Die magere Bilanz der Sommer-Transfers

Rasmus Carstensen hat es zur Stammkraft geschafft beim 1. FC Köln: So bewerten wir die Sommer-Transfers
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Die magere Bilanz der Sommer-Transfers

Acht Spieler hat der 1. FC Köln im vergangenen Sommer verpflichtet, zur Stammkraft hat es nur einer geschafft. Das hat verschiedene Gründe.

Im kommenden Sommer wird dem 1. FC Köln nur die Rolle des Zuschauers auf dem Transfermarkt bleiben. Im vergangenen Sommer verpflichtete der FC acht Spieler – wirklich überzeugen konnten nur wenige. 1. FC Köln: So bewerten wir die Sommer-Transfers.

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Seitdem Luca Waldschmidt in der vergangenen Woche wieder auf dem Platz des 1. FC Köln eine Einheit mit Ball absolviert hat, ist die Hoffnung groß, dass der Offensivspieler zum Saisonfinale den FC wieder unterstützen wird. Der ehemalige Nationalspieler hat noch kein Spiel unter Timo Schultz bestritten, zog sich zu Beginn des Jahres einen Anbruch des Wadenbeins zu und arbeitet seitdem an seinem Comeback. Auch gegen Augsburg wird der Angreifer wohl noch kein Thema sein. Noch im Sommer galt Waldschmidt als der Kölner Königstransfer, der Name auf der FC-Transferliste überraschte jedenfalls. Der 27-Jährige ist bekanntlich vom VfL Wolfsburg ausgeliehen, der FC hat eine Kaufoption und will diese dem Vernehmen nach auch ziehen. Die Ablöse wird auf eine Summe zwischen drei und vier Millionen Euro eingeschätzt.

Bescheidene Bilanz der Sommertransfers

Dabei verläuft die Leihe bislang alles andere als optimal. Der Offensivspieler kommt in der Liga auf 15 Einsätze, zehn davon in der Startelf und nur bei einem, beim 3:1-Erfolg über Gladbach, konnte Waldschmidt auch wirklich überzeugen. Zwei Tore hat der 27-Jährige für die Geißböcke erzielt. Die Bilanz sähe ohne die Verletzung sicherlich besser aus. Ob Waldschmidt über den Sommer hinaus beim FC bleibt, hängt wohl auch von der Ligazugehörigkeit ab. Dass Waldschmidt im Falle des Abstiegs in Köln bleiben will, ist wohl eher unwahrscheinlich – zumal sich in Wolfsburg auch die Trainersituation verändert hat.

Doch die Bilanz der Sommertransfers ist insgesamt beim FC sehr überschaubar. Sicher, weil die Transfersperre bereits über dem FC schwebte. Vielleicht auch, weil der Großteil der Investition von rund drei Millionen Euro in die feste Verpflichtung von Jeff Chabot (2,5 Mio. laut transfermarkt.de) floss. Jacob Christensen kommt auf sechs Einsätze, eine Einsatzzeit von 100 Minuten (davon 56 im Pokalspiel gegen Osnabrück). Der Däne, dem man ein so großes Talent nachsagt und den Timo Schultz nach eigener Aussage sehr nah an der ersten Elf sieht, wartet noch auf sein Startelf-Debüt in der Liga. Diese Option gibt es bekanntlich bei Philipp Pentke und Jonas Nickisch nur im absoluten Notfall. Die Rollen in der Keeper-Hierarchie sind klar verteilt. Und das nicht nur für die aktuelle Spielzeit. Jonas Urbig soll im Sommer zurückkommen und den Posten der Nummer zwei übernehmen.

Carstensen der einzige Stammspieler seit Saisonbeginn

Dominique Heintz kam noch knapp vor Toreschluss, sollte die Innenverteidigung noch einmal stärken und auch eine Option auf den Außenpositionen sein. Heintz stand auch einige Male unter Steffen Baumgart als Linksverteidiger in der Startelf, hat nach der Leistungsexplosion von Max Finkgräfe aber vorerst keine Chance mehr auf die Anfangsformation. Heintz kommt bislang auf acht Einsätze und 410 Spielzeitminuten. Leart Pacarada sollte aktuell zumindest die Nase gegenüber Heintz vorne haben. Doch auch der erste Neuzugang des Sommers ist beim FC nicht so richtig angekommen. Zunächst unter Baumgart noch gesetzt, dürfte der Außenverteidiger am vergangenen Wochenende beim 1:5 mal wieder von Beginn an ran, aber nur, weil Max Finkgräfe aufgrund personeller Engpässe in die Offensive rotierte.

Der gebürtige Aachener steht immerhin bei 17 Saisoneinsätzen und 1200 Einsatzminuten. Ein Faktor im Kölner Spiel sind von den acht Neuzugängen dagegen nur Rasmus Carstensen und Faride Alidou und damit ausgerechnet die beiden Akteure, die bei der Verpflichtung mit der größten Skepsis begrüßt wurden. Carstensen kam bei Gent in der vergangenen Spielzeit auf vier Kurzeinsätze, spielte beim belgischen Erstligisten gar keine Rolle. Eigentlich sollte der 22-Jährige den Backup für Benno Schmitz geben, schnell hatte Carstensen dem Routinier aber den Rang abgelaufen. Bis auf wenige Ausnahmen ist der Däne in der gesamten Spielzeit gesetzt. Alidou erhielt unter Steffen Baumgart zwar immer wieder Chancen, konnte aber keine davon nutzen und war schließlich außen vor. Mit seinen mittlerweile vier Saisontoren ist der 22-Jährige ein Hoffnungsträger im Kölner Offensivspiel.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es auch in der vergangenen Jahren nur wenige Akteure gegeben hat, die umgehend einschlugen. So verpflichteten die Kölner im Sommer 22 sieben neue Spieler, von denen Linton Maina und Eric Martel im Laufe der Saison zum Stammpersonal wurden, Denis Huseinbasic kam ebenfalls auf viel Spielzeit. Weitere Neuzugänge waren Sargis Adamyan, Steffen Tigges, Nikola Soldo und Kristian Pedersen. Im Jahr zuvor kamen unter anderem Marvin Schwäbe, Timo Hübers und Dejan Ljubicic.

