Auswärtsspiel des 1. FC Köln: Auf der Suche nach der richtigen Balance

Denis Huseinbasic und Timo Hübers vom 1. FC Köln gegen Hoffenheim
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Auswärtsspiel des 1. FC Köln: Auf der Suche nach der richtigen Balance

Mit der Begegnung gegen die TSG Hoffenheim startet der FC in den 6. Spieltag. Nach zwei Niederlagen in Serie soll in Sinsheim wieder gepunktet werden. Doch die Aufgabe wird nicht einfach. So will der 1. FC Köln in Hoffenheim punkten.

Sowohl der FC als auch die TSG gegen mit sieben Zählern auf dem Punktekonto ins direkte Duell. Gegen die Schwaben erwartet die Kölner allerdings keine leichte Aufgabe. So will der 1. FC Köln gegen Hoffenheim punkten. So will der 1. FC Köln in Hoffenheim punkten

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Der Start in die neue Bundesliga-Saison war schon ziemlich beeindruckend, fulminant, wenn man so will. Immerhin holten die Geißböcke sieben Punkte, davon sechs Zähler gegen den Tabellenfünften sowie den Tabellensechsten der Vorsaison. Punkte, mit denen im Vorfeld sicherlich nicht zu rechnen waren. Die Euphorie um den wiedererstarkten Aufsteiger war groß. Aber möglicherweise auch nicht jedem rund um den FC ganz geheuer. Zumindest sprach der Kölner Coach schon vor dem Leipzig-Spiel, dass man sich besser nicht in die Tasche lügen solle und die Problemzonen der Mannschaft durchaus ausgemacht habe. Und die Realität scheint den FC eingeholt zu haben. Zumindest gab es nach drei ungeschlagenen Spielen in den vergangenen beiden Partien keine Punkte mehr.

„Sie sprinten alles an, was sich bewegt“

„Die Reihenfolge von Siegen und Niederlagen ist für mich unerheblich. Als Aufsteiger ist es wohl wahrscheinlicher, dass du häufiger zwei Mal in Folge verlierst, als zwei Mal gewinnst“, erklärte der Trainer am Mittwoch, fuhr dann aber fort, dass die Reihenfolge für den 44-Jährigen schon alleine deswegen unwichtig sei, weil er sowieso „jedes Spiel gewinnen“ wolle. Nur wird das am Freitagabend eben keine leichte Aufgabe. Denn der FC trifft auf die TSG Hoffenheim, die alleine schon aufgrund jüngerer Bilanzen favorisiert in die Begegnung geht. Der FC konnte genau eins der vergangenen 16 Spiele für sich entscheiden, auf der anderen Seite punkteten die Kölner die vergangenen beiden Male in Sinsheim.

Doch die Bilanz ist nur die eine Sache. Der Respekt vor den spielerischen Mitteln ist Kwasniok deutlich anzuhören. „Sie haben gegen Top-Teams gespielt und sich da mehr als gut verkauft. Sie haben den Bayern gerade in der ersten Halbzeit echt wehgetan und hätten durchaus führen können, wenn nicht müssen“, sagt der Trainer. „Die Hoffenheimer haben sehr viele hungrige Spieler auf dem Platz. Sie sprinten alles an, was sich bewegt. Das ist dann schon schwierig, einen geordneten Spielaufbau hinzubekommen. Es ist nicht verwunderlich, dass sie gut gestartet sind.“ Unter anderem punktete die TSG auch gegen Bayer Leverkusen mit Torschütze Tim Lemperle. Über den Youngster will der Kölner Coach nicht viele Worte verlieren.

„Es ist ja nicht so, dass wir nicht auch laufen können“

Viel mehr über das eigene Personal. Beispielsweise über Marius Bülter, der dem FC erneut fehlt. Aber vor allem über seine wechselnden Startformationen. „Zur Wahrheit gehört, dass ich noch immer ein wenig auf der Suche nach der perfekten Balance bin. Du bist einmal mit sehr robusten Spielern unterwegs, die dann in der fußballerischen Teilbereich nicht ganz top sind. Wir haben Jungs, die spieltechnisch ganz weit vorne sind, vielleicht nicht ganz die Intensität an den Tag legen können“, erklärt der Trainer. „Ich glaube, dass da noch ein Ticken Luft nach oben ist.“ Es sei ein Entwicklungsprozess, sagt der Coach und er wolle die Spieler in den kommenden Wochen noch besser kennenlernen, um eben die perfekte Balance zu finden. Und zu groß ist der Respekt des Trainers dann eben auch nicht: „Es ist ja nicht so, dass wir nicht auch laufen können. Es wird ein intensives Spiel werden.“


Thomas Kessler kann zufrieden auf seine Arbeit blicken und im Winter wohl nochmal nachlegen

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Thomas Kessler kann zufrieden auf seine Arbeit blicken und im Winter wohl nochmal nachlegen

Seit diesem Sommer ist Thomas Kessler nun beim FC verantwortlich für die sportlichen Entscheidungen. Und gerade für seine Transfers wurde der Sportdirektor zuletzt gefeiert. Im Interview mit dem FC äußert sich der Ex-Keeper auch dazu: Thomas Kessler über seine neue Rolle beim 1. FC Köln.

Die vergangenen Monate waren sicher keine ruhigen für den neuen FC-Sportdirektor. Kaderplanungen, Transfers und der Druck, einen bundesligatauglichen Kader zu formen, waren unter anderem die Aufgaben des 39-Jährigen: Thomas Kessler über seine neue Rolle beim 1. FC Köln.

