Der 1. FC Köln beweis erneut seine neue Qualität: Die Last-Minute-Könige der Liga

Said El Mala jubelt nach einem Treffer
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Der 1. FC Köln beweis erneut seine neue Qualität: Die Last-Minute-Könige der Liga

Zum siebten Mal hat Said El Mala gegen Bremen in der Nachspielzeit ein Tor erzielt für den 1. FC Köln: Die FC-Profis sind die Last-Minute-Könige der Liga – und das mit Abstand. Doch was steckt dahinter?

Mehr als die Hälfte ihrer Treffer erzielen die Kölner in der Schlussviertelstunde. Ganz offensichtlich eine neue Qualität des 1. FC Köln: Die FC-Profis sind die Last-Minute-Könige der Liga. Kein anderer Club trifft so oft so spät.

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So wirklich wollten die mitgereisten Fans wohl nicht mehr dran glauben. Und auch Lukas Kwasniok hatte sich mit der knappen, wenn auch nicht unverdienten Niederlage abgefunden. Gerade als Luca Waldschmidt eine perfekte Flanke von Said El Mala nur an den Pfosten gehämmert hatte. „Wenn die Großchance von Luca nicht rein geht, dann denkst du, dass es am Ende eng wird“, sagte der Kölner Coach. Doch es wurde nicht eng. Denn der FC hat noch eine Wunderwaffe und in dieser Spielzeit eine beeindruckende Stärke. „Das Spiel geht 90 plus x und dann hatten wir das Quäntchen Glück“, so der Trainer weiter. Das Quäntchen Glück hieß an diesem Abend wohl Said El Mala, der eben davon bei seinem späten Treffer mehr als nur ein Quäntchen, vielmehr die Hacke des Gegenspielers, hatte.

Der Last-Minute-König

Der Shootingstar rettete dem FC gegen Bremen einen Punkt. Schon wieder. Auch gegen den FC Augsburg (1:1) und bei der TSG Hoffenheim (1:0) war der 19-Jährige mitverantwortlich für wichtige Zähler. „Ich hatte das Gefühl, dass die Spieler, die in der Lage sind, ein Tor zu erzielen, auf dem Feld bleiben müssen“, sagte der Trainer, der seinem Shootingstar erstmals die volle Distanz schenkte. El Mala dankte es mit dem Last-Minute-Treffer in der Nachspielzeit. Dem nächsten Last-Minute-Treffer – eine absolute Stärke der Kölner in dieser Saison. Schon sieben Mal trafen die Geißböcke in der Nachspielzeit. Gegen Bremen, Wolfsburg und Augsburg sicherte sich der FC so noch spät Punkte, im Pokal gegen Regensburg die zweite Runde. Kein anderes Team hat in dieser Saison so oft so spät getroffen.

Auf Rang zwei folgt der FC Bayern München, der vier seiner 44 Tore nach Ende der regulären Spielzeit erzielt hat. Köln kommt auf sieben Nachspielzeit-Tore bei 21 Treffern – jedes dritte Tor fällt im Schnitt nach der 90. Minute. Überhaupt scheint den Kölnern die Schlussphase zu liegen. Denn auch in der letzten 15 Minuten der regulären Spielzeit ist der FC erfolgreich. Weitere vier Tore erzielten die Kölner in der Schlussviertelstunde. Nur die Bayern und der VfB Stuttgart sind in dem Schlussviertel noch gefährlicher. „Wir glauben einfach bis zum Schluss dran. Vor allem, wenn Du das schon zwei, dreimal erfolgreich gemacht hast. Da hat schon das Pokalspiel in Regensburg dazu beigetragen, dass der Glaube entstanden ist“, sagte Lukas Kwasniok im Fußball-Talk BILD SPORT auf WELT TV. Aber woher kommt die Stärke der Geißböcke?

Mehr Risiko, mehr Tore?

Kwasniok hat schon mehrfach angedeutet, dass er sich den Gegner an seinem Team gerne abarbeiten lässt, um dann in der Schlussphase mit frischen Kräften das Spiel entscheiden will. Eine Maßnahme, die ganz offensichtlich greift. Immerhin kommt Köln schon auf sieben Tore durch Joker und starke 15 Torbeteiligungen. Die Bayern kommen bislang auf elf Torbeteiligungen. Alleine sechs davon kommen von El Mala. Doch es sind eben nicht nur die Joker, die beim FC spät treffen. „Zum einen nimmt gegen Spielende die körperliche Leistungsfähigkeit ab: Lauf- und Sprintleistungen sinken, die Fehleranfälligkeit steigt. Zum anderen passen Teams ihr Verhalten je nach Spielstand an. Wer zurückliegt, geht mehr Risiko ein, rückt höher auf und erzwingt Standardsituationen. Wer führt, wird häufig passiver – ein Muster, das als ‚Score-Effect‘ beschrieben wird“, erklärt der sportpsychologische Experte Thorsten Loch.

Tatsächlich ist der Kölner Coach bereit, ein hohes Risiko einzugehen, um Punkte einzufahren. Doch zum erhöhten Risiko kommt auch die allgemeine Dynamik des Spiels: „Statistisch gesehen häufen sich Tore gegen Ende, ganz unabhängig von psychologischen Zuschreibungen. Psychologische Faktoren, wie ein kurzfristiger Motivationsschub durch einen Ausgleichstreffer in letzter Minute, können diesen Effekt verstärken, sind aber nicht die alleinige Ursache“, sagt Loch. Am Samstag steht die Begegnung gegen den FC St. Pauli an. Ein guter Zeitpunkt die neue Stärke erneut unter Beweis zu stellen. Letztendlich wird es den Kölnern egal sein, wann ein möglicher Siegtreffer fällt.