Die Neuzugänge:

Rasmus Carstensen (23 Einsätze, 18 Startelf, 1680 Minuten): Der Däne erhielt viel früher als erwartet den Vorzug vor Benno Schmitz. Zwar ist der 22-Jährige in der Defensive nicht immer sattelfest, Carstensen macht in der Offensive ordentlich Tempo. Seine Flanken sind bislang noch keine Waffe. Vielleicht auch, weil die Kölner Offensive lahmt. Die Begegnungen gegen Leverkusen und Gladbach hatten wohl viel von dem, was sich Timo Schultz vorstellt.

Leart Pacarada (17 Einsätze, 12 Startelf, 1210 Minuten): War unter Steffen Baumgart zunächst lange gesetzt. Verspielte sich die Gunst offenbar in den Begegnungen gegen Leipzig und Lautern. Hatte es auch aufgrund seiner Verletzung zunächst schwer – vor allem aber, weil Max Finkgräfe seine Chance genutzt hat. Ist Finkgräfe fit, wird es Pacarada auch weiterhin schwer haben.

Luca Waldschmidt (17 Einsätze, 12 Startelf, 1030 Minuten): Arbeitet hart an seinem Comeback. Kam als Königstransfer nach Köln, konnte die Krise aber auch nicht verhindern und steckte wie einige andere Leistungsträger auch zunächst im Formtief. Fiel dann auch noch verletzt aus. Könnte nochmal ein Faktor werden.

Faride Alidou (18 Einsätze, 7 Startelf, 780 Minuten): Der große Gewinner des Trainer-Wechsels. Macht auch kein Hehl daraus, dass es für ihn unter Schultz besser läuft. Die bisherigen vier Tore geben dem Offensivspieler recht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist Alidou aktuell der gefährlichste Kölner. Hat nach wie vor seine Probleme mit dem ersten Kontakt, sein Tempo ist aber eine Waffe.

Dominique Heintz (8 Einsätze, 5 Startelf, 410 Minuten): Der Innenverteidiger spielte in den Überlegungen von Steffen Baumgart wohl eher auf der linken Abwehrseite eine Rolle. Dort ist Max Finkgräfe aber aktuell gesetzt. Da auch die Innenverteidigung mit Jeff Chabot, Timo Hübers und Luca Kilian gut aufgestellt ist, wird man den Routinier wohl nicht mehr allzu oft im Kölner Trikot auf dem Spielfeld sehen. Im Sommer läuft zudem der Vertrag aus.

Jacob Christensen (6 Einsätze, 1 Startelf, 100 Minuten): Wurde fälschlicherweise als Ersatz für Ellyes Skhiri angesehen. Eine Rolle, die der junge Däne nicht einnehmen konnte, aber auch nicht sollte. Dennoch haben sich die Kölner Verantwortlichen mehr von Christensen versprochen. Kommt auch weiterhin auf viel zu wenig Einsatzzeit.

Jonas Nickisch & Philipp Pentke: Die Rollen der beiden Keeper sind klar verteilt. Nickisch ist die aktuelle Nummer eins bei der U21, Pentke die Nummer zwei bei den Profis.



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Ist der Trainer-Effekt bereits verpufft?

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Ist der Trainer-Effekt bereits verpufft?

Unter Timo Schultz hat der 1. FC Köln wieder Selbstvertrauen getankt und trat meist deutlich stabiler auf. Viel Zählbares hat der neue Stil aber noch nicht eingebracht.

Seit Anfang Januar ist Timo Schultz nun Trainer der Geißböcke. Und seit dem Trainerwechsel tritt der FC meist sicherer, stabiler und selbstbewusster auf. Unterm Strich haben die Geißböcke unter Schultz auch erst acht Punkte eingesammelt für den 1. FC Köln: So effektiv ist der Trainerwechsel bis jetzt.

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Eine gewisse Parallele zum 0:6 in Leipzig im Oktober war am vergangenen Freitag bei der 1:5-Pleite im Heimspiel gegen die Sachsen nicht von der Hand zu weisen. Auch, wenn es lange 1:1 gestanden hatte und das Duell insofern auch in gewisser Weise offen war, waren die Kölner RB in so ziemlich allen Belangen unterlegen. Mit ein wenig mehr Kaltschnäuzigkeit und Präzision hätte Leipzig bereits zur Pause führen können, eigentlich sogar müssen. Köln war auch nicht in den ersten 60 Minuten mit dem Gegner auf Augenhöhe – abgesehen vom Ergebnis. Am Ende blieb die Gewissheit, dass RB in dieser Spielzeit eine Nummer zu groß ist und der FC wohl doch nicht jeder Mannschaft wehtun kann. So wie es Trainer Timo Schultz vor einigen Wochen betonte. So stellte Christian Keller nach der Begegnung fest, dass man sich nicht mit Leipzig in einer Liga befinde. Ist der Trainereffekt also bereits verpufft?

Zuletzt wieder Hurra-Fußball

Tatsächlich gibt es über die Sinnhaftigkeit eines Trainerwechsels bekanntlich unterschiedliche Meinungen. Studien belegen, dass der mittelfristige Effekt ein geringer ist. Meist spielt sich eine kurzfristige Entwicklung demnach irgendwo zwischen Selbstvertrauen und Motivation ab. Fakt ist, dass Schultz der Kölner Mannschaft eine gewisse Stabilität verliehen und sichtbar mehr Selbstvertrauen gegeben hat. Die defensive Kompaktheit steht den Kölnern gut zu Gesicht, der Offensivfußball von Baumgart wird dabei nicht gänzlich ignoriert. Doch ging den Kölnern gerade im Rheinderby die Balance verloren. Der FC erinnerte gegen die Borussia in der Offensive an den Hurra-Fußball von Schultz‘ Vorgänger, war aber in der Defensive auch ähnlich anfällig. Dennoch tritt Köln bislang anders auf.