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Tag für Tag fährt der neue Sportdirektor des 1. FC Köln nun die Franz-Kremer-Allee entlang, um seinen Wagen dann vor dem Geißbockheim zu parken. Ein Weg, der dem 39-Jährigen bereits seit 1999 bestens bekannt ist. Denn damals stand der junge Thomas Kessler „mit leuchtenden Augen zum ersten Mal beim Probetraining am Geißbockheim“, verrät Kessler im vereinseigenen Interview des 1. FC Köln. Er lebe seinen Traum, sehe es als Privileg, dass er „für diesen großartigen Club in entscheidender Funktion tätig sein darf.“ Gleichzeitig bedeutet dieser Traum für den ehemaligen Torhüter der Geißböcke allerdings auch jede Menge Verantwortung – Tag für Tag. Und die hatten es bereits im Sommer in sich.

“Ich fühle mich gut gerüstet für diese Aufgabe“

Denn den Posten des Sportdirektors zu übernehmen, war für Kessler eher ein Sprung ins kalte Wasser als eine von langer Hand geplante Entscheidung. „Am Ende der letzten Saison gab es keine lange Bedenkzeit, da galt es einfach, anzupacken und den Aufstieg über die Ziellinie zu bringen. Dass der Vorstand mir danach dauerhaft das Vertrauen geschenkt hat, hat mich sehr gefreut“, so der 39-Jährige. Die Übernahme von Verantwortung ist hingegen nicht neu für den ehemaligen FC-Spieler. „Für meine Aufgabe helfen mir die Jahre als Profi und die Erfahrungen aus der Kabine. Ich habe schon immer gerne Verantwortung übernommen. Nach dem Karriereende durfte ich auf der Geschäftsstelle und im sportlichen Bereich wertvolle Erfahrungen sammeln“, erklärt Kessler. Zudem nahm Kessler am Lehrgang Management im Profifußball von der DFL und dem DFB teil. „Ich fühle mich gut gerüstet für diese Aufgabe.“

Und die Aufgaben waren im ersten Transfersommer nach der Transfersperre für den 1. FC Köln nicht wenige. Zumal die Kölner nach dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga und dem zuvor harten Sparkurs von Christian Keller doch einiges am Kader verändern wollten und mussten. „Um in der Bundesliga bestehen zu können, war uns klar, dass wir die Qualität in unserem Kader in der Breite und in der Spitze verbessern müssen“, sagt Kessler. So sei bereits früh klar gewesen, dass man bei den Geißböcken neue Akzente setzen wolle. Mit zwölf Neuzugängen ist viel frisches Blut in den Kölner Kader geflossen, auf der anderen Seite haben auch etliche Akteure den Verein verlassen. „Ein Mannschaftsgefüge lebt auch ein Stück weit davon, dass es Veränderungen gibt, wir wollten neue Reize setzen und den Konkurrenzkampf wieder deutlich erhöhen. Dafür bedarf es Impulsen von außen“, erklärt Kessler.

Kessler hofft auf die Wettbewerbsfähigkeit

Dass der Wandel auch vollzogen werden konnte, liegt nicht zuletzt daran, dass dem FC „in diesem Sommer wieder mehr Mittel zur Verfügung“ gestanden haben, „ohne dabei in Saus und Braus leben zu können.“ Hilfreich waren dabei zudem die Transfereinnahmen. „Mit dem Verkauf allen voran von Jonas Urbig im Winter sowie Damion Downs und Max Finkgräfe im Sommer, die alle bei uns in der FC-Akademie ausgebildet wurden, haben wir auch eine ordentliche Summe eingenommen“, so der Sportdirektor. Gemeinsam mit den Geschäftsführer-Kollegen Philipp Türoff und Philipp Liesenfeld habe man entschieden, „dieses Geld bewusst in den Kader zu investieren, um unsere Wettbewerbsfähigkeit in der Bundesliga zu erhöhen.“ Dass der FC wettbewerbsfähig sein könnte, zeigen die bisher sieben in fünf Duellen eingefahrenen Punkte in der Bundesliga und das Erreichen der zweiten Runde des DFB-Pokals.

Kessler muss „im Sinne des Clubs die beste Entscheidung treffen“

Und mit den Transfers im Sommer muss das Ende der Transfer-Fahnenstange in dieser Saison noch nicht beendet sein. Denn Philipp Türoff deutete auf der Mitgliederversammlung an, dass es auch in diesem Winter noch ein Budget gibt. Der FC wäre also in der Lage, falls die erhofften Ziele im Winter weit weg sind, noch einmal nachzulegen. In welcher Höhe, ist nicht klar. Doch der Abstieg soll mit allen Mitteln verhindert werden. Aber nicht nur frisches Blut sieht Kessler als Möglichkeit, den Kader zu verbreitern. „Definitiv würden wir uns wünschen, dass möglichst viele Eigengewächse bei uns im RheinEnergieSTADION für die Profis auflaufen“, erklärt Kessler im Bezug auf die Nachwuchsarbeit. „Letztendlich muss es dafür aber auch immer eine Überzeugung auf Seiten des Spielers geben. Wenn wir diese nicht spüren und der Spieler den Wunsch äußert, sich zu verändern, dann müssen wir im Sinne des Clubs die beste Entscheidung treffen.“

Im Sinne des Clubs zu entscheiden, gehört nun seit Sommer zur Hauptaufgabe Kesslers. Bei der Fahrt durch die Franz-Kremer-Allee wird der 39-Jährige heute möglicherweise dem ein oder anderen Jungspieler begegnen, der mit leuchtenden Augen das erste Mal zum Probetraining ans Geißbockheim kommt.


