Offensivpower und beeindruckende Talente – Das erwartet den FC gegen Frankfurt

Jonathan Burkardt im Spiel gegen St. Pauli
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Offensivpower und beeindruckende Talente – Das erwartet den FC gegen Frankfurt

Mit der Begegnung gegen Eintracht Frankfurt startet der FC am Samstagabend in die letzte Phase des Jahres. Der Gegner wirkte zuletzt nicht immer stabil, die Aufgabe wird aber dennoch keine leichte. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Frankfurt.

Zwei Wochen nach der Derbypleite in Gladbach steht für die Geißböcke das nächste Topspiel an. Am Samstagabend kommt Frankfurt ins Kölner Stadion. Für den FC eine hohe Hürde. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Frankfurt.

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Form: Eintracht Frankfurt blickt bislang auf eine durchwachsene Saison zurück. Zwar holte das Team von Trainer Dino Toppmöller aus den ersten zehn Ligaspielen 17 Punkte und steht aktuell auf dem siebten Tabellenplatz, allerdings haben die Hessen nicht immer überzeugt. Nach einer 0:3‑Heimpleite gegen den FC Bayern München am sechsten Spieltag, blieb die SGE in den vergangenen vier Ligaspielen ohne Niederlage. Allerdings dürfte der Anspruch dennoch ein anderer gewesen sein. Auf ein 2:2 in Freiburg, einen 2:0-Sieg gegen St. Pauli und ein 1:1 in Heidenheim folgte vor der Länderspielpause ein knapper 1:0-Erfolg gegen Mainz. Im Pokal scheiterte Frankfurt in der zweiten Runde im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund. In der Königsklasse gewann die Eintracht zum Auftakt mit 5:1 gegen Galatasaray, bevor es sowohl bei Atlético Madrid als auch gegen Liverpool eine deutliche 1:5-Niederlage gab. In Neapel gab es ein 0:0.

Vorne stark, hinten anfällig?

Offensivpower: Mit 23 Treffern in den ersten zehn Ligaspielen stellt Frankfurt hinter dem FC Bayern München (35) und Bayer Leverkusen (24) die drittbeste Offensive der Liga. Im Durchschnitt erzielen die Adler 2,3 Tore pro Spiel. Allerdings waren es zuletzt auffallend weniger.

Defensivschwäche: Das Team von Trainer Dino Toppmöller kassierte in der laufenden Spielzeit wettbewerbsübergreifend in 16 Spielen ganze 30 Gegentreffer und somit knapp zwei pro Partie. In den vergangenen fünf Pflichtspielen stabilisierte sich die Abwehr der Hessen allerdings und ließ lediglich zwei Gegentore zu.

Frische im Team: Eintracht Frankfurt stellte bei der 3:4-Heimniederlage gegen Union Berlin die jüngste Startelf der diesjährigen Spielzeit. Im Spiel gegen die Unioner hatte die Anfangsformation der SGE ein Durchschnittsalter von 23,2 Jahren. Im Vergleich. Der FC bot beim 4:1-Sieg gegen den SC Freiburg mit 25,3 Jahren seine bislang jüngste Startformation auf.

Im Fokus: Jonathan Burkardt

Im Fokus: Sommerneuzugang Jonathan Burkardt war ein echter Gewinn für die Eintracht. Der Angreifer wechselte vor der Saison von Mainz nach Frankfurt und entwickelte sich dort schnell zum Stammspieler. In fünfzehn der bislang sechzehn Spiele kam der 25-Jährige zum Einsatz, stand dabei zwölf Mal in der Startelf und markierte bereits neun Tore. Der gebürtige Darmstädter gibt dem Spiel der Eintracht Tempo und Tiefe. Burkardt lässt sich zudem auch immer wieder fallen, um das Spiel seiner Mannschaft mitzugestalten und eventuell seine enorm schnellen Offensivkollegen in Szene zu setzen. Aufgrund der aktuellen Form hat Julian Nagelsmann den Stürmer der Eintracht für die vergangenen beiden Länderspiele gegen Luxemburg und die Slowakei nominiert. Hier blieb Burkardt allerdings ohne Einsatz, hat aber dennoch Chancen auf eine Nominierung für die WM im kommenden Jahr.

Klares System

Formation: Dino Toppmöller lässt seine Mannschaft entweder in einem 4-2-3-1 oder in einem 3-4-2-1-System auflaufen. Im Tor hat aktuell Michael Zetterer im Duell mit Kaua Santos die Nase vorne. Davor sind Robin Koch und Arthur Theate gesetzt. Neben den beiden laufen bei einer Viererkette Nathaniel Brown links und Rasmus Kristensen rechts auf. In einer Dreierkette starten entweder Nnamdi Collins oder Rasmus Kristensen. Im Zentrum hat die SGE mit Ellyes Skhiri, Hugo Larsson, Fares Chaibi und Oscar Hojlund einige Optionen, aus denen Toppmöller je nach Ausrichtung und Gegner auswählt. In der Spitze ist Jonathan Burkardt gesetzt. Hinter dem deutschen Nationalspieler hängt die Besetzung der Positionen von der Formation ab. Im 4-2-3-1-System stellt sich die offensive Dreierreihe fast von selbst auf.

Mit Mario Götze, Jean-Matteo Bahoya, Ansgar Knauff und Ritsu Doan hat die Eintracht vier Optionen, wobei Götze auf der Zehn gesetzt ist. In einer 3-4-2-1-Systematik machen Götze, Bahoya, Knauff, oder Wahi die beiden Halbpositionen hinter Burkardt unter sich aus. Im eigenen Ballbesitz hat die Eintracht zwei Ansätze.

