganz offensichtlich auch für Castro-Montes – den sportlichen Gewinner des Trainingslagers. „Irgendwas muss im Silvestergala-Menü gewesen sein, das ihm gutgetan hat“, sagte der Coach.

Lukas Kwasniok vor dem Pflichtspielstart 2026: „Es wird ein harter Kampf bis zum Schluss!“

Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln
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Lukas Kwasniok vor dem Pflichtspielstart 2026: „Es wird ein harter Kampf bis zum Schluss!“

Einem Tag nach dem Ende des Trainingslagers in La Nucia steht für den FC am Samstag eine sehr wichtige Partie an. Mit dem 1. FC Heidenheim wartet der 17. der Bundesliga auf die Geißböcke. Dort soll es wieder einen Sieg geben für den 1. FC Köln: Kwasniok richtet den Fokus auf den Klassenerhalt.

Nach sechs sieglosen Pflichtspielen in Folge wollen die Geißböcke am Wochenende gegen den 1. FC Heidenheim unbedingt wieder gewinnen. Dafür schläft der Trainer den Blick auf das Wesentliche beim 1. FC Köln: Kwasniok richtet den Fokus auf den Klassenerhalt.

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Vier Niederlagen, zwei Unentschieden: Die Bilanz des 1. FC Köln aus den letzten sechs Spielen vor der Winterpause war mehr als ausbaufähig. Zufrieden war nicht nur Trainer Lukas Kwasniok mit der Ausbeute definitiv nicht. Trotzdem betonte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem ersten Liga-Spiel des neuen Jahres gegen den 1. FC Heidenheim, dass man sich von dieser Phase nicht zu sehr beeinflussen lassen dürfe. „Wir werden uns nicht von Phasen leiten lassen, sondern wir lassen uns leiten von der Gesamtperfomance über einen langen Zeitraum. Ich glaube einfach, dass wir eine gute Ausgangssituation für die restlichen 19 Spiele haben. Das ist das A und O“, so der Trainer. In der Partie gegen den FCH sieht Kwasniok direkt eine Chance: „Wir können gleich zeigen, wir haben diese Punkte nicht geschenkt bekommen, sondern die haben wir uns hart erarbeitet und mit harter Arbeit können wir auch weiter punkten.“

„Harter Kampf bis zum Schluss“

Dabei betont der Coach auch, dass die Geißböcke mit Platz 11 auch historisch betrachtet nicht schlecht dastehen. „In den letzten 32 Jahren ist der 1. FC Köln dreimal einstellig in der Bundesliga eingelaufen. Und wenn wir den 11. Platz als Aufsteiger nicht zu schätzen und zu würdigen wissen, dann wird das hier ein dauerhaftes Problem sein. Wir müssen einfach akzeptieren und respektieren, dass andere Mannschaften in den vergangenen Jahren einfach an diesem großen Tanker vorbeigekommen sind. Unsere Aufgabe mit meiner Unterschrift war, diesen Verein in der Bundesliga zu etablieren. Und da sind wir jetzt nach der Vorrunde sehr, sehr gut im Wind. Und wir werden versuchen, das in der Rückserie fortzuführen“ meinte Kwasniok.

Dabei sieht er einen „harten Kampf bis zum Schluss“ auf den Verein zukommen. Bereits bereits das Duell gegen den 1. FC Heidenheim werde ein schweres Spiel: „Das wird kein Zuckerschlecken und dann musst du deinem Mann stehen. Aber ich glaub schon, dass wir einfach auch Jungs haben, die sich genau auf diese Art von Spiel auch freuen.“ Daher sieht der Coach seine Mannschaft für die Partie mit dem FCH bereit.