Kwasnioks „Mischung aus Neymar und Messi“ ist beim 1. FC Köln noch im Wartestand

Alessio Castro-Montes kommt bislang eher selten zum Zug
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Kwasnioks „Mischung aus Neymar und Messi“ ist beim 1. FC Köln noch im Wartestand

Er wurde als letzte Neuverpflichtung des Sommers beim FC vorgestellt und kam direkt zum Einsatz. Auf weitere Minuten wartet der Belgier bislang vergebens beim 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes ist noch im Wartestand.

Gut zwei Millionen Euro haben die Geißböcke kurz vor Toresschluss noch einmal in die Hand genommen. Doch der Belgier kommt bislang eher sporadisch zum Einsatz. Daran sei er auch selbst Schuld, sagt der Trainer 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes ist noch im Wartestand.

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Am Ende ging es alles sehr schnell. Vielleicht sogar ein wenig zu schnell? Nachdem der Deal mit Raphael Obermair vom Tisch war, zauberten die FC-Bosse Alessio Castro-Montes kurz vor Toresschluss aus dem Hut. Sicherlich gut vorbereitet, alles andere als ein Schnellschuss. Doch der Name überraschte dann doch den ein oder anderen Experten. Erstaunlich schnell entschied sich der Kölner Trainer, den neuen Mann dann auch ins kalte Wasser zu werfen. Im Testspiel gegen Schwarz-Weiß Essen lief die Neuverpflichtung genauso auf wie gegen den VfL Wolfsburg am nächsten Spieltag als Einwechselspieler. Ein früher Einstand, möglicherweise ein zu früher. „Ich habe da den Fehler gemacht, dass ich ihn nach der Länderspielpause gegen Wolfsburg reingeworfen habe“, gab Kwasniok zu. „Da habe ich ihn in der Gesamtsituation einen Ticken überfrachtet.“

„Ich kann an dieser Tatsache nichts verändern“

Laut Trainer war das Spiel gegen die Wölfe auch nicht so optimal und daher dann auch das anschließende Training nicht mehr so, wie Kwasniok sich das erhofft hatte. „Er war gerade angekommen, hat die Namen zum Teil noch nicht gekannt“, sagt der Coach. „Er war noch gar nicht angekommen. Ich habe von ihm etwas gefordert, das er nicht hätte bringen können.“ Und so kommt der Neuzugang aktuell nicht über die Rolle des Bankdrückers hinaus. Dabei war die Erwartungshaltung sehr groß. „Als wir ihn im Training gesehen haben, haben wir gedacht, wir haben eine Mischung aus Neymar und Messi verpflichtet“, sagte Kwasniok. Auch daher der schnelle Einsatz gegen die Wölfe. Ein Fehler, wie Kwasniok nun betont. „Das gehört einfach dazu, dass man dann nicht immer den Spielern die Schuld geben kann“, so der 44-Jährige. „Derjenige, der die Entscheidung trifft, war ich. Den Schuh muss ich mir anziehen.“

Ob der Belgier gegen Hoffenheim zum Einsatz kommt, ist zurzeit noch offen. Zuletzt stand der Schienenspieler immerhin im Kader. Sehr zum Leidwesen von Jusuf Gazibegovic. „In der Kaderzusammenstellung ist es so, dass ich gerne die Schiene mit zwei Spezialisten besetzt habe und einem Spieler, der beide Seiten abdecken kann. Und das kann Monti. Dann reicht ein Spieler im Kader“, sagt Kwasniok. Daher war für den Bosnier zuletzt kein Platz im Kader. „Das ist es bitter für ihn. Aber ich kann an dieser Tatsache nichts verändern, dass ich da eine Entscheidung treffen muss. Er lässt sich nichts zu Schulden kommen. Tut alles. Aber ihn trifft es aktuell.“ Castro-Montes könnte gegen die TSG vielleicht dann wieder eine Ergänzung sein. Nicht umsonst lobt der Trainer den Spielertyp – und wer will schon auf eine Mischung aus Neymar und Messi verzichten.


Kwasniok bestätigt: Marius Bülter fehlt auch in Hoffenheim

Marius Bülter fällt weiterhin angeschlagen aus
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Kwasniok bestätigt: Marius Bülter fehlt auch in Hoffenheim

Der FC wird weiterhin auf seinen Angreifer verzichten müssen. Nach dem Ausfall gegen den VfB Stuttgart in der Vorwoche fehlt der Stürmer auch im nächsten Duell des 1. FC Köln: Marius Bülter wird auch gegen Hoffenheim ausfallen.

Vergangene Woche hatte Lukas Kwasniok , dass es reichen würde, doch nun herrscht Gewissheit beim 1. FC Köln: Marius Bülter wird auch gegen Hoffenheim ausfallen.

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Schon im Vormittagstraining hatte es sich angedeutet. Marius Bülter fehlte am Mittwoch wie schon bei der Einheit am Dienstag. Bei nur noch einem ausstehenden Training vor der Abfahrt nach Hoffenheim, reicht es für den Kölner Stürmer nicht. Der Angreifer wird die Reise zu seinem Ex-Verein nicht mit der Mannschaft mit antreten. „Für Freitag sieht es nicht so gut aus, er wird auf keinen Fall dabei sein“, sagte FC-Trainer Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz am Mittwoch und verpackte die Info in die Nachricht, dass es dem Spieler als werdenden Vater ansonsten gut gehe. Schon vergangene Woche hatte der Stürmer aufgrund einer Achillessehnen-Reizung aussetzen müssen, saß gegen den VfB Stuttgart nur auf der Tribüne, fieberte dort aber eifrig mit.