Schlägt der 1. FC Köln auf dem Winter-Transfermarkt zu? Das sagt der Vorstand

Das Präsidium des 1. FC Köln bei einer Pressekonferenz
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Schlägt der 1. FC Köln auf dem Winter-Transfermarkt zu? Das sagt der Vorstand

Gerade durch die Verletzungen in der Kölner Innenverteidigung scheint es im Winter noch einmal Handlungsbedarf im Kader zu geben. Auch an anderer Stelle könnten die Bosse noch an Stellschrauben drehen beim 1. FC Köln: Das sagt der Vorstand zu möglichen Transfers.

Die ursprüngliche Kaderplanung wird beim FC durch die erlittenen Ausfälle aktuell schwer durcheinandergeworfen. Denn Spieler müssen derzeit auf anderen Positionen, als denen ihnen zugedachten, aushelfen beim 1. FC Köln: Das sagt der Vorstand zu möglichen Transfers.

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Falls es noch nicht anschaulich genug war, die Verletzung von Dominique Heintz hat am Samstagabend noch einmal ganz deutlich gemacht, wie eng die Personaldecke in der letzten Kette ist. Aktuell umfasst der Kader mit Rav van den Berg und Cenk Özkacar gerade einmal zwei fitte Innenverteidiger. Und zweiterer ist noch nicht so richtig bei den Geißböcken angekommen, bringt zumindest noch nicht die erhofft konstante Leistung. Zwar lobte Lukas Kwasniok zuletzt die gute Leistung von Aushilfs-Innenverteidiger Sebastian Sebulonsen, doch zu 100 Prozent hat der rechte Schienenspieler nicht überzeugt. Mit Eric Martel und Tom Krauß befinden sich weitere Spieler, die in der letzten Reihe aushelfen können und es auch erfolgreich getan haben. Doch bei der ursprünglichen Kaderplanung dürften andere Aufgaben für die beiden Akteure angedacht gewesen sein.

„Dann könnten wir das Notwendige tun“

Und da es zuletzt auch auf den Schienenpositionen das ein oder andere Problemchen gegeben hat, steht zwangsläufig die Frage nach potenziellen Winterverstärkungen im Raum. Im Sommer hatte Thomas Kessler bekanntlich ordentlich zugelangt, mit dem vermeintlichen Rückkehrer Said El Mala (der zwar an die Viktoria verliehen, de facto bis dahin aber noch nie für den FC im Einsatz war) zwölf Spieler verpflichtet. Von diesen gehören auch neun mindestens zum erweiterten Kreis des Stammpersonals. Eine ordentliche Ausbeute, nur bleiben eben die kleineren Baustellen. Und die Hoffnung ist bei dem ein oder anderen FC-Anhänger groß, dass es im Winter dann am Geißbockheim noch weitere Kader-Veränderungen geben wird. Am Montag äußerte sich das neue Präsidium zur personellen Situation.

„Wir können uns natürlich erst einmal über die aktuelle Punktesituation freuen. Wir sind gut in die Saison gestartet. Das zeigt ja, dass wir einen ausgewogenen Kader haben, den Thomas sehr gut zusammengestellt hat“, sagte Vizepräsident Ulf Sobek. „Vor einer Woche hätte ich noch gesagt, dass wir ganz gut dastehen. Wenn jetzt der Heintzi auch länger ausfällt, dann haben wir tatsächlich eine Herausforderung im Kader.“ Der Trainer habe ja schon gesagt, dass er versuche, mit dem vorhandenen Personal das Bestmögliche herauszuholen. „Das ist natürlich schon die Aufgabe des Sportdirektors gemeinsam mit den Trainern zu schauen, ob wir uns da im Winter noch punktuell und wenn auch auf welchen Positionen wir uns verstärken“, so Sobek, der auch IV-Optionen wie Martel ansprach. Der FC sei dadurch handlungsfähig.

„Grundsätzlich ist es durch die gute Geschäftsführung und das gute Wirtschaften schon so, dass wir im Winter-Transfer in einem gewissen Umfang noch tätig werden können“, sagte Sobek. „Das mit einem entsprechenden Augenmaß. Falls es dann notwendig werden sollte, könnten wir das Notwendige tun.“ Auf welchen Positionen ein Transfer „notwendig“ wird, werden also Thomas Kessler und Lukas Kwasniok ausmachen.

Der Vorstand benennt den Beirat des 1. FC Köln – Noch keine Beförderung für Thomas Kessler

Das Präsidium des 1. FC Köln auf der Pressekonferenz am 1. Dezember
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Der Vorstand benennt den Beirat des 1. FC Köln – Noch keine Beförderung für Thomas Kessler

Auf einer Pressekonferenz hat das Präsidium am Montagnachmittag die ersten Schritte ihrer Arbeit erklärt. Der Vorstand des 1. FC Köln informiert dabei über den neuen Beirat und Thomas Kessler. Der Sportdirektor muss auf eine Beförderung noch warten.

Seit zwei Monaten ist das neue Präsidium nun im Amt. Und am Montag hat es über die ersten Wochen berichtet. Der Vorstand des 1. FC Köln informiert über Beirat und Sportdirektor Thomas Kessler.

