Wolfgang Overath glaubt an Kölner Shootingstar Said El Mala: „Zu jung gibt es nicht“

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor
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Wolfgang Overath glaubt an Kölner Shootingstar Said El Mala: „Zu jung gibt es nicht“

Der eine ist eine der größten Legenden des Clubs, der andere könnte den höchsten Transfererlös erzielen in der Geschichte des 1. FC Köln: Wolfgang Overath schwärmt von Said El Mala.

Rein fußballerisch trennen die beiden Welten. Doch Said El Mala hat zurzeit ebenfalls die Chance, sich in die Kölner Geschichtsbücher zu schreiben. Wenn auch ganz anders als ein anderes Kölner Idol. Und das fand gerade lobende Worte für den Shootingstar des 1. FC Köln: Wolfgang Overath schwärmt von Said El Mala.

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Vor der Saison noch als mögliches Talent gefeiert, mittlerweile auf dem Weg zur Kölner Lebensversicherung. Said El Mala ist beim FC dieser Tage das Maß aller Dinge. Der Offensivspieler hat die meisten Kölner Tore erzielt, gibt die meisten Torschüsse der Geißböcke ab, gehört zu den dribbelstärksten Spielern der Liga. Kein Wunder also, dass ein Hype um El Mala entstanden ist. Der Kölner Shootingstar wird von zahlreichen Clubs umworben. Darunter eben auch internationale Top-Vereine aus Spanien, England und natürlich auch Deutschland. Und so wird auch Julian Nagelsmann bei seinen WM-Überlegungen nicht ohne Weiteres an dem Offensivspieler vorbeikommen. Der Bundestrainer hatte den 19-Jährigen bekanntlich bereits in den Kader berufen, einen Einsatz gab es noch nicht.

„Zu jung gibt es nicht“

Im Gegenteil, Nagelsmann gab dem FC-Profi noch Hausaufgaben mit auf den Weg. El Mala müsse uneingeschränkter Stammspieler sein. Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Ansichten, ob der Youngster nicht zu früh für die A-Mannschaft berufen wurde. Zur WM äußerte sich nun in der österreichischen „Kronen-Zeitung“ auch Wolfgang Overath. „Unsere Mannschaft muss sich nicht verstecken. Musiala und Wirtz – wenn die Beiden dabei sind, dann wird das Ganze noch mal um ein ganzes Stück vom Niveau angehoben. Dazu rücken noch ganz junge nach. Zum Beispiel unser Kölner El Mala“, sagte der ehemalige Nationalspieler. „Mit was für einer Dynamik der den Ball vor sich führt, der stolpert nicht, zieht nach innen noch einmal, holt aus und und haut die Dinger dann rein. Wenn er vernünftig im Kopf bleibt, hat er eine Chance, ein besonderer Spieler zu werden.“

Die Diskussion um das Alter der vermeintlich „zu jungen“ Nationalspieler teilt Overath indes nicht. „Zu jung gibt es nicht: Ich war auch mit 19 schon in der Nationalmannschaft. Wie Beckenbauer auch“, sagt die FC-Legende und hat dann doch kleinere Bedenken. „Hoffentlich übersteht er dann die ganze Euphorie, die zur Zeit um ihn herrscht.“ Daran hat der Kölner Youngster natürlich auch seinen Anteil. Immerhin ist er der beste Scorer der Geißböcke. Die Frage ist natürlich, wie lange noch. Ein Wechsel im Winter haben Verein und Spieler bislang ausgeschlossen. Doch es wird sicherlich das ein oder andere unmoralische Angebot geben.   



Mit Alessio Castro-Montes sitzen zwei Millionen auf der Bank – die erhoffte Verstärkung bleibt noch aus

Alessio Castro-Montes ist beim 1. FC Köln sportlich noch nicht angekommen
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Mit Alessio Castro-Montes sitzen zwei Millionen auf der Bank – die erhoffte Verstärkung bleibt noch aus

Kurz vor Toresschluss präsentierten die Kölner noch einen Schienenspieler als letzten Neuzugang des Sommers. Doch so wirklich rund läuft es für den Belgier wahrlich nicht beim 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes ist bislang nicht die erhoffte Verstärkung.

Thomas Kessler wurde im Sommer für seine Einkaufstour regelrecht gefeiert. Der Sportdirektor verpflichtete elf neue Spieler, von denen auch die meisten einschlugen. Für einen will es aber so gar nicht rundlaufen beim 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes ist bislang nicht die erhoffte Verstärkung.

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Lukas Kwasniok hatte im vergangenen Sommer keinen Hehl aus seinem Wunschspieler gemacht. Gleich bei mehreren Situationen sprach der Kölner Coach sehr offen über eine Verpflichtung von Raphael Obermair. Der polyvalente Schienenspieler des SC Paderborn wäre wiederum auch gerne an den Rhein gewechselt. Die Ostwestfalen wussten aber über die Stärke ihres Kapitäns, ließen den 29-Jährigen nicht gehen, obwohl Kwasniok öffentlich dafür warb, dem Außenbahnspieler die Chance auf die Bundesliga doch nicht zu verbauen. Der SCP blieb hart, der FC musste sich anders orientieren und Obermair äußerte sich später enttäuscht. Knapp vier Monate später wabert der Name des SCP-Spielers nach wie vor rund ums Geißbockheim. Die Personalie Obermair scheint nicht gänzlich vom Tisch. Auch wenn Paderborn aktuell keine Anstalten macht, den Spieler abzugeben.

Vier Einsätze, 90 Minuten

Dass über den 29-Jährigen aber überhaupt diskutiert wird, liegt an einem der bislang eher unglücklichen Transfers. Alessio Castro-Montes wurde kurz vor Toresschluss noch nach Köln transferiert. Der 28-Jährige kam mit der Empfehlung von fast 300 Profispielen, darunter auch Partien in der Europa League und Conference League. Castro-Montes ist polyvalent einsetzbar, kann auf beiden Schienen und dort verschiedene Rollen spielen. Für Lukas Kwasniok also mindestens ein Backup für seine beiden Wingbacks, bei denen es in dieser Spielzeit nicht immer rund laufen wollte. Der Kölner Trainer zeigte sich auch zunächst begeistert, sprach auf einer Pressekonferenz sogar davon, dass der Belgier eine Mischung aus Lionel Messi und Neymar sei.

Davon ist auf dem Feld bislang eher wenig zu sehen. Nach einem ersten Einsatz gegen Wolfsburg war der Schienenspieler erst einmal außen vor. Lukas Kwasniok erklärte später, dass der erste frühe Einsatz ein Fehler gewesen sei, er dem Akteur zu wenig Zeit gegeben haben. Doch an der Rolle im Team hat das wenig geändert. Der 28-Jährige spielt in Köln eine untergeordnete Rolle, kommt gerade auf vier Einsätze und insgesamt 90 Minuten. Vor allem aber sind die Leistungen bislang eher durchwachsen. Mir ist es in den ersten Wochen nicht zu 100 Prozent gelungen, die Erwartungshaltung an mich zu erfüllen. „Ich wusste schon, was das Trainerteam von mir verlangt, und habe hart daran gearbeitet, die Dinge zu verbessern“, hatte der Belgier vor einigen Wochen dem „Express“ gesagt.