Schultz mit schwachem Punkteschnitt

Der FC hamsterte so seit dem Amtsantritt von Schultz den ein oder anderen Zähler ein – auch gegen Großkaliber wie den VfB Stuttgart. Mittlerweile hat Schultz acht Punkte gesammelt, in der Rückrunde sind es sieben. Zum selben Zeitpunkt waren es in der Hinrunde beim FC vier. Und doch sind die bisherigen acht Punkte zu wenig. In der Schultz-Tabelle, also seit dem Amtsantritt des neuen Coachs belegt der FC den 16. Rang, nur Tabellenschlusslicht Darmstadt ist mit drei Zählern schlechter, genauso wie der VfL Wolfsburg mit sechs Punkten. Die Wölfe entließen bekanntlich am Wochenende Niko Kovac aufgrund der schwachen Punkteausbeute. Immerhin kommt der direkte Konkurrent Mainz im gleichen Zeitraum nur auf neun Zähler. Schultz kommt somit auf einen Punkteschnitt von 0,8 pro Spiel und ist damit nur knapp besser als Steffen Baumgart (0,63). Von den aktuellen Bundesliga-Trainern ist nur der Schnitt von Torsten Lieberknecht von Darmstadt noch schwächer.

Und doch ist es für Schwarzmalerei noch deutlich zu früh. Denn das Kölner Restprogramm lässt auf mehr Punkte hoffen. Unter anderem spielt der FC noch gegen die direkte Konkurrenz. In den verbleibenden acht Spieltagen trifft der FC auf Mannschaften, die im Schnitt Rang elf (11,375) belegen. Das ist mit unter anderem den Bayern zwar sicher nicht das leichteste Restprogramm der Bundesligisten, aber eins, bei dem der FC durchaus noch punkten kann. Die Grundlage holt Timo Schultz nun in Spanien aus der Mannschaft.



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Di Salvo über Finkgräfe: „Wir haben Max natürlich auf dem Zettel“

Max Finkgräfe ist für U21-Bundestrainer Antonio Di Salvo ein Thema.
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Di Salvo über Finkgräfe: „Wir haben Max natürlich auf dem Zettel“

Im Gegensatz zu Jan Thielmann und Eric Martel wurde Max Finkgräfe nicht in den Kader der U21 des DFB berufen. Bundestrainer Antonio Di Salvo erklärte am Nachmittag die Gründe.

Erst vor wenigen Wochen hat Max Finkgräfe seinen Wunsch geäußert, für ein Juniorenteam des DFB aufzulaufen. Der Traum ging in dieser Länderspielphase nicht in Erfüllung. Doch Max Finkgräfe ist für U21-Bundestrainer Antonio Di Salvo ein Thema.

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Für Max Finkgräfe gab es vor dem Abflug nach Spanien am Montagvormittag noch schnell eine Zahnbürste einer Pixar-Film-Figur am Flughafen. Ob der Kölner Youngster auf der Suche nach Ersatz war oder einfach ein Fan des Kinofilms „Cars“ ist, ist nicht bekannt. Das passende Bild dazu veröffentlichte die Social-Media-Abteilung der Geißböcke am Mittag. In Bezug auf die ausgebliebene Länderspiel-Nominierung der U21 ist das Souvenir wohl ohnehin nur ein schwacher Trost. Denn im Gegensatz zu Jan Thielmann und Eric Martel ist der 19-Jährige nicht im Aufgebot der DFB-Auswahl. Und das, obwohl Finkgräfe erst vor wenigen Wochen im FC-Podcast von Radio Köln seinen Wunsch von einer Nominierung äußerte. Nun ging es für Finkgräfe mit dem FC nach Spanien ins Kurztrainingslager.

„Wir haben schon mit ihm gesprochen“

Finkgräfe ist mittlerweile beim FC Stammspieler, bringt konstant gute Leistungen. So gut, dass TV-Experte Lothar Matthäus bereits den Jonas-Hector-Vergleich anstellte und den Youngster in den Dunstkreis der A-Nationalmannschaft heben wollte. Für Antonio Di Salvo scheint die Leistung nicht ausgereicht zu haben – zumindest noch nicht. „Natürlich ist es so, dass wir Finkgräfe auf dem Zettel haben und schon mit ihm gesprochen haben“, sagte der U21-Bundestrainer auf der Pressekonferenz vor den Länderspielen gegen den Kosovo (Freitag, 18 Uhr) und Israel (Dienstag, den 26.3., 18 Uhr). „Wir haben sehr viele linke Außenverteidiger zur Verfügung, nicht nur Finkgräfe: Luca Netz, der viel spielt, Nathaniel Brown, der sich schon bei uns gezeigt hat, oder Tom Rothe“, zitiert der Kicker.

Tatsächlich scheint es im Nachwuchs die Baustelle linker Verteidiger im Gegensatz zu der Dauer-Baustelle in der A-Nationalmannschaft nicht zu geben. Die Entscheidung war also keine gegen Finkgräfe, sondern für die gewisse Routine. „Gerade in der Viererkette wollte ich aber nicht zu viele Experimente machen“, erklärte Di Salvo weiter. Der Bundestrainer stellte auch klar, dass die Nicht-Nominierung nicht auf Wunsch der Kölner erfolgt sei. „Der. 1. FC Köln hat uns nicht darum gebeten. Wir sind im Austausch, aber es war ganz klar die Entscheidung von uns“, sagte der Bundestrainer, der die Tür für Finkgräfe und weitere Debütanten aber öffnete. Vorerst muss der Youngster auf eine Nominierung verzichten. Ärgern wird man sich in Köln darüber nicht. Schließlich wird der Linksverteidiger dringend für das Saisonfinale gebraucht. 