Wer ersetzt der Kölner Stürmer

Bülter wurde gegen den VfB von Ragnar Ache ersetzt, der Jakub Kaminski auch umgehend die Führung auflegte. Ob der Neuzugang vom 1. FC Kaiserslautern aber auch gegen die TSG in der Startelf stehen wird, ließ der Kölner Coach vorerst offen. „Ragnar ist fit und gesund. Es gibt aber schon mal einen Unterschied, ob man 90 Minuten spielt oder für 30 Minuten reinkommt“, sagte der Trainer. „Aber Stand jetzt ist er fit und kann spielen.“ Auch in der Vorwoche war die Suche nach einer Alternative Thema beim FC. Damals sprach der Coach davon, dass es durchaus auch andere Überlegungen für die Offensive gäbe. Luca Waldschmidt konnte die Woche jedenfalls wieder uneingeschränkt trainieren.

Auch sonst kann Kwasniok nahezu aus dem Vollen schöpfen. Isak Johannesson, der am Sonntag noch behandelt wurde, war ebenfalls bei allen Einheiten dabei. Nach wie vor fehlen die Langzeitverletzten Rav van den Berg, der sich im Duell gegen den VfL Wolfsburg eine Schultereck-Verletzung zugezogen hatte sowie Luca Kilian nach seinem dritten Kreuzbandriss. Auch Nachwuchsstürmer Youssoupha Niang wird nach seiner Schulterverletzung noch nicht zur Option.


„Der Videoassistent darf da nicht eingreifen“ – Jonas Hector über die VAR-Diskussion beim 1. FC Köln

Jonas Hector bei der Wahl-Arena
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„Der Videoassistent darf da nicht eingreifen“ – Jonas Hector über die VAR-Diskussion beim 1. FC Köln

In der aktuellen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“ äußerte sich Jonas Hector auch zum vergangenen Wochenende. Unter anderem spricht der Ex-Kölner über seine Sicht auf die Wahl des Präsidium. Und: Das sagt Jonas Hector zur VAR-Diskussion beim 1. FC Köln.

Nach dem ereignisreichen Wochenende blickt der ehemalige Nationalspieler in seinem Podcast zurück auf die Geschehnisse und äußert seine Sicht der Dinge zum FC: Das sagt Jonas Hector zur VAR-Diskussion beim 1. FC Köln.

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Das beherrschende Thema rund um den 1. FC Köln war ab Sonntagabend wohl der Elfmeter, den Marvin Schwäbe verursacht, der aber ziemlich diskutabel erst im Nachhinein gegeben wurde. Schwäbe hatte Ermedin Demirovic an der Wade getroffen, Spieler und Spiel liefen aber weiter. Er mit Verzögerung griff der Video-Assistent ein und nach Ansicht der Bilder entschied Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck auf Strafstoß. Und tatsächlich ist auf den Bildern ein ganz klarer Kontakt zu sehen, der einen Elfmeter rechtfertigen könnte. Und das unabhängig davon, ob der Stürmer hinfällt oder wie in diesem Fall weiter läuft. „Die Frage ist nur, wie ist die Intensität des Kontaktes. Ich weiß nicht, ob das eine klare Fehlentscheidung ist“, sagt Jonas Hector in der neuen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“.

„Wenn der Spieler fällt, dann pfeift er auch direkt“

„An dem Tag habe ich gesagt, der Videoassistent darf da nicht eingreifen“, so Hector weiter. Tatsächlich ist der Kontakt kein besonders harter. Das sah wohl auch der Stürmer so, der sich nicht einmal beschwerte, als der Pfiff ausblieb. „Wenn der Spieler fällt, dann pfeift er auch direkt“, so der langjährige Kapitän der Geißböcke. „Wenn er es pfeift, dann ist es für mich vollkommen okay, wenn er bestehen bleibt. Nur wenn er nicht pfeift, dann weiß ich es eben nicht.“ Auch Schiedsrichter Jöllenbeck war sich nicht so richtig sicher, schaute sich die Situation lange an. „Ich hätte mir gewünscht, dass der Videoassistent nicht eingreift. Regelkonform ist es“, gesteht dann aber auch Hector. „Es gibt Situationen, da rege ich mich deutlich mehr auf. Das ist schon eine komplexe Situation. Ich kann verstehen, dass es gepfiffen wird und der Videoassistent eingreift.“

Mit dem Vorschlag von Klaus Gjasula, künftig auch Schiedsrichter bei Fehlentscheidungen zur Kasse zu bitten, kann Hector indes nichts anfangen. „Das ist doof“, sagt der ehemalige Abwehrspieler. Gerade in der 3. Liga würde es immer wieder Fehlentscheidungen geben, da es dort eben keinen Videoassistenten gäbe. Auch zur Wahl des Präsidiums äußerte sich Hector. Allerdings nur in Bezug auf die Länge der Veranstaltung. „Das hat sich schon sehr gezogen“, sagt Hector, konnte aber einen gewissen Unterhaltungsfaktor bei so manchem Redner nicht verbergen.

Nur ein Liga-Sieg in zehn Jahren – Auf den 1. FC Köln wartet bereits der vierte unliebsame Gegner

Die Spieler des 1. FC Köln nach der Begegnung gegen Stuttgart
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Nur ein Liga-Sieg in zehn Jahren – Auf den 1. FC Köln wartet bereits der vierte unliebsame Gegner

Am Freitagabend steht für den FC die Begegnung gegen die TSG Hoffenheim auf dem Programm. Die Bilanz gegen die Sinsheimer ist in den vergangenen Jahren alles andere als erbaulich. Doch das ist man in dieser Spielzeit ja schon gewohnt. Der 1. FC Köln trifft erneut auf einen unliebsamen Gegner.

15 der vergangenen 16 Spiele hat der FC gegen die TSG Hoffenheim nicht gewonnen. Der Begriff „Angstgegner“ ist sicherlich ein wenig hochgegriffen. Dennoch gibt es Kontrahenten gegen die die Kölner lieber spielen würden. Davon gab es in dieser Spielzeit schon drei. Der 1. FC Köln trifft am Freitag erneut auf einen unliebsamen Gegner.

