Voller Vorfreude in eine Begegnung, die „die Bundesliga verdient“

Gerhard Struber an der Seitenlinie des 1. FC Köln
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Voller Vorfreude in eine Begegnung, die „die Bundesliga verdient“

Am Mittag spielt der 1. FC Köln auf Schalke. Bereits im Vorfeld betonte FC-Cheftrainer Gerhard Struber, dass dieses Duell ein besonderes sei, das durchaus die Bundesliga verdiene. Ein emotionsgeladenes Auswärtsspiel wird es definitiv für den 1. FC Köln: Ein Bundesliga-Duell in Liga zwei.

Nicht nur für Gerhard Struber ist die Begegnung auf Schalke eine besondere. Es ist die Premiere in Liga zwei. Und ein Gradmesser für den 1. FC Köln: Ein Bundesliga-Duell in Liga zwei.

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Gerhard Struber hat schon viel in seiner Karriere erlebt. Der 47-Jährige war bereits in den USA, in England, natürlich auch in Österreich Trainer. Und doch erinnert Struber dieser Tage auch schon mal an ein Kind, dass das erste Mal eine gefühlte neue Welt entdeckt. Mit großen Augen lauschte der Coach beispielsweise der Hymne bei seiner Heimpremiere gegen den HSV am ersten Spieltag, mit einem Lächeln freute er sich über den großen Medienauflauf bei den Kölner Spieltags-Pressekonferenzen. Nun steht für den Österreicher das nächste Spektakel an. Das Auswärtsspiel beim FC Schalke 04. „Ich freue mich richtig auf dieses Spiel“, sagte Struber am Freitag und die Euphorie war seinen Augen anzusehen. „Atmosphärisch ist das eigentlich ein Spiel, das die Bundesliga verdient.“

Struber warnt vor dem Gegner

Über Jahrzehnte war es ja auch ein Spiel, das in der Bundesliga beheimatet war. Und beide Clubs wollen auch genau da wieder hin. Der FC wohl ein wenig schneller als das Team aus Gelsenkirchen. Während man beim FC krampfhaft, aber auch durchaus erfolgreich versucht hat, möglichst viele Spieler des Kaders beisammenzuhalten, stand bei den Königsblauen ein Umbruch an. 15 neue Spieler, die zum Teil auch schon eingeschlagen sind. Dennoch gerät Struber fast schon ins Schwärmen. Schalke sei „eine Mannschaft, die sehr viel individuelle Qualität hat, die auch viele Neuzugänge zu verzeichnen hat und auch eine Mannschaft, die in den letzten Spielen über individuelle Momente Spiele gewonnen hat“, sagt der Coach und fährt fort über eine Mannschaft, „die speziell im Umschalten auch richtig Power und Tempo hat, vorne drinnen auch Spieler, die mit Dynamik die letzte Reihe überwinden können.“

So weiß der Coach, dass nun eine ganz andere Aufgabe auf die Kölner wartet, als noch in der vergangenen Woche beim 5:0 über Braunschweig. „Von daher ist das ein Spiel, speziell auch in dieser Atmosphäre, vor so vielen Zusehern ein Spiel, das uns alles abverlangen wird. Wir wissen, dass das ein Spiel ist, wo wir nochmal zulegen müssen“, sagt Struber und deutet an, dass man im Vergleich zum Eintracht-Spiel noch einmal „zulegen“ müsse. Dennoch ist die Begegnung gegen die Eintracht alles andere als vergessen. „Solche Leistungen tragen am Ende immer dazu bei, dass man Selbstvertrauen und Überzeugung aufbaut, einen Glauben entwickelt“, sagt der Coach. „Und gleichzeitig liegt das Spiel schon wieder einige Tage hinter uns und jetzt geht es darum, das nächste Spiel voll in den Fokus zu kriegen.“

Schalke wird „ein Wörtchen mitsprechen“

Auch, weil die Begegnung auf Schalke wohl der erste Gradmesser der Spielzeit wird, zumindest im Verbund mit den ersten drei Begegnungen. Am Sonntag wird sich die Liga nach vier Spieltagen in die Länderspielpause verabschieden, das Ergebnis, die Tabellensituation einen ersten Aufschluss geben. Der FC spricht zwar nach wie vor nicht offiziell vom Saisonziel Wiederaufstieg, aber angesichts des Kaders und zum Teil auch der inidividuellen Klasse geht es natürlich um nichts anderes. Auch deswegen sieht Strubers Gegenüber Karel Geraerts den FC als klaren Favoriten. Diese Rolle werden die Kölner nominell nicht annehmen wollen. Nur ungern würden die Geißböcke mit dieser Bürde in das Duell starten. Und so lobt Struber den Gegner erneut: „Schalke bringt viel Individualität mit, ob das jetzt der Spielwitz ist, die Dynamik, der Speed ist, die Erfahrung. In vielerlei Hinsicht eine Mannschaft, die ein Wörtchen mitsprechen kann.“

Und weiter: „Wir wissen, dass wir extrem investieren müssen. Hier in der zweiten Liga in jedem Spiel alles in die Waagschale werfen müssen, um dann als Sieger vom Platz zu gehen.“ Personell wird Struber nur auf einer Position umstricken müssen, allerdings auf einer nicht unwichtigen. Timo Hübers fällt aus, für ihn wird wohl Dominique Heintz beginnen. Die Kapitänsbinde dürften Eric Martel oder Jan Thielmann überstreifen. Die Personalsorge wird sich beim Trainer in Grenzen halten, zunächst überwiegt ohnehin die Vorfreude auf das besondere Erlebnis.

