Timo Hübers hofft auf eine Zukunft beim 1. FC Köln

Timo Hübers vom 1. FC Köln
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Timo Hübers hofft auf eine Zukunft beim 1. FC Köln

Nach der schweren Knieverletzung ist der 29-Jährige seit Mitte November zurück am Geißbockheim und arbeitet im Reha-Bereich. Am Donnerstag war der Kölner Abwehrchef zu Gast bei der Gesprächsrunde „E Levve lang – der Talk zum FC“. Der Innenverteidiger des 1. FC Köln Timo Hübers sprach über seine schwere Verletzung.

Die Verletzung des FC-Verteidigers schockte Fans und Verein gleichermaßen. Nun ist der Kölner Verteidiger nach einer schweren Zeit auf dem Weg der Besserung. Der Abwehrchef des 1. FC Köln Timo Hübers sprach über seine schwere Verletzung.

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Nach den dramatischen Bildern im Duell gegen den BVB und der Nachricht über die schwere Knieverletzung samt OP des Kölner Abwehrchefs war es zunächst ruhig geworden um Timo Hübers. Erst Mitte November gab es vom Innenverteidiger des FC die Nachricht, er würde wieder am Geißbockheim im Reha-Bereich arbeiten. Beim Duell gegen Eintracht Frankfurt saß der Kölner im Stadion und fieberte mit seinen Mannschaftskollegen mit. Am Donnerstag war der 29-Jährige nun zu Gast in der Gesprächsrunde „E Levve lang – der Talk zum FC“ von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Express“ und erzählte von seinem aktuellen Alltag.

„Es war ein Mix aus psychischem und physischem Schock“

Er könne mehr machen, als er gedacht habe, aber noch sehr dosiert, berichtete Hübers. „Mit geringem Gewicht kann man die verloren gegangene Muskulatur wieder ansprechen. Auch an der Beweglichkeit wird gearbeitet und natürlich am Oberkörper. Zudem gibt es Ausdauer-Programme“, zitiert der „Kölner Stadt-Anzeiger“ den Verteidiger. „Ich trainiere zwei- bis drei Stunden täglich, dazu kommt noch Physio. Vom Trainingsumfang ist es deutlich mehr, als im normalen Trainingsalltag“, verriet Hübers demnach. Dabei gehe es dem 29-Jährigen den Umständen entsprechend gut, er habe die schlimmsten Tage hinter sich.

Tage, in denen er ganz schön „durchgewirbelt“ worden sei. „Die Verletzung war super schwer, sah wohl auch fies aus in der Wiederholung, deswegen war die Anteilnahme riesig“, gibt der „Stadt-Anzeiger“ wieder. Dass es sich bei der Verletzung um eine schwerwiegendere handeln würde, war aufgrund der Bilder auch FC-Trainer Lukas Kwasniok sofort klar. So berichtete der Coach kurz nach der Partie im Signal Iduna Park, dass Hübers starke Schmerzen habe und weine. Eine Situation, die den Kölner Trainer deutlich anfasste. „Ich habe in der Erstversorgung starke Medikamente bekommen, dann kam die OP. Es war ein Mix aus psychischem und physischem Schock“, zitiert der „Stadt-Anzeiger“ Hübers` Schilderungen der ersten Stunden und Tage.

„Nun geht es aber wieder bergauf“

Ein Schock, der nach bereits zwei erlittenen Kreuzbandrissen keine leichte Zeit bedeutet habe für den Kölner Innenverteidiger, der als feste Größe in Kwasnioks letzter Reihe gesetzt war. „Ich habe ein paar Wochen Ruhe verordnet bekommen, erst dann fällt einem auf, wie austrainiert man im Spielbetrieb ist. An meinem Oberschenkel ist jetzt gerade am verletzten Bein nicht mehr so viel dran, aber auch das andere Bein ist betroffen. Aber den Tiefpunkt habe ich auch hinter mir, ich habe schon wieder ein Kilo draufgepackt“, so Hübers.

Vor allem die erste Zeit nach der Verletzung hat an Hübers genagt: „Ich habe gelesen, oder eine Serie geguckt, aber auch viel Zeit totgeschlagen“, berichtet der Innenverteidiger. Nun geht es aber wieder bergauf. Gerade der Kontakt zu seiner Mannschaft mache einiges aus. „Es ist ein Stück Alltag, der zurückkommt. Man sieht sich in der Kabine, in der Trainingshalle, es ist eng an eng, ich bekomme alles mit, was in der Kabine passiert“, gibt der „Stadt-Anzeiger“ Hübers` Worte wieder. „Das ist wichtig, die Stimmungen in einer Mannschaft mitzubekommen.“ Unterstützen können wird der Kölner Abwehrchef seine Teamkollegen zunächst auch weiterhin nur von der Tribüne aus. Wann der Kölner wieder zurück auf dem Platz sein wird und wie es vertraglich beim 1. FC Köln weitergeht, ist noch offen.

Allerdings habe Thomas Kessler bereits im Krankenhaus angedeutet, sich mit dem Verteidiger zusammen setzten wolle. „Wir werden das zu gegebener Zeit intensiver besprechen, noch liegt einiges auf seinem Schreibtisch, da reihe mich gerne ein“, zitiert der „Express“ den 29-Jährigen. Den Mut und die Kraft, den langen Weg beim FC zu gehen, scheint Hübers allerdings wieder zurück zu haben.

Der doppelte Lukas: Podolski trifft auf Kwasniok und Said El Mala

Lukas Kwasniok im Gespräch mit Lukas Podolski
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Der doppelte Lukas: Podolski trifft auf Kwasniok und Said El Mala

Am Donnerstag kehrte ein alter Bekannter zurück zum Geißbockheim. Lukas Podolski war zu Besuch beim 1. FC Köln und traf sich mit dem FC-Vorstand.

Über hohen Besuch am Trainingsplatz des FC konnten sich am Donnerstag FC-Trainer Lukas Kwasniok und seine Mannschaft freuen. Weltmeister und Ex-FC-Ikone Poldi schaute vorbei: Lukas Podolski war zu Besuch beim 1. FC Köln.

