Erneute Leihe, ein Hauch Yann Bisseck: Wie sieht die Zukunft für Elias Bakatukanda beim 1. FC Köln aus?

Elias Bakatukanda im Trikot des 1. FC Köln
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Erneute Leihe, ein Hauch Yann Bisseck: Wie sieht die Zukunft für Elias Bakatukanda beim 1. FC Köln aus?

Nach seiner Leihe nach Linz in der Vorsaison wird Elias Bakatukanda auch die Saison 2026/27 nicht beim 1. FC Köln verbringen. Der Innenverteidiger wechselt leihweise zum VfL Osnabrück und trifft dort auf den ehemaligen FC-Trainer Timo Schultz. Für die ersten Begegnungen stand der 22-Jährige noch nicht im Kader. Gegen die Bayern traf er dennoch auf einen alten Bekannten, der einen ähnlichen Weg in Köln gegangen ist.

Für alle FC-Fans waren es wohl die Bilder des Abends. Nach dem Pokalspiel zwischen Osnabrück und dem FC Bayern trafen Elias Bakatukanda und Jonas Urbig aufeinander und begrüßten sich per Handschlag, vor allem aber mit einem breiten Lächeln. Die beiden FC-Eigengewächse kennen sich noch aus ihrer gemeinsamen Zeit in der Kölner Jugend und standen auch schon bei den Profis gemeinsam auf dem Rasen. Genauso wie Bakatukanda musste auch Urbig damals zunächst den Weg über zwei Leihstationen gehen, bevor er seine Chance bei den Profis bekam.

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Leihen sind beim FC in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus gerückt. Anstatt die eigenen Talente sofort abzugeben, sollen sie woanders Spielpraxis sammeln und anschließend gestärkt zurückkommen. Erfolgreiche Beispiele dafür sind Jonas Urbig, Tim Lemperle oder Salih Özcan. Alle drei haben zunächst in der zweiten Liga Erfahrung gesammelt, bevor sie den Sprung in die Bundesliga geschafft haben. In diesem Sommer wurden mit Julian Pauli, Patrik Kristal und Elias Bakatukanda erneut drei junge Spieler kurz vor Ende der Transferphase noch einmal verliehen. Insbesondere bei Bakatukanda stellt sich jedoch die Frage, ob er überhaupt noch eine Perspektive beim FC hat. Ein vergleichbares Schicksal hat ein anderer Innenverteidiger in Köln bereits erlebt, der heute zu den besten Deutschlands gehört.

Wird Bakatukanda zum zweiten Bisseck?

In einer ähnlichen Position wie Bakatukanda heute befand sich vor einigen Jahren Yann Aurel Bisseck. Der Innenverteidiger galt während seiner Zeit in den Jugendmannschaften des FC als das große Talent in der Defensive. Im Alter von 16 Jahren debütierte Bisseck für den FC in der Bundesliga. Zu diesem Zeitpunkt der zweitjüngste Debütant jemals in der Geschichte der Liga.

Der Durchbruch gelang dem Eigengewächs aber nie und so brachte es der Deutsch-Kameruner nur auf drei Pflichtspieleinsätze für die Geißböcke. Stattdessen wurde er immer wieder verliehen, um sich woanders zu empfehlen. Zunächst ging es in die zweite Liga zu Holstein Kiel, anschließend in die Niederlande zu Roda Kerkrade und zuletzt zum portugiesischen Club Vitoria Guimaraes. Überzeugen konnte er nirgendwo und der Entwicklungsschub setzte erst nach seinem Transfer nach Dänemark zu Aarhus GF ein. Von dort qualifizierte er sich für einen Wechsel zu Inter Mailand und später auch für eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft, wo er 2025 gegen Italien debütierte.

Auch Bakatukanda galt in der Jugend stets als großes Talent und zukünftiger Profi. Den Leistungsnachweis ist er bis heute jedoch schuldig. Beide Spieler waren zudem in der Jugend ihren Gegenspielern stets körperlich deutlich überlegen. Im Profifußball fiel dieser Vorteil zunächst einmal weg. Dadurch mussten beide ihr Spiel anpassen und sich an die wesentlich physischeren Gegner gewöhnen, was das Ankommen auf dem Herren-Level zusätzlich erschwerte. Erst auf dem Mitglieder-Stammtisch Ende August hatte Thomas Kessler noch einmal betont, dass gerade der Sprung zum Herren-Fußball ein großer und nicht für jedes Talent zu schaffen sei.

Wie ist die Perspektive von Elias Bakatukanda?

In Osnabrück hat der 1,93 Meter große Verteidiger nun erneut die Chance sich zu zeigen. Mit Timo Schultz trifft er zudem auf einen Trainer, den er bereits kennt. Das Talent von Bakatukanda ist nach wie vor unbestritten. Auch beim FC ist er noch nicht abgeschrieben. Die Verantwortlichen glauben weiterhin an das Eigengewächs. Dafür muss er jetzt seine Chance aber auch mal nutzen und zeigen, was in ihm steckt. Wenn ihm das gelingt, ist eine vergleichbare Entwicklung wie bei Bisseck weiterhin möglich. Die Leihe nach Osnabrück kann also für die weitere Karriere von Bakatukanda wegweisend sein.

Wie viele Spiele hat Elias Bakatukanda für den 1. FC Köln gemacht?

In der Hinrunde der Saison 2024/25 kam Bakatukanda unter Gerhard Struber dreimal in der 2. Bundesliga zum Einsatz.

Wie viele Innenverteidiger hat der 1. FC Köln?

Im FC-Kader stehen aktuell fünf Innenverteidiger. Joel Schmied, Rav Van den Berg, Luka Lochoshvili und Jahmai Simpson-Pusey konkurrieren um die Spielzeit. Timo Hübers ist noch verletzt und wird im Saisonverlauf wieder einsteigen.

Wann hat der 1. FC Köln sein nächstes Spiel?

Das nächste Spiel vom FC ist am Freitagabend den 04. September in Stuttgart. Nach dem Auftaktsieg im ersten Heimspiel gegen Hoffenheim ist das Team von René Wagner erstmals auswärts gefordert.

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Trotz Personalsorgen: Frauen des 1. FC Köln setzen in Mainz ein Ausrufezeichen

Britta Carlson vom 1. FC Köln
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Trotz Personalsorgen: Frauen des 1. FC Köln setzen in Mainz ein Ausrufezeichen

Die FC-Frauen haben beim 1. FSV Mainz 05 ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Mannschaft der Trainerin Britta Carlson gewann beim Aufsteiger ohne Zwölf mit 4:0 und feierte den zweiten Sieg im dritten Spiel. Carolin Elsen stand erstmals in der Bundesliga-Startelf und erhielt hinterher Lob von ihrer Trainerin.

Mit dem Auftritt ihrer Mannschaft gegen die Mainzerinnen konnte FC-Trainerin Britta Carlson zufrieden sein. Dementsprechend positiv fiel auch ihr Fazit zu der Begegnung aus.

