Fehlstart der U21: Diese beiden Faktoren zogen die FC-Talente in den Tabellen-Keller

Evangelos Sbonias: Trainer der U21 des 1. FC Köln
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Fehlstart der U21: Diese beiden Faktoren zogen die FC-Talente in den Tabellen-Keller

Dieser Fehlstart wird der U21 noch einige Wochen in den Knochen stecken: Das 2:4 gegen die Sportfreunde Siegen war die dritte Niederlage im vierten Spiel. Die U21 des 1. FC Köln hängt zunächst im Tabellen-Keller fest. In den kommenden Wochen braucht es dringend Punkte, um eine Abwärtsspirale und Zitter-Saison zu vermeiden.

Am Sonntagnachmittag kassierte die FC-Reserve die nächste Niederlage: Die U21 des 1. FC Köln hängt zunächst im Tabellen-Keller fest.

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Das hatten sich die Verantwortlichen noch vor wenigen Wochen sicher ganz anders vorgestellt. Trotz der Kader-Erneuerung und -Verjüngung herrschte am Geißbockheim die Hoffnung, eine sorgenfreie Saison spielen zu können. Das ist auch immer noch möglich – doch fürs Erste hängt die U21 tief im Tabellenkeller fest. Durch die Niederlage gegen Siegen rutschte das Team auf den drittletzten Platz ab. Schalkes U23 könnte am Mittwochabend schon mit einem Punkt im Nachholspiel gegen Lotte ebenfalls noch am FC vorbeiziehen.

Ausbildung der Eigengewächse fällt schwer

In den kommenden Wochen müssen also dringend Punkte her, um schnell einen Abstand zur Abstiegszone herzustellen. Denn nur dann kann der Trainer Evangelos Sbonias seinem Hauptauftrag richtig nachkommen, die Ausbildung der Eigengewächse, um diese näher ans Bundesliga-Team zu entwickeln. Mit einem Ergebnisdruck im Nacken fällt dies freilich schwerer – und den hat das Team nach jetzt drei Pleiten in vier Spielen in den kommenden Wochen zweifellos. Dabei gibt es aktuell zwei Hauptmankos: Hinten kassiert das Team viel zu leichte Gegentore, stellt sich mit leichten Fehlern immer wieder selbst ein Bein. Das ist wohl auch auf die Unerfahrenheit der Spieler zurückzuführen.

Zudem braucht das Team mehr mentale Stärke. Die U21 brach bisher dreimal ein, nachdem die Partie vorentschieden war. Zwölf Gegentore stehen so für den FC bereits in der Statistik – der schlechteste Wert der Regionalliga West. Und vorne geht das Team zu leichtfertig mit den Chancen um. Gegen Siegen hätte der FC bereits führen müssen, ehe die Gäste das 0:1 erzielten. Auch in Paderborn hatte die U21 direkt nach der Pause eine gute Phase, konnte daraus aber kein Kapital schlagen.

„Am Ende ist es ein bitteres Ergebnis“

„Dieses Spiel darfst du nie im Leben verlieren“, haderte der FC-Trainer Evangelos Sbonias nach dem 2:4 gegen Siegen, „wenn du in dieser Liga Spiele gewinnen willst, dann musst du aus dieser Anzahl an Torchancen mehr Kapital schlagen und du darfst nicht zulassen, dass zwei Flanken in den Sechzehner zum 2:0 führen. Am Ende ist es ein bitteres Ergebnis, aber heute war sehr viel dabei, das richtig gut war.“ Der Coach bekannte zugleich: „Das ist für eine junge Mannschaft extrem schwierig. Aber klar ist auch, dass man klar im Plan bleiben muss, klar im Kopf bleiben muss und einfach die Dinge sauber aufarbeitet und eine Entwicklung bei der Verwertung von Torchancen und dem Verteidigen des eigenen Tores hat.“

Die nächste Aufgabe bei den Sportfreunden Lotte wird dabei direkt die nächste Bewährungsprobe. Denn beim ehemaligen Drittligisten werden die Früchte wieder sehr hoch hängen.


Unsere Verlierer und Pechvögel der Vorbereitung des 1. FC Köln

Imad Rondic im Testspiel gegen Vitesse Arnheim
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Unsere Verlierer und Pechvögel der Vorbereitung des 1. FC Köln

Mehr als sechs Wochen arbeitet Lukas Kwasniok schon mit seinen neuen Spielern zusammen. Aber nicht alle konnten die Vorbereitung nutzen, um sich zu empfehlen beim 1. FC Köln: Das sind die Verlierer der Vorbereitung.

Das Erreichen der zweiten Runde des DFB-Pokals sowie fünf Siege in sechs Testspielen – Der FC sammelte in der Vorbereitung und im ersten Pflichtspiel ergebnistechnisch einige Erfolgserlebnisse. Ein paar Spieler blieben jedoch aus unterschiedlichen Gründen hinter den Erwartungen zurück beim 1. FC Köln: Das sind die Verlierer der Vorbereitung.

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Imad Rondic: Eigentlich wollte Imad Rondic nach einem schwachen ersten Halbjahr allen zeigen, was wirklich in ihm steckt. Das gelang dem Stürmer in der Vorbereitung jedoch nicht. So blieb der Bosnier in den meisten bisherigen Begegnungen blass und war im abschließenden Test gegen Atalanta Bergamo nicht mal mehr im Kader. Auf Nachfrage erklärte Lukas Kwasniok sogar, dass man dem 26-Jährigen mitgeteilt habe, dass er den Verein verlassen könne. Etwas weniger offensiv äußerte sich Sportdirektor Thomas Kessler: „Der Trainer hat viele Spieler im Kader gehabt. Die Wahl ist nicht auf ihn gefallen. Der Spieler kann sich darüber Gedanken machen, wie er seine Zukunft sieht.“ Damit könnte das Kapitel 1. FC Köln für den Angreifer trotz Vertrags bis 2029 nach nur einem halben Jahr schon wieder beendet sein.

Konkurrenzkampf in der Verteidigung

Dominique Heintz: Etwas zu Schulden kommen lassen hat sich Dominique Heintz in den Testspielen eher nicht. Aber der Routinier konnte sich auch nicht groß empfehlen. Das macht ihn jetzt zu einem der Verlierer der Vorbereitung. Denn auf seiner Position in der Innenverteidigung hat der FC mit Cenk Özkacar und Rav van den Berg deutlich nachgelegt. Und auch Joel Schmied hat sich für die Startelf empfohlen. Damit könnte der 32-Jährige, der in der Bundesliga auch starke Temponachteile hat, das Nachsehen im Konkurrenzkampf in der Defensive haben. Für den Pokal war der Routinier nicht vorgesehen.