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Immer wieder zieht es den ehemaligen FC-Profi zurück zum Geißbockheim. Die Kölner Ikone besuchte am Donnerstag die Geschäftsstelle des 1. FC Köln und traf sich zum Gespräch mit FC-Vizepräsident Ulf Sobek. Der neue Vorstand des Vereins hatte ein Zusammenkommen mit dem ehemaligen Kölner Profi bereits angekündigt. Heute war es dann soweit. Schon seit Jahren mutmaßen Kölner Fans und Medien über eine mögliche Einbindung von Lukas Podolski beim 1. FC Köln. Und auch der heute 40-Jährige äußerte sich schon zu dem Vorhaben. „Wir befinden uns in guten und konstruktiven Gesprächen, wie ich mich auch nach meiner aktiven Karriere beim FC einbringen könnte“, sagte Podolski vor seinem Abschieds-Spiel im Kölner Stadion im Oktober 2024. Worum es bei dem Treffen konkret ging, ist nicht bekannt.

„Da wird der Druck noch größer“

Doch nicht nur mit dem Vorstand sprach Podolski am Donnerstag. Der Ex-Kölner stattete auch Lukas Kwasniok und seiner Mannschaft einen Besuch ab, begrüßte die Spieler wie Landsmann und Nationalspieler für Polen Jakub Kaminski oder Top-Talent Said El Mala. „Wir haben nach dem Training gesprochen, haben ein offenes Verhältnis, auch wenn wir nicht Best Buddies sind. Mit Poldi ist es immer sehr unkompliziert. Er hat mir von seinen Plänen erzählt, ich ihm von meinen“, sagte FC-Trainer Kwasniok zum Treffen. Mit einem Augenzwinkern fügte der Coach hinzu: „Er ist auch am Samstag im Stadion beim FC. Da freue ich mich drauf. Da wird der Druck noch größer.“

Druck hatte beim FC zuletzt wohl am meisten Said El Mala auszuhalten. Denn der 19-Jährige wurde in den vergangenen Wochen zur Kölner Identifikationsfigur. Ein Vergleich mit der FC-Ikone Podolski wurde bereits gezogen. Ein Aufeinandertreffen fand nun beim Training am Donnerstag statt. Doch El Mala bleibt auch ob der gezogenen Parallelen gewohnt bodenständig. „Also erst mal habe ich nicht so einen harten Schuss wie Poldi“, sagte El Mala kürzlich auf Podolski angesprochen im Maganzin „11 Freunde“. „Ach, ich lasse es einfach laufen. Wenn die Fans mich als „neuen Poldi“ sehen, ist das ja was Schönes. Poldi ist cool. Was soll ich mich dagegen wehren?“, ergänzte der Kölner Youngster. Ob sich El Mala und Podolski zukünftig häufiger am Geißbockheim über den Weg laufen werden, ist derzeit noch offen.

Dem 1. FC Köln fehlt ein kreatives Bindeglied, aber mögliche Optionen sind rar

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Dem 1. FC Köln fehlt ein kreatives Bindeglied, aber mögliche Optionen sind rar

Der 1. FC Köln hat auch das fünfte Bundesligaspiel in Folge nicht gewinnen können und muss nach der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen langsam aber sicher den Blick nach unten richten. Gegen den rheinischen Rivalen gelang den Kölnern über 90 Minuten wenig. Der 1. FC Köln braucht wieder mehr Kreativität im Spiel.

Für den 1. FC Köln bedeutete auch das Rhein-Duell mit der Werkself aus Leverkusen das insgesamt fünfte aufeinanderfolgende Bundesligaspiel ohne Sieg. Die Geißböcke müssen nach der verdienten Niederlage gegen den Rivalen langsam aber sicher den Blick nach unten richten, fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den FC St. Pauli und Relegationsplatz 16. Der 1. FC Köln braucht wieder mehr Kreativität im Spiel.

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Auch wenn der Effzeh bis auf die jüngste Partie in den letzten fünf Spielen immer mindestens ein Tor erzielte, konnte man den Spielern am Samstag dennoch nicht zum ersten Mal eine gewisse Ideenlosigkeit auf dem Weg zum gegnerischen Tor anmerken. Einen wirklich gefährlichen Spielmacher sucht man im System von Coach Lukas Kwasniok vergeblich, zumal der Kölner Coach systematisch meist mit einer eher defensiv eingestellten Mittelfeldzentrale agieren lässt anstelle eines offensiven Taktgebers. Auch wenn der Trainer selbst immer wieder betonte, vor allem auf schnelle Umschalt- und Überraschungsmomente zu setzen, so darf die Frage erlaubt sein, ob in einer offensiveren Ausrichtung ein Bindeglied zwischen Defensive und letzter Reihe eine Rolle spielen könnte.

Mögliche Optionen sind rar

Blickt man auf den Kader des 1. FC Köln im Detail, scheint die Entscheidung des Trainers mit dem aktuellen Personal durchaus nachvollziehbar. Es gibt nur wenige Optionen für die Rolle des letzten Passgebers aus dem Zentrum. Florian Kainz ist mit seinen 33 Jahren und über 200 Pflichtspielen zwar mehr als erfahren und kennt die Liga bestens, dennoch fehlt es ihm in der jüngeren Vergangenheit mitunter an Torgefahr und der letzten Entschlossenheit vor des Gegners Tor. Unter Kwasniok stand der ehemalige Nationalspieler in der laufenden Spielzeit erst zwei Mal in der Startelf. Ähnliches lässt sich auch über Neuzugang Johannesson sagen. Der isländische Nationalspieler kam vor der Saison für 5,5 Millionen Euro aus Düsseldorf und stand immerhin in elf der 14 Bundesligaspielen in der Startelf.

