Jeff Chabot: Furchtlos, machtlos, ratlos

1. FC Köln: Nur Jeff Chabot stemmt sich gegen die Niederlage
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Jeff Chabot: Furchtlos, machtlos, ratlos

Die 2:0-Niederlage der Geißböcke gegen den SV Darmstadt 98 war geprägt vom ideenlosen und ängstlichen Auftreten der Mannschaft. Einzig Jeff Chabot agierte mutig und versuchte, seinem Team unter allen Umständen zu Punkten zu verhelfen. Dazu wurde der Innenverteidiger sogar kurzzeitig zum Stoßstürmer.

An Jeff Chabot hat die Pleite des FC sicherlich nicht gelegen. Wieder einmal nicht. Der Innenverteidiger avancierte gegen Ende der Partie sogar zu einer Art Stoßstürmer und hatte in der Nachspielzeit die wohl größte Torchance neben Faride Alidous Pfostentreffer auf dem Fuß. Doch Chabots Einsatz reichte nicht zu Punkten für den 1. FC Köln: Nur Jeff Chabot stemmt sich gegen die Niederlage.

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Es lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit, als der Ball im Sechzehner noch einmal bei Jeff Chabot landete. Allerdings bekam der Innenverteidiger nicht im eigenen Strafraum die Kugel. Chabot hielt sich in der Schlussphase als eine Art Stoßstürmer fast ausschließlich in der gegnerischen Hälfte auf. In der 95. Minute setzte der Abwehrspieler zu einer Körperdrehung an, zog ab und verfehlte das Tor nur knapp. Es war die beste Chance seit dem Pfostenschuss von Faride Alidou. Es war die letzte Chance des Spiels. Und es war symptomatisch für den Spielverlauf, dass ausgerechnet ein Abwehrspieler den Anschlusstreffer auf dem Fuß hatte. Dabei war es in gewisser Weise auch folgerichtig, denn auch bei dem desolaten Auftritt, dem wohl schwächsten der Saison, war Chabot der überragende Mann. Wie so oft in dieser Spielzeit.

Chabot zeigte sich furchtlos und spielstark

Überragend waren auch die Leistungswerte des Verteidigers. So kam der 26-Jährige auf 72 Prozent Zweikampfquote und belegte mannschaftsintern den ersten Platz. Nicht zu Unrecht, denn Chabot stellte sich dem Gegner immer wieder in den Weg, klärte und gewann den Kampf um den Ball. Doch das war nicht die einzige Stärke des Innenverteidigers. So zeigte Chabot auch in der Passtatistik (93,22 Prozent) mit Platz zwei hinter Linton Maina (93,75 Prozent), dass er auch für den Spielaufbau der Geißböcke extrem wichtig war. Zumal Chabot deutlich mehr Pässe spielte als Maina. Von 59 Pässen insgesamt fanden 55 den Weg zum Mitspieler. Das sonst so ängstlich wirkende Spiel des 1. FC Köln, die Verunsicherung und Ideenlosigkeit ließen sich bei Chabot am Samstagnachmittag nicht finden. Das reichte allerdings nicht, denn beim Rest der Mannschaft war der Druck, die Angst vor einer möglichen Niederlage gegen den Tabellenletzten im eigenen Stadion, vor den eigenen Fans zu groß.

Nach dem Duell erklärte der sichtlich mitgenommene Mark Uth: „Wir hatten Angst, den Ball zu fordern, wir wollten den Ball nicht haben. Wir haben nicht den Fußball gespielt, den wir normalerweise spielen können.“ Chabot hingegen schloss hinten die Lücken und mit zunehmender Spielzeit bewegte er sich mehr und mehr vor dem Tor der Darmstädter. Der Frust über vergebene Chancen war dem 26-Jährigen anzumerken. So malträtierte er den Rasen mit seiner Faust, trieb das Team an und versuchte alles in seiner Macht stehende, um dem FC doch noch Punkte zu bescheren. An Chabot lag die bittere Niederlage jedenfalls nicht. Nach dem Spiel zeigte sich ebenfalls Chabot als Vorreiter, ging voran und hatte eben auch hier keine Angst, sich den wütenden Fans zu stellen, die der Mannschaft ihren Unmut lautstark entgegen brachten. Dabei ist Chabot ohnehin nicht viel vorzuwerfen. Der Abwehrspieler ist seit Sainsonbeginn der beste Kölner Feldspieler. Nicht umsonst gibt es mittlerweile zahlreiche Interessenten an dem Abwehrspieler. „Jeff Chabot ist der einzige Spieler, der über die gesamte Saison Kontakt seine Leistung bringt“, adelte Christian Keller den 26-Jährigen am Sonntag im Doppelpass.

Bilder vom Duell 1. FC Köln – SV Darmstadt 98


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann – Martel (66. Huseinbasic), Christensen (80. Uth) – Kainz (66. Schmitz), Alidou (46. Maina) – Waldschmidt (66. Tigges) – Adamyan – Tore: 0:1 Klarer (57.), 0:2 Vilhelmson (90.)


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Christian Keller: „Bevor die Mannschaft kritisiert wird, muss ich kritisiert werden“

Das sagt Christian Keller nach der bitteren 0:2-Pleite
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Christian Keller: „Bevor die Mannschaft kritisiert wird, muss ich kritisiert werden“

Im Sport1-Doppelpass äußerte sich Christian Keller zu der bitteren 0:2-Pleite gegen Darmstadt, der vergebenen und gebliebenen Chance und der Situation bei einem möglichen Abstieg.