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Die Personalsituation der FC-Frauen war auch am Mainzer Bruchweg angespannt. Doch davon ließ sich die Mannschaft nicht beeindrucken und bezwang den Gegner am Ende deutlich mit 4:0. Damit unterstrich das Team die positive Entwicklung der ersten Saisonwochen. Dabei setzte es kurz vor dem Anstoß einen weiteren Nackenschlag. Marina Hegering senkte nach dem Aufwärmen den Daumen, die Kapitänin verspürte muskuläre Probleme und verzichtete auf einen Einsatz. Damit brach eine weitere Stütze in der Abwehr weg, nachdem zuvor bereits der verletzungsbedingte Ausfall von Celina Degen feststand. Anna Gerhardt rückte kurzfristig für Hegering in die Startelf.

„Es hat sich echt gut angefühlt und auch viel Spaß gemacht“

Insgesamt musste Carlson in Mainz auf ein Dutzend Spielerinnen verzichten. Umso bemerkenswerter war der Auftritt der Kölnerinnen. In der Abwehr setzte die Trainerin auf Anna Gerhardt, Laura Vogt und Amelie Bohnen. „Wir haben mit einer ganz neu formierten Dreierkette hinten gespielt, die das sehr gut gemacht hat“, lobte Carlson nach der Partie. Neben dem klaren Ergebnis gab es aus Kölner Sicht noch einen weiteren Grund zur Freude. Das Eigengewächs Carolin Elsen stand erstmals in einem Bundesliga-Spiel von Beginn an auf dem Platz. Die 21-Jährige habe bereits in den Tagen zuvor Hinweise erhalten, dass es für sie in Richtung Startelf gehen könnte.

„In erster Linie freue ich mich erst einmal für die Mannschaft, dass wir die drei Punkte und einen souveränen Sieg einfahren konnten“, sagte Elsen nach dem Schlusspfiff. Über ihr persönliches Highlight ergänzte sie: „Natürlich freue ich mich darüber, dass ich mein Startelf-Debüt feiern konnte. Es hat sich echt gut angefühlt und auch viel Spaß gemacht.“ Die Nervosität habe sich bei der Debütantin in Grenzen gehalten: „Mitte der Woche war relativ klar, dass es in Richtung Startelf geht. Da konnte ich mich gut darauf vorbereiten. Dann war ich heute auch nicht mehr ganz so nervös, es wurde gut kommuniziert.“

“Natürlich freue ich mich auf das nächste Heimspiel“

Auch der Verlauf der Partie habe ihr in die Karten gespielt: „Wir haben das Spiel gemacht, ich hatte viele Ballaktionen und so war es einfacher für mich reinzukommen und ein gutes Spiel zu machen.“ Die Trainerin zeigte sich mit dem Auftritt ihres Talents sehr zufrieden. „Sie hat es richtig gut gemacht. Sie ist eine junge Spielerin, die sehr hart gearbeitet hat und es sich verdient hat, in der Startelf zu stehen.“ Vor allem Elsens Mut mit dem Ball habe dem FC geholfen: „Sie hat Fähigkeiten, die uns ab und zu mal fehlen. Mal ein Dribbling anzuziehen und das mit Tempo, mutig zu sein. Da hat sie uns sehr gut getan. Sie war aber auch fleißig in der Defensive, hat sehr gut gearbeitet.“

Elsen selbst blickte nach ihrem gelungenen Bundesliga-Debüt bereits nach vorne: „Natürlich freue ich mich auf das nächste Heimspiel. Es war einfach geil mit der Mannschaft die Tore und am Ende den Sieg zu feiern. Da können wir drauf aufbauen.“ Mit sechs Punkten aus den ersten drei Spielen haben die Kölnerinnen einen starken Saisonstart hingelegt. Im Vergleich zum Vorjahr stehen sie zum gleichen Zeitpunkt sogar um sechs Punkte besser da. Und die vergangene Spielzeit entwickelte sich anschließend noch zur Rekordsaison des FC. Carlson sah die Mannschaft in ihrer Entwicklung auf einem guten Weg. „Wir haben uns jetzt von Spieltag zu Spieltag gesteigert“, sagte die Trainerin nach dem Erfolg in Mainz, „wir haben es gerade im Ballbesitz um einiges besser gemacht als in den Spielen davor.“

Und das trotz des großen personellen Aderlasses: „Insofern bin ich sehr stolz auf das Team, wie sie gerade diese Ausfälle kompensieren und vor allen, dass sie Schritte voran machen als Mannschaft und heute sehr dominant aufgetreten sind.“ Der nächste Schritt wartet nun im Heimspiel gegen Union Berlin. Dort wollen die FC-Frauen ihre positive Entwicklung fortsetzen.


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Abschied nach nur einem Jahr: Zoe Hasenauer verlässt die Frauen des 1. FC Köln schon wieder

Zoe Hasenauer verlässt die FC-Frauen
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Abschied nach nur einem Jahr: Zoe Hasenauer verlässt die Frauen des 1. FC Köln schon wieder

Es war nur ein kurzes Intermezzo, nach nur einer Spielzeit verabschiedet sich die US-Amerikanerin schon wieder aus Köln. Zoe Hasenauer verlässt die Frauen des 1. FC Köln und wechselt nach Kanada.

Nachdem es im Sommer einen personellen Umbruch mit vielen neuen Gesichtern bei den FC-Frauen gab, gibt es nun noch einen späten Abschied. Der Verein gab am Sonntag den Abschied von Zoe Hasenauer bekannt.

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Der FC und Zoe Hasenauer gehen ab sofort getrennte Wege. Die Spielerin hat die Kölnerinnen verlassen und schließt sich dem AFC Toronto an. Damit endet ein kurzes Intermezzo in der Domstadt. Denn die 26-Jährige war erst im vergangenen Sommer nach Köln gekommen. Doch der Wechsel lief offenbar für beide Seiten nicht so wie erhofft. Hasenauer kam insgesamt nur auf neun Einsätze, spielte drei Mal von Beginn an. Die US-Amerikanerin kam aus Dänemark zum FC, spielte zuvor bei Odense. „Über die Ablösemodalitäten haben beide Clubs Stillschweigen vereinbart“, heißt es in der Meldung der Kölnerinnen. Die Ablöse dürfte sich aber in Grenzen halten.

Wechsel in die kanadische erste Liga

Vor ihrer Zeit in Dänemark spielte die 26-Jährige Collage Fußball, bevor dann der Wechsel in den Profibereich kam, nun also der schritt in die Northern Super League, die höchste kanadische Spielklasse. Die Kölner Fußballerinnen hatten am Samstag ihr Auswärtsspiel in Mainz verdient mit 4:0-Toren gewonnen. Hasenauer gehörte nicht zum Kader – und das trotz der zahlreichen Verletzungen, zu denen sich gegen die Rheinhessen auch noch Marina Hegering einreihte. Die Kapitänin der Geißböcke klagte über muskuläre Probleme und verzichtete auf einen Einsatz. Dennoch setzten sich die Geißböcke 4:0 durch und machten in der Tabelle einen großen Sprung. Für Hasenauer gibt es nun den Sprung über den großen Teich.