Das sagen die Trainer

Lukas Kwasniok über Frankfurt: „Ich glaube, sie haben zu Saisonbeginn einen gewissen Hurra-Fußball gespielt, haben viele Tore erzielt, aber auch viele kassiert. In den letzten vier, fünf Spielen haben sie sich etwas in ihrer Struktur verändert und haben auch eine bessere Absicherung. Dadurch erzielen sie weniger Tore, kassieren aber auch weniger und sind damit ein wenig erfolgreicher. Auf Dauer werden wir mit Frankfurt in dieser Saison nicht mithalten können, dafür waren die letzten Jahre zu unterschiedlich. Es ist schön, dass wir nach zehn Spieltagen die Möglichkeit haben, die gleiche Punktzahl wie sie zu erreichen.“

Dino Toppmöller über den FC und seine Mannschaft: „In Köln zu spielen, ist immer eine schwierige Aufgabe. Ein tolles Stadion, tolles Publikum. Als Aufsteiger spielen sie guten Fußball und haben einen spielerischen Ansatz. Wir wollen aber natürlich unbedingt drei Punkte holen. Die Pause hat gutgetan, mal abschalten – zumindest die, die nicht unterwegs waren. Ich bin voller Tatendrang, es könnte sofort losgehen. Bei den Jungs, die hiergeblieben sind und Teil der Trainingsgruppe waren, habe ich eine tolle Energie gespürt. Das wollen sie morgen zeigen.“

Mögliche Aufstellung Frankfurt: Zetterer – Theate, Koch, Kristensen – Brown, Chaibi, Skhiri, Doan – Bahoya, Götze – Burkardt


Einige offene Fragen bei der Startelf – So könnte der 1. FC Köln gegen die Eintracht starten

Jan Thielmann vom 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt
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Einige offene Fragen bei der Startelf – So könnte der 1. FC Köln gegen die Eintracht starten

Nach der bitteren 1:3-Niederlage im Derby bei Borussia Mönchengladbach steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt der elfte Spieltag vor der Tür. Wer am Samstagabend im heimischen Stadion von Beginn an auf dem Feld steht, ist aber noch offen. So könnte der 1. FC Köln gegen Frankfurt spielen.

Für den 1. FC Köln steht gegen Eintracht Frankfurt das nächste Heimspiel auf dem Programm. Beim Personal kann Trainer Lukas Kwasniok bis auf die Langzeitverletzten auf fast den kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich hinter zwei Personalien steht noch ein kleines Fragezeichen. Im Vergleich zur Partie in Gladbach dürfte der FC-Coach erneut ein wenig umbauen. So könnte der 1. FC Köln gegen Frankfurt spielen.

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Der 1. FC Köln blickt zurzeit auf eine doch positive Personalsituation. Abgesehen von den beiden Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers standen zuletzt alle FC-Profis auf dem Platz und sind daher eine Option für das Spiel am Abend. Hinter einer möglichen Kadernominierung von Rav van den Berg, der nach seiner im September erlittenen Schulterverletzung unter der Woche sein Comeback bei der niederländischen U21-Nationalmannschaft feierte, ließ Lukas Kwasniok aber noch ein Fragezeichen. „Wenn du länger raus gewesen bist, benötigst du schon was Rhythmus“, so der Trainer am Donnerstag. „Er ist aber sicherlich noch nicht so weit, dass er beginnen kann. Wir machen uns Gedanken, ob er eine Kaderoption wird.“ So könnten erneut Cenk Özkacar, Eric Martel und Joel Schmied vor Marvin Schwäbe in der Dreierkette beginnen.

Qual der Wahl in der Offensive

Auf den beiden Schienenpositionen scheinen Kristoffer Lund links und Sebastian Sebulonsen die wahrscheinlichsten Kandidaten zu sein. Zumindest deutete der Trainer eine Rückkehr des Norwegers an. Im Mittelfeld ist Isak Johannesson gesetzt. Neben dem Isländer könnte wie bereits gegen Gladbach und Hamburg Denis Huseinbasic beginnen. Allerdings hat Kwasniok mit Tom Krauß auch noch einen weiteren Profi, der die Position im Zentrum bekleiden kann. Für die drei verbliebenen Positionen in der Offensive hat der Coach mit Jakub Kaminski, Linton Maina, Ragnar Ache, Luca Waldschmidt, Marius Bülter, Said El Mala, Florian Kainz und Rückkehrer Jan Thielmann gleich sieben Optionen. Allerdings ist das Rennen nicht so offen, wie es scheint. Kaminski bestritt in dieser Saison bislang jedes Spiel über die komplette Spieldauer, gehört zu den absoluten Leistungsträgern und ist laut Kwasniok unter ihm „eigentlich immer gesetzt“.

Der Coach deutete an, das Kaminski in der Offensive wohl eher wieder ein Thema werden könne. In der Spitze dürfte Ragnar Ache starten. Der ehemalige Frankfurter kam in den Wochen vor der Länderspielpause immer besser in Schwung und erzielte in den vergangenen drei Pflichtspielen zwei Treffer. Überdies dürfte Ache den Vorzug vor Bülter erhalten, da der 32-Jährige unter der Woche einige Trainingseinheiten verpasste und körperlich noch nicht bei vollen Kräften ist. „Bülti war der einzige Spieler, der in der Länderspielpause große Probleme hatte mit Magen-Darm. Als er das erste Mal am Dienstag wieder bei uns am Geißbockheim aufgetaucht ist, habe ich mich echt erschrocken.“

Die dritte verbliebene Position dürften entweder Said El Mala oder Jan Thielmann besetzen. Während El Mala in Gladbach bereits zur Pause ausgewechselt worden war und in der Länderspielpause das erste Mal mit der deutschen A-Nationalmannschaft unterwegs gewesen ist, trainierte Thielmann nach seiner Verletzung die ganze Zeit am Geißbockheim und hat gute Chancen, von Beginn an zu spielen. „Jan ist nicht ganz so lange ausgefallen. Das hilft einem, um dann schneller wieder eine Option zu sein. Er ist die ganze Zeit in einer guten körperlichen Verfassung gewesen und hat wenig verloren“, so der 44-Jährige über Thielmann.

So könnte der FC gegen Frankfurt spielen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln

Cenk Özkacar

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Isak Johannesson

Kristoffer Lund

Jakub Kaminski im Testspiel gegen Fortuna Köln

Jakub Kaminski

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Ragnar Ache könnte Marius Bülter ersetzen
Ragnar Ache



Zuletzt weniger Torgefahr: Hat der 1. FC Köln ein Problem mit der Effizienz?

FC-Spieler jubeln nach einem Tor
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Zuletzt weniger Torgefahr: Hat der 1. FC Köln ein Problem mit der Effizienz?

Fulminant war der FC in die neue Spielzeit gestartet, zuletzt kam der Motor ein wenig ins Stocken. Die Gründe sind vielschichtig beim 1. FC Köln: Es fehlt aktuell die Kaltschnäuzigkeit.

Mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen sind die Geißböcke stark in die Spielzeit gestartet. Zuletzt lief es aber nicht mehr so rund. Möglicherweise ist die mangelnde Torgefahr ein Problem beim 1. FC Köln: Es fehlt aktuell ein wenig die Kaltschnäuzigkeit.

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Mit deutlichen Worten schwor Lukas Kwasniok seine Mannschaft am Donnerstag noch einmal auf den letzten Block vor der Winterpause ein. „Ich habe den Jungs einfach heute eins mit auf dem Weg gegeben. Wir sind jetzt viereinhalb Monate zusammen und jetzt geht’s darum, die nächsten vier Wochen den Schnabel zu halten, die Arschbacken zusammen zu kneifen und persönliche Befindlichkeiten hinten anzustellen. Was sie sowieso tun“, sagte der Coach. „Das was uns zu Beginn sehr erfolgreich gemacht hat und die ersten sechs Punkte gebracht hat, das ist jetzt das Credo und die Zielsetzung für die nächsten fünf Partien bis zur Winterpause.“ Sieben Punkte in den ersten drei Spielen, sieben Punkte in den vergangenen sieben Spielen – so ein wenig scheint den Kölnern die Leichtigkeit der ersten Spieltage abhanden gekommen zu sein.

xGoals-Effizienz hat sich beim Effzeh verkehrt

Gerade mit der Ausbeute des letzten Blocks konnte der 44-Jährige nicht so richtig zufrieden sein. Immerhin hatte der FC drei direkte Kontrahenten vor der Brust, am Ende waren es einige gute Leistungen, aber nur vier Zähler, die Köln in diesem Abschnitt eingefahren hat. Die Gründe dafür sind vielschichtig, von Begegnung zu Begegnung unterschiedlich. Und möglicherweise ist es mit dem „Abarbeiten“ am Freitag nicht getan.

Denn eine Entwicklung scheint recht deutlich. Den Kölnern ist die Kaltschnäuzigkeit ein wenig abhanden gekommen. In den ersten fünf Ligaspielen erzielten die Geißböcke zehn Tore, im Schnitt zwei pro Spiel. Dabei lag der xGoals-Wert bei 7,7. Heißt: Die Geißböcke erzielten 2,3 Tore mehr, als es aufgrund der Qualität der Chancen zu erwarten war. Bei der sogenannten xGoals-Effizienz von 2,3 lagen die Kölner auf Rang drei der Liga. Hinter den Bayern und Eintracht Frankfurt, die 17 Tore erzielten bei einem xGoals-Wert von 9.

Distanzschüsse als Mittel?

In den vergangenen fünf Spielen hat sich der Wert aber gedreht. Der FC erzielte „nur“ noch sieben Tore, obwohl der xGoals-Wert bei 9,2 lag. Es wären als aufgrund der Chancen eigentlich neun Treffer zu erwarten gewesen. Bei den Großchancen hatte der FC in den ersten fünf Spielen von sechs fünf verwertet – also 83 Prozent, in den vergangenen fünf Partien von sieben nur noch vier, dementsprechend 57 Prozent.

Immerhin: Auch bei der Eintracht hat sich der Trend verschlechtert: Sechs Tore erzielten die Hessen und damit genauso viele wie der xGoals-Wert erwarten ließ. Gegen die Eintracht könnten Distanzschüsse ein probates Mittel sein, die Trefferquote zu erhöhen. Denn Frankfurt ist die anfälligste Mannschaft bei Schüssen aus der Ferne. Sechs Gegentore hat sich die SGE so schon gefangen. Das Problem: Der FC hat erst einmal aus der Distanz getroffen – der letzte Platz der Liga.

Rückkehr des Musterprofis: Ellyes Skhiri kehrt mit Eintracht Frankfurt zurück ins Kölner Stadion

OF Ellyes Skhiri von Eintracht Frankfurt (Foto: Aitor Alcalde/Getty Images)
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Rückkehr des Musterprofis: Ellyes Skhiri kehrt mit Eintracht Frankfurt zurück ins Kölner Stadion

Vier Jahre lang trug Ellyes Skhiri das FC-Trikot und war in dieser Zeit einer der wichtigsten Kölner Spieler. Am Samstag trifft der 30-Jährige dann zwei Jahre nach seinem Abgang mit Eintracht Frankfurt auf den 1. FC Köln: Ellyes Skhiri kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Am kommenden Samstag spielt Ellyes Skhiri mal wieder im RheinEnergieSTADION, allerdings als Gegner des 1. FC Köln: Ellyes Skhiri kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück.

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Als Ellyes Skhiri 2019 für sechs Millionen Euro von Montpellier in die Domstadt wechselte, dürfte er sich wohl genau den Verlauf gewünscht haben, den seine Zeit beim FC dann auch genommen hat. Vier Jahre lang blieb der Mittelfeldspieler bei den Kölnern und war von Beginn an ein wichtiger Teil der Mannschaft. So entwickelte der Tunesier sich bei den Geißböcken zu einem Profi, der auch bei den Topklubs in Europa auf dem Zettel stand. Und so machte er nach dem Auslaufen seines Vertrages und 133 Partien im FC-Trikot den nächsten Schritt und wechselte zu Eintracht Frankfurt. Mit der SGE hat Skhiri mittlerweile in allen drei europäischen Wettbewerben erfüllt, diese Saison auch endlich in der Champions League.

Dem FC weiter verbunden

Sportlich ist also alles perfekt gelaufen für den Tunesier. Mindestens genauso wichtig dürfte aber die menschliche Komponente für den Mittelfeldspieler gewesen sein. Und die hat genauso voll gepasst. Denn mit seiner bescheidenen Art und seinem großen Einsatzwillen spielte sich Skhiri in die Herzen der FC-Fans. So war Skhiri in seiner gesamten Kölner Zeit ein Musterprofi. Und hat sich selber auch in der Domstadt und im Verein sehr wohl gefühlt. „Ich habe einen tollen Club, tolle Personen kennengelernt und eine Atmosphäre, mit diesem Stadion und diesen Fans, die ich nie vergessen werde,“ sagte der gebürtige Franzose damals ein paar Monate vor seinem Vertragsende.