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In der Diskussion um den Eingriff des VAR am vergangenen Sonntag ging ein wenig unter, dass der VfB Stuttgart nahezu auf den Tag genau zwei Jahre zuvor bereits im Kölner Stadion einen Sieg feierte. Damals gewannen die Schwaben 2:0 legten einen weiteren Grundstein für eine erstaunlich erfolgreiche Saison, während der FC die dritte Niederlage in Serie hinnehmen musste. Es folgte sogar noch eine vierte (gegen Leverkusen) und spätestens in diesem Moment dürfte wohl allen Menschen rund um das Geißbockheim klar gewesen sein, worauf diese Saison nach den beiden erfolgreichen Spielzeiten 21/22 und 22/23 hinauslaufen würde: Den Abstiegskampf. Zwei Jahre später ist der FC zurück in der Bundesliga und beschäftigt sich dieser Tage noch nicht mit ähnlichen Gedanken. Dazu gibt es gerade nach dem starken Auftakt auch wahrlich keinen Anlass.

Die nächste hohe Hürde

Daran würde auch eine Niederlage am Freitagabend wohl nichts ändern. Auch, wenn es dann ebenfalls die dritte Niederlage in Serie wäre. Eine Pleitenserie, die viele FC-Fans in dieser Art angesichts der vergangenen Spielzeit bereits vergessen haben dürften. Eine dritte Niederlage würde aber möglicherweise etwas mit der Psyche der Spieler machen. Mindestens würden die Kölner mit einem doch negativen Gefühl in die zweite Länderspielpause gehen. Das will Lukas Kwasniok natürlich unterbinden. Am liebsten mit einem Dreier, mindestens aber mit einem weiteren Auswärtspunkt. Wäre da nicht dieses kleine „Aber“. Denn der FC trifft auch am 6. Spieltag auf eine Mannschaft, gegen die die Geißböcke in den vergangenen Jahre eher ungerne gespielt haben, nicht selten fiel der Begriff Angstgegner.

Schon im Pokal war die Rede davon. Der FC trat gegen Jahn Regensburg an. Die jüngsten Pokal-Erinnerungen an den Absteiger aus der 2. Bundesliga waren mit dem Cup-Aus 2020 und 2022 bekanntlich nicht die allerbesten. Und auch dieses Mal wurde es enger als es den Kölnern lieb war. Auf das Duell gegen Mainz folgte mit Freiburg der nächste unliebsame Gegner. Immerhin hatten die Kölner vor dem 4:1 am 2. Spieltag genau eins der vergangenen acht Spiele gewinnen können. Die Mannschaft aus dem Breisgau entwickelte sich immer mehr zum unbeliebten Kontrahenten. Eben einen wie RB Leipzig. 15 Mal trafen die Teams in der Bundesliga aufeinander. 13 Mal konnte der FC gegen die Sachsen nicht gewinnen, keine andere Mannschaft erzielt mehr Tore gegen die Geißböcke.

15 von 16 Spielen nicht gewonnen

Ein unangenehmer Gegner ist der VfB Stuttgart in Köln offenbar schon traditionell. Seit Oktober 2000 haben die Geißböcke bis heute genau ein Heimspiel gegen die Schwaben für sich entschieden. Dabei bleibt es bekanntlich vorerst auch. Und nun also die TSG Hoffenheim und damit die nächste hohe Hürde. die Sinsheimer verloren nur eins der vergangenen 16 Bundesliga-Duelle gegen Köln und blieben in den jüngsten 15 dieser Begegnungen nie torlos. Von den aktuellen Bundesligisten fuhren die Geißböcke nur gegen Bayern, Leipzig, Wolfsburg und Union Berlin im Schnitt weniger Punkte ein. In diesem Zeitraum kassierte der FC 2,5 Gegentore gegen die Hoffenheimer. Zwischen 2017 und 2022 verloren die Geißböcke sogar acht Spiele in Serie gegen die TSG.

Allerdings gehen Serien meist dann auch irgendwann zu Ende. Immerhin haben die Geißböcke in dieser Spielzeit zwei der bisherigen drei Spiele gegen Teams mit Negativserie gewonnen. Am Freitag darf gerne die nächste Bilanz aufpoliert werden.


Youngster des 1. FC Köln: Said El Mala ist aktuell der Dribble-König der Bundesliga

Said El Mala, Dribbelkönig der Bundesliga
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Youngster des 1. FC Köln: Said El Mala ist aktuell der Dribble-König der Bundesliga

Nach dem fulminanten Start mit sieben Punkten aus drei Spielen lässt die Anfangseuphorie nach zwei Pleiten in Serie doch deutlich nach. Dabei gibt es einige Akteure, die mit beeindruckenden Leistungen auf sich aufmerksam machen beim 1. FC Köln: Said El Mala ist der Dribble-König der Bundesliga.

Er ist schon jetzt bei vielen der absolute Hoffnungsträger. Mit seinen bisherigen Leistungen gehört er mindestens zu den großen Lichtblicken – und das nicht nur beim 1. FC Köln: Said El Mala ist der Dribble-König der Bundesliga.