Theoretisch könnte die Spielerin schon am Abend zum ersten Einsatz kommen. Denn in Toronto wurde Hasenauer bereits am Samstag als „sofort spielberechtigt“ vorgestellt. „Ich freue mich riesig, nun beim AFC Toronto zu spielen und ein neues Fußballumfeld zu erleben“, sagte Hasenauer bei der Vorstellung. „Ich habe meine Zeit im Ausland sehr genossen und die verschiedenen Kulturen kennengelernt. Ich freue mich darauf, diese Erfahrungen nach Toronto einzubringen. Ich kann es kaum erwarten, loszulegen, die Mädels kennenzulernen und dem Team zum Erfolg zu verhelfen!“


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Alle Spielerwechsel in der Übersicht: Diese Transfers hat der 1. FC Köln im Sommer getätigt

Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey kennen sich schon aus Manchester
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Alle Spielerwechsel in der Übersicht: Diese Transfers hat der 1. FC Köln im Sommer getätigt

Wie jedes Jahr hat sich auch in diesem Sommer der Kader des 1. FC Köln stark verändert. Einige Spieler haben den Club verlassen, während andere neu dazugekommen sind. Nach dem die meisten Märkte geschlossen haben, sind hier alle FC-Transfers des Sommers aufgelistet.

Der 1. FC Köln war auch in diesem Sommer auf dem Transfermarkt sehr aktiv. Von Leihspielern über Karriereenden bis hin zu Perspektivspielern hat sich im Kader einiges getan. Manche Spieler sind fast schon wieder in Vergessenheit geraten.

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Die Zugänge des 1. FC Köln

Tom Krauß: Der erste Neuzugang der Geißböcke stand schon mit dem Klassenerhalt fest. Bei dem Mittelfeldspieler griff die Kaufpflicht, sodass er zu der Saison 2026/27 fest zum FC wechselte. Ein neuer Spieler ist er dennoch nicht. In seiner zweiten Saison in Köln möchte der Sechser eine noch größere Rolle übernehmen. ~ 3,5 Millionen

Jahmai Simpson-Pusey: Der Innenverteidiger ist kein Neuzugang im klassischen Sinne. Seit Januar spielte er bereits auf Leihbasis in der Domstadt. Nun haben die Kölner ihn endgültig von Manchester City verpflichtet. Mit seiner Defensivstärke und Qualität im Spielaufbau soll er für die Geißböcke die Rolle des Abwehrchefs übernehmen. ~ 6 Millionen

Luka Lochoshvili: Als ersten echten neuern Spieler haben die Verantwortlichen anschließend den Innenverteidiger präsentiert. Der bullige Georgier kam aus Nürnberg zum FC und soll helfen, die Kölner Standardschwäche in den Griff zu bekommen. Als einziger Linksfuß bietet er zudem weitere interessante Optionen für die Innenverteidigung. ~ 5 Millionen

Mehrere Nationalspieler jetzt im Kader

Paul Okon-Engstler: Etwas später folgte die Bekanntgabe der Verpflichtung des Australiers. Der WM-Fahrer ist im defensiven Mittelfeld zu Hause und soll perspektivisch zum Startelfkandidaten avancieren. Für die erste Phase der Saison dürfte er zunächst als Einwechselspieler eingeplant sein, wnn Skhiri dann fit ist. Zunächst stand er immer auf dem Platz. ~ 1,5 Millionen

Reigan Heskey: Ein weiterer Spieler, der eher als mittelfristige Verstärkung geholt wurde, ist Reigan Heskey. Der 18-Jährige kommt ebenfalls aus der zweiten Mannschaft von Manchester City und soll sich in Köln zunächst an die Bundesliga herantasten. Das Talent des Außenbahnspielers steht außer Frage. Es wird jedoch spannend zu beobachten sein, wie lange er braucht, um im Profigeschäft anzukommen. ~2 Millionen

Gideon Mensah: Mit dem Abwehrspieler wurde ein weiterer WM-Fahrer an den Rhein gelotst. Der Linksverteidiger soll defensive Stabilität bringen und sich auch mal in der Offensive mit einschalten. Auf seiner Position gilt er zum Saisonstart als gesetzt. So wirklich rund läuft es noch nicht. – ablösefrei

Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey kennen sich schon aus Manchester
Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey kennen sich schon aus Manchester

Spieler für die Zukunft

Martin James: Das Kölner Torwartteam hatte ebenfalls einen Neuzugang zu vermelden. Der junge Martin James wechselte von Champions-League-Sieger Paris Saint Germain nach Köln. Seine Spielzeit soll  der Franzose zunächst in der Regionalliga sammeln. – ablösefrei

Gil Neves: Ähnliches gilt auch für den Portugiesen. Der Mittelfeldspieler kommt von Benfica Lissabon in die Domstadt und soll in der Zukunft den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. In seiner ersten Saison ist er ebenfalls erst einmal für die U21 von Manuel Hartmann eingeplant. ~ 700.000

Thijs Dalinga: In den vergangenen Wochen hat der FC gleich mehrfach zugeschlagen. Zunächst verpflichtete man mit Thijs Dallinga einen Konkurrenten für Ragnar Ache im Sturmzentrum. Der Niederländer hat zuletzt zwei gebrauchte Jahre in der Serie A bei Bologna erlebt, will in Köln aber zurück zu alter Stärke finden. Der Stürmer wurde ausgeliehen, die Geißböcke haben jedoch eine Kaufoption für den kommenden Sommer. – Leihspieler

Routinier und Nachwuchshoffnung

Ellyes Skhiri: Nachdem es sich über den ganzen Sommer gezogen hatte, wurde wenige Tage vor dem Pflichtspielauftakt endlich der gesuchte Sechser präsentiert. Ellyes Skhiri kehrte nach drei Jahren in Frankfurt zurück an das Geißbockheim und soll dem Team in Zukunft wieder Sicherheit und Struktur verleihen. ~ 1,2 Millionen

Mikey Moore: Neben Said El Mala das Transferthema des Sommers. Der englische Youngster sollte kommen, dann in Tottenham bleiben, dann wieder kommen, um dann noch ein wenig zu bleiben. Seit Montag ist er beim FC, am Freitag folgten die ersten vielversprechenden 45 Minuten. – Leihspieler

Borna Sosa: Der Linksverteidiger wurde noch am Deadline Day unter Vertrag genommen. Zum Einsatz kam der Kroate gegen seinen Ex-Verein, den VfB Stuttgart, noch nicht. Bei Sosa wird es vor allem auf die taktische Ausrichtung von Wagner ankommen. Der Spieler wurde von Crystal Palace ausgeliehen. – Leihspieler

Ungefähre Ausgaben für Transfers: 20 Millionen Euro

Die Abgänge des 1. FC Köln

Florian Kainz: Auch auf der Abgangsseite stand manches schon früh fest. Der Österreicher hat nach sechseinhalb Jahren beim FC seine Karriere im Sommer beendet und sich in den wohlverdienten Fußballruhestand verabschiedet. Bei Innenverteidiger Luca Kilian wurde der auslaufende Vertrag nach mehreren schweren Verletzungen nicht verlängert. Der 26-Jährige ist derzeit offiziell vereinslos, muss aber erst einmal wieder fit werden. Ob er seine Karriere überhaupt noch einmal fortsetzen kann, ist unklar. – Karriereende/Vertragsende