Der Stadt bleibt der tunesische Nationalspieler auch deshalb verbunden, weil in dieser seine Tochter geboren wurde. „Wir werden allein schon wegen meines kleinen Mädchens immer in Kontakt zur Stadt bleiben“, so Skhiri damals. Daher wird es für den 30-Jährigen mit Sicherheit erneut eine besondere Rückkehr, wenn er am Samstag mit der Eintracht im RheinEnergieSTADION auflaufen wird. Es ist für ihn dann das zweite Mal, dass der Mittelfeldspieler als Gegner in die Domstadt kommt. Beim ersten Mal im Februar 2024 gab es für den tunesischen Nationalspieler aber nichts zu holen, Köln schlug Frankfurt 2:0.

Noch nicht in der alten Form

Daher dürfte Skhiri trotz der alten Verbundenheit dieses Mal auf ein anderes Ergebnis hoffen. Denn nach einem starken Frankfurter Saisonstart waren die vergangenen Ergebnisse eher gemischt. Der Klub ist zwar mit Platz Sieben in Reichweite zum internationalen Wettbewerb, konnte aber nur bedingt überzeugen. Der Mittelfeldspieler selber kam nach einer längeren Knieverletzung erst am fünften Spieltag das erste Mal zum Einsatz und konnte in dieser Saison noch nicht an die starken Leistungen aus alten Kölner Zeiten anknüpfen. So stand der Mittelfeldmotor zuletzt beim knappen 1:0-Sieg gegen Mainz 05 zwar in der Startelf, wurde nach einer durchwachsenen Leistung aber schon in der Halbzeitpause ausgewechselt. Um so wichtiger dürfte für ihn das Spiel an seiner alten Wirkungsstätte sein. Auch wenn die Kölner Fans dieses Mal wohl hoffen werden, dass Skhiri nicht die Qualitäten zeigt, die sie in seiner FC-Zeit an ihm so geliebt haben.

Standards, Zweikampfwerte und Balleroberungen: An diesen Baustellen muss der 1. FC Köln arbeiten

Denis Huseinbasic und Kristoffer Lund im Duell mit Giorgi Gocholeishvili
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Standards, Zweikampfwerte und Balleroberungen: An diesen Baustellen muss der 1. FC Köln arbeiten

Unter dem neuen Trainer Lukas Kwasniok zeigte der FC schon einige starke Auftritte. Aber noch nicht alles greift perfekt ineinander. So offenbarten die Geißböcke auch Schwächen: An diesen Baustellen muss Kwasniok beim 1. FC Köln arbeiten.

14 Punkte und Rang Neun nach knapp einem Drittel der Saison bedeuten einen guten Start für den FC. Trotzdem gibt es auch einiges an Verbesserungspotential: An diesen Baustellen muss Kwasniok beim 1. FC Köln arbeiten.

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Am Donnerstagnachmittag fand Lukas Kwasniok mal wieder deutliche Worte. Mit klarer Kante gab der Trainer seine Marschroute für die finalen Spiele des Jahres vor. „Ich habe den Jungs einfach heute eins mit auf dem Weg gegeben. Wir sind jetzt viereinhalb Monate zusammen und jetzt geht’s darum, die nächsten vier Wochen den Schnabel zu halten, die Arschbacken zusammen zu kneifen und persönliche Befindlichkeiten hinten anzustellen. Was sie sowieso tun“, sagte Kwasniok. „Das was uns zu Beginn sehr erfolgreich gemacht hat und die ersten sechs Punkte gebracht hat, das ist jetzt das Credo und die Zielsetzung für die nächsten fünf Partien bis zur Winterpause.“ Doch es bleiben einige Schwächen, an denen der FC noch arbeiten muss.

Große Standardschwäche

Bei gegnerischen Standards offenbarte der FC bisher große Probleme. So fielen zehn der 15 Gegentore in der Liga durch Standards – vier davon nach Ecken sowie jeweils drei nach Freistößen und Elfmetern. Eine Schwäche, die auch Lukas Kwasniok schon länger bekannt ist. „Es gilt weniger Standards zuzulassen. Das ärgert mich schon am meisten. Es ist schon so, dass wir Eckbälle wegschenken. Das ist etwas, an dem wir arbeiten werden und es auch tun“, sagte der Coach etwa bereits nach dem Spiel gegen Leipzig am vierten Spieltag. Alleine abstellen konnte der Trainer diese Probleme, die den Geißböcken schon mehrere Punkte gekostet haben, bei seiner Mannschaft noch nicht.

Gleichzeitig nutzen die Kölner auch ihre eigenen Standardsituationen noch nicht. Bei 17 Ligatoren stehen ein direkt verwandelter Freistoß von Florian Kainz gegen den HSV und ein verwandelter Elfmeter von Luca Waldschmidt in Gladbach zu Buche. Dazu kommt noch ein Treffer nach einer Ecke im Pokal gegen Bayern München. Gerade als Aufsteiger sollten Standards ein wichtiges Element sein, um zu Torchancen zu kommen, da man diese am besten planen und eintrainieren kann. Bislang macht der FC aus diesen Situationen jedoch deutlich zu wenig und muss sich steigern.

Ideen gegen tiefe Gegner

Schon in den ersten Pflichtspielen der Saison gegen Jahn Regensburg im Pokal und in der Liga gegen Mainz 05 hatte der FC Probleme, sich Chancen zu erarbeiten, wenn der Gegner tief stand. Das gleiche Bild gab es zuletzt im Derby erneut zu sehen. Die Kölner hatten zwar 64 Prozent Ballbesitz, wirklich zwingend wurden sie gegen kompakt verteidigende Gladbacher aber nur selten. So fehlte dem Kölner Spiel die Kreativität, um sich durch die gegnerischen Reihen zu kombinieren. Das könnte in den Partien bis zur Winterpause jedoch noch öfter zum Problem werden. Denn zum Beispiel in den Begegnungen mit St. Pauli oder Union Berlin ist es wahrscheinlich, dass beide Mannschaften dem FC mehr den Ball überlassen.

