Beim FC ist er einer der Durchstarter der Saison, mit seiner Nationalmannschaft darf er auf die WM hoffen. Doch der Schritt wird nicht einfach in den WM-Playoffs: Jakub Kaminski trifft mit Polen zunächst auf Albanien.
Zwar war das letzte Gruppenspiel der EM-Quali für die Polen noch einmal eine echte Herausforderung, doch die Mannschaft um FC-Profi Jakub Kaminski hat es am Ende dann doch souverän in die Playoffs geschafft. Der Traum vom Endturnier lebt, er nimmt aber eine ordentliche Zielgerade in den WM-Playoffs: Jakub Kaminski trifft mit Polen auf Albanien. In einem Endspiel würde eine große Herausforderung warten.
Will auch bei der WM mit Polen jubeln
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Nach dem bitteren Aus von Isak Johannesson mit Island ist die Chance, FC-Profis bei der WM in den USA, in Mexiko und Kanada zu sehen, wieder ein wenig gesunken. Stammkräfte in ihren Nationalmannschaften gibt es zurzeit nur zwei: Johannesson und Jakub Kaminski. Während Spieler wie Said El Mala, Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen auf eine Berufung für ihre bereits qualifizierten Nationalmannschaften hoffen, ist Kaminski zwar Stammspieler, Polen aber noch nicht qualifiziert. Dazu fehlen noch zwei Schritte und mindestens der Zweite dürfte es so richtig in sich haben. Im ersten Playoff-Spiel trifft Polen zu Hause auf Albanien und ist dort sicherlich Favorit. Allerdings ließ der kommende Gegner in der Gruppe Serbien und Lettland hinter sich, die schon Erfahrungen auf großen Turnieren sammelten.
Schwere Aufgabe für Bosnien
In einem möglichen Endspiel trifft Polen dann auf den Sieger der Begegnung zwischen der Ukraine und Schweden. Die Ukrainer schmiss im Kampf um den Playoff-Platz Island aus der Qualifikation. Wie beim FC gehört der 23-Jährige auch bei der A-Nationalmannschaft zu den absoluten Leistungsträgern. In vier Gruppen werden jeweils die letzten WM-Tickets für Europa vergeben. Die Turniere bestehen jeweils aus den Halbfinalen und dem Endspiel. Es gibt kein Rückspiel. Die Partien finden Ende März statt. Die Auslosung der WM wird allerdings schon am 5. Dezember (18 Uhr) in Washington ausgetragen. Denis Huseinbasic und Jusuf Gazibegovic hoffen ebenfalls noch auf die Playoffs. Bosnien-Herzegowina trifft auf Wales und dann auf den Sieger der Partie Italien gegen Nordirland.
Allerdings sind beide FC-Profis aktuell nicht Teil der bosnischen Nationalmannschaft. Gerade Gazibegovic dürfte es als Edelreservist beim FC auch schwer haben, sich in den Fokus zu spielen. Auch deswegen gilt ein Wechsel im Winter als sehr wahrscheinlich.
Nach der Länderspielpause steht am Samstag das Duell gegen die Eintracht auf dem Programm. Lukas Kwasniok feilt an der richtigen Formation und stellt einigen Spieler die Startelf in Aussicht beim 1. FC Köln: Jan Thielmann könnte gegen Frankfurt beginnen.
Das Lazarett bei den Geißböcken lichtet sich. Bis auf die Langzeitverletzten könnte der Kölner Coach aus dem Vollen schöpfen beim 1. FC Köln: Jan Thielmann könnte gegen Frankfurt beginnen.
Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz des 1. FC Köln
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Nach der Länderspielpause ist der Fokus jetzt voll auf die Begegnung gegen Frankfurt gerichtet. Und der Kölner Coach ist guter Dinge, dass vor allem auch die Nationalspieler gesund zurückgekommen sind. „Alle in einem anderen Zustand. Der eine hat sonntags gespielt, der andere montags, wieder einer dienstags. Dazu kommt der mentale Zustand. Es macht schon etwas mit Spielern, wenn man sich mit seinem Land qualifiziert oder eben nicht“, sagte Kwasniok. „Es standen mir jetzt im Training alle zur Verfügung. Es ist nicht selbstverständlich Ende November alle Spieler beisammen zu haben.“ Bis auf die Langzeitverletzten, fügte der Coach noch an.
„Er ist sicherlich noch nicht so weit“
So steht durchaus eine Rückkehr des Innenverteidigers aus den Niederlanden bevor. „Bei Rav ist es natürlich so, dass er schon länger rausgewesen ist. Wir haben mit dem niederländischen Verband schon auch die Absprache gehabt, dass er die Trainingswoche nutzen soll und dann auch seine ersten Spielzeiten bekommen soll“, sagte Kwasniok. „Es ist schon so, wenn du länger rausgewesen bist, dass du dann Rhythmus brauchst. Das ist relativ normal. Ich muss morgen mal mit ihm reden, wie er sich fühlt. Er ist sicherlich noch nicht so weit, dass er beginnen kann.“ Dadurch wird wohl Eric Martel einmal mehr im Zentrum der Dreierkette stehen.
Anders sieht es bei Jan Thielmann aus. „Der Jan ist nicht ganz so lange ausgefallen, das hilft einem, um schnell wieder eine Option zu sein“, sagte Kwaniok. „Er ist einer körperlich extrem guten Verfassung gewesen. Also wirklich Top, top, top. Er hat da wirklich wenig verloren. Deshalb stellt er mehr als eine Kaderoption dar. Weil er gerade auch in Heimspielen, wo du abarbeiten und einem Gegner wehtun musst, gerade bei einem so starken Gegner, da hilft er sehr. Da stellt er eine Option für die Startelf dar.“ Das gleiche gilt für einen weiteren Schienenspieler. „Seb ist mit seiner Wucht gerade gegen eine so spielstarke Mannschaft wie gegen Frankfurt eine Option von Beginn an“, sagte der Trainer.
