Dominique Heintz will mit „Vollgas“ das „Weihnachtsgeschenk“ für die Fans holen

Dominique Heintz vom 1. FC Köln
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Dominique Heintz will mit „Vollgas“ das „Weihnachtsgeschenk“ für die Fans holen

Nach seiner Verletzung trainierte der Kölner Routinier am Dienstag erstmals wieder mit der Mannschaft. Am Mittwoch äußerte sich der 32-Jährige dann nach der Trainingseinheit des 1. FC Köln: FC Köln: Das sagt Dominique Heintz zum negativen Trend.

Nach dem Mittwochstraining sprach der Kölner Abwehrspieler über seine Rückkehr und das anstehende Duell gegen Union Berlin des 1. FC Köln: Das sagt Dominique Heintz zum negativen Trend, seiner Zeit bei Union und dem kommenden Gegner.

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Am Dienstagabend postete der Abwehrspieler noch ein Foto vom Xavier Naidoo-Konzert, am Mittwoch ackerte der Innenverteidiger hinter verschlossenen Türen, beim Geheimtraining der Geißböcke. Nach seiner leichten Muskelverletzung war der Routinier seit Ende November ausgefallen und fehlte in der Kölner Abwehr. Jetzt fühlt sich der Innenverteidiger aber wieder bereit und will seine Mannschaft so schnell wie möglich durch seine Erfahrung unterstützen. „Es wird von Tag zu Tag besser. Heute war wieder ein wichtiger Schritt. Umso mehr du mitmachst und in die Bewegung gehst, umso einfacher wird es dann auch.“, so Heintz nach der „intensiven“ Einheit am Mittwoch. „Wenn jetzt keine Schmerzen auftauchen, dann bin ich guter Dinge, dass ich am Wochenende eine Option bin.“

„Es ist eine kompakte Mannschaft“

Für den FC eine denkbar gute Nachricht, denn die Geißböcke leiden bekanntlich fast schon chronisch unter einer Innenverteidiger-Verletzungsmisere. Nun stehen Trainer Lukas Kwasniok mit Rav van den Berg, Cenk Özkacar und eben Heintz wieder drei nominelle Innenverteidiger zur Verfügung. Aber auch für Heintz ist es wieder einmal der Kampf zurück. Nach einer starken Zweitliga-Saison in der vergangenen Spielzeit hatte sich der Kölner Abwehrspieler in dieser Saison unter Lukas Kwasniok seinen Stammplatz erst wieder erkämpfen müssen. Das Auf und Ab im Fußballgeschäft ist der 32-Jährige durchaus gewohnt. Nun stehen die Chancen auf weitere Einsatzzeit – auch aufgrund der engen personellen Lage in der Defensive beim 1. FC Köln – nicht schlecht. Ob der Innenverteidiger aber bereits gegen Union Berlin auf dem Platz stehen wird, ist offen.

Für Heintz wäre es ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club. Wirklich gute Erinnerungen wird der Abwehrspieler an seine Zeit in der Hauptstadt allerdings wohl nicht haben. Heintz wechselte im Januar 2022 vom SC Freiburg zu den Eisernen, kam dort allerdings nur auf neun Einsätze und wurde nach einem halben Jahr von Berlin aus nach Bochum verliehen. Nach einem Jahr beim VfL endete die Leihe und Heintz wechselte im Sommer 2023 zurück an den Rhein. „Es ist eine sehr gute, kompakte Mannschaft mit guten Spielern. Ich weiß, wie die Mannschaft tickt, kenne viele Spieler, mit denen ich zusammengespielt habe. Es wird eine schwierige Aufgabe“, sagt der 32-Jährige. „Union ist sehr körperlich aufgestellt. Wir müssen dagegen halten.“

„Von daher heißt es am Wochenende: Vollgas“

Alleine, weil der FC zuletzt ein wenig eingebrochen ist. „Wir tun uns ein bisschen schwer, den letzten Pass vorne an den Mann zu bringen und torgefährlich zu werden“, sagt Heintz. „Am Anfang der Saison hatten wir noch ein bisschen mehr Power vorne, wo wir den Gegner mehr überraschen konnten. Da müssen wir wieder hinkommen, dass wir uns einfache Torchancen erspielen.“ Fünf Spiele in Folge sind die Geißböcke nun sieglos. Der Vorsprung auf Rang 16 ist auf fünf Zähler geschrumpft und dieser könnte somit zum Jahresausklang bedenklich nahe kommen. „Es war uns schon vor der Saison bewusst, dass es eng zusammenrücken würde. Jede Mannschaft hat Qualität. Wir haben uns ein gutes Polster aufgebaut. Da darf man sich nicht drauf ausruhen“, sagt der Routinier.

Ein Befreiungsschlag vor Weihnachten wäre wichtig für den FC, die Fans, die Spieler. „Du möchtest natürlich das Spiel vor dem Winter positiv gestalten, damit du ein schönes Fest hast, gut in Urlaub gehen kannst“, sagt Heintz, der aber guter Dinge ist. „Wir haben das Stadion im Rücken. Wir wollen den Fans ein schönes Weihnachtsgeschenk zurückgeben. Von daher heißt es am Wochenende: Vollgas.“


Nach Gazibegovic-Leihe: Diese Rechtsverteidiger könnten für den 1. FC Köln interessant werden

Aurelio Buta kommt in Frankfurt nicht mehr so recht zum Zug
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Nach Gazibegovic-Leihe: Diese Rechtsverteidiger könnten für den 1. FC Köln interessant werden

So wirklich überraschend kam die Nachricht am Dienstag dann nicht mehr. Jusuf Gazibegovic wird die Kölner für das kommende halbe Jahr verlassen und wieder zu Sturm Graz zurückkehren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der FC nun noch einmal nachlegt. Das könnten mögliche Rechtsverteidiger-Kandidaten für den 1. FC Köln sein.

Nach den zahlreichen Verletzungen ist der Bedarf in der Innenverteidigung beim 1. FC Köln doch offensichtlich. Nicht umsonst hat Lukas Kwasniok den Wunsch nach einem neuen Abwehrspieler auch öffentlich bekräftigt. Nach der Leihe von Jusuf Gazibegovic tut sich auf der rechten Abwehrseite möglicherweise ein weiterer Bedarf auf. Der FC könnte auch dort noch einmal nachlegen. Das sind mögliche Rechtsverteidiger-Kandidaten für den 1. FC Köln. Es handelt sich dabei aber nicht um Gerüchte!