Ein Teil der Lösung für das Problem könnte Ragnar Ache sein. Mit seiner Präsenz im Strafraum und seiner Kopfballstärke gibt der Stürmer der Mannschaft neue Optionen über Flanken oder indem er Bälle festmacht. So verändert der Angreifer die Dynamik des Spiels. Das der 27-Jährige dem Team so helfen kann, hat er zum Beispiel mit zwei Vorlagen im Pokal gegen Regensburg bewiesen. Aber auch gegen Gladbach sorgte seine Einwechslung für mehr Gefahr. Alleine lösen kann Ache das Problem aber natürlich nicht. Dafür sind zusätzlich etwa Kreativspieler wie Isak Johannesson oder Denis Huseinbasic gefragt, die Ideen im Spielaufbau liefern müssen. Außerdem kann Said El Mala mit seinen Dribblings helfen, Lücken in der gegnerischen Defensive aufzureißen, auch wenn er dazu gegen die Borussia nicht in der Lage war und ein schwaches Spiel machte.

Schlechte Zweikampfwerte

Eine Problemstelle, die eher überraschen daherkommt, sind die Zweikampfwerte der Geißböcke. So führt der FC mit großem Abstand die wenigsten Bodenzweikämpfe der Liga mit gerade etwas mehr als 1300. Die zweitwenigsten führt der FC Bayern mit 1500, also schon einigen mehr als die Kölner. Anscheinend kommen die Spieler im Vergleich zum Rest der Liga nicht wirklich in die Zweikämpfe. Das kann natürlich gerade in der Defensive problematisch werden, wenn man den Gegner zu sehr gewähren lässt.

Aber nicht nur, dass die Domstädter wenig Zweikämpfe führen, von diesen gewinnen sie gleichzeitig nur unterdurchschnittlich viele. Gerade mal bei 47 Prozent liegt die Zweikampfquote, Platz 17 im Ligavergleich. Der Mannschaft fehlt in dieser Hinsicht noch die Durchsetzungskraft. Dazu passt auch, dass der FC selten Fouls zieht. Mit 90 liegen die Kölner ebenfalls im Schlussdrittel im Ligaverglich. Spitzenreiter ist Union Berlin mit 140. Gerade gegen ein Team wie Eintracht Frankfurt am kommenden Wochenende, das eine sehr starke Offensive hat und wahrscheinlich auch mehr den Ball haben wird, wird es für die Geißböcke wichtig, mehr Duelle für sich zu entscheiden und den Angriff der SGE gar nicht erst ins Rollen kommen zu lassen.

Zu wenig Balleroberungen

Eine Folge der schlechten Zweikampfwerte ist, dass den Kölnern nur wenig Balleroberungen gelingen. Nur 120 waren es bis jetzt in dieser Spielzeit. Das ist gerade dadurch schlecht für den FC, dass der Ansatz von Kwasniok auch darauf ausgelegt ist, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Gerade gegen stärkere Gegner sind die Geißböcke auf solche Situationen angewiesen. Wie gut das funktionieren kann, wenn die Domstädter mal den Ball erobern, zeigten sie gegen den FC Augsburg. Vor dem 1:1 gewann erst Huseinbasic den Ball im Mittelfeld. Über Marius Bülter und El Mala ging es dann schnell nach vorne, wo der Youngster den Ausgleich erzielte. Das Potential für diese Situationen ist also da, aber nur, wenn sich die Geißböcke in der Zahl der Ballgewinne steigern.

Findet der 1. FC Köln das richtige Mittel? Mit hoher Intensität und Physis gegen spielstarke Hessen

Jan Thielmann vom 1. FC Köln im Spiel gegen Frankfurt im Februar 2024
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Findet der 1. FC Köln das richtige Mittel? Mit hoher Intensität und Physis gegen spielstarke Hessen

Am Samstagabend erwartet der FC den Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt im Kölner Stadion. Zwar trennen die Clubs aktuell nur drei Punkte, eine leichte Aufgabe erwartet die Geißböcke dennoch nicht. So will der 1. FC Köln gegen Frankfurt punkten.

Die Offensivkraft hat bei der Eintracht in den vergangenen Wochen ein wenig nachgelassen, die Defensive ist aber stabiler geworden. Die Hessen dürften in der Begegnung gegen den FC durchaus als Favorit angesehen werden. Chancenlos ist Köln aber nicht. So will der 1. FC Köln gegen Frankfurt punkten.

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So ein bisschen trügt der Schein dann doch dieser Tage. Sollten die Geißböcke am Samstagabend zum ersten Mal in dieser Saison ein so genanntes Topspiel, also eine Samstagabend-Flutlicht-Begegnung, für sich entscheiden und das auch noch mit einem Zwei-Tore-Abstand, dann würden die Kölner an Eintracht Frankfurt in der Tabelle vorbeiziehen. Immerhin ein Champions-League-Teilnehmer und immerhin eine Mannschaft, deren Kaderwert auf etwa das Vierfache des Kölners geschätzt wird. „Auch, wenn Menschen sich das natürlich wünschen, müssen wir die Dinge schon auch richtig einordnen“, mahnte daher auch Lukas Kwasniok. „Auf Dauer werden wir mit Frankfurt in dieser Saison noch nicht mithalten können. Da sind einfach die Verläufe in den vergangenen Jahren auch zu unterschiedlich gewesen. Aber es ist doch schön, dass wir die Chance haben, tatsächlich die gleiche Punktanzahl zu erreichen.“

Frankfurt hat sein System verändert

Das sei laut Trainer ein „schöner Ansporn“. Vor allem wäre es aber auch ein wichtiges Signal. Denn nachdem die Kölner mit sieben Punkten aus den ersten drei Saisonspielen ziemlich perfekt in die Spielzeit gestartet waren, folgten aus den vergangenen sieben Begegnungen ebenfalls nur noch sieben Zähler – ein Punkteschnitt von einem. Die Anfangseuphorie ist ein wenig verblasst. Und grundsätzlich kommt die Eintracht für die Kölner vielleicht zum richtigen Zeitpunkt. Denn Frankfurt wird sicherlich das Spielgerät übernehmen wollen, der FC wusste gegen Gladbach mit dem eigenen übermäßigen Ballbesitz bekanntlich nicht viel anzufangen. Vor allem aber ist Frankfurt in Köln ein gern gesehener Gast. Von den jüngsten zehn Spielen gegen den FC gewannen die Hessen genau eine, in Köln seit 1994 nur einmal.