Ob Said El Mala von Beginn an spielen wird, ließ der Coach offen. Auch, weil er sich selbst noch nicht entschieden habe. Marius Bülter wird nach seinem Magen-Darm-Infekt sicher keine Option für die Anfangsformation.
Gegen Borussia Mönchengladbach tat sich der FC im Derby schwer. Und das, obwohl die Geißböcke doch eine große Dominanz ausstrahlten. Nun kommt mit der Eintracht ein anderes Kaliber an den Rhein. Und dennoch könnte das Lukas Kwasniok und Co. gerade recht sein. Kommt Frankfurt dem 1. FC Köln gerade recht?
Die Dominanz war beachtlich, die meisten Zahlen sprachen für Köln. Das Ergebnis am Ende nicht. Der FC hatte im Derby seine Schwierigkeiten, das Spiel zu gestalten. Nun empfangen die Geißböcke mit der Eintracht einen anderen Gegner. Und so stellt sich zwangsläufig die Frage: Kommt Frankfurt dem 1. FC Köln gerade recht?
Eric Martel im Spiel für den 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt (Foto: Leon Kuegeler/GettyImages)
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Gefühlt war die Maßnahme eine richtige. Fünf Tage hatte Lukas Kwasniok seiner Mannschaft in der vergangenen Woche frei gegeben. Und die Spieler hatten sie zum Teil für kleinere Trips genutzt. Die Derbypleite scheint angesichts der Karnevalstage, der Länderspielpause oder vielleicht auch dem Wirbel um Said El Mala und der A-Nationalmannschaft ein wenig verblasst. Der Fokus der Mannschaft ist ohnehin bereits auf die kommende Aufgabe gerichtet. Zwei Wochen nach dem letzten Topspiel steht schon das nächste auf dem Programm – zumindest nominell. Denn die Kölner empfangen die Eintracht um 18.30 Uhr zum Flutlichtspiel. Dabei galt es wohl durchaus die Niederlage in Gladbach aufzuarbeiten. Auch, wenn viele Statistiken für den FC sprachen, war das Duell bei den Fohlen wohl der bislang schwächste Saisonauftritt.
Im Schlussdrittel fällt dem FC wenig ein
Die Gründe für die Niederlage waren sicher vielschichtig – und irgendwo zwischen „externen Entscheidungen“, Momentum und schwacher Leistung angesiedelt. Fakt ist aber, dass den Kölnern einmal mehr mit Ball herzlich wenig eingefallen ist. Der FC hatte die Kugel mehr als 60 Prozent, war offenbar überrascht, dass die Fohlen herzlich wenig für den eigenen Spielaufbau tun wollten und taten. Die Dominanz war deutlich, doch gerade im Schlussdrittel versandeten die Versuche. Kein neues Problem. Schon in der vergangenen Spielzeit gab es gerade zum Ende der Hinrunde zahlreiche Spiele, in denen sich Köln zu einem mühsamen Sieg zitterte – trotz Dominanz, trotz höherer individueller Qualität. Und auch in dieser Saison gab es Spiele, in denen der FC mehr Ballbesitz als der Gegner hatte und sich vor dem Tor schwer tat.
Frankfurt besonders kaltschnäuzig
Insofern dürfte die Begegnung gegen die Eintracht zur rechten Zeit kommen. Denn in dem Duell dürfte es dann doch eine andere Spieldynamik geben. Zwar gehört Frankfurt aktuell nicht zu den Top-5-Teams der Liga, der Anspruch geht aber genau in diese Richtung. Dino Toppmöller schielt mit seinem Team auf jeden Fall erneut Richtung Champions League. Und das ist bei dem Kader der Hessen, dem Etat und der individuellen Klasse auch nicht hoch gegriffen. Insofern ist Frankfurt am Samstagabend wohl der Favorit und wird versuchen, sein Spiel aufzuziehen. Bislang kommt die SGE in dieser Spielzeit auf einen Ballbesitz von 55 Prozent. Nur Bayern, Stuttgart und Leverkusen haben einen deutlich höheren Wert. Das wird wohl auch gegen Köln die Marschroute sein.
Der FC wird wohl dagegen wieder auf Umschaltmomente und den Weg in die Tiefe setzen. Eigentlich dürfte das den Kölnern entgegen kommen. Doch Frankfurt weiß im gegnerischen Schlussdrittel auch etwas mit dem Ball anzufangen. Die Hessen verfügen über den drittgefährlichsten Sturm der Liga. 23 Tore hat die Eintracht schon erzielt, obwohl der xGoals-Wert bei 14,5 und damit deutlich unter dem der Geißböcke (17) liegt. Zudem erspielten sich die Frankfurter die drittmeisten Großchancen. Die Spielweise dürfte dem FC also entgegen kommen, riskant wird es wohl dennoch.
Die erste A-Nationalmannschafts-Luft durfte Said El Mala in der vergangenen Woche nun schnuppern. Um auf den WM-Zug noch aufzuspringen, hat Bundestrainer Julian Nagelsmann eine Forderung gestellt. Dabei glänzt der Youngster in anderer Rolle beim 1. FC Köln: Said El Mala soll als bester Joker Stammspieler werden.
Für den Kölner Youngster ist eine WM-Nominierung immer noch möglich. Doch sie ist an eine Bedingung geknüpft. Und die steht nicht im Einklang mit seinen besten Leistungen beim 1. FC Köln: Said El Mala soll als bester Joker Stammspieler werden.