 


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Timo Hübers vom 1. FC Köln

Hübers-Aus! Nächstes Profi-Debüt?

Eric Martel vom 1. FC Köln

Sechs FC-Profiss beim DFB

Fragezeichen nach Ausfall – So könnte der FC gegen Schalke spielen

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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Fragezeichen nach Ausfall – So könnte der FC gegen Schalke spielen

Nach dem 5:0-Erfolg über Eintracht Braunschweig gibt es für Gerhard Struber eigentlich nur wenig Grund für Wechsel. Und doch gibt es mindestens einen beim 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Schalke spielen.

Am Sonntag geht es für den FC zum Auswärtsspiel zum FC Schalke 04. FC-Trainer Gerhard Struber muss seine Startelf umbauen beim 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Schalke spielen.

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Gerhard Struber war nach dem 5:0-Erfolg über Eintracht Braunschweig verständlicherweise ausnahmslos glücklich. Kein Wunder, zwar gab es beim Kantersieg gegen die Niedersachsen einige Ausreißer nach oben, aber sicherlich keine nach unten. Nahezu alle Mannschaftsteile überzeugten. Und doch muss der Trainer sein Team für das Duell gegen Schalke umbauen. Denn mit Timo Hübers fällt der Abwehrchef der Kölner aus. Der Innenverteidiger dürfte auf der Position von Dominique Heintz ersetzt werden, als Kapitän wohl von Eric Martel oder Jan Thielmann. Neben Heintz wird mit großer Sicherheit Julian Pauli auflaufen, der am vergangenen Samstag mit die besten Werte aufwies.

Keine Wechsel in der Offensiv nötig

Auf den Außenseiten werden Leart Pacarada und Jan Thielmann die Abwehrkette vor Jonas Urbig komplettieren. Vor allem die Offensive der Kölner überzeugte gegen Braunschweig. So wird es mit großer Wahrscheinlichkeit auch keine Umstellungen in der Offensive geben. Vor Eric Martel spielen im Zentrum also wohl wieder Denis Huseinbasic, der zuletzt überragende Dejan Ljubicic sowie Linton Maina. Auch Tim Lemperle hat sich mit einer starken Leistung gegen die Eintracht für weitere Aufgaben beworben. Zwar wartet auch Damion Downs weiterhin auf seinen ersten Saisontreffer, der 19-Jährige dürfte aber erneut in der Startelf stehen.

So könnte der FC gegen Schalke spielen

Eric Martel vom 1. FC Köln

Sechs FC-Profis beim DFB

Timo Hübers vom 1. FC Köln

Hübers-Aus! Dafür Profi-Debüt?

Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen den FC Schalke 04

Jonas Hector für den 1.FC Köln vs. Schalke 04 am 29.02.20
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Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen den FC Schalke 04

Am Sonntagmittag steht für den FC das vierte Ligaspiel der Saison an. Die Geißböcke sind zu Gast in der Veltins Arena. Drei Punkte sind im Spiel gegen den Tabellenneunten das Ziel beim 1. FC Köln: Zahlen und Fakten zum Spiel gegen Schalke.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen Schalke geschossen? Wer überträgt den FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Schalke.

Jonas Hector für den 1.FC Köln vs. Schalke 04 am 29.02.20
Jonas Hector für den 1.FC Köln vs. Schalke am 29.02.20

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Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und dem S04?

Insgesamt standen sich die beiden Teams in Pflichtspiel-Duellen 98 Mal gegenüber. 90 Mal trafen sich die Mannschaften in der Bundesliga, acht Mal im DFB-Pokal. Der FC entschied 45 der Begegnungen für sich. Die Königsblauen gewannen 29 Partien, 24 endeten jeweils unentschieden. Die Torbilanz spricht mit 179:141 für den FC. Für beide Teams ist es die erste Begegnung in der zweiten Bundesliga.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04?

Am Sonntagmittag beginnt die Begegnung um 13:30 Uhr. Das Duell wird auf Sky übertragen. Die Berichterstattung beginnt bereits um 13:00 Uhr. Ebenso kann die Begegnung auch über SkyGO und onefootball im Stream oder im „FC Radio“ sowie dem Audiostream der Sportschau, der ARD Audiothek oder im Liveticker bei come-on-fc.com verfolgt werden.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Schalke?

Der liegt bereits einige Jahre zurück. Der FC setzte sich zu Hause am 08.11.1969 8:0 gegen die Königsblauen durch. Torschützen waren damals Heinz Hornig (17.), Bernd Rupp (15., 38.), Johannes Löhr (48., 51.) sowie Karl-Heinz Thielen (63., 78.) und Wolfgang Overath (81.).

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen den FC Schalke 04?

Im September 1971 unterlagen die Geißböcke dem FC Schalke 04 2:6. Bereits zur Halbzeit stand es durch vier Treffer des Schalker Spielers Klaus Scheer 4:0. Für die Kölner trafen in der zweiten Hälfte zwar noch Bernd Rupp und Wolfgang Overath, das Spiel endete jedoch mit vier Toren Unterschied durch weitere Treffer von Hartmut Huhse und Scheer.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Schalke?

Die meisten Treffer gegen Schalke erzielte Hannes Löhr mit 16 Toren im Kölner Dress. Auf Platz zwei folgt Overath mit neun Treffern. Auf Seiten der Gegner steht Klaus Fischer mit zehn Treffern gegen die Kölner auf Platz eins.