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Nach gut zwei Monaten hat sich am Montagmittag das neue Präsidium des 1. FC Köln erstmals offiziell Fragen der anwesenden Journalisten gestellt und gleichzeitig über die ersten Arbeitsschritte seit Amtsantritt informiert. Darunter fiel auch die Bestimmung des neuen Beirats. Als Vorsitzender schlug Präsident Jörn Stobbe Dr. Klaus Behrenbeck vor. Dieser muss allerdings per Wahl noch bestätigt werden. Dann würde Behrenbeck als siebtes Mitglieder Teil des Geimsamen Ausschusses werden. „Ich bedanke mich bei allen Beiratsmitglieder für die Vergangenheit und die geleistete Arbeit. Das war sehr wertvoll. Wir haben uns dann aber ein paar Kriterien überlegt“, sagt Stobbe. „Dazu gehört nicht eine gewisse Fußball- oder FC-Affinität. Dazu gehören die Themen Wirtschaft, Sport, soziales und politisches Engagement und Wissenschaft. Anhand der Kriterien haben wir mit vielen Kandidaten gesprochen.“

Die 15 Mitglieder des Beirats

Nach den Gesprächen wurde der Beirat bestimmt. Neben Behrenbeck sind auch Torsten Burmester (Oberbürgermeister Köln), Klaus Dohle (Geschäftsführer Dohle Handelsgruppe), Stephan Engels (Vertreter Club der Legenden), Andreas Feicht (Vorstandsvorsitzender RheinEnergieAG), Maike Klon (Teammanagerin DFB), Christina Marx (Geschäftsleitung Aktion Mensch), Miriam Mertens (CEO Deep Skills), Michael Mronz (IOC-Mitglied), Lionel Souque (Vorstandsvorsitzender REWE), Dr. Martina Rudy (Managementberaterin), Ulrich Voigt (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Köln/Bonn), Klaus Werner (Geschäftsführer Telekom Deutschland), Prof. Dr. Jürgen Weigand (WHU) und Helga Wolf (Engagiertes Mitglied mit Fokus auf Mitglieder- und Fanthemen) benannt.

Zudem hat der Vorstand auch den Stiftungsvorstand neu besetzt. Dieses Amt übernimmt nun Vize-Präsident Jörg Alvermann. Auch Ex-Präsident Werner Wolf bleibt dem Stiftungsvorstand erhalten. „Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Werner Wolf und dem großartigen Stiftungsteam das gemeinnützige Engagement unseres FC noch weiter auszubauen. Zu diesem Zweck möchten wir in Kürze die Stiftungsgremien auch noch weiter verstärken“, sagte Alvermann.

Noch keine Beförderung für Thomas Kessler

Keine Neuigkeiten gab es dagegen in Bezug auf Thomas Kessler. Im Wahlkampf im Vorfeld der Präsidiumswahl war immer wieder über eine Beförderung gesprochen worden. Kessler solle demnach als Geschäftsführer Sport fungieren. „Direkt nach Amtsübergabe haben wir uns intensiv mit dem Geschäftsführer ausgetauscht und haben für uns erst einmal festgelegt, dass die dringlichen strukturellen Themen erst einmal im Vordergrund stehen“, sagte Sobek. In den „sehr guten, wertschätzenden“ Gesprächen sei es um die künftige sportliche Ausrichtung, die Scoutingabteilung gegangen. „Thomas steht wie kein anderer hier beim FC mit seiner Leidenschaft und seiner Fachkompetenz und seinem Fachwissen für den FC. Wir sind da in sehr sehr guten Gesprächen. Wir haben mit Thomas und Lukas Berg Personen, die gute Ideen in den Verein einbringen.“

Stobbe ergänzte, dass man „genau die richtigen Leute am richtigen Platz, zur richtigen Zeit“ habe. Zu den Verträgen wollte der Vorstand noch nicht genauer eingehen. „Wir haben für die aktuelle Zeit einen sehr guten Austausch. Wir sind da auf einem sehr guten Weg. Aber nicht so, dass wir irgendetwas verkünden können“, sagte Sobek und erklärte zudem, dass eine Beförderung nicht an einen sportlichen Erfolg wie etwa den Klassenerhalt geknüpft ist. „Wir werden da schon sehr zeitnah weitere Gespräche führen und wir hoffen da nicht, dass es von einer sportlichen Situation abhängig wird, dass man eine strategische Entscheidung trifft“, so Sobek weiter. „Wir wollen da auch nicht getrieben werden.“

Nach Bremen-Remis: Ein Profi des 1. FC Köln in der Kicker Elf des Spieltags

Marvin Schwäbe rettet im Duell gegen Werder Bremen
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Nach Bremen-Remis: Ein Profi des 1. FC Köln in der Kicker Elf des Spieltags

Es sah lange nicht danach aus, aber die Kölner sicherten sich gegen Werder Bremen spät einen Punkt. Zum einen natürlich aufgrund des Treffers von Said El Mala, aber auch, weil Marvin Schwäbe stark parierte für den 1. FC Köln: Ein FC-Profi nach 1:1 in Bremen in der Kicker Elf des Spieltags.

Said El Mala rettete den Geißböcken ein Punkt, doch es gab noch einen anderen Gewinner beim 1. FC Köln: Ein FC-Profi nach 1:1 in Bremen in der Kicker Elf des Spieltags,

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Auch Lukas Kwasniok war mit der Leistung seiner Mannschaft gerade im ersten Abschnitt alles andere als zufrieden. Der Trainer nahm sein Team später in Schutz, sprach von einem Kommunikationsproblem. Tatsächlich kam die Mannschaft im Weserstadion so gar nicht in die Begegnung, tat sich schwer. Der späte Treffer von Said El Mala kaschierte ein wenig die schwache Leistung, rettete den Geißböcken einen Punkt. El Mala war ganz sicher der Kölner Aktivposten, sicherte den Kölner nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit Punkte, die am Ende wichtig werden könnten. Doch auch der FC-Shootingstar zeigte im Duell in Bremen einige Schwächen, lief sich das ein oder andere Mal fest, obwohl das Abspiel vielleicht die bessere Variante gewesen wäre.

Schon sechs Spieler in dieser Saison nominiert

Mit einigen starken Paraden, unter anderem im Eins-gegen-Eins gegen Romano Schmid, sicherte aber auch Marvin Schwäbe den Kölner den Punkt. Kein Wunder also, dass der Keeper vom Kicker in die „Elf des Tages“ gewählt wurde. Für den Kölner Keeper ist es bereits die zweite Nominierung in dieser Spielzeit. Schwäbe zieht damit mit Jakub Kaminski und eben El Mala gleich, der aber dieses Mal nicht in die Elf berufen wurde. Jeweils einmal wurden Marius Bülter, Florian Kainz und Eric Martel in die Auswahl genommen. Somit kommt der FC auf neun Berufungen. Nur die Bayern, Hoffenheim und Leipzig stellten mehr Spieler.