Mit einem Tor und noch keinem Assist konnte jedoch auch er bislang nicht wirklich nachweisen, dem FC in der Offensivbewegung mehr Power und Durchschlagskraft zu geben. Johannesson ist vom Profil her mehr ein Achter als ein Sechser, spielt aber auch eher den vorletzten als den entscheidenden letzten Pass am und im gegnerischen Strafraum. Nachdem er zu Saisonbeginn gesetzt war, kam auch er zuletzt nur dreimal in Folge nur als Einwechselspieler zum Einsatz. „Der Isak liebt es am Spielaufbau beteiligt zu sein, um dann nach zu starten. Das macht er auch. Nur entweder er wird nicht gefunden oder er schießt den Ball in den Fangzaun“, sagte Lukas Kwasniok. „Jedes Wochenende hat er die Chance, den Ball ins Tornetz und nicht ins Fangnetz zu schießen.“

Personal mit anderen Stärke

Das ist bislang nicht geglückt. Leistungsträger Eric Martel sowie Neuzugang Tom Krauß sind in der Defensive variabel einsetzbar und können sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld auflaufen, sind aber eindeutig defensiv ausgerichtet und kommen somit nur selten in die wirklich gefährlichen Räume in der gegnerischen Spielhälfte. Zudem ist vor allem ein Martel mit seinem Spielverständnis und seiner Passqualität aktuell der wohl wichtigste Profi im eigenen Spielaufbau. Mit Luca Waldschmidt und Marius Bülter verfügt der FC-Kader noch über zwei Spieler, die zumindest in der Vergangenheit in der offensiven Mittelfeldzentrale gespielt haben. Während man bei Waldschmidt trotz drei Toren und zwei Vorlagen aber immer noch auf der Suche nach seiner idealen Position zu sein scheint, ist Neuzugang Bülter mit ebenfalls drei Toren und noch einer Vorlage mehr als zweitbester Scorer (gemeinsam mit Jakub Kaminski) im Team wohl unentbehrlich in vorderster Front.

Mehr Scorerpunkte als Bülter kann derzeit einzig Said El Mala vorweisen (6 Tore, 3 Vorlagen). Gerade in Bezug auf Taktik und im Passspiel hat der gebürtige Krefelder augenscheinlich aber noch Defizite, was aber gemessen an seinen 14 Bundesligaspielen völlig normal ist. Zudem ist er mit seiner Geschwindigkeit und seiner Dribbelstärke eindeutig eher ein Spieler für die Außenbahn, was zu großen Teilen auch für Jakub Kaminski und Jan Thielmann gilt. 

Beachtliche Ausbeute, aber negative Tendenz

Für den 1. FC Köln ist die Lage mit dem aktuell neunten Tabellenplatz zwar immer noch mehr als beachtlich für einen Aufsteiger, dennoch geht die Tendenz in den letzten Wochen nach unten. Aktuell wirkt die eigene Offensive mitunter ziemlich behäbig. Womöglich bringt der Jahresumschwung auch noch einmal personelle Veränderungen mit sich. Wie man aus dem Kölner Umfeld hört, scheint es finanzielle Mittel für eine Kaderverstärkung zu geben. Ob dann auch mehr Kreativität mit in die Mannschaft fließt, wird sich spätestens im Januar zeigen.


Lukas Kwasniok über mögliche Transfers und die Chancen von Nachwuchsspieler Cenny Neumann

Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Union Berlin
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Lukas Kwasniok über mögliche Transfers und die Chancen von Nachwuchsspieler Cenny Neumann

In knapp zwei Wochen öffnet das Winter-Transferfenster. Ob die Geißböcke dort noch einmal nachlegen werden, ist nicht sicher gesagt. Stellschrauben gibt es aber sicher beim 1. FC Köln: Das sagte Lukas Kwasniok über mögliche Transfers auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Zuletzt trainierte er bei den Profis mit, am vergangenen Wochenende stand er das erste Mal im Kader der Geißböcke: Cenny Neumann ist einer der Zukunftshoffnungen bei den Geißböcken. Und offenbar darf sich der Rechtsverteidiger Hoffnungen auf mehr machen beim 1. FC Köln: Das sagte Lukas Kwasniok über mögliche Transfers auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

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Dass die Kölner im Winter Handlungsbedarf haben, hat sich in den vergangenen Monaten vor allem in der Defensive gezeigt – notgedrungen. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass uns drei bis vier Spieler ausfallen. Das war – wenn man die Spiele jetzt Revue passieren lässt – der Gamechanger in negativer Hinsicht“, sagte Lukas Kwasniok am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Union Berlin. „Wir haben hinten reaktiv basteln müssen, was dazu geführt hat, dass wir in der Offensive nicht mehr so in den Abläufen drin gewesen sind.“ Immerhin kehren nun Dominique Heintz und möglicherweise in der Wintervorbereitung in Spanien Joel Schmied wieder zurück. Für den Kölner Coach eine wichtige Entlastung. Dann sei man wieder „breiter aufgestellt“. Unter der Woche hatte der Trainer bei „Sky“ noch angedeutet, dass man aber durchaus die Augen nach einer Verstärkung in der Innenverteidigung offen hält.

„Er macht einen sehr guten Eindruck“

Für eine erste Entspannung hatte bereits die Genesung von Rav van den Berg gesorgt. „Auch da ist es so, dass Rav jetzt wieder da ist. Er muss dann eben im Rhythmus bleiben. Ich glaube, dass sich mit der Rückkehr die absolute Not dann auch etwas erübrigt“, sagte Kwasniok. Aktuell sei es noch ein wenig dünn. Doch der Trainer erklärte, dass Heintz eine Option für Samstag sei. Nach dem Abgang von Jusuf Gazibegovic stellt sich zwangsläufig die Frage, ob der FC auch noch einmal auf der rechten Abwehrseite nachbessert. „Das wird die Vorbereitung zeigen. Ich finde, dass Cenny Neumann echt einen guten Eindruck macht“, sagte der Coach. „Wenn man sich so die Geschichten von jungen Spielern anschaut, dann funktionieren die nur dann, wenn man ihnen Raum zur Entfaltung geben wird. Ansonsten wäre es für einen Lennart Karl auch ein bisschen schwieriger geworden, wenn jetzt der Woltemade-Deal geklappt hätte.“