Die Vereins-Bilanz

Auf der Seite der gewonnenen Titel haben die Knappen die Nase vor den Kölnern vorne. Der FC Schalke 04 gewann bereits siebenmal den Titel des Deutschen Meisters, Köln hingegen dreimal. Bei den Vereinen stehen allerdings noch weitere Gewinne auf dem Konto. Je viermal gewann der 1. FC Köln den DFB-Pokal und wurde Zweitliga-Meister, ein Titel als Amateurmeister steht ebenfalls auf Kölns Liste. Die Königsblauen haben sogar fünf DFB-Pokalsiege auf dem Konto, wurden einmal UEFA-Cup-Sieger, einmal Deutscher Superpokal-Sieger, dreimal Deutscher Zweitliga-Meister und fuhren einen Deutschen Ligapokal-Sieg ein. Zudem stehen noch zweimal der Gewinn des Ladespokal-Westfalen und einmal Westdeutscher Pokalsieger auf der Liste.

Schiedsrichter Bilanz

Die Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln leitet am Sonntag Sven Jablonski. Der 34-Jährige pfiff in seiner Karriere bereits zehn Spiele des FC. Neun davon in der ersten Bundesliga, eins im DFB-Pokal. Und dies war ausgerechnet die Niederlage in der zweiten Runde des Pokals der vergangenen Saison gegen Kaiserslautern im Oktober letzten Jahres. Und auch die weiteren Duelle liefen nicht sonderlich gut für den FC. Insgesamt verloren die Kölner sieben Partien unter Jablonskis Leitung, spielten zwei unentschieden und konnten nur im Mai 2023 einen 5:2-Sieg gegen Hertha BSC erringen. Insgesamt verteilte Jablonski in den zehn gepfiffenen Partien 24 Gelbe, zwei Gelb-Rote und eine Rote Karte. Im Schnitt also 2,7 Verweise pro Spiel.

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Timo Hübers fällt aus – Gibt es nun das nächste Debüt?

Timo Hübers vom 1. FC Köln
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Timo Hübers fällt aus – Gibt es nun das nächste Debüt?

Der 1. FC Köln muss im Duell auf Schalke auf Innenverteidiger und Kapitän Timo Hübers verzichten. Dadurch rotiert wohl Dominique Heintz zurück in die Startelf. Und dennoch gibt es möglicherweise eine weitere Premiere beim 1. FC Köln: Elias Bakatukanda vor Debüt.

Der Ausfall von Timo Hübers schmerzt. Dominique Heintz wird wohl wieder zurück in die Mannschaft kommen. Doch es könnte auch zu einer weiteren Profi-Premiere kommen beim 1. FC Köln: Elias Bakatukanda vor Debüt.

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Am Freitag klang bei Gerhard Struber noch ein wenig Hoffnung mit. Auf der Pressekonferenz vor dem Duell des 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04 wollte sich der Trainer noch nicht auf einen Ersatz für seinen Kapitän Timo Hübers festlegen. Der Tenor, so lange es noch keine schlechte Nachricht gibt, wird auch kein Gedanke daran verschwendet. Mittlerweile ist klar, dass sich der Trainer wohl doch seine Gedanken machen muss. Hübers ist noch nicht einsatzbereit, wird dem FC fehlen. Ausgerechnet Hübers, der Kapitän, Abwehrchef und neben Jan Thielmann der einzige Feldspieler, der in dieser Saison jede Minute auf dem Feld gestanden hat.

Heintz und Pauli wohl in der Startelf

Struber muss also gleich zwei Mal Ersatz finden. Zum einen in der Kapitänsfrage, zum anderen in Sachen Startelf. Die Entscheidungsfindung ist wohl in beiden Fällen begrenzt. Die Wahl über die Binde dürfte wohl zwischen den beiden U21-Nationalspielern Eric Martel und Jan Thielmann fallen, die beide Teil des Mannschaftsrates sind. In Sachen Aufstellung gibt es eigentlich auch nur eine naheliegende Möglichkeit. Denn zu Beginn der Saison stellte sich die Frage, ob Julian Pauli oder Dominique Heintz neben Timo Hübers spielen würden. Wenn dieser also nun ausfällt, ist die wahrscheinlichste Variante, dass einfach Pauli und Heintz spielen – auch, wenn gerade der Routinier bei seinen Auftritten bislang eher selten überzeugen konnte.

Und doch könnte es dahinter spannend werden. Denn Struber wird für das „neue“ Innenverteidigerduo Ersatz parat haben wollen. Und so könnte es am Sonntag das nächste Profidebüt eines Eigengewächses geben. Dabei könnte es sich um Elias Bakatukanda handeln. Der Abwehrspieler gilt als großes Talent, stand schon im vergangenen Winter vor dem möglichen Debüt als Jeff Chabot und Timo Hübers im Wechsel immer wieder ausfielen. Einen Einsatz des Youngsters hat es aber nicht gegeben. Im Sommer galt der Abwehrspieler als einer der großen Profiteure der Transfersperre, das Debüt schien sehr wahrscheinlich. Aber Baktukanda fiel angeschlagen aus, konnte sich nicht so recht beweisen.

Am Sonntag könnte der Innenverteidiger sein erstes Profispiel in der 2. Bundesliga bestreiten – dann vor 60.000 Fans auf Schalke. Es gibt schlechtere Zeitpunkte für das erste Pflichtspiel. Bakatukanda steht jedenfalls das erste Mal im Kader. In dieser Spielzeit hat bereits Julian Pauli sein Profidebüt gegeben – ebenfalls als Innenverteidiger. In der vergangenen Saison spielten bekanntlich Max Finkgräfe und Damion Downs erstmals bei den Profis. Die Berücksichtigung von Bakatukanda hätte einen weiteren Nebeneffekt: Die Kölner würden bei einem Einsatz des 19-Jährigen den Schnitt der jüngsten Mannschaft der Liga noch einmal nach unten korrigieren. Im Training kam auch Neo Telle zum Einsatz, im Kader steht der Yougnster nicht.