Im Abstiegsjahr kam der FC in der gesamten Saison auf 14 Nominierungen, Schwäbe erhielt vier, die meisten aller FC-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es in der 2. Bundesliga 31, davon bekam der Torhüter fünf, wieder der Bestwert. Erwartungsgemäß gehen in dieser Saison bislang die meisten Nominierungen an den FC Bayern München (23) und Harry Kane (5).

In dieser Saison bereits nominiert:

  • Jakub Kaminski 2
  • Said El Mala 2
  • Marvin Schwäbe 2
  • Marius Bülter 1
  • Florian Kainz 1
  • Eric Martel 1

Die Begegnung gegen Bremen offenbart, dass der 1. FC Köln im Kader nachbessern muss

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln
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Die Begegnung gegen Bremen offenbart, dass der 1. FC Köln im Kader nachbessern muss

In der ersten Halbzeit zeigte der FC am Samstag gegen Bremen seine bislang schlechteste Saisonleistung. Vor allem auf der linken Seite hatten die Kölner Probleme: Der 1. FC Köln wird auf den Schienen nachbessern müssen.

Bereits vor der Begegnung gegen Bremen musste FC-Coach Lukas Kwasniok in der Defensive puzzeln. Doch nicht nur die Verletzungsanfälligkeit in der Innenverteidigung könnte zu Bewegungen bei der Kaderplanung führen: Der 1. FC Köln wird auf den Schienen nachbessern müssen.

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Möglicherweise gab es bereits Berechnungen, wie viele Optionen Lukas Kwasniok bei der Auswahl einer neuen Startelf noch hat. Tatsache ist jedenfalls, dass der Kölner Coach auch im 14 Pflichtspiel dieser Saison eine Anfangsformation wählte, die so in den 13 Partien zuvor noch nicht auf dem Platz gestanden hatte. Das wurde vor allem durch Alessio Castro-Montes möglich. Denn der letzte Neuzugang des vergangenen Sommers stand erstmals bei den Geißböcken in der Startelf. Kwasniok hatte den Belgier vor wenigen Wochen als Mischung aus Lionel Messi und Neymar bezeichnet. Welche Qualitäten der FC-Coach da beobachtet hat, gegen Bremen brachte der 28-Jährige diese offensichtlich nicht aufs Feld. Im Gegenteil: Das Startelf-Debüt im Geißbocktrikot ging erstaunlich daneben.

FC offenbart große Schwächen auf der linken Seite

Ganz offensichtlich hatten die Bremer die linke Seite als den Schwachpunkt der Kölner Defensive ausgemacht. Hätte Kristoffer Lund von Beginn an gespielt, wäre die Vorahnung angesichts der vergangenen beiden Spiele keine besonders atemberaubende gewesen. Der gebürtige Däne mit US-amerikanischem Pass hatte sich sowohl gegen Mönchengladbach als auch gegen Eintracht Frankfurt jeweils zwei „kapitale Aussetzer“ geleistet und damit die Weichen in beiden Begegnungen auf Niederlage gestellt. Vielleicht hatte Kwasniok auch deswegen eben Castro-Montes Lund vorgezogen. Doch auch der Belgier (mit spanischem Pass) wies am Samstagnachmittag erstaunliche Schwächen auf. Senne Lynen, Yukinari Sugawara und Cameron Puertas hatte jedenfalls leichtes Spiel mit dem Kölner.

Immer wieder flogen die Flanken von der rechten Bremer Seite in die Box, immer wieder offenbarte die Kölner linke Seite erstaunliche Schwächen. Beim 0:1 köpfte Castro-Montes den Ball Jens Stage unglücklich vor die Füße. Dessen Flanke leitete den Gegentreffer ein. Da auch Cenk Özkacar nicht seinen besten Tag erwischte, hatte Bremen über den linken Flügel leichtes Spiel. Mehr als 40 Prozent aller Werder-Angriffe kamen über die linke Seite. Das wurde nach der Einwechslung von Kristoffer Lund zur Pause besser. Nur fügte der sich wieder mit einem kapitalen Aussetzer ein, der glücklicherweise von Romano Schmid nicht bestraft wurde. Da auch der FC seine Angriffe über die linke Seite aufzog und Said El Mala ebenfalls einige Male durchkam, so wie in der Nachspielzeit, stand am Ende des Nachmittags ein Zähler mehr auf dem Kölner Konto.

Der FC wird auf der Schiene nachlegen müssen

Unterm Strich verdeutlichte die Begegnung aber einmal mehr, dass der FC trotz des guten Transfersommers im Winter wohl doch noch einmal nachbessern muss. Den Kölnern fehlen auf den Schienen die Alternativen, gerade wenn sich die vermeintlichen Stammspieler nicht in bester Form befinden. Und Lund tut sich dieser Tage zweifelsohne schwer, Castro-Montes war am Samstag auch keine Verstärkung. Ähnlich wie in der Innenverteidigung sucht Kwasniok auch auf den Außenbahnen Alternativen, die nominell eigentlich an anderer Stelle beheimatet sind. Mit Jan Thielmann fand der Kölner Coach am Samstag einen Spieler, der die Position eigentlich spielen kann, aber in der jüngeren Vergangenheit nicht immer die beste Figur machte. Dass Thielmann in der Offensive besser aufgehoben ist, steht wohl außer Frage.