Neumann hatte in der vergangenen Woche erstmals im Kader der Profis gestanden. Der Rechtsverteidiger trainierte auch bereits bei den Profis mit und könnte auch mit ins Trainingslager nach Spanien reisen. „Er macht einen sehr sehr guten Eindruck. Das werden wir dann im Januar noch einmal unter die Lupe nehmen und dann entscheiden, in welche Richtung es dann geht“, erklärte der Coach. „Wir haben mit Seb einen auf der Position, der einfach nicht verletzungsanfällig ist. Das heißt, du musst jetzt nicht zwangsläufig einen holen, der auf jeden Fall zu 100 Prozent vom ersten Tag dann auch sofort da ist. Wir haben uns darüber noch nicht so viele Gedanken gemacht.“ Neumann könnte also durchaus in den Planungen eine Rolle spielen.

Die Kölner werden sich aber sicherlich dennoch den Markt genau anschauen. Das hatten die Kölner Verantwortlichen in den vergangenen Wochen bereits durchblicken lassen.

Imad Rondic bleibt trotz Leihe das Sorgenkind des 1. FC Köln

Imad Rondic vom 1. FC Köln
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Imad Rondic bleibt trotz Leihe das Sorgenkind des 1. FC Köln

Kurz vor Toresschluss wechselte Imad Rondic im Sommer doch noch per Leihe. Doch auch bei seinem neuen Club will es für den Stürmer nicht rund laufen. Rondic wartet noch immer auf sein erstes Erfolgserlebnis. Imad Rondic bleibt das Sorgenkind des 1. FC Köln.

Die Hoffnung war durchaus groß, dass der Stürmer bei seiner Leihe noch einmal aufblüht. Doch auch in Rakow läuft es für den 26-Jährigen nicht rund. Und das ist nicht nur für Stürmer und den polnischen Erstligisten ein Problem. Imad Rondic bleibt das Sorgenkind des 1. FC Köln.

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25 Tore hat der FC im bisherigen Saisonverlauf erzielt. 16 davon gehen auf die neu verpflichteten Offensivspieler, die in vorderster Front ran dürfen, an Jakub Kaminski, Said El Mala, Ragnar Ache und Marius Bülter. Gerade Bülter und Ache sollen mindestens mittelfristig die Lücke füllen, die Anthony Modeste mit seinem Weggang 2022 gerissen hat. Eine Lücke, die eigentlich nie so richtig geschlossen wurde. Der letzte Versuch der Kölner Verantwortlichen hieß zu Beginn des Jahres bekanntlich Imad Rondic. Der Bosnier wechselte kurz vor Toresschluss noch an den Thein. Zwar betonte Ex-Sportchef Christian Keller immer wieder, dass Rondic nicht als Soforthilfe an den Rhein geholt wurde, doch nur als solche hätte der Transfer Sinn gemacht.

Situation für drei Parteien nicht einfach

Eine Soforthilfe war der Stürmer in Köln bekanntlich nicht.. Rondic fand nie den sportlichen Anschluss, erzielte in seiner Zeit bei den Geißböcken ein Tor mit freundlicher Unterstützung von Paderborns Felix Götze. Dabei hätte die Zeit beim FC mit einem Superstart beginnen können. Rondic traf bekanntlich im DFB-Pokal gegen Leverkusen, stand aber hauchdünn im Abseits. Wäre der Angreifer zum Derbyheld geworden, wäre die Situation heute vielleicht eine andere. So aber endete die Zeit in der Domstadt im Sommer wieder. Ziemlich schnell haben die Kölner Verantwortlichen dem Bosnier klar gemacht, dass er beim FC keine Zukunft habe – zumindest nicht in der aktuellen Situation.

Die Lösung kam ebenfalls erneut kurz vor Toresschluss, nachdem schon ein Deal mit dem Karlsruher SC auf der Zielgeraden platzte. Rondic wechselte zurück nach Polen zu Rakow und erlebt dort alles andere als eine gute Zeit. Denn auch in der ersten polnischen Liga kommt der Stürmer, der vor dem Wechsel zum FC bei Widzew Łódź durchaus erfolgreich war, nicht zu recht. In wettbewerbsübergreifend 17 Spielen sammelte der Stürmer bislang nur fünf Gelbe Karten. Tore oder Assists? Fehlanzeige. Überhaupt stand der Stürmer ganze vier Mal in der Startelf. Es läuft sportlich also weiterhin nicht rund. Und das wird für den FC zunehmend zu einem Problem. Aktuell sieht es nicht so aus, als würde der 26-Jährige Pluspunkte in Rakow für eine feste Verpflichtung sammeln.

Stand jetzt läuft die Leihe im kommenden Sommer aus und Rondic kehrt ohne viel Spielpraxis und Erfolgserlebnisse zurück ans Geißbockheim. Seine Chancen in Köln wird er nicht verbessert haben. Die Suche nach einem Abnehmer würde dann auch nicht leichter werden. Eine Bewerbung hat der Angreifer bislang nicht abgegeben. Die Saison ist noch lang, es kann noch viel passieren. Nur lässt die jüngere Vergangenheit nicht wirklich darauf hoffen. Beim FC steht noch ein Vertrag bis 2029 aus, der Bosnier soll eine sechsstellige Summe im hohen Bereich verdienen.

Pragmatismus vor Attraktivität: Steffen Baumgart lässt bei Union völlig anders spielen als noch beim 1. FC Köln

OF Steffen Baumgart von Union Berlin (Foto: Maja Hitij/Getty Images)
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Pragmatismus vor Attraktivität: Steffen Baumgart lässt bei Union völlig anders spielen als noch beim 1. FC Köln

Mit attraktivem Offensivfußball hat Steffen Baumgart den FC vor einigen Jahren bis nach Europa geführt. In der Krise vor zwei Jahren wollte der Coach aber von diesem Fußball nicht abrücken und musste gehen. In Berlin sieht es jetzt ganz anders aus: Baumgarts Union spielt völlig anders als Baumgarts 1. FC Köln.