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Aurelio Buta: Der 28-Jährige blickt auf eine ziemlich ernüchternde Saison. Buta sollte die Eintracht eigentlich schon im Sommer verlassen. Der Portugiese war in der vergangenen Saison an Stade Reims verliehen. Der französische Erstligist verfügte auch über eine Kaufoption, zog diese aber nicht. Kurz vor Ende der Transferphase im Sommer wollte Buta dann zu Panathinaikos wechseln. Der Deal platzte offenbar auf der Zielgeraden. Möglicherweise auch, weil Frankfurt-Coach Dino Toppmöller den Spieler dann doch behalten wollte. Der Verbleib hat sich für Buta nicht ausgezahlt. In der Liga kommt der Abwehrspieler auf drei Einsätze, zuletzt acht Mal gar nicht mehr. Der Portugiese ist gelernter Rechtsverteidiger, wurde aber auch immer wieder offensiver eingesetzt. Der Vertrag läuft noch bis zum kommenden Sommer, der Marktwert wird auf fünf Millionen Euro geschätzt.

Jordan Lotomba: Ähnlich wird auch der Marktwert des ehemaligen Schweizer Nationalspielers eingeschätzt. Der 27-Jährige ist aber hauptsächlich in der Defensive angesiedelt. In der Offensive ist Lotomba eher nicht zu Hause, dafür kann der Außenverteidiger auf beiden Seiten ran. Lotomba wechselte im September 2024 von Nizza zu Feyernord Rotterdam. Allerdings fiel der Abwehrspieler aufgrund einer schweren Verletzung einen Großteil der Runde aus, kam erst in dieser Saison wieder richtig zurück. Dabei ist richtig relativ. Denn einen Stammplatz hat Lotomba nicht. Er stand erst drei Mal in der Startelf. Der Vertrag des Abwehrspielers läuft noch bis 2027. Dennoch ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass die Ablöse in Höhe des Marktwertes liegen wird. FC-Fans können sich vielleicht noch an den Außenverteidiger erinnern. Lotomba stand in der Conference League in beiden Spielen auf dem Platz.

Eine Menge Bundesliga-Erfahrung

Lukas Klostermann: Der ehemalige Nationalspieler kommt bei RB Leipzig aktuell so gut wie gar nicht zum Einsatz. Fünf Minuten stehen in der offiziellen Ligastatistik und das in vier Einsätzen. Zu wenig für einen Abwehrspieler mit so viel Erfahrung. Auch daher sollen schon einige Clubs für eine Leihe in Leipzig angeklopft haben. Der Vertrag des 29-Jährigen läuft noch bis 2028. Der Marktwert liegt aktuell bei rund fünf Millionen Euro. Vorteil Klostermann: Der ehemalige Nationalspieler kann auch auf der rechten Abwehrseite spielen. Klostermann wäre also ein Spieler für zwei Positionen. Allerdings ist auch der Leipziger kein klassischer Wingback wie ihn sich Kwasniok wünscht.

Valentin Gendrey: Der Franzose wechselte im Sommer 2024 für rund acht Millionen Euro nach Sinsheim. In der vergangenen Saison gehörte Gendrey mindestens zum erweiterten Kreis des Stammpersonals. Doch der Außenverteidiger fiel schon in der ersten Spielzeit bei der TSG immer wieder aus. So auch zu Beginn dieser Saison. Gendrey zog sich eine Knöchelverletzung zu. Erst am vergangenen Wochenende gab es das zwei Minuten Comeback gegen den Hamburger SV. Doch der Franzose wird es in den kommenden Wochen nicht einfach haben. Denn die TSG hat bekanntlich nachgelegt und mit Vladimir Coufal einen konstant guten Spieler verpflichtet. Der Vertrag von Gendrey läuft noch bis 2028, der Marktwert wird von transfermarkt.de auf sieben Millionen Euro eingeschätzt. Eine Option wäre der Spieler wenn überhaupt also als eine Leihe.

Kiliann Sildillia: Nach vier Jahren beim Sportclub aus Freiburg suchte der Rechtsverteidiger eine neue Herausforderung und wechselte im Sommer zur PSV aus Eindhoven. Sildillia unterschrieb in den Niederlanden einen Vertrag bis 2030. Da der Marktwert bei rund sieben Millionen Euro liegt, kommt wohl nur eine Leihe in Frage. Die ist nach jetzigem Stand generell aber auch alles andere als unwahrscheinlich. Denn der Franzose spielt in dieser Saison in Eindhoven noch keine große Rolle. Sildillia kommt erst auf sieben Einsätze. Seit September stand der rechte Verteidiger nur zwei Mal auf dem Feld, befand sich aber mehrfach gar nicht erst im Kader. Um wieder Spielpraxis zu sammeln, wäre eine Leihe ein geeignetes Konstrukt.

Von Simon Bartsch und Cedrik Kaiser


WG-Leben, Wechselgerüchte und DFB-Nominierung: Said und Malek El Mala plaudern aus dem Nähkästchen

Malek und Said El Mala haben beim 1. FC Köln verlängert
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WG-Leben, Wechselgerüchte und DFB-Nominierung: Said und Malek El Mala plaudern aus dem Nähkästchen

Im Interview mit dem Fußballmagazin „11Freunde“ sprachen Said El Mala und sein Bruder Malek El Mala über ihre bisherige, turbulente erste Saison beim 1. FC Köln: El Malas über Wechselgerüchte, Familie und das vergangene Jahr 2025.

Es liegt ein ereignisreiches Jahr hinter den beiden Brüdern mit WG-Leben, Medienrummel und rasantem Aufstieg beim 1. FC Köln: El Malas über Wechselgerüchte, Familie und 2025.