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Verlierer der Transferpolitik

Nun gegen Schalke

Sechs FC-Profis beim DFB – laut Struber eine „Win-Win-Situation“, aber eben nicht nur

Jan Thielmann und Eric Martel vom 1. FC Köln
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Sechs FC-Profis beim DFB – laut Struber eine „Win-Win-Situation“, aber eben nicht nur

Insgesamt hat der DFB sechs FC-Profis für seine Nachwuchsmannschaften nominiert. Für den FC ein Zeugnis für die gute Nachwuchsarbeit, aber auch die Sorge vor Verletzungen sowie das Problem zu kleiner Trainingsgruppen. Sechs FC-Profis beim DFB: Deswegen reagiert der FC gespalten auf die Nominierung.

In der kommenden Länderspielpause müssen die Geißböcke auf zahlreiche Spieler verzichten: insgesamt wurden sechs Profis des 1. FC Köln für den Nachwuchs des DFB nominiert. Darüber ist man bei den Geißböcken aber nicht nur erfreut.

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Die Nachricht hätte im Wirbel um den Deadline Day schon ein wenig untergehen können. Gleich sechs FC-Profis sind für den DFB-Nachwuchs für die kommende Länderspielpause nominiert, davon fünf aus dem eigenen Nachwuchs. Nachdem zuletzt die Profi-Abteilung mit sechs Eigengewächsen in der Startelf aufwartete, honoriert nun auch der DFB die gute Nachwuchsförderung bei den Geißböcken. Eric Martel, Jan Thielmann, Jonas Urbig und Tim Lemperle stehen im Kader der U21, die dann im September in der EM-Quali gegen Israel (4. September) und Estland (10. September) spielen wird. Die DFB-Auswahl führt die Gruppe an, es geht um die Tickets für die EM in der Slowakei. Julian Pauli und Damion Downs wurden für die Spiele in der U20 nominiert. Deutschland spielt in Rumänien (5. September) und Italien (10. September).

Struber: „Wir nehmen das gerne auf“

Ein Halbes Dutzend Profis wird also mit dem Adler auf der Brust unterwegs sein. „Wir nehmen das gerne mit und freuen uns, wenn diese Spieler dann in der Nationalmannschaft auch Spielzeit bekommen, wenn sie dort leisten und auch international Erfahrungen sammeln können“, sagte Gerhard Struber am Freitag. „Das ist nochmal ein anderer Wettbewerb. Da sind wir dann in einer Win-Win-Sitaution.“ Die Länderspiele dürften schon einen anderen Charakter haben als das Mini-Benefizturnier an dem der FC in der Länderspielpause teilnimmt. Doch komplett glücklich ist man beim Club wohl nicht. Denn die Berufung in die Nationalmannschaften bringen natürlich auch eine Verletzungsgefahr mit sich. Im vergangenen Sommer verletzte sich Jan Thielmann in der Vorbereitung auf die U21-EM und fiel wochenlang beim FC aus. Eric Martel kehrte im September ebenfalls verletzt von der U21 zurück.

Struber: „Gleichzeitig auch ein Nachteil“

Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart hatte sich anschließend verständlicherweise mehrfach über den Umstand beschwert. Obwohl sich die Spieler natürlich grundsätzlich auch bei den Testspielen verletzen können, auch, wenn dort der Einsatz vielleicht ein anderer ist. Auch Gerhard Struber steht der Berufung gespalten gegenüber. „Auf der einen Seite ist das sehr positiv, wenn wir viele Nationalspieler entwickeln. Das ist ja auch ein Ziel, wenn man hier mit so vielen jungen Spielern arbeitet“, sagte der Coach. „Das ist sehr positiv, da wir dadurch auch nochmal realisieren, dass wir Qualität in unseren Reihen haben. Gleichzeitig ist das aber auch ein Nachteil, dass man in den Trainings dann individuell nichts machen kann.“ 

Tatsächlich düften die Länderspielpausen für den FC in der 2. Bundesliga ein kleiner Nachteil in Bezug auf das Training sein. Nur wenige Clubs stellen annähernd so viele Nationalspieler ab, wie der FC. Neben den sechs Nachwuchs-Nationalspielern werden wohl auch Leart Pacarada (Kosovo), Denis Huseinbasic (Bosnien-Herzegowina) und Mathias Olesen (Luxemburg). Dejan Ljubicic befindet sich auf der Abrufliste für Österreich. Inklusive der vier Langzeitverletzten dürfte die Trainingsgruppe der Geißböcke schon sehr klein ausfallen.

Der 4. Spieltag


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Said El Mala

FC Leihspieler

Marvin Schwäbe und Dejan Ljubicic

Verlierer der Transferpolitik

Zweite Transferperiode unter Strafe beendet – der FC kommt mit blauem Auge davon

Dejan Ljubicic, Luca Waldschmidt, Tim Lemperle und Timo Hübers vom 1. FC Köln
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Zweite Transferperiode unter Strafe beendet – der FC kommt mit blauem Auge davon

Auch, wenn der FC erst wieder im Winter Spieler registrieren darf, ist die zweite Transferperiode unter FIFA-Sanktion mit dem Deadline Day zu Ende gegangen. Und im Gegensatz zum Winter haben die Kölner die Strafe dieses Mal den Umständen entsprechend gut überstanden. Transferphase: Deswegen ist der 1. FC Köln nochmal davongekommen.