Nach der 2:0-Niederlage am Samstagnachmittag gegen den SV Darmstadt 98 steht der FC vor einer unsicheren Zukunft. Der Klassenerhalt ist zwar rein rechnerisch noch nicht verloren, die Leistung der Mannschaft allerdings gibt momentan wenig Grund zu großen Hoffnungen. Das sagt Christian Keller nach der bitteren 0:2-Pleite.

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Bereits am Samstagabend trat Christian Keller gezeichnet vor die Journalisten. Das 0:2 hatte dem Sportdirektor sichtbar zugesetzt. Der Eindruck hatte sich auch bis zum Sonntagmorgen nicht verflüchtigt, als der Kölner Sportdirektor beim Sport1-Doppelpass zu Gast war. Die Niederlage hatte der 46-Jährige offenbar noch nicht verdaut. „Es war ein ganz bitterer Nachmittag für uns. Wir wussten, dass wir mit drei Punkten aus dem Spiel wieder eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit haben, wieder sehr nah an den Relegationsplatz und sogar an den direkten Nicht-Abstiegsplatz heranzukommen“, sagte Keller. „Was wir dann auf dem Platz gebracht haben, war zu wenig oder wenn ich es härter ausdrücken soll: es war einfach nicht bundesligatauglich.“

Keller: „Es gibt keine Alternative zum Optimismus“

Natürlich ist auch Keller bewusst, in welcher Situation der FC steckt. „Die Fakten sind nicht von der Hand zu weisen. Am Schluss zählt im Fußball das Ergebnis. Und das war nicht ausreichend“, sagte Keller, fand aber auch einen Hoffnungsschimmer: „Es gibt keine Alternative zum Optimismus. Wir haben noch vier Spiele.“ Nun fahre man nach Mainz und wenn die Rheinhessen am Sonntag nicht punkten sollten, hätte man durchaus die Chance, „wieder ganz nahe heranzurücken“. Allerdings fehlt nach der 0:2-Pleite gegen Darmstadt die Phantasie, wie das gegen aufstrebende 05er gelingen soll. „Wir haben ein Spiel hergeschenkt, dass ein absolutes Muss-Spiel war. Mit dieser Leistung und wenn wir nicht einen Quantensprung machen, dann wird es nicht reichen.“

Tatsächlich spielten die Kölner gegen das Tabellenschlusslicht behäbig, ängstlich, ideenlos. „Wir waren in den Basics sehr schwach. Wenn ich die Ballannahme sehe, das Passspiel, auch die Bereitschaft den Ball zu fordern, dann waren wir da einfach total verängstigt“, sagte der Sportdirektor. „Wir hatten Angst vor der eigenen Courage und Angst, das Spiel zu verlieren. Das ist der falsche Weg. Eigentlich muss dich doch die Freude antreiben, etwas gewinnen zu können. Angst ist immer ein schlechter Wegbegleiter.“ Die Chance, dass die Geißböcke diese in den verbliebenen vier Spielen aus den Köpfen kriegen, ist wohl eher gering. Das sehen offensichtlich auch die Fans so. Denn erstmals kippte die Stimmung im Stadion richtig. Der Frust entlud sich vor allem in Richtung Keller.

Für den Sportdirektor nicht nur verständlich, sondern auch richtig. „Bevor die Mannschaft kritisiert wird, muss ich kritisiert werden. Ich bin am Schluss hauptverantwortlich“, sagte der Sportdirektor und räumte einmal mehr ein, dass es ihm nicht gelungen sei, Ellyes Skhiri und Jonas Hector adäquat zu ersetzen. „Fakt ist, der FC war in einer wirtschaftlichen Situation, in der du als sportlich Verantwortlicher nicht sagst, du kannst aus dem Vollen schöpfen, sondern wo der Auftrag war, spare einen erheblichen Anteil des Kaderbudgets ein, um darüber das wirtschaftliche Überleben zu sichern“, erklärte Keller. „Das haben wir getan. Hätte man mit dem massiv reduzierten Budget, das ganz klar im letzten Drittel der Liga anzusiedeln ist, hätte man da bessere Personalentscheidungen treffen müssen. Und der Frage muss ich mich stellen.“

Der FC hat drei Optionen

Allerdings bleibt der Sportdirektor dabei, dass die Qualität des Kaders eigentlich ausreiche. „Der Kader hat schon ein paar Spieler, die wenn Sie denn an ihr Limit gehen überdurchschnittlich gute Bundesliga-Qualität auf den Platz bringen können. Wir haben schon ein paar Jungs, die das könnten. Aus unterschiedlichen Gründen bekommen es die Spieler, die den Karren ziehen könnten aber nicht hin“, so Keller. „Wir haben eine Mannschaft, die es deutlich besser kann, als das was wir gegen Darmstadt geleistet hat. Die Frage ist, warum sind etliche Spieler unter ihrem Leistungsniveau.“ Keller betont, dass es definitiv nicht an Timo Schultz läge. Den Trainerwechsel wollte der Sportdirektor nicht groß kommentieren, betonte, dass er nicht in den Rückspiegel schauen wolle.