Auch Jakub Kaminski spielte schon mehrfach den defensiven Part auf der Schiene, doch der Kölner Coach will seinen „besten Spieler“ eigentlich schon lieber in der vordersten Kette einsetzen. Auch, wenn genau das am Samstagnachmittag nicht so richtig gut gelang. So stehen die Chancen nicht schlecht, dass der FC auch auf der Außenbahn im Winter noch einmal aktiv wird. In der Kölner Idealvorstellung findet Lund schnell wieder zurück in die Spur. Die Frage wäre dann nur, wie lange er diese halten kann. Dass die Kölner auch auf der Innenverteidigung Bedarf haben, ist wohl alleine durch die zahlreichen Verletzungen mehr als deutlich geworden.

Kommentar: Ein spätes Tor, ein wichtiger Punkt, aber auch die schwächste Leistung der Saison

Lukas Kwasniok beim Spiel gegen Bremen
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Kommentar: Ein spätes Tor, ein wichtiger Punkt, aber auch die schwächste Leistung der Saison

Mit seinem Last-Minute-Treffer hat Said El Mala dem FC im Weserstadion einen Punkt gerettet. Allerdings täuschten das späte Tor und das Ergebnis über eine desolate erste Halbzeit hinweg. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln gegen Bremen.

Mit einem späten Tor haben die Geißböcke die dritte Niederlage in Folge abwenden können. Die Kölner fuhren einen wichtigen Zähler ein. Doch die erste Halbzeit war schon erschreckend schwach. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln gegen Bremen.

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Als Lukas Kwasniok in der vergangenen Woche auf die beiden jüngsten Niederlagen gegen Frankfurt und zuvor Gladbach angesprochen wurde, da lächelte der Coach und sagte: „Willkommen in Köln. Es wurde auch Zeit nach fünf Monaten, dass die erste Frage mal kritisch ist.“ Natürlich hat Kwasniok schon andere kritische Fragen seit seinem Amtsantritt im Sommer beantwortet. Wie sonst hatte er auch dieses Mal die passende Antwort parat. Der Trainer erklärte, dass es als Aufsteiger nun mal wahrscheinlich sei, auch mal zwei, vielleicht sogar drei oder vier Spiele in Folge zu verlieren. Tatsächlich hat der starke Saisonauftakt mit sieben Punkten aus drei Spielen und dem (wenn auch sehr glücklichen) Erfolg in der ersten Runde des DFB-Pokals Hoffnungen geweckt – oder die Menschen „träumen lassen“, wie der Coach sagte.  

Schwächste Saisonleistung

„Willkommen in Köln“ ist der Klischee-Liebhaber geneigt zu sagen. Schließlich wird dem FC-Fan nach zwei Siegen gerne der Traum von Europa nachgesagt. Wohl kaum hat nur ein Kölner Anhänger nach dem dritten Spieltag ernsthaft damit gerechnet, dass es für den Rest der Spielzeit genauso weiterlaufen würde. Im Stillen gehofft und vielleicht auch eben geträumt möglicherweise. Die einnordenden Worte des Kölner Trainers sind also absolut richtig. Man darf nun mal nicht vergessen, wo der FC herkommt und auch nicht in welches Regalfach er in dieser Bundesliga-Spielzeit wohl gehören wird. Als Aufsteiger ist das erste Ziel der Klassenerhalt. Alle Träume, die darüber hinaus gehen, sollten erst mit dem Erreichen des ersten Ziels neu gesteckt werden.

Es war klar, dass es in dieser Saison auch mal zwei Niederlagen in Serie geben würde und angesichts der Gegner im Oktober und November mit Dortmund, den Bayern und Frankfurt waren auch die vier Niederlagen in fünf Pflichtspielen vor dem Duell gegen Bremen keine Alarmglocke wert. Die erste Halbzeit im Weserstadion dagegen schon. Die Leistung der Kölner war in den ersten 45 Minuten beängstigen schwach. Die Defensive war mehr als nur anfällig, die Offensive fand abgesehen von Said El Mala als einziger Aktivposten so gut wie gar nicht statt. Und das ist sicherlich nicht mit der doch hohen Anzahl an Verletzten zu erklären. Die Geißböcke konnten froh sein, dass die (noch nicht einmal übermäßig starken) Bremer die schwächste FC-Leistung dieser Saison nicht frühzeitig zu ihren Gunsten ausgenutzt hatten.

Ein schmeichelhafter Punkt

Unterm Strich stand ein schmeichelhafter Punkt. Der späte Ausgleich von El Mala darf nicht über den Auftritt im ersten Abschnitt hinwegtäuschen. Kwasniok sprach nachher von einem Sender-Empfänger-Problem und stellte sich demonstrativ vor die Mannschaft. Tatsächlich korrigierte der Trainer zur Halbzeit und das offenbar auch gut. Denn die Kölner fanden wieder in die Spur. Möglicherweise auch, weil Bremen den Faden verlor. Kwasniok hat am Ende des Tages recht, wenn er sagt, dass ein Aufsteiger zwei, vielleicht auch drei oder vier Spiele in Serie verlieren darf. Die Kölner haben sich früh ein wichtiges Polster erarbeitet, belegen nach wie vor einen guten zehnten Tabellenplatz.

Die Leistung von den ersten 45 Minuten in Bremen sollte sich so aber in den drei Spielen bis zur Winterpause nicht wiederholen. Folgen keine Punkte gegen St. Pauli, Leverkusen oder Union Berlin, dann werden sicherlich weitere kritische Fragen folgen, möglicherweise heißt es für Köln dann vor allem aber „Willkommen im Abstiegskampf.

Das „Sender-Empfänger-Problem“ des 1. FC Köln: Nur ein Einzelfall gegen Bremen?

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Das „Sender-Empfänger-Problem“ des 1. FC Köln: Nur ein Einzelfall gegen Bremen?