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Beim 1. FC Köln geht derzeit nichts ohne ihn: Said El Mala hat sich unter FC-Coach Lukas Kwasniok vom Ergänzungsspieler längst zur Stammkraft gemausert. Auch bei Gegnern wie Bayer Leverkusen am vergangenen Spieltag setzte der FC-Coach von Beginn an auf den 19-Jährigen. Und der zahlt das Vertrauen seines Trainers mit anhaltenden Topleistungen zurück. Mit seinen Tempodribblings und seiner Unbefangenheit bringt er regelmäßig gegnerische Abwehrketten zum Verzweifeln. Seit seiner Ankunft im Sommer verdreht der Youngster der Domstadt den Fans den Kopf.​

Auch deshalb wurde bereits viel über ihn berichtet, so viel, dass Kwasniok zwischenzeitlich darum bat, seinen Spieler endlich mal in Ruhe zu lassen: „Ich kann das leider nicht aufhalten, aber offensichtlich sind Teile der Branche so unter Druck, dass man irgendetwas raushaut, und der Nächste überbietet es, ohne dass es den Ansatz einer Grundlage gibt“, sagte Kwasniok im Oktober. Verein und Umfeld schirmten den Spieler fast hermetisch ab. Bis vor kurzem gab der Flügelstürmer keine externen Interviews. Das hat sich nun geändert. So stellte sich der Hochveranlagte bereits vor zwei Wochen den Fragen von Journalisten in einer Medienrunde, und am Dienstag erschien ein Interview des Fußballmagazins „11Freunde“, zusammen mit seinem Bruder Malek El Mala.​

Said El Mala: „Poldi ist cool. Was soll ich mich dagegen wehren?”

Darin äußerte sich Said El Mala auch zu den hartnäckigen Gerüchten über einen Wechsel zu Fabian Hürzelers Brighton & Hove Albion auf die Insel. Der Youngster hatte noch keine Bundesligaminute auf dem Konto, da kursierten bereits kolportierte Summen von bis zu 20 Millionen Euro, die die Engländer angeblich für ihn auf den Tisch gelegt hätten. Und erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Brighton Besitzer, Poker Milliardär Tony Bloom, einen unorthodoxen Vorstoß unternahm: Er versuchte in einem persönlichen Gespräch den Vorsitzenden des FC-Aufsichtsrats, Lionel Souque, umzustimmen. Die Bemühungen blieben allerdings erfolglos. El Mala selbst zeigte sich überwältigt von dem vorschnellen Angebot der „Seagulls“: “Das war schon krass. Aber auch wenn meine U19-EM gut war – für die Premier League wäre es zu früh gewesen. Ich kam ja gerade erst aus der dritten Liga. […] Andererseits: Viele haben auch gesagt, der Step von der dritten Liga in die Bundesliga wäre zu groß.”​

Wie bekannt, beließ man es am Geißbockheim nicht nur dabei, Angebote vorerst abzulehnen. Der Spieler selbst verkündete sogar unlängst eigenhändig seinen Verbleib in Köln über den Winter hinaus. Damit macht er sich bei der ohnehin schon von seinem Spiel verzückten Anhängerschaft endgültig zur Identifikationsfigur. Stichwort Identifikationsfigur: Die Vergleiche mit Lukas Podolski kommentiert El Mala im 11Freunde-Interview ohne große Aufregung:  “Wenn die Fans mich als „neuen Poldi“ sehen, ist das ja was Schönes. Poldi ist cool. Was soll ich mich dagegen wehren?”. Die erstaunlichen Ähnlichkeiten zu Podolskis Spielweise, die El Mala Spieltag für Spieltag auf dem linken Flügel zeigt, seien reiner Zufall, meint er: “Ich kann das gar nicht steuern. Ich nehme mir den Ball und laufe einfach los. Es gibt jetzt auch keinen Verteidiger in der Bundesliga, bei dem ich denke: An dem komme ich nicht vorbei.”​

Familienrückhalt statt Star-Allüren

Als bewährtes Mittel, um die Bodenhaftung zu bewahren, wurde bereits auf den Wert des familiären Umfelds von Said El Mala verwiesen. Malek El Mala sagte gegenüber 11Freunde: „Wir sind, glaube ich, gut erzogen worden. Unsere Eltern sind sehr bodenständig. Wir sind eine normale Familie. Im Urlaub sind wir oft nach Side oder Antalya in die Türkei geflogen, oder mit dem Auto nach Italien. Wir hatten eine schöne Kindheit. Unsere Mutter hat uns immer die gleichen Klamotten gegeben, er in Grün, ich in Blau. […] So wie heute! Es besteht eigentlich keine Gefahr, dass Said abhebt.”

Nun leben die beiden in einer WG. Die Aufgaben sind klar verteilt. Man bewegt sich auf Augenhöhe. Malek El Mala, der für die Regionalligamannschaft der Geißböcke aufläuft, will also von etwaiger Missgunst gegenüber den schnellen Erfolgen seines jüngeren Bruders nichts wissen: “Wir gönnen uns alles. Das, was Said erreicht, fühlt sich an, als würde ich es erreichen. Wenn er ein Tor schießt, ist es, als würde ich eins schießen. Außerdem macht er unsere Eltern glücklich – das macht mich am glücklichsten”.​

Said El Mala: „Wollen noch mehr“

Glücklich werden die beiden über die Entwicklung schon allein deswegen sein, weil sie einst in Gladbach ausgemustert wurden. Später wurden sie der Borussia wieder angeboten, doch es gab die nächste Absage. „Das tat schon weh. Aber es klingt auch etwas zu negativ. Wir sind nicht sauer auf Gladbach“, sagt Malek. Warum auch, die beiden haben ihren Weg gemacht. Und der fing laut Said mit kleinen Videos seiner Tricks auf TikTok und Instagram an, es gab die erhoffte Aufmerksamkeit.

Said El Mala hat am Samstag wieder die Gelegenheit, die FC-Fans im eigenen Stadion glücklich zu machen. Seine Mannschaft trifft dann auf Steffen Baumgarts Union Berlin. Die Eisernen möchte der 1. FC Köln mit einem Lächeln im Gesicht in die Winterpause verabschieden, um mit Rückenwind die Mission Klassenerhalt im neuen Jahr fortzusetzen. Für die El-Mala-Brüder steht fest: „2025 war krass. Aber wir wollen beide noch mehr.“


Erster Wintertransfer beim 1. FC Köln: Die Leihe von Jusuf Gazibegovic ist folgerichtig und sie öffnet allen Parteien Türen

Jusuf Gazibegovic beim Training des 1. FC Köln
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Erster Wintertransfer beim 1. FC Köln: Die Leihe von Jusuf Gazibegovic ist folgerichtig und sie öffnet allen Parteien Türen

Wirklich überraschend kommt die Leihe von Jusuf Gazibegovic wahrlich nicht daher. Die Vorzeichen hatten sich bereits mehr als verdichtet beim 1. FC Köln: Die Leihe von Jusuf Gazibegovic eröffnet Optionen.

Spätestens seit der Nicht-Nominierung am Samstag und der Bevorzugung des 18-jährigen Talents Cenny Neumann war der (vorläufige) Abschied wohl nur noch Formsache beim 1. FC Köln: Die Leihe von Jusuf Gazibegovic eröffnet nun aber Optionen für alle Parteien.