Said El Mala nach seinem Tor für den 1. FC Köln gegen den HSV
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Wäre Said El Mala noch bis Montagabend bei der Nationalmannschaft geblieben, möglicherweise hätte er ähnlich wie Assan Ouédraogo seine ersten Minuten im A-Team abgerissen. Das Spiel gegen die Slowakei war recht früh entschieden, Deutschland kann in die Planungen für die WM starten. Doch El Mala hatte bekanntlich nicht mehr die Chance, für die A-Mannschaft aufzulaufen, der Kölner Youngster war bei der U21 im Einsatz, zeigte eine gute Leistung, leitete den 2:0-Erfolg mit einem Assist ein. Aber Julian Nagelsmann hat die Tür für den 19-Jährigen bei der A-Elf nicht geschlossen, der Youngster kann durchaus noch auf den WM-Zug aufspringen. Wenn er dafür auch noch einige Hausaufgaben erledigen muss. Und die hat ihm Nagelsmann öffentlich mit auf den Weg gegeben. El Mala soll doch bitte unangefochtener Stammspieler beim 1. FC Köln werden.
Bundestrainer stellt Bedingung
Nun ist das gar nicht so leicht. Denn so wirklich unangefochten ist in Köln kaum ein Spieler. Marvin Schwäbe, Eric Martel und Jakub Kaminski gehören bei den Geißböcken zum absolut festen Stamm-Ensemble. Und gerade auf den offensiven Außenpositionen ist die Konkurrenz bei den Geißböcken bekanntlich besonders groß – auch für ein 19-jähriges Supertalent. „Der Kölner Kader ist gut. Trotzdem muss er den Anspruch an sich haben, die Baustellen, die Lukas Kwasniok ihm mitgegeben hat, die ich ihm auch noch mal gesagt habe, zu beseitigen und dann unangefochtener Stammspieler zu sein“, sagte Nagelsmann. „Dann hat er auch die Möglichkeit, in der A-Nationalmannschaft für Furore zu sorgen. Es liegt am Ende dann an ihm.“ Das ist unterm Strich natürlich richtig und doch auch wieder nicht ganz.
Denn am Ende des Tages liegt die Entscheidung dann eigentlich am Bundestrainer und an der Hürde, die er aufgelegt hat. Und bei der Überquerung der Latte spielt dann eben auch Lukas Kwasniok eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Zuletzt hatte auch der Kölner Coach angedeutet, dass El Mala mehr als nur noch der Joker sei. Der 19-Jährige sei „mehr als nur eine ernsthafte Startelf-Option geworden“, so Kwasniok. „Das wichtigste ist es, gute Spieler nicht daran hindern, noch besser zu werden. Ich glaube, wenn ich ihn wenig spielen lassen würde, würde ich ihn daran hindern.“ Also eigentlich alles gut. Eigentlich, denn da ist noch eine andere Wahrheit. Denn bislang hat El Mala beim FC am besten funktioniert, wenn er von der Bank kam.
Joker oder Stammspieler
Nicht umsonst ist der Youngster der beste Joker der Liga. Drei Tore erzielte der gebürtige Krefelder als Einwechselspieler, zwei weitere bereitete er vor. Kein weiterer Einwechselspieler kommt bereits auf drei Treffer, kein weiterer auf fünf Scorerpunkte. Und in den meisten Fällen hat El Mala nach seiner Einwechslung das Spiel verändert, der Begegnung eine neue Dynamik gegeben. Zu Beginn der Spielzeit hatte Kwasniok immer wieder betont, dass es dann auch darum ginge, zu schauen, wo ein Spieler der Mannschaft am meisten bringe. Und dann darf auch die Frage erlaubt sein, ob ein Spiel verändernder Joker wirklich unangefochtener Stammspieler sein muss, um in der Nationalmannschaft vielleicht ebenfalls als Einwechselspieler für Furore zu sorgen.
Seit mittlerweile über vier Jahren spielt Marvin Schwäbe in der Domstadt. In seiner Zeit hat er sich gegen mehrere Konkurrenten durchgesetzt und wird nun gegen Eintracht Frankfurt einen Meilenstein erreichen beim 1. FC Köln: Marvin Schwäbe steht vor einem besonderen Jubiläum in der Bundesliga.
Kapitän, Stammtorhüter, Leistungsträger: Marvin Schwäbe ist eine der Schlüsselfiguren bei den Geißböcken. Und das mittlerweile schon seit einigen Jahren. Wie wichtig er in den vergangenen Jahren war und jetzt ist, zeigt sich nun an einer Marke, die der Keeper am Wochenende erreichen wird beim 1. FC Köln: Marvin Schwäbe steht vor Jubiläum in der Bundesliga.
Marvin Schwäbe bestreitet sein 100. Bundesligaspiel
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Bereits vor der Saison wurde Marvin Schwäbe eine besondere Ehre zuteil: Lukas Kwasniok ernannte den Kölner Keeper zu seinem Kapitän. Eine im Nachhinein sehr nachvollziehbare Entscheidung. Schließlich hatte der 30-Jährige in der abgelaufenen Saison einen großen Anteil am Aufstieg in die Bundesliga und ging als einer der Leistungsträger voran. Auch geht der Schlussmann mittlerweile in seine fünfte Spielzeit in der Domstadt und ist damit einer der Profis im Kader, der am längsten schon im Verein ist. Das zeigt sich auch an einer besonderen Marke, die der Torwart aller Voraussicht nach am Wochenende in der Partie gegen Eintracht Frankfurt erreichen wird: Dann bestreitet Schwäbe sein 100. Spiel in der Bundesliga. Und diese hat er alle für den FC absolviert.