Und doch ist die SGE der Favorit am Samstagabend. „Sie haben zu Beginn der Saison einen gewissen Hurra-Fußball gespielt, haben viele Tore erzielt, aber auch recht viele kassiert“, erklärte der Kölner Coach. „In den letzten vier, fünf Spielen haben sie sich auch so ein wenig in der Struktur angepasst, verändert und haben eine bessere Absicherung, eine andere Stabilität. Sie erzielen dann nicht mehr ganz so viele Tore, kassieren aber auch weniger und sind in Summe dann auch ein Ticken erfolgreicher.“ Die Eintracht erzielte in den ersten sieben Pflichtspielen 27 Tore, kassierten in den ersten acht Begegnungen aber auch 19. Eine Entwicklung, die den FC-Fans bestens vertraut sein dürfte. Tatsächlich hat der FC in der vergangenen Saison an den ersten zehn Spieltagen ebenfalls in der Offensive Hurra-Fußball gespielt und die Defensive oft vergessen.

Mit Physis gegen das spielstarke Team

Gerhard Struber stellte das System um und der FC war plötzlich wieder erfolgreich, wenn auch nicht unbedingt mit einem Schönheitspreis zu garnieren. „Für uns geht es immer darum, den Abstand nach unten einfach auch zu wahren oder zu vergrößern, um nach Möglichkeit einfach nicht im März oder im April dann wirklich Druck zu haben, sondern da auch so ein wenig frei aufspielen zu können“, sagte der Trainer. Und daher feilt Kwasniok auch wieder an einem seiner Masterpläne. Ein Schlüssel scheint dabei eine gewisse Physis zu sein. Denn der 44-Jährige stellte gleich zwei Spielern einen Startelf-Einsatz in Aussicht. Jan Thielmann, weil er offenbar gegen einen „guten Gegner“ wie Frankfurt „abarbeiten“ kann und Sebastian Sebulonsen, dem der Trainer eine „körperliche Wucht“ bescheinigt, die gegen eine „spielstarke Mannschaft“ eine Option sei.

Zu sehr wollte sich der Coach aber auch nicht in die Karten schauen lassen. Immerhin ist der Kader bis auf die Langzeitverletzten komplett. Allerdings steht hinter Marius Bülter nach einem Magen-Darm-Infekt noch ein großes Fragezeichen. Auch über den Einsatz von Rav van den Berg wird Kwasniok wohl erst im Laufe des Freitags entscheiden. Eric Martel dürfte allerdings vorerst in der Dreierkette spielen, denn der Niederländer wird wohl eher nicht beginnen. „Ich habe heute noch keine Tendenz, außer irgendwie vielleicht beim Jan“, sagte Kwasniok. „Ansonsten weiß ich noch nicht, wie wir es angehen können, weil ich auch abwarten wollte, mit was für einem Gemüt die Jungs eben zurückkommen. Jetzt geht es an die detaillierte Planung, sodass wir dann in der kommenden Trainingseinheit die Dinge noch mal abarbeiten können und dann am Samstagabend hoffentlich das erste Mal ein sogenanntes Topspiel gewinnen können.“

Kaderplanung zum Entwicklungsclub: Kann Frankfurt dem 1. FC Köln als Vorbild dienen?

Thomas Kessler bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Kaderplanung zum Entwicklungsclub: Kann Frankfurt dem 1. FC Köln als Vorbild dienen?

Christian Keller wollte den FC einst zum Entwicklungsclub machen – mit bislang überschaubarem Erfolg. Am Samstag kommt mit Frankfurt ein Paradebeispiel, wie es gehen kann. Kann Frankfurt dem 1. FC Köln als Vorbild dienen?

Mit den Neuzugängen des Sommers könnten die Geißböcke bei einer positiven Entwicklung durchaus ordentliche Gewinne erzielen. Der kommende Gegner vom Wochenende ist das Paradebeispiel für die Weiterentwicklung und den Weiterverkauf von Talenten. Kann Frankfurt dem 1. FC Köln als Vorbild dienen?

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Es fehlt wohl nicht mehr viel und der 1. FC Köln hat wieder einen Geschäftsführer Sport. Dem Vernehmen nach laufen die Gespräche zwischen dem Kölner Präsidium und Thomas Kessler bereits. Und unterm Strich ist eine Einigung am Ende des Tages wohl nur Formsache. Das Team um Präsident Jörn Stobbe gilt als großer Befürworter des ehemaligen Keepers und der hat bekanntlich im Sommer auch viel dafür getan, dass es nur wenige Punkte gibt, die gegen eine Beförderung seiner Person sprechen würden. Der Großteil der Sommertransfers hat bislang geliefert, die Verpflichtung des Trainers scheint bislang ebenfalls eine gute Wahl gewesen zu sein. Kessler hat beim FC innerhalb von einem halben Jahr viel bewegt und der Mannschaft ein neues Gesicht verliehen.

Der FC hat einen anderen Weg eingeschlagen

Der Name seines Vorgängers Christian Keller taucht auch bei den Fans immer seltener auf. Auch, wenn die Kölner noch immer mit der ein oder anderen Altlast zu kämpfen haben. Neben den personellen Veränderungen wurden rund ums Geißbockheim auch einige andere Dinge angegangen. In der Kabine wird zum Beispiel wieder mehr als „nur“ noch Deutsch gesprochen oder die gefühlt lange unantastbare Viererkette wird von Lukas Kwasniok nur im Einzelfall aus der Schublade geholt. Der FC hat sich von seinem jüngsten Geschäftsführer Sport – wenn man so will – emanzipiert. Dabei gehört zur Wahrheit natürlich auch, dass die Kader-Entwicklung zu einem großen Anteil auch nur aufgrund des Sparkurses der vergangenen Jahre möglich gewesen ist.

Eine große Vision oder Vorgabe des Ex-Geschäftsführers ist aber geblieben. Keller hatte einst erklärt, er sehe den FC in naher Zukunft als Entwicklungsclub. Nun gibt es zwei Ansichten, wie sich ein Ausbildungs- oder Entwicklungsclub definiert. Auf der einen Seite sicherlich die Ausbildung und vor allem die sportliche Weiterentwicklung vom eigenen Nachwuchs, um wirtschaftlichen oder sportlichen Erfolg zu erzielen. Einen Plan, den man sich beim FC auf die Fahne geschrieben hat, doch der Ertrag ist zumindest in den vergangenen Jahren überschaubar gewesen. Spieler wie Justin von der Hitz, Tim Lemperle, Justin Diehl – zu oft haben Youngster den Verein ablösefrei oder für eine geringe Summe verlassen können. Auf der anderen Seite werden aber Vereine als Entwicklungsclub angesehen, die junge Profis verpflichten, um sie dann nach einer gewissen Zeit und positiven Entwicklung für eine ordentliche Summe wieder zu verkaufen.