Und Castro-Montes sprach davon, dass der Einsatz von Beginn an gegen Werder Bremen ein gutes Signal gewesen sei. Doch gerade die Begegnung gegen die Nordlichter, in der der Belgier erstmals von Beginn an auf dem Feld stand, ging komplett daneben. Der Schienenspieler wurde zur Pause vom Feld genommen. Seitdem kam kein weiterer Einsatz dazu. „Das Einzige, was man als Fußballer will, ist am Wochenende 90 Minuten auf dem Platz zu stehen“, sagte Castro-Montes dem „Express“. „Ich will beweisen, dass es die richtige Entscheidung der Verantwortlichen war, mich nach Köln zu holen. Dafür werde ich weiter hart arbeiten.“ Das wird auch nötig sein. Zwar gibt es dem Vernehmen nach keine Bestrebungen, den Belgier kurzfristig wieder loszuwerden, dafür aber durchaus Überlegungen, auch auf den Schienen nachzubessern.  

Torschüsse, Passquote, Geschwindigkeit – Das sind die Topwerte der Profis des 1. FC Köln der „Hinrunde“

Jakub Kaminski erzielte gegen den VfL Wolfsburg den bislang spätesten Bundesliga-Treffer jemals. (Foto: Bucco)
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Torschüsse, Passquote, Geschwindigkeit – Das sind die Topwerte der Profis des 1. FC Köln der „Hinrunde“

Die meisten Torschüsse, die meisten geführten Zweikämpfe – und auch bei den gelaufenen Kilometern gehören Kölner zu den besten Akteuren der Liga. Das sind bislang die Leistungsträger des 1. FC Köln.

Auch, wenn der FC nur eins der vergangenen zehn Pflichtspiele gewinnen konnte, fällt der Blick auf die Leistungswerte der FC-Profis nach den ersten 15 Spieltagen durchaus positiv aus. Im Vergleich brauchen einige Akteure der Kölner den Vergleich mit den Kollegen aus der Liga nicht zu scheuen. Und auch innerhalb des Vereins konnten sich Spieler besonders hervorheben. Das sind bislang die Leistungsträger des 1. FC Köln.

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Die Kölner Offensiv-Lebensversicherung?

Tore/Torschüsse: Die beiden positiven Überraschungen in der Kölner Offensive sind zweifelsohne Jakub Kaminski und Said El Mala. Zwar haben beide in der Vergangenheit angedeutet, dass sie durchaus ihre Qualitäten mitbringen, doch bei Kaminski lief es in den vergangenen Spielzeit beim VfL Wolfsburg nicht ganz so rund, während man bei El Mala nicht ahnen konnte, wie schnell die Leistungskurve trotz Sprung von Liga 3 in die Bundesliga nach oben schnellen würde. Die beiden sind so etwas wie die Kölner Lebensversicherung – in der Offensive. Und liefern dementsprechend ab. El Mala kommt aktuell auf 29 Torschüsse – der Bestwert FC-intern, aber auch Rang zehn im Ligavergleich. Auf Platz 14 folgt Kaminski mit 27 Abschlüssen. Dabei stand El Mala aber deutlich weniger oder kürzer auf dem Platz als die meisten Konkurrenten.

Mit sechs und fünf Treffern ist im Schnitt jeder fünfte Versuch erfolgreich. Mit insgesamt 180 Abschlüssen (El Mala und Kaminski machen also fast ein Drittel aus) belegt der FC in der Liga einen Platz im Mittelfeld. Die 287 Abschlüsse des FC Bayern stammen gefühlt aus einer anderen Kategorie. Mit 22 Toren gehört der FC zum Liga-Mittelmaß in Sachen Torgefahr, beim xGoals-Wert liegt der FC auf Rang sieben. Erstaunlich: Auch bei den Gegentoren belegt der FC Rang zehn, bei den gegnerischen xGoals Platz sieben.

Auf den Spuren von Schlotterbeck

Karten und Zweikämpfe: Ausgerechnet im letzten Spiel des Jahres hat der FC seine erste Rote Karte hinnehmen müssen. Rav van den Berg wurde für sein Handspiel vom Platz gestellt. Insgesamt gehören die Kölner zu den fairen Teams der Liga, der FC hat erst 107 Fouls begangen, nur der SC Freiburg geht noch seltener regelwidrig in die Zweikämpfe. Der Wert hat aber auch einen kleinen Schönheitsfehler. Denn die Kölner bestreiten grundsätzlich die wenigsten Bodenzweikämpfe der Liga (1925 und damit mehr als 100 weniger als der Vorletzte dieser Kategorie Wolfsburg). Die meisten Zweikämpfe hat Eric Martel beim FC gewonnen (127), allerdings erzielt der Sechser nur eine Quote von 53 Prozent. Prozentual gewinnt Dominique Heintz die meisten Zweikämpfe. Der Routinier kommt auf 69 Prozent und liegt damit nur knapp hinter Nico Schlotterbeck.

Pässe/ Passquote: Grundsätzlich zeigen sich Defensivspieler erwartungsgemäß besonders passsicher. Rav van den Berg brachte etwa nahezu 95 Prozent seiner Abspiele zum Mitspieler. Auf Rang zwei folgt Denis Huseinbasic mit 93 Prozent, vor Cenk Özkacar mit 92 Prozent und Tom Krauß mit 91 Prozent. Insgesamt belegt der FC einen guten sechsten Platz bei der Passsicherheit. Die Kölner kommen auf 85 Prozent, die Bayern als Topteam auf 90. Allerdings spielte der FC auch nur gut 6000 Pässe und belegt damit einen Rang im unteren Tabellendrittel. Der Rekordmeister spielte die Kugel mehr als 10.000 Mal ab.

Sprints und Laufmonster

Geschwindigkeit: Beim Topspeed hat der FC in dieser Spielzeit natürlich noch Luft nach oben, sich aber im Vergleich zum Vorjahr insgesamt ordentlich gesteigert. Wie bereits im Vorjahr führt Linton Maina auch Ende 2025 die interne Höchstgeschwindigkeits-Tabelle an. Maina wurde mit 35,2 km/h geblitzt, belegt damit in der Liga Rang 22. Auf Rang 24 folgt Kristoffer Lund (35,11 km/h) und auf Platz 31 Said El Mala (34,96 km/h).

Kilometer: Bei der Laufdistanz gehört der FC ligaweit zu den Topteams. Köln belegt mit 1820 Kilometern Rang drei, hinter dem FC Bayern München (1849) und der TSG Hoffenheim (1844). Bei den Sprints und den intensiven Läufen belegen die Kölner aber einen rang im unteren Tabellendrittel. Dabei befindet sich mit Jakub Kaminski ein Geißbock in den beiden Kategorien in der Top-5 (325 Sprints, 1130 intensive Läufe). Auch bei den abgespulten Kilometern ist der Pole unter den besten fünf Bundesligaspielern zu finden (172,5), genau 500 Meter hinter Eric Martel auf Rang vier.



Ein Dutzend fester Abgänge beim 1. FC Köln – nur für einen hat sich der Abschied bislang gelohnt

Ein Dutzend Spieler hat den FC im vergangenen Sommer verlassen
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Ein Dutzend fester Abgänge beim 1. FC Köln – nur für einen hat sich der Abschied bislang gelohnt

Thomas Kessler hat nicht nur mit zahlreichen Neuverpflichtungen für einen Umbruch beim FC gesorgt, die Kölner haben natürlich auch einige Spieler fest abgegeben. Doch Erfolg haben nicht alle Akteure nach dem Abschied vom 1. FC Köln: Nur für einen Ex-Abgang läuft es bislang rund.