Leart Pacarada: In der gleichen Situation wie Heintz steckt auch Leart Pacarada. Auf der Linksverteidiger-Position ist mit Kristoffer Lund bereits ein starker Konkurrent verpflichtet worden. Außerdem war der FC lange an Derrick Köhn interessiert. Hinter Ersterem ist der Kosovare ganz offensichtlich nur Reservist, wurde gegen Regensburg nicht berücksichtigt. Und in der Innenverteidigung, wo er in mehreren Testspielen zum Einsatz kam, wird es für den 30-Jährigen wegen der Neuzugänge mindestens genauso eng. So ist Pacarada wegen der Verpflichtungen einer der Verlierer der Vorbereitung und könnte sogar noch den Verein verlassen.

Harte Zeit für einige Talente

Denis Huseinbasic: Der Mittelfeldspieler ist einer der wenigen Transfers, die von Christian Keller verpflichtet wurden und durchgestartet sind. Gerade in der Premierensaison lief es besonders gut für den Nationalspieler Bosniens. Aktuell ist ein gewisser Abwärtstrend aber nicht mehr von der Hand zu weisen. Huseinbasic wurde am vergangenen Sonntag nicht für den DFB-Pokal nominiert, auch auf eine Berufung in die Nationalmannschaft wartete der Spieler vergeblich. Möglicherweise stehen die Zeichen nun sogar auf Abschied.

Youssoupha Niang: Eigentlich hätte Youssoupha Niang einer der Gewinner der Vorbereitung werden können, er wurde einer der großen Pechvögel. Der 19-Jährige spielte bei den Profis vor und machte seine Sache dabei so gut, dass er mit ins Trainingslager durfte. Dort hatte der Stürmer dann aber Pech: Denn im Training in der Steiermark fiel das Talent auf die Schulter und verletzte sich so stark, dass er operiert werden musste. Dadurch fällt Niang länger aus. Was besonders bitter ist, da ihm auch Sportdirektor Kessler attestierte, eine „erste Duftmarke“ gesetzt zu haben.

Pechvogel und Aussortierter

Julian Pauli: Ähnlich wie Niang erging es Julian Pauli. Der Abwehrspieler verletzte sich nach guten ersten Eindrücken ebenfalls im Trainingslager, hatte aber mehr Glück als der Stürmer. So handelte es sich bei dem Innenverteidiger nur um einen Bänderriss, inzwischen kann das Eigengewächs wieder mit trainieren. Allerdings ist der 20-Jährige wegen seiner Verletzung trotzdem einer der Pechvögel. Denn in seiner Abwesenheit hat sich wie bereits erwähnt zum einen in Joel Schmied ein Konkurrent mit einer guten Vorbereitung in den Vordergrund spielen können. Zum anderen sind mit Cenk Özkacar und Rav van den Berg gleich zwei neue Spieler für die Abwehrzentrale dazugekommen, die Pauli einen Platz streitig machen. Am Sonntag hätte der Innenverteidiger gerne gespielt, wurde aber nicht nominiert.

Sargis Adamyan: Neuer Trainer, neue Chance? Das galt nicht für Sargis Adamyan. Direkt beim ersten Testspiel gegen Bergisch Gladbach wurde der Angreifer nicht berücksichtigt und durfte darauf auch nicht mit ins Trainingslager fahren. Stattdessen musste der 32-Jährige mit der U21 trainieren. Beim FC ist der Stürmer komplett außen vor und soll sich einen neuen Verein suchen. So würden die Kölner zumindest sein immer noch hohes Gehalt loswerden. Ein möglicher Wechsel zum VfL Osnabrück stockte aber zuletzt. Adamyan und Florian Dietz stehen aktuell im Kader der Kölner U21.


Noch 14 Tage Transferfenster – was beim 1. FC Köln noch passieren kann

Thomas Kessler treibt die Kaderplanung voran
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Noch 14 Tage Transferfenster – was beim 1. FC Köln noch passieren kann

Noch 14 Tage können die Teams der Bundesliga neue Spieler verpflichten. Der FC gehört mit zehn Neuverpflichtungen zu den aktivsten Mannschaften, doch fertig ist das Gebilde noch nicht beim 1. FC Köln: Das kann sich bis zum Deadline Day noch tun.

Zehn Neuverpflichtungen haben die Kölner bislang vorzuweisen, insgesamt mehr als 20 Transferhandlungen hat Thomas Kessler getätigt. Fertig ist man aber noch nicht beim 1. FC Köln: Das kann sich bis zum Deadline Day noch tun.

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Ein Torwart, zwei Innen-, zwei Außenverteidiger, zwei zentrale Mittelfeldspieler und drei Offensivkräfte – die bisherige Transferbilanz kann sich auf der Zugangsseite zumindest quantitativ beim 1. FC Köln durchaus sehen lassen. Deutlich mehr als 20 Millionen Euro hat Thomas Kessler investiert und damit den zweithöchsten Transferbetrag der Vereinsgeschichte auf den Tisch gelegt. Sicher auch, weil die Kölner auch einige Spieler abgegeben und dadurch frisches Transfergeld erhalten haben. Und es ist alles andere als gesagt, dass die Transferbemühungen damit abgeschlossen sind.

Mögliche Zugänge

So suchen die FC-Bosse wohl auch weiterhin nach einer Verstärkung auf der linken Abwehrseite. Lange und hartnäckig hielt sich der Name Derrick Köhn rund ums Geißbockheim. Der Linksverteidiger von Galatasaray Istanbul kehrt wohl auch in die Bundesliga zurück, aber anscheinend an die alte Försterei. Nur noch Details sollen fehlen, dann holt Steffen Baumgart einen Wunschspieler der Geißböcke zu Union Berlin. Der zweite Name, der nach wie vor immer wieder gehandelt wird, ist Raphael Obermair. Der Kapitän des SC Paderborn will nach Köln, die Geißböcke wollen Obermair, der SCP aber auch. Die Ostwestfalen machen bislang keine Anstalten, sich dem Vorhaben der Geißböcke anzunähern. Vielleicht auch, weil noch kein Ersatz in Sicht ist. Obermair soll dem Vernehmen nach alles andere als glücklich über die aktuelle Situation sein.