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Die Nachricht über die Leihe von Jusuf Gazibegovic hatte nicht mehr so wirklich einen besonders großen Überraschungsfaktor – höchstens, dass der Deal bereits beschlossene Sache ist. Ein weiteres Vorzeichen in diese Richtung hatte Lukas Kwasniok erst am vergangenen Wochenende gesendet. Sehr wahrscheinlich war zu diesem Zeitpunkt bereits sehr viel in die Wege geleitet. Dass der Kölner Coach einen 18-jährigen Rechtsverteidiger dem routinierten Champions-League-Teilnehmer beim Spieltags-Kader vorzieht, ist ein eindeutiges Zeichen. Viel deutlicher hätte das „Du wirst aktuell nicht gebraucht“-Signal nicht ausfallen können. Insofern werden die entscheidenden Gespräche zu diesem Zeitpunkt mit großer Wahrscheinlichkeit schon geführt worden sein.

Kaum Einsatzzeit, kaum Bewerbungschancen

„Wir haben mit Gazi sehr offen und fair gesprochen. Da er bislang nur wenig Spielzeit hatte, kam der Wunsch nach einem Wechsel im Winter auf. Die Leihe nach Graz ist dafür eine sehr gute Lösung“, so Thomas Kessler. „Er kehrt in ein vertrautes Umfeld zurück, bekommt die Chance auf regelmäßige Einsätze und kann dort Selbstvertrauen und Spielpraxis sammeln. Dafür wünschen wir ihm viel Erfolg.“ Ob es sich bei der Leihe um eine Wunschlösung von FC-Seite handelt, ist offen. Vermutlich aber wäre dem FC ein Verkauf zu ähnlichen Konditionen, zu denen Köln vor einem Jahr zugeschlagen hat, lieber gewesen. Es ist kaum vorstellbar, dass Lukas Kwasniok nach dem Ende der Leihe im kommenden Sommer eine andere Sichtweise auf den Spieler bekommt, sollte dieser nicht gerade eine Leistungsexplosion auf den Rasen zaubern.

Nur hatte sich der 25-Jährige nicht gerade in den Fokus für eine feste Verpflichtung spielen können. Die Liaison zwischen dem 1. FC Köln und Jusuf Gazibegovic startete als Königstransfer unmittelbar nach dem Registrierungsverbot und endet nun (vorläufig) als Missverständnis. Denn unter Lukas Kwasniok spielte der Rechtsverteidiger gar keine Rolle, kam auf einen Einsatz für 22 Minuten, schaffte es aber einige Male gar nicht erst in den Kader. In Graz noch Stammspieler wurde der Abwehrspieler beim FC ausgebootet und verlor dadurch auch seinen Stammplatz in der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina, die erhoffte WM-Teilnahme ist innerhalb eines Jahres in sehr weite Ferne gerückt. „Nach dem Saisonstart wurde relativ schnell deutlich, dass ich nicht viel spielen werde“, sagt Gazibegovic. „So ist das manchmal leider im Fußball. Für mich war damit klar, dass ich mich für ein halbes Jahr umorientieren muss.“ 

Neues altes Glück in Graz?

Und diese Umorientierung führt nun geradewegs zurück nach Graz. In jenes Umfeld, in dem sich „Gazi“ lange wohl gefühlt hat, Champions League spielte, Publikumsliebling war. Der Club aus der Steiermark kriselte zuletzt, die Fans wünschen sich Verstärkungen. Ein Publikumsliebling wie Gazibegovic kommt da wohl gerade recht. „Jeder weiß, wieviel mir der SK Sturm bedeutet, was für eine großartige Zeit ich hier hatte und dass ich stets verfolgt habe, was sich in Graz so tut. Als sich die Chance ergeben hat, leihweise zurückzukommen, musste ich nicht lange überlegen“, sagt Gazibegovic. Tatsächlich ergibt sich für den 25-Jährigen die Chance auf Einsatzzeit, auf Erfolgserlebnisse und dadurch auch auf die Rückkehr in die Nationalmannschaft, die im März um das WM-Ticket spielt.

Es scheint für alle Beteiligten eine Win-Win-Win-Situation zu sein. Eben auch für den FC. Denn die Geißböcke haben so wohl einen Platz im Kader frei gemacht. Lukas Kwasniok betonte am Montag, dass man auf der Position des Innenverteidigers nachbessern wolle. Durch den Abschied von Gazibegovic sind die Chancen aber ebenfalls groß, vielleicht sogar gestiegen, dass es auch auf den Schienen noch Verstärkungen geben wird. Denn dort ist der FC unabhängig der Personalie Jusuf Gazibegovic in der Breite nicht wirklich gut besetzt.


Der 1. FC Köln verleiht Jusuf Gazibegovic bis zum Sommer an Sturm Graz

Jusuf Gazibegovic beim Training des 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln verleiht Jusuf Gazibegovic bis zum Sommer an Sturm Graz

Bisher hatte Jusuf Gazibegovic unter Lukas Kwasniok in dieser Saison kaum eine Rolle gespielt. Darum geht der Verteidiger nun bis zum Saisonende zurück zu seinem Ex-Verein: Der 1. FC Köln verleiht Jusuf Gazibegovic an Sturm Graz.

In der Liga steht bisher nur ein Einsatz nach Einwechslung für Jusuf Gazibegovic zu Buche. Das soll sich jetzt ändern für den Rechtsverteidiger: Der 1. FC Köln verleiht Jusuf Gazibegovic an Sturm Graz. Die Leihe geht bis zum Saisonende.

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Der erste Transfer des 1. FC Köln im Winter steht fest – und es ist ein Abgang: Jusuf Gazibegovic verlässt den 1. FC Köln. Der Rechtsverteidiger wechselt auf Leihbasis bis zum Sommer zu Sturm Graz in die österreichische Bundesliga. Von dort war der Bosnier erst vor einem Jahr für zwei Millionen Euro zu den Geißböcken gewechselt. Nun folgt nach gerade mal einem Kurzeinsatz in dieser Saison der Schritt zurück für den 25-Jährigen.