Unter dem Strich droht aber der Gang in die Zweitklassigkeit. Und der ist mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden. Keller sprach von etwa 40 Millionen Euro. Aber: „Der 1. FC Köln wird auch in der 2. Bundesliga in der Lage sein, sich aus eigener Kraft zu tragen und ein positives Jahresergebnis zu erwirtschaften“, so Keller. Dennoch befürchten viele Fans einen Ausverkauf der Leistungsträger oder eine Personalflucht im Falle des Abstiegs. Die Sorge konnte der Sportdirektor den FC-Anhängern auch nicht vollends nehmen: „Es ist so, dass der eine oder andere Spieler eine Ausstiegsklausel hat oder vielleicht auch keinen gültigen Zweitliga-Vertrag. Man muss schauen, was am Saisonende passiert.“ Aufgrund der Transfersperre wird der FC aber auch nicht viel am Kader verändern können. Der FC habe im Grunde drei Möglichkeiten: „Die eine Option ist, dass die Leihspieler zurückkommen. Die meisten machen es sehr sehr gut. Es kommen sechs Spieler zurück“, sagte Keller. „Dann haben wir geliehene Spieler. Sollten wir Kaufoptionen haben, dann wäre es auch da statuarisch möglich, diese zu ziehen. Und die dritte Option ist es, mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs zu arbeiten. Mehr Optionen gibt es nicht.“  

Bilder vom Duell 1. FC Köln – SV Darmstadt 98


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann – Martel (66. Huseinbasic), Christensen (80. Uth) – Kainz (66. Schmitz), Alidou (46. Maina) – Waldschmidt (66. Tigges) – Adamyan – Tore: 0:1 Klarer (57.), 0:2 Vilhelmson (90.)


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Frust und Ratlosigkeit nach desaströser Pleite

Die Leistung des 1. FC Köln macht wenig Hoffnung auf mehr
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Frust und Ratlosigkeit nach desaströser Pleite

Nach dem 0:2 gegen den SV Darmstadt steht der 1. FC Köln einmal mehr am Abgrund zur 2. Bundesliga. Auf ein Wunder mögen nach der desaströsen Leistung wohl nur wenige hoffen.

Für den Trainer Timo Schultz und seine Mannschaft war ein Sieg gegen den Tabellenletzten eigentlich gesetzt. Mit dem Dreier wollten sie die Tabellensituation verbessern. Der Druck schien allerdings zu groß für die Spieler des 1. FC Köln. Die Angst war dem ideenlosen und gelähmt wirkenden Spiel anzusehen. Die verbleibenden vier Duelle muss der FC eine andere Leistung bringen, um noch punkten zu können.

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Timo Schultz wirkte seltsam konsterniert und doch irgendwie angefasst, als er seine Spieler nach dem 0:2 gegen den SV Darmstadt noch auf dem Feld zu einem Kreis zusammenrief. Der Blick der Spieler war ähnlich leer. Auch, als sich die Akteure nach der vermutlich mutmachenden Ansprache des Trainers den deutlichen Worten der Fans in der Südkurve stellten, waren die Blicke leer. Ratlosigkeit, Enttäuschung, Frust spiegelte sich in jedem einzelnen Gesicht wider. „Das Spiel mussten wir unbedingt gewinnen. Wir sind sehr enttäuscht“, sagte der sichtbar ergriffene Mark Uth später. Tatsächlich hätten die Geißböcke das Duell gegen Darmstadt gewinnen müssen, um sich wieder an Mainz und Bochum heranzuschieben. Gegen den Tabellenletzten war wohl nicht nur ein Großteil der Fans von drei Punkten ausgegangen. Doch daraus wurde nichts. „Heute war das qualitativ nicht ausreichend“, sagte Christian Keller.

Uth: „Wir hatten Angst, den Ball zu fordern“

Denn anders als noch gegen die Bayern erspielten sich die Kölner nur wenige gute Chancen. Faride Alidou traf nach knapp 20 Minuten den Pfosten, weitere zwingende Möglichkeiten hatten die Kölner im ersten Abschnitt nicht mehr. Da auch Darmstadt nicht sonderlich viel für die Vorwärtsbewegung tat, war die Begegnung über nahezu 90 Minuten das Spiegelbild der Tabellensituation. „Das war ein bitterer Auftritt von uns gegen einen überschaubar guten Gegner. Wir haben uns 95 Minuten einfach nicht getraut, vernünftig Fußball zu spielen“, erklärte Keller und benannte das Kernproblem der Kölner: die Angst. Der FC spielte wie gelähmt, behäbig, ideenlos, ängstlich. Und das gegen eine Mannschaft, die bis dahin erst zwei Saisonsiege gefeiert, aber 72 Gegentore kassiert hatte. Gegen Köln kam kein weiteres hinzu, weil Köln kein Mittel fand. Auch mit der Brechstange wollte nach dem 0:1 nicht mehr viel gelingen.

Schultz setzte auf die volle Offensive, brachte sogar für die letzten Minuten Mark Uth. Die besten Chancen im zweiten Abschnitt hatte vielsagend Jeff Chabot. Zunächst nahm der erschreckend schwach aufspielende Sargis Adamyan dem Abwehrchef den Ball vom Fuß, anschließend verfehlte der Innenverteidiger mit einem Drehschuss. Ansonsten kamen die Flanken nicht an, die Distanzschüsse verfehlten das Ziel, die Versuche aus kurzer Entfernung das Tor. Der FC war dieses Mal von einem Wunder wie gegen Bochum Lichtjahre entfernt. „Wir hatten Angst, den Ball zu fordern, wir wollten den Ball nicht haben. Wir haben nicht den Fußball gespielt, den wir normalerweise spielen können“, suchte auch Uth nach einer Erklärung. „Wenn du Angst hast vor dem Verlieren, dann wird es schwierig, irgendwann mal ein Spiel zu gewinnen.“ So warnte der Offensivspieler auch davor, sich mit einer ähnlichen Leistung gegen Mainz „Vier Dinger“ zu fangen.