Möglicherweise schlagen die Geißböcke auch noch einmal in der Offensive zu. Zwar hat der FC mit den Verpflichtungen von unter anderem Ragnar Ache und Marius Bülter für mehr Variabilität im Angriff gesorgt, wirklich breit ist der FC in vorderster Front aber nicht aufgestellt. Ein weiterer klassischer Stürmer würde dem FC guttun. Am Montag machte dann etwas überraschend das Gerücht um Étienne Kinkoué die Runde. Wie italienische Medien berichten, soll Thomas Kessler am Samstag Le Havre ein Angebot unterbreitet haben. Das Gerücht ist schon aufgrund der Fülle an Innenverteidigern im Kader ein bemerkenswertes. Neun Akteure der Kölner können den Part in der Abwehrzentrale übernehmen. Zudem kommt Kinkoué auf einen Marktwert von sieben Millionen Euro. Wollen die Kölner nach der Verpflichtung von Rav van den Berg wirklich den nächsten Millionen-Deal eintüten?

Der FC muss noch Spieler abgeben

Möglich würde das wohl erst, wenn die Geißböcke noch einen Abwehrspieler abgeben. Und das vermutlich sogar unabhängig von einer kolportierten Leihe von Julian Pauli. Der FC bleibt auch in dieser Spielzeit dem Konzept treu, jungen Spielern möglichst durch Leihkonstrukte viel Spielzeit zu ermöglichen. Ob Pauli wirklich einer der potenziellen Kandidaten ist, ist offen. Gut möglich, dass die Kölner Verantwortlichen dem Shootingstar auch den Sprung in die erste Elf zutrauen. Vielmehr würde ein Kinkoué-Transfer einen Hauch wahrscheinlicher werden, wenn Akteure wie Timo Hübers den Club noch verlassen würden. Über Interessenten ist nichts bekannt, über einen Wechselwunsch auch nicht. Anders ist die Situation um Leart Pacarada. Der Linksverteidiger dürfte über die Kölner Transferbemühungen auf seiner Position alles andere als glücklich sein.

Und die Nicht-Nominierung für das Regensburg-Spiel wird dem Nationalspieler des Kosovo wohl auch nicht so richtig in den Kram gepasst haben. Zwar halten sich die Gerüchte um einen Abschied Richtung Gerhard Struber und Bristol, in englischen Medien ist diese Spur bislang aber kalt. Dennoch erscheint ein Abgang als möglich. Möglicherweise wird es auch im zentralen Mittelfeld noch einen Abschied geben. Aktuell ist Denis Huseinbasic mit seiner Rolle nicht glücklich. Der Mittelfeldspieler wurde nicht für das Pokalspiel nominiert, die Konkurrenz im Zentrum ist groß. Vor einigen Wochen soll Braga Interesse bekundet haben. Auch für Jacob Christensen dürfte es am Ende des Tages eng werden. Der Däne wartet bekanntlich noch auf seinen Durchbruch beim FC, seine Rekonvaleszenz nach dem Kreuzbandriss spricht nicht für den Mittelfeldspieler. Genauso wenig wie, dass der Vertrag 2026 ausläuft.

Wie geht es weiter mit Imad Rondic?

Spannend wird die Personalie Imad Rondic. Der Stürmer war im Winter bekanntlich zum FC gekommen und sucht seitdem seine Form. Aktuell dürfte der Angreifer einen besonders schweren Stand im Kader haben. Zumal Kwasniok im Rahmen des Bergamo-Spiel betonte, dass man dem Spieler ans Herz gelegt habe, sich nach einem neuen Verein umzuschauen. Wirklich Eigenwerbung hat Rondic zuletzt nicht betrieben. Aus ähnlichen Gründen erscheint auch der Abgang von Florian Dietz erschwert. Der Angreifer kämpfte zuletzt noch an den Folgen seiner Verletzungen. Aber auch zuvor hat Dietz nicht wirklich viele Pluspunkte gesammelt. Bei Sargis Adamyan stehen die Zeichen ebenfalls auf Abschied. Allerdings erst, wenn sich der Verein und der Stürmer auf eine Ablöse-Modalität einigen. Dem Vernehmen nach fordert der Armenier eine Abfindung. Der VfL Osnabrück soll interessiert sein. Es ist also noch einiges los.


Eric Martel vom DFB gekürt, El Mala von den Fans: Wer war der wichtigste Spieler für den 1. FC Köln gegen Regensburg?

Said El Mala spielt für den 1. FC Köln
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Eric Martel vom DFB gekürt, El Mala von den Fans: Wer war der wichtigste Spieler für den 1. FC Köln gegen Regensburg?

Während mehrere Profis enttäuschten gegen Regensburg, gab es auch ein paar Spieler, die sich in guter Form zeigten. Besonders vier stachen heraus beim 1. FC Köln: Wer sollte Spieler des Spiels gegen Regensburg sein?

Eric Martel wurde vom DFB offiziell zum „Man of the Match“ beim Spiel zwischen Köln und Jahn Regensburg gekürt, Said El Mala von den FC-Fans. Aber auch Isak Johannesson und Ragnar Ache zeigten bei ihren Pflichtspiel-Debüts starke Leistungen für den 1. FC Köln: Wer sollte Spieler des Spiels gegen Regensburg sein?

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Jan Thielmann war sichtbar aufgebracht, als er wild gestikulierend auf Said El Mala einredete. Das Kölner Eigengewächs war alles andere als glücklich darüber, dass El Mala nicht nur den entscheidenden Zeitpunkt für den finalen Pass verpasste, sondern lieber selbst den Abschluss aus unvorteilhafter Position suchte. Thielmann hatte in der Tat besser gestanden. Nur war es unter anderem El Mala, der dem FC nach seiner Einwechslung Leben einhauchte. Der Youngster zog immer wieder auf der linken Seite Tempo an, suchte das Eins-gegen-Eins und fand oft den Weg in die Box. Zwar waren seine Versuche nicht von Erfolg gekrönt, dennoch war der 18-Jährige ein durchaus belebendes Element.