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Einstimmen aufs Saisonfinale – ohne einige Stammkräfte

1. FC Köln: Wie sinnvoll ist das Trainingslager?
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Einstimmen aufs Saisonfinale – ohne einige Stammkräfte

Am Montag reist der FC in ein Kurztrainingslager nach Spanien. Dort wollen sich die Kölner auf das Saisonfinale einschwören. Es werden allerdings einige wichtige Spieler fehlen.

Über die Sinnhaftigkeit von Trainingslagern gibt es unterschiedliche Meinungen. Der FC will sich in Spanien den nötigen Schliff für die restlichen Saisonspiele holen. Doch einige Stammspieler verpassen die Einheiten des 1. FC Köln: Mit diesen Spielern reist der FC ins Trainingslager.

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Die Wetteraussichten sind schon mal gut. Rund 25 Grad, wenn überhaupt leicht bewölkt ist für die kommenden Tage für Algorfa vorausgesagt. Bei fast schon sommerlichen Temperaturen bereitet sich der 1. FC Köln in Spanien in den kommenden Tagen auf den Saisonendspurt vor. Und der wird für die Geißböcke bekanntlich von großer Bedeutung sein. Bei einem Zähler Rückstand auf Rang 17, sieben auf Rang 16 ist die Ausgangslage vor den letzten acht Saisonspielen klar. Köln braucht Punkte, vor allem aber Siege, um die Wende doch noch zu schaffen. Am Montag geht es ab Düsseldorf los, am Samstag kehrt der FC zurück. „Die Ziele sind klar, wir wollen einen Cut machen und wollen uns nun für den Rest der Saison gut vorbereiten. Wir werden im Detail arbeiten, die Kernthemen mit der Mannschaft besprechen und auch neben dem Platz etwas gemeinsam unternehmen“, so Timo Schultz.

Vier Spieler auf Länderspielreise

Dabei hatte der Kölner Trainer kurz nach seinem Amtsantritt betont, dass er kein Freund von großartigen Teambuilding-Maßnahmen sei. Darum soll es in Spanien auch gar nicht gehen. Kopf frei bekommen, Tapetenwechsel ist angesagt. Weit weg von der Krise soll die Misere für ein paar Tage in Vergessenheit geraten. Der FC will in den verbliebenen Spiele anders als zuletzt auftreten. „Im Rest der Saison werden wir ein anderes Gesicht zeigen. Für uns wird es darum gehen, nicht nur auf Augenhöhe zu sein, sondern auch Spiele zu gewinnen. Das ist der entscheidende Schritt. Wir haben alles in der eigenen Hand, deswegen gehen wir das sehr optimistisch an“, sagt Schultz. Dabei bieten die sportlichen Voraussetzungen vor dem Endspurt nur wenig Grund für Optimismus. Denn am vergangenen Wochenende stürzte der FC mit dem verdienten 1:5 gegen Leipzig wieder auf einen direkten Abstiegsplatz ab.

Wie sinnvoll der Kurztrip nach Spanien wirklich ist oder dann war, wird sich erst in den Begegnungen zum Saisonfinale zeigen. Immerhin haben es die Kölner dann mit vermeintlichen Gegnern auf Augenhöhe zu tun. Bis auf die Bayern ist das obere Tabellendrittel gespielt. Im Saisonfinale liegt jedenfalls eine Chance. Fakt ist aber auch, dass zwar weniger als wohl angenommen, aber doch einige Leistungsträger mit den Nationalmannschaften unterwegs sind. Jan Thielmann und Eric Martel weilen bei der U21 des DFB, Denis Huseinbasic ist mit dem Team von Bosnien und Herzegowina und Leart Pacarada mit dem des Kosovo unterwegs. Drei der vier Akteure gehören bei Timo Schultz zum Stammpersonal. “Wir hätten uns in dem Fall gewünscht, dass überhaupt keiner nominiert wird”, sagte Sportchef Christian Keller. Immerhin wurden Dejan Ljubicic und Florian Kainz nicht für die Länderspiele Österreichs nominiert. Florian Kainz fehlte am Montag bei der Abfahrt, soll aber nachreisen.

Fallen weitere Spieler aus?

Kainz ist am Samstag zum zweiten Mal Vater geworden. Ljubicic und Linton Maina fehlten zuletzt krank, sind aber mit dabei. Ob die beiden bereits am Abend bei der ersten Trainingseinheit in Spanien voll eingreifen, ist offen. Auch Marvin Schwäbe erwartet weiteren Nachwuchs und bleibt zu Hause. Dass aber gerade das Kölner Zentrum nicht vor Ort ist, ist alles andere als optimal.

Luca Waldschmidt reist zwar mit nach Spanien, soll aber erst an das Mannschaftstraining herangeführt werden. Mark Uth und Justin Diehl sind nicht mit dabei. Ex-Trainer Steffen Baumgart war kein großer Freund von Winter-Trainingslagern, sprach in der Vergangenheit davon, dass durch die An- und Abreise wertvolle Tage verloren gingen. Im Herbst 2022 – in der WM-Winterpause – reiste der FC in die USA – allerdings eher aus wirtschaftlichen Marketinggründen. Nun liegt der Fokus ganz klar auf den kommenden acht Wochen. Das wird auch nötig sein.



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Marvin Obuz überragt bei Essener 4:0-Gala

Wie geht es mit den Kölner Leihspielern weiter?
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Marvin Obuz überragt bei Essener 4:0-Gala

Im kommenden Sommer kehren die sechs Leihspieler zum FC zurück. Ob sie dem FC aber trotz der Transfersperre wirklich weiterhelfen, wird sich erst noch zeigen müssen. Marvin Obuz ist aktuell in bestechender Form.

Sechs Spieler hat der 1. FC Köln verliehen, um den Akteuren Spielpraxis zu ermöglichen. Spieler und Club sollen davon profitieren. Doch wird dem FC jeder Akteur auch weiterhelfen? Wie geht es mit den Kölner Leihspielern weiter?