Durchgesetzt gegen Horn und Urbig
Ein großer Meilenstein für den Keeper, der in seiner Zeit in der Domstadt aber auch immer wieder Widerstände überwunden hat, um nun diese Marke erreichen zu können. So war Schwäbe 2021/22 erst nur die Nummer zwei hinter Timo Horn. Diesen konnte der Schlussmann aber nach gut einem Drittel der Saison verdrängen und war seitdem für die nächsten Jahre Stammtorwart und sicherer Rückhalt für die Geißböcke. Bis zum Beginn der abgelaufenen Spielzeit, als Trainer Gerhard Struber zum Saisonstart auf Youngster Jonas Urbig als Nummer Eins setzte. Aber erneut konnte der 30-Jährige seine Chance nutzen und verdrängte seinen jüngeren Konkurrenten wieder auf die Bank.
Und so kam es dann diesen Sommer sogar zur „Beförderung“ des Schlussmanns. Dabei geht Schwäbe nicht nur mit seiner Erfahrung voran, sondern auch mit Leistungen. So hat der Torwart nach einer kurzen Schwächephase gegen Leipzig und Stuttgart in den vergangenen Partien wieder überzeugt und lieferte einige richtig starke Leistungen ab. Wie gut der Keeper in dieser Saison ist, zeigt sich auch in der Statistik. So steht FC-Kapitän mit 68,8 Prozent abgewehrten Schüssen im Liga-Vergleich auf Rang Sechs und zeigte dabei pro Spiel 2,35 Paraden. Damit liegt er in dieser Statistik auf Platz Vier. Und in der Vereitelung von Großchancen ist Schwäbe im Vergleich mit den anderen Torhüter der Bundesliga sogar der Beste: Von diesen wehrte der 30-Jährige die Hälfte ab, ein starker Wert.
Jubiläum gegen Jugendmannschaft
Schwäbe ist daher weiter unfassbar wichtig für die Kölner. Dabei dürften alle im Verein hoffen, dass zu den dann bald 100 Bundesligaspielen noch einige weitere hinzukommen und der Keeper die Geißböcke mit seinen Paraden zum Klassenerhalt führt. Dass der Schlussmann sein Jubiläum gegen Eintracht Frankfurt feiert, dürfte für ihn nochmal etwas Besonderes sein. Denn bei der SGE wurde der 30-Jährige in der Jugend für mehrere Jahre ausgebildet, eher er 2013 zur zweiten Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim wechselte. Nun kann Schwäbe ausgerechnet gegen die Mannschaft, bei der er die Grundlagen für seine spätere Bundesliga-Karriere beim FC gelernt hat, sein 100. Ligaspiel feiern. Dabei dürfte aber vor allem eine Sache das Jubiläum für den Routinier perfekt machen: ein Sieg für die Geißböcke.
Sieben Akteure haben die Geißböcke aktuell verliehen. Doch nicht alle werden zurückkehren zum 1. FC Köln: Diese Leihspieler könnten im Sommer wieder zur Option werden.
Mit Leihspielern hat der FC in der jüngeren Vergangenheit bekanntlich gute Erfahrungen gemacht. Dementsprechend sind auch aktuell wieder einige Akteure an andere Clubs verliehen. Doch nicht alle Akteure empfehlen sich für weitere Aufgaben in Köln und es sollen sich wohl auch nicht alle für mehr empfehlen beim 1. FC Köln: Diese Leihspieler könnten im Sommer zur Option werden.
Julian Pauli beim Training des 1. FC Köln
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Potenzielle Rückkehrer
Julian Pauli: Der Shootingstar der vergangenen Saison soll in der 2. Bundesliga bei Dynamo Dresden Spielpraxis sammeln, um in der kommenden Spielzeit in Köln wieder zu einer Option zu werden. Dass er das kann, hat er zumindest in der zweiten Klasse schon bewiesen. Und gerade nach den schweren Verletzungen von Timo Hübers und Luca Kilian, inklusive der Ungewissheit über deren Zukunft, könnte Pauli ein Zukunftsversprechen werden. Zumal auch die Verträge von Dominique Heintz und Cenk Özkacar auslaufen. Doch aktuell bremst das Talent noch eine Oberschenkelverletzung aus. Der Youngster arbeitet an seinem Comeback. Dann muss er schnell wieder in die Spur finden. Tendenz: Gute Chancen aufs kommende FC-Trikot
Elias Bakatukanda: Der zweite verliehene Innenverteidiger befindet sich dagegen auf einem sehr guten Weg. Bakatukanda ist bei Blau-Weiß Linz nach einem Jahr eigentlich unangefochtener Stammspieler. Eigentlich, weil er am vergangenen Spieltag das erste Mal in dieser Saison nicht in der Startelf stand und auch nicht eingewechselt wurde. Der Abwehrspieler kommt in Österreich dennoch auf die erhoffte Einsatzzeit. Der 20-Jährige wird optimal auf höhere Aufgaben vorbereitet, auch, wenn es in Linz für den Club sportlich nicht rund läuft. Angesichts der Verletzungsmisere der Kölner Hintermannschaft hat auch der zweite Innenverteidiger alle Möglichkeiten. Tendenz: Gute Chancen aufs kommende FC-Trikot
Wackelkandidaten
Jaka Potocnik: Der junge Slowene fährt weiter auf der wilden Fahrt seiner Karriere. Bei Rot-Weiss Essen wurde der Stürmer von seinem Trainer jüngst über den grünen Klee gelobt. Potocnik hatte gegen Ingolstadt getroffen und einen insgesamt starken Auftritt hingelegt. Nur Stunden später wurde eine Verletzung diagnostiziert und der nächste Ausfall vermeldet. Dabei geht es für Potocnik natürlich auch um die Zukunft in Köln. Auf den großen Durchbruch wartet der 20-Jährige nach wie vor. Angesichts der aktuell starken Konkurrenz in Köln, muss der Angreifer noch mächtig zulegen. Tendenz: Wackelkandidat