Keine Chancen unter Kwasniok

Denn Gazibegovic hatte bisher unter Trainer Lukas Kwasniok überhaupt keine Rolle gespielt. Nun soll er in Graz wieder zu alter Stärke zurückfinden. „Wir haben mit Gazi sehr offen und fair gesprochen. Da er bislang nur wenig Spielzeit hatte, kam der Wunsch nach einem Wechsel im Winter auf. Die Leihe nach Graz ist dafür eine sehr gute Lösung: Er kehrt in ein vertrautes Umfeld zurück, bekommt die Chance auf regelmäßige Einsätze und kann dort Selbstvertrauen und Spielpraxis sammeln. Dafür wünschen wir ihm viel Erfolg“, sagt FC-Sportdirektor Thomas Kessler.

In Köln war der Bosnier in dieser Saison über die geringen Einsatzzeiten enttäuscht. „Nach einer guten Vorbereitung habe ich mir natürlich mehr Spielzeit erhofft. Allerdings wurde nach dem Saisonstart relativ schnell deutlich, dass ich nicht viel spielen werde. So ist das manchmal leider im Fußball. Für mich war damit klar, dass ich mich für ein halbes Jahr umorientieren muss. So wie hier werde ich auch in Graz im Training jeden Tag Gas geben, um im Sommer noch stärker zurückzukommen“, so der Rechtsverteidiger. Gazibegovic hatte seit seinem Wechsel vor einem Jahr wettbewerbsübergreifend 13 Spiele für den 1. FC Köln bestritten. In dieser Spielzeit war der Abwehrspieler nur am zweiten Spieltag gegen Freiburg für 22 Minuten von Trainer Lukas Kwasniok eingesetzt worden. In Graz möchte er nun an seine frühere Zeit anknüpfen. Denn vor seinem Wechsel zum FC war der 25-Jährige bei den Österreichern Stammspieler und hatte sogar Einsatzzeit in der Champions League bekommen.


Ein Rückkehrer und ein Debütant im Mannschaftstraining: Personal-Update zur Union-Vorbereitung

Fynn Schenten trainiert aktuell bei den Profis mit
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Ein Rückkehrer und ein Debütant im Mannschaftstraining: Personal-Update zur Union-Vorbereitung

Am Dienstagnachmittag ist der FC in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Union Berlin gestartet. Vor dem Duell gibt es ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Dominique Heintz ist zurück im Mannschaftstraining.

Nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen hat nun die Vorbereitung auf das letzte Spiel des Jahres begonnen. Dazu gibt es ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Dominique Heintz ist zurück im Mannschaftstraining.

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Nachdem der FC nun mit fünf Spielen ohne Sieg dasteht, wollen die Geißböcke gegen Union Berlin am kommenden Wochenende nochmal einen versöhnlichen Jahresabschluss bestreiten. Die Vorbereitung auf das Duell im Kölner Stadion startete am Dienstagnachmittag. Und dabei gab es eine positive Nachricht. Denn Innenverteidiger Dominique Heintz stieg wieder ins Mannschaftstraining ein. Der Kölner Verteidiger hatte sich Ende November im Duell gegen Werder Bremen verletzt und musste den Rasen bereits nach zwölft Minuten wieder verlassen, nachdem er sich an den Oberschenkel gefasst hatte. Der Verein bestätigte später einen „kleinen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich.“ Damit war Heintz der fünfte Ausfall in der Kölner Defensive.

Personelle Situation beim 1. FC Köln

Die Personalnot in der Verteidigung der Geißböcke stellte FC-Coach Lukas Kwasniok die vergangenen Wochen durchaus öfter vor eine große Aufgabe. Jüngst äußerte sich der Coach noch im Bezug auf anstehende Transfers im Winter zur personellen Situation: „Ich würde mir wünschen, dass wir in der Rückserie keine schweren Verletzungen davontragen. Denn das ist ja der einzige Grund, warum wir gedanklich dabei sind, vielleicht auf dieser Position des Innenverteidigers etwas zu machen. Weil wir da einfach leider ein paar schwere Verletzungen erlitten haben“, sagte Kwasniok. „Wenn da irgendwie eine Möglichkeit besteht, dann ist es ein offenes Geheimnis, dass wir uns damit beschäftigen werden.“ Nun ist also zumindest mit einer Rückkehr des Routiniers Heintz zu rechnen, der seine Aufgabe in der Bundesliga bisher sehr solide gelöst hat. Ob der Innenverteidiger gegen Berlin am Wochenende allerdings bereits wieder auf dem Platz stehen wird, ist noch offen. Ein Einsatz von Beginn an wäre aber wohl unwahrscheinlich.

Debütant bei den Profis

Das erste Mal nahm auch Fynn Schenten von der U19 der Geißböcke am Training der Profis teil. Nachdem der 18-Jährige für den Kölner Nachwuchs in der bisherigen Saison in 18 Spielen bereits 15 Tore erzielen konnte, stand er am Dienstag mit der Mannschaft von Kwasniok auf dem Platz. Der Vertrag des Stürmers endet im kommenden Sommer. Der FC möchte das Talent wohl gerne weiter an sich binden und eröffnet dem Youngster nun bereits Einblicke ins Profi-Training.

Bis auf die Langzeitverletzten kann Lukas Kwasniok gegen Berlin aus dem Vollen schöpfen. Joel Schmied, Timo Hübers und Luca Kilian trainieren auch in dieser Woche im Reha-Bereich. Die Kölner Nummer Eins Marvin Schwäbe und sein Backup im Kasten Ron-Robert Zieler traten am Dienstag gemeinsam zu einer individuellen Trainingseinheit an.

Für den FC stehen in dieser Woche noch drei weitere Einheiten an. Das Training am Mittwoch kann wieder von den Fans besucht werden. Wie mittlerweile üblich werden die Einheiten am Donnerstag und Freitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolviert.


Blick nach unten oder einstelliger Tabellenplatz? Der 1. FC Köln vor dem letzten Spiel des Jahres

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln beim Sieg gegen Freiburg
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Blick nach unten oder einstelliger Tabellenplatz? Der 1. FC Köln vor dem letzten Spiel des Jahres

Für den FC beginnt ab Dienstag die Vorbereitung auf das letzte Spiel des Jahres. Am Samstag geht es gegen Union Berlin mit Ex-Trainer Steffen Baumgart. Zum Jahresabschluss sollen noch einmal drei Punkte her. Für den 1. FC Köln steht eine richtungweisende Partie an.

Natürlich würden sich die Kölner gerne mit einem Sieg und einem guten Gefühl in die kurze Winterpause verabschieden. Mit einer Niederlage könnte das Polster auf die Abstiegsränge noch einmal empfindlich schrumpfen. Für den 1. FC Köln steht also am Samstag noch einmal eine richtungweisende Partie an.