Dominique Heintz: Eine weitere Vereinslegende, die den FC in diesem Sommer verlassen hat, ist Dominique Heintz. Der Linksfuß wurde nur noch sporadisch eingesetzt und wechselte in die 3. Liga zum Rivalen von Fortuna Düsseldorf. Dort möchte er helfen, den Traditionsclub vor dem Absturz zu bewahren. In Köln hätte da wohl allerdings niemand etwas dagegen. – Vertragsende

Leihspieler kehren zurück

Nicht fest verpflichtet wurden die Leihspieler Cenk Özkacar, Kristoffer Lund und Felipe Chavez. Gerade Lund und Özkacar haben in der vergangenen Spielzeit einige Einsätze für die Domstädter gesammelt, konnten allerdings nicht nachhaltig überzeugen. Alle drei sind zunächst zu ihren alten Clubs zurück, konnten jedoch alle bereits einen neuen Arbeitgeber finden. – Leihende

Wie geht es weiter mit Jakub Kaminski?
Brachte dem FC rund 17 Millionen Euro

Jakub Kaminski: ist in diesem Sommer sowohl ein Zu- als auch ein Abgang. Nach seiner starken letzten Saison im FC-Trikot wurde er zunächst fest aus Wolfsburg verpflichtet. Das internationale Interesse war dennoch groß. Nach verschiedenen Gerüchten aus England machte am Ende Benfica Lissabon Nägel mit Köpfen und sicherte sich die Dienste des Polen. Ein Transfer, der zeigt, wie es in Zukunft für die Kölner gehen kann. – 17 Millionen


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Ablösefrei gewechselt sind die beiden zentralen Mittelfeldspieler Eric Martel und Denis Huseinbasic. Beide konnten in Köln Spuren hinterlassen. Dennoch entschied man sich in beiden Fällen gegen eine weitere Beschäftigung der Spieler. Während Martel in Zukunft für Bundesligakonkurrent Mainz aufläuft, wechselte Huseinbasic zum SC Braga nach Portugal. – Vertragsende

Zurückkehren nach Köln werden hingegen Fynn Schenten und Youssoupha Niang. Die beiden Youngster, die in der letzten Saison ihre ersten Einsätze in der Bundesliga sammeln konnten, wurden für die kommende Saison verliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Schenten, der aktuell von einer Verletzung ausgebremst wird, läuft in der kommenden Spielzeit für Roda Kerkrade in der zweiten niederländischen Liga auf. Niang bleibt in Deutschland und wechselt wohl auf Leihbasis nach Hamburg zum FC St. Pauli in die 2. Bundesliga. Von beiden Stürmern verspricht man sich in Köln viel für die Zukunft.

Späte Wechsel

Auch Patrik Kristal, Julian Pauli und Elias Bakatukanda haben die Kölner noch verlassen. Kristal spielt nun für Thun. Es soll eine Kaufoption für das Schweizer Team geben. Pauli ist an Odense ausgeliehen und Bakatukanda an den VfL Osnabrück.Abschließend hat nach mehreren Leihen Rasmus Carstensen den Verein endgültig verlassen. Der 25-Jährige wechselte zurück in seine Heimat nach Dänemark, wo er in Aarhus seine neue sportliche Heimat gefunden hat. Jusuf Gazibegovic spielt in der kommenden Spielzeit auf Leihbasis in der polnischen Liga, hat in Köln aber wohl keine Zukunft mehr. Emin Kujovic wechselt fest nach Ungarn zu Zalaegerszegi TE FC.

Welche Transfers auch nach dem Deadline Day noch passieren könnten

Final gibt es noch Imad Rondic. Der Stürmer spielte in der Planung der Verantwortlichen eigentlich keine Rolle mehr und kam dennoch gegen den VfB zu seinem ersten Bundesliga-Spiel. Wirklich viel Einsatzzeit ist beim FC aber nicht mehr zu erwarten. Ob er in diesem Sommer noch einen neuen Arbeitgeber findet oder seinen hochdotierten Vertrag in Köln aussitzt, wird sich ebenfalls noch entscheiden.

Ungefähre Einnahmen für Transfers: 18 Millionen Euro

Wie viele Transfers hat der 1. FC Köln in diesem Sommer getätigt?

Inklusive Leihspieler sind es bisher insgesamt 24 Transfers in diesem Sommer.

Welcher Spieler ist der teuerste Zugang der Vereinsgeschichte?

Der teuerste Zugang der Vereinsgeschichte ist der Kolumbianer Jhon Cordoba. Im Sommer 2017 hat der FC rund 17 Millionen Euro an Mainz 05 überwiesen um sich die Dienste des Stürmers zu sichern.

Welcher Spieler ist der teuerste Abgang der Vereinsgeschichte?

Im Vorfeld der Saison 2018/19 hat der chinesische Club Tianjin Tianhai eine Ablöse in Höhe von knapp 30 Millionen Euro für Anthony Modeste bezahlt. Dahinter Folgen Jakub Kaminski und Lukas Podolski in der Liste der Rekordabgänge.

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Aufschwung nach Einwechslungen: Wann steht Ellyes Skhiri in der Startelf des 1. FC Köln?

Ellyes Skhiri könnte gegen Bremen beginnen
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Aufschwung nach Einwechslungen: Wann steht Ellyes Skhiri in der Startelf des 1. FC Köln?

Wie schon gegen Würzburg und Hoffenheim hat die Einwechslung von Ellyes Skhiri dem 1. FC Köln auch in Stuttgart Struktur verliehen. Auf seinen ersten Startelfeinsatz nach Rückkehr wartet der Tunesier noch. An den ersten beiden Spieltagen hat Paul Okon-Engstler jeweils den Vorzug erhalten. Warum Skhiri bisher trotz guter Leistungen nicht von Anfang an auf dem Platz stand, ist ungewiss. Am Fitnesszustand des Sechsers liegt es laut René Wagner nicht.

„Ich glaube, wir müssen uns bei Ellyes um genau eins keine Sorgen machen und das ist, wie fit er ist.“ Mit diesen Worten kommentierte FC-Coach René Wagner den Fitnesszustand des Neuzugangs wenige Tage nach dem Transfer. In den ersten drei Spielen der Saison blieb für Skhiri trotzdem zunächst nur der Bankplatz – obwohl die Leistungen stimmten. Führt in der nächsten Woche gegen Bremen überhaupt noch ein Weg am Dauerläufer vorbei?