Chilohem Onuoha: Der Stürmer stand am Samstag einmal mehr erwartungsgemäß in der Startelf. Denn im Gegensatz zur 3. Liga ist der Angreifer im Landespokal beim SC Verl gesetzt. Im Ligabetrieb kommt der 20-Jährige nicht über die Rolle des Jokers hinaus. Dabei blitzt das Talent des gebürtigen Berliners immer wieder auf. Und genau dieses ist beim FC auch bekannt. In dieser Spielzeit erhofften sich die FC-Verantwortlichen mehr Einsatzzeit, damit „Chilo im nächsten Jahr beim FC voll angreifen kann“. Ob er die Chancen wirklich bekommt, ist fraglich. Denn die Konkurrenz in Köln ist groß. Tendenz: Großer Wackelkandidat
Werden es schwer haben
Rasmus Carstensen: Der Rechtsverteidiger sollte lange eine Baustelle schließen, die offensichtlich zu groß für den Abwehrspieler war. Bei Lech Posen in der vergangenen Spielzeit, aber auch jetzt bei Aarhus ist der 24-Jährige dagegen Stammspieler und Leistungsträger. Tatsächlich hat Carstensen mit seinem dänischen Club erneut die Chance auf einen Titel. Die Chance auf Einsatzzeit beim FC wird es wohl auch in Zukunft nicht geben. Der Sinn der erneuten Leihe ist von außen nur schwer zu verstehen, aber als Externe auch nur schwer zu beurteilen. Immerhin soll Aarhus über eine Kaufoption verfügen und könnte die schon bald ziehen. Dann würden die Kölner wohl noch eine Ablöse kassieren. Tendenz: Ohne FC-Zukunft
Mansour Ouro-Tagba: Der 20-Jährige kommt in der Zweitvertretung des VfB Stuttgart immer besser zu recht. Noch in der vergangenen Spielzeit deutete viel darauf hin, dass er zum Sorgenkind der Leihspieler werden könnte. Der in New York geborene Stürmer kommt aktuell auf vier Tore und drei Assists. Damit sammelt Ouro-Tagbe ordentlich Pluspunkte. Nur wohl nicht mehr für den FC. Sollte die Leistungskurve weiter nach oben zeigen, wird Stuttgart wohl die Kaufoption ziehen. Tendenz: Ohne FC-Zukunft
Das Sorgenkind?
Imad Rondic: Der Bosnier entwickelt sich immer mehr zum Sorgenkind der Geißböcke. Im vergangenen Winter als Sturmhoffnung verpflichtet, konnte Rondic diese Erwartungen in der Rückrunde der Vorsaison nicht erfüllen. Ziemlich schnell hat Lukas Kwasniok, der als gegnerischer Trainer den einzigen FC-Treffer des Stürmers in der vergangenen Spielzeit bestaunen durfte, festgestellt, dass der Angreifer nicht in sein System passen würde. Die erneute Leihe nach Polen entwickelt sich nicht als Glücksgriff. Denn Rondic spielt auch in Rakow keine große Rolle. So sammelt der Angreifer keine Pluspunkte. Weder für den FC noch für andere Clubs. Dabei würde der FC Rondic gerne lieber fest abgeben. Tendenz: Ohne FC-Zukunft
Die bisherige Punkteausbeute aus den Samstagabend-Duellen des FC sieht für die Begegnung gegen Eintracht Frankfurt rein statistisch nicht gerade gut aus. Der 1. FC Köln konnte in den Topspielen bisher nicht punkten. Das soll sich am kommenden Samstagabend ändern.
Besonders glücklich verliefen die Duelle am Samstagabend für die Geißböcke bisher nicht. Allerdings nicht aufgrund schlechter Leistung, sondern auch aufgrund des fehlenden Quäntchen Glücks. So hätten zumindest zwei der drei bisher absolvierten Duelle auch anders ausgehen können. Der 1. FC Köln konnte in den Topspielen bisher nicht punkten.
Lukas Kwasniok mit den Spielern des 1. FC Köln
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Schon allein aufgrund der jüngeren Historie dürften die Vorzeichen für die Begegnung am kommenden Samstagabend eigentlich eindeutig sein. Die Eintracht hat sich in den vergangenen Jahren als eine der Top-Mannschaften der Liga etabliert, spielt in dieser Saison in der Champions League. Alleine der Kaderwert liegt laut dem Online-Portal transfermarkt.de bei rund 380 Millionen Euro. Can Uzun, Hugo Larsson und Jonathan Burkardt sind nach der Schätzung jener Experten zusammen mehr wert, als der gesamte Kölner Kader. Zwar ist die jüngere Bilanz gegen die Hessen aus Kölner Sicht alles andere als schlecht, allerdings gibt es eine weitere Serie, die der FC in dieser Saison für einen Erfolg gegen Frankfurt am Samstagabend brechen müsste.
Topspiele liegen dem FC bisher nicht
Denn Topspiele am Samstagabend liegen dem FC bislang so gar nicht. Von drei dieser Partien verloren die Geißböcke alle. Gegen RB Leipzig startete die Mannschaft von Lukas Kwasniok im September stark und fing sich bereits nach 13 Minuten das 0:1 durch Leipzigs Assan Quédraogo. Jan Thielmann konnte nur zehn Minuten später zwar ausgleichen, vor der Pause trafen allerdings Romulo Cardoso (44.) und David Raum (45. +4) innerhalb von fünf Minuten zum 3:1-Endstand. Gegen den BVB bahnte sich hingegen im Oktober schon fast die Überraschung an. Lange hielt der FC hingebungsvoll das Unentschieden und verteidigte leidenschaftlich, Maximilian Beier klaute den Kölnern dann allerdings in der sechsten Minute der Nachspielzeit doch noch den Punkt.