Schultz: „Es sind noch genug Punkte im Sack“

Und obwohl das 0:2 wenig Anlass zur Hoffnung bot, noch nicht einmal eine Idee aufzeigte, wie sich Köln noch aus der Affäre ziehen kann, wollte Schultz den Klassenerhalt noch nicht abhaken. „Es sind noch genug Punkte im Sack, um eine Mannschaft vor uns einzuholen. Aber dafür brauchen wir eine andere Leistung“, sagte der Trainer, gab aber auch zu, dass die Leistung von Samstag nicht reichen würde. „Vielleicht ist das genau die Situation, die den Jungs den letzten Umschwung bringt, dass sie einfach sagen: ,Okay, jetzt ist auch alles egal, wir gehen jetzt einfach in jedes Spiel und brettern alles raus.'“ Vor dem Duell gegen Darmstadt sprach der Trainer noch davon, dass sich die schlechte Tabellensituation schon nach dem Spiel gegen die Lilien verändern würde. Schultz wird der Blick auf das Tableau nicht gefallen.  

Bilder vom Duell 1. FC Köln – SV Darmstadt 98


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann – Martel (66. Huseinbasic), Christensen (80. Uth) – Kainz (66. Schmitz), Alidou (46. Maina) – Waldschmidt (66. Tigges) – Adamyan – Tore: 0:1 Klarer (57.), 0:2 Vilhelmson (90.)


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„Wenn wir so spielen, kriegen wir vier Dinger“

Die Stimmen zum Darmstadt-Spiel
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„Wenn wir so spielen, kriegen wir vier Dinger“

Der 1. FC Köln verliert gegen den SV Darmstadt 98 mit 0:2. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem Mark Uth. Die Stimmen zum Darmstadt-Spiel.

Am Samstagnachmittag spielte der FC gegen den SV Darmstadt 0:2 und steht weiterhin mit 22 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz. Das Team von Timo Schultz konnte die wichtigen Punkt im Abstiegskampf nicht einfahren. Die Stimmen zum Darmstadt-Spiel.

Wir verlieren mit einem sehr sehr schlechten Auftritt hier zuhause 2:0 gegen Darmstadt. Das Spiel mussten wir unbedingt gewinnen. Wir sind sehr enttäuscht. Wenn du Angst hast vor dem Verlieren, dann wird es schwierig, irgendwann mal ein Spiel zu gewinnen. Der Unmut ist sehr verständlich. Wir hatten Angst, den Ball zu fordern, wir wollten den Ball nicht haben. Wir haben nicht den Fußball gespielt, den wir normalerweise spielen können. Auch im Training, manchmal spielen wir da ein Tiki-Taka, da denke ich mir „Wahnsinn“ und dann gehen wir hier raus und haben Angst. Das ist ein ganz ganz bitterer Abend. Wir spielen jetzt gegen Mainz nächste Woche. Und wenn wir so spielen, kriegen wir vier Dinger. Von daher müssen wir uns jetzt unter der Woche zusammenreißen und dann voll den Mut zusammennehmen und nach Mainz fahren. Wir haben nur noch eine Chance.

Mark Uth

Die Stimmen zum Darmstadt-Spiel

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Das war ein bitterer Auftritt von uns gegen einen überschaubar guten Gegner. Wir haben uns 95 Minuten einfach nicht getraut, vernünftig Fußball zu spielen. Da hat der Kopf wieder eine riesen Rolle gespielt. Ich hätte mir erhofft und erwartet, dass wir deutlich befreiter spielen. Das haben wir leider nicht hingekriegt. Die ersten 15 bis 20 Minuten waren glaube ich noch ganz okay, aber dann war einfach die Angst vor dem Verlieren zu groß. Rechnerisch ist alles drin. Schauen wir mal, was Mainz morgen macht. Bochum hat ja heute verloren. Wir haben ja noch vier Spiele. Wir werden jetzt nicht sagen, da ist nichts mehr möglich. Ganz im Gegenteil, warum sollen wir es nicht noch drehen? Wenn wir sagen würden, wir können es nicht mehr drehen, dann könnten wir jetzt auch aufhören. Wir haben wirklich eine sehr sehr schlechte Leistung abgerufen in dem Spiel, in dem es für uns um sehr sehr viel ging. Wo jeder hier im Stadion wusste, wir können wieder Anschluss finden an den Relegationsplatz oder sogar an einen direkten Nicht-Abstiegsplatz. Und wenn du dann so auftrittst, dann verstehe ich den Ärger der Zuschauer. Ich bin hauptverantwortlich, dann ist es auch nachvollziehbar, wenn diese Rufe kommen. Die Bereitschaft war da, aber natürlich war die Fähigkeit, das was an Plan mitgegeben wurde, umzusetzen, leider nicht da. Heute war das qualitativ nicht ausreichend. Grundsätzlich kann es die Mannschaft besser, aber sie bringt es leider nicht auf den Platz.

Christian Keller

Wir haben ein Spiel auf Augenhöhe gehabt und haben es nicht geschafft, uns klare Chancen rauszuspielen. Es fehlte letztendlich die Überzeugung vom Start an, das Ding hier auf jeden Fall zu ziehen. In allen Aktionen hat man gemerkt, dass so ein bisschen Angst mitschwingt. Tolles Stadion, tolles Publikum. Wir wissen, dass wir die Energie kriegen und trotzdem haben wir es heute nicht auf den Platz gekriegt. Das ist ein Vorwurf, den müssen wir uns gefallen lassen. Wir haben kein gutes Spiel hingelegt, das ist es, was wir uns ankreiden lassen müssen. Du kannst ja auch über fußballerische Inhalte Energie ziehen. Die Mannschaft wollte, hat wieder komplett Gas gegeben, aber die Mittel, die wir heute gewählt haben, waren einfach nicht gut genug. Dementsprechend haben wir uns ne Menge Chancen oder Schüsse herausspielen können, aber so richtig gefährlich ist davon keiner geworden. Es sind noch genug Punkte im Sack, um eine Mannschaft vor und einzuholen. Aber dafür brauchen wir eine andere Leistung. Da brauchen wir gar nicht anfangen, Punkte zu zählen, oder Spieltage, wir müssen anders Fußball spielen. Vielleicht ist das genau die Situation, die den Jungs den letzten Umschwung bringt, dass sie einfach sagen: „Okay, jetzt ist auch alles egal, wir gehen jetzt einfach in jedes Spiel und brettern alles raus.“ Das haben wir heute fußballerisch nicht geschafft.