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Die anfängliche Befürchtung, dass Skhiri zunächst Eingewöhnungszeit brauchen würde, hat sich nach wenigen Minuten in Luft aufgelöst. Von Anfang an brachte der Tunesier Ordnung in das Spiel der Kölner und wirkte, als wäre er nie weg gewesen. 15 Minuten gegen Würzburg, 25 gegen die TSG und 45 in Stuttgart sind die bisherigen Einsatzzeiten der neuen Nummer sechs. Folgt im Heimspiel gegen Werder Bremen jetzt als logische Konsequenz ein Einsatz in der Anfangsformation?

Besonderes Spielerprofil

Den ganzen Sommer über suchten die FC-Verantwortlichen nach ihrem Wunschspieler für das defensive Mittelfeld. Kurz vor Saisonstart wurde Skhiri als genau dieser präsentiert. Der 31-Jährige bereichert die Kölner Zentrale und bringt zusätzliche Qualitäten mit. Im Gegensatz zu Tom Krauß, Paul Okon-Engstler und Isak Johannesson ist Skhiri gerade in der Defensive deutlich stärker. Durch seine Laufstärke und Übersicht kann er Räume schließen und Bälle abfangen, bevor sie gefährlich werden. Auf der anderen Seite strahlt er aber auch in der Offensive stets Gefahr aus und kann jederzeit im gegnerischen Strafraum auftauchen. Als Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Angriff kann er in jeder Situation Einfluss auf das Spiel nehmen. Eine Eigenschaft, die wohl auf keinen anderen Kölner Mittelfeldspieler in dieser Form zutrifft.

Größere Rolle für Skhiri

Von welcher Bedeutung der tunesische Nationalspieler sein kann, ist Trainer René Wagner bewusst. In der Pressekonferenz nach Stuttgart sprach der Coach von einem Spieler, „der für uns noch wichtig wird in dieser Saison“ und der „das Spiel nochmal organisiert hat.“ Warum Skhiri bisher noch nicht in der Anfangsformation stand, ist unklar. Trotz fehlender Spielpraxis nach der Weltmeisterschaft im Sommer war mangelnde Fitness nie ein Problem. In der Saison 2022/23 legte er insgesamt 1.419 Kilometer zurück, was ihn damals zum laufstärksten Spieler der Bundesliga machte. Ein langsames Heranführen an die Startelf sollte also eigentlich nicht nötig sein.

Dazu kommt, dass insbesondere Okon-Engstler in den ersten beiden Partien noch nicht überzeugte. Im Heimspiel in der kommenden Woche dürfte an Skhiri also vermeintlich kein Weg mehr vorbeiführen. Mit Werder Bremen kommt ein Konkurrent nach Müngersdorf, der sich in einer ähnlichen Kategorie wie der FC bewegt. Ein Sieg wäre demnach wichtig, bevor es in der Folgewoche zum Auswärtsspiel in den Hamburger Volkspark geht. Neben der Kombination aus Said El Mala und Mikey Moore sehnen sich die Kölner Fans auch nach dem Startelf-Debüt von Skhiri. Geht es nach den Zuschauern, stehen wohl alle drei am kommenden Samstagabend in der Anfangsformation.

Wann hat Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln gespielt?

Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore, unter anderem in der UEFA Conference League.

Trägt Skhiri die gleiche Rückennummer wie in seiner ersten Kölner Zeit?

Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.

Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?

Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.

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Kommentar zum 1. FC Köln: Wie viel Stuttgart-Pleite steckte schon im Hoffenheim-Erfolg?

Jahmai Simpson-Pusey kommt zu spät
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Kommentar zum 1. FC Köln: Wie viel Stuttgart-Pleite steckte schon im Hoffenheim-Erfolg?

Der 3:2-Erfolg über Hoffenheim entfachte Euphorie, die 1:4-Niederlage gegen Stuttgart verursachte Frust. Doch beide Ergebnisse erzählen nur die halbe Wahrheit. Der FC darf sich weder vom Erfolg noch von der Niederlage blenden lassen. Die Erkenntnisse werden an anderer Stelle gewonnen. Ein Kommentar zur Niederlage des 1. FC Köln beim VfB.

Die Niederlage gegen den VfB Stuttgart war in der Höhe verdient, nur sagt der Spielverlauf genauso wenig über die bevorstehende Saison aus, wie der 3:2-Erfolg der Vorwoche. Beide Ergebnisse dürfen nicht blenden.

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Sie war schon erwartbar, deswegen aber wohl nicht weniger hart. Die Landung auf dem Boden der Realität kam in Stuttgart. Das 1:4 gegen den VfB war auch in der Höhe absolut verdient, vielleicht hätte es sogar noch höher ausfallen können. Selbst wenn die Kölner Protagonisten das Narrativ der zahlreichen Chancen, einem möglichen Kippen des Spiels bei einem ebenfalls möglichen Ausgleich sowie der Qualität des Gegners nach dem Spiel mehrfach platzierten. Thomas Kessler betonte, dass man nicht erwarten dürfe, dass jeder Schuss in der Bundesliga ein Tor bedeute. Recht hat er. Und das ist auch gut so. Die Begegnung wäre trotzdem verloren gegangen. Möglicherweise dann nicht 1:4 sondern 3:9 oder 4:11. Nach den Auftakterfolgen gegen Würzburg im Pokal sowie gegen Hoffenheim zum Ligastart, gepaart mit der Personalie Mikey Moore, herrschte in Köln wieder eine angenehme Euphorie, die die harten Wochen im Frühling letzten Jahres haben verblassen lassen. Eine Parallele zum Vorjahr deutete sich jedenfalls mindestens an.

Man darf gegen einen Champions-League-Teilnehmer verlieren

Nun ein 1:4, das in seiner Entstehungsweise bei vielen Fans Bauchschmerzen, ein schlechtes Gefühl hinterlassen haben könnte. 45 Minuten lang war die Kölner Defensive gegen starke Stuttgarter so heillos überfordert, dass man sich beim Aluminium-Gott sowie bei Marvin Schwäbe für das noch offene Spiel bedanken konnte. Vor nicht allzu langer Zeit hatten die Kollegen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ bei ihrer Einzelkritik mal die (neidisch anerkennende) kreative Idee, bei allen Feldspielern in die Bewertung einzig zu schreiben „Konnte sich bei Marvin Schwäbe bedanken“. Nach dieser ersten Halbzeit tauchte diese grandiose Benotung dann hinter der Stirn des berichtenden COFC-Reporters wieder auf. Nach dem Wechsel zeigten die Kölner ein anderes Gesicht, spielten mutig drauflos und hätten sich durchaus belohnen können, wurden dann aber kalt erwischt. Über 90 Minuten betrachtet geht das 1:4 also vollkommen in Ordnung. Und Thomas Kessler betonte zu recht, dass man gegen einen Champions-League-Teilnehmer mit drei Toren verlieren darf.