Bankdrücker, Torflaute, ausgemustert – die meisten Spieler haben es schwer nach dem Weggang vom 1. FC Köln: Nur für einen Ex-Abgang läuft es bislang rund.

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Die Vorweihnachtszeit, wenige Tage vor der Eröffnung des Wintertransferfensters, ist auch der Beginn der Zeit der Transfergerüchte. Dementsprechend verwundert es natürlich nicht, dass auch die ersten Namen mit dem FC in Verbindung gebracht werden. Am Montag ploppte ein Name auf, der zwar nicht mehr direkt mit den Geißböcken in Verbindung steht, aber bei den Fans des 1. FC Köln schon zur Kenntnis genommen wird. Damion Downs wird in Verbindung mit einem Bundesligisten gebracht. Wie der „Kicker“ berichtet, soll der HSV ein gewisses Interesse an dem Stürmer haben. Downs ging bekanntlich die ersten Schritte seines Profi-Lebens beim FC, hatte in der vergangenen Spielzeit großen Anteil am Kölner Aufstieg und einen guten Vertrag angeboten bekommen, den aber abgelegt.

Im Fokus der DFB-Auswahl?

Gleichzeitig ist der Angreifer einer der Spieler, bei denen sich der Weggang von den Geißböcken noch nicht so richtig gelohnt hat. Denn beim FC Southampton spielte der Angreifer in dieser Saison keine Rolle, sammelte Downs erst wenige Einsatzminuten, kam in den vergangenen Wochen gar nicht mehr zum Einsatz. Der Wechsel nach Südengland ist also alles andere als glücklich. Das gleiche gilt wohl auch für Max Finkgräfe bei RB Leipzig. Das Eigengewächs entschied sich ebenfalls gegen eine Vertragsverlängerung, wechselte aber zu RB Leipzig – und damit aktuell ein Regalfach höher als Downs bei Southampton. Dass es der Linksverteidiger gegen Nationalspieler David Raum schwer haben würde, war wohl klar. Dass der 21-Jährige aber lange überhaupt keine Rolle spielen würde, dürfte den Abwehrspieler schon überrascht haben.

Erst gegen Bremen feierte der einstige Kölner Shootingstar sein Ligadebüt für Leipzig, eine Minute lang. Beim 6:0-Erfolg durfte der Youngster sogar gute zwanzig Minuten ran, bevor er zuletzt wieder Dauergast auf der Bank war. Ganz anders ist die Situation bei Tim Lemperle. Der Angreifer hatte sich vor etwa einem Jahr zu einem Wechsel zur TSG Hoffenheim entschieden und diesen auch im Sommer vollzogen. Und für den Angreifer geht die Rechnung auf. Lemperle ist bei der TSG Stammspieler, erzielte bereits fünf Tore und hat seinen Marktwert auf zwölf Millionen Euro in die Höhe gebracht. Angeblich soll der 23-Jährige auch im erweiterten Fokus von Julian Nagelsmann stehen. Wie „Sky“ vor einigen Wochen berichtet hat soll Atlético Madrid ein Auge auf den Stürmer geworfen haben.

Stammplatz verloren

Mit Marvin Obuz und Mathias Olesen haben noch zwei weitere Eigengewächse den Verein im Sommer dauerhaft verlassen. Der in Köln geborene Obuz tut sich in seiner zweiten Saison bei Rot-Weiss Essen schwer. Mittlerweile kommt der Offensivspieler auf vier Assists und einen Treffer. Zum Stammspieler hat es bislang nicht gereicht und auch an seine erste starke Spielzeit bei RWE (damals als Leihspieler) kann der 23-Jährige nicht anknüpfen. Obuz kommt auf 18 Einsätze, davon acht von Beginn an. Olesen war zu Saisonbeginn noch bei der SpVgg Greuther Fürth gesetzt. Seinen Stammplatz hat der Luxemburger aber verloren. In den vergangenen vier Spielen reichte es nur zu einem Kurzeinsatz.

Etwas überraschend hat auch Dejan Ljubicic seinen Stammplatz bei Dinamo Zagreb verloren. Der 28-Jährige war in der Zentrale zu Saisonbeginn unumstritten, stand in den vergangenen vier Spielen aber nur einmal in der Startelf des kroatischen Tabellenführers, spielte zwei Mal gar nicht. Bislang kommt der Mittelfeldspieler in der Liga auf drei Vorlagen. Die Hoffnung auf die WM lebt bei dem 28-Jährigen noch, doch zuletzt wurde Ljubicic auch weiterhin nicht von Ralf Rangnick für Österreich berücksichtigt. Zwar hat der Kosovo noch die Chance, sich über die Playoffs für die WM zu qualifizieren, Leart Pacarada wird eher keine Rolle spielen. Der Linksverteidiger arbeitet nach seinem Kreuzbandriss an seinem Comeback, wird aber bis zum Endturnier sicher nicht fit werden.

Anpassungsschwierigkeiten?

Weitere Abgänge haben sich sportlich bislang nicht rentiert. Steffen Tigges wartet beim SC Paderborn seit Mitte Oktober auf seinen dritten Saisontreffer. Im Ostwestfalen-Duell traf der Stürmer doppelt. Anfang November kam noch ein Assist dazu. Florian Dietz hat sich bei Jahn Regensburg in Liga drei noch gar nicht auf das Scorerboard gebracht. Seit Anfang Oktober kam der Angreifer insgesamt nur auf 35 Einsatzminuten. Jacob Christensen hat zuletzt immerhin Einsatzzeit sammeln können. Der Däne hatte es zunächst nicht aufs Feld geschafft. Im November gab es für den Mittelfeldspieler immerhin vier Startelfeinsätze für Molde. Mit Philipp Pentke und Jonas Nickisch haben zwei Keeper den FC im Sommer verlassen. Während Pentke keinen neuen Verein gefunden hat, wartet Nickisch in Saarbrücken auf sein erstes Profispiel.

Bewährungsprobe in Spanien? Schafft Cenny Neumann den Sprung bei den Profis des 1. FC Köln?

Cenny Neumann im Dress er Junioren-Nationalmannschaft
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Bewährungsprobe in Spanien? Schafft Cenny Neumann den Sprung bei den Profis des 1. FC Köln?

Er ist einer der zahlreichen Talente in der FC-Akademie: Der Stern von Cenny Neumann ging im ersten Youth-League-Einsatz der U19 richtig auf, seither startet der Rechtsverteidiger durch. Zuletzt stand der 18-Jährige sogar im Bundesliga-Kader – und könnte dort nach der Weihnachtspause sogar noch häufiger auftauchen. Wird Cenny Neumann der Backup beim 1. FC Köln?

Im Kölner Nachwuchs gehört er wohl zu den vielversprechendsten Talenten. Zumindest scheint der 18-Jährige besonders in den Fokus von Lukas Kwasniok und Co. gerückt zu sein. Wird Cenny Neumann der Backup beim 1. FC Köln?