Und auch im vergangenen Topspiel, dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach, war das Glück bekanntlich nicht auf Seiten der Kölner. Trotz des verwandelten Elfmeters von Luca Waldschmidt musste sich der FC in Gladbach 1:3 geschlagen geben. Die Duelle zur Primetime am Samstagabend waren allesamt Auswärtsspiele und standen für die Geißböcke bisher also unter keinem guten Stern. Das soll sich am kommenden Samstag jedoch ändern. Gegen Frankfurt will der FC punkten – erneut um 18:30 Uhr, dann aber im heimischen Stadion.
Zuletzt stand Denis Huseinbasic drei Mal in Folge in der Liga in der Startelf. Möglicherweise wird sich das durch die Rückkehr von Rav van den Berg wieder ändern. Dabei ist die kommende Begegnung eine besondere für den Profi des 1. FC Köln: Denis Huseinbasic wurde bei Frankfurt einst ausgemustert.
Für den Mittelfeldspieler dürfte die Begegnung gegen die Hessen eine besondere sein. Zumindest ist noch eine Rechnung zu begleichen für den Profi des 1. FC Köln: Denis Huseinbasic wurde bei Eintracht Frankfurt einst ausgemustert.
Denis Huseinbasic mit Trainer Lukas Kwasniok
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Auf den Unterarm hat er sich zwei Worte tätowieren lassen: „samo dalje“. Worte, die er von seinen Eltern mit auf den Weg bekommen, die für seine Entwicklung, seinen Werdegang aber auch eine enorme Bedeutung haben. „Immer weiter“ könnte eine Art Motto, ein Mantra für Denis Huseinbasic sein. Denn der fußballerische Weg des Mittelfeldspielers verläuft alles andere als geradlinig. Dabei klingt so viel wie ein Märchen. Noch vor wenigen Jahren spielte er bei den Senioren von Kickers Offenbach, als 18-Jähriger – in der Regionalliga. Der Profitraum schien in weiter Ferne. Mittlerweile hat der 24-Jährige 101 Pflichtspiele für den FC absolviert. Huseinbasic trat bereits für die Geißböcke aber auch für die A-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina auf internationalem Parkett an. Noch in der Spielzeit 22/23 galt er als der Newcomer beim FC.
Huseinbasics Weg zum Profi nicht geradlinig
Kein Wunder, Huseinbasic war für 50.000 Euro an den Rhein gewechselt, nur Monate später taxierte das Online-Portal transfermarkt.de den Marktwert des Mittelfeldspielers auf fünf Millionen Euro. Und ausgerechnet ein Verein, der eigentlich für das Hervorbringen von Talenten bekannt ist, hat das von Huseinbasic offenbar falsch eingeschätzt. Vier Jahre lang trug der Hesse das Junioren-Trikot der Eintracht, galt zwar als Talent, wenn auch nicht als das große Juwel. Doch dann endete der eingeschlagene Weg bei dem Bundesligisten. Denis sei zu klein, zu schmächtig, ihm fehle es an der nötigen Einstellung – sollen Kritikpunkte gewesen sein. Dem Vernehmen nach hat der Mittelfeldspieler mal einen Balljungendienst sausen lassen, weil er nicht aufgestellt wurde. Und so teilte der Verein der Familie Huseinbasic die Entscheidung der getrennten Wege mit.
Doch „immer weiter“ galt schon damals. Huseinbasic wechselte in den Juniorenbereich der Kickers, avancierte schnell zum Stammspieler der Seniorenmannschaft und fand schließlich den Weg nach Köln. Auch in der Domstadt verläuft die Karriere nicht geradlinig. Unter Steffen Baumgart zunächst Einwechselspieler wird der Mittelfeldakteur zu einem unscheinbaren Dauerbrenner. In der vergangenen Bundesliga-Saison absolvierte er 28 Spiele, in der Aufstiegs-Spielzeit 35 Begegnungen. In dieser Saison gehört Huseinbasic nicht mehr zu Stammpersonal. Eigentlich. In zwölf Partien stand der 24-Jährige vier Mal in der Anfangsformation, spielte drei Mal gar keine Minute. Zuletzt stand Huseinbasic in der Liga drei Mal in Folge in der Startelf.
Welche Rolle übernimmt Eric Martel?
Das aber wohl auch, weil Eric Martel durch die Verletzung von Timo Hübers in die letzte Kette gerückt ist. Das könnte sich durch die Rückkehr von Rav van den Berg in den kommenden Spielen wieder ein wenig verschieben. Martel könnte zurück auf die Sechs kehren, dann wäre der ehemalige Kapitän der U21-Nationalmannschaft sicher neben Isak Johannesson gesetzt. Huseinbasic müsste sich einmal mehr zurück kämpfen. Eben „immer weiter“. Und das dürfte wohl auch für die Nationalmannschaft gelten. Denn die ist auf einem guten Weg Richtung WM. Sicher ein Traum für Huseinbasic, der aber seit Juni 25 kein Teil der bosnischen Auswahl mehr ist. Querelen mit Trainer Sergej Barbarez wurden bestritten.
Dementsprechend müsste die Tür weiter offen sein und Huseinbasics Motto einmal mehr greifen: „Immer weiter“.
Der Kölner Nachwuchs kehrt mit gemischten Gefühlen aus der Länderspiel-Pause zurück in den Spielbetrieb der Regionalliga West: Die FC-Reserve empfängt am Samstagnachmittag (15:30 Uhr) die U23 von Borussia Dortmund im Franz-Kremer-Stadion. Emin Kujovic und Fayssal Harchaoui dürfen wieder mitspielen. Malek El Mala wird dem 1. FC Köln verletzt fehlen. Zudem setzte es zwischenzeitlich eine empfindliche Testspiel-Pleite.