Timo Schultz

Spielbericht

Einzelkritik

Sieben Fünfen – die Einzelkritik gegen den SV Darmstadt

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Sieben Fünfen – die Einzelkritik gegen den SV Darmstadt

Der 1. FC Köln kassiert gegen den SV Darmstadt 0:2 und steuert auf die 2. Bundesliga zu. Wirklich überzeugen konnte nur ein Feldspieler. So bewerten wir die Kölner Profis.

Nach einem weiteren erstaunlich schwachen Auftritt verliert der FC verdient gegen Darmstadt 0:2 und steuert auf die 2. Bundesliga zu. Ein ganz bitterer Nachmittag für den 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen den SV Darmstadt.

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Für den 1. FC Köln wird es nun ganz schwer. Gegen den SV Darmstadt kassierten die Kölner am 30. Spieltag in einer erschreckend schwachen Begegnung eine 0:2-Pleite. Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus. Dabei waren die Lilien alles andere als ein übermächtiger Gegner. Ganz im Gegenteil. Auch Darmstadt fiel nicht besonders viel ein gegen den FC. Die Geißböcke fanden in der Offensive aber so gut wie gar nicht statt – blieben für den erhofften Dreier zu schwach. Bezeichnend, dass Jeff Chabot noch zwei der wenigen Chancen hatte. Und die waren gar nicht schlecht.

So bewerten wir die FC-Profis gegen den SV Darmstadt

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

0:2 – FC erleidet bitteren Dämpfer im Abstiegskampf

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0:2 – FC erleidet bitteren Dämpfer im Abstiegskampf

Der 1. FC Köln hat einen weiteren herben Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen müssen. Die Geißböcke unterlagen im „eminent“ wichtigen Heimspiel dem SV Darmstadt 0:2.

Die Chancen auf den Klassenerhalt haben einen weiteren Dämpfer erlitten: Der 1. FC Köln verliert das Heimspiel gegen den SV Darmstadt 0:2. Christoph Klarer schockte die Kölner (57.) nach dem Wechsel, kurz vor Spielende erhöhte Oscar Vilhelmsson (90.). Der FC hat weiterhin vier Punkte Rückstand auf Mainz und fünf auf Bochum. Die Rheinhessen spielen am Sonntag gegen Freiburg.

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Timo Schultz wartete erwartungsgemäß mit keinen großen Überraschungen auf. Eric Martel rotierte zurück in die Startelf und nahm die Position neben Jacob Christensen ein, der den Vorzug vor Denis Huseinbasic erhielt. Dejan Ljubicic fehlte krank. Zudem saß Linton Maina zunächst auf der Bank, dafür startete Luca Waldschmidt hinter Sargis Adamyan. Und tatsächlich sorgte der Offensivspieler in den Anfangsminuten für ein wenig Wirbel. Zunächst wurde Waldschmidt an der Strafraumgrenze von den Beinen geholt, allerdings nicht strafwürdig. Anschließend stand der 27-Jährige bei einem Pass von Max Finkgräfe knapp im Abseits. Ansonsten probierten es Martel und Jan Thielmann in den Anfangsminuten aus Distanz, beide verzogen aber deutlich (8., 13.). Erstmals wirklich gefährlich wurde ein Versuch von Faride Alidou, der aus dem Gewühl abzog und nur den Pfosten traf (18.).

Klarer schockt den FC

Köln war zwar Spiel bestimmend, fand aber im letzten Drittel einmal mehr zu wenig statt, Darmstadt war vor allem auf eine geordnete Defensive aus. Mehr als ein harmloser Distanzschuss war in der ersten halben Stunde für die Lilien nicht drin. Doch auch Köln erzeugte so gut wie keine Torgefahr. Zwar war Adamyan nach einer guten halben Stunde mal durch, doch der Versuch mit der Pike ging aus kurzer Distanz erstaunlich weit am Tor vorbei (35.). Marvin Schwäbe bekam es in der 36. Minute erstmals mit dem Ball zu tun, als Martel einen harmlosen Versuch gefährlich abfälschte. Kurz vor dem Seitenwechsel kam noch einmal Jeff Chabot nach einer Flanke von Kainz zum Kopfball und Adamyan aus spitzem Winkel zum Abschluss, beide verfehlten deutlich (43., 45.). Es ging nach extrem schwachen 45 Minuten torlos in die Kabine, dafür aber mit den ersten Pfiffen.

Uth gibt sein Comeback

Schultz brachte zur zweiten Halbzeit Linton Maina für Alidou, der in den Anfangsminuten einen Ball abbekommen hatte. Der erste Abschluss gehörte den Gästen. Vilhelmsson zog aus zehn Metern ab, kein Problem für Schwäbe (46.). Auf der anderen Seite steckte Waldschmidt den Ball nahezu perfekt durch auf Adamyan, der an Marcel Schuhen vorbei dribbelte und am Tor erstaunlicherweise vorbeischoss (51.). Immerhin stand der Armenier knapp im Abseits. Aus dem Nichts meldeten sich die Gäste zu Wort. Nach einer Ecke bekamen die Kölner den Ball nicht geklärt, die Kugel landete vor den Füßen von Christoph Klarer, der einfach durch zahlreiche Kölner Abwehrbeine einschob (57.). Dem FC fiel weiterhin gar nichts ein. Dafür den Gästen. Tim Skarke war auf der rechten Seite nach einem Ballverlust von Max Finkgräfe durch, Mathias Honsak im Zentrum komplett blank, doch der Österreicher köpfte nach einer starken Flanke neben das Tor (63.).