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Sein Stern ging beim ersten Youth-League-Einsatz der U19 in Luxemburg so richtig auf. Cenny Neumann kurbelte das Spiel der FC-Talente auf dem rechten Flügel immer wieder an und belohnte sich für seinen starken Auftritt sogar mit einem Treffer beim 3:0-Erfolg des FC. „Er ist ein toller Fußballer, vom Mindset schon sehr erwachsen. Der wird spannend“, urteilte der U19-Trainer Stefan Ruthenbeck nach der Partie in Luxemburg. Für den 18-Jährigen sollte es zwar der bislang einzige Europapokal-Auftritt für die Kölner bleiben, doch die Duftmarke war gesetzt.

Großes Potenzial

Der 1,78 Meter große Rechtsverteidiger wechselte erst im Sommer aus der U19 von RB Leipzig ans Geißbockheim, absolvierte für Leipzig bereits sechs Youth-League-Einsätze. Der Start in der Domstadt verlief noch holprig, Neumann laborierte noch an den Folgen seines Syndesmosebandrisses im rechten Sprunggelenk und verpasste die ersten Wochen. Danach startete der ehemalige deutsche U17-Nationalspieler aber durch. Bei der U21, für die er eigentlich im Sommer verpflichtet worden war, gehörte er in den letzten Partien vor der Winterpause zum Stamm-Personal, ließ gegen Dortmunds U23 einen weiteren Treffer in dieser Saison folgen.

Das Potenzial des Außenverteidigers blieb natürlich auch dem Team um Bundesliga-Coach Lukas Kwasniok nicht verborgen. Die Personal-Not in der Abwehr kam dabei auch Cenny Neumann zugute, der sich im Training präsentieren durfte. Bei der 0:2-Derby-Pleite in Leverkusen stand der gebürtige Chemnitzer sogar einmal im Bundesliga-Aufgebot des FC, blieb dabei aber noch ohne Einsatz. Das könnte sich nach der kurzen Weihnachtspause aber ändern, ist der FC doch rechts hinten nicht sonderlich breit aufgestellt. Jusuf Gazibegovic hat den FC auf Leihbasis nach Graz verlassen, Rav van den Berg ist für zwei Spiele gesperrt. Neumann dürfte daher zumindest die Chance erhalten, sich im Trainingslager im spanischen La Nucia Anfang Januar weiter aufzudrängen.

Vertrag bis 2028

„Er macht einen sehr guten Eindruck“, urteilte Kwasniok unlängst und ergänzte: „Das werden wir dann im Januar noch einmal unter die Lupe nehmen und dann entscheiden, in welche Richtung es dann geht.“ Mit Blick auf den Platzhirsch Sebastian Sebulonsen spekulierte der Coach: „Wir haben mit Seb einen auf der Position, der einfach nicht verletzungsanfällig ist. Das heißt, du musst jetzt nicht zwangsläufig einen holen, der auf jeden Fall zu 100 Prozent vom ersten Tag dann auch sofort da ist. Wir haben uns darüber noch nicht so viele Gedanken gemacht.“ Neumann könnte also durchaus in den Planungen eine Rolle spielen. Das deutete auch Kwasniok an: „Wenn man sich so die Geschichten von jungen Spielern anschaut, dann funktionieren die nur dann, wenn man ihnen Raum zur Entfaltung geben wird. Ansonsten wäre es für einen Lennart Karl auch ein bisschen schwieriger geworden, wenn jetzt der Woltemade-Deal geklappt hätte.“

Neumann jedenfalls hat auf jeden Fall Zeit zur Entwicklung am Geißbockheim: Der Vertrag des Talents läuft bis Sommer 2028. Bis dahin, so die Hoffnung aller Beteiligten, soll Neumann den Durchbruch geschafft haben. Die letzten Wochen waren jedenfalls vielversprechend.

So bewerten wir die Defensive des 1. FC Köln zum Jahresende 2025

Eric Martel vom 1. FC Köln
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So bewerten wir die Defensive des 1. FC Köln zum Jahresende 2025

Nach starkem Auftakt lief es beim FC zuletzt alles andere als rund. Auf die gesamte bisherige Hinrunde betrachtet, überzeugten aber auch einige Akteure des 1. FC Köln: So bewerten wir die Defensive zum Jahresende.

Gerade in den vergangenen Wochen kam bei den Kölnern einiges zusammen. Der FC rutscht immer mehr Richtung Tabellenkeller. Doch der Auftakt in die neue Spielzeit war stark beim 1. FC Köln: So bewerten wir die Defensive zum Jahresende.

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Überraschende Stammspieler

Marvin Schwäbe, Einzelkritik 2

Marvin Schwäbe

Der Kölner Keeper untermauerte in zahlreichen Situationen, dass er die unumstrittene Nummer eins ist. Zu Beginn der Spielzeit unterlief Schwäbe noch der ein oder andere kleine Patzer, wie zum Beispiel die „Abrutscher“ gegen Leipzig. Gerade zum Ende des Jahres aber immer wieder ein Garant dafür, dass der Negativtrend nicht noch frustrierender verlief. Im Ligavergleich gehört Schwäbe bei den Stammkeepern fast überall zum Mittelmaß.


Einzelkritik Ron-Robert Zieler, Note 3

Ron-Robert Zieler

Hat sich mit seiner Rolle als Ersatzkeeper und Vizekapitän vollends arrangiert und identifiziert. Kam im Pokal zwei Mal zum Einsatz. Machte gegen die Bayern nicht immer eine gute Figur, gegen Regensburg dagegen souverän. Der FC hat auf jeden Fall einen erstklassigen Ersatzkeeper.


Einzelkritik Schmied 3

Joel Schmied

Der Schweizer ist sicherlich eine der ganz großen Überraschungen der Hinrunde. Noch im Sommer gab es durchaus Zweifel an der Bundesligatauglichkeit. Die hat Schmied eindrucksvoll unter Beweis gestellt. War gerade zu Beginn der Saison oft einer der besten Defensivspieler der Kölner. Der Zweikampfwert von unter 50 Prozent ist für einen Innenverteidiger dennoch ausbaufähig.


Dominique Heintz, Einzelkritik 2-

Dominique Heintz

Neben Schmied ein weiterer Innenverteidiger, den man vor der Saison wohl eher als Ersatzspieler erwartet hätte. Doch der Routinier betonte bereits mehrfach, dass er da sei, wenn man ihn brauche. Und genau diesen Worten lässt Heintz immer wieder Taten folgen. Beeindruckend: Mit einer Zweikampfquote von fast 70 Prozent spielt er in der Topklasse der Liga mit.


Timo Hübers Einzelkritik 3

Timo Hübers

Wirkte im Zweikampfverhalten ab und an nicht sattelfest. Nach seiner Verletzung fällt aber extrem auf, wie sehr der Abwehrspieler fehlt. Das nicht nur in der Defensivbewegung, vor allem auch im Spielaufbau. Absoluter Unglücksrabe der Saison. Wie es für Hübers weitergeht, ist aktuell noch offen.


Rav van den Berg Einzelkritik Note 3

Rav van den Berg

Das Talent des Niederländers ist unbestritten. Und der 21-Jährige scheint auch ein enormes Potenzial zu haben. Das Stellungsspiel kann genauso beeindrucken wie das Zweikampfverhalten. Richtig rund läuft es aber auch für van den Berg nicht. Erst die schwere Schulterverletzung, die den Innenverteidiger lange außer Gefecht setzte, zuletzt der bittere, wenn auch berechtigte Platzverweis gegen Union Berlin.