El Mala Spieler des Spiels der Fans

Dabei überzeugte der Youngster die Fans sogar so sehr, dass diese ihn zum Spieler des Spiels wählten, wie der Verein bekannt gab. Bei einer Abstimmung in der FC-App sammelte er 37 Prozent der Stimmen. Damit belohnten ihn die Anhänger für seine engagierte Leistung. Trotzdem sollten die Fans jetzt nicht zu viel von dem unbestritten sehr großen Talent erwarten. Denn gegen einen Bundesligisten ist es nochmal eine ganz andere Aufgabe als gegen einen Drittligisten wie Regensburg, bei dem die Spieler auch schon 75 Minuten in den Knochen hatten. Und wie beschrieben muss El Mala auch noch daran arbeiten, den richtigen Zeitpunkt für ein Abspiel zu finden. Trotzdem ist die Leistung des 18-Jährigen im Pokal vielversprechend und er wird bestimmt seine Chancen in der Liga bekommen.

Neben El Mala haben sich aber auch noch einige andere FC-Profis mit guten Leistungen gegen Regensburg hervorgetan. So wurde etwa Eric Martel zum offiziellen „Man of the Match“ gekürt und kam bei der Fan-Abstimmung auf Platz zwei. Zwar hatte der Mittelfeldspieler in der ersten Stunde noch wenig Aktionen, stopfte aber einige Löcher in der Defensive. Und nach der Stundenmarke sorgte er mit seinen Aktionen auch in der Offensive für mehr Schwung. Folgerichtig gelang ihm dann in der Nachspielzeit technisch anspruchsvoll mit einem schönen Abschluss der Ausgleich.

Vorlagengeber und Torschütze als alternative Spieler des Spiels?

Den legte ihm Ragnar Ache auf. Der Neuzugang war wie El Mala erst nach knapp 75 Minuten als Joker ins Spiel gekommen und hatte direkt einen positiven Einfluss. Mit seiner Präsenz war der Stürmer eine Anspielstation für hohe Bälle und machte diese fest. Auf genau diese Art lieferte der 27-Jährige nicht nur die Vorlage für den Ausgleich, sondern auch für den Siegtreffer. Bei der Abstimmung der Fans landete Ache dadurch auf Platz drei mit 25 Prozent. Durch seinen Einfluss auf die Partie wäre es sogar keine falsche Entscheidung, ihn auf den ersten Platz zu setzen.

Das könnte man auch beim Siegtorschützen Isak Johannesson sagen, der in der Abstimmung auf Rang vier landete. Neben dem entscheidenden Treffer leitete der Isländer auch den Ausgleich durch einen Chip in den Strafraum auf Ache ein. Dazu war der 22-Jährige über die gesamte Partie hinweg der Profi, der am meisten Ideen im Spielaufbau und im letzten Drittel hatte. So lieferte er fünf Torschussvorlagen, der Top-Wert bei den Kölnern. Insgesamt zeigte Johannesson damit ein starkes Debüt bei seinem neuen Verein. Somit gab es mit ihm, El Mala, Martel und Ache gleich vier Spieler, die im insgesamt schwachen Kölner Spiel Lichtblicke waren und sich die Auszeichnung zum Spieler des Spiels verdient hätten.


Zwei Assists beim Pflichtspieldebüt: Ist Ragnar Ache beim 1. FC Köln doch schon angekommen?

Ragnar Ache im Testspiel gegen Atalanta Bergamo
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Zwei Assists beim Pflichtspieldebüt: Ist Ragnar Ache beim 1. FC Köln doch schon angekommen?

Es war schon drüber berichtet und gesprochen worden, dass Ragnar Ache wohl länger brauche, um in Köln anzukommen. Nun bereitete er bei seinem Pflichtspiel-Debüt direkt zwei Treffer vor für den 1. FC Köln: Benötigt Ragnar Ache doch weniger Anlaufzeit?

Mit der Empfehlung von 35 Toren in 61 Pflichtspielen kam Ragnar Ache im Sommer nach Köln. Doch in der Vorbereitung lief es nicht immer rund für den Neuzugang. Jetzt hat er als Joker aber mit zwei Vorlagen großen Einfluss gehabt auf das Weiterkommen im Pokal des 1. FC Köln: Benötigt Ragnar Ache doch weniger Anlaufzeit?

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Den Kölner Siegtorschützen hatte Ragnar Ache schonmal beeindruckt. „Hochachtung für Ragnar für seine guten Assists“, sagte Isak Johannesson nach dem Pokalspiel gegen Jahn Regensburg. Zuvor war der Isländer einer der beiden Nutznießer der Vorlagen des Stürmers. Dieser legte mit zwei starken Kopfballablagen zuerst Eric Martel den Ausgleich und zum Schluss eben noch Johannesson den Siegtreffer auf. Damit hatte der neue Stürmer des 1. FC Köln bei seinem Pflichtspiel-Debüt nach seiner Einwechslung direkt einen entscheidenden Einfluss auf die Partie und empfahl sich für mehr.

Anpassungsprobleme überwunden?

Dabei war für den 27-Jährigen in der Vorbereitung nicht alles optimal gelaufen. So war schon mehrfach darüber geschrieben und geredet worden, dass der Torjäger mehr Anlaufzeit benötigen würde. „„Es war für ihn schon wichtig. Weil Ragnar schon jemand ist, der vielleicht einen Ticken länger braucht, um sich in einer neuen Umgebung zu recht zu finden“, sagte etwa Trainer Lukas Kwasniok nach Aches bester Leistung in der Vorbereitung beim Test gegen Vitesse Arnheim, wo der Stürmer gleich drei Tore erzielte. Neben der menschlichen Komponente muss der Neuzugang sich aber auch an das System seines neuen Coaches gewöhnen. Während er bei Kaiserslautern noch als Wand- und Zielspieler spielte, soll Ache beim FC beweglicher agieren und auch mehr die Tiefe suchen. Eine Umgewöhnung für ihn, die ihm eben außerhalb vom Test gegen Arnheim noch Probleme bereitete. Und so kam der gebürtige Frankfurter im Pokal auch erstmal nur von der Bank.

Nun wird Ache jedoch nach den zwei Vorlagen gegen Regensburg – auch zurecht – viel gelobt. Mit seiner Präsenz sorgte der Stürmer mit dafür, dass der FC auch abgesehen von den Toren gefährlicher wurde. Der 27-Jährige bewies, wie gut er dem Kölner Spiel tun kann. Es wirkt, als habe er seine Anpassungsprobleme überwunden. Trotzdem sollte man jetzt keine Wunderdinge von ihm erwarten. Denn auch wenn der Torjäger schon gut integriert war, muss Ache das erst noch in der Bundesliga beweisen. Dort hatte der Neuzugang sich bei seinem ersten Anlauf in Frankfurt nicht durchsetzen können. Und eine gute Torquote in der zweiten Liga bedeutet nicht automatisch viele Treffer im deutschen Oberhaus, wie etwa das Beispiel des Ex-Kölners Simon Terodde zeigt.