Der Deadline Day ging für den FC und seine Verantwortlichen erwartungsgemäß ruhig zu Ende. Der im Frühsommer befürchtete Supergau ist ausgeblieben. Vor allem in der zweiten Transferphase: Deswegen ist der 1. FC Köln nochmal davongekommen.

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Für große Aufregung konnte Thomas Kessler am Freitag nicht mehr sorgen, als der Leiter der Lizenzspielabteilung des 1. FC Köln andeutete, dass es am Deadline Day ja durchaus nochmal spannender zugehen könne. Die Spannung hielt sich bei den FC-Fans wohl in Grenzen. Dass die FC-Bosse keinen Top-Knipser als Neuverpflichtung aus dem Hut zaubern würden, war angesichts der FIFA-Sanktion und des Registrierungsverbots ohnehin klar. Dass es auch keine wesentlichen Abgänge mehr geben würde, hatte sich schon in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Leeds, der Transfer-Flirt von Dejan Ljubicic, hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits für Ao Tanaka von Fortuna Düsseldorf entschieden, die Blackburn Rovers eben nicht für Marvin Schwäbe sondern für Balazs Toth. Ohnehin war das kolportierte Interesse des englischen Zweitligisten wohl nicht mehr als ein loses.

Super-Gau abgewendet – nur fünf Abgänge

Ein Herzschlagfinale auf der Tauschbörse hätte aber auch nicht zu diesem Transfersommer der Kölner gepasst. Dennoch werden Christian Keller und Co. am Freitagabend drei Kreuzzeichen gemacht haben. Denn mit dem Deadline Day läuft die zweite Transferperiode aus, in der die Geißböcke keine Spieler registrieren dürfen. Das ist eine geschönte Wahrheit. Denn der FC darf erst mit dem Beginn der neuen Transferperiode Spieler verpflichten. Da die Geißböcke durchaus aber Spieler verpflichten dürfen, ist ab sofort die Chancengleichheit bei Winter-Transferverhandlungen wieder hergestellt. Und: Nachdem die Strafe im Winter mindestens dazu führte, dass die Kölner in größter Abstiegsnot keine personellen Veränderungen vornehmen, sich also keinen Hoffnungsschimmer durch neues Personal erzwingen konnten, hat die Sommertransferperiode die Kölner nicht so empfindlich getroffen, wie befürchtet.

Der FC ist mit einem blauen Auge davon gekommen. Denn auch der zweite Teil der Transfersperre hätte für die Kölner durchaus richtig ins Auge gehen können. Spätestens wenn es zum Spieler-Ausverkauf gekommen wäre, der sicher nicht grundlos im Raum stand. Sieben Spieler mit Ausstiegsklausel, einige ohne Vertrag. Im Worst Case wären dem FC vom vergangenen Kader 13 Feldspieler geblieben. Insofern wird die Arbeit hinter verschlossenen Türen doch intensiver ausgefallen sein, als es nach außen wohl den Anschein erweckt hat.

Letztendlich haben mit Faride Alidou, Benno Schmitz, Davie Selke sowie Jeff Chabot und Justin Diehl nur fünf Spieler den Verein verlassen. Angesichts der letzten Eindrücke schmerzt der Abgang von Jeff Chabot vielleicht am meisten. Acht Tore in drei Spielen lassen jedenfalls nicht den Schluss zu, dass der FC Justin Diehl oder Davie Selke schmerzlich vermisst. Julian Pauli ist natürlich noch lange kein Eins-zu-eins-Ersatz für Chabot, hinterlässt aber bislang einen guten Eindruck. Große Kaderlücken sind in der Top-16 nicht auszumachen. In der Breite vor allem in der Defensive – wie nun der potenzielle Ausfall von Timo Hübers verdeutlicht.

Es fehlen die Hochkaräter

Das ändert natürlich nichts daran, dass die Kölner zum Beispiel auch einen Zielstürmer hätten gebrauchen können und mit großer Wahrscheinlichkeit im Winter dann auch nachrüsten werden. Unterm Strich blickt der FC so auf einen Kader, der laut transfermarkt.de mehr als nur wettbewerbsfähig ist. Das Online-Portal schätzt den Kaderwert auf mehr als 70 Millionen Euro ein. In der Top5 der Einzelspieler finden sich ausschließlich FC-Profis wieder. Damit verbunden scheint auch eine zweite Sorge ausgeblieben zu sein. Die Sorge, dass die Konkurrenz massiv aufrüstet, während der FC nur tatenlos zuschauen kann. Transfers gab es natürlich zahlreiche, alleine der FC Schalke 04 hat 15 Spieler im Sommer verpflichtet. Die Hochkaräter sind aber nicht dabei. „Natürlich beobachtet man die Konkurrenz, das ist unser Job“, sagte Kessler am Freitag. „Es sitzt aber keiner am Schreibtisch und denkt, was wir alles hätten tun können.“

Viel getan hat sich auch in der 2. Liga im Endspurt der Transferphase. Erst in den vergangenen Tagen, inklusive Deadline Day haben der Hamburger SV sowie Fortuna Düsseldorf noch einmal massiv aufgerüstet. Rein nach dem Kaderwert ist die Lücke zum FC aber weiterhin extrem groß. Für Wirbel sorgte allenfalls das Gerücht, der FC Schalke 04 könne Ante Rebic verpflichten, befände sich in Gesprächen. Eine Ente, wie sich schnell herausstellte. Wie gut die Transfers der Kölner Konkurrenten einschlagen werden, wird sich im Laufe der Saison zeigen. Wirkliche Schnappatmung werden die neuen Namen bei den Kölner Verantwortlichen nicht ausgelöst haben. Im Gegenteil – einige Teams haben sogar ihre wichtigen Leistungsträger verloren. Mit Christos Tzolis und Berlins Haris Tabakovic haben beispielsweise zwei der drei Top-Torjäger der vergangenen Spielzeit die Liga verlassen. Auch andere Leistungsträger haben sich für höhere Aufgaben empfohlen.