Zur Winterpause vor zwei Jahren ist Steffen Baumgart als Trainer der Geißböcke entlassen worden – auch, weil er nicht von seinem Spielstil abweichen wollte. Jetzt lässt der Coach jedoch deutlich defensiver spielen: Baumgarts Union spielt völlig anders als Baumgarts 1. FC Köln.

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Am Samstag ist Steffen Baumgarts letztes Spiel als Trainer des 1. FC Köln auf den Tag genau zwei Jahre her. Damals verlor der FC in einem Kellerduell mit 0:2 bei Union Berlin. Die Geißböcke standen mit nur zehn Punkten aus 16 Spielen zur Winterpause auf Platz 17 und der Glaube an die Wende mit Baumgart als Trainer war zumindest bei den Kölner Verantwortlichen verloren. Einen Tag nach der Partie gab der Verein die Trennung bekannt. Jetzt kehrt der Coach auf den Tag genau zwei Jahre später erneut an seine alte Wirkungsstätte zurück – passenderweise als Trainer von Union Berlin, also genau der Verein, durch den er zwei Jahre zuvor seinen Job in Köln verloren hatte. Aber neben dem Fakt, dass Steffen Baumgart nun bei den Köpenickern auf der Bank sitzt, hat sich seitdem noch eine weitere Sache grundlegend verändert.

Offensiver Fußball zu Kölner Zeiten

Denn als FC-Coach stand Baumgart für einen klaren Spielstil. Seine Mannschaft sollte früh pressen und hoch stehen, um dadurch frühe Ballgewinne zu erzielen und dem Gegner keinen Raum zu lassen. Dabei zeichnete sich seine Mannschaft durch eine hohe Intensität aus. Sobald der Ball gewonnen wurde, ging es schnell über die Flügel nach vorne. Insgesamt war Baumgarts Fußball ein offensiver Ansatz, der – wenn er funktionierte – viel Unterhaltung bot und den Kölner Fans viel Freude bereitete. So führte der Coach seine Mannschaft in der Saison 2021/22 bis in die Conference League.

Als der Spielstil 2023/24 aber nicht mehr so gut funktionierte, war Baumgart nicht bereit, von diesem abzurücken. Der Trainer wollte trotz des Abstiegskampfes weiter offensiven Fußball sehen. Das ging allerdings immer wieder schief. Das Pressing griff nicht mehr wie zuvor und seiner Mannschaft fehlte das Selbstvertrauen und die Qualität, um den intensiven Fußball durchzuziehen, den ihr Coach forderte. Baumgart war jedoch nicht bereits, sich anzupassen und defensiver spielen zu lassen. Das war einer der Gründe, warum der Trainer letztendlich entlassen wurde. Die Verantwortlichen trauten ihm mit seinem Spielstil die Wende nicht mehr zu. Bei Union Berlin wiederum sieht es heute ganz anders aus.

Neuer Fokus auf die Defensive

Denn Baumgart beharrt nicht mehr darauf, offensiven Fußball mit hohen Pressing spielen zu lassen. Im Gegenteil: Seine Mannschaft steht im Ligavergleich mit am Defensivsten. So agieren die Berliner aus einer kompakten Verteidigung und versuchen zu kontern. Ideen mit dem Ball gibt es eher nicht. So hat Union mit gerade mal im Durchschnitt 39 Prozent den geringsten Ballbesitz der gesamten Liga. Der 1. FC Heidenheim, in dieser Kategorie auf Rang 17, kommt bereits auf 44 Prozent. Außerdem haben die Köpenicker die schlechteste Passquote aller Teams. Gerade mal 74,2 Prozent der Zuspiele finden ihren Adressaten. Ein Beleg dafür, wie vertikal die Hauptstädter spielen.

Im Vergleich zu seiner Zeit in Köln ist es für Steffen Baumgart fast schon eine 180-Grad-Wendung. Defensive statt Offensive, Pragmatismus vor Attraktivität scheint das neue Motto des Trainers zu sein. Anscheinend hat der Coach aus seinen Stationen beim FC und in der zweiten Liga beim HSV, wo er vergangene Saison in der Hinrunde entlassen wurde, gelernt und ist nun bereit, sich für den Erfolg anzupassen. So passt der Stil viel besser zur Mannschaft von Union Berlin als seine frühere Spielidee. Ob sie aber auch reicht, um an alter Wirkungsstätte erfolgreich zu sein, genau zwei Jahre nach seiner Entlassung, wird sich erst am Samstagnachmittag zeigen. Dann wird Baumgart hoffen, dass sich der FC an der Berliner Defensive die Zähne ausbeißt.


Jakub Kaminski überzeugt auch gegen Leverkusen – fehlt der Pole aber in der Offensive?

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli
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Jakub Kaminski überzeugt auch gegen Leverkusen – fehlt der Pole aber in der Offensive?

Auch bei der 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen war Jakub Kaminski der beste Kölner Feldspieler. Der 23-Jährige überzeugt Woche für Woche mit Einsatz, Willen, Laufbereitschaft. Zuletzt fehlte aber der Weg zum Tor beim 1. FC Köln: Fehlt Jakub Kaminski in der Offensive?

Zu Beginn der Spielzeit war er der absolute Topscorer bei der Geißböcken, zuletzt vor dem Tor eher selten zu sehen. Das liegt an der aktuellen Position beim 1. FC Köln: Aber fehlt Jakub Kaminski dann nicht in der Offensive der Geißböcke?