Schultz brachte mit Steffen Tigges, Denis Huseinbasic und Benno Schmitz frische Kräfte. Doch das Bild änderte sich nicht wirklich. Köln war bemüht, erspielte sich aber weiterhin keine Torchancen. Nach einer Einzelaktion tauchte Jeff Chabot auf einmal im gegnerischen Sechzehner auf, tankte sich durch, doch der Abwehrspieler wurde im entscheidenden Moment von Adamyan gestört (73.). Eine Flanke von Thielmann landete bei Adamyan, der aus acht Metern erneut verfehlte (77.). Für die Schlussphase wechselte der Kölner Coach Mark Uth für Christensen ein. Der FC warf alles nach vorne, blieb aber weiterhin ohne zwingende Möglichkeiten. Am Sechzehner war für den FC Schluss. Auf der anderen Seite konterte Darmstadt die Kölner aus. Gerrit Holtmann scheiterte noch an Schwäbe, den Nachschuss verwandelte Vilhelmson sicher (90.). Unmittelbar vor dem Spielende hatte Chabot noch die beste Chance der zweiten Halbzeit, verfehlte das Tor aber auch (90.+4).

Der FC verliert gegen den SV Darmstadt 0:2. Zwar beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz weiterhin vier Punkte, allerdings spielt Mainz erst am Sonntag.

Bilder vom Duell 1. FC Köln – SV Darmstadt 98


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann – Martel (66. Huseinbasic), Christensen (80. Uth) – Kainz (66. Schmitz), Alidou (46. Maina) – Waldschmidt (66. Tigges) – Adamyan – Tore: 0:1 Klarer (57.), 0:2 Vilhelmson (90.)


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Statistik nach Spieltag 29: Die Hoffnung ist durchaus berechtigt

Die Konkurrenz hat die Kölner im Kampf um Platz 15 abgehängt: Eine Aufholjagd wird schwierig für den 1. FC Köln.
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Statistik nach Spieltag 29: Die Hoffnung ist durchaus berechtigt

Nach der 0:2-Niederlage gegen die Bayern ist der Rückstand zum Relegationsplatz auf vier Punkte angewachsen. Die Ausgangslage könnte für den FC besser sein. Doch die Statistik darf Köln Hoffnung machen.

Trotz einer achtbaren Leistung kassierte der FC am vergangenen Samstag eine verdiente 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern. Für die Kölner viel schlimmer: die Konkurrenz punktete. Deswegen darf der FC weiter hoffen.

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Nach dem emotionalen Finish gegen den VfL Bochum am 28. Spieltag brachte es Christian Keller auf den Punkt. „Wir waren fast weg und in der Nachspielzeit bist du auf einmal wieder voll in der Verlosung mit dabei“, sagte der Sportdirektor. Tatsächlich drohten die Kölner den Rückstand zum VfL auf satte zehn Zähler anwachsen zu lassen. Die direkte Rettung wäre wohl nur noch in der Theorie eine Option gewesen. Nach der 0:2-Pleite gegen die Bayern sind es allerdings wieder vier Punkte Rückstand zum Relegationsplatz, fünf zum rettenden Ufer. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel holte der Tabellenvorletzte an den letzten sechs Spieltagen der Saison im Schnitt weniger als sechs Punkte (5,8). Die Eintracht aus Frankfurt sammelte in der Spielzeit 98/99 sogar noch 13 Zähler ein, St. Pauli zwei Jahre zuvor keinen mehr. Auch der 1. FC Nürnberg ging gleich zwei Mal als Vorletzter in den letzten fünf Spielen leer aus.

FC immerhin noch mit drei direkten Duellen

Nach dem 29. Spieltag hat sich der FC bereits sechs Mal auf einem der letzten drei Plätze befunden. Durch den Erfolg über Bochum ist der drohende historische Tiefpunkt erst einmal abgewendet: Drei Mal war die Bilanz zum aktuellen Zeitpunkt schlechter, fünf Mal folgte nach einem Platz im Abstiegskeller der Abstieg. Vor drei Jahren belegten die Geißböcke fünf Spieltage vor Saisonende ebenfalls Rang 17, damals mit 23 Zählern. Mit zehn Zählern aus den verbliebenen fünf Spielen schafften es die Kölner bekanntlich noch in die Relegation. Zwar betrug der Rückstand auf die Ränge 15 und 16 zu dem Zeitpunkt nur zwei und einen Zähler, allerdings fingen die Geißböcke noch Werder Bremen, den 13. ab und der hatte sieben Punkte Vorsprung auf den FC. In der Spielzeit 17/18 war es ebenfalls der vorletzte Rang. Köln rutschte mit nur noch einem Punkt aus den fünf finalen Spielen auf Platz 18 ab.

Dass die direkte Rettung für den Vorletzten knapp vor Toreschluss gelingen kann, bewiesen bislang fünf Vereine. Nur einmal betrug der Abstand zu Platz 15 fünf Punkte. In zehn weiteren Fällen rettete sich der 17. immerhin noch auf den Relegationsplatz oder Rang 16. Und auch das ist ein kleiner Hoffnungsmacher. In den 25 Jahren Relegation gewann 19 Mal der Bundesligist. 14 Mal rettete sich dagegen der Tabellensechzehnte noch. Für den Vorletzten gab es also in 15 von 28 Jahren, also in mehr als der Hälfte der Fälle eine Verbesserung.