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Es liefen bereits die letzten Sekunden der Begegnung als Said El Mala immer und immer wieder ansetzte. Es machte den Anschein, als habe der Kölner Youngster vor, den Stuttgartern im Alleingang noch die Punkte wieder abzunehmen. Hier lief sich der Offensivspieler noch einmal fest, dort traf er den Außenposten. Es hatte nicht mehr Sollen sein. Doch gerade in dem 19-Jährigen und seiner Qualität, immer wieder ins Eins-gegen-Eins zu gehen, ruhen viele Hoffnungen der Geißböcke. Kein Wunder, einen ähnlich Dribble starken Spieler hat man beim FC seit Jahren nicht mehr gesehen. Und das jedes Mal, wenn er ins Spiel kommt. „Er hat ja nicht nur ein Solo hingelegt“, betonte Kwasniok nach dem Wolfsburg-Spiel, bei dem der 19-Jährige das zwischenzeitliche 2:2 aufgelegt hatte. „Er ist nicht zu verteidigen in diesen Aktionen, insofern ist er eine Waffe.“ 

„Dafür ist der Spieler einfach zu gut“

Diese Waffe wird bislang nur zu besonderen Momenten eingesetzt. In der Regel, in der Schlussphase, wenn sich der Gegner schon ein wenig müde gespielt hat. „Er bringt uns in der Offensive eine Qualität, die es ganz selten gibt, weil er dribbeln kann und dabei sehr schnell ist, ohne aber das Ziel aus den Augen zu verlieren“, sagte Kwasniok vor zwei Wochen. „Aber zum Fußball gehört auch, dass du in die andere Richtung arbeiten musst. Und das ist zu Beginn noch wichtiger als in der letzten halben Stunde, wenn du darauf hoffen kannst, dass der Gegner ein bisschen müde ist.“ In den Sozialen Medien gedeiht unter den FC-Fans der Wunsch, den schnellen Mann auch mal über 90 Minuten zu sehen. „Um in der Bundesliga von Beginn an eine Waffe zu sein, dahin ist es noch ein weiter Weg. Insofern müssen wir aufpassen, dass wir aus der Waffe keine Platzpatrone machen, wenn er zu früh 90 Minuten performen muss“, so der Kölner Coach.

Allerdings betonte der Trainer auch, dass man an ihm irgendwann dann auch in der Startelf nicht mehr vorbeikommen wird. „Dafür ist der Spieler einfach zu gut“, sagt der Trainer. Der Spieler ist nicht nur gut, er gehört schon jetzt zu den Dribble stärksten Kickern der Liga. Je nach Quelle und Mess-Art führt der 19-Jährige die Top-Ten vor Akteuren wie Karim Adeyemi, Yan Diomande oder Michael Olise mit 15 Dribblings an, in anderen Statistiken liegt der Offensivspieler mit rund zehn Situationen knapp hinter den Topstars der Liga, aber eben immer in der Top-Ten – und das mit 19 Jahren, in seiner Premieren-Bundesliga-Saison. „Ich liebe es, ins Eins-gegen-eins zu gehen. Aufgrund meiner Physis bin ich trotz meiner Größe ein recht schneller Spieler, würde ich behaupten“, sagte El Mala unlängst in einem DFB-Interview. „Grundsätzlich können sich meine Mitspieler auf Spaß einstellen.“

„Ich versuche, das nicht zu sehr an mich heranzulassen“

Erstaunlich: In diesem jungen Alter gewinnt El Mala auch im Schnitt zwei seiner drei Versuche. Und so ist es nur folgerichtig, dass der Youngster auch in der Liste der gewonnenen Dribblings mit den ganz Großen mithalten kann. Und das, obwohl El Mala von den Top-Spielern dieser Statistik der mit der geringsten Einsatzzeit ist. „Ich versuche, diese Unbekümmertheit auch im Profialltag zu bewahren, indem ich einfach so weitermache, wie ich angefangen habe. Der Druck wird immer größer, das ist normal im Sport“, sagt der 19-Jährige. „Ich versuche, das nicht zu sehr an mich heranzulassen.“ Dabei hat natürlich auch der Kölner Youngster mitbekommen, was um ihn herum geschieht: Die Millionen-Offerte aus England (zweistellig), die Nominierung für die deutsche U21-Auswahl, der Hype in der Domstadt.

Lukas Kwasniok wird vermutlich tatsächlich nicht mehr lange um einen Startelf-Einsatz herumkommen. Möglicherweise schon am kommenden Freitag gegen Hoffenheim, zumal ein Einsatz von Marius Bülter nicht sicher ist. Dann steht erst einmal die Länderspielpause an. Und es würde schon überraschen, wenn der Dribble-König der Bundesliga dann nicht auch für den deutschen Nachwuchs zum Einsatz kommt.


Die Euphorie ebbt im Umfeld des 1. FC Köln ab, Anspruch und Mut der Mannschaft bleiben

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Die Euphorie ebbt im Umfeld des 1. FC Köln ab, Anspruch und Mut der Mannschaft bleiben

Mit dem 1:2 gegen den VfB Stuttgart kassierte der FC die zweite Niederlage in Serie. Die anfängliche Euphorie gerät ins Stocken. Dabei war der Auftritt der Kölner gegen die Schwaben sicherlich nicht schlecht. Der 1. FC Köln kann mutig nach Hoffenheim reisen.

Sieben Punkte aus fünf Spielen – und das gegen Gegner, die bereits europäisch spielen oder sich dieses Ziel auf die Fahne geschrieben haben. Die Ausbeute der Geißböcke ist gemessen an deren Rolle als Aufsteiger sicherlich keine schlechte. Auch die Leistung gerade gegen Leipzig war durchaus ordentlich: Der 1. FC Köln kann mutig nach Hoffenheim reisen.