Lies hier: „So bewerten wir die Offensive des 1. FC Köln zum Jahresende 2025“


Nicht alle Neuverpflichtungen schlagen ein

Cenk Özkacar Einzelkritik Note 4

Cenk Özkacar

Neben Alessio Castro-Montes wohl die Neuverpflichtung mit dem geringsten Impact in dieser Saison. Der Abwehrspieler kommt bislang auf acht Einsätze, davon vier von Beginn an. Kam zuletzt trotz Verletzungsmisere meist von der Bank. Bislang konnte sich der Türke noch nicht für eine feste Verpflichtung empfehlen.


Sebastian Sebulonsen Einzelkritik Note 3+

Sebastian Sebulonsen

Der Schienenspieler hat einen recht beeindruckenden Saisonauftakt hingelegt, sich direkt fest- und in den Fokus der norwegischen Nationalmannschaft gespielt. Zuletzt war Sebulonsen nicht immer konstant in seinen Leistungen. Allerdings musste der Norweger auch ab und an auf die Innenverteidiger-Position ausweichen. Insgesamt sehr solide.


Kristoffer Lund Einzelkritik Note 4

Kristoffer Lund

Auch der US-Amerikaner startete gut, ließ dann aber stark nach. Gegen Gladbach gefühlt in jedes Gegentor verwickelt. Seitdem ist die Unsicherheit des Schienenspielers greifbar. Muss sich extrem steigern, Selbstbewusstsein sammeln, wenn es noch mit der WM im eigenen Land klappen soll.


Eric Martel Einzelkritik 2

Eric Martel

Der Mittelfeldspieler ist der Inbegriff an Einsatz, Leidenschaft und Willen beim FC. Und das unabhängig der Rolle, die er Woche für Woche zugeteilt bekommt. Mal Innenverteidiger, mal Sechser – Martel erfüllt seine Aufgaben mindestens routiniert. Wohl der konstanteste Feldspieler beim FC. Ein Abgang wäre nicht zu kompensieren.


Tom Krauß Einzelkritik 3-

Tom Krauß

Solide Hinrunde des „Defensiv-Allrounders“. Spielte bereits in der Innenverteidigung, aber auch auf der Sechs. Nur eben nicht immer von Beginn an. In 15 Begegnungen, elf Mal auf dem Feld, sechs Mal in der Anfangsformation. Kommt auf eine gute Zweikampfquote (60 Prozent) und eine starke Passquote (92 Prozent).


Jusuf Gazibegovic Einzelkritik ohne Note

Jusuf Gazibegovic

Der Rechtsverteidiger ist der große Verlierer unter Lukas Kwasniok. Gazi kam nur im Duell gegen den SC Freiburg zum Einsatz, spielte 22 Minuten. Eine Bewertung ist kaum möglich, der Abgang absolut verständlich.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.


So bewerten wir die Offensive des 1. FC Köln zum Jahresende 2025

Jakub Kaminski und Said El Mala jubeln zusammen im Spiel gegen den HSV
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So bewerten wir die Offensive des 1. FC Köln zum Jahresende 2025

Nach starkem Auftakt lief es beim FC zuletzt alles andere als rund. Auf die gesamte bisherige Hinrunde betrachtet, überzeugten aber auch einige Akteure des 1. FC Köln: So bewerten wir die Offensive zum Jahresende.

Gerade in den vergangenen Wochen kam bei den Kölnern einiges zusammen. Der FC rutscht immer mehr Richtung Tabellenkeller. Doch der Auftakt in die neue Spielzeit war stark beim 1. FC Köln: So bewerten wir die Offensive zum Jahresende.

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Zwei Überflieger, viel Durchschnitt

Denis Huseinbasic

Alleine von den Einsätzen eine Achterbahn der Gefühle. Vier Mal Zuschauer, sieben Mal Startelf, sechs Mal Einwechslung. Einen bleibenden Eindruck hat sein Spiel nur selten hinterlassen. Gerade auf dem Weg nach vorne tritt der feine Techniker zu selten in Erscheinung. Die WM-Teilnahme mit Bosnien-Herzegowina scheint in sehr weiter Ferne.


Florian Kainz Einzelkritik Note 3-

Florian Kainz

Der dienstälteste aktive Geißbock muss sich mit der Rolle als Joker noch anfreunden. Zeigte aber in einigen Spielen, dass er die Offensive durchaus noch einmal beleben kann. Allerdings streut auch Kainz immer mal wieder Schatten ein. Das Traumtor gegen den HSV, der erste direkt verwandelte Freistoß seiner Karriere, gehört auf jeden Fall in den Kölner Jahresrückblick.


Said El Mala, Einzelkritik 1-

Said El Mala

Der Shootingstar beim 1. FC Köln und neben Lennart Karl der der Bundesliga. Natürlich läuft noch nicht jedes Spiel rund, natürlich gewinnt der 19-Jährige noch nicht jedes Duell – doch die Aussichten sind rosig. Said El Mala wird dem FC sportlich, vor allem aber wirtschaftlich viel bringen. Sehr viel! Sechs Tore und drei Vorlagen sprechen eine beeindruckende Sprache, mit der so jetzt noch nicht zu rechnen gewesen ist. Nicht umsonst wird er als die Kölner Lebensversicherung geführt.


Jakub Kaminski Einzelkritik 1-

Jakub Kaminski

Der Pole kam als enttäuschter Schienenspieler aus Wolfsburg. Lukas Kwasniok hat den 23-Jährigen mit so viel Selbstvertrauen ausgestattet, dass Kaminski der absolute Lichtblick in den Kölner Reihen ist. Zu Beginn der Spielzeit war der Pole deutlich gefährlicher. Allerdings auch, weil er offensiver eingesetzt wurde. Dem Kölner Coach steht die schwere Aufgabe bevor, El Mala und Kaminski beide in der Offensive stark in Szene zu setzen.


Einzelkritik Alessio Castro-Montes 5

Alessio Castro-Montes

Das Gegenteil erscheint dieser Tage der letzte Neuzugang des Sommers zu sein. Der Belgier ist noch gar nicht in Köln angekommen. Erst vier Einsätze stehen auf dem Konto – allesamt verliefen nicht wie erhofft oder erwartet. Die von Kwasniok beschriebene Mischung aus Messi und Neymar ist jedenfalls nicht erkennbar.


Isak Johannesson Einzelkritik 3-

Isak Johannesson

Symptomatisch für den Hinrunden-Verlauf zeigt auch die Formkurve des Isländers eindeutig nach unten. Nach dem verheißungsvollen Beginn wollte es für Johannesson zuletzt gar nicht mehr laufen. Dabei bringt der junge Skandinavier sehr viel mit und deutet an, warum er schon vor der Verpflichtung zu Kwasnioks Lieblingsspielern gehört hat. Aufgrund des guten Auftakts noch immer im soliden Bereich.



Starker Auftakt, stark nachgelassen

Jan Thielmann, Einzelkritik 3-

Jan Thielmann

Das Kölner Eigengewächs profitiert vor allem von der Idee, die Lukas Kwasniok als Grundtugend des Fußballs voraussetzt: die Intensität. Kaum ein FC-Profi strahlt so viel Leidenschaft, Willen und eben Intensität aus. Allerdings lässt Thielmann noch viel zu oft Torgefahr vermissen. Sowohl als Schütze als auch als Vorlagengeber.