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Die Rechnung von Lukas Kwasniok ist leicht nachzuvollziehen. In der Regel würden „etwa zehn Siege“ in der Saison zum Klassenerhalt reichen, hatte der Trainer am vergangenen Wochenende erklärt. Während zu Saisonbeginn sicher einige Fans von einem einstelligen Platz oder sogar noch mehr geträumt haben, ist das realistische Saisonziel wieder deutlich in den Fokus gerückt: eben der Klassenerhalt. Und mit zehn Saisonsiegen, sowie vermutlich dem ein oder anderen Extrapunkt durch das ein oder andere Remis dürfte das Thema Klassenerhalt in trockenen Tüchern sein. Nur kommunizierte der Kölner Coach den Haken gleich mit. Der FC hat nämlich erst vier Siege auf dem Konto. Darunter Erfolge gegen Teams wie Freiburg, Mainz oder Hoffenheim, gegen die die Kölner Verantwortlichen vor der Saison vielleicht nicht mit neun Punkten gerechnet haben.

Zu wenig Punkte gegen Teams auf Augenhöhe?

Am Ende des Tages werden sich die Kölner aber mit den Mannschaften auf sportlicher Augenhöhe messen müssen. Die Namen sind dann wiederum andere, nur leider die Punkteausbeute auch. Abgesehen von dem verdienten – wenn auch durch zwei Platzverweise begünstigten – Erfolg über den Hamburger SV sowie dem glücklichen Sieg in Mainz fällt die Bilanz gegen vermeintliche Mit-Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt eher mau aus. Die Niederlage gegen Gladbach, die Remis gegen Augsburg, St. Pauli und Bremen – unterm Strich wohl zu wenig Punkte. Dank des Polsters fehlt dem FC rein statistisch nur noch ein Sieg in den kommenden drei Begegnungen, um Kwasnioks Bilanz mit dem Abschluss der Hinrunde zur Hälfte zu erfüllen.

Extra-Motivation gegen Baumgart?

Und mit den Partien gegen Union Berlin am Samstag sowie im neuen Jahr gegen den 1. FC Heidenheim und schließlich gegen die Bayern scheint ein Erfolg in der Hinrunde eigentlich auch möglich. Und das am liebsten auch schon am Samstag. Denn für den FC geht es kurz vor Weihnachten eben nicht nur um das Erfüllen der Statistik, es wird auch ein wenig um die Stimmung, vor allem aber den Blick für den Start in das kommende Jahr gehen. Der FC belegte in dieser Spielzeit nie einen schlechteren Platz als den zehnten, das könnte sich mit einer Niederlage gegen die Eisernen ändern. Je nach Ergebnissen der Konkurrenz drohen die Geißböcke mit einer Pleite auf den 14. Platz abzurutschen. Und da St. Pauli in Mainz spielt, ist klar, dass sich der Abstand auf einen der beiden Keller-Kontrahenten im Falle einer Pleite in jedem Fall verringern würde.

Das sechste sieglose Spiel in Serie würde die Kölner wohl auch nicht mit der besten Gemütslage in den Winter verabschieden. Aktuell weist nur Mainz eine längere Negativ-Serie auf. Mit einem Sieg wäre der FC nicht nur in Kwasnioks Zehn-Sieges-Plan voll im Soll, die Kölner würden ziemlich sicher auf einem einstelligen Tabellenplatz überwintern und sich mit einem Erfolg über den Ex-Trainer Steffen Baumgart noch einmal eine Extra-Motivation abholen. Bis zum Samstag stehen noch vier Trainingseinheiten auf dem Programm. Nach dem Spiel geht es in den kurzen Weihnachtsurlaub, bevor dann ab den 2. Januar das Trainingslager in Spanien auf dem Plan steht. Dann beginnt auch schon die Vorbereitung auf die Partie gegen den 1. FC Heidenheim und aus Kölner Sicht hoffentlich die Chance auf den sechsten Saisonsieg.


Warum die Eckball-Schwäche des 1. FC Köln ein großes Problem ist

Keine Chance: Marvin Schwäbe ist beim Gegentor machtlos
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Warum die Eckball-Schwäche des 1. FC Köln ein großes Problem ist

Das Tor von Robert Andrich brachte im Nachbarschaftsduell die Entscheidung. Tatsächlich hatte man aber auch zuvor nicht wirklich den Eindruck, die Kölner würden Leverkusen noch einmal gefährlich werden. Nur zeigte die verwertete Ecke einmal mehr ein massives Problem beim 1. FC Köln: Die Bilanz bei Eckbällen ist verheerend.

Es hat schon viel von dem Filmklassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“, in dem Bill Murray in einer Zeitschleife gefangen ist und den gleichen Tag immer und immer wieder erlebt. Der FC befindet sich beim Thema Probleme bei Standards ebenfalls in einer Dauerschleife. Am Samstag kassierten die Kölner den nächsten Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Eine bittere Statistik für den 1. FC Köln: Die Bilanz bei Eckbällen ist verheerend.

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Die Anfälligkeit der Geißböcke bei Standardsituationen ist seit Wochen ein beherrschendes Thema rund um das Geißbockheim. Kein Wunder, mehr als die Hälfte der Kölner Gegentore fiel nach einem ruhenden Ball. Drei Elfmeter, drei Gegentreffer nach Freistößen, sechs nach Eckbällen – lautet die Bilanz. Eine abenteuerliche Bilanz. Vor allem bei den gegnerischen Ecken. Vor einigen Wochen ließ Lukas Kwasniok noch durchklingen, dass die Bilanz schon ganz anders aussähe, wenn man die Elfmeter und direkten Freistöße abziehen würde. Von der absoluten Zahl hat der Kölner Coach natürlich recht, relativ ist der Gegentorwert nach Eckbällen bedenklich. Sechs von 30 Eckballtoren in der gesamten Liga kassierte der FC, also 20 Prozent. Sechs Gegentore während sechs Mannschaften noch eine weiße Weste haben, drei weitere nur einmal nach einem Eckball überwunden wurden und fünf weitere zwei Mal.