Das 1:1 in Bremen kann nicht über eine äußerst wacklige erste Halbzeit des 1. FC Köln hinweg täuschen. Erst nach dem Seitenwechsel fand Köln mehr Stabilität, doch der Auftritt verdeutlichte eindrucksvoll, wie fragil die Abwehr ist beim 1. FC Köln: Kommunikationsfehler mit Folgen

Beim Duell mit dem SV Werder Bremen sammelten die Domstädter viele Erkenntnisse. Gegen die Norddeutschen spielte der 1. FC Köln eine erste Hälfte zum Vergessen.

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Auf der Pressekonferenz nach dem schmeichelhaften 1:1 des FC gegen den SV Werder Bremen nahm Trainer Lukas Kwasniok kein Blatt vor den Mund. Seine Mannschaft habe früh in der Defensive Schwächen offenbart, so Kwasniok: „Gleich zu Beginn, als Werder eine große Chance hatte, haben wir drei, vier Duelle einfach nicht so bestritten, wie man es in der Bundesliga tun muss, um zu bestehen. Nach einem langen Abstoß musst du im Zweikampf eben auch mal als Sieger hervorgehen. Das war nicht der Fall.“

Der 44-Jährige beließ es jedoch nicht bei der Analyse der Zweikampfschwäche, sondern suchte auch bei sich selbst nach Ursachen für die wacklige Anfangsphase. Seine Erklärung fiel gleichwohl ebenso direkt aus wie seine Kritik: „Wir hatten in der ersten Halbzeit offensichtlich ein Sender-Empfänger-Problem. Also der Trainer als Sender und die Mannschaft als Empfänger. Die Jungs haben das aber eben auch nicht so umgesetzt, wie ich es mir vorgestellt habe. Das ist aber kein Vorwurf an die Spieler, sondern eher ein Vorwurf an meine Kommunikation im Vorfeld. Sie wollten, aber sie haben gar keinen Zugriff bekommen, weil sie falsch angelaufen sind. Das war einfach bitter.“

Desolates Abwehrverhalten der Kölner in der ersten Hälfte

Das Kölner Abwehrverhalten innerhalb der ersten 45 Minuten wurde ihnen beim Führungstreffer der Bremer zum Verhängnis. Das 1:0 durch Marco Friedl war die direkte Folge der Passivität, mit der der FC in dieser Phase verteidigte. Nach einer Ecke des Bremers Romano Schmid segelte der Ball ungehindert durch den Strafraum und landete schließlich auf dem Kopf von Alessio Castro-Montes. Dessen Klärungsversuch prallte jedoch lediglich bis an die rechte Strafraumkante, wo Jens Stage den Ball unbedrängt aufnehmen durfte. Der Bremer konnte ungestört in den Strafraum passen, wo der Ball schließlich bei Marco Friedl landete.

Es wäre jedoch zu einfach, Castro-Montes die alleinige Schuld für den Treffer zuzuschreiben. In besagter Szene kann man die gesamte Kölner Hintermannschaft in die Verantwortung nehmen. Friedls Gegenspieler Marius Bülter und Eric Martel ließen den Österreicher einfach entwischen. Schwäbe blieb bei dem wuchtigen Kopfball aus kürzester Distanz ohne Chance, hätte möglicherweise rauskommen müssen. Der Werder-Kapitän vollendete aus kurzer Distanz und verwandelte Bremens Überlegenheit in dieser Phase in die zwischenzeitliche Führung. Bereits am Freitag hatte Lukas Kwasniok die Standardschwäche seines Teams eingeordnet und dabei betont: „Es ist eben nicht so, dass, wenn du in der Defensive ein guter Kopfballspieler bist, du automatisch in der Offensive torgefährlich wirst.”

Diese Aussage lässt sich, wie die Szene beim Bremer Führungstreffer vermuten lässt, offenbar auch in die andere Richtung übertragen. Die Kölner Verteidiger wirkten in diesem Moment weder klar in der Zuordnung noch konsequent im Zweikampfverhalten. Werder nutzte diese Nachlässigkeiten konsequent aus.

Kwasniok: „Haben uns den Punkt in der zweiten Halbzeit verdient“

Nach der Pause schien die Mannschaft die Botschaften ihres Trainers für das Spiel gegen die Elf von Horst Steffen deutlicher vernommen zu haben. Die Hereinnahme von Mittelfeldallrounder Tom Krauß und Außenverteidiger Kristoffer Lund für Castro-Montes und Isak Jóhannesson verlieh dem Spiel der Kölner die dringend benötigte Stabilität. Mit Ausnahme eines haarsträubenden Fehlpasses von Lund, der Romano Schmid eine Großchance ermöglichte, aber nur dank des stark reagierenden Marvin Schwäbe ohne Folgen blieb, präsentierte sich der FC im zweiten Durchgang deutlich gefestigter. Gegen das präzise Bremer Umschaltspiel agierten die Kölner nun kompakter, griffiger und defensiv weit weniger anfällig als noch in der enttäuschenden ersten Hälfte.

So haben sich, trotz der schwachen ersten Hälfte, den Ausgleich durchaus verdient- zumindest laut Coach Kwasniok: „Wir haben uns den Punkt mit der zweiten Halbzeit verdient. […] Wir hatten das Gefühl, dass wir noch ein Tor erzielen können, und die Kontrolle über das Spiel. Dennoch denkt man, wenn die Großchance von Luca Waldschmidt nicht reingeht, dass es heute eng wird. Aber das Spiel dauert 90 Minuten plus X und dann hatten wir mit dem abgefälschten Schuss das nötige Glück auf unserer Seite. Die Jungs haben bis zum Schluss alles gegeben. Über 95 Minuten gesehen war es nicht unverdient, auch wenn der Spielverlauf dann ein bisschen glücklich für uns war.“

Alarmzeichen vor dem Duell mit St. Pauli

Unklare Zuteilungen, zu große Abstände zu den Gegenspielern und insgesamt unzureichender Zugriff in den Zweikämpfen sind beim FC nichts Neues mehr. Selten jedoch traten diese Defizite so deutlich zutage wie in den ersten 45 Minuten in Bremen. Die Partie offenbarte schonungslos, wie sehr die Kölner Defensive ins Schwimmen geraten kann, wenn Abstimmung und Zweikampfintensität nicht stimmen. Nun bleibt abzuwarten, ob Lukas Kwasniok beim anstehenden Heimspiel gegen den FC St. Pauli am kommenden Samstag von Beginn an Gehör bei seiner Mannschaft findet und ob die fragilen Mechanismen in der Defensive rechtzeitig stabilisiert werden können.