So haben die Kölner auf dem Papier eine schlagfertige Truppe und können ab sofort mit der Kaderplanung für den kommenden Winter, ohne Sorge vor einer weiteren Sanktion beginnen. Das Gröbste schein überstanden zu sein.



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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Wer zeigt Schalke vs. Köln

Timo Hübers vom 1. FC Köln

Ohne Kapitän gegen Schalke?

Wer sind die Verlierer der Transferpolitik?

Marvin SChwäbe und Dejan Ljubicic vom 1. FC Köln
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Wer sind die Verlierer der Transferpolitik?

Lange wurde über die Abgänge von Marvin Schwäbe und Dejan Ljubicic spekuliert. Am Ende deutet so ziemlich alles auf einen Verbleib der beiden Spieler hin. Nur eine der wenigen Ligen mit offenem Transferfenster wäre eine Option beim 1. FC Köln: Die Verlierer der Transferphase.

Sie wollten beide eigentlich nicht mit in die zweite Liga. Sie haben beide die Wechselabsicht hinterlegt, am Ende sind beide geblieben beim 1. FC Köln: Die Verlierer der Transferphase.

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Marvin Schwäbe war in der vergangenen Spielzeit wahrlich nicht zu beneiden. Als einer der wenigen FC-Profis rief der Keeper, der sich noch im vergangenen Sommer im Dunstkreis der Nationalmannschaft bewegte, konstant ordentliche Leistungen ab. An Schwäbe hat die Krise, aber auch der Abstieg sicher nicht gelegen. Dass ein gestandener Bundesliga-Torwart im Falle der Zweitklassigkeit einen Wechselwunsch hegt, ist durchaus verständlich. Ironisch nur, dass Schwäbe keine Lust hatte, im Tor eines Zweiligisten zu stehen, nun aber als Nummer zwei auf der Bank des Absteigers sitzt. Ob sich der Keeper verpokert hat, ist von außen zwar schnell interpretiert, tatsächlich aber spekuliert. Denn nur der Torhüter selbst kennt die Beweg- und Hintergründe des Transfertheaters.

Ersatzkeeper mit hohem Gehalt

So oder so ist der 29-Jährige aber sehr wohl einer der großen Verlierer der Kölner Transferphase. Und das in mehrfacher Hinsicht. Schwäbe wollte wechseln, Schwäbe durfte wechseln, vielleicht sollte er es angesichts des doch ordentlichen Gehalts auch. „Marvin hat uns frühzeitig mitgeteilt, dass er den Club verlassen möchte, das hat sich jetzt schwieriger dargestellt, als er sich das vielleicht auch selber erhofft hat“, sagte Thomas Kessler am Freitag. Nach dem hinterlegten Wechselwunsch legten sich die FC-Bosse auf Jonas Urbig als Nummer eins fest. Die Umbesetzung wurde publik. Ein Fakt, der Schwäbe bei der Suche nach einem neuen Club und dem FC auf der Suche nach einer möglichst hohen Ablöse wohl nicht in die Karten gespielen haben dürfte. Der ohnehin als schwer geltende Torwartmarkt wurde so noch ein Stück schwieriger.

Wie konkret die Angebote für den Torhüter wirklich waren, ist nicht bekannt. Sollte Schwäbe aber nicht in eine der wenigen Ligen wechseln, deren Transferfenster noch geöffnet ist, sitzt der Keeper weiterhin auf der Bank und dem FC auf der Tasche. Und gerade angesichts dieses Aspekts wirken die wiederholten Äußerungen, dass durch den Verbleib ja mehr Qualität im Kader stecke, irgendwie schräg. Der FC gönnt sich trotz langem Sparkurs, der sicherlich auch seinen Anteil am Abstieg hat, einen Ersatzkeeper, der aber das Gehalt eines Stammtorhüters kassiert. Zudem könnte es sich schon sehr bald um einen frustrierten Ersatzkeeper mit erstklasigem Gehalt handeln. De facto ist bei der Personalie Marvin Schwäbe einiges falsch gelaufen. Tatsächlich aber eben nicht nur bei der Personalie Schwäbe.

Kein neuer Club für Ljubicic

Denn mit Dejan Ljubicic befindet sich Stand jetzt ein weiterer Profi in den Reihen des 1. FC Köln, der liebendgerne gewechselt wäre. Erneut liebendgerne gewechselt wäre. Nachdem im vergangenen Sommer der Deal mit dem VfL Wolfsburg nicht zu Stande kam, platzte nun der Wechsel nach Leeds. Im Gegensatz zu Schwäbe wollten die Kölner den Mittelfeldspieler nicht abgeben. Zumindest nicht so richtig. Denn natürlich hätten Keller und Co. sämtlichen Interessenten mit einem klaren „Nein“ frühzeitig jeglichen Wind aus den Segeln nehmen können. „Dejo wollen wir nicht abgeben. Am Ende des Tages, wenn es zu einem Wechselwunsch kommen sollte, oder wenn ein Verein kommt, der Dejo verpflichten möchte, muss er natürlich auch einen ordentlichen Betrag dafür zahlen“, sagte Kessler.