20 Prozent aller Eckentore fallen gegen den FC

Der FC hat bereits öfter den Ball nach einer Ecke aus dem eigenen Netz holen müssen, als zwölf Mannschaften (!) jeweils Gegentore nach allen Standardsituationen hingenommen haben. Statistisch ist jedes siebte Standardtor eins im Kölner Kasten. Erst in der vergangenen Woche betonte Jan Thielmann, dass man die vergangenen Gegentore nicht zu hoch bewerten wolle, sich lieber auf die Zukunft konzentriere. Offenbar ahnte das Kölner Eigengewächs nicht, dass die Zukunft dann den nächsten Gegentreffer nach einer Ecke bereithielt. Dieses Mal von Robert Andrich, der im Nachbarschaftsduell gleich zwei Mal erstaunlich frei nach Ecken zum Kopfball gekommen war, aus Kölner Sicht glücklich aber nur ein Mal traf.

„Das ärgert natürlich enorm. Wenn ich mir die Szene anschaue: Wir haben ein klares Blockverhalten, was zugeordnet ist. Und wenn zwei Leute einen Mann blocken und dann einer frei durchlaufen kann und das ist dann auch noch der vermeintlich kopfballstärkste Spieler, dann haben wir wohl etwas falsch gemacht“, sagte FC-Sportdirektor Thomas Kessler am Sonntag im „Sport1-Doppelpass“. „Das sind Themen, da müssen wir dringend dran arbeiten und die müssen wir abstellen.“ Die Dringlichkeit ist enorm. Denn jede siebte gegnerische Ecke landet aktuell im Kölner Kasten. Und die Zahl ist alleine deswegen schon relevant, weil der FC zudem auch noch die zweitmeisten Ecken verursacht.

Die Kölner kommen bereits auf 90 gegnerische Ecken, die Statistik wird von Wolfsburg mit 112 angeführt, auf Rang drei folgt Werder Bremen mit 80. Nur kassierten die Wölfe noch keinen Gegentreffer nach einem Eckball, die Hanseaten gerade einmal einen. Der VfL scheint demnach die richtigen Maßnahmen getroffen zu haben. Denn in der Vorsaison kassierte Wolfsburg elf Tore nach Eckbällen, der Topwert der Liga. Es folgten Frankfurt und Mainz mit jeweils sieben Gegentreffern – den Wert hat der FC nach 14 Spieltagen fast schon erreicht.


Warum der Fan-Boykott tatsächlich Auswirkungen auf das Spiel des 1. FC Köln gehabt haben könnte

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Warum der Fan-Boykott tatsächlich Auswirkungen auf das Spiel des 1. FC Köln gehabt haben könnte

Ein leerer Gästeblock als Stimmungskiller: Während die FC-Ultras in Leverkusen aus Protest das Stadion verlassen, bestätigt eine neue Studie, wie sehr Auswärtsfans tatsächlich über Sieg, Remis oder Niederlage mitentscheiden beim 1. FC Köln: So stark beeinflussen Fans sportlichen Erfolg.

Das Nachbarschaftsduell mit Bayer 04 Leverkusen beschäftigt die Fußballfans nach wie vor. 500-600 Fans der aktiven Szene hatten das Nachbarschaftsduell schon vor dem Spiel verlassen. Im Nachhinein wurde die Stimmung von Spielern und Verantwortlichen bemängelt. Was auf den ersten Blick vielleicht wie eine Ausrede für die schwache Leistung wirken könnte, beinhaltet dann doch mehr Wahrheit als gedacht. Das bestätigt eine neue Studie und verleiht den Geschehnissen von Samstag zusätzliche Bedeutung für den 1. FC Köln: So stark beeinflussen Fans sportlichen Erfolg.

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Nach dem 14. Spieltag reißen die Diskussionen um die Proteste beim Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln nicht ab. Im Mittelpunkt steht die Entscheidung der Kölner Ultras, das Stadion noch vor Anpfiff zu verlassen. Etwa eine Stunde vor Spielbeginn hatte die Fanhilfe Köln via X mitgeteilt: „Nachdem Nacktkontrollen stattgefunden haben, hat sich die aktive Fanszene entschieden, das Stadion geschlossen zu verlassen“. Die Polizei wies die Vorwürfe der Nacktkontrollen zurück. Der 1. FC Köln erklärte, man bemühe sich in enger Abstimmung mit Bayer Leverkusen und den zuständigen Behörden um Aufklärung. In Leverkusen zeigte man sich unterdessen irritiert über das Vorgehen der Gäste. Sportgeschäftsführer Simon Rolfes erklärte bei Sky, er habe sich gewundert, dass die Kölner Fans „aufgrund von Gerüchten wieder abgereist“ seien.


Rolfes erkannte die Einschränkungen der Stimmung auf den Rängen in Folge des Protestes nur in Teilen als gegeben an: „Ja, am Anfang, aber später überhaupt nicht. Es war eine super Stimmung im Stadion dank unserer ganzen Fans. […]Ich bin überrascht, dass sie sich mit den Kölnern solidarisieren. Da hätte ich jetzt nicht mit gerechnet“. FC-Sportdirektor Thomas Kessler sah das am Sonntag im „Doppelpass“ anders. „Wenn Simon sagt, die Stimmung war okay, dann hat er das aus der Erfahrung, dass es so jede Woche ist, wenn wir nicht da sind. Anders kann ich mir das nicht erklären. Die Stimmung war alles andere als okay“, erklärte Kessler und betonte, dass das Spiel merklich unter den stillen Rängen gelitten habe. Diese Einschätzung stützen nun auch Forschungsergebnisse. Eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, wie stark die Unterstützung von Gästefans tatsächlich auf das sportliche Geschehen wirkt.

Fernbleiben der Fans hat sportlichen Preis

Anfang Dezember legten Forscher erstmals belastbare Daten vor, die einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Auswärtsunterstützung und Mannschaftsleistung belegen. Eine Analyse der drei höchsten deutschen Spielklassen über einen Zeitraum von sechs Saisons hat ergeben, dass sich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Gastmannschaft gewinnt oder zumindest ein Unentschieden erzielt, um 4,6 bis 7,5 Prozent erhöht, wenn 1.000 zusätzliche Auswärtsfans im Stadion sind. Im Durchschnitt begleiten rund 3.400 Gästefans ihr Team zu Bundesligaspielen, bei besonders reisefreudigen Klubs liegt dieser Wert jedoch deutlich höher. Der 1. FC Köln bringt im Durchschnitt etwa 6.250 Anhänger mit, nur der HSV (7.929) und die Bayern (6.533) werden auswärts von mehr Unterstützern begleitet.