Das darf man. Tatsächlich sollte der Blick grundsätzlich aber vielleicht gar nicht so sehr auf das Ergebnis gerichtet werden. Natürlich kommt es bei der Endabrechnung nur auf die reinen Zähler, die Punkte, die Tore und damit zwangsläufig auf das Ergebnis an. Doch bei der Bewertung eines Spiels sollte man sich vom Resultat eben nicht blenden lassen. Will heißen: Der 2:1-Erfolg über die Würzburger Kickers war wichtig, um die nächste Runde im Pokal zu erreichen. Ein Klassenunterschied zwischen dem Drittligisten und den Geißböcken war vielleicht nur von der spielerischen Anlage zu erkennen. Der 3:2-Erfolg über Hoffenheim war so möglicherweise gar nicht für die Endabrechnung eingerechnet, bringt insofern ein Polster, kaschierte aber auch einige Unzulänglichkeiten, die sich vor allem in der Kölner Defensive zeigten. Übrigens Probleme, die es schon in dem ein oder anderen Testspiel gegeben hat. Gegen Paderborn gab es in zwei Duellen insgesamt sieben Dinger. Genauso darf das 1:4 gegen Stuttgart aber auch nicht blenden. Es war in der Höhe verdient, Köln die schlechtere Mannschaft, es gab aber durchaus auch positive Aspekte, die man jetzt nicht klein- oder schlecht reden oder gar vergessen sollte.

Welche Lehren zieht man aus den Spielen?

Der FC kam wieder einmal nach einem Rückstand spielerisch zurück. Die Impulse von der Bank haben das Spiel verändert, den Kölnern gut getan (wobei man durchaus fragen darf, warum der ein oder andere Lichtblick dann nicht auch in der Startelf stand). Die Geißböcke sind durchaus in der Lage, auch gegen Top-Teams Situationen spielerisch zu lösen und sich Chancen herauszuspielen. Die Wahrheit der Spielanalyse liegt also ganz sicher nicht im Resultat. Lehren können und müssen aus den Fehlern genauso wie aus den positiven Aspekten oder Abläufen gezogen werden. Am Ende kann man sich über die Punkte gegen Hoffenheim freuen und muss das 1:4 kritisch beäugen. Dann lautet die entscheidende Frage vielleicht nicht, wieso man beim VfB Stuttgart unter die Räder gekommen ist, sondern vielleicht eher: wie viel von der Pleite am Freitag schon im 3:2-Erfolg über Hoffenheim steckte.

Ging der Sieg des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln in Ordnung?

Der VfB Stuttgart war dem FC über die 90 Minuten betrachtet in nahezu allen Statistiken überlegen. Auch in der Höhe war der Sieg verdient.

Warum hat Mikey Moore nicht von Beginn an gespielt?

Der Offensivspieler wurde erst zur zweiten Halbzeit gegen den VfB Stuttgart eingewechselt. Thomas Kessler sprach von dem richtigen Timing für den Spieler.

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Zweite Runde des DFB-Pokals ausgelost: Der 1. FC Köln trifft zu Hause auf Union Berlin

Das Objekt der Begierde: DFB-Pokal
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Zweite Runde des DFB-Pokals ausgelost: Der 1. FC Köln trifft zu Hause auf Union Berlin

Am Tag nach der bitteren 1:4-Pleite in Stuttgart richtet sich der Blick der Geißböcke wieder ein wenig nach vorne. Zumindest wurde die zweite Runde ausgelost im DFB-Pokal: Der 1. FC Köln trifft auf Union Berlin und damit den Ex-Verein von René Wagner. Der FC hat Heimrecht.

Die Niederlage von Stuttgart ist kaum verdaut, da richtet sich die Aufmerksamkeit der Kölner zumindest zwischenzeitlich auf Ende Oktober. Denn dann findet die 2. Runde des Pokals statt. Und seit Samstag steht der Gegner der Geißböcke fest. Der FC trifft auf Union Berlin – und das im eigenen Stadion.

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Mit dem glücklichen 2:1-Erfolg bei den Würzburger Kickers haben die Geißböcke die zweite Runde des Pokals erreicht. Dort geht es also nun gegen .Union Berlin. Und nicht nur das, die Kölner zogen auch ein Heimspiel. Das ergab die Auslosung am Samstagabend im Rahmen der ARD-Sportschau. Der Weltmeister von 2014, Bastian Schweinsteiger, fungierte als „Losfee“. Insgesamt trafen die Teams in Pflichtspielen schon 20 Mal aufeinander. Dabei sieht die Bilanz als Bundesligisten nicht wirklich gut aus. Von den zwölf Begegnungen gewann der FC gerade einmal eine. Insgesamt setzten sich die Kölner sechs Mal gegen die Eisernen durch. Den letzten Sieg gab es im Mai 2024 (3:2). Im Pokal gab es die Begegnung noch nicht. Der FC ist damit einer der Clubs, die ein Bundesliga-Duell gezogen haben. Der BVB empfängt Bremen, Hamburg spielt gegen Frankfurt und Paderborn empfängt den VfB Stuttgart.

Die 2. Runde des Pokals wird am 27. und 28. Oktober ausgetragen. In der Vorsaison war bekanntlich in der 2. Runde gegen den FC Bayern München Schluss. Nun soll es einen Schritt weitergehen. Das sicher auch aus finanziellen Gründen. Denn beim Erreichen der 3. Runde winken den Kölnern mehr als 900.000 Euro. Das Achtelfinale wird auch noch in diesem Jahr ausgetragen. Mit so richtig viel Ruhm bekleckerte sich bekanntlich keine Mannschaft in der 1. Runde.

Die Prämien im DFB-Pokal 2026/27 auf einen Blick:

1. Runde: 228.189
2. Runde: 456.377 Euro
Achtelfinale: 912.755 Euro
Viertelfinale: 1,83 Millionen Euro
Halbfinale: 3,65 Millionen Euro
Finale: 4,02 Millionen Euro
DFB-Pokal-Sieger: 6,04 Millionen Euro

Wie oft hat der FC den DFB-Pokal schon gewonnen?

Die Geißböcke haben den Cup schon vier Mal gewonnen. In den Spielzeiten 1967/1968, 1976/1977, 1977/1978, 1982/1983 gingen die Cups in die Domstadt.

Wie weit kam der FC in der Saison 2025/26?

Für den FC wurde der FC Bayern München zum Stolperstein. Trotz guter Leistung unterlagen die Kölner dem Rekordmeister.

Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?

Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.

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Überraschungs-Einsatz von Imad Rondic: Mehr Zeichen als Comeback-Geschichte, aber ein seltsames – für die Mitspieler

Imad Rondic bleibt das Sorgenkind des 1. FC Köln
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Überraschungs-Einsatz von Imad Rondic: Mehr Zeichen als Comeback-Geschichte, aber ein seltsames – für die Mitspieler

Mit einer Einwechslung von Imad Rondic für den FC am zweiten Spieltag hatte vor einigen Tagen wohl noch niemand gerechnet. FC-Trainer René Wagner brachte den Stürmer jedoch in den Schlussminuten der Partie gegen den VfB Stuttgart und wollte damit ein Zeichen setzen. Es ist zwar ein Zeichen, jedoch nicht unbedingt das beste für die Mitspieler, die auf der Bank blieben beim 1. FC Köln. Imad Rondics Einwechslung wirft Fragen auf.