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Die Ansage nach der Bestätigung der Transfersperre war eigentlich eindeutig. Der 1. FC Köln werde und müsse in Zukunft wohl auf den eigenen Nachwuchs, aber auch auf seine Leihspieler bauen, die im kommenden Sommer dann als die eigentlichen Neuzugänge bei den Geißböcken gehandelt werden. Ob der FC allerdings wirklich alle Akteure dann auch in den Kader integrieren wird, ist offen, hängt sicherlich auch mit der Zugehörigkeit der Klasse, aber vor allem mit den Leistungen der jungen Akteure zusammen. Die Rolle von Jonas Urbig als künftige Nummer zwei ist zwar klar definiert, doch je nach Ausgang der aktuellen Saison könnte auch schon mehr für den Keeper drin sein. Denn ob Marvin Schwäbe auch im kommenden Jahr den Geißbock auf der Brust trägt, hängt wohl von dem Klassenerhalt ab.

Urbig künftig mehr als nur Nummer zwei?

Urbig spielt ohnehin trotz anhaltender Fürther Krise eine überragende Saison, scheint bereit für eine größere Herausforderung. Auch Tim Lemperle kommt bei den Franken auf viel Spielzeit. Aktuell ist der Angreifer verletzt, spielte daher beim 0:1 gegen Hansa Rostock am Sonntag keine Rolle, soll aber nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung stehen – ausgerechnet dann spielt Fürth gegen den Kölner Ex-Trainer Steffen Baumgart und den Hamburger SV. Lemperle ist zwar Stammspieler bei der Spielvereinigung, seinen letzten seiner bisherigen vier Treffer erzielte der Angreifer aber im vergangenen Jahr für das Kleeblatt.

Auch der Motor von Maxi Schmid ist in den vergangenen Wochen deutlich ins Stocken geraten. Der Angreifer war im Sommer zu Roda Kerkrade gewechselt und bereits als Shootingstar gefeiert. Doch zuletzt kam der 21-Jährige nicht mehr über die Rolle des Jokers hinaus. Auch Schmid hat seit Dezember nicht mehr getroffen. Keine Rolle spielt weiterhin Nikola Soldo beim 1. FC Kaiserslautern. Der Innenverteidiger stand unter Friedhelm Funkel nicht einmal im Kader – im Gegensatz zu Mathias Olesen, der nach überstandenem Infekt zuletzt wieder auf dem Feld stand.

Obuz an drei Toren beteiligt

So wirklich rund liefen die vergangenen Wochen für Rot-Weiss Essen nun wahrlich nicht. Der Traditionsclub hatte einen starken Saisonstart hingelegt, sich etwas überraschend in der 3. Liga in den Kreis der Aufstiegskandidaten gespielt, in den vergangenen Wochen aber ein wenig eingebrochen. Nach vier sieglosen Spielen in Serie meldete sich RWE eindrucksvoll zurück. Angeführt von dem überragenden Marvin Obuz fertigte Essen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund 4:0 ab. Obuz war an drei der vier Toren beteiligt. Die Kölner Leihgabe bereitete zwei Treffer vor, holte den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:0 heraus, war nur durch ein Foul zu stoppen. Mit seinen sieben Toren und 13 Vorlagen an nahezu der Hälfte der RWE-Tore beteiligt. Bei RWE würde man den Offensivspieler gerne halten, doch in der aktuellen Form ist Obuz auch für den FC ein Gewinn, könnte endlich den Durchbruch schaffen.



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Wieder einige FC-Spieler auf Länderspielreise

Denis Huseinbasic geht auf Länderspielreise.
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Wieder einige FC-Spieler auf Länderspielreise

Nach der derben 1:5-Pleite gegen RB Leipzig geht es für den Großteil des 1. FC Köln ins Trainingslager nach Spanien. Einige der FC Spieler werden allerdings nicht mit von der Partie sein. Sie begeben sich auf Länderspielreise mit den jeweiligen Nationalmannschaften.

Für Florian Kainz und Dejan Ljubicic steht der pünktliche Beginn des Trainingslagers zwar noch auf der Kippe, allerdings nicht, weil Sie die österreichische Nationalmannschaft unterstützen. Andere FC-Profis fehlen in Spanien aber auf Grund von Einsätzen für ihr jeweiliges Land. Diese FC-Spieler gehen auf Länderspielreise.

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Ob Florian Kainz und Dejan Ljubicic mit dem 1. FC Köln am Montag Richtung Spanien aufbrechen, soll erst kurzfristig entschieden werden. Bei Kainz steht die Geburt des zweiten Kindes an. Ljubicic hatte sich unter der Woche krank gemeldet. Genauso wie bei Linton Maina muss entschieden werden, ob das Trainingslager Sinn macht. Kainz und Ljubicic wären ohnehin wohl lieber zwar ebenfalls nach Spanien, aber in einen anderen Flieger gestiegen. Denn auch die Nationalmannschaft Österreichs arbeitet die kommenden Tage unter der Sonne. Wie berichtet, sind die beiden FC-Profis nicht für die Länderspiele gegen die Slowakei und die Türkei berücksichtigt worden.

Auch andere FC-Spieler fehlen in Spanien

Weitere FC-Profis werden in der kommenden Woche allerdings bei ihren Nationalmannschaften sein und das Trainingslager verpassen. Jan Thielmann und Eric Martel stehen für die U21 Nationalmannschaft im Kader. In der EM-Qualifikation trifft das deutsche Team am 22. März auf die Mannschaft aus dem Kosovo, am 26. März geht es gegen Israel. Die Nominierung der beiden war keine sonderliche Überraschung. Martel führte das deutsche Team zuletzt als Kapitän an. Thielmann ist schon lange Stammspieler. Überraschend dagegen ist die Nicht-Nominierung von Max Finkgräfe. Der 19-Jährige überzeugte zuletzt durch starke Leistungen, ist beim FC mittlerweile Stammspieler. Der Linksverteidiger wurde aber weder für die U20 noch für die U21 des DFB nominiert. Offenbar aber auf Wunsch der Geißböcke. Dem Vernehmen nach sollen die FC-Bosse sich beim DFB für das Trainingslager und gegen das Länderspiel-Debüt ausgesprochen haben. Finkgräfe hatte in der Vergangenheit angedeutet, dass es ein großer Wunsch sei, für eine der deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaften aufzulaufen.