Frankfurt als Paradebeispiel?

Ein Paradebeispiel für dieses Vorgehen kommt am Samstag nach Köln. Eintracht Frankfurt hat mit Markus Krösche in den vergangenen Jahren zahlreiche Talente gefunden, weiterentwickelt und für teures Geld abgegeben. Mehr als 450 Millionen Euro hat die Eintracht in den vergangenen sechs Jahren an ihren Talenten verdient. An Spielern wie Omar Marmoush, Hugo Ekitiké oder Randal Kolo Muani, die alleine knapp 280 Millionen Euro in die Kassen spülten. Jean-Mattéo Bahoya wird aktuell angeblich ebenfalls heiß umworben, eine Ablöse von rund 80 Millionen Euro steht im Raum. Der Marktwert von Can Uzun soll bei 45 Millionen Euro liegen. Die Eintracht kann aber auch mit der Aussicht auf die Champions League, zumindest dem internationalen Parkett, und wohl einer deutlich höheren Gehaltsklasse locken.

„Ich sage meinen Scouts: ,Leute, das Wichtigste sind die Stärken, aber achtet auch auf die Schwächen, denn vielleicht können wir an diesem Problem arbeiten'“, sagte Krösche unlängst im „The Athletic“ und nennt den Ex-Frankfurter Omar Marmoush als Beispiel. „Bevor wir Omar verpflichtet haben, gab es schon eine Diskussion. Er war ein Spieler mit zahlreichen Schwächen, aber nur zwei, drei deutlichen Stärken“, so Krösche weiter. „Hätten wir uns also nur auf die Schwächen konzentriert, hätten wir ihn nie unter Vertrag genommen. Aber wir kamen zu dem Schluss, dass der Grund für seine schlechte Entscheidungsfindung darin lag, dass er nicht regelmäßig genug spielte.“

Der FC will an seinen Spielern mittelfristig verdienen

Eine Marschroute, die man wohl zu gerne – wenn auch eine Spur kleiner – beim FC einschlagen. Tatsächlich könnten Akteure wie Jakub Kaminski einem ähnlichen Muster entsprechen. Der Pole wurde zunächst geliehen, der FC kann aber die Kaufoption ziehen. Die Ablöse soll bei vier bis fünf Millionen Euro liegen. Der Marktwert liegt laut transfermarkt.de aktuell bei sieben Millionen Euro – Tendenz bei den bisher gezeigten Leistungen, der Chance auf die WM und der stetigen Entwicklung steigend. Bei Rav van den Berg ist das Muster eindeutig zu sehen. Der Abwehrspieler soll in Köln weiterentwickelt werden, träumt aber vom Schritt in die Premier League. Der wäre dann ganz sicher mit einer ordentlichen Ablöse verbunden, je nach Entwicklung deutlich über den rund acht Millionen Euro, die der FC investiert hat.

Genauso könnte es sich bei Isak Johannesson verhalten. Und natürlich bei Said El Mala. Der FC soll dem Vernehmen nach den aktuellen Vertrag des Youngsters noch einmal anpassen wollen. Schon jetzt brachte „Sky“ eine mögliche Ablöse von 35 bis 40 Millionen Euro ins Spiel. Auch bei El Mala ist die Tendenz steigend. Der Offensivspieler könnte in der Tat der teuerste Verkauf der Vereinsgeschichte werden. Das war bislang Anthony Modeste mit rund 30 Millionen Euro. Für den FC ein Schritt Richtung Entwicklungsclub. Und ironischerweise hat dann wiederum bei El Mala Christian Keller seine Hände im Spiel gehabt.

Kwasnioks klare Ansage: Nun gehe es darum, „den Schnabel zu halten, die Arschbacken zusammen zu kneifen“

Lukas Kwasniok findet deutliche Worte
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Kwasnioks klare Ansage: Nun gehe es darum, „den Schnabel zu halten, die Arschbacken zusammen zu kneifen“

Mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt startet der FC in den letzten Block des Jahres. Und in der Endphase soll es noch einmal Punkte geben für den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok mit klarer Ansage zum Endspurt.

Sieben Punkte holte der FC aus den vergangenen sieben Spielen. Damit es zum Jahresende noch ein paar Zähler mehr gibt, gab es am Donnerstag deutliche Worte beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok mit klarer Ansage zum Endspurt.

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In Sachen Aufstellung wollte sich Lukas Kwasniok am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Frankfurt noch nicht zu sehr in die Karten schauen lassen. Dass es am Samstagabend aber eine andere Aufstellung als noch gegen Borussia Mönchengladbach geben wird, scheint schon einmal sehr wahrscheinlich. Und das nicht nur, weil der FC ausgerechnet im Rheinischen Derby eine seiner schlechteren Auftritte ablieferte. Vielmehr ist Kwasniok ein besonderer Freund der Rotation und mit Jan Thielmann deutete der Trainer auch einen Spieler für die Anfangsformation bereits an. Spätestens dann wäre klar, dass es eine andere Aufstellung als am vergangenen Spieltag geben würde. Ob Kwasniok aber im 13. Pflichtspiel eine 13. Aufstellung findet, ist zumindest fraglich.

Deutliche Worte vom Trainer

Und obwohl der Trainer bereits sämtliche (gesunden) Feldspieler des Kaders auf den Platz gebracht hat, wird es gleich einige Akteure geben, die über ihre aktuelle Rolle und wohl auch über ihre Einsatzzeit alles andere als glücklich sein dürften. Darunter Spieler, die ihren Stammplatz der Vorsaison verloren oder sich diesen für diese Spielzeit versprochen haben. „Man spricht ja natürlich immer wieder über die Jungs, die dann gerade nicht so zur Geltung kommen“, sagte Kwasniok. „Das ist relativ normal: Bei 20 Feldspielern spielen halt zehn und die anderen zehn nicht. Dann entscheiden einfach immer taktische Überlegungen und die Performance im Training und im Spiel.“ Und genau das hat der Coach mit seinen Wechseln und Rotationen auch mehrfach unter Beweis gestellt.