Ähnliche Rolle im Pokal wie in Kaiserlautern

Außerdem war Aches Rolle gegen Regensburg noch etwas näher dran an seiner Rolle in Kaiserslautern. So schlugen die Kölner mit ihm auf dem Feld mehr Flanken, wobei der Stürmer als Zielspieler fungierte und wie bei den Toren die Bälle ablegte. So war Ache auch an der Entstehung des Siegtreffer beteiligt, indem der Torjäger das Kopfballduell nach einem langen Schlag aus der FC-Defensive gewann und den Ball so bei den Geißböcken hielt. Dass der 27-Jährige diese Rolle drauf hat, hat er in den vergangenen Jahren in der zweiten Liga bereits unter Beweis gestellt. In der Bundesliga gegen andere Gegner und in anderen Spielsituation könnten sich seine Aufgaben aber wie beschrieben etwas davon unterscheiden.

Trotzdem ist die Leistung gegen Regensburg natürlich wichtig für ihn und wird ihm bei der Eingewöhnung helfen. Ob seine Anpassungszeit aber wirklich schon vorbei ist und wie weit der Stürmer wirklich ist, wird sich erst bei den ersten Liga-Spiele zeigen. Für diese hat sich Ache aber mit seiner Leistung im Pokal immerhin schonmal für einen Platz in der Startelf beworben.


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Schnappt sich Steffen Baumgart den FC-Wunschspieler?

OF Derrick Köhn gegen St. Pauli (Selim Sudheimer/Getty Images)
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Schnappt sich Steffen Baumgart den FC-Wunschspieler?

Der FC ist weiter auf der Suche nach einem Außenverteidiger. Ein Wunschspieler wird es wohl nicht werden beim 1. FC Köln: Union Berlin schnappt sich wohl Derrick Köhn.

Nach wie vor sollen sich die Geißböcke auf der Suche nach einem Linksverteidiger neben Kristoffer Lund und Leart Pacarada befinden. Zweiterer könnte die Geißböcke noch verlassen. Doch ein Wunschspieler ist anscheinend raus aus der Verlosung des 1. FC Köln: Union Berlin schnappt sich offenbar Derrick Köhn.

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Für Kristoffer Lund war am Sonntag zunächst einmal der Platz auf der Bank angesagt. Im Duell gegen Regensburg stand der Linksverteidiger trotz guter Leistung in der Vorbereitung nicht in der Anfangsformation. Dafür spielte zunächst Linton Maina auf der linken Abwehrseite. Für Leart Pacarada war im Kader sogar überhaupt kein Platz. Wie es mit dem Nationalspieler des Kosovo weitergeht, ist nach wie vor offen. Allerdings suchen die Kölner wohl weiterhin nach einem weiteren Spieler für die Position. Bislang galt Derrick Köhn als heißer Kandidat. Doch es mehren sich die Anzeichen, dass es zu diesem Transfer nicht kommen wird. Zwar hatte in der vergangenen Woche ein türkischer Journalist berichtet, dass Galatasaray ein Fünf-Millionen-Euro-Angebot für den Linksverteidiger aus der Bundesliga vorliegen soll, allerdings sprach Burhan Can Terzi keinen Namen aus.

Köhn vor Rückkehr in die Bundesliga

Wie berichtet soll es sich bei dem Angebot allerdings nicht um eins vom FC gehandelt haben. Der Deal des Linksverteidigers stand demnach auch nicht kurz bevor. Anschließend tauchten Gerüchte auf, Bremen hätte für seinen Ex-Spieler die Gebühr auf den Tisch gelegt. Aber auch diese Spekulation ist nach Informationen von come-on-fc.com nicht richtig. Nun scheint es tatsächlich einen Abnehmer zu geben. So berichten mehrere türkische Medien, dass Union Berlin den Linksverteidiger zurück in die Bundesliga holen will und auch bereit ist, die geforderten fünf Millionen Euro Ablöse zu bezahlen. Laut dem türkischen Journalisten Ferhat Kiziltas besteht bereits eine Einigung zwischen den Clubs. Auch „Sky“ hat mittlerweile vermeldet, dass nur noch Details zu klären seien. Und bringt zu der Ablöse noch eine Weiterverkaufsbeteiligung von 20 Prozent ins Spiel.

Damit dürfte sich das Thema für den FC wohl endgültig zerschlagen haben. Die Kölner müssen sich – wenn sie denn wirklich wollen – nach einer Alternative umschauen. Vielleicht heißt diese dann doch auch schon bald wieder Pacarada. Immerhin stellte der Kölner Coach zuletzt klar, dass auch einige Akteure, die Sonntag nicht im Kader standen, die Chance bekommen, sich „reinzubeißen“

Überraschendes Transfergerücht beim 1. FC Köln: FC soll Angebot für Étienne Kinkoué abgegeben haben

Étienne Youté Kinkoué im  Einsatz für Le Havre
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Überraschendes Transfergerücht beim 1. FC Köln: FC soll Angebot für Étienne Kinkoué abgegeben haben

Der FC hat einen Großteil des Kaders für die kommende Spielzeit zusammen. Es könnte noch weitere Kaderveränderungen geben, gerade im Angriff. Erstaunlicherweise kocht nun ein Gerücht wieder hoch. Der 1. FC Köln soll an Étienne Kinkoué interessiert sein.

Mit Rav van den Berg und Cenk Özkacar hat der FC gleich zwei Innenverteidiger in den vergangenen Wochen verpflichtet, umso erstaunlicher, dass noch ein weiterer Name gehandelt wird. Der 1. FC Köln soll weiterhin an Étienne Kinkoué interessiert sein. Und nicht nur das. Wie „sportitalia“ berichtet, haben die Geißböcke Le Havre am Wochenende ein Angebot unterbreitet. Bereits im Juli hat es Gerüchte über eine Angebot gegeben.