Soll heißen, eigentlich ist Ljubicic zu gut, als dass die Kölner auf der Mittelfeldspieler verzichten könnten. Es sei denn, das nötige Kleingeld fließt. Kleingeld, das die Kölner dann im kommenden Winter in neue Spieler investieren können. Nun bleibt Ljubicic mit großer Sicherheit. Und der vergangene Samstag macht Hoffnung, dass sich der Österreicher nicht hängen lässt. Doch schon wieder schwingt eine leichte Ironie mit. Ljubicic stellt sich nun in der 2. Liga in den Schaukasten, kann seinen Marktwert in die Höhe treiben, Werbung in eigener Sache für höhere Aufgaben machen. Der FC hat nichts davon. Jetzt ließen die Kölner den Spieler nicht gehen, weil die angebotene Ablöse zu niedrig war, im kommenden Sommer wird es wohl keine mehr geben. Der Vertrag läuft aus, Ljubicic ist dann ablösefrei.

Und dann wären da noch Maxi Schmid und Nikola Soldo, denen die FC-Bosse auch frühzeitig mitgeteilt haben, dass die Situation für sie eine schwere sei. Beide dürfen sich kaum Chancen auf Einsatzzeit bei den Profis ausrechnen, beide warteten offenbar vergeblich auf das richtige Angebot und stehen somit ebenfalls weiterhin auf der Payroll der Geißböcke. Sodass eigentlich ziemlich deutlich ist, dass nicht nur die Spieler Verlierer in dieser Angelegenheit sind.



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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Wer überträgt Schalke gegen Köln?

Timo Hübers vom 1. FC Köln

Ohne Kapitän gegen Schalke

Keine Abgänge mehr am Deadline Day

Dejan Ljubicic vom 1. FC Köln
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Keine Abgänge mehr am Deadline Day

Am Freitagabend hat das Transferfenster geschlossen. Obwohl Christian Keller im Sommer in Sachen Personalien alle Hände voll zu tun hatte, hat sich notgedrungen wenig verändert am Kader des 1. FC Köln: Was passiert noch am Deadline Day?

Zahlreiche Leih-Rückerer, ein paar Nachwuchskräfte – wirklich viele Kader-Veränderungen gab es in diesem Sommer nicht beim 1. FC Köln: Was passiert noch am Deadline Day?

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Christian Keller ist nicht gerade bekannt für hektische Handlungen, blinden Aktionismus. Vielmehr wirkt der Kölner Sportdirektor so, als könne ihn kein Sturm aus der Ruhe bringen. Die aktuelle Transferphase wurde für Keller dann doch ein wenig stürmischer als von außen vielleicht zunächst wahrgenommen. Im Winter ahnte zumindest noch niemand, dass es eher eine Mammutaufgabe werden würde, den Kader mit Leihspielern und Nachwuchskräften aufzufüllen. Dabei waren eben jene Hoffnungsträger wohl das kleinste Problem. Um überhaupt „auffüllen“ zu können, musste Keller gleich um sieben Spieler mit Ausstiegsklausel kämpfen, behielt sechs und verhandelte zudem mit Akteuren, deren Verträge ausgelaufen waren. Unterm Strich braucht Keller also am Deadline-Day nun nicht in Panik verfallen – und das nicht nur, weil ihn die Transfersperre ohnehin nahezu handlungsunfähig macht.

Ljubicic wird wohl bleiben

Keller hat den FC nach dem Absturz durchaus in eine gute Ausgangslage für die 2. Bundesliga gebracht. Wie von ihm mehrfach versprochen, scheint der Kader Stand jetzt wettbewerbsfähig, weist sicher die ein oder andere Lücke, gerade in der Breite auf. Und daran werden auch mögliche Veränderungen am Deadline Day nichts mehr ändern. Fast schon ugnewohnt ruhig geht es dieser Tage beim FC zu. Noch im Vorjahr hatte am Morgen des Deadline Day die mögliche Verpflichtung von Ihlas Bebou für Aufsehen gesorgt, bevor Keller vor die Presse trat, um zu verkünden, dass es nicht zu verkünden gebe. Und in dieser Spielzeit? Bis zum Ende des Deadline Day ploppten keine Meldungen auf. Die waren ohnehin sehr unwahrscheinlich, und auch verkraftbar gewesen.

Denn Dejan Ljubicic wäre wohl der einzige Spieler, der – bei dem noch vor wenigen Tagen nicht unwahrscheinlichen Wechsel – eine Lücke hinterlassen hätte. Nur deutet wenige Stunden vor dem Ende des Transferfensters viel mehr auf einen Verbleib, als auf einen Weggang. Mit Ao Tanaka hat Leeds den erhofften Mittelfeldspieler gefunden. Ljubicics eigentliches Wechselziel ist vom Tisch. Weitere konkrete Angebote hat es dem Vernehmen nicht gegeben. Der Verein will den Spieler behalten. Warum Keller einem Wechsel nicht von Beginn an konsequenter einen Riegel vorgeschoben hat, ist offen, ändert aber auch nichts an der Personalie. Ljubicic wird wohl ein weiteres Jahr für den FC spielen. Dann läuft der Vertrag aus.