Sicherlich war der Bundesliga-Auftritt von Imad Rondic auch den Ausfällen im Kader der Geißböcke geschuldet. Für den Bosnier sicherlich ein positives Zeichen, aber wie sieht es beim Rest der Mannschaft aus? Welche Wirkung erzeugt die Entscheidung von René Wagner und welche Botschaft sendet er damit?

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Der Fußball schreibt bekanntlich kuriose Geschichten. Nicht oft, aber ab und an. Von daher lassen sie sich auch eher selten herausbeschwören. Nach den Worten von René Wagner haben die Geißböcke eine solche Geschichte zu schreiben versucht. „Nach dem 3:1 war die Marschroute, auf das 3:2 zu gehen. Im Fußball sind schon die verrücktesten Dinge passiert, deshalb haben wir uns für Imad entschieden“, sagte der Kölner Coach am späten Freitagabend in den Katakomben der Stuttgarter Arena. Dass Imad Rondic das 3:2 an diesem Abend erzielen würde, war für die Fans vor nicht einmal einer Woche undenkbar und bei seiner Einwechslung in der 90. Minute (!) ebenfalls äußerst unwahrscheinlich. Zum einen, weil nur noch wenige Sekunden zu spielen waren (die aber offensichtlich für ein weiteres Tor reichten), weil der FC eigentlich seit der 60. Minute nicht mehr zurück ins Spiel gefunden hatte (und trotzdem noch traf), vor allem aber, weil der Spieler in den vergangenen anderthalb Jahren ziemlich viel Torgefahr vermissen ließ.

Eine Überraschung

Doch Wagner wurde noch präziser bei seiner Erklärung, sagte, man habe seine Geschichte belohnen wollen. „Imad hat sich acht Wochen den Arsch aufgerissen. Spieler, die ihr Herz auf dem Platz lassen, im Individualtraining sind und nie aufgeben, immer versuchen, jeden Tag das Beste herauszuholen, die haben es verdient, bei uns im Bundesligakader stattzufinden“, sagte der Coach weiter. So weit so gut, doch darf man sich schon fragen, was denn die Geschichte von Rondic ist. Der Stürmer wurde bekanntlich noch vor der Saisonvorbereitung ausgemustert. Nicht nur das, dem Spieler wurde mitgeteilt, er könne sich einen neuen Verein suchen. Die „Geschichte“ war also schon ein wenig vom Verein vorgeschrieben. Das war allerdings auch kein Wunder. Schließlich glänzte Rondic weder beim FC noch bei seinen Leihvereinen Preußen Münster und zuvor Raków Częstochowa. Der Stürmer glänzte seit seinem Wechsel nach Köln im Februar 2025 grundsätzlich eher nicht. Dem Vernehmen nach hat es auch in diesem Sommer kein passendes Angebot gegeben.

Dass sich der Angreifer über sein Individualtraining – das vor allem dem Umstand geschuldet war, keinen Abnehmer gefunden zu haben – empfohlen hat, sollte im Leistungssport keine ganz große Überraschung sein. Im Fall von Rondic ist es das aus genannten Gründen dann schon. Natürlich ist es auch ehrenwert, dass der Spieler alles gibt. Nur ist davon auszugehen, dass sich auch die anderen Spieler, auch jene, die eben dann nicht zum Einsatz kamen, den „Arsch“ aufgerissen haben. Zumindest sollte das in einem Job, in dem das Leistungsprinzip so bedeutend ist, eine Voraussetzung sein. Das vermeintlich gut gemeinte Zeichen, könnte also von dem ein oder anderen Bankdrücker dann auch anders ausgelegt werden. Es wäre schon spannend zu wissen, ob Rondic auch im Kader gestanden hätte, wenn mit Said El Mala und Thijs Dallinga nicht zwei potenzielle Startkandidaten ausgefallen wären. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass Wagner aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen keinen Spieler zu Hause ließ.

„Wer sich bei uns den Arsch aufreißt, wird Fußball spielen“

Rondic setzte in seinen Minuten dann wiederum eher kein Zeichen. Der Stürmer klärte vor dem 1:4 den Ball Richtung Josha Vagnoman, der aus 18 Metern volley in den Winkel traf. „Ob es für weitere Einsätze reichen wird, weiß ich nicht. Aber für heute war es mir wichtig, auch der Mannschaft das Zeichen zu geben: Wer sich bei uns den Arsch aufreißt, wird Fußball spielen.“ Ob das auch weiterhin für Rondic gilt, ist mehr als fraglich. Schon kommende Woche dürfte sich die Kadersituation weiter entspannt haben, Luca Waldschmidt, Said El Mala, Thijs Dallinga, aber auch Defensivspieler Sebastian Sebulonsen eine Option werden. Rondic dürfte dann wieder außen vor sein. Das wird er wissen, das wird Wagner und das wird erst recht Thomas Kessler wissen. Dem Vernehmen nach wird auch weiterhin nach einer Lösung gesucht. Denn Fakt ist, Rondic gehört beim FC zu den Besserverdienern, der Vertrag läuft noch bis 2029. Also möglicherweise wollte der FC auch ein Zeichen an mögliche Interessenten schicken. Ob das aufgeht, ist die nächste Frage.

Wann hat Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln gespielt?

Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.

Trägt Skhiri die gleiche Rückennummer wie in seiner ersten Kölner Zeit?

Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.

Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?

Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.

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Verdienter Erfolg in Mainz: Frauen des 1. FC Köln trotzen Verletzungspech und setzen ein Ausrufezeichen

Vanessa Leimenstoll erzielte das 3:0 für den FC
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Verdienter Erfolg in Mainz: Frauen des 1. FC Köln trotzen Verletzungspech und setzen ein Ausrufezeichen

Die Fußballerinnen des FC sind ihrer Favoritenrolle am 3. Spieltag der Frauen-Bundesliga gerecht geworden und feierten den zweiten Saisonsieg. Die Frauen des 1. FC Köln bezwingen Mainz 4:0. Für die Mannschaft von Britta Carlson geht es damit ein Stück weit in der Tabelle nach oben.

Trotz der dünnen Personaldecke aufgrund zahlreicher Verletzungen haben die Frauen des FC den zweiten Saisonsieg in der Bundesliga eingefahren und springen damit vorerst auf den dritten Tabellenplatz.

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Wie berichtet musste FC-Trainerin Britta Carlson auf zahlreiche Spielerinnen beim Auswärtsspiel in Mainz verzichten. Und dennoch ließen die Kölner Frauen keinen Zweifel daran, wer der Favorit dieser Begegnung sein würde. Von Beginn an spielten nur die Kölnerinnen und erspielten sich dementsprechend auch ihre Chancen. Laura Feiersinger und Lydia Andrade hatten in den ersten Minuten bereits die Chance auf die Führung, vergaben aber noch. Auf der anderen Seite suchte Chiara Bouziane den Abschluss, scheiterte aber an Lisa Schmitz im Kölner Kasten. Taylor Ziemer machte es schließlich besser. Im klassischen Stile einer Mittelstürmerin traf die 28-Jährige mit einer starken Drehung in den Giebel. Der FC blieb weiter am Drücker, legte aber zunächst nicht nach. Erst wenige Minuten vor dem Seitenwechsel drehten die Kölner noch einmal auf. Nach einem Foulspiel an Andrade traf Sophie Nachtigall per Strafstoß zum 2:0 und nur wenige Minuten später erhöhte Vanessa Leimenstoll nach einem Eckball sogar auf den 3:0-Pausenstand.