Im vergangenen Sommer lief auch Denis Huseinbasic noch für die deutsche U21 auf. Der 22-Jährige ist nun in den Kader für die A-Nationalmannschaft berufen worden. Aber nicht für die Deutsche. Wie berichtet, hat sich der 22-Jährige für die Auswahl von Bosnien und Herzegowina entschieden. Für den Mittelfeldspieler steht auch nicht unwichtige Spiele auf dem Plan. Das Team spielt um die EM-Teilnahme und trifft im Playoff-Halbfinale am 21. März auf die Ukraine. Mit zwei Siegen würde Huseinbasic dementsprechend an dem Turnier in seinem Geburtsland teilnehmen. Ebenfalls nominiert ist Leart Pacarada für den Kosovo. Die Testspiele gegen Armenien und Ungarn finden am 22. und 26. März statt. Bei Pacarada ist es die Rückkehr in die Nationalmannschaft. Der Linksverteidiger verpasste die Spiele im Oktober und November.



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Sargis Adamyan: Zwischen Freud und Leid

Darum ist Sargis Adamyan ein Hoffnungsträger
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Sargis Adamyan: Zwischen Freud und Leid

Noch im Winter galt Sargis Adamyan als möglicher Wechselkandidat beim 1. FC Köln. Aktuell ist er in der Offensive der Geißböcke gesetzt. Und könnte auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Er wurde als vermeintlicher Königstransfer an den Rhein geholt, mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet – für den FC hat sich der Transfer bislang nicht gelohnt. Das könnte sich nun ändern. Darum ist Sargis Adamyan ein Hoffnungsträger

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Eine große Last wird es schon gewesen sein, die sich von der Schulter des Kölner Angreifers befreit hat. Als Sargis Adamyan gegen RB Leipzig zum zwischenzeitlichen 1:1 traf, nahm der Stürmer Anlauf, setzte zum Sprung an und riss die Faust in die Höhe. Die Freude galt natürlich dem Ausgleich. Sicher aber auch der langen Zeit ohne Treffer. Unter Timo Schultz zeigt die Formkurve des Armeniers deutlich nach oben. Schon gegen Leverkusen war Adamyan einer der besseren Kölner Spieler, präsent, gefährlich vorm Tor, auch, wenn es nicht zu einem Treffer reichte, er die beste Möglichkeit vergab. Gegen Gladbach machte der 30-Jährige viele Bälle fest, verteilte die Kugel und gegen Leipzig traf Adamyan auch wieder. In der Liga zum ersten Mal seit September 2022. Damals erzielte der Stürmer beim 4:2 gegen Wolfsburg ein Tor. Der Armenier ist neben Faride Alidou wohl der größte Gewinner des Trainerwechsels.

Unter Baumgart keine Rolle

Unter Steffen Baumgart war Adamyan im Grunde ausgemustert, spielte vor allem ab Herbst keine Rolle mehr. Das aber auch nicht unbegründet. Adamyan konnte nur selten überzeugen. Und das eigentlich schon seit seinem Wechsel nach Köln, als er 2022 als vermeintlicher Königstransfer plötzlich im Trainingslager in Donaueschingen auftauchte. Gleich mehrfach wurde Adamyan als möglicher Wechselkandidat gehandelt. Zuletzt im vergangenen Winter. Einen Abnehmer gab es aber nicht. Umso beeindruckender, was Timo Schultz bislang und in den wenigen Wochen aus dem Angreifer herausgeholt hat. Ob Adamyan die Form beibehält, ist offen. Schließlich war auch die Vorbereitung auf diese Sommer eine gute für den Armenier. Die Leistungen, die der Angreifer in den Testspielen abrief, waren bereits im ersten Pflichtspiel dahin.

Mit dem Tor gegen Leipzig endete also die lange Durststrecke des Angreifers. „Es freut mich ungemein, dass er jetzt einen reindrücken konnte”, sagte Schultz. “Wir werden Sargis brauchen. Er hat einen Torriecher.” Die Freude teilte der Angreifer allerdings nicht. Nach dem Spiel schlich Adamyan sichtbar angeschlagen vom Platz, war frustriert. „Ich kann mich nicht über das Tor freuen. Es ist wirklich schade“, sagte Adamyan angesichts der bitteren Pleite. „Ich denke die erste Halbzeit haben wir gut mitgehalten. In der zweiten Halbzeit fallen wir leider auseinander und das darf uns nicht passieren.“ So kassierten die Kölner drei Treffer in acht Minuten und am Ende eine auch in dieser Höhe verdiente 1:5-Klatsche. Und doch bietet ausgerechnet Adamyan Grund für Optimismus.

Der 30-Jährige scheint zumindest aktuell seine Rolle beim FC gefunden zu haben und könnte auch neben Zielstürmer Davie Selke eine wichtige Rolle werden. Wenn er denn dieses Mal seine Leistung kompensieren kann. Unter Baumgart war das Spiel auf Flanken ausgelegt, eine Taktik, die nicht unbedingt zu Position und Spielweise von Adamyan passt. Der spielerische Fokus des Trainers, auch mal den Weg durch das Zentrum zu suchen, mit flachen Hereingaben zu agieren, liegt Adamyan offensichtlich mehr.



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Kommentar: Das Trainingslager als Chance – wohl die letzte

1. FC Köln: Kommentar zur Situation des FC
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Kommentar: Das Trainingslager als Chance – wohl die letzte

Nach der 1:5-Niederlage des FC gegen RB Leipzig am Freitagabend und den bisherigen Ergebnissen des 26. Spieltags stehen die Geißböcke auf Tabellenrang 17. Das Trainingslager ist die Chance, noch einmal etwas zu verändern. Es ist wohl die letzte Chance. Ein Kommentar.