Joker Lennemann stürzt Tabellenführer: U21 gewinnt in Nachspielzeit auf Schalke

Borie von der U21 des 1. FC Köln
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Joker Lennemann stürzt Tabellenführer: U21 gewinnt in Nachspielzeit auf Schalke

Die FC-Reserve hat die Hinrunde der Regionalliga West mit einem Paukenschlag beendet: Die U21 des 1. FC Köln gewann bei der U23 des FC Schalke 04 in der Nachspielzeit mit 3:2 (2:1) und entthronte damit den bisherigen Spitzenreiter.

Das Team von Evangelos Sbonias schaffte eine starke Reaktion nach der Dortmund-Pleite (3:5) eine Woche zuvor: Die U21 des 1. FC Köln gewann bei der U23 des FC Schalke 04.

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Die Kölner erwischten im Parkstadion den besseren Start und gingen sogar mit zwei Toren in Führung. Marvin Ajani, der diesmal aus dem Sturm auf die linke Außenbahn rückte, war dabei der Mann der Anfangsphase. Zunächst legte er den Ball in den Lauf von Etienne Borie, der mit einem strammen Schuss aus linker Position im Sechzehner ins lange Eck zum 1:0 für den FC traf (16.). Acht Minuten später rutschte ein Kölner Eckball von der rechten Seite durch auf den linken Flügel. Patrik Kristal servierte die Kugel hoch in den Sechzehner, wo Ajani zum 0:2 einköpfte (24.).

“Wir kriegen zu leicht den Anschlusstreffer“

Gastgeber antworteten aber schnell und kamen durch Jakob Sachse zum zügigen Anschluss. Sachse stand nach einer Ablage im Sechzehner parat und schoss den Ball mit Wucht über die Unterkante der Latte ins Tor zum 1:2 (26.). „Wir kriegen zu leicht den Anschlusstreffer“, haderte Kölns Trainer Evangelos Sbonias mit dem Spielverlauf. Und kurz nach dem Seitenwechsel wurde es noch schlimmer für sein Team, denn die Hausherren glichen aus. Yassin Ben Balla verwertete eine flache Hereingabe von der linken Seite zum 2:2 (50.). „Die Jungs haben sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen“, lobte Sbonias, konstatierte aber auch: „und haben viel verteidigen müssen in der zweiten Halbzeit.“

In der Nachspielzeit folgte sogar noch das Happy End für die Kölner bei einem Konter: Marvin Ajani verlängerte einen hohen Ball aus dem eigenen Sechzehner in der gegnerischen Hälfte in den Lauf des eingewechselten Bernie Lennemann, der sich im Schalker Strafraum gegen einen Gegenspieler durchsetzte und den Ball ins lange Eck zum 2:3 schob (90.+1). Damit durften die Kölner wie schon drei Wochen zuvor in Rödinghausen noch einen späten Siegtreffer bejubeln. „Das fühlt sich natürlich gut an“, bekannte Sbonias nach dem Abpfiff.

Rückrunden-Auftakt gegen den 1. FC Bocholt

Es hätte sogar noch ein vierter Treffer für den FC fallen können. Schalke verlor den Ball und Lennemann sprintete auf das verwaiste Tor zu, weil der Torhüter Faaris Yusufu mit aufgerückt war. Der Kölner Stürmer wurde allerdings von Ingyom Jung zu Fall gebracht, der für diese Notbremse die rote Karte sah (90.+4). Lennemann derweil kommt immer besser ins Rollen, traf bereits im zweiten Spiel in Folge und dürfte in dieser Form sicher auch bald wieder in der Startelf auftauchen. Für die U21 endet das Spieljahr 2025 am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem Heimspiel zum Rückrunden-Auftakt gegen den 1. FC Bocholt.

1. FC Köln U21: Marutzki – Neumann, Mausehund, Dabrowski, Özkan, Ajani – Kristal, Kujovic (33. Harchaoui/85. Lechner) – Borie (85. Dürholtz) – Toure (69. Yacobi), Adamyan (69. Lennemann).

Tore: 0:1 Borie (16.), 0:2 Ajani (24.), 1:2 Sachse (26.), 2:2 Ben Balla (50.), 2:3 Lennemann (90.+1). Zuschauer: 270. Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Jung (Schalke/90.+4).


Rav van den Berg ist einer der Lichtblicke beim 1:1 des 1. FC Köln

Rav van den Berg im Duell gegen Werder Bremen
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Rav van den Berg ist einer der Lichtblicke beim 1:1 des 1. FC Köln

Durch die Verletzung von Dominique Heintz spielte Rav van den Berg früher und mehr als zunächst geplant. Doch der Abwehrspieler machte ein gutes Spiel für den 1. FC Köln: Rav van den Berg gibt ein starkes Comeback.

Nach gut zwei Monaten stand er wieder auf dem Platz für den 1. FC Köln: Rav van den Berg gibt gegen Werder Bremen ein starkes Comeback und macht nun Hoffnung auf mehr. Nach der Verletzung von Dominique Heintz kommt der Trainer wohl nicht mehr an dem Innenverteidiger vorbei.