„Wir haben das klar mit dem Spieler kommuniziert, dass wir ihn behalten wollen, und stand jetzt gehe ich davon aus, dass Dejan auch morgen noch unser Spieler ist“, sagte Thomas Kessler am Freitagmittag. Eine definitive Aussage ist das nach wie vor aber nicht. „Ich hatte vergangene Woche gesagt, dass wir Dejan nicht abgeben wollen, das haben wir klar hinterlegt. Wenn er wechseln will und ein Verein an ihm interessiert ist, muss dieser natürlich einen gewissen Betrag bezahlen.“ Bei Leeds scheint das Angebot nicht hoch genug ausgefallen zu sein. Nun kann Ljubicic wohl nur noch in eine Liga wechseln, deren Transferfenster weiterhin geöffnet hat – etwa in die Türkei.

Was ist mit Marvin Schwäbe?

Nicht mehr für Köln wird dagegen Nikola Soldo spielen und das stellt die Kölner aktuell vor ein Problem. Denn für den Innenverteidiger haben die Geißböcke keine Verwendung mehr. Der Abwehrspieler wird weder bei den Profis noch in der U21 seine Spielzeit bekommen. Schon vor Wochen haben die FC-Bosse den Spieler für Gespräche freigestellt. Daraus geworden ist aber nichts. Allerdings bleibt auch hier weiterhin noch eine Hintertür, der noch geöffneten Transferfenster offen. Davon wird Maxi Schmid wohl eher nicht profitieren. Der FC hat zahlreiche Clubs abgeklopft, einen Abnehmer aber ebenfalls noch nicht gefunden. Christian Keller hatte zuletzt betont, dass Maxi Schmid aber auch ein Kandidat der U21 sein kann. Dort kam der Angreifer auch schon zum Einsatz.

Und weiterhin bleibt Marvin Schwäbe die wohl komplizierteste Personalie. Der Keeper wollte gerne gehen, der Keeper hätte gerne gehen dürfen, aber Schwäbe ist noch in Köln. Angeblich soll das Interesse von Blackburn Rovers ein großes gewesen sein. Doch der englische Zweitligist hat sich über Wochen mit vielen Keepern beschäftigt und schließlich Ungarn-Torhüter Balazs Toth verpflichtet. Schwäbe wird also nicht zu den Rovers wechseln, trainierte am Freitag mit. Noch am vergangenen Samstag hatte Keller betont, dass er lieber zwei gute Keeper im Kader haben würde, als einen. Das wird alleine angesichts des doppelten Gehalts zweier erstklasiger Keeper nicht so ganz der Wahrheit entsprechen, wirklich aus der Ruhe bringt ein möglicher Schwäbe-Verbleib Christian Keller aber sicher nicht. Nun scheint es keinen Abgang zu geben.



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Said El Mala

FC Leihspieler

Jaka Potocnik vom 1. FC Köln

Jaka Potocnik

Ohne Kapitän gegen Schalke? Struber: „Bei Timo ist es wirklich so, dass er noch wackelt“

Timo Hübers vom 1. FC Köln
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Ohne Kapitän gegen Schalke? Struber: „Bei Timo ist es wirklich so, dass er noch wackelt“

Muss der 1. FC Köln im Duell gegen den FC Schalke 04 auf Kapitän Timo Hübers verzichten? Der Abwehrspieler hatte sich zu Beginn der Woche krankgemeldet und fehlte auch am Freitag.

Es wäre ein herber Schlag für die dünn besetzte Defensive, Klarheit bringt wohl erst der Samstag. Muss der 1. FC Köln im Duell gegen den FC Schalke 04 auf Kapitän Timo Hübers verzichten?

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Die Geißböcke reisen möglicherweise ohne ihren Kapitän Timo Hübers zum Auswärtsspiel zum FC Schalke 04. Der Innenverteidiger hatte sich zu Beginn der Woche krankgemeldet und verpasste somit die ersten Einheiten. Auch beim Geheimtraining am Freitag war der Innenverteidiger nicht mit dabei. „Bei Timo ist es wirklich so, dass er noch wackelt“, sagte Gerhard Struber am Freitag auf der Spieltags-Pressekonferenz. „Es war tatsächlich so, dass er heute noch raus war. Wir hoffen das Beste, dass er uns unterstützen kann.“ Allerdings bleibt dem Abwehrspieler dann nur noch eine Einheit am Samstag. Die Chancen stehen demnach nicht besonders gut.

Wer würde Hübers ersetzen?

Wer Hübers ersetzen soll, ließ der Coach offen, betonte, dass er sich darüber erst Gedanken machen werde, wenn der Ausfall sicher sei. Die naheliegendste Lösung wäre allerdings Dominique Heintz. Der Innenverteidiger hatte schon im Duell gegen Elversberg von Beginn an gespielt, allerdings neben Hübers. Wirklich gut lief die Begegnung für den Routinier nicht. Heintz war an den beiden Gegentoren nicht unschuldig. Julian Pauli sollte dagegen gesetzt sein. Mit Elias Bakatukanda stünde ein weiterer Youngster bereit, der auf sein Debüt wartet. Zuletzt trainierte auch Talent Neo Telle bei den Geißböcken mit.

Auch in der Kapitänsfrage ließ sich Struber nicht in die Karten schauen. Er werde sich auch dort erst „sehr schnell“ entscheiden, wenn die Nachricht überhaupt komme. Als Kandidaten für einen möglichen Kapitäns-Ersatz stünden derweil Eric Martel und Jan Thielmann bereit. Die beiden Akteure gehören bekanntlich zum Mannschaftsrat.


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