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Transfergerücht

Neun Spieler hat der FC aktuell auf seiner Kaderliste stehen, die in der Innenverteidigung spielen können. Noch am vergangenen Freitag deutete der Kölner Trainer an, dass der Kader zu groß sei, es Veränderungen geben könne. Am Sonntag rutschte Cenk Özkacar in die Startformation, für Tom Krauß, der eine starke Vorbereitung gespielt hat, blieb gegen Regensburg nur die Bank. Julian Pauli hatte dem Vernehmen nach auch mit einer Kader-Nominierung gerechnet blieb aber gänzlich zu Hause. Umso erstaunlicher, dass nun ein Gerücht aus Italien die Runde macht. Wie der italienische TV-Sender „Sportitalia“ auf seiner Homepage berichtet, gibt es nicht nur Interesse von Köln an Abwehrspieler Étienne Kinkoué, der FC soll demnach am Samstag sogar Le Havre ein Angebot unterbreitet haben.

Marktwert von 7 Millionen Euro

Fabrizio Romano hatte schon im Juli vom Kölner Interesse berichtet. Damals hatte der Transfer-Experte erklärt, dass Kinkoué den FC Le Havre im Sommer verlassen dürfe. Und das, obwohl der Abwehrspieler zu den Stammkräften gehörte. 28 Mal kam der 23-Jährige in der Liga zum Einsatz, davon 26 von Beginn an und die meisten über die komplette Spielzeit. In die Scorerliste konnte er sich nicht eintragen. Der 1,96 Meter große Abwehrspieler gilt als sehr robust und kopfballstark. Laut Romano wolle der Franzose nun den nächsten Schritt gehen und Le Havre brauche wiederum Geld. Über den Nachwuchs von Troyes kam der Innenverteidiger zur U19 von Inter Mailand, von dort in die zweiten Mannschaft von Olympiakos und von dort zu Le Havre. Mittlerweile wird der Marktwert des Abwehrspielers vom Online-Portal transfermarkt.de auf sieben Millionen Euro geschätzt.

Wie bewertet ihr den FC gegen Regensburg?


Romano betonte damals, dass das Preisschild bei fünf Millionen Euro liegen würde. Vielleicht auch, weil der Vertrag des Franzosen im Sommer 2026 auslaufen wird. Der Abwehrspieler gilt als großes Talent, mit viel Potenzial. Und dennoch würde ein Angebot von Kölner Seite schon sehr überraschen, gerade weil der FC jüngst erst mit Rav van den Berg ein besonders großes Talent verpflichtet und eigentlich auch ein Überangebot an Innenverteidigern hat. Eine Neuverpflichtung in dieser Größenordnung wäre kaum nachvollziehbar. Wahrscheinlicher würde ein Transfer nur dann werden, wenn ein anderer Abwehrspieler den FC noch verlassen würde. Eine kolportierte Leihe von Julian Pauli würde daran wohl nichts ändern.

Nach Pokalsieg: Die Leistung sollte warnen, der Erfolg kann aber auch Beweis für Moral und ein Brustlöser sein

Lukas Kwasniok fand nach dem Spiel gegen Fortuna Köln deutliche Worte
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Nach Pokalsieg: Die Leistung sollte warnen, der Erfolg kann aber auch Beweis für Moral und ein Brustlöser sein

Mit dem glücklichen 2:1-Sieg über den SSV Jahn Regensburg ist der FC in die zweite Runde des Pokals eingezogen und erfolgreich in die Saison gestartet. Dabei haben die Geißböcke allerdings nicht überzeugt. Die Leistung kann durchaus als Warnung verstanden werden, das Ergebnis aber auch als Zeichen einer funktionierenden Moral beim 1. FC Köln: Ein Kommentar zum Pokalsieg über Regensburg.

Nach dem nicht gegebenen Handelfmeter, dem Gegentor durch Benedikt Bauer und den vergebenen Chancen in der Schlussphase deutete viel auf eine Niederlage im Pokal hin. Der FC hat sicher nicht überzeugt, aber eine beeindruckende Moral bewiesen. Auch, weil Trainer und Mannschaft diesen Erfolg unbedingt wollte. Es läuft zwar noch nicht alles rund, es gab aber auch durchaus positive Aspekte beim Erfolg des 1. FC Köln: Ein Kommentar zum Pokalsieg über Regensburg.

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Würde sich Fußball anhand von Kaderwerten oder individueller Qualität gänzlich vorhersagen lassen, würde der Modus beziehungsweise die Form des DFB-Pokals recht wenig Sinn ergeben. Gerade die Underdogs, unterklassige Mannschaften, bräuchten dann gegen die Bundesligisten nicht mehr anzutreten. Der Pokalsieg würde wenn überhaupt unter einem Trio, maximal Quartett ausgemacht werden. Da aber die prominenteste Gesetzmäßigkeit dieses Wettbewerbs bekanntlich die Außergesetzmäßigkeit von Klassen, Qualität und Kaderwerten ist, gibt es im Pokal dann doch immer wieder die kleinen Sensationen oder Wunder. So schnupperte Regensburg einmal mehr an der Überraschung, dem 1. FC Köln ein Bein stellen zu können – wie bereits zwei Mal zuvor.

Der FC muss noch eine Schippe drauflegen

Und genau aus diesem Grund sollte man das Spiel des Bundesliga-Aufsteigers gegen den Absteiger in die dritte Liga von Sonntag in der Bewertung nicht zu hoch hängen. So haben die FC-Akteure durchaus Recht, wenn sie betonen, dass auch andere Favoriten ihre Problemchen hatten. Und dennoch dürfen Fragen nach dem glücklichen 2:1-Erfolg über den Jahn erlaubt sein. Denn bis zum 0:1-Rückstand war den Geißböcken in der Offensive einmal mehr erschreckend wenig eingefallen. Und das, obwohl FC-Trainer Lukas Kwasniok vor dem Spiel prophezeit hatte, dass der Gegner hauptsächlich im Schlussdrittel zu bespielen sei und deswegen eine extrem offensive Taktik gewählt hatte. Man darf von einem Bundesligisten, der sich selbst eine offensive Ausrichtung auferlegt hat, ganz sicher mehr erwarten als den lange einfallslosen Auftritt in der Oberpfalz.

Die ersten 70 Minuten gegen den Drittligisten waren ganz einfach zu wenig. Gegen einen Bundesligisten wäre der Spielverlauf mit einer ähnlichen Leistung sicher ein anderer gewesen. So gab der Trainer zurecht zu, dass er mit den „inhaltlichen Aspekten“ seiner Mannschaft nicht zufrieden war. Das änderte sich erst mit der Umstellung auf die Viererkette und einigen Einwechslungen. Dementsprechend müssen die Kölner ab kommender Woche noch eine ordentliche Schüppe drauflegen, um in der Bundesliga bestehen zu können. Man könnte zumindest den Eindruck gewinnen, dass der FC zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht soweit ist, wie es sich Trainer, Spieler und Fans erhofft haben. Ein ähnliches Szenario gab es bereits zu Beginn der Vorbereitung.