Linton Maina Einzelkritik 4

Linton Maina

Gehört wohl ebenfalls eher zu den Verlierern unter dem neuen Trainer. Der schwärmt zwar in höchsten Tönen von seinem Offensivspieler, für viel Spielzeit reicht es dann aber doch nicht. Maina leidet vor allem unter der stark besetzten linken Seite mit El Mala und Kaminski. Kann in der Offensive mit seinem Tempo zur Waffe werden, ist bislang aber eher eine stumpfe Waffe.


Luca Waldschmidt Einzelkritik Note 3-

Luca Waldschmidt

Auch in dieser Saison wünscht man sich diese speziellen Momente des ehemaligen Nationalspielers. Dass Waldschmidt über einen begnadeten Fuß verfügt, steht außer Frage. Dass er ihn öfter für die entscheidenden Momente nutzen muss aber mindestens genauso. Könnte 2026 von dem Zusammenspiel mit Said El Mala profitieren. Sammelte in der Liga immerhin schon fünf Scorerpunkte.


Ragnar Ache, Einzelkritik 3-

Ragnar Ache

Den Tränen mindestens nahe verabschiedete sich Ragnar Ache am Samstag in die Winterpause. Seine Rückkehr in die Bundesliga hat sich der Stürmer wohl anders vorgestellt. Dabei war der Auftakt im Pokal mit zwei wichtigen Assists vielversprechend. Insgesamt stehen nun zwei Tore und sechs Vorlagen auf dem Konto. Da geht noch mehr. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Ache sehr oft in der Luft hängt.


Marius Bülter Einzelkritik 3

Marius Bülter

Der Auftakt war mehr als beeindruckend, die jüngsten Spiele dagegen sehr enttäuschend. Der Stürmer kam zuletzt gar nicht mehr zurecht, wirkte auf dem Feld nicht immer integriert. Aufgrund des starken Auftakts aber immer noch eine ordentliche Hinrunde.




Fynn Schenten: Profi-Ausflug könnte ein Fingerzeig beim 1. FC Köln sein, der Vertrag läuft aber bis 2026

Fynn Schenten vom 1. FC Köln
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Fynn Schenten: Profi-Ausflug könnte ein Fingerzeig beim 1. FC Köln sein, der Vertrag läuft aber bis 2026

Er ist der Überflieger der FC-Akademie in der laufenden Saison: Fynn Schenten schoss sich mit seinen Toren in der U19 in den Fokus von Profi-Trainer Lukas Kwasniok. Der 18-Jährige dürfte in der Rückrunde Spielpraxis in der U21 sammeln. Vielleicht geht auch mehr beim 1. FC Köln: Ist Fynn Schenten das Talent der Zukunft?

Wie es ab Sommer mit dem Talent weitergeht, ist aktuell noch offen – am Geißbockheim hoffen alle auf eine Verlängerung des auflaufenden Vertrags beim 1. FC Köln: Ist Fynn Schenten das Talent der Zukunft?

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Das Youth-League-Rückspiel der U19 beim FC Midtjylland war die vorerst letzte große Bühne für Fynn Schenten. Der Stürmer sicherte mit seinem Doppelpack beim 4:1-Erfolg das Weiterkommen fast im Alleingang. Der 18-Jährige traf in allen vier Europapokal-Spielen der FC-Talente, netzte in dieser Saison wettbewerbsübergreifend in 18 Einsätzen 15 Mal. Eine Quote, die durchaus an Erling Haaland erinnern lässt.

Fynn Schenten zieht Aufmerksamkeit auf sich

Wenn sich ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs derart in den Fokus spielt, wird natürlich auch der Profi-Trainer Lukas Kwasniok auf ein solches Juwel aufmerksam. Der Lohn: Schenten durfte in der vergangenen Woche mit den FC-Profis trainieren, stand letztlich sogar im Aufgebot gegen Union Berlin. Die Bundesliga-Premiere musste aber noch warten, zum Einsatz kam das Talent vorerst noch nicht. Die schnelle Beförderung Schentens hat jedoch nicht nur einen belohnenden Charakter. Die Verantwortlichen am Geißbockheim hoffen sicher auch, dem Talent einen Verbleib beim FC damit schmackhaft gemacht zu haben. Denn Schentens Vertrag läuft nach dieser Saison aus – und insbesondere mit seinen Youth-League-Auftritten dürfte sich der Stürmer in die Notizbücher so manches Branchen-Riesen gespielt haben.

Eins steht auf jeden Fall fest: Schenten wird die U19 im Sommer auf jeden Fall verlassen, gehört er doch dem älteren Jahrgang an. Bei solchen Spielern ist es in den vergangenen Jahren Usus, dass sie in der Rückrunde bereits Spielpraxis bei der U21 in der Regionalliga West sammeln. Das dürfte auch bei dem Angreifer der Fall sein, wie unlängst der Trainer Evangelos Sbonias zumindest zwischen den Zeilen durchblicken ließ: „Wir werden diese Dinge mit den betroffenen Spielern zunächst intern thematisieren. Mir ist es deswegen wichtig, die Reihenfolge einzuhalten und es zuerst mit den Jungs zu besprechen. Klar ist natürlich, dass Fynn eine super Quote hat in der U19. Als jemand aus dem älteren Jahrgang ist er natürlich auch bei uns im Fokus.“

„Das ist nachher das, was von einem Profi-Fußballer verlangt wird“

Sbonias konstatierte kurz vor Weihnachten aber auch: „Aktuell haben wir aber noch mit niemandem gesprochen, wie die nächsten Wochen und Monate aussehen.“ Mit Einsätzen ausschließlich in der U19 in der Rückrunde dürfte der FC jedoch kaum Chancen auf eine Vertragsverlängerung haben. Schenten, der neben der deutschen auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, kam 2016 vom SV Wachtberg ans Geißbockheim, durchlief seither die FC-Akademie und feierte im Frühjahr dieses Jahres mit der U19 die deutsche Meisterschaft. Die Youth League ist nun die nächste Entwicklungsstation für den Knipser auf dem Weg nach oben.

Der U19-Trainer Stefan Ruthenbeck betonte nach dem Doppelpack in Dänemark die Rolle der gesamten Mannschaft, die ihren Stürmer glänzen lässt: „Es ist nicht immer so, dass er sich selbst in die Situationen bringt, sondern dass wir alle dafür was tun, dass er in die Situationen kommt. Das ist ein Unterschied. Das Rollenverständnis, was mein Mitspieler kann und zu wissen, was ich selber kann, ist in meiner Arbeit unheimlich wichtig. Das ist nachher das, was von einem Profi-Fußballer verlangt wird. Bei Fynn Schenten wissen alle, wenn er die Tiefe anbietet, dann müssen wir auch tief spielen.“

„Ich sehe aber noch ganz viele Potenziale“

Schon nach dem Hinspiel hatte der Coach seinen Stürmer so charakterisiert: „Fynns Qualität ist, Tore zu machen. Ich sehe aber noch ganz viele Potenziale, ob das gegen den Ball ist oder auch in den Details, wie Bälle festzumachen. Natürlich ist Fynn ein talentierter Junge, der sich auch in den letzten anderthalb Jahren enorm entwickelt hat. Natürlich macht er viele Tore, aber auch, weil die Mannschaft es zulässt. Wir versuchen, ihn auch in diese Situationen zu bringen. Das ist die taktische Idee.“

Der FC wird nach der Winterpause zweifellos in den verschiedenen Wettbewerben noch viel Freude an seinem Stürmer haben – und am Geißbockheim hoffen sie, dass dies auch über den Sommer hinaus gelingen wird.