Es war ein ernüchternder Auftritt der U21 des 1. FC Köln am vergangenen Freitag auf dem Trainingsplatz des Drittligisten FC Viktoria Köln. Die Geißböcke verloren das Testspiel bei den Rechtsrheinischen deutlich mit 1:6 (0:1). Und Malek El Mala wird dem 1. FC Köln zudem länger verletzt fehlen.
Malek El Mala wird dem 1. FC Köln vorerst fehlen
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Der Stürmer zog sich eine schwerere Muskel-Verletzung zu. „Er fällt bis auf Weiteres aus“, haderte FC-Trainer Evangelos Sbonias im Gespräch mit come-on-fc.com mit dem Ausfall seines Torjägers. Der Coach war jedoch auch unzufrieden mit dem Verlauf des Testspiels, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf der Schäl Sick stattfand: „Wir haben ein bisschen getestet, auf das ich nicht näher eingehen möchte. Das hat phasenweise gut funktioniert und phasenweise auch nicht, was kein Problem ist, denn dafür war der Test da. Die Jungs, die nicht viel Spielzeit haben, konnten sich zeigen, aber wir als Trainer-Team wollten auch mal was ausprobieren.“
Der beste Torjäger fehlt
Mit El Mala fehlt dem FC damit vorerst der bislang beste Torjäger, der Stürmer und Sargis Adamyan erzielten jeweils fünf Treffer in dieser Saison. Dafür kehren der zuletzt gelbgesperrte Emin Kujovic sowie Fayssal Harchaoui nach dessen Rotsperre zurück. Somit hat Sbonias zumindest im Mittelfeld wieder deutlich mehr Auswahl. Das wiederum erschwert auch die Einsatzchancen für Arda Süne. Der veranlagte Offensivspieler geriet in den vergangenen Wochen in den Hintergrund. Der 20-Jährige kam in der Regionalliga zuletzt Ende September gegen Gütersloh zum Einsatz, stand seither nicht einmal mehr im Kader.
Von einer Verletzung Sünes ist derweil nichts bekannt. Zwischenzeitlich, so erfuhr unsere Redaktion, gab es beim Spieler sogar einen Berater-Wechsel. Sbonias äußerte: „Es sind immer wieder Schwankungen bei jungen Spielern, die jetzt auch bei ihm sind. Im Zentrum ist es ein Hauen und Stechen mit einer hohen Qualität. Da haben andere Jungs eine Nasenspitze vorne gerade. Nichtsdestotrotz gibt Arda Gas im Training. Wir sind in einem engen Austausch. Wenn er so weitermacht, ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis er wieder in den Kader rutscht und wieder Spielzeit bekommt.“ Für Süne brechen auch entscheidende Wochen an, denn der Vertrag des Spielers läuft im kommenden Sommer aus. Bisher konnte er der Rolle, die der heutige Technische Direktor Lukas Berg dem Talent im Mai für die laufende Saison zuwies, noch nicht gerecht werden. Berg äußerte im Mai: „Im kommenden Jahr soll und kann er auf und neben dem Platz eine gewichtige Rolle in der Mannschaft einnehmen, um so auf das nächste Level zu kommen.“
Für die U21 geht es derweil darum, den jüngsten Aufwärtstrend in der Regionalliga gegen Dortmunds Reserve zu bestätigen. Zuletzt gewann die U21 zweimal in Folge und will nun in den verbleibenden drei Spielen bis zur Winterpause konstante Ergebnisse liefern. „Jetzt hat man sich wieder mit zwei guten Spielen in eine gute Position gebracht und jetzt muss man dann einfach nachlegen. Die Jungs haben sich das erarbeitet und können in einem Top-Spiel mit zwei Top-U-Mannschaften eine Duftmarke setzen.“
Die Möglichkeit zur Entwicklung oder eine zu frühe Überforderung? A-Nationalelf oder U21-Kader? Die Berufung von Julian Nagelsmann und die Rückkehr zur U21 von Kölns Shootingstar tritt die nächste Diskussion los um das Talent des 1. FC Köln: Für Said El Malas Berufung in die DFB-Elf gibt es Für und Wider.
Nach der Teilnahme an der Vorbereitung auf das Duell gegen Luxemburg und 90 Minuten auf der Bank der deutschen Elf, war der Ausflug zum Team von Julian Nagelsmann auch schon wieder beendet für den Youngster des 1. FC Köln: Für Said El Malas Berufung in die DFB-Elf gibt es Für und Wider.
Said El Mala im DFB-Trikot (Foto: Jan Kruger / Getty Images)
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„Said hat einen guten Eindruck gemacht“, erklärte Julian Nagelsmann nach dem zähen 2:0-Erfolg über Luxemburg im WM-Qualifikationsspiel am Freitag. Der Youngster war das erste Mal dabei und ist ein superangenehmer junger Mann. Er ist demütig genug und frech genug“, so der Bundestrainer weiter. Dass der 19-Jährige für das zweite und finale Qualifikationsspiel gegen die Slowakei am Montag (6:0) bereits wieder bei der U21 weilte und dort in einer wichtigen Phase der EM-Qualifikation mithelfen soll, sei eine im Vorfeld beschlossene Absprache gewesen. So oder so, mit seinen ersten Trainingseinheiten im A-Kader der DFB-Elf hat sich für den jungen Offensivspieler nunmehr eine weitere Tür geöffnet, die er mit guten Leistungen beim 1. FC Köln in der Bundesliga durchschreiten soll. Oder?
Berufung in die A-Nationalmannschaft zu voreilig?