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Nach der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart am Sonntagabend war der Eingriff des VAR vor dem 1:1-Ausgleich durch Ermedin Demirovic per Strafstoß das hochkochende Thema. Zumindest wurde mal wieder heftig über den Video-Assistenten diskutiert. Dabei hatte die Begegnung der Kölner gegen die Schwaben noch zahlreiche andere Facetten parat. Beispielsweise, dass Jakub Kaminski auch in seinem zweiten Heimspiel als Dosenöffner hätte fungieren können. Schon gegen Freiburg erzielte der Pole das 1:0, nur legten die Geißböcke dieses Mal nicht nach, obwohl die Chance da war. Ragnar Ache hatte nur zwei Minuten später so ziemlich alles richtig gemacht, als er den Ball am heraus eilenden VfB-Keeper Alexander Nübel vorbeispielte. Ziemlich, weil die Kugel nur wenige Zentimeter vor der Torlinie gerettet wurde. Genauso wie ein verlängerter Kopfball von Kaminski wenige Minuten vor Spielende. Nur noch ein Tor fehlt dem Polen, um den eigenen Liga-Rekord einzustellen.

Die Euphorie ebbt ab

Auch Said El Mala hatte nach seiner Einwechslung recht ordentliche Einschussmöglichkeiten, war aber im Abschluss glücklos. Auch, wenn die Niederlage gegen den VfB durch die diskutable Elfmeter-Entscheidung einen Beigeschmack erhalten hat. Unterm Strich haben die Kölner nicht unverdient verloren. Stuttgart hat wohl eine individuell höhere Qualität, hatte unterm Strich wohl auch die besseren Chancen (zumindest laut xGoals-Wert) und ließ gerade in der Schlussphase zu wenig zu, als dass der FC ohne Lucky Punch wohl hätte ausgleichen können. So stand am Ende also die zweite Niederlage der Saison, die zweite in Serie und vielleicht auch die zweite vermeidbare. Die Tabelle sortiert sich so langsam, die Geißböcke grüßen jedenfalls nicht mehr von einem Platz, der zur Königsklasse einlädt. Und die Euphorie ebbt ab.

Auch, weil es spielerisch vielleicht an der ein oder anderen Stelle ein wenig hapert. „Ich finde, dass wir nach dem frühen 1:0 wie auch zum Heimspiel gegen den SC Freiburg fußballerisch Luft nach oben haben“, sagte Kwasniok am Sonntag. „Unsere Ballstafetten waren abgehackt und wir waren auch nicht mutig genug. Das ist einer der Punkte, an denen wir arbeiten wollen, uns fußballerisch zu verbessern. Damit wir so eine Mannschaft, wie es der VfB mittlerweile ist, nicht nur in der eigenen Hälfte verteidigen und von unserem Tor fernhalten können, sondern auch fußballerisch herausfordern.“ Das taten die Kölner eben nur in der Anfangsphase, als der VfB sich ganz offensichtlich noch nicht sortiert hatte. Doch nach und nach steigerte sich der VfB.

Leistungen sollten Mut machen

„Dass wir die Stuttgarter jetzt nicht fußballerisch dominieren können, war klar. Da muss man dann auch ehrlich sein. Wir spielen dann auch nicht gut genug. Wir haben viel zu schnell den langen Ball gesucht und dadurch das Momentum nicht genutzt. Dann musst du sehr schnell sehr viel verteidigen“, sagte der Trainer. „Den Ball nur wegzukicken, wird zu wenig sein auf Dauer.“ Ob die kurze Zeit bis zum Spiel gegen Hoffenheim – immerhin nur drei Trainingseinheiten – ausreicht, um einen anderen Fußball an den Tag zu legen, ist eher unwahrscheinlich. Dabei sollte man beim FC auch nach der zweiten Pleite in Serie nicht vergessen, wo die Reise begonnen hat. Genauso wie nach dem beeindruckenden Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Spielen und die gegen Gegner, die gerne um die europäischen Plätze spielen würden.

Insofern sind die sieben Punkte aus den fünf bisherigen Spielen gegen drei Mannschaften, die europäisch spielen und zwei, die sich genau diesen Wunsch allein schon aufgrund ihres wirtschaftlichen Backgrounds auf die Fahnen geschrieben haben, durchaus beachtlich. Die Leistungen bei den Niederlagen, gerade die gegen Leipzig, machen durchaus Hoffnung, dass der FC nun nicht in einen Abwärtsstrudel gerät. Dafür wirken Mannschaft und Trainer bislang zu gefestigt. Zumal auch Hoffenheim in dieser Spielzeit nicht auf einem konstant hohen Niveau spielt. Eine Herausforderung wird die Aufgabe auf jeden Fall – und je nach Ausgang die Zeit danach auch.


U21 des 1. FC Köln schnuppert an den oberen Plätzen – Sbonias mahnt zur Zurückhaltung

Evangelos Sbonias im Spiel gegen den FC Gütersloh
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U21 des 1. FC Köln schnuppert an den oberen Plätzen – Sbonias mahnt zur Zurückhaltung

Die U21 musste sich gegen Gütersloh nach vier Siegen in Folge mit einer Punkteteilung begnügen. Die FC-Talente verpassten damit vorerst die Chance, sich sogar in den Kampf um die Aufstiegsplätze einzuschalten. Dennoch geht es aufwärts bei der U21 des 1. FC Köln: Evangelos Sbonias tritt auf die Euphoriebremse.

Trotz des Unentschieden gegen Gütersloh hat der Kölner Nachwuchs in die Spur gefunden. Seit fünf Spielen ist die U21 des 1. FC Köln ungeschlagen: Evangelos Sbonias tritt dennoch auf die Euphoriebremse.