Wenn die Kölner Fans aus Protest fernbleiben, verspätet anreisen, auf akustische Unterstützung oder die volle Auslastung des Blocks verzichten, entfällt nach diesen Erkenntnissen ein relevanter Wettbewerbsvorteil. Die Auswärtspräsenz von Fans trägt damit messbar zur Leistungsfähigkeit einer Mannschaft bei und geht weit über Fußball-Folklore hinaus. Maßnahmen, die die Präsenz von Gästefans erschweren, etwa durch kurzfristige Spielansetzungen, reduzierte Kontingente oder restriktive Auflagen, können sich aus Sicht der Studie doppelt negativ auswirken: Sie mindern sowohl die Ausdruckskraft der Fans im Stadion – ein absoluter Unique Selling Point der Bundesliga – als auch die statistisch belegte Leistungsstärke der Mannschaft.

Solidarität und scharfe Kritik

Leverkusens aktive Fanszene stellte sich demonstrativ an die Seite der abgereisten Kölner und nutzte die Situation, um grundsätzliche Kritik an der eigenen Klubführung zu formulieren. Während Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes bei Sky erklärte, er habe „nicht gedacht, dass sich unsere Fans mit den Kölnern solidarisieren“, zeichnete die Kurvenhilfe Leverkusen ein deutlich anderes Bild. In einem Statement hieß es, man sei „erschrocken darüber, in welche Richtung sich Bayer 04 entwickelt hat“. Die Kurvenhilfe bezeichnete es als beschämend, den eigenen Verein „an der deutschen Spitze der Fanfeindlichkeit“ zu sehen, was sich dringend und unverzüglich ändern müsse.

Die Fanhilfe fordert eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge rund um dem Kölner Block und wertet das Vorgehen als „Affront gegen die deutsche Fußballkultur“, der keinesfalls hingenommen werden dürfe. Zugleich richtet sich die Erklärung ausdrücklich an die Sicherheitsbeauftragten des Klubs, die aus Sicht der Fans „als Wurzel der Probleme der letzten Monate“ gelten. Deren „repressives und destruktives Vorgehen“ sei maßgeblich dafür verantwortlich, dass inzwischen bereits die vierte Fanszene innerhalb eines Jahres noch vor Anpfiff das Stadion verlassen habe.

Die Kurve ist Trumpf für den 1. FC Köln

Gegen Union Berlin können sich Lukas Kwasniok und seine Mannschaft wieder auf die volle Unterstützung von den Rängen verlassen. In der aktuellen sportlichen Krise könnte der Zeitpunkt kaum entscheidender sein. Das 0:2 in Leverkusen war bereits das fünfte sieglose Spiel in Folge. Der uneingeschränke Support der aktiven Fanszene macht somit genau dort Hoffnung, wo der Abend in Leverkusen seinen Ausgang nahm: bei der Frage, welchen Wert ein voller, geschlossener Gästeblock für einen angeschlagenen Bundesligisten hat und wie sehr es sportlich und kulturell ins Gewicht fällt, wenn er aus Protest leer bleibt.


Transfer beim 1. FC Köln? Lukas Kwasniok bestätigt Transfer-Vorhaben

Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln bei Bayer Leverkusen
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Transfer beim 1. FC Köln? Lukas Kwasniok bestätigt Transfer-Vorhaben

In gut zwei Wochen öffnet der Winter-Transfermarkt und der FC wird sich sicherlich umschauen. Vor allem in der letzten Reihe scheint es aktuell Bedarf zu geben. Das bestätigte nun auch der Trainer des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bestätigt Transfer-Wunsch.

Vor allem aufgrund der Verletzungsmisere in der Hintermannschaft besteht anscheinend Handlungsbedarf beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bestätigt nun gegenüber „Sky“ seinen Transfer-Wunsch für diesen Winter. Es wird also mit großer Wahrscheinlichkeit mindestens einen Neuzugang geben.

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Bei der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen offenbarten sich einmal mehr die aktuellen Problemzonen im Kader des 1. FC Köln. Mit Rav van den Berg lief zu Spielbeginn nur ein gelernter Innenverteidiger in der Dreierkette auf. Zwar ist Eric Martel in der letzten Reihe ebenfalls eine feste Größe, doch wird der gelernte Sechser eigentlich im Zentrum ebenfalls gebraucht. Die Ideallösung ist Martel als Abwehrchef daher nicht. Hintergrund ist vor allem die Verletzungsmisere der Kölner – und die in der Hintermannschaft. Fünf der sechs Innenverteidiger des Kaders fielen in dieser Spielzeit bereits verletzt aus. Aktuell fehlen mit Luca Kilian, Timo Hübers, Dominique Heintz und Joel Schmied vier. Cenk Özkacar macht das Sextett komplett, der Türke findet aber noch nicht zu seiner Form.

„Das ist ein offenes Geheimnis“

Kein Wunder also, dass rund um das Geißbockheim über Wintertransfers spekuliert werden. Bislang hielten sich die Kölner Verantwortlichen mit Äußerungen zu den konkreten Transferideen zurück. Nun bestätigte Lukas Kwasniok gegenüber Sky, dass es durchaus Planungen gibt. „Ich würde mir wünschen, dass wir in der Rückserie keine schweren Verletzungen davontragen. Denn das ist ja der einzige Grund, warum wir gedanklich dabei sind, vielleicht auf dieser Position des Innenverteidigers etwas zu machen. Weil wir da einfach leider ein paar schwere Verletzungen erlitten haben“, sagte Kwasniok. „Wenn da irgendwie eine Möglichkeit besteht, dann ist es ein offenes Geheimnis, dass wir uns damit beschäftigen werden.“ Wie berichtet, scheint die wohl wahrscheinlichste Variante eine Leihe. Zumal die Zukunft gleich bei mehreren Kölnern Abwehrspielern nicht geklärt ist.

So laufen die Verträge von Timo Hübers, Luca Kilian und Dominique Heintz aus. Der von Hübers soll dem Vernehmen nach verlängert werden. Aber selbst dann ist nicht klar, ob der Ex-Kapitän noch einmal an sein altes Leistungsspektrum herankommen wird. Auch die Leihe von Özkacar läuft aus, möglicherweise kehren die beiden Leihspieler Julian Pauli und Elias Bakatukanda zurück. Zudem hat der FC auch noch Bedarf auf der Position des Rechtsverteidigers. Das untermauerte Kwasniok erst am Samstag mit der Kader-Nominierung von Cenny Neumann und der Nicht-Berücksichtigung von Jusuf Gazibegovic, für den eine Lösung schon für den Winter gesucht wird.