Und genau darüber hat der Trainer offensichtlich auch mit seinem Team gesprochen. „Ich habe den Jungs einfach heute eins mit auf dem Weg gegeben. Wir sind jetzt viereinhalb Monate zusammen und jetzt geht’s darum, die nächsten vier Wochen den Schnabel zu halten, die Arschbacken zusammen zu kneifen und persönliche Befindlichkeiten hinten anzustellen. Was sie sowieso tun“, so der Trainer weiter. Heißt: Der Fokus ist weiterhin nur auf den Fußball gerichtet, jetzt sollen bis zum Ende des Jahres noch einmal Punkte her, um in Ruhe ins neue Jahr zu starten. Die letzten fünf Spiele in 2025 sollen laut Kwasniok noch einmal „abgearbeitet“ werden. Denn die Punkteausbeute der vergangenen Wochen war dann insgesamt doch mit sieben Zählern aus sieben Spielen eher überschaubar.

„Das was uns zu Beginn sehr erfolgreich gemacht hat und die ersten sechs Punkte gebracht hat, das ist jetzt das Credo und die Zielsetzung für die nächsten fünf Partien bis zur Winterpause“, sagt Kwasniok. „Und dann setzen wir uns mit allen zusammen, machen dann auch eine Analyse mit jedem einzelnen, um dann zu sagen, okay, das war gut aus unserer Sicht, das ist gut aus der Sicht des Spielers.“ Aktuell ginge es einfach darum, „für den Verein das bestmögliche rauszuholen.“


„Sind noch keine Top-Mannschaft“: Frauen des 1. FC Köln wollen in Bremen den Pokal-Frust ablassen

Jubel bei den Frauen des 1. FC Köln
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„Sind noch keine Top-Mannschaft“: Frauen des 1. FC Köln wollen in Bremen den Pokal-Frust ablassen

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln wollen sieben Tage nach dem wenig schmeichelhaften Pokal-Aus in Sand die Kater-Stimmung mit dem nächsten sportlichen Erfolg in der Bundesliga übertünchen. Die Frauen des 1. FC Köln sind am Sonntagabend beim Tabellenvierten Werder Bremen gefordert.

Im Pokal lief es für die Mannschaft von Britta Carlson alles andere als rund. Nun soll es in der Liga besser klappen: Die Frauen des 1. FC Köln sind am Sonntagabend bei Werder Bremen gefordert.

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Das Aus im Achtelfinale des DFB-Pokals beim klassentieferen SC Sand war der erste echte Dämpfer in der jüngsten Entwicklung der FC-Frauen. Auch wenn der Tabellenführer der zweiten Bundesliga nicht zu unterschätzen war, zumal auf dem unangenehmen Rasen im deutsch-französischen Grenzgebiet, war ein Weiterkommen doch Pflicht im Selbstverständnis der Kölnerinnen. „Ich finde, dass man dem SC Sand Respekt für ihre Leistung aussprechen muss. Trotzdem habe ich an uns den Anspruch, dass wir so ein Spiel dominieren und für uns entscheiden müssen“, äußerte entsprechend die FC-Trainerin Britta Carlson gegenüber unserer Redaktion und betonte: „Wir haben die ganze Woche darauf hingewiesen, was auf uns zukommt. Sand hat das gespielt, was wir erwartet und vorbereitet haben. Und das ist halt das, was mich dann ärgert, weil wir eine riesige Chance liegen gelassen haben, im Pokal weiterzukommen.“

„Das wird ein intensives Match“

Carlson zog aus dem Pokal-Spiel diesen Schluss: „Man merkt, wenn wir zwei bis drei Prozent weniger investieren, dann verlieren wir solche Spiele. Wir sind halt noch keine Top-Mannschaft. Wir sind stark als Team, aber dann müssen auch alle 100 Prozent abrufen.“ Die Chance zur Besserung hat die Mannschaft am Sonntag in der Bundesliga, in der es zuletzt fast wie am Schnürchen lief für den FC. Die Geißböckinnen haben sich mit vier Siegen und zwei Unentschieden aus den letzten sieben Spielen fast schon sämtlicher Abstiegssorgen entledigt und schielen mittlerweile eher Richtung oberes Tabellendrittel.

Dort ist mit Werder Bremen auf dem vierten Platz auch der kommende Gegner angesiedelt. Erst im Mai gelang dem FC erstmals an der Weser ein Dreier nach zuvor fünf Gastspielen ohne Sieg. Daran wollen die Kölnerinnen diesmal anknüpfen und mit dem nächsten Erfolgserlebnis weiter in der Tabelle klettern. Carlson stufte den kommenden Gegner so ein: „Eine körperlich starke Mannschaft, die wie wir einen guten Lauf in der Liga hat. Das wird ein intensives Match und ich gehe davon aus, dass wir ihnen ein Duell auf Augenhöhe liefern können.“

„Wir sind auf einem guten Weg, aber…“

Für die Kölnerinnen ist das Spiel am Sonntagabend der Auftakt in hanseatische Wochen. Denn direkt nach der anschließenden Länderspielpause muss die Mannschaft erneut in den Norden, ist dann montagabends beim Aufsteiger Hamburger SV zu Gast. Mit Bremen und Hamburg haben die Kölnerinnen nun zwei Partien vor der Brust, in der die Weichen weiter Richtung oberes Drittel gestellt werden können. Die Trainerin hofft, dass sich die jüngste Entwicklung fortsetzt. Mit dem bisherigen Saison-Verlauf zeigte sich Carlson grundsätzlich zufrieden: „Wir haben mittlerweile eine eigene Identität entwickelt mit einem sehr intensiven Spiel sowohl nach vorn wie auch in der Arbeit nach hinten. Das zahlt sich mittlerweile aus. Fußballsport ist immer ergebnisorientiert, aber wir möchten, dass man das auf dem Platz sieht, wofür wir stehen wollen. Und daran arbeiten wir intensiv und ambitioniert. Wir sind auf einem guten Weg, aber eben auch noch lange nicht am Ende.“

Das wiederum klingt wie eine Drohung an die kommenden Gegner…