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Dass Lukas Kwasniok ein Freund der klaren Worte ist, ist mittlerweile auch in Köln überall bekannt. Dass der Trainer der Geißböcke aber einen Spieler so deutlich und in aller Öffentlichkeit als den besten des Kaders bezeichnet, hat vor einigen Wochen schon für eine kleine Überraschung gesorgt. Zu diesem Zeitpunkt ließ sich der Wert von Jakub Kaminski geradezu beeindruckend von dem Scorerboard beim 1. FC Köln ablesen. Dort hat sich der Pole mittlerweile seit drei Spieltagen nicht mehr eingetragen. Doch die jüngere Bilanz täuscht. Wie wichtig „Kuba“ für den FC ist, zeigte der 23-Jährige erst am vergangenen Samstag gegen Bayer Leverkusen. Kaminski war einmal mehr der beste Feldspieler auf dem Platz. Der Pole war im Grunde wieder auf jeder Position zu finden, wenn auch nicht so auffällig.

Zuletzt wenig Torgefahr

Kaminski spulte insgesamt mehr als 10,5 Kilometer ab, zog die meisten Sprints an und kam auf eine mehr als beachtliche Zweikampfquote von 75 Prozent. Einzig bei der Entstehung des Traumtors von Martin Terrier machte Kaminski nicht die allerbeste Figur. Dennoch, auch auf der Schiene ist der Pole eine absolute Verstärkung, war gegen Leverkusen in der Rückwärtsbewegung enorm wichtig, stopfte auch Löcher. Und dennoch stellt sich die Frage, ob Kaminski aktuell in der Offensive nicht fehlt. Fakt ist, dass die Kölner zuletzt ihre Schwierigkeiten in der Vorwärtsbewegung hatten, nicht mehr so wirklich viel Gefahr erzeugten. Und das gilt auch für den Polen. In den vergangenen drei Spielen kam Kaminski insgesamt auf einen xGoals-Wert von 0,01 und auf einen xAssists-Wert von 0,05.

Bis zum neunten Spieltag hatte der Nationalspieler bekanntlich vier Tore erzielt und einen weiteren Treffer vorbereitet. Es folgte gegen Frankfurt noch ein weiteres Tor. Bis auf den Treffer und die Vorlage gegen den Hamburger SV hat Kaminski sämtliche Scorer erzielt als er in der vordersten Reihe eingesetzt wurde. Gegen die Rothosen stand der Pole zwar ursprünglich als Schienenspieler in der Startelf, nach den beiden Platzverweisen spielte Kaminski dann aber verständlicherweise deutlich offensiver und setzte mit seiner Vorlage und dem Tor noch den Schlusspunkt. Dass der FC aktuell Schwierigkeiten hat, in der Offensive Chancen zu kreieren, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Wäre Kaminski der X-Faktor, der den Angriff entscheidend wiederbeleben könnte?

Kaminski sieht sich selbst in vorderster Front

Fakt ist, dass der Pole von Lukas Kwasniok eine Position im Angriff versprochen bekommen hat. „Das war ein Punkt, der mir wichtig war. Ich spiele gerne in der Offensive“, sagte Kaminski im Interview mit come-on-fc.com. „Ich spüre das Vertrauen des Trainers und spüre dadurch auch wieder mehr Selbstvertrauen. Nicht umsonst habe ich jetzt fünf Tore erzielt. In den vergangenen beiden Spielzeiten habe ich gar nichts getroffen.“ Aktuell ist der 23-Jährige wieder eher mit Defensivaufgaben betraut, dabei passt die Position in vorderster Front. „Auf dem Platz komme ich aktuell immer wieder in gute Positionen. Und natürlich spiele ich unter Lukas ein wenig offensiver. Dadurch komme ich öfter in Eins-gegen-Eins-Situationen mit dem Torwart und in Aktionen im Strafraum.“

Die fehlten zuletzt gänzlich. Zwar steckt Lukas Kwasniok eigentlich in dem Dilemma, dass er mit Said El Mala einen weiteren Spieler für die linke Offensivseite hat, doch der Shootingstar agierte bekanntlich schon sehr erfolgreich in der zentralen Position und auch auf der rechten Offensivbahn wäre Kaminski eine Überlegung wert. Dort spielte der Außenbahnspieler auch gegen Bremen, machte nicht die beste Figur. Allerdings auch, weil dem FC in der Offensive insgesamt wenig einfiel, die Kölner nur wenige Chancen erspielten. Möglicherweise kommt es gegen Union Berlin am Samstag zur Rückkehr in die vorderste Linie. Für Kaminski die Chance, auch seine eigene Bilanz aufzupolieren. Gegen Union hat der Pole noch nie gewonnen.


Union Berlin hat seine Stärken gerade da, wo der 1. FC Köln schwächelt

Linton Maina vom 1. FC Köln gegen Union Berlin.
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Union Berlin hat seine Stärken gerade da, wo der 1. FC Köln schwächelt

Nach fünf Spielen ohne Sieg wäre ein Erfolg des FC am kommenden Wochenende gegen Union Berlin sehr wichtig für die Stimmung im Umfeld. Aber die Hauptstädter sind dafür ein unangenehmer Gegner: Kann Union Berlin die Schwächen des 1. FC Köln ausnutzen?

Am Wochenende wartet mit Union Berlin ein Gegner auf den 1. FC Köln, gegen den sich die Domstädter durchaus etwas ausrechnen. Dafür müssen sie aber den Köpenickern ihr Spiel aufdrängen, ansonsten wird es gefährlich für die Geißböcke: Kann Union Berlin die Schwächen des 1. FC Köln ausnutzen?

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Fünf Spiele – drei Niederlagen, zwei Unentschieden und kein Sieg: Die Bilanz der vergangenen Partien des 1. FC Köln liest sich sehr ernüchternd. Seit Anfang November ist der FC mittlerweile ohne Erfolg, damals gab es einen 4:1 gegen den Hamburger SV. Seitdem zeigten die Kölner einige schwächere Auftritte wie zuletzt gegen Bayer Leverkusen oder ein sehr unglückliches Spiel inklusive Last-Minute-Gegentor gegen St. Pauli. Umso wichtiger wäre es für die Kölner, am kommenden Samstag gegen Union Berlin mal wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern. So könnten die Geißböcke mit positiver Stimmung in die Winterpause gehen und hätten nach der Pause Rückenwind für das wichtige Duell gegen den 1. FC Heidenheim. Dafür muss aber erstmal ein Sieg gegen die Köpenicker her. Und das wird schwer genug für den FC.