Zawistowska trifft kurz vor Spielende

Nach dem Wechsel tat Mainz mehr fürs Spiel. Wohl auch, weil die Kölnerinnen die Rheinhessen nun nicht mehr so früh attackierten, nicht mehr so viel Risiko gehen mussten. Wirklich viel bekam die Kölner Keeperin aber auch weiterhin nicht zu tun. Aber auch die Geißböcke taten nicht mehr als nötig. Erst in der Schlussphase wurde der FC noch einmal zwingend. Die erst kurz zuvor eingewechselte Weronika Zawistowska wurde von Bremer geschickt und erhöhte auf 4:0. In den letzten Minuten passierte nichts mehr. Die Kölner Frauen setzten sich verdient durch und belegen aktuell den dritten Tabellenplatz. Allerdings stehen noch einige Spiele aus. Am kommenden Wochenende ist Union Berlin zu Gast in Köln.

1. FC Köln: Schmitz – Bohnen, Vogt, Gerhardt – Sterner (82. Zawistowska), Feiersinger, Elsen, Leimenstoll (62. Zeller) – Andrade (62. Jessen), Nachtigall (78. Bremer), Ziemer (78. Donhauser); Tore: 1:0 Ziemer (16.), 2:0 Nachtigall (41./FE), 3:0 Leimenstoll (45.), 4:0 Zawistowska (88.)


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    Sechs Gegentore in zwei Ligaspielen – die Abwehr des 1. FC Köln ist weiterhin eine Baustelle

    Gideon Mensah war noch der beste Abwehrspieler
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    Sechs Gegentore in zwei Ligaspielen – die Abwehr des 1. FC Köln ist weiterhin eine Baustelle

    Die sieben Gegentreffer in den Generalprobe-Spielen gegen den SC Paderborn im August sollten eigentlich eine Warnung sein. Doch nun folgte die nächste dicke Packung. Eine, die noch höher hätte ausfallen müssen für den 1. FC Köln: Wird die Abwehr zum Problem?

    Sechs Tore kassierten die Kölner schon in den bisherigen beiden Liga-Spielen. Das gegen Top-Teams der Liga, die andere Ambitionen haben. Doch schon in der Vorbereitung fielen Schwierigkeiten im Defensivverbund auf. Und das könnte zum Problem werden.

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    Wirklich laut schienen die Alarmglocken bei den FC-Verantwortlichen nach der 1:4-Niederlage beim VfB Stuttgart am Freitagabend nicht zu schrillen. Trotz des teils desolaten Auftritts der Kölner Hintermannschaft, verfielen weder René Wagner noch Thomas Kessler in blanke Hysterie. Im Gegenteil: Die Kölner Verantwortlichen benannten da auch gute Aspekte. So gab Kessler zwar zu, dass es viele Dinge gäbe, die man dann auch mal analysieren und ansprechen müsse, der Geschäftsführer sagte aber auch, dass er viel Positives gesehen habe. „Ich finde, wir hätten drei, vier Tore schießen können. Wir können jetzt natürlich nicht immer davon ausgehen, dass jeder Schuss in der Bundesliga auch ein Treffer ist“, so der Geschäftsführer.

    Stimmt. Und aus Kölner Sicht war das auch gut so. Denn wenn es so wäre, hätte der FC vielleicht drei Treffer auf dem Konto gehabt, aber Stuttgart gefühlt zweistellig dagestanden. Gerade die Kölner Hintermannschaft dürfte froh gewesen sein, als es ohne die große Nachspielzeit in die Kabine ging.


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    Thomas Kessler will nichts „in Frage stellen“

    Die Stuttgarter Offensive hatte leichtes Spiel, kam gleich zu mehreren Großchancen und scheiterte wahlweise am Aluminium, den eigenen Nerven oder eben dem Kölner Keeper. Unter anderem prüften Josha Vagnoman und Dzenan Pejcinovic innerhalb von wenigen Minuten gleich doppelt die Stabilität der Latte. Deniz Undav und Grische Prömel fanden im FC-Torhüter ihren Meister. Die Stuttgarter Offensivspieler brannten ein größeres Feuerwerk ab, als die FC-Fans vor dem Spiel mit Pyros aus dem Block.

    Und das eben auch, weil die Gäste-Abwehr viel zu löchrig, unorganisiert, chaotisch war. Trotz der Verpflichtung der beiden Defensiv-Routiniers Luka Lochoshvili und Gideon Mensah, immerhin beide Nationalspieler und mit dreistelligen Pflichtspielen in den Beinen, fehlt es der Kölner Abwehr an Stabilität. „Das ist eine Champions-League-Mannschaft. Da kann man auch mal mit drei Toren im Unterschied ein Fußballspiel verlieren“, sagte Kessler. „Es gibt für mich keinen Anlass, irgendwas jetzt in Frage zu stellen“, so Thomas Kessler.

    Tatsächlich ist die Saison noch jung und die Kölner spielten in der Liga zum Auftakt gegen den Tabellenvierten und den Tabellenfünften der Vorsaison. Kessler betonte zu recht, dass Stuttgart eine „andere Kragenweite“ sei. Der Champions-League-Teilnehmer hat andere Ambitionen, kann von der Bank anders nachlegen, mit Akteuren wie Jamie Leweling oder Ermedin Demirovic. „Ich glaube, die spielen nicht ohne Grund in der Champions League und haben dann auch nicht ohne Grund andere Saisonziele“, erklärte Kessler. Nur sind die Probleme in der Defensive nun keine Neuheit. Auch gegen den Drittligisten aus Würzburg sah die Kölner Defensive nicht immer gut aus.

    Vor allem aber schimmern da dann noch die sieben Gegentreffer aus den beiden Testspielen gegen den SC Paderborn vor knapp drei Wochen durch – immerhin ein Liga-Konkurrent, den man gerne hinter sich lassen würde und eben die Generalprobe vor dem Pflichtspielstart und damit ein Spiel eher zum Ende der Vorbereitung. Für René Wagner geht es nun darum, möglichst schnell Stabilität in der Hintermannschaft zu finden. Denn geht die Tendenz weiter in diese Richtung, werden die Alarmglocken doch schnell schrillen.

    Hat sich der 1. FC Köln in der Defensive verstärkt?

    Mit Gideon Mensah, Borna Sosa und Luka Lochoshvili haben die Geißböcke in der Hintermannschaft viel Erfahrung dazu verpflichtet.

    Wie viele Spieler hat der FC im Sommer verpflichtet?

    Ohne die nachverpflichteten Leihen haben die Kölner zehn neue Spieler geholt. Allerdings sind darunter mit Gil Neves und Martin James auch Akteure, die für die U21 vorgesehen sind.

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