Vom Topscorer zum Joker: Eine bittere Hinrunde für Linton Maina – gibt es die ersten Interessenten?

Linton Maina kam schon gegen Frankfurt nicht zum Einsatz
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Vom Topscorer zum Joker: Eine bittere Hinrunde für Linton Maina – gibt es die ersten Interessenten?

Zu den Verlierern unter Lukas Kwasniok gehört zum Jahresende ganz sicher auch Linton Maina. Der Schienenspieler kommt nicht mehr über die Rolle des Jokers hinaus beim 1. FC Köln: Wird sich Linton Maina noch durchbeißen?

In der vergangenen Spielzeit noch einer der Aufstiegsgaranten, in dieser Saison nicht mehr als Ergänzungsspieler. Und das wird sich wohl in naher Zukunft auch nicht ändern. Aktuell läuft es für den Offensivspieler nicht rund beim 1. FC Köln: Wird sich Linton Maina noch durchbeißen?

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Zwischen dem 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern und der 0:1-Pleite gegen den 1. FC Union Berlin am vergangenen Samstag liegen genau sieben Monate. Dem Gesichtsausdruck von Linton Maina nach handelte es sich aber um Welten. Nach dem Triumph gegen die Pfälzer im Frühling verkündete der Offensivspieler seine Vertragsverlängerung mit breitem Grinsen, nach dem sechsten sieglosen Spiel in Serie gehörte der gebürtige Berliner zum Frustkollektiv auf dem Kölner Rasen. Kein Wunder, der Trend der Geißböcke läuft seit einigen Wochen in die völlig falsche Richtung. Gerade im letzten Spiel des Jahres hatten sich die Geißböcke komplett etwas anderes vorgestellt – und es wäre gegen schwache Köpenicker auch möglich gewesen.

Vom Topscorer zum Bankdrücker

Der 26-Jährige dürfte aber nicht nur aufgrund der Entwicklung seines Teams enttäuscht sein, auch die persönliche sportliche Entwicklung lief in den vergangenen Monaten nun mal ganz anders, als es sich der Offensivspieler vorgestellt hat. In der Vorsaison mit 13 Treffern und fünf Assists war Maina einer der absoluten Leistungsträger der Kölner Aufstiegsoffensive. Der Traum, mit dem FC wieder Bundesliga zu spielen, ging auf. Nur hat sich Maina das sicher ganz anders vorgestellt. In 15 Ligaspielen kam der 26-Jährige sechs Mal gar nicht zum Einsatz, stand nur zwei Mal in der Anfangsformation. Zudem haben sich vor der Saison mit Leart Pacarada und Tim Lemperle zwei besonders eng verbundene Spieler aus Köln verabschiedet. Bei Pacarada war das so im Sommer nicht absehbar gewesen.

Maina betonte im Oktober im FC-Podcast von Radio Köln, dass die Situation nicht einfach sei, wirklich verbessert hat sie sich seitdem aber nicht und wird es wohl auch nicht. Mit Jakub Kaminski und Said El Mala ist die linke Offensivseite mehr als gut besetzt. Auf der rechten Bahn hat Jan Thielmann aktuell die Nase vorne, zuletzt spielte dort auch Luca Waldschmidt als „kongenialer Partner“ von El Mala, wie Lukas Kwasniok erklärte. Und so wird natürlich über die Zukunft des Schienenspielers spekuliert. Zumal es im vergangenen Frühling durchaus Interessenten gegeben hat. „Es gab einige andere Angebote, darunter auch lukrativere und bessere. Es war dennoch schnell klar für mich, dass ich in Köln bleibe“, hatte Maina im Sommer im Interview mit come-on-fc.com gesagt.

Union an Maina interessiert?

Zu den Interessenten hat dem Vernehmen nach der 1. FC Union Berlin gehört. Ex-FC-Coach Steffen Baumgart soll nach wie vor von Maina angetan sein. Vor allem aber ist Sportchef Horst Heldt ein Fan des gebürtigen Berliners. Damals soll sich Union für Dejan Ljubicic und Maina interessiert haben. Ljubicic war sich im Grunde schon einig, doch sagte dann die medizinische Untersuchung ab. Nun wird von der „Berliner Zeitung“ bereits über einen möglichen neuen Anlauf spekuliert. Maina würde die Offensive der Eisernen beleben, die bekanntlich noch nicht so richtig rund laufen will. Der Flügelflitzer würde auch zu gut zum Umschaltfußball seines Ex-Trainers passen. Allerdings ist das bislang nicht mehr als Spekulation. Wie und wo der Offensivspieler seine Zukunft aktuell sieht, weiß er am Ende ohnehin nur selbst.

Zwischen Rhein und Rio de la Plata: So stark ist Lukas Kwasniok von seinem Idol geprägt

Kwasniok und Bielsa
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Zwischen Rhein und Rio de la Plata: So stark ist Lukas Kwasniok von seinem Idol geprägt

Lukas Kwasniok galt vor allem zu Saisonbeginn bei vielen als Baumgart‑Nachfolger, tatsächlich aber steckt dann doch aber mehr Marcelo Bielsa in seinem 1. FC Köln: So stark ist Lukas Kwasniok von Marco Bielsa geprägt.

Trainer-Ikone Marcelo Bielsa beeinflusste auch den Cheftrainer des 1. FC Köln: So eifert Kwasniok seinem Idol nach.

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Kaum ein Trainerduell in der Bundesliga lädt auf den ersten Blick so sehr zum Vergleich ein wie das zwischen Steffen Baumgart und Lukas Kwasniok. Beim zweiten Hinschauen ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Zwar arbeiteten beide einst beim SC Paderborn, gaben sich dort 2021 gewissermaßen die Klinke in die Hand und tauchten später beide beim 1. FC Köln wieder auf. Doch darüber hinaus haben die Coachs nur wenig gemeinsam. „In Bezug auf den Umgang mit der Mannschaft und auf die fußballspezifische Annäherung gibt es schon Unterschiede“, befand Kwasniok bereits im Juni und führte weiter aus: „Es gab einen Baumi 1.0, und jetzt gibt es einen Luki 1.0. Wenn wir dann am Ende so erfolgreich sind wie unter Baumi, nehmen wir uns alle in die Arme und sagen: coole Zeit.“

Spätestens beim ersten direkten Aufeinandertreffen am vergangenen Samstag zeigte sich, was der FC‑Coach meinte. Während Baumgart mit Union aus einer auf Stabilität und Fünferkette geeichten Linie heraus agierte, stellte Kwasniok den FC mit einer auf den Gegner zugeschnittenen Viererkette mit Kristoffer Lund, Dominique Heintz, Rav van den Berg und Sebastian Sebulonsen auf, meldete Unions Angreifer Oliver Burke und Ilyas Ansah, die insgesamt nur 16 Ballaktionen vorzuweisen hatten, praktisch ab und trieb die Geißböcke phasenweise auf über 70 Prozent Ballbesitz. Während Baumgart, einst Verfechter eines bedingungslosen und risikoreichen Offensivspektakels, in der Hauptstadt inzwischen erfolgreich den Fokus auf defensive Stabilität legt, setzt Kwasniok auf proaktiven, vertikalen Attacke-Fußball.