Union mit kaum Ballbesitz

Denn die Unioner haben einige Stärken, die ziemlich genau die Schwächen treffen, die die Geißböcke in den vergangenen Wochen gezeigt haben. So sind die Berliner eine Mannschaft, die gerne dem Gegner dem Ball überlasst. Die Köpenicker haben in dieser Spielzeit im Durchschnitt gerade mal 39 Prozent Ballbesitz gehabt. Damit sind sie im Ligavergleich deutlich abgeschlagen auf Platz 18, ganze fünf Prozentpunkte hinter dem Vorletzten Heidenheim. Das kommt daher, dass die Hauptstädter aus einer kompakten Defensive heraus agieren und dann schnell umschalten. So haben sie schon einige Treffer erzielt, zuletzt gleich drei beim Sieg gegen RB Leipzig.

Das könnte für den FC am Samstag zu einer großen Herausforderung werden. Denn es ist wahrscheinlich, dass die Berliner erneut den Kölnern das Spiel überlassen und sich zurückziehen wollen. Aber für die Domstädter war es in dieser Saison schon häufiger ein Problem, wenn der Gegner ihnen den Ball überlassen hat. Den Geißböcken fehlen die Ideen und Qualitäten im Spielaufbau, um einen tief stehenden Gegner zu knacken. Gerade seit der Verletzung von Timo Hübers fehlt der Defensive der Kölner ein wichtiger Aufbauspieler. Außerdem zeigte sich der FC im Spiel mit dem Ball immer wieder anfällig und gab schon einige Chancen und Gegentore durch leichte Ballverluste her. Das Spiel von Union ist aber genau darauf ausgelegt, diese Fehler auszunutzen.

Starke Unioner Standards

Gleichzeitig gibt es für die Kölner aber auch eine gute Nachricht. Denn bisher taten sich die Berliner in Spielen schwer, in denen sie nicht der Underdog waren. So haben die Köpenicker zwar schon gegen gleich mehrere Vereine aus den Top Sieben gewonnen oder unentschieden gespielt und in diesen Partien die Hälfte ihrer Punkte gemacht. Aber in den Begegnungen, in denen sie gegen schwächere oder gleichwertige Mannschaften gespielt haben, konnten sie deutlich weniger überzeugen. So hatte Union bei den fünf Siegen im Schnitt nur 38 Prozent Ballbesitz, bei den sechs Niederlagen dagegen durchschnittlich 43 Prozent. Wenn der FC es also schafft, den Hauptstädtern mehr den Ball zu überlassen, könnten sie andersherum ebenfalls die Schwächen der Berliner im Aufbau ausnutzen.

Eine andere Stärke der Berliner könnte es den Kölnern am Samstag aber wieder schwerer machen. Denn Union gelangen bereits einige Tore nach Standards. Insgesamt sechs Treffer haben die Köpenicker bereits nach ruhenden Bällen erzielt, zwei davon nach Freistößen, vier nach Ecken. Außerdem waren sie schon zweimal nach einem langen Einwurf in den Strafraum erfolgreich. Gerade nach Standardsituationen waren die Geißböcke aber in dieser Saison sehr anfällig: Drei Elfmeter, drei Gegentreffer nach Freistößen, sechs nach Eckbällen. Starke Berliner Standards treffen also auf eine bei ruhenden Bällen schwache FC-Verteidigung. Daher dürfte es für die Kölner schwierig werden, den ersten Sieg seit fünf Spielen gegen Union zu holen, wenn sie nicht in der Standard-Verteidigung etwas draufpacken und versuchen, weniger solche Situationen zu verursachen.


Calvin Brackelmann soll wieder zur Option werden beim 1. FC Köln

Calvin Brackelmann
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Calvin Brackelmann soll wieder zur Option werden beim 1. FC Köln

Gerüchte gab es bereits im Sommer einige, ein Transfer scheiterte aber wohl an der hohen Ablösesumme. Nun kochen die Gerüchte um ein erneutes Interesse wieder hoch: Calvin Brackelmann ist wieder eine Option beim 1. FC Köln.

Das Verletzungspech der Geißböcke in den vergangenen Wochen war gerade in der Defensive immens. Zum Winter kann der Club allerdings noch einmal nachlegen. Ein Name, der bereits im Sommer mit dem FC in Verbindung gebracht wurde, kommt nun wieder ins Gespräch: Calvin Brackelmann ist wieder eine Option beim 1. FC Köln.

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Erst am Dienstag kehrte mit Dominique Heintz ein Innenverteidiger des 1. FC Köln aus der Verletzungspause zurück ins Mannschaftstraining der Geißböcke. Somit entspannt sich die angespannte Lage in der Verteidigung wohl zumindest ein wenig. Doch wirklich gut aufgestellt ist die Kölner Defensive nicht. Gerade deshalb kocht nun ein im Sommer bereits heiß gewesenes Gerücht wieder hoch. So soll der FC nun erneut Interesse an Paderborns Calvin Brackelmann haben. Das berichtet die Bild.

Wechsel nach Köln wohl erneut ein Thema

Und die Vorzeichen habe sich im Vergleich zum Sommer geändert. Wollte der SC Paderborn für den 26-Jährigen vor einem halben Jahr noch rund 2,5 Millionen Euro Ablösesumme, ist die Situation aktuell eine andere. Damals ließ die Forderung den FC von einem Transfer Abstand nehmen. Nun hat der Innenverteidiger nur noch einen Vertrag bis kommenden Sommer. Somit soll der SCP die Ablöseforderung auf knapp eine Million Euro heruntergeschraubt haben. Somit könnte die Personalie für die Geißböcke wieder interessant werden. Ein Trumpf für die Kölner könnte Trainer Lukas Kwasniok sein. Dieser hatte den 26-Jährigen in der vergangenen Saison in Paderborn trainiert und ihn zu seinem Abwehrchef gemacht. So war Kwasniok ein großer Faktor dafür, dass sich Brackelmann zu einem guten Verteidiger in der zweiten Liga entwickelt hat.