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Nur Zentimeter fehlten, dann wäre Patrik Kristal der Matchwinner des 1. FC Köln geworden. Ausgerechnet Kristal, möchte man sagen. Der estnische Nationalspieler rutschte in den vergangenen Wochen bei der U21 ins zweite Glied, kam zuletzt regelmäßig von der Bank ins Spiel. So auch am Samstagnachmittag gegen den FC Gütersloh. Und um ein Haar hätte Kristal kurz vor Schluss noch den späten Siegtreffer erzielt und damit sicher auch seine eigenen Einsatzchancen gesteigert. Doch der Innenpfosten verhinderte den Kölner Jubel. Und so stand am Ende ein 0:0, das gegen den Geheimfavoriten auf den ersten Blick ein Teilerfolg wäre. Doch nach dem Spielverlauf fühlte es sich kurz nach dem Abpfiff eher nach zwei verlorenen Punkten an.

„Das geht schon in die richtige Richtung“

Trainer Evangelos Sbonias war daher bemüht, die Erwartungen nach den jüngsten vier Siegen in Folge nicht ausufern zu lassen: „Direkt nach dem Spiel fühlt es sich zwar eher an wie zwei verlorene Punkte. Aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen und sagen, dass wir jetzt im fünften Spiel ungeschlagen geblieben sind, hatten heute die Überhand an Torchancen, hinten raus musst du das 1:0 machen, dann belohnst du dich für den Aufwand, den du betrieben hast.“ Der Coach konstatierte zugleich: „Klar gab es dann noch eine Phase, in der es ein bisschen wacklig war, aber ich glaube, über 90 Minuten lang war Gütersloh hier hinten eingeschnürt und hat versucht irgendwie einen Punkt mitzunehmen oder über Standards oder Umschalt-Momente zu kommen. Da haben wir nicht so viel angeboten. Deswegen fühlt es sich nicht so an, als ob es hier ein gewonnener Punkt war.“

Doch Sbonias betonte: „Es ist das fünfte Mal, dass wir nicht verloren haben. Vier Siege davor, jetzt ein Unentschieden, keinen Gegentreffer kassiert. Das geht schon in die richtige Richtung.“ Bitter jedoch: Mit einem Heimsieg hätte sich die U21 sogar vorerst in den Kampf um die Aufstiegsplätze eingeschaltet. Statt aktuell fünf Zählern Rückstand zum neuen Tabellenführer SC Fortuna Köln wären es dann gerade mal noch drei Punkte zu den Südstädtern gewesen. Angesichts des Umstands, dass es in dieser Spielzeit keine Übermannschaft in der Regionalliga West zu geben scheint und der FC durchaus perspektivisch in die Dritte Liga schielt, könnte sich durchaus noch eine spannende Konstellation im Saisonverlauf entwickeln. Das direkte Duell im Stadtderby Ende Oktober im Südstadion verspricht jedenfalls Hochspannung – und könnte ein Fingerzeig werden was für die U21 tatsächlich in dieser Saison möglich sein könnte.


Personal-Update vor Hoffenheim: Ohne einen Leistungsträger in die Trainingswoche

Lukas Kwasniok beim Training des 1. FC Köln
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Personal-Update vor Hoffenheim: Ohne einen Leistungsträger in die Trainingswoche

Am Dienstag ist der FC in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim gestartet. Für Lukas Kwasniok ist die personelle Lage insgesamt entspannt. Das Personal-Update beim 1. FC Köln: Marius Bülter fehlt auch weiterhin.

Nach zwei Niederlagen in Serie wollen die Kölner den Abwärtstrend mit der Begegnung gegen Hoffenheim vor der Länderspielpause stoppen. Dazu sind die Kölner am Dienstagnachmittag in die Vorbereitung gestartet. Und natürlich gab es ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Marius Bülter fehlt auch weiterhi.

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Viel Zeit bleibt FC-Trainer Lukas Kwasniok nicht, um seine Mannschaft nach der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart auf den nächsten Gegner einzustellen. Bereits am Freitagabend steht die Begegnung bei der TSG Hoffenheim auf dem Spielplan (20.30 Uhr, Liveticker bei come-on-fc.com). Dementsprechend geht es nun auch ohne Pause in die Vorbereitung auf den 6. Spieltag. Wenig Zeit aber auch für die angeschlagenen Spieler. Isak Johannesson wurde etwa noch während des Duells gegen den VfB auf der Ersatzbank der Kölner behandelt. Zwar liegt keine schwere Verletzung vor, ausgewechselt wurde der Spieler dennoch. Am Dienstag ging der Isländer aber wieder mit der Mannschaft auf den Platz. Ein Einsatz gegen Hoffenheim sollte also nach jetzigem Stand kein Problem sein.

Van den Berg trainiert wieder in der Halle

Nicht ganz so sicher ist ein Einsatz von Marius Bülter. Der Stürmer hatte sich im Spiel gegen Leipzig einen Pferdekuss abgeholt, war recht zuversichtlich für einen Einsatz gegen den VfB und wurde dann doch von einer Achillessehnen-Reizung überrascht. Der Stürmer fehlte gegen Stuttgart und konnte auch am Dienstag noch nicht auf den Platz zurückkehren. Bülter arbeitete im Reha-Bereich. Für einen Einsatz gegen seinen Ex-Club könnte es also eng werden. Auch Youssoupha Niang trainiert nach seiner Schulterverletzung vom Sommer noch nicht mit der Mannschaft. Ein leichtes Aufatmen gibt es derweil bei Rav van den Berg. Der Niederländer trainiert auch wieder individuell. Der teuerste Einkauf dieses Transfersommers hatte sich im Spiel gegen Wolfsburg eine Verletzung am Schultereckgelenk zugezogen und musste operiert werden. Der Niederländer wird dem FC aber auch weiterhin noch ein wenig fehlen.

Die Begegnung gegen Hoffenheim bildet den Startschuss zum 6. Spieltag. Anschließend steht die zweite Länderspielpause der Saison an. Für die Nicht-Nationalspieler beim FC geht es in den Cologne-Cup.