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Lukas Kwasniok hatte dann doch seine Bedenken, Rav van den Berg von Beginn an zu bringen. Schon am Freitag hatte der Trainer angedeutet, dass er sich nicht sicher sei, ob der Niederländer in der Startelf stehen würde. Kwasniok erklärte, er habe ja auch eine gewisse Verantwortung für seine Spieler. Und das Risiko bei Rekonvaleszent van den Berg schien dem Trainer dann wohl zu groß. Fast schon paradox, dass nur zehn Minuten nach Beginn der Partie mit Dominique Heintz ein anderer Innenverteidiger ausfiel – der fünfte auf die gesamte Spielzeit bezogen – und van den Berg dann doch zu seinem Einsatz kam. Eine undankbarer Einstieg, denn die Geißböcke waren zu diese Zeitpunkt schon massiv in die Defensive gerückt, verteidigten die Bremer Offensivbemühungen und das an manchen Ecken (oder auf den Seiten) nicht besonders gut.

Viele Ballkontakte, sichere Pässe

Van den Berg war aber sofort da, verteidigte im Zentrum, blockte, was das Zeug hielt – unter anderem gegen Cameron Puertas wenige Minuten nach seiner Einwechslung. Vor allem störte der Innenverteidiger aber Romano Schmid bei seinem Run Richtung Kasten von Marvin Schwäbe. Möglicherweise so entscheidend, dass der Bremer dann auch am Kölner Keeper scheiterte. Van den Berg steigerte sich in der Viererkette im zweiten Abschnitt dann noch einmal mehr. Der Niederländer hatte am Ende des Spiel die meisten Ballkontakte aller Kölner aufzuweisen und eine überragende Passquote von 96 Prozent. Natürlich gelang auch van den Berg nicht alles. Der 21-Jährige verlor auch einige Zweikämpfe, war aber der stabilste Kölner Verteidiger.

Dass der Neuzugang am kommenden Wochenende gegen den FC St. Pauli zur Startelf gehört, ist wohl angesichts der neuerlichen Verletzung in der hintersten Kölner Reihe sehr wahrscheinlich. Neben dem Niederländer steht dem FC bei einem Ausfall von Heintz als nomineller Innenverteidiger nur noch Cenk Özkacar zur Verfügung. Eigentlich kommt der Kölner Trainer am kommenden Samstag also ab dem Abwehrspieler nicht mehr vorbei. Zumal auch Kwasniok einen guten Eindruck von seinem Innenverteidiger hatte hatte. „Die Kombination hinten raus mit van den Berg und Sebulonsen hat mir sehr sehr gut gefallen“, sagte der Coach nach der Begegnung.

Und van den Berg? „Ich kann noch deutlich besser spielen, aber das ist klar nach dem ersten Spiel nach einer so langen Zeit“, sagte der Verteidiger. Dass van den Berg bereit für die Startelf ist, hat der Spieler auf jeden Fall bewiesen.

Verein bestätigt: Auch Dominique Heintz muss beim 1. FC Köln zunächst aussetzen

Dominique Heintz vom 1. FC Köln
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Verein bestätigt: Auch Dominique Heintz muss beim 1. FC Köln zunächst aussetzen

Am Samstagnachmittag hatte es sich angedeutet, am Sonntag wurde es bestätigt: Dominique Heintz wird dem 1. FC Köln zunächst fehlen. Das gab der Verein am Sonntagvormittag bekannt.

Die Innenverteidigung bleibt die personelle Achillesferse der Geißböcke. Denn auch Dominique Heintz wird dem 1. FC Köln zunächst fehlen. Das gab der Club am Sonntag bekannt.

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Rav van den Berg kam gegen Werder Bremen schneller zu seinem Comeback in der Bundesliga als eigentlich angedacht. Bereits nach dem Ausfall von Joel Schmied wurde der Sommer-Neuzugang als mögliche Option für die Startelf gegen Bremen gehandelt. FC-Trainer Lukas Kwasniok stellte van den Berg allerdings nicht zu Beginn an auf. Doch dann kam alles anders als geplant. Dominique Heintz musste im Weserstadion in der 12. Minute das Spielfeld verlassen. Der Abwehrspieler fasste sich an den Oberschenkel und konnte die Partie nicht weiter bestreiten. Mit Heintz fällt der nächste Innenverteidiger aus. Wie der FC am Sonntag bestätigte, hat sich der Routinier eine muskuläre Verletzung zugezogen. Es handele sich um einen „kleinen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich“, so der Verein. Die Diagnose wurde bei einer MRT-Untersuchung verifiziert.

Heintz ist der fünfte Ausfall bei den Geißböcken

Kwasniok hatte bereits am Samstagnachmittag geahnt, dass es für Heintz nach einem Ausfall aussehen könnte: „Das gehört leider dazu, dass jetzt gefühlt alle Innenverteidiger ausfallen. Das ist wie verhext. Für mich ist wichtig, dass wir auch da wieder Lösungen gefunden haben“, so Kwasniok nach der Begegnung. Besonders ärgerlich für die Geißböcke ist, dass bereits Timo Hübers mit einer schweren Knieverletzung längerfristig ausfällt sowie Joel Schmied im Duell gegen Frankfurt in der vergangenen Woche ebenfalls frühzeitig vom Platz musste und dem Verein aktuell fehlt. Zudem fehlt dem FC Luca Kilian nach dem dritten Kreuzbandriss. Im Trainingslager in Bad Waltersdorf hatte sich zudem Julian Pauli verletzt. Der Youngster ist bekanntlich mittlerweile an Dresden verliehen. Van den Berg ist nach seiner Schulterverletzung wieder einsatzbereit.

Neben dem Rückkehrer van den Berg ist Cenk Özkacar nun der einzige fitte gelernte Innenverteidiger im Kölner Kader. Schon in den vergangenen Wochen mussten mit Eric Martel oder Sebastian Sebulonsen immer wieder positionsfremde Spieler im Abwehrzentrum ran. Wie lange Heintz ausfallen wird, konnte der Verein noch nicht sagen.