Für den Drittletzten gab es in den vergangenen 28 Jahren ebenfalls elf Rettungen. Immerhin stehen den Kölnern noch drei direkte Duelle gegen die Konkurrenz bevor. Positiv für Bochum: Obwohl sich in den 28 Jahren Drei-Punkte-Regel 15 Teams direkt retten konnten, musste der Tabellenfünfzehnte nur drei Mal in die Relegation und stieg drei Mal direkt ab. In neun Fällen hatte die Rettung der letzten drei keine Auswirkung auf den 15. Aber: Der VfL Bochum belegte in der Spielzeit 2009/10 nach dem 29. Spieltag ebenfalls Rang 15, damals mit 28 Zählern. Mit der gleichen Punktzahl ging es schließlich in Liga zwei.


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Auf den Tag genau vor drei Jahren leitete der FC die Wende ein – ein gutes Omen?

Auf den Tag genau vor drei Jahren leitetet der FC die Serie zum Klassenerhalt ein. Warum das Spiel gegen Darmstadt ein gutes Omen sein kann.
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Auf den Tag genau vor drei Jahren leitete der FC die Wende ein – ein gutes Omen?

Auf den Tag genau vor drei Jahren startete der FC als Tabellenvorletzter eine beeindruckende Aufholjagd. Zehn Punkte holten die Geißböcke aus fünf Spielen. Ein gutes Omen?

22 Punkte, 23 Tore und Tabellenplatz 17 lautet die Bilanz des 1. FC Köln nach dem 29. Spieltag. Auf den Tag genau vor drei Jahren lautete die Bilanz 23 Punkte, 27 Tore und ebenfalls Rang 17. Damals holten die Kölner zehn Zähler. Das könnte in dieser Spielzeit auch reichen.

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Die Reißleine, der Trainerwechsel waren gefühlt schon wieder verpufft. Die 0:3-Niederlage gegen Leverkusen hatte jedenfalls nicht viel von der erhofften Notbremse, der FC steuerte mit beeindruckender Geschwindigkeit auf die 2. Liga zu. 23 Punkte, gerade einmal 27 Tore, drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Die Vorzeichen vor dem 30. Spieltag am 20. April vor genau drei Jahren waren wahrlich keine guten, sie waren vor allem aber mit den aktuellen vergleichbar. Friedhelm Funkel hatte die Kölner auf der Zielgeraden übernommen. Spät, die Kölner Verantwortlichen hatten erstaunlich lange an Markus Gisdol festgehalten. Doch der in der jetzigen Spielzeit bereits frisch gebackene Meister verhagelte Funkel das Debüt. Der FC kassierte eine 0:3-Pleite, so wirklich wollten die Fans nicht mehr an die Rettung des FC glauben.

Ähnliche Ausgangslage wie vor drei Jahren

Mit drei Punkten Rückstand zum Relegationsplatz bogen die Kölner auf die Zielgerade der Spielzeit ein. Und das mit einem ordentlichen Brett vor der Brust. Schließlich spielten die Geißböcke noch gegen Leipzig, den Tabellenzweiten, der noch geringe Hoffnungen auf die Meisterschaft hatte sowie den SC Freiburg. Die Breisgauer liebäugelten noch mit der Europa League. Dazu drei Duelle gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Mit einem Geniestreich entzauberten die Kölner aber Leipzig. Funkel beorderte Jonas Hector in die Offensive, der eigentliche Linksverteidiger traf doppelt und stellte die Weiche auf Sieg. Doch das 2:1 war mehr als nur ein Erfolg, es war der Startschuss zur Rettung. Die Kölner holten in den letzten fünf Spielen noch zehn Punkte und retteten sich in die Relegation. Dort setzte sich der FC bekanntlich gegen Holstein Kiel dann souverän durch.

Auf den Tag genau drei Jahre später können die Kölner eine weitere Serie, eine weitere Rettungsaktion starten. Der Gegner ist dieses Mal das Tabellenschlusslicht Darmstadt 98. Der FC hat nur 22 Punkte und 23 Tore auf dem Konto, dazu auch vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Dafür ist das Restprogramm zumindest auf dem Papier ein leichteres als 2021. Zwar spielen die Kölner auch wie damals gegen den SC Freiburg sowie drei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf, das fünfte Duell findet aber nicht gegen ein Top-Team der Liga sondern gegen die Überraschungsmannschaft aus Heidenheim statt. Da die Konkurrenz auch noch einige direkte Duelle untereinander ausspielt, dürften zehn Punkte aus den verbliebenen fünf Duellen zum Klassenerhalt reichen.

Allerdings sind zehn Punkte aus fünf Spielen für eine Mannschaft, die im bisherigen Saisonverlauf 22 aus 29 Begegnungen gesammelt hat, eine ordentliche Aufgabe. Den Anfang müssen die Geißböcke am Samstag machen. Ob sich Timo Schultz einen ähnlichen Geniestreich einfallen lässt, ist eher unwahrscheinlich.


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

FC-Startelf gegen Darmstadt: Nur wenige Fragezeichen

So könnte der FC gegen den SV Darmstadt spielen
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FC-Startelf gegen Darmstadt: Nur wenige Fragezeichen

Nach der 0:2-Pleite gegen die Bayern steht für den 1. FC Köln am 30. Spieltag das Heimspiel gegen den SV Darmstadt auf dem Programm. Timo Schultz wird seine Mannschaft erneut umbauen müssen.