Kader-Debüt für Simpson-Pusey

Eine Option für das Spiel könnte auch Jahmai Simpson-Pusey sein. Mit dem Engländer hat der FC während des Trainingslagers schonmal einen Spieler verpflichtet, der die Innenverteidigung der Kölner verstärken sollen. Direkt starten wird der 20-Jährige aber wohl nicht: „Ich glaube daran, ihn ankommen zu lassen, die Namen der Jungs mal zu lernen. Es ist ja nicht nur, dass du den Verein wechselst, sondern der Sprache auch nicht mächtig bist. Deswegen ist er auf jeden Fall mit im Kader, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass er beginnen wird“, so Kwasniok.

Ebenfalls im Kader stehen wird erneut Talent Fynn Schenten, der sich im Trainingslager empfehlen konnte. So erneuerte der Coach sein Lob von nach dem Testspiel gegen Lugano auch auf der Pressekonferenz vor der Partie in Heidenheim: „Genau dieses Profil, Tiefgänger mit körperlicher Wucht und extremen Tempo, das haben wir in der Form nicht. Da spielt das Alter dann keine Rolle, sondern das Profil ist entscheidend plus die gezeigte Leistung. Darum ist er für uns eine zusätzliche Option, die man reinwerfen kann. Und die einer Mannschaft auch in der Bundesliga situativ weh tun kann.“ Das möchte Kwasniok aber nicht als Kritik an anderen Angreifern wie Ragnar Ache verstanden wissen: „Auch wenn das dann immer eine gewisse Interpretation auch mit sich bringt, wenn ich einen Stürmer lobe, dass man vielleicht auf der anderen Seite interpretiert, dass ein Anderer oder Andere kritisiert werden, das ist mitnichten so.“

Castro-Montes ein Gewinner des Trainingslagers

Ein weiterer Gewinner des Trainingslager sei Alessio Castro-Montes. Der Sommerneuzugang konnte sich in La Nucia empfehlen, nachdem er bisher in der Spielzeit durch seine späte Verpflichtung einen schweren Start in der Domstadt hatte. Jetzt konnte er seinen Trainer aber überzeugen. „Er hat sich vorgenommen, auch wenn es nur eine Woche Trainingslager ist, ein bisschen weg vom Geißbockheim, neues Umfeld, ich nutze einfach diese Woche, um auf mich aufmerksam zu machen voller Selbstvertrauen. Und er bringt einfach ein anderes Attribut mit. Er hat natürlich eine gewisse Spielstärke, eine gewisse Kreativität von der Wing-Back-Position. Und deswegen haben wir ihn ja auch verpflichtet. Und er scheint jetzt angekommen zu sein“, sagte Kwasniok über seinen Schützling.

Einen kleinen Hinweis auf die Startelf am Samstag in Heidenheim hat es bereits beim Testspiel gegen Lugano gegeben. So seien laut dem Coach vor allem die Spieler, die im Test in der ersten Halbzeit auf dem Platz standen, Kandidaten für einen Platz in der ersten Elf. „Bis auf ein, zwei Personalien wissen auch schon, wie wir aufdribblen werden jetzt in Heidenheim. Und da werden vermehrt die Jungs dabei sein, die in der ersten Halbzeit auf dem Platz standen“, so Kwasniok.

Weitere Transfers möglich

Weiteren Verstärkungen für seine Mannschaft im weiteren Verlauf der Transferperiode würde der FC-Coach offen gegenüberstehen. Die müssten jedoch dafür die Qualität des Kaders erhöhen: „Wenn wir das Gefühl haben, wir müssen nochmal was nachlegen und eine Tür geht auf, dann machen wir das. Wenn nicht, weil die Jungs einfach sehr gut performen, dann hat sich die Frage erübrigt. Dann ist es so, dass wir das Gefühl haben, mit denen packen wir es. Bisher haben sie es unter Beweis gestellt, dass sie es können.“ Ob seine Spieler das auch weiter unter Beweis stellen können, wird sich dann schon gegen Heidenheim zeigen. Ein Beenden der Serie von sechs sieglosen Partien wäre auf jeden Fall ein gutes Zeichen.