Es gibt aber auch positive Aspekte

Die Alarmglocken brauchen aber sicherlich auch nicht zu schrillen. Die Leistung war über weite Strecken alles andere als gut, sie war aber auch nicht besorgniserregend. Der FC hat den Ton angegeben, war spielbestimmend – hatte aber große Probleme, daraus Kapital zu schlagen. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn man den Erfolg also als glücklichen Arbeitssieg abhaken kann und den Fokus auf die kommenden Spiele richten will, dann bleiben auch einige positive Aspekte, die der Kölner Fan in der jüngeren Vergangenheit durchaus vermisst haben dürfte. Darunter sicherlich die Erkenntnis, dass eine Systemumstellung während der Begegnung möglich ist und offenbar auch erfolgreich sein kann. Oder, dass der FC in dieser Spielzeit über eine zuletzt nicht mehr gekannte Breite im Kader verfügt und dementsprechend in brenzliger Lage nachlegen kann.

Vor allem aber, dass die Mannschaft die Moral, den Glauben und die Qualität hat, ein ganz sicher verlorenes Spiel doch noch zu drehen – wenn auch in der 6. und 8. Minute der Nachspielzeit. Der glückliche Erfolg über Regensburg ist also ganz sicher eine Warnung an die Mannschaft, die emotionale Explosion in der Nachspielzeit kann aber mindestes ein Brustlöser sein, ist ein Ausdruck einer funktionierender Moral und sollte nun Motivation und Selbstvertrauen schüren.


Emotionen pur beim 1. FC Köln nach dem Last-Minute-Sieg, aber auch noch viel Arbeit

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Emotionen pur beim 1. FC Köln nach dem Last-Minute-Sieg, aber auch noch viel Arbeit

Gerade so hat der FC im Pokal gegen Regensburg noch die Kurve bekommen. Dabei haben die Kölner über weite Strecken spielerisch enttäuscht. Es zeigt sich beim 1. FC Köln: Es wartet viel Arbeit nach dem emotionalen Sieg.

Fast wäre der FC zum dritten Mal innerhalb von ein paar Jahren gegen Jahn Regensburg im Pokal ausgeschieden. Mit dem Lucky Punch in der Nachspielzeit drehten die Kölner die Partie aber noch. Trotzdem steht fest beim 1. FC Köln: Es wartet viel Arbeit nach dem emotionalen Sieg.

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Nach dem zweiten Kölner Tor in der Nachspielzeit gab es bei Ron-Robert Zieler kein Halten mehr. Der Kapitän sprintete über das ganze Feld, um mit seinen Mitspielern den Siegtreffer zu bejubeln. „Sowas mache ich normalerweise nicht oft. Aber an so einem Pokaltag wie heute mit so einem emotionalen Ende, da hat’s mich dann auch gepackt und dann habe ich noch mal geschafft, die 100 Meter nach vorne zu sprinten und gemeinsam mit den Jungs vor der Kurve zu feiern. Das war auch sehr emotional, keine Frage“, so der Torhüter nach dem Spiel. Und auch Trainer Lukas Kwasniok feierte die entscheidenden Tore von Johannesson und zuvor den Ausgleich von Eric Martel gebührend. „Wenn du dir als neuer Trainer einen Sieg hättest ausmalen dürfen, in Bezug auf die Emotionalität, dann hätte ich ihn genauso niedergeschrieben“, so der Coach nach seinem Pflichtspiel-Debüt beim FC.

Kaum Ideen gegen den Drittligisten

Aber das war natürlich nur die eine Seite für den Coach: „Im Bezug auf die inhaltlichen Aspekte sieht es natürlich komplett anders aus.“ Denn über weite Strecken hatte seine Mannschaft gegen den Drittligisten gerade spielerisch enttäuscht. So gab es in der ersten Hälfte kaum Chancen für die Kölner. Ein Kopfball auf das Tor von Sebastian Sebulonsen war da noch das Highlight auf Kölner Seite. „Regensburg verteidigt gut. Der Rasen war ein bisschen trocken, so hatten wir Schwierigkeiten das Spiel in Gang zu bekommen“, suchte Siegtorschütze Isak Johannesson nach einer Erklärung. Und auch wenn das zutrifft, sollte man von einem Bundesligisten schon mehr erwarten können als das, was die Kölner über weite Strecken anboten. Immer wieder hatte Torwart Zieler den Ball, immer wieder fehlten ihm die Optionen. Nur Johannesson fand Lösungen, um den Ball nach vorne zu bringen.

Wenn die Spieler dann mal die erste Linie überspielt hatten, fehlten ihnen in der Offensive die Ideen. „Wir haben es aber dann im letzten Drittel nicht geschafft, uns Torchancen zu erarbeiten, weil wir zu unsauber waren und der letzte Pass nicht angekommen ist“, meinte Eric Martel daher. Gegen die gut organisierte Defensive fanden sie nur selten ein Durchkommen. „Ich hatte nie das Gefühl, dass die Jungs nicht wollten, aber wir waren in der Umsetzung heute über 90 Minuten einfach nicht so, wie ich mir das vorstelle“, sagte auch Trainer Kwasniok. Daran muss der FC definitiv noch arbeiten. Und in der eigenen Verteidigung fehlte dann vor dem Gegentreffer die letzte Konsequenz, um den Pass auf Bauer oder dessen Schuss zu verhindern.

Gute Moral nach dem Gegentreffer

Aber nach dem Tor zeigten sich auch ein paar positive Aspekte, die für die kommende Saison in der Bundesliga sehr wichtig sein könnten. Die Mannschaft zeigte sich widerstandsfähig und fand auch dank der Einwechslungen wie der des flinken Said El Mala Lösungen. „Jetzt wissen wir, dass wir bis zum Ende hin immer die Chance haben, das Spiel noch zu drehen und wissen, dass wir auch mit unseren Einwechselungen noch einen letzten Punch ausüben können. Das kann uns Kraft für die Saison geben“, so Martel. Und genau diesen Glauben müssen die Kölner mit in die Spielzeit nehmen. Denn so kann der FC auch Punkte holen, wenn wie gegen Regensburg das Spielerische mal nicht so klappt.