Am Samstag steht für den FC das erste Endspiel des Schlussspurts auf dem Spielplan. Es geht in das „eminent“ wichtige Spiel gegen den SV Darmstadt. So könnte der FC gegen den SV Darmstadt spielen.

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Ungewohnt offen zeigte sich Timo Schultz am Donnerstag auf der Pressekonferenz zum Thema seiner möglichen Startelf. Die Frage, ob Luca Waldschmidt ein Kandidat für die Anfangsformation sei, beantwortete der Kölner Trainer ohne große Umschweife mit einem knappen „Ja!“. Der 27-Jährige wird somit gegen den SV Darmstadt zum ersten Startelf-Einsatz des Jahres 2024 kommen. Und das mit großer Wahrscheinlichkeit in der Doppelspitze neben Sargis Adamyan, dem Schultz zu einer gewissen Form verholfen hat. Zwar sind die Leistungen des Armeniers von einigen Schwankungen begleitet, dennoch strahlt Adamyan aktuell wohl die größte Gefahr der Angreifer aus. Zumal Mark Uth möglicherweise wieder in den Kader rückt, aber definitiv kein Kandidat für die erste Elf ist.

Weitere Optionen für den FC

Dennoch stehen dem Kölner Coach somit weitere Optionen zur Verfügung, das Lazarett lichtet sich und doch stehen hinter einer möglichen Aufstellung gegen das Tabellenschlusslicht weniger Fragezeichen als noch in der Vorwoche. Große Veränderungen im Vergleich zur Bayern-Pleite sind jedenfalls nicht zu erwarten. So dürfte die Viererkette mit den beiden Außenpositionen Max Finkgräfe und Jan Thielmann stehen. In der Innenverteidigung wird Köln natürlich mit Timo Hübers und Jeff Chabot auflaufen. Eric Martel kehrt in die Startelf zurück, dafür fehlt Dejan Ljubicic krank. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Jacob Christensen nach ordentlichem Spiel gegen den Rekordmeister eine weitere Chance erhält. In der Offensive kommt Luca Waldschmidt zum Einsatz. Das wird wohl dazu führen, dass die linke Seite von Florian Kainz und die rechte von Faride Alidou beackert werden.

So könnte der FC gegen den SV Darmstadt spielen

Max Finkgräfe

Timo Hübers

Jeff Chabot

Jan Thielmann

Jacob Christensen

Eric Martel

Florian Kainz

Faride Alidou

Sargis Adamyan

Luca Waldschmidt

Infos zum kommenden Spiel des 1. FC Köln gegen Darmstadt

Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Darmstadt.
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Infos zum kommenden Spiel des 1. FC Köln gegen Darmstadt

Nach der 2:0-Niederlage gegen den FC Bayern München stehen für den FC die nächsten Begegnungen auf Augenhöhe auf dem Programm. Dazu empfängt Köln am Samstag den SV Darmstadt 98.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen die Lilien geschossen? Zahlen und Fakten zum Spiel des 1. FC Köln gegen Darmstadt.

Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Darmstadt.

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Darmstadt 98?

Erst zum 14. Mal treffen der 1. FC Köln und der SV Darmstadt 98 am Samstagnachmittag aufeinander. Die Bilanz spricht deutlich für die Geißböcke. Der FC gewann 10 der Partien, die 98er setzten sich in einer Begegnung durch. Zwei Partien endeten demnach unentschieden. Auch die Torbilanz spricht mit 21:6 für den FC. Auch in der Hinrunde konnte der FC gegen die Lilien durch eine Tor von Davie Selke einen Dreier einfahren.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln beim SV Darmstadt?

Das Spiel beginnt am Samstagnachmittag um 15:30 Uhr und wird daher von Sky übertragen. Zusammenfassungen gibt es am Samstag unter anderem in der „Sportschau“ und im „ZDF Sportstudio“.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen den SV Darmstadt?

Die Geißböcke gewannen bereits zwei Begegnungen gegen die Lilien mit 6:1. 1988 gab es in der ersten Runde des DFB-Pokals einen Kantersieg. Thomas Allofs erzielte alleine vier Tore. Auch Thomas Hässler und Olaf Janssen trafen. Für Darmstadt war Uwe Kuhl erfolgreich. Knapp 30 Jahre später wiederholten die Kölner dieses Ergebnis in der Liga. Allerdings in Darmstadt. Nach einem Eigentor von Aytac Sulu erhöhten Yuya Osako und Anthony Modeste. Sydney Sam verkürzte, doch erneut Osako sowie Milo Jojic und Artjoms Rudnevs trafen zum 6:1-Endstand.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen die Lilien?

Nur ein Spiel ging aus Kölner Sicht gegen Darmstadt verloren. Und das im April 2019. Serdar Dursun hatte Darmstadt in Führung gebracht, bevor Jhon Cordoba ausglich. Felix Platte entschied die Begegnung zu Gunsten der 98er.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Darmstadt?

Thomas Allofs, Anthony Modeste und Herbert Neumann waren alle jeweils vier Mal im FC-Dress gegen Darmstadt erfolgreich. Von den aktuellen Kölner Stürmern war nur Davie Selke im Hinspiel dieser Saison einmal gegen Darmstadt erfolgreich.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Darmstadt?

Timo Horn, Harald Schumacher und Bernd Cullmann trugen gegen den SV am häufigsten das FC-Trikot. Die ehemaligen Kölner Spieler kommen auf jeweils fünf Duelle gegen Darmstadt. Fabian Holland und Marcel Heller standen auf der anderen Seite bei 6 Spielen gegen den FC auf dem Platz.

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