Besonders herausragend ist die Geschwindigkeit des Innenverteidigers. So wurde Brackelmann in der abgelaufenen Saison mit einem Wert von 35,83 km/h geblitzt. Das könnte für die eher langsame Kölner Defensive gerade in der noch schnelleren Bundesliga ein wichtiger Faktor sein. Auch verfügt der Paderborner Spieler über eine gute Zweikampfführung und mit 1,96 Metern über ein gutes Kopfballspiel. Sein Marktwert wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Allerdings soll der FC nach Informationen der „Bild“ nicht der einzige Interessent im Werben um den Defensivspieler sein.


Dominique Heintz will mit „Vollgas“ das „Weihnachtsgeschenk“ für die Fans holen

Dominique Heintz vom 1. FC Köln
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Dominique Heintz will mit „Vollgas“ das „Weihnachtsgeschenk“ für die Fans holen

Nach seiner Verletzung trainierte der Kölner Routinier am Dienstag erstmals wieder mit der Mannschaft. Am Mittwoch äußerte sich der 32-Jährige dann nach der Trainingseinheit des 1. FC Köln: FC Köln: Das sagt Dominique Heintz zum negativen Trend.

Nach dem Mittwochstraining sprach der Kölner Abwehrspieler über seine Rückkehr und das anstehende Duell gegen Union Berlin des 1. FC Köln: Das sagt Dominique Heintz zum negativen Trend, seiner Zeit bei Union und dem kommenden Gegner.

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Am Dienstagabend postete der Abwehrspieler noch ein Foto vom Xavier Naidoo-Konzert, am Mittwoch ackerte der Innenverteidiger hinter verschlossenen Türen, beim Geheimtraining der Geißböcke. Nach seiner leichten Muskelverletzung war der Routinier seit Ende November ausgefallen und fehlte in der Kölner Abwehr. Jetzt fühlt sich der Innenverteidiger aber wieder bereit und will seine Mannschaft so schnell wie möglich durch seine Erfahrung unterstützen. „Es wird von Tag zu Tag besser. Heute war wieder ein wichtiger Schritt. Umso mehr du mitmachst und in die Bewegung gehst, umso einfacher wird es dann auch.“, so Heintz nach der „intensiven“ Einheit am Mittwoch. „Wenn jetzt keine Schmerzen auftauchen, dann bin ich guter Dinge, dass ich am Wochenende eine Option bin.“

„Es ist eine kompakte Mannschaft“

Für den FC eine denkbar gute Nachricht, denn die Geißböcke leiden bekanntlich fast schon chronisch unter einer Innenverteidiger-Verletzungsmisere. Nun stehen Trainer Lukas Kwasniok mit Rav van den Berg, Cenk Özkacar und eben Heintz wieder drei nominelle Innenverteidiger zur Verfügung. Aber auch für Heintz ist es wieder einmal der Kampf zurück. Nach einer starken Zweitliga-Saison in der vergangenen Spielzeit hatte sich der Kölner Abwehrspieler in dieser Saison unter Lukas Kwasniok seinen Stammplatz erst wieder erkämpfen müssen. Das Auf und Ab im Fußballgeschäft ist der 32-Jährige durchaus gewohnt. Nun stehen die Chancen auf weitere Einsatzzeit – auch aufgrund der engen personellen Lage in der Defensive beim 1. FC Köln – nicht schlecht. Ob der Innenverteidiger aber bereits gegen Union Berlin auf dem Platz stehen wird, ist offen.

Für Heintz wäre es ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club. Wirklich gute Erinnerungen wird der Abwehrspieler an seine Zeit in der Hauptstadt allerdings wohl nicht haben. Heintz wechselte im Januar 2022 vom SC Freiburg zu den Eisernen, kam dort allerdings nur auf neun Einsätze und wurde nach einem halben Jahr von Berlin aus nach Bochum verliehen. Nach einem Jahr beim VfL endete die Leihe und Heintz wechselte im Sommer 2023 zurück an den Rhein. „Es ist eine sehr gute, kompakte Mannschaft mit guten Spielern. Ich weiß, wie die Mannschaft tickt, kenne viele Spieler, mit denen ich zusammengespielt habe. Es wird eine schwierige Aufgabe“, sagt der 32-Jährige. „Union ist sehr körperlich aufgestellt. Wir müssen dagegen halten.“

„Von daher heißt es am Wochenende: Vollgas“

Alleine, weil der FC zuletzt ein wenig eingebrochen ist. „Wir tun uns ein bisschen schwer, den letzten Pass vorne an den Mann zu bringen und torgefährlich zu werden“, sagt Heintz. „Am Anfang der Saison hatten wir noch ein bisschen mehr Power vorne, wo wir den Gegner mehr überraschen konnten. Da müssen wir wieder hinkommen, dass wir uns einfache Torchancen erspielen.“ Fünf Spiele in Folge sind die Geißböcke nun sieglos. Der Vorsprung auf Rang 16 ist auf fünf Zähler geschrumpft und dieser könnte somit zum Jahresausklang bedenklich nahe kommen. „Es war uns schon vor der Saison bewusst, dass es eng zusammenrücken würde. Jede Mannschaft hat Qualität. Wir haben uns ein gutes Polster aufgebaut. Da darf man sich nicht drauf ausruhen“, sagt der Routinier.

Ein Befreiungsschlag vor Weihnachten wäre wichtig für den FC, die Fans, die Spieler. „Du möchtest natürlich das Spiel vor dem Winter positiv gestalten, damit du ein schönes Fest hast, gut in Urlaub gehen kannst“, sagt Heintz, der aber guter Dinge ist. „Wir haben das Stadion im Rücken. Wir wollen den Fans ein schönes Weihnachtsgeschenk zurückgeben. Von daher heißt es am Wochenende: Vollgas.“