Noch acht Spieltage bleiben dem FC, um die direkte Konkurrenz hinter sich zu lassen und zumindest den Relegationsplatz zu belegen. Von den Top-Mannschaften trifft Köln nur noch auf die Bayern und Mainz hat lediglich einen Zähler Vorsprung. Für Schwarzmalerei ist es immer noch zu früh beim 1. FC Köln: Kommentar zur Situation des FC.

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1:5! Die Landung auf dem Boden der Realität war für den FC am Freitagabend eine besonders harte. RB Leipzig hat die Geißböcke mit seinem schnellen Offensivfußball an zahlreiche Grenzen geführt und dem Zuschauer schonungslos aufgezeigt, dass eben doch noch dieselbe Mannschaft auf dem Platz steht wie noch vor dem Jahres- und Trainerwechsel. Leipzig hat den Kölnern erbarmungslos die Fehler der vergangenen Kaderplanungen und einige individuelle Schwächen offen gelegt – wieder einmal. So, wie im Hinspiel in Leipzig. Der von Timo Schultz oft zitierte Begriff von Augenhöhe mag möglicherweise Definitionssache sein. Mindestens gegen Leipzig waren die Kölner sehr weit entfernt von gleichwertig – der Definition, die der Duden vorschlägt. Dennoch war es erstaunlich, dass die unter Schultz eigentlich stabile Defensive dermaßen auseinanderfiel. Wenn es auch die ersten Anzeichen dafür schon gegen Gladbach gegeben hat.

FC nur noch auf dem 17. Tabellenplatz

Ein Ausreißer? Zumindest sprach Christian Keller später davon, dass Leipzig eben in einer anderen Klasse spiele. Sportlich hat der Sportdirektor mit dieser Aussage definitiv recht, faktisch spielen die Geißböcke mit RB in einer Liga – wenn auch alles andere als klar ist, wie lange noch. Denn das ohnehin schon bittere 1:5 brachte noch den ein oder anderen unerfreulichen Nebenschauplatz mit sich. Nachdem Mainz am Samstag gegen Bochum gewann, belegt der FC nun den 17. Tabellenrang und damit einen direkten Abstiegsplatz. Und damit nicht genug, die Kölner büßten gleich sechs Minuspunkte in Sachen Tordifferenz auf Mainz ein, haben nun -27, der direkte Konkurrent kommt auf -24. Das Ziel, auf dem Relegationsplatz in die Länderspielpause zu gehen, wurde also verfehlt.

Auch, wenn der Kölner Hintermannschaft gegen Leipzig die Stabilität fehlte, der FC im Rückspiel gegen RB viel von den Kölnern des Hinspiels hatte und die Geißböcke dem Gegner schon vor den drei Gegentreffern in acht Minuten hoffnungslos unterlegen waren, für Schwarzmalerei ist es weiterhin zu früh. Es sind noch acht Spiele, es gibt noch Punkte zu holen, Mainz ist nur einen Zähler entfernt und Köln hat fünf der Top-Sechs schon zwei Mal bespielt. Zwar wird Timo Schultz nicht müde zu betonen, dass man mit einer kleinen Serie, sich auch ganz schnell wieder ein wenig befreien könne. Der Fokus muss aber nur noch auf Rang 16 und einer Saisonverlängerung liegen. Der Trainer hat aber bereits bewiesen, dass er auf Situationen schnell eine passende Antwort findet. Er wird auch jetzt gegenüber seiner Mannschaft den richtigen Ton anschlagen, das Team aufbauen.

Trainingslager als Chance

Zudem funktionieren unter dem Trainer Mannschaftsteile, die unter Steffen Baumgart keine Rolle mehr spielten. Einige Langzeitverletzte kehren wieder auf den Platz zurück, werden dem Kader wieder mehr Breite verpassen. Es ist noch nichts verloren, auch wenn sich der FC bis zum Saisonende wird noch ganz schön strecken müssen. Wenn man dem 1:5 etwas positives abgewinnen will oder kann, dann ist es der Zeitpunkt. Nach dem 0:6 im Hinspiel wirkte der FC wie ein angeschlagener Boxer, der sich von Spieltag zu Spieltag, von Runde zu Runde rettete. Der FC strauchelte. Nun verabschieden sich die Kölner mit der deutlichen Pleite ins Kurztrainingslager: Tapetenwechsel, Köpfe frei kriegen in Spanien. Timo Schultz hat also genug Zeit, die Mannschaft noch einmal neu einzustellen, den Reset-Knopf zu drücken. Es ist aber auch der letzte Pfeil, die Mannschaft noch einmal in eine andere Richtung zu lenken.


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Einzelkritik

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Mark Uth: Keller dementiert Gerüchte um frühzeitiges Karriere-Ende

Der FC bestätigt aber einen Rückschlag bei Mark Uth.
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Mark Uth: Keller dementiert Gerüchte um frühzeitiges Karriere-Ende

Für Mark Uth läuft die aktuelle Saison alles andere als rund. Der Angreifer ist nach wie vor verletzt. Nun gab Christian Keller ein Update. Und das klingt verheißungsvoll.

Mark Uth wird dem FC weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Nach der letzten Wasserstandmeldung wurde bereits über ein Karriere-Ende spekuliert. Nun aber die Wende bei Mark Uth: Christian Keller dementiert Spekulationen über Karriere-Aus.

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Das Debakel gegen RB Leipzig verfolgte Mark Uth auf der Tribüne unter anderem mit Jonas Hector. Der Kölner Offensivspieler ist bekanntlich weiterhin verletzt. Die Rückkehr des gebürtigen Kölners nach wie vor offen. Erst vor wenigen Wochen hatte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung, ein Update gegeben. „Es hat während der Reha-Maßnahmen einen kleinen Rückschlag gegeben, der dazu geführt hat, dass wir nicht so vorangehen konnten, wie wir das geplant hatten“, sagte der ehemalige Kölner Keeper, der aber keine Prognose über eine Rückkehr geben wollte. „Wir hoffen, dass wir ihn schnellstmöglich wieder in den Trainingsbetrieb bekommen und dann auch in den Spielbetrieb.“ 

Kessler: „Er ist mit seinen Qualitäten ein sehr wichtiger Spieler für uns.”