Zwei Zweier, mehrere Vieren: Die Einzelkritik des 1. FC Köln in Regensburg

Ron-Robert Zieler im Test gegen Fortuna Köln
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Zwei Zweier, mehrere Vieren: Die Einzelkritik des 1. FC Köln in Regensburg

Mit zwei Treffern in der Nachspielzeit hat der FC die Blamage gegen Jahn Regensburg gerade noch verhindert. Dabei gab es auf Seiten des FC einen Matchwinner, aber auch mehrere Enttäuschungen. Die Einzelkritik zum Pokalspiel des 1. FC Köln in Regensburg.

Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum 2:1 hat Isak Johannesson die Geißböcke in die zweite DFB-Pokalrunde geschossen. Neben dem Mittelfeldspieler gab es aber auch viele schwache Kölner Profis. Die Einzelkritik zum Pokalspiel des 1. FC Köln in Regensburg.

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Lange tat sich der 1. FC Köln gegen gut eingestellte Regensburger schwer und geriet sogar in Rückstand. Erst danach strahlte der Bundesliga-Aufsteiger zumindest etwas mehr Gefahr gegen den Drittligisten aus. So konnten die Geißböcke durch Tore von Eric Martel und Isak Johannesson das Spiel in der Nachspielzeit noch drehen und verhinderten so das Erstrunden-Aus.

Schwache Defensive bis auf Zieler

Ron-Robert Zieler

Beim Gegentor machtlos zeigte sich der Pokaltorhüter ansonsten souverän. Fing einige lange Bälle sicher ab und hielt auch den umplatzierten Schuss von Hermes ohne Probleme. Ansonsten hatte er viele Ballkontakte im Spielaufbau, dabei aber wenig Anspielstationen. So versuchte der Keeper einige lange Bälle, die mal ankamen, mal aber auch im Nirgendwo landeten.


Linton Maina

Als Schienenspieler agierte Maina sehr offensiv, tauschte immer mal wieder die Positionen mit seinem Vordermann Kaminski. Dabei hatte er aber keinen Einfluss auf das Spiel und auch seine Ecken brachten keine Gefahr. Die einzige gute Aktionen: Ein langer Freistoß kurz vor der Halbzeit auf Hübers. Ansonsten abgemeldet. Arbeitete auch mit zurück, seine starke Grätsche wurde aber mit Gelb bestraft.


Cenk Özkacar

Spielte bei seinem Debüt im Aufbauspiel häufig fast schon auf der Linksverteidiger-Position und nicht als linker Innenverteidiger. Hatte aber keine Ideen im Spielaufbau. Defensiv nicht komplett souverän, aber größtenteils solide.


Timo Hübers

Mit zwei guten Klärungsaktionen bei einer Ecke Mitte der ersten Halbzeit und beim Verteidigen eines tiefen Balls in den Strafraum kurz danach. Jedoch mit einem katastrophalen Ballverlust vor dem eigenen Sechzehner an Hermes, der dann nicht schnell genug zum Abschluss kam. Spielerisch ohne Ideen, wie der Ball nach vorne getragen werden könnte.


Joel Schmied

Ebenso wie seine Nebenleute größtenteils ohne Ideen im Spielaufbau. Wenn er mal nach vorne mitging, kam nichts dabei heraus. Hielt bei Hübers Ballverlust Hermes noch etwas auf, sodass dieser kurz danach nur bedrängt zum Abschluss kam. Das Gegentor konnte Schmied aber nicht verhindern. Defensiv dennoch aber eine solide Leistung.


Sebastian Sebulonsen

Viel in der Offensive und mit einem guten Kopfball (29.), ansonsten aber wirkungslos. Bezeichnend dafür sein technischer Fehler zu Beginn der zweiten Halbzeit, als er ohne Gegnerdruck einen Ball unter der Sohle durchrutschen ließ ins Seitenaus. Konnte die guten Leistungen aus der Vorbereitung nicht bestätigen.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Lichtblicke und ein Ausfall


Eric Martel

In der ersten Stunde wirkungslos und unauffällig, aber stopfte in der Defensive einige Löcher. Dann mit zumindest ein, zwei gelungenen Aktionen in der Offensive. Stark, wie er sich beim Ausgleich den Ball mit der Brust vorlegte und dann trocken abschloss. Machte damit seinen Patzer vor dem 0:1 wieder wett.


Isak Johannesson

Der beste Kölner auf dem Platz. So ziemlich der einzige FC-Profi, der auch schon vor dem Gegentreffer mal eine Idee im Spielaufbau hatte und den Ball (weiter) nach vorne brachte. Schöner Chip in den Strafraum auf Vorlagengeber Ragnar Ache vor dem Ausgleich. Machte sich mit seinem überlegten Abschluss zum Siegtreffer mit dem schwachen rechten Fuß in der Nachspielzeit zum eigentlichen Matchwinner.

Jakub Kaminski

In der ersten halben Stunde recht auffällig und der einer wenigen Lichtblicke, zum Beispiel mit seiner Flanke auf Sebulonsen bei dessen Kopfballchance. Ließ in der Folge trotz seines Einsatzwillens jedoch nach und war immer weniger zu sehen bis zu seiner Auswechslung in der zweiten Hälfte.


Luca Waldschmidt

Ließ sich viel aus der Spitze zurückfallen, um sich anzubieten. Zeigte dabei aber kaum mehr als Ansätze, wenn überhaupt. Ein paar schwache Abschlüsse, mehr war von ihm in der Offensive nicht zu sehen. Dafür hatte der 29-Jährige beim Gegentor zum 1:0 eine Teilschuld, indem er nur dirigierte anstatt den Torschützen Bauer am Schuss zu hindern.


Marius Bülter

Umtriebig mit großem Einsatz und ein paar guten Ansätzen. Kurz vor der Halbzeit etwa mit einer schönen Körpertäuschung, die Flanke ging dann aber ins Nichts. Fand auch keinen Durchbruch durch die Defensive des Drittligisten.


Joker leitete Siegtreffer ein

Kristoffer Lund

Kam nach 68 Minuten für Özkacar. Direkt mit einem schwachen Ballverlust und Glück, dass daraus nichts passierte. Vor dem Siegtreffer mit einer schönen Flanke auf Ache.


Jan Thielmann

Kam wie Lund zu 68. für Maina. Guter gerade noch geblockter Abschluss nach einer Ecke. Danach mit wenig Aktionen aber gutem Einsatz.