Wer ist Kwasniok-Vorbild Marcelo Bielsa?

Wollte man Vergleiche mit dem FC‑Coach anstellen, müsste der Blick daher weniger nach Berlin als nach Montevideo gehen, wo mit Marcelo Bielsa jener Trainer arbeitet, dem Kwasniok seit Jahren zumindest in Teilen nacheifert. Marcelo Bielsa ist einer der einflussreichsten Fußballlehrer der Gegenwart und steht sinnbildlich für die radikale, proaktive Idee vom Spiel, an der sich Kwasniok im Idealfall orientiert. Der Argentinier trainierte unter anderem Athletic Bilbao, Lazio Rom, Olympique Marseille, Lille und Leeds United. Letztere führte er 2020 nach 16 Jahren Abstinenz aus der zweiten englischen Liga zurück in die Premier League, bevor der Argentinier 2023 als Nationaltrainer Uruguays anheuerte.

Der 70-Jährige gilt als Vordenker einer Schule, der auch Spitzentrainer wie Pep Guardiola folgen. Die Essenz seines Ansatzes beschrieb er einmal so: „Ich will, dass meine Mannschaft Protagonist ist, die Initiative übernimmt, das Spiel in der gegnerischen Hälfte stattfinden lässt, Ballbesitz hat und den Ball bei Verlust schnell zurückerobert.“ Das erklärt, weshalb Kwasniok mal über ihn sagte: „Über allen steht Marcelo Bielsa, weil ich ihn bewundere. Er ist unkonventionell, denn er hat gesagt: ‚Egal, was andere machen, ich ziehe meine Arbeit durch.‘ Ob diese aktuell modern ist oder nicht, sei dahingestellt. Deswegen hat es mich extrem gefreut, dass er mit Leeds United nach so langer Zeit den Aufstieg in die Premier League geschafft hat.“ Natürlich ist der Bielsa-Fußball mit dem aktuellen Kölner Kader nur schwer zu realisieren und offenbar auch nicht der Anspruch des Kölner Coachs.

Kein Platz für Kompromisse

Marcelo „El Loco“ Bielsa eilt aber der Ruf eines Trainers voraus, der seine Spieler bis an ihre Grenzen belastet. Genau dort erkennt sich Lukas Kwasniok wieder: Er erwartet stringent offensives Denken sowie ein ebenso rigoroses Verhalten gegen den Ball mit schnellem Zustellen, aggressivem Anlaufen, konsequentem Abfangen von Pässen und permanentem Druck auf den Gegner. Seine Mannschaft setzte dies zum Saisonstart beeindruckend um, trug die taktischen Ideen auf den Platz und legte sich mit Gegnern innerhalb und außerhalb der eigenen Gewichtsklasse an, übertölpelte Mainz, führte Freiburg phasenweise vor, ließ sich in Wolfsburg nicht unterkriegen und fertigte Mitaufsteiger HSV ab. Dadurch fraß sich das Team ein Punktepolster an, das die Geißböcke trotz Verletzungsmisere in der Innenverteidigung und anhaltender Anfälligkeit bei defensiven Standards relativ entspannt über den Winter bringt.

Ein weiterer Grundsatz, der Bielsa und Kwasniok verbindet, lautet: Der Mannschaftserfolg steht über allem, für Allüren bleibt kein Platz, es zählen ausschließlich Leistung und die Idee, die sich Trainerteam und Staff in den Kopf gesetzt haben. Besonders deutlich wird das am Umgang mit Spielern wie Linton Maina, dem vor dieser Saison viele eine zentrale Rolle im Offensivspiel zugetraut hatten, den Kwasniok aber phasenweise zugunsten von Konkurrenten außen vor ließ und im Auswärtsspiel in Wolfsburg Anfang September sogar komplett aus dem Aufgebot strich.

Erfolg ohne Kuschelkurs

Wo Marcelo Bielsa an der Seitenlinie steht, stellt er Abläufe, Trainingsinhalte und die Spielidee radikal um und nimmt bewusst in Kauf, dass schnelle Erfolge ausbleiben und Reibungen unvermeidlich sind. Zugleich hält er kompromisslos an seinen Prinzipien fest: Bei Lazio Rom kündigte er den gerade erst angetretenen Job nach zwei Tagen, weil zugesagte Transfers ausblieben, in Marseille verschliss er innerhalb einer Saison mehrere Übersetzer und packte nach nur einem Jahr wieder die Koffer, in Lille war nach wenigen Monaten und 14 Pflichtspielen Schluss.

Auch Kwasniok scheut nicht davor zurück, anzuecken und angreifbar zu sein. Beim FC etwa attestierte er vor Saisonbeginn öffentlich einigen Spielern des Kaders fehlende Bundesligatauglichkeit und sendete damit ein unmissverständliches Signal an die eigene Kabine. Noch in Paderborn hatte er obendrein seinem Unmut freien Lauf gelassen, als ihm die Führungsetage einen Wechsel zum HSV als potenzieller Nachfolger für Steffen Baumgart verwehrte.

Von Dogmatikern und Tüftlern

So sehr sich beide in Intensität und Anspruch ähneln, offenbaren sich in einem Punkt wesentlicher Unterschiede. Bielsa gilt als Dogmatiker, der seinen Matchplan nur in geringem Maße an den Gegner oder den Spielstand anpasst, setzt auf wiederkehrende Strukturen und eindeutigen Rollen. So setzt er fast ausnahmslos auf ein offensives 4-3-3 und fährt damit auf der Erfolgsspur mit Uruguay. „La Celeste“ qualifizierte sich letztes Jahr für die Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko und den USA.

Kwasniok hingegen wurde zunächst dafür gelobt, zuletzt aber dafür kritisiert, flexibel umzustellen, gegnerische Taktiken zu spiegeln oder zu konterkarieren und so Mannschaften zu formen, die für den Gegner „eklig” und schwer zu greifen sind. Sinnbildlich dafür steht, dass er in der laufenden Saison nur ein einziges Mal auf eine unveränderte Startelf setzte: Beim Duell mit Bayer Leverkusen vertraute er auf eine Dreierkette mit Martel, Van den Berg und Sebulonsen, auf den Außenbahnen spielten Thielmann und Kaminski, im Zentrum Huseinbasic und Krauss und in der vordersten Linie Waldschmidt, El Mala und Bülter. Während Bielsa seine starre Spielphilosophie nahezu unverrückbar durchzieht, sucht Kwasniok häufiger den Kompromiss zwischen eigener Idee und pragmatischer Anpassung an Liga, Kaderprofil und Tabellenlage.

Die Haltung wahren

Es sind wohl auch die Tugenden Bielsas, die Kwasniok auch in schwierigeren Phasen Zuversicht geben dürften. Der FC‑Coach erlebt in Köln zum ersten Mal eine Phase, in der seine Ideen auf deutlich mehr Widerstände treffen und die Ergebnisse längst nicht mehr so mitlaufen, wie es der couragierte Saisonstart versprochen hatte. Die 1:0-Niederlage gegen die Köpenicker am vergangenen Spieltag markierte einen unversöhnlichen Jahresabschluss für die Domstädter, die mit einem spürbaren Gefühl der Unzufriedenheit ins neue Jahr gehen.