Es folgten wilde Spekulationen über ein mögliches Karriere-Aus, dabei ist nach wie vor über die genaue Verletzung wenig bekannt. Denen ist Christian Keller am Rande des 1:5 heftig entgegen getreten. Von einem Karriereende sei man bei Uth weit entfernt, erklärte der Sportdirektor. „Es war ursprünglich keine so schwere Verletzung, er hatte das Innenband gezerrt“, sagte Keller weiter. „Aber als er so weit war, dass er wieder auf dem Platz war, hatte er einen Rückschlag bei einer Schussaktion. Da ist das Ding leider wieder ein bisschen aufgegangen. Jetzt müssen wir schauen, wie lange er braucht. Es wird keine Monate mehr dauern. Wir hoffen, dass er in den nächsten zwei, drei Wochen wieder auf dem Platz stehen kann.“ Der Kölner stürmer würde eine weitere Option bei den Geißböcken sein, wird schmerzlich vermisst.

Wegen einer Leisten- und Schambeinverletzung kam Uth in der vergangenen Spielzeit auf fünf Kurzeinsätze, stand nur 180 Minuten auf dem Platz. Der Angreifer musste sich gleich drei Operationen unterziehen. Mit einer beeindruckenden Entschlossenheit kämpfte sich Uth im Sommer zurück – und das vor der Saisonvorbereitung. Bei den Testspielen überzeugte der Angreifer. Doch schon im ersten Pflichtspiel folgte die nächste Verletzung. Nach dem Comeback im Oktober hatte sich Uth dann im Testspiel gegen RW Essen eine Bänderverletzung im Knie zugezogen.



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Deutliche Worte nach Fan-Gesängen und Flaschenwurf

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Deutliche Worte nach Fan-Gesängen und Flaschenwurf

Für weitere negative Höhepunkte sorgten beim 1:5 gegen Leipzig einige Fans mit Schmährufen und einem Flaschenwurf. Christian Keller kündigte Konsequenzen an.

Die Pleite gegen RB Leipzig wurde von Hass-Gesängen und einem Flaschenwurf begleitet. Christian Keller kündigt Konsequenzen an.

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Die Botschaft auf der Kapitänsbinde des Kölner Spielführers war eindeutig: „TOGETHER! STOP HATE. BE A TEAM“, heißt es auf dem Stoff von Florian Kainz sowie die aktuelle Aktionswoche der DFL, die ein klares Statement gegen jede Form von Diskriminierung sowie für Vielfalt, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen will. Einige Anhänger der Geißböcke zeigten im Duell gegen Leipzig eindrucksvoll, gegen was sich die Aktion richten kann. „Wir hassen Ostdeutschland“, schallte es von der Kölner Tribüne. „Ich bin hier, um zu verbinden und nicht, um zu spalten. Ich glaube, es ist wichtig, das richtig einzuordnen und nicht gut zu heißen, ich finde das nicht gut, aber mir geht es auf gar keinen Fall darum zu spalten“, sagte RB-Trainer Marco Rose. „Die Leute da drüben, die uns noch nicht so gut kennen, sollen kommen. Es gibt bei uns ganz viele coole Menschen, so wie hier. Es gibt ein paar Idioten, so wie hier. Am Ende ist also alles sehr ähnlich und deswegen wurde auch irgendwann die Mauer abgerissen, auch in den Köpfen.“

Keller: „Ich hoffe, dass wir ihn auf irgendeinem Video finden und rausziehen können”

Und Rose weiter: „Es gibt ganz viele Menschen da draußen, die die richtige Haltung und Einstellung haben und an denen sollten wir uns hochziehen. Die sollten die anderen vielleicht auch ein bisschen korrigieren und dann machen wir weiter.“ Ganz so schnell wollte Christian Keller dagegen nicht zur Tagesordnung übergehen. Der Kölner Sportdirektor verwies auf den Aktionstag der DFL und betonte: „Ich verstehe nicht, was in den Köpfen dieser Leute vorgeht.“ Wenig Verständnis gab es natürlich auch für den Flaschenwurf im Kölner Stadion. Bei einem Eckball wurden aus einem Kölner Fanblock eine Flasche und weitere Gegenstände in Richtung Xavi Simons geschleudert. Der junge Niederländer hatte nach seinem Treffer zum 1:0 die Social-Media-Beauftragte der Leipziger für einen speziellen Gruß gesucht, aber offensichtlich übersehen, dass diese sich vor der Kölner Süd aufhielt. Der spezielle Gruß wurde fehlinterpretiert.

Xavi war fortan der Aufreger vieler Kölner Anhänger. „Xavi hatte überhaupt keine böse Absicht, wollte keinen provozieren. Wenn er das getan hat, tut es ihm sicher leid“, erklärte Rose später und reagierte auf den Flaschenwurf. „Wenn er einen trifft, egal wen, tut es weh. Daher volle Rückendeckung für Xavi, dem ich zur Pause gesagt habe, dass er sich auf die Leistung konzentrieren soll. Das hat er hervorragend hinbekommen.“ Überhaupt gaben die Leipziger gegen die Schmährufe die aus ihrer Sicht passende Antwort. Das 1:5 sprach jedenfalls eine deutliche Sprache. Die fand auch Christian Keller für den Flaschenwerfer und kündigte an: “Ich hoffe, dass wir ihn auf irgendeinem Video finden und rausziehen können – dann wird er keine mehr werfen.” Nach dem Spiel sorgte dann der Großteil der Kölner Fans wieder für ein positives Zeichen – zumindest ein aufbauendes für die Geißböcke, als sie den FC trotz Niederlage feierten.

 

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