Mit seiner laut FC-Coach Lukas Kwasniok „exorbitant schnellen“ Entwicklung hat El Mala den ein oder anderen Schritt in seiner noch jungen Karriere übersprungen und gilt trotz seines Alters bereits als größter Hoffnungsschimmer im Kader der Geißböcke auf dem Weg zum vermeintlichen Saisonziel Klassenerhalt. Dennoch mahnte der Kölner Trainer vor zu großen Erwartungen und bemängelte auch öffentlich zuletzt die Defensivarbeit seines Juwels. Während El Mala bei seinem Club bereits jetzt absoluter Publikumsliebling ist, darf man sich auf Nationalmannschaftsebene durchaus fragen, ob die frühe Berufung in den A-Kader nicht doch ein wenig voreilig erfolgte. Für die deutsche U21 bestritt der gebürtige Krefelder nämlich bislang erst fünf Länderspiele, vier davon in der EM-Qualifikation.
Raum zum Wachsen
Drei Mal stand er dabei in der Anfangsformation, zwei Mal wurde er von Nachwuchscoach Antonio Di Salvo eingewechselt. Gegen Georgien gelang dem Youngster erst der erste Assist. Dennoch braucht man kein Wahrsager zu sein, um zu wissen, dass er im Kreise der jüngeren DFB-Talente in der nähere Zukunft ziemlich sicher deutlich mehr Spielzeit bekommen wird als beim Weltmeister von 2014. Mit mehr Spielzeit würde El Mala in eine größere Rolle hineinwachsen und gleichzeitig mehr Verantwortung übernehmen, was ihm sowohl auf wie neben dem Platz weiterbringen würde. Dazu hat er bei der U21 nicht den ganz großen Druck, der immer wieder (auch medial) mit A-Einsätzen einhergeht.
Auch wenn das 6:0 gegen die Slowakei und die erfolgreiche direkte WM-Qualifikation glückte, gab es in der Vergangenheit auch immer wieder Kritik an den Auftritten der Nagelsmann-Auswahl. Dem „Raum zum Wachsen“ wird beim Nachwuchs tendenziell mehr Wichtigkeit zugesprochen als den unmittelbaren Ergebnissen, was dem Offensivmann zugutekommen und noch einmal Last von seinen Schultern nehmen dürfte. Weitere Nominierungen und Einsätze würden gerade auch jetzt in der aktuellen Qualifikationsphase sowohl seinen Charakter stärken und sein taktisches Verständnis fördern – zweifelsohne eine gute Vorbereitung für eine mögliche Zukunft bei der A-Nationalelf.
Vorteile der Berufung
Auf der anderen Seite hat auch eine frühe Berufung in den Kreis von Deutschlands Elitekickern seine Vorteile. Unter Nagelsmann würde El Mala regelmäßig mit den besten deutschen Fußballern trainieren, dazu ist das Niveau und die Intensität im Training sicher nochmal ein wenig höher als bei der U21. Mit Joshua Kimmich, Leroy Sané oder auch Leon Goretzka stehen ihm zudem erfahrene Profis und gestandene Nationalspieler zur Seite, mit denen er sich im direkten Austausch wertvolle Tipps holen kann. Abseits des Feldes stellt ihn ein Platz im A-Kader vielmehr ins Rampenlicht. Der Marktwert würde bei ordentlichen Leistungen viel schneller in die Höhe steigen. Davon könnte bei einem möglichen Verkauf in Zukunft dann auch der FC finanziell profitieren.
Mental gesehen ist die Nominierung bereits ein Statement von Nagelsmann, er schenkt dem dribbelstarken Youngster trotz gerade einmal zehn Bundesligaeinsätzen bereits jetzt großes Vertrauen. Die Kehrseite der Medaille könnten jedoch ein immer größer werdender Medienhype um seine Person sowie zu wenig Spielzeit sein. Sollte dieser Fall eintreten, würde El Mala seiner Entwicklung schaden. Zwar hat sein Schritt von der 3. Liga in die Bundesliga eindrucksvoll gezeigt, dass er sehr schnell als Spieler (und Mensch) wachsen kann – dennoch besteht das Risiko der (psychischen) Überbelastung beziehungsweise Überforderung.
Wertvolle Erfahrungen
Said El Mala hat zweifelsohne eine große Zukunft vor sich, sollte er verletzungsfrei bleiben und weiterhin hart an sich arbeiten. Was seine nahe Zukunft betrifft, so könnte auch ein hybrider Ansatz für seine sportliche und menschliche Entwicklung die besten Voraussetzungen bieten. Bei der U21 bietet sich der Rahmen, um sein Spiel technisch wie taktisch auf das nächste Level zu bringen. Dort kann er sowohl Stammspieler sein, als auch eine größere Rolle auf und neben dem Platz einnehmen. Gleichzeitig kann er durch vereinzelte Berufungen (und Einsätze) bei der A-Nationalelf reinschnuppern und so wertvolle Erfahrungen sammeln, die ihn auf eine mögliche DFB-Zukunft in den kommenden Jahren vorbereiten.
Durch den frühen Kontakt mit dem Nagelsmann-Tross kann er sich so akklimatisieren und leichter einfinden, sollte er beispielsweise am Saisonende oder in den nächsten Jahren regelmäßiger Gast dort sein. Wie auch immer die Entscheidungen von Bundestrainer Nagelsmann sowie U21-Coach Di Salvo aussehen werden, eins steht fest: Mit Said El Mala hat Deutschland wieder einen echten Rohdiamanten in seinen Reihen, den es nun behutsam zu schleifen gilt. Der nächste Schritt ist nun allerdings erst einmal auf Clubebene zu machen, so die unmissverständliche Botschaft des DFB-Coaches. „Said muss nun unumstrittener Stammspieler werden.“